Angst vorm Reiten

An einem schönen Tag vor langer Zeit hat es bei mir Klick gemacht. Das Maß war voll. Einmal zu oft runtergefallen, einmal zu oft die Kontrolle verloren.

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Und ich habe mich nicht mehr aufs Pferd getraut.

Ich schätze ich war damals um die 12 oder 13 Jahre alt, ich weiß es nicht genau. Zu dem Zeitpunkt bin ich schon etwa 8 Jahre geritten – ob man in dem Alter gut reitet sei mal dahingestellt. Ich hatte nie Angst auf einem Pferd, habe mich immer wohlgefühlt. Und habe total wahnwitzige Sachen gemacht bei denen mir heute ganz Angst und Bange wird.

Von einem Tag auf den anderen war das vorbei. An den genauen Auslöser kann ich mich gar nicht mehr erinnern, ich schätze es war ein durchgehendes Pferd oder ein Sturz. Ab da saß mir die Angst im Bauch. Ein richtig mieses kleines Monster, das Deinem Hirn immer buntere Horrorszenarien einflüstert. Und dabei durch seine krummen, gelben Fangzähne lächelt und Dir sagt, dass es ja nur Dein Bestes will.

Ich fühlte mich wie entzweigerissen – ich wollte reiten, ich musste reiten um glücklich zu sein. Aber die Angst war wie eine Mauer um die ich nicht herumkam. Leute die nicht reiten verstanden das nicht. Sie sagten „dann lass es doch einfach sein wenn du Angst hast! Warum quälst du dich?“. Dieses Gefühl, etwas gleichzeitig zu vermissen und zu fürchten ist für mich bis jetzt einzigartig. Nie wieder habe ich mich so gefühlt.

Es hat knapp ein Jahr gedauert bis ich wieder auf einem Pferd saß. Und ich hatte immer noch genauso viel Angst wie vorher. Wenn nicht sogar mehr.

Nach einigen gescheiterten Versuchen mich wieder aufs Pferd zu bringen hat mich mein Papa wieder an dem Stall zum Reitunterricht angemeldet, an dem ich reiten gelernt habe. Und ganz langsam, mit viel Geduld und braven Ponys habe ich gelernt wieder zu vertrauen – den Pferden und meinen Fähigkeiten.

Ich bin zwar nie wieder so mutig und übermütig geworden wie ich als Kind war (das gehört wohl zum Älterwerden dazu) aber ich habe schon lange keine Angst mehr davor mich aufs Pferd zu setzen. Egal auf welches.

Lesetipp: Scarlett von fashiontoride.de über das Älter werden als Reiter.

Wie man seine Angst überwinden kann möchte ich hier erzählen. Natürlich ist das eine ganz persönliche Sache, nur weil es mir geholfen hat muss es nicht auch anderen helfen. Aber einen Versuch ist es sicher wert.

 

1. Bleib nicht allein mit Deiner Angst

Schäme Dich nicht und rede mit jemandem darüber. Probleme über die man nicht redet werden im eigenen Kopf immer nur größer und größer, bis sie unüberwindbar erscheinen. Manchmal kann eine fremde Meinung ein Problem in eine ganz neue Perspektive setzen.

Ich weiß, über so etwas redet man nicht gerne. Vor allem, wenn Du Angst vorm eigenen Pferd hast ist die Schwelle hoch. Es fühlt sich an als hättest Du versagt, als würdest Du gar nichts können. Dass das natürlich nicht so ist will das Angstmonster erst mal nicht hören.

Nur wenn Du über Deine Angst redest kann Dir jemand helfen.

 

2. Such Dir Hilfe von jemandem, dem Du vertrauen kannst

Wer genau das ist, ist Dir überlassen.

Für mich war es eine geduldige Reitlehrerin, die meine Angst ernst genommen und meine Wünsche respektiert hat. Dabei hat sie mich aber auch immer gefordert und mir Mut gemacht neue Dinge auszuprobieren. Es ist sehr wichtig, dass Dich jemand dazu animiert aus Deiner Komfortzone herauszukommen, ansonsten bleibst Du weiter hinter Deiner Angstmauer stecken.

Wenn Du Angst vor Deinem Pferd hast such Dir einen Trainer der mit euch beiden arbeitet. Mit einem Profi an Deiner Seite dem Du vertrauen kannst wirst Du Deine Angst Schritt für Schritt überwinden können. Er wird genau wissen, was gefährlich ist und was nicht und wird Dir die nötige Sicherheit geben.

 

3. Nimm Dir so viel Zeit wie Du brauchst

Mach Dir zusätzlich zu Deiner Angst nicht auch noch Druck. Wenn es länger dauert Deine Angst zu überwinden dann ist das nun mal so. Zusätzlicher Druck wird das Ganze nicht beschleunigen – im Gegenteil.

Ich weiß, es ist nicht einfach sich keinen Druck zu machen. Schließlich willst Du wieder reiten. Und Dein Pferd kostet ja viel Geld, dafür, dass es nur rumsteht. Zumindest erzählt Dir das Dein Freund, Deine Eltern und ein paar der Leute am Stall.

Lass Dir nichts einreden! Rede mit den Leuten die Dich nicht unterstützen nicht mehr über das Thema.

Um Deine Angstmauer zu überwinden braucht es Zeit. In vielen kleinen Schritten baust Du Dir eine Treppe über die Mauer. Manche Stufen sind groß und Du machst einen riesen Fortschritt, manche sind kleiner und es dauert eine gefühlte Ewigkeit sie zu bauen. Manche brechen auch wieder zusammen und Du rutschst eine Stufe zurück. Aber mit genug Zeit und Geduld mit Dir selbst wird Deine Treppe irgendwann fertig sein und Du kannst über die Mauer schauen. Vielleicht springst Du hinüber und lässt sie vollständig hinter Dir, vielleicht bleibst Du auch einfach nur obenauf stehen und die Mauer ist zwar da, aber sie beherrscht Dich nicht.

 

4. Reite ein anderes Pferd, bis Du wieder Vertrauen in Deine Fähigkeiten hast

Wenn Du große Angst hast, so wie das bei mir der Fall war, kann es sehr viel helfen ein verlässliches, ruhiges Pferd zu reiten. Und zwar so lange, bis Du Dich auf ihm völlig sicher fühlst. Noch besser ist es, viele verschiedene Pferde zu reiten auf denen Du Dich sicher fühlen kannst.

Jedes Pferd ist anders und auf jedem lernst Du andere Dinge. Wenn Du mit vielen verschiedenen Pferden klarkommst stärkt das Dein Selbstvertrauen enorm und die Hürde wieder auf Dein eigenes Pferd zu steigen wird vielleicht nicht so hoch sein. Mach Dir keine Illusionen, Du wirst trotz allem ein mulmiges Gefühl haben, wenn Du zum ersten Mal wieder Dein Pferd reitest, aber es wird nicht so schlimm sein wie es sein könnte.

Um viele verschiedene Pferde zu reiten empfehle ich guten Reitunterricht an einem Stall Deiner Wahl – es versteht sich von selbst, dass Du bei der Auswahl darauf achtest, dass es den Schulpferden gut geht und sie artgerecht und fair behandelt werden.

 

5. Arbeite mit Deinem Pferd vom Boden aus

Auch für Dein Pferd wird die ganze Situation komisch sein – es wird Deine Angst spüren und vielleicht selbst unsicher und ängstlich werden. Oder es versucht die Führung zu übernehmen, die Du aufgrund Deiner Angst abgegeben hast.

Dagegen hilft es wieder bei Null anzufangen. Beschäftige Dich mit Deinem Pferd und baue Vertrauen zu ihm auf. Vom Boden aus geht das erst mal am besten wenn Du Angst vorm Reiten hast.

Die Bodenarbeit hat gleich mehrere gute Effekte:

  • Du beschäftigst Dein Pferd geistig und körperlich
  • Du lernst wieder Vertrauen aufzubauen
  • Dein Pferd wird lernen auf Dich zu achten und bessere Manieren bekommen

Eine Freundin von mir hat nach einem schlimmen Sturz mit Krankenhausaufenthalt jahrelang mit ihrem Pferd nur vom Boden gearbeitet. Es ist eines der besterzogenen Pferde die ich kenne und die beiden sind mittlerweile auch unter dem (und im) Sattel ein tolles Team.

Lesetipp: Akki von Fü(h)rpferd Horsemanship über die Angst vorm eigenen Pferd.

Auch die Pferdefreunde haben über die Angst beim Reiten geschrieben und Babette Teschen und Tania Konnerth zum Thema interviewt.

6. Wenn wirklich gar nichts geht: verkaufe Dein Pferd in gute Hände

So schlimm das auch für Dich sein mag und so sehr es sich nach Aufgeben oder Verrat anfühlt – manchmal ist es besser, wenn Du Dein Pferd verkaufst.

Wenn Du nur noch Angst vor Deinem Pferd hast und nichts mehr weiterhilft, dann ist es Dir und Deinem Pferd gegenüber nur fair es gehen zu lassen. Manchmal suchen wir uns Pferde aus, die nicht zu uns passen oder denen wir einfach nicht gerecht werden können. Es wird ihnen bei jemand anderem vielleicht besser gehen.

Eine Bekannte hat nach langer Überlegung die mutige Entscheidung getroffen ihren Araber (den sie selbst aufgezogen hat) zu verkaufen, weil sie einfach nicht mit ihm klar gekommen ist. Die Frau die ihn gekauft hat ist überglücklich mit ihm und reitet ihn erfolgreich auf Distanzritten. Das Pferd selbst ist mit seiner neuen Aufgabe völlig aufgeblüht.

Natürlich solltest Du eine solche Entscheidung nicht leichtfertig treffen. Manchmal kann sie aber die Erlösung für Reiter und Pferd bedeuten.

 

Das Angstmonster ist ein Lügner

Ich habe meine Angstmauer überwunden. Aber das Monster sitzt mir manchmal noch im Bauch und flüstert leise. Die meiste Zeit höre ich ihm nicht zu, denn es ist ein Lügner. Manchmal lohnt es sich aber auch hinzuhören, es lügt nicht immer und eine gesunde Portion Vorsicht kann das Leben deutlich verlängern.

Du musst gar nicht wieder so unbeschwert sein wie Du es mal warst – es ist nur wichtig, dass Du Deinem Angstmonster nicht jeden Satz glaubst den es Dir einflüstert und Dich von ihm beherrschen lässt.

Und mit der Zeit wird es leiser und leiser. Und das ruhige Geklapper der Pferdehufe wird es problemlos übertönen.

 

Kennst Du das Gefühl von Angst beim Reiten? Oder hattest Du vielleicht auch schon mal einen schlimmen Sturz vom Pferd und hinterher ein mulmiges Gefühl? Wie hast Du das überwunden?

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79 KOMMENTARE

  1. Hallo
    Ich bin seid 9 Jahren geritten, hatte am Anfang total Spaß und man hat mir nach einer Zeit auch die schwierigen Pferde gegeben (mit denen ich auch ganz gut klarkam, wenn man bedenkt dass ich 11/12 war :) ). Och bin nie runtergefallen ( im Nachhinein wohl ein echter Nachteil, da ich mich nie dran gewöhnt hab). Irgendwann hat dieser Spaß und die Angstlosigkeit immer mehr abgenommen. Die Schulpferde haben irgendwann angefangen oben in der Halle einen Geist zu sehen, und das jedes Mal. Runtergefallen bin ich nicht, aber mein Sitz wurde immer verkrampfter, ich hab geklammert und die Zügel immer mehr aufgenommen (da war ich um die 11 und ich hätte dem Pferd wohl keine deutlicheren Zeichen von Angst geben können:/ ). Die RL (die sich wohl noch nie auf eines der Pferde gesetzt hat) war nicht sehr verständnisvoll, hat auch keine Tipps gegeben wie es besser geht, also stand ich ( und alle anderen) ziemlich alleine da. Ich hab den Stall gewechselt und wurde wieder ein bisschen mutiger, doch dann wohl zu mutig als ich wieder ein Problem Pferd reiten sollte ( und überredet wurde es als RB zu bekommen). Es war jung und wild und hatte nie einen anderen Reiter als seinen Reiter zuvor und nach anfänglicher Euphorie wurde alles für mich zum echten Albtraum. Ich stieg auf, darauf gefasst jeden Moment ein unkontrollierbar gallopierendes Pferd unterm Sattel zu haben. Oben in die Ecke lief es schon nicht mehr und wenn ja, dann war ich schneller auf der anderen Seite der Halle als ich wollte. Die tips meiner Reitlehrerin haben zwar geklappt, aber es hat immer wieder seinen Kopf durchsetzen können und mit mir als ängstliches und verkrampftes Anhängsel wurde es auch nicht viel besser. In einer Gruppe voll von sehr guten Reitern hatte ich sowieso kein Selbstbewusstsein mehr und vor den Reitstunden wollte ich am liebsten davonlaufen. Das ich ihn überhaupt so lange als RB hatte war wohl meinem aber vielleicht wird es besser-ego zu verdanken (sowie gutem zureden der Vorreiterin). Dann hat mich die hofbesitzerin gefragt ob ich mit meiner Freundin 2 5-jährige kleine eingerittene Ponys reiten wollte. Um ehrlich zu sein war das echt schön (da ich trotz allem noch eine relativ gute Reiterin war) und es hat auch gut geklappt. Die 2 waren stürmisch, aber sie hatten keine Angst oben in der Ecke (was mir etwas vertrauen beschert hat) und waren relativ gut zu Händeln. Naja an einem Tag dann mussten wir in eine andere Halle und beim aufsteigen war es wohl zu viel für meinen denn er lief los und fing an wie wild zu buckeln. Hätte ich beide Steigbügel gehabt und wäre nicht mitten am aufsteigen gewesen glaube ich hätte ich mich halten können, aber so lag ich im Sand. Nach 3 Sekunden war ich mir sicher, dass mein Arm gebrochen sei. Meine Freundin hat meine Mutter angerufen und Hilfe geholt. Alle, die danach gekommen sind (meine Mutter bräuchte ein bisschen, da wir weiter weg gewohnt haben) waren sicher, es sei nichts an meinem Arm und wollten mich aufsetzen. Ich lag mit den größten schmerzen meines Lebens im Sand, hatte aber so einen großen Schock, dass ich weder geweint noch geschrien hab. Als die meinen Arm nehmen und mich aufsetzen wollten habe ich sie angefleht mich so zu lassen. Nach 15 langen Minuten wurde der Krankenwagen gerufen. Der kam durch einen Unfall und mangels Dringlichkeit beim anrufen nach einer Stunde. Ohne Notarzt. Ich bin immer wieder weggesackt und im kalten Sand war ich wohl auch unterkühlt. Als der Notarzt da war hab ich sofort Morphin bekommen und war danach 2 Wochen mit einer Gehirnerschütterung und schief gebrochenem Oberarm im kh. Ich weiß, dass der Unfall mein Fehler war aber der Schock und das lange liegen mit gebrochenem Arm, und zusätzlich noch meine Angst zu reiten (das Monster hatte/hab ich auch) und die ständig durchehenden Pferde (wohl auch durch meine Angst) haben mir schließlich den Rest gegeben. Ich hab nach über einem Jahr auf drängen meiner Mutter angefangen horsemanship zu machen. Da hab ich etwas vertrauen bekommen aber das Pferd wurde vorher nur mit Sporen geritten und war so schwer zum traben zu bewegen, dass ich schließlich wieder aufgehört hab. Beim ersten mal wieder klassisch reiten war ich auf einem terapiepferdehof und das hat mir Spaß gemacht. Trotzdem hab ich in jeder Halle in die ich komme Angst vor den oberen Ecken. Auf dem Hof an dem ich meinen Unfall hatte bin ich nie mehr geritten.
    Ich weiß echt nicht was ich mit der Panik machen soll, obwohl mir dein artikel schon sehr geholfen hat, denn ich bekomme sie echt in jeder Halle vor den oberen Ecken.
    Den Sturz habe ich durch unfalltherapie einigermaßen verdaut, aber vertrauen auf dem Pferderücken habe ich nicht.
    Da reiten meine komplette Kindheit bestimmt hat und es (wie du schon gesagt hast) echt nicht leicht ist endgültig aufzuhören wollte ich auf einem isländerhof den ich gut kenne anfangen einzelstunden zu nehmen, aber ich schiebe das so ein bisschen vor mir her und mit dem Monster hab ich ehrlich gesagt ziemlich Angst davor.
    Tut mir leid für den langen Kommentar:/
    LG Marie

    • Hallo liebe Marie,

      ich kann total gut verstehen, dass du Angst hast – die Geschichte mit dem Sturz und dem gebrochenen Arm ist wirklich heftig :-(
      Hier habe ich einen zweiten Artikel zum Thema Angst geschrieben, bei dem es eher um den Umgang und das Klarkommen damit geht, vielleicht hilft dir der auch ein bisschen weiter.

      Ansonsten kann ich deine Situation sehr gut nachvollziehen! In meiner Angst-Zeit als Kind ging es mir genau so. Ich wollte reiten und gleichzeitig auch nicht. Ich habe mich sogar mal aufgerafft es wieder zu versuchen und bin nach dem Pferd putzen wieder vom Hof ohne zu reiten, weil ich solche Angst hatte. Erst beim nächsten Versuch mit einer wirklich netten Reitlehrerin und dem bravsten Pony der Welt habe ich mich dann wieder drauf getraut. Ich denke am Anfang ist es unheimlich wichtig ein unerschütterliches Pferd zu reiten, das wirklich bombensicher und am besten noch etwas faul ist. Du musst dein Selbstbewusstsein wieder aufbauen, das geht nur, wenn du erst mal nicht wieder in schwierige Situationen kommst.
      Damit sich etwas verändert musst du dich der Angst aber irgendwann stellen. Vereinbare eine Stunde und sage schon vorher ganz klar, dass du Angst hast und dass du ein braves Pony willst. Wenn die Leute auf dem Hof da schon Probleme machen such dir was anderes! Aber im Endeffekt quälst du dich nur selbst damit es vor dir her zu schieben und keine Entscheidung zu treffen (wie gesagt, ich kenne das ;-)).

      Liebe Grüße,
      Christina

  2. Hey Christina,
    Ich bin in einer Reitschule und reite seit 2 Jahren, das erste Jahr bin ich echt super gerne geritten und habe mich immer drauf gefreut zu reiten doch seit einem halben Jahr habe ich Angst auf dem Pferd. Ich reite zum Beispiel ganz normal und mein Pferd geht nur kurz einen Schritt schnell und ich bekomme sofort Panik. Die Panik ist auch mal wieder weg gegangen aber nach einem schlimmen Reitunfall hatte es sich wieder alledigt ich hatte wieder Panik. Der Reitunfall war sehr schlimm meinte Meine RL ,aber ich wusste nichts .Als wir Ausreiten waren ging mein Pferd nämlich durch und ich fiel vor das Pferd runter ,das Pferd ist komplett über mich gerannt und hatte mich in den Brustkorb getreten und am Kopf erwischt. Meine RL meinte im Nachhinein das ich einen reißen Schutzengel gehabt hätte. Als dann eine Woche später wieder auf einem anderen Pferd sahs hatte ich panische Angst und jetzt haben wir auch noch eine neue RL die das nicht versteht. Manchmal geht es mit der Panik und manchmal nicht.

    • Hi Nadine,

      ohje, der Unfall klingt ja wirklich übel, kein Wunder, dass du da Angst hast!
      Schau mal hier, da habe ich noch einen Artikel geschrieben wie man mit der Angst umgehen kann, vielleicht hilft dir das ein bisschen weiter.
      Ansonsten würde ich auch nochmal mit deiner neuen RL über deine Angst sprechen. Gute RL sollen einen zwar fordern, aber nicht überfordern und erst Recht nicht die Ängste ignorieren…

      Liebe Grüße,
      Christina

  3. Ich habe zwei Pferde und mit beiden habe ich immer mal wieder Zeiten in denen ich Angst bekomme. Vor meiner Großen habe ich Angst bekommen, als sie in ihrer Jugend eine extrem trotzige Phase hatte und bereits vorher gelernt hatte, wie man den Reiter gezielt absetzt. Ich hatte leider niemanden, den ich um Hilfe hätte bitten wollen. Vielleicht hat mein Stolz da auch ne Rolle gespielt. Auseinandersetzen musste Ich ich damit und das habe ich auch getan. Kali ist allerdings eine absolut ehrliche und umsichtige Seele, bei der einfach jeder Einsatz über eigene Grenzen Früchte trägt.
    Und dann kam Tink. Ganz andere Kragenweite mit ganz anderen Baustellen und vielen neuen Ängsten, denen ich mich stellen musste.
    Da hat mir letztendlich meine Große Stute mit unserer gemeinsam erarbeiteten Sicherheit durch geholfen.
    So kann über Jahre ein Angstauslöser auch zum Anker werden.
    Das empfinde ich als echte Partnerschaft.

    • Hallo Sandra,

      toll! Du hast meine Hochachtung, dass du dich da alleine durchgearbeitet und deine Ängste überwunden hast. Durch einen solchen gemeinsamen Weg entsteht ganz klar auch eine enge Verbindung =)

      Liebe Grüße,
      Christina

  4. Hallo meine reitlehrerin hat ein Pferd das wenn es unsicher ist immer losrennt. Ich bin es einmal geritten. Als ich angefangen habe. So vor einem Jahr. Meine Reitlehrerin hatte es an der longe und ich saß einfach nur drauf. Da ich das Pferd beim ersten mal toll fand, wollte ich es wieder reiten.
    Ihre Mutter übernahm den Reitunterricht für diesen Tag. Ich sollte auf dem Standplatz versuchen anzutraben. Aber es galoppierte einfach los. Es anzuhalten schaffte ich erst nach 2 runden. Das ging eine Stunde so. Ihre Mutter half mir natürlich. Es war irgendwie ganz lustig aber irgendwann bekam ich Angst. Meine allerbeste Freundin saß am Zaun und schaute mir zu. Das gab mir ein winziges bisschen mehr Mut aber ich hatte trotzdem angst und eine alte Erinnerung kam hoch:an meinem früheren reitstall (das war so einer wo man eigentlich nur geführt wird) da sollten wir immer an dem anderen Pferd vorbei traben (wir waren zu zweit). Von hinten nach vorne . Also überholen. Meine reitlehrerin hatte das eine Pferd an der Longe. Ich hatte damals sehr viel Vertrauen in mein Pferd (ich ritt immer das selbe) also ich dachte ich kann das WIR können das. Ich trabte mein Pferd an, als ich wieder anhalten wollte galoppierte es los. Meine reitlehrerin konnte nicht hinter her rennen weil sie schwanger war und das andere Pferd halten musste. Ich hatte Angst es bäumte sich auf und buckelte dann rannte es los. Ich hätte schreien können vor Angst, wollte aber nicht der Angsthase sein der heult oder schreit. Ich versuchte es anzuhalten aber es ging nicht. Irgendwann hielt es von selbst an. In der nächsten reitstunde nahm ich ein Pony das super klein War. Irgendwann wechselte ich Stall. Als das Pferd dann losrannte dachte ich an das frühere Ereignis alle angst die ich überwunden hatte kam hoch… aber ich machte weiter ich hatte die Angst zwar noch in mir aber es ging bis … ich musste das Pferd wieder einmal reiten, sollte versuchen es anzuhalten aber ich hatte so eine angst …
    Meine reitlehrerin sagte ich soll das ich das Pferd beim Ausritt nehmen soll. Seit ganzen drei Monaten drücke ich mich vorm reiten oder melde mich einfach gar nicht…
    Den Pferden denen ich noch ein bisschen vertraue sind zwar gut aber ich hab auf allen Angst.
    Es gibt ein Pferd das hab ich aber erst einmal geritten das ist noch sehr jung aber toll. Ich vertraue ihm sehr aber trotzdem erschrecke ich mich wenn ein Pferd irgendwie zusammen zuckt. Aber ich liebe Pferde! Wollte schon immer reiten. Aber ich fühle mich bescheuert weil jeder der reitet den ich kenne es liebt den Pferden 100% vertraut egal ob es durchgeht oder sonst was macht. Was soll ich tun?

    • Hallo Sandsturm,

      ich würde auf jeden Fall mit deiner Reitlehrerin darüber reden! Sie hilft dir bestimmt gerne und gibt dir Pferde, auf denen du dich sicherer fühlen kannst. Darüber, wie man mit der Angst unmgehen kann, habe ich hier schonmal geschrieben.
      Du musst dich überhaupt nicht schämen, dass du Angst hast! Du siehst doch wie viele Leute hier schreiben, denen es ganz genauso geht =)
      Und wer weiß ob von den Reitern, die du kennst, nicht auch welche Angst haben und es sich nicht trauen zu sagen…

      Liebe Grüße,
      Christina

  5. hallo bin auf die seite gestossen auf der suche nach einer lösung für unser problem. zu uns erst mal ich bin 10 jahre im reitverein auf den verschiedensten pferden geritten stürze waren für mich dort irgendwie nicht so schlimm. seit juni letzten jahres habe ich mir den kinderwunsch erfüllt und mir mein eigenes pferd gekauft. sie ist ein zweibrücker warmblut gezüchtet wurde sie in frankreich und dort ging sie vielseitigkeit. dieses jahr wird sie 8. ich dachte super ein pferd das auch im gelände keine probleme hat. der verkaufsgrund war sie sprang nicht hoch genug. nun hat sich aber herausgestellt das sie einen schlimmen sturz hatte und nun wussten wir auch vorher die narbe an kopf und bein kam. dort beim probereiten war gelände kein problem. jetzt da sie bei mir ist können wir nicht ins gelände geschweige denn raus sie baut sich dann auf spannt alles an und röchelt schon fast.

    nun zum reiten. sie läuft im schritt und trab wirklich toll aber in letzter zeit kringelt sie sich manchmal um sich selbst. das ist uns auch beim angaloppieren passiert und ich fiel herunter. sie rannte dann in die hinterste ecke und dann zitterte mein ganzes pferd so etwas habe ich noch nie gesehen. wir vermuten das sie in frankreich mit der gerte verhauen wurde ums mal auf gut deutsch zu sagen. ein paar tage später erschreckte sie sich im galopp so sehr das ich wieder fiel und seither habe ich angst sie zu traben und galoppieren. ihr galopp ist relativ schwer zu sitzen mich hauts manchmal wirklich aus den steigbügeln. nun ja seit diesem moment sind wir nur noch schritt und ganz selten trab geritten weil ich einfach angst habe. wir haben uns dann eine trainerin geholt die meinte wir haben zu wenig vertrauen. wir haben dann sehr viel bodenarbeit gemacht und equikinetic. gerte benutzen wir gar nicht mehr deshalb.mittlerweile ist das spazieren laufen draussen kein problem mehr aber meine angst sie zu galoppieren ist immer noch da. was kann ich dagegen tun? viele stallkollegen fragen mich dann auch warum ich kaum reite aber ich schäme mich auch etwas denn wer gibt gerne zu das er angst hat das eigene pferd zu reiten. ich lieb sie aber und ansonsten sind wir ein super team deshalb ist verkaufen absolut keine option.
    ausserdem haben wir nun auch das problem das sie ungern steht beim aufsteigen und ich da ich eh etwas korpulenter gebaut bin schon probleme beim aufsteigen habe. hat irgend jemand tipps?

    • Hallo liebe Natalie,

      erstmal finde ich es super, dass du eine Trainerin zur Unterstützung hast! Jemand vor Ort ist bei sowas einfach unerlässlich, Tipps per “Ferndiagnose” übers Internet können doch immer nur sehr beschränkt sein.
      In so einem Fall muss man einfach dran bleiben und sich immer wieder seiner Angst stellen. Wie lange es dauert bis man wieder angstfrei ist kann niemand sagen, das ist ganz individuell. Hier habe ich noch einen etwas allgemeineren Artikel über den Umgang mit Angst geschrieben, vielleicht hilft dir der auch ein bisschen weiter: Angst beim Reitern, so kannst du damit umgehen
      Die Stallkollegen solltest du einfach ausblenden – wenn sie dir nicht helfen, sondern nur sticheln wollen, sind sie deine Zeit nicht wert. Und schämen brauchst du dich überhaupt nicht, du siehst ja hier in den Kommentaren, dass es ganz vielen Leuten ähnlich geht wie dir, da bist du wirklich kein Einzelfall!

      Aufsteigen würde ich immer über eine Aufsteigehilfe (weitere Tipps zum Aufsteigen gibt’s hier). Wie das Pferd an der ruhig stehen bleibt hat meine Bloggerkollegin Nadja schonmal beschrieben: http://verstehepferde.de/problemebeimaufsteigen/

      Liebe Grüße,
      Christina

  6. Hallo Christina,
    dein Artikel ist richtig toll und spricht mir aus der Seele. ich selbst war auch eine sehr ängstliche Reiterin. Bin zweimal böse gestürzt. Es hat bei mir auch sehr lange gedauert bis ich wieder so war wie ich jetzt bin. Mein Glück war das ich damals mein Seelenpferd gefunden habe die ich dann auch kaufte. Sie wird dieses Jahr 26 und ist immer noch meine treueste Freundin. Ich bin jetzt wieder fast angstfrei, natürlich gibt es immer mal eine Situation wo man unsicher/ vernünftiger ist. Jetzt möchte ich natürlich auch einer Freundin helfen die mittlerweile richtig panik hat ihr Pferd zu reiten. Kannst du mir ein paar Tipps geben wie ich ihr helfen kann. Wir werden erstmal auf meiner stute starten weil ich mich auf meine Lady zu 100 % verlassen kann. Sollte ich ihr erstmal abraten ihr eigenes Pferd zu reiten bis sie wieder vertrauen gefasst hat. Sie longiert ihr Pferd im Moment sowieso nur und geritten wird es von der RB. Also für ausgleich beim ihrem Pferd ist gesorgt.
    LG
    Sabrina

    • Hallo liebe Sabrina,

      schön, dass du deine Angst überwinden konntest =)
      Und toll, dass du nun deine Freundin unterstützen möchtest! Ich finde es am Wichtigsten, dass du ihre Angst ernst nimmst und Rücksicht nimmst, sie aber gleichzeitig auch immer dazu animierst sich ein kleines Schrittchen mehr zu trauen und ihr Mut machst. Dass du ihr deine Stute zum Üben gibst finde ich eine tolle Idee, dann kann sie auf einem braven Pferd wieder Selbstvertrauen aufbauen. Ob und wann sie ihr Pferd reitet würde ich sie selbst entscheiden lassen, da muss man ihr ja keinen Druck machen.
      Zum Umgang mit Angst habe ich übrigens auch hier noch etwas geschrieben: http://herzenspferd.de/angst-beim-reiten/

      Liebe Grüße,
      Christina

  7. Hallo:-)
    Ich hab mehrere “Angstepisoden” hinter mir.
    Ich bin 13 und reite seit ungefähr 7 Jahren. Die ersten etwa 4 Jahre meiner “Reitausbildung” bin ich auf der lieben Stute Bianca geritten, die zwar sehr schnell war, aber das sanftmütigste Stütlein überhaupt. Eines Tages stürzte sie aber FAST, während ich auf ihrem Rücken war… Das machte mir damals aber überraschend wenig aus. Nachher durfte ich sie jedoch nicht mehr reiten, sie wurde alt und schwach, holte sich Hufrehe und wurde im Jahr darauf geschlachtet:–(R.I.P)
    Danach ritt ich Aura. Es war Sommer, und wir durften auf dem Reitplatz “Freireiten”, um Sicherheit aufzubauen usw,(wir haben eine geniale Reitlehrerin:-)). Auf jeden Fall ritt ich diese Aura, eine sehr sensible, schnelle CH-Warmblutstute. Und ich hatte Angst. Angst, dass sie durchgehen würde. Angst, dass ich runterfliegen und sterben würde. Ich habe den ganzen Sommer lang zitternd auf einem Pferd gesessen, habe Reitstunden geschwänzt, meine Reitlehrerin enttäuscht. Es ist nie etwas passiert, doch ich hatte immer diese Horrorszenarien im Kopf, konnte und wollte sie nicht wegschütteln.
    Am Ende des Sommers war ich von der ehemals “besten” Reitschülerin zu der schlechtesten geworden. Ich dachte ans aufhören, war deprimiert.
    Da meine Reitlehrerin wusste, dass ich das schaffen kann, gab sie mir im Herbst den Freibergerwallach Lajos zum Reiten. Ich hatte Lajos früher immer gefürchtet, da er beim Putzen richtig aggressiv wird, und nahm ihn widerwilig an. Doch Lajos war meine reiterliche Rettung. Der Wallach ist beim Reiten das sanfteste und ruhigste Pferd, auf dem ich je geritten bin. Er ist zwar eine Schnecke, aber er gab mir die Sicherheit zurück, die ich verloren hatte. (Ich schrecke immer noch vor schnellen, schlanken Pferden zurück, das werde ich wohl weniger abbauen können)
    Lajos und ich wurden ein super Team. Er verschrack nie, und ich übte eine positive Einstellung.
    Und dann ging ich eines Tages auf den Hof, um auszuhelfen.
    Als “Belohnung” durfte ich Aura reiten. Ich stieg auf, dachte positiv, aber sobald sie loslief, fing das ganze von vorne an. Ich war von Angst so gelähmt, dass ich schrecklich ritt. Sie fiel immer wieder in den Gallop, ich sass drauf und machte nichts. Irgendeinmal ging es wieder, ich ritt wieder einigermassen, war sogar stolz auf mich. Doch da lag ich plötzlich auf dem Boden. Der Steigbügel hatte sich durch meinen schlechten Sitz gelöst. Ich weinte, gab auf. Meine RL sagte, ich könnte gehe oder mich meiner Furcht stellen. Ich wollte Aura gerade herausführen, als sie mir zurief, ich sollte zurückkommen. Sie liess mich aufsteigen, und ich fiel wieder herunter. Sie liess mich aufsteigen, und ich ritt dieses mal, obwohl ich psychisch und physisch am Ende war. Danach war ich wütend auf meine RL,aber jetzt bin ich unendlich dankbar. Sie liess mich nie mit einem schlechten Ereignis die Reitstunde abschliessen, und das hat mir immer geholfen.
    Naja, jetzt reite ich immer noch Lajos, und er hat sich vor etwa einem Monat erschrocken, weil ein Traktor vorbeigefahren ist. Ausserdem reite ich den Freibergerwallach Quasar, der bockt, wen er angaloppieren soll (bin auch schon runtergefallen). Doch dank meiner neuen positiven Einstellung, die Stürze als Erfahrungen zu sehen, aus denen ich lernen kann, machen mir die Stürze nicht mehr so viel aus wie früher. Ich arbeite zwar daran, sattelfester zu werden, aber ich weiss, das Pferde erschrecken können. Es kann passieren, und ich bin auch noch nicht daran gestorben. Der Optimismus hat mir das Reiten gerettet.:-)

    Sorry für den langen Text, ist einfach eine lange Geschichte.

    • Hallo liebe Tehya,

      ich hoffe deine Reitlehrerin hat nach den Stürzen abgeckeckt, dass es dir auch wirklich gut geht! Direkt wieder Aufsitzen ist nämlich nicht immer die beste Lösung…
      Und ich drücke dir die Daumen, dass du in Zukunft nicht mehr so viele Sturz-Erfahrungen sammeln wirst ;-)

      Liebe Grüße,
      Christina

  8. Toller Artikel..auch wenn es schon ne Ecke her ist dass er eingestellt wurde..ich bin als Kind und Jugendliche geritten..wurde einmal gebissen und der eine Schimmelhengst konnte mich nicht leiden(eigentlich konnte er niemanden leiden)und hat immer versucht zu treten und zu beissen wenn man an seiner Box vorbei musste…ich habe seither schreckliche Angst vor Pferden,obwohl ich sie liebe und toll finde..absolutes Paradox.. :( zwei meiner Söhne reiten und ich fand es ist an der zeit sich dem Angstdämon zu stellen.. So haben wir vor 1 jahr zwei shettie Brüder gekauft (16 + 17) der jüngere ist Hengst und roh,der ältere Wallach und gerittenes Reitschulpony…beide können nicht alleine sein,alles geht nur im Doppelpack..(darum wollte die Reitschule sie auch loswerden) wir wohnen sehr einsam und anfangs lief es auch prima..dann mussten wir zur Hufpflege auf den Hof der Hufpflegerin und an einer Weide mit einer Stute vorbei.. Der Hengst mag keine fremden Pferde,dort gab es einige Wallache und die Stute gab ihm dann den Rest..er hat sich drei Wochen lang absolut “hengstig” aufgeführt..Täglich versuche ich meine Angst zu überwinden.. Ich liebe Beide sehr und es belastet mich dass ich ihnen nicht vertrauen kann.. (ich bin dabei das problem nicht sie..sie sind beide toll).Ich striegle sie (hals,rücken) füttere sie,gehe spazieren mit ihnen.. Aber die Angst gebissen oder getreten zu werden ist ständig da.. (keiner von Beiden hat dass je versucht).Ich versuche die Gedanken umzulenken aber dass gelingt nicht oft :( zum Glück machen die Jungs dass,was ich meiner Angst nicht kann(zb.hufe)…aber ich würde so gerne vertrauen und mit den Beiden irgendwann vielleicht fahren.. Hilfe von aussen ist momentan etwas schwierig wegen der angespannten finanziellen Verhältnissen..aber ich gebe nicht auf..irgendwann muss der Knoten doch platzen??

    • Hallo liebe Geli,

      das Thema veraltet ja nicht ;-)
      Vor kurzem habe ich noch einen Artikel zum Umgang mit Angst geschrieben, vielleicht hilft der dir ja mehr weiter: http://herzenspferd.de/angst-beim-reiten/
      Da geht es mehr um den mentalen Aspekt und was man auch alleine tun kann.

      Ansonsten finde ich es toll, dass du dich so deiner Angst stellst! Ich bin mir sicher, dass irgendwann der Knoten platzt – bei dem einen dauert es länger, bei dem anderen geht es schneller. Ich denke man sollte sich da nicht noch Druck zusätzlich zur Angst machen. Wichtig ist eben, dass man sich immer wieder seiner Angst stellt und sich selbst herausfordert – z.B. mal einen Huf auskratzen, etc.
      Bei mir hat es vor vielen Jahren auch länger gedauert, bis die Angst ganz weg war, da muss man Geduld haben.

      Ganz liebe Grüße,
      Christina

  9. Hi,
    Seitich auf einem pferd reite dass buckelt habe ich die ganze zeit angst.Wenn ich ausreite oder unterricht nehme habe ich immer bauchweh davor.Meine Lehrerin hatt nur dieses eine pferd und aufhören will ich auch nicht.Was kann ich gegen dieses gefühl tun ?

  10. Hi,
    Ich bin gerade 14 und bin seit 5 jahren englisch geritten.Dann habe ich auf western umgestiegen und eigentlich klappt es ganz gut.Aber seit ich auf einem pferd reite dass die ganze zeit buckelt und sich erschrickt habe ich angst.Wenn ich ausreite oder unterricht nehme bekomme ich davor schon bauchweh und grummelt.Ich habe dann ein ganz blödes gefühl.Aber meine lehrerin hatt nur dieses pferd und aufhören will ich auch nicht.Was kann ich gegen dass gefühl machen?

    • RL wechseln. Ein guter RL muss dafür sorgen, dass das/die Schulpferd/e Korrektur geritten wird/werden und nicht bocken. Es ist keine Entschuldigung, dass sie nur eins hat. Deine Angst ist begründet. Viel Glück!

    • Hi liebe Lena,

      das kann ich total gut verstehen, da hätte ich auch Angst!
      Ich muss da leider Anna zustimmen: such dir eine andere Reitschule. So wie es jetzt ist, ist das absolut nicht ok! Und ein ständig bockendes Pferd ist ja auch nicht ungefährlich. Bei dem Artikel geht es ja eher um Angst, die man hat ohne dass man sie haben müsste – deine Angst ist aber völlig berechtigt und ein normaler Schutzmechanismus. Du musst also nicht an deiner Angst arbeiten (oder zumindest nicht mit dieser Reitlehrerin), sondern dir Unterricht bei jemandem suchen, der sichere Pferde hat.

      Liebe Grüße bund viel Glück,
      Christina

  11. Ich bin mal vom Pferd gefallen im Galopp weil es sich erschrocken hat mit dem Kopf in Brennesseln seit dem habe ich Angst vor dem Ausritt und Galopp ich reite seit c.a 5 Jahren und meine Lehrerin will nicht von vorne anfangen die meisten anderen sagen immer wir sind auch schon runtergefallen und haben keine Angst aber ich muss fast immer die bockigen Pferde reiten die nicht hören was soll ich tun

    • Hallo Angela,

      das klingt nicht gut! Vielleicht ist es an der Zeit, sich nach einer anderen Lehrerin umzuschauen?
      Eine gute Lehrerin sollte dich unterstützen und dich nicht noch auf bockende Pferde setzen…

      Liebe Grüße,
      Christina

  12. Hallo , das kenn ich zu gut, ich arbeite seit 4 Jahren an meiner Angst vor meinem mittlerweile 6 Jahre alten Araber. Obwohl ich 30 Jahre Pferdeerfahrung habe, war die Angst mit dem neuen Pferd plötzlich da. Mein
    Tip :eine ruhige Trainerin , der man vertraut. Viel Bodenarbeit, und schon dabei möglichst ohne Anspannung arbeiten. Hat bei mir 2 Jahre gedauert, aber erst jetzt übertrage ich keine Anspannung mehr auf mein Pferd. Beim Reiten ist das noch schwieriger, was mir hilft, dass muss ich immer bei meiner Trainerin machen, einen Plan im Kopf was ich reiten soll. Zum Beispiel Achter um Hütchen, immer auf die Punkte schauen wo ich hin will. Nie aufs Pferd, denn ich bin der Chef und es interessiert mich nicht was das Pferd macht, oder ob draußen Lärm ist.Nur so bekomm ich die Bilder vom durchgehenden Pferd aus dem Kopf. Ich summe auch oft vor mich hin, dann hält man nicht die Luft an.Oder auch nur Schritt reiten anhalten, rückwärts 4 Tritte ,wieder losreiten, wenn das klappt, das Ganze im Trab. Das gibt Sicherheit und Kontrolle. Zügel nur ganz weiche , leichte Anlehnung, denn das ist oft der Grund weshalb Pferde Spannung abbauen wollen . Kopf sollte immer vor der Senkrechten sein. LG Conny

    • Hallo Conny,

      vielen Dank für die tollen Tipps! :-)
      Und einen Schwung Energie für deinen weiteren Kampf gegen die Angst, du schaffst das!

      Liebe Grüße,
      Christina

  13. Es ist schön, zu lesen, dass es doch so viele Reiter/-innen gibt, denen es genauso geht wie mir.
    Ich habe meine Polin 2013 gekauft, sie wird dieses Jahr 5. Seit Frühjahr 2015 reite ich sie auch. Sie hat beim Einreiten keine Probleme gemacht und schlägt sich auch beim Lernen sehr wacker. Und dennoch habe ich immer wieder Tage an denen ich Angst habe. Das geht dann manchmal sogar soweit, dass ich erst gar keine Lust habe zu ihr zu fahren und es dann wieder bereue nicht zu ihr gefahren zu sein.
    Jetzt bei diesem Wetter bleiben auch nur Ritte oder Spaziergänge ins Gelände übrig, da der Platz gefroren ist und wir am Stall keine Halle haben.
    Heute war auch so ein Tag, wo ich keine Lust hatte zu ihr zu fahren. Habe mich dann aber doch aufgerafft und war wenigstens ne halbe/ dreiviertel Stunde mit ihr spazieren.
    Sie ist eigentlich (für ihr Alter) ne recht coole Socke, sie rennt nicht weg, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert (Reh springt vor ihr weg,Abdeckplane flattert im Wind,…) sondern zuckt dann zusammen, fängt an zu prusten und bewegt sich kaum noch einen Schritt.
    Ich gehe eher spazieren als dass ich sie reite obwohl ich sie gern reiten will, aber immer wieder sitzt da dieser Angstteufel auf meiner Schulter und will mich dazu bringen, dass ich mich nicht mal darum bemühe meine Maus zu beschäftigen.

    • Huhu liebe Melanie,

      Klar, du bist nicht alleine, geht ganz vielen Leuten so!

      Es klingt aber, als hättest du mit deiner Stute ein nettes, solides Pferdchen – das ist doch schon mal eine gute Voraussetzung für eine angstfreie Zukunft :-)
      Leider ist die Angst ja nichts Rationales, man kann sie nicht logisch “wegdenken” oder wegdiskutieren. Weil das Thema immer wieder aufkommt habe ich hier nochmal ausführlicher geschrieben, wie man mit der Angst umgehen kann: http://herzenspferd.de/angst-beim-reiten/
      Vielleicht hilft dir das ja auch noch ein bisschen weiter!

      Liebe Grüße,
      Christina

  14. Hallöchen,
    ich kenn dieses Angstmonster auch. Ich hatte als Kind einen blöden Sturz, bin auf den Kopf gefallen und hab mir den Arm gebrochen. Danach hatte ich unfassbar Angst, wollte aber auf jeden Fall weitermachen. Leider bin ich dann nicht nur brave Ponys geritten und noch ein paar Mal gefallen, die Angst wurde immer schlimmer. Dann bin ich bestimmt 1-2 Jahre nur ein einziges Pony geritten, dem ich vertraut habe. Nach und nach kamen andere Ponys dazu, nach und nach wurde es besser. Heute setz ich mich auf fast alles wieder drauf, auch wenn das Angstmonster sich doch ab und an meldet. Wenn es sich meldet (bei unkontrollierbarem Bocken oder Steigen), heißt das für mich Feierabend. Dann blockiert alles, ich verkrampfe, nix geht mehr.
    Aber die meiste Zeit ist alles gut :)

    • Hallo Jana,

      klar, bei so schlimmen Stürzen ist die Angst dann meist richtig groß. Umso toller, dass du es geschafft hast sie (größtenteils) zu besiegen =)
      Ich finde bei unkontrolliertem Steigen und Buckeln hat jeder mit etwas gesundem Menschenverstand zumindest ein bisschen Angst – das ist für mich ganz normaler Überlebensinstinkt ;-)

      Liebe Grüße,
      Christina

  15. Hallo,
    Ich habe auch ein Problem beim Reiten. Ich weiß nicht genau durch was meine Angst entstanden ist auf jedenfall habe ich sie. Ich habe nämlich Angst vorm Springen , obwohl ich schon gesprungen bin , ich habe ja auch schon den Reiterpass ( komme aus Österreich ). Ich finde das halt richtig schade , weil ich sehr zwiegespalten bin .Denn einerseits liebe ich das Springen dieses Gefühl von Freiheit und andererseits blockiert mich meine Angst .
    Ich hab auch kein eigenes Pferd unfd könnte mir einen eigenen Trainer holen.
    Vielleicht hast du ja einen Tipp

    liebe ich das Springen dieses Gefühl von Freiheit und andererseits blockiert mich meine An

    • Hallo Julia,

      ich bin selbst auch nicht so der mutige Springer, deshalb kann ich das gut nachvollziehen ;-)
      Mir hilft es immer sehr, auf einem sicheren und erfahrenen Pferd zu springen. Quasi so, dass ich erst mal nur “Passagier” bin und nichts machen muss – das Pferd weiß was es tut. Dann kann man sich langsam herantasten und fühlen und erfahren, dass einem nichts passiert.

      Liebe Grüße,
      Christina

  16. Hallo, ich hab eben den Text gelesen angst vor pferd.
    Ich habe seit einen monat ein eigenes Pferd es ist eine kaltblutstute. Es war liebe auf den ersten Blick auch von ihrer Seite aus. Ich war insgesamt viermal dort alles war super. Jetzt ist sie bei mir ich liebe dieses pferd über alles. So hab ich keine Angst vor ihr . Ich kuschel mit ihr . Am Freitag der 13. Ist es dann passiert ich hab sie draußen geputzt das Wetter war schön an den tag. War gerade fertig mit putzen und auf einmal zieht sie nach hinten und den Kopf hoch strick ist dabei gerissen. Und sie lief davon Richtung Hauptstraße wo eine 70 Zone ist gott sei dank haben die Autofahrer richtig reagiert und haben angehalten und warnblicklicht an gemacht. Sie blieb auf den grünstreifen aber ich konnte sie nicht einfangen es kamen zwei vom stall dazu und die konnten sie dann in einen paddock rein lenken. Seit dem habe ich immer angst das es wieder passiert ich mag sie noch nicht mal alleine von der weide holen da muss immer mein Vater dabei sein und hinter mir das Tor zu machen. Ich habe im hinter Kopf immer diese Angst das jeden Moment was passieren kann. Mir ist auch immer mulmig wenn ich sie zur halle führe. Seit dem sie sich vom strick los gerissen harte putze ich sie nur noch in der box da fühle ich mich wohl mit ihr da hab ich keine Angst. Ich longiere sie schon immer in der halle da sie halle nicht kannte vorher und sie immer noch etwas nervös ist wenn sie dort drin ist. Aber es ist schon etwas besser gewurden. Meine Mutter meinte schon wenn es gar nicht geht soll ich sie wieder verkaufen . Aber das würde mir das Herz brechen. Denn ich hab sie echt lieb. Ich hab eine freundin die mir etwas hilft aber sie hat leider nicht immer zeit . Und somit stehe ich meist alleine dort. Meine Mutter hat selber angst vor Pferden sie streichelt sie,wenn sie in der box steht zwar aber sonst hat sie mindestens 10 m Abstand zum pferd .

    • Hallo Sabrina,

      also verkaufen würde ich ein Pferd wegen so etwas nicht – vor allem nicht, wenn du so an ihr hängst. Und auf deine Mutter solltest du nicht hören: sie hat Angst vor Pferden, solche Leute sind dann meistens keine guten Berater ;-)
      Du hast deine Stute ja noch nicht so lange, ich denke wenn du weiter mit ihr arbeitest wird sich euer Vertrauensverhältnis auch wieder vertiefen. Gib euch etwas Zeit, dann wird die Angst sicher von selbst verschwinden. Und wenn das Problem, dass sie sich losreißt weiter besteht, solltest du dir einen Trainer zu Hilfe holen und daran arbeiten. Meistens ist das keine große Sache und schnell geregelt.
      Aber erst mal würde ich abwarten ob sich das nicht mit ein bisschen Zeit alles von selbst regelt. Du hast sie erst seit einem Monat, das bedeutet, sie ist auch erst seit dieser Zeit an einem neuen Stall bei neuen Menschen – viele Pferde brauchen mindestens so lange oder auch länger bis sie sich richtig eingelebt und Vertrauen gefasst haben!

      Liebe Grüße,
      Christina

  17. Hey!!

    Ich finde der Text ist ganz ganz toll geschrieben und vom Inhalt top!
    Ich selbst habe auch angst und es war ganz lange schwer das überhaupt zu zugeben. Irgendwann kam ich an dem Punkt, wo ich mir dachte das ist doch nicht schlimm. Bin allerdings immer wieder enttäuscht von mir selbst wenn mich die angst einholt.
    Früher habe ich mich auf alles drauf gesetzt und bin einfach geritten, hab mir keine Gedanken gemacht, denn ich wusste ich konnte es.
    Jetzt habe ich immer angst dass das pferd etwas machen könnte oder ich runterfalle, wenn das pferd dann bockt passiert nicht weil ich sattelfest bin und trotzdem verschwindet die angst nicht..
    Wo genau die angst angefangen hat weiß ich nicht.
    Ich besuche im Moment verschiedene reitschulen und schaue mich um. Habe aber nebenbei auch eine tolle Reitbeteiligung auf der ich keine Angst habe.

    Gestern war ich in einer das finde ich jetzt eigtl eine richtige Frechheit!! Ich war zum probereiten da und bekam ein pony. Dann hieß es wir gehen ausreiten, die schulpferde kommen nicht oft raus. Bei meinem glück hat mein pony natürlich gebockt außerdem kam es dem großem pferd des reitlehrers nicht hinterher und musste rennen. Das ganze hat auch keine spaß gemacht finde es eigtl total daneben jemanden auf ein pony zu setzen zum ausreiten ohne vorher zu wissen oder zu schauen was er kann!!
    Als das pony losgebockt hat habe ich ihn gebeten durch zuparieren das hat er nicht getan. Ich kenne es so dass msn Rücksicht nimmt und dies dann tut ich hätte mich nur kurz sammeln müssen und hätte es dann erneut versucht.
    Danach sollte ich in der halle reiten wo das pony auch gebockt hat angst hatte ich dort nicht am ende lief es richtig schön.
    Danach saß ich noch auf seinem pferd was auch geklappt hat.
    Nachher durfte ich dann von meiner Freundin erfahren dass er zu ihr gesagt hat mit mir könne man nichts anfangen ich hätte zu viel Angst. Auch meine Freundin redet mich immer schlecht. In einer anderen Reitschule die wir uns angeschaut haben findet gerade das DRA KL IV statt, das habe ich schon absolviert. Meine Freundin ist dann der Meinung die vom abzeichen Lehrgang wären besser als ich obwohl wir noch niemanden von dieses Leuten reiten sehen haben!
    Bin eigtl sauer aber nehme es mir immer zu sehr zu herzen ich möchte so gerne wieder in meine Fähigkeiten vertrauen.
    Werde mir von ihr sowas auch nicht mehr lange gefallen lassen. Ist ziemlich schwierig in “gute Hände” zu kommen, was die Reitschule und der Umgang mit Angst betrifft…

    • Hi Laura,

      hui, da hast du ja echt was erlebt in dieser Reitschule! Ich finde was du beschreibst auch absolut nicht ok. Ich glaube an deiner Stelle wäre ich spätestens nach dem Bocken in der Halle abgestiegen und hätte denen gesagt, dass sie erst mal ihre Schulpferde ordentlich ausbilden sollen :’D
      So etwas geht wirklich gar nicht.

      Dass deine Freundin dich nicht unterstützt und sogar noch schlecht über dich redet ist ja wirklich übel! Da muss man sich schon fragen, ob das wirklich eine echte Freundin ist… Nimm es dir nicht zu Herzen, manche Leute müssen schlecht über Andere reden um sich selbst besser zu fühlen.
      Du wirst es schon schaffen mit deiner Angst, lass dir einfach Zeit und glaube an dich! Es wird auf jeden Fall wieder besser werden!

      Liebe Grüße,
      Christina

  18. Hallo!
    Erstmal wollte ich mich für den tollen Text bedanken, denn er hat mir wirklich wieder neuen Mut gegeben! Trotzdem hab ich eine Frage…also meine 7 Jahre alte Stute macht seit einiger Zeit immer so ein komishes Geräusch wenn ich absteigen möchte, das ist so eine Mischung aus einem Stöhnen und einen quicken bzw wieren. Seit em habe ich irgendwie total Angst abzusteigen und bekomme auch immer mehr Angst vorm Reiten an sich…wenn ich nur dans absteigen denke, fange ich an zu schwitzen…
    Über einen Tipp würde ich mich sehr freuen!
    Gruß Lena

    • Hallo liebe Lena,

      vielen Dank, es freut mich, wenn ich dir mit dem Artikel weiterhelfen konnte =)

      Was da mit deiner Stute los ist kann ich so aus der Ferne leider nicht beurteilen – es klingt jedenfalls ziemlich seltsam. Vielleicht gibt es ja an deinem Stall einen Reitlehrer oder erfahrene Stallkollegin, die dir weiterhelfen kann?! Ich denke wenn erstmal abgeklärt ist, warum deine Stute das macht wird auch die Angst wieder verschwinden.

      Liebe Grüße,
      Christina

  19. Hallo ich kenn das auch nur zu gut :-( . Ich mache schon fast 2 Jahre mit meiner angst rum die durch einen sturz enstanden ist. Habe 2 Pferde denen ich vertrau und ohne Angst reite. Aber sobald ich auf ein anderes gehe und es eine für mich ” komische” Bewegung macht breche ich in Panik und Tränen aus .das ist richtig schlimm für mich . Ich würde meine Angst so gerne los bekommen .

    • Hallo liebe Vera,

      lass dir einfach ein bisschen Zeit und stress dich nicht! Probiere es immer wieder aus und mit der Zeit wirst du merken, dass dir nichts passiert.
      Du bist doch schon weiter als so manch anderer: du kannst angstfrei deine eigenen Pferde reiten, das ist viel wert!

      Liebe Grüße,
      Christina

    • Hi Daniel,

      sehr gerne!
      Das stimmt, vielleicht schreibe ich nochmal etwas dazu…

      Liebe Grüße,
      Christina

  20. Das sind echt gute Tipps! Ich habe zwar dieses Problem nicht mehr, weil ich gelernt habe immer locker an “Dinge” ranzugehen, aber dennoch war es motivierend.
    Ich reite nicht regelmäßig und auch nicht als zu oft (vom Umfeld bedingt), aber ich habe schon ein paar Erfahrungen gemacht.
    Vor 3 Jahren bin ich an der Longe ein Schweres Warmblut geritten (in Reiterferien). Das Pferd war sehr stur und auch ziemlich kräftig. Ich hatte Angst und habe dadurch mich selbst blockiert. Es war die reinste Katastrophe. Ich hab es der Reitlehrerin gesagt doch sie hat nur gesagt, dass ich keine Angst haben soll.
    Am letzten Tag hatten wir jemand anderes. Ich habe es ihr auch gesagt, und sie hat sofort gesagt, dass das Wichtigste beim reiten Vertrauen ist. Wir haben ein paar Übungen am Boden gemacht, Streicheleinheiten etc und ich habe gemerkt, wie wundervoll dieses Tier doch ist. Ab diesem Tag an war ich mit dem Pferd ein Herz und eine Seele, obwohl ich sie nicht oft sehen und reiten konnte.. Ein ganz besonderes Gefühl hatte ich in ihrer Nähe. Doch dieses Jahr wurde sie leider verkauft und ich weiß nicht wohin. Nur das es ziemlich weit weg ist und der neue Besitzer ein älterer Mann ist und mit ihr ein bisschen Kutsche fährt. Ich hoffe, es geht ihr dort gut.
    Liebe Grüße (:

    • Hallo Michelle,

      toll, dass du so eine gute Reitlehrerin gefunden hast! Es ist unheimlich wichtig, dass der Reitlehrer die Angst ernst nimmt und passend darauf reagiert =)

      Liebe Grüße,
      Christina

  21. Wow… ich war bis jetzt eher eine stille Mitleserin, aber dazu muss ich jetzt doch mal meinen Senf da lassen :)
    Richtig mega-hammer-super-gut beschrieben, das Bildliche mit der Überwindung der Mauer und das Angstmonser, das in einem sitzt und ständig rein redet…
    Bei mir war es die Unsicherheit, die dem Angstmonster Einlass gewährte. Es hat über 3 Monate gedauert um überhaupt wieder Vertrauen zwischen mich und meinem Pferd aufzubauen. Da hatte ich eine ganz tolle Trainerin an meiner Seite, die eher mich und meine Psyche trainierte, als mein Pferd. Ich bin immer noch am Treppe bauen, ich denke sie ist mittlerweile fast so hoch wie die Mauer – ich kann schon ein wenig erkennen, was hinter ihr so ist. Nur in der Reithalle ist das Angstmonster nicht da – vielleicht hat es Platzangst? ;) Draußen gesellt es sich sehr gerne zu mir…
    Ich finde es toll, dass Pferdemenschen über Angst beim Reiten oder Umang mit Pferden schreiben und ihre Erfahrungen mitteilen… So fühlt man sich nicht allein – Danke!

    • Hallo liebe Christina,

      vielen Dank für dein Lob, freut mich, dass dir der Artikel gefällt =)
      Ich schreibe da ja aus Erfahrung, weiß also genau wie es dir (und vielen Anderen) geht. Lass dich nicht unterkriegen, du schaffst das!
      Einfach Schritt für Schritt dranbleiben =)

      Liebe Grüße,
      Christina

  22. Hi,
    meine Mutter ist als Kind ebenfalls vom Pferd gefallen und hat bis zum August diesen Jahres (fast 40 Jahre später) kein Pferd mehr geritten. Vom reiten erzählt hat Sie dennoch immer wieder und das es eigentlich nochmal schön sei, einen richtigen Ausritt zu machen. Also haben wir (mein Bruder und ich) ihr einen geführten Ausritt zum Geburtstag geschenkt in der Hoffnung dass sie es nochmal wagt. Vor vier Jahren haben wir ihr auch einmal einen Fallschirmsprung geschenkt, was mit Sicherheit auch nicht ohne ist. Von daher haben wir gedacht, wenn sie schon aus einem Flugzeug springt, bekommen wir sie auch nochmal aufs Pferd. Und siehe da. Muttern ist nochmal aufs Pferd. Ich glaube das waren zwei ihrer schönsten Stunden und wir sind froh, ihr gut zugeredet zu haben. Angst ist manchmal auch einfach nur solange da, bis man die Situation neu bewertet. Bei uns hat es jedenfalls ein wundervolles Familienerlebnis geschaffen.
    Grüße

    • Hallo Daniel,

      das ist ja eine schöne Geschichte! Ich finds total klasse, dass ihr eure Mutter ein bisschen “zu ihrem Glück gezwungen” habt =)
      Und du hast absolut recht, manchmal hilft es, wenn man seiner Angst einfach ins Gesicht sieht und es trotzdem tut.
      Fallschirmspringen war ich übrigens auch schon, deutlich furchterregender als Reiten ;-)

      Liebe Grüße,
      Christina

  23. Hallo Ihr Lieben ! Mit Interesse haben ich eure Kommentare und Bemerkungen gelesen. Ja Stürze gehören wohl offensichtlich mit zum Reiten-und danach Angst zu haben auch. Das ist alles nicht schlimm-nur sollte man etwas dagegen tun. Ich selbst bin Sport-Mental- und wingwave Coach (vielleicht habt ihr den Artikel über wingwave in der Cavallo /März2015 gelesen ?) und ich habe viele Kunden, die genau mit diesen Erlebnissen und Erfahrungen zu mir kommen. Hat man erst mal ein PSI=posttraumatisches Stress Imprint entwickelt-so heißt das Erlebnis, was einem nicht mehr aus dem Kopf geht=das Kopfkino also -so kommt man meistens nicht mehr alleine davon los ! Hier kann das wingwave Coaching sehr gut helfen !! Auch das Mental Training eignet sich gut für die Aufarbeitung von negativen Erlebnissen und kann einem helfen, mit den richtigen Gedanken zukünftige kritische Situationen zu meistern. Weitere Infos findet ihr auf meiner HP http://www.ridersmind.de-die Macht der Gedanken ! Euch weiterhin viel Erfolg und Spaß beim Reiten !LG

  24. Hallo:)
    Also bei mir war das so: ich bin 13 Jahre alt und als wir unsere sehr jungen und uneingerittenen Haflinger bekommen haben war ich 10. Ich erzähle jetzt hier nur von Ariana einem unserer Haflinger. Also mit ihr hab ich in den 3 Jahren die meiste Zeit verbracht und auch das größte Vertrauen aufgebaut, naja auf jeden Fall stehen alle unsere Pferde eigentlich bei uns Zuhause und letzten Winter stellten wir Ariana dann in einen Stall damit ihre auch derzeitige Ausbilderin sie einreiten konnte. Ja eigentlich ging alles gut, sie hat sich sehr brav reiten lassen und ich hatte nie Angst sie zu reiten. Ich habe sie auch zweimal (Schritt, Trab) unter Beobachtung der Ausbilderin geritten aber eher damit sie sehen konnte wie ich mit dem Pferd klarkomme und eigentlich so als hätte ich Reitstunde auf ihr gehabt. Und ich habe Ariana dann natürlich auch ohne die Ausbilderin geritten, man musste bei ihr eigentlich nie Angst haben weil sie echt ein sehr braves und ruhiges Pferd ist. Naja und dann kam der Sturz…ich wollte im Schritt losreiten sie hat auch noch alles brav gemacht aber dann machte sie erstmal den Rückwärtsgang rein und dann gallopierte sie los. War für mich in der ersten Sekunde nur Schock, dann sagte meine Mutter aber das ich runterspringen soll weil man nicht weiß ob sie mit mir in die Bande oder gegen die Hallentür gallopiert wäre. Ja ich bin dann runtergesprungen mir ist nichts passiert außer bisschen Sand im Mund, aber seitdem habe ich Angst sie zu reiten und saß bis jetzt auch immer nur im Schritt am Strick drauf aber mein Kopf stellt es halt so dar als wäre ich runtergefallen obwohl ich freiwillig runtergesprungen bin und deswegen hab ich Angst…mittlerweile vertrau ich ihr auch am Boden wieder zu 100% weil sie echt wie gesagt ein sehr braves und ruhiges Pferd ist aber beim Reiten hab ich immer noch Angst und ich hoffe dass das sich bald ändert.

  25. Vielen Dank für diesen Artikel! Ich habe mich selber genau darin wieder gefunden.
    Das Reiten ist schon seit fast 9 Jahren meine einzigwahre Leidenschaft und ich habe in dieser Zeit auch schon so einiger erlebt mit Pferden. Vor ca. 3 Jahren habe ich von meiner Reitlehrerin ein etwas schwierigeres Pferd anvertraut bekommen, da ich trotz meiner damaligen Alters von 14 Jahren, ein schon recht ausgeprägtes Können besaß. Die erste Zeit mit dem Pferd war super, wir beide haben viel zusammen gelernt und uns weiter entwickelt. Nur an einem Tag ist er dann auf dem Reitplatz plötzlich mit mir durch gegangen. Mir ist nichts passiert und ih konnte mich auch noch oben halten, was vielleicht dazu verleiten würde es als relativ harmlos abzutun, aber für mich war es ein sehr schlimmes und traumatisierendes Erlebnis. Warum das so ist, kann ich selber nicht beantworten.
    Jedenfalls habe ich nach diesem Ereignis immer mehr das Vertrauen in mich selber, meine Fähigkeiten und in Pferde verloren. Daraufhin habe ich ein Jahr ganz pausiert und mir danach wieder eine Reitbeteiligung gesucht. Die Nervosität und die Angst waren immer noch jedes mal da, wenn ich mich in den Sattel gesetzt habe, nur war meine Sehnsucht nach dem Gefühl von Freiheit und, dass die Welt sich ein bisschen langsamer um einen dreht, viel zu groß, als dass ich hätee den reitsport ganz aufgeben können.
    Leider war meine Reitbeteiligung ein sehr schwieriges Pferd, die viele Ängste nochmal verstärkt hat, sodass ich sie dann auch aufgegeben habe. Das ist jetzt ein paar Monate her.
    Seit kurzem habe ich eine neue Reitbeteiligung gefunden, die eigentlich perfekt ist. Nur meine Nervosität kehrt immer zurück, wenn auch schwächer als vorher, aber sie ist da. Und ich merke, dass ich mein Pferd damit verunsichere, weshalb ich mittlerweile etwas ratlos bin.

    • Hallo Carly,

      ich kann dir eigentlich nur einen Rat geben: gib dir Zeit! Wenn deine jetzige Reitbeteiligung brav ist wirst du ihr mit der Zeit immer mehr vertrauen und die Angst wird verschwinden. Versuche nicht die Angst zu unterdrücken, sondern akzeptiere, dass sie da ist und versuche dann sie einfach zu ignorieren. Um diese Angst zu verlieren braucht es einfach etwas Zeit…

      Liebe Grüße,
      Christina

  26. Hi,
    ich bin 12 Jahre alt und reite seit drei Jahren. Vor drei Jahren bekam ich meine ersten Reitstunden 1000 Kilometer von meinem Zuhause weg auf kleinen Shettys und die eine Reitlehrerin hat nach zwei Reitstunden gesagt, ich brauche keine Longenstunden mehr, Die andere hat gesagt, ich bräuchte noch mehr. Die erste hat sogar mir verboten welche zunehmen. Beim Galoppieren meinte sie, ich sollte mich am Sattel festhalten. Durch die Prüfung nach einer Woche Reituntericht ( 2 x Longe, 9x Gruppe, 1x Schrittausritt und 1x Prüfung) kam ich ohne Probleme, nur mit dem Tipp, ich sollte mich im Galopp nicht mehr am Sattel festhalten. Die Richterin war die zweite Reitlehrerin. Ich hatte schon in meiner zweiten Gruppenstunde unter Rückenschmerzen beim Aussitzen und Galoppieren gelitten. Das war in den Sommerferien. In den Herbstferien machte ich dann Reiterferien auf einem Ponyhof. Dort bekam ich in einer Woche 21 Reitstunden. Nach der 3 hatte ich in jeder Reitstunde Rückenschmerzen beim Aussitzen. Das Gleiche war in den Weihnachtsferien dann auch. Dann hatte ich eine Einzelstunde auf dem Ponyhof und als ich mich ( wie schon die ganze Zeit) am Sattel im Galopp festhielt und immer mehr nach forne fiel , sagte meine Reitlehrerin zu meinen Eltern, dass ich immer nach links im Galopp falle. Im Januar 2013 trat ich dann einem Reitverein in meiner Nähe bei. Wir sagten dem Reitlehrer jedoch nichts davon, dass ich nicht galoppieren kann, weil es ein Reitverein für Fortgeschrittene Reiter ist. Nach der dritten Reitstunde lies er mich das erste Mal galoppieren und ich hielt mich nicht fest. Dann passierte es, nach drei Galoppsprüngen bin ich gestürzt. Da habe ich mir zwar nicht wehgetan, aber die Angst vor dem Galoppieren ist seitdem da. Im Juni 2013 lies er mich dann ein Pony reiten, dass sehr faul war und buckelte. Bis September bekam ich dieses Pferd, das ich hasste, abwechselnd mit einem Anfängerpony. Auf dem Pumuckl, dem faulen Pony konnte ich galoppieren, doch die Angst war immer noch da, weil er im Galopp buckelte, auskeilte und stehen blieb und gleichzeitig den Kopf runterzog. Da saß ich dann immer auf seinem Hals. Doch im Oktober wollte ich dann nicht mehr ihn antreiben und mit der Gerte schlagen, wegen der Angst runterzufallen. Im Januar 2014 traute ich mich dann ihn anzutreiben und bekam selten ein total schnelles Pony, auf dem ich nicht einmal Trab aussitzen konnte. Im März 2014 stieg Pumuckl, während ich droben saß, weil er keine Lust mehr hatte. Im Urlaub, das war im Juni 2014 traute ich mich zum ersten Mal galoppieren, und zwar so richtig schnell im leichten Sitz im Gelände. Im August machte ich dies dann auch und im März 2015 erschreckte sich Lucie und ich lag fast im Hindernis. Meine Hüfte war geprellt und seitdem habe ich Rückenschmerzen. Im April ging mir Lucie dann wieder durch und machte ein paar Bocksprünge und ich landete wieder fast im Hindernis. In diesen beiden Stunden bin ich nicht gesprungen, die standen nur einfach da, weil mein Reitlehrer zu fAUL war, sie wegen der Springstunde nach der Dressurstunde wegzutragen und dann wieder aufzustellen. Im Januar bin ich einmal mit dem Anfängerpony Cheyenne gesprungen. Pumuckl tretet seit neustem nach mir und ich habe Knieschmerzen seit seinem ersten Tritt nach mir. Er hat mich schon öfter gebissen. Ich habe das Asperger-Syndrom und habe dadurch starke Ängste.

    • Noch was dazu. Die Eigenarten der Schulpferde meines Stalls:
      Ponys:
      Maggy und Lucie: Angst vor Blättern und findet immer etwas, wovor sie Angst haben kann und reiter dann abwerfen kann
      Pumuckl: Buckeln, steigen, treten und beißen
      Cheyenne:/
      Pferde:
      Pegaz: beißen
      Baronesse, Master of Desaster, Momo,Funny: Steigen
      Maja: /
      Charlie: sehr schwer zu reiten

    • Hallo Franzi,

      das klingt ja alles wirklich sehr unschön! Ich kann dir nur raten den Reitstall zu wechseln und darauf zu achten, dass die Pferde oder Ponys in Ordnung sind. Die Zustände wie du sie beschreibst sind gefährlich und unmöglich um zu lernen! Buckelnde, steigende oder durchgehende Pferde sind nicht geeignet um Reiten zu lernen…

      Liebe Grüße,
      Christina

  27. Danke dir für diesen Artikel. Er spiegelt so ziemlich alles wider, was ich in den letzten 1,5 Jahren erlebt habe. Ich reite seitdem ich ein Kind bin, hatte gebrochene Arme, abgebrochene Zähne und die ganzen Sachen – doch Angst hatte ich trotzdem nie. Vor 1,5 Jahren hatte ich dann einen schweren Sturz, inklusive schwerer Rückenfrakturen. Laut der Ärzte ist es ein Wunder, dass meine Hauptschlagader nicht von der Fraktur zerquetscht wurde, dass ich noch lebe, dass ich mich noch bewegen kann. Mein Pferd wurde verkauft, da nicht nur ich traumatisiert war, sondern er auch. Er brauchte jemanden, der ihm die Unsicherheit nimmt – und ich konnte ihn ja nicht einmal besuchen.
    Ich werde immer und immer wieder daran erinnert, wie viel Glück ich hatte und dass es beim nächsten Mal nicht mehr so glimpflich ausgehen wird.
    Ich vermisse das Reiten so sehr und hatte seitdem nur noch Albträume vom Sturz, daher nahm ich fünf Therapiereitstunden, um das alles zu verarbeiten. Ich träume seitdem vom Westernreiten, doch die Angst plagt mich zu sehr, um einen Termin zu vereinbaren.
    Um den Pferden dennoch nah zu sein, besitze ich nun seit mehr als einem Jahr einen süßen Shettywallach, mit dem ich Ausfahrten unternehmen kann…
    Danke, dass du den Artikel verfasst hast und auch danke all denjenigen die ihn kommentiert haben, da fühle ich mich nicht mehr so “allein” in der Reiterwelt..

    • Hallo liebe Celine,

      das ist ja wirklich eine schlimme Geschichte, es tut mir wahnsinnig leid, dass du so etwas erleben musstest! Ich glaube wenn ich so etwas erlebt hätte würde ich mich auch nicht mehr auf’s Pferd setzen…
      Ich kann dir einfach nur raten dir so viel Zeit zu lassen wie du brauchst und dir keinen Druck zu machen. Vielleicht kannst du ja immer wieder mal Therapiereitstunden nehmen und schauen ob es besser wird. Und ansonsten hast du ja auch noch deinen Shetty :-)

      Fühl dich mal umarmt! Alleine bist du auf gar keinen Fall <3

      Liebe Grüße,
      Christina

  28. Hallo Christina :)!

    Ich reite schon seit Kind an, gerade als Kind bin ich hauptsächlich nur sture, oder gerissene Pferde geritten…klar so ein kleines Kind kann man einfach besser austricksen. Bin sogar noch mit Leidenschaft geritten nachdem ich mehrmals durch tiefhängende äste vom Pferd gerissen wurde. Auch ist mir jegliches Trampeltier (^^) auf die Füße gelatscht so dass ich selbst nen geteilten zehnagel habe. Ich bekam erst Angst (aber frag nicht wie), als meine erste reitbeteiligung das 6. Mal mit mir durchging und ich das 3. Mal auf den Boden donnerte. Kurze Atemnot. gott sei dank ein kleiner haflinger aber dennoch. Kein Bruch, keine Kratzer, keine Prellungen. Nur diese Atemnot, für ca. 1 Minute. Ich bin nach solch einen Vorfall immer aufgestiegen. Aber an dem tag spürte er wohl meine Angst und ging direkt ein zweites mal durch und buckelte. Ich habe mich zwar drauf gehalten, bin danach aber sofort abgestiegen. Seit dem habe ich eine Pause gemacht. Für ihn bin ich wohl nicht erfahren genug. Immerhin will ich ihn nicht verunsichern. Zwei Jahre habe ich davon geträumt wieder zu reiten, mich um ein pferd zu kümmern und wieder eins mit meinem Gefährten zu sein. Gestern bin ich dann wieder geritten. Meine neue reitbeteiligung, ein schweres warmblut. Riesig, schwer, aber unglaublich brav erzogen. Das probereiten ist gut verlaufen, aber im Galopp bekomme ich muffensausen. Ich verkrampfe und halte mich… Ich krallen mich in den Sattel. Meine Hände können dir zügel nicht mehr führen sie kleben gar am Sattel, also mit zügel kleben Sie am Sattel . Problem: ich kann nicht anhalten, nicht lenken, ich kann gar nichts. Außerdem verlässt mich irgendwann dir kraft, ich lasse los und die Gefahr zu fallen steigt auf 90% an. Ich will das nicht, ich will zwar nicht permanent galoppieren, aber ich möchte gelassen bleiben wenn ein pferd schneller als Schritt geht. Ich weiß nicht ob mir das Gleichgewicht oder das richtige Gefühl fehlt. Sicher ist auf jedenfall das ich keine Angst vor dem Galopp haben möchte. Und in durchgeh Situationen handeln kann.
    Meine jetzige reitbeteiligung wird nicht englisch sondern Western geritten. Der Sattel ist ideal für mich. Verleiht mir das absolute Gefühl von Sicherheit, als hätte ich einen anschnallgurt an… Und dann noch dieses Horn. Ich bin gespannt wie sich meine Angst in den nächsten Wochen entwickelt. Dein Blog macht mir auf jedenfall schon Mut. !
    LG

    • Hallo Jacqueline,

      hui, da hast du ja schon einiges erlebt!

      Lass dir mit dem Galoppieren einfach Zeit!
      Ich hatte als Kind nach einem Sturz so große Angst vorm Galoppieren, dass meine Reitlehrerin mich immer in die Mitte der Halle nehmen und festhalten musste, sobald die anderen(!) Reitschüler galoppiert sind. Ich bin lange nicht galoppiert, habe aber ansonsten alles gemacht. Und nach und nach wurd die Angst weniger und war irgendwann weg. Man braucht einfach ein bisschen um wieder sicher zu werden.
      Vielleicht kannst du dich ja auch mal longieren lassen, dann musst du dich einfach nur aufs Sitzen konzentrieren und nicht aufs Lenken und Bremsen.

      Ich wünsche dir weiter viel Mut und glaube fest daran, dass du es schaffst wieder entspannt zu galoppieren!

      LG

    • Hi :)
      Mit dem reiten an sich habe ich null Probleme. Reite auch gerne ohne Sattel im Gelände etc. Also das Vertrauen ist aufjedenfall da.
      …Nur bin ich ein riesen Spring-Schisser. Ich habe riesen Angst davor! Gestern wollte ich es beispielsweise nochmal versuchen, zack! Beim ersten Sprung habe ich einen dicken Abgang gemacht. Mein Pony hat nichts gemacht und stand auch danach ganz lieb neben mir und hat mich mit der Nase angestupst. Trotzdem bin ich danach nurnoch Dressur geritten… An sich ist mir beim Springen auch noch nie etwas passiert. Nur einmal nach der Springstunde… Hinter mir ist ein Pony los geschossen, und mein Pony hat sich einfach erschrocken. Ich bin gegen die Bände geflogen und hatte mir sofort den Oberschenkel Hals und den Oberarm gebrochen. Ich wurde dann auch sofort mit dem Krankenwagen abgeholt und Nitoperieet. Nach einem 3/4 Jähr konnte ich dann wieder Ansatz weise aufs Pferd. Angst hatte ich vor meinem Pony trotzdem nicht… Nur das Springen… :/ Auf anderen Pferden gehts es garnicht. Da bekomme ich schon beim Abreiten Panick…. :(
      Hast du eventuell eine Idee, was ich machen kann??

      Lg

    • Hallo Lena,

      oh je, da hast du aber auch wirklich schon eine blöde Erfahrung gemacht!
      Ich hab auch etwas Angst vorm Springen, ich mache es eigentlich nur im Gelände und auf Pferden, von denen ich weiß, dass sie springen. Weil ich da also selbst meine Angst nicht überwunden habe kann ich dir leider keine Tipps geben :-/

      Liebe Grüße,
      Christina

  29. Liebe Christina,
    Der Artikel über Angst beim reiten ist klasse.
    Ich bin bei Dir gelandet auf meiner Suche nach der Lösung unseres Problems. Seit 4 Jahren habe ich eine Isi Stute. Davor hatte ich 13 Jahre einen Wallach, den ich mit 5 Monaten gekauft habe und ihm alles beigebracht habe. Den Wallach habe ich mir gekauft nach einem schweren Reitunfall. Ich konnte kein Pferd mehr im Galopp reiten ohne Panik zu bekommen. also kauft ich den kleinen. Das Vertrauen war bis zum Schluss super. Dann hatte ich Bangscheibenvorfälle und konnte ihn nicht mehr sitzen. Reiten war für mich Schmerzen. Und wenn mir was weh tut beim reiten, dann auch dem Pferd. Also habe ich ihn (nachdem ich zwei Jahre mit mir rang) an meine Freundin, wo er seine Bestimmung gefunden hat gegeben. Er geht Distanzen und trägt kleine Kinder als Therapiepferd. Aber jetzt zur Isi stute. Sie kommt aus einem Schulbetrieb und wir hatten von Anfang an beim ausreiten kleine Probleme. Mit denen ich alleine war. Auf dem Platz oder im Roundpen geht sie ohne alles. Nur mit Seil um den Hals. Aber ausreiten geht überhaupt nicht mehr. Denn da ist was passiert letztes Jahr. Etwas unschönes, Von meiner Seite aus, aber ich will das schreiben. Denn ich werde nicht die einzige sein, die so etwas gemacht hat. Sicher, es hätte nicht passieren dürfen. Also: ich fange mal an:
    Seit ca. 1,5 Jahren habe ich Herzrasen mit starker Atemnot verbunden. (COPD)
    Beim reiten bin ich immer unsicherer geworden und letztes Jahr im Wald bekam ich Atemnot und dachte ich ersticke auf Ihr. Die Stute bekam auch Angst und wollte durchgegen was ich durch runter springen und festhalten abwenden konnte. Ich kniete auf dem Waldboden, rang nach Luft und sie schob Panik. Als ich mich beruhigt hatte und sie auch wollte ich wieder aufsteigen. War unmöglich, denn sie fing an zu tänzeln. Also bin ich mit ihr losgelaufen richtung Stall. Mit der Atemnot hielt es sich in Grenzen, aber es war Schneckentempo und sie versuchte mich zu überholen. Dann hat sie mich mehrmals gerammt mit der Schulter. Was soll ich sagen! Mir sind so die Nerven durchgegangen, dass ich ihr eine geklatscht habe. Ich habe mich vor mir selbst erschrocken und fing an zu weinen. Denn das ist das letzte und sollte niemals passieren. Ist aber passiert und wir vertrauen uns nicht mehr. Sie mir nicht mehr und ich ihr nicht mehr. Den Winter über habe ich mich rar gemacht, war wenig da. Es war anders zwischen uns seitdem. Vor kurzem fing ich an sie wieder zu reiten. Mittlerweile geht es auf dem Platz wieder wunderbar. Zu Beginn war es schon ein Unterschied. Denn wenn sie was nicht mag dreht sie sich immer oder reist den Kopf rum. Durch den Artikel von Dir bin ich wieder motiviert. letzte Woche bin ich sie wieder ohne alles geritten, nur mit Seil um den Hals (auf dem Platz) und es fühlte sich gut an für uns. Sie ist dann auch wieder auf der Koppel stehen geblieben. Das erkläre ich mal kurz.
    Wenn wir geritten sind, ich sie fertig gemacht habe und auf die Koppel gebracht habe, hat sie immer gewartet das ich wiederkomme und sie bekraule. Dieses Spiel mache ich seit Jahren mit ihr. Ich muss auf jeden Fall 3x kitzeln gehen, dann war sie zufrieden und ist zu den andern getrottet. Das hat sie eine Weile nicht gemacht. Nach der Backpfeife! Sie ist gleich weggelaufen ohne sich umzudrehen. Ich werde mit ihr von vorne anfangen. Die Idee mit dem Reitunterricht ist gut, denn die alte Angst von damals war plötzlich wieder da. Ich hoffe dass wir es meistern, und wieder lernen uns zu vertrauen. Danke für diesen schönen hilfreichen Blog Christina
    und vieleicht hast Du ja eine zusätzliche Idee
    liebe Grüße Gitta

    • Hallo liebe Gitta,

      gerade habe ich deine Mail gelesen, da kommt die Antwort aber erst morgen, für heute ist Feierabend ;-)

      Das ist natürlich eine heftige Geschichte die du da erlebt hast!
      Du hattest Atemnot und dazu noch große Angst. Für deine Stute ist das natürlich eine unglaublich bedrohliche Situation. Du sendest ihr gleich doppelt “Gefahr”-Signale, durch deine veränderte Atmung und deine Panik. Kein Wunder, dass sie so reagiert, wie sie reagiert hat. Ich denke auch das Anrempeln könnte daher kommen: für deine Stute war es eine Gefahrensituation aus der sie so schnell wie möglich raus wollte. Vielleicht wollte sie dich durch das Rempeln antreiben. Anscheinend wollte sie dich ja nicht alleine lassen, wenn ein Pferd wirklich weg will hälst du es nicht. (Natürlich alles Spekulation, was dein Pferd gedacht hat weiß ich nicht ;-))

      Ich kann verstehen, warum du ihr “eine Backpfeife” gegeben hast. Auch für dich war es eine unheimlich stressige Ausnahmesituation, da reagiert man oft ganz anders als normal. Und wenn dein Pferd anfängt dich anzurempeln musst du etwas tun, das ist ja nicht ungefährlich, besonders wenn du unter akuter Atemnot leidest.
      Für die Zukunft: Statt einer Backpfeife hälst du einfach beide Hände hoch vor ein Auge deiner Stute. Davor weicht jedes Pferd, weil es seine Augen schützen will. Und das ganz ohne Körperkontakt.

      Pferde sind in der Regel nicht nachtragend. Ich lese heraus, dass du sonst sehr gut mit deiner Stute umgehst und sie nicht schlägst. Ich glaube nicht, dass die Probleme von der “Backpfeife” an sich kommen. Ich denke, es ist deine Verhaltensänderung danach. Du fühlst dich schuldig, bist unsicher, hast Angst und das Vertrauen verloren. Deine Stute merkt das. Sie wird sicher nicht jedes einzelne Gefühl verstehen, aber sie wird merken, dass du dich unwohl und unsicher fühlst und eventuell selbst gerade keine Zeit mit ihr verbringen möchtest. Pferde sind da ja sehr sensibel.

      Nun zu meinen Vorschlägen:
      – Ich denke, mit der Idee von vorne anzufangen bist du auf einem guten Weg – auf dem Platz klappt es ja offensichtlich schon.
      – Du bekommst jetzt von mir offiziell gesagt: Es sei dir verziehen, dass du deiner Stute eine Backpfeife gegeben hast! Hak es ab und lasse deine Schuldgefühle los! Deine Stute hat das sicher schon lange verziehen, bzw. ihm gar keine so große Bedeutung zugemessen wie du. Lass dich nicht davon lähmen und gehe mit deiner Stute normal um. Sie versteht sicher nicht, warum du plötzlich so anders bist und das verunsichert sie.
      – Finde heraus, wo die Punkte sind an denen du beginnst dich unsicher zu fühlen. Taste dich immer ein bisschen weiter an diese Punkte heran, aber überfordere dich nicht. Wenn es etwas länger dauert, dann ist es eben so.
      – Kläre mit deinem Arzt ab und übe wie du bei Atemnot richtig reagierst und die Nerven behälst.
      – Gehe – soweit das möglich ist – nicht alleine ausreiten. Ich kenne dein Krankheitsbild nicht, aber wenn du alleine im Wald Atemnot bekommst und Ohnmächtig wirst ist das nicht ungefährlich!

      Ich glaube fest, dass du das schaffen kannst!

      Ganz viele liebe Grüße und alles erdenklich Gute,
      Christina

  30. Hallo toller artikel ich hab so generell keine Angst zu reiten egal ob roh, jung ,schwierig ,bisschen gaga dressur Geländespringen oder springen bis E steil spinne trippelbarre usw kein thema aber das dicke problem höher und Oxer speziell dieser Deutschland …durch einen sturz damals ca 3-4 j her habe ich panik vor hohen sprüngen oder Oxern selbst wenn ein bekannter seine hohen dinge springt bekomme ich herzklabaster …habe auch eine ganz tolle ponystute die mir bis E wieder vertrauen gibt aber mehr bekomme ich nicht hin dieses kopfkino und bei unseren pferden hab ich angst durch meine dummheit den “gang” raus zu hauen ich würde sehr gerne mal paar std haben auf einem pferd (wie unser oldie 30 j) der egal sus was für eine lage immer springt und mir mein vertrauen vllt zurück gibt ,gibt es so Reitschulen auch ??oder meinen sie ich hab das problem so fest durch die schultereckgelenkssprengung oder vllt dadurch das ich älter geworden bin und durch meine kinder ??Bin für jede info dankbar lg

    • Hallo Dani,

      es gibt bestimmt Reitschulen, bei denen man auf Verlasspferden seine Angst vorm Springen überwinden kann – nur finden muss man sie. Frag doch mal ein bisschen herum und such nach Reitställen in deiner Umgebung, vielleicht ist da ja was dabei, angucken kostet nichts ;-)
      Ich kenne dich nicht, deshalb ist es für mich natürlich schwer einzuschätzen wie groß deine Angst ist. Ich bin der Meinung, dass man fast jede Angst mit Zeit, Geduld und Durchhaltevermögen überwinden kann. Du solltest dir überlegen wie wichtig dir das Springen ist. Eine so tiefsitzende Angst zu überwinden ist nicht einfach. Diesen Weg solltest du nur gehen, wenn du das Springen wirklich vermisst. Ansonsten gibt es ja unheimlich viele andere Sachen die du mit deinem Pferd machen kannst =)

      LG

  31. Was für ein schöner Artikel! Und aus aktuellem Anlass gibt er mir sehr viel Mut! :-)
    Ich bin so zu sagen eine “Wiedereinsteigerin” – habe mit 19 Jahren Studien- und Berufsbedingt das Reiten aufgegeben und bin vor 3 Jahren (mit 33 Lenzen) wieder angefangen. Zuerst lief alles super, ich hatte ja auch keine schlechten Erinnerungen… Ich bin mit Unterricht und verschiedenen RB´s gestartet und hatte ganz schnell das Gefühl, ich hab es nicht verlernt – super!. Erst, als ich vor 1,5 Jahren eine tolle, ältere Dressurstute als RB hatte, habe ich gemerkt – oh ha, da geht noch viel mehr! Ich dachte immer, ich könnte einigermaßen reiten, aber diese Pferdedame hat mir gezeigt, dass da noch weitaus mehr geht. Wie es der Zufall so viel, bin ich dann im Juni letzten Jahres unverhofft zu meinem ersten eigenen Pferd gekommen. Ein 6 jähriger Welshmix aus schlechter Haltung mit ungewisser Vergangenheit. Als erstes eigenes Pferd sicher völlig ungeeignet, aber ich hatte mich Hals über Kopf verliebt und wollte ihn auf jeden Fall retten. Zusammengefasst ist er ein absolut liebes Kerlchen, der sich auch sofort bei uns eingelebt hat, aber eben mit einigen Macken, sehr schreckhaft und zu Panikattacken neigend. Eine dieser Panikattacken hat mich im November dann auch Kopheister gehen lassen. 1 Woche Krankenhaus, das Schlüsselbein 3 mal gebrochen und zertrümmert etc… Schiete! Seit 4 Wochen kann ich mich wieder einigermaßen bewegen und arbeite schon ein bisschen vom Boden aus mit ihm und gehe viel spazieren – ABER ich habe riesigen Bammel vorm ersten Mal reiten… :-(
    Das Positive: Seitdem wir durch meinen Unfall Beide pausieren mussten, ist er mir mehr denn je an´s Herz gewachsen und sehr sehr anhänglich und vertrauensvoll mir gegenüber geworden. Auch die ersten Male wieder alleine spazieren gehen und Arbeit an der Hand macht er erstaunlich brav mit, aber die große Angst vorm Reiten und dass wieder so etwas passiert, beherrscht momentan noch alles. Ich hoffe, dass wir das hinbekommen – mit Ruhe, Geduld und meiner lieben Reitlehrerin. Ich versuche mir selber keinen Stress zu machen, uns hetzt ja Keiner! Und wenn ich die nächsten Monate nur vom Boden aus mit ihm arbeite, ist das auch ok. Ich möchte erst dann wieder in den Sattel klettern, wenn ich ein gutes Gefühl für uns Beide habe – wenn ich sein und er mein Vertrauen hat. In diesem Sinne – merci für den aufmunternden Artikel! Unfälle passieren, aber die Angst soll nicht irgendwann überwiegen… :-)

    • Hi Silva,

      vielen vielen Dank, es freut mich wahnsinnig, dass dir der Artikel Mut macht – genau deshalb habe ich ihn geschrieben <3
      Ich denke du machst das genau richtig: kein Stress, eine gute Reitlehrerin und so lange Bodenarbeit, bis du wieder Vertrauen hast. Klar, das erste mal Aufsitzen wird sicher komisch, das ist auch normal. Und es ist auch normal, dass du Angst hast. Aber ich lese aus deinem Text eine gute Einstellung zu der ganzen Sache heraus und bin mir sicher, dass du das hinkriegst! Es ist ja nun auch noch wirklich frisch, lass mal noch ein bisschen Zeit vergehen, dann wird die Angst sicher weniger.

      Und falls du es nicht sowieso schon tust: mach doch vom Boden aus Schrecktraining mit deinem Wallach. Dann hast du schonmal ein sichereres Gefühl, wenn du weißt, dass er nicht vor jeder Kleinigkeit erschrickt und in Panik verfällt. Und er lernt dir zu vertrauen und sich in Stressituationen auf dich zu verlassen. Mit so einem jungen Pferd kann man gar nicht genug Bodenarbeit zum Vertrauensaufbau machen.

      Ich glaube fest daran, dass ihr das zusammen meistert =)

      LG

  32. Hallo,

    ich bin gerade auf deine Seite gestoßen und finde sie wirklich toll, es war zwar Zufall, aber das passt mir gerade ganz gut, da ich eh geplant hatte, mir ein paar gute Seiten über Pferde zu suchen.

    Diesen Artikel habe ich eigentlich nur gelesen, weil ich mal reinschauen wollte, in alles, was es hier so gibt, denn mit Angst habe ich keine Probleme. Das erstaunt mich ziemlich.

    Vor etwa zwei Jahren habe ich mit dem Reiten angefangen, aus heiterem Himmel. Meine Familie hat bzw. hatte zwar ein paar sogar recht erflogreiche Reiter und vor meiner Zeit auch Pferde, aber ich habe mich dafür nie interessiert.
    Keiner hat so richtg geglaubt, dass ich dabei bleibe, aber doch, doch, das ändert sich so schnell auch nicht, wenn ich nicht muss.
    Und ich erinnere mich noch ziemlich gut an meine erste Testreitstunde, in der ich mir nur dachte: “Ich brauche einen Rückenlehne und noch viel dringender brauche ich einen Gurt!” weder das eine noch das andere habe ich natürlich bekommen, aber – und das ist auch bei deinen Angstüberwindungspunkten dabei und aus meiner Sicht auch wichtig, um überhaupt ein Aufbauen von Angst zu verhindern – ganz viel Zeit.
    Ich wurde so lange geführt und habe mich an das Gefühl gewöhnt, bis mir schon richtig langweilig wurde und ich immer neugieriger wurde, bis ich dann alleine im Schritt ritt. In meiner Reitstunde waren damals die Schüler immer unterschiedlich weit vom Niveau her, da das schwer vereinbar war damit wann wer Zeit hatte und sowas, und irgendwann nachdem ich lange genug zugeschaut hatte, wollte ich dann unbedingt traben.
    Das machte ich dann total lange Zeit nur auf dem Zirkel und überhaupt, so wenig “frei” wie möglich und mir wurde zwar immer wieder angeboten, es mal anders zu machen, aber das war wirklich nur eine Frage und wenn nicht, dann eben nicht, das fand ich immer super.
    Ich fand aber auch super, dass meine Lehrer gut erkennen konnten, wann ich soweit war, wann ich selbst eigentlich schon entschieden hatte, heute einen Schritt weiter zu gehen, aber dann doch aus Bequemheit nein sagen würde und dann haben sie mich ermuntert.

    Ich denke, dass unter anderem das mir als Person, die als einzige fast die ganze Halle ausnutzt, um um ein Pferd herumzugehen, damit ich ja nicht in die Nähe des Hinterteils komme, die Möglichkeit gegeben hat, so frei von Angst zu sein.
    Es kam öfter mal vor, dass z.B. der eine Ex-Turnierhengst, mit dem ich mal einen kleinen Sprung gesprungen bin, einfach danach weiterlief und immer schneller wurde, weil meine Beine zu hoch gerutscht waren und er die anderen Sprünge, über die ich wegen viel zu hoher Höhe beim besten Willen nicht wollte, gesehen hatte, was er als Pacours verstand oder ich mit einem sehr engagierten Pony nicht richtig meine Bahn halten konnte und es mich fast gegen einen Sprung geritten hätte, weil es zudem auch noch immer schneller wurde und auch, wenn ich sowas natürlich nie beabsichtigt provozieren würde, habe ich immer gelacht, wenn irgendwas unvorbereitetes passiert ist und mich immer gefreut.
    Im ersten Moment war da schon ein kleiner Schock, ein bisschen Angst, aber dann bin ich mir der Lage bewusst geworden, habe mein Bestes versucht, das Problem zu lösen.

    Gut, ich bin vielleicht auch angstfrei, weil mir bisher nicht mehr passiert ist, als dass ein dusseliges, träumendes Pferd einem dusseligen, träumenden Reiter auf den Fuß getreten ist und nicht mehr runter ging.
    Das wünscht sich denke ich jeder, aber ich habe für mich auch die Entscheidung gefällt, so lange wie möglich niemals zu fallen und ich glaube, Entscheidungen, also… sich einfach bestimmt zu sagen, dass etwas so sein soll und sein wird, hilft auch sehr.

    • Hi Lee,

      vielen Dank, freut mich, dass dir der Blog gefällt =)

      Und auch vielen dank für den ausführlichen Kommentar!
      Toll, dass du so entspannte Reitlehrer hast die dich in deinem Tempo lernen lassen – das gibt es wirklich selten, du bist ein Glückspilz ;-)

      Versuche dir deine entspannte, vertrauensvolle Einstellung so lange zu bewahren wie du kannst, die ist wirklich toll! Und gerade mit so einer positiven Einstellung passiert einem oft nichts schlimmes.

      Und falls der erste Sturz doch mal kommen sollte: so schlimm ist er meistens nicht ;-)

      LG

  33. Hallo, in dem Artikel sind echt hilfreiche Tips drin. Ich habe leider nur 1 mal in der Woche Unterricht. Was das Überwinden und Üben ein bisschen schwer macht.

    Solange wir in der Halle reiten ist alles super. Ich reite viele unterschiedliche Pferde und komme auch mit denen klar. Aber es ist schwer zu einem Pferd Vertrauen aufzubauen, weil es halt immer unterschiedliche sind. Ich wenn die Gruppe ausreiten geh, gehe ich zu fuß mit. Die Leute sind zum Glück echt verständnissvoll und wollen nicht jede Woche ausreiten. Haben auch nichts dagegen im Sommer in der warmen Halle zu reiten. Ein Glück :)

    LG Lea

    • Hi Lea,

      klar, bei einmal reiten in der Woche dauert es vielleicht ein bisschen länger. Macht doch nichts, du hast ja keinen Zeitdruck! Vielleicht ist das sogar besser, so kannst du dir wenigstens nicht selbst Druck machen ;-)
      Und du wirst merken, dass du Vertrauen in dich selbst aufbaust, das ist mit das Wichtigste. Wenn du vertrauen in deine Fähigkeiten hast wirst du dich auch ohne Angst auf Pferde setzen, denen du am Anfang nicht vertraust.
      Toll, dass die Leute in deiner Reitstunde so verständnisvoll sind!

      LG und weiter viel Erfolg beim Angst Überwinden ;-)

  34. Zu viel gesehen, zu viel erlebt… Bei mir gab es auch eine Zeit, in der ich mich auf dem Pferd unwohl gefühlt habe. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber kein eigenes Pferd, sondern noch Reitstunden genommen. Die Angst hatte seine Ursprung aber weniger in einem Sturz oder ähnlichem, sondern in meinem mangelndem Vertrauen in meine Fähigkeiten. Zu dem Zeitpunkt bin ich noch nie vom Pferd gefallen. Mein Reitlehrer war einer von der alten Schule, ständiges Rumbrüllen, ständige Kritk, nie ein Lob, Reiten wie bei der Kavallerie. Ich hatte Angst vorm Reiten an sich, zu versagen, dem Pferd weh zut und als Quittung dafür runterzufallen. Meine Angst hörte mit meiner ersten Reitbeteiligung auf, die aber auch alles andere als einfach war. In meiner 20-jährigen Reitkarriere habe ich aber mittlerweile einfach zu vie (über-)lebt und zu viel gesehen, inklusive eines Pferd, das mit mir über eine Bundesstraße rannte, meinem Pferd, das mit mir zusammen in einen See fiel und lustigem an-einer-Schranke-hängen-bleiben. Runtergefallen bin ich tausende Mal und tausende Mal habe ich mir weh getan. Mittlerweile schockt mich nicht mehr viel. Aber jeder Vorfall hinterließ bei mir nur den Gedanken “Hey, du lebst immer noch” und mir wurde klar, dass ich Pferde und Reiten einfach zu sehr liebe, als dass ich es lassen kann. Es kann immer etwas passieren. Ich gehe das Risiko bewusst ein, dass ich beim Reiten sterben könnte. Aber es ist Reiten und Pferde sind eben Leben und ich habe akzeptiert, dass ich mich damit in Gefahr begebe. Reiten ist ein harter Sport und er ist nichts für jeden. Wenn man mit dem Risiko nicht leben kann, ist er meiner Meinung einfach nichts für einen.

    • Hi Wiegesagt,

      danke für deinen Kommentar.
      Die brüllenden Reitlehrer kenne ich auch noch… Ich hoffe diese Gattung stirbt so langsam aus, die können einem ganz schön den Spaß an der Sache nehmen.
      Ja, mangeldes Vetrauen in sich selbst ist oft ein Problem. Das kriegt man tatsächlich nur durch reiten, reiten und nochmal reiten in den Griff. Und je mehr Erfahrung man sammelt, desto (selbst)sicherer wird man eben auf dem Pferd. Ich habe auch schon lange keine Angst mehr und ich denke jedem der sich aufs Pferd setzt sollte klar sein, dass es potentiell gefährlich ist. Für mich ist es auch so, dass ich es einfach nicht lassen kann ;-)
      Aber wenn man gerade im Angstkreislauf steckt, dann kann man sich nicht einfach sagen “es ist eben ein Risiko, dass ich bereit bin einzugehen” und schon ist die Angst weg. Wenn man Angst mit dem Gehirn besiegen könnte wäre unser aller Leben etwas leichter. Es muss auch im Unterbewusstsein und Gefühl ankommen und das braucht eben seine Zeit…

      LG

  35. Ich finde das hier mal einen ganz tollen Post! Ich bin selbst auch 2 mal von meinem Pferd gefallen und das kleine Monster saß im Bauch. Leider stößt man oft auf Nichtverständnis…”Du musst sofort wieder auf´s Pferd” usw..Ich denke mit dem Alter wird die Angst zunehmend größer und wenn man solche Aussagen hört, wird man noch mehr unter Druck gesetzt. Die Zeit heilt alle Wunden und ich bin ganz offen damit umgegangen, dass ich schiss habe mich wieder auf´s Pferd zu setzen. Liebe Freunde hatten dafür Verständnis und es hat echt ein paar Monate gedauert, bis mein Pferd und ich wieder zu einem tollen Team zusammengewachsen sind! Hört nicht auf so blöde Sprüche, nehmt Euch die Zeit, die ihr braucht!

    • Hallo Simone,

      vielen Dank =)
      Die Aussage “du musst direkt wieder auf’s Pferd” macht nicht nur Druck, sie ist sogar potentiell gefährlich. Nach einem Sturz weiß man oft gar nicht wie schwer man verletzt ist und es kann schlimme Folgen haben direkt wieder auf’s Pferd zu steigen (wenn man z.B. unter Schock steht oder Wirbelverletzungen hat).
      Super, dass du gute Freunde hast die dich unterstützen und dass du wieder ein Team mit deinem Pferd bist =)

      LG

  36. ich flog auch vom pferd und zwar nachdem ich ohne sattle im gelände eine schrittrunde drehen wollte und plötzlich fing mein pferd an durchzugehen und ich flog von ihr herunter schließentlich hatte ich innere blutungen lag für eine woche im krankenhaus.. der vorfall ist 1 monat her! ich hab mich mit krücken wieder aufs pferd gesetzt und das sofort nach dem unfall ich wollte stark sein! meine freundin die für mich immer da ist fürte mich super an der longe! nun ist es ein monat her und wir reiten mit halsring aba MIT SATLLE ohne sattl trau ich mich niht mehr :-)

    • Hi Jasmin,

      danke für deinen Kommentar =)
      Schön, dass du das Erlebnis so gut weggesteckt hast und dass du dich gut erholt hast!
      Mit Sattel im Gelände ist ja auch sicherer, man weiß einfach nie was passiert… Ich war auch schon öfter ohne Sattel draußen, man glaubt halt immer, dass einem selbst nichts passiert, eigentlich ist das leichtsinnig.

      LG

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