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Leise indische Musik fließt wie ein leichter Windhauch durch das Haus im Skagafjord. Ich lasse mich von ihr zum luftigen Wohnzimmer mit der hohen Decke und dem wunderbaren Ausblick tragen. Der Raum, mit seinen sonst so gemütlichen Sofas, ist leergeräumt und die Mädels und Manoj, unser Besuch aus Indien, warten schon auf ihren bunten Yogamatten auf mich.

Ich setze mich auf meine blaue Matte, atme tief ein und lange aus. Zusammen mit meinem Atem fließt alle Anspannung der letzten Wochen aus mir heraus. Ich bin angekommen.

Du fragst Dich wo ich bin? Ich bin zurück in Island und bei Lynghorse. Aber dieses Mal bin ich nicht nur zum Reiten dort, sondern für eine einzigartige Kombination aus Yoga und Reiten. Mit ihrer “Innere Balance auf dem Pferdrücken”-Woche schlägt Hlín die Brücke zwischen Yoga und Reiten, zwischen dem Suchen und Finden der inneren Mitte und Balance auf dem Pferdrücken, zwischen Stabilität und Loslassen. Und es ist fantastisch.

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Flashback einen Tag zuvor: “Hi, gehörst du zu meiner Lynghorse-Truppe?” frage ich die Frau mit dem türkisfarbenen Oberteil und den schönen grüngraublauen Augen, die am Gate im Frankfurter Flughafen wartet. “Ja! Du bist Christina?!” kommt es mit einem strahlenden Lächeln zurück. Und der Rest ist Geschichte: Die Wartezeit auf unseren Flug vergeht mit einem Fingerschnippen und tiefgründigen Gesprächen, die schon einen kleinen Vorgeschmack geben auf das, was wir in der kommenden Woche teilen werden. Es ist, als würden wir uns schon ewig kennen – wenn wir ganz im Yoga-Spirit bleiben: vielleicht aus einer früheren Reinkarnation.

Tatsächlich ist es aber nicht der erste Kontakt, den wir haben. In den Wochen vor der Abreise haben sich alle Mädels der Gruppe virtuell per WhatsApp getroffen, gemeinsam geplant, gelacht und sich kennengelernt. Das erste Treffen mit den anderen Mädels läuft genauso herzlich und entspannt ab wie erwartet und die vier Stunden Fahrt in den Norden Islands und zu Lynghorse vergehen bei guten Gesprächen wie im Flug.

Zurück im hier und jetzt und auf meiner Yogamatte überkreuze ich die Beine und lehne mich leicht nach vorne, um meine Sitzbeinhöcker so auszurichten, dass ich gleichmäßig auf ihnen sitze. Wir legen die Hände vor der Brust zusammen und singen gemeinsam ein “Ommm” zur Eröffnung der ersten Yogaeinheit des Tages. Innerhalb von Sekunden finden wir eine gemeinsame Frequenz und der tiefe Ton vibriert in meinem Bauch.

Bunte Yogamatten auf einem Holzboden innerhalb eines hohen, hellen Raums.

Die Morgeneinheiten sind der perfekte Start in den Tag: Noch vor dem Frühstück spüren wir unserem Atem nach, richten unsere Körper neu aus und entdecken Muskeln, von denen wir nichtmal wussten, dass es sie gibt! Im Lauf der Einheit lösen sich mit meinen verspannten Muskeln auch Stress und innere Anspannung. Ich habe zum ersten Mal seit langer Zeit wieder das Gefühl, tief und frei atmen zu können. Ein Gefühl der Leichtigkeit und des Wohlwollens breitet sich aus – und nicht nur bei mir, auch den anderen Mädels geht es so. Wir wachsen innerhalb kürzester Zeit so zusammen und führen so viele persönliche, tiefe Gespräche, wie ich es nie für möglich gehalten hätte – immerhin kennen wir uns erst seit wenigen Tagen!

Und mit diesem Gefühl des Glücks und der grenzenlosen inneren Ruhe setze ich mich dann nach dem Frühstück auf’s Pferd. In Zweiergruppen geht es zum Unterricht auf den Platz mit dem wunderbaren Blick auf die schneebedeckten Berge und die Küste am Horizont. Es ist still hier, nur der leise Hauch des Windes und das Schnauben der Pferde ist zu hören. Ich richte meine Sitzbeinhöcker so aus, dass ich gleichmäßig auf ihnen sitze und die Bewegungen meiner Falbstute Signi spüre. Mit Hlíns Stimme im Ohr und den Yogaübungen im Kopf, klappt es plötzlich mit der mitschwingenden Hüfte und dem aufrechten Oberkörper! Es ist erstaunlich, wie viel Wirkung und wie viele Parallelen zum Reiten die Yogaübungen des Morgens haben. Es geht um Spannung und Entspannung, um Atem, um Balance und um das richtige Ausrichten einzelner Körperteile. Durch das Yoga bekommt man ein besseres Körperbewusstsein, das man direkt in den Sattel mitnehmen kann.

Hlíns Pferde tun ihr übriges: Meine Stute Signi lässt sich unglaublich fein und rein über den Sitz reiten. Die Zügel liegen wie Federn in meiner Hand und ich brauche sie nur zur Erweiterung oder Verkürzung des Rahmens. Daran muss ich mich erst gewöhnen, so fein wie Signi bin ich nämlich noch nicht. Aber sie unterstützt mich vorbildlich dabei und zeigt mir jede falsche Hilfe sofort an – das ist manchmal frustrierend, aber so wahnsinnig lehrreich!

Eine Reiterin auf einem schwarzen Islandpferd. Sie reitet auf einem Platz inmitten grüner Wiesen, im Hintergrund sind wolkenverhangene Berge zu sehen.

Wir alle machen riesige Fortschritte in den ersten Reitstunden, man kann fast hören, wie es ständig “Klick” macht. Am meisten berührt und freut mich die Entwicklung einer meiner Mitreiterinnen: Sie steigt nach einem Unfall nur mit großer Angst auf fremde Pferde und ist mehrfach kurz davor die erste Reitstunde abzubrechen. Aber sie hält durch. Und mit Hlíns Hilfe und den geduldigen, sensiblen Ponys töltet sie schon am zweiten Tag mit einem breiten Grinsen im Gesicht an der Küste entlang!

Nach der Reitstunde bringe ich Signi zurück zu ihrer Herde auf den Paddock. Die Ponys sammeln sich um mich und schnuffeln interessiert an meiner Kamera. Sie sind eine wunderbare Mischung aus neugierig und respektvoll. Man merkt, dass sie mit Menschen noch nie schlechte Erfahrungen gemacht haben und sich über meine Anwesenheit freuen. Ein zartes Stupsen an meinem Rücken bringt mich zum Lachen. Ich drehe mich zur hübschen Rappstute Ulla um und streichle ihre samtige Nase zum Abschied.

Hlín kniet neben einem liegenden Pferd und streichelt seine Brust. Ein weiteres Pferd beschnüffelt ihre Schulter, ein Zweites berührt die Nase des liegenden Pferdes mit seiner eigenen.

Nahaufnahme eines Islandpferdes, das seine Nase freundlich und zart an die Wange einer jungen Frau schmiegt.

Mein Bauch grummelt unüberhörbar, als ich ins Auto einsteige. Höchste Zeit für’s Mittagessen. Ich fahre mit den Mädels die paar hundert Meter von Hlíns Hof zu unserem typisch isländischen Haus (ja, wir sind faul). An der Eingangstür weht mir schon der Duft von gebratenem Gemüse und indischem Dal entgegen – es hat schon seine Vorteile einen Inder in der Truppe zu haben, der lieber kocht als reitet. Passend zur Yogawoche essen wir hauptsächlich indisch-ayurvedisch und nur ein einziges Mal kommt Fleisch auf den Tisch, für die, die wollen. Das Essen ist fantastisch und zu meinem Leidwesen nehme ich trotz der vielen Yogaeinheiten und Reitstunden in der Woche ein bisschen zu. Aber sich bei dem guten Essen zurückzuhalten ist einfach keine Option!

Mit vollen Bäuchen kommen wir nach dem Mittagessen zu einer Theorieeinheit im hellen Wohnzimmer zusammen. Hlín erklärt mit vollem Körpereinsatz das Zusammenspiel und die Grundlagen der Gewichtshilfen, macht vor wie die Gewichtsaufnahme bei korrekten Seitwärtsgängen aussehen muss und wie eine feine Verbindung zwischen Reiterhand und Pferdemaul erfühlt werden kann. Sie hat das Talent, komplizierte Sachverhalte einfach und verständlich zusammenzufassen – und das auch noch unterhaltsam! Die Theoriestunden vergehen wie im Flug und immer wieder schallt unser Gelächter durch’s Haus, wenn Hlín sich wieder einmal völlig verrenkt um uns etwas zu erklären.

Die Köpfe voll Wissen und mit neuer Energie starten wir in unseren Nachmittagsausritt entlang der Küste. Jetzt ist genießen angesagt! Ich sauge die Weite und Wildheit der isländischen Natur in mich auf, während Signi den Weg unter uns in geschmeidig schnellem Tölt nur so vorbeifliegen lässt (Übrigens in guter Haltung – keine hochgerissenen Köpfe und weggedrückten Rücken bei Hlíns Ponys!). Unsere Gruppe fließt von Phasen des Gesprächs und Gelächters in Phasen der völligen Stille – jeder mit seinen Gedanken bei sich, bei seinem Pferd, in der Natur. Nirgends kann ich so sehr zur Ruhe kommen wie auf einem Pferd in Island!

Drei Reiter auf ihren Islandpferden stehen nebeneinander am Rand der Klippen, vor ihnen das weite Meer.

Blick durch die Ohren eines Islandpferdes auf eine Reiterin, die mit ihrem Pferd dicht an den Klippen entlangreitet.

Der Wind an der Küste bläst uns nach einiger Zeit wieder in Richtung Heimat. Mit einem letzten, Tränen in die Augen treibenden Galopp, beenden wir unseren Ritt. Die Ponys sind munter und ziehen fleißig vorwärts – der lange Ritt hat sie kaum ermüdet und sie würden gerne noch ein Stückchen weitergaloppieren. Wir halten sie mit Leichtigkeit zurück und reiten vorbei an einem strahlend violetten Lupinenfeld durch’s Hoftor. Feierabend für die Pferde: Mit freudigem Quietschen galoppiert die Herde auf ihre weitläufige Koppel – ich bin immer wieder erstaunt, dass die Ponys auf dem hügeligen Gelände kein einziges Mal stolpern. Die Trittsicherheit der Isländer kommt eben nicht von ungefähr!

Zwei Reiterinnen auf Islandpferden reiten durch ein Meer aus violetten Lupinien.

Eine Herde Islandpferde läuft im Sonnenuntergang entlang eines Bachs auf ihre Koppel.

Wir lassen unseren Feierabend in einer natürlichen heißen Quelle zwischen Bergen und Küste ausklingen. Im heißen Wasser entspannen beanspruchte Muskeln und ich fühle mich wie eine rundum glückliche, wohlig warme Qualle (irgendwie wabbelig, weich und muskellos). Ich lege meinen Nacken an den steinigen Rand der Quelle, schaue den vorbeiziehenden Wolken zu und lausche dem murmelnden Isländisch der Einheimischen, mit denen wir im heißen Wasser sitzen.

Ich seufze tief und denke mir “Besser als das? Geht nicht!”.

Reiten & Yoga in Island: Lynghorse | Yogihorse

Ein paar Monate später sitze ich hier, in der Herbstsonne auf meinem Sofa, und denke an meine Zeit in Island zurück und was sie alles verändert hat. Ich meditiere seitdem nicht nur fast täglich, sondern habe neue Energie und Mut für wichtige Änderungen in meinem Leben. Die Woche bei Lynghorse hat mir dringend nötigen Abstand zum stressigen Alltag und einen Weg zu mehr innerer Ruhe, Achtsamkeit und Klarheit gebracht. Sie war definitiv lebensverändernd für mich

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