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	<title>Positive Verstärkung Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Positive Verstärkung Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Grundlagen der positiven Verstärkung: &#8222;Ehrlich motiviert!&#8220; von Sylvia Czarnecki &#8211; Buchrezension</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2016 15:50:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Immer mehr Pferdemenschen interessieren sich für das Training mit positiver Verstärkung, besonders das Clickertraining. Oft wird aber unterschätzt, dass man diese Art des Trainings nicht &#8222;mal einfach so&#8220; machen kann, sondern die Grundlagen genauso ausführlich lernen muss, wie bei jeder anderen Trainingsform auch. Tut man das nicht, schleichen sich schnell Fehler ein und man macht [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/ehrlich-motiviert-sylvia-czarnecki/">Grundlagen der positiven Verstärkung: &#8222;Ehrlich motiviert!&#8220; von Sylvia Czarnecki &#8211; Buchrezension</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Immer mehr Pferdemenschen interessieren sich für das Training mit positiver Verstärkung, besonders das Clickertraining. Oft wird aber unterschätzt, dass man diese Art des Trainings nicht &#8222;mal einfach so&#8220; machen kann, sondern die Grundlagen genauso ausführlich lernen muss, wie bei jeder anderen Trainingsform auch. Tut man das nicht, schleichen sich schnell Fehler ein und man macht möglicherweise das viel kritisierte, unhöfliche, gestresste &#8222;Leckerli-Monster&#8220; aus seinem Pferd.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Diskussionen um positive und negative Verstärkung wird zusätzlich oft deutlich, dass noch große Verständnislücken bei vielen Reitern bestehen. Diese Lücken möchte Sylvia Czarnecki mit ihrem Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3840410657/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3840410657&amp;linkCode=as2&amp;tag=twoheartsones-21" target="_blank" rel="nofollow&quot; noopener">&#8222;Ehrlich motiviert! Positives Training mit Pferden&#8220;</a>* füllen und den Einstieg (oder Umstieg) in das Training mit positiver Verstärkung erleichtern.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Darum geht es bei &#8222;Ehrlich motiviert! Positives Training mit Pferden&#8220;</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignleft"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3840410657/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3840410657&amp;linkCode=as2&amp;tag=twoheartsones-21" target="_blank" rel="nofollow noopener"><img decoding="async" src="http://ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3840410657&amp;Format=_SL110_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=twoheartsones-21" alt=""/></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=twoheartsones-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3840410657" alt="" width="1" height="1" border="0">Das Buch ist inhaltlich in zwei Teile geteilt: im ersten Teil werden die <strong>Grundlagen der Lerntheorie</strong> vermittelt und Begriffe geklärt. Im zweiten Teil geht es dann um die <strong>praktische Umsetzung und das Training mit positiver Verstärkung</strong>. Dabei wird vor allem auf alltägliche Anforderungen und Probleme eingegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die lerntheoretischen Inhalte umfassen zum Beispiel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sensibilisierung und Desensibilisierung</li>



<li>operante und klassische Konditionierung</li>



<li>primäre, sekundäre und tertiäre Verstärker</li>



<li>positive und negative Strafe</li>



<li>positive und negative Verstärkung</li>



<li>aktive und passive Signalkontrolle</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das klingt so aufgelistet ziemlich trocken und wissenschaftlich. Sylvia schafft es aber, die Informationen gut verständlich und praxisnah mit vielen Beispielen zu erklären.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im praktischen Teil geht es vor allem um Grundlagen, wie zum Beispiel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ausrüstung und passendes Belohnungsfutter</li>



<li>Target- und Mattentraining</li>



<li>Höflichkeit und Entspannung</li>



<li>Kommunikation am Boden und im Alltag (freies Stehen, Rückwärtsrichten, Handwechsel, Tempowechsel, Herankommen, Hinterhand bewegen, etc.)</li>



<li>Verhalten erarbeiten mit Shaping, Targeting und Modelling</li>



<li>Erstellen von Trainingsskizzen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="http://www.motionclick.de/ehrlich-motiviert">Das vollständige Inhaltsverzeichnis des Buches findest Du hier.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ergänzt werden die Anleitungen mit Lösungen für häufig auftretende Probleme.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Meine Meinung zum Buch</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich befasse mich schon seit ein paar Jahren mit dem Training mit positiver Verstärkung. Was mir bei vielen Büchern zum Thema missfällt, ist die Art &#8222;mit erhobenem Zeigefinger&#8220; zu schreiben und alle anderen Ansätze direkt oder indirekt als Quälerei zu bezeichnen. Ich finde jedes Reiter-Pferd-Paar muss &#8211; selbstverständlich im Rahmen des Tierschutzes &#8211; seinen ganz eigenen Weg gehen und was für den einen passt ist für den anderen vielleicht nicht das Richtige. Oft fehlt mir da auf allen Seiten etwas die Toleranz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sylvias Buch ist da erfreulicherweise anders. Es werden sehr sachlich die Vor- und Nachteile der verschiedenen Ansätze diskutiert. Natürlich ist sie von ihrem Ansatz überzeugt und kommuniziert das auch &#8211; es werden jedoch nicht rigoros alle anderen Ansätze verteufelt. Ganz klar ist sie eine Verfechterin der positiven Verstärkung, schreibt aber auch, dass jeder selbst für sich und im Sinne seines Pferdes entscheiden muss, welche Trainingsweise besser passt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich ist &#8222;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3840410657/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3840410657&amp;linkCode=as2&amp;tag=twoheartsones-21" target="_blank" rel="nofollow&quot; noopener">Ehrlich motiviert! Positives Training mit Pferden&#8220;</a>* gut verständlich geschrieben und einfach zu lesen. Positiv fand ich auch, dass Probleme und Fehler aufgezeigt werden, die mir in anderen Büchern oder Blogartikeln häufig zu kurz kommen (zum Beispiel das unaufgeforderte Zeigen von Lektionen und wie man damit umgeht &#8211; Stichwort Signalkontrolle). Es werden lerntheoretische Hintergründe erklärt, die Vieles klarer machen und so manches Gegenargument entkräftigen. Viele Negativ-Klischees des Trainings mit positiver Verstärkung entstehen eben aus einer fehlerhaften Anwendung und nicht, weil das System per se schlecht ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Ehrlich motiviert!&#8220; ist ein Grundlagenbuch. Wer also Anleitungen zu fortgeschritteneren (Zirkus-) Lektionen oder Tipps zum Reiten mit positiver Verstärkung sucht ist hier falsch (Zum Thema Zirkuslektionen gibt es aber ein weiteres Buch von Sylvia Czarnecki, dass &#8222;Ehrlich motiviert!&#8220; ganz gut ergänzt: &#8222;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3840410134/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3840410134&amp;linkCode=as2&amp;tag=twoheartsones-21" target="_blank" rel="nofollow&quot; noopener">It&#8217;s Showtime: Zirkuslektionen: Lernspaß für Pferd und Mensch</a>&#8222;*).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich hätte mich noch über einen etwas ausführlicheren Teil zum Thema positive Verstärkung beim Reiten gefreut, aber das hätte sicher den Rahmen des Buchs gesprengt (vielleicht eine Idee fürs nächste Buch ;-)).</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich eingehender mit dem Lernverhalten von Pferden und dem Training mit positiver Verstärkung befassen möchte, kann mit &#8222;Ehrlich motiviert! Positives Training mit Pferden&#8220; nichts falsch machen. Es verschafft einen soliden Überblick über die Grundlagen, erste Übungen am Boden und Lösungsansätze für die gängisten Probleme. Dabei ist es gut verständlich und praxisnah geschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Pferdemenschen, die bereits Erfahrung beim Training mit positiver Verstärkung haben, könnte es etwas zu grundlegend sein &#8211; oder aber es füllt ganz gezielt Lücken im Wissensschatz, wenn man vorher bei den Grundlagen nicht sorgfältig genug gelernt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Buch umfasst 144 Seiten und ist zum Beispiel <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3840410657/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3840410657&amp;linkCode=as2&amp;tag=twoheartsones-21" target="_blank" rel="nofollow&quot; noopener">hier bei Amazon</a>* für 19,95€ erhältlich.</strong> <img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" src="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/445850d9ac9a43fc9219fa5c96667cb1" alt=""></p>



<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/445850d9ac9a43fc9219fa5c96667cb1" width="1" height="1" alt="">
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/ehrlich-motiviert-sylvia-czarnecki/">Grundlagen der positiven Verstärkung: &#8222;Ehrlich motiviert!&#8220; von Sylvia Czarnecki &#8211; Buchrezension</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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		<title>Kann man sich wirklich das Beste aus verschiedenen Trainingsmethoden &#8222;herauspicken&#8220;? &#8211; Oder: Meine Philosophie!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2016 18:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Horsemanship, Clickern, Dressur… Was machst du denn nun eigentlich, wo ordnest du dich ein?“ oder: „Wie du clickerst?! Ich dachte du bist Dressurreiter!“ Diese Fragen bekomme ich in dieser oder einer ähnlichen Form relativ oft gestellt. Und ich verstehe gut, warum man mich manchmal nur schwer einordnen kann: immerhin schreibe ich viel über die Grundlagen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/trainingsmethoden-kombinieren-pferd/">Kann man sich wirklich das Beste aus verschiedenen Trainingsmethoden &#8222;herauspicken&#8220;? &#8211; Oder: Meine Philosophie!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Horsemanship, Clickern, Dressur… Was machst du denn nun eigentlich, wo ordnest du dich ein?“ oder: „Wie du clickerst?! Ich dachte du bist Dressurreiter!“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Fragen bekomme ich in dieser oder einer ähnlichen Form relativ oft gestellt. Und ich verstehe gut, warum man mich manchmal nur schwer einordnen kann: immerhin schreibe ich viel über die Grundlagen der Dressur, aber auch immer wieder mal über Trainingsmethoden des Natural Horsemanship oder des Clickertrainings. Dabei bin ich aber kein Profi, sondern &#8222;nur&#8220; Freizeitreiter mit einer großen Ambition sich laufend Fortzubilden.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Verschiedene Trainingsmethoden kombinieren &#8211; geht das?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Prinzipiell denke ich: ja! </strong>In der Realität ist es aber nicht so einfach wie so mancher denkt. (Dazu weiter unten mehr.)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich sehe die verschiedenen Trainingsmethoden als Werkzeuge oder Wege, mit denen ich etwas erreichen möchte.</strong> Mit manchen Pferden ist der eine Weg einfacher zu beschreiten, mit anderen ein anderer. Oder ein bestimmtes Problem lässt sich mit dem einen Werkzeug angenehmer lösen als mit dem anderen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele professionelle Trainer zucken aber – zu Recht – zusammen, wenn sie hören, dass man sich aus verschiedenen Trainingsmethoden Dinge zusammensucht. <strong>Das kann schnell schief gehen und man springt wie wild und zur großen Verwirrung des Pferdes alle paar Wochen von einer Methode zur nächsten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Problem, wenn man „sich das Beste aus allen Wegen herauspicken“ möchte ist, dass man</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li>über alle Wege <strong>sehr gut Bescheid wissen</strong> muss, um zu wissen was man sich „isoliert“ herausnehmen kann (und ob das überhaupt geht) und</li>



<li>einer <strong>beständigen Grundlinie treu bleiben</strong> muss, um sein Pferd nicht zu verwirren.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann nicht ein paar Monate für eine bestimmte Lektion die Hilfen nach FN-Richtlinien geben und dann plötzlich auf andere Hilfen für die gleiche Lektion (etwa nach klassischer Dressur oder Westernreitweise) umschwenken – <strong>wie soll das Pferd das verstehen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn etwas nicht sofort funktioniert sollte man nicht von Methode zu Methode springen. Man darf nicht vergessen, dass man im Pferdetraining in Monaten und Jahren rechnen muss. Manche Dinge brauchen ihre Zeit und kein Methodenwechsel wird daran etwas ändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits finde ich es fatal, sich an einer Trainingsmethode festzuklammern und nicht mehr über den Tellerrand zu schauen. Wir und auch unsere Pferde sind sehr unterschiedlich und haben unterschiedliche Bedürfnisse. Eine Methode kann immer nur Richtlinie sein, manchmal muss man im individuellen Fall davon abweichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Lesetipp:</span> <a href="https://herzenspferd.de/die-wahrheit-beim-pferdetraining/" target="_blank" rel="noopener">Warum es nicht &#8222;die eine Wahrheit&#8220; beim Pferdetraining gibt!</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine klare Grundlinie &#8211; überlege Dir, was Dir wichtig ist!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im Dschungel der verschiedenen Ansätze und Trainingsmethoden nicht den Überblick zu verlieren ist schwer.</strong> Zumal jeder Verfechter seiner Methode davon überzeugt ist, dass seine die einzig Wahre ist. Da ist man schnell überfordert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Deshalb finde ich es wichtig, eine in sich logische Grundphilosophie zu haben, die die ganz persönliche Richtung vorgibt.</strong> Jeder Reiter sollte sich im Klaren sein (und sich am besten aufschreiben), wie seine Philosophie aussieht. Was ist die Grundlage der Arbeit mit dem Pferd, welche Grundsätze hat man, welche Ziele, wie möchte man mit dem Pferd umgehen, worauf soll das Verhältnis zueinander bestehen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Trainingsmethoden und Wege können und werden sich sicher über die Jahre ändern (ich gehe heute nicht mehr genauso an Dinge heran wie noch vor einem Jahr – man entwickelt sich stetig weiter und lernt dazu), aber die Grundphilosophie bleibt meist gleich. Für mich ist sie ein <strong>Kompass</strong>, etwas, anhand dessen ich erkenne, ob ich noch auf „meinem“ Weg bin und ob eine neue Methode zu meinem Weg passt. <strong>Eine solche Philosophie ist also etwas ganz individuelles und für jeden anders.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Meine Philosophie sieht in etwa so aus:</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich halte mein Pferdetraining frei von physischer und psychischer Gewalt.</li>



<li>Ich reite nur Pferde, die physisch und psychisch dazu in der Lage sind. Ist ein Pferd z.B. zu wenig bemuskelt oder hat Angst vorm Reiter trainiere ich erst vom Boden aus.</li>



<li>Das Ziel meines Trainings ist die physische und psychische Gesunderhaltung des Pferdes (dazu gehört auch gemeinsam Spielen und Spaß haben ohne zu „arbeiten“).</li>



<li>Ich versuche so viele Dinge wie möglich über positive Verstärkung zu lösen (ich glaube jedoch nicht, dass man völlig auf negative Verstärkung verzichten kann. <a href="https://herzenspferd.de/positive-negative-verstaerkung-pferd/">Mehr zum Thema positive vs. negative Verstärkung gibt es hier</a>).</li>



<li>Ich möchte, dass das Verhältnis zwischen mir und dem Pferd auf gegenseitigem Respekt, Wohlwollen und Verständnis beruht.</li>



<li>Ich möchte, dass mein Pferd möglichst „sicher“ für sich, mich und seine Umgebung ist. Deshalb wird es entsprechend sozialisiert und erzogen und es werden klare Grenzen gesetzt.</li>



<li>Ich möchte, dass auch mein Pferd Freude an der gemeinsamen Arbeit hat. Hat es das dauerhaft nicht, muss ich etwas ändern.</li>



<li>Ich habe keinen Zeitdruck. Dauert etwas länger, dann ist das in Ordnung.</li>



<li>Wenn ich merke, dass ich ungeduldig werde schließe ich das Training ab.</li>



<li>Wenn ich gestresst bin und/oder keine Zeit habe trainiere ich nicht, sondern putze das Pferd, gehe spazieren oder setze mich einfach nur auf die Koppel.</li>



<li>Ich bin fit und flexibel und arbeite ständig an mir selbst, um einen guten Sitz zu gewährleisten.</li>



<li>Ich bilde mich stetig weiter fort.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Aber wo ordne ich mich denn nun ein?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin kein Profi, sondern Freizeitreiter. <strong>Trotzdem habe ich den Anspruch mein Pferd so gut wie möglich und gesunderhaltend zu reiten.</strong> Dazu gehört für mich ganz klar Gymnastizierung und Dressur.</p>



<figure class="wp-block-image alignright"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-mark-rashid-denn-pferde-luegen-nicht/" rel="attachment wp-att-3005"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="319" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Mark-Rashid-Pferde-luegen-nicht-e1432994592452.jpg" alt="Buch Mark Rashid Pferde lügen nicht" class="wp-image-1920" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Mark-Rashid-Pferde-luegen-nicht-e1432994592452.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Mark-Rashid-Pferde-luegen-nicht-e1432994592452-188x300.jpg 188w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Herzenspferd-Empfehlung: <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-mark-rashid-denn-pferde-luegen-nicht/"> Denn Pferde lügen nicht &#8211; Mark Rashid*</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im täglichen Training orientiere ich mich am ehesten in der Richtung der klassischen Dressur. Wie man in vielen meiner Artikel nachlesen kann, entscheide ich mich oft gegen die FN-Richtlinien, weil mir die klassische Herangehensweise logischer vorkommt und ich durchweg positive Erfahrungen damit gemacht habe. Besonders mein Besuch bei Klassikausbilderin <a href="http://www.anjaberan.de/" target="_blank" rel="noopener">Anja Beran</a> im letzten Jahr hat mich darin noch einmal bestätigt – wer ihre Pferde durch den Sand tanzen sieht weiß warum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Bodenarbeit entwickele ich mich immer mehr zur „Clickertante“ – aber nicht um Kunststücke zu erarbeiten, sondern um das Pferd an der Hand zu gymnastizieren, es auf seine Arbeit unter dem Sattel vorzubereiten und mit ihm mittels positiver Verstärkung auf angenehme Art zu kommunizieren und ihm Neues beizubringen. Seit neuestem kommen hier auch erste Versuche in der Freiarbeit hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei bestimmten Problemen setze ich Methoden des Natural Horsemanship ein. Hierbei inspirieren mich besonders Mark Rashid und Ross Jacobs, deren Training von Verständnis und Ruhe geprägt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin mir sicher: immer schaffe ich es nicht, konsistent zu sein und mein Pferd nicht zu verwirren. Ich gebe mein Bestes &#8211; mehr geht nicht. Meine Grundphilosophie hilft mir aber, sehr genau die Methoden auszusortieren, die in die für mich falsche Richtung gehen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trainingsmethoden kombinieren &#8211; für mich geht das. Es erfordert aber viel Wissen über die jeweiligen Ansätze und ist nicht so einfach wie man denken könnte. <strong>Die Gefahr im Umgang mit dem Pferd unbeständig, chaotisch und unverständlich zu werden ist hoch.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb würde ich jedem Anfänger empfehlen, sich, basierend auf seinen Vorstellungen und Wünsche an den Umgang mit Pferden, eine Methode auszusuchen und erst mal bei dieser zu bleiben bis er sie erlernt hat.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was denkst Du: Trainingsmethoden kombinieren &#8211; super oder Schwachsinn?</strong></h4>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was ist Deine Philosophie? Erzähl’s mir in den Kommentaren!</strong></h4>



<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/a30f157123734d19997e625740b4b24d" width="1" height="1" alt="">



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/a30f157123734d19997e625740b4b24d" alt=""/></figure>
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		<title>Warum Du aufhören solltest &#8222;die eine Wahrheit&#8220; beim Pferdetraining zu suchen!</title>
		<link>https://herzenspferd.de/die-wahrheit-beim-pferdetraining/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2015 15:09:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
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		<category><![CDATA[Positive Verstärkung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ach wie schön einfach wäre es, wenn es eine Gebrauchsanweisung für Pferde gäbe. Eine einzig wahre Richtlinie, an der man sich entlangarbeiten kann. &#8222;Bewege Dich so, dann tut Dein Pferd dies, drücke diesen Knopf, dann tut es das.&#8220; Ein &#8222;einzig wahrer Plan&#8220;, eine einfache Lösung &#8211; das wünschen sich Viele. Jeden Tag bekomme ich Mails, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ach wie schön einfach wäre es, wenn es eine Gebrauchsanweisung für Pferde gäbe. Eine einzig wahre Richtlinie, an der man sich entlangarbeiten kann. &#8222;Bewege Dich so, dann tut Dein Pferd dies, drücke diesen Knopf, dann tut es das.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein &#8222;einzig wahrer Plan&#8220;, eine einfache Lösung &#8211; das wünschen sich Viele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeden Tag bekomme ich Mails, in denen mich Leute nach konkretem Rat bei ihren Pferdeproblemen fragen. Und (fast) immer muss ich sie enttäuschen. Meine Standardantwort: &#8222;Es tut mir sehr leid, aber per &#8222;Ferndiagnose&#8220;, ohne Dich und Dein Pferd zu kennen und die konkrete Situation zu sehen, kann ich keine Tipps geben. Das ist genauso korrekt wie Kaffeesatz lesen. Bitte suche Dir einen <a href="https://herzenspferd.de/einen-guten-reitlehrer-finden/" target="_blank" rel="noopener">kompetenten Reitlehrer</a> vor Ort, der Dich unterstützen kann.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist sicher nicht das, was der oder die Schreibende lesen möchte. Aber in solch einer Situation konkrete Tipps zu geben und als richtig zu verkaufen halte ich für unverantwortlich!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Es gibt keinen &#8222;wahren, richtigen Weg&#8220; im Umgang mit Pferden</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind Individuen, unsere Pferde sind Individuen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was für den Einen gut ist, ist für den Anderen schlecht. Worauf der Eine gelangweilt reagiert, erschrickt der Andere. Wenn man einem bestimmten Pferd in einer bestimmten Situation dringend Grenzen setzen muss, ist das vielleicht bei einem anderen Pferd in der gleichen Situation genau die falsche Reaktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es gibt allgemeingültige Grundprinzipien &#8211; ja (Anatomie, Biomechanik, Verhalten, &#8230;)! Aber einen einzig wahren Plan, der für alle stimmt? Nein.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heißt nicht, dass man keinen Plan haben sollte und chaotisch vor sich hinarbeitet. Ganz im Gegenteil: man braucht unbedingt einen Plan. Aber auch einen Plan B und am besten noch einen Plan C, falls Plan A und B nicht passen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das heißt für mich und Dich als Reiter: lernen, lernen und nochmals lernen! Auch mal über den Tellerrand schauen, neugierig sein und neues Wissen aufsaugen. Sich trauen Fragen zu stellen und auch mal zuzugeben, dass man nicht alles weiß und kann. </strong>Und auch genug Selbstreflektion zu besitzen, um zu <strong>erkennen</strong>, dass man nicht alles weiß und kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Miri von <a href="http://meinfaible.de" target="_blank" rel="noopener">MeinFaible</a> (toller Blog, unbedingt mal reinlesen!) spricht von einem Werkzeugkoffer, in dem man alles sammelt, was man gelernt hat. Und je nach Problem sucht man sich ein passendes Werkzeug. Genau so sehe ich das auch. Manchmal muss man auch für ein neues Pferd einen ganz anderen Werkzeugkoffer zur Hand nehmen: ich hatte und habe das Glück schon von vielen unterschiedlichen Pferden gelernt zu haben. Mit manchen habe ich geclickert, mit manchen &#8222;gehorsemanshipt&#8220;, mit manchen beides, mit Anderen etwas ganz anderes &#8211; eben immer das, was für uns gepasst hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei jedem Pferd gab es den <strong>&#8222;im Moment für uns beide richtigen Weg&#8220;.</strong> Um diesen Weg zu finden muss man aber flexibel sein, sich nicht auf &#8222;einen richtigen Weg&#8220; versteifen und diesen mit aller Gewalt durchsetzen wollen. Und man braucht am besten mehrere volle Werkzeugkoffer. Nur einen Werkzeugkoffer &#8211; oder sogar nur ein Werkzeug &#8211; zu haben, begrenzt die Möglichkeiten enorm. Man gerät in Gefahr, in das alte Sprichwort reinzurutschen: &#8222;<a href="http://www.pferdefluesterei.de/paul-watzlawick-wege-zum-pferd-gutes-training/" target="_blank" rel="noopener">Wenn man nur einen Hammer hat sieht jedes Problem wie ein Nagel aus</a>&#8222;.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>&#8222;Der eine richtige Weg&#8220; und das Internet</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich ärgere mich regelmäßig wenn ich durchs Netz surfe und die diversen Kommentare lese. Anscheinend ist jeder dort draußen Experte. Im Brustton der Überzeugung und auch gerne mal ungefragt wird mit Ratschlägen nur so um sich geworfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte nicht einmal sagen, dass die alle falsch sind &#8211; ich glaube kaum jemand würde mit Absicht falsche Ratschläge geben &#8211; es ist jedoch so, dass man immer nur aus seiner eigenen Situation heraus Ratschläge geben kann. Und die sieht oft (vielleicht auch nicht auf den ersten Blick) ganz anders aus, als die des anderen Reiter-Pferd-Paares.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur weil etwas Deine Wahrheit und Dein &#8222;richtiger Weg&#8220; mit Deinem Pferd ist, heißt es nicht, dass es auch für jemand Anderen passt. Und nur weil Dir jemand einen Ratschlag gibt (mich und andere Blogger eingeschlossen), heißt das nicht, dass er auch nur ansatzweise auf Dich passt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ratschläge &#8222;per Ferndiagnose&#8220; sind immer mit Vorsicht zu genießen und auch nur mit äußerster Vorsicht zu geben.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was tun, wenn es keinen &#8222;wahren Weg&#8220; gibt?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn manche das sicher nicht gerne hören: Du musst Deinen eigenen Weg finden. Mit jedem Pferd von Neuem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klar kannst und sollst Du Dich an einen Plan halten. Viele alte und neue Meister haben ihr Wissen niedergeschrieben und wir haben Zugang zu so vielen Informationen wie niemals zuvor. Trotzdem muss es <strong>Dein</strong> Weg sein und Du musst flexibel und offen genug sein um ihn zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heißt nicht, dass Du ihn alleine finden musst. Such Dir Unterstützung bei Reitlehrern, Trainern und Freunden. Lese Fachbücher, schaue Dir Videos an, besuche Kurse. Die Möglichkeiten sind endlos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn Du Deinen <strong>&#8222;im Moment für Dich und Dein Pferd richtigen Weg&#8220; </strong>gefunden hast: freue Dich und erzähle Anderen davon &#8211; <strong>aber bitte, versuche niemandem zu erzählen, dass Dein Weg der einzig wahre und richtige ist, nur weil er für Dich gut funktioniert!</strong></p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie siehst Du das Thema? Was ist Dein &#8222;im Moment für Dich und Dein Pferd richtiger Weg&#8220;? Ab in die Kommentare damit</strong>!</h4>



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		<title>Pferdebücher: Meine 6 Lieblingsbücher rund um artgerechtes Pferdetraining</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2015 16:22:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Reitersitz]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
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		<category><![CDATA[klassische Dressur]]></category>
		<category><![CDATA[Longieren]]></category>
		<category><![CDATA[Natural Horsemanship]]></category>
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		<category><![CDATA[Positive Verstärkung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich betone immer wieder, wie wichtig ich es finde, sich als Reiter weiterzubilden und lebenslang zu lernen. Aber wir haben nicht immer die Möglichkeit das bei einem kompetenten Reitlehrer zu tun. Und hier kommen für mich Bücher ins Spiel. Den Reitlehrer ersetzen sie zwar nicht, aber Du kannst Dir mit ihnen einen unheimlich wertvollen Grundstein [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich betone immer wieder, wie wichtig ich es finde, sich als Reiter weiterzubilden und <strong>lebenslang zu lernen.</strong> Aber wir haben nicht immer die Möglichkeit das bei einem kompetenten Reitlehrer zu tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und hier kommen für mich Bücher ins Spiel. Den Reitlehrer ersetzen sie zwar nicht, aber Du kannst Dir mit ihnen einen unheimlich wertvollen Grundstein an Wissen aneignen. Kaum ein Reitlehrer hat die Zeit, Dir so viel theoretisches Wissen zu vermitteln wie Du es aus Büchern lernen kannst!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pferdeliteratur gibt es wie Sand am Meer. Die Gute von der Schlechten zu unterscheiden fällt auf den ersten Blick gar nicht immer so einfach. Deshalb stelle ich Dir heute meine Lieblingsbücher vor. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Sparten der Reiterei, aber sie alle haben eines gemeinsam: <strong>den fairen und artgerechten Umgang mit dem Pferd.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich gibt es noch viel mehr gute Bücher zum Thema, vielleicht werde ich noch eine zweite Liste erstellen. <strong>In der Zwischenzeit: schreib doch in die Kommentare welche Bücher Du gut findest &#8211; ich bin sicher, dass sich die anderen Leser (und ich auch) sehr über gute Tipps freuen werden!</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-mark-rashid-denn-pferde-luegen-nicht/" target="_blank" rel="noopener">Denn Pferde lügen nicht: Neue Wege zu einer vertrauten Mensch-Pferd-Beziehung – Mark Rashid</a>*</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-mark-rashid-denn-pferde-luegen-nicht/"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Mark-Rashid-Pferde-luegen-nicht-e1432994592452.jpg" alt="Mark Rashid Pferde lügen nicht" class="wp-image-1920" width="154" height="245" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Mark-Rashid-Pferde-luegen-nicht-e1432994592452.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Mark-Rashid-Pferde-luegen-nicht-e1432994592452-188x300.jpg 188w" sizes="(max-width: 154px) 100vw, 154px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großartiges Buch von Horsmanship Ausbilder Mark Rashid. Mark ist für seine <strong>sanfte, faire und warmherzige Art des Pferdetrainings</strong> bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Buch beschreibt er seine Erfahrungen und Probleme mit verschiedenen Pferden und gibt ganz konkrete Tipps. Dabei geht es nicht um „den einen richtigen Weg“, sondern darum, sich in sein Pferd hineinzufühlen und den passenden, individuellen Weg zu finden. Ganz ohne Gewalt und Druck. Mark Rashid schreibt, dass Pferde in ihrer Herde nicht dem dominanten Tyrannen, sondern dem freundlichen, souveränen und sanften Führer folgen. Ich habe aus diesem Buch wahnsinnig viel gelernt und eine ganz andere Sichtweise auf die ganze “Dominanztheorie” gewonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir haben die Geschichten und Tipps in diesem Buch schon mit vielen schwierigen Pferden enorm weitergeholfen. Ich finde, jeder Reiter – egal aus welcher Sparte – sollte es in seinem Regal stehen haben!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-klassische-reitkunst-anja-beran/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Klassische Reitkunst mit Anja Beran: Eine Anleitung für verantwortungsvolles Reiten*</a></strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-klassische-reitkunst-anja-beran/"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/anja-beran-e1435772516153-1.jpg" alt="Klassische Reitkunst Anja Beran" class="wp-image-2170" width="183" height="206"/></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Buch habe ich noch gar nicht fertig gelesen &#8211; aber ich kann jetzt schon sagen, dass ich es klasse finde!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor ein paar Wochen hatte ich die große Freude Anja Beran bei ihrem Morgentraining zusehen zu dürfen (<a href="https://herzenspferd.de/dressur/" target="_blank" rel="noopener">hier habe ich schon kurz darüber berichtet</a>) und danach mit ihr zu Plaudern. Ich habe selten so entspannte, leichtfüßige und feine Pferde gesehen wie bei ihr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Buch erläutert sie ihren Ausbildungsweg von der ersten Analyse der Voraussetzungen und Probleme des Pferdes über die Gymnastizierung mithilfe von Seitengängen, bis hin zu den Lektionen der Hohen Schule. Dabei immer das Ziel im Blick: <strong>die Dressur ist für das Pferd da, nicht das Pferd für die Dressur.</strong> Der Reiter muss der Physiotherapeut des Pferdes sein und das Training ganz individuell auf es abstimmen.<span style="color: #999999;"></span></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. <a href="https://herzenspferd.de/produkt/irrwege-der-modernen-dressur-philippe-karl/" target="_blank" rel="noopener">Irrwege der modernen Dressur – Philippe Karl</a>*</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><a href="https://herzenspferd.de/produkt/irrwege-der-modernen-dressur-philippe-karl/"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Irrwege-der-modernen-Dressur-Philippe-Karl-1.jpg" alt="Irrwege der modernen Dressur Philippe Karl" class="wp-image-1923" width="240" height="269"/></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Irrwege der modernen Dressur“ ist das wohl bekannteste Buch von Philippe Karl. Er setzt sich ausführlich mit den <strong>phyischen und psychischen Auswirkungen der modernen Dressur</strong> auf das Pferd auseinander.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu jedem kritischen Punkt schlägt er eine alternative Vorgehensweise aus der klassischen Dressur vor. Man sollte schon ein paar Vorkenntnisse mitbringen um alles in dem wirklich tollen und informativen Buch zu verstehen. Trotzdem finde ich es auch für Anfänger empfehlenswert, das volle Verständnis wird dann mit der Zeit kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Klappentext:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Grundlage der psychischen, anatomischen und physiologischen Voraussetzungen des Pferdes analysiert der Autor die Grundsätze der modernen Dressur, wie sie in den Richtlinien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) festgeschrieben sind. Mit Gegenüberstellungen von Auffassungen der größten Meister der Reitliteratur von La Guérinière bis Baucher gelingt es ihm, Dogmen und Irrwege aufzudecken und einen Lösungsweg aufzuzeigen, der hinausführt aus der Sackgasse, in der sich die auf Turnieren gezeigte Dressur heute befindet. Anschauliche Zeichnungen – von Philippe Karl selbst erstellt – und zahlreiche Fotos ergänzen das umfangreiche Werk.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dem Inhalt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Schlüsselprobleme der Dressur: Psychische Aspekte, natürliche Schiefe, Gleichgewicht,<br>gymnastizierender Aufbau</li>



<li>Die Hand, die Schenkel, der Sitz</li>



<li>Ein System und seine Auswirkungen: Dressur, Zucht und Geschäft</li>



<li>Vorschlag einer „klassischen Alternative“: Die Schule der „Légèreté“</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/produkte/longenkurs/" target="_blank" rel="noopener">Der neue Longenkurs: Die Basis ist gutes Laufen &#8211; Babette Teschen </a></strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/longenkurs-1.jpg" alt="longenkurs Babette Teschen" class="wp-image-2172" width="130" height="182"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich <strong>das</strong> Buch über <strong>anatomisch gutes Longieren!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schritt für Schritt und mit vielen nützlichen Hintergrundinfos und tollen Bildern lernst Du, wie Du Dein Pferd so longierst, dass es gesund bleibt und Muskulatur aufbaut. Ganz ohne Ausbinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich muss zugeben, dass ich nicht der größte Fan vom Longieren bin, für mich und das Pony ist es oft einfach zu langweilig. Aber im Longenkurs lernt man so viel mehr als sein Pferd nur im Kreis zu schicken, ich habe für mich viele nützliche Tipps und Übungen herausgezogen, die uns beiden Spaß machen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. <a href="http://www.hippovital.at/shop/basiswissen-muskulatur-buch/#cc-m-product-5946980264" target="_blank" rel="noopener">Basiswissen über die Muskulatur des Pferdes – Muskulatur verstehen – Training optimieren &#8211; Daniela Schinko</a></strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><a href="http://www.hippovital.at/shop/basiswissen-muskulatur/#cc-m-product-5943419264"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/daniela-schinko-e1435772811924-1.png" alt="Basiswissen Muskulatur Daniela Schinko" class="wp-image-2171" width="167" height="167" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/daniela-schinko-e1435772811924-1.png 216w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/daniela-schinko-e1435772811924-1-150x150.png 150w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/daniela-schinko-e1435772811924-1-200x200.png 200w" sizes="(max-width: 167px) 100vw, 167px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde jeder Reiter sollte sich zumindest mit den <strong>Grundlagen der Anatomie</strong> seines Pferdes beschäftigen. Ich weiß, für die meisten Menschen ist das furchtbar langweilig. Aber glaube mir, wenn man ein bisschen Anatomiekenntnisse hat machen plötzlich ganz viele Erklärungen einen Sinn, die Du vorher vielleicht nicht verstanden hast.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daniela Schinko schafft es, auch komplexere Zusammenhänge verständlich zu erklären. Wenn Du Dir einen Überblick über ihren Schreibstil verschaffen willst kann ich auch ihren <a href="http://www.hippovital.at/blog/" target="_blank" rel="noopener">Blog</a> sehr empfehlen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-meine-pferdeschule-nathalie-penquitt/" target="_blank" rel="noopener">Meine Pferdeschule: Zauber der Verständigung – Nathalie Penquitt</a>*</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-meine-pferdeschule-nathalie-penquitt/"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Meine-Pferdeschule-Nathalie-Penquitt-1.jpg" alt="Meine Pferdeschule Nathalie Penquitt" class="wp-image-1926" width="160" height="242" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Meine-Pferdeschule-Nathalie-Penquitt-1.jpg 229w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/05/Meine-Pferdeschule-Nathalie-Penquitt-1-199x300.jpg 199w" sizes="(max-width: 160px) 100vw, 160px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Meine Pferdeschule: Zauber der Verständigung“ ist ein gutes Buch um die <strong>Grundlagen der Bodenarbeit</strong> zu lernen. Dabei enthält das Buch sowohl gymnastizierende Übungen als auch zirzensische Lektionen. Durch seinen klaren Aufbau und gut beschriebene Übungen mit vielen Fotos ist es wirklich super zu verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Klappentext:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Schritt für Schritt zeigt die erfolgreiche Ausbilderin Nathalie Penquitt, wie Pferde ganz natürlich und spielerisch gymnastizierende Übungen an der Hand und Zirkuslektionen lernen. Dabei sind Vertrauen durch eine eindeutige Verständigung mit dem Pferd sowie positive Verstärkung der Schlüssel zum Erfolg“</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was sind Deine Lieblingsbücher? Ab in die Kommentare damit!</strong></p>



<img loading="lazy" decoding="async" src="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/0da097fc846745b38265c5db38088a98" alt="" width="1" height="1"></figure>
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		<title>Druck im Pferdetraining &#8211; Positive und Negative Verstärkung &#8211; meine Gedanken!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 May 2015 07:48:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
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		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Clickertraining]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
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		<category><![CDATA[Negative Verstärkung]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdetraining]]></category>
		<category><![CDATA[Positive Verstärkung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute schreibe ich mir etwas von der Seele, was dort schon eine Weile vor sich hin gärt. Das wird also ein etwas persönlicherer Post als das meistens der Fall ist. Und wie immer werde ich ehrlich sein, auch wenn das nicht immer leicht fällt. Schließlich lasse ich salopp gesagt vor ziemlich vielen Leuten die Hosen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Heute schreibe ich mir etwas von der Seele, was dort schon eine Weile vor sich hin gärt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das wird also ein etwas persönlicherer Post als das meistens der Fall ist. Und wie immer werde ich ehrlich sein, auch wenn das nicht immer leicht fällt. Schließlich lasse ich salopp gesagt vor ziemlich vielen Leuten die Hosen runter und mache mich angreifbar.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich gehöre zu den &#8222;seltsamen&#8220; Menschen, die beim Pferdetraining sowohl Negative Verstärkung &#8211; also zum Beispiel Methoden des Natural Horsemanship Trainings &#8211; und Positive Verstärkung &#8211; also zum Beispiel Clickertraining &#8211; benutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Negative Verstärkung</strong> <strong>bedeutet,</strong> dass man auf das Pferd physischen oder psychischen Druck ausübt und es bei richtiger Reaktion durch das Wegnehmen dieses Drucks belohnt. Übrigens: Wenn ich von Druck spreche meine ich immer sanften Druck, es geht hier nicht darum das Pferd zu verletzen oder zu strafen! <strong>Positive Verstärkung bedeutet,</strong> dass das Pferd für richtiges Verhalten belohnt wird. Das muss nicht unbedingt ein Futterlob sein, sondern kann zum Beispiel auch das Kraulen der Lieblingsstelle sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun sind die etwas dogmatischeren Anhänger dieser beiden Richtungen aber meist nicht gut aufeinander zu sprechen. Und je nachdem was ich gerade mache oder über was ich gerade schreibe kriege ich entweder von der einen Gruppe oder von der Anderen eins auf den Deckel.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entweder ich bin eine &#8222;doofe Tüddeltante&#8220; und verhätschele mein Pferd oder ich bin ein &#8222;fieser Seilchenschwinger&#8220;, der sich seinem Pferd aufzwingt und keine eigene Meinung mehr zulässt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das tut manchmal ganz schön weh.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn wie wohl die meisten Reiter habe ich zuallererst das Wohl meines Pferdes zum Ziel. Ich möchte, dass es ihm gut geht und dass es ein möglichst artgerechtes und schönes Leben führen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als jemand, der beide Seiten kennt und sowohl das Gute, als auch das Schlechte in beiden Seiten sieht möchte ich Folgendes loswerden:</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Liebe Tüddeltanten,</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ich mag euch echt gerne &#8211; schließlich bin ich auch eine von euch.</strong> Wir Tüddeltanten sind einfühlsam und rücksichtsvoll. Für unsere Pferde würden wir noch unser letztes Hemd hergeben und ihr Wohl stellen wir über unser eigenes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es toll wie ihr mit euren Pferden umgeht und dass ihr ihnen zuhört. Und ich finde es toll, dass ihr einen Weg ohne physischen oder psychischen Druck gehen wollt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber manchmal macht ihr mich auch sehr traurig.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn manchmal habe ich das Gefühl, dass alle, die nicht so vorgehen wie ihr, in euren Augen nur Tierquäler sind. Es gibt ein paar, die stehen mit (virtuell) erhobenem Zeigefinger da und verurteilen Andere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke es ist naiv zu glauben, dass man alles ausschließlich mit positiver Verstärkung lösen kann. Sobald wir auf dem Pferd sitzen, arbeiten wir mit negativer Verstärkung. Wir üben &#8211; durchaus sanften &#8211; Druck durch die <a href="https://herzenspferd.de/gewichtshilfen/" target="_blank" rel="noopener">Gewichtshilfen</a>, die Schenkel- und Zügelhilfen aus. Tut das Pferd das Gewünschte, lassen wir diese Hilfen ruhen und nehmen somit den Druck weg. Wir berühren das Pferd beim Putzen am Oberschenkel, damit es mit seinem Hinterteil Platz macht &#8211; und wenn es das tut hören wir auf. Die Definition von negativer Verstärkung. Allein unsere Anwesenheit kann bereits Druck sein. Ein Blick. Die Verlagerung des Gewichts. Unsere Erwartungshaltung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe in meinen zwei Jahrzehnten mit Pferden auch Pferde getroffen, die auf die Leckerlibelohnung pfeifen. Wie eine nette Leserin vor kurzem schrieb: &#8222;einem Pferd in Angst und Panik fällt die schönste Mohrrübe aus dem Maul&#8220;. In akuten Gefahrensituationen muss ich sicherstellen, dass mein Pferd nicht sich, mich, oder Andere verletzen kann. Und ja, dann setze ich auch Druck ein.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Liebe Seilchenschwinger,</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>auch euch finde ich toll &#8211; denn auch zu euch zähle ich mich. </strong>Wir Seilchenschwinger sind einfühlsam und aufmerksam. Für unsere Pferde würden wir noch unser letztes Hemd hergeben und ihr Wohl stellen wir über unser eigenes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es toll wie ihr mit euren Pferden umgeht, dass ihr ihre Sprache sprecht. Und ich finde es toll, dass ihr das Pferd Pferd sein lasst und es nicht zum Schoßhündchen degradiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber manchmal macht auch ihr mich traurig.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche sehen in jedem Aufblitzen von Eigeninitiative des Pferdes eine Widersetzlichkeit. Das Pferd wird gemicromanagt und soll auf jedes Kommando perfekt reagieren. Wenn ich meinem Pferd ein Leckerchen aus der Hand gebe stehen einige mit (virtuell) erhobenem Zeigefinger da. Wenn es kurz von mir wegschaut soll ich am Seil rucken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde, nicht jedes Pferd muss so kontrolliert werden. Nicht jede seiner Regungen bedeutet, dass es uns böses will oder unsere Führerschaft anzweifelt. Und ich bin fest davon überzeugt, dass die meisten Pferde nicht permanent eine Lücke suchen um den Menschen dominieren zu können oder dass wir dem Pferd nicht auch mal gefahrlos etwas durchgehen lassen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht jedes Pferd kommt gut mit Druck klar. Ich kenne Pferde, die durch ein Training mit positiver Verstärkung sehr viel motivierter, glücklicher und lebensfroher sind. Zurückhaltende Pferde blühen richtiggehend auf, wo sie vorher nur in sich gekehrt Anweisungen befolgt haben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Suche nach Balance</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur in meinem täglichen Leben, sondern auch vor allem als Reiterin suche ich die Balance. Ich bin der Überzeugung, dass jegliches Extrem nicht gut sein kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auch im Pferdetraining braucht man Balance. Es ist eine Gratwanderung zwischen Mitspracherecht und nötigem Gehorsam, Nachgiebigkeit und Konsequenz, Übervorsicht und Leichtsinn. Positiver und Negativer Verstärkung.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie immer im Leben wird es Ausnahmen geben: Pferde, die man ausschließlich mit positiver Verstärkung trainieren kann und Pferde, die nur mit negativer Verstärkung völlig zufrieden sind. Mein Weg ist keines dieser Extreme.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mein Weg ist der Balanceakt. Das hören auf Kopf, Herz und Bauch. Das Hereinhorchen in mein Pferd. Das Denken außerhalb von Schubladen und dogmatischen Glaubenssätzen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskussion Positive versus Negative Verstärkung erinnert mich übrigens sehr an die Diskussion über autoritäre und anti-autoritäre Erziehung bei Kindern. Ich glaube jeder von uns kennt mindestens ein anti-autoritär erzogenes Kind. Das können furchtbare, unerträglich verzogene Plagen sein oder aber auch umgängliche, freundliche Kinder. Wenn es für das Kind passt ist es super, wenn nicht ist es eine Katastrophe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genauso wie bei der Kindererziehung gibt es im Pferdetraining <strong>keinen</strong> <strong>einen richtigen Weg</strong> der für alle passt. <strong>Deshalb wünsche ich mir etwas mehr Toleranz und Akzeptanz anderen Wegen gegenüber.</strong> Nur weil ein Weg in eine andere Richtung führt als ein anderer heißt das nicht, dass nicht beide zum selben Ziel kommen und dass man nicht beide partnerschaftlich und fair mit seinem Pferd gehen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Denn am Ende bin ich nur einem Rechenschaft schuldig: meinem Pferd!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um es mit Nuño Oliveiras Worten zu sagen: &#8222;Ich fordere die Reiter, welche mich lesen und Pferde dressieren auf, wenn sie nach einer Arbeitseinheit absitzen, ihr Pferd anzuschauen, in sich zu gehen und ihr Gewissen mit der Frage zu prüfen, ob sie sich wohlverhalten haben gegenüber diesem außergewöhnlichen Lebewesen, diesem bewundernswerten Compagnon &#8211; dem Pferd.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was ist Deine Meinung zum Thema? Nutzt Du Positive oder Negative Verstärkung? Oder nutzt Du, wie ich, beides? Ich freue mich auf eine nette Diskussion in den Kommentaren!</strong><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/8b31986bf9974db18288c3d4020a35fe" alt="" width="1" height="1"></p>



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