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	<title>Galopp Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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		<title>Galopp beim Gangpferd Teil 2 – Häufige Probleme und Lösungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2023 14:51:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Galopp beim Gangpferd kann eine knifflige Sache sein. Im letzten Artikel schrieb IPZV Trainerin C Thea Rösler, die in ihrem Unterricht und Trainingsansatz besonders Wert auf Freude im Training, die Biomechanik von Pferd und Reiter und den ausbalancierten Sitz legt, über das Galopptraining von Gangpferden und gab Tipps, wie man diesen gezielt trainieren und [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Galopp beim Gangpferd kann eine knifflige Sache sein. <a href="https://herzenspferd.de/galopp-gangpferd/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Im letzten Artikel</a> schrieb IPZV Trainerin C <a href="https://thearoesler.com/ueber-mich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Thea Rösler</a>, die in ihrem Unterricht und Trainingsansatz besonders Wert auf Freude im Training, die Biomechanik von Pferd und Reiter und den ausbalancierten Sitz legt, über das Galopptraining von Gangpferden und gab Tipps, wie man diesen gezielt trainieren und verbessern kann. In diesem Artikel geht sie nun speziell auf häufige Probleme und ihre Lösungsansätze ein. </p>





<h2 class="wp-block-heading">Probleme im Galopp</h2>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Schnee-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-257339" width="469" height="312" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Schnee-1024x683.jpg 1024w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Schnee-300x200.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Schnee-768x512.jpg 768w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Schnee-1536x1024.jpg 1536w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Schnee-1080x720.jpg 1080w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Schnee-1250x833.jpg 1250w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Schnee-400x267.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Schnee.jpg 1920w" sizes="(max-width: 469px) 100vw, 469px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Winter vor ziemlich genau 3 Jahren hatte ich einige 3-gängige Pferde im Beritt. Ich habe viel gelernt und am meisten hat mich in dieser Zeit überrascht, wie wenig „zerstörbar“ die Gangart selbst bei diesen Pferden ist. Zuvor hatte ich noch nie über einen längeren Zeitraum ein Nicht-Gangpferd trainiert. Im Trab konnte man selbst bei sehr jungen 3-gänigen Pferden recht viel Rhythmus und Gleichmaß erwarten. Der Berittzeitraum reichte von einigen Tagen bis zu 4 Monaten und auch im Galopp fand ich ganz erstaunlich, wie es sich reiten, ausbilden und trainieren lässt, wenn keine andere Gangart „reinkreuzt“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich blieb die Basisarbeit an sich die Gleiche. Das Erklären der Hilfen, die möglichst präzise Einwirkung und der Versuch das Pferd ohne Hilfszügel, aber mit guter Rückentätigkeit zu gymnastizieren, ist in meinen Augen essenziell für eine langanhaltende Gesunderhaltung des Pferdes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Folgenden habe ich einige wiederkehrende Probleme von Gangpferden im Galopp gesammelt, strukturiert und euch Lösungsideen und -ansätze aufgezeigt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Pferd springt nicht, oder im Außengalopp an</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei jungen oder wenig präzise gerittenen Pferden erlebe ich immer wieder, dass sie zu wenig Verständnis vom treibenden und verwahrenden Schenkel haben und deshalb nicht oder falsch im Galopp anspringen. Ein besseres Verständnis, logische Ausbildung und wiederkehrende Routinen helfen diesen Pferden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie gebe ich meine Hilfe zum Angaloppieren? </strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Egal, ob aus dem Halten, dem Schritt, dem Trab oder dem Tölt angaloppiert wird, verwende ich das äußere Bein als verwahrende Hilfe, etwas hinter dem Sattelgurt. </li>



<li>Der innere Schenkel liegt auf Höhe des Sattelgurts. </li>



<li>Der äußere Schenkel gibt, in dem Moment in dem das äußere Pferdebein abfußt und nach vorne schwingt, den Impuls zum Angaloppieren und dann übernimmt der innere Schenkel.</li>



<li>Für den Linksgalopp bedeutet das, dass der rechte Schenkel leicht hinter den Sattelgurt gelegt wird, ich links vorne mit dem Gesäß belaste und der linke Schenkel auf Höhe des Sattelgurtes liegt. </li>



<li>Mein rechtes Bein treibt in dem Moment, in dem das Pferd mit seinem rechten Hinterbein abfußt und dieses Bein nach vorne nimmt.</li>



<li>Daraus entsteht die Einbeinstütze im Galopp und sobald dies geschehen ist, übernimmt der innere Schenkel erst einmal die treibende Funktion.</li>



<li>Bei 5-Gängig veranlagten Pferden oder Pferden mit viel Schubkraft, kann es sehr hilfreich sein, wenn der äußere Schenkel immer wieder den Moment des Angaloppierens imitiert und sich der innere Schenkel auf Höhe des Sattelgurts neutral verhält.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade junge Pferde haben oft noch kein oder zu wenig Verständnis von einem einseitig treibenden Schenkel. Um ihnen genau das besser zu erklären, halte ich gerne auf dem ersten Hufschlag an. Ich verwende meinen äußeren Schenkel als alleinige Hilfe treibend auf Höhe des Sattelgurts und stelle die Hilfe ein, sobald das Pferd reagiert und mit dem entsprechenden Hinterbein abfußt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist, jede Hilfe klar, verständlich, aber mit wenig Aufwand zu geben. Wenn keine Reaktion vom Pferd kommt, verstärke ich und gebe die Hilfe erneut.<strong> Sobald die gewünschte Reaktion vom Pferd kommt, stelle ich meine Hilfe ein und lobe.</strong> Falls keine Reaktion kommt, wiederhole und verstärke ich es je nach Pferd ungefähr dreimal, bis ich die Gerte als Unterstützung des treibenden Schenkels verwende.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Läuft mein Pferd bei dieser Übung nach vorne, bestrafe ich es auf keinen Fall und pariere einfach in aller Seelenruhe durch, bevor ich die Übung erneut beginne.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gehen wir davon aus, dass das Pferd den linken und den rechten Schenkel getrennt voneinander wahrnehmen kann und weiß, wie es darauf reagieren soll,</strong> beginne ich gerne die Galopparbeit mit solchen Pferden auf einem <strong>Zirkel oder einer Volte.</strong> Wichtig ist mir, dass die Kreislinie über den Sitz ohne Handeinwirkung mit Innenstellung geritten wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich mit dem Pferd auf der Kreislinie bin und zur geschlossenen Seite hin die Bande erreiche, gibt es den Moment, wo das Pferd mit der Kruppe weiter innen ist als mit der Vorhand (beispielsweise an den Zirkelpunkten). Genau das ist der Moment, in dem sich das Pferd körperlich in einer Position befindet, wo nur das Anspringen im Handgalopp möglich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So galoppiere ich mit solchen Pferden genau dann an, wenn ich auf der Kreislinie die Bande zur geschlossenen Seite hin erreiche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den gleichen Effekt hat die Übung, <strong>durch die ganze Bahn (diagonal) die Hand durch das Viereck wechseln</strong> und beim Erreichen der Bande vor der Ecke anzugaloppieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besser ausgebildete Pferde reite ich sehr gerne in <strong>Traverstellung (Kruppe herein)</strong> um mehr Last auf das, für den Galopp wichtige, äußere Hinterbein zu bekommen und galoppiere daraus an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Übung für sowohl das Verbessern des Angaloppierens wie des Galopps selbst, reite ich sehr gerne auf dem Zirkel und galoppiere zur geschlossenen Seite hin am Zirkelpunkt an. Ich galoppiere eine halbe Runde, bevor ich durchpariere, das Pferd erneut auf das Angaloppieren vorbereite und erneut angaloppiere.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der eigentliche 3-Takt ist vom Rhythmus her ein 4-Takt</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl gelehrt wird, dass der Galopp ein 3-Takt in 6 Phasen ist, galoppieren sehr viele (Gang)Pferde im 4-Takt. Gerade im schnelleren Tempo Galopp ist der Takt oft „gebrochen“. Auch in der Galopppirouette handelt es sich um einen 4-Takt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nach vorne gebrochene 4-Takt im Galopp (die diagonale Zweibeinstütze verlängert sich) ist für die ReiterIn angenehm zu sitzen und wird z.B. auf Gæðingakeppnis von den Richtern auch nicht als Taktfehler gewertet. Ist der Takt dagegen in die andere Richtung gebrochen, ist es sowohl als reitende Person, als auch als ZuschauerIn sofort zu erkennen und unerwünscht. Der Takt hat sich im lateralen Beinpaar verschoben und es entsteht ein unangenehm zu sitzender Passgalopp.<br><br>In meinen Augen ist es gerade im langsamen Tempo erstrebenswert, auch beim Islandpferd einen klaren und gesprungenen 3-Takt zu erreichen. Oft hilft es, mit der <strong>Stimme</strong> im Moment des Absprungs zu unterstützen und so den Pferden mehr Takt und Rhythmusgefühl vorzugeben, als sie selbst für den Galopp haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Training verbessere ich durch <strong>Übergänge</strong> und das erneute <strong>Angaloppieren</strong> die Lastaufnahme und so den Abdruck für den Galopp in der Hinterhand.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Pferd bekommt den Brustkorb nicht hoch</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Verbessern-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-257340" width="472" height="314" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Verbessern-1024x683.jpg 1024w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Verbessern-300x200.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Verbessern-768x512.jpg 768w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Verbessern-1536x1024.jpg 1536w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Verbessern-1080x720.jpg 1080w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Verbessern-1250x833.jpg 1250w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Verbessern-400x267.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Gangpferd-Verbessern.jpg 1920w" sizes="(max-width: 472px) 100vw, 472px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Problem, dass das Pferd in der Hinterhand zu wenig Kraft hat und den Brustkorb im Galopp zu wenig hoch bekommt und gefühlt in den Boden galoppiert. Es fühlt sich an wie tiefergelegt und bergab. Das ist leider alles andere als angenehm zu sitzen und Ursache ist hierbei immer in der Tragfähigkeit der Hinterhand zu suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gilt abzuklären, ob gesundheitliche Probleme vorhanden sind. Wenn dies ausgeschlossen werden kann, muss die Muskulatur und Tragefähigkeit der Hinterhand verbessert werden, um den Rumpftrageapparat des Pferdes verbessern zu können.<br>Elementar ist hierbei für mich die Reaktion auf die treibenden Hilfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch <strong>Stangenarbeit, bergauf- und bergabreiten im Gelände, unebene Untergründe, Rückwärtsrichten und daraus angaloppieren und Seitengänge</strong> verbessere ich die Ansprache, Reaktionsfähigkeit und schlussendlich Lastaufnahme der Hinterhand. Nur mit einer trainierten und tragfähigen Hinterhand ist es möglich, dass das Pferd den Brustkorb auch im Galopp anheben kann.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Pferd wechselt nach einigen Metern in den Pass</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Pferden mit viel Pass kann es zum Problem kommen, dass das Pferd nach dem Angaloppieren den Rücken fest macht und in den Pass wechselt. Mit dem Schenkel hat man dann oft kein Durchkommen bzw. bekommt man die Spannung nicht aus dem Pferd und es läuft weiter im Pass.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oft wird der Schenkel auch nicht angenommen und das Pferd reagiert nicht mit dem entsprechenden Hinterbein auf die Einwirkung. <strong>Ich pariere dann durch, bereite das Pferd erneut im Schritt oder Trab auf das Angaloppieren vor</strong> und galoppiere, sehr gerne auch mit einer <strong>Stange</strong>, die den Zeitpunkt besser markiert, erneut an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Durchparieren soll mit Sitz, kaum Hand und insgesamt sehr wenig Aufwand geschehen und muss auch ernsthaft geübt werden. Oft vernachlässigen wir als ReiterInnen das Durchparieren, weil wir ja eigentlich froh sind, dass das Pferd vorwärts läuft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau das hat mir dieser (damals mit Mitte 20) sehr 5-Gängig veranlagte Islandpferdewallach gezeigt. Erst, wenn die Pferde sowohl die verwahrenden als auch die treibenden Hilfen auf den Punkt annehmen, bekommt man sie auch ohne Pass sowohl angaloppiert, als auch durchpariert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich achte beim Training solcher Pferde sehr viel auf die Lockerheit des Rückenmuskels und führe mir immer wieder vor Augen, dass dieser kein Tragemuskel ist. Es handelt sich bei der Rückenmuskulatur um Bewegungsmuskulatur. Der lange Rückenmuskel des Pferdes reicht vom Übergang Schädel-Halswirbelsäule bis zum Kreuz-Darmbein-Gelenk und ist in Abschnitte mit unterschiedlichen Namen unterteilt. Unter dem Reitersitz befindet sich der breite Rückenmuskel (</strong>M. longissimus dorsi).</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Grangpferd-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-257341" width="524" height="349" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Grangpferd-1024x683.jpg 1024w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Grangpferd-300x200.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Grangpferd-768x512.jpg 768w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Grangpferd-1536x1024.jpg 1536w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Grangpferd-1080x720.jpg 1080w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Grangpferd-1250x833.jpg 1250w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Grangpferd-400x267.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/02/Galopp-Grangpferd.jpg 1920w" sizes="(max-width: 524px) 100vw, 524px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Rückenstreckern des Pferdes gehören der M. Spinalis, der etwas tiefer liegende M. Longissimus dorsi und der M. Multifidus. Bauch und Rückenmuskulatur können immer nur miteinander und nie gegeneinander arbeiten, da es Protagonisten und Antagonisten sind. Immer dann, wenn sich die Rückenmuskeln anspannen, müssen die Bauchmuskeln loslassen und andersherum. Nur wenn das geschieht und es sich anfühlt, als würde die Rückenmuskulatur unter einem atmen und durchschwingen, können auch 5-Gänger ohne „Passeinlage“ galoppieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übungen hierfür sind das <strong>Angaloppieren aus dem Schritt</strong> und <strong>Zurücknehmen in den Schritt. </strong>Mit Stimme und viel mit Routinen arbeiten. Immer an der gleichen Stelle angaloppieren und nur dann angaloppieren, wenn sich der Rücken des Pferdes locker anfühlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Rückentätigkeit im Galopp selbst zu verbessern übe ich, dass das Pferd sich an die Hand dehnt und trainiere meine elastische Zügelverbindung. Wenn das Pferd angesprungen ist, kann auch helfen kurzzeitig vermehrt auf den Oberschenkeln zu sitzen und das Gesäß für kurze Zeit nicht voll zu belasten. Außerdem achte ich sehr auf ein gutes Timing bei der Hilfengebung um nicht durch eine ungenaue Hilfengebung unnötig Spannung ins Pferd zu bringen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Pferd denkt nicht genug vorwärts</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt immer wieder Pferde, denen die Vorwärtsidee im Galopp fehlt. Solche Pferde trainiere ich gerne mit Hilfe von <strong>Ritualen</strong> und galoppiere im Gelände immer an genau der gleichen Stelle an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem <strong>Reitersitz </strong>vermittle ich dem Pferd eine Vorwärtsidee und stelle mir vor, dass mein Oberkörper wie die drei Lichter einer Ampel funktionieren. Mein Kopf ist das rote Licht, mein Brustkorb das gelbe Licht und mein Becken das grüne Licht. Alle drei Lichter richte ich gezielt nach vorne und mit einer bergauf Tendenz aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So reite ich mit gut aufgerichtetem Brustkorb, Blick voraus und stelle meine Hilfen ein und nehme mich selbst zurück, sobald das Pferd selbst eine Vorwärtsidee entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oft hilft solchen Pferden auch das <strong>Galoppieren in der Gruppe </strong>oder das <strong>Galoppieren als Handpferd</strong>, wenn ein zuverlässiges und einfach zu reitendes Reitpferd vorhanden ist und das Handpferd so kooperativ und sozialisiert ist, dass es das Reitpferd nicht tritt.<br>Wichtig ist, sich selbst zurück zu nehmen und die Hilfen für einen kurzen Moment auszusetzen, sobald das Pferd auf das Treiben reagiert hat.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Pferd rennt nur</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderes Extrem sind Pferde, die nur rennen. Das Rennen selbst nehme ich jedoch als Symptom und nicht als Ursache wahr. Rennt das Pferd vor dem Schenkel weg, muss die Schenkelreaktion und -akzeptanz verbessert werden. Handelt es sich um ein Gleichgewichtsproblem als Ursache für das „Wegrennen“, gilt es dies zu verbessern. Hat das Pferd Angst und ist im Fluchtmodus, muss daran gearbeitet und Vertrauen aufgebaut werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Rittigkeit zu verbessern, verwende ich sehr gerne <strong>Stangen</strong> und übe mit ihnen die Hilfen auf den Punkt zu geben. Hat das Pferd einen guten Grundtakt im Galopp, kann auch helfen gleichmäßig <strong>auf einer Kreislinie zu galoppieren</strong> und diese zu verkleinern, sollte das Pferd zu schnell werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Grundlagen geklärt sind, <strong>galoppiere ich gerne im Gelände leicht bergauf.</strong> Ich bin jedoch der Meinung, dass nicht um jeden Preis galoppiert werden muss. Habe ich selbst ein mulmiges Gefühl und fehlt mir die Rittigkeit und Reaktionsfähigkeit des Pferdes, galoppiere ich nicht und verbessere zuerst meine Möglichkeiten einzuwirken.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schlechtes Gleichgewicht im Galopp</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit längeren Beinen, schickeren Hälsen, großrahmigeren Islandpferden mit schlechtem Fundament erlebe ich zunehmend, dass sie im Galopp selbst ein Gleichgewichtsproblem haben. Hierbei spielt die Schiefe des Pferdes eine Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Galopp selbst arbeite ich wenig an der Geraderichtung, mir geht es darum, im gesamten Training der Schiefe entgegenzuwirken und das Pferd möglichst „beidseitig“ tragfähig zu trainieren. Ich nutze dann viel die Seitengänge z.B. Wechsel von Schulterherein in Travers um mein Islandpferd geschmeidiger und in der Hinterhand stärker und tragfähiger zu machen. Sowohl etwas steifen, als auch hypermobilen Pferden hilft es, sich dadurch besser sortieren zu können und so eine bergauf Tendenz in den Pferdekörper zu bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möchte ich einem Pferd mit schlechtem Gleichgewicht im Galopp helfen, reite ich im Galopp mit unterschiedlich hoch aufgerichtetem Hals.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die ReiterIn ist schief</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zu schiefe ReiterInnen und muskuläre Probleme, die wir aus dem Alltag mitbringen, haben große Auswirkungen auf unsere reiterliche Einwirkung im Galopp.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir hilft Ausgleichssport enorm. Egal ob Eckart Meyners, Neuroathletiktraining oder Yoga, Wahrnehmungsschulung kann durch wirklich nichts ersetzt werden. Auch ein nach vorne Fallen mit dem Becken und/oder Oberkörper beim Angaloppieren kann durch die Verbesserung des Gleichgewichts der reitenden Person enorm beeinflusst werden und ist absolut erstrebenswert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reitstunden auf einem gut ausgebildeten sicheren Pferd im Galopp oder der Einsatz eines Movies (mechanisches Pferd) helfen.<br>Durch ungleiche Belastung durch uns Menschen, das einseitige Sitzen und somit die einseitige Belastung des Pferdes entstehen auch langfristige Schäden. Springt das Pferd nur unter dem Reiter und nicht an der Longe oder freilaufend auf einer Seite deutlich besser an, läuten bei mir die Alarmglocken.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die ReiterIn hat Angst vor dem Vorwärtsreiten</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sich die <a href="https://herzenspferd.de/angst-vorm-reiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Angst</a> eingestehen, sich Hilfe vor Ort suchen, nur dann galoppieren, wenn man sich sicher fühlt und Routine im Alltag bekommen helfen. Sitzt der Mensch klemmig, mit angezogener „Handbremse“ und traut sich einfach nicht vorwärts zu reiten, merkt das das Pferd und wird dann kaum fröhlich, mit klarem 3-Takt und locker schwingender Rückenmuskulatur gleichmäßig bergauf galoppieren.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zuletzt sei gesagt, die Galoppqualität beim Islandpferd hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Sowohl der Abdruck vom Boden, als auch die bergauf Bewegung gepaart mit teilweise sehr erstaunlichem Raumgriff und natürlicher Veranlagung für die Gangart Galopp.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mach Abstriche und gib Dir Zeit für eine solide Ausbildung, erwarte keine Perfektion von Anfang an und sei geduldig mit Dir und Deinem Pferd!</strong></p>



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		<title>Galopp beim Gangpferd: Grundlagen und Übungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2022 08:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Galopp beim Gangpferd kann eine knifflige Sache sein. Manche Gangpferde galoppieren passverschoben, im Vierschlaggalopp (in Richtung Tölt verschoben), rennen auf der Vorhand ihrem eigenen Gewicht hinterher oder das Angaloppieren ist schwierig, weil sofort Pass kommt. Heute übergebe ich die Feder an IPZV Trainerin C Thea Rösler, die in ihrem Unterricht und Trainingsansatz besonders Wert [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Galopp beim Gangpferd kann eine knifflige Sache sein. Manche Gangpferde galoppieren passverschoben, im Vierschlaggalopp (in Richtung Tölt verschoben), rennen auf der Vorhand ihrem eigenen Gewicht hinterher oder das Angaloppieren ist schwierig, weil sofort Pass kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute übergebe ich die Feder an IPZV Trainerin C <a href="https://thearoesler.com/ueber-mich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Thea Rösler</a>, die in ihrem Unterricht und Trainingsansatz besonders Wert auf Freude im Training, die Biomechanik von Pferd und Reiter und den ausbalancierten Sitz legt. In diesem (und dem bald folgenden zweiten) Artikel geht sie speziell auf das Galopptraining von Gangpferden wie Isländern ein und gibt Tipps, wie man diesen gezielt trainieren und verbessern kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Galopp</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Galopp ist eine im 3-Takt gesprungene Gangart in 6 Phasen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp-Fussfolge-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="126" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp-Fussfolge-1-1024x126.jpg" alt="" class="wp-image-7264" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp-Fussfolge-1-1024x126.jpg 1024w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp-Fussfolge-1-300x37.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp-Fussfolge-1-768x95.jpg 768w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp-Fussfolge-1-1080x133.jpg 1080w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp-Fussfolge-1-400x49.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp-Fussfolge-1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fußfolge im Galopp beginnt mit dem Auffußen des äußeren Hinterbeines. Dann folgen gleichzeitig das innere Hinterbein und das äußere Vorderbein und danach landet das Pferd auf dem weit vorgreifenden, inneren Vorderhuf. Daraufhin entsteht eine Einbeinstütze mit anschließender Schwebephase. Diese Einbeinstütze wird später noch von großer Bedeutung sein!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wäre das alles noch nicht komplex genug, muss zwischen dem Links- und Rechtsgalopp unterschieden werden. Wichtig ist, dass die Fußfolge des Galopps beim Rechtsgalopp mit dem linken Hinterbein beginnt und beim Linksgalopp mit dem rechten Hinterbein. Kreuzgalopp sollte vermieden werden und man erkennt ihn daran, dass Vorder- und Hinterbein einer Seite sich gleichzeitig nach vorne bewegen anstatt der diagonalen Fußfolge, die man in Phase drei sieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wünschenswert ist im Galopp ein <strong>gleichmäßiger Bewegungsablauf mit klarer bergauf Tendenz, ein klarer Dreitakt mit energisch abfußender Hinterhand und eine durch den Körper von Pferd und ReiterIn gehende Bewegung</strong>. Ich persönlich merke gerne, wie das Pferd sich im Galopp vom Boden abdrückt und nach oben springt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Keine Gangart trainiert die Bauchmuskeln, den Rumpf-Trageapparat des Pferdes und die Rückenmuskulatur so gut wie korrektes Angaloppieren und sinnvolles, ungezwungenes Training im Galopp.</strong> Da Pferde mit ihrer Vorhand den langen Hals und den verhältnismäßig großen Kopf tragen und sehr viele Pferde viel Gewicht auf der Vorhand haben, finde ich es sinnvoll den Galopp auch beim Gangpferd zur Verbesserung der Rückentätigkeit und des Muskelaufbaus zu nutzen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://herzenspferd.de/kurse/"><img loading="lazy" decoding="async" width="696" height="250" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/01/Banner-Homepage.png" alt="" class="wp-image-255173" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/01/Banner-Homepage.png 696w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/01/Banner-Homepage-300x108.png 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2023/01/Banner-Homepage-400x144.png 400w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /></a></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Galopptraining am Praxisbeispiel</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich beurteile erst einmal freilaufend den Galopp eines Pferdes. Je nach Veranlagung gibt es große Unterschiede &#8211; aber jeden Galopp eines (Gang)pferdes kann man durch Training positiv beeinflussen und verbessern. Dies möchte ich euch ganz konkret an einer 5-Gängig veranlagten Islandstute zeigen. Sie wurde 2017, 2018 und 2020 &#8211; also innerhalb von vier Jahren &#8211; im Galopp fotografiert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Training mit jungen Pferden</h3>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_1-k.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_1-k-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-7265" width="374" height="249" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_1-k-1024x683.jpg 1024w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_1-k-300x200.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_1-k-768x512.jpg 768w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_1-k-1080x720.jpg 1080w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_1-k-400x267.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_1-k.jpg 1200w" sizes="(max-width: 374px) 100vw, 374px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">2017, ziemlich bald nach dem Antrainieren, <strong>lies ich die Stute einfach laufen, versuchte ausbalanciert zu sitzen und möglichst wenig zu stören. </strong>Ich reite die Pferde dann in einem Tempo, in dem Takt und Rhythmus ordentlich und regelmäßig sind. Am liebsten reite ich diese Pferde im Gelände vorwärts und versuche auch in der Halle oder auf dem Reitplatz den Galopp zu reiten, habe jedoch keinen Fokus darauf und nehme den Galopp einfach dann mit, wenn das jeweilige Pferd ihn gut anbietet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade junge Pferde sollten meiner Meinung nach abwechslungsreich trainiert werden. Im Gelände locker vorwärts zu reiten verbessert sowohl die physische als auch psychische Verfassung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die weitere Ausbildung</h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><a href="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-7266" width="503" height="336" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_2-1024x683.jpg 1024w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_2-300x200.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_2-768x512.jpg 768w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_2-1080x720.jpg 1080w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_2-400x267.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_2.jpg 1200w" sizes="(max-width: 503px) 100vw, 503px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit kontinuierlichem Training unter dem Sattel und vom Boden aus konnte die Stute 2018 immer mehr Muskeln aufbauen, die Einbeinstütze und das Abdrücken vom Boden wurde stabiler und mehr bergauf. Hinzu kam die Möglichkeit das Tempo mehr variieren zu können, ohne dabei Takt oder Losgelassenheit zu verlieren. <strong>Langsam aber sicher wurde es möglich mit dem äußeren Schenkel vorsichtig und gleichmäßig das Pferd dazu zu bringen die Hinterhand mehr unter den Körper zu nehmen und so den Rumpf mehr anheben zu können und die Oberlinie zu formen.</strong> Dadurch hat sich der Galopp sowohl vom Ausdruck als auch von der bergauf Bewegung sowohl unter dem Sattel als auch freilaufend enorm verbessert. Durch mehr Kraft wurde außerdem der Takt stabiler und weniger störungsanfällig. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Zeit habe ich immer wieder <strong>mit Stangen im Trab und Galopp gearbeitet. </strong>Die Anzahl der Stangen variiert: Im Trab verwende ich oft 4 Stangen am Stück und im Galopp auch immer wieder nur eine einzelne Stange, an der ich dann bewusst das Angaloppieren oder Durchparieren kurz vor der Stange übe. Ich versuche in diesem Ausbildungsabschnitt ganz regelmäßig immer wieder die gleichen Dinge zu üben. Beispielsweise im Herbst über 3 Monate immer einmal die Woche Stangentraining an der Longe. So ist das Training für das Pferd einschätzbar und es werden zuverlässiger Trainingsfortschritte erzielt, als ohne Trainingsplan und Kontinuität.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das trainierte Reitpferd</h3>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_3-k.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_3-k-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-7267" width="462" height="308" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_3-k-1024x683.jpg 1024w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_3-k-300x200.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_3-k-768x512.jpg 768w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_3-k-1080x720.jpg 1080w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_3-k-400x267.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/10/Galopp_3-k.jpg 1200w" sizes="(max-width: 462px) 100vw, 462px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach drei Jahren Training kam 2020 dann einfach so und ohne weitere Anstrengung ordentlich Tempovarianz hinzu. Dabei wurde das Pferd nicht <a href="https://herzenspferd.de/langsam-galoppieren/">hitziger</a> oder unberechenbarer, ganz im Gegenteil. Inzwischen ist sie so gut und solide ausgebildet, dass ich jederzeit mit und ohne Sattel und Trense auf den Punkt angaloppieren und sie zurücknehmen kann. Auch im Gelände hat sie in dieser Zeit einiges an Gelassenheit und Entspanntheit dazu gewonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Durch den Einsatz des äußeren Schenkels bekamen wir deutlich mehr Abdruck vom Boden mit dem äußeren Hinterbein und dadurch mehr bergauf Bewegung im Galopp. </strong>Wichtig ist dabei nicht fest oder „deutlich“ zu treiben, sondern <a href="https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/">den richtigen Moment zum Treiben zu erwischen.</a> Immer dann, wenn sich das äußere Hinterbein vom Boden weg drückt und sich nach vorne bewegt ist der richtige Moment zum Treiben. Um diesen Zeitpunkt besser spüren zu können, ist es hilfreich das mit einer TrainerIn zu üben. Ein gutes Timing verbessert nicht nur das Galoppieren sondern auch Schritt, Tölt und Trab. Wenn man die Augen schließt, hat man oft auch ein besseres Gefühl für den richtigen Moment. Wahrnehmungsübungen und Ausgleichstraining wie ReiterInnengymnastik und <a href="https://herzenspferd.de/kurse/yoga-fuer-reiter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Yoga</a> können zudem enorm helfen das eigene Timing zu verbessern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir ist wichtig, immer am eigenen Sitz zu arbeiten und nicht verbissen und um jeden Preis galoppieren zu müssen. Durch abwechslungsreiches Training kann man wunderbar auch bei 5-gängig veranlagten Pferden über S<strong>chulterherein, korrektes Anhalten, Travers und einigen anderen Trainingsideen die Hinterhand stärken</strong>, was dann konsequenterweise auch den Galopp verbessert. Zu Fehlern im Galopp und konkreten Verbesserungsmöglichkeiten über das Geraderichten und die Seitengänge könnt ihr hier bald mehr in Teil 2 lesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier kommen einige Trainingstipps für mehr Routine, die ihr auch sehr effektiv bei 4- oder 5-gängig veranlagten Pferden für einen besseren Galopp nutzen könnt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Konkrete Ideen und Tipps für das Training im Galopp</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Galopp mit unterschiedlich hoch aufgerichtetem Hals reiten</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Muskulatur eines Pferdes profitiert immer dann vom Training, wenn das Pferd sich auch während des Trainings mit dem Hals nicht nur in einer Position befindet. Um immer wieder neue Anreize zu schaffen, animiere ich durch das Reiten von unterschiedlichen Tempi das Pferd dazu sich immer wieder neu auszubalancieren und den <strong>Hals unterschiedlich hoch aufgerichtet</strong> zu tragen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommt ein Pferd zu sehr auf die Vorhand, reite ich den <strong>Galopp in leichter Stellung</strong> und versuche besser im richtigen Moment treiben zu können (Stellung über den <a href="https://herzenspferd.de/gewichtshilfen-sitzhilfen/">Sitz</a> reiten und nicht mit Zug am Zügel). Hat das Pferd etwas Gleichmaß gefunden, lasse ich die Zügel Millimeter für Millimeter länger. Gleichzeitig begleite ich das Pferd gleichmäßig und entspannt mit dem Sitz und den treibenden Hilfen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Technik und ein gutes Timing sind hier entscheidend. <strong>Wichtig ist nur so schnell zu reiten, dass man sitzen und treiben kann und die Grundform des Pferdes ohne Fehlhaltung wie beispielsweise einen Unterhals ist.</strong> Durch das „Zügel aus der Hand kauen lassen und Zügel wieder nachfassen“ verbessert sich die Oberlinie des Pferdes und es bekommt mehr Muskeln, da das Pferd immer wieder dazu angeregt ist, sich im Galopp länger und kürzer zu machen. Den Rahmen des Pferdes verändere ich immer dann, wenn einige Galoppsprünge gleichmäßig waren und ich das Gefühl habe, dass das Pferd bereit dazu ist (z.B. je nach Gefühl alle 40 Meter).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die gleichmäßige und elastische Zügelverbindung muss beim ReiterIn anfangen und muss geübt werden</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufrecht auf dem Pferd geschmeidig in der Bewegung des Pferdes zu sitzen ist eine komplizierte Angelegenheit für Gleichgewicht und Muskulatur von uns Menschen. Für mich setzt aber genau hier das sinnvolle Training an. Jederzeit eine elastische und gleichmäßige <a href="https://herzenspferd.de/zuegelfuehrung-zuegelhilfen-reiten/">Zügelverbindung</a> mit dem Pferd zu haben muss deshalb gelernt, geübt und trainiert werden. Umso besser man sich selbst ausbalancieren und umso flinker man mit den eigenen Ringfingern die Zügel einsetzen kann (ohne am Zügel zu klammern), desto angenehmer ist es für das Pferd zu galoppieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sinnvoll sind hierfür Sitzschulungsstunden, auch an der Longe, <a href="https://herzenspferd.de/kurse/yoga-fuer-reiter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gleichgewichtsübungen am Boden</a>, mit <a href="https://herzenspferd.de/zuegelbruecke-reiten/">Zügelbrücke</a> reiten und sich ganz bewusst machen, was es für das Pferdemaul bedeutet, wenn man auch nur einige Millimeter am Zügel ruckelt. Mit Übung kann man immer feiner und gleichmäßiger die Zügel in Verbindung halten und dabei möglichst elastisch mit den Ringfingern reagieren. Entscheidend sind für mich das gute Gleichgewicht der ReiterInnen und eine solide Rumpfstabilität ohne dabei steif oder verkrampft zu sitzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Tempo verstärken über Stimme und Sitz </strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Reiten von Tempoverstärkungen mit wenig Schenkel und Gerte sowie das Zurücknehmen und Verlangsamen des Galopps über die eigene Beckenbewegung üben. </strong>Um Pferden den Spaß am Vorwärts zu erhalten ist die Einwirkung durch Sitz und Stimme hier entscheidend. Eine starke Zügeleinwirkung kann den Bewegungsfluss und das Gleichmaß des Galopps genauso stören wie beispielsweise <a href="https://herzenspferd.de/hilfszuegel-wirkung/">Hilfszügel</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Galopp von manchen Voltigierpferden ist für mich ein deutliches Beispiel, wie ich mit meinem eigenen Islandpferd <em>nicht</em> galoppieren möchte. Mir ist es lieber das Pferd galoppiert fröhlich, mit gespitzten Ohren und Freude nach vorne oben und reagiert auf meine Stimmsignale und Sitzeinwirkungen. In erster Linie übe ich das tatsächlich beim Reiten selbst, indem ich immer versuche <strong>ausbalanciert (nach vorne, hinten, rechts, links, oben, unten) zu sitzen und sehr diszipliniert an meinem Sitz arbeite. </strong>Einerseits möchte ich locker genug sein um gut in der Bewegung mitgehen zu können. Wichtig ist aber auch die eigene Aufrichtung und positive Körperspannung und die Möglichkeit den Galopp lediglich über die eigene Beckenbewegung langsamer machen zu können. Oft hilft es sich vorzustellen die eigene Wirbelsäule sei wie eine Perlenkette und wird nach oben in Richtung Himmel aufgerichtet. Übt man die korrekte Einwirkung mit dem Sitz regelmäßig, ermöglicht das der ReiterIn im Galopp zügelunabhängiger und somit pferdefreundlicher zu reiten.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Angaloppieren auf den Punkt</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein elementarer Punkt ist für mich die richtige Vorbereitung auf den Galopp. Auch junge Pferde können lernen auf den Punkt und mit feinen Hilfen <a href="https://herzenspferd.de/pferd-angaloppieren/">anzugaloppieren</a>. Oft nehme ich mir hierzu Rituale zur Hilfe und <strong>galoppiere immer wieder genau an der gleichen Stelle an. </strong>Ich nutze immer die gleiche Vorbereitung, Hilfengebung und im besten Fall auch genau die gleiche Stelle auf dem Reitplatz oder im Gelände.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Sich wiederholende Trainingsabläufe nutzen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Viereck mache ich es gerne so, dass ich immer am Ende einer langen Seite angaloppiere, dann durch die kurze Seite bis zum ersten Bahnpunkt der neuen langen Seite galoppiere und dann durchpariere und nach einer Runde genau diese Übung an der gleichen Stelle wiederhole. Konkret bedeutet es auf der linken Hand bei M anzugaloppieren und bei H durchzuparieren oder bei K anzugaloppieren und bei F durchzuparieren. Indem ich mit Wiederholung arbeite ist es für das Pferd einschätzbar was als nächstes passiert und ich kann diese Übung super nutzen, um den Effekt des Angaloppierens auf die Muskulatur und insbesondere das Anheben des Brutkorbes des Pferdes zu verbessern. Diese Übung kann bei fortgeschrittener Ausbildung abgewandelt und z.B. auch auf dem Zirkel ausgeführt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">Im zweiten Teil des Beitrags geht es dann um die Auswirkung der Schiefe des Pferdes auf den Galopp und Trainingstipps für die häufigsten Probleme von Gangpferden im Galopp, wie dem Wegrennen auf der Vorhand und dem passigen Viertaktgalopp.</h3>



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		<title>Muskeln aufbauen Pferd: So trainierst Du Vorhand, Mittelhand &#038; Hinterhand!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2020 16:01:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Damit Dein Pferd Dich lange und gesund tragen kann, braucht es eine stabile Muskulatur. Hier habe ich schon einmal erklärt, woran man erkennt, dass die Muskulatur eines Pferdes und sein Trainingszustand gut ist. Weil so viele Fragen zu den einzelnen Muskelgruppen und passendem Training kamen, geht es heute darum, mit welchen Übungen Du die Muskeln [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Damit Dein Pferd Dich lange und gesund tragen kann, braucht es eine stabile Muskulatur. <a href="https://herzenspferd.de/bemuskelung-pferd-training/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier habe ich schon einmal erklärt, woran man erkennt, dass die Muskulatur eines Pferdes und sein Trainingszustand gut ist.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil so viele Fragen zu den einzelnen Muskelgruppen und passendem Training kamen, geht es heute darum, mit welchen Übungen Du die Muskeln der Vorhand (Schulter, Hals, Vorderbeine), der Mittelhand (Rücken und Bauch) und der Hinterhand (Po, Hinterbeine) trainieren kannst (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst):</p>



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<div>
<h2><strong>Grundsätzliches<br></strong></h2>
<p>Während wir Menschen ganz gezielt einzelne Muskelgruppen trainieren können &#8211; z.B. im Fitnessstudio &#8211; ist das bei Pferden eher schwierig. Deshalb sprechen die meisten Übungen, die ich hier vorstelle, nicht nur eine Muskelgruppe an, sondern gleich mehrere. Das ist aber beim Pferdetraining auch von Vorteil, wir wollen schließlich ein Pferd mit harmonischer Muskulatur!</p>
<p>Wichtig für den Muskelaufbau ist, dass Du während des Trainings immer wieder <strong>Pausen</strong> einbaust, in denen sich Dein Pferd entspannen kann. Tust Du das nicht und überforderst damit die Muskulatur Deines Pferdes dauerhaft, dann tritt genau das Gegenteil von dem ein, was Du eigentlich möchtest: die Muskeln bilden sich zurück, weil sie bei ständiger Verkrampfung nicht mehr ausreichend durchblutet werden (mal abgesehen davon, dass Dein Pferd vermutlich schnell keine Lust mehr auf&#8217;s Training hat). Du solltest Dein Pferd und seine Muskulatur also fordern, aber nicht überfordern!</p>
<p>Ich werde hier hauptsächlich Übungen unterm Sattel vorstellen, aber Du kannst Dein Pferd natürlich auch wunderbar <strong>vom Boden aus trainieren!</strong> Gerade wenn der Muskelzustand Deines Pferdes schlecht ist, macht es mehr Sinn erst mal vom Boden aus aufzubauen und erst dann für kurze Einheiten in den Sattel zu steigen. <a href="https://herzenspferd.de/pferd-muskelaufbau/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier habe ich schonmal darüber geschrieben, wie Du Dein Pferd nach einer längeren Pause fit machen kannst.</a></p>
<p>Und der letzte Punkt: Hab Geduld! Wie bei Dir auch dauert es etwas, bis Dein Pferd Muskulatur aufbaut &#8211; erwarte also nicht, dass Du innerhalb von zwei Wochen ein Muskelpaket im Stall stehen hast. Muskelaufbau braucht vor allem Zeit und kontinuierliches Training.</p>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">&nbsp;</h2>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Hinterhand des Pferdes trainieren</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hinterhand wird nicht umsonst &#8222;der Motor des Pferdes&#8220; genannt. Eine starke Hinterhand ist das erste, wichtige Glied in der Kette um den Reiter gesund zu tragen. Von hier aus entwickelt das Pferd Schubkraft, die ihm Schnelligkeit und Raumgriff gibt und Tragkraft, die ihm hilft den Rücken aufzuwölben und sich zu versammeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=qWQcLQDbHLk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier habe ich schon einmal darüber gesprochen, wie Du beim Reiten die Hinterhand Deines Pferdes aktivieren kannst (Video)</a>. Das ist natürlich auch hilfreich für das Training der Hinterhand, denn eine aktive Hinterhand bedeutet, dass die Muskulatur eingesetzt wird!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ansonsten helfen folgende Übungen beim Muskelaufbau der Hinterhand:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Übergänge:</strong> Vor allem Übergänge in den Galopp &#8211; also vom Trab, Schritt oder sogar aus dem Stand &#8211; sind eine gute Möglichkeit die Hinterhand zu trainieren, denn die Energie für den ersten Galoppsprung muss aus der Hinterhand kommen. Aber auch Übergänge in eine langsamere Gangart trainieren die Hinterhand, wenn sie denn richtig geritten werden und das Pferd nicht auf die Vorhand fällt. <a href="https://herzenspferd.de/uebergaenge-reiten-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr zum Thema richtiges Reiten von Übergängen gibt&#8217;s hier.</a></li>



<li><strong>Tempowechsel:</strong> Auch Tempowechsel innerhalb einer Gangart trainieren die Hinterhand, vor allem wenn Du innerhalb einer Gangart im Tempo zulegst. Auch hier ist natürlich darauf zu achten, dass die Energie aus der Hinterhand kommst und Dein Pferd nicht einfach auf der Vorhand rennt.</li>



<li><strong>Galopparbeit:</strong> Der Galopp eignet sich wunderbar um die Hinterhand zu trainieren, denn die Energie für die Galoppsprünge muss ja aus der Hinterhand kommen. Dadurch, dass der Galopp eine asymmetrische Gangart ist (es gibt Rechts- und Linksgalopp), kannst Du außerdem an der Schiefe Deines Pferdes arbeiten und das schwächere Hinterbein trainieren indem Du vermehrt auf dieser Seite galoppierst.</li>



<li><strong>Rückwärtsrichten:</strong> <a href="https://herzenspferd.de/pferd-rueckwaertsrichten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gut gerittenes Rückwärtsrichten</a> animiert Dein Pferd dazu die Hanken zu beugen und seine Hinterhand aktiv einzusetzen. Wenn Du das Training noch etwas intensivieren willst, dann kannst Du aus dem Rückwärtsrichten heraus fließend anreiten.</li>



<li><strong>Seitengänge: </strong>Seitengänge wie z.B. das Schulterherein veranlassen das Pferd unter anderem dazu, mit einem seiner Hinterbeine weiter unter den Schwerpunkt zu treten und mehr Gewicht aufzunehmen.</li>



<li><strong>Stangenarbeit:</strong> Das Reiten über Stangen bringt Dein Pferd dazu seine Beine aktiver einzusetzen und kraftvoller abzufußen.</li>



<li><strong>Bergtraining:</strong> Wenn Du das Glück hast hügeliges oder bergiges Ausreitgelände zu haben, dann solltest Du auf jeden Fall regelmäßiges Bergtraining einbauen und Dein Pferd in allen Gangarten bergauf zu reiten. Vor allem längere Abschnitte im Schritt trainieren die Hinterhand gut. Du kannst auch ein paar Tritte bergauf Rückwärtsrichten!</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Mittelhand des Pferdes trainieren</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unter der Mittelhand fasst man Rücken und Bauch des Pferdes zusammen. Dass das Pferd einen guten, kräftigen Rücken braucht ist vielen ReiterInnen klar. Es braucht aber auch den Gegenspieler: eine starke Bauchmuskulatur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesen Übungen kannst Du Rücken und Bauch des Pferdes trainieren:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Stangenarbeit:</strong> Nicht nur gut für die Hinterhand, sondern auch für Bauch und Rücken! Das Laufen über die Stangen bringt das Pferd dazu seinen Rücken stärker aufzuwölben.</li>



<li><strong>Rückwärtsrichten:</strong> Auch hier wird der Rücken des Pferdes aufgewölbt und die Bauchmuskeln aktiviert. Vor allem das Antraben aus dem <a href="https://herzenspferd.de/pferd-rueckwaertsrichten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rückwärtsrichten</a> heraus ist ein effektives Training der Mittelhand.</li>



<li><strong>Übergänge:</strong> Gut gerittene Übergänge trainieren nicht nur die Hinterhand, sondern auch Rücken und Bauch.</li>



<li><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-6448" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/05/Rahmen-1-220x300.jpg" alt="" width="220" height="300" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/05/Rahmen-1-220x300.jpg 220w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/05/Rahmen-1-752x1024.jpg 752w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/05/Rahmen-1-768x1046.jpg 768w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/05/Rahmen-1-1127x1536.jpg 1127w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/05/Rahmen-1-1080x1471.jpg 1080w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/05/Rahmen-1-1250x1703.jpg 1250w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/05/Rahmen-1-400x545.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/05/Rahmen-1.jpg 1297w" sizes="(max-width: 220px) 100vw, 220px" />Rahmen erweitern und verkürzen:</strong> Versammelst Du Dein Pferd, verkürzt Du seinen Rahmen: Seine Hinterhand nimmt mehr Gewicht auf, der Rücken wölbt sich auf, Bauchmuskeln sind aktiviert, die Schulter wird frei, der Hals wölbt sich. Erweiterst Du den Rahmen, kann das Pferd sich mehr <a href="https://herzenspferd.de/vorwaerts-abwaerts-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vorwärts-abwärts</a> dehnen, der Hals streckt sich. Wenn Du immer wieder zwischen versammelten Phasen und Entspannungsphasen oder Phasen mit mehr vorwärts, in denen sich das Pferd strecken kann, wechselst, dann trainiert auch das Rücken und Bauch des Pferdes.</li>



<li><strong>Galopparbeit:</strong> Im Galopp muss das Pferd zusätzlich zur Hinterhand auch seine Bauchmuskulatur einsetzen, um eine schöne, gesprungene Galoppade zu erreichen.</li>



<li><strong>Biegungen:</strong> Das <a href="https://herzenspferd.de/biegungen-reiten-zirkel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reiten von Biegungen</a> trainiert und dehnt vor allem die seitliche Rumpfmuskulatur.</li>



<li><strong>Bergtraining:</strong> Bergauf- und Bergabreiten trainiert auch Bauch und Rücken des Pferdes.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Vorhand des Pferdes trainieren</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorhand des Pferdes umfasst die Vorderbeine, Schultern und den Hals. Vor allem die Oberseite des Halses und der Halsansatz am Widerrist sollten gut bemuskelt sein, sie sind Teil der Oberlinie des Pferdes und wichtig für seine Tragkraft. Aber auch eine gut Bemuskelte Schulter und Vorderbeine sind wichtig, sie schützen das Pferd vor Verletzungen und geben ihm Raumgriff in allen Gangarten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesen Übungen kannst Du die Vorhand des Pferdes trainieren:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Galopparbeit: </strong>Es gibt kaum ein besseres Training für die Vorhand als zügiger Galopp im Gelände &#8211; vor allem wenn es unebenes Gelände ist, in dem das Pferd sich ausbalancieren muss.</li>



<li><strong>Stangenarbeit:</strong> Vor allem höher gelegte Stangen sind gut für das Training der Vorhand, da das Pferd hier aktiv seine Beine nach vorne oben bewegen muss.</li>



<li><strong>Seitengänge:</strong> Im Schulterherein wird nicht nur die äußere Schulter entlastet und beweglicher gemacht, sondern die innere Schulter übernimmt mehr Gewicht und wird gekräftigt.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Übungen wie Übergänge, Seitengänge, Galopparbeit und Stangenarbeit sind richtige Allrounder im Pferdetraining: Mit ihnen kann man den ganzen Körper des Pferdes trainieren, wenn sie richtig geritten werden. Und das ist auch die Krux an der Sache: Damit die Übungen effektiv sind, müssen sie korrekt umgesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übergänge, die ständig nur auf der Vorhand geritten werden, überstellte Seitengänge oder ein energieloser Galopp bringen im besten Fall einfach nichts für den Muskelaufbau oder können im schlechtesten Fall auf Dauer soger eher schädlich sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb würde ich jedem Reiter raten, sich regelmäßig von einem Profi am Boden überprüfen zu lassen, wenn man nicht sowieso regelmäßig Unterricht nimmt. Es können sich bei jedem Ausbildungslevel schnell Fehler einschleichen, die man selbst nicht oder zu spät bemerkt. Ein zweites Paar Augen am Boden kann da gute Hilfe leisten!</p>



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		<title>Leichter Sitz &#038; Entlastungssitz &#8211; darauf musst Du achten!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2020 17:01:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Reitersitz]]></category>
		<category><![CDATA[Dressur]]></category>
		<category><![CDATA[Entlastungssitz]]></category>
		<category><![CDATA[Galopp]]></category>
		<category><![CDATA[Leichter Sitz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Entlastungssitz und der Leichte Sitz sind Grundlagen, die jeder Reiter und jede Reiterin beherrschen sollte, vor allem wenn man viel im Gelände unterwegs ist. Wozu Du den Leichten Sitz und den Entlastungssitz beim Reiten brauchst, wie beide funktionieren und wo die Unterschiede zwischen Entlastungssitz und Leichtem Sitz liegen, erzähle ich heute im Video (Du [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Entlastungssitz und der Leichte Sitz sind Grundlagen, die jeder Reiter und jede Reiterin beherrschen sollte, vor allem wenn man viel im Gelände unterwegs ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wozu Du den Leichten Sitz und den Entlastungssitz beim Reiten brauchst, wie beide funktionieren und wo die Unterschiede zwischen Entlastungssitz und Leichtem Sitz liegen, erzähle ich heute im Video (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst):</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;3b92e61a0c9f526c560cd7302328e1d4&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;7d8c32fd8a78d0ddc3320df1c9647d07&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/herzenspferd.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/3b92e61a0c9f526c560cd7302328e1d4-7d8c32fd8a78d0ddc3320df1c9647d07.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Leichter Sitz &amp; Entlastungssitz - darauf musst Du achten!&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.29629629629629761211617733351886272430419921875}" title="Leichter Sitz &amp; Entlastungssitz - darauf musst Du achten!" width="1080" height="608" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/L09nDiHKh8M?feature=oembed" consent-required="259520" consent-by="services" consent-id="259521" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/L09nDiHKh8M?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe>
</div></figure>



<div>
<h2><strong>Der Unterschied zwischen leichtem Sitz und Entlastungssitz<br></strong></h2>
<p>Beide Sitzformen entlasten den Pferderücken. Der Leichte Sitz wird vor allem eingesetzt zum Springen und beim Galopp im Gelände, der Entlastungssitz ist hilfreich beim Bergaufreiten, zum Lösen/Lockerreiten des Pferdes und beim Reiten junger Pferde.</p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unterschied zwischen beiden liegt darin, dass Du beim Entlastungssitz noch mit dem Po im Sattel sitzt, während Du im leichten Sitz keinen (oder nur noch sehr leichten) Kontakt zur Sitzfläche hast.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Leichter Sitz &amp; Entlastungssitz &#8211; So geht&#8217;s!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um in den Leichten Sitz zu kommen, gehst Du wie folgt vor:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Deine Unterschenkel bleiben in der gleichen Position &#8211; sie rutschen weder vor noch zurück.</li>



<li>Deine Knie liegen am Sattel an, ohne dabei zu klemmen. Sie helfen Dir dabei Dich auszubalancieren.</li>



<li>Du stehst mit Deinen Fußballen im Steigbügel: Stehst Du nur mit den Zehen im Bügel, rutschen Deine Unterschenkel nach vorne. Stehst Du mit dem Fuß zu weit im Bügel, kommen Deine Fersen hoch und Deine Beine rutschen nach hinten. Beides stört Dein Gleichgewicht.</li>



<li>Dein Oberkörper geht leicht nach vorne und Dein Po kommt aus dem Sattel &#8211; steh nicht zu weit nach oben auf, das macht es Dir nur unnötig schwer Dein Gleichgewicht zu halten.</li>



<li>Achte darauf, dass Dein Rücken gerade ist und Du nicht ins Hohlkreuz kommst.</li>



<li>Schaue nach vorne in die Richtung, in die Du reiten möchtest (und nicht nach unten auf den Mähnenkamm).</li>



<li>Deine Ellenbogen, Unterarme und Handgelenke bilden mit dem Zügel eine gerade Linie zum Pferdemaul.</li>



<li>Du nimmst den Zügel etwas kürzer, so dass weiterhin eine feine <a href="https://herzenspferd.de/anlehnung-pferd-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anlehnung</a> zum Pferdemaul besteht. <strong>Halte Dich nicht am Zügel fest!</strong> Lieber greifst Du in die Mähne, solltest Du mal aus dem Gleichgewicht geraten.</li>



<li>Deine Füße sollten unter Deinem Schwerpunkt sein, damit Du in Balance bleibst. Stell Dir vor, jemand würde Dir das Pferd wegzaubern &#8211; dann solltest Du auf Deinen Füßen stehend auf dem Boden aufkommen. Dein Schwerpunkt liegt in der Regel im Bereich Deines Bauchnabels: Ziehst Du von dort aus eine Linie senkrecht zum Boden, sollten auf dieser Linie Deine Füße sein.</li>



<li>Stehe nicht zu weit auf und lehne Deinen Oberkörper nicht zu weit nach vorne &#8211; beides macht es Dir schwer Dein Gleichgewicht zu halten.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Um in den Entlastungssitz zu kommen gehst Du genauso vor, mit dem Unterschied, dass Dein Po weiterhin im Sattel bleibt und Du nur Deinen Oberkörper etwas nach vorne lehnst.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Entlastungssitz und Leichter Sitz sind nicht wirklich schwer, aber man muss ein wenig Muskelkraft und Körperspannung mitbringen, um seine Balance zu halten. Besonders im Leichten Sitz brauchst Du Oberschenkel-, Bauch- und Rückenmuskulatur, weil Du nicht mehr im Sattel sitzt. Um Dir das Ausbalancieren etwas leichter zu machen, solltest Du darauf achten, dass Deine Füße immer unter Deinem Schwerpunkt sind.<br>&nbsp;<img loading="lazy" decoding="async" alt="" width="1" height="1" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/765b5e88d3b649fd88219dd088275ece" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></p>



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		<item>
		<title>Hilfen zum Angaloppieren vs. Biegungen reiten: Das ist der Unterschied!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jan 2020 17:01:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Angaloppieren]]></category>
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		<category><![CDATA[Hilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterschied]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bekomme regelmäßig die Frage gestellt, was denn der Unterschied zwischen den Hilfen zum Angaloppieren und zum Reiten von Biegungen (wie Zirkel, Volte und Co) ist &#8211; auf den ersten Blick sehen die nämlich sehr ähnlich aus. Wo die genauen Unterschiede liegen und wie Du das Angaloppieren einfach vom Biegen unterscheidest, erkläre ich im Video! [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich bekomme regelmäßig die Frage gestellt, was denn der Unterschied zwischen den Hilfen zum <a href="https://herzenspferd.de/pferd-angaloppieren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Angaloppieren</a> und zum <a href="https://herzenspferd.de/biegungen-reiten-zirkel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reiten von Biegungen</a> (wie Zirkel, Volte und Co) ist &#8211; auf den ersten Blick sehen die nämlich sehr ähnlich aus. Wo die genauen Unterschiede liegen und wie Du das Angaloppieren einfach vom Biegen unterscheidest, erkläre ich im Video!</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst)</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;b5c781f1963393117da2ee6f78f0a44e&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;0623533cdd1a4e853381394e4a2cc6bd&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/herzenspferd.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/b5c781f1963393117da2ee6f78f0a44e-0623533cdd1a4e853381394e4a2cc6bd.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Galopphilfe vs. Biegungen reiten: Das ist der Unterschied!&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.29629629629629761211617733351886272430419921875}" title="Galopphilfe vs. Biegungen reiten: Das ist der Unterschied!" width="1080" height="608" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/eeyHMz8oTcM?feature=oembed" consent-required="259520" consent-by="services" consent-id="259521" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/eeyHMz8oTcM?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe>
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<div>
<h2><strong>Der Unterschied zwischen Angaloppieren und Biegungen reiten<br></strong></h2>
<p>Auf den ersten Blick sehen sich die Hilfen zum Angaloppieren und Biegungen Reiten sehr ähnlich:</p>
<ul>
<li>der innere Zügel stellt das Pferd,</li>
<li>der äußere Zügel ist verwahrend,</li>
<li>das innere Bein treibt am Gurt,</li>
<li>das äußere Bein liegt verwahrend eine Handbreit hinter dem Gurt,</li>
</ul>
<p>Es gibt aber ein paar wichtige Unterschiede!</p>
<h3><strong>Die Vorbereitung</strong></h3>
<p>Im Gegensatz zum Reiten einer einfachen Biegung bereitest Du den Galopp mit <a href="https://herzenspferd.de/ganze-parade-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">halben Paraden</a> vor. Damit machst Du das Pferd aufmerksam, versammelst es etwas und baust Körperspannung auf. Dein Pferd weiß also &#8222;gleich kommt was&#8220;.</p>
<h3><strong>Der Sitz</strong></h3>
<p>Möchtest Du eine Biegung reiten, gehst Du in den Drehsitz: Dein Becken dreht sich leicht in die Biegung und Dein Oberkörper folgt, deine innere Schulter geht etwas zurück. Du kannst Dir das so vorstellen, als hättest Du Augen auf dem Brustkorb und schaust mit denen in die Richtung, in die Du reitest.</p>
<p>Zum Angaloppieren bleibt Dein Oberkörper gerade und Deine innere Hüfte hebt sich ein bisschen an. Stell Dir die Bewegung vor, als würdest Du einen Ausfallschritt machen, oder einen Hopserlauf (so wie man ihn als Kind macht, wenn man Pferdchen spielt). Du machst quasi die gleiche &#8222;nach Vorne-Oben&#8220; Bewegung mit Deiner inneren Hüfte wie beim Hopserlauf (natürlich nicht mit Deinem Bein und auch nicht so extrem, Du sollst schon ruhig sitzen und nicht auf dem Pferd rumhoppeln). Diese Bewegung passt dann auch zum ersten Galoppsprung, den Dein Pferd beim Angaloppieren macht und lässt Dich ruhiger sitzen und gut in der Bewegung mitgehen.</p>
<h3><strong>Die innere Hand</strong></h3>
<p>Beim Reiten von Biegungen stellt Deine innere Hand das Pferd und hält die Stellung durch leichtes Annehmen und Nachgeben (bei Bedarf) aufrecht.</p>
<p>Vorm Angaloppieren stellt Deine innere Hand zwar auch das Pferd nach innen, Du musst aber im Moment des Angaloppierens leicht nach vorne nachgeben, damit das Pferd sich in den Galoppsprung hineinstrecken kann und keinen ruckartigen Zug ins Maul bekommt.</p>
<h3><strong>Intention und Energie</strong></h3>
<p>Möchtest Du Dein Pferd angaloppieren, baust Du schon vorher eine ganz andere Energie auf, als wenn Du einfach nur einen Zirkel reiten möchtest. Setze Dir eine klare Intention zum Angaloppieren und mach Dir einen Plan, wann und wo Du angaloppieren möchtest und welche Hilfen Du einsetzen musst.</p>
<p>Allein diese klare Intention baut Energie und Körperspannung bei Dir auf, die sich auch auf Dein Pferd überträgt.</p>
<h3><strong>Die Stimmhilfe</strong></h3>
<p>Last but not least solltest Du zum Angaloppieren auch eine Stimmhilfe geben, wie z.B. ein Schnalzen. Die lässt Du beim Reiten von Biegungen natürlich weg.</p>

</div>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hilfen zum Angaloppieren und zum Reiten von Biegungen sind sich nur auf den ersten Blick ähnlich. Beschäftigt man sich tiefergehend damit wird klar, dass es vor allem bei der Vorbereitung und im Sitz deutliche Unterschiede gibt, die ein entsprechend ausgebildetes und sensibles Pferd mühelos unterscheiden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hast Du Probleme beim Angaloppieren musst Du zuerst immer überprüfen (lassen) ob Deine Hilfengebung stimmt. Sind an dieser Stelle Fehler ausgeschlossen solltest Du einen Blick auf die Durchlässigkeit Deines Pferdes werfen: Reagiert Dein Pferd auf Deinen Sitz und Deine treibenden Hilfen, oder ist es eher triebig und ignoriert Dich? Versteht Dein Pferd Deine Hilfen und kann es diese körperlich und mental auch umsetzen? Hat Dein Pferd vielleicht körperliche Probleme, die ihm den Galopp schwer machen? All diese Aspekte benötigen eine individuelle Herangehensweise, je nachdem wo das Problem liegt.</p>



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		<title>Richtig Angaloppieren &#8211; So geht&#8217;s!</title>
		<link>https://herzenspferd.de/pferd-angaloppieren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2019 06:30:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
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		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Angaloppieren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Pferd auf den Punkt anzugaloppieren ist gar nicht immer so einfach. Im Video erkläre ich Dir die Hilfen zum Angaloppieren und mache Lösungsvorschläge für die häufigsten Fehler beim Übergang in den Galopp! (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst) Die richtige [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/pferd-angaloppieren/">Richtig Angaloppieren &#8211; So geht&#8217;s!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ein Pferd auf den Punkt anzugaloppieren ist gar nicht immer so einfach. Im Video erkläre ich Dir die Hilfen zum Angaloppieren und mache Lösungsvorschläge für die häufigsten Fehler beim Übergang in den Galopp!</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst)</p>



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<div>
<h2><strong>Die richtige Vorbereitung zum Angaloppieren</strong></h2>
<p>Der für mich wichtigste Punkt beim Angaloppieren ist die richtige Vorbereitung. Ohne Vorbereitung &#8222;überfällt&#8220; man das Pferd meistens mit seinen Hilfen und es rennt eher in den Galopp (oder schnellen Trab) rein als schön mit aktiver Hinterhand auf den Punkt anzugaloppieren.</p>
<p>Genauso wichtig ist auch sicherzugehen, dass Dein Pferd keine Schmerzen und Blockaden hat und dass das Equipment passt. Macht Dein Pferd zum Beispiel auf einmal Probleme beim Angaloppieren (es buckelt oder rennt im Trab weg), die es vorher nicht hatte, solltest Du auf jeden Fall überprüfen lassen ob gesundheitlich alles in Ordnung ist!</p>
<h2><strong>Die Hilfen zum Angaloppieren</strong></h2>
<p>Aus dem Trab anzugaloppieren ist für die meisten Pferde und Reiter am Einfachsten. Hierbei solltest Du unbedingt darauf achten, dass der Trab ruhig und gleichmäßig ist, bevor Du versuchst anzugaloppieren. Ist Dein Pferd schon im Trab hektisch, unkontrolliert oder auf der Vorhand, wird es mit dem guten Angaloppieren wahrscheinlich nicht funktionieren.</p>
<p>Neigt Dein Pferd dazu beim Angaloppieren aus dem Trab einfach nur im schnellen Trab wegzurennen, kannst Du auch versuchen ob es aus dem Schritt heraus besser funktioniert. Das ist dann aber auch für Dein Pferd anstrengender, weil es mehr Kraft aus der Hinterhand aufbringen muss um in den Galopp zu springen.</p>
<p>Egal aus welcher Gangart Du angaloppierst: Dein Pferd muss aufmerksam an Deinen Hilfen stehen (also auch gut auf die <a href="https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">treibenden Hilfen</a> reagieren).</p>
<p>Bevor Du angaloppieren willst, machst Du Dein Pferd mit ein paar <a href="https://herzenspferd.de/ganze-parade-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">halben Paraden</a> aufmerksam, <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">versammelst</a> es ein wenig und aktivierst mit den passenden treibenden Hilfen die Hinterhand. Außerdem solltest Du zumindest ein paar Tritte vorher schon aussitzen, falls Du aus dem Trab heraus angaloppierst, damit Du die richtigen Sitzhilfen zum Angaloppieren geben kannst (<a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier gibt&#8217;s meine Tipps zum Trab Aussitzen</a>).</p>
<p>Zum Angaloppieren suchst Du Dir dann einen Punkt aus (z.B. die Bahnpunkte oder auch die Ecken zur langen Seite hin). Das hilft Dir dabei, Dich dann auch wirklich darauf zu konzentrieren zu diesem Punkt Deine Hilfen zu geben.</p>
<p><strong>Zum Angaloppieren &#8230;</strong></p>
<ul>
<li>belastest Du vermehrt Deinen äußeren Sitzknochen, indem du dir vorstellst, dass Du den inneren Sitzbeinknochen frei machst, damit das Pferd Platz für seinen ersten Galoppsprung hat</li>
<li><a href="https://herzenspferd.de/biegungen-reiten-zirkel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">stellst Dein Pferd</a> mit dem inneren Zügel, der äußere Zügel ist verwahrend,</li>
<li>treibst mit dem inneren Schenkel am Gurt,</li>
<li>hast den äußeren Schenkel verwahrend eine Handbreit hinter dem Gurt,</li>
<li>gehst mit dem Oberkörper leicht nach vorne, damit Du beim ersten Galoppsprung nicht hinter die Bewegung des Pferdes kommst (aber nicht zu sehr, gehe nicht in den Entlastungssitz!)</li>
</ul>
<p>Wenn Dein Pferd angaloppiert ist es wichtig, dass Du mit der Hand etwas nach vorne nachgibst, damit Dein Pferd sich auch nach vorne strecken kann. Tust Du das nicht (und kommst vielleicht sogar noch hinter die Bewegung beim ersten Galoppsprung), ziehst Du automatisch am Zügel und &#8222;bestrafst&#8220; Dein Pferd quasi dafür, dass es angaloppiert.</p>
<p>Das ist ein Fehler, den man sehr häufig beim Angaloppieren sieht: Der Reiter treibt wie verrückt und sitzt schon etwas verkrampft, das Pferd springt in den Galopp und der Reiter kommt hinter die Bewegung (oder will sich am Zügel festhalten) und zieht am Zügel. In der Folge pariert das Pferd dann gleich wieder in einen holprigen Trab durch, der Reiter wird noch mehr verunsichert und alle sind frustriert.</p>

<h2><strong>Die häufigsten Fehler beim Angaloppieren</strong></h2>
<h3><strong>1. Verkrampfter Sitz</strong></h3>
<p>Das häufigste Problem beim Angaloppieren ist, dass der Reiter unsicher ist und/oder zu verkrampft sitzt. Meistens klemmen die Beine, die Fersen werden hochgezogen und die Arme verkrampfen. Allein mit einem klemmigen Sitz behindert man schon sein Pferd und wenn man dann beim ersten Galoppsprung auch noch am Zügel zieht, weil man sich (unbewusst) daran festhält, kann das Angaloppieren eigentlich nur schief gehen.</p>
<p>Du musst ganz bewusst locker sitzen (vor allem das Becken muss locker sein), den ersten Galoppsprung schon körperlich erwarten und ihn dann mit einem leichten Vorgeben der Hand auch zulassen. Wenn Du noch nicht richtig ausbalanciert im Galopp sitzen kannst, solltest Du immer wieder Sitzstunden an der Longe einbauen, um zu üben! Außerdem kannst Du Dich ganz bewusst mit Atemübungen vor dem Angaloppieren lockern (tief ein- und ausamten, auch Summen oder Singen hilft!).</p>
<p>Zusätzlich solltest Du überprüfen, ob Deine Hüftbeuger locker genug sind. Hast Du zu feste Hüftbeuger, kannst Du Deine Beine meist nicht locker genug hängen lassen. <a href="https://herzenspferd.de/reitersitz-hueftbeuger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier findest Du meine Lieblingsübung für die Hüftbeuger.</a></p>
<h3><strong>2. Die Hand geht nicht in der Bewegung mit</strong></h3>
<p>Dieses Problem kommt oft in Kombination mit einem verkrampften Sitz vor. In meinem <a href="https://herzenspferd.de/zuegelfuehrung-zuegelhilfen-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel zu den Zügelhilfen</a> habe ich schon erklärt, dass Du mit Deiner Hand die Kopfbewegung des Pferdes mitmachen musst, um eine konstante Verbindung zum Pferdemaul aufrechtzuerhalten. Wenn Du verkrampft sitzt, sind meistens auch Deine Arme verkrampft und Du kannst eben diese Bewegung nicht mehr mitmachen.</p>
<p>Das führt dann dazu, dass die meisten Pferde direkt nach dem ersten Galoppsprung schon wieder in den Trab durchparieren, weil sie in einen fest stehenden Zügel &#8222;hineinspringen&#8220;. Das ist nicht nur für das Pferd unangenehm, sondern auch für den Reiter &#8211; denn meistens ist der Trab dann schnell und holprig und sehr unbequem zu sitzen.</p>
<p>Um das zu verhindern musst Du wie schon gesagt locker und ausbalanciert sitzen und beim Angaloppieren bewusst ein bisschen mit der Hand vorgehen &#8211; aber ohne die Verbindung zum Pferdemaul zu verlieren.</p>
<h3><strong>3. Pferd in den Galopp reinrennen lassen</strong></h3>
<p>Ein weiterer Fehler ist das Pferd in den Galopp reinzutreiben und nicht auf den Punkt anzugaloppieren. Das sieht dann meistens so aus, dass der Reiter im Trab so lange treibt, bis das Pferd angaloppiert. Das ist nicht nur für den Reiter unangenehm zu sitzen, sondern auch für&#8217;s Pferd schlecht, weil es so in der Regel stark auf die Vorhand kommt.</p>
<p>Eigentlich wollen wir ja einen schönen, kontrollierten Galopp mit aktiver Hinterhand!</p>
<p>Hier hilft, dass Du Dich wirklich auf einen Punkt konzentrierst, an dem Du angaloppieren willst und Dein Pferd dann auch entsprechend mit halben Paraden auf den Galopp vorbereitest. Bei fauleren Pferden, die sowieso nicht gerne galoppieren, kann es helfen, wenn Du anfangs immer am gleichen Punkt angaloppierst (Du kannst Dir dazu z.B. auch eine Pylone aufstellen). Ganz wichtig ist es hier auch, dass immer Du entscheidest, wann ihr wieder durchpariert &#8211; wenn Du also merkst, dass Dein Pferd kurz davor ist von selbst wieder in den Trab zu fallen, gib nochmal kurz Energie und pariere dann auf Dein Signal durch. Lieber macht Dein Pferd 4-5 gute Galoppsprünge und Du parierst durch, als dass es Dir ständig selbst wieder in den Trab fällt.</p>
<p>Parallel dazu solltest Du dann unbedingt auch an der Durchlässigkeit Deines Pferdes arbeiten, <a href="https://herzenspferd.de/abgestumpftes-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">also dass es auf Deine Hilfen besser reagiert!</a></p>
<p><strong>4. Auf der falschen Hand angaloppieren</strong></p>
<p>&#8222;Auf der richtigen Hand&#8220; galoppieren heißt in der Regel, dass das innere Vorderbein weiter vor geht. Das heißt, wenn ich linke Hand reite, muss das linke Vorderbein weiter vor gehen. Es gibt auch den sogenannten &#8222;Außengalopp&#8220;, dabei geht das äußere Vorderbein weiter vor, aber das ist eine spezielle Lektion.</p>
<p>Hat Dein Pferd Probleme damit auf der richtigen Hand anzugaloppieren, solltest Du als erstes Deine Hilfengebung überprüfen. Wenn damit alles in Ordnung ist, kannst Du versuchen Dein Pferd beim Angaloppieren statt nach innen, leicht nach außen zu stellen. Das kann Deinem Pferd dabei helfen besser im Gleichgewicht zu bleiben. Dann solltest Du parallel aber auch an der Gymnastizierung Deines Pferdes arbeiten, damit es lernt sich besser auszubalancieren.</p>

<h2><strong>Fazit</strong></h2>
<p>Um richtig Anzugaloppieren spielt eine gute Vorbereitung und die passenden Hilfen eine wichtige Rolle. Die Ursache der meisten Probleme liegt aber im Reitersitz.</p>
<p>Wie immer beim Reiten ist ein ausbalancierter, lockerer Sitz mit das Wichtigste Kommunikationsmittel mit dem Pferd. Wenn Du damit Probleme hast, empfehle ich dringend regelmäßige Sitzstunden an der Longe (die habe ich selbst nach 28 Jahren im Sattel immer noch, man gewöhnt sich so schnell komische Sachen an).</p>
<p><a href="https://herzenspferd.de/galopp-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wenn Du noch mehr zum Sitz lesen willst, habe ich hier meine Tipps zum Aussitzen im Galopp zusammengefasst!</a></p>
</div>



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		<title>Die Zügelführung und Zügelhilfen beim Reiten: Grundlagen, Tipps und Übungen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Apr 2017 13:00:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine einfühlsame Hand: sanfte Kommunikation mit dem Pferdemaul, mal folgend, mal führend &#8211; das ist das, wonach alle Reiter streben sollten und ein Aspekt, der den guten vom schlechten Reiter unterscheidet. Natürlich lässt sich die Hand nicht losgelöst vom restlichen Körper des Reiters betrachten. Gerade der Sitz beeinflusst die Hand stark: ist dieser nicht ausbalanciert, [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine einfühlsame Hand: sanfte Kommunikation mit dem Pferdemaul, mal folgend, mal führend &#8211; das ist das, wonach alle Reiter streben sollten und ein Aspekt, der den guten vom schlechten Reiter unterscheidet.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich lässt sich die Hand nicht losgelöst vom restlichen Körper des Reiters betrachten. Gerade der <strong>Sitz</strong> beeinflusst die Hand stark: ist dieser nicht ausbalanciert, so kann auch die Hand nicht ideal einwirken. Es müssen also &#8211; wie immer beim Reiten &#8211; viele Faktoren zusammenspielen und wer seine Zügelführung und Zügelhilfen nachhaltig verbessern will, kommt um <strong>Unterricht und Sitzschulung</strong> nicht herum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil mich aber so viele Leser nach einem Beitrag zur Zügelführung und den Zügelhilfen gefragt haben, versuche ich hier trotzdem einen Überblick, eine Einführung und Tipps zu geben. Wie immer gilt: am besten lernt man so etwas mit einem Reitlehrer oder einer Reitlehrerin, die individuelle Hilfestellung geben kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch eine letzte Anmerkung: ich komme aus der englischen Reiterei und beschreibe auch die Zügelführung und -hilfen dafür. Vom Westernreiten und seiner Zügelführung habe ich wenig Ahnung, deshalb gehe ich in diesem Beitrag nicht darauf ein. Außerdem geht es hierbei um die Zügelführung auf Trense. Die Führung mit Kandare sieht noch einmal etwas anders aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



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</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Haltung der Zügel</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grundhaltung der Zügel ist mit eines der ersten Dinge, die man als Reiter lernt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Zügel verläuft zwischen kleinem und Ringfinger durch die Faust nach oben und zwischen Zeigefinger und Daumen hinaus. Der Daumen bildet dabei ein spitzes &#8222;Dach&#8220; auf dem Zügel und liegt locker auf.</li>



<li>Die Hände sind locker zu Fäusten geschlossen und etwa körperbreit auseinander.</li>



<li>Die Daumen sind leicht weiter auseinander als die kleinen Finger, so dass du gerade so alle deine Fingernägel sehen kannst. Dadurch sind Elle und Speiche nicht verdreht und es fällt dir leichter, deine Schultern nach hinten-unten fallen zu lassen und aufrecht im Oberkörper zu bleiben.</li>



<li>Die Ellenbogen werden so weit gebeugt, dass die Unterame mit den Zügeln eine gerade Linie zum Pferdemaul bilden.</li>



<li>Die Oberarme hängen locker herab, die Ellenbogen sind am Körper und werden weder angepresst, noch weggestreckt.</li>



<li>Mir hilft das Bild: &#8222;Der Reiter trägt seine Hand vor sich her&#8220;</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Und schon hier fangen bei vielen Reitern die ersten Probleme an: die Hände sind verdreht, die Handgelenke oder Ellebogen steif oder die Arme werden vom Körper weggestreckt. Die auftretenden Haltungsprobleme sind vielfältig und weit verbreitet (auch bei mir: ich schließe meine Fäuste nicht richtig).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin kein Freund von starren Haltungsvorgaben, jeder Mensch (und jedes Pferd) ist etwas anders gebaut und braucht vielleicht eine leicht andere Haltung um funktional zu sein. Aber gerade bei der Arm- und Handhaltung ist es wichtig, dass die Gelenke passend ausgerichtet sind. Hakt es irgendwo in dieser &#8222;Kette&#8220;, wird man steif und unnachgiebig und es ist keine weiche Verbindung zum Pferdemaul mehr möglich. Ein Anzeichen dafür ist zum Beispiel ein <strong>&#8222;springender Zügel&#8220;</strong>: der Zügel hängt kurzzeitig durch und gerät dann wieder ruckartig unter Spannung, er &#8222;springt&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hand soll das Pferd nicht in eine Haltung zwingen, sondern es begleiten und &#8211; wenn nötig &#8211; einrahmen und Führung bieten. Das ist beim Reiten eine sehr dynamische Sache, für mich persönlich ist es also in Ordnung, wenn die Hand sich situationsbezogen auch einmal aus ihrer &#8222;Lehrbuchform&#8220; löst. Sie sollte allerdings dann auch wieder dorthin zurückfinden. Ich merke bei mir selbst, dass ich mit einer korrekt getragenen Hand automatisch besser im Gleichgewicht sitze und koordiniertere Hilfen geben kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Tipps und Lösungsvorschläge bei Haltungsproblemen</strong></h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Handhaltung: &#8222;hängende Hasenpfötchen&#8220;, &#8222;Einkaufswagen schiebe Hände&#8220; (verdeckte Hand), nach außen gedrehte Hände, u.ä.</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">An allen diesen Haltungsfehlern lässt sich mit dem gleichen Trick arbeiten: halte zusammen mit den Zügeln in jeder Hand eine Kaffeetasse mit ein bisschen Wasser drin (Liebe Männer: Bierkrüge gehen auch). Sobald Deine Hände nicht mehr gerade sind, schüttest Du Dir Wasser über die Hose. Das ist ziemlich ätzend, deshalb wirkt es auch so gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klar, die Tassen in den Händen nerven und so wirklich angenehm reitet es sich damit nicht. Aber glaube mir: mach das ein paar Tage hintereinander und Du wirst schon einen Unterschied merken. Dann reicht es auch keine Tassen mehr dabei zu haben und einfach zwischendurch mal dran zu denken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Dir die Tassenvariante nicht gefällt, kannst Du auch einfach mal versuchen zeitweise die Zügel anders zu halten &#8211; auch das kann helfen. Alternativen zur üblichen Zügelhaltung beschreibe ich am Ende des Artikels.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Durch- oder weggestreckte Ellenbogen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Steck dir einen Tennisball (oder einen der orangenen Franklinbälle) jeweils unter den Oberarm. Das verhindert automatisch, dass Du den Ellenbogen durchstreckst. Wenn Du es doch tust, fallen die Bälle herunter und machen Dich sofort darauf aufmerksam.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein toller Tipp von Sitzexpertin Sibylle Wiemer:</strong> steck die Bälle in eine Strumpfhose &#8211; jeweils einen Ball in einen Fuß &#8211; und hänge sie dir um. So fallen die Bälle nicht bis auf den Boden und Du musst nicht jedes Mal absteigen um sie wieder aufzunehmen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Offene Fäuste</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch dieser Haltungsfehler lässt sich mit einem einfachen Trick verbessern: steck Dir je einen etwa golfballgroßen Schwamm zu den Zügeln in die Hand. Öffnest Du die Faust zu weit, fällt der Schwamm herunter. Aufgrund seiner Flexibilität stört er Dich aber nicht bei der sonstigen Hilfengebung &#8211; er kann Dir sogar helfen (siehe Abschnitt Zügelhilfen).</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Zügellänge</strong></h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Hingegebener Zügel</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Am hingegebenen Zügel besteht keine Verbindung zwischen Hand und Pferdemaul, die Zügel hängen durch. Ich reite vor allem beim Aufwärmen und zum Trockenreiten am hingegebenen Zügel, außerdem zur Entspannung nach einer schweren Lektion oder beim Ausreiten.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Langer Zügel</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Beim langen Zügel besteht eine leichte Verbindung zwischen Reiterhand und Pferdemaul, der Zügel hängt nicht durch. Man nimmt den hingegebenen Zügel quasi so weit auf bis man das Maul spürt, aber nicht mehr. Auch den langen Zügel setze ich zum Aufwärmen ein und besonders in den Entspannungsphasen zwischen Lektionen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Kurzer Zügel</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Beim kurzen Zügel besteht weiterhin eine weiche Verbindung zwischen Pferdemaul und Hand. Der kurze Zügel ergibt sich dadurch, dass ich das Pferd vermehrt <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">versammelt</a> habe und es sich in Folge dessen aufrichtet und im Hals verkürzt. Ich passe also die Zügellänge im Laufe der Arbeit nach und nach dem Pferd an &#8211; und versuche nicht, das Pferd mit dem kurzen Zügel in eine Position zu ziehen!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Hand in den einzelnen Gangarten</strong></h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zügelführung im Schritt</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im Schritt bewegt sich der Pferdekopf besonders deutlich nickend. Dementsprechend deutlich muss auch die Hand in der Bewegung mitgehen. Mir hat da eine Aussage von Reitmeister Egon<span class="postbody"> von Neindorff sehr weitergeholfen: <strong>&#8222;Die Hand steht still und sie bewegt sich doch: still zum Maul hin und bewegt für das Auge!&#8220;</strong>.</span> Bewegt sich das Maul, muss sich also auch die Hand bewegen um zu ihm still zu stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist beim &#8222;einfachen&#8220; Geradeausreiten mit ein bisschen Übung kein Problem. Die Hand muss sich aber auch in allen Lektionen mit dem Kopf mitbewegen WÄHREND sie die Hilfen dazu gibt. Reitest Du also einen Zirkel (mehr zu den Hilfen im Abschnitt Biegungen), musst Du auch mit Deiner verwahrenden äußeren Hand weiter der Bewegung folgen. Verwahren heißt nicht fest werden!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;">Lesetipp: hier gibt es</span> <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2009/10/27/eine-spannende-ubung-zur-zugelfuhrung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine wunderbare Übung zur weichen Zügelführung</a> <span style="color: #999999;">&#8211; unbedingt machen!</span></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zügelführung im Trab</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im Trab bewegt sich der Pferdekopf weniger stark als im Schritt. Hier kommt jedoch für viele Reiter ein Sitzproblem hinzu: das Aussitzen funktioniert nicht (<a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tipps, wie Du das verbessern kannst gibt es hier</a>) und auch das <a href="https://herzenspferd.de/leichttraben/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leichttraben</a> hat so seine Tücken. Dann noch eine weiche Verbindung zum Pferdemaul aufrecht zu erhalten ist schwierig. Hier hilft wirklich nur Sitzschulung &#8211; und zwar so lange, bis man sich über sein Gleichgewicht im Sattel keine Gedanken mehr machen muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Aussitzen gilt die oben beschriebene Grundhaltung der Hände. Beim Leichttraben musst Du zusätzlich darauf achten, dass Deine Hände auf der gleichen Höhe bleiben, egal ob Du gerade aufstehst oder einsitzt. Du musst also Deine Ellenbogen im Rhythmus Deines Aufstehens beugen und strecken. Tust Du das nicht, &#8222;stehen&#8220; Deine Hände mit Dir auf und gehen nach oben, was die Verbindung zum Pferdemaul unruhig werden lässt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zügelführung im Galopp</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im <a href="https://herzenspferd.de/galopp-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Galopp</a> gilt es zunächst sicherzustellen, dass Du ausbalanciert sitzt. Ist das der Fall, müssen die Hände wieder der nickenden Kopfbewegung des Pferdes folgen. Hier spielt auch die schaukelnde Bewegung des Pferdekörpers eine Rolle, der Deinen Körper mitbewegt. Wie beim Leichttraben musst Du Deine Arme im Rhythmus beugen und strecken.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zügel aus der Hand kauen lassen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Zügel aus der Hand kauen lassen ist eine wichtige Übung zur Entspannung zwischen den Lektionen oder zum Abschluss der Einheit. Viele Reiter werfen einfach nur den Zügel weg, das ist aber nicht Sinn der Sache und verfehlt die gewünschte Wirkung. Beim Zügel aus der Hand kauen lassen geht es darum, dass das Pferd sich an das Gebiss herandehnt und die Reiterhand daraufhin leicht nachgibt. Das Pferd kann &#8211; wenn nötig über mehrere Runden &#8211; so nach und nach den Zügel aus der Reiterhand ziehen und sich immer weiter strecken. Tut das Pferd das nicht, kann es ein Zeichen für mangelnde Losgelassenheit und Fehler im Training sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Zügel aus der Hand kauen zu lassen öffnest Du deine Faust leicht, so dass die Zügel durchrutschen können, wenn sich das Pferd an das Gebiss herandehnt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Zügelhilfen </strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Grundlagen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich werden die Zügelhilfen vorwiegend aus den <strong>Ringfingern</strong> heraus gegeben. Das heißt, zum Annehmen wird die Hand leicht geschlossen, zum Nachgeben wird sie wieder leicht geöffnet. Du kannst Dir vorstellen Du hättest einen Schwamm in der Hand: zum Aufnehmen drückst Du den Schwamm mit der Faust leicht zusammen, zum Nachgeben lässt Du ihn sich wieder ausbreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Bewegung aus dem Ringfinger sind sehr feine Impulse zum Pferdemaul möglich. Oft sieht man Reiter mit dem ganzen Arm nach vorne nachgeben &#8211; das kann in einzelnen Situationen, in denen man dem Pferd z.B. zu Lehrzwecken sehr deutlich nachgeben will, Sinn machen, ist aber für feine Reiterei zu grob. Bewegungen aus dem Ellenbogen oder dem ganzen Arm heraus sind zu grobmotorisch und sollten (bis auf Ausnahmefälle) vermieden werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die ruhige Hand</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Den Ausruf &#8222;Hand ruhig&#8220; kennt wohl jeder Reitschüler. Leider führt er meist genau zum Gegenteil: man verkrampft sich und die Hand wird noch unruhiger oder völlig fest. Stattdessen sollte man immer an die Aussage von Egon<span class="postbody"> von Neindorff denken: &#8222;Die Hand steht still und sie bewegt sich doch: still zum Maul hin und bewegt für das Auge!&#8220;. Die Hand soll also still <strong>zum Pferdemaul</strong> sein, nicht still zum Reiterkörper. Da sich das Pferdemaul mit dem Kopfnicken des Pferdes rhythmisch bewegt, muss sich auch die Hand mitbewegen!</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Man muss als Reiter lernen, die Hand mit den Bewegungen des Pferdekopfes mitgehen zu lassen um eine stetige, feine und leichte Verbindung aufrechterhalten zu können.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Handposition: Vorwärts &#8211; Rückwärts &#8211; Seitwärts &#8211; Oben &#8211; Unten</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bei der Beschreibung der Grundposition erwähnt, trägt der Reiter die Hände so vor sich, dass Unterame und Zügel eine gerade Linie zum Pferdemaul bilden. Zu Korrekturzwecken kann es Sinn machen, beide Hände oder eine Hand <strong>kurz anzuheben</strong> und auf den Maulwinkel des Pferdes einzuwirken (besonders Reitmeister <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-philippe-karl-irrwege-der-modernen-dressur/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Philippe Karl*</a> setzt Korrekturen nach oben, sog. &#8222;<span class="st">demi arrêt</span>&#8222;, ein). <a href="http://amzn.to/2drSmuc" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Claus Penquitt*</a> rät dazu, bei sich auf dem Zirkel im Genick verwerfenden Pferden die innere Hand gerade nach oben anzuheben. <strong>Das Anheben der Hand muss jedoch immer situationsbezogen und individuell passend geschehen. Eine dauerhaft zu hohe Hand sollte vermieden werden.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei manchen Reitern sieht man eine <strong>nach unten</strong> zum Oberschenkel hin durchgedrückte Hand. Damit versuchen sie den Kopf des Pferdes nach unten zu korrigieren. Diese Handhaltung führt nicht nur zu einer festen, unnachgiebigen Hand und Verspannungen beim Reiter, sondern in der Regel auch zu Verspannungen und Gegenhalten beim Pferd und sollte deshalb nicht eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genauso sieht man leider noch häufig das <strong>&#8222;Riegeln&#8220;</strong>, bei dem der Reiter die Hände abwechselnd nach hinten zieht um so den Pferdekopf nach unten zu riegeln. Im extremen Fall entwickelt sich das dann zur Rollkur weiter. Liegt einem etwas an seinem Pferd, sollte man das niemals tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz allgemein sollte man die Hand nicht nach hinten ziehen. Solch eine <strong>rückwärts wirkende</strong> Hand ist für das Pferd sehr unangenehm und führt bei Dauereinsatz schnell zu einem abgestumpften, harten Maul.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz dazu gehen manche Reiter zum Nachgeben ruckartig mit der Hand nach <strong>vorne</strong>. Auch das ist nicht ideal, da das Pferd so plötzlich die Verbindung zur Hand völlig verliert und der Reiter in der Regel mit steifen, durchgestreckten Ellenbogen dasitzt. Das darauf folgende Wiederaufnehmen des Zügels kann oft nicht schnell genung passieren und ist entsprechend hart. Wer eine feine annehmende Zügelhilfe gegeben hat, kann auch genauso fein aus dem Handgelenk oder den Fingern wieder nachgeben. Ist ein deutlicheres Nachgeben erwünscht, kann man die Zügel aus der Hand kauen lassen. Die Hand bleibt jedoch wo sie ist und geht nicht nach vorne, nur die Zügel werden durchrutschen gelassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine <strong>seitwärts weisende Hand</strong> wird vor allem bei jungen Pferden eingesetzt, die noch mehr Führung brauchen und denen man damit die Richtung weist. In einer Biegung nach rechts würde sich die rechte Hand nach rechts bewegen und so dem Pferd in diese Richtung &#8222;das Tor öffnen&#8220;. Bei weiter ausgebildeten Pferden ist dies immer seltener nötig.<span class="postbody"></span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Anlehnung</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zum <a href="https://herzenspferd.de/anlehnung-pferd-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thema Anlehnung habe ich hier</a> schon einmal etwas geschrieben. Zusätzlich kann ich den <a href="http://kultreiter.de/anlehnung-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kultreiter-Artikel mit Expertentipps zum Thema</a> sehr empfehlen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte hier nur noch einmal betonen, dass die Anlehnung nichts ist, das man mit Krafteinwirkung über die Hand erhält. Vielmehr ist sie das Ergebnis guter Gymnastizierung und einer weichen, zum rechten Zeitpunkt nachgebenden Hand. Zu diesem Thema allgemeingültige Tipps zu geben ist schwierig, muss man doch sekundengenau auf die Bewegungen des Pferdes reagieren. Ich kann jedem nur empfehlen regelmäßig Unterricht bei einem/einer kompetenten Reitlehrer/in zu nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;">Lesetipp: eine tolle</span> <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2008/04/08/eine-ubung-fur-die-anlehnung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Übung zur weichen Anlehnung</a><span style="color: #999999;"> gibt es bei Wege zum Pferd</span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Paraden</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zum <a href="https://herzenspferd.de/ganze-parade-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reiten von ganzen und halben Paraden</a> gibt es bereits einen Beitrag auf Herzenspferd, in dem das Zusammenspiel der Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen erklärt wird. Beim Reiten einer Parade setze ich zum Annehmen und Nachgeben der Zügel gerne die im Abschnitt &#8222;Grundlagen&#8220; erklärte &#8222;Schwammtechnik&#8220; ein: mit den Fäusten abwechselnd (passend zu den Bewegungen des Pferdes) den Schwamm leicht ausdrücken und wieder ausdehnen lassen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Stellung und Biegung</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Reitest Du mit Deinem Pferd nicht nur geradeaus, kommst Du nicht drumherum es zu stellen und zu biegen. Jede durchrittene Kurve verlangt Stellung und Biegung, reitest Du Schenkelweichen musst Du Dein Pferd stellen und Seitengänge wie <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schulterherein</a>, <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Travers</a> und <a href="https://herzenspferd.de/renvers-bodenarbeit-anleitung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Renvers</a> funktionieren nur in Stellung und Biegung. Es ist also Grundlage aller gymnastizierenden Übungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Dein Pferd zu stellen und in der Folge zu biegen, kannst Du so vorgehen (Beispiel Stellung und Biegung nach links, nur Zügelhilfen &#8211; natürlich gehören auch Gewichts- und Schenkelhilfen dazu!):</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stellung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die rechte Hand ist verwahrend, und hat eine stetige Verbindung zum Pferdemaul.</li>



<li>Die linke Hand stellt das Pferd, indem Du leicht im Rhythmus annimst und nachgibst (&#8222;Schwammtechnik&#8220;). <strong>Eine korrekte Stellung sieht so aus:</strong> Wenn Du gerade so den Rand des inneren (linken) Auges des Pferdes siehst, reicht das schon. Wichtig ist, dass Dein Pferd sich nicht verwirft – das erkennst Du z.B. daran, dass es seinen Kopf schräg hält (und vielleicht nur das Maul nach innen bewegt) oder seinen Hals nicht biegt.</li>



<li>Stellt sich das Pferd auch nur ansatzweise setzt Du die annehmende Hilfe aus und hälst nur noch eine ruhige Verbindung aufrecht. Bleibt das Pferd nicht in der Stellung, setzt Du die Hilfe wie oben wieder ein.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Biegung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Stelle Dein Pferd wie oben beschrieben (ohne Stellung keine Biegung).</li>



<li>Dein Becken dreht sich leicht in die Richtung, in die Du Dein Pferd biegen möchtest. Dein Oberkörper folgt dem Becken und dreht sich auch leicht nach links, so dass er zu den Schultern des Pferdes parallel bleibt &#8211; diese sollten sich nämlich auch leicht drehen, wenn das Pferd sich durch seinen Körper biegt.</li>



<li>Die verwahrende rechte Hand geht durch die Drehung des Oberkörpers leicht nach vorne, behält aber weiter die Verbindung zum Maul.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zirkel &#8211; Volten &#8211; einfache Biegungen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wie im Absatz &#8222;Stellung und Biegung&#8220; erklärt, brauchst Du diese schon um einfache gebogene Linien zu reiten. Beim Reiten eines Zirkels auf der linken Hand stellst und biegst Du Dein Pferd also nach links. Der äußere Zügel liegt verwahrend am Pferdehals. Er verhindert, dass das Pferd über die äußere Schulter nach außen driftet. Der innere Zügel gibt die Stellung des Pferdekopfes nach innen vor. Achte darauf, dass Du beide Hände auf gleicher Höhe hälst, ansonsten kann es passieren, dass sich Dein Pferd im Genick verwirft. Genauso solltest Du aufpassen, dass Deine Hände jeweils auf ihrer Seite des Widerrists bleiben &#8211; vielen Reitern passiert es schnell, dass sie zu enthusiastisch &#8222;lenken&#8220; wollen und dabei eine Hand über den Widerrist nach außen oder innen ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wichtig:</strong> der innere Zügel ist nicht dazu da, das Pferd auf der Kreisbahn zu halten, er gibt nur die Stellung vor. Das Pferd wird über Sitz- und Schenkelhilfen und den äußeren Zügel auf der Kreisbahn gehalten. Ziehst Du es über den inneren Zügel auf den Zirkel, wird es auf die innere Schulter fallen und sich nicht korrekt biegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/biegungen-reiten-zirkel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr zu den Hilfen für das Reiten von Biegungen findest Du hier.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Alternativen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bereits geschrieben bin ich kein Freund von starren Vorgaben und Formen, in die man gepresst werden soll &#8211; weder für das Pferd, noch für den Reiter. Ich finde nichts schlimmer, als beim Reiten in Untätigkeit und Starre zu verharren, nur damit man einem Bild gerecht wird und nichts falsch macht. Deshalb stelle ich hier noch zwei andere Arten der Zügelführung vor, die &#8211; passend eingesetzt &#8211; Reiter und Pferd weiterhelfen können.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zügel von oben nach unten durch die Hand</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Genau umgekehrt wie bei der &#8222;normalen&#8220; Zügelführung, verläuft der Zügel hier von oben zwischen Daumen und Zeigefinger durch die Faust nach unten zwischen Ringfinger und kleinem Finger aus der Hand heraus. Diese Zügelführung hilft vor allem dann wenn Du dazu neigst die Hände nicht aufrecht zu tragen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Einhändige Zügelführung</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die einhändige Zügelführung kennt man vor allem aus der Westernreiterei. Doch auch beim klassischen englischen Reiten war sie ursprünglich Endziel der Ausbildung: ein einhändig auf Kandare gerittenes Pferd. Doch die einhändige Zügelführung kann auch schon vor dieser hohen Stufe der Ausbildung Sinn machen, zum Beispiel wenn man mit Handpferd reitet oder sich selbst darauf schulen will, weniger mit der Hand zu tun. Diese Art der Zügelführung zwingt einen dazu, sich seinem Sitz bewusster zu werden und ihn mehr einzusetzen. Sie kann also besonders Reitern weiterhelfen, die sich diverse &#8222;Unarten&#8220; bei der beidhändigen Zügelführung angewöhnt haben, wie Ziehen am inneren Zügel, unterschiedlich hohe Hände, einen Zügel mehr einsetzen als den anderen und Ähnliches.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://pferdekosmos.de/alles-in-einer-hand-so-gehts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier werden verschiedene Varianten der einhändigen Zügelführung erklärt.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">An der Länge des Artikels ist zu erkennen, was für ein komplexes Thema die Zügelführung und Zügelhilfen sind. Vor allem weil sie so dynamisch und individuell an Situation und Pferd angepasst werden müssen, können in einem allgemeinen Beitrag immer nur Grundlagen beschrieben werden. <strong>Für alles weitere kommt man um Unterricht vor Ort nicht herum &#8211; aber dafür sollte sich sowieso jeder Reiter regelmäßig Zeit nehmen!</strong></p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie klappt es bei Dir mit der Zügelführung? Hast Du vielleicht noch tolle Tipps oder Tricks für das eine oder andere Problem? Einfach einen Kommentar schreiben!</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/4eb9ea7accad48b6919e5616f0af14d2" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></h4>



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		<title>Gymnastikstunde für Freizeitpferde – Ideen für den Trainingsaufbau</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2016 13:12:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Aufwärmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Du möchtest, dass Dein Pferd Dich bis ins hohe Alter gesund und schmerzfrei tragen kann, kommst Du nicht daran vorbei es zu trainieren und gymnastizieren. Dressur ist hier das entscheidende Stichwort. Leider gibt es immer noch viele Freizeitreiter, die unter Dressur das verstehen, was man auf den nationalen und internationalen Turnierplätzen so häufig sieht. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du möchtest, dass Dein Pferd Dich bis ins hohe Alter gesund und schmerzfrei tragen kann, kommst Du nicht daran vorbei es zu trainieren und gymnastizieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dressur ist hier das entscheidende Stichwort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider gibt es immer noch viele Freizeitreiter, die unter Dressur das verstehen, was man auf den nationalen und internationalen Turnierplätzen so häufig sieht. Der Dressursport hat sich in den letzten Jahren fleißig einen schlechten Ruf erarbeitet: Rollkur, blutende Mäuler, Taktfehler, weggedrückte Rücken – die Liste ließe sich fortführen. Das soll keineswegs heißen, dass alle Sportreiter schlecht reiten, aber viel Positives hört und sieht man aktuell nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dabei ist die Dressur in ihrem eigentlichen Sinne – und so wie sie geritten werden sollte – nur ein Mittel zum Zweck: die Gesunderhaltung des Pferdes. Die Dressur ist für das Pferd da. Richtig geritten baut das Pferd gesunde, tragfähige Muskulatur auf, wird geschmeidig und beweglich und lernt den Reiter entspannt zu tragen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dressur ist also nicht nur etwas für Sportpferde, sondern auch für alle Freizeitpferde. Besonders im Gelände profitieren Freizeitpferde von der Dressur: sie haben gelernt sich unter dem Reiter auszubalancieren und sind damit trittsicherer, sie haben eine kräftigere Muskulatur und mehr Ausdauer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Lesetipp: Auf Pferde-Freunde.com gibt es einen ganzen Artikel darüber, <a href="https://360gradpferd.de/der-freizeitreiter-und-die-dressur/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">warum auch Freizeitpferde die Dressur brauchen.</a></span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Grundsätzliches</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Training (und der Trainingsaufbau) sollte immer individuell auf das jeweilige Pferd und seine Bedürfnisse abgestimmt werden. Deshalb ist es unmöglich einen Trainingsplan zu erstellen, der für alle passt. <strong>Die folgenden Beispiele sind also nicht dazu da um sie genau so nachzureiten, sondern um sich grundsätzliche Anregungen und Ideen für den eigenen Trainingsaufbau mitzunehmen.</strong> Vielleicht lässt man dazu bestimmte Elemente weg oder fügt andere hinzu – ganz wie es zum eigenen Pferd passt. Wenn Du nicht einschätzen kannst, wie Du Dein Pferd trainieren musst, solltest Du Dir einen Trainer vor Ort suchen. Viele bieten an gemeinsam einen mehrmonatigen Trainingsplan zu erstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich Minutenangaben mache, sind das ungefähre Schätzwerte und bei mir in jedem Training anders. Auch hier muss man wieder darauf achten, was das Pferd braucht und sein Vorgehen entsprechend anpassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In allen Phasen gilt: einer anstrengenden Übung sollte immer ein Lob und eine Pause folgen! Die Muskeln müssen sich zwischendurch immer entspannen dürfen, damit sie nicht verkrampfen. Also gerne immer wieder die Zügel aus den Hand kauen lassen, eine Runde entspannt laufen lassen (oder sogar anhalten) und dann die Zügel langsam wieder mit Lektionen auf gebogenen Linien (Volten, Zirkel, Schlangenlinien, Schulterherein) aufnehmen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gymnastikstunde für Freizeitpferde</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Wärme Dich auf</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten von uns kommen nach einem Tag auf der Arbeit oder in der Schule zum Pferd. Im Laufe dieses Tages wird unsere Haltung in der Regel immer schlechter: die Schultern sacken nach vorne, der Rücken wird rund und wir haben womöglich viel gesessen und sind nicht mehr so geschmeidig wie am Morgen. Genauso wie unser Pferd, sollten wir uns deshalb vor dem Reiten aufwärmen. <strong>Aufgewärmt wird es gleich viel leichter gut zu sitzen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Meine Lieblingsübungen sind:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Arme rotieren:</strong> Du stellst Dich hüftbreit hin und streckst beide Arme horizontal zum Boden zu den Seiten aus, die Daumen zeigen nach vorne. Nun rotierst Du die Arme so, dass die Daumen nach unten zeigen. Danach die Daumen nach vorne, nach oben und nach hinten. Das machst Du mehrmals hintereinander. Danach führst Du die gleiche Rotation nochmal aus, nur dass die Bewegung diesmal nicht nur aus den Armen, sondern auch aus der Schulter kommt.</li>



<li><strong>Kopf kreisen: </strong>Stelle Dich hüftbreit hin und schaue einmal über Deine rechte Schulter und einmal über die Linke. Merke Dir einen Punkt auf beiden Seiten, der Dir anzeigt, wie weit Du Deinen Kopf drehen konntest. Danach schaust Du wieder geradeaus. Drehe dann Deinen Kopf minimal zur rechten Seite. Stelle Dir vor Du schaust auf eine Uhr vor Dir. Dein Kopf dreht sich nur von 12:00 Uhr auf 12:02 Uhr – also eine wirklich kleine Bewegung. Mach das ein paar Mal, danach schaust Du genauso nach links.<br>Schaue wieder gerade nach vorne. Nun kippst Du Deinen Kopf ein paar Mal nach rechts, dann ein paar Mal nach links – auch wieder nur kleine Bewegungen. Anschließend drehst Du den Kopf wieder gerade und kippst ihn mehrfach minimal nach vorne (Kinn in Richtung Hals).<br>Wenn Du alle diese Bewegungen durch hast, ist es an der Zeit, sie zu kombinieren. Drehe Deinen Kopf minimal nach rechts, kippe ihn dann ein bisschen zur Seite und dann nach vorne. Es ist quasi die Bewegung des normalen Kopfkreisens, nur sehr viel langsamer, bewusster und kleiner. Bringe Deinen Kopf wieder in die Ausgangsposition und starte von vorne. Mache die Übung ein paar Mal auf beiden Seiten.<br>Wenn Du jetzt wieder Deinen Kopf drehst so weit Du kannst, wirst Du merken, dass sich der Bewegungsradius erhöht hat. Und wenn Du dann mal ans Pferd denkst, wirst Du merken, dass wir so eine Übung mit ihm machen, wenn wir an Stellung, Biegung und Nachgiebigkeit arbeiten.</li>



<li><strong>Hüfte kreisen: </strong>Stell Dich hüftbreit hin und stütze Deine Händen an die Hüfte. Nun lässt Du sie (in beide Richtungen) so weit kreisen wie Du kannst. Lehne Dich mit Deinem Oberkörper richtig nach vorne und hinten um die Bewegung größer zu machen. Lasse den Kreis, den Du mit der Hüfte beschreibst – und somit die Bewegung – mit der Zeit immer kleiner werden, bis Du nur noch die Hüfte und nicht mehr den Oberkörper bewegst. Stell Dir vor Du hast in deinem Becken vier Punkte: die beiden Sitzhöcker hinten und die rechte und linke Seite des Schambeins vorne. Von diesen Punkten ist beim Hüftkreisen immer einer am tiefsten – Du sprichst sie also nacheinander an. Auch diese Bewegung ist beim Reiten wichtig.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Arbeit an der Hand: 10 Minuten</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Trainingseinheit erst mal vom Boden aus anzufangen hat vor allem zwei Vorteile: Du wärmst Dein Pferd sanft ohne Reitergewicht auf und Du selbst wärmst Dich auf und setzt Dich nicht steif und kalt in den Sattel. Fast alle Lektionen, die man im Sattel übt, können auch vom Boden aus gemacht werden. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass man Fehler schneller erkennen und Übungen, die einem im Sattel schwerfallen, leichter umsetzen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schöne Übungen an der Hand sind zum Beispiel:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Übertreten lassen</li>



<li><a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Führen in Stellung und Biegung</a></li>



<li><a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schulterherein</a></li>



<li><a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kruppeherein</a></li>



<li><a href="https://www.pferdefluesterei.de/kopf-tief-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kopf tief</a> bei nervösen Pferden</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übungen locker und entspannt und nicht zu lange durchführen. Ein paar gute Tritte und darauf folgendes Lob sind besser als sich so lange daran aufzuhalten, bis das Pferd nicht mehr kann. Einige der Übungen sind durchaus anstrengend für’s Pferd, das sollte man nicht unterschätzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Schrittarbeit: 10 Minuten</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Schritt reite ich die ersten Minuten am langen Zügel ganze Bahn und auf Zirkeln warm. Eventuell mache ich währenddessen noch ein paar Lockerungsübungen auf dem Pferd.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Schritt übe ich vor allem die Seitengänge und reite viele <a href="https://herzenspferd.de/biegungen-reiten-zirkel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gebogene Linien</a>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Schulterherein</li>



<li>Konterschulterherein</li>



<li>Kruppeherein</li>



<li>Renvers</li>



<li>Zirkel, Volten, Schlangenlinien und Achten</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei achte ich darauf, nicht zu viel zu machen. Das Pferd soll nicht bis zu seiner Erschöpfungsgrenze gehen müssen, denn dann verkrampfen die Muskeln und Losgelassenheit ist nicht mehr möglich. Lieber nur wenige, gute Tritte, als viele überstürzte, weil das Pferd keine Kraft mehr hat. Generell sollte jede Übung langsam und konzentriert durchgeführt werden, überstürzt man sie, schleichen sich Fehler ein und die positive Wirkung geht in vielen Fällen verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das oberste Ziel ist immer, das Pferd locker und in klarem Takt laufen zu lassen. Wird der Schritt zu spannig, sollte man seine Zügelführung überprüfen, die Zügel eventuell etwas nachgeben und locker vorwärts reiten bis das Pferd sich wieder entspannt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Lesetipp: Viele</span> <a href="http://kultreiter.de/schritt-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tipps zum richtigen Schritt reiten</a><span style="color: #808080;"> und warum der Schritt so wichtig ist kannst Du bei Kultreiter nachlesen</span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Trab- und/oder Galopparbeit: 20 Minuten</strong></h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Trab</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ist das Pferd locker und durchlässig im Schritt beginne ich mit dem Trab. Alle Seitengänge, die man im Schritt reiten kann, sind natürlich auch im Trab möglich. Dazu sollten sie im Schritt aber bei Dir und Deinem Pferd schon gut funktionieren – im Trab müssen die Hilfen schneller kommen und Du musst Dich zusätzlich noch mehr ausbalancieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sind die Seitengänge noch nicht so sicher, kannst Du alternativ oder zusätzlich viele gebogene Linien reiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zirkel und Volten</li>



<li>Durch den Zirkel wechseln und aus dem Zirkel wechseln (je nach <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schiefe</a> des Pferdes vielleicht auch mal in Außenstellung wechseln)</li>



<li>Zirkel vergrößern und verkleinern</li>



<li>Schlangenlinien</li>



<li>Achten</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem kannst Du Tempounterschiede reiten, zum Beispiel an den kurzen Seiten langsam, an den langen Seiten verstärken (oder umgekehrt).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Trab &#8211; Schritt &#8211; Trab und Trab &#8211; Halt &#8211; Trab Übergänge sind tolle Übungen um die Durchlässigkeit Deines Pferdes zu überprüfen, es aufmerksamer zu machen und die Hinterhand zu aktivieren. Bei solchen Übergängen ist besonders darauf zu achten, dass Dir Dein Pferd beim Durchparieren nicht auf die Vorhand fällt (<a href="https://herzenspferd.de/durchparieren-trick/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier gibt es einen nützlichen kleinen Tipp zum Durchparieren</a>).</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Galopp</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Pferde lösen sich besser im Galopp als im Trab, deshalb kann man den Galopp auch problemlos vorziehen. Im Galopp kannst Du zum Beispiel:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Seitengänge wie Schulterherein und Travers reiten,</li>



<li>Zirkel (und evtl. mit einem einfachen Galoppwechsel über den Schritt aus dem Zirkel wechseln)</li>



<li>Schlangenlinien mit Galoppwechseln</li>



<li>Übergänge Galopp &#8211; Trab &#8211; Galopp und Galopp &#8211; Schritt &#8211; Galopp, das fördert vor allem die Hinterhand. Jedes neue Anspringen in den Galopp fördert den Muskelaufbau. Bei den Übergängen solltest Du besonders auf ein sauberes Anspringen auf den Punkt und ein fleißiges Antreten nach dem Durchparieren achten.</li>



<li>Tempounterschiede</li>



<li>Außengalopp &#8211; auch der kräftigt die Hinterhand und sollte vor allem am Anfang nicht zu lange am Stück geritten werden</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="http://kultreiter.de/galopp-uebungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weitere schöne Tipps und Ideen zur Gymnastizierung im Galopp findest Du hier.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>5. Zügel aus der Hand kauen lassen und entspannt abreiten</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich steige dazu gerne ab und führe mein Pferd noch eine Weile, statt darauf sitzen zu bleiben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Training ohne Halle oder Reitplatz</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du hast keinen Platz? Kein Problem &#8211; die meisten Elemente dieses Trainings lassen sich auch im Gelände durchführen. Seitengänge kannst Du zum Beispiel Prima auf Waldwegen üben. Der Rand des Weges ist dann die „Bande“ an der Du und Dein Pferd euch optisch ausrichten könnt. Du kannst von einem Wegesrand zum anderen Schenkelweichen reiten, Volten können auf größeren Kreuzungen geritten werden. An Kreuzungen, an denen Du abbiegen willst, kannst Du entweder korrekt gebogen um die Kurve reiten, oder Du reitest in die Kreuzung hinein und machst eine halbe Vorhand- oder Hinterhandwendung in Richtung des geplanten Weges.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du siehst, mit ein wenig Phantasie gibt es auch im Gelände unendlich viele Möglichkeiten Dressur zu reiten. Für Pferde, die auf dem Platz oder in der Halle faul sind, kann das eine tolle Alternative sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Lesetipp: Mehr Ideen zum Training im Gelände findest Du <a href="http://kultreiter.de/training-im-gelaende/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier bei Kultreiter</a> und <a href="http://nordfalben.de/dressur-im-gelaende/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier bei Nordfalben</a>.</span></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine Beispielstunde</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bereits geschrieben muss man das Training dem Pferd anpassen &#8211; deshalb kann man keine allgemeinen Trainingspläne erstellen!<strong> Die folgende Auflistung ist also nur ein Beispiel und sollte auch nur als Denkansatz genutzt werden.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aufwärmen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Schritt am langen Zügel. Große gebogene Linien (Zirkel, einfache Schlangenlinie) mit vielen Handwechseln.</li>



<li>Aus dem Zirkel wechseln in Außenstellung &#8211; von der hohlen Seite auf die Zwangsseite &#8211; durch Verschieben der Schulter (bringt das Gewicht weg von der überlasteten inneren Schulter, auf die das hohle Pferd bevorzugt fällt)</li>



<li>Nach 5-10 Minuten: Schulterherein auf dem Zirkel, an der langen Seite oder durch die Bahn. Lieber wenige gute Tritte und dann gleich eine Pause. Viele Handwechsel.</li>



<li>Übergänge Schritt &#8211; Halt – Schritt, Rückwärtsrichten – Schritt (nicht zu häufig und darauf achten, dass das Pferd im Rückwärtsrichten nicht den Kopf hochreißt und den Rücken wegdrückt, dann geht der positive Effekt verloren)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Trabarbeit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gleiches Programm wie im Schritt (viele gebogene Linien, Seitengänge – falls sie im Schritt schon problemlos klappen)</li>



<li>Tempounterschiede (Z.B. kurze Seite zurücknehmen, lange Seite zulegen)</li>



<li>Übergänge Trab &#8211; Schritt &#8211; Trab mit Fokus auf flüssiges Durchparieren mit aktiver Hinterhand und fleißiges Antreten in den Trab.</li>



<li>Viele Handwechsel, immer wieder Zügel aus der Hand kauen lassen und Pause.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Galopparbeit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zirkel und große gebogene Linien auf beiden Händen (evtl. Seitengänge)</li>



<li>Viele Übergänge Trab – Galopp und Schritt – Galopp um die Hinterhand zu aktivieren. Besonders das Angaloppieren ist anstrengend und ein gutes Hinterhandtraining. Dabei aber unbedingt auf ein sauberes Angaloppieren „auf den Punkt“ achten, das Pferd nicht in den Galopp reinrennen lassen oder reintreiben.</li>



<li>Viele Handwechsel, evtl. mit einfachem Galoppwechsel.</li>



<li>Immer wieder Zügel aus der Hand kauen lassen und Pause.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abreiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Am langen Zügel entspannen lassen und „nichts mehr vom Pferd wollen“ – evtl. direkt absteigen und führen statt zu reiten.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Freizeitpferde brauchen ein Sportprogramm &#8211; oder würdest Du Dir untrainiert einen 10kg Rucksack auf den Rücken schnallen und wandern gehen? (Hab ich schon gemacht, ist nicht zu empfehlen)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du musst gar kein riesen Dressur-Profi sein, es gibt viele effektive Übungen, die gar nicht so schwer umzusetzen sind und Deinem Pferd sehr zu Gute kommen. Wenn Du nicht genau weißt, was Dein Pferd braucht und wie Du das Training am Besten aufbaust damit es ihm hilft, kannst Du Dir von einem Trainer oder Reitlehrer einen Trainingsplan erstellen und die richtige Ausführung der Übungen zeigen lassen. Auch einen Platz oder eine Halle braucht es nicht unbedingt, mit etwas Kreativität lässt sich auch prima im Gelände üben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und es muss auch nicht jeden Tag sein, aber ein bisschen was machen solltest Du auf jeden Fall &#8211; Deinem Pferd zu liebe!</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Woran arbeitest Du gerade mit Deinem Pferd? Wie sieht euer Training aus?</strong></h4>



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		<title>Entspannt Galoppieren &#8211; das kannst Du tun wenn Dein Pferd zu schnell wird!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2015 11:13:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
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		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Angaloppieren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Reiter haben Probleme ihr Pferd in einem ruhigen Tempo zu galoppieren. Woran das liegen kann und wie ich damit umgehe habe ich in diesem Artikel für Dich zusammengefasst. Wenn Du hier bist, weil Du wissen willst, wie Du ein zu schnelles oder durchgehendes Pferd in der konkreten Situation bremsen kannst solltest Du hier weiterlesen. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Viele Reiter haben Probleme ihr Pferd in einem ruhigen Tempo zu galoppieren. Woran das liegen kann und wie ich damit umgehe habe ich in diesem Artikel für Dich zusammengefasst.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du hier bist, weil Du wissen willst, wie Du ein zu schnelles oder durchgehendes Pferd in der konkreten Situation bremsen kannst solltest Du <a href="https://herzenspferd.de/pferd-geht-durch-was-tun/" target="_blank" rel="noopener">hier weiterlesen</a>. Der Artikel hier geht darum, wie Du mit Deinem Pferd daran arbeiten kannst, dass es Dir im Galopp in Zukunft nicht &#8222;davonläuft&#8220;.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Galoppiere richtig an</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oft sieht man, dass Reiter ihr Pferd in den Galopp hinein treiben. Es wird einfach so lange getrieben, bis das Pferd aus dem schnellen Trab in den Galopp fällt. Meist noch mit stark vorgebeugtem Oberkörper (siehe nächster Punkt). Diese Art anzugaloppieren bringt Stress und Unruhe ins Pferd. Meistens wirkt das alles etwas gehetzt und unkontrolliert und ich finde es ist dann kein Wunder, dass der restliche Galopp unkontrolliert weitergeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Richtig angaloppieren geht so:</strong> Ich nehme hier den Linksgalopp als Beispiel, der Rechtsgalopp geht entsprechend umgekehrt.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Stelle Dein Pferd leicht nach links &#8211; dass es richtig gestellt ist erkennst Du daran, dass Du seinen Augenwinkel siehst (<a href="http://fuehlend-reiten.blogspot.de/2015/09/schule-dein-auge-teil-3-die-stellung.html" target="_blank" rel="noopener">hier kannst Du alles über Stellung nachlesen</a>). Hat Dein Pferd Probleme mit dem punktgenauen Angaloppieren auf der richtigen Hand, bzw. galoppiert ständig im Außengalopp an, stelle es leicht nach <strong>rechts</strong>. Beobachtet man Pferde in der Natur starten sie gerade in Kurven fast immer in Außenstellung um das Gleichgewicht zu behalten. <strong>Wenn Du Dein Pferd also nach rechts stellst, machst Du es ihm einfacher richtig anzugaloppieren.</strong> Mit &#8222;korrekter&#8220; Stellung galoppiere ich dann erst an, wenn das Pferd keine Probleme mehr mit dem punktgenauen Angaloppieren an sich hat.</li>



<li>Richte Deinen Oberkörper auf und lehne Dich <strong>minimal</strong> vor um beim ersten Galoppsprung nicht hinter die Bewegung zu kommen.</li>



<li>Belaste vermehrt Deinen rechten Sitzbeinhöcker und <a href="https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/" target="_blank" rel="noopener">treibe</a> mit dem rechten Schenkel. Beim Linksgalopp springt Dein Pferd zuerst mit dem rechten Hinterbein an. Deshalb treibst Du auch rechts um dieses Bein zu aktivieren.</li>



<li>Reagiert Dein Pferd nicht auf den Schenkel lasse Dich nicht dazu verleiten es doch in den Galopp &#8222;hineinzutreiben&#8220;. Versuche es an einer anderen Stelle nochmal und nimm unterstützend die Gerte dazu. Dazu erst mit dem Schenkel &#8222;anfragen&#8220;, dann bei Bedarf mit der Gerte am Pferd vibrieren.</li>



<li><strong>Achte unbedingt darauf, dass Du Deinem Pferd beim Angaloppieren nicht in den Rücken fällst oder am Zügel ziehst.</strong> Das macht es für Dein Pferd sehr unangenehm und es wird das nächste Mal nicht mehr entspannt angaloppieren.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Langsam zu galoppieren kann sehr anstrengend für Dein Pferd sein. Es sollte also unbedingt ausreichend trainiert sein und eine kräftige (Hinterhand-)Muskulatur haben!</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Sitze richtig aus</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Viele Reiter neigen dazu, sich im Galopp permanent nach vorne zu lehnen.</strong> Sie haben dann das Gefühl sich besser ausbalancieren zu können. <strong>Diese Körperhaltung bringt jedoch mehr Gewicht auf die Vorhand des Pferdes und bringt es möglicherweise aus dem Gleichgewicht.</strong> Um das Reitergewicht abzufangen läuft das Pferd schneller und schneller &#8211; es läuft also quasi seinem Gleichgewicht hinterher und erhöht deshalb immer weiter das Tempo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schnall Dir mal einen schweren Rucksack auf den Rücken und lehne Deinen Oberkörper nach vorne. Wenn Du nun anfängst zu rennen musst Du immer schneller werden, damit Du nicht nach vorne umkippst. Ähnlich geht es Deinem Pferd.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du solltest also darauf achten, dass Du den Galopp richtig aussitzt und nicht das Gleichgewicht Deines Pferdes störst. <a href="https://herzenspferd.de/galopp-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener">Wie man den Galopp richtig aussitzt habe ich hier beschrieben.</a></strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Bringe Dein Pferd in Balance</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Punkt vorher habe ich schon beschrieben, dass ein zu schneller Galopp etwas mit mangelnder Balance zu tun haben kann. Das muss aber nicht immer am Reitersitz liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ist Dein Pferd nicht <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener">geradegerichtet</a> kann das auch zu Gleichgewichtsproblemen im Galopp führen.</strong> Dein Pferd hat Probleme, sich und den Reiter auszubalancieren. Als Fluchttier ist es aber für Dein Pferd sehr wichtig in Balance zu sein, sonst könnte es bei der Flucht vor einem Raubtier stürzen und gefressen werden. Wenn es also nicht in Balance ist macht das Deinem Pferd Angst. Entweder bleibt es dann stehen um seine Balance wiederzufinden, oder es wird immer schneller und <strong>versucht sich durch Geschwindigkeit auszubalancieren.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das zu vermeiden musst Du daran arbeiten Dein Pferd <strong>geradezurichten</strong> und seine <strong>natürliche Schiefe zu minimieren.</strong> <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener">Wie das geht habe ich hier beschrieben.</a> Das ist übrigens nicht nur für einen gesitteten Galopp wichtig, sondern auch für die <strong>Gesunderhaltung</strong> Deines Pferdes!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erst wenn Dein Pferd sich selbst und Dein Gewicht in Schritt und Trab ausbalancieren kann und körperlich dazu in der Lage ist, solltest Du am Galopp arbeiten.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Lass die Situation erst gar nicht eskalieren</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Meistens merkt man schon vorher, dass das Pferd langsam die Kontrolle verliert oder sich immer mehr hochschaukelt.</strong> Dann solltest Du sofort durchparieren, eventuell mit einem <a href="https://herzenspferd.de/pferd-geht-durch-was-tun/" target="_blank" rel="noopener">Biegestopp</a>. Wenn Dein Pferd schon viel zu schnell ist und Du nur noch mit Mühe durchparieren kannst hast Du den richtigen Moment verpasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den meisten Pferden zeigt sich dieser &#8222;Kontrollverlust&#8220; sogar schon vorm Angaloppieren. <strong>Wenn schon Spannungen im Schritt oder Trab da sind</strong> (zu hohes Tempo, angespanntes Pferd, hochgereckter Kopf, schlagender Schweif, etc.), <strong>solltest Du erstmal hier wieder Ruhe reinbringen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Merke ich zum Beispiel, dass mein Pferd im Trab angespannt ist &#8211; und sich durch das Reiten von lösenden Übungen auch nicht entspannt -, reite ich einen Biegestopp in den Schritt und warte darauf, dass es entspannt (der Kopf senkt sich, vielleicht schnaubt es ab, das Tempo wird ruhiger). Entspannt es auch im Schritt nicht, dann halte ich ganz an und warte hier auf die Entspannung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig dabei ist auch, dass Du selbst entspannt bleibst und <a href="http://360gradpferd.de/die-anspannung-einfach-wegatmen-2/" target="_blank" rel="noopener">ruhig weiteratmest</a>!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erst wenn die Entspannung im Stand, Schritt und Trab da ist, galoppiere ich wieder an.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Bringe Deinem Pferd bei auf Signal langsamer zu werden</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine meiner Reitbeteiligungen hatte gelernt, <strong>auf ein kurzes Pfeifen langsamer zu werden.</strong> Das war super praktisch und hat auch in Ausnahmesituationen immer funktioniert. Ich kann also jedem nur empfehlen das seinem Pferd beizubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am besten geht das so:</strong> Pfeife ein- oder zweimal <strong>kurz bevor</strong> Du ganz normal <a href="https://herzenspferd.de/ganze-parade-reiten/" target="_blank" rel="noopener">durchparierst</a>. Wenn Du das über einen längeren Zeitraum<strong> jedes mal</strong> machst, wird Dein Pferd irgendwann merken, dass sofort nach dem Pfeifen immer das <a href="https://herzenspferd.de/durchparieren-trick/" target="_blank" rel="noopener">durchparieren</a> kommt. Irgendwann musst Du dann nur noch pfeifen und Dein Pferd wird langsamer. Wichtig ist, dass Du es wirklich jedes Mal machst und immer kurz <strong>vor</strong> dem Durchparieren, nicht gleichzeitig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;">Lesetipp: Noch mehr <a href="http://kultreiter.de/richtig-galoppieren/" target="_blank" rel="noopener">Infos zum Galopp und Lösungen für die häufigsten Probleme </a>findest Du bei Kultreiter.</span></p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was tust Du, damit Dein Pferd ruhig galoppiert? Schreib uns Deine Tipps in die Kommentare!</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/8e2d8862919748728e96a58816398147" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></h4>



<img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="http://vg08.met.vgwort.de/na/8e2d8862919748728e96a58816398147" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527">
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		<title>Richtig treiben in Schritt, Trab und Galopp!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2015 17:05:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Schritt]]></category>
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		<category><![CDATA[treiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich ist es ganz einfach, richtig zu treiben. Trotzdem ist es eines der Dinge, die viel falsch gemacht und gar nicht &#8211; oder falsch &#8211; erklärt werden. Ein paar häufige Fehler sind: Wie es besser und einfacher geht, erfährst Du in diesem Artikel! Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eigentlich ist es ganz einfach, richtig zu treiben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem ist es eines der Dinge, die viel falsch gemacht und gar nicht &#8211; oder falsch &#8211; erklärt werden. <strong>Ein paar häufige Fehler sind:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Mit den Fersen treiben (und dabei die Fersen hochziehen)</li>



<li>Dauertreiben</li>



<li>mit beiden Beinen gleichzeitig treiben</li>



<li>zum falschen Zeitpunkt treiben</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wie es besser und einfacher geht, erfährst Du in diesem Artikel!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Richtig treiben</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Grundsätzliches</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es sollte niemals permanent getrieben werden.</strong> Das ist der sicherste Weg um Dein Pferd völlig abzustumpfen. Sobald das Pferd auf die treibenden Hilfen reagiert müssen diese ausgesetzt werden! Wenn Dich jemand permanent antippt, egal ob Du reagierst oder nicht, wirst Du ihn früher oder später einfach ignorieren. Genauso geht es Deinem Pferd auch. Reagiert es nicht auf Deine Schenkelhilfen, dann tippe es lieber zur Verstärkung mit der Gerte an. Bei vielen Pferden wirkt es auch gut, wenn man die Gerte anlegt und mit der Hand &#8222;vibrieren&#8220; lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem solltest Du <strong>nicht mit beiden Beinen gleichzeitig treiben sondern immer abwechselnd.</strong> Mit dem Treiben möchtest Du Dein Pferd dazu animieren, größere Schritte zu machen und mit der Hinterhand weiter unterzutreten. Weil immer nur ein Hinterbein nach vorne schwingt, kannst Du auch nur diesem Hinterbein &#8222;sagen&#8220;, dass es weiter nach vorne greifen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit dem Treiben aktiviert man den seitlichen Bauchmuskel. Dieser &#8222;zieht&#8220; das entsprechende Hinterbein weiter nach vorne.</strong> Damit der Bauchmuskel das tun kann, muss das Hinterbein in der Luft sein. Wenn Du aber mit beiden Beinen gleichzeitig treibst ist immer ein Hinterbein auf dem Boden. Deinem Pferd bleibt also nichts anderes übrig, als immer eine Deiner Hilfen zu ignorieren, wenn Du auf beiden Seiten gleichzeitig treibst. Damit stumpfst Du Dein Pferd mit der Zeit immer mehr ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zusammengefasst:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nicht dauerhaft treiben, sondern nur wenn wirklich nötig. Reagiert das Pferd &#8211; auch wenn es nur minimal ist &#8211; sofort aufhören</li>



<li>Nie mit beiden Beinen gleichzeitig treiben sondern immer abwechselnd, abgestimmt auf das Abfußen der Hinterbeine des Pferdes</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">&nbsp;</h3>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Körperhaltung</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Getrieben wird immer mit dem oberen Teil der Wade.</strong> Federt die Ferse korrekt beim Reiten nach unten, so ist dieser Teil der Wade automatisch leicht gespannt. Zum Treiben drückt man aber nicht &#8211; wie man oft denkt &#8211; die Wade ans Pferd, sondern man <strong>spannt die hintere Oberschenkelmuskulatur an.</strong> Dadurch kommt die Wade automatisch ans Pferd. Wenn Du das nicht schaffst wird es Zeit für ein bisschen Muskelaufbautraining &#8211; nicht nur Dein Pferd muss fit sein 😉</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die <strong>Knie nicht klammern</strong> &#8211; also <a href="http://360gradpferd.de/pferdefreunde-darum-ist-knieschluss-quatsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kein Knieschluss</a> (Knieschluss braucht man nur, wenn das Pferd einen Satz macht, zum korrekten Reiten ist er dagegen nur hinderlich). Sind die Knie fest kann die Wade nicht locker ans Pferd schwingen, sondern die Unterschenkel sind meist vom Pferd abgespreizt. Außerdem führt das zu einem steifen, festgehaltenen Reitersitz, mit dem das Pferd nicht locker laufen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Fußspitzen</strong> zeigen nach außen vorne. Auf einer Uhr wären das in etwa 11 und 13 Uhr. Versuche nicht verkrampft Deine Fußspitzen gerade nach vorne zu bringen, wichtiger ist, dass Du <a href="https://herzenspferd.de/der-perfekte-reitersitz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">locker sitzt</a>. Die Fersen sollten locker mit der Bewegung nach unten federn. Dazu braucht man lockere Fußgelenke, <a href="https://www.wege-zum-pferd.de/2008/03/17/das-blockierte-fusgelenk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier gibt es eine tolle Übung dazu</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Treiben gehören aber nicht nur die Beine. Auch mit der <strong>Hüfte</strong> kann man treiben. Dazu kippt man das Becken mit der Bewegung des Pferdes rhythmisch nach hinten ab. Über diese sogenannten Kreuzhilfen habe ich <a href="https://herzenspferd.de/reiten-kreuzhilfen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> schonmal geschrieben. Aber diese Bewegung sollte niemals übertrieben und mit Kraft eingesetzt werden, einfach von der Bewegung des Pferdes mitnehmen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Insgesamt sollte man sich beim Treiben nicht anstrengen &#8211; muss man sich anstrengen macht man in der Regel etwas falsch und verkrampft sich. </strong>Die Bewegung des Pferdes gibt den Zeipunkt des Treibens und die Bewegung des Beins vor &#8211; wenn man denn locker genug sitzt um das zuzulassen. Darauf gehe ich in den Teilen zu Schritt, Trab und Galopp noch genauer ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zusammengefasst:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Treiben mit dem oberen Teil der Wade, ausgelöst durch ein Anspannen der hinteren Oberschenkelmuskulatur</li>



<li>Knie offen und locker</li>



<li>Fußgelenke locker, Fersen schwingen mit der Bewegung nach unten</li>



<li>Die Bewegung des Pferdes bestimmt den Zeitpunkt des Treibens</li>



<li>Nicht anstrengen und zu viel tun</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Treiben im Schritt</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bereits erwähnt ist es sehr wichtig, zum richtigen Zeitpunkt zu treiben &#8211; nur dann kann der aktivierte Bauchmuskel das Hinterbein weiter nach vorne schwingen lassen. Um diesen richtigen Zeitpunkt zu finden, sollte man wissen wie sich das Pferd bewegt und wie es sich anfühlt, wenn das Hinterbein abfußt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Schritt ist das so: Die Seite des Rückens, auf der das Hinterbein nach vorne schwingt senkt sich gefühlt etwas ab, der Pferdebauch beginnt seinen Schwung nach innen und das Bein des Reiters auf dieser Seite schwingt leicht nach innen an den Pferdebauch. <strong>Um richtig zu treiben musst Du genau dann ansetzen, wenn der Bauch anfängt nach innen zu schwingen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sagen wir du willst das linke Hinterbein weiter vor treiben: wenn sich das Pferd gerade mit diesem Bein abdrückt ist der Rücken links etwas höher und der Bauch schwingt nach links. Wenn das linke Hinterbein abfußt und anfängt nach vorne zu schwingen fängt der Bauch an nach rechts zu schwingen. Dann treibst Du &#8211; natürlich so früh wie möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Dein Bein locker anliegt, schwingt es ja sowieso schon an den Pferdebauch. Diesen Impuls musst Du dann nur noch verstärken um zu treiben. Mehr ist es nicht!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Übe zu erspühren wann die Hinterbeine abfußen. Dazu nimmst Du Dir am besten jemanden mit auf den Platz – Du sagst welches Hinterbein nach vorne schwingt und er oder sie schaut ob Du recht hast.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Treiben im Trab</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier bestimmt die Bewegung des Pferdes den richtigen Zeitpunkt zum Treiben:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Trab schwingt immer abwechselnd eine Seite des Pferderückens höher als die andere. Stößt sich das Pferd gerade mit dem linken Hinterbein ab ist auch die linke Seite des Rückens höher. <strong>Das rechte Hinterbein schwingt währenddessen nach vorne, die rechte Seite des Rückens ist etwas tiefer, Dein Bein schwingt leicht nach innen an den Pferdebauch.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie im Schritt musst Du nur noch den Impuls des Beins verstärken, das sowieso schon an den Pferdebauch schwingt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war die Erklärung für das Treiben beim <a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aussitzen im Trab</a>. Beim <a href="https://herzenspferd.de/leichttraben/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Leichttraben</strong></a> treibe ich so: wenn ich möchte, dass das innere Hinterbein weiter nach vorne greift, treibe ich immer beim Aufstehen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Treiben im Galopp</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Galopp springt immer ein Vorderbein des Pferdes weiter nach vorne. Das ist die „Art“ das Galopps (Rechtes Bein -&gt; Rechtsgalopp). Auf dieser Seite schwingt der Rücken etwas weiter vor als auf der anderen Seite – das heißt hier muss auch Deine Hüfte minimal weiter vor schwingen. So kannst Du erfühlen, auf welcher Hand Dein Pferd galoppiert, ganz ohne hinzusehen. Galoppiert es auf der linken Hand fühlt es sich an, als würde Dein linker Hüftknochen weiter nach vorne geschoben als der Rechte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Pferderücken an sich schwingt erst vorne mit der Vorhand nach oben, dann hinten mit der Hinterhand, ganz ähnlich wie bei einer Wippe. Du musst also die Bewegung: „vorne hoch und nach vorne -&gt; vorne runter -&gt; hinten hoch und nach vorne“ mitmachen. Du kannst Dir das auch wie eine Art Wellenbewegung vorstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Treibe immer dann, wenn Dein Pferd in der Phase &#8222;hinten hoch und nach vorne&#8220; ist und nur auf der Seite, auf der das Hinterbein weiter nach vorne schwingt (Rechtsgalopp -&gt; rechts).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/galopp-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier kannst du übrigens nachlesen, wie man den Galopp am besten aussitzt.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um korrekt und zum richtigen Zeitpunkt zu treiben kommt es wie so oft beim Reiten auf das <strong>Fühlen</strong> an. <strong>Du musst erspühren können, wann die Hinterbeine abfußen um ihre Bewegung beeinflussen zu können.</strong> Dazu muss Dein Sitz locker und unverkrampft sein und Deine Beine mit der Bewegung des Pferdes mitschwingen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele (wenn nicht fast alle) Reiter haben gerade mit diesem lockeren Sitz Probleme &#8211; mir geht es da ab und an auch nicht anders. Um richtig zu treiben und auch zu reiten empfehle ich Dir <strong>regelmäßige Sitzschulen</strong> und ein auf Dich abgestimmtes <strong>Aufbausport- und Gymnastikprogramm.</strong> Es wirkt außerdem Wunder wenn man sich <strong>vor dem Reiten aufwärmt</strong> und ein kurzes Stretchingprogramm durchführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Weiterlesen gibt es bei Fühlend Reiten noch weitere Artikel zum Thema &#8222;<a href="http://fuehlend-reiten.blogspot.de/2014/03/schritt-reiten-schritt-fuhlen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schritt reiten und fühlen</a>&#8220; und &#8222;<a href="http://fuehlend-reiten.blogspot.de/2014/05/trab-reiten-trab-fuhlen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Trab reiten und fühlen</a>&#8222;.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie klappt es bei Dir mit dem Treiben? Kannst Du spüren, wann Dein Pferd abfußt?</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/d542d802ee7f4cf1822fc1dbb9bfb946" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></h4>



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