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	<title>Respekt Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Respekt Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Mein Pferd buckelt &#124; Was kann ich tun wenn &#8230; ?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2020 15:01:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein buckelndes Pferd ist für jede/n Reiter/in unangenehm und kann sogar potenziell gefährlich werden! Was die Ursachen für das Buckeln sein können, was Du dagegen tun kannst und wie Du auf einem buckelnden Pferd oben bleibst, erfährst du im Video! (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ein buckelndes Pferd ist für jede/n Reiter/in unangenehm und kann sogar potenziell gefährlich werden! Was die Ursachen für das Buckeln sein können, was Du dagegen tun kannst und wie Du auf einem buckelnden Pferd oben bleibst, erfährst du im Video! (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst):</p>



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<div>
<h2><strong>Ursachen warum das Pferd buckelt<br></strong></h2>
<p>Wenn Dein Pferd buckelt kann das viele verschiedene Ursachen haben:</p>
<ul>
<li><a href="https://herzenspferd.de/schmerzen-erkennen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Schmerzen:</strong></a> Unpassendes Equipment, Blockaden, Probleme mit den Zähnen &#8211; die Liste ist lang. Besonders wenn Dein Pferd plötzlich anfängt zu buckeln und es das vorher nicht getan hat, solltest Du gesundheitlich alles abchecken lassen!</li>
<li><strong>Überforderung:</strong> Dein Pferd versteht Deine Hilfen nicht und Du machst immer weiter Druck? Oder man hat Dir mal gesagt zur <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Versammlung</a> müsstest Du vorne festhalten und hinten energisch <a href="https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">treiben</a>? Manche Pferde wissen sich in ihrer Überforderung nicht anders zu helfen als zu buckeln. Gerade wenn das Pferd das Gefühl hat es kann in keine Richtung mehr ausweichen, weil Zügel und Schenkel es überall begrenzen, kann es schnell mit Buckeln (oder Steigen) reagieren.</li>
<li><strong>Bewegungsmangel:</strong> Dein Pferd steht &#8211; überspitzt gesagt &#8211; rund um die Uhr in der Box und kommt nur zur Reitstunde raus? Dann kann das Buckeln auch einfach eine Reaktion auf den dauerhaften Bewegungsmangel sein.</li>
<li><strong>Widersätzlichkeit / erlerntes Verhalten:</strong> Manche Pferde haben gelernt, dass sie den Reiter durch Buckeln loswerden können, wenn sie keine Lust mehr auf ihn haben. Vielleicht haben sie mal schlechte Erfahrungen gemacht, haben aus Überforderung oder Schmerz gebuckelt und haben dann gelernt, dass sie sich damit entziehen können. Auch wenn die eigentliche Ursache abgestellt ist, buckeln diese Pferde weiter.</li>
<li><strong>Freude beim Angaloppieren:</strong> Im Frühjahr geht&#8217;s endlich wieder auf die Galoppwiese und das Pferd macht ein paar Freudenbuckler? Definitiv keine böse Absicht! Und meistens auch nicht so schlimm, dass man die nicht sitzen kann, wenn man einigermaßen Sattelfest ist.</li>
<li>etc.</li>
</ul>
<p>Es ist wichtig, dass Du die Ursache für das Buckeln Deines Pferdes herausfindest und an ihr arbeitest &#8211; nur so wirst Du langfristig verhindern können, dass Dein Pferd buckelt.</p>

</div>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was tun, wenn das Pferd buckelt<br></strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das wichtigste beim buckenden Pferd ist natürlich an der Ursache zu arbeiten &#8211; das Zweitwichtigste ist, möglichst einzugreifen noch bevor das Pferd losbuckelt. Dazu musst Du lernen die Anzeichen zu erkennen, z.B. Dein Pferd nimmt seinen Kopf runter und wölbt den Rücken auf, spannt sich an, schlägt mit dem Kopf, etc.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn diese Anzeichen auftauchen, kannst Du folgendes tun:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Dein Pferd buckelt eher auf der Stelle:</strong> Gib eine <a href="https://herzenspferd.de/zuegelfuehrung-zuegelhilfen-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zügelhilfe</a> nach oben und nimm damit den Kopf Deines Pferdes hoch, es soll nicht nach unten &#8222;abtauchen&#8220;. Treibe Dein Pferd energisch und konsequent vorwärts (und gibt dabei auch wieder Zügel nach). Dazu kannst Du Dir auch eine/n Helfer/in am Boden dazuholen, der/die Dir beim Vorwärtstreiben hilft, wenn Du Dich mehr auf das Sitzenbleiben konzentrieren musst.</li>



<li><strong>Dein Pferd buckelt und rennt dabei:</strong> Gib eine <a href="https://herzenspferd.de/zuegelfuehrung-zuegelhilfen-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zügelhilfe</a> nach oben und nimm damit den Kopf Deines Pferdes hoch, es soll nicht nach unten &#8222;abtauchen&#8220;. Lenke Dein Pferd auf eine Volte (möglichst schon bevor es buckelt), das macht es ihm schwerer zu buckeln. Du kannst auch versuchen es anzuhalten.</li>



<li>In jedem Fall solltest Du energisch und konsequent reagieren und einen kühlen Kopf bewahren. Wenn Du das nicht kannst, weil die <a href="https://herzenspferd.de/angst-beim-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Angst</a> mitspielt (was völlig verständlich ist), wäre es vielleicht eine gute Idee jemanden zu suchen der keine Angst hat, sattelfest ist und das Pferd durch seine &#8222;Buckelattacken&#8220; hindurchreitet. Es ist unheimlich wichtig, dass das Pferd nicht lernt, dass es mit dem Buckeln durchkommt. Hat es einmal verstanden, dass es damit seinen Reiter loswerden kann, braucht es konsequente Arbeit um ihm das wieder abzugewöhnen.</li>



<li>Deshalb ist es auch wichtig, dass Du Dein Pferd nach dem Buckeln arbeiten lässt. Es soll nicht lernen, dass es danach eine Pause bekommt. Diese Arbeit kannst Du auch vom Boden aus machen, wenn Du Dir nach dem Buckeln zu unsicher bist. Sollte Dein Pferd Dich heruntergebuckelt haben, solltest Du natürlich erst mal sicherstellen, dass es Dir gut geht und Du keine Verletzungen hast (siehe <a href="https://herzenspferd.de/erste-hilfe-reiter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erste Hilfe für Reiter</a>), bevor Du weiter mit ihm arbeitest. Auch hier könntest Du Dein Pferd an jemand Anderen abgeben, der noch kurz was mit ihm macht.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>So bleibst Du auf einem buckelnden Pferd oben<br></strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du das Buckeln nicht schon im Ansatz verhindern konntest und Dein Pferd nun doch loslegt, solltest Du beim Sitz darauf achten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Knie dran ans Pferd.</li>



<li>Gehe in den Sicherheitssitz, das heißt Deine Fußspitzen sollten vor deinen Knien sein &#8211; also Unterschenkel leicht nach vorne.</li>



<li>Achte darauf, dass Deine Unterschenkel bei den Bucklern nicht nach hinten kommen. Fällt Dein Oberkörper nach vorne und Deine Unterschenkel gehen nach hinten bist Du beim nächsten Buckler sofort unten.</li>



<li>Gleiche die Bewegung Deines Pferdes mit Deinem Oberkörper aus.</li>



<li>Gehe evtl. in einen leichten Entlastungssitz (trotzdem dran denken die Unterschenkel etwas nach vorne zu nehmen) um die Sprünge besser ausbalancieren zu können.</li>



<li>Halte Dich bei Bedarf am Sattel, dem Maria-Hilfs-Riemchen, dem Vorderzeug oder der Mähne Deines Pferdes fest.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit<br></strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein buckelndes Pferd kann super unangenehm sein. Aber mit der Kombination aus Ursachenforschung und -bekämpfung und konsequentem Oben-bleiben wenn das Pferd buckelt, kann man da eigentlich ganz gut dran arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Härtefällen, in denen das Pferd gelernt hat das Buckeln gezielt einzusetzen um seinen Reiter loszuwerden, solltest Du in Betracht ziehen einen Profi oder eine/n mutige/n Stallkollegen/in zur Hilfe zu holen der/die sattelfest ist und das Pferd durch diese Phasen hindurchreiten kann. Hier ist es wirklich essentiell, dass das Pferd lernt, dass ihm das Buckeln nichts bringt!</p>



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		<title>Futterlob &#038; Futtererziehung beim Pferd + Grastraining!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2020 15:01:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Pferd mit Futter zu trainieren oder zu belohnen wird in der Reiterwelt gerne mal diskutiert: Die einen finden es super, die Anderen halten absolut gar nichts davon. Was ich von Futterlob halte, wie meine Regeln zur Futtererziehung aussehen und was ich mache, wenn das Pferd beim Spazierengehen oder Ausreiten ständig Gras fressen will, erfährst [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Pferd mit Futter zu trainieren oder zu belohnen wird in der Reiterwelt gerne mal diskutiert: Die einen finden es super, die Anderen halten absolut gar nichts davon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich von Futterlob halte, wie meine Regeln zur Futtererziehung aussehen und was ich mache, wenn das Pferd beim Spazierengehen oder Ausreiten ständig Gras fressen will, erfährst Du im Video (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst):</p>



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<div>
<h2><strong>Futterlob: Vor- und Nachteile<br></strong></h2>
<p>Die Vorteile vom Training und Lob mit Futter liegen auf der Hand: Futter ist ein Grundbedürfnis des Pferdes und die meisten Pferde sind unheimlich motiviert, wenn es um Futter geht. Damit kann das Training mehr Spaß machen und man kann seine Trainingsziele teilweise schneller erreichen.</p>
<p>Die Kehrseite der Medaille ist, dass manche Pferde durch den Einsatz von Futter gierig, aufdringlich oder sogar aggressiv werden können. Manche sind so übermotiviert, dass das Training in Stress ausartet.</p>
<p>Ein weiterer Grund, warum manche Menschen gegen den Einsatz von Futterlob beim Pferd sind ist, dass Pferde in freier Wildbahn sich gegenseitig kein Futter geben. Ihr Argument ist, dass der Mensch sich durch den Einsatz von Futterlob dem Pferd als rangniedriger darstellt, weil ein ranghöheres Pferd ein rangniedrigeres Pferd vom Futter wegtreiben würde.</p>
<p>Mal davon abgesehen, dass die Rangordnungstheorie mittlerweile ziemlich überholt ist (und Pferde sich nur gegenseitig vom Futter wegtreiben, wenn es nicht genug Futter gibt bzw. es auf zu wenig Fläche verteilt ist), sollte man sich schon im Klaren darüber sein, dass unsere Pferde wissen, dass wir keine Pferde sind. Wir stehen als Mensch mit unserem Pferd nicht in Konkurrenz um Ressourcen wie Futter, Lebensraum oder Ähnlichem. Natürlich müssen wir versuchen die Sprache der Pferde zu sprechen, aber die reine Gabe von Futter ist in der Regel unproblematisch (schließlich wird das Pferd auch ohne den Einsatz von Leckerlis im Training täglich vom Menschen mit Futter versorgt).</p>
<p>Was wir tatsächlich nicht zulassen sollten, ist, dass unser Pferd uns bedrängt, wenn es um Futter geht. Da kommt dann die Futtererziehung ins Spiel.</p>

</div>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Futtererziehung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sehe das Thema Futterlob &#8211; wie so viele Themen im Reitsport &#8211; nicht ganz so dogmatisch. Bei manchen Pferden setze ich Futterlob ein, bei anderen nicht. Gerade bei zurückhaltenden, in sich gekehrten oder unmotivierten Pferden habe ich super Erfahrungen mit Futterlob gemacht. Während ich bei sowieso schon charakterstarken und aufdringlichen Pferden eher vorsichtig bin. Wobei ich der Meinung bin, dass man mit der richtigen Erziehung bei jedem Pferd Futterlob einsetzen kann (wenn es nicht aus gesundheitlichen Problemen keine Leckerlis bekommen darf).</p>





<h3 class="wp-block-heading"><strong>Futterregeln</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe ein paar Regeln, die ich den Pferden beibringe mit denen ich arbeite und die ich konsequent durchsetze:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Es gibt kein Futter, wenn das Pferd bettelt:</strong> So lange das Pferd bettelt wird es ignoriert. Sobald es kurz damit aufhört, bekommt es seine Belohnung. Wenn Dein Pferd beim Betteln sehr aufdringlich ist, kannst Du es zum Üben hinter einen Zaun stellen, so dass es Dich nicht erreichen kann. Wenn Dein Pferd nach der Futtergabe wieder anfängt zu betteln, ignorierst Du es so lange (hier kann es auch helfen sich wegzudrehen), bis es aufhört, dann bekommt es wieder ein Leckerli.</li>



<li><strong>Es gibt kein Futter, wenn das Pferd aufdringlich ist, an der Jacke/dem Leckerlibeutel rumknabbert oder schnappt:</strong> Genau wie beim bettelnden Pferd bekommt das Pferd hier nur etwas, wenn es sich höflich benimmt. Ein aufdringliches Pferd, das Dir zu nahe kommt, dich bedrängt oder nach Dir <a href="https://herzenspferd.de/pferd-beisst/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schnappt</a>, solltest Du energisch wegschicken.</li>



<li><strong>Das Pferd bekommt sein Leckerli nicht in meinem Körperbereich:</strong> Wenn Du Deinem Pferd ein Leckerli gibst, dann nicht in der Nähe Deines Körpers oder Deiner Jackentasche/dem Leckerlibeutel. Stattdessen hältst Du den Leckerli in den Bereich Deines Pferdes oder sogar auf die Seite seines Kopfes, die von Dir entfernt ist (so dass Dein Pferd seinen Kopf von Dir wegdrehen muss). Auch hier kannst Du das mit einem Zaun zwischen Dir und Deinem Pferd üben, falls es zu aufdringlich ist.</li>



<li><strong>Wenn mein Pferd aufdringlich wird, schicke ich es weg &#8211; ich bin nicht der, der ausweicht:</strong> In den Punkten davor habe ich schon erklärt, dass Du Dein Pferd wegschicken solltest, wenn es zu aufdringlich wird. In der Pferdewelt ist der der &#8222;Chef&#8220;, der den anderen bewegt. Du möchtest Dich also nicht von Deinem Pferd wegdrängen lassen, sondern Du bist derjenige, der sich Platz verschafft, wenn es Dir zu nahe kommt.</li>
</ul>





<h3 class="wp-block-heading"><strong>Grastraining</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem im Frühjahr sind viele Pferde richtig ausgehungert auf das frische, grüne Gras. Gerade zu der Zeit taucht dann oft das Problem auf, dass das Pferd beim <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ycpijNsljiw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spazierengehen</a> oder beim Ausreiten Gras fressen will und davon kaum (oder gar nicht) abzuhalten ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um dem Pferd das unkontrollierte Fressen abzugewöhnen, kannst Du folgendes machen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sobald das Pferd Anzeichen zeigt, dass es gleich zum Gras abtauchen wird, lässt Du es arbeiten: Reite Volten, Schenkelweichen, Seitengänge, Übergänge, Achten (das kannst Du auch vom Boden aus machen, wenn Du mit Deinem Pferd spazieren gehst). Es ist völlig egal was Du tust, Hauptsache Du beschäftigst Dein Pferd und es ist anstrengend. Wenn Du das jedes Mal konsequent so machst, wird Dein Pferd lernen, dass es immer dann unangenehm oder anstrengend wird, wenn es Gras fressen will. Pferde sind von Natur aus Energiesparer und möchten möglichst wenig Anstrengung, deshalb wird es mit der Zeit weniger nach Gras schnappen. Entscheidend ist hier, dass Du schon eingreifst bevor Dein Pferd zum Gras abtauchen kann &#8211; wenn es einmal den Kopf runtergerissen hat, wirst Du es nämlich kaum wieder hochholen können, dazu haben die meisten Pferde einfach zu viel Kraft im Hals.</li>



<li>Alternativ (oder in Verbindung damit) kannst Du Deinem Pferd beibringen, dass es nur auf Dein Signal hin Gras fressen darf. Dein Pferd lernt dann, dass es zwar nicht Gras fressen darf wann es möchte, es aber trotzdem etwas Gras abbekommt, weil Du irgendwann das Signal gibst. Das ist für viele Pferde einfacher auszuhalten als gar nicht fressen zu dürfen. Um das Deinem Pferd beizubringen, solltest Du in einem Moment, in dem es nicht selbst nach dem Gras schnappt, ein Signalwort geben (z.B. &#8222;Gras&#8220;), die Zügel lang lassen und es fressen lassen. Wenn Dein Pferd dann irgendwann den Kopf hebt (und das tun sie alle), reitest Du energisch weiter. Nach ein paar Schritten (und nur wenn es nicht nach Gras schnappt) gibst Du dann wieder das Signalwort, lässt die Zügel lang und Dein Pferd darf fressen, bis Du wieder weiterreitest. Wenn Du das ein paar Mal wiederholst wird Dein Pferd vermutlich relativ schnell das Signalwort erkennen und lernen, dass es fressen darf, aber eben nur wenn das Signal kommt.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Deine Erziehungsmaßnahmen über einen längeren Zeitraum so gar nicht wirken wollen, solltest Du auf jeden Fall auch mal überprüfen ob Dein Pferd generell genug zu Fressen bekommt oder irgendwelche Nährstoffmängel hat. Futtererziehung bei einem hungrigen Pferd ist natürlich ungleich schwieriger.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Futtererziehung hat sehr viel mit Konsequenz zu tun. Du musst Deine Futterregeln jeden Tag auf&#8217;s Neue durchsetzen und nicht nur, wenn Du gerade Lust hast und dran denkst. Nur wenn Du da konstant dran bleibst kommst Du wirklich weiter. Futter ist ein Grundbedürfnis des Pferdes, deshalb ist gerade hier die Erziehung nicht nur super wichtig, sondern auch manchmal etwas schwieriger oder langwieriger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Futterregeln gelten übrigens nicht nur für Leckerlis, sondern auch für den Zeitpunkt, wenn ich meinem Pferd sein Müsli oder sontiges Futter gebe. Es bringt nichts bei Leckerlis auf die Regeln zu achten, wenn mein Pferd mich dann nach der Reitstunde über den Haufen rennen darf um an sein Müsli zu kommen!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #dd1155;"></span></p>



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		<title>12 Vokabeln der Pferdesprache, die Du kennen solltest!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2016 07:01:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es wird ja immer viel über&#8217;s Pferdeflüstern geredet. Dabei finde ich das Hinsehen und Zuhören so viel wichtiger! Wer keine &#8222;Ich Chef, du nix!&#8220;-Beziehung zu seinem Pferd möchte, kommt nicht darum herum, auch mal zuzuhören und das Pferd zu Wort kommen zu lassen. Damit man das kann, muss man natürlich verstehen, was das Pferd einem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Es wird ja immer viel über&#8217;s Pferdeflüstern geredet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei finde ich das Hinsehen und Zuhören so viel wichtiger! Wer keine &#8222;Ich Chef, du nix!&#8220;-Beziehung zu seinem Pferd möchte, kommt nicht darum herum, auch mal zuzuhören und das Pferd zu Wort kommen zu lassen. Damit man das kann, muss man natürlich verstehen, was das Pferd einem mitteilen möchte. Ein paar grundlegende &#8222;Vokabeln&#8220; bzw. Verhaltensweisen der Pferdesprache &#8211; so wie ich sie gelernt habe &#8211; habe ich in diesem Artikel zusammengefasst. Es sind etwas mehr &#8222;negative&#8220; Signale, weil ich es bei diesen schlimmer oder gefährlicher finde, wenn sie nicht erkannt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Verhalten von Pferden zu deuten ist nicht immer einfach und ein sehr komplexes Thema. Wie wir Menschen auch, haben Pferde verschiedene Persönlichkeiten und kommunizieren dementsprechend auch nicht alle gleich. Wenn Du Dein Pferd gut kennenlernen möchtest, solltest Du es unbedingt im Umgang mit anderen Pferden beobachten und Dir auch im täglichen Umgang mit ihm die Zeit nehmen sein Verhalten zu analysieren und verstehen zu wollen.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Peitschender Schweif</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Pferd schlägt natürlich zuallererst mit dem Schweif, um Fliegen loszuwerden. Man sieht dieses Verhalten aber auch, wenn gar keine Fliegen da sind. Dann kann es ein Anzeichen dafür sein, dass sich das Pferd ärgert, sich nicht wohlfühlt oder etwas Unangenehmes loswerden will. Unter dem Sattel (oder bei der Bodenarbeit) kann damit durchaus der Reiter gemeint sein, der zum Beispiel zu viel verlangt oder zu grob ist. Wer beim nächsten Turnier (oder in der Reitstunde) mal auf den Schweif der Pferde achtet, wird das relativ häufig sehen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Angelegte Ohren</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das wissen oft auch Nicht-Pferdemenschen: angelegte Ohren sind eine Warnung in der Pferdesprache. Wenn Dein Pferd seine Ohren flach nach hinten presst solltest Du vorsichtig sein und herausfinden, woran das liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es gibt jedoch viele andere Situationen, in denen die Ohren nach hinten geklappt sind, die aber nichts mit Aggression oder Warnung zu tun haben.</strong> <a href="https://herzenspferd.de/angelegte-ohren-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Dazu habe ich hier einen ausführlicheren Artikel geschrieben.</a> Nur wirklich flach angepresste Ohren &#8211; eventuell in Kombination mit angespanntem Maul und gekräuselten Nüstern &#8211; sind als Warnung gemeint.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Stampfen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stampfen mit einem Vorder- oder Hinterbein ist meist ein Zeichen von Ungeduld oder Unmut. Steht ein Pferd zum Beispiel lange unbeachtet am Putzplatz, drückt es so seine Langeweile oder den Wunsch, zurück zur Koppel oder zum Stall zu gehen aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann aber auch eine Warnung sein. Putzt Du zum Beispiel an einer Stelle, an der dein Pferd <a href="https://herzenspferd.de/schmerzen-erkennen/" target="_blank" rel="noopener">Schmerzen</a> hat, dann stampft es mit einem Bein oder hebt ein Hinterbein als Warnung an, dass Du das sein lassen sollst. Generell kann das Anheben eines Beines eine Vorstufe (Frühwarnung) des Austretens sein. Wenn Dein Pferd dieses Verhalten zeigt, solltest Du also vorsichtig sein und Dir überlegen, warum es das tut.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Kopfschlagen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kopfschlagen kann &#8211; wie Schweifschlagen &#8211; ein Zeichen für Unmut und Ungeduld sein. Schlägt Dein Pferd beim Reiten mit dem Kopf (wenn keine Fliegen zu vertreiben sind), dann machst Du etwas falsch oder es hat durch vorherige schlechte Erfahrungen Stress und setzt sich so vorsorglich zur Wehr. Dann liegt es an Dir (vielleicht mit Hilfe eines Trainers/einer Trainerin) herauszufinden, wo das Problem liegt und daran zu arbeiten.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Wegschauen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Menschen nehmen es persönlich und sind ein bisschen angefressen, wenn das Pferd während des Trainings wegschaut. Grundsätzlich sollte man nichts, was das Pferd tut, als persönliche Beleidigung sehen, es handelt nun mal nach seiner Natur. Vielleicht hat es etwas gehört, was wir nicht hören können (Pferde haben ein sehr viel besseres Gehör als Menschen) und schaut nur weg um sicherzugehen, dass keine Gefahr droht. Oder wir machen gerade zu viel Druck und das Wegschauen ist eine Beschwichtigungsgeste (<a href="https://herzenspferd.de/pferdesprache-beschwichtigungssignale/" target="_blank" rel="noopener">darüber habe ich hier ausführlicher geschrieben</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Dein Pferd also wegschaut, bleib entspannt und lenke seine Aufmerksamkeit &#8211; etwa durch einen Schritt zur Seite oder ein leises Geräusch &#8211; wieder auf Dich. Überprüfe Dich selbst, ob Du vielleicht gerade viel Druck aufbaust und ob es auch mit weniger geht.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Frontales Anstarren</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Starrt Dich Dein Pferd frontal an und läuft vielleicht sogar dabei in einer direkten Linie auf Dich zu, macht es sich dabei groß und hat keinen entspannten Ausdruck, kann das als Aufforderung zum Ausweichen gemeint sein. Genauso kannst Du das übrigens umgekehrt einsetzen: machst Du Dich vor Deinem Pferd groß und starrst es an, ist das eine Aufforderung zum Stoppen oder Weichen. Wenn Du Dich einem Pferd annähern möchtest, solltest Du entspannt bleiben, es nicht direkt anstarren und auf einer geschwungenen Linie (nicht direkt auf es zu) zu ihm hinlaufen. Das Anstarren und zielstrebig Hinlaufen ist &#8222;Raubtierverhalten&#8220; und für das Fluchttier Pferd eher beunruhigend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hat das Pferd hingegen einen enstpannten Gesichtsausdruck, entspannte Ohren und einen locker getragenen Hals, während es auf Dich zukommt, musst Du Dir keine Gedanken machen &#8211; vielleicht will es einfach nur schnell zu Dir, weil es Deine Gesellschaft genießt oder auf ein Leckerli hofft.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>7. Ein Ohr bei Dir</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist ein gutes Zeichen! Es bedeutet nämlich, dass Dein Pferd sich auf Dich konzentriert und Dir zuhört. Man sieht das vor allem in der Bodenarbeit, aber auch beim Reiten: dann dreht Dein Pferd seine Ohren zurück zu Dir.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>8. Parallel stehen oder laufen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Befreundete Pferde fressen oft parallel nebeneinander, sie laufen beim Spiel parallel, sie putzen sich gegenseitig parallel. Parallel stehen oder gehen signalisiert also in der Regel Freundschaft. Ich bleibe nach dem Training oft noch eine kleine Weile neben meiner Reitbeteiligung stehen, dann schauen wir zusammen in die Gegend, seufzen ein bisschen und lassen so die gemeinsame Zeit ausklingen. Für mich ist das ein wichtiger Baustein für eine gute Beziehung zu meinem Pferd.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>9. Mit der Schulter schieben</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dein Pferd schiebt Dich beim Laufen mit der Schulter weg, bzw. drängt Dich ab? Das solltest Du nicht zulassen, denn es bedeutet, dass Dein Pferd führt und es unter Umständen an Respekt vor Dir mangelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So etwas kann sich auch schon im ganz Kleinen zeigen: Du putzt Dein Pferd und es macht einen minimalen Ausfallschritt zu Dir hin &#8211; wenn Du dann ausweichst (und das machen viele von uns ganz unbewusst, wenn sie sich nicht genug auf das Pferd konzentrieren &#8211; z.B. beim Gespräch mit der Stallkollegin), hast Du Deinem Pferd signalisiert, dass es Dich bewegen kann und Du gerade &#8222;rangniedriger&#8220; (ich setze das in Anführungszeichen, weil es erstens keine feste Rangordnung gibt und zweitens Du als Mensch vom Pferd sowieso nicht als Pferd gesehen wirst) bist. Solche scheinbar kleinen, unwichtigen Momente, können &#8211; in der Summe und je nach Pferd &#8211; der erste Schritt in Richtung eines Respektproblems sein. Ich achte am Anfang sehr sehr genau auf solche vermeintlichen Kleinigkeiten, viele Probleme entstehen dann erst gar nicht.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>10. Die Hinterhand zudrehen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dreht Dein Pferd Dir bewusst sein Hinterteil hin, ist das eines der deutlichsten Warnzeichen in der Pferdesprache. Die nächste Eskalationsstufe wäre ein angehobenes Bein und wenn auch darauf nicht reagiert wird, möglicherweise ein Tritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Alltag werden wohl die wenigsten Reiter so etwas erleben, denn Pferde sind grundsätzlich friedliche Lebewesen und die meisten Menschen treiben es nicht so weit, dass ihr Pferd sich auf diese Art wehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tut Dein Pferd es doch, gilt es herauszufinden, warum. Vor einigen Jahren habe ich ein mir unbekanntes Pferd von der Koppel geholt. Die Stute ließ sich entspannt aufhalftern und lief auch ein paar Schritte mit mir mit &#8211; bis sie mir plötzlich aus heiterem Himmel den Strick aus der Hand riss und ihr Hinterteil zudrehte. Ich war ziemlich perplex, machte einen Schritt zur Seite und wartete, bis sie wieder etwas entspannter war. Dann nahm ich den Strick &#8211; sie war freundlich &#8211; und ging wieder mit ihr los. Das gleiche Spiel begann von vorne. Die Stute hatte so ein Verhalten noch nie gezeigt und alle waren ratlos. Nach kurzer Suche hat sich dann herausgestellt, dass sie am Unterkiefer einen dick angeschwollenen Insektenstich hatte und der Ring des Halfters beim Laufen dagegenschlug. Sie hatte also Schmerzen, hat diese mit mir in Verbindung gebracht und mir mit deutlicher Warnung gesagt, damit aufzuhören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So eine Warnung ist also erst mal nichts Schlechtes oder böser Wille des Pferdes. Man sollte die Nerven behalten, sich aus der Gefahrensituation bringen und dann ruhig nach dem Grund für das Verhalten suchen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>11. Schmerzgesicht</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder, der mit Pferden zu tun hat, sollte in der Lage sein zu erkennen, wann sie Schmerzen haben. Ein nicht unwesentliches Erkennungsmerkmal ist das Schmerzgesicht: <a href="https://herzenspferd.de/schmerzen-erkennen/" target="_blank" rel="noopener">hier kannst Du mehr darüber lesen.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>12. Gähnen und Kauen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gähnen und Kauen können &#8211; besonders während intensiven Trainings &#8211; Beschwichtigungssignale sein. Pferde zeigen solche Signale, wenn sie sich unter Druck fühlen oder wenn sie nach einer angespannten Situation wieder entspannen. <a href="https://herzenspferd.de/pferdesprache-beschwichtigungssignale/" target="_blank" rel="noopener">Mehr über Beschwichtigungssignale, was sie bedeuten und wie Du damit umgehen kannst, findest Du hier.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zusammenfassung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich gibt es noch sehr viel mehr Signale, die unsere Pferde uns schicken. Und je nach Situation und Kontext haben die gleichen Signale auch unterschiedliche Bedeutungen. Wer sein Pferd wirklich verstehen und die Pferdesprache lernen will, kommt nicht darum herum es im Umgang mit anderen Pferden zu beobachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann nur jedem raten, sich die Zeit zu nehmen, regelmäßig Pferde auf der Koppel zu beobachten. Vielleicht findet man eine erfahrene Stallkollegin, die anfangs das Verhalten erklären und auf besonders feine Signale hinweisen kann. Darüber hinaus hilft nur Zeit, Geduld und Interesse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr zum Thema natürliches Pferdeverhalten findest Du auf der <a href="https://marc-lubetzki.de/blog" target="_blank" rel="noopener">Seite des Tierfilmers Marc Lubetzki</a>, der regelmäßig und über einen langen Zeitraum Wildpferdeherden begleitet und in seinem Blog über seine Erfahrungen schreibt.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Habe ich im Artikel etwas vergessen? Welche Signale findest Du noch wichtig?</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/af7acd5e84314ec58542fcaa7e021612" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></h4>



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		<title>So gewinnst Du den Respekt Deines Pferdes &#8211; ganz ohne Gewalt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2015 13:40:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Zeig ihm mal wer der Boss ist!&#8220; &#8222;Die will Dich verarschen, setz Dich durch!&#8220; Diese oder ähnliche Sätze haben wir sicher alle schon gehört. Meistens werden sie gefolgt von einem Vorschlag, wie man denn nun reagieren soll. Und in der Regel ist das mit Gewalt &#8211; das Pferd soll in seine Schranken gewiesen werden und [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>&#8222;Zeig ihm mal wer der Boss ist!&#8220;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>&#8222;Die will Dich verarschen, setz Dich durch!&#8220;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese oder ähnliche Sätze haben wir sicher alle schon gehört. Meistens werden sie gefolgt von einem Vorschlag, wie man denn nun reagieren soll. Und in der Regel ist das mit Gewalt &#8211; das Pferd soll in seine Schranken gewiesen werden und uns respektieren. <strong>Und hier liegt meiner Meinung nach der größte Fehler.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Durch Gewalt erreicht man keinen Respekt. Man erreicht Angst und darauf basierende Folgsamkeit. Resignation oder Wut.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles Gefühle, die Du bei Deinem Pferd hoffentlich nicht verursachen möchtest und die unter Umständen gefährliche Auswirkungen haben können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;"><strong>Lesetipp:</strong> Wege zum Pferd spricht</span> <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2015/06/16/ein-offener-brief/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die alltägliche Gewalt gegenüber Pferden</a> <span style="color: #808080;">in einem sehr lesenswerten offenen Brief an.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Respekt &#8211; was ist das eigentlich?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube eines der Probleme liegt in dem Verständnis &#8211; oder dem Mangel davon &#8211; von Respekt. Respekt ist für mich nicht einseitig, sondern geht in beide Richtungen. Nicht nur mein Pferd soll mich respektieren, sondern auch ich muss meinem Pferd Respekt entgegenbringen.<strong> Und von meinem Pferd möchte ich nicht den &#8222;Furcht-Respekt&#8220;, wie der, den ich damals in der Schule vor der fiesen Physik-Lehrerin hatte, sondern die Art Respekt, bei der man sich gegenseitig wertschätzt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Respekt bedeutet also, den Anderen zu mögen, ihn ernst zu nehmen, ihn wertzuschätzen und sich auf ihn verlassen zu können. Sich vielleicht auch mal zusammenzureißen und etwas zu tun, auf das man eigentlich gar nicht so viel Lust hat. Oder etwas nicht zu tun, von dem man weiß, dass es den Anderen ärgert. Es heißt auch, sich auf den Anderen verlassen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede gute Beziehung basiert auf Respekt. Wenn Einer den Anderen nicht respektiert entsteht ein Ungleichgewicht, das irgendwann zu Problemen führt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Gleichgewicht finden</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem Versuch, den Respekt des Pferdes zu gewinnen, sehe ich <strong>zwei Extreme:</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Jede Regung des Pferdes wird kontrolliert, jeder Schritt in die falsche Richtung bestraft. Mit großer Verbissenheit wird versucht der &#8222;Herdenchef&#8220; zu sein und dem Pferd nichts, aber auch gar nichts durchgehen zu lassen.</li>



<li>Es wird versucht den Respekt und die Zuneigung des Pferdes mit Leckerchen zu erkaufen. Das Pferd darf alles und wird für rücksichtsloses Verhalten meistens auch noch belohnt.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Beides ist falsch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abhängig vom Charakter des Pferdes und vom eigenen Charakter muss eine Balance zwischen den beiden Extremen gefunden werden.</strong> Deshalb kann ich hier auch keine genaue Anleitung schreiben, wie es denn nun richtig ist. Das muss jeder ganz individuell für sich selbst herausfinden. Das eine Pferd bleibt höflich und respektvoll, auch wenn Leckerchen im Spiel sind, während das Andere dann jede gute Erziehung über Bord wirft (was man durch <a href="https://ponyliebe.wordpress.com/2014/12/13/grundlagen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Höflichkeitsübungen</a> aber durchaus korrigieren kann).</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Den Respekt Deines Pferdes gewinnen</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>(Gemeinsame) Zeit</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wie beim <a href="https://herzenspferd.de/10-wege-zum-vertrauen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vertrauensaufbau</a> braucht es auch beim Aufbau von Respekt genügend Zeit. Wir neigen alle dazu, etwas am liebsten sofort und mit wenig Aufwand erreichen zu wollen. Bei der Arbeit mit Pferden ist diese Erwartungshaltung aber Fehl am Platz. Meistens muss man hier nicht in Tagen oder Wochen, sondern in Monaten und Jahren denken. Es wird vermutlich keine Jahre dauern, bis Dein Pferd Dich respektiert (wenn Du denn auch angemessen mit ihm umgehst), aber innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen wird es wahrscheinlich auch nicht soweit sein. Hab Geduld und verbringe viel schöne gemeinsame Zeit mit Deinem Pferd.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Keine Gewalt</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wie schon erwähnt führt Gewalt eher zu Angst und Resignation als zu wahrem Respekt. Dann hast Du am Ende im besten Fall ein Pferd, welches sich in sich selbst zurückzieht und Dir folgt wie ein Roboter. Im schlimmsten Fall hast Du ein Pferd, welches sich gegen Dich wehrt, sei es nun mit Beißen, Treten, Buckeln, Durchgehen, Steigen, &#8230; Die Liste ist lang.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>&#8222;Brenzlige&#8220; Situationen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann verstehen und finde es auch richtig, dass man in Ausnahmesituationen, in denen Du, Dein Pferd oder Andere in Gefahr sind, auch einmal &#8222;härter&#8220; Grenzen setzt. Das möchte ich auch niemandem absprechen. Trotzdem sollte das die absolute Ausnahme sein. Am besten bringst Du Dich und Dein Pferd erst gar nicht in solche Situationen (siehe nächster Punkt)!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit &#8222;härter Grenzen setzen&#8220; meine ich zum Beispiel mit lauter Stimme schimpfen, den Strick ans Pferd schwingen oder mit der Gerte anpitschen. Auch hier meine ich <strong>nicht,</strong> das Pferd minutenlang zu verprügeln. Deine Reaktion soll das Verhalten des Pferdes unterbrechen und ihm zeigen, dass Du es ernst meinst. Du willst Dein Pferd so beeindrucken, dass es genau weiß, dass dieses Verhalten unerwünscht ist. Wie genau das dann aussehen muss ist wiederum ganz vom Pferd abhängig. Ein sensibles Pferd wird schon bei einer lauten Stimme aufhorchen, während das einem selbstbewussten Pferd ganz egal ist. Alessa Neuner hat <a href="http://alessa-neuner.de/beissen-treten-und-andere-unarten-wie-kann-ich-mein-pferd-zu-freundlichkeit-erziehen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> schön beschrieben, wie sie ihrem Araber mit einer Tröte gezeigt hat, dass er gerade zu weit geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ist die akute Gefahrensituation überstanden gilt es herauszufinden wo das Problem lag und dann ohne Gewalt daran zu arbeiten, damit die Situation das nächste Mal gar nicht erst eskaliert.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;"><strong>Lesetipp:</strong> Auf der Pferdeflüsterei findest Du ein paar tolle Gedanken</span> <a href="http://www.pferdefluesterei.de/mehr-sicherheit-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zur Sicherheit mit dem Pferd.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Verlange nur Dinge, die Dein Pferd auch leisten kann</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Oft wollen wir Menschen zu viel zu schnell und überfordern unsere Pferde. Das kann dann zu Situationen führen, in denen Dein Pferd gestresst wird und Du strafen oder Druck ausüben musst. Deshalb solltest Du dringend vermeiden von Deinem Pferd Dinge zu verlangen, für die es noch nicht bereit ist. Wenn Du z.B. weißt, dass es Angst vor Pfützen hat und Du noch nicht mit ihm daran gearbeitet hast, solltest Du nicht versuchen es beim Ausritt &#8222;mal schnell&#8220; durch die große Pfütze auf dem Weg zu treiben. Reite einfach bewusst und mit den passenden Hilfen drumherum und gehe das Problem in Ruhe an wenn Dein Pferd soweit ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ersparst Du Dir und Deinem Pferd eine Menge Stress und Schaden an eurer Beziehung.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Situationen erschaffen, in denen Du loben kannst</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gegensatz des vorherigen Punkts: bringe Dein Pferd bewusst in Situationen, in denen Du es ihm leicht machst das Richtige zu tun und Du es überschwänglich loben kannst. Das ist übrigens eine gute Idee für das <strong>gesamte</strong> Training!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel: Dein Pferd dreht sich beim Aufsteigen immer von Dir weg (<a href="https://herzenspferd.de/pferdefreundlich-aufsteigen-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">steigst Du richtig auf?</a>). Anstatt es zu strafen kannst Du es &#8211; wenn Du von links aufsteigst &#8211; mit seiner rechten Seite parallel zur Bande oder einer Hecke stellen. So kann es sich nicht wegdrehen und Du kannst es freudig loben.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Fairness</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann sicher darüber diskutieren ob Pferde etwas als fair oder unfair empfinden können. In all meinen Jahren mit Pferden hatte ich den Eindruck, dass sie das sehr wohl können. Ich habe viele Pferde gesehen, die sehr wohl wussten, dass sie gerade etwas tun was sie nicht sollen und die dann auch nicht &#8222;eingeschnappt&#8220; waren, als eine Korrektur kam. Genauso habe ich auch Pferde gesehen, die nach einer unfairen Strafe jegliche weitere Mitarbeit verweigerten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Fairness gehört, dass man merkt, wenn man gerade <strong>selbst</strong> das Problem ist und das Pferd nur auf die eigenen Fehler reagiert. So solltest Du zum Beispiel niemals strafen, wenn ein Pferd nicht auf eine von Dir falsch ausgeführte Hilfe reagiert. Wenn Du Deine eigenen Fehler nicht bemerkst &#8211; was nur menschlich ist und uns allen mal so geht &#8211; dann solltest Du Dir dringend <a href="https://herzenspferd.de/einen-guten-reitlehrer-finden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einen Reitlehrer suchen.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Authenzität</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Verstelle Dich nicht. Dein Pferd merkt das. Und wie viel Respekt hast Du vor Leuten, bei denen Du das Gefühl hast sie spielen Dir etwas vor?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr muss ich dazu glaube ich gar nicht sagen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Grenzen setzen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gewaltfrei mit dem Pferd umzugehen bedeutet nicht, keine Grenzen zu setzen. Man geht nur anders an die Sache heran. Wenn mein Pferd mir beim Führen in die Fersen tritt versuche ich es erst sanft und mit Fingerzeig aus meinem persönlichen Raum zu schicken. Reagiert es darauf nicht, wechsele ich die Richtung, so dass es wieder weiter von mir entfernt ist. Das mache ich so lange, bis es genügend Anstand hält. Die ganze Zeit bleibe ich ruhig und geduldig, es dauert so lange wie es dauert!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du clickerst kannst Du das auch gut damit unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Überlege Dir, welches Verhalten Du von Deinem Pferd nicht sehen möchtest und wo <strong>Du</strong> &#8211; ganz individuell &#8211; Deine Grenzen setzt. Dann bringe Deinem Pferd das gewünschte Verhalten bei. Soll es zum Beispiel am Putzplatz ruhig stehen, dann belohne es, wenn es das tut und wenn es nur für eine Sekunde ist. <strong>Es ist immer wirkungsvoller erwünschtes Verhalten zu belohnen als Unerwünschtes zu bestrafen.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Konsequenz / Konsistenz</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hast Du Respekt vor Leuten, die ständig ihre Meinung oder ihr Verhalten ändern? Vermutlich bist Du von ihnen eher genervt und hast keine Lust mit ihnen Zeit zu verbringen. Vielleicht hast Du sogar etwas Angst vor ihnen, weil ihre Reaktionen immer völlig unvorhersehbar sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deinem Pferd geht es nicht anders. Deshalb: sei immer konsistent in Deinem Verhalten &#8211; was heute belohnt wird darf nicht morgen bestraft werden!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kein &#8222;Micromanaging&#8220;</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Unter Micromanaging verstehe ich, dass Du jede Bewegung Deines Pferdes unter Kontrolle haben willst. Ich sehe es gar nicht so selten, dass Leute ihre Pferde richtig &#8222;gängeln&#8220; und wirklich alles verbieten. Das Pferd dreht am Putzplatz den Kopf: es wird geschimpft und der Kopf zurück gezogen. Das Pferd tritt beim Putzen einen Schritt vom Reiter weg, weil es aus dem Gleichgewicht geraten ist (oder irgend ein anderer harmloser Grund): es wird geschimpft und sofort in seine Ursprungsposition getrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Micromanaging gehört &#8211; aus meiner Sicht &#8211; übrigens auch, das Pferd immer am extrem kurzen Strick zu führen, quasi mit der Hand schon am Karabiner. Damit wollen die meisten Leute verhindern, dass das Pferd in der Gegend herumläuft oder -schaut &#8211; meistens sind diese Pferde aber gerade deshalb so zappelig, weil der Mensch ihnen am kurzen Strick zu sehr auf die Pelle rückt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Artgerechte Haltung und passendes Equipment</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe schon mehrfach geschrieben, dass Respekt von beiden Seiten da sein muss. Mein Pferd und seine Bedürfnisse zu respektieren bedeutet für mich auch, dass es <a href="http://kultreiter.de/artgerechte-pferdehaltung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">artgerecht gehalten</a> wird (genug Auslauf, Kontakt zu Artgenossen, ausreichend Futter, etc. Idealerweise ist das für mich ein Offen-/Aktivstall) und dass ich nur passendes Zubehör verwende, das dem Pferd keine Schmerzen bereitet. <a href="http://www.pferdespiegel.com/seminarbericht/sattelcheck/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wann hast Du das letzte Mal überprüft ob der Sattel passt?</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt kein geheimes &#8222;Kochrezept&#8220; oder eine Wunderanleitung in 7 Schritten zum Respekt Deines Pferdes. Du wirst Zeit brauchen. Und es wird auch mal Rückschläge geben. Oder Du hast Glück und Dein Pferd schenkt Dir ganz schnell seinen Respekt. Das kommt ganz auf&#8217;s Pferd an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fakt ist, an einer Beziehung muss man arbeiten. Das ist auch beim Umgang mit Deinem Pferd nicht anders. Die Erwartung, ihm &#8222;befehlen&#8220; zu können Dich zu respektieren solltest Du ablegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Summe aller oben beschriebenen Punkte, die tägliche, geduldige Arbeit und das Setzen von Grenzen wenn nötig, führt früher oder später ganz von selbst dazu, dass Dein Pferd Dich respektiert.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Habe ich noch etwas vergessen? Was gehört für Dich dazu, um den Respekt des Pferdes zu gewinnen?</strong></h4>



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