Tipps Handyfotos

Ich glaube so gut wie jeder von uns tut es: Pferdefotos mit dem Smartphone schießen.

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Es ist aber auch einfach sehr praktisch, das Handy hat man meistens sowieso dabei, es ist klein, leicht und nimmt wenig Platz weg. Und man kann seine Freunde dann gleich mit einem bei Facebook oder Instagram hochgeladenen Foto erfreuen (oder nerven – je nach Freund).

Damit Deine Handyfotos hübsch aussehen, möchte ich Dir heute ein paar Tipps vorstellen die mir dabei helfen gute Fotos zu schießen.

Ich bin kein Profifotograf! Wenn Du einer bist und noch ein paar Tipps hast ab in die Kommentare damit!

 

1. Stehe weit genug vom Pferd entfernt.

Ansonsten gibt es schnell diese leicht verzerrten Fotos mit riesen Kopf und kleinem Körper. Gehe lieber etwas weiter weg und zoome dann heran.

 

2. Gehe etwas in die Hocke.

Auch hier sehen dann die Proportionen des Pferdes besser aus. Wenn Du im Stehen fotografierst und ein kleines Pferd hast sieht es schnell gedrungen aus. Bei größeren Pferden kannst Du auch stehen bleiben, das musst Du einfach austesten.

Am besten richtest Du die Kamera am Halsansatz des Pferdes aus.

 

3. Fotografiere morgens oder abends.

Dann ist das Licht besonders schön und Du kannst tolle Aufnahmen mit den schrägen Sonnenstrahlen machen. Wenn Du Dein Pferd vor die Sonne stellst gibt es einen schönen Lichtschimmer durch Fell und Mähne.

Ansonsten fotografierst Du am besten mit der Sonne in Deinem Rücken. Dann wird Dein Motiv schön ausgeleuchtet und Du hast nicht das Problem, dass Dein Handy den Himmel überbelichtet (siehe Tipp 5).

 

4. Achte auf den Hintergrund.

Der Hintergrund sollte natürlich keine hässlichen Sachen enthalten (Strommasten, Autos, Traktoren, …). Besonders Koppeln mit Hanglage eignen sich hier ganz gut, da man dann so fotografieren kann, dass man keinen Zaun sieht.

Ansonsten suche ich den Hintergrund immer nach der Fellfarbe des Pferdes aus. Bei einem Schimmel hast Du’s leicht (falls Du ihn denn sauber kriegst ;-)), die sehen vor allem gut aus (blauer Himmel, grüne Wiese, Herbstblätter, Schnee). Bei einem Fuchs oder Braunen wäre ich zum Beispiel bei Fotos vor Herbstblättern vorsichtig. Je nach Fellfarbe des Pferdes und Farbe der Blätter ist der Kontrast nicht hoch genug und Dein Pferd „verschwimmt“ mit dem Hintergrund. Dann lieber eine knackig grüne Wiese als Kontrast zum Fuchsfell.

Ganz toll sind auch Fotos vor Blumen oder blühenden Büschen im Sommer. Dabei sollte man aber immer aufpassen, dass der Hintergrund nicht zu bunt oder unruhig ist. Du willst ja nicht zu sehr vom Pferd ablenken.

Ich finde der Hintergrund ist neben dem Pferd das Wichtigste. Wenn im Hintergrund etwas stört kann das Pferd noch so toll aussehen, das Bild sieht dann trotzdem nicht gut aus.

 

5. Fotografiere nicht gegen einen zu hellen Hintergrund.

Gerade Smartphones haben oft große Probleme wenn ein sehr heller Himmel im Hintergrund ist. Entweder wird dann der Himmel fast weiß, oder das Pferd wird zu dunkel.

Besonders bei leicht bewölktem Himmel kann das schnell passieren. Ist der Himmel schön blau hast Du das Problem eher nicht.

 

6. Achte darauf, dass Du das ganze Pferd im Bild hast.

Wenn Du nicht absichtlich eine nahe Detailaufnahme machst sollte immer das ganze Pferd im Bild sein. Abgeschnittene Hufe oder Ohren sehen nie gut aus.

 

7. Achte auf die Blickrichtung von Mensch und Pferd.

Wenn Du Fotos von einer Freundin und ihrem Pferd machst sollten sie entweder zueinander schauen, oder beide in die gleiche Richtung. Ich finde es immer etwas unschön, wenn der Mensch in die Kamera schaut und das Pferd ganz woanders hin. Für mich sieht das immer so aus, als wären die beiden gedanklich nicht beieinander. Und mit so einem Foto möchte man ja die Verbindung zwischen Pferd und Mensch zeigen.

 

8. Hab eine Rascheltüte dabei.

Dein Pferd guckt mal wieder ganz woanders hin oder lässt die Ohren hängen? Mit einer Rascheltüte hast Du schnell wieder seine Aufmerksamkeit.

Was auch gut funktioniert ist mit dem Smartphone ein Pferdewiehern aufzunehmen und dann bei Bedarf abzuspielen.

 

9. Orientiere Dich am Goldenen Schnitt.

Vielleicht hast Du schon mal im Kunstunterricht vom Goldenen Schnitt gehört. Er beschreibt wie man ein Bildelement (hier zum Beispiel Dein Pferd) am besten positioniert, damit es möglichst ansprechend aussieht. Immer nur genau in der Mitte ist schnell langweilig.

Ganz grob erklärt kannst Du Dein Bild in 9 gleichgroße Rechtecke unterteilen. Das Element, auf das Du die Aufmerksamkeit lenken willst solltest Du an einen Punkt setzen, an dem sich die Ecken der Rechtecke treffen.

Bei Instagram kannst Du übrigens einstellen, dass die Linien des Goldenen Schnitts auf deinem Smartphonebildschirm angezeigt werden. Wenn Du ein Foto schießen willst einfach oben links auf das Icon mit dem Linienraster tippen.

Es gibt übrigens noch sehr viel mehr solcher Regeln, aber damit es nicht zu viel wird nenne ich nur diese. Ich finde das kann man sich gut merken und mit ein bisschen Übung wirst Du Dir die Linien automatisch vorstellen, wenn Du ein Foto machen möchtest.

 

10. Sei kreativ.

Mach nicht immer nur die langweiligen Standardfotos, sondern lass Dir was einfallen. Fotografiere Dein Pferd an einem außergewöhnlichen Ort, vielleicht gibt es ja besondere Stellen in Deinem Ausreitgelände – Felsen, Bäche, etc. (ich war mal in einer Gegend in der es Keltengräber und Ruinen gab). Oder such Dir einen interessanten Blickwinkel aus, fotografiere Dein Pferd zum Beispiel durch die Äste eines Busches.

In diesem Artikel stelle ich Dir ein paar tolle Ideen für Pferdefotoshootings vor.

 

Ich finde, wenn man geduldig ist und ein paar Dinge beachtet kann man auch mit dem Smartphone tolle Bilder machen. Ein professionelles Fotoshooting ersetzen sie natürlich nicht, aber dafür sind sie um einiges günstiger.

Wer aber gerne ein professionelles Fotoshooting machen möchte sollte mal bei Ponyliebe vorbeischauen, kann ich nur empfehlen!

Weitere Foto-Tipps gibt es bei der Reitarena.

 

Hast du noch weitere Tipps für tolle Fotos? Ab in die Kommentare damit!

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8 KOMMENTARE

  1. Punkt 1 trifft auf das fotografieren mit einer richtigen Kamera mit optischem Zoom zu. Beim Smartphone, das nur über einen Digitalzoom verfügt, würde ich drauf verzichten. Da leidet die Qualität.

    • Hallo Katrin,

      da hast du schon recht – wobei mein Sony Xperia auch mit Zoom ziemlich gute Bilder macht.

      Liebe Grüße!

  2. Zu Punkt 2: allgemein lässt sich sagen, man (bzw. die Kamera) sollte sich immer in Augenhöhe mit seinem Motiv befinden (das ist nicht nur bei Pferden so…), damit die Perspektive auch auf dem Bild richtig aussieht ;)

    • Hi Swantje,

      vielen Dank für den Tipp! Ich hab immer die Pony’s im Hinterkopf, bei denen muss man meistens ein bisschen in die Hocke gehen ;-)

      LG

  3. es gibt für das IPhone eine schöne App – vielleicht auch für andere Smartphones geeignet : “Horse Shaker deluxe – Ultimate Sound Box”. Damit hat bisher jedes Pferd seine Ohren gespitzt !!!

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