Reiten bei Regen – Meine 9 Tipps für Regenwetter!

Dieser Artikel enthält werbende Inhalte. Mehr dazu liest Du hier!

Als Reiter/in sollte man definitiv nicht empfindlich sein, was schlechtes Wetter angeht – erst Recht nicht, wenn das Pferd im Offenstall steht oder man auch gerne mal längere Wanderreittouren unternimmt.

Gerade im Herbst und Frühjahr kommt man um das Reiten im Regen oft nicht herum. Worauf Du dabei achten solltest und meine Tipps wie es trotzdem ein guter Ausritt wird, erzähle ich im Video (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst):

1. Darf man ein nasses Pferd satteln?

Die Antwort auf diese Frage ist eindeutig „ja“ – wenn man es vorher sauber macht! Nasses Fell stört das Pferd nicht, aber wenn noch Schlamm oder Dreck dazu kommt, dann kann es Scheuerstellen geben.

Bevor Du Dein Pferd sattelst, solltest Du also die Sattellage und alle Stellen, an denen Equipment aufliegt (Trense, Gurt, etc.), gut reinigen. Lässt sich der Schlamm nicht mit der Bürste entfernen, kannst Du etwas warmes Wasser und einen Schwamm nutzen. Wichtig ist, dass Du nur in Fellwuchsrichtung säuberst, damit Du den Schlamm nicht tiefer ins Fell einarbeitest.

Wenn Du eine gute Sattelunterlage hast, die Feuchtigkeit transportiert (wie z.B. ein Lammfellpad), dann wird Dein Pferd nach dem Ritt vermutlich sogar trocken sein.

2. Investiere in einen guten Regenmantel

Ein guter Reitregenmantel ist vielleicht nicht günstig, aber er lohnt sich absolut (und wenn man bedenkt wie lange er hält, relativiert sich der Preis auch schon wieder). Beim Kauf solltest Du darauf achten, dass:

  • der Mantel nicht nur hinten, sondern auch vorne über den Sattel geht, damit Dir kein Wasser in den Schoß läuft,
  • die langen Seiten des Mantels an den Beinen festgemacht werden können, damit sie bei schnellerem Tempo oder Wind nicht umherflattern und das Pferd erschrecken,
  • der Mantel Reflektoren hat, damit Du auch bei schlechtem Wetter gesehen wirst.

3. Braucht das Pferd eine Regendecke?

Dein Pferd braucht nur dann eine Regendecke beim Reiten, wenn es geschoren ist und schnell kalt bekommt, wenn es nass wird. Ungeschorene Pferde haben mit ihrem Fell den Regenschutz schon eingebaut: Das Wasser perlt von der oberen Fellschicht ab und die Unterwolle bleibt trocken.

4. Reflektoren für mehr Sicherheit

Regenwetter bedeutet gleichzeitig oft schlechte Sicht. Damit Du von anderen Menschen im Wald und auch Autofahrern gut gesehen wirst, solltest Du Reflektoren an Dir und/oder an Deinem Pferd haben (z.B. am Mantel, an den Schuhen, Gamaschen, Schweifband, etc.).

Solltest Du abends in der Dämmerung unterwegs sein, kann es auch Sinn machen mit einer Helm- oder Stiefellampen unterwegs zu sein.

5. Achte auf den Untergrund

Beim Reiten im Regen musst Du vor allem auf den Untergrund achten: Gerade wenn es schlammig ist, solltest Du das Tempo unbedingt den Gegenbenheiten anpassen und langsam machen.

Vor allem in Kurven, an Steigungen oder bei unterspülten Wegen ist Vorsicht geboten. Viele Pferde wissen instinktiv, wo sie vorsichtig sein müssen – wenn Dein Pferd also an einer Stelle besonders langsam macht oder vielleicht auch nicht weitergehen möchte, solltest Du besonders aufpassen.

6. Gehe nicht bei Sturm in den Wald

Reiten bei Regen ist kein Problem – anders sieht es bei Sturm aus! In Nadelwäldern solltest Du ab Windstärke 6 nicht mehr reiten, in allen anderen spätestens ab Windstärke 8. Ich persönlich gehe (und reite) ab Windstärke 6 nicht mehr in den Wald.

7. Genug Zeit zum Abschwitzen einplanen

Kommst Du vom Ausritt zurück und Dein Pferd hat geschwitzt, solltest Du unbedingt genug Zeit zum Abschwitzen einplanen. Diese Zeit kannst Du etwas verkürzen, wenn Du schon die letzten 15-20 Minuten des Ausritts im Schritt reitest, damit Dein Pferd nicht dampfend am Stall ankommt.

Ist Dein Pferd geschwitzt, kannst Du es mit einer Abschwitzdecke an einen überdachten Ort stellen. Wichtig ist, dass es nicht auf die Abschwitzdecke draufregnet, weil sie sonst ihre Funktion des Wasserabtransports von innen nach außen nicht richtig ausführen kann.

Auf keinen Fall solltest Du Dein Pferd verschwitzt in den Regen auf die Koppel stellen, weil es dann schnell auskühlen und krank werden kann.

8. Nasses Equipment pflegen

Das nasse Equipment solltest Du sauber machen, gut trocknen und evtl. mit Lederbalsam pflegen. Regen- oder Abschwitzdecken am besten nicht im Spind, sondern draußen zum Trocknen aufhängen. So trocknen sie schneller und es wird nicht unnötig Feuchtigkeit in den Spind gebracht.

Regnet es schon eine Zeitlang und die Sattelkammer und der Spind sind klamm, kann es Sinn machen die Sachen zum Trocknen mit nach Hause zu nehmen, damit sie nicht schimmeln. Ledersachen dabei auf keinen Fall an der Heizung trocknen, da das Leder sonst brüchig werden kann.

9. Kiste/Wanne im Auto für dreckige Sachen

Ich habe eine große Plastikwanne im Kofferraum, in die ich nach Regen-Ausritten oder bei Schlammwetter meine Reitsachen (Schuhe, Stiefel, Chaps, Mantel, etc.) legen kann. So bleibt das Auto sauber und ich kann alles in einem Schwung zum Trocknen mit ins Haus nehmen.

Was sind Deine Tipps für Regenwetter am Stall? Schreib sie in die Kommentare!

Folge
Herzenspferd

Folge
Herzenspferd

Youtube

Instagram

TikTok

Pinterest

Facebook

Christina

Christina

Vor über 30 Jahren saß ich zum ersten Mal auf einem Pferd.
Seitdem habe ich viel erlebt und gelernt, hatte Erfolge und
Misserfolge, bin gestürzt und wieder aufgestiegen.
All diese Erfahrungen und mein Wissen aus vielen Jahren mit unterschiedlichsten Pferden teile ich hier mit Dir – natürlich immer
fair & pferdefreundlich.

Beliebte Artikel

Richtig treiben in Schritt, Trab und Galopp!

Eigentlich ist es ganz einfach, richtig zu treiben. Trotzdem ist es eines der Dinge, die viel falsch gemacht und gar nicht - oder falsch - erklärt werden. Ein paar häufige Fehler sind: Mit den Fersen treiben (und dabei die Fersen hochziehen) Dauertreiben mit beiden...

7 häufige Fehler der Handhaltung beim Reiten [Video]

Die richtige Handhaltung ist essentiell, wenn der Reiter feine Zügelhilfen geben und mit ruhiger Hand reiten will. Welche Fehler Du vermeiden solltest, welche Auswirkungen diese auf Pferd und Reiter haben und wie die richtige Handhaltung aussehen soll, erkläre ich im...

Einfacher Galoppwechsel: So klappt’s! [Video]

Der einfache Galoppwechsel ist eine Lektion, die von Reiter und Pferd einiges an Konzentration und gut abgestimmter Hilfengebung (bzw. Reaktion auf die Hilfen) verlangt. Wie ein einfacher Galoppwechsel aussieht, welche Hilfen zum Einsatz kommen, welche Fallstricke es...

Ist Leichttraben wirklich leicht? Die 5 häufigsten Fehler beim Leichttraben

"Ich trabe nur leicht, aussitzen kann ich überhaupt nicht" Diese Aussage habe ich schon von ziemlich vielen Reitern gehört. Wenn sie das Leichttraben einmal gelernt haben fällt es den meisten Reitern deutlich einfacher als das Aussitzen. Dabei hat das Leichttraben...

Mit dem inneren Schenkel an den äußeren Zügel reiten – So geht’s!

"Mit dem inneren Schenkel an den äußeren Zügel reiten" ist eine Aussage, die ich in meinem Leben als Reitschülerin öfter gehört hab als ich zählen kann. Dabei hat das als Reitanfängerin für mich wenig Sinn gemacht: Wie soll das klappen, mein Pferd mit dem äußeren...

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Christina

Christina

Vor über 30 Jahren saß ich zum ersten Mal auf einem Pferd.
Seitdem habe ich viel erlebt und gelernt, hatte Erfolge und
Misserfolge, bin gestürzt und wieder aufgestiegen.
All diese Erfahrungen und mein Wissen aus vielen Jahren mit unterschiedlichsten Pferden teile ich hier mit Dir – natürlich immer
fair & pferdefreundlich.

Christina

Christina

Vor über 30 Jahren saß ich zum ersten Mal auf einem Pferd. Seitdem habe ich viel erlebt und gelernt, hatte Erfolge und Misserfolge, bin gestürzt und wieder aufgestiegen.
All diese Erfahrungen und mein Wissen aus vielen Jahren mit unterschiedlichsten Pferden teile ich hier mit Dir – natürlich immer fair & pferdefreundlich.