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Immer wieder erreichen mich Emails von Lesern, die Probleme beim Longieren haben. Weil die meist bei allen ähnlich sind, gibt es heute eine Zusammenfassung der häufigsten Probleme beim Longieren und meine Lösungsansätze dazu.

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Wenn Du ihn noch nicht gelesen hast empfehle ich Dir, zuerst mal in meinen Artikel zu den häufigsten Fehlern beim Longieren reinzuschauen. Wenn man diese Fehler vermeidet lösen sich manche Schwierigkeiten schon von selbst auf.

Ansonsten gilt wie immer: ich bin keine professionelle Trainerin und kann nur meine persönlichen Erfahrungen mit vielen verschiedenen Pferden wiedergeben. Nachmachen erfolgt also immer auf eigene Gefahr und ich bitte darum den eigenen Kopf einzuschalten. Wenn etwas nicht klappt oder Dir gefährlich vorkommt hör auf und mach etwas anderes. Viele Wege können zum Ziel führen und Pferde funktionieren nicht nach Schema F. Wenn Du alleine nicht weiterkommst hol Dir Unterstützung von einer erfahrenen Trainerin vor Ort.

1. Das Pferd kommt nach innen oder dreht sich immer zu Dir und lässt sich erst gar nicht longieren

Du möchtest Dein Pferd longieren, aber es tut nichts anderes als Dir hinterherzulaufen? Wenn Du versuchst es anzutreiben weicht es einfach nur mit der Hinterhand aus?

Möglicherweise versteht Dein Pferd nicht, was Du von ihm willst. Oder es hat gelernt, dass es sich so vor dem anstrengenden Training drücken kann.

In einer solchen Situation gehe ich so vor: ich führe das Pferd ganz normal auf dem Zirkel. Mit jeder Runde versuche ich meinen Abstand zu ihm zu vergrößern, laufe aber weiter parallel zu ihm mit. Wichtig ist hier, dass ich in etwa auf Schulterhöhe des Pferdes laufe – bin ich weiter vorne bremse ich es durch meine Körpersprache bzw. –position aus.

Körpersprache Longieren

Driftet das Pferd nach innen, schwinge ich das Seilende in Richtung seiner Schulter um es wieder nach außen zu schicken. Alternativ kann man natürlich auch eine Gerte nutzen und damit in Richtung Schulter zeigen oder sie antippen. Mit Gerte kann man sich auch schon in die „typische“ Longierposition begeben und das Pferd einrahmen (siehe Bild).

Nach und nach vergrößere ich so immer mehr den Abstand zum Pferd, bis ich normal longieren kann.

Wenn dieses Vorgehen nicht klappt, kannst Du es auch so versuchen: steht Dein Pferd vor Dir und dreht einfach nur die Hinterhand weg, anstatt um Dich herum zu laufen, liegt das Problem daran, dass Du die Vorhand des Pferdes nicht bewegst oder bewegen kannst.

Um das Pferd auf einen Kreis um Dich herum zu schicken musst Du also nicht die Hinterhand bewegen, sondern die Vorhand. Dazu frage ich das Pferd schrittweise, ob es seine Vorhand bewegen möchte:

  1. Angenommen ich möchte, dass das Pferd linke Hand um mich herumläuft. Dann zeige ich zuerst mit dem linken Arm, in dem ich auch den Strick halte, nach links. Reagiert das Pferd darauf nicht, geht es weiter mit Schritt 2.
  2. Ich schwinge mit der Gerte in Richtung Schulter des Pferdes, aber ohne sie zu berühren. Mein linker Arm zeigt weiter nach links. Reagiert das Pferd nicht, geht es weiter mit 3.
  3. Ich tippe mit der Gerte zart gegen die Schulter des Pferdes und zeige weiter mit dem linken Arm nach links. Reagiert das Pferd nicht, erhöhe ich die Stärke des Tippens. Wichtig dabei ist, dass man in kleinen Schritten erhöht und nicht zu schnell – das Pferd braucht genug Zeit um nachdenken und reagieren zu können. Ich erhöhe das Tippen niemals so sehr, dass ich das Pferd schlage. Lieber bleibe ich auf einer Stufe und „nerve“ das Pferd.

Ganz wichtig bei allen Schritten ist, dass man schon den kleinsten Ansatz in die richtige Richtung mit einem Aussetzen der Hilfen belohnt (kurze Pause, eventuell auch kraulen – wenn Du Clickertraining machst gerne auch mit einem „Klick“ und Belohnung).

So ein Ansatz kann am Anfang schon das Verlagern des Gewichts vom rechten auf das linke Vorderbein sein. Damit bereitet sich das Pferd darauf vor, nach links zu laufen – es denkt also schon in Richtung links und überprüft damit, ob das die richtige Antwort auf Deine Anfrage ist. Wenn Du dann nicht sofort belohnst und ihm somit sagst „genau das ist richtig!“, wird es viel länger dauern bis es Dich versteht und viel schneller frustriert sein. Denke immer an das Spiel „Topfschlagen“, das wir als Kinder gespielt haben: schon eine Bewegung in die richtige Richtung wurde mit „wärmer“ kommentiert. Wenn einem niemand sagen würde, dass man in die richtige Richtung geht, wäre dieses Spiel endlos frustrierend und würde ewig dauern.

Kannst Du die Vorhand Deines Pferdes bewegen ist der nächste Schritt, dass es dann auch um Dich herum läuft. Hier gehst Du genauso vor wie beim Bewegen der Vorhand, nur dass Du dieses Mal die Hinterhand aktivierst. Also:

  1. Wenn Dein Pferd schneller gehen soll nach links zeigen und schnalzen. Wird es nicht schneller:
  2. Nach links zeigen, schnalzen und das Seil oder die Gerte in Richtung Hinterhand schwingen. Achte darauf, dass Du Dein Pferd nicht durch Deine Körperposition ausbremst. Wird es nicht schneller:
  3. Nach links zeigen, schnalzen und das Seil oder die Gerte locker an die Hinterhand schwingen.

Wenn Du so vorgehst solltest Du immer wieder aufs Neue mit Schritt 1 starten. Mit der Zeit lernt Dein Pferd, auf Deinen Fingerzeig in die richtige Richtung zu laufen und Du brauchst keine weiteren Hilfen mehr.

2. Das Pferd zieht an der Longe nach außen und reißt sich los

So ein Verhalten kann unterschiedliche Ursachen haben, deshalb ist es schwer, allgemeine Tipps zu geben.

Eine häufige Ursache – wenn nicht die häufigste – liegt in der natürlichen Schiefe des Pferdes. Pferde sind Fluchttiere, ihr Leben hängt also davon ab, dass sie im Gleichgewicht sind und möglichst nicht umfallen. Müssen sie nun auf einer Kreisbahn laufen und haben nie gelernt sich richtig auszubalancieren bzw. können es aufgrund ihrer Schiefe nicht, ist das eine sehr beängstigende Situation. Manche Pferde reagieren darauf mit hohem Tempo, reißen sich los oder buckeln sogar. Andere dagegen wollen gar nicht mehr vorwärts laufen.

Ist das Problem auf einer Hand stärker und auf der anderen besser, ist das ein Zeichen, dass es an der natürlichen Schiefe liegt. Dann solltest Du, bevor Du wieder longierst, gymnastizierende Übungen an der Hand machen (hier findest Du Basisübungen zur Vorbereitung auf das Longieren). Damit kannst Du daran arbeiten die natürliche Schiefe Deines Pferdes nach und nach zu verringern und es auf das Longieren vorzubereiten.

Eine andere mögliche Ursache ist, dass das Pferd gelernt hat sich durch Losreißen dem anstrengenden Training zu entziehen. Meistens erfolgt dann nämlich sofort die Belohnung: Pferd reißt sich los, Longieren ist beendet. Es hat also sofort ein Erfolgserlebnis und wird das dann in Zukunft selbstverständlich wieder tun – man kann (und sollte!) es ihm nicht mal verübeln.

Einem Pferd so etwas wieder abzutrainieren ist schwierig. Halten kann man es meistens nämlich nicht und es hat gelernt seine Kraft gezielt einzusetzen.

Der erste Schritt ist auch hier sicherzustellen, dass das Pferd gelernt hat sich gesund auf einer Kreisbahn zu bewegen. Ist das nicht der Fall sollte man zuerst daran arbeiten – manchmal erledigt sich das Problem des Losreißens damit schon von selbst.

Bei Pferden, die sich losreißen, gehe ich ähnlich vor wie bei den Pferden, die nicht außen laufen wollen: ich longiere erst mal nicht mit großem Abstand, sondern führe mit etwas Abstand und laufe parallel zum Pferd mit. Dann hat das Pferd zumindest etwas weniger Möglichkeit Schwung zu nehmen wenn es sich losreißen möchte. Wichtig ist hier auch stabiles und passendes Equipment. Ich longiere nur mit Kappzaum, da der nicht verrutscht wie ein normales Halfter und das Pferdemaul schont.

Bei solchen Pferden – und beim Longieren allgemein – versuche ich es nicht zu langweilig werden zu lassen. Das Pferd einfach nur im Kreis herumrennen zu lassen ist für alle Beteiligten nicht besonders spannend. Deshalb baue ich immer wieder Gangartenübergänge, Richtungswechsel und auch mal Trabstangen oder einzelne kleine Sprünge ein. Man kann auch die Kreisbahn verlassen und gemeinsam mit dem Pferd ganze Bahn und andere Bahnfiguren gehen. Oder man nimmt es zu sich nach innen, fasst die Longe kürzer und übt ein paar Seitengänge. Auch Hindernisse wie eine Plane oder eine Wippe können Abwechslung bieten. Hauptsache das Pferd ist geistig beschäftigt.

Bei Losreißern achte ich darauf, nicht zu lange am Stück zu longieren und viel zu loben. Besser nur 5 Minuten longieren und positiv aufhören, als so lange zu warten bis das Pferd sich wieder losreißt.

Den meisten Pferden sieht man es an, wenn sie kurz davor sind sich loszureißen. Vielleicht stellt sich der Kopf leicht nach außen, er wird kurz geschüttelt oder nach oben oder unten genommen. Wenn Du Dein Pferd gut kennst und Dich darauf konzentrierst wirst Du solche kleinen „Warnzeichen“ immer besser erkennen. Und wenn Du schon vorher weißt, dass Dein Pferd gleich versuchen wird sich zu entziehen, kannst Du rechtzeitig eingreifen – zum Beispiel indem Du seinen Kopf nach innen stellst oder es ganz zu Dir in die Mitte holst.

3. Das Pferd ist ständig zu schnell

Wie bei allen anderen Problemen auch: hat Dein Pferd gelernt sich auf der Kreislinie auszubalancieren? Wenn nicht kann es sein, dass es über die Geschwindigkeit versucht sein Gleichgewicht wiederzufinden. Dann solltest Du unbedingt erst einmal Übungen an der Hand durchführen um Dein Pferd auf das Longieren vorzubereiten (wie solche Übungen aussehen kannst Du hier nachlesen).

Zusätzlich ist es bei nervösen Pferden wichtig eine ruhige Atmosphäre zu schaffen. Achte also darauf, dass um euch herum nicht zu viel los ist, am besten bist Du allein in der Halle oder auf dem Platz.

Achte auch auf Deine eigene Ausstrahlung: bist Du selbst gestresst und hektisch – vielleicht von einem anstrengenden Tag auf der Arbeit? Das überträgt sich ganz klar auch auf Dein Pferd. Hier können ein paar Atemübungen aus dem Yoga, Meditation, autogenes Training oder ähnliches weiterhelfen. Ganz egal was Du machst, Hauptsache Du wirst innerlich ruhig.

Nervöse Pferde können sich in ein hohes Tempo richtiggehend hineinsteigern. Deshalb solltest Du immer in der Gangart beginnen, in der Dein Pferd noch ruhig ist. Bei den meisten ist das der Schritt. Ist Dein Pferd schon im Schritt zu hektisch, lass es zum Stehen durchparieren und mache beruhigende Übungen mit ihm, wie z.B. Kopf senken.

Erst wenn es ruhig und gelassen läuft kannst Du zur nächsthöheren Gangart wechseln. Sobald es hier Ansätze zeigt zu schnell zu werden, parierst Du wieder durch. Denke immer daran viel Ruhe auszustrahlen, bewege Dich fließend und ruhig und schaue das Pferd nicht zu „starr“ und konzentriert an – schon das kann von ihm als Druck wahrgenommen werden. Atme einmal tief ein und lang aus. Man sollte nicht unterschätzen wie sehr man gerade mit dem Atem auf ein Pferd einwirken kann.

Gerade im Zusammenhang mit dem Übergang zur höheren Gangart solltest Du auch die Intensität Deiner Hilfen kontrollieren – vielleicht gibst Du (unbewusst) die Hilfen zu stark für Dein Pferd. Ich mache immer eine Art kleinen Wettbewerb mit mir selbst: wie minimal kann ich eine Hilfe geben, auf die mein Pferd noch reagiert. Von Mal zu Mal versuche ich mich dabei zu unterbieten. Und bin immer wieder überrascht, wie wenig ich wirklich machen muss!

Der Grundgedanke ist also, immer wieder zu der Gangart zurückzukehren, die gut und ruhig möglich ist. Erst dann kann man wieder über einen Wechsel in eine höhere Gangart nachdenken. Wenn hier dann nur wenige Schritte entspannt möglich sind, bevor man unterbrechen muss, ist das nicht schlimm. Man muss einfach mit Geduld dranbleiben, dann werden es mit der Zeit immer mehr ruhige Schritte werden.

Lesetipp: Wege zum Pferd hat in einem schönen Fallbeispiel beschrieben, wie sie mit hektischen Pferden beim Longieren umgehen.

4. Das Pferd will nicht vorwärts gehen

Auch das kann, wie schon mehrfach beschrieben, an einem Balanceproblem auf der gebogenen Linie liegen. Das Pferd hat Angst davor, seine Balance zu verlieren und geht deshalb lieber gar nicht mehr vorwärts. Der erste Schritt ist also dem Pferd beizubringen, wie es auf einer gebogenen Linie sein Gleichgewicht hält (dazu kann ich Dir sehr den Longenkurs von Babette Teschen empfehlen).

Natürlich gibt es auch Pferde, die das Longieren einfach anstrengend und langweilig finden und deshalb nicht mitarbeiten. Hier ist es dann an Dir, Deinem Pferd zu zeigen, dass es auch Spaß machen kann, bzw. es sich lohnt mitzumachen. Wie weiter oben beschrieben kann man zum Beispiel das Longieren mit verschiedenen Lektionen und Hindernissen abwechslungsreich gestalten. Oder man kombiniert es mit Clickertraining – gerade bei sehr unmotivierten Pferden habe ich damit schon gute Erfahrungen gemacht.

Es muss sich für Dein Pferd lohnen. Oder hättest Du Lust Runde um Runde stupide im Kreis zu laufen?

Zum Treiben gehe ich wie oben beschrieben schrittweise vor:

  1. Wenn Dein Pferd (auf der linken Hand) schneller gehen soll nach links zeigen und schnalzen. Wird es nicht schneller:
  2. Nach links zeigen, schnalzen und das Seil oder die Gerte in Richtung Hinterhand schwingen. Achte darauf, dass Du Dein Pferd nicht durch Deine Körperposition ausbremst. Wird es nicht schneller:
  3. Nach links zeigen, schnalzen und das Seil oder die Gerte an die Hinterhand schwingen.

Ganz wichtig bei allen Schritten ist, dass man schon den kleinsten Ansatz in die richtige Richtung mit einem Aussetzen der Hilfen belohnt. Also schon wenn Dein Pferd ein bisschen schneller wird musst Du sofort aufhören zu treiben – selbst wenn es danach gleich wieder langsamer wird. Wenn Du das konsequent machst und mit Geduld bei der Sache bleibst wird es mit der Zeit besser werden.

Fazit

Die meisten Probleme beim Longieren haben ihre Ursache darin, dass das Pferd nie richtig gelernt hat ausbalanciert auf einer Kreislinie zu laufen. Soll es das dann so unvorbereitet doch tun, kann das eine durchaus beängstigende und stressige Situation für es sein.

Dazu kommt, dass viele Reiter nur stupide im Kreis longieren. Für das Pferd ist das nicht nur langweilig, es hat auch aus Pferdesicht keinerlei Vorteil davon.

Um Probleme zu lösen und vorzubeugen ist es also wichtig, dass Du Dein Pferd an der Hand ausreichend auf das Longieren vorbereitest, gymnastizierende Übungen mit ihm machst um seine natürliche Schiefe zu verringern und die Longenarbeit abwechslungsreich gestaltest.

Ein tolles Buch mit Schritt für Schritt Anleitungen von den absoluten Basics bis zu fortgeschrittenen Übungen ist der Longenkurs von Babette Teschen.

Hattest Du schon einmal Probleme beim Longieren? Wie hast Du sie gelöst? Vielleicht hast Du noch ein paar Tipps für uns!

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16 KOMMENTARE

  1. Mit meiner bisher einzigen bzw. ehemaligen Reitbeteiligung hatte ich genau das Problem.
    Ich habe sie schon mal mit und ohne Ausbinder longiert. Sie ist so ein typisches Pferd, das nach außen zieht, aber brav vorwärts geht. Mir ist aufgefallen, dass sie an der longe allgemein recht flott werden kann, allerdings “rennt” sie nicht. Ohne Ausbinder hat sie sehr viel mehr nach außen gezogen, den Kopf nach innen gedreht und mit der Hinterhand ist sie quasi ausgeschwenkt. Mit Ausbindern ist das weitaus weniger häufig passiert. Sie ist zwar immer noch an der offenen Seite des Mini-Reitquadrats ausgeschert, aber ich hatte sie besser im Griff, bzw. sie hat sich ausgleichen können. Eigentlich longiere ich nicht mit Ausbindern bei Pferden, die den Kopf brav unten lassen. Aber wenn ich merke, dass sie sich dadurch besser ausgleichen und leichter tun, nutze ich sie. Wobei ich aufwärmen und abgehen IMMER ohne eingehängte Ausbinder mache. Leider habe ich keine Ahnung, wie man das korrigiert. Ich würde es gerne wissen, dann könnte ich mit möglicherweise zukünftigen Reitbeteiligungen (sofern ich jemals wieder eine finde) die das Problem auch haben, daran arbeiten. Die Stute tut das definitiv nicht um sich vor der Arbeit zu drücken oder weil sie faul ist. Sie ist eine ganz flotte, die top motiviert mit macht. Schade, dass sie ganz weit weg gezogen ist und ich sie somit aufgeben musste.

    • Hallo liebe Vincentia,

      bei so spezifischen Problemen ist es immer am Besten, jemanden vor Ort zur Unterstützung zu haben, bzw. mal einen Longenkurs zu besuchen. Da muss man so individuell dran arbeiten, dass man mit schriftlichen Tipps per Ferndiagnose meistens nicht wirklich weiterkommt ;-)
      Evtl. könnte auch eine passende Gymnastizierung an der Hand die Probleme und Balance beim Longieren verbessern. Oft sind solche Reaktionen dem geschuldet, dass das Pferd nicht weiß, wie es sich richtig ausbalanciert oder es ist steif. An der Hand kann man das ganz gut erarbeiten (Über die Vorbereitung zum Longieren habe ich hier schon einmal geschrieben).

      Liebe Grüße,
      Christina

  2. Hallo
    Ich habe dass Problem dass mein Pony immer anfängt zusteigen wenn ich ihn longieren will. Er weigert sich auch nach aussen zu laufen und fängt an gegen mich zusteigen. Hast du eine Idee wie ich das verhindern/ihm abgewöhnen kann. Liebe Grüsse

    • Hallo liebe Lena,

      tut mir leid, aber so aus der Ferne kann ich nicht beurteilen, woran das Problem liegt. Man muss bei so etwas immer individuell auf die Situation und das Verhalten des Pferdes reagieren, das kann ich übers Internet leider nicht bieten ;-)

      Liebe Grüße,
      Christina

  3. Hallo…ich hätte da auch mal eine Frage. Wir fangen gerade mit dem longieren an. Nur rennt er immer sofort los….manchmal wechselt er dann die Richtung plötzlich und verfängt sich dann an der Longe. Wie verhalte ich mich dann richtig? Wenn er die Richtung an der Longe gewechselt hast galoppiert er immer los. Wenn wir dss alles ohne Longe im sinne von freiarbeit machen haben wir nie sone Probleme…

    Lg Bibi & Cuta

    • Hallo liebe Bibi,

      leider ist das so per Ferndiagnose schwer zu sagen – ich sehe ja nicht, wie genau sich dein Pferd verhält und ob du was falsch machst. Ich würde dir raten mal einen Longierkurs zu besuchen oder dir einen Trainer vor Ort zu suchen, der dich unterstützen und individuell anleiten kann. Auch das Buch von Babette Teschen ist super: http://www.wege-zum-pferd.de/produkte/longenkurs/, da wird ausführlich erklärt, wie man das Longentraining richtig vorbereitet und aufbaut und auch wie man mit solchen Problemen umgeht.

      Liebe Grüße,
      Christina

  4. Hallo :),
    ich heiße Laila und habe folgende Problem , mein 16 jähriger Friesenwallach hat sich angewöhnt beim longieren immer nach innen zu laufen ( früher auch gerne mal nach außen), dabei nimmt er aber nicht wirklich Rücksicht auf mich…, d.h er dreht sich beim treiben immer konsequent in meine Richtung , und dass so das ich dann vor ihm oder unter seinem Hals stehe :/.
    Er lässt sich auch nicht vorwärts treiben sondern dreht sich immer…
    Wie kann ich mich mit meinen 16 Jahren am besten gegen so ein kraftpacket durchsetzen , ohne ihm sofort mit der gerte zu drohen ( bin nämlich da kein Freund von ) oder hättest du eine Idee ihm das drehen abzugewöhnen ?
    LG

    • Hallo liebe Laila,

      so aus der Ferne, ohne zu sehen was dein Wallach macht und was du machst, ist es für mich leider sehr schwer passende Tipps zu geben. Es könnte z.B. auch sein, dass du falsche Körpersprachliche Signale sendest. Oder aber dein Wallach hat keine Lust und versucht sich so der Arbeit zu entziehen – was du auf Dauer nicht durchgehen lassen solltest (da kann es auch sein, dass du mal drohen musst, umrennen lassen solltest du dich jedenfalls nicht). Ich würde dir empfehlen, dir ein paar Longenstunden bei einem/einer Trainer/in vor Ort zu nehmen, das bringt einfach am Meisten und er/sie kann dann auch ganz individuell auf deine Probleme eingehen. Ansonsten kann ich auch das Buch von Babette Teschen sehr empfehlen: http://www.wege-zum-pferd.de/produkte/longenkurs/

      Liebe Grüße,
      Christina

  5. Halli Hallo,
    Ich heiße Nina und bin 16 Jahre alt.
    Seit knapp 5 1/2 Jahren sind mein 17 jähriger Hannoveraner Wallach und ich ein Team!
    Beim reiten ist er klasse. Er läuft vorwärts, steht an den Hilfen und ist sehr lernwillig. Auch bei der Bodenarbeit ist er immer voll dabei. Wenn ich ihn allerdings longiere, dann ist er immer sehr faul.
    Ich habe auch schon öfters probiert, ihm es mit Hindernissen spannender zu machen (Stangen, Planen, Regenschirme, Flatterband-Tor USW.). Er schaut einmal aufmerksam und läuft dann gelangweilt drüber/durch/dran vorbei.

    Ich bewege ihn sehr abwechslungsreich und probiere auch schon fast immer das Longieren zu vermeiden, da es ihm und somit auch mir keinen Spaß macht. Manchmal lässt es sich jedoch nicht vermeiden. (Beispielsweise wird unser Platz gerade neu gemacht und uns steht somit nur ein Longierplatz zur verfügung).

    Ein Balanceproblem dürfte er eigentlich nicht haben, weil ich nebenbei mit ihm auch noch Equikinetic mache. Wenn er beim reiten auf dem Zirkel oder eine Volte läuft, hat er auch keine Probleme.

    Ich glaube wirklich das er das Longieren einfach nur langweilig findet.
    Oder was meint ihr?
    Habt ihr noch irgendwelche Tricks/Tipps?

    • Hallo liebe Nina,

      ohne euch zu kennen kann ich das natürlich nur sehr schwer einschätzen ;-)
      Aber es klingt tatsächlich so, als wäre das einfach zu langweilig – und wenn du selbst keinen Spaß dran hast, merkt das dein Wallach natürlich auch. Muss es denn unbedingt das Longieren sein? Du könntest auch Handarbeit mit ihm machen, Zirkustricks lernen, spazieren gehen, Equikinetic, … Es gibt ja noch so viele andere Möglichkeiten, waum etwas tun, was euch beiden keinen Spaß macht? ;-)

      Liebe Grüße,
      Christina

  6. Mein Pony zeigt zwar nicht die oben beschriebenen Probleme, allerdings dreht er sich beim Longieren manchmal einfach um (Kopf richtung Bande und dann Handwechsel) und will in die andere Richtung. Mittlerweile weiß ich wann, dann zupfe ich an der Longe, das er reinguckt und treibe vermehrt mit der Peitsche. Hast du da auch ne Idee?

    • Ich würde genauso reagieren wie du es tust. Wenn du da konsequent dran bleibst sollte sich das irgendwann von selbst erledigen. Natürlich ist so etwas “per Ferndiagnose”, ohne dich und dein Pferd zu kennen und zu sehen, schwer einzuschätzen ;-)

      Liebe Grüße,
      Christina

  7. ich hab bei meinem Pferd das Problem,dass er auf der linken Hand reagiert wie bei 1.

    Auf der rechten Hand funktioniert es ohne Probleme und in allen Gangarten.
    Ich muss dazu sagen,dass er erst 6 ist und noch nicht so oft longiert wurde.
    Ich dachte anfangs,dass es an der Longe liegt,aber auch bei ohne Longe laufen lassen, läuft er nich wirklch auf links. Rechts funktioniert es auch hier super.

    Ich werde deine Tipps aufjedenfall ausprobieren.
    Hoffentlich klappts dann

  8. Hallo :-)
    mein Warmblutwallach hat das Longieren voll drauf – im Schritt und im Trab. Leider fällt mir nichts mehr ein, wie ich ihn dazu motivieren kann anzugaloppieren – er gibt lieber im Trab Vollgas, auf beiden Händen. Was könnte ich probieren?
    Danke!

    • Hallo Gabi,

      so aus der Ferne ist das leider schwer zu beurteilen. Es könnte aber daran liegen, dass er sich im Galopp nicht gut balancieren kann. Hier habe ich über Übungen am Boden geschrieben, mit denen das Pferd lernt balanciert auf der Kreislinie zu laufen und die es gleichzeitig gymnastizieren: https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/. Vielleicht hilft das ja weiter =)

      Liebe Grüße,
      Christina

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