Dressur im Gelände – Einfache Trainingsideen!

Dieser Artikel enthält werbende Inhalte. Mehr dazu liest Du hier!

Dressur und Gymnastizierung ist für jedes Pferd wichtig, das seine/n ReiterIn lange gesund tragen soll. Doch was tun, wenn man weder Halle noch Platz zur Verfügung hat? Die einfache Lösung: Dressurtraining im Gelände.
Welche vielfältigen Möglichkeiten es gibt, erzähle ich im Video (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach unter dem Video weiter!).

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1. Kondition, Takt & Losgelassenheit

Im Gelände kannst Du ganz wunderbar an der Kondition, dem Takt und der Losgelassenheit Deines Pferdes arbeiten, indem Du es über eine längere Strecke traben oder galoppieren lässt (je nach Ausgangskondition, 2-3km oder mehr).

Wichtig ist hier, dass Du das Pferd zunächst möglichst wenig beeinflusst und auf den ersten 100-200 Metern seinen Takt und Tempo finden lässt. Wenn es ruhig und gleichmäßig läuft, kannst Du beginnen an seiner Haltung zu arbeiten und den Rahmen etwas zu verkürzen – aber ohne, dass Takt und Losgelassenheit verloren gehen!

2. Tempounterschiede reiten

Auch das Reiten von Tempounterschieden bzw. das Verlängern der Tritte bietet sich im Gelände an – viele Pferde sind hier auch etwas fleißiger als auf dem Platz oder in der Halle. So kannst Du auf geraden Strecken immer wieder Tempo zulegen oder daran arbeiten, dass die Schritte länger werden. Hierzu stelle ich mir immer vor, ich müsste schneller reiten, aber niemand soll es von außen sehen. Ich treibe also ganz dezent mit dem Ziel, dass mein Pferd größere, schwungvolle Schritte macht (und dadurch schneller wird). Merke ich, dass mein Pferd schneller wird, weil es kleinere, hektische Schritte macht, dann nehme ich das Tempo zurück, finde wieder einen gleichmäßigen, losgelassenen Takt mit guter Anlehnung und versuche es erneut.

3. Übergänge reiten

Im Gelände kommt man nicht drumherum immer wieder mal durchzuparieren: Man muss eine Straße kreuzen, es kommen Fußgänger oder das Pferd braucht eine Pause. Du kannst nun einerseits diese Übergänge ganz bewusst nutzen um zu trainieren, kannst aber natürlich auch einfach so Übergänge einbauen. Wichtig ist, dass Du jeden Übergang bewusst und auf den Punkt reitest, nur dann ist er wertvoll für’s Training, den Muskelaufbau und die Aktivierung der Hinterhand.

4. Biegung und Stellung in den Kurven

Kurvige Wege und Abzweigungen können wunderbar genutzt werden um das Pferd zu stellen und zu biegen. Wo Du auf dem Platz Zirkel und Volten reiten würdest um das Pferd zu gymnastizieren, kannst Du im Gelände die natürlichen Biegungen der Wege nutzen. Auf breiten Wegen können sogar Schlangenlinien geritten werden, wenn Du Dein Pferd intensiver gymnastizieren möchtest.

5. Seitengänge

Die Wegesränder bieten sich an um die Seitengänge zu üben: Du kannst z.B. Schulterherein entlang des Weges reiten oder Schenkelweichen von einem Wegesrand zum anderen und zurück.

6. Kreuzungen nutzen

Ist nicht viel Betrieb im Wald und Du läufst nicht Gefahr jemanden zu stören, kannst Du größere Kreuzungen dazu nutzen um Zirkel, Volten und Achten zu reiten.

7. Rahmen wechseln

Bei jedem Training sollte immer wieder der Rahmen des Pferdes gewechselt werden (Enger Rahmen – Versammlung und Arbeit an der Tragekraft; weiter Rahmen – Dehnungshaltung und Arbeit an der Schubkraft). Das erlaubt es den Muskeln zu entspannen und verhindert Verkrampfungen. Dazu gehören auch regelmäßige Pausen im Schritt am langen Zügel.

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Christina

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Vor über 30 Jahren saß ich zum ersten Mal auf einem Pferd.
Seitdem habe ich viel erlebt und gelernt, hatte Erfolge und
Misserfolge, bin gestürzt und wieder aufgestiegen.
All diese Erfahrungen und mein Wissen aus vielen Jahren mit unterschiedlichsten Pferden teile ich hier mit Dir – natürlich immer
fair & pferdefreundlich.

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