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	<title>Longieren Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Longieren Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Alternativen zum Reiten: 12 Dinge, die Du mit Deinem Pferd vom Boden aus machen kannst!</title>
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					<comments>https://herzenspferd.de/alternativen-zum-reiten-bodenarbeit/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Aug 2016 13:47:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Pferd ist zum Reiten da &#8211; so sehen das zumindest viele Nicht-Pferdemenschen und auch so mancher Reiter. Aber spätestens wenn man ein junges Pferd hat, eines, das schlecht bemuskelt ist, ein Pony, für das man zu schwer ist, oder ein Pferd, das unterm Sattel Probleme hat, muss man nach Alternativen zum Reiten suchen. Auch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/alternativen-zum-reiten-bodenarbeit/">Alternativen zum Reiten: 12 Dinge, die Du mit Deinem Pferd vom Boden aus machen kannst!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein Pferd ist zum Reiten da &#8211; so sehen das zumindest viele Nicht-Pferdemenschen und auch so mancher Reiter. Aber spätestens wenn man ein junges Pferd hat, eines, das schlecht <a href="https://herzenspferd.de/bemuskelung-pferd-training/" target="_blank" rel="noopener">bemuskelt</a> ist, ein Pony, für das man zu schwer ist, oder ein Pferd, das unterm Sattel Probleme hat, muss man nach Alternativen zum Reiten suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn man seinem Pferd Abwechslung bieten und es umfassend ausbilden möchte, bietet sich die Arbeit vom Boden aus an. Durch eine solide Ausbildung am Boden entstehen viele Probleme im Sattel erst gar nicht, oder können stressfrei für Reiter und Pferd bearbeitet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb habe ich hier die gängigsten Alternativen zum Reiten aufgelistet und kurz beschrieben was sie für mich bedeuten, wie sie Dir und Deinem Pferd weiterhelfen können und was Du dazu brauchst. Bei vielen findst Du Links zu weiterführenden Artikeln mit noch mehr Infos zum speziellen Thema.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Bodenarbeit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Grunde genommen könnte man alle Punkte in diesem Artikel als &#8222;Bodenarbeit&#8220; bezeichnen, denn man führt sie am Boden aus. Das ist mir aber zu wenig differenziert, sind die verschiedenen Punkte teilweise doch sehr unterschiedlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bodenarbeit ist für mich die grundlegende Basis. Dazu gehört ein respektvoller, höflicher Umgang miteinander und Übungen dazu, <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/" target="_blank" rel="noopener">Führtraining</a>, das Weichenlassen von Vor- und Hinterhand, <a href="https://herzenspferd.de/gelassenheitstraining-pferd-schrecktraining/" target="_blank" rel="noopener">Gelassenheitstraining</a> und ähnliches.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenarbeit hilft Dir und Deinem Pferd also vor allem dabei, die Basis für eure Kommunikation und ein gutes Verhältnis zueinander zu legen. Es werden grundlegende Dinge erarbeitet, die Du für das weitere Training am Boden und im Sattel brauchst, wie z.B. das Bewegen der Vor- und Hinterhand. Je nach Übung trainierst Du außerdem die Muskulatur Deines Pferdes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das brauchst Du</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen ruhigen Ort zum Üben</li>



<li>Halfter, Knotenhalfter oder Kappzaum</li>



<li>Optional: Gerte oder Horseman-Stick</li>



<li>Optional: Hütchen und Stangen, je nachdem was Du üben möchtest</li>



<li>Optional: &#8222;gruselige&#8220; Dinge für&#8217;s Gelassenheitstraining</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.amazon.de/Professionelle-Ausbildung-Boden-jedes-Alter/dp/3440145174/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;qid=1471462907&amp;sr=8-1&amp;keywords=bodenarbeit+aguilar&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=58e3dc9490541f99c16a528e49c3d868" target="_blank" rel="nofollow noopener">Buch zum Thema*</a></strong><br><a href="https://www.amazon.de/Professionelle-Ausbildung-Boden-jedes-Alter/dp/3440145174/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;qid=1471462907&amp;sr=8-1&amp;keywords=bodenarbeit+aguilar&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=58e3dc9490541f99c16a528e49c3d868" target="_blank" rel="nofollow noopener"><img decoding="async" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3440145174&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=twoheartsones-21" border="0"></a><img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="https://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=twoheartsones-21&amp;l=li3&amp;o=3&amp;a=3440145174" alt="" width="1" height="1" border="0"></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Longenarbeit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Reiter longieren ihre Pferde, auch wenn sie sonst nicht viel vom Boden aus machen. Außerdem scheint longieren auf den ersten Blick recht einfach zu sein: man schnallt eine Longe ans Pferd und legt los.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich kann man seinem Pferd aber mit <a href="https://herzenspferd.de/fehler-beim-longieren/" target="_blank" rel="noopener">falschem Longieren</a> mehr schaden als Gutes tun. Ausdauerndes Laufen auf einer Kreisbahn ist keine natürliche Bewegung für das Pferd &#8211; es muss erst lernen, sich auf einer solchen Kreisbahn auszubalancieren. Lernt es das nicht, besteht die Gefahr, dass es seine Gelenke einseitig überlastet, weil es sich in die Kurve hineinlegt, anstatt seinen Körper korrekt auszurichten. Daraus entstehen oftmals die &#8222;typischen&#8220; <a href="https://herzenspferd.de/probleme-beim-longieren-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Longenprobleme</a>, wie nach Außen wegziehen, hektisch werden oder gar nicht mehr vorwärts gehen. (<a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener">Hier habe ich darüber geschrieben, wie man sein Pferd auf&#8217;s Longieren vorbereiten kann</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Korrektes Longieren bringt Deinem Pferd also bei, sich auf einer gebogenen Linie auszubalancieren und seinen Körper so einzusetzen, dass es auf Dauer gesund bleibt. Das kann es auch in die Arbeit unter dem Sattel mitnehmen. Zusätzlich hilft longieren beim Muskelaufbau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Longieren ist also gar nicht so einfach wie gedacht und ein durchaus komplexes Thema, bei dem man Anleitung braucht. Ein wirklich tolles Buch zum pferdegerechten und anatomisch guten Longieren findest Du <a href="https://www.wege-zum-pferd.de/produkte/longenkurs/" target="_blank" rel="noopener">hier bei Babette Teschen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das brauchst Du</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen ruhigen Ort zum Üben</li>



<li>Kappzaum</li>



<li>Longe (oder Doppellonge)</li>



<li>Longierpeitsche</li>



<li>Handschuhe</li>



<li>Optional: Stangen, falls Du Stangenarbeit mit einbauen möchtest</li>



<li>Optional: Longiergurt, falls Du mit Doppellonge arbeitest</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.wege-zum-pferd.de/produkte/longenkurs/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Buch zum Thema</strong></a></p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="154" height="216" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/longenkurs-1.jpg" alt="longenkurs Babette Teschen" class="wp-image-2172"/></figure>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Handarbeit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Handarbeit zähle ich das Erlernen und Üben von gymnastizierenden Lektionen, die man normalerweise im Sattel durchführt. Dazu gehören zum Beispiel Übertreten lassen, <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener">Schulterherein</a>, <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/" target="_blank" rel="noopener">Kruppeherein</a> und sonstige Seitengänge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Handarbeit sollte man &#8211; zumindest anfangs &#8211; mit einem Trainer oder erfahrenen Pferdemenschen lernen. Damit die Übungen ihre gute, gymnastizierende Wirkung erzielen, müssen sie korrekt ausgeführt werden. Besonders am Anfang ist man sehr damit beschäftigt sich, sein Pferd, den Strick und die Gerte zu koordinieren, da fällt es oft schwer noch alles im Blick zu behalten und es hilft ungemein, wenn jemand unterstützt und korrigiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Handarbeit kannst Du alle Lektionen, die Du reiten kannst, vom Boden aus vorbereiten und Deinem Pferd beibringen. Dein Pferd muss also erst mal nur sich selbst und nicht auch noch Dich auf seinem Rücken ausbalancieren. Das erleichtert das spätere Erlernen der Lektionen unter dem Reiter ungemein und ist oft stressfreier für Pferd und Reiter. Zudem fördert die Arbeit an der Hand Muskelaufbau und Koordination und gymnastiziert das Pferd.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das brauchst Du</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen ruhigen Ort zum Üben</li>



<li>Kappzaum oder Trense</li>



<li>Gerte</li>



<li>Optional: Clicker und Leckerlies</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.amazon.de/Gymnastizierende-Arbeit-Hand-Losgelassenheit-Selbstvertrauen/dp/3861274493/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;qid=1471463093&amp;sr=8-1&amp;keywords=handarbeit+pferd&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=365f2b43e435961faa8777c8eae0073d" target="_blank" rel="nofollow noopener">Buch zum Thema*</a></strong><br><a href="https://www.amazon.de/Gymnastizierende-Arbeit-Hand-Losgelassenheit-Selbstvertrauen/dp/3861274493/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;qid=1471463093&amp;sr=8-1&amp;keywords=handarbeit+pferd&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=365f2b43e435961faa8777c8eae0073d" target="_blank" rel="nofollow noopener"><img decoding="async" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3861274493&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=twoheartsones-21" border="0"></a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Langzügelarbeit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um Dein Pferd am langen Zügel zu trainieren, braucht ihr ein paar Grundvoraussetzungen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ein gutes Verhältnis: Du läufst nahe an der Hinterhand Deines Pferdes und es darf keinesfalls nach Dir treten oder vor Dir erschrecken.</li>



<li>Gute Kondition &#8211; und zwar vor allem Du! Du musst in allen Gangarten mit Deinem Pferd mithalten können und dabei noch eine feine Hand haben.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bei der Handarbeit kannst Du alle Lektionen, die Dein Pferd unterm Sattel zeigen kann, am langen Zügel erarbeiten und üben. Auch hier werden wieder Muskulatur und Koordination trainiert und das Pferd gymnastiziert. Mit der Langzügelarbeit kannst Du aber auch Deine Hilfengebung verfeinern und Lektionen perfektionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="http://www.physio-riding.de/langz%C3%BCgel.html" target="_blank" rel="noopener">Hier gibt es Infos zur Langzügelarbeit mit Jungpferden</a> und <a href="http://www.vfdnet.de/index.php/vielfalt/fahren/34-fahren/7237-von-einem-der-auszog-die-langzuegelarbeit-kennenzulernen" target="_blank" rel="noopener">hier findest Du einen Erfahrungsbericht zur Langzügelarbeit.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das brauchst Du</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen ruhigen Ort zum Üben</li>



<li>Trense</li>



<li>Langzügel</li>



<li>Optional: Gerte, Longiergurt</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.amazon.de/Die-Arbeit-Langen-Z%C3%BCgel-Ausbildung-ebook/dp/B00YXLBAGK/ref=as_li_ss_il?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1471463283&amp;sr=1-1&amp;keywords=langz%C3%BCgel&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=29c98f819d6a8dc65e2a167834d33fa7" target="_blank" rel="nofollow noopener">Buch zum Thema*</a></strong><br><a href="https://www.amazon.de/Die-Arbeit-Langen-Z%C3%BCgel-Ausbildung-ebook/dp/B00YXLBAGK/ref=as_li_ss_il?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1471463283&amp;sr=1-1&amp;keywords=langz%C3%BCgel&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=29c98f819d6a8dc65e2a167834d33fa7" target="_blank" rel="nofollow noopener"><img decoding="async" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=B00YXLBAGK&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=twoheartsones-21" border="0"></a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Dualaktivierung und Equikinetic</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Dualaktivierung</strong> zielt darauf ab, beide Hirnhälften des Pferdes (die nicht besonders gut vernetzt sind) zu aktivieren und zur stärkeren &#8222;Zusammenarbeit&#8220; zu animieren. Da Pferde die Farben Blau und Gelb besonders gut unterscheiden können, werden blaue und gelbe Schaumstoffstangen zur Hilfe genommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Dualaktivierung trainiert man in kurzen Zeitintervallen mit vielen Pausen. Durch viele Richtungswechsel und Biegungen verbessert Dein Pferd seine Koordination und Balance und baut Muskulatur auf. Die blau-gelben Gassen bieten einen optischen Anhaltspunkt und helfen dem Pferd somit bei der Geraderichtung. Die kurzen Trainingsintervalle und darauf folgenden Pausen helfen dem Pferd dabei sich zu konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch dem Menschen helfen die Gassen und die zeitlichen Vorgaben bei der Konzentration und als Anhaltspunkt zur Ausführung. <a href="http://kultreiter.de/dualaktivierung/" target="_blank" rel="noopener">Mehr zur Dualaktivierung und der Theorie dahinter kannst Du hier lesen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der <strong>Equikinetic</strong> handelt es sich um ein Intervalltrainingsprogramm an der Longe, mit einem festen Zeitplan. Auch hier wird Muskulatur aufgebaut, die Balance gefördert und die Hinterhand aktiviert. Sie eignet sich deshalb auch gut zum Aufbau von jungen oder zur Reha von verletzten Pferden, die noch nicht in der Lage sind einen Reiter zu tragen. <a href="http://www.pferde-ausbildung.de/equikinetic-2/" target="_blank" rel="noopener">Mehr dazu gibt&#8217;s hier.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das brauchst Du</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen ruhigen Ort zum Üben</li>



<li>Kappzaum</li>



<li>Longe</li>



<li>Dualgassen (sind super teuer, ich kenne ein paar Leute, die stattdessen Poolnudeln nutzen)</li>



<li>Pylonen</li>



<li>Optional: Gerte oder Longierpeitsche</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image alignleft"><a href="https://www.amazon.de/Dual-Aktivierung-Michael-Geitner/dp/3275017519/ref=as_li_ss_il?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1471463441&amp;sr=1-1&amp;keywords=dualaktivierung&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=633fdab32a9ad56b83b7fd2b469483ec" target="_blank" rel="nofollow noopener"><img decoding="async" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3275017519&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=twoheartsones-21" alt=""/></a></figure>



<figure class="wp-block-image alignright"><a href="https://www.amazon.de/Equikinetic-%C2%AE-Pferde-effektiv-longieren/dp/3275020099/ref=as_li_ss_il?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1471463441&amp;sr=1-3&amp;keywords=dualaktivierung&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=9dff5bf05a05501abe0fffd838bf60b2" target="_blank" rel="nofollow noopener"><img decoding="async" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3275020099&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=twoheartsones-21" alt=""/></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.amazon.de/Dual-Aktivierung-Michael-Geitner/dp/3275017519/ref=as_li_ss_il?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1471463441&amp;sr=1-1&amp;keywords=dualaktivierung&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=633fdab32a9ad56b83b7fd2b469483ec" target="_blank" rel="nofollow noopener">Buch zum Thema Dualaktivierung*</a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href="https://www.amazon.de/Equikinetic-%C2%AE-Pferde-effektiv-longieren/dp/3275020099/ref=as_li_ss_il?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1471463441&amp;sr=1-3&amp;keywords=dualaktivierung&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=9dff5bf05a05501abe0fffd838bf60b2" target="_blank" rel="nofollow noopener">Buch zum Thema Equikinetic*</a></strong><br><img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="https://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=twoheartsones-21&amp;l=li3&amp;o=3&amp;a=3275017519" alt="" width="1" height="1" border="0"> <img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="https://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=twoheartsones-21&amp;l=li3&amp;o=3&amp;a=3275020099" alt="" width="1" height="1" border="0"></p>



<h2 class="wp-block-heading">&nbsp;</h2>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Zirkuslektionen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zirkuslektionen werden immer beliebter. Vor allem im Zusammenhang mit Clickertraining (siehe nächster Punkt) gibt es viele Pferde, die mit großer Motivation und Begeisterung bei der Sache sind. Vom Spanischen Schritt über <a href="https://herzenspferd.de/zirkuslektionen-pferd-verbeugung/" target="_blank" rel="noopener">Verbeugung</a> bis zum Apportieren sind Deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt. Viele der Übungen haben eine gymnastizierende Wirkung und kommen Deinem Pferd auch körperlich zu Gute &#8211; wenn Du sie ihm richtig und ohne Zwang beibringst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsame Freude an der Arbeit und die Erfolgserlebnisse führen zusätzlich dazu, dass sich das Verhältnis zwischen Dir und Deinem Pferd verbessern wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das brauchst Du</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen ruhigen Ort zum Üben</li>



<li>Halfter, Knotenhalfter oder Kappzaum</li>



<li>Optional: Clicker und Leckerlies, Gerte</li>



<li>Optional: Dinge zum Apportieren, Podest oder ähnliche Hilfsmittel, je nachdem was Du üben möchtest</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.amazon.de/Its-Showtime-Zirkuslektionen-Lernspa%C3%9F-Pferden-ebook/dp/B00526PY4O/ref=as_li_ss_il?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1471463668&amp;sr=1-2&amp;keywords=zirkuslektionen&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=e765fa639a817b46dc788a0d1cdf047f" target="_blank" rel="nofollow noopener">Buch zum Thema*</a></strong><br><a href="https://www.amazon.de/Its-Showtime-Zirkuslektionen-Lernspa%C3%9F-Pferden-ebook/dp/B00526PY4O/ref=as_li_ss_il?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1471463668&amp;sr=1-2&amp;keywords=zirkuslektionen&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=e765fa639a817b46dc788a0d1cdf047f" target="_blank" rel="nofollow noopener"><img decoding="async" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=B00526PY4O&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=twoheartsones-21" border="0"></a></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=twoheartsones-21&amp;l=li3&amp;o=3&amp;a=B00526PY4O" alt=""/></figure>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>7. Clickertraining</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Clickertraining ist im Grunde genommen kein eigener Punkt, sondern eine Art zu trainieren. Beim Clickern wird das Pferd mittels positiver Verstärkung trainiert, das heißt es wird bei richtigem Verhalten eine Belohnung hinzugefügt (<a href="http://www.motionclick.de/motionblog/clickertraining/clickertraining-eine-ernst-zunehmende-trainingsmethode" target="_blank" rel="noopener">mehr dazu hier</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Leute nutzen das Clickertraining, um ihren Pferden Zirkuslektionen beizubringen. Man kann es jedoch mit etwas Kreativität bei allen anderen Aktivitäten mit Pferden einsetzen. Häufig sind die Pferde sehr begeistert bei der Sache, deshalb eignet sich der Ansatz gut für etwas unmotivierte Pferde. Aber auch bei allen Anderen kann man mit durchdachtem Clickertraining erstaunliche Erfolge erzielen und das Verhältnis zu seinem Pferd und seine Freude an der Arbeit deutlich verbessern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Clickertraining ist keine Spielerei, sondern eine durchaus komplexe Trainingsmethode, deren Anwendung man lernen muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das brauchst Du</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen ruhigen Ort zum Üben</li>



<li>Halfter, Knotenhalfter oder Kappzaum</li>



<li>Clicker</li>



<li>Leckerlies</li>



<li>Leckerlietasche</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.amazon.de/Ehrlich-motiviert-Positives-Training-Pferden/dp/3840410657/ref=as_li_ss_il?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1471463741&amp;sr=1-1&amp;keywords=ehrlich+motiviert&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=311206ce74f12fe1d1d185266a1597b3" target="_blank" rel="nofollow noopener">Buch zum Thema*</a></strong><br><a href="https://www.amazon.de/Ehrlich-motiviert-Positives-Training-Pferden/dp/3840410657/ref=as_li_ss_il?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1471463741&amp;sr=1-1&amp;keywords=ehrlich+motiviert&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=311206ce74f12fe1d1d185266a1597b3" target="_blank" rel="nofollow noopener"><img decoding="async" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3840410657&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=twoheartsones-21" border="0"></a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>8. Freiarbeit und Freiheitsdressur</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Freiheitsdressur und Freiarbeit ist zur Zeit in aller Munde. Wer träumt nicht davon mit seinem Pferd in völliger Freiheit und feiner Kommunikation zu tanzen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich unterscheide Freiarbeit und Freiheitsdressur insofern, dass Freiheitsdressur größtenteils vom Mensch bestimmt ist, der dem Pferd vorgibt, was es tun soll und Freiarbeit dem Pferd mehr Mitspracherecht gibt und auch mit dem arbeitet, was das Pferd von sich aus anbietet, selbst wenn es nicht verlangt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Freiheitsdressur gibt es <a href="https://www.pferdefluesterei.de/freiheitsdressur-mit-kenzie-dysli-trainingsanleitung/" target="_blank" rel="noopener">hier einen schönen Artikel</a>, inklusive einer Videoanleitung wie die ersten Schritte dabei aussehen. Zum Thema Freiarbeit kann ich <a href="http://meinfaible.de/tag/freiarbeit/" target="_blank" rel="noopener">den Blog von MeinFaible.de</a> empfehlen, Miri arbeitet auf diese Weise und bietet auch Seminare an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beides fördert die Klarheit Deiner Kommunikation mit Deinem Pferd und kann eure Beziehung verbessern. Du kannst viele gymnastizierende Übungen auch frei ausführen und somit die Muskulatur und Balance Deines Pferdes verbessern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das brauchst Du</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen ruhigen Ort zum Üben</li>



<li>Optional: Halfter, Halsring oder Kappzaum, Leckerlie und Clicker, Target, Gerte</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>9. Spielen / Playday</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Pferd zu spielen ergiebt sich häufig aus der Freiarbeit oder dem Clickertraining. Spielen kann ganz individuell sein, vielleicht ist es das gemeinsame Laufen und Toben oder einen Ball anschubsen. Hier geht es einfach darum, dass Du und Dein Pferd Spaß habt. Es gibt keine Regeln, außer dass natürlich keiner von euch zu übermütig und grob werden sollte. Du solltest also die Stimmung Deines Pferdes beim Spielen immer gut im Auge behalten und das Spiel abbrechen, wenn Du merkst, dass Dein Pferd zu heftig oder sogar aggressiv wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alternativ gibt es sogenannte Playdays, an denen mehrere Menschen zusammen verschiedene Hindernisse und Aufgaben aufbauen und gemeinsam mit ihren Pferden spielerisch überwinden. <a href="http://fuehrpferd.de/playday-mit-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Mehr dazu und wie solche Hindernisse aussehen können, gibt es hier.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das gemeinsame Spielen verbessert vor allem Deine Beziehung zu Deinem Pferd. Spielt Dein Pferd gerne, kannst Du das auch als Belohnung für eine gut ausgeführte Übung nutzen. Die Übungen auf einem Playday fördern zusätzlich eure Kommunikation und die Koordination und Balance Deines Pferdes, sowie seine Gelassenheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das brauchst Du</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen ruhigen Ort zum Üben</li>



<li>Optional: Material zum Spielen oder um Hindernisse aufzubauen, Beinschutz für&#8217;s Pferd</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>10. Extreme Trail</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Extreme Trail überwindest Du gemeinsam mit Deinem Pferd vom Boden (oder vom Sattel) aus verschiedene Hindernisse, wie zum Beispiel Treppen, schwankende Brücken oder mehrere Baumstämme. Dazu gibt es spezielle Trainingsgelände, die man nutzen kann. <a href="http://verwandert.de/extreme-trail/" target="_blank" rel="noopener">Hier findest Du einen schönen Erfahrungsbericht.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Extreme Trail werden vor allem Balance und Koordination geschult. Außerdem muss eure Kommunikation und euer Vertrauen ineinander passen und wird verbessert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das brauchst Du</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen Extreme Trail in Deiner Nähe</li>



<li>Halfter, Knotenhalfter oder Kappzaum</li>



<li>Handschuhe</li>



<li>Beinschutz für&#8217;s Pferd</li>



<li>Optional: Gerte, Clicker und Leckerlies</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>11. Horse Agility</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Hunde Agility kennst, dann weißt Du auch was Horse Agility ist: genau das Gleiche, nur mit Pferd. Wenn Du es nicht kennst, kann man es so zusammenfassen: beim Agility gilt es verschiedene Hindernisse zu überwinden und Aufgaben auszuführen &#8211; und das möglichst schnell und sauber. <a href="https://www.pferdefluesterei.de/horse-agility-pferdetraining/" target="_blank" rel="noopener">Mehr dazu kannst Du hier nachlesen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Horse Agility ist ein wahrer Alleskönner: es fördert die Balance, Koordination und den Muskelaufbau, verbessert die Kommunikation zwischen Dir und Deinem Pferd, fördert Deine klare Körpersprache, macht Spaß, ist ein Gelassenheitstraining und verbessert euer gegenseitiges Vertrauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das brauchst Du</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen ruhigen Ort zum Üben</li>



<li>Halfter, Knotenhalfter oder Kappzaum</li>



<li>Passende Hindernisse, bzw. Material zum Bauen</li>



<li>Optional: Gerte, Clicker und Leckerlies, Beinschutz für&#8217;s Pferd</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.amazon.de/Freestyle-Horse-Agility-Augenh%C3%B6he-Pferden-ebook/dp/B00YPG8Q9C/ref=as_li_ss_il?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1471464591&amp;sr=1-2&amp;keywords=spielen+mit+pferd&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=b94f9e4354bfc054d7841d8179fc4f54" target="_blank" rel="nofollow noopener">Buch zum Thema*</a></strong><br><a href="https://www.amazon.de/Freestyle-Horse-Agility-Augenh%C3%B6he-Pferden-ebook/dp/B00YPG8Q9C/ref=as_li_ss_il?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1471464591&amp;sr=1-2&amp;keywords=spielen+mit+pferd&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=b94f9e4354bfc054d7841d8179fc4f54" target="_blank" rel="nofollow noopener"><img decoding="async" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=B00YPG8Q9C&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=twoheartsones-21" border="0"></a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>12. Spazieren, Wandern oder Joggen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es muss nicht immer der Ausritt sein &#8211; manchmal tut es auch ein entspannter Spaziergang mit ein paar netten Fresspausen. Oder, wenn es etwas aktiver sein soll, eine gemeinsame Joggingrunde. <a href="http://alessa-neuner.de/ueber-entschleunigung-oder-davon-einfach-pferd-zu-sein/" target="_blank" rel="noopener">Es ist für uns und unsere Pferde wichtig, auch mal Zeit miteinander zu verbringen ohne einen großen Plan zu haben und etwas zu wollen. </a>Das gemeinsame Spazierengehen kann unsicheren Pferden mehr Sicherheit geben, als wenn der Reiter im Sattel sitzt. Gemeinsames Erkunden der Umgebung fördert die Beziehung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die etwas Abenteuerlustigen ist vielleicht sogar eine Wanderung mit Pferd etwas. Die klicken am Besten gleich weiter zu Sarah von <a href="http://verwandert.de/" target="_blank" rel="noopener">verwandert.de</a>, die mit ihrem Shetty Egon durch Deutschland wandert und <a href="http://verwandert.de/schritt-fuer-schritt-mit-pferd-wandern/" target="_blank" rel="noopener">viele gute Tipps</a> und schöne Geschichten parat hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das brauchst Du</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Halfter, Knotenhalfter oder Kappzaum</li>



<li>Optional: Gerte, Packzeug und Co für&#8217;s Wandern</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://transactions.sendowl.com/stores/4296/16841" target="_blank" rel="noopener"><strong>Buch zum Thema</strong></a></p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://transactions.sendowl.com/stores/4296/16841"><img loading="lazy" decoding="async" width="240" height="278" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/08/wandern-mit-pferd-e1440941396275-1.png" alt="eBook Wandern mit Pferd" class="wp-image-2568"/></a></figure>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was machst Du regelmäßig mit Deinem Pferd vom Boden aus? Und was würdest Du gerne mal ausprobieren?</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/f9f5f12e91d84186a5bb282deff2bc69" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></h4>



<img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="http://vg08.met.vgwort.de/na/f9f5f12e91d84186a5bb282deff2bc69" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527">
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		<item>
		<title>5 Basisübungen zur Gymnastizierung und Vorbereitung auf’s Longieren</title>
		<link>https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2016 14:56:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Biegung]]></category>
		<category><![CDATA[Dressur]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnastizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kopf senken]]></category>
		<category><![CDATA[Longieren]]></category>
		<category><![CDATA[Schulterherein]]></category>
		<category><![CDATA[Stellung]]></category>
		<category><![CDATA[Übertreten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In meinem letzten Artikel ging es um Probleme beim Longieren und wie man damit umgehen kann. Die meisten Probleme haben zur Ursache, dass das Pferd damit überfordert ist sich auf der Kreislinie auszubalancieren. Dieses Problem wird in der Regel noch durch die natürliche Schiefe des Pferdes verstärkt. Um das Pferd auf’s Longieren vorzubereiten sind Übungen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In meinem <a href="https://herzenspferd.de/probleme-beim-longieren-pferd/">letzten Artikel</a> ging es um Probleme beim Longieren und wie man damit umgehen kann. Die meisten Probleme haben zur Ursache, dass das Pferd damit überfordert ist sich auf der Kreislinie auszubalancieren. Dieses Problem wird in der Regel noch durch die natürliche Schiefe des Pferdes verstärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Pferd auf’s Longieren vorzubereiten sind Übungen am Boden unerlässlich. Gleichzeitig kann man diese Übungen so einsetzen, dass das Pferd gymnastiziert wird und man die natürliche Schiefe verringert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In diesem Artikel stelle ich Dir 5 Übungen vor, mit denen Du Dein Pferd gymnastizieren und auf das Longieren vorbereiten kannst.</strong> Wie immer gilt: lasse Dir die Übungen von jemandem vor Ort zeigen und lasse Dich immer wieder mal kontrollieren. Fehler schleichen sich sehr schnell ein und eine falsche Ausführung macht die Übungen wirkungslos oder im schlechtesten Fall sogar schädlich.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ausrüstung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für das Training am Boden benutze ich einen <a href="http://hillbury.de/Kappzaum/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Kappzaum</a>. Er kann nicht verrutschen wie ein normales Halfter und schont das Pferdemaul. Mit einem gut sitzenden Kappzaum kann man fein auf den Pferdekopf einwirken, das ist besonders bei Stellung und Biegung wichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt verschiedene Arten von Kappzäumen mit Naseneisen oder -kette. Am sanftesten wirkt von ihnen der Wiener oder Deutsche Kappzaum. Er sieht sehr massiv aus, durch die breite der Eisen und die Polsterung wird der Druck aber auf eine große Fläche verteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt jedoch Pferde, die mit dem relativ hohen Gewicht dieses Kappzaums Probleme haben. <strong>In so einem Fall benutze ich einen einfachen Kappzaum ohne Eisen (<a href="http://hillbury.de/Kappzaum/Kappzaum-Bolero-ohne-Naseneisen.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">z.B. den hier</a>).</strong> Ein Kappzaum ohne Eisen wirkt zwar etwas weniger genau ein, viele Pferde fühlen sich damit aber deutlich wohler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere Kappzaumarten wie Cavecon oder Serrata können bei falschem Umgang sehr scharf wirken, deshalb sollte man sie nur benutzen, wenn man weiß was man tut.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;">Lesetipp: Mehr über die verschiedenen</span> <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2010/05/18/der-kappzaum-teil-1-was-sie-uber-dieses-werkzeug-wissen-sollten/" target="_blank" rel="noopener">Kappzaumarten</a><span style="color: #999999;">, wie man sie korrekt anlegt und wie man das</span> <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2010/06/01/der-kappzaum-teil-3-die-gewohnung-an-den-kappzaum/" target="_blank" rel="noopener">Pferd daran gewöhnt</a> <span style="color: #999999;">findest Du bei Wege zum Pferd.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Ausrüstung, die ich benutze, sind eine Gerte als Armverlängerung und ein Clicker und Leckerlis zur Belohnung. Clicker und Leckerlis sind natürlich optional – ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass die Pferde mit dem punktgenauen Lob sehr schnell verstehen was man von ihnen möchte. Voraussetzung ist natürlich, dass das Pferd den Clicker kennt und man weiß was man tut. </p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Grundsätzliches</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Training am Boden gibt es einige Dinge zu beachten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Man beginnt logischerweise immer mit der einfachsten Übung. Die Zeit, die man in die Basis investiert, macht sich bei den fortgeschritteneren Lektionen um ein Vielfaches bezahlt.</li>



<li>Man sollte sich einen Plan machen, was man üben möchte und jede Übung vorher visualisieren. Du stellst Dir also vor, welche Hilfen Du geben musst und wie die Übung aussieht.</li>



<li>Verlange nicht zu viel auf einmal. Manche der Übungen sind für das Pferd sehr anstrengend, gebe Dich lieber mit einigen wenigen guten Tritten zufrieden, als es zu übertreiben und Fehler entstehen zu lassen. Lobe viel und mach Pausen als Belohnung zwischendurch.</li>



<li>Ziehe niemals am Kopf des Pferdes. Zug am Kopf veranlasst das Pferd dazu gegenzuhalten und sich anzuspannen &#8211; lockeres und gesundes Laufen ist dann nicht mehr möglich. Stattdessen solltest Du sanft und impulsartig einwirken und den Strick niemals ruckartig einsetzen. Stell Dir einfach vor, jemand würde Dich an Deinem Pferdeschwanz durch die Wohnung führen: wenn er langsam und sanft zupft ist das ok &#8211; merkst Du aber, dass er fest und ruckartig zieht wirst Du ganz automatisch Deine Hals- und Nackenmuskulatur anspannen um Deinen Hals zu schützen.</li>



<li>Versuche Deine Hilfen so fein wie möglich zu geben. Oft geben wir die Hilfen schon von Anfang an stärker als wir eigentlich müssten – teste wie fein und „leise“ Deine Hilfen werden können.</li>



<li>Bewege Dich selbst locker und gleichmäßig, vergesse nicht zu Atmen. Jede Anspannung von Dir überträgt sich auf Dein Pferd.</li>



<li>Hab Geduld! Weder wir noch unsere Pferde sind perfekt. Es ist völlig in Ordnung, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt. Wenn Dein Pferd wenig gymnastiziert ist, wird es manche Dinge anfangs gar nicht oder nur begrenzt können. Es braucht Zeit um geschmeidiger zu werden, die solltest Du ihm unbedingt zugestehen.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Kopf senken</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist eine Übung, die ich grundsätzlich mit jedem Pferd durchführe. Es soll dabei lernen auf ein bestimmtes Signal oder eine Berührung den Kopf zu senken. Der Hintergrund ist der, dass das Pferd in der Regel entspannt, wenn es den Kopf tief hat &#8211; aufgeregte Pferde tragen den Kopf sehr hoch. Hat das Pferd das Kopfsenken erst einmal gelernt, kann man diese Übung zum Beispiel auch toll beim Spazierengehen, beim Beschlagen, Impfen oder Ähnlichem einsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Vorbereitung zum Longieren ist die Übung deshalb nützlich, weil wir in den folgenden Übungen das Pferd im Genick stellen wollen. Das geht aber nur, wenn es den Kopf entspannt gesenkt hat und locker ist. Deshalb ist es auch wichtig, dass man den Kopf nicht herunterzieht. Das Pferd soll lernen sich zu entspannen und nicht in eine Position gezwungen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Um das Kopfsenken zu erarbeiten gehe ich so vor:</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Der Strick ist im mittleren Ring des <a href="http://hillbury.de/Kappzaum/Kappzaum-Bolero-ohne-Naseneisen.html" target="_blank" rel="noopener">Kappzaums</a> eingehakt. Ich stehe vor dem Pferd und halte den Strick etwa 20cm vom Kappzaum entfernt (der Strick sollte nicht zu lang sein, aber auch nicht so kurz, dass automatisch schon Zug darauf ist).</li>



<li>Ich zupfe sanft und gleichmäßig am Strick, bis mein Pferd eine Reaktion nach unten zeigt. Völlig egal wie minimal diese Reaktion ist, ich höre <strong>sofort</strong> auf, lobe und mache eine kurze Pause, in der das Pferd nachdenken kann. Damit Dein Zupfen auch wirklich leicht ist, hälst Du den Strick am Besten nur zwischen Zeigefinger und Daumen (ähnliche Haltung wie die Zügel beim Reiten). Halte ihn nicht in der geschlossenen Faust, da wird man zu grobmotorisch.</li>



<li>Manche Pferde reagieren auf das erste Zupfen indem sie den Kopf heben. In diesem Fall bleibst Du geduldig und zupfst genauso sanft weiter. Wenn Dein Pferd minimal den Kopf senkt aufhören, loben und Pause machen &#8211; <strong>selbst wenn der Kopf immer noch höher ist als bevor Du angefangen hast. Es geht erst mal nicht um eine bestimmte Position, sondern darum, dem Pferd verständlich zu machen, dass es den Kopf senken soll, wenn Du zupfst! </strong></li>



<li>Ich wiederhole Schritt 2 ein paar mal. Sollte das Pferd an den Punkt kommen, an dem es den Kopf etwas senkt und dann in der tiefen Position bleibt, lobe ich mit Leckerli (unbedingt in der tiefen Position geben, damit der Kopf unten bleibt) und höre mit der Übung auf.</li>



<li><strong>Wichtig:</strong> zu tief sollte der Kopf nicht kommen. Idealerweise sollte das Maul nicht tiefer als das Schultergelenk sein.</li>
</ol>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Führen in Stellung und Biegung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Senkt Dein Pferd zuverlässig und locker seinen Kopf, kannst Du mit dieser Übung weitermachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit Dein Pferd gesund und in Balance auf einer Kreislinie laufen kann muss es sich biegen. Biegung erreicht man aber nur, wenn das Pferd seinen Kopf stellt. Du musst Deinem Pferd also zuerst die Stellung beibringen, dann kommt die Biegung. <a href="https://360gradpferd.de/stellung-und-biegung/" target="_blank" rel="noopener">Mehr zur Theorie hinter Stellung und Biegung kannst Du hier nachlesen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Um die Stellung zu erarbeiten gehe ich so vor:</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="394" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Genickstellung-e1437573345242-1.jpg" alt="Genickstellung Schulterherein" class="wp-image-2225" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Genickstellung-e1437573345242-1.jpg 150w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Genickstellung-e1437573345242-1-114x300.jpg 114w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure>



<ol class="wp-block-list">
<li>Zuerst übe ich das Stellen im Stand (auf beiden Seiten). Dazu stehe ich neben dem Pferdekopf, der Strick ist in den mittleren Ring des <a href="http://hillbury.de/Kappzaum/Kappzaum-Bolero-ohne-Naseneisen.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">Kappzaums</a> eingehakt. Dann gehe ich ähnlich vor wie bei der Übung Kopf tief:</li>



<li>Mit leichtem Zupfen versuche ich das Pferd dazu zu animieren, seinen Kopf ein wenig in meine Richtung zu drehen. <strong>Für eine korrekte Stellung muss das gar nicht viel sein.</strong> Wenn Du auf das äußere Ohr schaust und es etwas weiter vorne ist als das innere Ohr, reicht das schon. Wichtig ist, dass Dein Pferd sich nicht verwirft &#8211; das erkennst Du z.B. daran, dass es seinen Kopf schräg hält (und vielleicht nur das Maul in Deine Richtung bewegt) oder seinen Hals nicht biegt.</li>



<li>Stellt sich das Pferd auch nur ansatzweise höre ich auf und lobe.</li>



<li>Der nächste Schritt ist dann, dass das Pferd ein paar Augenblicke in Stellung bleibt. Auch hier darf nichts durch Ziehen erzwungen werden! Schafft es das, lobe ich und beende die Übung.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Führen in Stellung und Biegung:</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Klappt das Stellen im Stand auf beiden Seiten problemlos, kannst Du mit dem Führen in Stellung beginnen. Das Prinzip bleibt das Gleiche, nur, dass Du und Dein Pferd euch nun zusätzlich bewegt. Am einfachsten kannst Du das auf einer großen Volte üben, indem Du das Pferd immer wieder auf der gebogenen Linie stellst. Wenn Du Probleme damit hast, einen gleichmäßigen Kreis zu laufen, kannst Du dir Hütchen oder Dualgassen zur Orientierung aufstellen &#8211; das hilft auch Deinem Pferd (vor allem wenn es dazu neigt nach innen zu drängeln). Die Biegung kommt dann auf der Kreislinie mit der Zeit von selbst.</li>



<li>Achte immer darauf, dass Dein Pferd sich locker und gleichmäßig bewegt. Fängt es an sich zu verspannen kann es auch nicht im Genick locker bleiben. Baue deshalb viele Pausen ein, in denen Dein Pferd sich &#8222;lang&#8220; machen darf und übe nicht zu lange.</li>



<li>Eine weitere schöne Übung zur Stellung und Biegung ist das Kleeblatt. Dazu stelltst Du vier Hütchen auf und führst Dein Pferd wie im Bild eingezeichnet hindurch. Auf den geraden Linien darf Dein Pferd gerade, ohne Stellung und Biegung, laufen &#8211; das sind dann Mini-Pausen.</li>
</ol>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="313" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kleeblatt-1.jpg" alt="" class="wp-image-3215" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kleeblatt-1.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kleeblatt-1-288x300.jpg 288w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Übertreten</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Übertreten dient dazu, das Pferd locker zu machen, die äußere Körperseite zu dehnen, die Hüfte zu mobilisieren und die Hinterhand zu aktivieren. Das innere Hinterbein soll dazu in Richtung äußeres Vorderbein vermehrt unter den Schwerpunkt treten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beim Übertreten gehe ich so vor:</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Ich führe das Pferd in Stellung und Biegung auf einer großen Volte. Aus dieser Bewegung heraus entwickelt sich das Übertreten.</li>



<li>Dazu drehe ich mich zum Pferd und stelle seinen Kopf etwas mehr zu mir &#8211; das Pferd sollte dann automatisch mit der Hinterhand nach außen weichen und übertreten. Tut es das nicht, kann die Gerte in Richtung Hinterhand zeigen lassen oder sie sanft touchieren. Es geht hier <strong>nicht</strong> darum, dass das Pferd möglichst weit mit der Hinterhand ausweicht. Es soll vermehrt unter seinen Schwerpunkt treten &#8211; weicht es weit aus, tritt es unter dem Schwerpunkt heraus und der Sinn der Übung geht verloren.</li>



<li>Dabei nicht vergessen vorwärts zu gehen. Du kannst die Volte auch vergrößern, indem Du auf die Schulter des Pferdes zugehst und bei Bedarf mit der Gerte das Übertreten der Hinterhand unterstützt.</li>
</ol>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Schulterherein</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/">Mehr Infos zum Schulterherein und seiner Wirkung habe ich hier schon einmal zusammengefasst.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als erstes solltest Du entscheiden, ob Du das Schulterherein auf drei oder vier Hufschlägen üben möchtest. Bei drei Hufschlägen muss sich das Pferd mehr biegen, gerade jüngeren oder sehr steifen Pferden fällt es oft leichter erst mal auf vier Hufschlägen zu laufen. Je nachdem wie Du Dich entscheidest musst Du Dein Pferd mehr oder weniger stellen (siehe Bilder).</p>



<figure class="wp-block-image alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="351" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-Draufsicht-e1437573142956-1.jpg" alt="Schulterherein Draufsicht" class="wp-image-2223" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-Draufsicht-e1437573142956-1.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-Draufsicht-e1437573142956-1-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="351" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-4-Hufschlaege-Draufsicht-e1437573201825-1.jpg" alt="Schulterherein 4 Hufschläge" class="wp-image-2224" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-4-Hufschlaege-Draufsicht-e1437573201825-1.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-4-Hufschlaege-Draufsicht-e1437573201825-1-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Schulterherein Schritt für Schritt</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erkläre hier das Schulterherein auf der linken Hand. Auf der rechten Hand geht es parallel, nur eben rechts.</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Fasse den Strick etwa 20cm unterhalb des Karabinerhakens in Deiner linken Hand. Der Strick sollte lange genug sein, dass Du mit geschlossener Hand noch an die Ganasche Deines Pferdes kommst. Das ist nötig, wenn es seinen Kopf zu sehr zu Dir dreht. In Deiner rechten Hand hältst Du eine Gerte als Verlängerung Deines Arms.<br>Laufe auf Schulterhöhe Deines Pferdes. Dein Oberkörper ist leicht zum Pferd gedreht und die Gerte zeigt waagerecht nach hinten zur Hinterhand. Du rahmst also Dein Pferd zwischen Deiner linken Hand mit dem Strick und der rechten Hand mit der Gerte ein. Achte darauf, dass Du weiter geradeaus läufst und Deine Beine nicht seitwärts überkreuzt.</li>



<li>Veranlasse Dein Pferd dazu seinen Kopf leicht zu Dir nach links zu stellen, so wie in Punkt 2 beschrieben.<br>Läuft Dein Pferd an Dir vorbei nach innen musst Du etwas weiter vorne gehen. Dreht es den Kopf zu weit zu Dir hebst Du die linke Hand mit dem Strick auf Höhe seiner Ganaschen. Meist reicht das als Korrektur. Drückt Dein Pferd weiter nach innen kannst Du leicht gegen die Ganasche drücken oder sogar den Knauf der Gerte an die Schulter legen um es auch dort zu begrenzen. Eine große Hilfe können in dem Fall auch Dualgassen oder Hütchen als Begrenzung nach innen sein.<br>Läuft Dein Pferd zu schnell nach vorne versuche es durch Stimmkommando und Zupfen am Strick zu bremsen. Achte hier darauf, dass Du nicht zur Seite zu Dir hin zupfst, sondern mit der Hand in Richtung Brust gehst. Damit ziehst Du beim Bremsen den Pferdekopf nicht ungewollt zu Dir.</li>



<li>Ist Dein Pferd gestellt, hebst Du die Gerte waagerecht zur Hinterhand. Bei den meisten Pferden reicht das aus um die Schulter etwas nach innen kommen und die Hinterhand weichen zu lassen. Ist das nicht der Fall kannst Du die Gerte sanft antippend einsetzen bis die Hinterhand seitwärts-vorwärts weicht und überkreuzt.<br>Ganz wichtig: laufe weiter geradeaus – nur Dein Oberkörper ist dem Pferd leicht zugewandt, Deine Beine laufen aber geradeaus. Mache Dich groß, halte Dich gerade und schaue nach vorne. Besonders wenn man sich konzentriert macht man schnell die seltsamsten Verrenkungen. Für Dein Pferd ist aber unheimlich wichtig, dass Deine Körpersprache klar bleibt. Viele Leute schauen auch ständig auf die Hinterhand ihres Pferdes. Versuche das zu vermeiden, denn dann drehst Du deinen Oberkörper zu stark und Dein Pferd wird vermutlich zu sehr mit der Hinterhand herumdrehen und zu dir nach innen laufen.</li>



<li>Zum Anhalten läufst Du einfach etwas schneller und richtest den Kopf Deines Pferdes wieder gerade, bis es wieder gerade auf dem Hufschlag ist. Dann gibst Du das Kommando zum Anhalten.</li>
</ol>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Kruppeherein / Travers</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Damit dieser Artikel nicht noch länger wird als er es sowieso schon ist und weil das Kruppeherein ein eigenes großes Thema ist, gibt es die Anleitung <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/">hier in einem eigenen Artikel! </a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zusammenfassung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Damit Dein Pferd ausbalanciert und entspannt auf einer Kreislinie laufen kann, muss es lernen sein Genick &#8222;herzugeben&#8220;, sich zu stellen und zu biegen und mit den Hinterbeinen vermehrt unter seinen Schwerpunkt zu treten. Außerdem muss seine natürliche Schiefe verringert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">All das kann man sehr gut mit Übungen am <a href="http://hillbury.de/Kappzaum/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Kappzaum</a> vorbereiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kopf senken</li>



<li>Führen in Stellung und Biegung</li>



<li>Übertreten</li>



<li>Schulterherein</li>



<li>Kruppeherein</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Übungen bauen aufeinander auf, deshalb ist es sehr wichtig, immer nur einen Schritt nach dem anderen zu gehen und nichts zu überstürzen. Erst wenn die Basis wirklich gut funktioniert kannst Du zum nächsten Schritt gehen. Immer daran denken: beim Haus baut auch niemand das Dach vor den Wänden!</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie gymnastizierst Du Dein Pferd? Vielleicht hast Du noch ein paar Tipps für uns!</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">*Dieser Artikel wurde von <a href="http://hillbury.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Hillbury</a> in Auftrag gegeben – herzlichen Dank dafür. Alle Meinungen und Empfehlungen sind aber wie immer ganz allein meine!*<img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/93c5d988fe374e26b8f0edb13dfce035" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></p>



<img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="http://vg08.met.vgwort.de/na/93c5d988fe374e26b8f0edb13dfce035" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527">
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/">5 Basisübungen zur Gymnastizierung und Vorbereitung auf’s Longieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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		<title>4 häufige Probleme beim Longieren und ihre Lösungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Apr 2016 14:37:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[gymnastizieren]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnastizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Longieren]]></category>
		<category><![CDATA[Lösungen]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Immer wieder erreichen mich Emails von Lesern, die Probleme beim Longieren haben. Weil die meist bei allen ähnlich sind, gibt es heute eine Zusammenfassung der häufigsten Probleme beim Longieren und meine Lösungsansätze dazu. Wenn Du ihn noch nicht gelesen hast empfehle ich Dir, zuerst mal in meinen Artikel zu den häufigsten Fehlern beim Longieren reinzuschauen. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder erreichen mich Emails von Lesern, die Probleme beim Longieren haben. Weil die meist bei allen ähnlich sind, gibt es heute eine Zusammenfassung der häufigsten Probleme beim Longieren und meine Lösungsansätze dazu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du ihn noch nicht gelesen hast empfehle ich Dir, zuerst mal in meinen <a href="https://herzenspferd.de/fehler-beim-longieren/" target="_blank" rel="noopener">Artikel zu den häufigsten Fehlern beim Longieren</a> reinzuschauen. Wenn man diese Fehler vermeidet lösen sich manche Schwierigkeiten schon von selbst auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ansonsten gilt wie immer: ich bin keine professionelle Trainerin und kann nur meine persönlichen Erfahrungen mit vielen verschiedenen Pferden wiedergeben. Nachmachen erfolgt also immer auf eigene Gefahr und ich bitte darum den eigenen Kopf einzuschalten. Wenn etwas nicht klappt oder Dir gefährlich vorkommt hör auf und mach etwas anderes. Viele Wege können zum Ziel führen und Pferde funktionieren nicht nach Schema F. Wenn Du alleine nicht weiterkommst hol Dir Unterstützung von einer erfahrenen Trainerin vor Ort.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Das Pferd kommt nach innen oder dreht sich immer zu Dir und lässt sich erst gar nicht longieren</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du möchtest Dein Pferd longieren, aber es tut nichts anderes als Dir hinterherzulaufen? Wenn Du versuchst es anzutreiben weicht es einfach nur mit der Hinterhand aus?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Möglicherweise versteht Dein Pferd nicht, was Du von ihm willst.</strong> Oder es hat gelernt, dass es sich so vor dem anstrengenden Training drücken kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In einer solchen Situation gehe ich so vor:</strong> ich führe das Pferd ganz normal auf dem Zirkel. Mit jeder Runde versuche ich meinen Abstand zu ihm zu vergrößern, laufe aber weiter parallel zu ihm mit. Wichtig ist hier, dass ich in etwa auf Schulterhöhe des Pferdes laufe – bin ich weiter vorne bremse ich es durch meine Körpersprache bzw. –position aus.</p>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="334" height="313" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Koerpersprache-Longieren-e1428349284311.jpg" alt="Körpersprache Longieren" class="wp-image-1425" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Koerpersprache-Longieren-e1428349284311.jpg 334w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Koerpersprache-Longieren-e1428349284311-300x281.jpg 300w" sizes="(max-width: 334px) 100vw, 334px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Driftet das Pferd nach innen, schwinge ich das Seilende in Richtung seiner Schulter um es wieder nach außen zu schicken. Alternativ kann man natürlich auch eine Gerte nutzen und damit in Richtung Schulter zeigen oder sie antippen. Mit Gerte kann man sich auch schon in die „typische“ Longierposition begeben und das Pferd einrahmen (siehe Bild).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach und nach vergrößere ich so immer mehr den Abstand zum Pferd, bis ich normal longieren kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn dieses Vorgehen nicht klappt, kannst Du es auch so versuchen:</strong> steht Dein Pferd vor Dir und dreht einfach nur die Hinterhand weg, anstatt um Dich herum zu laufen, liegt das Problem daran, dass Du die Vorhand des Pferdes nicht bewegst oder bewegen kannst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Pferd auf einen Kreis um Dich herum zu schicken musst Du also nicht die Hinterhand bewegen, sondern die Vorhand. Dazu frage ich das Pferd schrittweise, ob es seine Vorhand bewegen möchte:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Angenommen ich möchte, dass das Pferd linke Hand um mich herumläuft. Dann zeige ich zuerst mit dem linken Arm, in dem ich auch den Strick halte, nach links. Reagiert das Pferd darauf nicht, geht es weiter mit Schritt 2.</li>



<li>Ich schwinge mit der Gerte in Richtung Schulter des Pferdes, aber ohne sie zu berühren. Mein linker Arm zeigt weiter nach links. Reagiert das Pferd nicht, geht es weiter mit 3.</li>



<li>Ich tippe mit der Gerte zart gegen die Schulter des Pferdes und zeige weiter mit dem linken Arm nach links. Reagiert das Pferd nicht, erhöhe ich die Stärke des Tippens. Wichtig dabei ist, dass man in kleinen Schritten erhöht und nicht zu schnell – das Pferd braucht genug Zeit um nachdenken und reagieren zu können. Ich erhöhe das Tippen niemals so sehr, dass ich das Pferd schlage. Lieber bleibe ich auf einer Stufe und „nerve“ das Pferd.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph"><strong> Ganz wichtig bei allen Schritten ist, dass man schon den kleinsten Ansatz in die richtige Richtung mit einem Aussetzen der Hilfen belohnt</strong> (kurze Pause, eventuell auch kraulen – wenn Du Clickertraining machst gerne auch mit einem „Klick“ und Belohnung).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>So ein Ansatz kann am Anfang schon das Verlagern des Gewichts vom rechten auf das linke Vorderbein sein.</strong> Damit bereitet sich das Pferd darauf vor, nach links zu laufen – es denkt also schon in Richtung links und überprüft damit, ob das die richtige Antwort auf Deine Anfrage ist. Wenn Du dann nicht sofort belohnst und ihm somit sagst „genau das ist richtig!“, wird es viel länger dauern bis es Dich versteht und viel schneller frustriert sein. Denke immer an das Spiel „Topfschlagen“, das wir als Kinder gespielt haben: schon eine Bewegung in die richtige Richtung wurde mit „wärmer“ kommentiert. Wenn einem niemand sagen würde, dass man in die richtige Richtung geht, wäre dieses Spiel endlos frustrierend und würde ewig dauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kannst Du die Vorhand Deines Pferdes bewegen ist der nächste Schritt, dass es dann auch um Dich herum läuft. Hier gehst Du genauso vor wie beim Bewegen der Vorhand, nur dass Du dieses Mal die Hinterhand aktivierst. Also:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Wenn Dein Pferd schneller gehen soll nach links zeigen und schnalzen. Wird es nicht schneller:</li>



<li>Nach links zeigen, schnalzen und das Seil oder die Gerte in Richtung Hinterhand schwingen. Achte darauf, dass Du Dein Pferd nicht durch Deine Körperposition ausbremst. Wird es nicht schneller:</li>



<li>Nach links zeigen, schnalzen und das Seil oder die Gerte locker an die Hinterhand schwingen.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Du so vorgehst solltest Du immer wieder aufs Neue mit Schritt 1 starten. Mit der Zeit lernt Dein Pferd, auf Deinen Fingerzeig in die richtige Richtung zu laufen und Du brauchst keine weiteren Hilfen mehr.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Das Pferd zieht an der Longe nach außen und reißt sich los</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">So ein Verhalten kann unterschiedliche Ursachen haben, deshalb ist es schwer, allgemeine Tipps zu geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine häufige Ursache – wenn nicht die häufigste &#8211; liegt in der <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener">natürlichen Schiefe</a> des Pferdes. Pferde sind Fluchttiere, ihr Leben hängt also davon ab, dass sie im Gleichgewicht sind und möglichst nicht umfallen. Müssen sie nun auf einer Kreisbahn laufen und haben nie gelernt sich richtig auszubalancieren bzw. können es aufgrund ihrer Schiefe nicht, ist das eine sehr beängstigende Situation. Manche Pferde reagieren darauf mit hohem Tempo, reißen sich los oder buckeln sogar. Andere dagegen wollen gar nicht mehr vorwärts laufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist das Problem auf einer Hand stärker und auf der anderen besser, ist das ein Zeichen, dass es an der natürlichen Schiefe liegt. Dann solltest Du, bevor Du wieder longierst, <strong>gymnastizierende Übungen</strong> an der Hand machen (<a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener">hier findest Du Basisübungen zur Vorbereitung auf das Longieren</a>). Damit kannst Du daran arbeiten die natürliche Schiefe Deines Pferdes nach und nach zu verringern und es auf das Longieren vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine andere mögliche Ursache ist, dass das Pferd gelernt hat sich durch Losreißen dem anstrengenden Training zu entziehen.</strong> Meistens erfolgt dann nämlich sofort die Belohnung: Pferd reißt sich los, Longieren ist beendet. Es hat also sofort ein Erfolgserlebnis und wird das dann in Zukunft selbstverständlich wieder tun – man kann (und sollte!) es ihm nicht mal verübeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einem Pferd so etwas wieder abzutrainieren ist schwierig. Halten kann man es meistens nämlich nicht und es hat gelernt seine Kraft gezielt einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der erste Schritt</strong> <strong>ist auch hier sicherzustellen, dass das Pferd gelernt hat sich gesund auf einer Kreisbahn zu bewegen.</strong> Ist das nicht der Fall sollte man zuerst daran arbeiten – manchmal erledigt sich das Problem des Losreißens damit schon von selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Pferden, die sich losreißen, gehe ich ähnlich vor wie bei den Pferden, die nicht außen laufen wollen: ich longiere erst mal nicht mit großem Abstand, sondern führe mit etwas Abstand und laufe parallel zum Pferd mit. Dann hat das Pferd zumindest etwas weniger Möglichkeit Schwung zu nehmen wenn es sich losreißen möchte. Wichtig ist hier auch stabiles und passendes Equipment. Ich longiere nur mit Kappzaum, da der nicht verrutscht wie ein normales Halfter und das Pferdemaul schont.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bei solchen Pferden – und beim Longieren allgemein – versuche ich es nicht zu langweilig werden zu lassen.</strong> Das Pferd einfach nur im Kreis herumrennen zu lassen ist für alle Beteiligten nicht besonders spannend. Deshalb baue ich immer wieder Gangartenübergänge, Richtungswechsel und auch mal Trabstangen oder einzelne kleine Sprünge ein. Man kann auch die Kreisbahn verlassen und gemeinsam mit dem Pferd ganze Bahn und andere Bahnfiguren gehen. Oder man nimmt es zu sich nach innen, fasst die Longe kürzer und übt ein paar Seitengänge. Auch Hindernisse wie eine Plane oder eine Wippe können Abwechslung bieten. <strong>Hauptsache das Pferd ist geistig beschäftigt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Losreißern achte ich darauf, nicht zu lange am Stück zu longieren und viel zu loben. Besser nur 5 Minuten longieren und positiv aufhören, als so lange zu warten bis das Pferd sich wieder losreißt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den meisten Pferden sieht man es an, wenn sie kurz davor sind sich loszureißen. Vielleicht stellt sich der Kopf leicht nach außen, er wird kurz geschüttelt oder nach oben oder unten genommen. Wenn Du Dein Pferd gut kennst und Dich darauf konzentrierst wirst Du solche kleinen „Warnzeichen“ immer besser erkennen. Und wenn Du schon vorher weißt, dass Dein Pferd gleich versuchen wird sich zu entziehen, kannst Du rechtzeitig eingreifen – zum Beispiel indem Du seinen Kopf nach innen stellst oder es ganz zu Dir in die Mitte holst.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Das Pferd ist ständig zu schnell</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bei allen anderen Problemen auch: hat Dein Pferd gelernt sich auf der Kreislinie auszubalancieren? Wenn nicht kann es sein, dass es über die Geschwindigkeit versucht sein Gleichgewicht wiederzufinden. Dann solltest Du unbedingt erst einmal Übungen an der Hand durchführen um Dein Pferd auf das Longieren vorzubereiten (<a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener">wie solche Übungen aussehen kannst Du hier nachlesen</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich ist es bei nervösen Pferden wichtig eine <strong>ruhige Atmosphäre</strong> zu schaffen. Achte also darauf, dass um euch herum nicht zu viel los ist, am besten bist Du allein in der Halle oder auf dem Platz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Achte auch auf Deine eigene Ausstrahlung:</strong> bist Du selbst gestresst und hektisch – vielleicht von einem anstrengenden Tag auf der Arbeit? Das überträgt sich ganz klar auch auf Dein Pferd. Hier können ein paar Atemübungen aus dem <a href="https://herzenspferd.de/yoga-fuer-reiter/" target="_blank" rel="noopener">Yoga</a>, Meditation, autogenes Training oder ähnliches weiterhelfen. Ganz egal was Du machst, Hauptsache Du wirst innerlich ruhig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nervöse Pferde können sich in ein hohes Tempo richtiggehend hineinsteigern. Deshalb solltest Du immer in der Gangart beginnen, in der Dein Pferd noch ruhig ist. Bei den meisten ist das der Schritt. Ist Dein Pferd schon im Schritt zu hektisch, lass es zum Stehen durchparieren und mache beruhigende Übungen mit ihm, wie z.B. Kopf senken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst wenn es ruhig und gelassen läuft kannst Du zur nächsthöheren Gangart wechseln. Sobald es hier Ansätze zeigt zu schnell zu werden, parierst Du wieder durch. Denke immer daran viel Ruhe auszustrahlen, bewege Dich fließend und ruhig und schaue das Pferd nicht zu „starr“ und konzentriert an – schon das kann von ihm als Druck wahrgenommen werden. Atme einmal tief ein und lang aus. Man sollte nicht unterschätzen wie sehr man gerade mit dem Atem auf ein Pferd einwirken kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade im Zusammenhang mit dem Übergang zur höheren Gangart solltest Du auch <strong>die Intensität Deiner Hilfen</strong> kontrollieren – vielleicht gibst Du (unbewusst) die Hilfen zu stark für Dein Pferd. Ich mache immer eine Art kleinen Wettbewerb mit mir selbst: wie minimal kann ich eine Hilfe geben, auf die mein Pferd noch reagiert. Von Mal zu Mal versuche ich mich dabei zu unterbieten. Und bin immer wieder überrascht, wie wenig ich wirklich machen muss!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Grundgedanke ist also, immer wieder zu der Gangart zurückzukehren, die gut und ruhig möglich ist. Erst dann kann man wieder über einen Wechsel in eine höhere Gangart nachdenken.</strong> Wenn hier dann nur wenige Schritte entspannt möglich sind, bevor man unterbrechen muss, ist das nicht schlimm. Man muss einfach mit Geduld dranbleiben, dann werden es mit der Zeit immer mehr ruhige Schritte werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;">Lesetipp: Wege zum Pferd hat in einem schönen Fallbeispiel beschrieben, wie sie mit</span> <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2016/03/29/die-arbeit-der-longe-fallbeispiel-1/" target="_blank" rel="noopener">hektischen Pferden beim Longieren</a> <span style="color: #999999;">umgehen.</span></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Das Pferd will nicht vorwärts gehen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das kann, wie schon mehrfach beschrieben, an einem Balanceproblem auf der gebogenen Linie liegen. Das Pferd hat Angst davor, seine Balance zu verlieren und geht deshalb lieber gar nicht mehr vorwärts. Der erste Schritt ist also dem Pferd beizubringen, wie es auf einer gebogenen Linie sein Gleichgewicht hält (dazu kann ich Dir sehr <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/produkte/longenkurs/" target="_blank" rel="noopener">den Longenkurs von Babette Teschen</a> empfehlen).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich gibt es auch Pferde, die das Longieren einfach anstrengend und langweilig finden und deshalb nicht mitarbeiten. Hier ist es dann an Dir, Deinem Pferd zu zeigen, dass es auch Spaß machen kann, bzw. es sich lohnt mitzumachen. Wie weiter oben beschrieben kann man zum Beispiel das Longieren mit verschiedenen Lektionen und Hindernissen abwechslungsreich gestalten. Oder man kombiniert es mit Clickertraining – gerade bei sehr unmotivierten Pferden habe ich damit schon gute Erfahrungen gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es muss sich für Dein Pferd lohnen. Oder hättest Du Lust Runde um Runde stupide im Kreis zu laufen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Treiben gehe ich wie oben beschrieben schrittweise vor:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Wenn Dein Pferd (auf der linken Hand) schneller gehen soll nach links zeigen und schnalzen. Wird es nicht schneller:</li>



<li>Nach links zeigen, schnalzen und das Seil oder die Gerte in Richtung Hinterhand schwingen. Achte darauf, dass Du Dein Pferd nicht durch Deine Körperposition ausbremst. Wird es nicht schneller:</li>



<li>Nach links zeigen, schnalzen und das Seil oder die Gerte an die Hinterhand schwingen.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz wichtig bei allen Schritten ist, dass man schon den kleinsten Ansatz in die richtige Richtung mit einem Aussetzen der Hilfen belohnt. Also schon wenn Dein Pferd ein bisschen schneller wird musst Du sofort aufhören zu treiben – selbst wenn es danach gleich wieder langsamer wird. Wenn Du das konsequent machst und mit Geduld bei der Sache bleibst wird es mit der Zeit besser werden.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Probleme beim Longieren haben ihre Ursache darin, dass das Pferd nie richtig gelernt hat ausbalanciert auf einer Kreislinie zu laufen. Soll es das dann so unvorbereitet doch tun, kann das eine durchaus beängstigende und stressige Situation für es sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kommt, dass viele Reiter nur stupide im Kreis longieren. Für das Pferd ist das nicht nur langweilig, es hat auch aus Pferdesicht keinerlei Vorteil davon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Probleme zu lösen und vorzubeugen ist es also wichtig, dass Du Dein Pferd an der Hand ausreichend <a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener">auf das Longieren vorbereitest</a>, gymnastizierende Übungen mit ihm machst um seine natürliche Schiefe zu verringern und die Longenarbeit abwechslungsreich gestaltest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein tolles Buch mit Schritt für Schritt Anleitungen von den absoluten Basics bis zu fortgeschrittenen Übungen ist der <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/produkte/longenkurs/" target="_blank" rel="noopener">Longenkurs von Babette Teschen</a>.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Hattest Du schon einmal Probleme beim Longieren? Wie hast Du sie gelöst? Vielleicht hast Du noch ein paar Tipps für uns!</strong></h4>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/d60b8d9323d04cc6a2238dff6258d4a5" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"/></figure>
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		<title>Hilfszügel: Nützliche Hilfe oder Folterwerkzeug? Die Wirkung der 5 häufigsten Hilfszügelarten!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2015 14:23:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
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		<category><![CDATA[Stoßzügel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hilfszügel. Eines der meistdiskutierten Themen in der Reiterei. Es wurde schon vieles (wenn nicht alles) dazu gesagt und geschrieben. Warum verfasse ich also noch einen Artikel dazu? Nun ja, es wurde schon viel dazu gesagt &#8211; aber wurde es auch von Vielen schon gehört? Ich denke nicht. In meinem Alltag begegnen mir am Stall und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Hilfszügel. Eines der meistdiskutierten Themen in der Reiterei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es wurde schon vieles (wenn nicht alles) dazu gesagt und geschrieben. Warum verfasse ich also noch einen Artikel dazu?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nun ja, es wurde schon viel dazu gesagt &#8211; aber wurde es auch von Vielen schon gehört? Ich denke nicht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In meinem Alltag begegnen mir am Stall und auch in sozialen Netzwerken viele Menschen die Hilfszügel einsetzen, aber gar nicht so genau wissen, wie sie denn wirken. Meist kommt dann ein leicht ungenaues &#8222;der soll ihm den Weg in die Tiefe weisen&#8220; oder &#8222;das ist damit sie den Kopf nicht hochreißt und den Rücken rund macht&#8220;. Den meisten Menschen werden die Hilfszügel vom Reitlehrer oder Freunden empfohlen, meist ohne ausreichende Erklärung &#8211; oder noch ungünstiger: sie lesen im Internet davon und probieren in Eigenregie aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb also hier noch einmal eine Zusammenfassung der Wirkungen der 5 häufigsten Hilfszügel. Am Ende des Artikels gibt es dann meine persönliche Meinung dazu, ob man Hilfszügel einsetzen sollte oder nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ausbinder</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="250" height="254" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Ausbinder-1.jpg" alt="Ausbinder" class="wp-image-2189"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ausbinder sind zwei Lederriemen, die am Sattelgurt und im Gebissring befestigt werden. Sie werden oft zum Longieren und beim Unterricht von Anfängern eingesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wirkung:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausbinder sollen vor allem beim Longieren die <strong>Reiterhand simulieren</strong> und das Pferd dazu bringen <strong>in Anlehnung</strong> zu laufen. Zusätzlich <strong>rahmen</strong> sie das Pferd seitlich ein und verhindern so z.B., dass es beim Longieren nach außen ausbricht. Für Reitanfänger ist es meist einfacher auf einem ausgebundenen Pferd den korrekten Sitz zu erlernen &#8211; kurzzeitig zur Sitzschulung eingesetzt, finde ich das vertretbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Nachteil von Ausbindern</strong> ist, dass das Pferd selbst bei korrekter Verschnallung nicht in eine vorwärts-abwärts Dehnungshaltung kommen kann. Lässt es den Hals nach unten fallen wirkt der Ausbinder nach hinten und die Nase kommt <strong>hinter die Senkrechte</strong> (es sei denn die Ausbinder sind sehr lang verschnallt und dann kann man sie genauso gut auch weglassen). Weiterhin können Ausbinder dazu führen, dass das Pferd sehr <strong>vorhandlastig</strong> wird und lernt sich <strong>auf das Gebiss zu legen.</strong> Vor allem Ausbinder mit Gummizug begünstigen dieses Verhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie alle Hilfszügel sollten Ausbinder immer nur für kurze Zeit zum Einsatz kommen und erst wenn das Pferd entsprechend aufgewärmt ist. Die Realität in den Reitschulen sieht leider meist anders aus und die Pferde laufen unter Umständen mehrere (Reit-)Stunden am Tag ausgebunden. <strong>Das kann fatale Folgen für die Muskulatur haben:</strong> ist diese permanent angespannt verkrampft und schmerzt sie schnell. Es wird nicht mehr genug Sauerstoff in die Muskulatur geleitet und sie bildet sich bei regelmäßg zu langem Einsatz der Ausbinder sogar zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussage &#8222;der Ausbinder zeigt den Weg in die Tiefe&#8220; halte ich für falsch. Im schlimmsten Fall kann er dazu führen, dass das Pferd vorhandlastig und stumpf im Maul wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im Gelände oder zum Springen sollten niemals Ausbinder eingesetzt werden!</strong> Das Pferd benötigt einen freien Hals um sich auszubalancieren, mit Ausbindern ist das nur begrenzt möglich. Ein Stolpern im Gelände kann hier schnell zu gefährlichen Stürzen führen und das Pferd kann sich sogar darin verheddern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die einzige Situation, in der für mich der zeitlich begrenzte Einsatz von Ausbindern Sinn machen kann, sind Sitzstunden an der Longe, in denen der Reiter sich ganz auf den Sitz konzentrieren soll und keine Zügel in der Hand hat. Hier geht es dann aber explizit um das Training des Reiters und nicht des Pferdes.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Stoßzügel</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="250" height="254" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Stosszuegel.jpg" alt="Stoßzügel" class="wp-image-2194"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Stoßzügel wird am Sattelgurt befestigt und läuft zwischen den Vorderbeinen des Pferdes hindurch bis zum Gebiss oder, je nach Verschnallung, zu den Kappzaumringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wirkung:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Stoßzügel sollen verhindern, dass das Pferd den Kopf hochreißt. Da die Zügel &#8211; einmal eingestellt &#8211; auf eine feste Länge begrenzt sind, lässt sich die Intensität der Einwirkung nicht variieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je nachdem wie heftig ein Pferd den Kopf hochreißt kann es zu einem hohen Druck und starken Schmerzen im Pferdemaul oder auf dem Nasenrücken kommen. Die eigentliche Ursache des Kopfschlagens wird dabei nicht bekämpft, es ist eine reine Behandlung von Symptomen. Deshalb wird das Problem beim Wegnehmen der Stoßzügel vermutlich bald erneut auftreten.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Dreieckszügel</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="250" height="254" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Dreieckszuegel-1.jpg" alt="Dreieckszügel" class="wp-image-2190"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Dreieckszügel wird untem am Sattelgurt verschnallt, läuft zwischen den Vorderbeinen hindurch zum Gebiss, geht hier durch die Gebissringe und wird am Sattelgurt unter dem Sattelblatt befestigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wirkung:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als bei einem Ausbinder ist es hier möglich, dass sich das Pferd vorwärts-abwärts dehnt, da der Dreieckszügel relativ flexibel durch die Gebissringe läuft. Dadurch ist es auch nicht möglich, dass es sich auf das Gebiss legt. Dehnt sich das Pferd zu tief oder ist der Dreieckszügel zu kurz verschnallt kann es aber auch hier hinter die Senkrechte kommen. Eine seitliche Begrenzung durch den Dreieckszügel gibt es nicht. Es besteht auch hier die Gefahr, dass das Pferd zu vorhandlastig wird und/oder permanenten Zug auf dem Gebiss spürt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dreieckszügel sollten nur von Reitern benutzt werden, die absolut wissen was sie tun &#8211; und die werden sie in der Regel nicht brauchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie beim Ausbinder gilt auch hier, dass man den Dreieckszügel niemals im Gelände oder zum Springen einsetzen sollte.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schlaufzügel</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="250" height="254" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schlaufzuegel-1.jpg" alt="Schlaufzügel" class="wp-image-2193"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schlaufzügel wird unten am Sattelgurt befestigt und läuft zwischen den Vorderbeinen hindurch und durch die Gebissringe in die Hand des Reiters. Der Reiter muss also vier Zügel koordinieren anstatt nur zwei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wirkung:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Schlaufzügel ist ein Flaschenzug,</strong> das heißt jede Krafteinwirkung des Reiters wird vervielfacht. Zieht der Reiter mit 10kg am Zügel (das ist leider durchaus realistisch, oft sind die Kräfte sogar höher. Zur Erinnerung: laut FN-Richtlinien sollen es nur wenige Gramm sein!) kommen durch den Schlaufzügel 20kg im Pferdemaul an. Deshalb wird der Schlaufzügel besonders gerne bei schwierigen Pferden als &#8222;Bremse&#8220; zweckentfremdet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genauso häufig wird er dazu genutzt, den Kopf des Pferdes beizuziehen und es in eine bestimmte Kopf-Hals-Haltung zu bringen. <strong>Diese Handhabung kann zu ernsten Schäden beim Pferd führen!</strong> Es wirken hierbei riesige Kräfte (bis zu mehreren hundert Kilo) auf das Genick des Pferdes, da sein langer Kopf zusätzlich zum Flaschenzug des Schlaufzügels wie ein Hebel wirkt und viel Kraft auf das Genick geleitet wird. Das kann allerlei Schädigungen bis hin zu <strong>Wirbelbrüchen</strong> zur Folge haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kraft und Wirkung des Schlaufzügels wird durch die meisten Reiter stark unterschätzt, da sie selbst nur sehr wenig Kraft aufwenden müssen. Schlaufzügel sollten nur äußerst feinen und kompetenten Reitern vorbehalten sein &#8211; und diese werden sie in der Regel nicht brauchen. In den Händen der anderen 99% der Reiter (zu denen ich mich zähle) haben Schlaufzügel nichts verloren.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Martingal</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="250" height="254" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Martingal-1.jpg" alt="Martingal" class="wp-image-2192"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Martingal wird unten am Bauchgurt verschnallt und läft zwischen den Vorderbeinen hindurch nach oben in einen Halsriemen. Von dort aus gehen zwei getrennte Riemen mit Metallring am Ende nach oben durch die die Zügel gefädelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wirkung:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Martingal soll verhindern, dass das Pferd den Kopf hochschlägt. Außerdem bewirkt es, dass die Zügelhilfen bei hoher Kopfhaltung des Pferdes oder hoher Handhaltung des Reiters am Unterkiefer ankommen. Das ist eher ungünstig da das Gebiss nur auf die Maulwinkel des Pferdes einwirken sollte und nicht auf seinen Unterkiefer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Martingal ist für das Pferd nur spürbar, wenn es den Kopf hochreißt. Ansonsten hängt es bei korrekter Verschnallung durch und beeinflusst die Haltung des Pferdes nicht. Das unterscheidet es von allen anderen vorgestellten Hilfszügeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">* Eine nette Leserin hat mich darauf hingewiesen, dass der eigentliche Zweck des Martingals der ist, dass die Zügel bei einem Sturz keine Schlinge bilden können in die das Pferd hineintritt. Korrekt verschnallt reichen die Ringe bei hochgezogenem Pferdekopf bis an die Ganaschen &#8211; hindern das Pferd also nicht am Kopf hochziehen! Schade, dass es anscheinend so oft zweckentfremdet wird&#8230; *</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Meine Meinung zu Hilfszügeln</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich benutze Hilfszügel nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin der Meinung, dass man alle Probleme des Pferdes mit <strong>entsprechendem Training und ausreichend Zeit</strong> auch ohne Hilfszügel lösen kann. Als Freizeitreiter unterstehe ich nicht dem Druck, ein Pferd möglichst früh auf Körungen oder Turnieren vorstellen zu müssen und habe<strong> alle Zeit der Welt</strong> an Problemen zu arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine erzwungene Position verhindert meiner Meinung nach die körperliche und geistige Losgelassenheit des Pferdes. <strong>Kein Hilfszügel der Welt bringt das Pferd dazu vermehrt unterzutreten und sich zu versammeln.</strong> Wie ich schon in meinem <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Artikel zu Versammlung</a> geschrieben habe kommt die korrekte Kopf-Hals-Position bei einem richtig gerittenen Pferd ganz von selbst, sie ist der letzte Schritt in der Kette. Die durch die Hilfszügel erreichte Kopfposition bedeutet also bei weitem nicht, dass das Pferd auch gesund läuft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den meisten Reiter-Pferd-Paaren maskieren die Hilfszügel <strong>Lücken in der Ausbildung</strong> &#8211; sowohl der des Pferdes als auch der des Reiters. Sie sind eine einfache Pseudo-Lösung, die den Reiter dazu verleitet den schnellen, einfachen Weg zu gehen und sich vor der langwierigen Korrekturarbeit zu drücken. Leider meist auf Kosten des Pferdes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur weil ein Weg irgendwie funktioniert, vielleicht sogar schneller funktioniert als ein anderer, ist es trotzdem nicht immer richtig ihn zu gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der einzige Fall, in dem ich den Einsatz von Ausbindern nachvollziehbar finde, ist der Einsatz bei einer Sitzlonge für den Reiter. Hier wird nicht das Pferd trainiert, der Fokus liegt auf dem Reiter und Ausbinder können beiden die Sache etwas leichter machen. Das Pferd sollte jedoch auch hier nicht zu lange mit Ausbindern laufen und ansonsten ohne trainiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie immer möchte ich hier niemanden schlecht machen oder mit erhobenem Zeigefinger dastehen und belehren. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich möchte, dass Du Dir immer dann, wenn Du versucht bist einen Hilfszügel einzusetzen, überlegst ob Du nun den einfachen Weg wählst um es Dir leichter zu machen oder ob der Hilfszügel wirklich die einzige Lösung ist.</strong></p>



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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Abschließen möchte ich mit ein paar Zitaten bekannter Reitmeister zum Thema Hilfszügel:</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">„Hilfszügel sind dort (in der Pferdeausbildung) meist faule Knechte, die den Schein geben helfen und andere faule Knechte im Nichtstun unterstützen. Hilfszügel geben so leicht den Anstrich eines Fortschrittes und sind deshalb bei den Leuten, denen es nicht um das Sein, sondern um den Schein zu tun ist, so beliebt.“ ~ Friedrich von Krane<br>„Hilfszügel sind für Hilfsschüler. Die Ausbildung eines Pferdes braucht Zeit und Geduld, aber unter gar keinen Umständen Hilfszügel!“ ~ Claus Penquitt</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der Reiter, der das Nachgeben im Genick mit Hilfszügeln erzwingt und das Pferdemaul mit speziellen Reithalftern zuschnürt, handelt nicht anders als ein Erzieher, der ein Kind knebelt und am Stuhl festbindet um es zur Ruhe zu zwingen.&#8220; ~ Philippe Karl</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Alle toten Vorrichtungen und Hilfszügel, also solche, die durch Festbinden oder Schnallen eine gleichförmige Wirkung äußern, schaden ohne Ausnahme mehr als sie nützen, da sie sämtlich das Maul des Pferdes verderben, denn die Einwirkungen durch das Gebiß können nur von der lebenden und feinfühlenden Hand des Reiters richtig abgewogen werden.“ ~ Gustav Steinbrecht</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was ist Deine Meinung zum Thema Hilfszügel? </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Setzt Du sie ein? Wenn ja, warum?</strong></p>



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		<item>
		<title>Pferdebücher: Meine 6 Lieblingsbücher rund um artgerechtes Pferdetraining</title>
		<link>https://herzenspferd.de/pferdebuecher-pferdetraining/</link>
					<comments>https://herzenspferd.de/pferdebuecher-pferdetraining/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2015 16:22:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
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		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
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		<category><![CDATA[Pferdebücher]]></category>
		<category><![CDATA[Positive Verstärkung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich betone immer wieder, wie wichtig ich es finde, sich als Reiter weiterzubilden und lebenslang zu lernen. Aber wir haben nicht immer die Möglichkeit das bei einem kompetenten Reitlehrer zu tun. Und hier kommen für mich Bücher ins Spiel. Den Reitlehrer ersetzen sie zwar nicht, aber Du kannst Dir mit ihnen einen unheimlich wertvollen Grundstein [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich betone immer wieder, wie wichtig ich es finde, sich als Reiter weiterzubilden und <strong>lebenslang zu lernen.</strong> Aber wir haben nicht immer die Möglichkeit das bei einem kompetenten Reitlehrer zu tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und hier kommen für mich Bücher ins Spiel. Den Reitlehrer ersetzen sie zwar nicht, aber Du kannst Dir mit ihnen einen unheimlich wertvollen Grundstein an Wissen aneignen. Kaum ein Reitlehrer hat die Zeit, Dir so viel theoretisches Wissen zu vermitteln wie Du es aus Büchern lernen kannst!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pferdeliteratur gibt es wie Sand am Meer. Die Gute von der Schlechten zu unterscheiden fällt auf den ersten Blick gar nicht immer so einfach. Deshalb stelle ich Dir heute meine Lieblingsbücher vor. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Sparten der Reiterei, aber sie alle haben eines gemeinsam: <strong>den fairen und artgerechten Umgang mit dem Pferd.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich gibt es noch viel mehr gute Bücher zum Thema, vielleicht werde ich noch eine zweite Liste erstellen. <strong>In der Zwischenzeit: schreib doch in die Kommentare welche Bücher Du gut findest &#8211; ich bin sicher, dass sich die anderen Leser (und ich auch) sehr über gute Tipps freuen werden!</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-mark-rashid-denn-pferde-luegen-nicht/" target="_blank" rel="noopener">Denn Pferde lügen nicht: Neue Wege zu einer vertrauten Mensch-Pferd-Beziehung – Mark Rashid</a>*</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-mark-rashid-denn-pferde-luegen-nicht/"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Mark-Rashid-Pferde-luegen-nicht-e1432994592452.jpg" alt="Mark Rashid Pferde lügen nicht" class="wp-image-1920" width="154" height="245" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Mark-Rashid-Pferde-luegen-nicht-e1432994592452.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Mark-Rashid-Pferde-luegen-nicht-e1432994592452-188x300.jpg 188w" sizes="(max-width: 154px) 100vw, 154px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großartiges Buch von Horsmanship Ausbilder Mark Rashid. Mark ist für seine <strong>sanfte, faire und warmherzige Art des Pferdetrainings</strong> bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Buch beschreibt er seine Erfahrungen und Probleme mit verschiedenen Pferden und gibt ganz konkrete Tipps. Dabei geht es nicht um „den einen richtigen Weg“, sondern darum, sich in sein Pferd hineinzufühlen und den passenden, individuellen Weg zu finden. Ganz ohne Gewalt und Druck. Mark Rashid schreibt, dass Pferde in ihrer Herde nicht dem dominanten Tyrannen, sondern dem freundlichen, souveränen und sanften Führer folgen. Ich habe aus diesem Buch wahnsinnig viel gelernt und eine ganz andere Sichtweise auf die ganze “Dominanztheorie” gewonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir haben die Geschichten und Tipps in diesem Buch schon mit vielen schwierigen Pferden enorm weitergeholfen. Ich finde, jeder Reiter – egal aus welcher Sparte – sollte es in seinem Regal stehen haben!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-klassische-reitkunst-anja-beran/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Klassische Reitkunst mit Anja Beran: Eine Anleitung für verantwortungsvolles Reiten*</a></strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-klassische-reitkunst-anja-beran/"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/anja-beran-e1435772516153-1.jpg" alt="Klassische Reitkunst Anja Beran" class="wp-image-2170" width="183" height="206"/></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Buch habe ich noch gar nicht fertig gelesen &#8211; aber ich kann jetzt schon sagen, dass ich es klasse finde!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor ein paar Wochen hatte ich die große Freude Anja Beran bei ihrem Morgentraining zusehen zu dürfen (<a href="https://herzenspferd.de/dressur/" target="_blank" rel="noopener">hier habe ich schon kurz darüber berichtet</a>) und danach mit ihr zu Plaudern. Ich habe selten so entspannte, leichtfüßige und feine Pferde gesehen wie bei ihr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Buch erläutert sie ihren Ausbildungsweg von der ersten Analyse der Voraussetzungen und Probleme des Pferdes über die Gymnastizierung mithilfe von Seitengängen, bis hin zu den Lektionen der Hohen Schule. Dabei immer das Ziel im Blick: <strong>die Dressur ist für das Pferd da, nicht das Pferd für die Dressur.</strong> Der Reiter muss der Physiotherapeut des Pferdes sein und das Training ganz individuell auf es abstimmen.<span style="color: #999999;"></span></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. <a href="https://herzenspferd.de/produkt/irrwege-der-modernen-dressur-philippe-karl/" target="_blank" rel="noopener">Irrwege der modernen Dressur – Philippe Karl</a>*</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><a href="https://herzenspferd.de/produkt/irrwege-der-modernen-dressur-philippe-karl/"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Irrwege-der-modernen-Dressur-Philippe-Karl-1.jpg" alt="Irrwege der modernen Dressur Philippe Karl" class="wp-image-1923" width="240" height="269"/></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Irrwege der modernen Dressur“ ist das wohl bekannteste Buch von Philippe Karl. Er setzt sich ausführlich mit den <strong>phyischen und psychischen Auswirkungen der modernen Dressur</strong> auf das Pferd auseinander.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu jedem kritischen Punkt schlägt er eine alternative Vorgehensweise aus der klassischen Dressur vor. Man sollte schon ein paar Vorkenntnisse mitbringen um alles in dem wirklich tollen und informativen Buch zu verstehen. Trotzdem finde ich es auch für Anfänger empfehlenswert, das volle Verständnis wird dann mit der Zeit kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Klappentext:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Grundlage der psychischen, anatomischen und physiologischen Voraussetzungen des Pferdes analysiert der Autor die Grundsätze der modernen Dressur, wie sie in den Richtlinien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) festgeschrieben sind. Mit Gegenüberstellungen von Auffassungen der größten Meister der Reitliteratur von La Guérinière bis Baucher gelingt es ihm, Dogmen und Irrwege aufzudecken und einen Lösungsweg aufzuzeigen, der hinausführt aus der Sackgasse, in der sich die auf Turnieren gezeigte Dressur heute befindet. Anschauliche Zeichnungen – von Philippe Karl selbst erstellt – und zahlreiche Fotos ergänzen das umfangreiche Werk.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dem Inhalt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Schlüsselprobleme der Dressur: Psychische Aspekte, natürliche Schiefe, Gleichgewicht,<br>gymnastizierender Aufbau</li>



<li>Die Hand, die Schenkel, der Sitz</li>



<li>Ein System und seine Auswirkungen: Dressur, Zucht und Geschäft</li>



<li>Vorschlag einer „klassischen Alternative“: Die Schule der „Légèreté“</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/produkte/longenkurs/" target="_blank" rel="noopener">Der neue Longenkurs: Die Basis ist gutes Laufen &#8211; Babette Teschen </a></strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/longenkurs-1.jpg" alt="longenkurs Babette Teschen" class="wp-image-2172" width="130" height="182"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich <strong>das</strong> Buch über <strong>anatomisch gutes Longieren!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schritt für Schritt und mit vielen nützlichen Hintergrundinfos und tollen Bildern lernst Du, wie Du Dein Pferd so longierst, dass es gesund bleibt und Muskulatur aufbaut. Ganz ohne Ausbinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich muss zugeben, dass ich nicht der größte Fan vom Longieren bin, für mich und das Pony ist es oft einfach zu langweilig. Aber im Longenkurs lernt man so viel mehr als sein Pferd nur im Kreis zu schicken, ich habe für mich viele nützliche Tipps und Übungen herausgezogen, die uns beiden Spaß machen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. <a href="http://www.hippovital.at/shop/basiswissen-muskulatur-buch/#cc-m-product-5946980264" target="_blank" rel="noopener">Basiswissen über die Muskulatur des Pferdes – Muskulatur verstehen – Training optimieren &#8211; Daniela Schinko</a></strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><a href="http://www.hippovital.at/shop/basiswissen-muskulatur/#cc-m-product-5943419264"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/daniela-schinko-e1435772811924-1.png" alt="Basiswissen Muskulatur Daniela Schinko" class="wp-image-2171" width="167" height="167" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/daniela-schinko-e1435772811924-1.png 216w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/daniela-schinko-e1435772811924-1-150x150.png 150w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/daniela-schinko-e1435772811924-1-200x200.png 200w" sizes="(max-width: 167px) 100vw, 167px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde jeder Reiter sollte sich zumindest mit den <strong>Grundlagen der Anatomie</strong> seines Pferdes beschäftigen. Ich weiß, für die meisten Menschen ist das furchtbar langweilig. Aber glaube mir, wenn man ein bisschen Anatomiekenntnisse hat machen plötzlich ganz viele Erklärungen einen Sinn, die Du vorher vielleicht nicht verstanden hast.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daniela Schinko schafft es, auch komplexere Zusammenhänge verständlich zu erklären. Wenn Du Dir einen Überblick über ihren Schreibstil verschaffen willst kann ich auch ihren <a href="http://www.hippovital.at/blog/" target="_blank" rel="noopener">Blog</a> sehr empfehlen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-meine-pferdeschule-nathalie-penquitt/" target="_blank" rel="noopener">Meine Pferdeschule: Zauber der Verständigung – Nathalie Penquitt</a>*</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-meine-pferdeschule-nathalie-penquitt/"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Meine-Pferdeschule-Nathalie-Penquitt-1.jpg" alt="Meine Pferdeschule Nathalie Penquitt" class="wp-image-1926" width="160" height="242" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Meine-Pferdeschule-Nathalie-Penquitt-1.jpg 229w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Meine-Pferdeschule-Nathalie-Penquitt-1-199x300.jpg 199w" sizes="(max-width: 160px) 100vw, 160px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Meine Pferdeschule: Zauber der Verständigung“ ist ein gutes Buch um die <strong>Grundlagen der Bodenarbeit</strong> zu lernen. Dabei enthält das Buch sowohl gymnastizierende Übungen als auch zirzensische Lektionen. Durch seinen klaren Aufbau und gut beschriebene Übungen mit vielen Fotos ist es wirklich super zu verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Klappentext:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Schritt für Schritt zeigt die erfolgreiche Ausbilderin Nathalie Penquitt, wie Pferde ganz natürlich und spielerisch gymnastizierende Übungen an der Hand und Zirkuslektionen lernen. Dabei sind Vertrauen durch eine eindeutige Verständigung mit dem Pferd sowie positive Verstärkung der Schlüssel zum Erfolg“</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was sind Deine Lieblingsbücher? Ab in die Kommentare damit!</strong></p>



<img loading="lazy" decoding="async" alt="" width="1" height="1" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/0da097fc846745b38265c5db38088a98" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></figure>
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		<title>So machst Du Dein Pferd fit nach einer Pause</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Feb 2015 16:10:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Longieren]]></category>
		<category><![CDATA[Muskelaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bald ist es wieder soweit. Von allen Seiten und aus allen möglichen Zeitschriften wird es uns wieder entgegenschreien. &#8222;Fit in den Frühling!&#8220; &#8222;Mit 5 Schritten zur Bikinifigur!&#8220; &#8222;Weg mit dem Winterspeck mit diesen 10 einfachen Tricks!&#8220; Der größte Teil dieser Artikel ist natürlich Quatsch. Es wird geschrieben, was die Leute hören wollen. Schnelle Lösungen mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bald ist es wieder soweit. Von allen Seiten und aus allen möglichen Zeitschriften wird es uns wieder entgegenschreien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Fit in den Frühling!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Mit 5 Schritten zur Bikinifigur!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Weg mit dem Winterspeck mit diesen 10 einfachen Tricks!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der größte Teil dieser Artikel ist natürlich Quatsch. Es wird geschrieben, was die Leute hören wollen. Schnelle Lösungen mit möglichst wenig Selbstbeteiligung. Man will alles, und das bitteschön sofort und ohne Aufwand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Realität sieht es so aus, dass man nur mit<strong> Zeit, Geduld, Anstrengung und Durchhaltevermögen </strong>fit wird oder übeflüssige Pfunde verliert. Muskeln bauen sich nicht von heute auf morgen auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Genauso ist es auch beim Pferd.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann aus den unterschiedlichsten Gründen vorkommen, dass ein Pferd einmal längere Zeit nicht trainiert werden kann. Viel zu oft ist es dann so, dass das Pferd nach dieser Phase sofort wieder geritten wird. Ich möchte da niemandem bösen Willen unterstellen &#8211; ich denke einfach, es wird wahnsinnig unterschätzt wie anstrengend es für ein nicht ausreichend trainiertes und bemuskeltes Pferd ist, einen Reiter zu tragen. Auch wenn es nur die berühmte &#8222;kleine Schrittrunde ist&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube kaum, dass wir uns besonders wohlfühlen würden, wenn wir nach unserem bequemen Faulenzer-Winter unvorbereitet 10km joggen müssten. Mit 10kg Rucksack auf dem Rücken. Die Folgen davon wären Verspannungen, Muskelkater und Schmerzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Pferd ist in dieser Hinsicht nicht wirklich anders als ein Mensch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Du Dein Pferd schonend wieder antrainieren kannst, möchte ich Dir hier vorstellen. Am Besten machst Du das gemeinsam mit einem Trainer, so ein Blogartikel ersetzt &#8211; wie immer &#8211; keinen Fachmann vor Ort.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Lass Dir und Deinem Pferd Zeit.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Je nach Fitnesstand Deines Pferdes reicht es am Anfang, wenn Du nur jeden zweiten Tag mit ihm am Muskelaufbau arbeitest. Und dann auch nicht stundenlang am Stück, sondern lieber die Zeit nach und nach steigern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Achte darauf, dass Du während der Arbeit <strong>genug Pausen</strong> einbaust in denen sich Dein Pferd entspannen kann. Phasen der Entspannung sind für den Muskelaufbau genauso wichtig wie Phasen der Spannung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je nach Zustand Deines Pferdes kann es mindestens 2 bis 3 Monate dauern bis es eine gute Grundmuskulatur aufgebaut hat &#8211; pauschal ist das natürlich schwer zu sagen, ich möchte nur betonen, dass es Zeit braucht und Du geduldig sein musst.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Mach Dir einen Trainingsplan.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist deshalb wichtig, damit Du nicht den Überblick verlierst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Dir einmal die Mühe machst einen Plan zu erstellen, musst Du Dir nicht jedes Mal aufs Neue überlegen was Du mit Deinem Pferd machen sollst. Falls Du Dir nicht zutraust selbst einen Trainingsplan zu erstellen, frage einen Trainer oder Deinen Reitlehrer um Hilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ein Plan sollte aber immer <strong>flexibel</strong> gehandhabt werden. Du merkst, dass Dein Pferd heute gar nicht gut drauf ist? Vielleicht solltest Du ihm dann einfach nur ein bisschen Gesellschaft auf der Koppel leisten oder ausgiebig putzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So einen Plan kannst Du Dir einfach in ein Heft oder einen Kalender schreiben. Oder Du benutzt eine <a href="https://herzenspferd.de/apps-fuer-reiter/" target="_blank" rel="noopener">App</a>.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Gestalte das Training abwechslungsreich.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Weder Du noch Dein Pferd haben Lust ständig das Gleiche zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man sich langweilt ist alles gleich doppelt so schwer. Laufe ich durch den Wald jogge ich problemlos 10km &#8211; stell mich auf ein langweiliges Laufband und ich breche nach einem Kilometer zusammen!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Hör auf, wenn Du merkst, dass es zu viel ist.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sich Muskeln aufbauen, müssen sie &#8222;gereizt&#8220; werden &#8211; das bedeutet, man setzt sie Belastungen aus, die höher sind als sie es gewöhnt sind. Dabei sollte man diese Phase der höheren Belastung nicht zu lange aufrechterhalten, ansonsten übersäuern die Muskeln und es gibt Muskelkater.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du also merkst, dass Dein Pferd erschöpft ist, baue eine Pause ein oder beende das Training ganz.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Longiere Dein Pferd, mach <a href="https://herzenspferd.de/alternativen-zum-reiten-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener">Bodenarbeitsübungen</a>, Stangentraining und/oder <a href="http://www.hallo-pferd.de/news/21955-Beweglich%2C-konzentriert%2C-flexibel-%96-so-ein-Pferd-moechte-doch-jeder-seite-2.html" target="_blank" rel="noopener">Equikinetic</a> zum Muskelaufbau.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auch hier wieder wichtig: mach am Anfang nicht zu viel!</strong> 15 Minuten trainieren reichen &#8211; abhängig vom Pferd &#8211; erst mal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls Du longierst empfehle ich Dir keine Ausbinder zu benutzen. Sie zwingen das Pferd in eine Position und es kann so meiner Meinung nach keine lockere, gesunde Eigenhaltung einnehmen. In wenigen Ausnahmefällen und in Profihänden mögen Hilfszügel einen Nutzen haben &#8211; ich glaube aber, dass man so gut wie alle Pferde mit Geduld und passendem Training ohne Hilfszügel in guter Haltung longieren kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span style="color: #999999;">Lesetipp: </span></strong><span style="color: #999999;">Hier schreibe ich ü</span>ber die <a href="https://herzenspferd.de/fehler-beim-longieren/" target="_blank" rel="noopener">9 schlimmsten Fehler beim Longieren.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Geh mit Deinem Pferd spazieren oder sogar joggen.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Damit schlägst Du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Dein Pferd wird fit und Du gleich mit!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Idealerweise planst Du Deine Spaziergangsroute so, dass es auch mal ein Stück bergauf geht</strong> &#8211; das ist super für die Hinterhand-, Rücken- und Bauchmuskulatur. Du kannst auch kleine Strecken querfeldein gehen, umgestürzte Bäume machen tolle Hindernisse zum Drüberklettern und trainieren Muskulatur, Gleichgewicht und Koordination.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Joggen gehen solltest Du mit Deinem Pferd nur, wenn ihr in etwa ein ähnliches Tempo halten könnt. Ansonsten ärgert sich immer einer von euch beiden. Ich habe das schon mit ein paar Pferden ausprobiert und die meisten sind einfach zu schnell für mich &#8211; aber bei den wenigen, bei denen es geklappt hat, hat es wirklich sehr viel Spaß gemacht.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>7. Kontrolliere ob der Sattel noch passt.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor Du Dich wieder aufs Pferd setzt, solltest Du kontrollieren (lassen), ob der Sattel noch passt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch den Muskelaufbau ist es in den meisten Fällen so, dass der Sattel neu angepasst werden muss. Damit Dein Pferd zufrieden und ohne Schmerzen unter dem Reiter laufen kann und der Muskelaufbau nicht umsonst war, solltest Du das unbedingt machen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>8. Fange an kurze Zeit zu reiten.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Dein Pferd Muskulatur aufgebaut hat, kannst Du langsam anfangen für kurze Zeit zu reiten. Am Anfang reichen &#8211; auch hier natürlich wieder abhängig vom Pferd &#8211; 15 Minuten locker aus. Die Zeit kannst Du nach und nach steigern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Dein Pferd fit ist, kannst Du es mit den üblichen Dressurübungen &#8211; <a href="https://herzenspferd.de/trainingsaufbau-pferd-dressur/" target="_blank" rel="noopener">hier ein Beispiel einer Trainingseinheit</a> &#8211; gymnastizieren und seine Muskulatur weiter aufbauen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es liegt in Deiner Verantwortung Dein Pferd auf seine Aufgabe als Reitpferd bestmöglich vorzubereiten und darauf zu achten, dass es gesund bleibt. Ein wichtiges Kernelement dafür ist der korrekte Muskelaufbau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir juckt es auch ab und an in den Fingern zu sagen &#8222;ach, ist doch nur eine kleine Runde&#8220;. Aber genau diese kleine Runde kann dem Pferd viel Unbehagen verursachen und das will ich natürlich nicht. Das Pferd soll schließlich gerne mit mir ausreiten gehen und es nicht mit Schmerzen und Unwohlsein verbinden.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hast Du noch weitere Tipps wie man die Muskulatur seines Pferdes aufbauen kann? Ab in die Kommentare!</strong></p>



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		<title>Die 9 schlimmsten Fehler beim Longieren – und wie Du sie vermeidest.</title>
		<link>https://herzenspferd.de/fehler-beim-longieren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2015 12:16:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Fehler]]></category>
		<category><![CDATA[gymnastizieren]]></category>
		<category><![CDATA[Kappzaum]]></category>
		<category><![CDATA[Longenkurs]]></category>
		<category><![CDATA[Longieren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich war nie so richtig überzeugt vom Longieren. Zu oft habe ich wie ein Päckchen verschnürte Pferde gesehen die sich mit resigniertem Blick schwindelig kreiseln lassen. Oder Pferde, die sich in die Longe werfen und ihren Menschen durch die halbe Halle zerren. Genauso sehe ich nur zu oft Menschen ihre Pferde longieren, denen nicht mal [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich war nie so richtig überzeugt vom Longieren. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu oft habe ich wie ein Päckchen verschnürte Pferde gesehen die sich mit resigniertem Blick schwindelig kreiseln lassen. Oder Pferde, die sich in die Longe werfen und ihren Menschen durch die halbe Halle zerren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genauso sehe ich nur zu oft Menschen ihre Pferde longieren, denen nicht mal bewusst ist wie ihre Körperhaltung auf das Pferd wirkt. Da heißt es dann vor der Schulter stehen und hinten draufhauen und sich wundern, warum das Pferd nicht läuft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oft sehe ich auch Leute, die ihre Pferde vor dem Reiten longieren, damit sie unter dem Sattel nicht buckeln und durchgehen. In meinen Augen ist das reine Symptombekämpfung – die Ursache liegt woanders und so lange nicht an ihr gearbeitet wird, wird sich auch nichts ändern. Steht das Pferd den ganzen Tag in der Box und kommt nur zum Reiten raus? Kein Wunder, dass es zu viel Energie hat…</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich will niemanden verurteilen. Jeder von uns hat mal bei Null angefangen </strong>und es gibt tausend Sachen, die ich nicht kann und ich bin auch nicht perfekt beim Longieren. Aber ich weiß, dass ich sie nicht kann und suche mir einen Trainer, der es mir beibringt oder lese Fachbücher zum Thema.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem ist es natürlich so, dass jedes Pferd individuell andere Hilfen braucht. Und viele Wege führen zum Ziel. Nur weil ich einen bestimmten Weg nicht gehen will heißt das nicht, dass man so nicht auch ankommt und ich jeden verurteile der einen anderen Weg geht. Ich finde das muss jeder für sich entscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe das Longieren mit Ausbindern gelernt, welches man so von Reitlehrern lernt, die seit Jahren das Gleiche machen ohne jemals zu reflektieren ob das überhaupt Sinn macht. Genau diesen Sinn habe ich im Longieren nicht gesehen, deshalb habe ich jahrelang überhaupt nicht longiert sondern lieber Freiarbeit à la Natural Horsemanship gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor einiger Zeit bin ich dann auf den Longenkurs von Babette Teschen und Tania Konnerth gestoßen. Und siehe da, die beiden erklären gut verständlich wie man <strong>der Anatomie des Pferdes entsprechend</strong> longiert. Und zwar ohne das Pferd mit irgendwelchen Hilfsmitteln zu verschnüren. Ihre Art des Longierens hilft dem Pferd seine Balance zu finden und Muskeln so aufzubauen, dass es auch unter dem unnatürlichen Reitergewicht gesund bleiben kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich empfehle also jedem, der sein Pferd sinnvoll longieren will, sich einen guten Trainer zu suchen und diesen aber auch immer wieder zu hinterfragen.</strong> Wie auch beim Reiten sollte man immer über den eigenen Tellerrand schauen, Artikel und Fachbücher lesen – nur so kann man hoffen besser zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Meine Tipps spiegeln meine persönliche Meinung wieder und sollen also auf keinen Fall einen kompetenten Trainer ersetzen.</strong> Aber vielleicht bringen sie ja den einen oder anderen zum Nachdenken und geben vielleicht Motivation andere Wege zu beschreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auch hier nochmal der Hinweis: ich verurteile niemanden der es anders macht. </strong>Ich habe mich ganz persönlich und individuell entschieden, wenn das für jemand anderen nicht passt ist das auch ok.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Das Longieren unterschätzen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Longieren sieht auf den ersten Blick einfach aus: der Mensch steht in der Mitte und das Pferd läuft im Kreis um ihn herum. Da kann man ja nicht viel falsch machen, denkt man sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau hier liegt einer der, meiner Meinung nach, größten Fehler beim Longieren. <strong>Es wird einfach maßlos unterschätzt und jeder denkt er könne es ja mal einfach so ohne Unterricht machen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei kann falsches Longieren dem Pferd schaden. Wenn es sich – wie die meisten Pferde das tun – in den Kreis hineinlehnt <strong>belastet es das innere Vorderbein</strong> zu stark. Durch die Schräglage setzt es die Hufe an ihrer Kante auf und <strong>überlastet seine Sehnen und Gelenke.</strong> Und das sind nur ein paar der vielen negativen Auswirkungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird unterschätzt wie schwer es für das Pferd ist in einem Kreis zu laufen. <strong>Dafür ist es anatomisch nicht gebaut und es muss es erst lernen. </strong>Für das Pferd bedeutet auf dem Kreis laufen erst mal Stress, da es aus dem Gleichgewicht ist. Viele Pferde wehren sich dagegen indem sie versuchen wegzurennen oder lieber gar nicht erst vorwärts gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie Du den Fehler vermeiden kannst: </strong>Unterschätze das Longieren nicht und lass es Dir von einem guten Trainer beibringen. Viele bieten auch Wochenendkurse an. Wenn es keinen in Deiner Nähe gibt such Dir doch ein paar Gleichgesinnte an Deinem Stall und ladet einen Trainer zu einem Kurs bei euch ein!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Longieren an der Trense oder am Halfter</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Leider sieht man immer noch häufig, dass Pferde an der Trense longiert werden. <strong>Für mich </strong>ist das ein No-Go.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstens hast Du damit <strong>keine genaue Einwirkung</strong> und zweitens – und viel wichtiger – <strong>solltest Du das Maul Deines Pferdes schonen wo es nur geht.</strong> Wenn an der Trense longiert wird hat das Pferd permanent Zug im Maul. Noch schlimmer wird es, wenn das Ganze mit Hilfszügeln kombiniert wird. Über die Hilfszügel bekommt das Pferd bei jedem Schritt einen Ruck ins Maul. Perfekt wenn man sein Pferd abstumpfen will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen die mit Trense longieren begründen das damit, dass sie nur so das Pferd sicher unter Kontrolle haben. Klar, wenn es in die Longe springt tut es sich weh. Aber weil das ja so weh tut wird es das dann nicht nochmal machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da sind wir doch gleich wieder bei der <strong>Bekämpfung von Symptomen anstatt von Ursachen.</strong> Warum hat man das Pferd nicht unter Kontrolle? Da liegt doch schon vor dem Longieren ein Problem vor. Warum springt das Pferd in die Longe? Hat es Schmerzen weil ständig Druck im Maul ist? Weiß es einfach nicht, wie es auf dem Zirkel sein Gleichgewicht halten soll? Hat es den ganzen Tag in der Box gestanden und platzt fast vor überschüssiger Energie?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das andere Ende der Palette: <strong>Longieren am Halfter.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das sieht man oft. Ein Halfter eignet sich nicht zum Longieren, da man <strong>keine genauen Hilfen</strong> damit geben kann und da es meistens sehr schnell <strong>verrutscht.</strong> Besonders wenn an der Longe gezogen wird hängt schnell das Backenstück des Halfters im äußeren Auge des Pferdes – und der Mensch der longiert sieht es meistens nicht mal.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie Du den Fehler vermeiden kannst: </strong>Nutze zum Longieren einen gut passenden Kappzaum.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;"><strong>Lesetip</strong></span><strong>p: </strong><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2010/05/18/der-kappzaum-teil-1-was-sie-uber-dieses-werkzeug-wissen-sollten/" target="_blank" rel="noopener">Was Sie über den Kappzaum wissen sollten</a> und <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2010/05/25/der-kappzaum-teil-2-kappzaume-der-filigranen-art/" target="_blank" rel="noopener">verschiedene Arten von Kappzäumen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Artikel wird zum Longieren ein schwerer Kappzaum mit Metallbeschlägen empfohlen. Für manche Pferde ist der zu schwer, bzw. sie sind so sensibel, dass sie sehr widerwillig auf ihn reagieren. Bei solchen Pferden empfehle ich einen Kappzaum mit einem breiten, gepolsterten Nasenteil ohne Metall oder Kette.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>(Du siehst das ganz anders als ich und kannst auch fundiert erklären wie und warum Du Dein Pferd an der Trense longierst? Schreib einen Artikel dazu! Ich verlinke hier gerne auch andere Meinungen oder veröffentliche Artikel von Gastautoren solange sie qualitativ gut und fachlich fundiert sind. Schreib mir einfach eine Mail.)</em></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Longieren mit Ausbindern, Dreieckszügeln, etc.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Longieren mit <a href="https://herzenspferd.de/hilfszuegel-wirkung/" target="_blank" rel="noopener">Hilfszügeln</a> ist leider auch immer noch weit verbreitet. Weil das Pferd nie gelernt hat sich auf dem Kreis auszubalancieren und ohne Hilfszügel den Kopf hochreißt und den Rücken wegdrückt wird es eben in die passende Position verschnürt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Problem dabei:</strong> um dem ständigen Zug der Hilfszügel zu entgehen kommen die meisten Pferde <strong>mit dem Kopf hinter die Senkrechte.</strong> Damit werden sie weder ordentlich gymnastiziert noch bauen sie gesund ihre Muskulatur auf. Von den <strong>psychischen Auswirkungen</strong> ganz zu schweigen. Stell dir mal vor Du müsstest auf einem Seil balancieren und hättest Deine Arme an den Körper gebunden. Keine besonders angenehme Sache…</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;"><strong>Lesetipp: </strong>Tierheilpraktikerin Michaela Wunder-Frey über </span>den <a href="http://www.tierheilpraxis-wunder.de/faelle/hilfszuegel---sinn-oder-unsinn.html" target="_blank" rel="noopener">Sinn oder Unsinn von Hilfszügeln.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dazu kommt noch, dass das Pferd nicht lernt sich richtig auszubalancieren. Nimmt man ihm die Hilfszügel ab wird es genauso schlecht laufen wie vorher.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie Du den Fehler vermeiden kannst:</strong> Lass die Hilfszügel weg und bringe Deinem Pferd lieber bei wie es sich richtig ausbalancieren kann (Du weißt schon, Trainer und Fachliteratur). Es wird nicht von Anfang an in guter Haltung laufen. Wahrscheinlich auch noch nicht nach einer Woche Arbeit. Aber je mehr es lernt und seine Balance findet, desto besser wird automatisch seine Haltung. Und das ganz ohne es in eine Position zu zwingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Eine Ausnahme mache ich, wenn es um die Sitzschulung des Reiters geht. Hier kann es Sinn machen Ausbinder zu benutzen um sowohl Reiter als auch Pferd die Sache etwas zu erleichtern. Das sollte jedoch nur für einen begrenzten Zeitraum passieren und das Pferd sollte ansonsten ohne Ausbinder trainiert werden.)</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="firstHeading"><em><strong>Das ist übrigens nicht nur meine Meinung! Schon vor 300 Jahren sagte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_Robichon_de_la_Gu%C3%A9rini%C3%A8re" target="_blank" rel="noopener">François Robichon de la Guérinière,</a> &#8222;Hilfszügel sind für Hilfsschüler&#8220;. Auch heute noch lehnen viele nahmhafte Ausbilder und Experten den Einsatz von Hilfszügeln ab. Dazu zählen zum Beispiel Philippe Karl und Claus und Nathalie Penquitt.</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Es tut mir Leid, dass sich viele durch diese Aussage angegriffen fühlen. Aber ein bisschen Selbstreflexion schadet nicht, vielleicht ist es an der Zeit mal die gewohnten Methoden zu hinterfragen.</strong></em></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Sich der eigenen Körpersprache nicht bewusst sein</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Koerpersprache-Longieren-e1428349284311.jpg" alt="Körpersprache Longieren" class="wp-image-1425" width="286" height="268" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Koerpersprache-Longieren-e1428349284311.jpg 334w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Koerpersprache-Longieren-e1428349284311-300x281.jpg 300w" sizes="(max-width: 286px) 100vw, 286px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Je nachdem wie Du im Verhältnis zu Deinem Pferd stehst reagiert es unterschiedlich. Stehst Du auf Höhe seines Kopfes wird es anhalten, denn Du stehst ihm quasi im Weg. Stehst Du eher weiter hinten, auf Höhe seiner Kruppe, wird es schneller werden, Du treibst es damit an. Stehst Du auf Höhe seiner Schulter bist Du in einer neutralen Position und es sollte im gleichen Tempo bleiben. Ich habe Dir das zum besseren Verständnis mal ganz grob aufgezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich benutze zum Longieren kaum die Peitsche, da alle Pferde die ich bis jetzt longiert habe sehr gut auf Körpersprache reagiert haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie Du den Fehler vermeiden kannst: </strong>Sei Dir immer Deiner Körpersprache bewusst! Versuche doch mal Dein Pferd ohne Longierpeitsche anzutreiben und anzuhalten. Vielleicht reagiert es am Anfang nicht so schnell wie mit der Peitsche, aber es wird schnell merken was Du da tust und Du wirst erstaunt sein wie gut es funktioniert.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Zu hartes, ruckartiges Ziehen an der Longe</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Druck erzeugt Gegendruck.</strong> Wenn Du die Longe ruckartig anziehst tust Du Deinem Pferd damit weh. In Zukunft wird es sich <strong>im Genick anspannen und festmachen</strong> wenn Du die Longe anhebst um sein Genick vor dem Ziehen zu schützen. Das passiert ganz automatisch – auch bei Dir. Du kannst das schön testen, indem Du und eine Freundin jeweils ein Ende eines Stricks in die Hand nehmt. Deine Freundin soll nun einmal ruckartig am Strick ziehen während Du ihn festhalten musst. Wenn Du nicht schon sowieso in der Erwartung des Zugs Deinen Arm angespannt hast wirst Du das spätestens beim nächsten Mal ziehen reflexartig machen. Genauso ist es auch bei Deinem Pferd.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie Du den Fehler vermeiden kannst:</strong> Ziehe niemals ruckartig am Zügel, sondern erhöhe den Zug langsam und sanft. Du zeigst Deinem Pferd damit, dass es Dir seinen Kopf und sein Genick anvertrauen kann, weil Du ihm nicht wehtust. Ein Nebeneffekt davon wird sein, dass Dein Pferd immer sensibler reagiert. Irgendwann wirst Du nur noch kurz die Longe anheben müssen und Dein Pferd wird sofort reagieren.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Das Pferd mit „Dauerkommandos“ abstumpfen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem bei eher langsamen, faulen Pferden hat man schnell das Problem, dass man irgendwann permanent schnalzt und mit der Peitsche antreibt. Ich muss mir da selbst auch immer wieder auf die Finger gucken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meistens reagieren die Pferde nämlich schon gar nicht mehr darauf. Und je öfter Du ein Kommando in gleicher Intensität und ohne Konsequenz gibst, desto weniger wird Dein Pferd darauf reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie Du den Fehler vermeiden kannst:</strong> Wenn Du ein faules Pferd hast schnalze einmal. Kommt keine Reaktion schnalze und tippe es mit der Peitsche an. Kommt immer noch keine Reaktion schnalze, tippe es mit der Peitsche an und laufe auf seine Kruppe zu. Indem Du auf es zuläufst erhöhst Du den Druck immer weiter. Irgendwann wird es schneller laufen. Wichtig ist nur, dass Du erst mal sanft anfragst und Deinem Pferd <strong>die Chance gibst zu reagieren.</strong> Tut es das nicht, kommt die nächste Frage etwas stärker, bis es reagiert. Dann sollte aber auch der Druck <strong>sofort</strong> wieder weg sein!</p>



<p class="wp-block-paragraph">So solltest Du aber nur bei faulen Pferden vorgehen. <strong>Hat Dein Pferd Angst vor etwas solltest Du ihm nicht noch zusätzlichen Druck machen, sondern ihm Sicherheit vermitteln.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>7. Die Longe in der Faust halten</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch ich habe die Longe jahrelang in der Faust gehalten. Dabei weiß man doch, dass man sich sehr viel schneller <strong>steif macht und verkrampft</strong> wenn man die Hand als feste Faust hält. Außerdem muss jegliches Nachgeben dann aus dem Handgelenk bzw. dem ganzen Arm kommen. Das ist einfach viel zu grobmotorisch und ungenau.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie Du den Fehler vermeiden kannst:</strong> Halte die Longe wie Du auch die Zügel hältst: von oben zwischen Daumen und Zeigefinger nach unten zwischen Ringfinger und kleinem Finger wieder hinaus. So kannst Du wie auch bei den Zügeln mit Deinem Ringfinger die Longe annehmen und auch wieder nachgeben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>8. Die Longe um die Hand wickeln / keine Handschuhe tragen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Longen sind zu lang. Damit man nicht ständig über ihr Ende stolpert hält man es in der Hand. Dabei sollte man – wie auch beim Führen mit einem Strick – immer darauf achten, dass man die Longe nicht um die Hand wickelt. Sollte das Pferd nämlich mal wegspringen kann man nicht schnell genug loslassen und dann sind schnell mal die <strong>Finger ab oder die Schulter ausgekugelt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Genauso ungünstig ist es, beim Longieren keine Handschuhe zu tragen. Selbst das bravste Pferd springt mal weg. Wenn Dir dann die Longe durch die Hand gezogen wird hast Du im Null Komma Nichts die Hand aufgerissen oder verbrannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie Du den Fehler vermeiden kannst:</strong> Wenn Deine Longe permanent zu lang ist schneide ein Stück ab. Ansonsten lege die überflüssige Länge in Schlaufen zusammen und halte sie so in der Hand, dass sie sich unter Zug einfach aus Deiner Hand herauszieht. Und immer Handschuhe tragen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>9. Zu lange auf der „schlechten“ Seite des Pferdes longieren</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pferde sind von Natur aus <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener">schief</a>. Das bedeutet, sie haben eine kürzere und eine längere Seite. Auf der kürzeren Seite sind ihre Muskeln verkürzt, deshalb biegen sie sich nicht gerne zur gegenüberliegenden Seite.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Beispiel:</strong> ist Dein Pferd rechts hohl (so nennt man die kurze Seite), dann wird es sich gerne nach rechts, aber nur ungerne nach links biegen wollen. Das hast Du bestimmt auch schon unter dem Sattel gemerkt, es gibt immer eine Seite, auf der Dein Pferd Sachen besser macht als auf der anderen (das kann sich im Laufe des Pferdelebens auch mehrmals ändern).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Muss sich Dein Pferd nun zu der Seite biegen, die ihm unangenehm ist, ist das genauso wie wenn Du z.B. Deine Beine dehnst. Das kann ziemlich wehtun und man macht es lieber langsam, sanft und nur kurz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ein Pferd auf einer Seite schlechter läuft hat man oft das Bedürfnis auf dieser Seite besonders viel zu arbeiten. Tatsächlich macht man die Sache damit eher schlimmer. Das Pferd hat Schmerzen und versucht gegenzuhalten. Es macht sich steif und verkrampft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie Du den Fehler vermeiden kannst:</strong> Longiere Dein Pferd immer nur kurz auf seiner schlechten Seite, damit sich die verkürzte Muskulatur sanft an die Dehnung gewöhnen kann. Starte mit 5 Minuten (wenn Dein Pferd ganz unwillig reagiert auch gerne kürzer) und erhöhe die Zeit nach und nach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es versteht sich dabei von selbst, dass der Kreis auf dem Du longierst groß genug ist!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Positive Auswirkungen von gutem Longieren</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Dein Pferd richtig longierst kann das tolle Auswirkungen haben:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Dein Pferd verbessert seine <strong>Balance</strong> auch unter dem Reiter</li>



<li>Es baut seine <strong>Muskeln</strong> auf und kann Dich so besser tragen</li>



<li>Es lernt mit der <strong>Hinterhand weiter unterzutreten</strong> und mehr Gewicht damit zu tragen</li>



<li>Es wird <strong>losgelassener </strong>und seine Gänge werden raumgreifender</li>



<li>Es kann an der Longe <strong>Muskelverspannungen </strong>lösen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Und dabei brauchst Du nicht wirklich viel <strong>Zubehör:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen passenden Kappzaum</li>



<li>Eine Longe</li>



<li>Eine Longierpeitsche</li>



<li>Einen Platz wo Du ohne Ablenkung longieren kannst</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin froh, dass ich mich wieder mit dem Longieren beschäftigt habe und es mittlerweile viele Leute gibt die nicht mehr auf die Weise longieren wie ich (und viele andere) es früher gelernt habe. Wenn man es richtig macht hat das Longieren viele Vorteile und lässt sich toll ins Training integrieren.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hast Du schon mal longiert? Siehst Du das ganz anders als ich? Oder machst Du auch den Longenkurs von Babette Teschen? Ich freue mich über Kommentare.</strong></p>



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