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	<title>Gymnastizierung Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Gymnastizierung Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Dressur im Gelände &#8211; Einfache Trainingsideen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2022 15:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/dressur-gelaende/">Dressur im Gelände &#8211; Einfache Trainingsideen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Dressur und Gymnastizierung ist für jedes Pferd wichtig, das seine/n ReiterIn lange gesund tragen soll. Doch was tun, wenn man weder Halle noch Platz zur Verfügung hat? Die einfache Lösung: Dressurtraining im Gelände.<br>Welche vielfältigen Möglichkeiten es gibt, erzähle ich im Video (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach unter dem Video weiter!).</p>


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<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Kondition, Takt &amp; Losgelassenheit</strong></h2>



<p>Im Gelände kannst Du ganz wunderbar an der Kondition, dem Takt und der <a href="https://herzenspferd.de/losgelassenheit-pferd/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Losgelassenheit</a> Deines Pferdes arbeiten, indem Du es über eine längere Strecke traben oder galoppieren lässt (je nach Ausgangskondition, 2-3km oder mehr).</p>



<p>Wichtig ist hier, dass Du das Pferd zunächst möglichst wenig beeinflusst und auf den ersten 100-200 Metern seinen Takt und Tempo finden lässt. Wenn es ruhig und gleichmäßig läuft, kannst Du beginnen an seiner Haltung zu arbeiten und den Rahmen etwas zu verkürzen &#8211; aber ohne, dass Takt und Losgelassenheit verloren gehen!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Tempounterschiede reiten</strong></h2>



<p>Auch das Reiten von Tempounterschieden bzw. das Verlängern der Tritte bietet sich im Gelände an &#8211; viele Pferde sind hier auch etwas fleißiger als auf dem Platz oder in der Halle. So kannst Du auf geraden Strecken immer wieder Tempo zulegen oder daran arbeiten, dass die Schritte länger werden. Hierzu stelle ich mir immer vor, ich müsste schneller reiten, aber niemand soll es von außen sehen. Ich treibe also ganz dezent mit dem Ziel, dass mein Pferd größere, schwungvolle Schritte macht (und dadurch schneller wird). Merke ich, dass mein Pferd schneller wird, weil es kleinere, hektische Schritte macht, dann nehme ich das Tempo zurück, finde wieder einen gleichmäßigen, losgelassenen Takt mit guter <a href="https://herzenspferd.de/anlehnung-pferd-reiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anlehnung </a>und versuche es erneut.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Übergänge reiten</strong></h2>



<p>Im Gelände kommt man nicht drumherum immer wieder mal durchzuparieren: Man muss eine Straße kreuzen, es kommen Fußgänger oder das Pferd braucht eine Pause. Du kannst nun einerseits diese Übergänge ganz bewusst nutzen um zu trainieren, kannst aber natürlich auch einfach so Übergänge einbauen. Wichtig ist, dass Du jeden <a href="https://herzenspferd.de/uebergaenge-reiten-pferd/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Übergang</a> bewusst und auf den Punkt reitest, nur dann ist er wertvoll für&#8217;s Training, den <a href="https://herzenspferd.de/muskeln-aufbauen-pferd/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Muskelaufbau</a> und die <a href="https://herzenspferd.de/hinterhand-aktivieren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aktivierung der Hinterhand</a>.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Biegung und Stellung in den Kurven</strong></h2>



<p>Kurvige Wege und Abzweigungen können wunderbar genutzt werden um das Pferd zu <a href="https://herzenspferd.de/biegungen-reiten-zirkel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">stellen und zu biegen</a>. Wo Du auf dem Platz Zirkel und Volten reiten würdest um das Pferd zu gymnastizieren, kannst Du im Gelände die natürlichen Biegungen der Wege nutzen. Auf breiten Wegen können sogar Schlangenlinien geritten werden, wenn Du Dein Pferd intensiver gymnastizieren möchtest. </p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Seitengänge</strong></h2>



<p>Die Wegesränder bieten sich an um die Seitengänge zu üben: Du kannst z.B. Schulterherein entlang des Weges reiten oder Schenkelweichen von einem Wegesrand zum anderen und zurück.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Kreuzungen nutzen</strong></h2>



<p>Ist nicht viel Betrieb im Wald und Du läufst nicht Gefahr jemanden zu stören, kannst Du größere Kreuzungen dazu nutzen um Zirkel, Volten und Achten zu reiten.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>7. Rahmen wechseln</strong></h2>



<p>Bei jedem Training sollte immer wieder der Rahmen des Pferdes gewechselt werden (Enger Rahmen &#8211; Versammlung und Arbeit an der Tragekraft; weiter Rahmen &#8211; Dehnungshaltung und Arbeit an der Schubkraft). Das erlaubt es den Muskeln zu entspannen und verhindert Verkrampfungen. Dazu gehören auch regelmäßige Pausen im Schritt am langen Zügel.</p></div>
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		<title>Schulterherein reiten &#8211; So geht&#8217;s ganz einfach! [Video]</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Nov 2019 07:30:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
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		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Dressurreiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Schulterherein ist eine wichtige Übung um Dein Pferd ganz gezielt zu gymnastizieren, die Hinterhand zu kräftigen und an der Versammlung zu arbeiten. Auch die natürliche Schiefe kannst Du mit dem Schulterherein korrigieren. Wie das Schulterherein richtig geritten wird und Du das ganz easy lernen kannst, erfährst Du im Video.</p>
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<p>Das <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schulterherein</a> ist eine wichtige Übung um Dein Pferd ganz gezielt zu gymnastizieren, die Hinterhand zu kräftigen und an der Versammlung zu arbeiten. Auch die <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">natürliche Schiefe</a> kannst Du mit dem Schulterherein korrigieren. Wie das Schulterherein richtig geritten wird und Du das ganz easy lernen kannst, erfährst Du im Video.</p>



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		<title>Schenkelweichen reiten &#8211; So geht&#8217;s ganz einfach! [Video]</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Nov 2019 07:40:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Schenkelweichen ist eine grundlegende Lektion um das Pferd locker zu machen und an seinem Schenkelgehorsam zu arbeiten. Du als Reiter lernst außerdem, Deine Hilfen richtig abzustimmen und das Pferd einzurahmen. Wie das Schenkelweichen richtig geritten wird und Du das ganz easy lernen kannst, erfährst Du im Video.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/schenkelweichen-reiten/">Schenkelweichen reiten &#8211; So geht&#8217;s ganz einfach! [Video]</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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<p>Das Schenkelweichen ist eine grundlegende Lektion um das Pferd locker zu machen und an seinem Schenkelgehorsam zu arbeiten. Du als Reiter lernst außerdem, Deine Hilfen richtig abzustimmen und das Pferd einzurahmen. Wie das Schenkelweichen richtig geritten wird und Du das ganz easy lernen kannst, erfährst Du im Video.</p>



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		<title>Erste Schritte zur Arbeit am langen Zügel</title>
		<link>https://herzenspferd.de/arbeit-am-langen-zuegel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2017 15:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[APASSIONATA]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit am langen Zügel]]></category>
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		<category><![CDATA[Langzügelarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Laury Tisseur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Arbeit am langen Zügel ist eine tolle Möglichkeit das Pferd am Boden zu gymnastizieren und Lektionen zu verfeinern. Besonders für Reiter, die Schwierigkeiten im Sattel haben oder Pferde, die nicht geritten werden können, bietet sich die Langzügelarbeit an. Vor ein paar Wochen war ich in der neuen APASSIONATA-Show &#8222;Cinema of Dreams&#8220; (meine Meinung dazu [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Arbeit am langen Zügel ist eine tolle Möglichkeit das Pferd am Boden zu gymnastizieren und Lektionen zu verfeinern. Besonders für Reiter, die Schwierigkeiten im Sattel haben oder Pferde, die nicht geritten werden können, bietet sich die Langzügelarbeit an.</p>



<p>Vor ein paar Wochen war ich in der neuen <a href="http://www.apassionata.com/cinema-of-dreams/?utm_source=Herzenspferd&amp;utm_campaign=apa_14%20national&amp;utm_medium=Advertorial" target="_blank" rel="nofollow noopener">APASSIONATA-Show &#8222;Cinema of Dreams&#8220;</a> (<a href="https://herzenspferd.de/apassionata-blick-hinter-kulissen/" target="_blank" rel="noopener">meine Meinung dazu findest Du hier</a>) und war beeindruckt von Laury, der nicht nur Ungarische Post reitet, sondern dabei sogar noch 4 Pferde an Fahrleinen vor sich herführt. Das hat mich auf die Idee gebracht, diesen Artikel über die ersten Schritte in der Arbeit am langen Zügel zu schreiben (Langzügelarbeit ist natürlich nicht mit Fahren vom Boden gleichzusetzen, die Übergänge können aber fließend sein)</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter wp-image-3763 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="399" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/APASSIONATA-Cinema-of-Dreams-Ungarische-Post-am-langen-Zuegel.jpg" alt="Laury reitet ungarische Post auf zwei Cremellos. Vor sich führt er vier Pferde an Fahrleinen, die paarweise über unterschiedliche Hindernisse springen." class="wp-image-3763" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/APASSIONATA-Cinema-of-Dreams-Ungarische-Post-am-langen-Zuegel.jpg 600w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/APASSIONATA-Cinema-of-Dreams-Ungarische-Post-am-langen-Zuegel-300x200.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/APASSIONATA-Cinema-of-Dreams-Ungarische-Post-am-langen-Zuegel-400x266.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">(c) APASSIONATA</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Vorteile der Arbeit am langen Zügel</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Muskelaufbau: </strong>Bei einem jungen Pferd oder nach einer längeren Pause muss das Pferd erst wieder Muskulatur aufbauen, um das Reitergewicht tragen zu können. Das geht am Besten vom Boden aus. Belastet man das Pferd zu früh, entstehen schnell Verspannungen und daraus folgende Probleme.</li>



<li><strong>Gymnastizierung: </strong>Jedes Pferd besitzt eine <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener">natürliche Schiefe</a>. Damit es lange gesund gehalten und geritten werden kann, muss es geradegerichtet werden. Zur Geraderichtung eignen sich unter anderem besonders die Seitengänge. Aber gerade hier haben viele Reiter Probleme bei der Ausführung im Sattel, dehalb bietet es sich an, diese Übungen zunächst am Boden durchzuführen.</li>



<li><strong>Gleichgewicht: </strong>Muskelaufbau und Gymnastizierung führen zwangsläufig zu einem besseren Gleichgewicht des Pferdes. Es lernt sich durch die verschiedenen Übungen besser auszubalancieren, was ihm später auch unter dem Sattel zu Gute kommt.<strong><br></strong></li>



<li><strong>Losgelassenheit: </strong>Die Losgelassenheit ist essentiell für ein gesundes Pferd und einen guten, <a href="https://herzenspferd.de/bemuskelung-pferd-training/" target="_blank" rel="noopener">korrekten Muskelaufbau</a>. Oft wird das Pferd jedoch vom Reiter und seinen Sitzproblemen in seiner Losgelassenheit gestört. Auch hier bietet sich die Arbeit am Boden an.</li>



<li><strong>Fehlerquelle Mensch: </strong>Der Mensch im Sattel kann nie nicht kommunizieren &#8211; sind die Gewichtshilfen korrekt und schwingt er geschmeidig mit dem Pferd mit? Bei vielen Reitern ist das nicht der Fall und sie geben ihrem Pferd wiedersprüchliche Signale oder behindern es sogar. Diese &#8222;Fehlerquelle Mensch&#8220; wird am Boden reduziert. Natürlich kannst Du immer noch Einiges falsch machen, aber zumindest die Sitzprobleme fallen weg.</li>



<li><strong>Du siehst das Pferd:</strong> Am Boden siehst Du sehr viel mehr von Deinem Pferd und seinen Bewegungen, als vom Sattel aus. Es fällt somit leichter Fehler zu erkennen und zu korrigieren.</li>



<li><strong>Schwere Lektionen sind leichter zu erarbeiten: </strong>Vom Boden aus siehst Du, wie bereits erwähnt, die Fehler besser und kannst sie leichter korrigieren. Dein Pferd kann sich in neuen Lektionen nur auf sich konzentrieren und muss nicht noch den Reiter mit ausbalancieren.</li>



<li><strong>Tolle Alternative für Pferde, die nicht geritten werden können</strong> (zum Beispiel <a href="https://www.team-shettysport.com/2016/08/31/shettys-am-langen-z%C3%BCgel/" target="_blank" rel="noopener">Shettys</a>, ältere oder rekonvaleszente Pferde)</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das braucht Du für die Arbeit am langen Zügel</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Langzügel </strong>(Länge: etwa 2xPferdelänge + 1,50m)<strong><br></strong></li>



<li><strong><a href="https://shop.pferdefluesterei.de/products/shape-it-cavesson-von-barefoot?ref=5" target="_blank" rel="nofollow noopener">Kappzaum</a>* oder Trense</strong></li>



<li><strong>Optional: Streichkappen, Gerte</strong></li>



<li><strong>Eine gute Beziehung zum Pferd: </strong>Bei der Arbeit am langen Zügel stehst Du dicht (schräg) hinter dem Pferd. In dieser Position bist Du sehr verwundbar, es ist also essentiell, dass Du eine gute Beziehung zu Deinem Pferd hast und Dir sicher sein kannst, dass es keinesfalls nach Dir ausschlägt. Die Langzügelarbeit eignet sich also eher für eingespielte Mensch-Pferd-Paare, bzw. für brave Pferde!<strong><br></strong></li>



<li><strong>Zeit und </strong><strong>Geduld: </strong>Weder wir noch unsere Pferde sind perfekt. Es ist völlig in Ordnung, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt. Vor allem wenn Dein Pferd die neue &#8222;Führposition&#8220; noch nicht kennt, kann es etwas Zeit brauchen bis es versteht, was von ihm verlangt wird. Diese Zeit solltest Du ihm unbedingt zugestehen.</li>



<li><strong>Ruhe: </strong>Bist Du hektisch und gestresst, wird sich das auf Dein Pferd übertragen. Baue lieber viele Pausen ein und steigere Dich in kleinen Schritten, anstatt euch zu überfordern.<strong><br></strong></li>



<li><strong>Unterricht:</strong> Wenn Du die Arbeit am langen Zügel ernsthaft in Dein Training einbauen willst, wirst Du &#8211; wie immer! &#8211; um Unterricht nicht herumkommen. Es ist unersetzlich jemanden vor Ort zu haben, der einen anleitet und Fehler individuell korrigiert.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Erste Schritte und Übungen am langen Zügel</strong></h2>



<p>Beim Training am langen Zügel gibt es einige Dinge zu beachten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Am Besten ist das Pferd schon mit der Arbeit an der Hand vertraut. Es sollte die Signale zum Antreten, Stehen bleiben und für Gangwechsel kennen und sich stellen und biegen lassen. Außerdem sollte es keine Angst vor den Zügeln an seinem Körper oder der Gerte haben, falls Du eine einsetzt</li>



<li>Verlange nicht zu viel auf einmal. Manche der Übungen sind für das Pferd sehr anstrengend, gebe Dich lieber mit einigen wenigen guten Tritten zufrieden, als es zu übertreiben und Fehler entstehen zu lassen. Lobe viel und mach Pausen als Belohnung zwischendurch.</li>



<li>Ziehe niemals am Kopf des Pferdes. Zug am Kopf veranlasst das Pferd dazu gegenzuhalten und sich anzuspannen – lockeres und gesundes Laufen ist dann nicht mehr möglich. Stattdessen solltest Du sanft und impulsartig einwirken und die Zügel niemals ruckartig einsetzen. Das geht nur, wenn Du auch zu Fuß mit Deinem Pferd mithalten kannst! Bist Du immer zu langsam und ziehst dadurch am Zügel, ist die Langzügelarbeit vielleicht (erst mal) nichts für euch. Arbeite dann zunächst an Deiner Kondition und der Versammlungsfähigkeit Deines Pferdes (z.B. mit klassischer Handarbeit).</li>



<li>Versuche Deine Hilfen so fein wie möglich zu geben. Oft geben wir die Hilfen schon von Anfang an stärker als wir eigentlich müssten – teste wie fein und „leise“ Deine Hilfen werden können.</li>



<li>Bewege Dich selbst locker und gleichmäßig, vergesse nicht zu Atmen. Jede Anspannung von Dir überträgt sich auf Dein Pferd.</li>



<li>Mach Dir einen Plan davon, was Du üben möchtest und visualisiere jede Übung vorher. Du stellst Dir also vor, welche Hilfen Du geben musst und wie die Übung aussieht.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Deine Grundposition</strong></h3>



<p>Die Zügel hälst Du genau wie beim Reiten in beiden Händen. Du läufst schräg neben dem Pferd auf Höhe des Schweifs oder hinter ihm (so, dass Du laufen kannst, ohne ihm in die Beine zu treten), eine Hand befindet sich rechts neben der Schweifrübe, die andere Hand links davon. Die Handpositionen können sich je nach Lektion verändern, die innere Hand kannst Du zum Beispiel bei Biegungen richtungsweisend nach innen führen.</p>



<p><strong>Hier zeigt sich noch einmal deutlich, wie wichtig eine gute Beziehung zum Pferd ist! In diese Position sollte man sich nur begeben, wenn sichergestellt ist, dass das Pferd nicht nach einem ausschlägt! </strong></p>



<p>Möchtest Du die Hand wechseln, macht Du einen Schritt hinter dem Pferd vorbei zur anderen Seite. Achte darauf, dass Du dabei einen Ticken schneller gehst, damit Du nicht hinter dem Pferd zurückbleibst.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Schritt-Halt-Übergänge</strong></h3>



<p>Damit sich Dein Pferd an die neue Führposition gewöhnt und Du überprüfen kannst, ob Du mit Deinen Hilfen durchkommst, kannst Du anfangs einige Übergänge vom Schritt zum Halt und umgekehrt einbauen. Besonders Stimmkommandos zum Antreten und Anhalten haben sich hier bewährt &#8211; die sollte Dein Pferd aber schon vorher kennen. Dazwischen kannst Du ganze Bahn laufen und gerne ausprobieren, ob Du einen Zirkel oder eine einfache Schlangenlinie hinbekommst.</p>



<p>Ist Deine Position hinten zu ungewohnt für Dein Pferd und es will z.B. nicht loslaufen, kannst Du erst mal auf Schulterhöhe mitlaufen und Dich dann nach und nach (eventuell über mehrere Trainingseinheiten hinweg) immer mehr nach hinten bewegen. Hier hilft es ungemein, wenn Dein Pferd gut auf Deine Stimmkommandos reagiert.</p>



<p>Am Anfang geht es erst einmal darum, dass Du und Dein Pferd euch an die Situation und an eure neuen Positionen gewöhnt. Bleib entspannt, lobe viel und mach Dir nichts draus, wenn nicht alles sofort klappt. Es ist schon klasse, wenn ihr es schafft euer Tempo aufeinander abzustimmen &#8211; das ist nicht zu unterschätzen!</p>



<p>Übertreibe es am Anfang nicht, sondern höre frühzeitig und mit einem positiven Abschluss auf.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Schritt in Stellung und Biegung / Volten</strong></h3>



<p>Damit Dein Pferd gesund und in Balance auf einer Kreislinie laufen kann, muss es sich biegen. Biegung erreicht man aber nur, wenn das Pferd seinen Kopf stellt. Du musst Deinem Pferd also zuerst die Stellung beibringen, dann kommt die Biegung. <a href="https://360gradpferd.de/stellung-und-biegung/" target="_blank" rel="noopener">Mehr zur Theorie hinter Stellung und Biegung kannst Du hier nachlesen.</a></p>



<p><strong>Um die Stellung zu erarbeiten gehe ich so vor:</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Zuerst übe ich das Stellen im Stand (auf beiden Seiten). Dazu stehe ich neben dem Pferdekopf, ein Zügel ist in den mittleren Ring des <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/products/shape-it-cavesson-von-barefoot?ref=5" target="_blank" rel="nofollow noopener">Kappzaums</a>* eingehakt. </li>



<li>Mit leichtem Zupfen versuche ich das Pferd dazu zu animieren, seinen Kopf ein wenig in meine Richtung zu drehen. <strong>Für eine korrekte Stellung muss das gar nicht viel sein.</strong> Wenn Du auf das äußere Ohr schaust und es etwas weiter vorne ist als das innere Ohr, reicht das schon. Wichtig ist, dass Dein Pferd sich nicht verwirft – das erkennst Du z.B. daran, dass es seinen Kopf schräg hält (und vielleicht nur das Maul in Deine Richtung bewegt) oder seinen Hals nicht biegt.</li>



<li>Stellt sich das Pferd auch nur ansatzweise höre ich auf und lobe.</li>



<li>Der nächste Schritt ist dann, dass das Pferd ein paar Augenblicke in Stellung bleibt. Auch hier darf nichts durch Ziehen erzwungen werden! Schafft es das, lobe ich und beende die Übung.</li>
</ol>



<p><strong>Schritt in Stellung und Biegung:</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Klappt das Stellen im Stand auf beiden Seiten problemlos, kannst Du mit dem Schritt in Stellung beginnen. Das Prinzip bleibt das Gleiche, nur, dass Du und Dein Pferd euch nun zusätzlich bewegt. Am einfachsten kannst Du das auf einer großen Volte üben, indem Du das Pferd immer wieder auf der gebogenen Linie stellst. Wenn Du Probleme damit hast, Dein Pferd auf einen gleichmäßigen Kreis zu dirigieren, kannst Du Hütchen oder Dualgassen zur Orientierung aufstellen – das hilft nicht nur Deinem Pferd (vor allem wenn es dazu neigt nach innen zu drängeln), sondern auch Dir. Die Biegung kommt dann auf der Kreislinie mit der Zeit von selbst.</li>



<li>Achte immer darauf, dass Dein Pferd sich locker und gleichmäßig bewegt. Fängt es an sich zu verspannen kann es auch nicht im Genick locker bleiben. Baue deshalb viele Pausen ein, in denen Dein Pferd sich “lang” machen darf und übe nicht zu lange. Auch für Dich selbst sind anfangs viele Pausen von Vorteil, da Du das Mitlaufen im Sand vermutlich anstrengend finden wirst. Auch Du musst locker bleiben, mit verspannten und angestrengten Armen kannst Du keine feinen Zügelhilfen geben!</li>
</ol>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Das Kleeblatt</strong></h3>



<p>Eine weitere schöne &#8211; aber schon anspruchsvollere &#8211; Übung zur Stellung und Biegung und zur Gymnastizierung ist das Kleeblatt. Dazu stelltst Du vier Hütchen auf und dirigierst Dein Pferd wie im Bild eingezeichnet hindurch. Auf den geraden Linien darf Dein Pferd gerade, ohne Stellung und Biegung, laufen – das sind dann Mini-Pausen.</p>



<p>Fällt Dein Pferd auf die innere Schulter, bewegst Du Dich zu seinem äußeren Hinterbein: der innere Zügel liegt dann am Pferd an und wirkt wie ein begrenzender Schenkel.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="313" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kleeblatt-1.jpg" alt="Kleeblatt Bahnfigur" class="wp-image-3215" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kleeblatt-1.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kleeblatt-1-288x300.jpg 288w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">&nbsp;</h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Dieser Artikel ist gesponsort von <a href="http://www.apassionata.com/cinema-of-dreams/?utm_source=Herzenspferd&amp;utm_campaign=apa_14%20national&amp;utm_medium=Advertorial" target="_blank" rel="nofollow noopener">APASSIONATA</a> (ist aber inhaltlich natürlich ganz von mir)</strong></h4>



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		<title>Renvers am Boden &#8211; so geht&#8217;s!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2017 17:11:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Dressur]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnastizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Renvers]]></category>
		<category><![CDATA[Schulterherein]]></category>
		<category><![CDATA[Seitengänge]]></category>
		<category><![CDATA[Travers]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Renvers ist neben dem Travers und dem Schulterherein eine der grundlegenden Übungen wenn Du Dein Pferd gymnastizieren willst. Weil das Erarbeiten dieser Übung im Sattel für viele Reiter eine Herausforderung ist, bietet es sich an, das Renvers erst mal vom Boden aus zu üben. Du siehst am Boden genau, was Dein Pferd tut und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Renvers ist neben dem <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/" target="_blank" rel="noopener">Travers</a> und dem <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/">Schulterherein</a> eine der <a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/">grundlegenden Übungen</a> wenn Du Dein Pferd gymnastizieren willst.</p>



<p>Weil das Erarbeiten dieser Übung im Sattel für viele Reiter eine Herausforderung ist, bietet es sich an, das Renvers erst mal vom Boden aus zu üben. Du siehst am Boden genau, was Dein Pferd tut und kannst es besser korrigieren und Dein Pferd muss nicht noch zusätzlich zur neuen Bewegung Dich auf seinem Rücken ausbalancieren. Auch für die Gymnastizierung von Pferden, die nicht geritten werden (können), ist die Bodenarbeit eine wichtige Möglichkeit der Gesunderhaltung.</p>



<p>Deshalb dreht sich in diesem Artikel alles um das Renvers vom Boden.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kurz: Was ist Renvers und was bewirkt es</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="278" height="400" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/Renvers-1.jpg" alt="Zeichnung eines Pferdes im Renvers" class="wp-image-3790" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/Renvers-1.jpg 278w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/Renvers-1-209x300.jpg 209w" sizes="(max-width: 278px) 100vw, 278px" /></figure>



<p>Beim Renvers läuft das Pferd auf zwei Hufschlägen: die Vorhand auf dem dritten oder vierten Hufschlag, die Hinterhand auf dem Ersten. Dabei ist es in Bewegungsrichtung gestellt und gebogen. Es ist also die spiegelverkehrte (Konter-)Übung zum <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/" target="_blank" rel="noopener">Travers</a>.</p>



<p>Das äußere Hinterbein (das ist das Bein auf der Seite des Pferdes, von der es weggebogen ist. Auf der rechten Hand also das linke Bein) soll vermehrt in Richtung des Schwerpunkts des Pferdes treten und somit mehr Gewicht aufnehmen. Dies trainiert die Tragkraft und somit die <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Versammlungsfähigkeit</a> des Pferdes. Zusätzlich wird seine äußere Körperseite gedehnt.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Renvers &#8211; Schritt für Schritt Anleitung</strong></h2>



<p>Wenn Du mit Deinem Pferd das Renvers üben möchtest, kannst Du das mit einem gut passenden <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/products/shape-it-cavesson-von-barefoot?ref=5" target="_blank" rel="nofollow noopener">Kappzaum</a>* oder einer Trense tun. Zusätzlich brauchst Du eine Gerte als Verlängerung deines Arms, um die Hinterhand gezielt ansprechen zu können.</p>



<p>Es gibt zwei Möglichkeiten das Renvers zu erarbeiten: aus dem <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener">Schulterherein</a> oder aus einer Vorhandwendung heraus. Welche der beiden Möglichkeiten besser funktioniert, ist von Pferd zu Pferd verschieden und muss ausprobiert werden.</p>



<p><strong>Wichtig bei beiden Möglichkeiten:</strong> hab Geduld mit Deinem Pferd und Dir selbst! Ihr macht etwas für euch beide Neues und müsst erst einmal lernen, euch zu koordinieren. Die Übung ist also nicht nur körperlich anstrengend, sondern erfordert auch viel Konzentration. Baue deshalb genug Pausen ein und mache die Trainingseinheiten nicht zu lange. Wenn es nicht klappt und ihr euch festfahrt, breche die Übung ab, gehe eine entspannte Runde geradeaus und versuche es noch einmal.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Deine Position</strong></h3>



<p>Bei der Handarbeit gibt es verschiedene Möglichkeiten der Positionierung zum Pferd befindet. Ich beschreibe hier die, die ich auch benutze, aus dem einfachen Grund, dass ich mich mit der Hilfengebung in dieser Position besser auskenne. Nehmen wir an, Du bewegst Dich linker Hand mit Deinem Pferd:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Je nachdem wie lang Dein Arm und der Hals Deines Pferdes ist, kannst Du mit Deiner linken Hand entweder in den Gebissring/an den Kappzaum fassen oder den Zügel auf dieser Seite möglichst nah am Pferdemaul greifen. Den äußeren Zügel legst Du über den Widerrist Deines Pferdes und hältst ihn in der rechten Hand. Dort hältst Du auch die Gerte.</li>



<li>Laufe auf Schulterhöhe Deines Pferdes. Dein Oberkörper ist leicht zum Pferd gedreht und die Gerte zeigt waagerecht nach hinten zur Hinterhand oder schräg nach unten, wenn Du sie gerade nicht brauchst. Du rahmst also Dein Pferd zwischen Deiner linken Hand und der rechten Hand mit der Gerte ein. Achte darauf, dass Du weiter <strong>geradeaus</strong> läufst und Deine Beine nicht seitwärts überkreuzt.</li>



<li>Es ist wichtig, dass Du auf Schulterhöhe bleibst und nicht zu weit vor das Pferd kommst, da Deine Körpersprache sonst bremsend auf es wirkt.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Renvers aus dem Schulterherein</strong></h3>



<p>Dazu kannst Du das Pferd zum Beispiel im Schulterhein anhalten (und es in der Haltung stehen lassen) oder es aus einem sehr langsamen Schulterherein heraus versuchen. Um zum Renvers zu kommen musst Du dann &#8222;nur&#8220; behutsam die Stellung und Biegung des Pferdes ändern.</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Halte Dein Pferd im Schulterherein an oder verlangsame es so weit wie möglich. Stelle es nun mit vorsichtigen <a href="https://herzenspferd.de/ganze-parade-reiten/" target="_blank" rel="noopener">halben Paraden</a> am äußeren Zügel (er wird dann zum neuen inneren Zügel) so um, dass es von Dir weg schaut. Du solltest auf keinen Fall an seinem Kopf ziehen, dadurch verwirft sich Dein Pferd schnell im Genick und reagiert auf Deinen Druck mit Gegendruck. Der im Schulterherein äußere Zügel wird nun zum inneren Zügel, der das Pferd stellt. Der neue äußere Zügel wirkt verwahrend.</li>



<li>Achte darauf, dass Dein Pferd sich gleichmäßig duch seinen Körper biegt und nicht nur den Hals herumnimmt &#8211; seine innere Hüfte muss nach vorne kommen.</li>



<li>Treibe nun Dein Pferd an. Mit der Gerte solltest Du das äußere Hinterbein in dem Moment touchieren, in dem es abfußt. Dies signalisiert Deinem Pferd, dass es mit dem Hinterbein weiter untertreten soll.</li>



<li>Achte darauf, dass die Kruppe des Pferdes nicht zu weit nach vorne kommt. Um das Ausfallen über die äußere Schulter zu verhindern setzt Du den äußeren Zügel verwahrend ein.</li>



<li>Halte ein gleichmäßiges, nicht zu schnelles, nicht zu langsames Tempo – lieber wenige, gute und bewusste Tritte, als viele schnelle. Je nach Ausbildungsstand des Pferdes reichen schon ein paar Tritte im Renvers oder Du kannst eine ganze lange Seite ablaufen. Renvers lässt sich auch auf der Diagonalen oder auf einem Zirkel üben.</li>
</ol>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Renvers aus der Vorhandwendung</strong></h3>



<ol class="wp-block-list">
<li>Stelle und biege Dein Pferd nach innen und lasse seine Hinterhand um die Vorhand weichen. Dazu tippst Du es mit der Gerte leicht an der Stelle an, an der Dein Schenkel liegen würde, wenn Du im Sattel säßest &#8211; also eine Handbreit hinter dem Sattelgurt. Der äußere Zügel sollte eine weiche Verbindung zum Pferdemaul haben und sorgt dafür, dass es mit den Vorderbeinen stehen bleibt.</li>



<li>Wenn das gut klappt, versuchst Du das Gleiche noch einmal &#8211; nur dass Du nun das Pferd nicht stellst, sondern es weiter geradeaus schauen soll. Um zu verhindern, dass es sich nach innen stellt, setzt Du den äußeren Zügel (sanft!) ein. Du kannst auch Deine Hand am Kopf des Pferdes einsetzen, um sicherzustellen, dass es gerade bleibt.</li>



<li>Funktioniert auch das problemlos, führst Du Dein Pferd auf einer Volte und stellst es mit Hilfe des äußeren Zügels (der dann zum inneren Zügel wird &#8211; innen ist in dem Fall immer da, wohin sich das Pferd biegt) von Dir weg. Gleichzeitig gibst Du, wie in den Schritten vorher, die Gertenhilfe zum Weichen der Hinterhand. Im Gegensatz zu den Schritten vorher, bewegt sich die Vorhand nun auch auf einem Kreis, während die Hinterhand einen etwas größeren Kreis beschreibt. Dein Pferd geht Renvers auf einer Volte.</li>



<li>Ist das Renvers auf der Volte kein Problem mehr, kannst Du Dein Pferd über eine solche &#8222;Renvers-Volte&#8220; zur Bande führen. Dort kommt es dann mit der Hinterhand auf dem ersten Hufschlag und mit der Vorhand auf dem dritten oder vierten Hufschlag an. Laufe nun geradeaus und achte darauf, dass Dein Pferd Dich nicht mit seiner Schulter wegschiebt (immerhin hat es vielleicht noch im Kopf, dass es eine Volte gehen soll). Mit der Gerte sorgst Du dafür, dass die Hinterhand weiter mitkommt.</li>
</ol>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="445" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/Renvers-aus-Volte-1.jpg" alt="Zeichnung des Übergangs aus der Renvers-Volte zum Renvers geradeaus" class="wp-image-3791" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/Renvers-aus-Volte-1.jpg 500w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/Renvers-aus-Volte-1-300x267.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/Renvers-aus-Volte-1-400x356.jpg 400w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Das Renvers vom Boden aus ist etwas anspruchsvoller als das Schulterherein. Deshalb ist es wichtig, dass Dein Pferd das Schulterherein problemlos kann, bevor Du mit dem Renvers beginnst. Trotzdem sollte es Dich nicht abschrecken das Renvers zu üben: abwechselnd mit <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener">Schulterherein</a> und <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/" target="_blank" rel="noopener">Travers</a> ist es eine großartige Kombination um Dein Pferd zu gymnastizieren, es geschmeidiger und lockerer zu machen und an der Versammlung zu arbeiten.</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Bei den Pferdefreunden gibt es Ideen für den</span> <a href="https://360gradpferd.de/seitengaenge-reiten/" target="_blank" rel="noopener">Trainingsaufbau mit Seitengängen</a>.</p>



<p>Wie immer gehört natürlich auch hier etwas Übung dazu und man sollte sich die ersten paar Male von einem Trainer oder einer erfahrenen Stallkollegin korrigieren lassen. Dieser Artikel ersetzt keinen Unterricht mit einem ausgebildeten Trainer vor Ort. Am Besten suchst Du Dir einen guten Reitlehrer, der Dich unterstützt!</p>



<p>Du willst noch mehr über Boden- und Handarbeit lernen? Dann kann ich Dir <a href="https://www.amazon.de/Gymnastizierende-Arbeit-Hand-Losgelassenheit-Selbstvertrauen/dp/3861274493/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;qid=1471463093&amp;sr=8-1&amp;keywords=handarbeit+pferd&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=365f2b43e435961faa8777c8eae0073d" target="_blank" rel="nofollow noopener">dieses Buch</a>* empfehlen:<br><a href="https://www.amazon.de/Gymnastizierende-Arbeit-Hand-Losgelassenheit-Selbstvertrauen/dp/3861274493/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;qid=1471463093&amp;sr=8-1&amp;keywords=handarbeit+pferd&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=365f2b43e435961faa8777c8eae0073d" target="_blank" rel="nofollow noopener"><img decoding="async" data-jpibfi-post-excerpt="" data-jpibfi-post-url="https://herzenspferd.de/alternativen-zum-reiten-bodenarbeit/" data-jpibfi-post-title="Alternativen zum Reiten: 12 Dinge, die Du mit Deinem Pferd vom Boden aus machen kannst!" border="0" class="td-animation-stack-type0-2" src="http://ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3861274493&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=twoheartsones-21"></a></p>



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		<title>Kruppeherein / Travers am Boden – so geht’s!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2016 17:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Dressur]]></category>
		<category><![CDATA[Geraderichten]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnastizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kruppeherein]]></category>
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		<category><![CDATA[Travers]]></category>
		<category><![CDATA[Versammlung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Kruppeherein oder Travers ist neben dem Schulterherein eine der grundlegenden Übungen wenn Du Dein Pferd gymnastizieren willst. Für viele Reiter ist das Kruppeherein aber gar nicht so einfach zu reiten: man muss die korrekten Hilfen im Kopf haben und auch umsetzen, seinen eigenen Körper und den des Pferdes koordinieren und schnell korrigierend einwirken können. [&#8230;]</p>
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<p>Das Kruppeherein oder Travers ist neben dem <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/">Schulterherein</a> eine der <a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/">grundlegenden Übungen</a> wenn Du Dein Pferd gymnastizieren willst.</p>



<p>Für viele Reiter ist das Kruppeherein aber gar nicht so einfach zu reiten: man muss die korrekten Hilfen im Kopf haben und auch umsetzen, seinen eigenen Körper und den des Pferdes koordinieren und schnell korrigierend einwirken können. Und auf dem Pferd sieht man nicht, ob alles korrekt ausgeführt wird, man muss es fühlen. Hat man keinen Trainer oder eine Stallkollegin zur Hilfe wird die eigene Fehlerkorrektur sehr schwer.</p>



<p>Deshalb erkläre ich heute, wie man das Kruppeherein vom Boden aus üben kann.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kurz: Was ist Kruppeherein und was bewirkt es</strong></h2>



<p>Beim Kruppeherein ist das Pferd <strong>in die Bewegungsrichtung gebogen.</strong> Im Gegensatz zum Schulterherein bleibt die Vorhand auf dem Hufschlag, während die Hinterhand nach innen kommt (siehe Bild). Es läuft auf drei beziehungsweise auf vier Hufschlägen seitwärts-vorwärts.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="351" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Draufsicht1-1.jpg" alt="Kruppeherein auf 3 Hufschlägen" class="wp-image-3241" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Draufsicht1-1.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Draufsicht1-1-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="351" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-4-Hufschlaege-Draufsicht.jpg" alt="Kruppeherein auf 4 Hufschlägen" class="wp-image-3239" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-4-Hufschlaege-Draufsicht.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-4-Hufschlaege-Draufsicht-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure>



<p>Schaut man sich das Pferd von hinten an sieht man entweder drei oder alle vier Beine. Will man das Kruppeherein auf drei Hufschlägen üben, muss das Pferd mehr gebogen und weniger abgestellt werden.</p>



<p>Durch die Biegung des Pferdes überkreuzt es die Hinterbeine. Das bewirkt, dass das äußere Hinterbein mehr unter den Schwerpunkt tritt und das Pferd sich somit mehr <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/">versammelt</a>. <strong>Es wird mehr Gewicht von der Hinterhand aufgenommen, die äußere Seite wird gedehnt und die innere Schulter wird freier und lockert sich.</strong></p>



<p>Das Kruppeherein ist also versammelnd und lockernd. Je nach <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/">natürlicher Schiefe</a> des Pferdes kann man es gut zur Geraderichtung und Dehnung der Muskulatur einsetzen.</p>



<p><strong>Die Basis für das Kruppeherein ist, dass das Pferd bereits ein gutes <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/">Schulterherein</a> gehen kann.</strong></p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Die Pferdefreunde erklären sehr anschaulich, <a href="https://360gradpferd.de/vom-schulterherein-zum-kruppeherein/">was das Kruppeherein ist und wie Du es reitest.</a></span></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Vorteile des Kruppehereins vom Boden</strong></h2>



<p>Wie fast alle Übungen lässt sich das Kruppeherein hervorragend vom Boden aus vorbereiten und üben. Es hat dadurch eine genauso positive Wirkung, wie wenn man es vom Sattel aus reitet und zusätzlich gibt es noch ein paar Vorteile:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Man kann sich mehr auf das Pferd konzentrieren und ist nicht mit dem eigenen Sitz beschäftigt</li>



<li>Junge oder unerfahrene Pferde können am Boden lernen, was der Mensch von ihnen möchte ohne, dass sie zusätzlich sein Gewicht ausbalancieren müssen</li>



<li>Bei untrainierten Pferden kann so sanft <a href="https://herzenspferd.de/pferd-muskelaufbau/">Muskulatur aufgebaut</a> und gedehnt werden<br>Vor allem ungeübtere Reiter sehen Fehler besser und können schneller darauf reagieren als im Sattel</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Hilfen beim Kruppeherein vom Boden</strong></h2>



<p>Wenn Du mit Deinem Pferd das Kruppeherein üben möchtest, solltest Du das idealerweise mit einem gut passenden Kappzaum tun. Zur Not geht es auch mit Halfter. Auch mit Trense kann man es üben, dann sehen die Hilfen aber ein wenig anders aus als die, die ich hier erkläre.</p>



<p>Zusätzlich brauchst Du eine Gerte als Verlängerung deines Arms, um die Hinterhand gezielt ansprechen zu können.</p>



<p>Als erstes solltest Du entscheiden, ob Du das Kruppeherein auf drei oder vier Hufschlägen üben möchtest. Bei drei Hufschlägen muss sich das Pferd mehr biegen, gerade jüngeren oder sehr steifen Pferden fällt es oft leichter erst mal auf vier Hufschlägen zu laufen. Je nachdem wie Du Dich entscheidest musst Du Dein Pferd mehr oder weniger abstellen (siehe Bilder oben).</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Mehr zu Stellung und Biegung kannst Du <a href="https://360gradpferd.de/stellung-und-biegung/">hier</a> nachlesen.</span></p>



<p><strong>Man kann das Kruppeherein auf zwei verschiedene Arten angehen: entweder, man läuft auf der Innenseite des Pferdes oder auf der Außenseite (siehe Bilder). </strong>Wenn es auf die eine Art nicht gut klappt, kann man es auf die Andere versuchen &#8211; jedes Pferd-Mensch-Paar hat andere Vorlieben.<strong><br></strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zuerst die Anleitung für das Laufen auf der Innenseite:</strong></h3>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zur Vorbereitung</strong></h3>



<p>Beim Kruppeherein muss die Hinterhand Deines Pferdes nach innen kommen – Du musst sie also zu Dir bringen, wenn Du innen läufst. Das ist im ersten Moment etwas ungewohnt, weil wir mit den meisten unserer Hilfen das Pferd dazu bringen auszuweichen, also sich von uns weg zu bewegen.</p>



<p><strong>Um die Hinterhand nach innen zu bringen gibt es zwei Möglichkeiten:</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Du hebst Deine Gerte über die Kruppe des Pferdes und tippst seine äußere Hüfte an.</strong> Sobald es auch nur minimal mit der Hüfte nach innen kommt hörst Du auf und lobst. Das kann am Anfang schon nur eine Gewichtsverlagerung nach innen sein. Wenn Du das mehrmals machst sollte Dein Pferd nach ein paar Versuchen verstehen, dass es mit der Hinterhand nach innen weichen soll. Diese Variante ist ähnlich zu den Hilfen im Sattel, bereitet also gut auf das Reiten der Übung vor.</li>



<li><strong>Du konditionierst Dein Pferd auf ein Target.</strong> Das bedeutet, dass Du Deinem Pferd beibringst, einen bestimmten Gegenstand (zum Beispiel Deine Gerte) mit seiner Hüfte zu berühren. Hältst Du die Gerte dann neben die Hüfte Deines Pferdes, bewegt es sie nach innen bis es die Gerte berührt und ist somit in der richtigen Position. Wie man sein Pferd auf ein Target konditioniert kannst Du<a href="http://www.tash-horseexperience.click/wordpress/2016/01/clickertraining-das-huefttarget-bewegst-du-das-hinterteil-des-pferdes/"> hier</a> nachlesen. Der Vorteil dieser Herangehensweise ist, dass man einfacher kontrollieren kann, wie weit die Hüfte nach innen kommt.</li>
</ol>



<p>Welche Variante Du machst ist Dir überlassen. Du kannst beide ausprobieren und dann entscheiden, was für Dich und Dein Pferd besser passt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kruppeherein Schritt für Schritt &#8211; Variante 1 (Du läufst Innen)</strong></h3>



<p>Ich erkläre hier das Kruppeherein auf der rechten Hand. Auf der linken Hand geht es parallel, nur eben links.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="351" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Draufsicht1-1.jpg" alt="Kruppeherein auf 3 Hufschlägen" class="wp-image-3241" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Draufsicht1-1.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Draufsicht1-1-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure>



<p><strong>1.</strong> Fasse den Strick etwa 20cm unterhalb des Karabinerhakens in Deiner rechten Hand. Die Gerte hast Du in Deiner linken Hand. <strong>Gehe mit Deinem Pferd im Schulterherein auf die Bande zu.</strong> Wenn Du an der Bande angekommen bist wechselst Du in die Kruppeherein-Position (siehe Schritt 2).</p>



<p><strong>2.</strong> <strong>Laufe rückwärts vor Deinem Pferd her.</strong> Je nachdem auf welche Art Du die Hinterhand Deines Pferdes nach innen bringen willst zeigt Deine Gerte über die Kruppe oder Du hältst sie parallel zur Hüfte. Dein Pferd sollte durch das vorherige Schulterherein schon in der richtigen Position sein, vielleicht musst Du die Position der Hinterhand aber noch einmal korrigieren.</p>



<p><strong>Achte vor allem darauf, dass Dein Pferd mit der Hinterhand nicht zu sehr nach innen oder zu schnell nach vorne kommt.</strong> Viele Pferde versuchen so die Anstrengung zu umgehen.</p>



<p><strong>3. Auch die Stellung des Kopfes sollte schon stimmen.</strong> Ist das nicht der Fall, kannst Du sanft am Strick zupfen bis Dein Pferd reagiert. Du solltest auf keinen Fall an seinem Kopf ziehen, dadurch verwirft sich Dein Pferd schnell im Genick und reagiert auf Deinen Druck mit Gegendruck. Dein Pferd sollte seinen Kopf auch nicht zu sehr drehen, sondern ihn nur leicht nach innen nehmen.</p>



<p><strong>Kommt Dein Pferd mit seiner Schulter zu sehr nach innen,</strong> kannst Du Dir eine zweite Gerte zur Hilfe nehmen und sie als Begrenzung gegen Hals oder Schulter legen.</p>



<p><strong>4. Halte ein gleichmäßiges, nicht zu schnelles, nicht zu langsames Tempo</strong> – lieber wenige, gute und bewusste Tritte, als viele schnelle. Je nach Ausbildungsstand des Pferdes reichen schon ein paar Tritte im Kruppeherein oder Du kannst eine ganze lange Seite ablaufen. Krppeherein lässt sich auch auf der Diagonalen oder auf einem Zirkel üben.</p>



<p><strong>5. Zum Anhalten</strong> läufst Du einfach etwas schneller und tippst die Hinterhand mit der Gerte an, bis sie wieder gerade auf dem Hufschlag ist. Dann gibst Du das Kommando zum Anhalten. Du kannst auch in der Biegung anhalten, dann solltest Du aber schon etwas erfahrener sein und die Hilfen punktgenau geben können.</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Hier gibt es einen tollen <a href="http://annaeichinger.com/kruppeherein-der-zweite-streich-beim-geraderichten/">Artikel zum Kruppeherein</a> von Anna Eichinger.</span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kruppeherein Schritt für Schritt &#8211; Variante 2 (Du läufst Außen)</strong></h3>



<p>Ich erkläre hier das Kruppeherein auf der rechten Hand. Auf der linken Hand geht es parallel, nur eben links.</p>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="351" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Aussen.jpg" alt="Kruppeherein Führposition" class="wp-image-3240" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Aussen.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Aussen-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure>



<p><strong>1.</strong> Du läufst auf der linken Seite Deines Pferdes. Lege den Strick von rechts nach links über seinen Hals und greife ihn mit der linken Hand. Wenn Du am Strick zupfst, kannst Du somit seinen Kopf in Bewegungsrichtung stellen. Alternativ kannst Du die Stellung auch mit der linken Hand am Kappzaum bzw. Kopf des Pferdes einleiten.</p>



<p><strong>2.</strong> In der rechten Hand hälst Du die Gerte. Mit ihr schickst Du durch sanftes Antippen die Hinterhand nach innen. Achte darauf, dass Dein Pferd nicht zu sehr mit der Hinterhand nach innen kommen, denn dann geht der positive Effekt der Übung verloren.</p>



<p>Kommt die Hinterhand zu sehr nach innen, kannst Du die Gerte über die Kruppe gleiten lassen und die innere Hüfte antippen um sie wieder mehr zu Dir zu holen.</p>



<p><strong>3.</strong> Laufe schräg vorwärts auf die Schulter Deines Pferdes zu &#8211; Dein Pferd sollte weichen und auch vorwärts-seitwärts laufen. Zur Unterstützung kannst Du schnalzen und bei Bedarf die Schulter antippen.</p>



<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=2eBaHhPQabY">Den Bewegungsablauf siehst Du in diesem Video.</a></p>



<p><strong>4. Wie in Variante 1: Halte ein gleichmäßiges, nicht zu schnelles, nicht zu langsames Tempo</strong> – lieber wenige, gute und bewusste Tritte, als viele schnelle. Je nach Ausbildungsstand des Pferdes reichen schon ein paar Tritte im Kruppeherein oder Du kannst eine ganze lange Seite ablaufen. Krppeherein lässt sich auch auf der Diagonalen oder auf einem Zirkel üben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Das Kruppeherein vom Boden aus ist etwas anspruchsvoller als das Schulterherein. Deshalb ist es wichtig, dass Dein Pferd das Schulterherein problemlos kann, bevor Du mit dem Kruppeherein beginnst. Trotzdem sollte es Dich nicht abschrecken das Krupperherein zu üben: abwechselnd mit dem Schulterherein ist es eine großartige Kombination um Dein Pferd zu gymnastizieren, es geschmeidiger und lockerer zu machen und an der Versammlung zu arbeiten.</p>



<p>Wie immer gehört natürlich auch hier etwas Übung dazu und man sollte sich die ersten paar Male von einem Trainer oder einer erfahrenen Stallkollegin korrigieren lassen. Dieser Artikel ersetzt keinen Unterricht mit einem ausgebildeten Trainer vor Ort. Am Besten suchst Du Dir einen guten Reitlehrer, der Dich unterstützt!</p>



<p>Es auszuprobieren lohnt sich aber definitiv!</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Hast Du schon einmal versucht Kruppeherein vom Boden aus zu üben? Vielleicht hast Du ja noch ein paar Tipps für uns?!</strong></h4>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/a09cb5988f044b49bc8d5eab0c32ad3e" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"/></figure>
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		<title>5 Basisübungen zur Gymnastizierung und Vorbereitung auf’s Longieren</title>
		<link>https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2016 14:56:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Biegung]]></category>
		<category><![CDATA[Dressur]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnastizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kopf senken]]></category>
		<category><![CDATA[Longieren]]></category>
		<category><![CDATA[Schulterherein]]></category>
		<category><![CDATA[Stellung]]></category>
		<category><![CDATA[Übertreten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In meinem letzten Artikel ging es um Probleme beim Longieren und wie man damit umgehen kann. Die meisten Probleme haben zur Ursache, dass das Pferd damit überfordert ist sich auf der Kreislinie auszubalancieren. Dieses Problem wird in der Regel noch durch die natürliche Schiefe des Pferdes verstärkt. Um das Pferd auf’s Longieren vorzubereiten sind Übungen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>In meinem <a href="https://herzenspferd.de/probleme-beim-longieren-pferd/">letzten Artikel</a> ging es um Probleme beim Longieren und wie man damit umgehen kann. Die meisten Probleme haben zur Ursache, dass das Pferd damit überfordert ist sich auf der Kreislinie auszubalancieren. Dieses Problem wird in der Regel noch durch die natürliche Schiefe des Pferdes verstärkt.</p>



<p>Um das Pferd auf’s Longieren vorzubereiten sind Übungen am Boden unerlässlich. Gleichzeitig kann man diese Übungen so einsetzen, dass das Pferd gymnastiziert wird und man die natürliche Schiefe verringert.</p>



<p><strong>In diesem Artikel stelle ich Dir 5 Übungen vor, mit denen Du Dein Pferd gymnastizieren und auf das Longieren vorbereiten kannst.</strong> Wie immer gilt: lasse Dir die Übungen von jemandem vor Ort zeigen und lasse Dich immer wieder mal kontrollieren. Fehler schleichen sich sehr schnell ein und eine falsche Ausführung macht die Übungen wirkungslos oder im schlechtesten Fall sogar schädlich.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ausrüstung</strong></h2>



<p>Für das Training am Boden benutze ich einen <a href="http://hillbury.de/Kappzaum/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Kappzaum</a>. Er kann nicht verrutschen wie ein normales Halfter und schont das Pferdemaul. Mit einem gut sitzenden Kappzaum kann man fein auf den Pferdekopf einwirken, das ist besonders bei Stellung und Biegung wichtig.</p>



<p>Es gibt verschiedene Arten von Kappzäumen mit Naseneisen oder -kette. Am sanftesten wirkt von ihnen der Wiener oder Deutsche Kappzaum. Er sieht sehr massiv aus, durch die breite der Eisen und die Polsterung wird der Druck aber auf eine große Fläche verteilt.</p>



<p>Es gibt jedoch Pferde, die mit dem relativ hohen Gewicht dieses Kappzaums Probleme haben. <strong>In so einem Fall benutze ich einen einfachen Kappzaum ohne Eisen (<a href="http://hillbury.de/Kappzaum/Kappzaum-Bolero-ohne-Naseneisen.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">z.B. den hier</a>).</strong> Ein Kappzaum ohne Eisen wirkt zwar etwas weniger genau ein, viele Pferde fühlen sich damit aber deutlich wohler.</p>



<p>Andere Kappzaumarten wie Cavecon oder Serrata können bei falschem Umgang sehr scharf wirken, deshalb sollte man sie nur benutzen, wenn man weiß was man tut.</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Mehr über die verschiedenen</span> <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2010/05/18/der-kappzaum-teil-1-was-sie-uber-dieses-werkzeug-wissen-sollten/" target="_blank" rel="noopener">Kappzaumarten</a><span style="color: #999999;">, wie man sie korrekt anlegt und wie man das</span> <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2010/06/01/der-kappzaum-teil-3-die-gewohnung-an-den-kappzaum/" target="_blank" rel="noopener">Pferd daran gewöhnt</a> <span style="color: #999999;">findest Du bei Wege zum Pferd.</span></p>



<p>Weitere Ausrüstung, die ich benutze, sind eine Gerte als Armverlängerung und ein Clicker und Leckerlis zur Belohnung. Clicker und Leckerlis sind natürlich optional – ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass die Pferde mit dem punktgenauen Lob sehr schnell verstehen was man von ihnen möchte. Voraussetzung ist natürlich, dass das Pferd den Clicker kennt und man weiß was man tut. </p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Grundsätzliches</strong></h2>



<p>Beim Training am Boden gibt es einige Dinge zu beachten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Man beginnt logischerweise immer mit der einfachsten Übung. Die Zeit, die man in die Basis investiert, macht sich bei den fortgeschritteneren Lektionen um ein Vielfaches bezahlt.</li>



<li>Man sollte sich einen Plan machen, was man üben möchte und jede Übung vorher visualisieren. Du stellst Dir also vor, welche Hilfen Du geben musst und wie die Übung aussieht.</li>



<li>Verlange nicht zu viel auf einmal. Manche der Übungen sind für das Pferd sehr anstrengend, gebe Dich lieber mit einigen wenigen guten Tritten zufrieden, als es zu übertreiben und Fehler entstehen zu lassen. Lobe viel und mach Pausen als Belohnung zwischendurch.</li>



<li>Ziehe niemals am Kopf des Pferdes. Zug am Kopf veranlasst das Pferd dazu gegenzuhalten und sich anzuspannen &#8211; lockeres und gesundes Laufen ist dann nicht mehr möglich. Stattdessen solltest Du sanft und impulsartig einwirken und den Strick niemals ruckartig einsetzen. Stell Dir einfach vor, jemand würde Dich an Deinem Pferdeschwanz durch die Wohnung führen: wenn er langsam und sanft zupft ist das ok &#8211; merkst Du aber, dass er fest und ruckartig zieht wirst Du ganz automatisch Deine Hals- und Nackenmuskulatur anspannen um Deinen Hals zu schützen.</li>



<li>Versuche Deine Hilfen so fein wie möglich zu geben. Oft geben wir die Hilfen schon von Anfang an stärker als wir eigentlich müssten – teste wie fein und „leise“ Deine Hilfen werden können.</li>



<li>Bewege Dich selbst locker und gleichmäßig, vergesse nicht zu Atmen. Jede Anspannung von Dir überträgt sich auf Dein Pferd.</li>



<li>Hab Geduld! Weder wir noch unsere Pferde sind perfekt. Es ist völlig in Ordnung, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt. Wenn Dein Pferd wenig gymnastiziert ist, wird es manche Dinge anfangs gar nicht oder nur begrenzt können. Es braucht Zeit um geschmeidiger zu werden, die solltest Du ihm unbedingt zugestehen.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Kopf senken</strong></h2>



<p>Das ist eine Übung, die ich grundsätzlich mit jedem Pferd durchführe. Es soll dabei lernen auf ein bestimmtes Signal oder eine Berührung den Kopf zu senken. Der Hintergrund ist der, dass das Pferd in der Regel entspannt, wenn es den Kopf tief hat &#8211; aufgeregte Pferde tragen den Kopf sehr hoch. Hat das Pferd das Kopfsenken erst einmal gelernt, kann man diese Übung zum Beispiel auch toll beim Spazierengehen, beim Beschlagen, Impfen oder Ähnlichem einsetzen.</p>



<p>Als Vorbereitung zum Longieren ist die Übung deshalb nützlich, weil wir in den folgenden Übungen das Pferd im Genick stellen wollen. Das geht aber nur, wenn es den Kopf entspannt gesenkt hat und locker ist. Deshalb ist es auch wichtig, dass man den Kopf nicht herunterzieht. Das Pferd soll lernen sich zu entspannen und nicht in eine Position gezwungen werden.</p>



<p><strong>Um das Kopfsenken zu erarbeiten gehe ich so vor:</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Der Strick ist im mittleren Ring des <a href="http://hillbury.de/Kappzaum/Kappzaum-Bolero-ohne-Naseneisen.html" target="_blank" rel="noopener">Kappzaums</a> eingehakt. Ich stehe vor dem Pferd und halte den Strick etwa 20cm vom Kappzaum entfernt (der Strick sollte nicht zu lang sein, aber auch nicht so kurz, dass automatisch schon Zug darauf ist).</li>



<li>Ich zupfe sanft und gleichmäßig am Strick, bis mein Pferd eine Reaktion nach unten zeigt. Völlig egal wie minimal diese Reaktion ist, ich höre <strong>sofort</strong> auf, lobe und mache eine kurze Pause, in der das Pferd nachdenken kann. Damit Dein Zupfen auch wirklich leicht ist, hälst Du den Strick am Besten nur zwischen Zeigefinger und Daumen (ähnliche Haltung wie die Zügel beim Reiten). Halte ihn nicht in der geschlossenen Faust, da wird man zu grobmotorisch.</li>



<li>Manche Pferde reagieren auf das erste Zupfen indem sie den Kopf heben. In diesem Fall bleibst Du geduldig und zupfst genauso sanft weiter. Wenn Dein Pferd minimal den Kopf senkt aufhören, loben und Pause machen &#8211; <strong>selbst wenn der Kopf immer noch höher ist als bevor Du angefangen hast. Es geht erst mal nicht um eine bestimmte Position, sondern darum, dem Pferd verständlich zu machen, dass es den Kopf senken soll, wenn Du zupfst! </strong></li>



<li>Ich wiederhole Schritt 2 ein paar mal. Sollte das Pferd an den Punkt kommen, an dem es den Kopf etwas senkt und dann in der tiefen Position bleibt, lobe ich mit Leckerli (unbedingt in der tiefen Position geben, damit der Kopf unten bleibt) und höre mit der Übung auf.</li>



<li><strong>Wichtig:</strong> zu tief sollte der Kopf nicht kommen. Idealerweise sollte das Maul nicht tiefer als das Schultergelenk sein.</li>
</ol>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Führen in Stellung und Biegung</strong></h2>



<p>Senkt Dein Pferd zuverlässig und locker seinen Kopf, kannst Du mit dieser Übung weitermachen.</p>



<p>Damit Dein Pferd gesund und in Balance auf einer Kreislinie laufen kann muss es sich biegen. Biegung erreicht man aber nur, wenn das Pferd seinen Kopf stellt. Du musst Deinem Pferd also zuerst die Stellung beibringen, dann kommt die Biegung. <a href="https://360gradpferd.de/stellung-und-biegung/" target="_blank" rel="noopener">Mehr zur Theorie hinter Stellung und Biegung kannst Du hier nachlesen.</a></p>



<p><strong>Um die Stellung zu erarbeiten gehe ich so vor:</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="394" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Genickstellung-e1437573345242-1.jpg" alt="Genickstellung Schulterherein" class="wp-image-2225" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Genickstellung-e1437573345242-1.jpg 150w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Genickstellung-e1437573345242-1-114x300.jpg 114w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure>



<ol class="wp-block-list">
<li>Zuerst übe ich das Stellen im Stand (auf beiden Seiten). Dazu stehe ich neben dem Pferdekopf, der Strick ist in den mittleren Ring des <a href="http://hillbury.de/Kappzaum/Kappzaum-Bolero-ohne-Naseneisen.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">Kappzaums</a> eingehakt. Dann gehe ich ähnlich vor wie bei der Übung Kopf tief:</li>



<li>Mit leichtem Zupfen versuche ich das Pferd dazu zu animieren, seinen Kopf ein wenig in meine Richtung zu drehen. <strong>Für eine korrekte Stellung muss das gar nicht viel sein.</strong> Wenn Du auf das äußere Ohr schaust und es etwas weiter vorne ist als das innere Ohr, reicht das schon. Wichtig ist, dass Dein Pferd sich nicht verwirft &#8211; das erkennst Du z.B. daran, dass es seinen Kopf schräg hält (und vielleicht nur das Maul in Deine Richtung bewegt) oder seinen Hals nicht biegt.</li>



<li>Stellt sich das Pferd auch nur ansatzweise höre ich auf und lobe.</li>



<li>Der nächste Schritt ist dann, dass das Pferd ein paar Augenblicke in Stellung bleibt. Auch hier darf nichts durch Ziehen erzwungen werden! Schafft es das, lobe ich und beende die Übung.</li>
</ol>



<p><strong>Führen in Stellung und Biegung:</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Klappt das Stellen im Stand auf beiden Seiten problemlos, kannst Du mit dem Führen in Stellung beginnen. Das Prinzip bleibt das Gleiche, nur, dass Du und Dein Pferd euch nun zusätzlich bewegt. Am einfachsten kannst Du das auf einer großen Volte üben, indem Du das Pferd immer wieder auf der gebogenen Linie stellst. Wenn Du Probleme damit hast, einen gleichmäßigen Kreis zu laufen, kannst Du dir Hütchen oder Dualgassen zur Orientierung aufstellen &#8211; das hilft auch Deinem Pferd (vor allem wenn es dazu neigt nach innen zu drängeln). Die Biegung kommt dann auf der Kreislinie mit der Zeit von selbst.</li>



<li>Achte immer darauf, dass Dein Pferd sich locker und gleichmäßig bewegt. Fängt es an sich zu verspannen kann es auch nicht im Genick locker bleiben. Baue deshalb viele Pausen ein, in denen Dein Pferd sich &#8222;lang&#8220; machen darf und übe nicht zu lange.</li>



<li>Eine weitere schöne Übung zur Stellung und Biegung ist das Kleeblatt. Dazu stelltst Du vier Hütchen auf und führst Dein Pferd wie im Bild eingezeichnet hindurch. Auf den geraden Linien darf Dein Pferd gerade, ohne Stellung und Biegung, laufen &#8211; das sind dann Mini-Pausen.</li>
</ol>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="313" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kleeblatt-1.jpg" alt="" class="wp-image-3215" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kleeblatt-1.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kleeblatt-1-288x300.jpg 288w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Übertreten</strong></h2>



<p>Das Übertreten dient dazu, das Pferd locker zu machen, die äußere Körperseite zu dehnen, die Hüfte zu mobilisieren und die Hinterhand zu aktivieren. Das innere Hinterbein soll dazu in Richtung äußeres Vorderbein vermehrt unter den Schwerpunkt treten.</p>



<p><strong>Beim Übertreten gehe ich so vor:</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Ich führe das Pferd in Stellung und Biegung auf einer großen Volte. Aus dieser Bewegung heraus entwickelt sich das Übertreten.</li>



<li>Dazu drehe ich mich zum Pferd und stelle seinen Kopf etwas mehr zu mir &#8211; das Pferd sollte dann automatisch mit der Hinterhand nach außen weichen und übertreten. Tut es das nicht, kann die Gerte in Richtung Hinterhand zeigen lassen oder sie sanft touchieren. Es geht hier <strong>nicht</strong> darum, dass das Pferd möglichst weit mit der Hinterhand ausweicht. Es soll vermehrt unter seinen Schwerpunkt treten &#8211; weicht es weit aus, tritt es unter dem Schwerpunkt heraus und der Sinn der Übung geht verloren.</li>



<li>Dabei nicht vergessen vorwärts zu gehen. Du kannst die Volte auch vergrößern, indem Du auf die Schulter des Pferdes zugehst und bei Bedarf mit der Gerte das Übertreten der Hinterhand unterstützt.</li>
</ol>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Schulterherein</strong></h2>



<p><a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/">Mehr Infos zum Schulterherein und seiner Wirkung habe ich hier schon einmal zusammengefasst.</a></p>



<p>Als erstes solltest Du entscheiden, ob Du das Schulterherein auf drei oder vier Hufschlägen üben möchtest. Bei drei Hufschlägen muss sich das Pferd mehr biegen, gerade jüngeren oder sehr steifen Pferden fällt es oft leichter erst mal auf vier Hufschlägen zu laufen. Je nachdem wie Du Dich entscheidest musst Du Dein Pferd mehr oder weniger stellen (siehe Bilder).</p>



<figure class="wp-block-image alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="351" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-Draufsicht-e1437573142956-1.jpg" alt="Schulterherein Draufsicht" class="wp-image-2223" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-Draufsicht-e1437573142956-1.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-Draufsicht-e1437573142956-1-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="351" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-4-Hufschlaege-Draufsicht-e1437573201825-1.jpg" alt="Schulterherein 4 Hufschläge" class="wp-image-2224" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-4-Hufschlaege-Draufsicht-e1437573201825-1.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-4-Hufschlaege-Draufsicht-e1437573201825-1-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Schulterherein Schritt für Schritt</strong></h3>



<p>Ich erkläre hier das Schulterherein auf der linken Hand. Auf der rechten Hand geht es parallel, nur eben rechts.</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Fasse den Strick etwa 20cm unterhalb des Karabinerhakens in Deiner linken Hand. Der Strick sollte lange genug sein, dass Du mit geschlossener Hand noch an die Ganasche Deines Pferdes kommst. Das ist nötig, wenn es seinen Kopf zu sehr zu Dir dreht. In Deiner rechten Hand hältst Du eine Gerte als Verlängerung Deines Arms.<br>Laufe auf Schulterhöhe Deines Pferdes. Dein Oberkörper ist leicht zum Pferd gedreht und die Gerte zeigt waagerecht nach hinten zur Hinterhand. Du rahmst also Dein Pferd zwischen Deiner linken Hand mit dem Strick und der rechten Hand mit der Gerte ein. Achte darauf, dass Du weiter geradeaus läufst und Deine Beine nicht seitwärts überkreuzt.</li>



<li>Veranlasse Dein Pferd dazu seinen Kopf leicht zu Dir nach links zu stellen, so wie in Punkt 2 beschrieben.<br>Läuft Dein Pferd an Dir vorbei nach innen musst Du etwas weiter vorne gehen. Dreht es den Kopf zu weit zu Dir hebst Du die linke Hand mit dem Strick auf Höhe seiner Ganaschen. Meist reicht das als Korrektur. Drückt Dein Pferd weiter nach innen kannst Du leicht gegen die Ganasche drücken oder sogar den Knauf der Gerte an die Schulter legen um es auch dort zu begrenzen. Eine große Hilfe können in dem Fall auch Dualgassen oder Hütchen als Begrenzung nach innen sein.<br>Läuft Dein Pferd zu schnell nach vorne versuche es durch Stimmkommando und Zupfen am Strick zu bremsen. Achte hier darauf, dass Du nicht zur Seite zu Dir hin zupfst, sondern mit der Hand in Richtung Brust gehst. Damit ziehst Du beim Bremsen den Pferdekopf nicht ungewollt zu Dir.</li>



<li>Ist Dein Pferd gestellt, hebst Du die Gerte waagerecht zur Hinterhand. Bei den meisten Pferden reicht das aus um die Schulter etwas nach innen kommen und die Hinterhand weichen zu lassen. Ist das nicht der Fall kannst Du die Gerte sanft antippend einsetzen bis die Hinterhand seitwärts-vorwärts weicht und überkreuzt.<br>Ganz wichtig: laufe weiter geradeaus – nur Dein Oberkörper ist dem Pferd leicht zugewandt, Deine Beine laufen aber geradeaus. Mache Dich groß, halte Dich gerade und schaue nach vorne. Besonders wenn man sich konzentriert macht man schnell die seltsamsten Verrenkungen. Für Dein Pferd ist aber unheimlich wichtig, dass Deine Körpersprache klar bleibt. Viele Leute schauen auch ständig auf die Hinterhand ihres Pferdes. Versuche das zu vermeiden, denn dann drehst Du deinen Oberkörper zu stark und Dein Pferd wird vermutlich zu sehr mit der Hinterhand herumdrehen und zu dir nach innen laufen.</li>



<li>Zum Anhalten läufst Du einfach etwas schneller und richtest den Kopf Deines Pferdes wieder gerade, bis es wieder gerade auf dem Hufschlag ist. Dann gibst Du das Kommando zum Anhalten.</li>
</ol>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Kruppeherein / Travers</strong></h2>



<p>Damit dieser Artikel nicht noch länger wird als er es sowieso schon ist und weil das Kruppeherein ein eigenes großes Thema ist, gibt es die Anleitung <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/">hier in einem eigenen Artikel! </a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zusammenfassung</strong></h2>



<p>Damit Dein Pferd ausbalanciert und entspannt auf einer Kreislinie laufen kann, muss es lernen sein Genick &#8222;herzugeben&#8220;, sich zu stellen und zu biegen und mit den Hinterbeinen vermehrt unter seinen Schwerpunkt zu treten. Außerdem muss seine natürliche Schiefe verringert werden.</p>



<p>All das kann man sehr gut mit Übungen am <a href="http://hillbury.de/Kappzaum/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Kappzaum</a> vorbereiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kopf senken</li>



<li>Führen in Stellung und Biegung</li>



<li>Übertreten</li>



<li>Schulterherein</li>



<li>Kruppeherein</li>
</ul>



<p>Alle Übungen bauen aufeinander auf, deshalb ist es sehr wichtig, immer nur einen Schritt nach dem anderen zu gehen und nichts zu überstürzen. Erst wenn die Basis wirklich gut funktioniert kannst Du zum nächsten Schritt gehen. Immer daran denken: beim Haus baut auch niemand das Dach vor den Wänden!</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie gymnastizierst Du Dein Pferd? Vielleicht hast Du noch ein paar Tipps für uns!</strong></h4>



<p>*Dieser Artikel wurde von <a href="http://hillbury.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Hillbury</a> in Auftrag gegeben – herzlichen Dank dafür. Alle Meinungen und Empfehlungen sind aber wie immer ganz allein meine!*<img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/93c5d988fe374e26b8f0edb13dfce035" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></p>



<img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="http://vg08.met.vgwort.de/na/93c5d988fe374e26b8f0edb13dfce035" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527">
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/">5 Basisübungen zur Gymnastizierung und Vorbereitung auf’s Longieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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		<title>4 häufige Probleme beim Longieren und ihre Lösungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Apr 2016 14:37:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[gymnastizieren]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnastizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Longieren]]></category>
		<category><![CDATA[Lösungen]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Immer wieder erreichen mich Emails von Lesern, die Probleme beim Longieren haben. Weil die meist bei allen ähnlich sind, gibt es heute eine Zusammenfassung der häufigsten Probleme beim Longieren und meine Lösungsansätze dazu. Wenn Du ihn noch nicht gelesen hast empfehle ich Dir, zuerst mal in meinen Artikel zu den häufigsten Fehlern beim Longieren reinzuschauen. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Immer wieder erreichen mich Emails von Lesern, die Probleme beim Longieren haben. Weil die meist bei allen ähnlich sind, gibt es heute eine Zusammenfassung der häufigsten Probleme beim Longieren und meine Lösungsansätze dazu.</p>



<p>Wenn Du ihn noch nicht gelesen hast empfehle ich Dir, zuerst mal in meinen <a href="https://herzenspferd.de/fehler-beim-longieren/" target="_blank" rel="noopener">Artikel zu den häufigsten Fehlern beim Longieren</a> reinzuschauen. Wenn man diese Fehler vermeidet lösen sich manche Schwierigkeiten schon von selbst auf.</p>



<p>Ansonsten gilt wie immer: ich bin keine professionelle Trainerin und kann nur meine persönlichen Erfahrungen mit vielen verschiedenen Pferden wiedergeben. Nachmachen erfolgt also immer auf eigene Gefahr und ich bitte darum den eigenen Kopf einzuschalten. Wenn etwas nicht klappt oder Dir gefährlich vorkommt hör auf und mach etwas anderes. Viele Wege können zum Ziel führen und Pferde funktionieren nicht nach Schema F. Wenn Du alleine nicht weiterkommst hol Dir Unterstützung von einer erfahrenen Trainerin vor Ort.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Das Pferd kommt nach innen oder dreht sich immer zu Dir und lässt sich erst gar nicht longieren</strong></h2>



<p>Du möchtest Dein Pferd longieren, aber es tut nichts anderes als Dir hinterherzulaufen? Wenn Du versuchst es anzutreiben weicht es einfach nur mit der Hinterhand aus?</p>



<p><strong>Möglicherweise versteht Dein Pferd nicht, was Du von ihm willst.</strong> Oder es hat gelernt, dass es sich so vor dem anstrengenden Training drücken kann.</p>



<p><strong>In einer solchen Situation gehe ich so vor:</strong> ich führe das Pferd ganz normal auf dem Zirkel. Mit jeder Runde versuche ich meinen Abstand zu ihm zu vergrößern, laufe aber weiter parallel zu ihm mit. Wichtig ist hier, dass ich in etwa auf Schulterhöhe des Pferdes laufe – bin ich weiter vorne bremse ich es durch meine Körpersprache bzw. –position aus.</p>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="334" height="313" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Koerpersprache-Longieren-e1428349284311.jpg" alt="Körpersprache Longieren" class="wp-image-1425" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Koerpersprache-Longieren-e1428349284311.jpg 334w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Koerpersprache-Longieren-e1428349284311-300x281.jpg 300w" sizes="(max-width: 334px) 100vw, 334px" /></figure>



<p>Driftet das Pferd nach innen, schwinge ich das Seilende in Richtung seiner Schulter um es wieder nach außen zu schicken. Alternativ kann man natürlich auch eine Gerte nutzen und damit in Richtung Schulter zeigen oder sie antippen. Mit Gerte kann man sich auch schon in die „typische“ Longierposition begeben und das Pferd einrahmen (siehe Bild).</p>



<p>Nach und nach vergrößere ich so immer mehr den Abstand zum Pferd, bis ich normal longieren kann.</p>



<p><strong>Wenn dieses Vorgehen nicht klappt, kannst Du es auch so versuchen:</strong> steht Dein Pferd vor Dir und dreht einfach nur die Hinterhand weg, anstatt um Dich herum zu laufen, liegt das Problem daran, dass Du die Vorhand des Pferdes nicht bewegst oder bewegen kannst.</p>



<p>Um das Pferd auf einen Kreis um Dich herum zu schicken musst Du also nicht die Hinterhand bewegen, sondern die Vorhand. Dazu frage ich das Pferd schrittweise, ob es seine Vorhand bewegen möchte:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Angenommen ich möchte, dass das Pferd linke Hand um mich herumläuft. Dann zeige ich zuerst mit dem linken Arm, in dem ich auch den Strick halte, nach links. Reagiert das Pferd darauf nicht, geht es weiter mit Schritt 2.</li>



<li>Ich schwinge mit der Gerte in Richtung Schulter des Pferdes, aber ohne sie zu berühren. Mein linker Arm zeigt weiter nach links. Reagiert das Pferd nicht, geht es weiter mit 3.</li>



<li>Ich tippe mit der Gerte zart gegen die Schulter des Pferdes und zeige weiter mit dem linken Arm nach links. Reagiert das Pferd nicht, erhöhe ich die Stärke des Tippens. Wichtig dabei ist, dass man in kleinen Schritten erhöht und nicht zu schnell – das Pferd braucht genug Zeit um nachdenken und reagieren zu können. Ich erhöhe das Tippen niemals so sehr, dass ich das Pferd schlage. Lieber bleibe ich auf einer Stufe und „nerve“ das Pferd.</li>
</ol>



<p><strong> Ganz wichtig bei allen Schritten ist, dass man schon den kleinsten Ansatz in die richtige Richtung mit einem Aussetzen der Hilfen belohnt</strong> (kurze Pause, eventuell auch kraulen – wenn Du Clickertraining machst gerne auch mit einem „Klick“ und Belohnung).</p>



<p><strong>So ein Ansatz kann am Anfang schon das Verlagern des Gewichts vom rechten auf das linke Vorderbein sein.</strong> Damit bereitet sich das Pferd darauf vor, nach links zu laufen – es denkt also schon in Richtung links und überprüft damit, ob das die richtige Antwort auf Deine Anfrage ist. Wenn Du dann nicht sofort belohnst und ihm somit sagst „genau das ist richtig!“, wird es viel länger dauern bis es Dich versteht und viel schneller frustriert sein. Denke immer an das Spiel „Topfschlagen“, das wir als Kinder gespielt haben: schon eine Bewegung in die richtige Richtung wurde mit „wärmer“ kommentiert. Wenn einem niemand sagen würde, dass man in die richtige Richtung geht, wäre dieses Spiel endlos frustrierend und würde ewig dauern.</p>



<p>Kannst Du die Vorhand Deines Pferdes bewegen ist der nächste Schritt, dass es dann auch um Dich herum läuft. Hier gehst Du genauso vor wie beim Bewegen der Vorhand, nur dass Du dieses Mal die Hinterhand aktivierst. Also:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Wenn Dein Pferd schneller gehen soll nach links zeigen und schnalzen. Wird es nicht schneller:</li>



<li>Nach links zeigen, schnalzen und das Seil oder die Gerte in Richtung Hinterhand schwingen. Achte darauf, dass Du Dein Pferd nicht durch Deine Körperposition ausbremst. Wird es nicht schneller:</li>



<li>Nach links zeigen, schnalzen und das Seil oder die Gerte locker an die Hinterhand schwingen.</li>
</ol>



<p><strong>Wenn Du so vorgehst solltest Du immer wieder aufs Neue mit Schritt 1 starten. Mit der Zeit lernt Dein Pferd, auf Deinen Fingerzeig in die richtige Richtung zu laufen und Du brauchst keine weiteren Hilfen mehr.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Das Pferd zieht an der Longe nach außen und reißt sich los</strong></h2>



<p>So ein Verhalten kann unterschiedliche Ursachen haben, deshalb ist es schwer, allgemeine Tipps zu geben.</p>



<p>Eine häufige Ursache – wenn nicht die häufigste &#8211; liegt in der <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener">natürlichen Schiefe</a> des Pferdes. Pferde sind Fluchttiere, ihr Leben hängt also davon ab, dass sie im Gleichgewicht sind und möglichst nicht umfallen. Müssen sie nun auf einer Kreisbahn laufen und haben nie gelernt sich richtig auszubalancieren bzw. können es aufgrund ihrer Schiefe nicht, ist das eine sehr beängstigende Situation. Manche Pferde reagieren darauf mit hohem Tempo, reißen sich los oder buckeln sogar. Andere dagegen wollen gar nicht mehr vorwärts laufen.</p>



<p>Ist das Problem auf einer Hand stärker und auf der anderen besser, ist das ein Zeichen, dass es an der natürlichen Schiefe liegt. Dann solltest Du, bevor Du wieder longierst, <strong>gymnastizierende Übungen</strong> an der Hand machen (<a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener">hier findest Du Basisübungen zur Vorbereitung auf das Longieren</a>). Damit kannst Du daran arbeiten die natürliche Schiefe Deines Pferdes nach und nach zu verringern und es auf das Longieren vorzubereiten.</p>



<p><strong>Eine andere mögliche Ursache ist, dass das Pferd gelernt hat sich durch Losreißen dem anstrengenden Training zu entziehen.</strong> Meistens erfolgt dann nämlich sofort die Belohnung: Pferd reißt sich los, Longieren ist beendet. Es hat also sofort ein Erfolgserlebnis und wird das dann in Zukunft selbstverständlich wieder tun – man kann (und sollte!) es ihm nicht mal verübeln.</p>



<p>Einem Pferd so etwas wieder abzutrainieren ist schwierig. Halten kann man es meistens nämlich nicht und es hat gelernt seine Kraft gezielt einzusetzen.</p>



<p><strong>Der erste Schritt</strong> <strong>ist auch hier sicherzustellen, dass das Pferd gelernt hat sich gesund auf einer Kreisbahn zu bewegen.</strong> Ist das nicht der Fall sollte man zuerst daran arbeiten – manchmal erledigt sich das Problem des Losreißens damit schon von selbst.</p>



<p>Bei Pferden, die sich losreißen, gehe ich ähnlich vor wie bei den Pferden, die nicht außen laufen wollen: ich longiere erst mal nicht mit großem Abstand, sondern führe mit etwas Abstand und laufe parallel zum Pferd mit. Dann hat das Pferd zumindest etwas weniger Möglichkeit Schwung zu nehmen wenn es sich losreißen möchte. Wichtig ist hier auch stabiles und passendes Equipment. Ich longiere nur mit Kappzaum, da der nicht verrutscht wie ein normales Halfter und das Pferdemaul schont.</p>



<p><strong>Bei solchen Pferden – und beim Longieren allgemein – versuche ich es nicht zu langweilig werden zu lassen.</strong> Das Pferd einfach nur im Kreis herumrennen zu lassen ist für alle Beteiligten nicht besonders spannend. Deshalb baue ich immer wieder Gangartenübergänge, Richtungswechsel und auch mal Trabstangen oder einzelne kleine Sprünge ein. Man kann auch die Kreisbahn verlassen und gemeinsam mit dem Pferd ganze Bahn und andere Bahnfiguren gehen. Oder man nimmt es zu sich nach innen, fasst die Longe kürzer und übt ein paar Seitengänge. Auch Hindernisse wie eine Plane oder eine Wippe können Abwechslung bieten. <strong>Hauptsache das Pferd ist geistig beschäftigt.</strong></p>



<p>Bei Losreißern achte ich darauf, nicht zu lange am Stück zu longieren und viel zu loben. Besser nur 5 Minuten longieren und positiv aufhören, als so lange zu warten bis das Pferd sich wieder losreißt.</p>



<p>Den meisten Pferden sieht man es an, wenn sie kurz davor sind sich loszureißen. Vielleicht stellt sich der Kopf leicht nach außen, er wird kurz geschüttelt oder nach oben oder unten genommen. Wenn Du Dein Pferd gut kennst und Dich darauf konzentrierst wirst Du solche kleinen „Warnzeichen“ immer besser erkennen. Und wenn Du schon vorher weißt, dass Dein Pferd gleich versuchen wird sich zu entziehen, kannst Du rechtzeitig eingreifen – zum Beispiel indem Du seinen Kopf nach innen stellst oder es ganz zu Dir in die Mitte holst.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Das Pferd ist ständig zu schnell</strong></h2>



<p>Wie bei allen anderen Problemen auch: hat Dein Pferd gelernt sich auf der Kreislinie auszubalancieren? Wenn nicht kann es sein, dass es über die Geschwindigkeit versucht sein Gleichgewicht wiederzufinden. Dann solltest Du unbedingt erst einmal Übungen an der Hand durchführen um Dein Pferd auf das Longieren vorzubereiten (<a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener">wie solche Übungen aussehen kannst Du hier nachlesen</a>).</p>



<p>Zusätzlich ist es bei nervösen Pferden wichtig eine <strong>ruhige Atmosphäre</strong> zu schaffen. Achte also darauf, dass um euch herum nicht zu viel los ist, am besten bist Du allein in der Halle oder auf dem Platz.</p>



<p><strong>Achte auch auf Deine eigene Ausstrahlung:</strong> bist Du selbst gestresst und hektisch – vielleicht von einem anstrengenden Tag auf der Arbeit? Das überträgt sich ganz klar auch auf Dein Pferd. Hier können ein paar Atemübungen aus dem <a href="https://herzenspferd.de/yoga-fuer-reiter/" target="_blank" rel="noopener">Yoga</a>, Meditation, autogenes Training oder ähnliches weiterhelfen. Ganz egal was Du machst, Hauptsache Du wirst innerlich ruhig.</p>



<p>Nervöse Pferde können sich in ein hohes Tempo richtiggehend hineinsteigern. Deshalb solltest Du immer in der Gangart beginnen, in der Dein Pferd noch ruhig ist. Bei den meisten ist das der Schritt. Ist Dein Pferd schon im Schritt zu hektisch, lass es zum Stehen durchparieren und mache beruhigende Übungen mit ihm, wie z.B. Kopf senken.</p>



<p>Erst wenn es ruhig und gelassen läuft kannst Du zur nächsthöheren Gangart wechseln. Sobald es hier Ansätze zeigt zu schnell zu werden, parierst Du wieder durch. Denke immer daran viel Ruhe auszustrahlen, bewege Dich fließend und ruhig und schaue das Pferd nicht zu „starr“ und konzentriert an – schon das kann von ihm als Druck wahrgenommen werden. Atme einmal tief ein und lang aus. Man sollte nicht unterschätzen wie sehr man gerade mit dem Atem auf ein Pferd einwirken kann.</p>



<p>Gerade im Zusammenhang mit dem Übergang zur höheren Gangart solltest Du auch <strong>die Intensität Deiner Hilfen</strong> kontrollieren – vielleicht gibst Du (unbewusst) die Hilfen zu stark für Dein Pferd. Ich mache immer eine Art kleinen Wettbewerb mit mir selbst: wie minimal kann ich eine Hilfe geben, auf die mein Pferd noch reagiert. Von Mal zu Mal versuche ich mich dabei zu unterbieten. Und bin immer wieder überrascht, wie wenig ich wirklich machen muss!</p>



<p><strong>Der Grundgedanke ist also, immer wieder zu der Gangart zurückzukehren, die gut und ruhig möglich ist. Erst dann kann man wieder über einen Wechsel in eine höhere Gangart nachdenken.</strong> Wenn hier dann nur wenige Schritte entspannt möglich sind, bevor man unterbrechen muss, ist das nicht schlimm. Man muss einfach mit Geduld dranbleiben, dann werden es mit der Zeit immer mehr ruhige Schritte werden.</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Wege zum Pferd hat in einem schönen Fallbeispiel beschrieben, wie sie mit</span> <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2016/03/29/die-arbeit-der-longe-fallbeispiel-1/" target="_blank" rel="noopener">hektischen Pferden beim Longieren</a> <span style="color: #999999;">umgehen.</span></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Das Pferd will nicht vorwärts gehen</strong></h2>



<p>Auch das kann, wie schon mehrfach beschrieben, an einem Balanceproblem auf der gebogenen Linie liegen. Das Pferd hat Angst davor, seine Balance zu verlieren und geht deshalb lieber gar nicht mehr vorwärts. Der erste Schritt ist also dem Pferd beizubringen, wie es auf einer gebogenen Linie sein Gleichgewicht hält (dazu kann ich Dir sehr <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/produkte/longenkurs/" target="_blank" rel="noopener">den Longenkurs von Babette Teschen</a> empfehlen).</p>



<p>Natürlich gibt es auch Pferde, die das Longieren einfach anstrengend und langweilig finden und deshalb nicht mitarbeiten. Hier ist es dann an Dir, Deinem Pferd zu zeigen, dass es auch Spaß machen kann, bzw. es sich lohnt mitzumachen. Wie weiter oben beschrieben kann man zum Beispiel das Longieren mit verschiedenen Lektionen und Hindernissen abwechslungsreich gestalten. Oder man kombiniert es mit Clickertraining – gerade bei sehr unmotivierten Pferden habe ich damit schon gute Erfahrungen gemacht.</p>



<p><strong>Es muss sich für Dein Pferd lohnen. Oder hättest Du Lust Runde um Runde stupide im Kreis zu laufen?</strong></p>



<p>Zum Treiben gehe ich wie oben beschrieben schrittweise vor:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Wenn Dein Pferd (auf der linken Hand) schneller gehen soll nach links zeigen und schnalzen. Wird es nicht schneller:</li>



<li>Nach links zeigen, schnalzen und das Seil oder die Gerte in Richtung Hinterhand schwingen. Achte darauf, dass Du Dein Pferd nicht durch Deine Körperposition ausbremst. Wird es nicht schneller:</li>



<li>Nach links zeigen, schnalzen und das Seil oder die Gerte an die Hinterhand schwingen.</li>
</ol>



<p>Ganz wichtig bei allen Schritten ist, dass man schon den kleinsten Ansatz in die richtige Richtung mit einem Aussetzen der Hilfen belohnt. Also schon wenn Dein Pferd ein bisschen schneller wird musst Du sofort aufhören zu treiben – selbst wenn es danach gleich wieder langsamer wird. Wenn Du das konsequent machst und mit Geduld bei der Sache bleibst wird es mit der Zeit besser werden.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Die meisten Probleme beim Longieren haben ihre Ursache darin, dass das Pferd nie richtig gelernt hat ausbalanciert auf einer Kreislinie zu laufen. Soll es das dann so unvorbereitet doch tun, kann das eine durchaus beängstigende und stressige Situation für es sein.</p>



<p>Dazu kommt, dass viele Reiter nur stupide im Kreis longieren. Für das Pferd ist das nicht nur langweilig, es hat auch aus Pferdesicht keinerlei Vorteil davon.</p>



<p>Um Probleme zu lösen und vorzubeugen ist es also wichtig, dass Du Dein Pferd an der Hand ausreichend <a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener">auf das Longieren vorbereitest</a>, gymnastizierende Übungen mit ihm machst um seine natürliche Schiefe zu verringern und die Longenarbeit abwechslungsreich gestaltest.</p>



<p>Ein tolles Buch mit Schritt für Schritt Anleitungen von den absoluten Basics bis zu fortgeschrittenen Übungen ist der <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/produkte/longenkurs/" target="_blank" rel="noopener">Longenkurs von Babette Teschen</a>.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Hattest Du schon einmal Probleme beim Longieren? Wie hast Du sie gelöst? Vielleicht hast Du noch ein paar Tipps für uns!</strong></h4>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/d60b8d9323d04cc6a2238dff6258d4a5" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"/></figure>
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		<item>
		<title>Die Anlehnung – so fühlt sie sich an, so wird sie erarbeitet!</title>
		<link>https://herzenspferd.de/anlehnung-pferd-reiten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2016 16:05:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Anlehnung]]></category>
		<category><![CDATA[Dressur]]></category>
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		<category><![CDATA[Gebiss]]></category>
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		<category><![CDATA[Gymnastizierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Mein Pferd läuft so schön in Anlehnung!“ Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört. Meistens gefolgt von „mit den Schlaufzügeln ist das jetzt auch nicht mehr so anstrengend“. Oder der Reiter sitzt schnaufend und mit rotem Kopf auf dem Pferd, weil das ganze Gewicht von Pferdekopf und –hals in den Zügeln hängt. Aber die [&#8230;]</p>
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<p>„Mein Pferd läuft so schön in Anlehnung!“</p>



<p>Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört. Meistens gefolgt von „mit den Schlaufzügeln ist das jetzt auch nicht mehr so anstrengend“. Oder der Reiter sitzt schnaufend und mit rotem Kopf auf dem Pferd, weil das ganze Gewicht von Pferdekopf und –hals in den Zügeln hängt. Aber die reine Optik ist so, wie man das für richtig empfindet: der Hals ist gebogen und der Kopf an der Senkrechten.</p>



<p><strong>Das Problem wie so oft: durch das Erzwingen einer bestimmten Kopf-/Hals-Haltung erhält man kein korrekt gerittenes Pferd!</strong></p>



<p>Wie schon in meinem <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Artikel zur Versammlung</a> erklärt, entsteht die Kopfhaltung durch ein locker durch den Rücken gehendes Pferd, das vermehrt mit der Hinterhand Gewicht aufnimmt und den Brustkorb hebt. Der Kopf ist der letzte Schritt in der „Kette“ und sollte nicht mit den Hand bzw. den Zügeln manipuliert werden.</p>



<p>Bevor es richtig losgeht möchte ich noch einmal betonen, dass meine Artikel immer meine ganz persönlichen Erfahrungen und auch meinen aktuellen Wissensstand wiederspiegeln &#8211; ich erhebe keinen Anspruch auf Allwissenheit und völlige Richtigkeit. Wir lernen alle nie aus, deshalb freue ich mich auf Deine Meinung und Erfahrungen in den Kommentaren!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Anlehnung: so fühlt sie sich an</strong></h2>



<p>Die korrekte Anlehnung geht immer <strong>vom Pferd</strong> aus. Der Reiter erreicht sie <strong>nicht</strong>, indem er den Kopf mit den Zügeln „herunterhebelt“, sondern indem er seinem Pferd erlaubt von sich aus den Kontakt zum Gebiss (oder zur gebisslosen Zäumung – ich bin der Meinung, dass man auch damit in Anlehnung reiten kann, je nach Zäumung) zu suchen.</p>



<p><strong>Auch ein psychischer Aspekt gehört für mich dazu:</strong> das Pferd ist aufmerksam, konzentriert und hört dem Reiter zu. Genauso sollte auch der Reiter dem Pferd zuhören und seine kleinen Signale und Veränderungen erspüren. Die Anlehnung ist ein feines Kommunikationsmittel, das immer in beide Richtungen funktionieren sollte!</p>



<p><strong>Ein Pferd in korrekter Anlehnung fühlt sich in der Hand an, als könne man mit dünnen Bindfäden anstatt Lederzügeln reiten. Als würde man die Fingerspitzen sanft auflegen und könne das ganze Pferd damit bewegen.</strong></p>



<p><strong>Eine kleine Übung zur Verdeutlichung:</strong> Such dir jemanden, mit dem Du üben kannst (Du kannst es auch alleine machen, aber dann ist die Übung nicht ganz so effektiv).</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Lege die Fingerspitzen Deiner Hand in die Handfläche Deines Übungspartners. Die Verbindung soll ganz leicht sein, so minimal wie möglich.</li>



<li>Deine Aufgabe ist nun, die Hand Deines Partners zu bewegen: eine Drucksteigerung von Dir heißt für ihn, dass er die Hand nach unten bewegt, ein Nachlassen von Druck heißt, dass er mit seiner Hand Deinen Fingerspitzen folgt um eure Verbindung weiter aufrecht zu erhalten. Das Ziel ist, dass ihr die Verbindung zwischen euren Händen nie verliert.</li>



<li>Versuche das Ganze mit so wenig Druck wie möglich zu machen. Du wirst erstaunt sein, wie wenig ausreicht um zu kommunizieren!</li>
</ul>



<p><strong>Ähnlich ist es mit der Anlehnung Deines Pferdes ans Gebiss. Es soll den Kontakt so suchen, wie Dein Partner in der Übung den Kontakt zu Deinen Fingerspitzen gesucht hat.</strong></p>



<p>Die Anlehnung ist also eine ganz feine, sanfte Verbindung. Dazu braucht man natürlich auch ein Pferd, welches fein auf Hilfen reagiert und im Maul nicht abgestumpft ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>So bringst Du Dein Pferd in Anlehnung</strong></h2>



<p><strong>Ich möchte noch einmal betonen: man kann die Anlehnung nicht über Kraft am Zügel erreichen! Dann ist es keine Anlehnung, sondern ein Tauziehen und schadet dem Pferd mehr, als wenn Du es gar nicht erst versuchen würdest.</strong></p>



<p><strong>Auch mit Hilfszügeln ist keine reelle Anlehnung zu erreichen. Sie sind feste Werkzeuge (ja, auch die mit Gummieinsatz) und können eine fühlende, nachgebende Hand nicht ersetzen.</strong></p>



<p>Die sanfte oder oft so genannte „vertrauensvolle“ Anlehnung erreichst Du nur durch eine sanfte und nachgiebige Hand. Ich finde „vertrauensvolle Anlehnung“ eigentlich ein schöner Begriff – denn man vertraut nur dem, was einem keine Schmerzen zufügt. Eine grobe, harte Hand, die mit viel Kraft einwirkt, wird kaum eine korrekte Anlehnung erreichen. Im Gegenteil: das Pferd wird abstumpfen und die Hand zunehmend ignorieren.</p>



<p><strong>Voraussetzung für eine sanfte Hand ist ein zügelunabhängiger Sitz.</strong> Wenn Du Dich beim <a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener">Trab Aussitzen</a> am Zügel festhalten musst, wirst Du es kaum schaffen die nötige feine Verbindung zum Pferdemaul zu halten. Regelmäßige Sitzstunden an der Longe und Gymnastikübungen am Boden ohne Pferd sind für jeden Reiter Pflicht.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-dressursitz-anja-beranhttp://" rel="attachment wp-att-3005"><img loading="lazy" decoding="async" width="246" height="277" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/01/Der-Dressursitz-Anja-Beran-1.jpg" alt="Buch &quot;Der Dressursitz&quot; von Anja Beran" class="wp-image-3005"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Herzenspferd-Empfehlung: <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-dressursitz-anja-beran"> Der Dressursitz: Richtig Sitzen &#8211; Feiner Reiten &#8211; Gesunder Pferderücken*</a></figcaption></figure>



<p><strong>Ansonsten solltest Du die Länge Deiner Zügel Deinem Pferd anpassen.</strong> Die Haltung Deines Pferdes verändert sich je nach Gangart und Lektion, die Du reitest. <strong>Nimm die Zügel immer nur so weit auf, dass Du eine ganz leichte Verbindung zum Pferd spürst (denke an die Übung oben!) und versuche nicht, den Kopf in eine bestimmte Position zu ziehen.</strong> Gib Deinem Pferd die Chance den Kontakt zu Deiner Hand zu suchen. Reitest Du z.B. warm und Dein Pferd ist nicht oder wenig versammelt und es dehnt sich vorwärts-abwärts, dann sollten auch Deine Zügel lang genug sein um das zuzulassen. Versammelst Du Dein Pferd (von hinten nach vorne!), dann wird sich sein Hals aufrichten und verkürzen – dann solltest Du auch Deine Zügel kürzer nehmen um die Verbindung nicht zu verlieren.</p>



<p><strong>Die Anlehnung hat also ganz viel mit Deiner Fähigkeit zu tun, sanfte Zügelhilfen zu geben. Dehsalb musst Du auch hauptsächlich an Dir selbst arbeiten.</strong></p>



<p>Zusätzlich solltest Du &#8211; wie immer &#8211; an der Losgelassenheit, Geraderichtung und <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Versammlung</a> Deines Pferdes arbeiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="http://kultreiter.de/uebergaenge-reiten/" target="_blank" rel="noopener">Übergänge</a> und Tempounterschiede reiten</li>



<li>Seitengänge wie <a href="http://360gradpferd.de/pferdefreunde-schulterherein/" target="_blank" rel="noopener">Schulterherein</a> und <a href="http://360gradpferd.de/vom-schulterherein-zum-kruppeherein/" target="_blank" rel="noopener">Kruppeherein</a> reiten</li>



<li>Die Übungen vom Boden aus an der Hand durchführen. Besonders wenn Dein Pferd noch Muskulatur aufbauen muss oder wenn Du niemanden hast der Deine Ausführung der Übung im Sattel kontrolliert ist das eine gute Alternative</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-klassische-reitkunst-anja-beran/"><img loading="lazy" decoding="async" width="246" height="276" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/anja-beran-e1435772516153-1.jpg" alt="Klassische Reitkunst Anja Beran" class="wp-image-2170"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Herzenspferd-Empfehlung: <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-klassische-reitkunst-anja-beran/"> Klassische Reitkunst mit Anja Beran*</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was tun, wenn das Pferd schon (mehr oder weniger) stumpf im Maul ist?</strong></h3>



<p>Ist das der Fall, hat man einen langen Weg vor sich. Das Pferd hat sein Vertrauen in die Hand verloren und man muss ihm Schritt für Schritt dieses Vertrauen zurückgeben. Und genau hier haben viele Reiter Schwierigkeiten. Zu tief sitzen die erlernten Gewohnheiten, zu schnell zieht man doch wieder am Zügel, wenn etwas nicht (sofort) klappt.</p>



<p>Manchen Pferden (und Reitern) hilft es in solchen Fällen erst mal auf eine gebisslose Zäumung umzusteigen. Diese Art der Kommunikation ist neu und dementsprechend noch nicht negativ besetzt. So können beide lernen wieder auf die kleinen, feinen Signale des Anderen zu hören.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine Alternative zum permanenten Zügelkontakt</strong></h2>



<p>Es ist nicht zu leugnen, dass viele Reiter nicht in korrekter Anlehnung reiten (können). Es wird viel von der Anlehnung gesprochen, aber kaum jemand erklärt, was sie ist und wie man sie erreicht. Geschweige denn, dass den Reitschülern ein zügelunabhängiger Sitz beigebracht wird. Stattdessen sind diverse Hilfszügel in vielen Reitschulen weit verbreitet und Sitzschulung eine Seltenheit.</p>



<p>Ich sehe einen dauerhaften Zügelkontakt und somit dauerhaften Druck im Pferdemaul (eben weil es in der Realität kaum ein Reiter schafft nur wenige Gramm Druck auszuüben, meist sind es mehrere Kilogramm, die im Pferdemaul ankommen) durchaus kritisch.</p>



<p>Für die meisten Pferde ist das Nachlassen von Druck eine Belohnung und ein Zeichen dafür, dass sie etwas richtig gemacht haben. Bei dauerhaftem Druck entfällt diese Belohnung und Kommunikationsmöglichkeit. Genauso wenig, wie ich weiter <a href="https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/" target="_blank" rel="noopener">treibe</a>, wenn mein Pferd das gewünschte Tempo erreicht hat, möchte ich an den Zügeln ziehen, wenn mein Pferd langsamer wird oder einen Seitengang in korrekter Stellung läuft. Wozu weiter fragen, wenn das Pferd schon die richtige Antwort gegeben hat?</p>



<p><strong>Ich persönlich</strong> setze die Zügelhilfen zur Zeit eher impulsartig ein. Wenn mein Pferd auch nur ansatzweise richtig reagiert gebe ich sofort nach. Möglicherweise muss ich dann gleich wieder die Zügel aufnehmen und korrigieren, aber ich bin immer „auf dem Sprung“ gleich wieder nachzugeben, wenn die richtige Reaktion kommt. Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass Pferde mit dieser Methode – je nach ihrer persönlichen Veranlagung &#8211; schnell lernen, was man von ihnen will.</p>



<p>Impulsartig – und nicht dauerhaft – einzuwirken heißt <strong>nicht</strong>, das Pferd ohne jeglichen Kontakt alleine zu lassen.<strong> Es bedeutet nicht, das Pferd größtenteils sich selbst zu überlassen und auf der Vorhand „latschen“ zu lassen. Auch hier muss man weiter an Losgelassenheit, <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener">Geraderichtung</a> und Versammlung arbeiten!</strong></p>



<p>Diese Alternative ist für den Reiter nicht unbedingt einfacher. Man braucht ein sehr gutes Timing, einen Plan was man tut und ein gutes Gefühl für die Bewegung des Pferdes. Aber das braucht man für’s Reiten sowieso – wer hier Probleme hat (und die haben wir an der einen oder anderen Stelle alle!) sollte sich unbedingt nach einem guten Trainer oder einer guten Trainerin umschauen. Mit kompetenter Anleitung ist Vieles deutlich einfacher.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Anlehnung – Fazit</strong></h2>



<p>Ich hatte schon mehrmals das Glück, Pferde reiten zu dürfen, die sehr fein auf die Hilfen reagieren und mit denen ich problemlos in vertrauensvoller Anlehnung reiten konnte. Es war ein sehr schönes Gefühl, eine ganz intime Verbindung, als würde man dem Pferd leise ins Ohr flüstern oder als könne das Pferd Gedanken lesen.</p>



<p><strong>Man unterschätzt, welch feine und minimale Verbindung beim Pferd noch klar und deutlich ankommt! </strong>Und wenn man das einmal realisiert hat, erschrickt man, wie stark und grob sich so manche Zügelhilfe für das Pferd anfühlen muss.</p>



<p>Das Thema Anlehnung ist übrigens oft ein Streitpunkt zwischen Western- und Englischreitern: manche Westernreiter finden die dauerhafte Anlehnung (im Sinne von dauerhaftem Zügelkontakt) unlogisch und manche Englischreiter werfen den Westernreitern vor, keine Ahnung von Dressur und Anlehnung zu haben.</p>



<p><strong>Ich finde die dauerhafte Anlehnung (im Sinne von dauerhaftem Zügelkontakt) nicht schlecht – wenn man zu denen gehört, deren Hand tatsächlich fein genug ist.</strong> Dann hat man eine Verbindung, die der Gedankenübertragung gleicht.</p>



<p>Die vielen Reiter, bei denen das nicht so ist, sollten meiner Meinung nach aber doch lieber auf Hilfszügel und dicke Oberarme verzichten und über Impulse reiten – und in der Zwischenzeit daran arbeiten feiner und zügelunabhängiger zu werden und die Anlehnung korrekt von hinten nach vorne zu erarbeiten.</p>



<p><span style="color: #999999;">Du willst noch mehr zur Anlehnung lesen? Hier findest Du weitere Artikel zum Thema:<br>&#8211; Kultreiter.de: <a href="http://kultreiter.de/anlehnung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">So reitest Du Dein Pferd in Anlehnung – samt Tipps von den Profis!</a><br>&#8211; Fühlen-Reiten: <a href="http://fuehlend-reiten.blogspot.de/2013/05/gedanken-zur-anlehnung.html" target="_blank" rel="noopener">Gedanken zur Anlehnung</a><br>&#8211; Pfridolin Pferd: <a href="http://www.pfridolinpferd.com/angst-vor-der-anlehnung/" target="_blank" rel="noopener">Angst vor der Anlehnung</a></span></p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was hältst Du von der Anlehnung? Ohne dauerhaften Zügelkontakt keine korrekte Dressur oder lieber Impulsreitweise?</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/df3c3778509347e5a2eb883f86312a62" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></h4>



<img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="http://vg08.met.vgwort.de/na/df3c3778509347e5a2eb883f86312a62" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527">
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		<title>Schulterherein am Boden &#8211; so geht&#8217;s!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2015 12:24:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Schulterherein ist eine der grundlegenden Übungen wenn Du Dein Pferd gymnastizieren willst (der nächste Schritt und eine perfekte Ergänzung ist das Kruppeherein). Möchtest Du ein lockeres, dauerhaft gesundes Pferd kommst Du kaum darum herum Schulterherein zu reiten. Für viele Reiter ist das Schulterherein aber gar nicht so einfach zu reiten: man muss die korrekten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Schulterherein ist eine der grundlegenden Übungen wenn Du Dein Pferd gymnastizieren willst (der nächste Schritt und eine perfekte Ergänzung ist das <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/">Kruppeherein</a>). Möchtest Du ein lockeres, dauerhaft gesundes Pferd kommst Du kaum darum herum Schulterherein zu reiten.</p>



<p>Für viele Reiter ist das Schulterherein aber gar nicht so einfach zu reiten: man muss die korrekten Hilfen im Kopf haben und auch umsetzen, seinen eigenen Körper und den des Pferdes koordinieren und schnell korrigierend einwirken können. Und auf dem Pferd sieht man nicht einmal, ob alles korrekt ausgeführt wird, man muss es fühlen. Hat man keinen Trainer oder eine Stallkollegin zur Hilfe wird die eigene Fehlerkorrektur sehr schwer.</p>



<p>Deshalb erkläre ich heute, wie man das Schulterherein vom Boden aus üben kann.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kurz: Was ist Schulterherein und was bewirkt es</strong></h2>



<p>Beim Schulterherein ist das Pferd gegen die Bewegungsrichtung gebogen. Es läuft auf drei, beziehungsweise in der klassischen Reitweise auf vier, Hufschlägen seitwärts-vorwärts. Schaut man sich das Pferd von hinten an sieht man entweder drei oder alle vier Beine. Will man das Schulterherein auf drei Hufschlägen üben, muss das Pferd mehr gebogen und weniger abgestellt werden &#8211; ich erkläre das bei der Hilfengebung noch einmal genauer.</p>



<p>Durch die Biegung des Pferdes überkreuzt es die Hinterbeine. Das bewirkt, dass das innere Hinterbein mehr unter den Schwerpunkt tritt und das Pferd sich somit mehr versammelt. Es wird mehr Gewicht von der Hinterhand aufgenommen und die äußere Schulter wird freier und lockert sich.</p>



<p>Das Schulterherein ist also versammelnd und lockernd. Je nach natürlicher Schiefe des Pferdes kann man es prima zur <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener">Geraderichtung</a> und Dehnung der Muskulatur einsetzen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Vorteile des Schulterhereins vom Boden</strong></h2>



<p>Wie fast alle Übungen lässt sich das Schulterherein hervorragend vom Boden aus vorbereiten und üben. Es hat dadurch genauso eine positive Wirkung wie wenn man es vom Sattel aus reitet und zusätzlich gibt es noch ein paar Vorteile:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Man kann sich mehr <strong>auf das Pferd konzentrieren</strong> und ist nicht mit dem eigenen Sitz beschäftigt</li>



<li>Junge oder unerfahrene Pferde können am Boden lernen, was der Mensch von ihnen möchte ohne, dass sie zusätzlich sein Gewicht ausbalancieren müssen</li>



<li>Bei untrainierten Pferden kann so sanft <a href="https://herzenspferd.de/pferd-muskelaufbau/" target="_blank" rel="noopener">Muskulatur aufgebaut</a> und gedehnt werden</li>



<li>Vor allem ungeübtere Reiter sehen Fehler besser und können schneller darauf reagieren als im Sattel</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Hilfen beim Schulterherein vom Boden</strong></h2>



<p>Wenn Du mit Deinem Pferd das Schulterherein üben möchtest solltest Du das idealerweise mit einem gut passenden Kappzaum tun. Zur Not geht es aber auch mit Halfter. Auch mit Trense kann man es üben, dann sehen die Hilfen aber ein wenig anders aus als die, die ich hier erkläre.</p>



<p>Zusätzlich brauchst Du eine Gerte als Verlängerung deines Arms, um die Hinterhand gezielt ansprechen zu können.</p>



<p>Als erstes solltest Du entscheiden, ob Du das Schulterherein auf drei oder vier Hufschlägen üben möchtest. Bei drei Hufschlägen muss sich das Pferd mehr biegen, gerade jüngeren oder sehr steifen Pferden fällt es oft leichter erst mal auf vier Hufschlägen zu laufen. Je nachdem wie Du Dich entscheidest musst Du Dein Pferd mehr oder weniger abstellen (siehe Bilder).</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Mehr zu <a href="http://360gradpferd.de/stellung-und-biegung/" target="_blank" rel="noopener">Stellung und Biegung</a> kannst Du bei den Pferdefreunden lesen.</span></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="351" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-Draufsicht-e1437573142956-1.jpg" alt="Schulterherein Draufsicht" class="wp-image-2223" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-Draufsicht-e1437573142956-1.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-Draufsicht-e1437573142956-1-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="351" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-4-Hufschlaege-Draufsicht-e1437573201825-1.jpg" alt="Schulterherein 4 Hufschläge" class="wp-image-2224" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-4-Hufschlaege-Draufsicht-e1437573201825-1.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-4-Hufschlaege-Draufsicht-e1437573201825-1-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure>





<h3 class="wp-block-heading"><strong>Schulterherein Schritt für Schritt</strong></h3>



<p>Ich erkläre hier das Schulterherein auf der linken Hand. Auf der rechten Hand geht es parallel, nur eben rechts.</p>



<p><strong>1.</strong> Fasse den Strick etwa 20cm unterhalb des Karabinerhakens in Deiner linken Hand. Der Strick sollte lange genug sein, dass Du mit geschlossener Hand noch an die Ganasche Deines Pferdes kommst. Das ist nötig, wenn es seinen Kopf zu sehr zu Dir dreht. Die Gerte hast Du in Deiner rechten Hand</p>



<p><strong>2.</strong> <strong>Laufe auf Schulterhöhe Deines Pferdes.</strong> Dein Oberkörper ist leicht zum Pferd gedreht und die Gerte zeigt waagerecht nach hinten zur Hinterhand. Du rahmst also Dein Pferd zwischen Deiner linken Hand mit dem Strick und der rechten Hand mit der Gerte ein. Achte darauf, dass Du weiter <strong>geradeaus</strong> läufst und Deine Beine nicht seitwärts überkreuzt.</p>



<p><strong>3.</strong> <strong>Veranlasse Dein Pferd dazu seinen Kopf leicht zu Dir nach links zu stellen.</strong> Dazu kannst Du sanft am Strick zupfen bis Dein Pferd reagiert. Du solltest auf keinen Fall seinen Kopf zu Dir ziehen, dadurch verwirft sich Dein Pferd schnell im Genick und reagiert auf Deinen Druck mit Gegendruck. Dein Pferd sollte seinen Kopf auch nicht zu sehr zu Dir drehen, sondern ihn nur leicht nach innen nehmen (siehe Bilder).</p>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="394" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Genickstellung-e1437573345242-1.jpg" alt="Genickstellung Schulterherein" class="wp-image-2225" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Genickstellung-e1437573345242-1.jpg 150w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Genickstellung-e1437573345242-1-114x300.jpg 114w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure>



<p><strong>Läuft Dein Pferd an Dir vorbei nach innen</strong> musst Du etwas weiter vorne gehen. Dreht es den Kopf zu weit zu Dir hebst Du die linke Hand mit dem Strick auf Höhe seiner Ganaschen. Meist reicht das als Korrektur. Drückt Dein Pferd weiter nach innen kannst Du leicht gegen die Ganasche drücken oder sogar den Knauf der Gerte an die Schulter legen um es auch dort zu begrenzen.</p>



<p><strong>Läuft Dein Pferd zu schnell nach vorne</strong> versuche es durch Stimmkommando und Zupfen am Strick zu bremsen. Achte hier darauf, dass Du nicht zur Seite zu Dir hin zupfst, sondern <strong>mit der Hand in Richtung Brust</strong> gehst. Damit ziehst Du beim Bremsen den Pferdekopf nicht ungewollt zu Dir.</p>



<p><strong>4.</strong> Hat Dein Pferd seinen Kopf etwas zu Dir gebogen hebst Du die Gerte waagerecht zur Hinterhand. Bei den meisten Pferden reicht das aus um die Schulter etwas nach innen kommen und die Hinterhand weichen zu lassen. Ist das nicht der Fall kannst Du die Gerte sanft antippend einsetzen bis die Hinterhand seitwärts-vorwärts weicht und überkreuzt.</p>



<p><strong>5.</strong> Ganz wichtig: laufe weiter geradeaus &#8211; nur Dein Oberkörper ist dem Pferd leicht zugewandt, Deine Beine laufen aber geradeaus. <strong>Mache Dich groß, halte Dich gerade und schaue nach vorne.</strong> Besonders wenn man sich konzentriert macht man schnell die seltsamsten Verrenkungen. Für Dein Pferd ist aber unheimlich wichtig, dass Deine Körpersprache klar bleibt. Viele Leute schauen auch ständig auf die Hinterhand ihres Pferdes. Versuche das zu vermeiden, denn dann drehst Du deinen Oberkörper zu stark und Dein Pferd wird vermutlich zu sehr mit der Hinterhand herumdrehen und zu dir nach innen laufen.</p>



<p><strong>6.</strong> <strong>Halte ein gleichmäßiges, nicht zu schnelles, nicht zu langsames Tempo.</strong> Je nach Ausbildungsstand des Pferdes reichen schon ein paar Tritte im Schulterherein oder Du kannst eine ganze lange Seite ablaufen. Schulterherein lässt sich auch auf der Diagonalen oder auf einem Zirkel üben.</p>



<p><strong>7.</strong> Zum <strong>Anhalten</strong> läufst Du einfach etwas schneller und richtest den Kopf Deines Pferdes wieder gerade, bis es wieder gerade auf dem Hufschlag ist. Dann gibst Du das Kommando zum Anhalten. Du kannst auch in der Biegung anhalten, dann solltest Du aber schon etwas erfahrener sein und die Hilfen punktgenau geben könnn.</p>



<p><span style="color: #999999;"><strong>Lesetipp: </strong>Für die Fortgeschritteneren gibt es </span><a href="http://annaeichinger.com/schulterherein-das-aspirin-der-reitkunst/" target="_blank" rel="noopener">hier</a> <span style="color: #999999;">und </span><span style="color: #e73aa0;"><a href="http://annaeichinger.com/schulterherein-probleme/" target="_blank" rel="noopener">hier</a><span style="color: #999999;"> zwei tolle Artikel zum Schulterherein von Anna Eichinger.</span></span></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Das Schulterherein vom Boden aus ist kein Hexenwerk. Gerade für Reiter, die Probleme mit dem Schulterherein im Sattel haben und junge, unerfahrene Pferde ist es von großem Vorteil erst vom Boden aus zu üben.</p>



<p>Wie immer gehört natürlich auch hier etwas Übung dazu und man sollte sich die ersten paar Male von einem Trainer oder einer erfahrenen Stallkollegin korrigieren lassen. Dieser Artikel ersetzt natürlich keinen Unterricht mit einem ausgebildeten Trainer vor Ort. Am Besten suchst Du Dir einen guten Reitlehrer, der Dich unterstützt!</p>



<p>Es auszuprobieren lohnt sich aber definitiv!</p>





<p><strong>Hast Du schon einmal versucht Schulterherein vom Boden aus zu üben? Vielleicht hast Du ja noch ein paar Tipps für uns?!</strong></p>



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