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Die Hufe unserer Pferde klappern munter auf dem alten Kopfsteinpflaster des Gut Dalwitz, während die Sonne unsere Rücken wärmt und die letzten Nebelschwaden vertreibt. Es ist ein wunderschöner Morgen Ende September und wir reiten einen Tagesabschnitt der Gutshaustour, vom Gut Dalwitz zum Gutshaus Ehmkendorf.

Wir, das sind Levke, die Besitzerin des Gutshaus Ehmkendorf, ihre Freundin Maria, meine gute Freundin Beate und ich. Eine bessere Truppe hätte ich mir nicht wünschen können für die nächsten 30km und das Hufgeklapper wird immer auch von Lachen begleitet.

(c) TMV/Herzenspferd.de

Levke ist eine wunderbare Rittführerin und streut im Gespräch immer wieder Informationen zur Geschichte der Region, den Dörfern, der Landwirtschaft und Natur um uns herum ein. Als Jägerin kennt sie sich gut mit der Flora und Fauna aus und macht uns auf Rotmilane, Wildfährten und einheimische Pflanzen aufmerksam. Hier in der Region leben die letzten Schreiadler Deutschlands – mich wundert das bei der idyllischen Landschaft nicht.

Unser Weg führt durch bunte Mischwälder, auf alten Rübenwegen an Feldern entlang und über weite Auen, durchzogen von kleinen Bächen. An den Obstbäumen am Wegesrand pflücken wir im Vorbeireiten Äpfel und Pflaumen. Und das alles unter strahlend blauem Himmel – es ist fast zu hübsch um wahr zu sein!

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Die Strecke ist wahnsinnig abwechslungsreich und viele weiche Wege laden zum Traben und Galoppieren ein. Zwischendurch reiten wir immer wieder über die für Mecklenburg-Vorpommern typischen Alleen mit zwei asphaltierten Spuren. Auf der grasbewachsenen Mittelspur traben unsere Pferde fleißig unter dem Schatten der alten Bäume. Beate und ich haben uns zwei Criollos vom Gut Dalwitz für den Tag geliehen, sie sind wunderbar bequem, nervenstark und gut zu reiten – und das beste beim Wanderreiten: Sie sind klein genug, dass man problemlos ohne Hilfe wieder aufsteigen kann, wenn man mal abgestiegen ist. Meine Stute Adelante ist die Coolness in Person und stört sich überhaupt nicht daran, dass ich in allen Gangarten an ihren Satteltaschen hantiere und meine Kameras hin und her verfrachte (so ist das Bloggerleben, Adelante und ich schleppen zwei Kameras, eine Drohne und ein Gimbal mit).

Nach ein paar Stunden im Sattel machen wir auf einer sonnigen Wiese an einem Waldrand Pause. Nicht nur die Pferde haben langsam Hunger und Durst, sondern auch wir. Unser Mittagessen wird von einer netten Helferin vorbeigebracht und ist von den Meck Schweizern. In ihrem „Fretbüdel“ haben sie uns eine Auswahl an Produkten der Region zusammengestellt: Super leckeren Käse, Butter, Marmelade, Honig, Salami, Brot und verschiedene Sorten Apfelsaft. Eigentlich weiß ich aus Erfahrung, dass man sich in der Mittagspause besser nicht zu sehr vollfrisst, wenn man noch ein paar Stunden reiten muss, aber das Essen ist so lecker, dass ich meine Vernunft kurzerhand über den Haufen werfe. Gut, dass ich eine dehnbare Reitleggings anhabe…

Frisch gestärkt und ausgeruht geht es weiter und wir tauchen ein in den kühlen Schatten des Waldes. Auf schmalen, zugewachsenen Pfaden bahnen sich unsere Pferde ihren Weg und ich ducke mich unter Ästen hindurch. Die Sonne glitzert grün durch das Blätterdach und die Vögel um uns herum zwitschern geschäftig. Ein umgestürzter Baum versperrt unseren Weg und nur Maria und ihre Stute Phine sind mutig genug um drüberzuspringen – wir anderen reiten lieber lachend drumherum und schieben es auf die kürzeren Beine unserer Pferde.

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Vor uns wird es hell und wir reiten aus dem Wald heraus in’s Recknitztal – eine weite Wiesenlandschaft, unterbrochen von einzeln stehenden Bäumen. Mein Herz macht einen Hüpfer, das ist einfach die perfekte Galoppstrecke: Gerade, weiche Wiesenwege und endlos Platz um die Pferde laufen zu lassen! Und genau das machen wir, im flotten Galopp geht es über die Wiese, mit dem Wind im Gesicht, der Sonne im Rücken und dem Schnauben der Pferde im Ohr.

Leicht außer Atem und von einem Ohr zum anderen grinsend reiten wir zwischen die hohen Bäume des nächsten Waldabschnitts. Und wenn ich dachte der Galopp über die Wiese war das Highlight, dann werde ich direkt eines besseren belehrt: Nach ein paar Minuten auf schmalen Trampelpfaden lichtet sich das Unterholz und ein weiter, spiegelglatter See liegt vor uns. Wir reiten aus dem Schatten hervor und ich hole tief Luft, während ich die Seerosen im glitzernden Wasser bewundere. Unsere Pferde sind mindestens genauso begeistert und stehen nur Sekunden später planschend im klaren Wasser. Genauso schnell werden sie aber wieder ruhig und bevor wir weiterreiten, genießen wir alle für eine Minute die friedliche Atmosphäre des Sees. Es scheint fast, als würde die Zeit kurz still stehen.

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Aber wir müssen weiter, die Sonne steht schon tief und es wird Zeit, dass wir in Ehmkendorf ankommen. Der letzte Abschnitt unserer Tour gibt noch einmal alles: Levke hat angekündigt, dass es um ihr Gutshaus herum wie im Auenland aussieht – und sie hat nicht übertrieben! Knorrige Bäume und friedlich wiederkauende Kühe werfen lange Schatten im goldenen Abendlicht, während wir über hügelige, grüne Wiesen an ihnen vorbeireiten. Als wir über den letzten Hügel kommen, erhasche ich meinen ersten Blick auf das Gutshaus zwischen seinen hohen Bäumen.

Levkes Hunde kommen uns entgegen, als wir in den Hof reiten und springen begeistert um uns herum. Wir steigen ab und versorgen erst mal die Pferde. Unsere Criollos fahren heute Abend im Hänger wieder zurück nach Hause und nutzen die Zeit bis dahin zum genüsslichen Wälzen und Fressen. Bis wir unsere Pferde einladen müssen, gibt Levke uns eine Tour durch’s Gutshaus, erzählt von seiner Geschichte und den Renovierungsarbeiten. Es ist ein beeindruckendes Haus in wunderschöner Lage und ich bin vor allem von der großen Küche mit dem alten Herd begeistert. Aber auch die gemütlichen, mit Liebe zum Detail eingerichteten Gästezimmer, der große Gemüsegarten und das Kaminzimmer mit einem flackernden Feuer im Ofen sind nicht zu verachten.

Ich freue mich sehr, dass wir die Nacht hier verbringen und genieße den gemütlichen Abend mit gutem Essen (die beste Gemüselasagne meines Lebens – das Rezept gibt es hier im Kochbuch “Kochen und Backen im Biocafé”) und netter Gesellschaft. Ein gebührender Abschluss für einen wunderschönen Tag!

Du willst auch Wanderreiten in Mecklenburg-Vorpommern? Vielleicht sogar mit eigenem Pferd? Dann findest Du hier mehr Informationen:

Wanderreiten – Infoseite des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern

Hier kannst Du Dir die ganze Tour als Video ansehen:
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Dieser Beitrag entstand mit der Unterstützung des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern / LANDURLAUB. Ich bedanke mich herzlich für die Einladung und die tolle Zeit – es wird sicher nicht mein letzter Besuch gewesen sein! Hier gibt es alle Infos rund um den Pferdeurlaub in Mecklenburg-Vorpommern.

 
 

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