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	<title>Vertrauen Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<item>
		<title>Mit Pferden längs durch Deutschland: Simone Hage über Beziehungsaufbau, Vertrauen, Loslassen und Freiheit!</title>
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					<comments>https://herzenspferd.de/simone-hage-pferd-beziehungsaufbau-vertrauen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2019 05:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor ein paar Wochen hatte ich die große Freude, ein ganz besonderes Telefongespräch zu führen. Am anderen Ende der Leitung (und in Dänemark), saß mir Simone Hage gegenüber. Simone ist mit ihrer Herde (zwei Konikstuten, einem Hund und ihrer Freundin Valeska samt Pferd) von Bayern bis an die Ostsee und dann alleine weiter nach Dänemark [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[    <div id="aesop-quote-component-5934-1"          class="aesop-component aesop-quote-component   alignfull  aesop-component-align-center  aesop-quote-type-block   quote-left-right quote-has-image" style="background-color:#282828;background-image:url(https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2019/03/IMG_20180807_122527-1.jpg);background-size:cover;background-position:center center;color:#ffffff;height:300px;width:100%;visibility:hidden;">

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                        style="font-size:2em;color:#ffffff;">
                <span>„Jetzt wirst du normal und bleibst zu Hause, kümmerst dich um dein Pony und machst die Schule fertig“</span>
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            </div>
            



<div class="td-paragraph-padding-2">
<p>Vor ein paar Wochen hatte ich die große Freude, ein ganz besonderes Telefongespräch zu führen. Am anderen Ende der Leitung (und in Dänemark), saß mir Simone Hage gegenüber. Simone ist mit ihrer Herde (zwei Konikstuten, einem Hund und ihrer Freundin Valeska samt Pferd) von Bayern bis an die Ostsee und dann alleine weiter nach Dänemark geritten. Eine Reise mit Höhen und Tiefen und vielen wertvollen Erfahrungen. Unser Gespräch hat mich gerührt und lachen lassen, ich habe mitgefühlt und nachgedacht. Einen kleinen Einblick, was so eine Reise mit einem und der Beziehung zu seinen Pferden so macht, gibt es heute im Interview!</p>
</div>



<div class="td-paragraph-padding-2">
<h3><strong>Christina: Wie bist Du denn auf die Idee gekommen, mit Deinen Pferden von Bayern nach Dänemark zu reiten?</strong></h3>

<p></p></div>


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        </div>
        



<p class="wp-block-paragraph">Simone: Einmal mit dem eigenen Pferd durch die Gischt quer über den Sandstrand fliegen. Völlig frei, den Wind durch die Mähne wehend. Wer von uns hegt diesen Traum nicht? Dieser Traum war tatsächlich mein anfänglicher Antrieb, fernab von unseren Bergen in den hohen Norden aufzubrechen. Mit meiner Herde. Ich wollte dort unbedingt hin, also musste ich eben einfach hin reiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber fangen wir mal ganz von vorne an: Ich bin seit Jahren als Backpacker auf Reisen und liebe es, mich überall ein Stück weit zu verwurzeln. Mein Motto war, möglichst unabhängig und frei zu leben. Als ich völlig ungeplant den Kaufvertrag meiner Konikstute Coco unterschrieb, machte mein Leben eine deutliche Wendung und ich dachte mir „Jetzt wirst du normal und bleibst einfach zu Hause, kümmerst dich um dein Pony und machst die Schule fertig“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das dachte ich damals. Das Reisefieber hat mich wie erwartet allerdings einfach nicht losgelassen, also war schnell klar, ich will das Reisen mit den Pferden verbinden! Damit war die Idee unseres Wanderritts ans Meer geboren. Da so ein Abenteuer mit einem Pferd alleine allerdings nicht fair ist, habe ich Luna gekauft. Sie war ein rohes Wildpferd aus Polen und in ziemlich schlechtem Zustand, aber ich habe vom ersten Gefühl an gespürt „die ist es, die muss mit!“.<br>Schon früh durfte ich lernen, solchen Gefühlen zu folgen, denn dann passieren die besten Dinge und alles fügt sich wie von selbst!</p>



<div class="td-paragraph-padding-2">
<h3><strong>Wie hast Du Deine Pferde auf eure Reise vorbereitet? Und wie Dich?</strong></h3>
<p>Ich selbst habe zu Hause alles Organisatorische geregelt und abgeschlossen, weil ich nicht wusste, wann und ob ich jemals wieder zurück kehre.</p>
<p>Für den Wanderritt an sich habe ich gar kein spezielles Training vollführt. Meine Priorität war, erstmal Luna reitbar zu machen: Sie musste sich anfassen lassen, die Basics lernen und ein gutes Gefühl mit uns Menschen entwickeln.</p>
<p>Zwei Wochen vor Start des Ritts habe ich meine Ponys einander vorgestellt. Am 7. Juni sind wir dann einfach losgeritten: Ich, meine Koniks, Jack der Hund, meine Freundin Valeska und ihr Spanier – unsere eigene, kleine Herde. Die Basics und Abläufe haben zu diesem Zeitpunkt funktioniert, aber ansonsten waren wir überhaupt nicht vorbereitet. Wir haben mit kleinen Tagesetappen von 20 km angefangen und uns langsam auf bis zu 45 km gesteigert. Die Pferde wurden also quasi auf dem Weg trainiert. Das hat super funktioniert, man darf ja auch nicht vergessen, dass Pferde von Natur aus Lauftiere und für solche weiten Strecken gemacht sind. Gerade die Wildpferde können einfach unglaublich viel!</p>

<p></p></div>


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        </div>
        



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Hattest Du eure Unterkünfte auf der Strecke vorgeplant oder dann einfach jeden Abend etwas gesucht, wo Du gerade warst?</strong></h3>


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        </div>
        



<p class="wp-block-paragraph">Es war gar nichts geplant, wir haben einfach abends in den Dörfern gefragt wer Platz für unsere Ponys hat. Somit waren wir komplett auf die Gastfreundschaft von Fremden angewiesen – und das hat wunderbar geklappt! Ich glaube an das Gesetz der Anziehung und die Theorie, dass wir in anderen Menschen finden, was wir selbst ausstrahlen. Somit war die Suche nach Unterkünften hauptsächlich Arbeit an uns und unseren Glaubenssätzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Pferde sind meist auf Paddocks oder Wiesen untergekommen und wir haben im Freien oder im Heu übernachtet. Manchmal haben wir die Ponys auf endlos großen Wiesen einfach in fremde Herden stellen dürfen oder sie sind Nachts ihre Koppelnachbarn besuchen gegangen &#8211; langweilig wurde es nie für unsere Horde!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teilweise sind wir noch in den Sonnenuntergang hinein geritten und haben im Dunkeln nach einer Wiese gesucht. Das bedarf einfach Vertrauen ins Leben und die Menschen – und wir wurden nie enttäuscht! Eine Reise wie diese wird gerade durch die Begegnungen mit anderen Menschen magisch, wir müssen uns nur öffnen und Tiefe zulassen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was war denn die „spannendste“ Unterkunft die ihr hattet und was die Schönste?</strong></h3>


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        </div>
        



<p class="wp-block-paragraph">Je weiter wir in den Norden kamen, desto kurioser wurden die Zäune. Teilweise waren es einfache Gräben oder Seile auf 40cm Höhe, die mich jeden Abend sehr dankbar für unsere Gps-Tracker an den Pferden werden ließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Negative Erlebnisse hatten wir eigentlich kaum. Natürlich gab es auch „gruselige“ Bauern mit ganz komischer Aura, aber das war nicht die Regel. Nur einmal hatten wir ein schlechtes Erlebnis mit fremden Pferden auf der Koppel neben unseren, die durch den Zaun stürmten und unsere Ponys blutig gejagt und gebissen haben. Ein 1,80 Warmblut mein kleines Pony im Galopp zu Boden drücken zu sehen war der blanke Horror für mich&#8230; Zum Glück hatte gerade Luna einen großen Schutzengel an ihrer Seite! Diese Nacht war mir eine große Lektion, die Finger von Dingen mit schlechtem Bauchgefühl zu lassen. Shit keeps happening, till we learn!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere schönste Unterkunft war unsere letzte gemeinsame in einem Naturschutzgebiet bei Lübeck, dort konnten wir die Pferde frei mit Schafen auf einer riesigen Wiese laufen lassen und direkt bei ihnen schlafen. Es war ein Traum morgens mit den Pferden in einer solchen Kulisse wach zu werden!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Welche Gegenstände sind auf so einem Ritt am Nützlichsten? Welche hättest Du auch zu Hause lassen können?</strong></h3>


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<p class="wp-block-paragraph">Wir waren extrem minimalistisch mit zwei kleinen Vorderpacktaschen unterwegs. Am wichtigsten waren für mich Trinkflaschen, Taschenmesser, Baumwollzügel und Equizaum. Damit hat man Halfter, Trense und Kappzaum in einem, das spart einfach unglaublich viel Gepäck. Ansonsten natürlich eine kleine Erste Hilfe Tüte für Mensch und Pferd mit Arnika und Kaschmida Elixier gegen Koliken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je weniger Gepäck du hast, desto freier bist du!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was waren eure größten Herausforderungen?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die größten Herausforderungen sind die, die aus uns selbst kommen. Auf so einer Reise muss man lernen, nicht stetig alles unter Kontrolle haben zu können, Dinge geschehen zu lassen, das Leben machen zu lassen und auch mal emotional loszulassen. Gerade bei der Unterkunftssuche muss man lernen darauf zu vertrauen, dass schon alles gut wird. Und wenn unser Glaube daran komplett überzeugt ist, funktioniert es auch ganz sicher!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Herausforderung war natürlich, so viel Zeit so intensiv mit einem anderen Menschen und den Tieren zu verbringen. Meine beste Freundin Valeska war mit uns bis zur Ostsee unterwegs, das ist zwar ein absoluter Traum, aber ganz klar geht man sich da auch mal auf die Nerven und es ist nicht immer einfach, alle Wünsche und Bedürfnisse zu vereinen. Ich glaube, so ein Abenteuer bringt Menschen entweder auseinander oder macht unzertrennbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch mit den Tieren ist es manchmal nicht einfach, gerade wenn die Pferde unterschiedliche „Wohlfühltempi“ haben und man eins permanent bremsen und das andere permanent anfeuern muss. Das geht einem dann schon manchmal auf die Nerven und man vergisst, was für ein Geschenk es ist, so viel Zeit mit seinen Pferden verbringen zu können und solche Erfahrungen mit ihnen zu teilen. Nähe kommt eben manchmal doch mehr durch Distanz.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Nachdem wir an der Ostsee angekommen waren, haben sich unsere Wege vorerst getrennt und ich bin allein in die letzten 500 km aufgebrochen – mit zwei jungen Pferden und einem Hund. Das war definitiv nicht immer einfach und manchmal echt nervenraubend, aber wir haben es geschafft und ich habe so viel von denen gelernt!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erinnere mich noch ziemlich klar an einen Abend, als ich alleine am Meer saß und nicht wusste, wohin es als nächstes gehen sollte. Mein ursprüngliches Ziel in Norwegen hatte sich gerade wegen diverser Umstände in Luft aufgelöst und ich hatte die endlose Freiheit zu entscheiden, wie es weitergehen soll. So viel Freiheit bringt aber auch viel Unsicherheit und Ungewissheit&#8230; Also saß ich abends am Meer mit meinem Kompass, mir standen alle vier Himmelsrichtungen offen und ich wusste nicht wohin als nächstes – wie so oft im Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube, das ist generell eine der größten Herausforderungen unserer Menschheit: In dem Meer voller endloser Möglichkeiten unseren eigenen Weg zu finden! Mein Gefühl formte sich an diesem Abend zu dem Drang nach Dänemark weiter zu ziehen. Um nicht noch mehr Zeit zu vergeuden brach ich gleich am nächsten Morgen auf – immer gen Norden! Voller Vertrauen, dass das Universum schon auf uns aufpasst.</p>


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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wie haben sich Deine Pferde bzw. eure Beziehung auf der Reise verändert?</strong></h3>


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<p class="wp-block-paragraph">Unsere Beziehung hat sich total verwandelt! Wer so viel Zeit miteinander verbringt, baut eine unglaublich intensive Verbindung auf. Man wird zur Herde. Wir wurden eine Herde. Als Mensch ist man Teil der Herde, völlig egal, dass man kein Pferd ist. Die Herde trägt alles mit, jeder ist mit den anderen verbunden. Das wurde teilweise sogar körperlich, Sillero hatte eines Tages ein entzündetes Auge, am nächsten Morgen hatte Valeska eine Augenentzündung. Oder ich hatte Bauchweh und am nächsten Tag bangte ich um meine kolikende Luna.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teilweise wird es irrelevant zu sprechen oder physische Signale zu geben, allein der Gedanke genügte. Wir wurden vom Leittier Mensch zum Herdenmitglied.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Gefühl bescherte uns die schönsten Erinnerungen überhaupt, eine davon fand mitten im Harzer Wald statt. Unsere Herde war komplett frei, Luna marschierte mit dem Gepäck vornweg, wir saßen auf Sillero und Coco. Plötzlich setzte die Herde sich in Bewegung und die Pferde donnerten einen schmalen Pfad den Berg hinauf. Ein kurzer Blick und wir wussten beide: „Let them free!“. Wir hätten binnen Sekunden durchparieren können, aber warum müssen wir immer alles unter Kontrolle haben, wenn die Gegebenheiten passen? Es wäre vernünftig. Aber um vernünftig zu sein, lieben wir den wehenden Wind in unseren Mähnen zu sehr. Wir waren frei, einfach frei!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ganz klar, dass diese Freiheit nur durch gewisse Rahmenbedingungen möglich ist und wir Menschen die Ausrüstung erst ablegen dürfen, wenn das Pferd auch ohne mechanische Einwirkung jederzeit anzuhalten ist. Das beruht auf viel Training, Vertrauen und Vorsicht. Sowas geht nicht immer und überall und kann nicht erzwungen werden, aber manchmal ist es lohnenswert seinen Rahmen zu weiten, loszulassen und zu vertrauen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was waren die schönsten Momente auf der Reise?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ankunft am Meer! Alle 4 Tiere heil nach oben gebracht zu haben und sie alle so strahlen zu sehen. Es wird noch Monate dauern bis ich realisieren kann, was wir da eigentlich gemacht haben. Ganz glauben werde ich es wahrscheinlich nie können. Zum Glück haben wir unsere Tagebücher, all die Fotos und so viele Erinnerungen, wie im Galopp durch den Sand zu fliegen und die Gischt der Wellen im Gesicht zu spüren, das ist pures Leben!</p>


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<h3 class="wp-block-heading">&nbsp;</h3>



<div class="td-paragraph-padding-2">
<strong>Vielen herzlichen Dank für das spannende Interview liebe Simone!</strong>

</div>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/6906814abfb64ecf9124b362ccd22136" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"/></figure>



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<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/simone-hage-pferd-beziehungsaufbau-vertrauen/">Mit Pferden längs durch Deutschland: Simone Hage über Beziehungsaufbau, Vertrauen, Loslassen und Freiheit!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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		<title>Die ersten Schritte mit dem Jungpferd und mit Schauspiel zur besseren Kommunikation</title>
		<link>https://herzenspferd.de/jungpferd-trainieren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Dec 2018 15:30:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Jungpferd]]></category>
		<category><![CDATA[Jungpferdetraining]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anna Eichinger ist lizensierte Branderup-Trainerin und ich verfolge sie schon eine ganze Weile auf ihrer Seite &#8222;Einfach Reiten&#8220; und bin begeistert von ihrem Umgang mit ihren Pferden und ihrer freundlichen, aufgeschlossenen Art. Seit ein paar Monaten bildet sie einen jungen Lipizzaner aus und ich freue mich über jedes Bild des harmonischen Paars. Weil ich immer [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Anna Eichinger ist lizensierte Branderup-Trainerin und ich verfolge sie schon eine ganze Weile auf ihrer Seite <a href="https://annaeichinger.com/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Einfach Reiten&#8220;</a> und bin begeistert von ihrem Umgang mit ihren Pferden und ihrer freundlichen, aufgeschlossenen Art. Seit ein paar Monaten bildet sie einen jungen Lipizzaner aus und ich freue mich über jedes Bild des harmonischen Paars.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil ich immer mal wieder Leserfragen zum Jungpferdetraining bekomme und ich finde, dass Anna das so super macht, habe ich sie mir vor ein paar Tagen zum Interview geschnappt. Hier also ihre Tipps und Ratschläge rund um&#8217;s Thema Vertrauens- und Beziehungsaufbau, die ersten Schritte mit Deinem Jungpferd &#8211; und wie Dir Schauspiel dabei helfen kann, besser zu kommunizieren:</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die erste Zeit mit dem Jungpferd &#8211; Beziehungsaufbau</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Herzenspferd: Hi Anna, schön, dass Du hier bist! Du hast Dir ja noch gar nicht so lange her ein junges Pferd gekauft. Wie sahen denn Deine ersten Wochen mit neuem Pferd aus?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anna Eichinger:</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright"><img decoding="async" src="https://annaeichinger.com/wp-content/uploads/2017/03/conversano_k.jpg" alt=""/><figcaption class="wp-element-caption">(c) Anna Eichinger</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte bei &#8222;Konrad&#8220; (Conversano Aquileja) direkt ein sehr gutes Bauchgefühl. Wir waren uns von Anfang an sympathisch, deshalb war der Beziehungs- und Vertrauensaufbau sehr einfach und schnell. Bei einem Pferd, das so wie er <strong>artgerecht in der Herde aufgewachsen ist und gut sozialisiert wurde</strong>, hat man es immer etwas leichter mit dem Vertrauensaufbau als bei einem Pferd, das vielleicht schon schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat. Pferde, die in einer Herde groß geworden sind, können Körpersprache besser lesen und es besteht von Anfang an eine bessere Basis für die Kommunikation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kommt natürlich auch noch, dass es bei jedem Pferd ein bisschen anders läuft. Meine Stute Tarabaya hat zum Beispiel aufgrund ihrer negativen Vorerfahrungen deutlich mehr Zeit gebraucht als Konrad, man muss da individuell auf&#8217;s Pferd eingehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich Konrad bekommen habe, war er 3,5 Jahre alt. Zum gegenseitigen Kennenlernen und Beziehung aufbauen, habe ich vor allem</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zeit mit ihm verbracht, ohne etwas von ihm zu wollen und zu &#8222;arbeiten&#8220;,</li>



<li>ich habe ihn ausgiebig geputzt,</li>



<li>wir sind viel Spazieren gegangen,</li>



<li>ich habe ihm spielerisch neue Sache gezeigt und</li>



<li>in meinem Zusammensein mit ihm viel ehrliche Freude ausgestrahlt.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Aufzucht des Pferdes passt und es keine schlechten Vorerfahrungen gemacht hat, dann geht das mit dem Vertrauensaufbau in der Regel schnell und unkompliziert. Natürlich ist auch gegenseitige Symapthie wichtig, aber man kann auch eine gute und enge Beziehung aufbauen, wenn es keine &#8222;Liebe auf den ersten Blick&#8220; ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die ersten Schritte im Training mit einem Jungpferd</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Herzenspferd: Nun ist ja der Beziehungsaufbau &#8222;nur&#8220; der erste Schritt. Was sind denn die ersten Schritte in der Akademischen Reitkunst mit einem Jungpferd, wenn es um das Thema Training geht?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anna:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier habe ich ganz entspannt mit <strong>Führübungen am Halfter</strong> gestartet. Am Halfter deshalb, weil ich erst mal mit Konrad am Halfter spazieren gehen wollte. Eine Formgebung, wie man sie z.B. am Kappzaum trainiert, ist zu dem Zeitpunkt noch nicht wichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Übungen am Halfter ging es mir zunächst darum, eine <strong>Basis der Kommunikation und für gemeinsame Bewegung</strong> zu schaffen. Übungen sind zum Beispiel gemeinsames Loslaufen und Stehenbleiben. Hier achte ich vor allem auf die <strong>Synchronität der Bewegungen</strong>, das heißt ich laufe nicht los und ziehe das Pferd hinterher, sondern ich gebe ein klares körpersprachliches Signal zum Loslaufen und nehme dann Rücksicht auf mein Pferd, indem ich ihm die Zeit gebe mit mir gemeinsam loszulaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das verlangt von mir natürlich, dass ich meinen Körper sehr bewusst und achtsam zur Kommunikation einsetze und auch auf mein Pferd und seinen Ausdruck achte. Diese gegenseitige Rücksichtnahme und Synchronität der Bewegungen ist ein wichtiger Punkt und Basis jeden Pferdetrainings, für den man sich genug Zeit lassen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Grundlagen am Halfter erarbeitet waren und gut funktionierten, habe ich Konrad den <a href="https://www.hillbury.de/Kappzaum/" target="_blank" rel="nofollow noopener"><strong>Kappzaum</strong></a> gezeigt und begonnen ihn daran zu gewöhnen. Dazu gehört nicht nur, dass er den Kappzaum trägt, sondern auch, dass ich den Kappzaum überall anfassen kann während er ihn trägt und dass ich seinen Kopf damit bewegen kann. Auch hier ging es noch nicht darum, eine Form oder Kopfhaltung vorzugeben, sondern ihn nur mit dem Gefühl des Kappzaums vertraut zu machen. Dafür lasse ich mir so viel Zeit wie nötig (vor allem bei Pferden mit negativen Vorerfahrungen sollte man Geduld und Zeit mitbringen).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der nächsten Trainingsstufe wiederhole ich dann die Übungen, die er vom Training mit dem Halfter kennt, mit dem Kappzaum. Wenn etwas unklar ist, kann ich immer wieder auf die am Halfter erarbeiteten Signale zurückgreifen. Auch hier ist es wieder wichtig sich Zeit zu lassen: Die Trainingssequenzen können auch nur ganz kurz sein (5-10 Minuten) &#8211; lieber etwas kürzer und positiv abschließen, als sich zu lange an etwas festbeißen und das Pferd überfordern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Funktionieren die Führübungen mit dem Kappzaum, kann man langsam damit beginnen dem Pferd die <strong>Formgebung am Kappzaum</strong> zu erklären. Hier kann man auch die Gerte als verlängerten Arm mit einbeziehen und dem Pferd spielerisch zeigen (auch mal mit der Gerte über den Rücken streichen, die Kruppe bewegen, etc.). Auf dieser Stufe kann man langsam die Sekundarhilfen (Gerte, Schenkel, Hand) entwickeln und es ist nur wenig Handeinwirkung nötig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Einheiten am Kappzaum können sehr genau und exakt sein, aber es ist auch wichtig, dass man <strong>viele spielerische Phasen</strong> oder ganze Einheiten einbaut, in denen sich das Pferd in seinen <strong>Bewegungen ausprobieren</strong> und eigene Ideen einbringen darf (Freiarbeit, Spazieren gehen, etc.). Phasen hoher Konzentration und Genauigkeit dauern bei mir oft nicht länger als 5-10 Minuten. Denkt von eurem Jungpferd als Kind, das auch mal Purzelbäume schlagen will und darf. Wir Menschen müssen aufpassen, dass wir im Training <strong>nicht zu verkopft</strong> werden und experimentierfreudig bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Idealerweise baut ihr das Training so auf, dass euer Pferd denkt eine Übung wäre seine eigene Idee gewesen. <strong>Wichtig ist eben, dass das Pferd Spaß hat und nicht überfordert wird.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>DO&#8217;s und DONT&#8217;s im Jungpferdetraining</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Herzenspferd: Du hast einige wichtige Dinge aufgezählt &#8211; was würdest Du denn sagen sind NoGos im Jungpferdetraining und was ist besonders wichtig?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anna:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wichtigsten Punkte beim Training von Jungpferden sind für mich:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Spaß und Motivation</li>



<li>Gesunde Balance zwischen Spannung und Entspannung</li>



<li>Nicht jeden Tag &#8222;arbeiten&#8220; oder üben und nicht zu verbissen am Gleichen arbeiten</li>



<li>Tage einbauen, an denen man einfach nur Zeit mit dem Pferd verbringt, ohne &#8222;etwas zu wollen&#8220;</li>



<li>Dem Pferd Abwechslung bieten</li>



<li>Eine gute Balance finden zwischen dem Lernen von Neuem und der Wiederholung von Übungen, die bereits gut klappen (das baut das Selbstbewusstsein des Pferdes auf)</li>



<li>Überforderung vermeiden</li>



<li>Nicht zu verkopft werden und auch spontan auf Vorschläge des Pferdes eingehen können.</li>



<li>Sich bewusst sein, dass junge Pferde auch in die Pubertät kommen: Wir können nicht immer nur beste Freundin sein, manchmal müssen wir auch Grenzen setzen &#8211; und das ist ok! Unsere Pferde haben uns danach immer noch gern.</li>



<li>Extreme vermeiden: Ich sehe viele Menschen, die entweder nur der Freund ihres Pferdes sein wollen und dabei die Erziehung vernachlässigen oder Menschen, die dauerhaft extrem streng sind. Man hat für sein Pferd aber nicht nur eine Rolle: Man ist Freund, Pfleger, Pädagoge, Schüler, &#8230; und es gilt da einen gesunden Mittelweg zu finden.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Als unerfahrener Reiter ein Jungpferd kaufen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Herzenspferd: Du hast ja schon sehr viel Erfahrung im Training von Pferden. Wie viel Erfahrung sollte man Deiner Meinung nach haben, bevor man sich ein Jungpferd kauft?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anna:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist eine schwierige Frage, die man so pauschal nicht beantworten kann. Ich selbst habe mein erstes Jungpferd mit 13 Jahren bekommen &#8211; bin aber auch mit Pferden groß geworden. Die geplante Unterstützung durch eine Trainerin hat nicht in dem Umfang funktioniert, wie wir uns das gewünscht haben, aber es hat trotzdem geklappt. Da war natürlich auch eine gute Portion Glück mit im Spiel &#8211; mein großer Vorteil war, dass das Pferd keine schlechten Erfahrungen gemacht hatte und unsere Beziehung von Anfang an sehr gut war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man sich als wenig erfahrener Reiter ein Jungpferd kauft, sollte man unbedingt darauf achten, dass es <strong>artgerecht aufgewachsen und gut sozialisiert</strong> ist und keine schlechten Vorerfahrungen gemacht hat. Das erleichtert das Training ungemein und mit etwas <strong>professioneller Hilfe</strong> können Pferd und Reiter gemeinsam lernen und wachsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die etwas unsicher sind und sich <strong>Hilfe suchen</strong>, bessere Trainer für ihre Pferde sind, als jemand, der denkt er wüsste schon alles und keine Hilfe annimmt. Dazu gehört natürlich auch Selbstreflexion und Dinge zu hinterfragen &#8211; und vielleicht auch zu manchen Ratschlägen nein zu sagen &#8211; man ist immer Anwalt für sich und sein Pferd.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Auswahl des Pferdes: Wenn ich zum Beispiel schon einen Bandscheibenvorfall hatte, sollte ich mir vielleicht nicht das Pferd mit den wahnsinnigen, schwer zu sitzenden Bewegungen kaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber mit einem Pferd aus guter Aufzucht, professioneller Hilfe und ohne Zeitdruck kann man sich durchaus auch als nicht so erfahrener Reiter ein Jungpferd kaufen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mit Schauspielübungen zur klaren Kommunikation mit Deinem Pferd</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Herzenspferd: Was kann man sich unter Schauspielübungen für Reiter vorstellen? Eigentlich heißt es doch immer man muss authentisch sein am Pferd?!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anna:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Unbedingt &#8211; und das ist auch kein Wiederspruch!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während meines Studiums in Wien war ich auch in einer Schauspielschule. Im ersten Jahr lernen die Teilnehmer dort, <strong>authentisch zu kommunizieren und ihre Gefühle wieder nach außen zu tragen</strong>. Das machen wir in unserem täglichen Leben nämlich oft gar nicht mehr, wir sind eben nicht authentisch. Denke nur mal daran, wenn jemand fragt wie es Dir geht: Die meisten Menschen antworten auf diese Frage nicht ehrlich und es gibt viele andere Punkte im Leben, an denen wir eine ehrliche Kommunikation unserer Gefühle verlernt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kommt, dass viele Menschen nichts mit ihrem Körper aussagen. Da steht dann zum Beispiel ein Horsemanship Schüler in der Halle und soll sein Pferd aus seinem persönlichen Bereich schicken, schaut aber ohne Körperspannung auf seine Füße während er das akustische Signal gibt &#8211; und wundert sich, warum das Pferd nicht reagiert. Wie vorhin erwähnt, ist die Körpersprache das wichtigste Mittel, das wir zur Kommunikation mit unseren Pferden haben! Im Schauspielunterricht lernt man nicht nur seine Gefühle authentisch auszudrücken, sondern auch <strong>ganz bewusst seine Körpersprache einzusetzen</strong> (Bewegung, Atmung, Blick, Präsenz, etc.). Also genau das, was wir im Pferdetraining brauchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Problem vieler Reiter ist, dass sie <strong>Lob nicht ehrlich freudig rüberbringen können</strong>. Gerade wenn man sich sehr konzentriert, strahlt man beim Loben oft keine ehrliche Freude aus. </p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>♥ <a href="https://annaeichinger.com/blog/" target="_blank" rel="noopener">Hier geht es zu Annas Blog</a>, auf dem sie um viele spannende Themen rund um das Pferdetraining nach den Prinzipien der Akademischen Reitkunst schreibt.</strong></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/1580f5fb87c14fabb70592d743659ee3" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"/></figure>



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		<title>So gewinnst Du den Respekt Deines Pferdes &#8211; ganz ohne Gewalt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2015 13:40:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Respekt]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Zeig ihm mal wer der Boss ist!&#8220; &#8222;Die will Dich verarschen, setz Dich durch!&#8220; Diese oder ähnliche Sätze haben wir sicher alle schon gehört. Meistens werden sie gefolgt von einem Vorschlag, wie man denn nun reagieren soll. Und in der Regel ist das mit Gewalt &#8211; das Pferd soll in seine Schranken gewiesen werden und [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>&#8222;Zeig ihm mal wer der Boss ist!&#8220;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>&#8222;Die will Dich verarschen, setz Dich durch!&#8220;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese oder ähnliche Sätze haben wir sicher alle schon gehört. Meistens werden sie gefolgt von einem Vorschlag, wie man denn nun reagieren soll. Und in der Regel ist das mit Gewalt &#8211; das Pferd soll in seine Schranken gewiesen werden und uns respektieren. <strong>Und hier liegt meiner Meinung nach der größte Fehler.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Durch Gewalt erreicht man keinen Respekt. Man erreicht Angst und darauf basierende Folgsamkeit. Resignation oder Wut.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles Gefühle, die Du bei Deinem Pferd hoffentlich nicht verursachen möchtest und die unter Umständen gefährliche Auswirkungen haben können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;"><strong>Lesetipp:</strong> Wege zum Pferd spricht</span> <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2015/06/16/ein-offener-brief/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die alltägliche Gewalt gegenüber Pferden</a> <span style="color: #808080;">in einem sehr lesenswerten offenen Brief an.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Respekt &#8211; was ist das eigentlich?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube eines der Probleme liegt in dem Verständnis &#8211; oder dem Mangel davon &#8211; von Respekt. Respekt ist für mich nicht einseitig, sondern geht in beide Richtungen. Nicht nur mein Pferd soll mich respektieren, sondern auch ich muss meinem Pferd Respekt entgegenbringen.<strong> Und von meinem Pferd möchte ich nicht den &#8222;Furcht-Respekt&#8220;, wie der, den ich damals in der Schule vor der fiesen Physik-Lehrerin hatte, sondern die Art Respekt, bei der man sich gegenseitig wertschätzt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Respekt bedeutet also, den Anderen zu mögen, ihn ernst zu nehmen, ihn wertzuschätzen und sich auf ihn verlassen zu können. Sich vielleicht auch mal zusammenzureißen und etwas zu tun, auf das man eigentlich gar nicht so viel Lust hat. Oder etwas nicht zu tun, von dem man weiß, dass es den Anderen ärgert. Es heißt auch, sich auf den Anderen verlassen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede gute Beziehung basiert auf Respekt. Wenn Einer den Anderen nicht respektiert entsteht ein Ungleichgewicht, das irgendwann zu Problemen führt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Gleichgewicht finden</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem Versuch, den Respekt des Pferdes zu gewinnen, sehe ich <strong>zwei Extreme:</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Jede Regung des Pferdes wird kontrolliert, jeder Schritt in die falsche Richtung bestraft. Mit großer Verbissenheit wird versucht der &#8222;Herdenchef&#8220; zu sein und dem Pferd nichts, aber auch gar nichts durchgehen zu lassen.</li>



<li>Es wird versucht den Respekt und die Zuneigung des Pferdes mit Leckerchen zu erkaufen. Das Pferd darf alles und wird für rücksichtsloses Verhalten meistens auch noch belohnt.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Beides ist falsch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abhängig vom Charakter des Pferdes und vom eigenen Charakter muss eine Balance zwischen den beiden Extremen gefunden werden.</strong> Deshalb kann ich hier auch keine genaue Anleitung schreiben, wie es denn nun richtig ist. Das muss jeder ganz individuell für sich selbst herausfinden. Das eine Pferd bleibt höflich und respektvoll, auch wenn Leckerchen im Spiel sind, während das Andere dann jede gute Erziehung über Bord wirft (was man durch <a href="https://ponyliebe.wordpress.com/2014/12/13/grundlagen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Höflichkeitsübungen</a> aber durchaus korrigieren kann).</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Den Respekt Deines Pferdes gewinnen</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>(Gemeinsame) Zeit</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wie beim <a href="https://herzenspferd.de/10-wege-zum-vertrauen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vertrauensaufbau</a> braucht es auch beim Aufbau von Respekt genügend Zeit. Wir neigen alle dazu, etwas am liebsten sofort und mit wenig Aufwand erreichen zu wollen. Bei der Arbeit mit Pferden ist diese Erwartungshaltung aber Fehl am Platz. Meistens muss man hier nicht in Tagen oder Wochen, sondern in Monaten und Jahren denken. Es wird vermutlich keine Jahre dauern, bis Dein Pferd Dich respektiert (wenn Du denn auch angemessen mit ihm umgehst), aber innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen wird es wahrscheinlich auch nicht soweit sein. Hab Geduld und verbringe viel schöne gemeinsame Zeit mit Deinem Pferd.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Keine Gewalt</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wie schon erwähnt führt Gewalt eher zu Angst und Resignation als zu wahrem Respekt. Dann hast Du am Ende im besten Fall ein Pferd, welches sich in sich selbst zurückzieht und Dir folgt wie ein Roboter. Im schlimmsten Fall hast Du ein Pferd, welches sich gegen Dich wehrt, sei es nun mit Beißen, Treten, Buckeln, Durchgehen, Steigen, &#8230; Die Liste ist lang.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>&#8222;Brenzlige&#8220; Situationen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann verstehen und finde es auch richtig, dass man in Ausnahmesituationen, in denen Du, Dein Pferd oder Andere in Gefahr sind, auch einmal &#8222;härter&#8220; Grenzen setzt. Das möchte ich auch niemandem absprechen. Trotzdem sollte das die absolute Ausnahme sein. Am besten bringst Du Dich und Dein Pferd erst gar nicht in solche Situationen (siehe nächster Punkt)!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit &#8222;härter Grenzen setzen&#8220; meine ich zum Beispiel mit lauter Stimme schimpfen, den Strick ans Pferd schwingen oder mit der Gerte anpitschen. Auch hier meine ich <strong>nicht,</strong> das Pferd minutenlang zu verprügeln. Deine Reaktion soll das Verhalten des Pferdes unterbrechen und ihm zeigen, dass Du es ernst meinst. Du willst Dein Pferd so beeindrucken, dass es genau weiß, dass dieses Verhalten unerwünscht ist. Wie genau das dann aussehen muss ist wiederum ganz vom Pferd abhängig. Ein sensibles Pferd wird schon bei einer lauten Stimme aufhorchen, während das einem selbstbewussten Pferd ganz egal ist. Alessa Neuner hat <a href="http://alessa-neuner.de/beissen-treten-und-andere-unarten-wie-kann-ich-mein-pferd-zu-freundlichkeit-erziehen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> schön beschrieben, wie sie ihrem Araber mit einer Tröte gezeigt hat, dass er gerade zu weit geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ist die akute Gefahrensituation überstanden gilt es herauszufinden wo das Problem lag und dann ohne Gewalt daran zu arbeiten, damit die Situation das nächste Mal gar nicht erst eskaliert.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;"><strong>Lesetipp:</strong> Auf der Pferdeflüsterei findest Du ein paar tolle Gedanken</span> <a href="http://www.pferdefluesterei.de/mehr-sicherheit-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zur Sicherheit mit dem Pferd.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Verlange nur Dinge, die Dein Pferd auch leisten kann</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Oft wollen wir Menschen zu viel zu schnell und überfordern unsere Pferde. Das kann dann zu Situationen führen, in denen Dein Pferd gestresst wird und Du strafen oder Druck ausüben musst. Deshalb solltest Du dringend vermeiden von Deinem Pferd Dinge zu verlangen, für die es noch nicht bereit ist. Wenn Du z.B. weißt, dass es Angst vor Pfützen hat und Du noch nicht mit ihm daran gearbeitet hast, solltest Du nicht versuchen es beim Ausritt &#8222;mal schnell&#8220; durch die große Pfütze auf dem Weg zu treiben. Reite einfach bewusst und mit den passenden Hilfen drumherum und gehe das Problem in Ruhe an wenn Dein Pferd soweit ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ersparst Du Dir und Deinem Pferd eine Menge Stress und Schaden an eurer Beziehung.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Situationen erschaffen, in denen Du loben kannst</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gegensatz des vorherigen Punkts: bringe Dein Pferd bewusst in Situationen, in denen Du es ihm leicht machst das Richtige zu tun und Du es überschwänglich loben kannst. Das ist übrigens eine gute Idee für das <strong>gesamte</strong> Training!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel: Dein Pferd dreht sich beim Aufsteigen immer von Dir weg (<a href="https://herzenspferd.de/pferdefreundlich-aufsteigen-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">steigst Du richtig auf?</a>). Anstatt es zu strafen kannst Du es &#8211; wenn Du von links aufsteigst &#8211; mit seiner rechten Seite parallel zur Bande oder einer Hecke stellen. So kann es sich nicht wegdrehen und Du kannst es freudig loben.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Fairness</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann sicher darüber diskutieren ob Pferde etwas als fair oder unfair empfinden können. In all meinen Jahren mit Pferden hatte ich den Eindruck, dass sie das sehr wohl können. Ich habe viele Pferde gesehen, die sehr wohl wussten, dass sie gerade etwas tun was sie nicht sollen und die dann auch nicht &#8222;eingeschnappt&#8220; waren, als eine Korrektur kam. Genauso habe ich auch Pferde gesehen, die nach einer unfairen Strafe jegliche weitere Mitarbeit verweigerten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Fairness gehört, dass man merkt, wenn man gerade <strong>selbst</strong> das Problem ist und das Pferd nur auf die eigenen Fehler reagiert. So solltest Du zum Beispiel niemals strafen, wenn ein Pferd nicht auf eine von Dir falsch ausgeführte Hilfe reagiert. Wenn Du Deine eigenen Fehler nicht bemerkst &#8211; was nur menschlich ist und uns allen mal so geht &#8211; dann solltest Du Dir dringend <a href="https://herzenspferd.de/einen-guten-reitlehrer-finden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einen Reitlehrer suchen.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Authenzität</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Verstelle Dich nicht. Dein Pferd merkt das. Und wie viel Respekt hast Du vor Leuten, bei denen Du das Gefühl hast sie spielen Dir etwas vor?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr muss ich dazu glaube ich gar nicht sagen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Grenzen setzen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gewaltfrei mit dem Pferd umzugehen bedeutet nicht, keine Grenzen zu setzen. Man geht nur anders an die Sache heran. Wenn mein Pferd mir beim Führen in die Fersen tritt versuche ich es erst sanft und mit Fingerzeig aus meinem persönlichen Raum zu schicken. Reagiert es darauf nicht, wechsele ich die Richtung, so dass es wieder weiter von mir entfernt ist. Das mache ich so lange, bis es genügend Anstand hält. Die ganze Zeit bleibe ich ruhig und geduldig, es dauert so lange wie es dauert!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du clickerst kannst Du das auch gut damit unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Überlege Dir, welches Verhalten Du von Deinem Pferd nicht sehen möchtest und wo <strong>Du</strong> &#8211; ganz individuell &#8211; Deine Grenzen setzt. Dann bringe Deinem Pferd das gewünschte Verhalten bei. Soll es zum Beispiel am Putzplatz ruhig stehen, dann belohne es, wenn es das tut und wenn es nur für eine Sekunde ist. <strong>Es ist immer wirkungsvoller erwünschtes Verhalten zu belohnen als Unerwünschtes zu bestrafen.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Konsequenz / Konsistenz</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hast Du Respekt vor Leuten, die ständig ihre Meinung oder ihr Verhalten ändern? Vermutlich bist Du von ihnen eher genervt und hast keine Lust mit ihnen Zeit zu verbringen. Vielleicht hast Du sogar etwas Angst vor ihnen, weil ihre Reaktionen immer völlig unvorhersehbar sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deinem Pferd geht es nicht anders. Deshalb: sei immer konsistent in Deinem Verhalten &#8211; was heute belohnt wird darf nicht morgen bestraft werden!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kein &#8222;Micromanaging&#8220;</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Unter Micromanaging verstehe ich, dass Du jede Bewegung Deines Pferdes unter Kontrolle haben willst. Ich sehe es gar nicht so selten, dass Leute ihre Pferde richtig &#8222;gängeln&#8220; und wirklich alles verbieten. Das Pferd dreht am Putzplatz den Kopf: es wird geschimpft und der Kopf zurück gezogen. Das Pferd tritt beim Putzen einen Schritt vom Reiter weg, weil es aus dem Gleichgewicht geraten ist (oder irgend ein anderer harmloser Grund): es wird geschimpft und sofort in seine Ursprungsposition getrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Micromanaging gehört &#8211; aus meiner Sicht &#8211; übrigens auch, das Pferd immer am extrem kurzen Strick zu führen, quasi mit der Hand schon am Karabiner. Damit wollen die meisten Leute verhindern, dass das Pferd in der Gegend herumläuft oder -schaut &#8211; meistens sind diese Pferde aber gerade deshalb so zappelig, weil der Mensch ihnen am kurzen Strick zu sehr auf die Pelle rückt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Artgerechte Haltung und passendes Equipment</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe schon mehrfach geschrieben, dass Respekt von beiden Seiten da sein muss. Mein Pferd und seine Bedürfnisse zu respektieren bedeutet für mich auch, dass es <a href="http://kultreiter.de/artgerechte-pferdehaltung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">artgerecht gehalten</a> wird (genug Auslauf, Kontakt zu Artgenossen, ausreichend Futter, etc. Idealerweise ist das für mich ein Offen-/Aktivstall) und dass ich nur passendes Zubehör verwende, das dem Pferd keine Schmerzen bereitet. <a href="http://www.pferdespiegel.com/seminarbericht/sattelcheck/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wann hast Du das letzte Mal überprüft ob der Sattel passt?</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt kein geheimes &#8222;Kochrezept&#8220; oder eine Wunderanleitung in 7 Schritten zum Respekt Deines Pferdes. Du wirst Zeit brauchen. Und es wird auch mal Rückschläge geben. Oder Du hast Glück und Dein Pferd schenkt Dir ganz schnell seinen Respekt. Das kommt ganz auf&#8217;s Pferd an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fakt ist, an einer Beziehung muss man arbeiten. Das ist auch beim Umgang mit Deinem Pferd nicht anders. Die Erwartung, ihm &#8222;befehlen&#8220; zu können Dich zu respektieren solltest Du ablegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Summe aller oben beschriebenen Punkte, die tägliche, geduldige Arbeit und das Setzen von Grenzen wenn nötig, führt früher oder später ganz von selbst dazu, dass Dein Pferd Dich respektiert.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Habe ich noch etwas vergessen? Was gehört für Dich dazu, um den Respekt des Pferdes zu gewinnen?</strong></h4>



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		<title>Von Fremden zu Freunden: 3 Beispiele für den Weg zu gegenseitigem Vertrauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2015 13:04:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die liebe Petra von der Pferdeflüsterei hat mich in ihrem neusten Artikel und Start einer neuen Serie über Liberty Work (Freiarbeit) dazu aufgefordert, doch mal über meinen Weg zum gegenseitigen Vertrauen mit Pferden zu schreiben. Das tue ich natürlich sehr gerne. Und weil jedes Pferd anders ist und ich bei jedem auch immer ein bisschen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die liebe Petra von der Pferdeflüsterei hat mich in ihrem <a href="http://www.pferdefluesterei.de/libertywork-neuseeland-teil-1/" target="_blank" rel="noopener">neusten Artikel und Start einer neuen Serie über Liberty Work</a> (Freiarbeit) dazu aufgefordert, doch mal über meinen Weg zum gegenseitigen Vertrauen mit Pferden zu schreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das tue ich natürlich sehr gerne.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und weil jedes Pferd anders ist und ich bei jedem auch immer ein bisschen anders vorgehe, dachte ich mir, ich erzähle Dir mal, wie es bei meinen letzten drei Reitbeteiligungen gelaufen ist. Denn unterschiedlicher konnten diese drei Ponys kaum sein.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke es versteht sich von selbst, dass es so viele Typen Pferde wie Sand am Meer gibt. Jede Unterteilung kann immer nur in eine grobe Richtung weisen und Du solltest Dein Pferd keinesfalls in eine Schublade stecken.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Selbstbewusste Svala</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Meine allererste Reitbeteiligung und das Pony einer guten Freundin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Svala hatte alles im Griff. Ob Pferde, Menschen oder Hunde, die selbstbewusste Fuchsstute wusste wie man sich durchsetzt. Demenstsprechend unbegeistert war sie auch, als da plötzlich ein neuer Mensch kam der ihr sagen wollte wo&#8217;s lang geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vertrauen? Pustekuchen!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In den ersten drei Monaten hatten wir beim Ausritt an jeder einzelnen Weggabelung eine Diskussion, wo wir langgehen. Ich wollte rechts &#8211; Svala wollte links.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wollte vom Hof weg &#8211; Svala ging nicht mehr vorwärts. Ich trieb &#8211; Sie rannte rückwärts. Gerte? Steigen!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich irgendwann deprimiert dachte &#8222;das Pony hasst mich&#8220; und kurz davor war aufzugeben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber aufgeben liegt mir nicht im Blut und siehe da, nach etwas mehr als drei Monaten waren unsere Meinungsverschiedenheiten verschwunden. Svala hatte mich akzeptiert und fing an meinen Entscheidungen zu vertrauen. Ab da hatte ich das Glück das tollste Pony der Welt reiten zu dürfen. Sie war mutig, verlässlich, neugierig und temperamentvoll. Ich konnte mich voll auf sie verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und so hatte nicht nur sie Vertrauen in mich gewonnen, sondern auch ich vertraute ihr.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Vertrauen aufbauen bei einem dominanten Pferd</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich mag dominante Pferde unheimlich gerne, sie sind immer eine Herausforderung und meist sehr interessante Charaktere. Wenn man es schafft ihr Vertrauen zu gewinnen hat man einen großartigen Partner an seiner Seite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Pferde sind es gewöhnt, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und in der Herde das Sagen zu haben. <strong>Wenn ein neuer Mensch in ihr Leben tritt muss der sich erst mal beweisen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde Konsequenz im Umgang mit jedem Pferd wichtig &#8211; bei dominanten Pferden ist sie aber essentiell. Sie merken sich alles und lassen nichts durchgehen. Wenn sie sich durchsetzen können werden sie es tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bei dominanten Pferden musst Du auf Folgendes achten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sei immer <strong>konsequent</strong>: verlange nur Sachen, die Du auch bereit bist durchzusetzen und die Du auch durchsetzen kannst. Lass Dich nie auf &#8222;Kämpfe&#8220; ein, von denen Du schon von Anfang an weißt, dass Du nicht gewinnen kannst.</li>



<li>Sei <strong>konsistent</strong>: wenn Dein Pferd heute etwas nicht darf, dann darfst Du es ihm auch morgen nicht erlauben.</li>



<li><strong>Lass Dich nicht herumschubsen</strong> oder vom Pferd treiben (<a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/" target="_blank" rel="noopener">siehe meinen Artikel zum richtigen Führen</a>). Oft passiert das ganz unbewusst: Dein Pferd macht einen Schritt zur Seite und Du machst ihm Platz. Oder Dein Pferd geht schneller und Du wirst automatisch auch schneller.</li>



<li><strong>Sei immer fair und ärgere Dich nicht</strong> über Dein Pferd. Es macht das nicht, weil es Dir Böses will, sondern weil es testet, ob Du vertrauenswürdig bist.</li>



<li>Lass Dir und Deinem Pferd <strong>genug Zeit</strong>. Je mehr Zeitdruck Du Dir machst desto länger wird es dauern.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz konkret habe ich mit Svala ein bisschen Bodenarbeit (im Roundpen) gemacht und immer darauf geachtet, dass sie sich mehr bewegen muss als ich (mehr dazu gibt es in meinem nächsten Artikel). Außerdem bin ich viel mit ihr ins Gelände.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn sie an einer Kreuzung nicht da lang wollte, wo ich hin wollte sind wir einfach stehengeblieben. Das fand sie selbstverständlich doof, also lief sie los. Natürlich in die Richtung, die <strong>sie</strong> sich ausgesucht hatte. Ich habe dann nichts weiter getan als sie umzudrehen. Und schon blieb sie wieder stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich habe nicht getrieben, ich habe nicht geschnalzt und ich habe erst recht nicht die Gerte benutzt. Ich habe ihr die Entscheidung überlassen: wir bleiben stehen, du läufst in die falsche Richtung und ich drehe dich um oder du läufst in die richtige Richtung und ich lobe dich und lasse dich in Ruhe.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir war es egal wie sie sich entscheidet. <strong>Ich war genau so ruhig wenn sie in die falsche Richtung lief wie wenn sie stehen blieb.</strong> Nur wenn sie richtig entschieden hatte habe ich ihr meine Freude gezeigt und sie ausgiebig gelobt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Anfang hat das durchaus mal eine halbe Stunde gedauert. Unsere Ausritte bestanden aus 10 Minuten reiten bis zur Kreuzung, dort dann 30 Minuten rumstehen oder im Kreis drehen. Und wieder 10 Minuten zurückreiten zum Hof. Für so etwas muss man sich natürlich genug Zeit nehmen, wenn ich Zeitdruck hatte habe ich mich gar nicht erst auf&#8217;s Pony gesetzt. <strong>Wenn Du so etwas anfängst musst Du es auch in Ruhe durchziehen &#8211; wie gesagt: immer konsequent sein!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz ähnlich bin ich auch vorgegangen, wenn sie nicht mehr vorwärts laufen wollte. Einfach so lange stehen bleiben &#8211; oder wieder umdrehen, wenn sie sich gedreht hatte &#8211; bis sie die Entscheidung traf doch lieber vorwärts zu gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Vorgehen hat bei uns Wunder gewirkt!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur die verwunderten Blicke und &#8222;lustigen&#8220; Kommentare von Spaziergängern und anderen Reitern musst Du aushalten 😉</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zurückhaltender Draumur</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Draumur kommt ursprünglich aus Island.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das so viele der importierten Isis an sich haben war er anfänglich mir gegenüber sehr reserviert. Er ließ sich brav von der Koppel holen, hat mich aber permanent misstrauisch beäugt und reagierte schreckhaft auf schnelle Bewegungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu Svala hat er überhaupt keine wilden Sachen gemacht um mich zu testen &#8211; oder sie waren so minimal, dass ich es nicht gemerkt, bzw. nicht als schlimm empfunden habe. Trotzdem habe ich gespürt, dass er sich nicht fallen ließ und immer ein bisschen angespannt war wenn er mit mir losgezogen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade bei etwas zurückhaltenden, aber ansonsten sehr braven Pferden bemühen sich viele Leute nicht um das Vertrauen und es fällt irgendwie unter den Tisch. Ich finde das sehr schade, denn auch diese Pferde sollen sich bei ihren Menschen wohl und sicher fühlen und können richtig aus sich heraus gehen wenn das so ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Vertrauen aufbauen bei einem zurückhaltenden Pferd</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mit Draumur viel Zeit auf der Koppel verbracht. Einfach mal zusammen rumstehen. Oder ich hab mich zu ihm hingesetzt und ein Buch gelesen. Oder ich habe ihn gekrault. Hauptsache gemeinsame Zeit ohne Erwartungen und ohne Agenda. Alles easy.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das hat ihn einerseits neugierig gemacht, andererseits wurde meine Anwesenheit zur Normalität und er hat sich immer mehr an mich gewöhnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit ihm hätte ich zum Beispiel niemals so im Roundpen trainiert wie mit Svala &#8211; ich bin mir sicher er hätte dort nur Stress gehabt und ich hätte unser aufkeimendes Vertrauen zerstört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es hat gar nicht lange gedauert, da hat er sich auf der Koppel neben mir zum Dösen hingelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bei zurückhaltenden Pferden musst Du auf Folgendes achten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Denke nicht, dass Dein Pferd Dir vertraut, nur weil es zurückhaltend ist und keine Probleme macht. In einer Ausnahmesituation kann man dann unter Umständen sehr unangenehm überrascht werden.</li>



<li><strong>Sei einfühlsam, freundlich und ruhig.</strong></li>



<li>Lass &#8222;Dominanztraining&#8220; weg oder führe es nur sehr vorsichtig aus &#8211; die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Du Dein Pferd damit eher einschüchterst und es sich von Dir zurückzieht.</li>



<li>Verbringe mit Deinem Pferd viel gemeinsame Zeit ohne etwas von ihm zu verlangen. Putze es ausgiebig, kraule es, setz Dich zu ihm auf die Koppel, gehe Spazieren, &#8230;</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Viele zurückhaltende Pferd blühen richtig auf wenn man mit ihnen clickert und zum Beispiel Zirkuslektionen übt. Bei Draumur hat das leider nicht geklappt, er hatte immer totalen Stress, wenn Leckerchen ins Spiel kamen. Aber ich weiß von vielen anderen Pferden die dann richtig aus sich herauskommen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Unsichere Elja</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Elli ist meine aktuelle Reitbeteiligung und das erste sehr unsichere Pferd welches ich reite. Sie ist also ein bisschen Neuland für mich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn sie dem Menschen an ihrer Seite nicht vertrauen, neigen unsichere Pferde dazu zu Scheuen, Durchzugehen oder zu <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/" target="_blank" rel="noopener">Kleben</a>. <strong>Sie brauchen jemanden, auf den sie sich verlassen können. Wenn sie das Gefühl haben, sie müssen selbst auf sich aufpassen haben sie in der Regel Stress und Angst.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund einer Knieverletzung war ich eine Weile nicht bei Elli. Das merke ich jetzt. Sie weiß natürlich noch wer ich bin, aber sie ist sich nicht mehr so sicher ob ich auch gut genug auf sie aufpassen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Vertrauen wieder aufzubauen fange ich erst mal wieder ganz klein an. Ich besuche sie auf der Koppel, setze mich hin und warte, dass sie zu mir kommt. Wenn sie das tut wird sie gekrault und bekommt ein Leckerchen. Natürlich nur, wenn sie nicht bettelt oder mich bedrängt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Moment verbringe ich fast jeden Tag meine Mittagspause auf der Koppel, einfach nur im Gras sitzen und was essen. Dem Pony hallo sagen, eventuell kurz mit ihr spazieren gehen oder ein bisschen Bodenarbeit machen und wieder gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Elli ist besonders das <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/" target="_blank" rel="noopener">richtige Führen</a> wichtig. Wenn ich hier nicht aufpasse rempelt sie mich gerne mal an. Bei der Bodenarbeit achte ich darauf, dass sie grundsätzlich mehr läuft als ich, ich sie aber so oft wie möglich zu mir hole um sie <strong>bei mir ruhen</strong> zu lassen. Wenn sie dann wieder unkonzentriert wird und mir anzeigt, dass sie das Bedürfnis hat ihre Füße zu bewegen, dann darf sie wieder laufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bei unsicheren Pferden musst Du auf Folgendes achten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das Ziel ist es, Deinem Pferd zu zeigen, dass Du auf es aufpassen kannst und es bei Dir sicher ist. Dazu musst Du wie immer <strong>Konsequent und konsistent</strong> sein.</li>



<li>Wenn Du im Roundpen trainierst achte darauf, dass Du Deinem Pferd einen <strong>Platz der Ruhe bei Dir</strong> anbietest. Wenn es dort nicht stehen mag dann ist das ok. Lass es wieder laufen. Aber übertreibe es mit dem Bewegen nicht, in der Regel gehen diese Pferde genug vorwärts und Du willst, dass sie etwas ruhiger sind. Du solltest Deinem Pferd also so häufig wie möglich anbieten bei Dir zu ruhen.</li>



<li>Lass Dich nicht anrempeln oder bedrängen. Wenn Du Dich von Deinem Pferd herumschubsen lässt bedeutet das für es, dass es ranghöher ist als Du. Es muss also selbst auf sich aufpassen, wenn es mit Dir alleine ist und kann nicht auf Dich vertrauen.</li>



<li>Mach <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/" target="_blank" rel="noopener">Schrecktraining</a> mit Deinem Pferd, damit es sich wegen der vielen gruseligen Dinge in der Welt keine Sorgen mehr machen muss.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ganz Allgemein: Denke nicht zu viel drüber nach!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn mein Vorgehen bei allen drei Pferden eins gemeinsam hatte dann das: ich habe nicht zwanghaft versucht das Vertrauen zu gewinnen. Tatsächlich habe ich gar nicht viel darüber nachgedacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir Mädels neigen ja dazu alles totzudenken und überzuanalysieren. Wenn Du immer freundlich, fair und konsequent mit Deinem Pferd umgehst kommt das Vertrauen irgendwann ganz von selbst. Erzwingen kann man es sowieso nicht und wenn man es zu sehr will, baut man bei sich selbst und seinem Pferd nur Druck auf.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Du siehst gehe ich je nach Pferdepersönlichkeit sehr unterschiedlich vor um Vertrauen aufzubauen. <strong>Jedes Pferd ist anders und man muss immer einen individuellen Ansatz finden.</strong> Es gibt hier kein Zauberrezept nach dem es immer klappt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Dich mit dem Pferdeverhalten beschäftigst, Dir Zeit lässt und &#8211; um es mit den Worten einer netten Leserin zu sagen &#8211; auf <strong>Kopf, Herz und Bauch</strong> hörst, dann wirst Du einen passenden Weg für Dich und Dein Pferd finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Sinne: viel Spaß, Freundschaft und Vertrauen mit Deinem Pferd!</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie hast Du das Vertrauen Deines Pferdes gewonnen? Erzähl mit Deine Geschichte, ich freue mich drauf!</strong></p>



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		<title>Klebendes Pferd &#8211; Teil 2: Schrecktraining</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2015 08:58:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Ängstliches Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Desensibilisierung]]></category>
		<category><![CDATA[klebendes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Natural Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Scheuendes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Schreckhaftes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Schrecktraining]]></category>
		<category><![CDATA[Trennungsangst]]></category>
		<category><![CDATA[Unsicheres Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im letzten Artikel bin ich näher auf die Ursachen und Auswirkungen von &#8222;Trennungsangst&#8220; bei klebenden Pferden eingegangen. Außerdem habe ich Schritt 1 des Trainingsprogramms, das richtige Führen, vorgestellt und ein Beispiel für Probleme in der Praxis gegeben. Der zweite Schritt in meiner Arbeit mit klebenden Pferden ist das Schrecktraining (eigentlich müsste es Anti-Schrecktrainig heißen, aber [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">letzten Artikel</a> bin ich näher auf die Ursachen und Auswirkungen von &#8222;Trennungsangst&#8220; bei klebenden Pferden eingegangen. Außerdem habe ich Schritt 1 des Trainingsprogramms, das richtige Führen, vorgestellt und ein Beispiel für Probleme in der Praxis gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Schritt in meiner Arbeit mit klebenden Pferden ist das Schrecktraining (eigentlich müsste es Anti-Schrecktrainig heißen, aber das tippt sich so blöd).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>*Auch hier möchte ich wieder darauf hinweisen, dass ich kein professioneller Trainer bin und jeder meine Empfehlungen auf eigene Gefahr durchführt. Wenn Du noch nicht viel Erfahrung mit Pferden, ihrem Verhalten, Bodenarbeit und Schrecktraining hast solltest Du Dir überlegen einen professionellen Trainer zur Unterstützung zu suchen!*</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorgehensweise habe ich von <a href="http://www.warwickschiller.com/videos/" target="_blank" rel="noopener">Warwick Schiller</a> gelernt. Wenn Du Englisch verstehst kann ich Dir seine Videos nur empfehlen! Ich finde nicht alles gut was er macht, aber das geht mir bei jedem Trainer so und er hat ein paar tolle Ansätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie immer gilt: Du musst Dein Vorgehen ganz individuell Deinem Pferd anpassen! Wenn das, was ich hier vorschlage nicht hilft oder das Problem sogar schlimmer macht, hör auf und versuche etwas anderes! Es gibt nicht nur einen Weg zum Ziel und was für den einen passt ist für den anderen nicht gut.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Vorschläge für ein anderes Vorgehen hast freue ich mich über Deinen Kommentar! Ich weiß bei weitem nicht alles und lerne sehr gerne dazu.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Trainingsplan für klebende Pferde</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Richtig Führen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">Wie das geht kannst Du hier nachlesen.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Schrecktraining</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ausgiebiges Schrecktraining ist bei klebenden Pferden besonders wichtig. In der Regel sind diese Pferde unsicher und tragen einen Haufen Angst und Anspannung mit sich herum. Deshalb müssen sie lernen mit &#8222;gruseligen&#8220; Dingen umzugehen und sich durch solche Situationen durchzudenken und nicht kopflos zu reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Dein Pferd extrem abgelenkt ist und nur wenig auf Dich achtet oder sogar versucht Dich über den Haufen zu rennen solltest Du die Arbeit im Roundpen dem Schrecktraining vorziehen.</strong> Der Artikel zu diesem Thema kommt als nächstes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schrecktraining baue ich schrittweise auf: vom Einfachen zum Anspruchsvollen. Es ist unheimlich wichtig, dass man erst zum nächsten Schritt geht, wenn der davor perfekt sitzt. Wenn immer ein kleiner Rest Angst übrig bleibt summiert sich das so lange, bis das Pferd explodiert und scheut, bockt oder <a href="https://herzenspferd.de/pferd-geht-durch-was-tun/">durchgeht</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das brauchst Du zum Schrecktraining:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen umzäunten Platz (Roundpen, Reiplatz, Reithalle, umzäuntes Wiesenstück, etc.)</li>



<li>Einen langen Strick</li>



<li>Eine Gerte mit langem Schlag (das ist das Bändchen), z.B. Horsemanship Stick mit Bändchen, Longiergerte, Fahrpeitsche, etc.</li>



<li>Eine Gerte mit Flagge oder festgebundener Plastiktüte</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Schrecktraining mache ich in den ersten Wochen jedesmal wenn ich mit dem Pferd trainiere. Und jedesmal beginne ich mit dem ersten, einfachsten Schritt: das Pferd mit dem Strick in der Hand abstreichen. Erst wenn ich sehe, dass das perfekt funktioniert gehe ich zum nächsten Schritt. Irgendwann wirst Du alle Schritte in 5 Minuten durch haben ohne, dass Dein Pferd mit der Wimper zuckt. Dann musst Du nicht mehr vor jedem Training das Schrecktraining machen. Ab und an solltest Du es aber wieder tun um nachzuprüfen ob alles noch gut ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Grundprinzip</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Prinzip ist immer das Gleiche, egal mit welchem Hilfsmittel Du das Training durchführst und auf welcher Schwierigkeitsstufe Du bist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du hast Dein Pferd am Halfter und hälst in einer Hand den Strick (mit genügend Abstand zum Kinn des Pferdes, wie im <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">Artikel zum richtigen Führen</a> erklärt). Wenn Dein Pferd ausweicht darf es das tun und Du gehst mit. Auch wenn es rückwärts läuft gehst Du mit, versuche nicht Dein Pferd daran zu hindern, es könnte dann steigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So lange Dein Pferd vor dem was Du tust wegläuft (Seil schwingen, Tüte rascheln) läufst Du ruhig mit und machst weiter. <strong>Sobald es stehen bleibt hörst Du auf &#8211; und zwar noch in der gleichen Sekunde! Dann gibst Du Deinem Pferd eine kleine Pause in der es nachdenken kann.<br></strong>Dass es nachdenkt erkennst Du zum Beispiel daran, dass es sich die Lippen leckt oder kaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wollen, dass das Pferd lernt, dass sein Handeln Einfluss auf das gruselige Ding (Seil, Gerte, Tüte) hat vor dem es gerade weggelaufen ist. Es soll erkennen, dass das Ding weggeht, wenn es stehen bleibt. <strong>Das Pferd hat also &#8222;Macht&#8220; über das gruselige Ding</strong> (ich nenne das jetzt einfach Gruselding &#8211; Du weißt was ich meine) und kann es mit seinem Verhalten beeinflussen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pferde lernen nicht durch Druck</strong> &#8211; sie lernen (unter anderem!) durch das <strong>Wegnehmen</strong> von Druck. Dein Pferd wird sich also fragen, warum das Gruselding verschwunden ist und was es getan hat um das zu verursachen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass man nicht aufhört während das Pferd noch wegläuft. Da würde es sich nämlich denken &#8222;Aha! Ich muss nur möglichst schnell oder lange genug wegrennen und das Gruselding verschwindet&#8220;. Wenn Du alles richtig machst wird es stattdessen irgendwann denken &#8222;Aha! Ich muss nur stehen bleiben und das Gruseding verschwindet!&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entscheidend ist also, dass Du zum richtigen Zeitpunkt das Gruselding wegnimmst (wenn Dein Pferd steht), damit Dein Pferd das Richtige lernt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Dein Pferd brav stehen bleibt, kannst Du mit ihm auf die nächste &#8222;Stufe&#8220; gehen: Du schwingst weiter das Gruselding und wartest diesmal darauf, dass Dein Pferd entspannt. <strong>Wenn es zum Beispiel mit den Augen blinzelt oder sogar den Kopf senkt ist das ein Zeichen der Entpannung.</strong> Dann nimmst Du das Gruselding wieder sofort weg. Dein Pferd lernt: &#8222;Aha! Wenn ich entspanne werde ich in Ruhe gelassen!&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du auf beiden Seiten des Pferdes das Gruselding schwingen kannst, ohne dass es mit einer Wimper zuckt, kannst Du zum nächst gruseligeren Gruselding wechseln und von vorne anfangen. Oder Du beendest das Training und Dein Pferd hat bis zum nächsten Mal Denkpause.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Überfordere Dein Pferd nicht! Mache lieber kurze Einheiten mit vielen Denkpausen, Du musst nicht tausend Gruseldinger in einer Sitzung durchnehmen. </strong>Es reicht, wenn Dein Pferd <strong>eins</strong> gut macht, darauf kannst Du dann in der nächsten Einheit aufbauen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Noch ein paar Worte zu Deiner Position</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Du solltest beim Schrecktraining in der Regel in etwa auf <strong>Schulterhöhe</strong> Deines Pferdes stehen, ca. 50 bis 100cm von ihm entfernt. Dein Körper ist leicht zu ihm gedreht, mit Blickrichtung zur Kruppe. So hast Du Dein Pferd im Auge ohne ihm Deinen ganzen Oberkörper zuzudrehen. In dieser Position sollte Dein Pferd Dich im Ernstfall nicht ohne Vorwarnung treten können. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Pferd mal nach dem Strick tritt wenn er dem Hinterteil zu nahe kommt &#8211; da willst Du nicht zu nahe dran stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Deine Sicherheit geht immer vor, sei Dir jederzeit bewusst was Dein Pferd macht und wo Du stehst!</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Eine Alternative</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst all das auch mit Clickertraining und Belohnung machen. Ich habe aber die Erfahung gemacht, dass die meisten klebenden Pferde so gestresst sind, dass sie nicht mehr auf Leckerchen reagieren. Dass sie so gestresst sind ist nicht Schuld der Pferde &#8211; meistens sind es die Versäumnisse und Fehler von uns Menschen die es so weit gebracht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du mit einem Pferd, das nicht klebt und gestresst ist, Bodenarbeit machst, ist es aber durchaus einen Versuch wert und klappt in vielen Fällen sehr gut!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>So setzt Du Strick, Gerte und Co richtig ein</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem Du nun das Grundprinzip verstanden hast geht es nur noch darum, wie Du die Gruseldinger richtig einsetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Wichtigste vorweg: Du schlägst Dein Pferd mit keinem dieser Hilfsmittel! Alles was am oder auf dem Pferd landet soll dort sanft und leicht ankommen!</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 1: Abreiben mit dem Strick</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Als ersten Schritt nimmst Du das Ende des Stricks in die Hand und reibst Dein Pferd damit an Hals, Schulter und Rücken auf beiden Seiten ab. Je nachdem wie Dein Pferd reagiert kannst Du es auch an der Kruppe abreiben. Wenn es aber sehr nervös ist bleib lieber außer Reichweite der Hinterhand.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 2: Den Strick sanft über den Rücken schwingen und dort landen lassen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Halte den Strick locker in Deiner Hand. Mach keine Faust, da verliert man zu viel Gefühl in der Hand und kann den Strick nicht so locker und sanft wie nötig schwingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwinge den Strick nicht von unten nach oben, sondern eher parallel zum Boden über den Pferderücken. Wenn Du ihn von unten nach oben schwingst kommt er mit zu viel Schwung über den Rücken und schlägt an den Bauch. Das wollen wir möglichst vermeiden. Der Strick darf an den Bauch kommen, aber eben locker und zart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach ziehst Du den Strick in einer fließenden Bewegung wieder vom Rücken herunter. Achte darauf, dass er kein lautes Geräusch macht, wenn er auf dem Boden aufkommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wichtig, dass Du das &#8222;über den Rücken Schwingen&#8220; und wieder runterziehen in einer fließenden Bewegung ohne große Zwischenpausen machst. Jede Pause ist eine Bestätigung für das Pferd und die soll ja erst kommen, wenn es stehen bleibt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 3: Den Strick sanft über den Rücken schwingen und beim Runterziehen ein Geräusch machen lassen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Du gehst genauso vor wie in Schritt 2. Nun soll der Strick aber beim Aufschlagen auf den Boden ein Geräusch machen. Das ist eine zusätzliche Schwierigkeit für Dein Pferd, da viele Pferde sich vor Bewegung und Geräuschen fürchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diesen Schritt kannst Du auch die Gerte mit langem Bändchen benutzen. Das Bädchen schwingst Du genauso sanft wie den Strick vorher.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 4: Den Strick um das Pferd herum kreisen lassen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Stell Dich so vor Dein Pferd, dass Du ihm nur eine Körperseite zugedreht hast. Mit der von ihm wegzeigenden Hand nimmst Du den Strick und lässt ihn parallel zu Dir von oben nach unten kreisen. Wenn das ohne Probleme klappt kannst Du anfangen, zur Seite Deines Pferdes zu gehen und den Strick weiter kreisen zu lassen. Halte dabei mindestens einen Meter Abstand zum Pferd.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab einem gewissen Punkt wird Dein Pferd ausweichen. Dann bleibst Du genau an diesem Punkt und gehst nicht weiter nach hinten oder näher an es ran. Gehe mit dem Pferd mit, aber bleibe im Verhältnis zu seinem Körper in der gleichen Position. Wie oben im Grundprinzip erklärt, hörst Du erst auf, wenn es steht. Fange dann wieder vor dem Kopf des Pferdes an und arbeite Dich erneut an den Punkt heran.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du mit dem Strick auf Höhe der Hinterhand angekommen bist höre auf, Du musst nicht hinten um das Pferd herumgehen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 5: Die Rascheltüte zeigen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rascheltüte ist für die meisten Pferde unheimlich gruselig. Deshalb fangen wir hier ganz vorsichtig an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stell Dich vor Dein Pferd und halte die Tüte schräg neben Dir auf Nasenhöhe des Pferdes hoch. Halte sie nicht vor Deinem Körper, sollte Dein Pferd danach ausschlagen darf es Dich nicht treffen. <strong>Strecke sie ihm nicht hin und berühre es auch nicht damit!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es ausweicht lässt Du sie weiter oben bis es stehen bleibt, dann halte sie sofort hinter Deinen Rücken. Wenn es nicht ausweicht wartest Du darauf, dass es mit seiner Nase in Richtung Tüte geht. Auch dann hälst Du sie sofort hinter Deinen Rücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der letzte Schritt ist dann, dass Dein Pferd die Tüte mit seiner Nase berührt. Das kannst Du übrigens auch super mit Clickertraining machen!</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 6: Die Rascheltüte schwingen I<br></strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Stell Dich vor Dein Pferd, mit dem Rücken zu ihm. Fang an nach vorne zu laufen, Dein Pferd folgt Dir. Nun schwingst Du die Rascheltüte vor Dir in einem Bogen von unten nach oben und einer Seite zur anderen. Das sieht quasi so aus, als würdest Du eine runde Tür in die Luft vor Dir malen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pferde haben weniger Angst vor Dingen, die sich von ihnen weg bewegen. Deshalb schwingst Du die Tüte während Du dich von ihm weg bewegst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn das gut klappt und Dein Pferd entspannt hinter Dir herläuft während Du die Tüte schwingst kannst Du Dich zu ihm umdrehen und die Tüte somit näher an ihm schwingen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 6: Die Rascheltüte schwingen II</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nun kannst Du alles was Du in den Schritten 1 bis 4 mit Strick und Gerte gemacht hast auch mit der Rascheltüte machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das waren die Grundlagen. Natürlich gibt es viel mehr was man tun kann (Planen, Bälle, Flatterbänder, Fahnen, &#8230;), da sind dann Deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In diesem Video kannst Du von Minute 3 bis 4:30 sehen wie das mit dem Seilschwingen in etwa aussehen sollte:</strong><br><iframe loading="lazy" allowfullscreen="allowfullscreen" width="560" height="315" frameborder="0" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/qincEZod6mQ" consent-required="259520" consent-by="services" consent-id="259521" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/qincEZod6mQ?autoplay=1" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;672e9761c4dfab849287e938935c0397&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;e91e66bb09443ad79bb1036aa85b2b3e&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/herzenspferd.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/672e9761c4dfab849287e938935c0397-e91e66bb09443ad79bb1036aa85b2b3e.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Groundwork basics with a 3 year old warmblood stallion&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.25}"></iframe></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und hier siehst Du das Vorgehen mit der Plastiktüte:<strong><br><iframe loading="lazy" allowfullscreen="allowfullscreen" width="560" height="315" frameborder="0" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/6CDwc4s1LAQ" consent-required="259520" consent-by="services" consent-id="259521" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/6CDwc4s1LAQ?autoplay=1" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;009970111c5abdc366d5ffe6d93bc6d6&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;16d6cbda3bed027545a1f74771aa7f70&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/herzenspferd.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/009970111c5abdc366d5ffe6d93bc6d6-16d6cbda3bed027545a1f74771aa7f70.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Teaching a Horse to Not Be Afraid of Plastic Bags&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.25}"></iframe></strong></strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Arbeit im Roundpen &#8211; Hooking On</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-roundpen/" target="_blank" rel="noopener">dritten Artikel der Serie</a> geht es um die Arbeit im Roundpen. Das Pferd lernt im hier und jetzt zu sein und sich auf Dich zu konzentrieren. Klebenden Pferden fehlt meist der Fokus, sie sind sehr schnell abgelenkt und schaffen es nicht sich zu konzentrieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Arbeit im Sattel</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-reiten/" target="_blank" rel="noopener">Im vierten Artikel der Serie geht es um die Arbeit im Sattel.</a> Hier erkläre ich was ich tue, wenn mein Pferd in der Halle oder auf dem Platz immer zu den anderen Pferden hinzieht oder zu nahe an ihnen kleben bleibt. Dieses Vorgehen lässt sich auch auf einen Ausritt übertragen, bei dem man einen anderen Weg reiten möchte als der Mitreiter und die Pferde sich trennen müssen.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hast Du schonmal Schrecktraining mit Deinem Pferd gemacht? Wie bist Du dabei vorgegangen? Und hat es etwas geholfen?</strong></p>



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		<title>Reitbeteiligungskodex – so wirst Du zur perfekten Reitbeteiligung</title>
		<link>https://herzenspferd.de/reitbeteiligung-kodex/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2015 09:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Kodex]]></category>
		<category><![CDATA[Reitbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe mittlerweile meine vierte Reitbeteiligung auf einem wunderbaren Lipizzaner-Hengst. Mit allen Besitzern meiner ehemaligen Reitbeteiligungen bin ich weiterhin seit Jahren gut befreundet und sie waren immer zufrieden mit mir. Leider läuft es nicht immer so toll. Ich höre gerade über die sozialen Netzwerke unheimlich viele Horrorgeschichten über schlechte Erfahrungen mit Reitbeteiligungen. Grund genug mal [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mittlerweile meine vierte Reitbeteiligung auf einem wunderbaren Lipizzaner-Hengst. Mit allen Besitzern meiner ehemaligen Reitbeteiligungen bin ich weiterhin seit Jahren gut befreundet und sie waren immer zufrieden mit mir.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Leider läuft es nicht immer so toll.</strong> Ich höre gerade über die sozialen Netzwerke unheimlich viele Horrorgeschichten über schlechte Erfahrungen mit Reitbeteiligungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grund genug mal meinen <strong>persönlichen Kodex</strong> aufzuschreiben. Natürlich ist das meine Meinung und es kann sein, dass jemand anderes das anders sieht – wenn das so ist, ab in die Kommentare damit!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine kürzere Variante des Kodex als Datei kannst Du Dir <a href="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/02/Kodex-Reitbeteiligung-Herzenspferd-1.png" target="_blank" rel="noopener">hier herunterladen</a>.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Sei verantwortungsbewusst.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besitzerin vertraut Dir ihr Pferd an!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet, Du trägst zum Beispiel dafür Verantwortung, dass es ihm gutgeht wenn Du mit ihm arbeitest und dass es sich nicht verletzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es ist Deine Aufgabe, mit bestem Wissen und Gewissen im Interesse des Pferdes zu handeln.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet auch, dass Du die Verantwortung übernimmst, wenn Du etwas falsch gemacht hast und nicht versuchst die Schuld auf jemand anderen zu schieben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Sei zuverlässig und halte Dich an Absprachen.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Halte Dich an Termine oder sag sie rechtzeitig ab. Wenn Du mit der Besitzerin etwas abgesprochen hast dann musst Du Dich daran halten. Gehe zum Beispiel nicht einfach reiten ohne, dass Du der Besitzerin Bescheid sagst (ich empfehle einen festen Zeitplan wer wann reitet, Änderungen kann man dann immer noch flexibel abmachen).</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Frage nach, wenn etwas unklar ist.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gute Kommunikation ist das A und O einer jeden Beziehung. <strong>Wenn Dir etwas nicht klar ist frag nach. </strong>Die Besitzerin wird sich freuen, dass Du Interesse zeigst und nicht einfach ungefragt etwas machst von dem Du Dir nicht sicher bist ob es ok ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Behaupte nicht, es wäre Dein Pferd.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß, spätestens wenn Dich ein kleines Mädchen am Stall oder beim Ausritt mit Bewunderung in den Augen ansieht und Dich fragt ob das Dein Pferd ist, wird es Dir in den Fingern jucken „Ja“ zu sagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tu es nicht. <strong>Wie würdest Du Dich fühlen, wenn irgendjemand behaupten würde Dein Pferd wäre seins? </strong>Nicht so toll, oder?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem wird es ziemlich peinlich für Dich wenn die Besitzerin des Pferdes davon erfährt&#8230;</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Es ist etwas passiert? Sag der Besitzerin Bescheid. </strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Pferd hat eine Verletzung, es ist etwas am Zubehör kaputt gegangen, ein Eisen ist ab oder beim Reiten ist etwas schief gelaufen? Sag der Besitzerin Bescheid, <strong>bei Verletzungen so schnell wie möglich!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es möchte auch keiner an den Stall kommen und feststellen, dass das Halfter kaputt ist, oder von der Stalltratschtante hören, dass die Reitbeteiligung vom Pferd gefallen ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Du hast etwas kaputt gemacht? Biete an es zu bezahlen.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es <strong>eindeutig Deine Schuld</strong> ist, dass etwas kaputt gegangen ist, dann solltest Du anbieten den Gegenstand zu ersetzen. Wenn etwas aufgrund von Verschleiß kaputt geht, ist es eher Aufgabe der Besitzerin den Gegenstand auszutauschen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>7. Unterstütze die Besitzerin wenn das Pferd krank ist.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich eine Selbstverständlichkeit und sehr wichtig. Wenn das Pferd krank ist solltest Du die Besitzerin unterstützen wo Du nur kannst. <strong>Ich bin schon wochenlang zum Pferd gefahren nur um Medikamente zu geben.</strong> Manche Medikamente müssen mehrmals am Tag gegeben werden, wenn Du da eine Gabe übernehmen kannst hilfst Du der Besitzerin meistens schon unheimlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für mich gehört es absolut dazu, dass man auch in schlechten Zeiten für das Pferd da ist! Schließlich hat man es dann nicht weniger lieb.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein schwieriges Thema ist in so einem Fall die Bezahlung. Meine ganz persönliche Einstellung ist es weiter zu bezahlen, auch wenn ich nicht reiten kann. Ich habe aber auch immer eine sehr gute Beziehung zu den Besitzerinnen meiner Reitbeteiligungen und möchte sie unterstützen. Ein krankes Pferd kostet viel Geld… Wie ihr das regelt musst Du ganz individuell mit der Besitzerin Deiner Reitbeteiligung ausmachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Wenn das Pferd dauerhaft unreitbar ist müsst ihr euch natürlich etwas überlegen &#8211; ich kann mir aber kaum vorstellen, dass Dir in so einem Fall jemand ernsthaft böse ist wenn Du Dir eine andere Reitbeteiligung suchst.)</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>8. Lass nicht einfach Deine Freunde aufs Pferd.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein absolutes No-Go!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie schon erwähnt, <strong>es ist nicht Dein Pferd!</strong> Also darfst Du auch nicht entscheiden wer es reitet. Wie würdest Du Dich fühlen wenn Deine Reitbeteiligung einfach irgendwen auf Dein Pferd lässt? Mal ganz davon abgesehen, dass es Probleme mit der Versicherung geben kann wenn etwas passiert.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>9. Geh pfleglich mit dem Zubehör um.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein guter Sattel kostet oft mehrere tausend Euro.</strong> Es versteht sich von selbst, dass Du schonend mit ihm umgehst und ihn nicht in irgendeine Ecke wirfst oder verknickt in den Spind stopfst. Wenn er matschig ist machst Du ihn sauber bevor Du ihn wegpackst, wenn er nass ist trocknest Du ihn ab.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>10. Das Pferd ist kein Mittel zum Zweck.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nur draufsetzen und reiten, oder nur Turniere reiten wollen ist nicht. Ein Pferd ist ein <strong>Lebewesen</strong> und zum guten und fairen Umgang mit ihm gehört, dass Du es <strong>auch pflegst, es gern hast und es Dir wichtig ist, dass es ihm gut geht.</strong> Wenn das bedeutet, dass Du mal ein paar Tage nicht reitest, <strong>dann ist das eben so. </strong>Es gibt so viele tolle Dinge, die man mit einem Pferd machen kann: Knuddeln, Spazieren gehen, <a href="https://herzenspferd.de/alternativen-zum-reiten-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener">Bodenarbeit</a>, einfach nur mit ihm auf der Koppel stehen und Zeit verbringen, …</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>11. Mische Dich nicht in grundlegende Entscheidungen ein / Respektiere Entscheidungen der Besitzerin.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besitzerin Deiner Reitbeteiligung sagt Du sollst das Pferd gebisslos reiten? Oder es soll keine Leckerli bekommen? Dann hast Du das zu akzeptieren!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es ist ihr Pferd und sie trifft die Entscheidungen.</strong> Wenn ihr eine gute Beziehung habt könnt ihr darüber reden, aber im Endeffekt musst Du Dich an ihre Wünsche halten.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>12. Sei kein Besserwisser.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Niemand mag Besserwisser. Und auch die Besitzerin Deiner Reitbeteiligung wird es sicher nicht toll finden, <strong>wenn Du ihr ständig erzählst, was sie alles falsch macht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders sieht es aus, wenn sie Dich wirklich um Rat fragt. Bei mir ist es so, dass ich bis jetzt mit allen Besitzerinnen meiner Reitbeteiligungen immer toll über die Pferde und die Arbeit mit ihnen fachsimpeln konnte. Manchmal ist es ja sehr hilfreich, wenn man sich noch eine zweite Meinung anhören kann.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>13. Packe im Stall mit an.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es selbstverständlich, dass man nicht nur zum Reiten kommt sondern auch im Stall mit anpackt (das hängt natürlich auch vom Stall ab, bei einem Selbstversorger wirst Du eher mithelfen als bei einer Vollpension). Es fehlt zum Beispiel gerade Wasser in der Tränke? Ist doch klar, dass Du die dann schnell auffüllst.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>14. Nimm Unterricht mit dem Pferd.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Man lernt nie aus. Und selbst wenn Du schon ewig reitest und viel weißt, ist es immer von Vorteil <strong>ein paar Reitstunden mit dem neuen Pferd</strong> zu nehmen. Schließlich ist jedes Pferd anders und es ist immer gut, wenn mal jemand draufschaut und Dir Tipps gibt wie Du noch besser mit dem Pferd umgehst.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>15. Sei konsequent mit dem Pferd.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur wichtig für Reitbeteiligungen, sondern alle Reiter. Keine Besitzerin hat Lust darauf, dass die Reitbeteiligung <strong>das Pferd verzieht und verreitet.</strong> Deshalb: immer konsequent sein und wenn die Besitzerin zum Beispiel keine Leckerli füttert, solltest Du das auch nicht (und erst recht nicht heimlich) tun.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>16. Sei ehrlich.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es klappt etwas nicht oder Du hast etwas falsch gemacht? Sei immer ehrlich, irgendwann kommt es doch raus. Wenn man von Anfang an ehrlich ist lassen sich viele Dinge ohne große Probleme und Drama lösen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>17. Zahle pünktlich.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du einen monatlichen Betrag für die Reitbeteiligung bezahlst, dann solltest Du das pünktlich tun. Am besten ist es, Du richtest bei der Bank einen <strong>Dauerauftrag</strong> ein oder bittest Deine Eltern das zu tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Besitzerin ist es ärgerlich und unangenehm Dich nach dem Geld fragen zu müssen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>18. Frage was Du mit dem Pferd machen darfst/kannst.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Pferde haben eine Vorgeschichte und <strong>vielleicht alte Verletzungen oder Krankheiten.</strong> Frage deshalb unbedingt nach ob es etwas gibt, was Du mit dem Pferd nicht machen sollst oder was es nicht kann. Die meisten Besitzer sagen Dir das von sich aus, aber gerade wenn Du etwas Neues ausprobieren möchtest ist nachfragen immer gut.</p>





<h3 class="wp-block-heading"><strong>Da es aber nicht nur Horror-Reitbeteiligungen, sondern auch Horror-Besitzer gibt solltest Du auch folgende Dinge beachten:</strong></h3>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Lass Dich nicht ausnutzen.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du sollst viel Stallarbeit leisten, am besten gar nicht &#8211; oder nur wenig &#8211; reiten und dafür einen Haufen Geld im Monat bezahlen? Sorry, aber das ist in meinen Augen etwas übertrieben. Ich verstehe es absolut, dass jemand eine angemessene Bezahlung dafür haben will, dass er sein Pferd zur Verfügung stellt. Aber ausnutzen lassen musst Du Dich nicht.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Lass Dich nicht schlecht behandeln. </strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alles was Du machst ist in den Augen der Besitzerin falsch und sie macht Dir ständig wegen etwas anderem die Hölle heiß? Du fühlst Dich wie der Idiot von Dienst?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das musst Du Dir nicht gefallen lassen und auch nicht aushalten, schließlich soll Dir Dein Hobby Spaß machen. Such Dir eine andere Reitbeteiligung.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Kläre ab, dass Du versichert bist.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den meisten Versicherungen ist eine Reitbeteiligung mit eingeschlossen. Aber eben nicht in allen. Kläre unbedingt ab, dass Du versichert bist bevor Du Dich auf’s Pferd setzt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Unterstütze niemanden der sein Pferd schlecht behandelt.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du findest, dass die Besitzerin das Pferd schlecht behandelt? Such Dir eine andere Reitbeteiligung. Die Auffassungen was gut und richtig für ein Pferd ist gehen ja durchaus auseinander. Wenn Du aber ständig gegen Deine Überzeugung handelst oder Dich mit der Besitzerin darüber streitest, macht Dich das nur unglücklich.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Falls es einen Vertrag gibt, lese ihn gut durch.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Reitbeteiligungs-Vertrag ist eigentlich eine gute Sache. Dann weiß jeder woran er ist und wichtige Dinge sind verbindlich geregelt. Wie bei allen Verträgen solltest Du ihn Dir gut durchlesen und überprüfen ob das, was darin steht, für Dich ok ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Niemand ist perfekt!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Dich in etwa an diese Verhaltensvorschläge hältst bist Du vielen anderen Reitbeteiligungen schon einen Schritt voraus. Es legt natürlich jeder auf andere Dinge wert, von daher sind vielleicht manche Punkte vernachlässigbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es ist niemand perfekt,</strong> <strong>aber ich finde es sehr wichtig, dass man sich dem Vertrauen und der Verantwortung bewusst ist, welche man als Reitbeteiligung hat.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man gut miteinander umgeht kann eine Reitbeteiligung eine wunderbare Sache sein und es können – wie in meinem Fall – Freundschaften fürs Leben entstehen. Ich finde es sehr schade, dass viele Pferdebesitzer Probleme mit ihren Reitbeteiligungen haben und hoffe, dass dieser ganz persönliche Kodex mit dazu beiträgt, dass sich die Situation etwas ändert.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie sind Deine Erfahrungen mit Reitbeteiligungen? Bist Du Pferdebesitzer und hattest schon mal eine Horror-Reitbeteiligung? Oder bist Du Reitbeteiligung und warst schon bei Horror-Besitzern? Erzähl mir Deine Geschichte in den Kommentaren!</strong></p>



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		<title>Wenn die Angst mitreitet: so kannst Du sie überwinden!</title>
		<link>https://herzenspferd.de/angst-vorm-reiten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2015 11:27:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Reitersitz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An einem schönen Tag vor langer Zeit hat es bei mir Klick gemacht. Das Maß war voll. Einmal zu oft runtergefallen, einmal zu oft die Kontrolle verloren. Und ich habe mich nicht mehr aufs Pferd getraut. Ich schätze ich war damals um die 12 oder 13 Jahre alt, ich weiß es nicht genau. Zu dem [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">An einem schönen Tag vor langer Zeit hat es bei mir Klick gemacht. Das Maß war voll. Einmal zu oft runtergefallen, einmal zu oft die Kontrolle verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und ich habe mich nicht mehr aufs Pferd getraut.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich schätze ich war damals um die 12 oder 13 Jahre alt, ich weiß es nicht genau. Zu dem Zeitpunkt bin ich schon etwa 8 Jahre geritten – ob man in dem Alter gut reitet sei mal dahingestellt. Ich hatte nie Angst auf einem Pferd, habe mich immer wohlgefühlt. Und habe total wahnwitzige Sachen gemacht bei denen mir heute ganz Angst und Bange wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von einem Tag auf den anderen war das vorbei. An den genauen Auslöser kann ich mich gar nicht mehr erinnern, ich schätze es war ein durchgehendes Pferd oder ein Sturz. Ab da saß mir die Angst im Bauch. <strong>Ein richtig mieses kleines Monster, das Deinem Hirn immer buntere Horrorszenarien einflüstert.</strong> Und dabei durch seine krummen, gelben Fangzähne lächelt und Dir sagt, dass es ja nur Dein Bestes will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fühlte mich wie entzweigerissen – ich wollte reiten, ich <strong>musste </strong>reiten um glücklich zu sein. Aber die Angst war wie eine Mauer um die ich nicht herumkam. Leute die nicht reiten verstanden das nicht. Sie sagten „dann lass es doch einfach sein wenn du Angst hast! Warum quälst du dich?“. Dieses Gefühl, etwas gleichzeitig zu vermissen und zu fürchten ist für mich bis jetzt einzigartig. Nie wieder habe ich mich so gefühlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es hat knapp ein Jahr gedauert bis ich wieder auf einem Pferd saß. Und ich hatte immer noch genauso viel Angst wie vorher. Wenn nicht sogar mehr.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einigen gescheiterten Versuchen mich wieder aufs Pferd zu bringen hat mich mein Papa wieder an dem Stall zum Reitunterricht angemeldet, an dem ich reiten gelernt habe. Und ganz langsam, mit viel Geduld und braven Ponys habe ich gelernt wieder zu vertrauen – den Pferden und meinen Fähigkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin zwar nie wieder so mutig und übermütig geworden wie ich als Kind war (das gehört wohl zum Älterwerden dazu) aber ich habe schon lange keine Angst mehr davor mich aufs Pferd zu setzen. Egal auf welches.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie man seine Angst überwinden kann möchte ich hier erzählen. Natürlich ist das eine ganz persönliche Sache, nur weil es mir geholfen hat muss es nicht auch anderen helfen. Aber einen Versuch ist es sicher wert.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Bleib nicht allein mit Deiner Angst</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schäme Dich nicht und rede mit jemandem darüber.</strong> Probleme über die man nicht redet werden im eigenen Kopf immer nur größer und größer, bis sie unüberwindbar erscheinen. Manchmal kann eine fremde Meinung ein Problem in eine ganz neue Perspektive setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß, über so etwas redet man nicht gerne. Vor allem, wenn Du Angst vorm eigenen Pferd hast ist die Schwelle hoch. Es fühlt sich an als hättest Du versagt, als würdest Du gar nichts können. Dass das <strong>natürlich nicht so ist </strong>will das Angstmonster erst mal nicht hören.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nur wenn Du über Deine Angst redest kann Dir jemand helfen.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. </strong><strong>Such Dir Hilfe von jemandem, dem Du vertrauen kannst</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer genau das ist, ist Dir überlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich war es eine geduldige Reitlehrerin, die meine Angst ernst genommen und meine Wünsche respektiert hat. Dabei hat sie mich aber auch immer gefordert und mir Mut gemacht neue Dinge auszuprobieren. Es ist sehr wichtig, dass Dich jemand dazu <strong>animiert aus Deiner Komfortzone herauszukommen,</strong> ansonsten bleibst Du weiter hinter Deiner Angstmauer stecken. Professionelle Hilfe bekommt man zum Beispiel auch bei einem <a href="https://herzenspferd.de/angst-beim-reiten-mentaltraining/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mental Trainer</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Angst vor Deinem Pferd hast such Dir einen Trainer der mit euch beiden arbeitet. Mit einem Profi an Deiner Seite dem Du vertrauen kannst wirst Du Deine Angst Schritt für Schritt überwinden können. Er wird genau wissen, was gefährlich ist und was nicht und wird Dir die nötige Sicherheit geben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Nimm Dir so viel Zeit wie Du brauchst</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mach Dir zusätzlich zu Deiner Angst nicht auch noch Druck. Wenn es länger dauert Deine Angst zu überwinden dann ist das nun mal so. Zusätzlicher Druck wird das Ganze nicht beschleunigen – im Gegenteil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß, es ist nicht einfach sich keinen Druck zu machen. Schließlich willst Du wieder reiten. Und Dein Pferd kostet ja viel Geld, dafür, dass es nur rumsteht. Zumindest erzählt Dir das Dein Freund, Deine Eltern und ein paar der Leute am Stall.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lass Dir nichts einreden! </strong>Rede mit den Leuten die Dich nicht unterstützen nicht mehr über das Thema.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Um Deine Angstmauer zu überwinden braucht es Zeit.</strong> In vielen kleinen Schritten baust Du Dir eine Treppe über die Mauer. Manche Stufen sind groß und Du machst einen riesen Fortschritt, manche sind kleiner und es dauert eine gefühlte Ewigkeit sie zu bauen. Manche brechen auch wieder zusammen und Du rutschst eine Stufe zurück. Aber mit genug Zeit und Geduld mit Dir selbst wird Deine Treppe irgendwann fertig sein und Du kannst über die Mauer schauen. Vielleicht springst Du hinüber und lässt sie vollständig hinter Dir, vielleicht bleibst Du auch einfach nur obenauf stehen und die Mauer ist zwar da, aber sie beherrscht Dich nicht.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Reite ein anderes Pferd, bis Du wieder Vertrauen in Deine Fähigkeiten hast</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du große Angst hast, so wie das bei mir der Fall war, kann es sehr viel helfen ein verlässliches, ruhiges Pferd zu reiten. Und zwar so lange, bis Du Dich auf ihm völlig sicher fühlst. Noch besser ist es, viele verschiedene Pferde zu reiten auf denen Du Dich sicher fühlen kannst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Pferd ist anders und auf jedem lernst Du andere Dinge. Wenn Du mit vielen verschiedenen Pferden klarkommst stärkt das Dein Selbstvertrauen enorm und die Hürde wieder auf Dein eigenes Pferd zu steigen wird vielleicht nicht so hoch sein. Mach Dir keine Illusionen, Du wirst trotz allem ein mulmiges Gefühl haben, wenn Du zum ersten Mal wieder Dein Pferd reitest, aber es wird nicht so schlimm sein wie es sein könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um viele verschiedene Pferde zu reiten empfehle ich guten Reitunterricht an einem Stall Deiner Wahl – es versteht sich von selbst, dass Du bei der Auswahl darauf achtest, <strong>dass es den Schulpferden gut geht und sie artgerecht und fair behandelt werden.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. </strong><strong>Arbeite mit Deinem Pferd vom Boden aus</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für Dein Pferd wird die ganze Situation komisch sein – es wird Deine Angst spüren und vielleicht selbst unsicher und ängstlich werden. Oder es versucht die Führung zu übernehmen, die Du aufgrund Deiner Angst abgegeben hast.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dagegen hilft es wieder bei Null anzufangen. <strong>Beschäftige Dich mit Deinem Pferd und baue Vertrauen zu ihm auf.</strong> Vom Boden aus geht das erst mal am besten wenn Du Angst vorm Reiten hast.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenarbeit hat gleich mehrere gute Effekte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Du beschäftigst Dein Pferd geistig und körperlich</li>



<li>Du lernst wieder Vertrauen aufzubauen</li>



<li>Dein Pferd wird lernen auf Dich zu achten und bessere Manieren bekommen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Freundin von mir hat nach einem schlimmen Sturz mit Krankenhausaufenthalt jahrelang mit ihrem Pferd nur vom Boden gearbeitet. Es ist eines der besterzogenen Pferde die ich kenne und die beiden sind mittlerweile auch unter dem (und im) Sattel ein tolles Team.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Wenn wirklich gar nichts geht: verkaufe Dein Pferd in gute Hände </strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">So schlimm das auch für Dich sein mag und so sehr es sich nach Aufgeben oder Verrat anfühlt – manchmal ist es besser, wenn Du Dein Pferd verkaufst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du nur noch Angst vor Deinem Pferd hast und <strong>nichts mehr weiterhilft,</strong> dann ist es Dir und Deinem Pferd gegenüber nur fair es gehen zu lassen. Manchmal suchen wir uns Pferde aus, die nicht zu uns passen oder denen wir einfach nicht gerecht werden können. Es wird ihnen bei jemand anderem vielleicht besser gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Bekannte hat nach langer Überlegung die mutige Entscheidung getroffen ihren Araber (den sie selbst aufgezogen hat) zu verkaufen, weil sie einfach nicht mit ihm klar gekommen ist. Die Frau die ihn gekauft hat ist überglücklich mit ihm und reitet ihn erfolgreich auf Distanzritten. Das Pferd selbst ist mit seiner neuen Aufgabe völlig aufgeblüht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Natürlich solltest Du eine solche Entscheidung nicht leichtfertig treffen.</strong> Manchmal kann sie aber die Erlösung für Reiter und Pferd bedeuten.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Angstmonster ist ein Lügner</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe meine Angstmauer überwunden. Aber das Monster sitzt mir manchmal noch im Bauch und flüstert leise. Die meiste Zeit höre ich ihm nicht zu, denn es ist ein Lügner. Manchmal lohnt es sich aber auch hinzuhören, es lügt nicht immer und eine gesunde Portion Vorsicht kann das Leben deutlich verlängern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du musst gar nicht wieder so unbeschwert sein wie Du es mal warst – es ist nur wichtig, dass Du Deinem Angstmonster nicht jeden Satz glaubst den es Dir einflüstert und Dich von ihm beherrschen lässt. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und mit der Zeit wird es leiser und leiser. Und das ruhige Geklapper der Pferdehufe wird es problemlos übertönen.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kennst Du das Gefühl von Angst beim Reiten? Oder hattest Du vielleicht auch schon mal einen schlimmen Sturz vom Pferd und hinterher ein mulmiges Gefühl? Wie hast Du das überwunden?</strong></p>



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		<title>Darf ich vorstellen: meine Herzenspferde &#8211; und was sie mir beigebracht haben.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2015 14:18:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Herzenspferd]]></category>
		<category><![CDATA[Seelenpferd]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In meinem Reiterleben bin ich schon viele verschiedene Pferde geritten. Ich kann gar nicht sagen wie viele. Dabei gab es immer wieder Pferde, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind. Weil sie mir etwas beigebracht haben. Weil ich auf Anhieb eine Verbindung mit ihnen gespürt habe. Weil ich kolossal mit ihnen gescheitert bin und doch [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">In meinem Reiterleben bin ich schon viele verschiedene Pferde geritten. Ich kann gar nicht sagen wie viele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei gab es immer wieder Pferde, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind. <strong>Weil sie mir etwas beigebracht haben. Weil ich auf Anhieb eine Verbindung mit ihnen gespürt habe. Weil ich kolossal mit ihnen gescheitert bin und doch nicht aufgegeben habe. Weil sie mich zu einer besseren Reiterin gemacht haben. Weil wir uns blind verstanden haben. Weil sie mein Herz gebrochen haben als sie gingen.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Diese Pferde nenne ich Herzenspferde.</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Um sein Herzenspferd zu finden und die Verbindung zu spüren muss man kein perfekter Reiter sein. Man braucht nur <strong>Respekt und Einfühlungsvermögen, Fairness und Offenheit.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einigen habe ich direkt gemerkt, dass wir uns mögen. Bei anderen hat es etwas gedauert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit manchen bin ich nur einen kurzen gemeinsamen Weg gegangen, mit anderen einen längeren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber darauf kommt es gar nicht an. Dann ist es auch egal, ob das Pferd „nur“ Deine Reitbeteiligung ist. Es ist auch egal, ob Du das Pferd reitest oder nicht. Wenn es klick macht dann zählt all das nicht mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich bin unendlich dankbar, dass ich eine zeitlang an der Seite dieser Pferde gehen durfte und darf.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Meine Herzenspferde</strong></h2>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Johnny</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="261" height="209" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/araber-johnny-1.jpg" alt="" class="wp-image-1363"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Johnny war das Pferd von meinem Papa. Sie hatten das, was sich jeder Reiter wünscht: eine tolle, vertrauensvolle Beziehung. Mein Papa musste nur etwas denken und Johnny hat es gemacht (zumindest kam es mir als 8jähriger Zwerg so vor).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir hat Johnny so einiges beigebracht. Von ihm habe ich vor allem gelernt, wie wichtig es ist <strong>die kleinen Signale zu sehen und zu verstehen, die unsere Pferde uns geben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie er mir das beigebracht hat? Ganz einfach:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin Runde um Runde mit ihm über den Platz galoppiert. Weil das macht ja Spaß. Er hat mir eine ganze Weile angezeigt, dass er gerne durchparieren möchte. Wollte ich aber nicht. Weil alles außer galoppieren ist ja langweilig, fand ich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nette Kerl ist dann so lange weitergaloppiert bis es nicht mehr ging. Also gab es eine Vollbremsung aus dem Galopp. Für ihn. Für mich ging es ein kurzes Stückchen weiter ungespitzt in den Sandboden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von dort aus hatte ich dann einen prima Blick auf mein Pipi machendes Pferd. Der arme Kerl musste wohl schon seit einiger Zeit dringend mal für kleine Pferdchen. Und weil ich zu egoistisch war mal durchzuparieren obwohl er es mir lange genug „gesagt“ hat musste ich eben die Konsequenzen tragen. Und das schlechte Gewissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lektion gelernt, danke Johnny!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Svala</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="331" height="220" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/indianerpony-klein-1.jpg" alt="" class="wp-image-1421" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/indianerpony-klein-1.jpg 331w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/indianerpony-klein-1-300x199.jpg 300w" sizes="(max-width: 331px) 100vw, 331px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Svala war meine erste Reitbeteiligung. Eine kleine, schnelle, sensible, charakterstarke, eigensinnige, mutige Isländerstute. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie hat regelmäßig unseren Ausreitpartner – einen 1,82m großen Trakehner – in Grund und Boden gelaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt so viele Geschichten von ihr zu erzählen. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Und das ist auch ein bisschen schwierig für mich, denn Svala lebt nicht mehr. Während ich das schreibe habe ich einen ziemlichen Kloß im Hals. Das ist so bei Herzenspferden, sie lassen uns nicht wieder los&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Anfang war etwas holprig. Ich war nach den ersten paar Mal reiten davon überzeugt, dass sie mich nicht leiden kann. Sie hat es mir ganz schön schwer gemacht. Manchmal ging beim Reiten ihr Kopf zur Seite und sie hat mich mit so einem Blick angeschaut: <strong>„du denkst also du könntest hier einfach auftauchen und mir sagen was ich machen soll? Da hast du dich aber geschnitten! Ich kenne dich nicht, ich vertraue dir nicht und ich weiß viel besser als du was gut für mich ist!“</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="293" height="220" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Svala-Kopf-1.jpg" alt="" class="wp-image-1444"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das war manchmal ziemlich hart. Und auch nicht immer ungefährlich. An manchen Tagen haben wir 30 Minuten an einer Kreuzung gestanden bis sie dazu bereit war den Weg zu gehen, den ich wollte. Oder sie hat aus vollem Galopp gebremst und wollte den Weg wieder zurückrennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich muss gestehen, dass ich ein, zwei Mal ans Aufgeben gedacht habe. Und ich bin wahnsinnig froh, dass ich es nicht getan habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ein paar Monaten und viel gemeinsamer Zeit zum <a href="https://herzenspferd.de/10-wege-zum-vertrauen/"><strong>Vertrauensaufbau</strong></a> hatte ich das tollste Pony der Welt. Wenn ich zurückdenke kann ich immer noch kaum glauben wie wahnsinnig mutig sie war. Ich erinnere mich, dass wir einen steilen Matschpfad runter mussten. Ich wollte absteigen. Aber bevor ich auch nur einen Fuß aus dem Bügel hatte rutschte Svala wie selbstverständlich den Pfad runter. Teilweise sogar auf dem Popo, weil es so steil war. Treppen laufen, Hunde, schreiende Kinder, riesige Holzrückemaschinen mit Reifen so hoch wie sie selbst wurden höchstens mal mit leicht gelangweiltem Blick gewürdigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie hat mich <strong>Vertrauen</strong> gelehrt. Denn sie hatte schon recht, manchmal wusste sie einfach besser was gut für sie ist und was sie alles kann als ich. Und wenn es brenzlig wurde wusste ich, dass ich mich auf sie verlassen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie hat mich aber auch <strong>Vorsicht</strong> gelehrt, denn nicht immer war sie noch bremsbar wenn sie sich entschlossen hat zu rennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und sie hat mich gelehrt, dass man nur mit <strong>Geduld und Einfühlungsvermögen</strong> weiterkommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin unendlich dankbar für meine Zeit mit ihr, auch wenn es leider viel zu kurze Jahre waren. Und ich bin unendlich dankbar, dass Beate, ihre Besitzerin und eine enge Freundin, mir ihr Pferd anvertraut hat. Ich danke dir!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Draumur</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="257" height="220" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/draumur1-1.jpg" alt="" class="wp-image-1368"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Draumur der Traum. Das Dräumeli. Ich dachte mir, wenn ich schon keinen Prinzen hab dann wenigstens nen Schimmel. Wobei er mich dahingehend enttäuscht hat, dass er meistens eher Schlammbraun oder Pissgelb war.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong> Aber lieber ein dreckiges Pferd auf der Koppel als ein unglückliches Pferd in der Box.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Draumur war meine Reitbeteiligung nach Svala. Auch ein Isländer aber ganz anders. <strong>Sensibel und zurückhaltend, höflich und verlässlich. </strong>Er ist in Island aufgewachsen und deshalb Fremden gegenüber eher misstrauisch. Und wenn sie ihn dann noch von der Koppel holen wollen erst recht. Es hat bestimmt nen Monat gedauert bis er mich nicht mehr misstrauisch mit hoch gehaltenem Kopf schräg aus dem Augenwinkel heraus angeguckt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich denke, Pferde und auch Menschen finden ihren Weg in unser Leben wenn die Zeit richtig ist und wir bereit sind uns weiterzuentwickeln. </strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="326" height="220" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/draumur3-1.jpg" alt="" class="wp-image-1369" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/draumur3-1.jpg 326w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/draumur3-1-300x202.jpg 300w" sizes="(max-width: 326px) 100vw, 326px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Draumur kam gerade richtig um mir beizubringen <strong>sanft</strong> zu sein und <strong>nur minimale Hilfen zu geben.</strong> Auf ein kleines Pfeifen pariert er durch. Er geht problemlos mit Halsring. Auch im Gelände.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Er hat mich gelehrt, wie wenig ich tun muss wenn ich das Richtige tue. </strong>Bevor ich es wusste hatte er ein Plätzchen in meinem Herz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider wohnt er jetzt etwas weiter von mir weg. Mit Job und diversen anderen Verpflichtungen schaffe ich es nicht regelmäßig zu ihm zu fahren, deshalb habe ich die Reitbeteiligung schweren Herzens aufgegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier bin ich froh, dass mir dieses tolle Pony eine Weile anvertraut wurde. Ich danke dir Kathrin!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Dancer</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="312" height="209" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Vollblut-Dancer-1.jpg" alt="" class="wp-image-1446" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Vollblut-Dancer-1.jpg 312w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Vollblut-Dancer-1-300x201.jpg 300w" sizes="(max-width: 312px) 100vw, 312px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dancer habe ich in Neuseeland kennengelernt. Ich habe dort eine Weile auf einem Hof als Guide von Trailritten gearbeitet. Er ist ein englisches Vollblut und ehemaliges Rennpferd aus Hong-Kong. Als Rennpferd hat er einen ganzen Haufen Macken. Ist ja auch kein Wunder, der arme Kerl.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Beziehung fing damit an, dass ich ihn von der Koppel holen wollte. Dancer wollte das eindeutig nicht. Und das bestimmt eine halbe Stunde lang. Mit der Methode, die ich in meinem eBook beschreibe habe ich ihn schließlich dazu bewogen doch mit mir zu kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab da ging er jeden Tag besser mit mir mit. Und beim Aufsteigen hat er mir – zur großen Freude der Touristen – auch nur noch ganz selten in den Hintern gezwickt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="315" height="211" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Pferde-Neuseeland-Dancer1-1.jpg" alt="" class="wp-image-1450" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Pferde-Neuseeland-Dancer1-1.jpg 315w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Pferde-Neuseeland-Dancer1-1-300x201.jpg 300w" sizes="(max-width: 315px) 100vw, 315px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dancer hat mich gelehrt, in Lichtgeschwindigkeit vom Pferd zu springen.</strong> Sobald es nämlich eng um ihn herum wird – auch wenn es nur Büsche oder Bäume sind – bekommt er seine „Startboxparanoia“ und rennt in einem Affenzahn rückwärts. Sobald der Mensch unten ist ist’s auch wieder gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem hat er mich gelehrt, dass nicht alle Vollblüter spinnig sind, sondern es einfach nur darauf ankommt, <strong>wie man mit ihnen umgeht und wie gut sie sozialisiert wurden.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte eine tolle Zeit mit Dancer (und den anderen neuseeländischen Pferden), auch wenn sie nur kurz war.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Elja</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="226" height="226" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/islaender-elli.jpg" alt="" class="wp-image-1422" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/islaender-elli.jpg 226w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/islaender-elli-150x150.jpg 150w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/islaender-elli-200x200.jpg 200w" sizes="(max-width: 226px) 100vw, 226px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Elja – oder Elli – stand an einem Stall, an dem ich mit Draumur war. Ich kannte sie also, zumindest vom Sehen und wusste, dass sie aufgrund vieler Besitzerwechsel kein besonders leichtes Leben hatte bevor ihre Besitzerin Svenja sie gekauft hat. Als klar war, dass Draumur wegzieht, hat Svenja mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, Elli zu reiten. Ich hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon vor dem ersten Probereiten kamen die Sprüche der anderen Einsteller: „Wie, die Rennsemmel willst du reiten?!“, „Ach, du bist ja schwierige Pferde gewöhnt“, „Na dann viel Spaß…“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich war entschlossen mich davon nicht beeinflussen zu lassen, aber ein toller Start ist sowas natürlich nicht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und es kam noch besser. Schon beim Führen von der Weide benahm sich Elli völlig daneben, riss sich von mir los und drehte mir drohend ihr Hinterteil zu.</p>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="296" height="242" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/01/elli2-1.jpg" alt="" class="wp-image-1483"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und hier kommt Lektion Nummer 1: wie Sophie von Chevalie so schön sagt <a href="http://chevalie.de/mein-wichtigster-leitspruch-und-warum-es-auch-deiner-werden-sollte/">„Ich bin Schuld. Immer“</a>. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Elli war nicht bösartig oder wollte sich widersetzen. Elli hatte <a href="herzenspferd.de/schmerzen-erkennen">Schmerzen</a>.</strong> Nach kurzem Suchen fanden wir einen riesigen geschwollenen Bremsenstich in ihrer Kinnkuhle. Sobald ich am Strick zupfte oder auch nur wenn sie lief schlug der Metallring des Halfters, in den der Strick eingehängt wird, dagegen. Also drauf geachtet, dass das nicht passiert und ich hatte das netteste Pony.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach unserem holprigen Start verstanden wir uns unglaublich gut. Elli ist sehr sensibel und wenig dominant. Gleichzeitig ist sie aber gerne mal aufdringlich. Sie braucht jemanden, der ihr <strong>Sicherheit und <a href="https://herzenspferd.de/10-wege-zum-vertrauen/">Vertrauen</a> gibt und sehr konsequent ist.</strong> Wenn das fehlt bekommt sie Panik und rennt. Und rennt. Und rennt. Weil sie dann denkt, dass sie auf sich alleine gestellt ist und selbst auf sich aufpassen muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Elli hat mich gelehrt, dass ich meinen <strong>Stress und meine Unruhe zu Hause lassen</strong> muss wenn ich an den Stall fahre. Sie ist so sensibel, dass sich meine Stimmung sofort auf sie überträgt. Wenn jemand um die Ecke kommt den ich nicht leiden kann wird sie unruhig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andersherum wirkt sich das so aus, dass sie fast einschläft und umkippt wenn ich anfange Entspannungs- und Atemübungen auf ihr zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So eine Verbindung habe ich noch nie erlebt. Ich bin wahnsinnig glücklich, dass ich dieses tolle Pony reiten durfte. Danke Svenja!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aktuell reite ich einen Lipizzanerhengst &#8211; er ist definitiv auch ein Herzenspferd. Weil wir uns aber erst ein paar Monate kennen, möchte ich ihn noch ein bisschen besser kennenlernen, bevor ich über ihn schreibe. Gelernt habe ich aber schon so Einiges von ihm =)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun habe ich ja echt viel erzählt. Viel mehr als ich eigentlich wollte. Und viel weniger als ich müsste um diesen tollen Pferden gerecht zu werden.</p>





<h3 class="wp-block-heading"><strong>Jetzt bist Du an der Reihe! Hast Du Dein Herzenspferd schon gefunden? Erzähl mir eure Geschichte!</strong></h3>
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		<title>10 Wege zum Vertrauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jan 2015 18:39:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Zuneigung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vertrauen ist – für mich und viele andere Reiter – ein wichtiger Punkt im Umgang mit einem Pferd. Ohne Vertrauen keine Partnerschaft, keine Freude, keine Sicherheit. Vertraut Dir Dein Pferd nicht, hast Du in vielen Situationen ein Problem. Es geht nicht in den Hänger, es lässt sich nicht einfangen, es scheut öfter, hat vor mehr [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Vertrauen ist – für mich und viele andere Reiter – ein wichtiger Punkt im Umgang mit einem Pferd.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne Vertrauen keine Partnerschaft, keine Freude, keine Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertraut Dir Dein Pferd nicht, hast Du in vielen Situationen ein Problem. Es geht nicht in den Hänger, es lässt sich nicht einfangen, es scheut öfter, hat vor mehr Dingen Angst, es widersetzt sich.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #e73aa0;"><strong><span style="color: #a55931;">Vertrauen kann man nicht erzwingen oder erkaufen, man gewinnt es.</span></strong></span></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Reiten kann man Vieles für einen begrenzten Zeitraum faken – das Vertrauen Deines Pferdes gehört nicht dazu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir alle träumen von einer tollen Partnerschaft mit unserem Pferd, davon, dass wir uns blind verstehen und vertrauen. Wir wollen ein Pferd, das gerne zu uns kommt, das sich freut, wenn wir kommen und das mit uns schmust. Viele Reiter versuchen das zu erreichen, indem sie ihr Pferd verhätscheln oder bestechen. Es wird gestreichelt und geschmust, es gibt Leckerchen und es wird wohlwollend darüber hinweggesehen wenn das Pferd aufdringlich bettelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Aber mein Pferd liebt mich, es kommt immer gleich zum Tor wenn ich da bin.“ – In den meisten Fällen will Dein Pferd, dass sich das Tor öffnet und es zum Futter kann. Ob es wirklich an Dir interessiert ist, kannst Du ganz einfach testen: gehe zum Tor hinein und vom Pferd weg. Folgt es Dir, hat es wirklich Interesse an Dir. Tut es das nicht, will es einfach nur raus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



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<h3 class="wp-block-heading">Wir haben also festgestellt: man kann sich Vertrauen und Zuneigung nicht mit Leckerchen und Streicheleinheiten erkaufen. Wie gewinnt man es also dann?</h3>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Achte auf Deine Körperhaltung.</strong> Halte Dich aufrecht und entspannt im Umgang mit Deinem Pferd, atme und bewege Dich ruhig. Wenn Du unsicher, mit zum Boden gerichteten Blick und hängenden Schultern auf es zukommst, wird Dich Dein Pferd nicht als Führungspersönlichkeit sehen. Das liegt nicht unbedingt an Deiner Körpersprache, sondern daran, dass Du Dich wahrscheinlich <strong>nicht selbstbewusst fühlst</strong> wenn Du Dich so hältst. Das wird Dein Pferd merken.</li>



<li><strong>Sei konsequent.</strong> Pferde brauchen einen selbstbewussten Partner der klare Grenzen setzt und ihnen somit Sicherheit gibt. Das bedeutet aber <strong>nicht</strong>, dass Du grob sein sollst oder Dein Pferd ständig vermöbelst und kontrollierst. Das bedeutet, dass Du z.B. Betteln, oder Drängeln beim Führen nicht durchgehen lässt, sondern Deinem Pferd <strong>ruhig, gelassen und bestimmt</strong> zeigst, dass dieses Verhalten nicht ok ist. Und das nicht nur heute, wo Du gerade Zeit und Muße hast, sondern immer. <strong>Jeden einzelnen Tag.</strong> Dein Pferd muss sich darauf verlassen können, dass Du <strong>in der gleichen Situation auch gleich reagierst</strong>. Pferde sind Herdentiere, das heißt, sie haben eine (flexible) Rangordnung. Dein Pferd nutzt solche Dinge wie aufdringliches Betteln oder Drängeln beim Führen um zu klären, wer von euch gerade ranghöher ist. Wenn Du Dir das gefallen lässt bedeutet das für Dein Pferd, dass es ranghöher ist als Du. Besonders bei unsicheren Pferden kann das katastrophale Auswirkungen haben, denn gerade <strong>sie suchen jemanden, der ihnen Sicherheit gibt.</strong> Wenn Du aber signalisierst, dass Du der Rangniedere bist, bedeutet das für Dein Pferd, dass es selbst gucken muss, dass ihm nichts passiert. Das führt dann zu ängstlichen oder gar durchgehenden Pferden.</li>



<li>Halte Abstand zu Deinem Pferd und <strong>lass nicht zu, dass es Dich bedrängt.</strong> Du hast bestimmt schon einmal auf der Koppel beobachtet, dass Dein Pferd ein anderes Pferd weggescheucht hat, wenn es ihm zu nahe gekommen ist. Alle Tiere und auch wir Menschen haben einen <strong>persönlichen Bereich</strong> um uns herum. Kommt jemand in diesen Bereich fühlen wir uns unwohl und bedrängt. Dieser Bereich ist für jeden Menschen und jedes Pferd unterschiedlich groß. Wer herein darf hängt von der persönlichen Beziehung ab – dein Freund darf Dir sicher näher kommen als ein Fremder. Genauso ist es auch bei Pferden. Wenn Dein Pferd Dich bedrängt kann das ein Zeichen dafür sein, dass es gerade austestet wie weit es bei Dir gehen kann und ob es gerade ranghöher ist als Du. Dein Pferd sollte nur in Deinen persönlichen Bereich kommen, wenn Du es dazu einlädst (z.B. wenn Du auf es zu gehst und es streichelst).<br>Zum Thema Abstand gehört auch, dass Dein Pferd Dich nicht als Kratzbaum missbraucht. Ich sehe oft, dass Pferde ihren Kopf an ihren Besitzern reiben – und zwar so sehr, dass es den Besitzer fast aus den Latschen haut. Und eben diese Besitzer sind dann glücklich und denken, dass ihr Pferd sie besonders lieb hat. Stattdessen kann es ein Zeichen dafür sein, dass Dein Pferd keinen Respekt vor Deinem individuellen Raum hat. Dein Pferd sollte den Abstand zu Dir nur auf Dein Ok hin verkleinern.</li>



<li><strong>Verlange nur Dinge von Deinem Pferd die es leisten kann und die es versteht.</strong> Und verlange sie nur, wenn Du auch bereit bist Dich durchzusetzen. Das kann manchmal ganz schön lange dauern – <strong>sei geduldig und bleibe immer ruhig!</strong> Dir sollte auch klar sein, was genau Du von Deinem Pferd willst – und Du solltest es bereits beim ersten Schritt in Die richtige Richtung loben. <strong>Wenn Du kleine Schritte nicht lobst warum sollte Dein Pferd sich die Mühe machen den restlichen Weg zu gehen?</strong></li>



<li><strong>Sei einfühlsam und verbringe Zeit mit Deinem Pferd.</strong> Zeig ihm, dass Du gerne bei ihm bist und es wertschätzt. Stell Dich eine Weile zu ihm auf die Koppel und tu einfach nichts oder kraule es an seiner Lieblingsstelle. Befreundete Pferde machen das permanent. Und wenn Dein Pferd weggeht und gerade keinen Bock auf Dich hat, dann musst Du das akzeptieren und es auch mal in Ruhe lassen.</li>



<li><strong>Lass Dein Pferd Pferd sein und habe Respekt vor ihm.</strong> Du tust ihm keinen Gefallen wenn Du es vermenschlichst. Stattdessen verbaust Du Dir selbst den Weg Dein Pferd zu verstehen. Es liegt an uns, die Sprache des Pferdes zu verstehen und nicht umgekehrt.</li>



<li><strong>Sei im Umgang mit Deinem Pferd niemals wütend oder grob.</strong> Es sollte eigentlich jedem klar sein, dass Du damit das Vertrauen Deines Pferdes zerstörst.</li>



<li><strong>Werde nicht zum Tyrann.</strong> Ein guter Partner verlangt nicht nur Respekt, er gibt ihn auch. Er ist fair und konsequent. Versuche nicht jede Regung Deines Pferdes zu kontrollieren.</li>



<li><strong>Gehe mit Deinem Pferd spazieren.</strong> Gemeinsame Spaziergänge machen nicht nur Spaß, sondern Du zeigst Deinem Pferd entspannt und spielerisch neue Dinge. Es lernt Autos, Spaziergänger, Jogger, Radfahrer, Hunde und viele andere Dinge gemeinsam mit Dir kennen. Dabei zeigst Du ihm, dass es mit Dir an seiner Seite nichts zu befürchten hat.</li>



<li><strong>Mache Bodenarbeit und/oder übe zirzensische Lektionen.</strong> Gerne auch nach den Prinzipien des Natural Horsemanship. Gemeinsames Arbeiten und Lernen festigt die Bindung Deines Pferdes zu Dir und die aktuelle Rangordnung wird geklärt. Natürlich lernt es auch nützliche Dinge, die Dir später bei der Arbeit unter dem Sattel zu Gute kommen. Wenn schon vom Boden aus die Beziehung geklärt ist wirst Du beim Reiten deutlich weniger Probleme haben. <a href="https://herzenspferd.de/alternativen-zum-reiten-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier findest Du eine Übersicht über viele Dinge, die Du vom boden aus machen kannst.</a></li>
</ol>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zusammenfassend solltest Du im Umgang mit Deinem Pferd also unbedingt konsequent, einfühlsam, fair, ruhig, geduldig, wertschätzend und selbstbewusst sein. Sei ein guter Partner, dem Dein Pferd gerne folgt und der ihm Sicherheit gibt – kein Tyrann der jede kleine Regung überwacht.</strong></p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie gewinnst Du das Vertrauen Deines Pferdes? Erzähl‘s mir in den Kommentaren!</strong></p>



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