Bild von wälzendem Pferd mit Text
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Schon mal was von Miscanthus Einstreu gehört? Nein? Ich bis vor kurzem auch nicht. Dabei könnte es DIE Lösung für die meisten Einstreu-Probleme sein! Und ist dazu auch noch umweltfreundlich.

Miscanthus ist ein saugfähiges, staubarmes, zeitsparendes und allergikerfreundliches Einstreu. Was genau Miscanthus ist, worin seine Vorteile (und Nachteile) gegenüber den gängigsten Einstreuarten liegen, warum es auch für Allergiker geeignet ist und wie man es verwendet, erfährst Du in diesem Artikel.

Ich schreibe im Vergleich der Einstreuarten der Einfachheit halber von der Menge und dem Preis für eine Box. Das Einstreu kann aber selbstverständlich auch im Offenstall und Paddock benutzt werden. Ich persönlich bin kein Freund von ausschließlicher Boxenhaltung und möchte die hiermit auch nicht gutheißen. Bitte bietet euren Pferden ausreichend Bewegungsmöglichkeiten und Sozialkontakte zur Artgenossen!

 

Was ist Miscanthus Einstreu?

Ein Pferd liegt auf einer Matratze aus Miscanthus Einstreu
So sieht das Einstreu aus

Miscanthus ist eine schnell wachsende Grasart, auch bekannt als Chinagras. Sie kommt ursprünglich aus Afrika und Asien, kann aber auch in Deutschland problemlos angebaut werden. Einmal gepflanzt, können die Felder dauerhaft bis zu 20 Jahre genutzt werden und erlauben es dem Boden, sich in dieser Zeit zu erholen. Pflanzenschutzmittel sind im Anbau nicht nötig, was für seine Verwendung als Einstreu von großem Vorteil ist, da die Schadstoffbelastung gering gehalten wird.

Will man Miscanthus als Einstreu verwenden, muss es entsprechend aufbereitet und – ganz wichtig – entstaubt werden. Solches entstaubtes Miscanthus Einstreu gibt es zum Beispiel bei PALIGO in Pelletform.
In diversen Foren habe ich von Leuten gelesen, die das Einstreu von “um die Ecke” gekauft oder sogar selber gehäckselt haben. Davon ist abzuraten, da es ohne den “Entstaubungsschritt” in der Produktion stark staubt!

 

Miscanthus Einstreu im Vergleich mit anderen Einstreuarten

Stroh

Stroh ist der Klassiker unter dem Einstreu und wird schon seit vielen Jahrzehnten verwendet. Will man eine Box mit Stroh einstreuen, benötigt man etwa 3800kg pro Jahr, das sind – je nach Preis – etwa 400€.

Vorteile:

  • Einfach zu beschaffen, manche Stallbesitzer stellen ihr Stroh selbst her
  • Einfache Entsorgung
  • Günstig
  • Heimische Pflanze

Nachteile:

  • Nimmt Feuchtigkeit nicht gut auf -> Ammoniakbildung möglich
  • Wenn die Pferde die Stroh Einstreu fressen, können sie Schadstoffe mit aufnehmen
  • Benötigt viel Lagerfläche
  • Staubt
  • Schimmelt unter Umständen leicht -> kann zu Allergien führen
  • Rutschig, wenn feucht -> schwierig für alte Pferde
  • Muss oft ausgemistet werden
  • Hohe Mistmenge

Strohpellets

Strohpellets bestehen aus geschnittenem und gepresstem Stroh. Das Stroh kann zum Beispiel aus Weizen, Gerste, Roggen, Dinkel, Hafer, Raps, Hanf oder Leinen gewonnen werden. Je nach Grundstoff hat es eine unterschiedliche Saugfähigkeit. Der Vorteil zum normalen Stroh liegt darin, dass es Flüssigkeit besser aufnimmt und meist entstaubt ist. Will man eine Box mit Strohpellets einstreuen, benötigt man etwa 1500kg pro Jahr, das sind – je nach Preis und Stroh – etwa 500-700€.

Vorteile:

  • Saugfähiger als normales Stroh (je nach Strohart bis etwa 3 Liter Flüssigkeit pro Kilogramm Pellets)
  • Meist entstaubt
  • Einfache Entsorgung
  • Rapspellets wirken Ammoniakbildung entgegen
  • Heimische Pflanze

Nachteile:

  • Rutschig wenn feucht -> schwierig für alte Pferde
  • Teilweise schwer auszumisten, da sich die kurzen Halme verhaken oder der Mist nur schlecht von der Einstreu getrennt werden kann (Leinenpellets, Rapspellets)
  • Kann in der Regel nicht selbst hergestellt werden

Hobelspähne

Hobelspähne bestehen aus gehobeltem Holz. Will man eine Box mit Hobelspänen einstreuen, benötigt man etwa 1400kg pro Jahr, das sind – je nach Preis – etwa 700€.

Vorteile:

  • Weniger Mist wird produziert als bei Stroh
  • Leicht auszumisten
  • Gerüche werden gebunden
  • Heimische Pflanze

Nachteile:

  • Nehmen Feuchtigkeit nicht gut auf
  • Müssen trocken gelagert werden
  • Entsorgung schwierig, da sie schlecht kompostieren
  • Enthalten möglicherweise Verunreinigungen durch Holzstücke
  • Kann nicht selbst hergestellt werden

Miscanthus

Miscanthus Einstreu wird in Pelletform verkauft, das vereinfacht den Transport. Die Pellets selbst sind lose gepresst und zerfallen leicht (im Gegensatz zu z.B. Holzpellets). Sie haben eine sehr grobe Struktur, die sich gut zur Matratzenbildung eignet, aber auch als “normales” Einstreu genutzt werden kann. Die Pellets von PALIGO haben einen Durchmesser von 10mm, was die gute Struktur eher gewährleistet als die üblichen 6-8mm.

Will man eine Box erstmals mit Miscanthus einstreuen, benötigt man etwa 1400kg pro Jahr, das sind – je nach Preis – etwa 740€. Hat man aber erst mal die Grundeinstreu, braucht man nur noch etwa 20kg pro Woche (1000kg pro Jahr, 530€), da man nur einzelne Stellen entfernt und wieder auffüllt. Das bedeutet, dass das Miscanthus Einstreu in der Anschaffung erstmal teurer ist, aber dann günstiger als viele andere Einstreumöglichkeiten wird.

Vorteile:

  • Höchste Saugfähigkeit von allen Einstreuarten (1kg Pellets nehmen 4 Liter Flüssigkeit auf) – nimmt Flüssigkeit schnell auf und trocknet schnell
  • Staubfrei
  • Keine Ammoniak- und Schimmelbildung -> schützt die Atemwege!
  • Enthält keine Pflanzenpilze oder Sporen, die Allergien auslösen
  • Wird nicht gefressen
  • Gerüche werden gebunden
  • Neutraler ph-Wert – Vorteil für die Hufe
  • Bildet in kurzer Zeit eine rutschfeste Matratze – wenn man das möchte
  • Angenehme, weiche Liegefläche ohne pieksende Teile
  • Angenehmer Geruch nach Gras
  • Der Stall muss seltener gemistet werden als bei Stroh und das Ausmisten geht schneller
  • Geringe Mistmenge
  • Umweltfreundlicher Anbau mit geringer CO²-Bilanz – nicht selten bieten die Anbauorte Lebensraum für Rehe, Hasen und andere Tiere und unterstützen das Ökosystem vor Ort
  • Keine Verwendung von Pflanzenschutzmitteln
  • Wiederverwertbar
  • Einfache Entsorgung, da der neutrale ph-Wert den Boden nicht belastet

Nachteile:

  • Regelmäßiges “Glattstreichen” der Matratze nötig – wird aber durch den verminderten Aufwand beim Misten ausgeglichen
  • Muss unter Umständen bestellt werden und kann nicht selbst hergestellt werden
  • Keine heimische Pflanze

Drei Pferde wälzen sich in einer Halle mit Miscanthus Einstreu

 

 

 

 

 

 

 

 

So verwendest Du Miscanthus Einstreu

Zuerst solltest Du die Fläche, die Du befüllen möchtest, mit einer Miscanthus Schicht von etwa drei Zentimetern einstreuen (ca. 20kg Einstreu pro Quadratmeter). Wenn Du eine Matratze möchtest, bewässerst Du sie mit 30-40 Liter Wasser pro Quadratmeter. Die Pellets zerfallen und es entsteht eine weiche, elastische Matte.

Tipp: Brauchst Du nicht sofort eine Matratze, kannst Du das Einstreu auch einfach trocken einfüllen. Die Matratze bildet sich dann erst mit der Zeit durch die Pferde selbst.

In den ersten Tagen solltest Du das Miscanthus Einstreu mit einem Rechen glattziehen und Pferdeäpfel und Futterreste entfernen, damit sich eine gleichmäßig durchfeuchtete Matte bilden kann.

Nach etwa einer bis eineinhalb Wochen können erste nasse Stellen auftreten. Diese kannst Du dann ganz einfach abkratzen (komplett entfernen ist nicht nötig) und trockene Pellets nachstreuen. Diese nehmen dann die restliche Feuchtigkeit auf und verbinden sich mit der Matratze.

Der entfernte “Miscanthus-Mist” kompostiert zu hochwertigem Humus und kann gut als Dünger verwendet werden.

 

Fazit

Die Vorteile des Miscanthus Einstreus überwiegen seine wenigen Nachteile bei weitem! Es ist hoch saugfähig und aufgrund seiner Eigenschaften (keine Ammoniak- und Schimmelbildung, keine Pflanzenpilze und Sporen, entstaubt) gut für Allergiker geeignet. Zusätzlich ist es in der Herstellung und Entsorgung überaus umweltfreundlich.

Mit einem Verbauch von etwa 20kg pro Woche pro 15 Quadratmeter ist Miscanthus Einstreu sehr ergiebig. Es entsteht weniger Mist und das Ausmisten geht schneller.

Das Einstreu wird von den Pferden erfahrungsgemäß sehr gut angenommen und gerne als Liegefläche genutzt. Seine Rutschfestigkeit bietet vor allem für alte Pferde und Fohlen einen Vorteil. Der neutrale ph-Wert unterstützt die Hufgesundheit und belastet den Boden nicht, wenn das Einstreu entsorgt wird.

Kaufen kannst Du das Einstreu zum Beispiel hier.

 

Welches Einstreu verwendest Du für Dein Pferd? Und warum?

 

*Herzlichen Dank an PALIGO für die Unterstützung des Artikels. Alle Meinungen sind wie immer allein meine!*

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18 KOMMENTARE

  1. Liebe Christina!

    Danke für den Bericht von Miscanthus Einstreu, ist sicher sehr gut und qualitativ hochwertiger als gewöhnliches Stroh oder Holzspäne. Mein Pferd ist mittlerweile Stauballergiker und da wäre diese Einstreu ideal für ihn.
    Aber in Österreich hab ich noch keinen Lieferanten und Verkäufer gefunden, der mir diese Einstreu auch zukommen lassen würde. Da diese Einstreu nach Gras duftet würde es mein Pferd leider auch versuchen zu fressen. Er ist da nicht wählerisch da er ja auch das Stroh frisst. Also kommt es derzeit für mich nicht in Frage.

    Trotzdem danke für den interessanten Beitrag.

    Liebe Grüße

    Birgit

    • Hallo liebe Birgit,

      so wie ich es verstanden habe, fressen die Pferde das Miscanthus nicht, weil es zu bitter ist – also sie versuchen es wohl mal, lassen es dann aber. PALIGO liefert auf Anfrage auch nach Österreich, einfach mal anrufen oder eine Email schreiben, falls du es doch versuchen magst =)

      Liebe Grüße,
      Christina

  2. Hallo Christina,
    ich wollte aus den Niederlanden sehen wo ich es kaufen kan , in der Nähe von Aachen .Aber es gelingt mir nicht.

    Jrus
    Bert Debets
    Kirchroa

    • Hallo Bert,

      ich fürchte dann liefern die nicht in die Niederlande, es ist eine deutsche Firma. Ich würde einfach mal nach Miscanthus in deiner Umgebung googeln, vielleicht findet sich da etwas.

      Liebe Grüße und viel Erfolg,
      Christina

    • Wir haben bis vor kurzem auch miscanthus in Pellest Form genutzt .. leider war es dann doch mehr Einstreu als angegeben … war dann auf Dauer im Winter auch viel zu nass .. Jetzt sind wir auf eine neues verfahren gestoßen und zwar werden da Pellets aus Hanf bzw Leinstroh benutz .. diese sind viel ergiebiger und dazu auch noch viel günstiger … Jahresverbrauch inkl Ersteinstreu kommt bei uns auf 1005 kg … mit gerade mal 390€ inkl Transport …wir streuen damit jetzt bereits seid 6 Monaten ein ohne das nasse Einstreu zu entfernen gehen da jedoch genau so vor wie mit dem Miscanthus .. zusätzlich wenden wir noch EMA an .. mittlerweile hat sich schon eine kleine Gruppe von 7 Besitzern zusammen getan die es jetzt mit Begeisterung verwenden .. kein Geruch mehr in der Box oder an der Kleidung und in den Haaren … unser Standort ist Düren .. es gibt eine Gruppe von ca 500 Mitgliedern bei Facebook .. einfach mal reinschauen bei Interesse .. bei uns kommt nichts andere mehr in die Box … wir streuen zur Zeit ca 1 Sack von 15 kg ein wobei ich bei meiner Stute da auch mal bei 14 Tagen liegen kann … wir nutzen es in der Box mit Betonboden .. es sieht dann nachher quasi wie Torf oder Erde aus .. vergleichbar mit lockerem Reithallenboden …viel die es nicht kennen denken erst Pferde stehen auf Sand ..

  3. Hallo Christina,

    ich sehe hier die Schwierigkeit der Entsorgung. Wenn du auf die Abholung deines Mistes angewiesen bist, dann wird es schwierig diesen ohne Stroh auf dem Markt los zuwerden.
    Ich selbst habe meinen COPD Pferde auf Holzpellets zu stehen- Empfehlung aus der Pferdeklinik und bin super zufrieden. Benötigte Menge ist ca 1 Palette (65 Sack á 15kg) für einen Preis von 280€ (incl Lieferung) je Pferd / Jahr. Da hält nichts mit :-D
    Es bildet sich auch hier eine angenehme Matte, bei der man in regelmäßigen Abständen die feuchten Stellen raus nimmt und mit neuen Pellets auffüllt. Kein Staub, kein Amoniak, keine “schwimmenden” Boxen.
    VG
    Yvonne

    • Hallo liebe Yvonne,

      klar, das muss man denke ich von Ort zu Ort individuell abklären…
      Danke dir für deinen zusätzlichen Tipp =)

      Liebe Grüße,
      Christina

  4. Ich weiß von einem Pferd, dass Miscanthus sehr gerne frisst, davon aber Koliken bekommt… aber vielleicht ist das ja nur die Ausnahme, die die Regel bestätigt. ^^ Ansonsten hast du recht, es ist eine wirklich gute Alternative zu anderem Einstreu. Wir hatten es allerdings auch von “um die Ecke”. Es hat schon gestaubt, aber da man ja nur stellenweise neu einstreut und der Stall sehr gut belüftet war, war das jetzt nicht so ein großes Problem.

    • Ohje – es scheint auch einfach immer mal Spezialisten zu geben, die (fast) alles fressen :’D
      Normalerweise heißt es, es wäre den Pferden zu bitter…

  5. Das es sich nicht verbreitet stimmt nicht !
    Es verbreitet sich über die Wurzel.
    Man sagt auch Elefanten Gras.
    Eine Frage bleibt nur offen:
    Jetzt kann man das vom Acker noch wieder beseitigen, ” dank” Round Up.
    Sollte dieses Spritzmittel aber doch mal vom Markt runter fliegen ( was mir lieb wäre!!)
    Dann bekommt man das Miscantus nicht einfach so beseitigt!
    Ich bin Landwirt und wollte es auch mal anbauen, aber wegen der erstmaligen Anbau kosten habe ich die Finger davon gelassen.

    Wenn Round Up vom Markt fliegt, und Miscantus sich über die Wurzel schön verbreitet, womit hällt man es dann in Schach?????

    Dann hol ich mir lieber Grünkompost, und habe den gleichen Einstreu Effekt, aber der Natur noch was gutes getan, weil es nicht zu Blumenerde verarbeitet wurde und daraufhin nicht in ganz vielen kleinen Plastiktüten abgefüllt wurde.

    • Hallo liebe Heidrun,

      danke für deine Anmerkungen! Es wurde in Thüringen über 15 Jahre Miscanthus angebaut, die haben unter anderem auch beschrieben, wie sie es wieder loswerden bzw. dass es auch ohne Herbizit möglich ist (auch wenn sie dazu raten): http://www.tll.de/ainfo/pdf/misc0611.pdf
      Aber klar, ich kann nachvollziehen, dass das im Anbau für Landwirte nicht nur spaßig ist…

      Liebe Grüße,
      Christina

  6. Hallo Christina, ich verwende das Miscanthus von “um die Ecke ” und bin sehr zufrieden. Erstens enorm günstiger und es langen 2 Gießer Wasser für die Staubbindung. Beim Nachstreuen kein Staub mehr da es sich sofort mit der bestehenden ” Matratze “verbindet. Brauche da Jahr über nicht mal 200.– für die Einstreu.
    LG

    • Hallo Brigitte,

      das ist ja klasse! Ich hab von “um die Ecke” gekauftem nicht nur Gutes gehört, super, dass das bei dir nicht zutrifft! Und der Preis ist natürlich unschlagbar =)

      Liebe Grüße,
      Christina

  7. Hi Christina, ach, cool, das PDF gucke ich mir mal genauer an! Noch habe ich Leinstreu, aber das ist nicht so der Hit finde ich, zu wenig saugkräftig und hoher Verbrauch. Ich glaube, ich kenne den Post den Du ansprichst, dieses “erinnert mich an Waldboden” ist mir auch noch im Ohr. Wegen der Verbreitung – das dauert ja, bis man da negatives hört, Springkraut wurde ja auch ewig in Gärten kultiviert..aber da gibts ja auch immer zwei Meinungen zu, es gibt auch Biologen, die das okay finden, das Einwandern, und NaBuler, die das wie die Pest bekämpfen. Egal, vielleicht bin ich da auch zu oberkritisch! Finde ich auf jeden Fall gut, hier schon mal darüber zu lesen. Liebe Grüße! Jeannette

    • Ich hab gerade gelesen, dass eine unkontrollierte Verbreitung eher unwahrscheinlich ist, da es keine keimfähigen Samen ausbildet und die Verbreitung über Rhizom- oder Wurzelstücke als unwahrscheinlich gilt. Im Frühjahr wächst Miscanthus nur wenig und ist konkurrenzschwach gegenüber heimischen Pflanzen.
      Ich kann dich da total verstehen, ich sehe das Einführen vom fremden Arten auch kritisch! Das ist schon zu oft zu schief gelaufen…

      Liebe Grüße!

  8. Da habe ich drauf gewartet Christina, sehr spannend! Und ich bin sooo neugierig auf Miscanthus-Erfahrungen! Wirst Du es selbst testen? Bei wie vielten Pferden, wenn ja? Zwei Bekannte von mir testen bereits, und bisher sind alle begeistert! Ich wüsste noch gern etwas darüber, wie gut der Anbau für unsere Umwelt so ist. Was macht das mit den Ackerböden? Boden verbessernd oder auslaugend? Ist Elefantengras eine heimische Pflanze? Wenn nein, ist sicher, dass sie sich nicht vermehrt wie andere Fremdpflanzen (Stichwort Springkraut)? DAs ist überhaupt nicht kritisierend gemeint, sondern ich bin auch kurz davor, welches zu bestellen und das sind einfach so ein paar Punkte, die mir noch keiner erklären konnte. Und: kann ich das auch in Bioqualität beziehen (wichtig, wenn man zu einem Biobetrieb gehört, der nichts anderes füttern /nutzen darf)

    • Hallo liebe Jeanette,

      testen werde ich, wenn ich das ok meines Reitbeteiligungsbesitzers bekomme, ich kann da (leider) nicht selbst bestimmen ;-)
      Ich habe aber einen Erfahrungsbericht gelesen, in dem jemand über zwei Monate in auf einer Seite offenen Offenstallboxen mit einem Allergiker und einem Hufrehepferd getestet hat. Ich werde mal nachfragen, ob ich den hier verlinken darf. Zusammengefasst war aber das Ergebnis: sehr gringe Staubentwicklung ohne Einfluss auf die Gesundheit der Pferde, keine Schimmelbildung, sehr geringe Ammoniakbildung am Anfang, dann keine Schadgase mehr, rutschfeste und elastische Matratze, die an Waldboden erinnert, sehr geringes Mistaufkommen, sehr schnell trocknend.
      Zum Umweltaspekt ergab meine Recherche, dass Miscanthus den Boden wenig auslaugt, aber bezüglich Klima und Bodenart einige Ansprüche hat (hier gibt es z.B. einen Anbauversuch über 15 Jahre in Thüringen: http://www.tll.de/ainfo/pdf/misc0611.pdf – da steht auch einiges darüber, was mit dem Boden passiert). Gedüngt werden muss/soll nicht. Heimisch ist Miscanthus nicht, über eine unkontrollierte Vermehrung konnte ich nichts lesen, kann es aber nicht ausschließen. Es erscheint mir aber unwahrscheinlich, da es wie gesagt bestimmte Bedingungen zum Wachsen braucht und schon seit einigen Jahren in Deutschland angebaut wird – da müsste man eigentlich etwas zu finden, wenn es so wäre =)
      Wenn ich nach “Bio-Miscanthus Einstreu” google finde ich einige Einträge, das scheint es also auch zu geben ;-)
      Ich fasse das überhaupt nicht kritisierend auf, alles gut! Wenn du es tatsächlich testest bin ich gespannt, was du berichtest! =)

      Liebe Grüße,
      Christina

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