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	<title>Natural Horsemanship Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Natural Horsemanship Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Zurückgenommene Ohren = aggressives Pferd? Warum das nicht immer richtig ist!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2016 16:41:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Vorsicht wenn ein Pferd die Ohren anlegt! Das bedeutet es könnte gleich nach Dir schnappen!&#8220; So oder so ähnlich lernen alle Reitanfänger, dass man sich vor Pferden mit angelegten Ohren in Acht nehmen muss. Das ist in vielen Fällen auch durchaus richtig: angelegte Ohren können ein Warnzeichen sein &#8211; und wenn man sie ignoriert können [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Vorsicht wenn ein Pferd die Ohren anlegt! Das bedeutet es könnte gleich nach Dir schnappen!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">So oder so ähnlich lernen alle Reitanfänger, dass man sich vor Pferden mit angelegten Ohren in Acht nehmen muss. Das ist in vielen Fällen auch durchaus richtig: <strong>angelegte Ohren können ein Warnzeichen sein &#8211; und wenn man sie ignoriert können deutlichere Zeichen wie entblößte Zähne, stampfen oder in letzter Eskalationsstufe sogar beißen oder schlagen folgen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch nicht alle nach hinten genommenen Ohren sind ein Warnzeichen oder bedeuten, dass das Pferd schlecht gelaunt ist! Welche anderen Deutungsmöglichkeiten es gibt, erfährst Du im folgenden Artikel.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Grundsätzliches</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading">Lerne Dein Pferd lesen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist schwer allgemeingültige Aussagen zur Kommunikation zu treffen, die immer und auf alle Pferde zutreffen. Dazu sind sie einfach zu individuell und haben Eigenheiten und manchmal seltsame Angewohnheiten wie wir Menschen auch. Deshalb:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lerne Dein Pferd kennen. Lerne seine ganz eigenen Signale und Zeichen zu sehen und zu verstehen. Setz Dich auf die Koppel und beobachte, wie Dein Pferd mit anderen Pferden kommuniziert.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Artikel wie dieser hier kann immer nur Denkansätze bieten und ganz grundlegende Prinzipien erklären &#8211; die Aufgabe zu schauen, was bei Deinem Pferd zutrifft, ist aber am Ende Deine.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Ohren des Pferdes</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ohren werden zuallererst zum Hören benutzt (<a href="https://www.lenina01.at/wie-pferde-hoeren/" target="_blank" rel="noopener">wie Pferde hören kannst Du hier nachlesen</a>). Erst an zweiter Stelle kommt die Kommunikation. Wenn Dein Pferd also plötzlich die Ohren nach hinten dreht, kann es sein, dass es Dir damit gar nichts sagen will, sondern einfach nur ein Geräusch hinter sich gehört hat. Als Fluchttier ist es darauf angewiesen seine Umgebung stehts im Blick bzw. &#8222;im Ohr&#8220; zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prinzipiell kann man sagen, da wo die Ohren (oder auch nur ein Ohr) des Pferdes sind, ist seine Aufmerksamkeit. Wenn Dein Pferd also während des Trainings immer wieder ein Ohr zu Dir dreht, ist das ein gutes Zeichen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Betrachte das ganze Pferd</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Artikel setzt den Schwerpunkt auf die Ohren. So isoliert kann man die Kommunikation des Pferdes aber nicht sehen: man muss immer das große Ganze im Blick haben und darf den restlichen Körper des Pferdes nicht vergessen!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zurückgenommene Ohren &#8211; das können sie bedeuten</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Menschen nehmen aufmerksam nach vorne gerichtete Ohren beim Pferd als besonders positiv und freundlich war, während nach hinten gerichtete Ohren einen eher mürrischen Eindruck machen. Dabei sind die nach vorne gerichteten Ohren einfach nur ein Zeichen dafür, dass das Pferd aufmerksam etwas vor sich fokussiert &#8211; das kann ein fremdes Pferd sein, ein Mensch oder ein Objekt. Das bedeutet aber noch nicht, dass das Pferd diesem Objekt der Aufmerksamkeit auch freundlich gegenübersteht. Man sieht das oft bei fremden Pferden: zuerst wird sich aufmerksam angeschaut und berochen und dann geht doch das Gequietsche und Gestampfe los.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Genausowenig, wie die nach vorne zeigenden Ohren immer Freundlichkeit bedeuten, sind die nach hinten zeigenden Ohren immer mürrisch oder aggressiv!</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Konzentration</strong></h3>



<figure class="wp-block-image alignright"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="244" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/06/konzentriert-1.jpg" alt="Pferd mit konzentriert nach hinten genommenen Ohren" class="wp-image-3337"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"> Wie weiter oben erwähnt, richtet das Pferd ein Ohr (oder beide Ohren) auf Dinge, auf die es sich konzentriert. Nimmt es also beim Reiten seine Ohren nach hinten, ist es wahrscheinlich gerade konzentriert beim Reiter. Genauso bei der Bodenarbeit: stehst Du schräg hinter Deinem Pferd und es nimmt die Ohren zurück, behält es Dich im Auge und konzentriert sich auf Deine Anweisungen. Wenn Dein Pferd sich konzentriert, hat es wache Augen und wirkt allgemein aufmerksam.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Verwirrung</strong></h3>



<figure class="wp-block-image alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="244" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/06/verwirrt-1.jpg" alt="Pferd mit verwirrt nach hinten genommenen Ohren" class="wp-image-3339"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sind die Ohren Deines Pferdes zurückgenommen und leicht seitlich abgeklappt, seine Augen nicht voll geöffnet und wirken, als wäre es nicht bei der Sache, kann es sein, dass es verwirrt ist. Vielleicht gähnt es noch dazu, schaut weg oder leckt sich die Lippen (das können <a href="https://herzenspferd.de/pferdesprache-beschwichtigungssignale/" target="_blank" rel="noopener">Beschwichtigungssignale</a> sein) oder aber es hat ein angespanntes Maul. Dann solltest Du versuchen ihm die Aufgabe besser zu erklären und eventuell die Anforderungen zurückschrauben. Auch eine kleine Pause kann Sinn machen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Warnung</strong></h3>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="244" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/06/warnung-1.jpg" alt="Pferd mit drohend nach hinten angelegten Ohren" class="wp-image-3340"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich können zurückgenommene Ohren auch eine Warnung sein! In dem Fall sind sie mehr oder weniger stark nach hinten an den Hals gepresst. In allen anderen Fällen dreht das Pferd zwar seine Ohren nach hinten und klappt sie womöglich auch ein bisschen ab, aber nur bei einer ernst gemeinten Warnung werden die Ohren wirklich eng angepresst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich kann es sein, dass das Pferd eine angespannte Maulpartie hat oder sogar die Zähe zeigt, mit dem Schweif schlägt, den Kopf schüttelt oder mit einem Bein stampft. <strong>Zeigt es diese Warnzeichen solltest Du unbedingt vorsichtig sein!</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Schmerz</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Pferde mit Schmerzen haben meist zurückgenommene Ohren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Anzeichen für Schmerzen kannst Du in meinem <a href="https://herzenspferd.de/schmerzen-erkennen/" target="_blank" rel="noopener">Artikel zum Erkennen von Schmerzen beim Pferd</a> und im <a href="https://herzenspferd.de/lahmheit-erkennen-pferd-lahmt/" target="_blank" rel="noopener">Artikel zum Thema Lahmen nachlesen.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Spielen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Pferde haben ein &#8222;Spielgesicht&#8220;: die Nüstern sind gekräuselt, die Augen sind aufmerksam und lebhaft und die Ohren wechseln von aufmerksam nach vorne gerichtet zu nach hinten zurückgenommen. Gerade bei der Freiarbeit kann es vorkommen, dass Dein Pferd so ein Gesicht macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Dein Pferd beim Spielen schaut kannst Du am Besten beobachten, wenn es mit anderen Pferden auf der Koppel spielt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zurückgenommene Ohren bedeuten nicht pauschal, dass das Pferd aggressiv oder schlecht gelaunt ist. Die Palette möglicher Zustände geht in vielen Nuancen von Konzentration über Verwirrung bis zu Schmerz. Wie immer ist das Lesen der Pferde keine eindeutige Sache: man muss sein Pferd kennen und alle seine Zeichen deuten, nicht nur die eines einzigen Körperteils.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann jedem nur wärmstens empfehlen sich die Zeit zu nehmen sein Pferd bei der freien Kommunikation mit anderen Pferden zu beobachten. Mit etwas Geldud kann man so unheimlich viel lernen!</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Welche Eigenheiten hat Dein Pferd? Verstehst Du es so gut, dass Du ihm schon auf einen Blick ansehen kannst, wie es sich fühlt?</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" src="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/9ecb48fc010a4d59a732a29b617b448c" alt=""></h4>



<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/9ecb48fc010a4d59a732a29b617b448c" width="1" height="1" alt="">
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		<title>Kann man sich wirklich das Beste aus verschiedenen Trainingsmethoden &#8222;herauspicken&#8220;? &#8211; Oder: Meine Philosophie!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2016 18:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Horsemanship, Clickern, Dressur… Was machst du denn nun eigentlich, wo ordnest du dich ein?“ oder: „Wie du clickerst?! Ich dachte du bist Dressurreiter!“ Diese Fragen bekomme ich in dieser oder einer ähnlichen Form relativ oft gestellt. Und ich verstehe gut, warum man mich manchmal nur schwer einordnen kann: immerhin schreibe ich viel über die Grundlagen [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Horsemanship, Clickern, Dressur… Was machst du denn nun eigentlich, wo ordnest du dich ein?“ oder: „Wie du clickerst?! Ich dachte du bist Dressurreiter!“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Fragen bekomme ich in dieser oder einer ähnlichen Form relativ oft gestellt. Und ich verstehe gut, warum man mich manchmal nur schwer einordnen kann: immerhin schreibe ich viel über die Grundlagen der Dressur, aber auch immer wieder mal über Trainingsmethoden des Natural Horsemanship oder des Clickertrainings. Dabei bin ich aber kein Profi, sondern &#8222;nur&#8220; Freizeitreiter mit einer großen Ambition sich laufend Fortzubilden.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Verschiedene Trainingsmethoden kombinieren &#8211; geht das?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Prinzipiell denke ich: ja! </strong>In der Realität ist es aber nicht so einfach wie so mancher denkt. (Dazu weiter unten mehr.)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich sehe die verschiedenen Trainingsmethoden als Werkzeuge oder Wege, mit denen ich etwas erreichen möchte.</strong> Mit manchen Pferden ist der eine Weg einfacher zu beschreiten, mit anderen ein anderer. Oder ein bestimmtes Problem lässt sich mit dem einen Werkzeug angenehmer lösen als mit dem anderen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele professionelle Trainer zucken aber – zu Recht – zusammen, wenn sie hören, dass man sich aus verschiedenen Trainingsmethoden Dinge zusammensucht. <strong>Das kann schnell schief gehen und man springt wie wild und zur großen Verwirrung des Pferdes alle paar Wochen von einer Methode zur nächsten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Problem, wenn man „sich das Beste aus allen Wegen herauspicken“ möchte ist, dass man</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li>über alle Wege <strong>sehr gut Bescheid wissen</strong> muss, um zu wissen was man sich „isoliert“ herausnehmen kann (und ob das überhaupt geht) und</li>



<li>einer <strong>beständigen Grundlinie treu bleiben</strong> muss, um sein Pferd nicht zu verwirren.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann nicht ein paar Monate für eine bestimmte Lektion die Hilfen nach FN-Richtlinien geben und dann plötzlich auf andere Hilfen für die gleiche Lektion (etwa nach klassischer Dressur oder Westernreitweise) umschwenken – <strong>wie soll das Pferd das verstehen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn etwas nicht sofort funktioniert sollte man nicht von Methode zu Methode springen. Man darf nicht vergessen, dass man im Pferdetraining in Monaten und Jahren rechnen muss. Manche Dinge brauchen ihre Zeit und kein Methodenwechsel wird daran etwas ändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits finde ich es fatal, sich an einer Trainingsmethode festzuklammern und nicht mehr über den Tellerrand zu schauen. Wir und auch unsere Pferde sind sehr unterschiedlich und haben unterschiedliche Bedürfnisse. Eine Methode kann immer nur Richtlinie sein, manchmal muss man im individuellen Fall davon abweichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Lesetipp:</span> <a href="https://herzenspferd.de/die-wahrheit-beim-pferdetraining/" target="_blank" rel="noopener">Warum es nicht &#8222;die eine Wahrheit&#8220; beim Pferdetraining gibt!</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine klare Grundlinie &#8211; überlege Dir, was Dir wichtig ist!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im Dschungel der verschiedenen Ansätze und Trainingsmethoden nicht den Überblick zu verlieren ist schwer.</strong> Zumal jeder Verfechter seiner Methode davon überzeugt ist, dass seine die einzig Wahre ist. Da ist man schnell überfordert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Deshalb finde ich es wichtig, eine in sich logische Grundphilosophie zu haben, die die ganz persönliche Richtung vorgibt.</strong> Jeder Reiter sollte sich im Klaren sein (und sich am besten aufschreiben), wie seine Philosophie aussieht. Was ist die Grundlage der Arbeit mit dem Pferd, welche Grundsätze hat man, welche Ziele, wie möchte man mit dem Pferd umgehen, worauf soll das Verhältnis zueinander bestehen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Trainingsmethoden und Wege können und werden sich sicher über die Jahre ändern (ich gehe heute nicht mehr genauso an Dinge heran wie noch vor einem Jahr – man entwickelt sich stetig weiter und lernt dazu), aber die Grundphilosophie bleibt meist gleich. Für mich ist sie ein <strong>Kompass</strong>, etwas, anhand dessen ich erkenne, ob ich noch auf „meinem“ Weg bin und ob eine neue Methode zu meinem Weg passt. <strong>Eine solche Philosophie ist also etwas ganz individuelles und für jeden anders.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Meine Philosophie sieht in etwa so aus:</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich halte mein Pferdetraining frei von physischer und psychischer Gewalt.</li>



<li>Ich reite nur Pferde, die physisch und psychisch dazu in der Lage sind. Ist ein Pferd z.B. zu wenig bemuskelt oder hat Angst vorm Reiter trainiere ich erst vom Boden aus.</li>



<li>Das Ziel meines Trainings ist die physische und psychische Gesunderhaltung des Pferdes (dazu gehört auch gemeinsam Spielen und Spaß haben ohne zu „arbeiten“).</li>



<li>Ich versuche so viele Dinge wie möglich über positive Verstärkung zu lösen (ich glaube jedoch nicht, dass man völlig auf negative Verstärkung verzichten kann. <a href="https://herzenspferd.de/positive-negative-verstaerkung-pferd/">Mehr zum Thema positive vs. negative Verstärkung gibt es hier</a>).</li>



<li>Ich möchte, dass das Verhältnis zwischen mir und dem Pferd auf gegenseitigem Respekt, Wohlwollen und Verständnis beruht.</li>



<li>Ich möchte, dass mein Pferd möglichst „sicher“ für sich, mich und seine Umgebung ist. Deshalb wird es entsprechend sozialisiert und erzogen und es werden klare Grenzen gesetzt.</li>



<li>Ich möchte, dass auch mein Pferd Freude an der gemeinsamen Arbeit hat. Hat es das dauerhaft nicht, muss ich etwas ändern.</li>



<li>Ich habe keinen Zeitdruck. Dauert etwas länger, dann ist das in Ordnung.</li>



<li>Wenn ich merke, dass ich ungeduldig werde schließe ich das Training ab.</li>



<li>Wenn ich gestresst bin und/oder keine Zeit habe trainiere ich nicht, sondern putze das Pferd, gehe spazieren oder setze mich einfach nur auf die Koppel.</li>



<li>Ich bin fit und flexibel und arbeite ständig an mir selbst, um einen guten Sitz zu gewährleisten.</li>



<li>Ich bilde mich stetig weiter fort.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Aber wo ordne ich mich denn nun ein?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin kein Profi, sondern Freizeitreiter. <strong>Trotzdem habe ich den Anspruch mein Pferd so gut wie möglich und gesunderhaltend zu reiten.</strong> Dazu gehört für mich ganz klar Gymnastizierung und Dressur.</p>



<figure class="wp-block-image alignright"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-mark-rashid-denn-pferde-luegen-nicht/" rel="attachment wp-att-3005"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="319" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Mark-Rashid-Pferde-luegen-nicht-e1432994592452.jpg" alt="Buch Mark Rashid Pferde lügen nicht" class="wp-image-1920" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Mark-Rashid-Pferde-luegen-nicht-e1432994592452.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Mark-Rashid-Pferde-luegen-nicht-e1432994592452-188x300.jpg 188w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Herzenspferd-Empfehlung: <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-mark-rashid-denn-pferde-luegen-nicht/"> Denn Pferde lügen nicht &#8211; Mark Rashid*</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im täglichen Training orientiere ich mich am ehesten in der Richtung der klassischen Dressur. Wie man in vielen meiner Artikel nachlesen kann, entscheide ich mich oft gegen die FN-Richtlinien, weil mir die klassische Herangehensweise logischer vorkommt und ich durchweg positive Erfahrungen damit gemacht habe. Besonders mein Besuch bei Klassikausbilderin <a href="http://www.anjaberan.de/" target="_blank" rel="noopener">Anja Beran</a> im letzten Jahr hat mich darin noch einmal bestätigt – wer ihre Pferde durch den Sand tanzen sieht weiß warum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Bodenarbeit entwickele ich mich immer mehr zur „Clickertante“ – aber nicht um Kunststücke zu erarbeiten, sondern um das Pferd an der Hand zu gymnastizieren, es auf seine Arbeit unter dem Sattel vorzubereiten und mit ihm mittels positiver Verstärkung auf angenehme Art zu kommunizieren und ihm Neues beizubringen. Seit neuestem kommen hier auch erste Versuche in der Freiarbeit hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei bestimmten Problemen setze ich Methoden des Natural Horsemanship ein. Hierbei inspirieren mich besonders Mark Rashid und Ross Jacobs, deren Training von Verständnis und Ruhe geprägt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin mir sicher: immer schaffe ich es nicht, konsistent zu sein und mein Pferd nicht zu verwirren. Ich gebe mein Bestes &#8211; mehr geht nicht. Meine Grundphilosophie hilft mir aber, sehr genau die Methoden auszusortieren, die in die für mich falsche Richtung gehen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trainingsmethoden kombinieren &#8211; für mich geht das. Es erfordert aber viel Wissen über die jeweiligen Ansätze und ist nicht so einfach wie man denken könnte. <strong>Die Gefahr im Umgang mit dem Pferd unbeständig, chaotisch und unverständlich zu werden ist hoch.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb würde ich jedem Anfänger empfehlen, sich, basierend auf seinen Vorstellungen und Wünsche an den Umgang mit Pferden, eine Methode auszusuchen und erst mal bei dieser zu bleiben bis er sie erlernt hat.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was denkst Du: Trainingsmethoden kombinieren &#8211; super oder Schwachsinn?</strong></h4>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was ist Deine Philosophie? Erzähl’s mir in den Kommentaren!</strong></h4>



<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/a30f157123734d19997e625740b4b24d" width="1" height="1" alt="">



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/a30f157123734d19997e625740b4b24d" alt=""/></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/trainingsmethoden-kombinieren-pferd/">Kann man sich wirklich das Beste aus verschiedenen Trainingsmethoden &#8222;herauspicken&#8220;? &#8211; Oder: Meine Philosophie!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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		<title>Warum Du aufhören solltest &#8222;die eine Wahrheit&#8220; beim Pferdetraining zu suchen!</title>
		<link>https://herzenspferd.de/die-wahrheit-beim-pferdetraining/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2015 15:09:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Natural Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdetraining]]></category>
		<category><![CDATA[Positive Verstärkung]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ach wie schön einfach wäre es, wenn es eine Gebrauchsanweisung für Pferde gäbe. Eine einzig wahre Richtlinie, an der man sich entlangarbeiten kann. &#8222;Bewege Dich so, dann tut Dein Pferd dies, drücke diesen Knopf, dann tut es das.&#8220; Ein &#8222;einzig wahrer Plan&#8220;, eine einfache Lösung &#8211; das wünschen sich Viele. Jeden Tag bekomme ich Mails, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/die-wahrheit-beim-pferdetraining/">Warum Du aufhören solltest &#8222;die eine Wahrheit&#8220; beim Pferdetraining zu suchen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ach wie schön einfach wäre es, wenn es eine Gebrauchsanweisung für Pferde gäbe. Eine einzig wahre Richtlinie, an der man sich entlangarbeiten kann. &#8222;Bewege Dich so, dann tut Dein Pferd dies, drücke diesen Knopf, dann tut es das.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein &#8222;einzig wahrer Plan&#8220;, eine einfache Lösung &#8211; das wünschen sich Viele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeden Tag bekomme ich Mails, in denen mich Leute nach konkretem Rat bei ihren Pferdeproblemen fragen. Und (fast) immer muss ich sie enttäuschen. Meine Standardantwort: &#8222;Es tut mir sehr leid, aber per &#8222;Ferndiagnose&#8220;, ohne Dich und Dein Pferd zu kennen und die konkrete Situation zu sehen, kann ich keine Tipps geben. Das ist genauso korrekt wie Kaffeesatz lesen. Bitte suche Dir einen <a href="https://herzenspferd.de/einen-guten-reitlehrer-finden/" target="_blank" rel="noopener">kompetenten Reitlehrer</a> vor Ort, der Dich unterstützen kann.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist sicher nicht das, was der oder die Schreibende lesen möchte. Aber in solch einer Situation konkrete Tipps zu geben und als richtig zu verkaufen halte ich für unverantwortlich!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Es gibt keinen &#8222;wahren, richtigen Weg&#8220; im Umgang mit Pferden</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind Individuen, unsere Pferde sind Individuen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was für den Einen gut ist, ist für den Anderen schlecht. Worauf der Eine gelangweilt reagiert, erschrickt der Andere. Wenn man einem bestimmten Pferd in einer bestimmten Situation dringend Grenzen setzen muss, ist das vielleicht bei einem anderen Pferd in der gleichen Situation genau die falsche Reaktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es gibt allgemeingültige Grundprinzipien &#8211; ja (Anatomie, Biomechanik, Verhalten, &#8230;)! Aber einen einzig wahren Plan, der für alle stimmt? Nein.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heißt nicht, dass man keinen Plan haben sollte und chaotisch vor sich hinarbeitet. Ganz im Gegenteil: man braucht unbedingt einen Plan. Aber auch einen Plan B und am besten noch einen Plan C, falls Plan A und B nicht passen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das heißt für mich und Dich als Reiter: lernen, lernen und nochmals lernen! Auch mal über den Tellerrand schauen, neugierig sein und neues Wissen aufsaugen. Sich trauen Fragen zu stellen und auch mal zuzugeben, dass man nicht alles weiß und kann. </strong>Und auch genug Selbstreflektion zu besitzen, um zu <strong>erkennen</strong>, dass man nicht alles weiß und kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Miri von <a href="http://meinfaible.de" target="_blank" rel="noopener">MeinFaible</a> (toller Blog, unbedingt mal reinlesen!) spricht von einem Werkzeugkoffer, in dem man alles sammelt, was man gelernt hat. Und je nach Problem sucht man sich ein passendes Werkzeug. Genau so sehe ich das auch. Manchmal muss man auch für ein neues Pferd einen ganz anderen Werkzeugkoffer zur Hand nehmen: ich hatte und habe das Glück schon von vielen unterschiedlichen Pferden gelernt zu haben. Mit manchen habe ich geclickert, mit manchen &#8222;gehorsemanshipt&#8220;, mit manchen beides, mit Anderen etwas ganz anderes &#8211; eben immer das, was für uns gepasst hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei jedem Pferd gab es den <strong>&#8222;im Moment für uns beide richtigen Weg&#8220;.</strong> Um diesen Weg zu finden muss man aber flexibel sein, sich nicht auf &#8222;einen richtigen Weg&#8220; versteifen und diesen mit aller Gewalt durchsetzen wollen. Und man braucht am besten mehrere volle Werkzeugkoffer. Nur einen Werkzeugkoffer &#8211; oder sogar nur ein Werkzeug &#8211; zu haben, begrenzt die Möglichkeiten enorm. Man gerät in Gefahr, in das alte Sprichwort reinzurutschen: &#8222;<a href="http://www.pferdefluesterei.de/paul-watzlawick-wege-zum-pferd-gutes-training/" target="_blank" rel="noopener">Wenn man nur einen Hammer hat sieht jedes Problem wie ein Nagel aus</a>&#8222;.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>&#8222;Der eine richtige Weg&#8220; und das Internet</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich ärgere mich regelmäßig wenn ich durchs Netz surfe und die diversen Kommentare lese. Anscheinend ist jeder dort draußen Experte. Im Brustton der Überzeugung und auch gerne mal ungefragt wird mit Ratschlägen nur so um sich geworfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte nicht einmal sagen, dass die alle falsch sind &#8211; ich glaube kaum jemand würde mit Absicht falsche Ratschläge geben &#8211; es ist jedoch so, dass man immer nur aus seiner eigenen Situation heraus Ratschläge geben kann. Und die sieht oft (vielleicht auch nicht auf den ersten Blick) ganz anders aus, als die des anderen Reiter-Pferd-Paares.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur weil etwas Deine Wahrheit und Dein &#8222;richtiger Weg&#8220; mit Deinem Pferd ist, heißt es nicht, dass es auch für jemand Anderen passt. Und nur weil Dir jemand einen Ratschlag gibt (mich und andere Blogger eingeschlossen), heißt das nicht, dass er auch nur ansatzweise auf Dich passt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ratschläge &#8222;per Ferndiagnose&#8220; sind immer mit Vorsicht zu genießen und auch nur mit äußerster Vorsicht zu geben.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was tun, wenn es keinen &#8222;wahren Weg&#8220; gibt?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn manche das sicher nicht gerne hören: Du musst Deinen eigenen Weg finden. Mit jedem Pferd von Neuem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klar kannst und sollst Du Dich an einen Plan halten. Viele alte und neue Meister haben ihr Wissen niedergeschrieben und wir haben Zugang zu so vielen Informationen wie niemals zuvor. Trotzdem muss es <strong>Dein</strong> Weg sein und Du musst flexibel und offen genug sein um ihn zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heißt nicht, dass Du ihn alleine finden musst. Such Dir Unterstützung bei Reitlehrern, Trainern und Freunden. Lese Fachbücher, schaue Dir Videos an, besuche Kurse. Die Möglichkeiten sind endlos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn Du Deinen <strong>&#8222;im Moment für Dich und Dein Pferd richtigen Weg&#8220; </strong>gefunden hast: freue Dich und erzähle Anderen davon &#8211; <strong>aber bitte, versuche niemandem zu erzählen, dass Dein Weg der einzig wahre und richtige ist, nur weil er für Dich gut funktioniert!</strong></p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie siehst Du das Thema? Was ist Dein &#8222;im Moment für Dich und Dein Pferd richtiger Weg&#8220;? Ab in die Kommentare damit</strong>!</h4>



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		<title>Pferdebücher: Meine 6 Lieblingsbücher rund um artgerechtes Pferdetraining</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2015 16:22:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Reitersitz]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[klassische Dressur]]></category>
		<category><![CDATA[Longieren]]></category>
		<category><![CDATA[Natural Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdebücher]]></category>
		<category><![CDATA[Positive Verstärkung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich betone immer wieder, wie wichtig ich es finde, sich als Reiter weiterzubilden und lebenslang zu lernen. Aber wir haben nicht immer die Möglichkeit das bei einem kompetenten Reitlehrer zu tun. Und hier kommen für mich Bücher ins Spiel. Den Reitlehrer ersetzen sie zwar nicht, aber Du kannst Dir mit ihnen einen unheimlich wertvollen Grundstein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich betone immer wieder, wie wichtig ich es finde, sich als Reiter weiterzubilden und <strong>lebenslang zu lernen.</strong> Aber wir haben nicht immer die Möglichkeit das bei einem kompetenten Reitlehrer zu tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und hier kommen für mich Bücher ins Spiel. Den Reitlehrer ersetzen sie zwar nicht, aber Du kannst Dir mit ihnen einen unheimlich wertvollen Grundstein an Wissen aneignen. Kaum ein Reitlehrer hat die Zeit, Dir so viel theoretisches Wissen zu vermitteln wie Du es aus Büchern lernen kannst!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pferdeliteratur gibt es wie Sand am Meer. Die Gute von der Schlechten zu unterscheiden fällt auf den ersten Blick gar nicht immer so einfach. Deshalb stelle ich Dir heute meine Lieblingsbücher vor. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Sparten der Reiterei, aber sie alle haben eines gemeinsam: <strong>den fairen und artgerechten Umgang mit dem Pferd.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich gibt es noch viel mehr gute Bücher zum Thema, vielleicht werde ich noch eine zweite Liste erstellen. <strong>In der Zwischenzeit: schreib doch in die Kommentare welche Bücher Du gut findest &#8211; ich bin sicher, dass sich die anderen Leser (und ich auch) sehr über gute Tipps freuen werden!</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-mark-rashid-denn-pferde-luegen-nicht/" target="_blank" rel="noopener">Denn Pferde lügen nicht: Neue Wege zu einer vertrauten Mensch-Pferd-Beziehung – Mark Rashid</a>*</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-mark-rashid-denn-pferde-luegen-nicht/"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Mark-Rashid-Pferde-luegen-nicht-e1432994592452.jpg" alt="Mark Rashid Pferde lügen nicht" class="wp-image-1920" width="154" height="245" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Mark-Rashid-Pferde-luegen-nicht-e1432994592452.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Mark-Rashid-Pferde-luegen-nicht-e1432994592452-188x300.jpg 188w" sizes="(max-width: 154px) 100vw, 154px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großartiges Buch von Horsmanship Ausbilder Mark Rashid. Mark ist für seine <strong>sanfte, faire und warmherzige Art des Pferdetrainings</strong> bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Buch beschreibt er seine Erfahrungen und Probleme mit verschiedenen Pferden und gibt ganz konkrete Tipps. Dabei geht es nicht um „den einen richtigen Weg“, sondern darum, sich in sein Pferd hineinzufühlen und den passenden, individuellen Weg zu finden. Ganz ohne Gewalt und Druck. Mark Rashid schreibt, dass Pferde in ihrer Herde nicht dem dominanten Tyrannen, sondern dem freundlichen, souveränen und sanften Führer folgen. Ich habe aus diesem Buch wahnsinnig viel gelernt und eine ganz andere Sichtweise auf die ganze “Dominanztheorie” gewonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir haben die Geschichten und Tipps in diesem Buch schon mit vielen schwierigen Pferden enorm weitergeholfen. Ich finde, jeder Reiter – egal aus welcher Sparte – sollte es in seinem Regal stehen haben!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-klassische-reitkunst-anja-beran/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Klassische Reitkunst mit Anja Beran: Eine Anleitung für verantwortungsvolles Reiten*</a></strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-klassische-reitkunst-anja-beran/"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/anja-beran-e1435772516153-1.jpg" alt="Klassische Reitkunst Anja Beran" class="wp-image-2170" width="183" height="206"/></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Buch habe ich noch gar nicht fertig gelesen &#8211; aber ich kann jetzt schon sagen, dass ich es klasse finde!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor ein paar Wochen hatte ich die große Freude Anja Beran bei ihrem Morgentraining zusehen zu dürfen (<a href="https://herzenspferd.de/dressur/" target="_blank" rel="noopener">hier habe ich schon kurz darüber berichtet</a>) und danach mit ihr zu Plaudern. Ich habe selten so entspannte, leichtfüßige und feine Pferde gesehen wie bei ihr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Buch erläutert sie ihren Ausbildungsweg von der ersten Analyse der Voraussetzungen und Probleme des Pferdes über die Gymnastizierung mithilfe von Seitengängen, bis hin zu den Lektionen der Hohen Schule. Dabei immer das Ziel im Blick: <strong>die Dressur ist für das Pferd da, nicht das Pferd für die Dressur.</strong> Der Reiter muss der Physiotherapeut des Pferdes sein und das Training ganz individuell auf es abstimmen.<span style="color: #999999;"></span></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. <a href="https://herzenspferd.de/produkt/irrwege-der-modernen-dressur-philippe-karl/" target="_blank" rel="noopener">Irrwege der modernen Dressur – Philippe Karl</a>*</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><a href="https://herzenspferd.de/produkt/irrwege-der-modernen-dressur-philippe-karl/"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Irrwege-der-modernen-Dressur-Philippe-Karl-1.jpg" alt="Irrwege der modernen Dressur Philippe Karl" class="wp-image-1923" width="240" height="269"/></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Irrwege der modernen Dressur“ ist das wohl bekannteste Buch von Philippe Karl. Er setzt sich ausführlich mit den <strong>phyischen und psychischen Auswirkungen der modernen Dressur</strong> auf das Pferd auseinander.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu jedem kritischen Punkt schlägt er eine alternative Vorgehensweise aus der klassischen Dressur vor. Man sollte schon ein paar Vorkenntnisse mitbringen um alles in dem wirklich tollen und informativen Buch zu verstehen. Trotzdem finde ich es auch für Anfänger empfehlenswert, das volle Verständnis wird dann mit der Zeit kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Klappentext:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Grundlage der psychischen, anatomischen und physiologischen Voraussetzungen des Pferdes analysiert der Autor die Grundsätze der modernen Dressur, wie sie in den Richtlinien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) festgeschrieben sind. Mit Gegenüberstellungen von Auffassungen der größten Meister der Reitliteratur von La Guérinière bis Baucher gelingt es ihm, Dogmen und Irrwege aufzudecken und einen Lösungsweg aufzuzeigen, der hinausführt aus der Sackgasse, in der sich die auf Turnieren gezeigte Dressur heute befindet. Anschauliche Zeichnungen – von Philippe Karl selbst erstellt – und zahlreiche Fotos ergänzen das umfangreiche Werk.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dem Inhalt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Schlüsselprobleme der Dressur: Psychische Aspekte, natürliche Schiefe, Gleichgewicht,<br>gymnastizierender Aufbau</li>



<li>Die Hand, die Schenkel, der Sitz</li>



<li>Ein System und seine Auswirkungen: Dressur, Zucht und Geschäft</li>



<li>Vorschlag einer „klassischen Alternative“: Die Schule der „Légèreté“</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/produkte/longenkurs/" target="_blank" rel="noopener">Der neue Longenkurs: Die Basis ist gutes Laufen &#8211; Babette Teschen </a></strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/longenkurs-1.jpg" alt="longenkurs Babette Teschen" class="wp-image-2172" width="130" height="182"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich <strong>das</strong> Buch über <strong>anatomisch gutes Longieren!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schritt für Schritt und mit vielen nützlichen Hintergrundinfos und tollen Bildern lernst Du, wie Du Dein Pferd so longierst, dass es gesund bleibt und Muskulatur aufbaut. Ganz ohne Ausbinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich muss zugeben, dass ich nicht der größte Fan vom Longieren bin, für mich und das Pony ist es oft einfach zu langweilig. Aber im Longenkurs lernt man so viel mehr als sein Pferd nur im Kreis zu schicken, ich habe für mich viele nützliche Tipps und Übungen herausgezogen, die uns beiden Spaß machen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. <a href="http://www.hippovital.at/shop/basiswissen-muskulatur-buch/#cc-m-product-5946980264" target="_blank" rel="noopener">Basiswissen über die Muskulatur des Pferdes – Muskulatur verstehen – Training optimieren &#8211; Daniela Schinko</a></strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><a href="http://www.hippovital.at/shop/basiswissen-muskulatur/#cc-m-product-5943419264"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/daniela-schinko-e1435772811924-1.png" alt="Basiswissen Muskulatur Daniela Schinko" class="wp-image-2171" width="167" height="167" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/daniela-schinko-e1435772811924-1.png 216w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/daniela-schinko-e1435772811924-1-150x150.png 150w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/daniela-schinko-e1435772811924-1-200x200.png 200w" sizes="(max-width: 167px) 100vw, 167px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde jeder Reiter sollte sich zumindest mit den <strong>Grundlagen der Anatomie</strong> seines Pferdes beschäftigen. Ich weiß, für die meisten Menschen ist das furchtbar langweilig. Aber glaube mir, wenn man ein bisschen Anatomiekenntnisse hat machen plötzlich ganz viele Erklärungen einen Sinn, die Du vorher vielleicht nicht verstanden hast.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daniela Schinko schafft es, auch komplexere Zusammenhänge verständlich zu erklären. Wenn Du Dir einen Überblick über ihren Schreibstil verschaffen willst kann ich auch ihren <a href="http://www.hippovital.at/blog/" target="_blank" rel="noopener">Blog</a> sehr empfehlen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-meine-pferdeschule-nathalie-penquitt/" target="_blank" rel="noopener">Meine Pferdeschule: Zauber der Verständigung – Nathalie Penquitt</a>*</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-meine-pferdeschule-nathalie-penquitt/"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Meine-Pferdeschule-Nathalie-Penquitt-1.jpg" alt="Meine Pferdeschule Nathalie Penquitt" class="wp-image-1926" width="160" height="242" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Meine-Pferdeschule-Nathalie-Penquitt-1.jpg 229w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Meine-Pferdeschule-Nathalie-Penquitt-1-199x300.jpg 199w" sizes="(max-width: 160px) 100vw, 160px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Meine Pferdeschule: Zauber der Verständigung“ ist ein gutes Buch um die <strong>Grundlagen der Bodenarbeit</strong> zu lernen. Dabei enthält das Buch sowohl gymnastizierende Übungen als auch zirzensische Lektionen. Durch seinen klaren Aufbau und gut beschriebene Übungen mit vielen Fotos ist es wirklich super zu verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Klappentext:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Schritt für Schritt zeigt die erfolgreiche Ausbilderin Nathalie Penquitt, wie Pferde ganz natürlich und spielerisch gymnastizierende Übungen an der Hand und Zirkuslektionen lernen. Dabei sind Vertrauen durch eine eindeutige Verständigung mit dem Pferd sowie positive Verstärkung der Schlüssel zum Erfolg“</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was sind Deine Lieblingsbücher? Ab in die Kommentare damit!</strong></p>



<img loading="lazy" decoding="async" src="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/0da097fc846745b38265c5db38088a98" alt="" width="1" height="1"></figure>
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		<title>Klebendes Pferd &#8211; Teil 3: Training im Roundpen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2015 10:07:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Hooking On]]></category>
		<category><![CDATA[klebendes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Natural Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Roundpen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im letzten Artikel bin ich auf mein Vorgehen beim Schrecktraining eingegangen. Heute möchte ich ein wenig über das Training im Roundpen erzählen. Das Pferd lernt im hier und jetzt zu sein und sich auf Dich zu konzentrieren. Klebenden Pferden fehlt meist der Fokus, sie sind sehr schnell abgelenkt und schaffen es nicht sich zu konzentrieren. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-roundpen/">Klebendes Pferd &#8211; Teil 3: Training im Roundpen</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/" target="_blank" rel="noopener">letzten Artikel</a> bin ich auf mein Vorgehen beim Schrecktraining eingegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute möchte ich ein wenig über das Training im Roundpen erzählen. Das Pferd lernt im hier und jetzt zu sein und sich auf Dich zu konzentrieren. Klebenden Pferden fehlt meist der Fokus, sie sind sehr schnell abgelenkt und schaffen es nicht sich zu konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>*Auch hier möchte ich wieder darauf hinweisen, dass ich kein professioneller Trainer bin und jeder meine Empfehlungen auf eigene Gefahr durchführt. Wenn Du noch nicht viel Erfahrung mit Pferden, ihrem Verhalten, Bodenarbeit und Schrecktraining hast solltest Du Dir überlegen einen professionellen Trainer zur Unterstützung zu suchen!*</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorgehensweise habe ich von <a href="http://www.warwickschiller.com/videos/" target="_blank" rel="noopener">Warwick Schiller</a> gelernt. Wenn Du Englisch verstehst kann ich Dir seine Videos empfehlen! Ich finde nicht alles gut was er macht, aber das geht mir bei jedem Trainer so und er hat ein paar tolle Ansätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie immer gilt: <a href="https://herzenspferd.de/positive-negative-verstaerkung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Du musst Dein Vorgehen ganz individuell Deinem Pferd anpassen!</a> Wenn das, was ich hier vorschlage nicht hilft oder das Problem sogar schlimmer macht, hör auf und versuche etwas anderes! Es gibt nicht nur einen Weg zum Ziel und was für den einen passt ist für den anderen nicht gut.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Vorschläge für ein anderes Vorgehen hast freue ich mich über Deinen Kommentar! Ich weiß bei weitem nicht alles und lerne sehr gerne dazu.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Trainingsplan für klebende Pferde</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Richtig Führen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">Wie das geht kannst Du hier nachlesen.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Schrecktraining</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/" target="_blank" rel="noopener">Das kannst Du hier nachlesen.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Training im Roundpen</strong></h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Grundsätzliches</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Ziel beim Training im Roundpen ist es, dass sich mein Pferd mehr auf mich konzentriert und darauf achtet was ich tue. <strong>Es geht nicht darum das Pferd wie wild im Kreis zu scheuchen bis es müde ist.</strong> Und es geht auch nicht darum, das Pferd dazu zu kriegen ohne Halfter hinter mir her zu laufen (das sogenannte &#8222;Hooking On&#8220;) &#8211; das ist nur eine Begleiterscheinung, wenn mein Pferd auf mich konzentriert ist und nichts, an dem ich bewusst arbeite.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es geht also darum, das Pferd zu Dir und ins Hier und Jetzt zu holen, eine Verbindung aufzubauen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sollte Dein Pferd einen panischen Eindruck machen &#8211; hör sofort auf! Für manche Pferde passt dieses Vorgehen nicht, dann sollte man unverzüglich abbrechen. Du willst Dein Pferd nicht in Panik versetzen, oder es in eine erlernte Hilflosigkeit treiben damit zerstörst Du mehr als Du Gutes tust.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich im Roundpen ankomme, ziehe ich dem Pferd das Halfter aus und lasse es frei. Außer einem <a href="http://www.procavallo.de/bodenarbeit.html?acc=8f14e45fceea167a5a36dedd4bea2543&amp;bannerid=4" target="_blank" rel="nofollow noopener">Horseman-Stick</a>* mit Bändchen habe ich nichts dabei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die ersten Minuten lasse ich mir Zeit das Pferd zu beobachten</strong> und halte mich sehr neutral, bzw. tue nichts. Hier hast Du schonmal die Chance, den Gemütszustand Deines Pferdes einzuschätzen: läuft es direkt von Dir weg oder bleibt es bei Dir? Rennt es aufgeregt im Kreis oder schlendert es durch den Roundpen und erkundet ihn erst mal? Hat es seine Aufmerksamkeit bei Dir oder ignoriert es Dich?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die einzige Situation in der ich in den ersten Minuten überhaupt etwas tue ist, wenn das Pferd mir zu Nahe kommt und mich bedrängt. Dann schicke ich es von mir weg, zum Beispiel indem ich die Hände oder den Horseman-Stick hoch hebe. Bei vielen Pferden reicht es auch sich groß zu machen und bewusst an &#8222;halte Abstand&#8220; zu denken. Das klingt zwar sehr esoterisch, wirkt aber tatsächlich sehr gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hier ist es wichtig, dass Du unterscheiden kannst ob Dein Pferd freundlich und höflich zum Hallo Sagen oder Kraulen kommt, oder eben ob es Dich gerade bedrängt. Wenn Dein Pferd nämlich höflich auf Dich zu kommt hast Du keinen Grund es wegzuschicken.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich ist es beim Training im Roundpen und auch ansonsten beim Umgang mit Pferden wichtig, dass Du <strong>ruhig und gelassen</strong> bleibst, egal was das Pferd tut. Das ist oft einfacher gesagt als getan, aber Du solltest es immer im Kopf behalten und so gut umsetzen wie Du kannst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und ganz wichtig: jeden noch so kleinen Schritt in die richtige Richtung loben! Natural Horsemanship und Lob schließen sich in meinen Augen nicht aus.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den meisten klebenden Pferden wird es so sein, dass Dein Pferd aufgeregt durch den Roundpen rennt und versucht mit dem Kopf nach außen über die Bande zu schauen. Auf Dich wird es vermutlich eher nicht achten.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Das Training</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Dein Pferd rennt also durch den Roundpen und beachtet Dich nicht weiter. Damit es Dich beachtet wirst Du nun verlangen, dass es die Richtung wechselt. Dazu trittst Du ein paar Schritte seitlich in Richtung Kopf des Pferdes und hebst den Stick als optische Begrenzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dein Pferd hat nun drei Möglichkeiten:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. Es wechselt nicht die Richtung und rennt an Dir vorbei.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann schwingst Du den Horseman-Stick oder die Longiergerte in Richtung seines Hinterteils, wenn es auf Deiner Höhe ist und übst somit leichten Druck aus, lässt es aber weiter in der „falschen“ Richtung laufen. Danach versuchst Du so lange an dieser Stelle Dein Pferd die Richtung wechseln zu lassen bis es das tut.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2. Es wechselt die Richtung und dreht sich dabei nach außen um – das heißt sein Hinterteil zeigt zu Dir.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist etwas, was Du nicht möchtest, einfach weil es gefährlich werden kann falls Dein Pferd zum Treten neigt. Dein Pferd sollte lernen, sich nicht mit dem Hinterteil zu Dir zu drehen. Als Reaktion darauf lässt Du Dein Pferd sofort wieder die Richtung wechseln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In der Praxis:</strong> Dein Pferd läuft links herum. Du lässt es die Richtung wechseln und es dreht sich mit seinem Hinterteil zu Dir. Dann musst Du schnell nach rechts laufen und den Stick auf einen Punkt vor Deinem Pferd schwingen. Du versuchst also nicht, Dein Pferd zu treffen – aber wenn es in diesen Punkt hinein läuft dann hörst Du auch nicht auf den Stick zu schwingen. Wenn Dein Pferd getroffen wird ist das sein Problem – es hat genug Ausweichmöglichkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das mag nun herzlos und gemein klingen, aber gerade Pferde, die dazu neigen Dich über den Haufen zu rennen müssen lernen, dass Du Dich nicht herumschubsen lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie immer versteht sich von selbst, dass Du, auch wenn Du das Pferd mit dem Bändchen des Sticks oder der Gerte triffst, niemals fest zuschlägst.</strong> Die meisten Pferde werden allerdings nicht in diesen Punkt hineinlaufen, in dem sie getroffen werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3. Dein Pferd wechselt die Richtung indem es nach innen umdreht, das heißt es dreht mit dem Hinterteil von Dir weg.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist perfekt und Du musst nichts tun, genau das wollen wir.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du lässt also Dein Pferd ein paar Mal die Richtung wechseln. Dazwischen lässt Du es im Trab vorwärts laufen. Wenn es von sich aus galoppiert ist das auch ok, nur Schritt sollte es nicht gehen. <strong>Früher oder später wird es sein inneres Ohr zu Dir drehen – das erste kleine Zeichen, dass es mit seiner Aufmerksamkeit bei Dir ist.</strong> Wenn seine Aufmerksamkeit wieder von Dir weggeht und es zum Beispiel über die Bande guckt lässt Du es wieder die Richtung wechseln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Pferdewelt bewegt der Ranghöhere den Rangniederen. Das heißt, Dein Pferd sollte sich mehr bewegen als Du. Aber Du willst auf keinen Fall ein tyrannischer „Chef“ sein, sondern ein <strong>fairer, für den Dein Pferd gerne etwas tut.</strong> <strong>Achte deshalb immer auch auf Dich und Deine Ausstrahlung: bleibe freundlich und entspannt. Wenn Du wütend wirst solltest Du Dich wieder zusammenreißen oder das Training beenden.</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Lass Dein Pferd bei Dir zur Ruhe kommen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Dein Pferd mit seiner Aufmerksamkeit bei Dir ist kannst Du anfangen, ihm einen <strong>Platz der Ruhe</strong> bei Dir anzubieten. Dazu fängst Du an schräg rückwärts zu laufen, so dass Du auf Kopfhöhe Deines Pferdes kommst. Damit „ziehst“ Du Dein Pferd zu Dir ins Innere des Roundpens. Stell Dir vor von Deinem Bauchnabel bis zum Pferdekopf wäre ein Gummiband gespannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auch hier hat Dein Pferd wieder mehrere Möglichkeiten:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. Es kommt nicht zu Dir in die Mitte, sondern läuft in gleicher Richtung weiter an Dir vorbei.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es auf Deiner Höhe ist schwingst Du den Stick in Richtung seines Hinterteils und treibst es damit an. In der nächsten Runde versuchst Du es an der gleichen Stelle wieder zu Dir zu „ziehen“ wie oben beschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2. Es wechselt die Richtung, indem es ein paar Schritte zu Dir nach innen kommt, sich dann aber abwendet und weiter läuft.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist ok, Dein Pferd ist noch nicht bereit den Ruheplatz bei Dir anzunehmen, bzw. versteht noch nicht, dass es bei Dir seine Ruhe hat. Lass es eine Runde laufen und versuche es erneut.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3. Es läuft zu Dir nach innen und kommt sehr nahe an Dich heran.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du das Gefühl hast, Dein Pferd bedrängt Dich schicke es wieder nach außen und lasse es ein paar Runden laufen. Versuche es dann erneut.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>4. Es kommt zu Dir in die Mitte und bleibt in respektvollem Abstand stehen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Atme tief aus und wende Dich ein bisschen ab, so dass Deine Körperseite zum Pferd zeigt. Bleibe ruhig und entspannt stehen so lange Dein Pferd stehen bleiben mag. Wenn es irgendwann wegläuft ist das ok, lass es eine Runde laufen und versuche es wieder zu Dir hineinzuziehen und es bei Dir ruhen zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Besonders für unsichere, klebende Pferde ist es wichtig, dass sie bei Dir einen Ruhepol haben. Deshalb ist das Ziel im Roundpen, sie möglichst viel bei Dir stehen zu lassen und nichts zu tun.</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Trainiere nur in kurzen Einheiten</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Du musst nicht alle oben beschriebenen Schritte in einer Trainingseinheit machen, das wäre je nach Zustand des Pferdes <strong>viel zu viel auf einmal.</strong> Wenn Du das Gefühl hast, dass es gerade gut läuft, höre auf. <strong>Es ist wichtig, dass Du jedes Training positiv abschließt.</strong> Für das eine Pferd kann es schon ein großer Fortschritt sein, wenn es sein Ohr zu Dir dreht. Ein Anderes lernt vielleicht schon, dass es sich mit dem Hinterteil von Dir weg drehen soll. Und wieder ein Anderes kommt bei Dir zur Ruhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber das ist eine ganz individuelle Sache und Du solltest lieber wenig machen und viele (Denk-)Pausen einbauen. Lass Dir Zeit!</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zusammengefasst</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Durch das Training im Roundpen lernt Dein Pferd Dir seine Aufmerksamkeit zu schenken, es lernt, dass Du in eurer Zweierbeziehung ein fairer „Chef“ bist und es lernt, dass es bei Dir wann immer es möchte einen Ruheplatz hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In diesem Video kannst Du sehen was ich beschrieben habe:</strong><br><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/Eezd-2uq4OM" allowfullscreen="allowfullscreen" width="560" height="315" frameborder="0"></iframe></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Training im Sattel</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-reiten/" target="_blank" rel="noopener">Im vierten Artikel der Serie geht es um das Training im Sattel.</a> Hier erkläre ich was ich tue, wenn mein Pferd in der Halle oder auf dem Platz immer zu den anderen Pferden hinzieht oder zu nahe an ihnen kleben bleibt. Dieses Vorgehen lässt sich auch auf einen Ausritt übertragen, bei dem man einen anderen Weg reiten möchte als der Mitreiter und die Pferde sich trennen müssen.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hast Du schonmal mit Deinem Pferd im Roundpen trainert? Wie bist Du dabei vorgegangen?</strong></p>



<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/be4a1a7977644d7c85a755b1c06f0493" width="1" height="1" alt="">



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/be4a1a7977644d7c85a755b1c06f0493" alt=""/></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-roundpen/">Klebendes Pferd &#8211; Teil 3: Training im Roundpen</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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		<title>Druck im Pferdetraining &#8211; Positive und Negative Verstärkung &#8211; meine Gedanken!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 May 2015 07:48:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
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		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Clickertraining]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Natural Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Negative Verstärkung]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdetraining]]></category>
		<category><![CDATA[Positive Verstärkung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute schreibe ich mir etwas von der Seele, was dort schon eine Weile vor sich hin gärt. Das wird also ein etwas persönlicherer Post als das meistens der Fall ist. Und wie immer werde ich ehrlich sein, auch wenn das nicht immer leicht fällt. Schließlich lasse ich salopp gesagt vor ziemlich vielen Leuten die Hosen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Heute schreibe ich mir etwas von der Seele, was dort schon eine Weile vor sich hin gärt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das wird also ein etwas persönlicherer Post als das meistens der Fall ist. Und wie immer werde ich ehrlich sein, auch wenn das nicht immer leicht fällt. Schließlich lasse ich salopp gesagt vor ziemlich vielen Leuten die Hosen runter und mache mich angreifbar.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich gehöre zu den &#8222;seltsamen&#8220; Menschen, die beim Pferdetraining sowohl Negative Verstärkung &#8211; also zum Beispiel Methoden des Natural Horsemanship Trainings &#8211; und Positive Verstärkung &#8211; also zum Beispiel Clickertraining &#8211; benutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Negative Verstärkung</strong> <strong>bedeutet,</strong> dass man auf das Pferd physischen oder psychischen Druck ausübt und es bei richtiger Reaktion durch das Wegnehmen dieses Drucks belohnt. Übrigens: Wenn ich von Druck spreche meine ich immer sanften Druck, es geht hier nicht darum das Pferd zu verletzen oder zu strafen! <strong>Positive Verstärkung bedeutet,</strong> dass das Pferd für richtiges Verhalten belohnt wird. Das muss nicht unbedingt ein Futterlob sein, sondern kann zum Beispiel auch das Kraulen der Lieblingsstelle sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun sind die etwas dogmatischeren Anhänger dieser beiden Richtungen aber meist nicht gut aufeinander zu sprechen. Und je nachdem was ich gerade mache oder über was ich gerade schreibe kriege ich entweder von der einen Gruppe oder von der Anderen eins auf den Deckel.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entweder ich bin eine &#8222;doofe Tüddeltante&#8220; und verhätschele mein Pferd oder ich bin ein &#8222;fieser Seilchenschwinger&#8220;, der sich seinem Pferd aufzwingt und keine eigene Meinung mehr zulässt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das tut manchmal ganz schön weh.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn wie wohl die meisten Reiter habe ich zuallererst das Wohl meines Pferdes zum Ziel. Ich möchte, dass es ihm gut geht und dass es ein möglichst artgerechtes und schönes Leben führen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als jemand, der beide Seiten kennt und sowohl das Gute, als auch das Schlechte in beiden Seiten sieht möchte ich Folgendes loswerden:</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Liebe Tüddeltanten,</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ich mag euch echt gerne &#8211; schließlich bin ich auch eine von euch.</strong> Wir Tüddeltanten sind einfühlsam und rücksichtsvoll. Für unsere Pferde würden wir noch unser letztes Hemd hergeben und ihr Wohl stellen wir über unser eigenes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es toll wie ihr mit euren Pferden umgeht und dass ihr ihnen zuhört. Und ich finde es toll, dass ihr einen Weg ohne physischen oder psychischen Druck gehen wollt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber manchmal macht ihr mich auch sehr traurig.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn manchmal habe ich das Gefühl, dass alle, die nicht so vorgehen wie ihr, in euren Augen nur Tierquäler sind. Es gibt ein paar, die stehen mit (virtuell) erhobenem Zeigefinger da und verurteilen Andere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke es ist naiv zu glauben, dass man alles ausschließlich mit positiver Verstärkung lösen kann. Sobald wir auf dem Pferd sitzen, arbeiten wir mit negativer Verstärkung. Wir üben &#8211; durchaus sanften &#8211; Druck durch die <a href="https://herzenspferd.de/gewichtshilfen/" target="_blank" rel="noopener">Gewichtshilfen</a>, die Schenkel- und Zügelhilfen aus. Tut das Pferd das Gewünschte, lassen wir diese Hilfen ruhen und nehmen somit den Druck weg. Wir berühren das Pferd beim Putzen am Oberschenkel, damit es mit seinem Hinterteil Platz macht &#8211; und wenn es das tut hören wir auf. Die Definition von negativer Verstärkung. Allein unsere Anwesenheit kann bereits Druck sein. Ein Blick. Die Verlagerung des Gewichts. Unsere Erwartungshaltung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe in meinen zwei Jahrzehnten mit Pferden auch Pferde getroffen, die auf die Leckerlibelohnung pfeifen. Wie eine nette Leserin vor kurzem schrieb: &#8222;einem Pferd in Angst und Panik fällt die schönste Mohrrübe aus dem Maul&#8220;. In akuten Gefahrensituationen muss ich sicherstellen, dass mein Pferd nicht sich, mich, oder Andere verletzen kann. Und ja, dann setze ich auch Druck ein.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Liebe Seilchenschwinger,</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>auch euch finde ich toll &#8211; denn auch zu euch zähle ich mich. </strong>Wir Seilchenschwinger sind einfühlsam und aufmerksam. Für unsere Pferde würden wir noch unser letztes Hemd hergeben und ihr Wohl stellen wir über unser eigenes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es toll wie ihr mit euren Pferden umgeht, dass ihr ihre Sprache sprecht. Und ich finde es toll, dass ihr das Pferd Pferd sein lasst und es nicht zum Schoßhündchen degradiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber manchmal macht auch ihr mich traurig.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche sehen in jedem Aufblitzen von Eigeninitiative des Pferdes eine Widersetzlichkeit. Das Pferd wird gemicromanagt und soll auf jedes Kommando perfekt reagieren. Wenn ich meinem Pferd ein Leckerchen aus der Hand gebe stehen einige mit (virtuell) erhobenem Zeigefinger da. Wenn es kurz von mir wegschaut soll ich am Seil rucken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde, nicht jedes Pferd muss so kontrolliert werden. Nicht jede seiner Regungen bedeutet, dass es uns böses will oder unsere Führerschaft anzweifelt. Und ich bin fest davon überzeugt, dass die meisten Pferde nicht permanent eine Lücke suchen um den Menschen dominieren zu können oder dass wir dem Pferd nicht auch mal gefahrlos etwas durchgehen lassen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht jedes Pferd kommt gut mit Druck klar. Ich kenne Pferde, die durch ein Training mit positiver Verstärkung sehr viel motivierter, glücklicher und lebensfroher sind. Zurückhaltende Pferde blühen richtiggehend auf, wo sie vorher nur in sich gekehrt Anweisungen befolgt haben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Suche nach Balance</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur in meinem täglichen Leben, sondern auch vor allem als Reiterin suche ich die Balance. Ich bin der Überzeugung, dass jegliches Extrem nicht gut sein kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auch im Pferdetraining braucht man Balance. Es ist eine Gratwanderung zwischen Mitspracherecht und nötigem Gehorsam, Nachgiebigkeit und Konsequenz, Übervorsicht und Leichtsinn. Positiver und Negativer Verstärkung.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie immer im Leben wird es Ausnahmen geben: Pferde, die man ausschließlich mit positiver Verstärkung trainieren kann und Pferde, die nur mit negativer Verstärkung völlig zufrieden sind. Mein Weg ist keines dieser Extreme.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mein Weg ist der Balanceakt. Das hören auf Kopf, Herz und Bauch. Das Hereinhorchen in mein Pferd. Das Denken außerhalb von Schubladen und dogmatischen Glaubenssätzen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskussion Positive versus Negative Verstärkung erinnert mich übrigens sehr an die Diskussion über autoritäre und anti-autoritäre Erziehung bei Kindern. Ich glaube jeder von uns kennt mindestens ein anti-autoritär erzogenes Kind. Das können furchtbare, unerträglich verzogene Plagen sein oder aber auch umgängliche, freundliche Kinder. Wenn es für das Kind passt ist es super, wenn nicht ist es eine Katastrophe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genauso wie bei der Kindererziehung gibt es im Pferdetraining <strong>keinen</strong> <strong>einen richtigen Weg</strong> der für alle passt. <strong>Deshalb wünsche ich mir etwas mehr Toleranz und Akzeptanz anderen Wegen gegenüber.</strong> Nur weil ein Weg in eine andere Richtung führt als ein anderer heißt das nicht, dass nicht beide zum selben Ziel kommen und dass man nicht beide partnerschaftlich und fair mit seinem Pferd gehen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Denn am Ende bin ich nur einem Rechenschaft schuldig: meinem Pferd!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um es mit Nuño Oliveiras Worten zu sagen: &#8222;Ich fordere die Reiter, welche mich lesen und Pferde dressieren auf, wenn sie nach einer Arbeitseinheit absitzen, ihr Pferd anzuschauen, in sich zu gehen und ihr Gewissen mit der Frage zu prüfen, ob sie sich wohlverhalten haben gegenüber diesem außergewöhnlichen Lebewesen, diesem bewundernswerten Compagnon &#8211; dem Pferd.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was ist Deine Meinung zum Thema? Nutzt Du Positive oder Negative Verstärkung? Oder nutzt Du, wie ich, beides? Ich freue mich auf eine nette Diskussion in den Kommentaren!</strong><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/8b31986bf9974db18288c3d4020a35fe" alt="" width="1" height="1"></p>



<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/8b31986bf9974db18288c3d4020a35fe" width="1" height="1" alt="">
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		<title>Klebendes Pferd &#8211; Teil 2: Schrecktraining</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2015 08:58:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Ängstliches Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Desensibilisierung]]></category>
		<category><![CDATA[klebendes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Natural Horsemanship]]></category>
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		<category><![CDATA[Schrecktraining]]></category>
		<category><![CDATA[Trennungsangst]]></category>
		<category><![CDATA[Unsicheres Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im letzten Artikel bin ich näher auf die Ursachen und Auswirkungen von &#8222;Trennungsangst&#8220; bei klebenden Pferden eingegangen. Außerdem habe ich Schritt 1 des Trainingsprogramms, das richtige Führen, vorgestellt und ein Beispiel für Probleme in der Praxis gegeben. Der zweite Schritt in meiner Arbeit mit klebenden Pferden ist das Schrecktraining (eigentlich müsste es Anti-Schrecktrainig heißen, aber [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/">Klebendes Pferd &#8211; Teil 2: Schrecktraining</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">letzten Artikel</a> bin ich näher auf die Ursachen und Auswirkungen von &#8222;Trennungsangst&#8220; bei klebenden Pferden eingegangen. Außerdem habe ich Schritt 1 des Trainingsprogramms, das richtige Führen, vorgestellt und ein Beispiel für Probleme in der Praxis gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Schritt in meiner Arbeit mit klebenden Pferden ist das Schrecktraining (eigentlich müsste es Anti-Schrecktrainig heißen, aber das tippt sich so blöd).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>*Auch hier möchte ich wieder darauf hinweisen, dass ich kein professioneller Trainer bin und jeder meine Empfehlungen auf eigene Gefahr durchführt. Wenn Du noch nicht viel Erfahrung mit Pferden, ihrem Verhalten, Bodenarbeit und Schrecktraining hast solltest Du Dir überlegen einen professionellen Trainer zur Unterstützung zu suchen!*</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorgehensweise habe ich von <a href="http://www.warwickschiller.com/videos/" target="_blank" rel="noopener">Warwick Schiller</a> gelernt. Wenn Du Englisch verstehst kann ich Dir seine Videos nur empfehlen! Ich finde nicht alles gut was er macht, aber das geht mir bei jedem Trainer so und er hat ein paar tolle Ansätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie immer gilt: Du musst Dein Vorgehen ganz individuell Deinem Pferd anpassen! Wenn das, was ich hier vorschlage nicht hilft oder das Problem sogar schlimmer macht, hör auf und versuche etwas anderes! Es gibt nicht nur einen Weg zum Ziel und was für den einen passt ist für den anderen nicht gut.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Vorschläge für ein anderes Vorgehen hast freue ich mich über Deinen Kommentar! Ich weiß bei weitem nicht alles und lerne sehr gerne dazu.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Trainingsplan für klebende Pferde</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Richtig Führen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">Wie das geht kannst Du hier nachlesen.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Schrecktraining</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ausgiebiges Schrecktraining ist bei klebenden Pferden besonders wichtig. In der Regel sind diese Pferde unsicher und tragen einen Haufen Angst und Anspannung mit sich herum. Deshalb müssen sie lernen mit &#8222;gruseligen&#8220; Dingen umzugehen und sich durch solche Situationen durchzudenken und nicht kopflos zu reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Dein Pferd extrem abgelenkt ist und nur wenig auf Dich achtet oder sogar versucht Dich über den Haufen zu rennen solltest Du die Arbeit im Roundpen dem Schrecktraining vorziehen.</strong> Der Artikel zu diesem Thema kommt als nächstes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schrecktraining baue ich schrittweise auf: vom Einfachen zum Anspruchsvollen. Es ist unheimlich wichtig, dass man erst zum nächsten Schritt geht, wenn der davor perfekt sitzt. Wenn immer ein kleiner Rest Angst übrig bleibt summiert sich das so lange, bis das Pferd explodiert und scheut, bockt oder <a href="https://herzenspferd.de/pferd-geht-durch-was-tun/">durchgeht</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das brauchst Du zum Schrecktraining:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen umzäunten Platz (Roundpen, Reiplatz, Reithalle, umzäuntes Wiesenstück, etc.)</li>



<li>Einen langen Strick</li>



<li>Eine Gerte mit langem Schlag (das ist das Bändchen), z.B. Horsemanship Stick mit Bändchen, Longiergerte, Fahrpeitsche, etc.</li>



<li>Eine Gerte mit Flagge oder festgebundener Plastiktüte</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Schrecktraining mache ich in den ersten Wochen jedesmal wenn ich mit dem Pferd trainiere. Und jedesmal beginne ich mit dem ersten, einfachsten Schritt: das Pferd mit dem Strick in der Hand abstreichen. Erst wenn ich sehe, dass das perfekt funktioniert gehe ich zum nächsten Schritt. Irgendwann wirst Du alle Schritte in 5 Minuten durch haben ohne, dass Dein Pferd mit der Wimper zuckt. Dann musst Du nicht mehr vor jedem Training das Schrecktraining machen. Ab und an solltest Du es aber wieder tun um nachzuprüfen ob alles noch gut ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Grundprinzip</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Prinzip ist immer das Gleiche, egal mit welchem Hilfsmittel Du das Training durchführst und auf welcher Schwierigkeitsstufe Du bist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du hast Dein Pferd am Halfter und hälst in einer Hand den Strick (mit genügend Abstand zum Kinn des Pferdes, wie im <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">Artikel zum richtigen Führen</a> erklärt). Wenn Dein Pferd ausweicht darf es das tun und Du gehst mit. Auch wenn es rückwärts läuft gehst Du mit, versuche nicht Dein Pferd daran zu hindern, es könnte dann steigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So lange Dein Pferd vor dem was Du tust wegläuft (Seil schwingen, Tüte rascheln) läufst Du ruhig mit und machst weiter. <strong>Sobald es stehen bleibt hörst Du auf &#8211; und zwar noch in der gleichen Sekunde! Dann gibst Du Deinem Pferd eine kleine Pause in der es nachdenken kann.<br></strong>Dass es nachdenkt erkennst Du zum Beispiel daran, dass es sich die Lippen leckt oder kaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wollen, dass das Pferd lernt, dass sein Handeln Einfluss auf das gruselige Ding (Seil, Gerte, Tüte) hat vor dem es gerade weggelaufen ist. Es soll erkennen, dass das Ding weggeht, wenn es stehen bleibt. <strong>Das Pferd hat also &#8222;Macht&#8220; über das gruselige Ding</strong> (ich nenne das jetzt einfach Gruselding &#8211; Du weißt was ich meine) und kann es mit seinem Verhalten beeinflussen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pferde lernen nicht durch Druck</strong> &#8211; sie lernen (unter anderem!) durch das <strong>Wegnehmen</strong> von Druck. Dein Pferd wird sich also fragen, warum das Gruselding verschwunden ist und was es getan hat um das zu verursachen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass man nicht aufhört während das Pferd noch wegläuft. Da würde es sich nämlich denken &#8222;Aha! Ich muss nur möglichst schnell oder lange genug wegrennen und das Gruselding verschwindet&#8220;. Wenn Du alles richtig machst wird es stattdessen irgendwann denken &#8222;Aha! Ich muss nur stehen bleiben und das Gruseding verschwindet!&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entscheidend ist also, dass Du zum richtigen Zeitpunkt das Gruselding wegnimmst (wenn Dein Pferd steht), damit Dein Pferd das Richtige lernt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Dein Pferd brav stehen bleibt, kannst Du mit ihm auf die nächste &#8222;Stufe&#8220; gehen: Du schwingst weiter das Gruselding und wartest diesmal darauf, dass Dein Pferd entspannt. <strong>Wenn es zum Beispiel mit den Augen blinzelt oder sogar den Kopf senkt ist das ein Zeichen der Entpannung.</strong> Dann nimmst Du das Gruselding wieder sofort weg. Dein Pferd lernt: &#8222;Aha! Wenn ich entspanne werde ich in Ruhe gelassen!&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du auf beiden Seiten des Pferdes das Gruselding schwingen kannst, ohne dass es mit einer Wimper zuckt, kannst Du zum nächst gruseligeren Gruselding wechseln und von vorne anfangen. Oder Du beendest das Training und Dein Pferd hat bis zum nächsten Mal Denkpause.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Überfordere Dein Pferd nicht! Mache lieber kurze Einheiten mit vielen Denkpausen, Du musst nicht tausend Gruseldinger in einer Sitzung durchnehmen. </strong>Es reicht, wenn Dein Pferd <strong>eins</strong> gut macht, darauf kannst Du dann in der nächsten Einheit aufbauen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Noch ein paar Worte zu Deiner Position</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Du solltest beim Schrecktraining in der Regel in etwa auf <strong>Schulterhöhe</strong> Deines Pferdes stehen, ca. 50 bis 100cm von ihm entfernt. Dein Körper ist leicht zu ihm gedreht, mit Blickrichtung zur Kruppe. So hast Du Dein Pferd im Auge ohne ihm Deinen ganzen Oberkörper zuzudrehen. In dieser Position sollte Dein Pferd Dich im Ernstfall nicht ohne Vorwarnung treten können. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Pferd mal nach dem Strick tritt wenn er dem Hinterteil zu nahe kommt &#8211; da willst Du nicht zu nahe dran stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Deine Sicherheit geht immer vor, sei Dir jederzeit bewusst was Dein Pferd macht und wo Du stehst!</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Eine Alternative</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst all das auch mit Clickertraining und Belohnung machen. Ich habe aber die Erfahung gemacht, dass die meisten klebenden Pferde so gestresst sind, dass sie nicht mehr auf Leckerchen reagieren. Dass sie so gestresst sind ist nicht Schuld der Pferde &#8211; meistens sind es die Versäumnisse und Fehler von uns Menschen die es so weit gebracht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du mit einem Pferd, das nicht klebt und gestresst ist, Bodenarbeit machst, ist es aber durchaus einen Versuch wert und klappt in vielen Fällen sehr gut!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>So setzt Du Strick, Gerte und Co richtig ein</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem Du nun das Grundprinzip verstanden hast geht es nur noch darum, wie Du die Gruseldinger richtig einsetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Wichtigste vorweg: Du schlägst Dein Pferd mit keinem dieser Hilfsmittel! Alles was am oder auf dem Pferd landet soll dort sanft und leicht ankommen!</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 1: Abreiben mit dem Strick</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Als ersten Schritt nimmst Du das Ende des Stricks in die Hand und reibst Dein Pferd damit an Hals, Schulter und Rücken auf beiden Seiten ab. Je nachdem wie Dein Pferd reagiert kannst Du es auch an der Kruppe abreiben. Wenn es aber sehr nervös ist bleib lieber außer Reichweite der Hinterhand.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 2: Den Strick sanft über den Rücken schwingen und dort landen lassen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Halte den Strick locker in Deiner Hand. Mach keine Faust, da verliert man zu viel Gefühl in der Hand und kann den Strick nicht so locker und sanft wie nötig schwingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwinge den Strick nicht von unten nach oben, sondern eher parallel zum Boden über den Pferderücken. Wenn Du ihn von unten nach oben schwingst kommt er mit zu viel Schwung über den Rücken und schlägt an den Bauch. Das wollen wir möglichst vermeiden. Der Strick darf an den Bauch kommen, aber eben locker und zart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach ziehst Du den Strick in einer fließenden Bewegung wieder vom Rücken herunter. Achte darauf, dass er kein lautes Geräusch macht, wenn er auf dem Boden aufkommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wichtig, dass Du das &#8222;über den Rücken Schwingen&#8220; und wieder runterziehen in einer fließenden Bewegung ohne große Zwischenpausen machst. Jede Pause ist eine Bestätigung für das Pferd und die soll ja erst kommen, wenn es stehen bleibt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 3: Den Strick sanft über den Rücken schwingen und beim Runterziehen ein Geräusch machen lassen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Du gehst genauso vor wie in Schritt 2. Nun soll der Strick aber beim Aufschlagen auf den Boden ein Geräusch machen. Das ist eine zusätzliche Schwierigkeit für Dein Pferd, da viele Pferde sich vor Bewegung und Geräuschen fürchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diesen Schritt kannst Du auch die Gerte mit langem Bändchen benutzen. Das Bädchen schwingst Du genauso sanft wie den Strick vorher.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 4: Den Strick um das Pferd herum kreisen lassen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Stell Dich so vor Dein Pferd, dass Du ihm nur eine Körperseite zugedreht hast. Mit der von ihm wegzeigenden Hand nimmst Du den Strick und lässt ihn parallel zu Dir von oben nach unten kreisen. Wenn das ohne Probleme klappt kannst Du anfangen, zur Seite Deines Pferdes zu gehen und den Strick weiter kreisen zu lassen. Halte dabei mindestens einen Meter Abstand zum Pferd.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab einem gewissen Punkt wird Dein Pferd ausweichen. Dann bleibst Du genau an diesem Punkt und gehst nicht weiter nach hinten oder näher an es ran. Gehe mit dem Pferd mit, aber bleibe im Verhältnis zu seinem Körper in der gleichen Position. Wie oben im Grundprinzip erklärt, hörst Du erst auf, wenn es steht. Fange dann wieder vor dem Kopf des Pferdes an und arbeite Dich erneut an den Punkt heran.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du mit dem Strick auf Höhe der Hinterhand angekommen bist höre auf, Du musst nicht hinten um das Pferd herumgehen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 5: Die Rascheltüte zeigen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rascheltüte ist für die meisten Pferde unheimlich gruselig. Deshalb fangen wir hier ganz vorsichtig an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stell Dich vor Dein Pferd und halte die Tüte schräg neben Dir auf Nasenhöhe des Pferdes hoch. Halte sie nicht vor Deinem Körper, sollte Dein Pferd danach ausschlagen darf es Dich nicht treffen. <strong>Strecke sie ihm nicht hin und berühre es auch nicht damit!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es ausweicht lässt Du sie weiter oben bis es stehen bleibt, dann halte sie sofort hinter Deinen Rücken. Wenn es nicht ausweicht wartest Du darauf, dass es mit seiner Nase in Richtung Tüte geht. Auch dann hälst Du sie sofort hinter Deinen Rücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der letzte Schritt ist dann, dass Dein Pferd die Tüte mit seiner Nase berührt. Das kannst Du übrigens auch super mit Clickertraining machen!</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 6: Die Rascheltüte schwingen I<br></strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Stell Dich vor Dein Pferd, mit dem Rücken zu ihm. Fang an nach vorne zu laufen, Dein Pferd folgt Dir. Nun schwingst Du die Rascheltüte vor Dir in einem Bogen von unten nach oben und einer Seite zur anderen. Das sieht quasi so aus, als würdest Du eine runde Tür in die Luft vor Dir malen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pferde haben weniger Angst vor Dingen, die sich von ihnen weg bewegen. Deshalb schwingst Du die Tüte während Du dich von ihm weg bewegst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn das gut klappt und Dein Pferd entspannt hinter Dir herläuft während Du die Tüte schwingst kannst Du Dich zu ihm umdrehen und die Tüte somit näher an ihm schwingen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 6: Die Rascheltüte schwingen II</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nun kannst Du alles was Du in den Schritten 1 bis 4 mit Strick und Gerte gemacht hast auch mit der Rascheltüte machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das waren die Grundlagen. Natürlich gibt es viel mehr was man tun kann (Planen, Bälle, Flatterbänder, Fahnen, &#8230;), da sind dann Deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In diesem Video kannst Du von Minute 3 bis 4:30 sehen wie das mit dem Seilschwingen in etwa aussehen sollte:</strong><br><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/qincEZod6mQ" allowfullscreen="allowfullscreen" width="560" height="315" frameborder="0"></iframe></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und hier siehst Du das Vorgehen mit der Plastiktüte:<strong><br><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/6CDwc4s1LAQ" allowfullscreen="allowfullscreen" width="560" height="315" frameborder="0"></iframe></strong></strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Arbeit im Roundpen &#8211; Hooking On</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-roundpen/" target="_blank" rel="noopener">dritten Artikel der Serie</a> geht es um die Arbeit im Roundpen. Das Pferd lernt im hier und jetzt zu sein und sich auf Dich zu konzentrieren. Klebenden Pferden fehlt meist der Fokus, sie sind sehr schnell abgelenkt und schaffen es nicht sich zu konzentrieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Arbeit im Sattel</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-reiten/" target="_blank" rel="noopener">Im vierten Artikel der Serie geht es um die Arbeit im Sattel.</a> Hier erkläre ich was ich tue, wenn mein Pferd in der Halle oder auf dem Platz immer zu den anderen Pferden hinzieht oder zu nahe an ihnen kleben bleibt. Dieses Vorgehen lässt sich auch auf einen Ausritt übertragen, bei dem man einen anderen Weg reiten möchte als der Mitreiter und die Pferde sich trennen müssen.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hast Du schonmal Schrecktraining mit Deinem Pferd gemacht? Wie bist Du dabei vorgegangen? Und hat es etwas geholfen?</strong></p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/">Klebendes Pferd &#8211; Teil 2: Schrecktraining</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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		<title>Klebendes Pferd: Trainingsplan für Pferde mit &#8222;Trennungsangst&#8220; &#8211; Teil 1: Richtig Führen</title>
		<link>https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2015 11:04:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[Ängstliches Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Desensibilisierung]]></category>
		<category><![CDATA[klebendes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Natural Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Scheuen]]></category>
		<category><![CDATA[Scheuendes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Schreckhaftes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Schrecktraining]]></category>
		<category><![CDATA[Trennungsangst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In letzter Zeit habe ich viele Emails mit Fragen zu &#8222;klebenden&#8220; Pferden bekommen. Pferde, die man nur schwer von der Koppel holen kann, weil sie nicht mitgehen wollen oder einen über den Haufen rennen. Pferde, die durch Zäune brechen, um nicht alleine zurückgelassen zu werden. Pferde, die kaum reitbar sind, weil sie nur zum Koppelkollegen [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">In letzter Zeit habe ich viele Emails mit Fragen zu &#8222;klebenden&#8220; Pferden bekommen. Pferde, die man nur schwer von der Koppel holen kann, weil sie nicht mitgehen wollen oder einen über den Haufen rennen. Pferde, die durch Zäune brechen, um nicht alleine zurückgelassen zu werden. Pferde, die kaum reitbar sind, weil sie nur zum Koppelkollegen zurückwollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eure Fragen sind mir wichtig, deshalb werde ich das Thema in einer Artikelserie etwas näher beleuchten.</strong> In diesem ersten Artikel erkläre ich, woher die Trennungsangst kommt und wo man dieses Verhalten in einer Pferdeherde sieht. Außerdem gehe ich auf den ersten Schritt in meinem Trainingsplan ein, <strong>das richtige Führen.</strong> In den folgenden Artikeln geht es dann um <strong>Schrecktraining, Arbeit im Roundpen </strong>und<strong> Arbeit im Sattel. </strong>Zu jedem Punkt werde ich ein Beispiel zu Problemen aus der Praxis geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie immer möchte ich betonen, dass das meine Art ist mit dem Problem umzugehen. Das bedeutet nicht, dass es nicht auch anders geht, oder dass ich alles perfekt mache!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und weil beim Umgang mit Pferden so gut wie nichts neu erfunden wird, sondern alle die alten und neuen Meister studieren, möchte ich auch gerne sagen, von wem ich die Vorgehensweise gelernt habe: <a href="http://www.warwickschiller.com/videos/" target="_blank" rel="noopener">Warwick Schiller</a>. Wenn Du Englisch verstehst kann ich Dir seine Videos nur empfehlen! Ich finde nicht alles gut was er macht, aber das geht mir bei so gut wie jedem Trainer so.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>*Das Nachmachen dieser Tipps geschieht auf eigene Gefahr! Ich rate jedem, der sich nicht schon ausführlicher mit den Themen Bodenarbeit und Schrecktraining befasst hat einen Profi zur Unterstützung zu Rate zu ziehen. Diese Dinge falsch zu machen kann sehr schnell gefährlich werden. Und wie immer gilt: Wenn Du mit Deinem Vorgehen das Problem schlimmer machst oder die Situation auch nur ansatzweise gefährlich wird <em>hör auf!</em>*</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Woher kommt Trennungsangst beim Pferd?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die meisten Pferde mit Trennungsangst verhalten sich wie Fohlen.</strong> Wenn Du bei ihnen bist, bzw. sie mit einem anderen Pferd zusammenstehen, ignorieren sie Dich und sind abgelenkt. Sobald sie aber alleine gelassen werden verfallen sie in Panik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau so interagiert ein Fohlen mit seiner Mutter: ist sie bei ihm, lehnt es sich gegen sie und schaut sich eingebildete oder echte Gefahren an. Seine Mutter ignoriert es dabei völlig. Ist die Mutter dann aber plötzlich ein Stück entfernt bekommt es Panik und rennt wieder zurück zu ihr um sich erneut an sie zu &#8222;kleben&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun bist Du aber ein Mensch und kein Pferd. Wenn sich Dein 500kg Pferd gegen Dich lehnt oder nicht auf Dich achtet kann das sehr schnell sehr unangenehm werden. Wenn Du schonmal ein klebendes Pferd von seinen Kollegen weggeführt hast weißt Du sicher was ich meine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens: Kein anderes Pferd würde es zulassen, dass Dein Pferd sich auf diese Art an es lehnt!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Behandelt Dich Dein Pferd wie seine Mutter?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Dein Pferd führst&#8230;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8230; schaut es in der Gegend herum und achtet wenig auf Dich</li>



<li>&#8230; läuft es manchmal schneller als Du und lässt sich schlecht bremsen</li>



<li>&#8230; läuft es in eine andere Richtung als Du und versucht Dich mitzuziehen</li>



<li>&#8230; rempelt es Dich ab und zu an</li>



<li>&#8230; erschrickt es öfter mal</li>



<li>&#8230; rückt es Dir auf die Pelle (wenn Du stehen bleibst läuft es Dir in die Hacken oder einfach weiter)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du die meisten dieser Fragen mit &#8222;Ja&#8220; beantworten kannst behandelt Dich Dein Pferd wie ein Fohlen seine Mutter und nicht wie einen gleichgestellter Partner.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Möglicherweise ist die Trennungsangst auch nicht euer einziges Problem. Häufige weitere Probleme bei Pferden mit Trennungsangst sind:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Dein Pferd kann nicht angebunden werden, bzw. steht angebunden nie still</li>



<li>Dein Pferd schiebt Dich beim Putzen mit dem Hinterteil aus dem Weg wenn es sich etwas ansehen will</li>



<li>Dein Pferd erschrickt oft</li>



<li>Dein Pferd geht durch oder buckelt</li>



<li>Dein Pferd lässt sich nicht gut führen</li>



<li>Dein Pferd lässt sich nicht gut verladen</li>



<li>&#8230;</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was tue ich also gegen die Trennungsangst?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die einfache Antwort: nichts!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder, um es besser auszudrücken: ich versuche nicht explizit die Trennungsangst wegzubekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diese Angst ist nämlich nur ein Symptom. Die Summe von vielen kleinen Dingen die schief laufen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich zunehme, hat das nicht nur eine Ursache. Ich esse zu viel, bewege mich zu wenig, habe zu viel Stress und schlafe zu wenig. Alle diese Dinge bewirken in der Summe, dass ich zunehme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genauso ist es mit der Trennungsangst. Dein Pferd hat mit vielen kleinen Dingen Probleme oder Sorgen. Diese verusachen in ihrer Summe die Angst. Um die Trennungsangst wegzubekommen, musst Du Dich also um die vielen kleinen Dinge kümmern, die Deinem Pferd Sorgen machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #000000;"><strong>Trennungsangst besteht nur aus ein bisschen &#8222;Trennung&#8220; und viel &#8222;Angst&#8220;.</strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um diese Ängste abzubauen beginne ich mit Bodenarbeit. Wenn die Bodenarbeit wirklich sitzt sollte die Trennungsangst kein großes Thema mehr sein.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wozu Bodenarbeit?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit jedem Pferd, welches ich über einen längeren Zeitraum reite, starte ich mit der Bodenarbeit. Das bedeutet für mich:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das Pferd lernt zu lernen und sich durch Probleme durchzudenken. Ich lasse es Fehler machen und selbst die Lösung eines Problems finden.</li>



<li>Das Pferd lernt, seinen Fokus auf mich und das hier und jetzt zu richten. Besonders klebende Pferde haben große Probleme damit, sich zu konzentrieren. Sie schauen von A nach B nach C und reagieren auf jede noch so kleine Ablenkung. Deshalb rempeln diese Pferde auch oft den Menschen an, der sie führt: Sie sind so beschäftigt damit, in der Gegend herumzugucken, dass sie den Menschen komplett vergessen.</li>



<li>Das Pferd lernt mit &#8222;gruseligen&#8220; Dingen umzugehen und ruhig zu reagieren, anstatt in Panik zu verfallen.</li>



<li>Das Pferd lernt, dass ich konsequent und in meinem Handeln konstant und verlässlich bin.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Boden aus zu starten ist erst mal ungefährlicher als sich auf ein besorgtes Pferd zu setzen. Und: was am Boden nicht klappt wird im Sattel erst recht nicht funktionieren!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mein Trainingsplan für klebende Pferde sieht so aus:</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Richtig Führen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Über die korrekte Führposition gibt es viele Meinungen und Diskussionen. Mir ist die Position des Pferdes egal &#8211; solange es nicht zu Nahe bei mir oder vor mir läuft. Meistens laufen meine Pferde von selbst schräg hinter mir.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Strick halte ich etwa 1,5 Meter vom Pferdekopf entfernt und lasse ihn durchhängen. Ich sehe viele Leute, die den Strick direkt unterm Kinn des Pferdes greifen und hoffen es somit mehr unter Kontrolle zu haben. <strong>Das solltest Du nicht tun. </strong>Dadurch stehst Du nämlich automatisch sehr nahe am Pferd und genau das wollen wir vermeiden. Nahe am Pferd zu führen bedeutet, dass Du schnell wieder in diese Fohlen-Mama-Situation kommst: Dein Pferd sieht irgendwo ein Gespenst und lehnt sich gegen Dich oder springt sogar gegen Dich wenn es scheut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du hälst nun also den Strick ausreichend vom Pferdekopf entfernt. <strong>Der nächste Schritt ist, Deinem Pferd verständlich zu machen, dass es sich mehr auf Dich konzentrieren und Dich nicht umrennen soll.</strong> Sobald Du den Eindruck hast, dass Dein Pferd Dir zu nahe kommt, schwingst Du das Ende des Stricks (etwa einen Meter) energisch um Dich herum. Am besten drehst Du Dich dabei nicht einmal um. Dabei geht es nicht explizit darum Dein Pferd zu treffen. Wenn es getroffen wird war es zu nahe, wenn nicht ist das noch besser, denn dann hat es genug Abstand gehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich höre in Gedanken schon die ersten rufen &#8222;die haut das arme Pferd&#8220;.</strong> Darum geht es wie gesagt nicht! Du schwingst den Strick nur in dem kleinen Umkreis um Dich herum. Dein Pferd kann diesen Umkreis jederzeit verlassen. Wenn es raus ist, wird es nicht mehr getroffen und <strong>Du verfolgst es auch nicht mit dem Strick! </strong>Du bleibst dabei ruhig und wirst nicht wütend. Es ist gut und in Ordnung wenn Dein Pferd Fehler macht, nur so kann es lernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht hier nicht darum Dein Pferd zu bestrafen &#8211; es tut was es tut nicht aus bösem Willen &#8211; sondern um <strong>klare Kommunikation</strong>. Du &#8222;sagst&#8220; Deinem Pferd, dass es Dir zu Nahe gekommen ist und mehr auf Dich achten muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens gehen die Pferde auf der Koppel auch nicht anders miteinander um: kommt das eine dem anderen zu Nahe &#8211; also in seinen engeren Umkreis &#8211; und es will das nicht, wird es treten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorsicht vor falsch verstandener Pferdeliebe! Du tust Deinem Pferd keinen Gefallen wenn es Dich ständig über den Haufen rennen darf. Es wird damit für sein ängstliches Verhalten noch belohnt und seine Unsicherheit wird weiter steigen. Das ist kein angenehmer Zustand für Dein Pferd und für Dich und Andere potenziell gefährlich.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als nächstes solltest Du sicherstellen, dass Dein Pferd seine Aufmerksamkeit bei Dir hat. Das erkennst Du zum Beispiel daran, dass sich ein Ohr immer wieder in Deine Richtung dreht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schaut Dein Pferd wild in der Gegend herum und irgnoriert Dich, drehe Dich herum und laufe zügig und bestimmt in die entgegengesetzte Richtung. Dein Pferd muss folgen und somit seine Aufmerksamkeit auf Dich richten. Es kann sein, dass Du das am Anfang ziemlich oft machen musst. Dein Pferd wird aber früher oder später mehr auf Dich achten, da es nun erwartet jederzeit die Richtung wechseln zu müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Steht Dein Pferd und hat seine Aufmerksamkeit bei Dir, vergiss nicht es ein bisschen als Belohnung zu kraulen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Dein Pferd einfach stehen bleibt und nicht weiter gehen will, kannst Du zuerst versuchen einfach in eine andere Richtung zu gehen, bei manchen Pferden reicht das schon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hilft das nicht, stelle Dich schräg neben den Kopf Deines Pferdes, auf keinen Fall vor es. Greife den Strick ca. einen halben Meter vom Pferdekopf entfernt und halte ihn straff gespannt. Dein Pferd soll den Druck spüren, aber ziehe nicht übermäßig fest – Du musst den Zug wahrscheinlich eine ganze Weile aufrechterhalten und willst nicht, dass Dir mittendrin der Arm abfällt. Mit der anderen Hand lässt Du nun das Ende des Stricks kreisen und zwar so, dass es Dein Pferd bei jeder Drehung an der Schulter touchiert (nicht wahnsinnig fest, aber spürbar, wie ein Antippen). Das machst Du jetzt so lange weiter, bis Dein Pferd nachgibt, oder sogar einen Schritt nach vorne geht. Dann gibst auch Du <strong>sofort </strong>nach und hörst auf den Strick zu kreisen. Meistens bleiben die Pferde dann wieder stehen. Also das ganze Spielchen von vorne. Das machst Du so lange, bis Dein Pferd mit Dir mitgeht (hab Geduld, das kann unter Umständen dauern!). Und dann natürlich das Loben nicht vergessen!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Unterschätze nicht die kleinen Dinge wie das Führen! Sobald Du mit Deinem Pferd zusammen bist lernt es etwas. Ob das etwas Gutes, oder etwas Schlechtes ist liegt ganz bei Dir.</strong></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Problem aus der Praxis:</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Sobald ich mein Pferd von der Koppel führe rennt es nur noch um mich herum und zieht zurück zur Koppel&#8220;</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die Lösung:</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Führe Dein Pferd an einem ausreichend langen Strick und nimm eine Gerte mit. Wenn es beim Wegführen von der Koppel wie oben beschrieben reagiert, geh mit ihm zurück zur Koppel. Vor dem Eingang lässt Du es nun am Strick um Dich herum laufen, ähnlich als wolltest Du es longieren. Bei Bedarf kannst Du mit der Gerte treiben. Es ist dabei nicht wichtig, dass ihr an der selben Stelle bleibt, lass Dein Pferd hindriften wo es mag, aber es muss weiter arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du wirst früher oder später merken, dass Dein Pferd weg vom Koppeleingang driftet. Dann hörst Du <strong>sofort</strong> auf es zu treiben und gehst mit ihm weg von der Koppel, in die Richtung, in die es von sich aus läuft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es ein paar Meter entfernt wieder anfängt zur Koppel zu ziehen macht ihr das Spielchen von vorne. Dann auch gerne an dieser Stelle &#8211; Du musst nicht den Weg zum Koppeltor zurück gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sinn dieser Sache ist es, Deinem Pferd den Platz am Koppeltor ungemütlich zu machen. Wenn es an diesem Platz ist muss es arbeiten. Wenn es von diesem Platz weggeht wird es in Ruhe gelassen und hat Pause. Die meisten Pferde lernen das sehr schnell.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist, dass Du nicht versuchst zu verhindern, dass Dein Pferd zur Koppel zurückzieht. Dein Pferd muss erst den &#8222;Fehler&#8220; machen, bevor Du etwas dagegen tun kannst. Ansonsten lernt es nichts. Genauso wichtig ist es auch, dass Du Dein Pferd komplett in Ruhe lässt, wenn es in die richtige Richtung geht. Kein Zupfen am Strick, kein Schnalzen, kein Treiben mit der Gerte.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Ein paar Worte zu Druck</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, mit diesem Vorgehen setzt Du Dein Pferd unter Druck. Auch ich möchte meinen Pferden so wenig Druck wie möglich machen, bin aber der Meinung, dass es in manchen Situationen nicht ohne geht. Ein nervöses, ängstliches Pferd wird sich nur in den seltensten Fällen durch Leckerlis und Belohnung beruhigen lassen. (Wenn jemand andere Erfahrungen und Tipps hat: immer her damit!)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Probleme von klebenden Pferden sind in der Regel menschengemacht. Das Pferd kann nichts dafür. Deshalb ist es wichtig, dass Du immer fair, ruhig und freundlich bleibst. Nichts was Du tust darf Bestrafung sein und niemals solltest Du aus einem Gefühl der Wut heraus reagieren.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Schrecktraining</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/" target="_blank" rel="noopener">Im zweiten Artikel der Serie geht es um das Schrecktraining.</a> Das ist einer der wichtigsten Punkte bei einem klebenden Pferd, den das Hauptproblem solcher Pferde ist Angst und Unsicherheit.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Arbeit im Roundpen &#8211; Hooking On</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-roundpen/" target="_blank" rel="noopener">Im dritten Artikel der Serie geht es um die Arbeit im Roundpen.</a> Das Pferd lernt im hier und jetzt zu sein und sich auf Dich zu konzentrieren. Klebenden Pferden fehlt meist der Fokus, sie sind sehr schnell abgelenkt und schaffen es nicht sich zu konzentrieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Arbeit im Sattel</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-reiten/" target="_blank" rel="noopener">Im vierten Artikel der Serie geht es um die Arbeit im Sattel.</a> Hier erkläre ich was ich tue, wenn mein Pferd in der Halle oder auf dem Platz immer zu den anderen Pferden hinzieht oder zu nahe an ihnen kleben bleibt. Dieses Vorgehen lässt sich auch auf einen Ausritt übertragen, bei dem man einen anderen Weg reiten möchte als der Mitreiter und die Pferde sich trennen müssen.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Artikel ist nun doch länger geworden als geplant. Wenn irgendetwas unklar ist und Du Fragen oder Anmerkungen hast schreib mir einfach in den Kommentaren! Ich lese und beantworte selbstverständlich alle!</strong><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/73c72a554eec4f5dbcd42f00d57e100c" alt="" width="1" height="1"></p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">Klebendes Pferd: Trainingsplan für Pferde mit &#8222;Trennungsangst&#8220; &#8211; Teil 1: Richtig Führen</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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		<title>So gewöhnst Du Dein Pferd an Fliegenspray! Oder: höre endlich auf Dein Pferd für&#8217;s Zappeln zu belohnen.</title>
		<link>https://herzenspferd.de/pferd-fliegenspray/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2015 10:47:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Clickertraining]]></category>
		<category><![CDATA[Desensibilisieren]]></category>
		<category><![CDATA[Fliegenspray]]></category>
		<category><![CDATA[Natural Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Schrecktraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich gestern morgen das Fenster geöffnet habe konnte ich es riechen. Der Frühling ist da. Das bedeutet warme Sonne, lange Ausritte und übermütige Pferde. Aber leider auch nervige Mücken und Bremsen. Damit der Sonntagsausritt nicht zur Tortur für Pferd und Reiter wird, muss bei vielen das Fliegenspray ran. Klingt einfach, ist in der Realität [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Als ich gestern morgen das Fenster geöffnet habe konnte ich es riechen. Der Frühling ist da.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet warme Sonne, lange Ausritte und übermütige Pferde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber leider auch nervige Mücken und Bremsen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit der Sonntagsausritt nicht zur Tortur für Pferd und Reiter wird, muss bei vielen das Fliegenspray ran. Klingt einfach, ist in der Realität aber für viele Reiter-Pferd-Paare mit großem Stress und Herumgezappel verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und genau das liegt meistens daran, dass die Reiter ihre Pferde unbewusst für&#8217;s Zappeln belohnen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit Dir das nicht passiert und Dein Pferd in Zukunft gelassen stehen bleibt, gibt es heute meine Anleitung zum Einsprühen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>So gewöhnst Du Dein Pferd an&#8217;s Einsprühen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. Nimm Dir eine leere Sprühflasche und fülle sie mit Wasser. Fliegenspray ist meistens ziemlich teuer, zum Üben ist Wasser besser geeignet.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Übe nicht mit einem festgebundenen Pferd, sondern geh mit ihm auf den Reitplatz oder in die Halle. Falls es sowas bei Dir nicht gibt, such Dir einem offenen Platz wo nichts ist, an dem Dein Pferd anstoßen oder sich verletzen könnte, wenn es ausweicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2. Wenn Du auf dem Platz bist, mach einmal kurz Pause. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Atme durch, entspanne Dich, gehe im Kopf durch was Du machen willst. Du hast keinen Zeitdruck und auch keinen Erfolgsdruck. Wenn es heute nicht klappt, klappt es morgen!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3. Halte in einer Hand den Strick, in der anderen die Sprühflasche. Zeig sie Deinem Pferd.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es jetzt schon Panik hat und davor zurückweicht ist das nicht schlimm. Lass es zurückweichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wichtig ist, dass Du die Flasche Deinem Pferd weiter vor die Nase hältst (berühre es nicht damit) und zwar so lange, wie es davor zurückweicht. </strong>Du musst es einfach aushalten und zulassen, dass Dein Pferd ausweicht. Bleibe ruhig und laufe ihm hinterher, versuche es nicht durch Ziehen am Strick anzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sobald es Anzeichen macht stehenzubleiben nimmst Du die Flasche sofort weg und drehst Dich zur Seite. Es ist wichtig, dass Du hier so schnell wie möglich reagierst.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit zeigst Du Deinem Pferd, dass es sich nicht durch zurückweichen entziehen kann, sondern nur seine Ruhe hat, wenn es ruhig stehenbleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du beim ersten Anzeichen von Zurückweichen sofort die Flasche wegnimmst, bringst Du Deinem Pferd nur bei, dass es so schnell wie möglich von der Flasche wegrennen soll – denn dann ist die böse Flasche ja sofort weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>4. Steht Dein Pferd und Du hast ihm etwas Zeit zur Entspannung gegeben, kannst Du ihm die Flasche wieder hinhalten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise weicht Dein Pferd wieder aus und Du musst das Gleiche tun wie in Punkt 2 beschrieben. Vielleicht streckt Dein Pferd jetzt aber auch seine Nase in Richtung Sprühflasche – dann lass es kurz riechen, nimm sie aber schnell wieder weg. Dein Pferd wird wahrscheinlich neugierig werden und auf Dich – und die Sprühflasche – zukommen. <strong>Dann kannst Du es loben und es streicheln.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>5. Genauso ist es mit dem Einsprühen: weicht Dein Pferd zur Seite aus wenn Du es einsprühst, musst Du so lange weitersprühen bis es stehenbleibt (auch wenn es nur eine Sekunde ist).</strong> Dann hörst Du <b>sofort</b> damit auf und gehst einen Schritt zurück. Das machst Du so lange, bis Dein Pferd ruhig stehenbleibt. Meistens geht das überraschend schnell.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>6. Wenn es mit dem Wasser gut klappt übe mit richtigem Fliegenspray.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann sein, dass Dein Pferd hier erst mal wieder ausweicht &#8211; der Geruch des Sprays ist für viele Pferd unangenehm. Aber wenn Du weiter übst sollte sich Dein Pferd schnell daran gewöhnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls wirklich gar nichts geht: geh ein Stückchen von Deinem Pferd weg und sprüh das Fliegenspray auf einen Lappen oder eine weiche Bürste. Damit kannst Du dann Dein Pferd einreiben, ohne dass es so viel Stress wie beim Sprühen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><b>Versuche nichts zu erzwingen. Du kennst Dein Pferd am besten. Wenn Du das Gefühl hast eine Übung bringt nichts oder macht das Problem schlimmer hör auf damit!</b></p>



<p class="wp-block-paragraph">Natural Horsemanship Trainer Warwick Schiller macht es genau so und erklärt die Vorgehensweise in diesem Video (auf Englisch):</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Alternative: Clickertraining</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie immer führt nicht nur ein Weg zum Ziel.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Vorgehensweise, die ich oben beschrieben habe, nicht funktioniert oder Dir nicht gefällt, kannst Du versuchen Deinem Pferd mithilfe von Clickertraining das Einsprühen schmackhaft zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du noch nie Geclickert hast gibt es bei Ponyliebe.com ein paar tolle <a href="http://ponyliebe.com/2014/12/13/grundlagen/" target="_blank" rel="noopener">Grundlagenartikel zum Thema.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Einsprühen mit Clickern zu erarbeiten bietet es sich an, zuerst das Pferd mit der Nase die Sprühflasche berühren zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1. Zuerst clickst Du, wenn die Nase in Richtung Sprühflasche geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2. Dann wird nur noch geclickt, wenn die Nase die Sprühflasche berührt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">3. Wenn das sitzt, kannst Du vom Pferd weg sprühen und clicken, wenn es ruhig stehen bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">4. Erst wenn es beim Sprühen weg vom Körper zuverlässig entspannt bleibt kannst Du anfangen auf den Körper zu sprühen. Bleibt es ruhig stehen wird geclickt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ein Schritt nicht funktioniert gehst Du wieder einen Schritt zurück. Lass Deinem Pferd genug Zeit zu verstehen was Du von ihm willst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier gibt es ein Video, in dem so ähnlich vorgegangen wird:</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Du machst mit dem Clickertraining also eigentlich etwas Ähnliches wie die erste Methode, die ich beschrieben habe. Der Unterschied liegt in der Belohnung. Bei der ersten Methode belohnst Du Dein Pferd indem Du den Druck (die Sprühflasche) wegnimmst. Bei der Clickermethode belohnst Du Dein Pferd mit dem Click, bzw. dem dazugehörigen Leckerli.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Pferd hat eine andere Persönlichkeit. Bei manchen funktioniert die erste Methode besser, bei anderen die Clickermethode. Und bei wieder anderen etwas ganz anderes. Deine Aufgabe ist es herauszufinden, wie <strong>Dein Pferd</strong> am Besten lernt und entsprechend zu handeln.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lässt sich Dein Pferd brav mit Fliegenspray einsprühen? Wie hast Du es ihm beigebracht?</strong></p>



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