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Ein faules oder triebiges Pferd zu motivieren und wieder auf feine Schenkelhilfen zu trainieren, ist gar nicht so einfach und braucht vor allem Konsequenz und Geduld.

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Wie Du ein faules Pferd flotter bekommst, den Schenkelgehorsam trainierst und woran Du an Dir selbst arbeiten musst, erkläre ich im Video (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst):

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Die Vorbereitung

Ist Dein Pferd (plötzlich) faul und triebig, solltest Du als erstes seine Gesundheit, Fütterung und Haltung überprüfen. Schmerzen (Rücken, Hufe, Zähne, etc.), unpassendes Equipment, Mangelernährung oder “Einzelhaft” in der Box können dazu führen, dass Dein Pferd sich nicht fleißig bewegen kann oder will.

Sind alle gesundheitlichen Aspekte abgeklärt, solltest Du außerdem Deine eigene Einstellung in den Blick nehmen. Gehst Du mit der Erwartung an Dein Pferd heran, dass es “ja sowieso keine Lust hat” und “wie immer faul ist”, dann wird das zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Pferde sind sehr sensibel was Stimmungen angeht und wenn Du selbst keine Freude und Energie ausstrahlst, dann wird sich das auch auf Dein Pferd übertragen – oder möchtest Du mit jemandem Zeit verbringen, der ganz offensichtlich keine Lust dazu hat?

Versuche also selbst so viel Positivität und Energie auszustrahlen wie du kannst, das hilft nicht nur Deinem Pferd, sondern auch Dir selbst. Ein Punkt, der Dir das Leben in dieser Richtung erleichtern kann, ist, Deine eigenen Erwatungen etwas herabzuschrauben: Du kannst von einem triebigen, unmotivierten Pferd nicht erwarten, dass es von heute auf morgen zum hypermotivierten Kracher wird. Es braucht einfach etwas Zeit und Konsequenz und das ist auch völlig ok so. Lerne, die kleinen Verbesserungen zu sehen, wertzuschätzen und zu belohnen!

Faule, unmotivierte Pferde reiten

Hilfengebung

Als erstes solltest Du Deine Hilfengebung überprüfen: Sitzt Du falsch oder gibst Die Hilfen zum falschen Zeitpunkt, bremst Du Dein Pferd aus oder machst es ihm unangenehm locker vorwärts zu gehen. Ein ausbalancierter, lockerer und zügelunabhängiger Sitz ist essentiell um Dein Pferd nicht zu stören!

Widersprüchliche oder missverständliche Hilfen können bei manchen Pferden dazu führen, dass sie einfach gar nichts mehr tun um nichts falsch zu machen. Lasse Deine Hilfengebung deshalb unbedingt von jemandem am Boden überprüfen, oft merkt man selbst gar nicht, dass man etwas falsch macht, weil man es sich über eine längere Zeit angewöhnt hat.

Hier findest Du tiefergehende Beiträge zur Hilfengebung und Sitz:

Intensität der Hilfen

Gibst Du die richtigen Hilfen zum richtigen Zeitpunkt, solltest Du auf die Stärke der Hilfen achten: Fange immer mit den feinstmöglichen Hilfen an!

Dein Pferd wird vermutlich anfangs nicht auf feine Schenkelhilfen reagieren. Trotzdem ist es wichtig, dass Du mit feinen Hilfen startest (auch wenn Du weißt, dass erst mal keine Reaktion kommt), damit Dein Pferd nach und nach lernt schon auf diese Hilfen zu reagieren.

Du gibst zum Treiben also erst mal feine Schenkelhilfen und wenn keine Reaktion kommt, steigerst Du diese Hilfen. Und zwar schrittweise so lange, bis Dein Pferd eine Reaktion zeigt, seit sie auch noch so klein. Sobald eine Reaktion kommt, setzt Du die Hilfen sofort kurz aus und lobst Dein Pferd. Wenn Dein Pferd wieder langsamer wird, startest Du von vorne, mit den feinen Hilfen.

Zur Steigerung der treibenden Hilfen kannst Du auch Deine Gerte einsetzen. Es geht hier nicht darum Dein Pferd zu prügeln (das solltest Du definitiv nicht tun!), aber Du sollst Deinem Pferd schon klar machen, dass Du es ernst meinst. Es bringt nichts, wenn Du permanent halbherzig Dauertreibst und Dein Pferd reagiert nicht drauf – das stumpft es tatsächlich nur noch weiter ab.

Trainingsaufbau

Bei einem faulen, unmotivierten Pferd solltest Du darauf achten, dass Du das Training abwechslungsreich gestaltest. Es sollte für’s Pferd interessant sein, ohne es dabei zu überfodern. Ich nutze zum Beispiel gerne Übungen aus der Working Equitation (Tore öffnen, Slalom reiten, über Stangen reiten, Dinge von A nach B bringen), weil die klassische Dressurübungen mit “sinnvollen” Aufgaben verknüpfen.

Achte auch darauf, dass Du viele Pausen ins Training einbaust. Pferde sind per se Energiesparer, weil sie evolutionär gesehen darauf angewiesen sind, schnell wegrennen zu können, wenn ein Raubtier kommt – deshalb versuchen sie immer möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Wenn Dein Pferd merkt, dass es immer wieder Pausen im Training hat, wird es eher gewillt sein sich zwischen diesen Pausen anzustrengen.

Ich habe vor einigen Jahren mit einem Pferd gearbeitet, dass Anfangs nicht mehr als drei bis vier Galoppsprünge gelaufen ist, bevor es wieder durchpariert hat. Bei ihm habe ich besonders darauf geachtet, dass ich entschieden habe, wann wir durchparieren (das war am Anfang dann nach zwei Galoppsprüngen) und danach direkt eine Pause gemacht habe in der er einfach stehen durfte. Wenn er sich richtig Mühe gegeben hat und wir einen Zirkel im Galopp geschafft haben, hab ich auch mal als Belohnung das ganze Training frühzeitig beendet. Mit parallelem Training des Schenkelgehorsams und entsprechender Kosequenz konnte ich ihn nach einer Woche schon mehrere Runden ganze Bahn galoppieren.

Wichtig bei faulen, triebigen Pferden ist, dass Du nicht alles auf einmal willst. Viele Übungen bauen darauf auf, dass das Pferd gut auf den Schenkel reagiert – arbeite also zuerst am Schenkelgehorsam und am frischen Vorwärts, dann erst kommen Versammlung und Dressurlektionen.

Finde heraus, was Deinem Pferd Spaß macht und baue das ins Training ein: Alles was es dazu bringt, von sich aus etwas fleißiger vorwärts zu gehen, ist hilfreich. Viele Pferde sind zum Beispiel im Gelände motivierter, dann solltest Du regelmäßige Ausritte einplanen. Auch im Gelände kannst Du Lektionen wie Schenkelweichen, Schulterherein, Tempounterschiede, Übergänge und Co. reiten!

Fazit

Es braucht Zeit, Geduld, Konsequenz und gutes Timing um ein faules, triebiges Pferd zu motivieren und auf feine Schenkelhilfen zu trainieren. Es lohnt sich aber absolut und macht das Zusammensein auf lange Sicht für Pferd und Reiter deutlich angenehmer!

Gleichzeitig solltest Du als Reiter auch Deine Erwartungen und den Charakter Deines Pferdes im Blick behalten: Du wirst aus einem Kaltblut keinen feurigen Araber machen (das muss es ja auch gar nicht sein). Suche beim Pferdekauf nicht nur mit Deinem Herzen, sondern überlege Dir auch genau, was Du mit Deinem Pferd machen möchtest und welche Charaktereigenschaften dafür wichtig sind. Wenn Du einen energiegeladenen Sportpartner suchst, ist vielleicht ein tiefenentspanntes, gemütliches Pferd nicht die richtige Wahl (das jemand anderen hingegen total glücklich machen würde).

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