<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>feine Hilfen Archive - Herzenspferd</title>
	<atom:link href="https://herzenspferd.de/tag/feine-hilfen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://herzenspferd.de/tag/feine-hilfen/</link>
	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
	<lastBuildDate>Wed, 18 Sep 2024 11:21:45 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2022/09/cropped-herzenspferd-2022-Logo-3-32x32.png</url>
	<title>feine Hilfen Archive - Herzenspferd</title>
	<link>https://herzenspferd.de/tag/feine-hilfen/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Die Zügelführung und Zügelhilfen beim Reiten: Grundlagen, Tipps und Übungen!</title>
		<link>https://herzenspferd.de/zuegelfuehrung-zuegelhilfen-reiten/</link>
					<comments>https://herzenspferd.de/zuegelfuehrung-zuegelhilfen-reiten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Apr 2017 13:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Reitersitz]]></category>
		<category><![CDATA[Biegungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dressur]]></category>
		<category><![CDATA[feine Hilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Galopp]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Seitengänge]]></category>
		<category><![CDATA[Trab]]></category>
		<category><![CDATA[Zügel]]></category>
		<category><![CDATA[Zügelführung]]></category>
		<category><![CDATA[Zügelhilfen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://herzenspferd.de/?p=3819</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine einfühlsame Hand: sanfte Kommunikation mit dem Pferdemaul, mal folgend, mal führend &#8211; das ist das, wonach alle Reiter streben sollten und ein Aspekt, der den guten vom schlechten Reiter unterscheidet. Natürlich lässt sich die Hand nicht losgelöst vom restlichen Körper des Reiters betrachten. Gerade der Sitz beeinflusst die Hand stark: ist dieser nicht ausbalanciert, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/zuegelfuehrung-zuegelhilfen-reiten/">Die Zügelführung und Zügelhilfen beim Reiten: Grundlagen, Tipps und Übungen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine einfühlsame Hand: sanfte Kommunikation mit dem Pferdemaul, mal folgend, mal führend &#8211; das ist das, wonach alle Reiter streben sollten und ein Aspekt, der den guten vom schlechten Reiter unterscheidet.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich lässt sich die Hand nicht losgelöst vom restlichen Körper des Reiters betrachten. Gerade der <strong>Sitz</strong> beeinflusst die Hand stark: ist dieser nicht ausbalanciert, so kann auch die Hand nicht ideal einwirken. Es müssen also &#8211; wie immer beim Reiten &#8211; viele Faktoren zusammenspielen und wer seine Zügelführung und Zügelhilfen nachhaltig verbessern will, kommt um <strong>Unterricht und Sitzschulung</strong> nicht herum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil mich aber so viele Leser nach einem Beitrag zur Zügelführung und den Zügelhilfen gefragt haben, versuche ich hier trotzdem einen Überblick, eine Einführung und Tipps zu geben. Wie immer gilt: am besten lernt man so etwas mit einem Reitlehrer oder einer Reitlehrerin, die individuelle Hilfestellung geben kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch eine letzte Anmerkung: ich komme aus der englischen Reiterei und beschreibe auch die Zügelführung und -hilfen dafür. Vom Westernreiten und seiner Zügelführung habe ich wenig Ahnung, deshalb gehe ich in diesem Beitrag nicht darauf ein. Außerdem geht es hierbei um die Zügelführung auf Trense. Die Führung mit Kandare sieht noch einmal etwas anders aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;ff2d58835d10afa1b66f963bb277a3e1&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;cbaf179ef490f1c9cff61d8880df07ed&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/herzenspferd.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/ff2d58835d10afa1b66f963bb277a3e1-cbaf179ef490f1c9cff61d8880df07ed.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Z\u00fcgelhilfen &amp; Z\u00fcgelf\u00fchrung: Grundlagen und Tipps zum Reiten mit feiner Hand!&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.29629629629629761211617733351886272430419921875}" title="Zügelhilfen &amp; Zügelführung: Grundlagen und Tipps zum Reiten mit feiner Hand!" width="1080" height="608" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/UM4QF7lDDZo?feature=oembed" consent-required="259520" consent-by="services" consent-id="259521" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/UM4QF7lDDZo?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Haltung der Zügel</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grundhaltung der Zügel ist mit eines der ersten Dinge, die man als Reiter lernt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Zügel verläuft zwischen kleinem und Ringfinger durch die Faust nach oben und zwischen Zeigefinger und Daumen hinaus. Der Daumen bildet dabei ein spitzes &#8222;Dach&#8220; auf dem Zügel und liegt locker auf.</li>



<li>Die Hände sind locker zu Fäusten geschlossen und etwa körperbreit auseinander.</li>



<li>Die Daumen sind leicht weiter auseinander als die kleinen Finger, so dass du gerade so alle deine Fingernägel sehen kannst. Dadurch sind Elle und Speiche nicht verdreht und es fällt dir leichter, deine Schultern nach hinten-unten fallen zu lassen und aufrecht im Oberkörper zu bleiben.</li>



<li>Die Ellenbogen werden so weit gebeugt, dass die Unterame mit den Zügeln eine gerade Linie zum Pferdemaul bilden.</li>



<li>Die Oberarme hängen locker herab, die Ellenbogen sind am Körper und werden weder angepresst, noch weggestreckt.</li>



<li>Mir hilft das Bild: &#8222;Der Reiter trägt seine Hand vor sich her&#8220;</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Und schon hier fangen bei vielen Reitern die ersten Probleme an: die Hände sind verdreht, die Handgelenke oder Ellebogen steif oder die Arme werden vom Körper weggestreckt. Die auftretenden Haltungsprobleme sind vielfältig und weit verbreitet (auch bei mir: ich schließe meine Fäuste nicht richtig).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin kein Freund von starren Haltungsvorgaben, jeder Mensch (und jedes Pferd) ist etwas anders gebaut und braucht vielleicht eine leicht andere Haltung um funktional zu sein. Aber gerade bei der Arm- und Handhaltung ist es wichtig, dass die Gelenke passend ausgerichtet sind. Hakt es irgendwo in dieser &#8222;Kette&#8220;, wird man steif und unnachgiebig und es ist keine weiche Verbindung zum Pferdemaul mehr möglich. Ein Anzeichen dafür ist zum Beispiel ein <strong>&#8222;springender Zügel&#8220;</strong>: der Zügel hängt kurzzeitig durch und gerät dann wieder ruckartig unter Spannung, er &#8222;springt&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hand soll das Pferd nicht in eine Haltung zwingen, sondern es begleiten und &#8211; wenn nötig &#8211; einrahmen und Führung bieten. Das ist beim Reiten eine sehr dynamische Sache, für mich persönlich ist es also in Ordnung, wenn die Hand sich situationsbezogen auch einmal aus ihrer &#8222;Lehrbuchform&#8220; löst. Sie sollte allerdings dann auch wieder dorthin zurückfinden. Ich merke bei mir selbst, dass ich mit einer korrekt getragenen Hand automatisch besser im Gleichgewicht sitze und koordiniertere Hilfen geben kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Tipps und Lösungsvorschläge bei Haltungsproblemen</strong></h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Handhaltung: &#8222;hängende Hasenpfötchen&#8220;, &#8222;Einkaufswagen schiebe Hände&#8220; (verdeckte Hand), nach außen gedrehte Hände, u.ä.</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">An allen diesen Haltungsfehlern lässt sich mit dem gleichen Trick arbeiten: halte zusammen mit den Zügeln in jeder Hand eine Kaffeetasse mit ein bisschen Wasser drin (Liebe Männer: Bierkrüge gehen auch). Sobald Deine Hände nicht mehr gerade sind, schüttest Du Dir Wasser über die Hose. Das ist ziemlich ätzend, deshalb wirkt es auch so gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klar, die Tassen in den Händen nerven und so wirklich angenehm reitet es sich damit nicht. Aber glaube mir: mach das ein paar Tage hintereinander und Du wirst schon einen Unterschied merken. Dann reicht es auch keine Tassen mehr dabei zu haben und einfach zwischendurch mal dran zu denken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Dir die Tassenvariante nicht gefällt, kannst Du auch einfach mal versuchen zeitweise die Zügel anders zu halten &#8211; auch das kann helfen. Alternativen zur üblichen Zügelhaltung beschreibe ich am Ende des Artikels.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Durch- oder weggestreckte Ellenbogen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Steck dir einen Tennisball (oder einen der orangenen Franklinbälle) jeweils unter den Oberarm. Das verhindert automatisch, dass Du den Ellenbogen durchstreckst. Wenn Du es doch tust, fallen die Bälle herunter und machen Dich sofort darauf aufmerksam.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein toller Tipp von Sitzexpertin Sibylle Wiemer:</strong> steck die Bälle in eine Strumpfhose &#8211; jeweils einen Ball in einen Fuß &#8211; und hänge sie dir um. So fallen die Bälle nicht bis auf den Boden und Du musst nicht jedes Mal absteigen um sie wieder aufzunehmen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Offene Fäuste</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch dieser Haltungsfehler lässt sich mit einem einfachen Trick verbessern: steck Dir je einen etwa golfballgroßen Schwamm zu den Zügeln in die Hand. Öffnest Du die Faust zu weit, fällt der Schwamm herunter. Aufgrund seiner Flexibilität stört er Dich aber nicht bei der sonstigen Hilfengebung &#8211; er kann Dir sogar helfen (siehe Abschnitt Zügelhilfen).</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Zügellänge</strong></h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Hingegebener Zügel</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Am hingegebenen Zügel besteht keine Verbindung zwischen Hand und Pferdemaul, die Zügel hängen durch. Ich reite vor allem beim Aufwärmen und zum Trockenreiten am hingegebenen Zügel, außerdem zur Entspannung nach einer schweren Lektion oder beim Ausreiten.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Langer Zügel</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Beim langen Zügel besteht eine leichte Verbindung zwischen Reiterhand und Pferdemaul, der Zügel hängt nicht durch. Man nimmt den hingegebenen Zügel quasi so weit auf bis man das Maul spürt, aber nicht mehr. Auch den langen Zügel setze ich zum Aufwärmen ein und besonders in den Entspannungsphasen zwischen Lektionen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Kurzer Zügel</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Beim kurzen Zügel besteht weiterhin eine weiche Verbindung zwischen Pferdemaul und Hand. Der kurze Zügel ergibt sich dadurch, dass ich das Pferd vermehrt <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">versammelt</a> habe und es sich in Folge dessen aufrichtet und im Hals verkürzt. Ich passe also die Zügellänge im Laufe der Arbeit nach und nach dem Pferd an &#8211; und versuche nicht, das Pferd mit dem kurzen Zügel in eine Position zu ziehen!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Hand in den einzelnen Gangarten</strong></h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zügelführung im Schritt</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im Schritt bewegt sich der Pferdekopf besonders deutlich nickend. Dementsprechend deutlich muss auch die Hand in der Bewegung mitgehen. Mir hat da eine Aussage von Reitmeister Egon<span class="postbody"> von Neindorff sehr weitergeholfen: <strong>&#8222;Die Hand steht still und sie bewegt sich doch: still zum Maul hin und bewegt für das Auge!&#8220;</strong>.</span> Bewegt sich das Maul, muss sich also auch die Hand bewegen um zu ihm still zu stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist beim &#8222;einfachen&#8220; Geradeausreiten mit ein bisschen Übung kein Problem. Die Hand muss sich aber auch in allen Lektionen mit dem Kopf mitbewegen WÄHREND sie die Hilfen dazu gibt. Reitest Du also einen Zirkel (mehr zu den Hilfen im Abschnitt Biegungen), musst Du auch mit Deiner verwahrenden äußeren Hand weiter der Bewegung folgen. Verwahren heißt nicht fest werden!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;">Lesetipp: hier gibt es</span> <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2009/10/27/eine-spannende-ubung-zur-zugelfuhrung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine wunderbare Übung zur weichen Zügelführung</a> <span style="color: #999999;">&#8211; unbedingt machen!</span></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zügelführung im Trab</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im Trab bewegt sich der Pferdekopf weniger stark als im Schritt. Hier kommt jedoch für viele Reiter ein Sitzproblem hinzu: das Aussitzen funktioniert nicht (<a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tipps, wie Du das verbessern kannst gibt es hier</a>) und auch das <a href="https://herzenspferd.de/leichttraben/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leichttraben</a> hat so seine Tücken. Dann noch eine weiche Verbindung zum Pferdemaul aufrecht zu erhalten ist schwierig. Hier hilft wirklich nur Sitzschulung &#8211; und zwar so lange, bis man sich über sein Gleichgewicht im Sattel keine Gedanken mehr machen muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Aussitzen gilt die oben beschriebene Grundhaltung der Hände. Beim Leichttraben musst Du zusätzlich darauf achten, dass Deine Hände auf der gleichen Höhe bleiben, egal ob Du gerade aufstehst oder einsitzt. Du musst also Deine Ellenbogen im Rhythmus Deines Aufstehens beugen und strecken. Tust Du das nicht, &#8222;stehen&#8220; Deine Hände mit Dir auf und gehen nach oben, was die Verbindung zum Pferdemaul unruhig werden lässt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zügelführung im Galopp</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im <a href="https://herzenspferd.de/galopp-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Galopp</a> gilt es zunächst sicherzustellen, dass Du ausbalanciert sitzt. Ist das der Fall, müssen die Hände wieder der nickenden Kopfbewegung des Pferdes folgen. Hier spielt auch die schaukelnde Bewegung des Pferdekörpers eine Rolle, der Deinen Körper mitbewegt. Wie beim Leichttraben musst Du Deine Arme im Rhythmus beugen und strecken.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zügel aus der Hand kauen lassen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Zügel aus der Hand kauen lassen ist eine wichtige Übung zur Entspannung zwischen den Lektionen oder zum Abschluss der Einheit. Viele Reiter werfen einfach nur den Zügel weg, das ist aber nicht Sinn der Sache und verfehlt die gewünschte Wirkung. Beim Zügel aus der Hand kauen lassen geht es darum, dass das Pferd sich an das Gebiss herandehnt und die Reiterhand daraufhin leicht nachgibt. Das Pferd kann &#8211; wenn nötig über mehrere Runden &#8211; so nach und nach den Zügel aus der Reiterhand ziehen und sich immer weiter strecken. Tut das Pferd das nicht, kann es ein Zeichen für mangelnde Losgelassenheit und Fehler im Training sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Zügel aus der Hand kauen zu lassen öffnest Du deine Faust leicht, so dass die Zügel durchrutschen können, wenn sich das Pferd an das Gebiss herandehnt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Zügelhilfen </strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Grundlagen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich werden die Zügelhilfen vorwiegend aus den <strong>Ringfingern</strong> heraus gegeben. Das heißt, zum Annehmen wird die Hand leicht geschlossen, zum Nachgeben wird sie wieder leicht geöffnet. Du kannst Dir vorstellen Du hättest einen Schwamm in der Hand: zum Aufnehmen drückst Du den Schwamm mit der Faust leicht zusammen, zum Nachgeben lässt Du ihn sich wieder ausbreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Bewegung aus dem Ringfinger sind sehr feine Impulse zum Pferdemaul möglich. Oft sieht man Reiter mit dem ganzen Arm nach vorne nachgeben &#8211; das kann in einzelnen Situationen, in denen man dem Pferd z.B. zu Lehrzwecken sehr deutlich nachgeben will, Sinn machen, ist aber für feine Reiterei zu grob. Bewegungen aus dem Ellenbogen oder dem ganzen Arm heraus sind zu grobmotorisch und sollten (bis auf Ausnahmefälle) vermieden werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die ruhige Hand</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Den Ausruf &#8222;Hand ruhig&#8220; kennt wohl jeder Reitschüler. Leider führt er meist genau zum Gegenteil: man verkrampft sich und die Hand wird noch unruhiger oder völlig fest. Stattdessen sollte man immer an die Aussage von Egon<span class="postbody"> von Neindorff denken: &#8222;Die Hand steht still und sie bewegt sich doch: still zum Maul hin und bewegt für das Auge!&#8220;. Die Hand soll also still <strong>zum Pferdemaul</strong> sein, nicht still zum Reiterkörper. Da sich das Pferdemaul mit dem Kopfnicken des Pferdes rhythmisch bewegt, muss sich auch die Hand mitbewegen!</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Man muss als Reiter lernen, die Hand mit den Bewegungen des Pferdekopfes mitgehen zu lassen um eine stetige, feine und leichte Verbindung aufrechterhalten zu können.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Handposition: Vorwärts &#8211; Rückwärts &#8211; Seitwärts &#8211; Oben &#8211; Unten</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bei der Beschreibung der Grundposition erwähnt, trägt der Reiter die Hände so vor sich, dass Unterame und Zügel eine gerade Linie zum Pferdemaul bilden. Zu Korrekturzwecken kann es Sinn machen, beide Hände oder eine Hand <strong>kurz anzuheben</strong> und auf den Maulwinkel des Pferdes einzuwirken (besonders Reitmeister <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-philippe-karl-irrwege-der-modernen-dressur/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Philippe Karl*</a> setzt Korrekturen nach oben, sog. &#8222;<span class="st">demi arrêt</span>&#8222;, ein). <a href="http://amzn.to/2drSmuc" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Claus Penquitt*</a> rät dazu, bei sich auf dem Zirkel im Genick verwerfenden Pferden die innere Hand gerade nach oben anzuheben. <strong>Das Anheben der Hand muss jedoch immer situationsbezogen und individuell passend geschehen. Eine dauerhaft zu hohe Hand sollte vermieden werden.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei manchen Reitern sieht man eine <strong>nach unten</strong> zum Oberschenkel hin durchgedrückte Hand. Damit versuchen sie den Kopf des Pferdes nach unten zu korrigieren. Diese Handhaltung führt nicht nur zu einer festen, unnachgiebigen Hand und Verspannungen beim Reiter, sondern in der Regel auch zu Verspannungen und Gegenhalten beim Pferd und sollte deshalb nicht eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genauso sieht man leider noch häufig das <strong>&#8222;Riegeln&#8220;</strong>, bei dem der Reiter die Hände abwechselnd nach hinten zieht um so den Pferdekopf nach unten zu riegeln. Im extremen Fall entwickelt sich das dann zur Rollkur weiter. Liegt einem etwas an seinem Pferd, sollte man das niemals tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz allgemein sollte man die Hand nicht nach hinten ziehen. Solch eine <strong>rückwärts wirkende</strong> Hand ist für das Pferd sehr unangenehm und führt bei Dauereinsatz schnell zu einem abgestumpften, harten Maul.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz dazu gehen manche Reiter zum Nachgeben ruckartig mit der Hand nach <strong>vorne</strong>. Auch das ist nicht ideal, da das Pferd so plötzlich die Verbindung zur Hand völlig verliert und der Reiter in der Regel mit steifen, durchgestreckten Ellenbogen dasitzt. Das darauf folgende Wiederaufnehmen des Zügels kann oft nicht schnell genung passieren und ist entsprechend hart. Wer eine feine annehmende Zügelhilfe gegeben hat, kann auch genauso fein aus dem Handgelenk oder den Fingern wieder nachgeben. Ist ein deutlicheres Nachgeben erwünscht, kann man die Zügel aus der Hand kauen lassen. Die Hand bleibt jedoch wo sie ist und geht nicht nach vorne, nur die Zügel werden durchrutschen gelassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine <strong>seitwärts weisende Hand</strong> wird vor allem bei jungen Pferden eingesetzt, die noch mehr Führung brauchen und denen man damit die Richtung weist. In einer Biegung nach rechts würde sich die rechte Hand nach rechts bewegen und so dem Pferd in diese Richtung &#8222;das Tor öffnen&#8220;. Bei weiter ausgebildeten Pferden ist dies immer seltener nötig.<span class="postbody"></span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Anlehnung</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zum <a href="https://herzenspferd.de/anlehnung-pferd-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thema Anlehnung habe ich hier</a> schon einmal etwas geschrieben. Zusätzlich kann ich den <a href="http://kultreiter.de/anlehnung-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kultreiter-Artikel mit Expertentipps zum Thema</a> sehr empfehlen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte hier nur noch einmal betonen, dass die Anlehnung nichts ist, das man mit Krafteinwirkung über die Hand erhält. Vielmehr ist sie das Ergebnis guter Gymnastizierung und einer weichen, zum rechten Zeitpunkt nachgebenden Hand. Zu diesem Thema allgemeingültige Tipps zu geben ist schwierig, muss man doch sekundengenau auf die Bewegungen des Pferdes reagieren. Ich kann jedem nur empfehlen regelmäßig Unterricht bei einem/einer kompetenten Reitlehrer/in zu nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;">Lesetipp: eine tolle</span> <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2008/04/08/eine-ubung-fur-die-anlehnung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Übung zur weichen Anlehnung</a><span style="color: #999999;"> gibt es bei Wege zum Pferd</span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Paraden</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zum <a href="https://herzenspferd.de/ganze-parade-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reiten von ganzen und halben Paraden</a> gibt es bereits einen Beitrag auf Herzenspferd, in dem das Zusammenspiel der Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen erklärt wird. Beim Reiten einer Parade setze ich zum Annehmen und Nachgeben der Zügel gerne die im Abschnitt &#8222;Grundlagen&#8220; erklärte &#8222;Schwammtechnik&#8220; ein: mit den Fäusten abwechselnd (passend zu den Bewegungen des Pferdes) den Schwamm leicht ausdrücken und wieder ausdehnen lassen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Stellung und Biegung</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Reitest Du mit Deinem Pferd nicht nur geradeaus, kommst Du nicht drumherum es zu stellen und zu biegen. Jede durchrittene Kurve verlangt Stellung und Biegung, reitest Du Schenkelweichen musst Du Dein Pferd stellen und Seitengänge wie <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schulterherein</a>, <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Travers</a> und <a href="https://herzenspferd.de/renvers-bodenarbeit-anleitung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Renvers</a> funktionieren nur in Stellung und Biegung. Es ist also Grundlage aller gymnastizierenden Übungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Dein Pferd zu stellen und in der Folge zu biegen, kannst Du so vorgehen (Beispiel Stellung und Biegung nach links, nur Zügelhilfen &#8211; natürlich gehören auch Gewichts- und Schenkelhilfen dazu!):</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stellung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die rechte Hand ist verwahrend, und hat eine stetige Verbindung zum Pferdemaul.</li>



<li>Die linke Hand stellt das Pferd, indem Du leicht im Rhythmus annimst und nachgibst (&#8222;Schwammtechnik&#8220;). <strong>Eine korrekte Stellung sieht so aus:</strong> Wenn Du gerade so den Rand des inneren (linken) Auges des Pferdes siehst, reicht das schon. Wichtig ist, dass Dein Pferd sich nicht verwirft – das erkennst Du z.B. daran, dass es seinen Kopf schräg hält (und vielleicht nur das Maul nach innen bewegt) oder seinen Hals nicht biegt.</li>



<li>Stellt sich das Pferd auch nur ansatzweise setzt Du die annehmende Hilfe aus und hälst nur noch eine ruhige Verbindung aufrecht. Bleibt das Pferd nicht in der Stellung, setzt Du die Hilfe wie oben wieder ein.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Biegung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Stelle Dein Pferd wie oben beschrieben (ohne Stellung keine Biegung).</li>



<li>Dein Becken dreht sich leicht in die Richtung, in die Du Dein Pferd biegen möchtest. Dein Oberkörper folgt dem Becken und dreht sich auch leicht nach links, so dass er zu den Schultern des Pferdes parallel bleibt &#8211; diese sollten sich nämlich auch leicht drehen, wenn das Pferd sich durch seinen Körper biegt.</li>



<li>Die verwahrende rechte Hand geht durch die Drehung des Oberkörpers leicht nach vorne, behält aber weiter die Verbindung zum Maul.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zirkel &#8211; Volten &#8211; einfache Biegungen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wie im Absatz &#8222;Stellung und Biegung&#8220; erklärt, brauchst Du diese schon um einfache gebogene Linien zu reiten. Beim Reiten eines Zirkels auf der linken Hand stellst und biegst Du Dein Pferd also nach links. Der äußere Zügel liegt verwahrend am Pferdehals. Er verhindert, dass das Pferd über die äußere Schulter nach außen driftet. Der innere Zügel gibt die Stellung des Pferdekopfes nach innen vor. Achte darauf, dass Du beide Hände auf gleicher Höhe hälst, ansonsten kann es passieren, dass sich Dein Pferd im Genick verwirft. Genauso solltest Du aufpassen, dass Deine Hände jeweils auf ihrer Seite des Widerrists bleiben &#8211; vielen Reitern passiert es schnell, dass sie zu enthusiastisch &#8222;lenken&#8220; wollen und dabei eine Hand über den Widerrist nach außen oder innen ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wichtig:</strong> der innere Zügel ist nicht dazu da, das Pferd auf der Kreisbahn zu halten, er gibt nur die Stellung vor. Das Pferd wird über Sitz- und Schenkelhilfen und den äußeren Zügel auf der Kreisbahn gehalten. Ziehst Du es über den inneren Zügel auf den Zirkel, wird es auf die innere Schulter fallen und sich nicht korrekt biegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/biegungen-reiten-zirkel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr zu den Hilfen für das Reiten von Biegungen findest Du hier.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Alternativen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bereits geschrieben bin ich kein Freund von starren Vorgaben und Formen, in die man gepresst werden soll &#8211; weder für das Pferd, noch für den Reiter. Ich finde nichts schlimmer, als beim Reiten in Untätigkeit und Starre zu verharren, nur damit man einem Bild gerecht wird und nichts falsch macht. Deshalb stelle ich hier noch zwei andere Arten der Zügelführung vor, die &#8211; passend eingesetzt &#8211; Reiter und Pferd weiterhelfen können.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zügel von oben nach unten durch die Hand</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Genau umgekehrt wie bei der &#8222;normalen&#8220; Zügelführung, verläuft der Zügel hier von oben zwischen Daumen und Zeigefinger durch die Faust nach unten zwischen Ringfinger und kleinem Finger aus der Hand heraus. Diese Zügelführung hilft vor allem dann wenn Du dazu neigst die Hände nicht aufrecht zu tragen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Einhändige Zügelführung</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die einhändige Zügelführung kennt man vor allem aus der Westernreiterei. Doch auch beim klassischen englischen Reiten war sie ursprünglich Endziel der Ausbildung: ein einhändig auf Kandare gerittenes Pferd. Doch die einhändige Zügelführung kann auch schon vor dieser hohen Stufe der Ausbildung Sinn machen, zum Beispiel wenn man mit Handpferd reitet oder sich selbst darauf schulen will, weniger mit der Hand zu tun. Diese Art der Zügelführung zwingt einen dazu, sich seinem Sitz bewusster zu werden und ihn mehr einzusetzen. Sie kann also besonders Reitern weiterhelfen, die sich diverse &#8222;Unarten&#8220; bei der beidhändigen Zügelführung angewöhnt haben, wie Ziehen am inneren Zügel, unterschiedlich hohe Hände, einen Zügel mehr einsetzen als den anderen und Ähnliches.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://pferdekosmos.de/alles-in-einer-hand-so-gehts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier werden verschiedene Varianten der einhändigen Zügelführung erklärt.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">An der Länge des Artikels ist zu erkennen, was für ein komplexes Thema die Zügelführung und Zügelhilfen sind. Vor allem weil sie so dynamisch und individuell an Situation und Pferd angepasst werden müssen, können in einem allgemeinen Beitrag immer nur Grundlagen beschrieben werden. <strong>Für alles weitere kommt man um Unterricht vor Ort nicht herum &#8211; aber dafür sollte sich sowieso jeder Reiter regelmäßig Zeit nehmen!</strong></p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie klappt es bei Dir mit der Zügelführung? Hast Du vielleicht noch tolle Tipps oder Tricks für das eine oder andere Problem? Einfach einen Kommentar schreiben!</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/4eb9ea7accad48b6919e5616f0af14d2" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></h4>



<img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="http://vg08.met.vgwort.de/na/4eb9ea7accad48b6919e5616f0af14d2" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527">
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/zuegelfuehrung-zuegelhilfen-reiten/">Die Zügelführung und Zügelhilfen beim Reiten: Grundlagen, Tipps und Übungen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://herzenspferd.de/zuegelfuehrung-zuegelhilfen-reiten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>31</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mit Microriding und Schulung des Gefühls zum besseren Reiter &#8211; ein Kurs mit Alexandra Kurland!</title>
		<link>https://herzenspferd.de/microriding-alexandra-kurland/</link>
					<comments>https://herzenspferd.de/microriding-alexandra-kurland/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2016 11:19:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Reitersitz]]></category>
		<category><![CDATA[Balance]]></category>
		<category><![CDATA[Dressur]]></category>
		<category><![CDATA[feine Hilfen]]></category>
		<category><![CDATA[innere Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Microriding]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://herzenspferd.de/?p=3447</guid>

					<description><![CDATA[<p>Letzten Sonntag war ich auf dem Rosenhof von Anja Beran bei einem Workshop der wunderbaren Alexandra Kurland. Organisiert wurde er von Michaela Hempen, die Alexandras Methode als Trainerin unterrichtet (mehr dazu hier auf ihrer Webseite). Alexandra ist eine Pionierin des Clickertrainings und seit über 20 Jahren maßgeblich an seiner Weiterentwicklung beteiligt. Beim Workshop ging es [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/microriding-alexandra-kurland/">Mit Microriding und Schulung des Gefühls zum besseren Reiter &#8211; ein Kurs mit Alexandra Kurland!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Letzten Sonntag war ich auf dem Rosenhof von <a href="http://www.anjaberan.de/" target="_blank" rel="noopener">Anja Beran</a> bei einem Workshop der wunderbaren <a href="https://theclickercenterblog.com/" target="_blank" rel="noopener">Alexandra Kurland</a>. Organisiert wurde er von Michaela Hempen, die Alexandras Methode als Trainerin unterrichtet (<a href="http://www.clickertrainingpferde.com" target="_blank" rel="noopener">mehr dazu hier auf ihrer Webseite</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alexandra ist eine Pionierin des Clickertrainings und seit über 20 Jahren maßgeblich an seiner Weiterentwicklung beteiligt. Beim Workshop ging es aber nicht um Clickertraining, sondern um Körpergefühl, Konzentration, Fühlen lernen &#8211; das, was Alexandra &#8222;Microriding&#8220; nennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;">Lesetipp: Hier gibt es ein <a href="http://www.clickertrainingpferde.com" target="_blank" rel="noopener">Interview mit Alexandra Kurland und Anja Beran.</a></span></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was ist Microriding?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit unsichtbaren Hilfen in Harmonie mit dem Pferd reiten &#8211; das wünscht sich jeder Reiter. Das Microriding hilft dabei, diesem Ziel näher zu kommen. Das Gute daran: man übt es erst mal ohne Pferd, also auch ohne das Pferd mit seinen Versuchen zu stören oder zu irritieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man &#8222;reitet&#8220; die Lektionen also ohne Pferd und erforscht dabei die Balanceverschiebungen im eigenen Körper. Man lernt sich zu konzentrieren und nach innen zu fühlen, man spürt wo Verspannungen oder Einseitigkeiten bestehen und lernt, die Beweglichkeit seines Körpers und einzelner Gelenke nach und nach zu verbessern. Und man lernt, dass man das alles mit minimalen, fast unsichtbaren &#8222;Micro&#8220;-Bewegungen tun kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Üben des Microridings hat man &#8211; zumindest am Anfang &#8211; immer einen Trainingspartner, der über das Auflegen einer Hand die Bewegungen erspürt und einem Rückmeldung gibt, ob man zu viel oder zu wenig macht. Und hier kommt auch das Clickertraining ins Spiel: macht man etwas richtig, bekommt man vom Trainingspartner einen Click. Es ist unheimlich aufschlussreich, einmal selbst mit Clicker trainiert zu werden und am eigenen Körper und den eigenen Emotionen zu spüren wie diese Trainingsmethode wirkt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Balance zwischen Beweglichkeit und Stabilität</strong></h2>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Beweglichkeit</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor wir im Workshop in das Microriding eingestiegen sind, ging es erst mal um &#8222;Macro&#8220;-Bewegungen. Die Mitglieder unserer kleinen Workshopgruppe hatten alle eine lange Anreise hinter sich und waren dementsprechend verspannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Auflockerung und Verbesserung der Beweglichkeit haben wir verschiedene Übungen durchgeführt. Diese Übungen sind nichts Neues, ich kannte sie alle. Aber: wir haben sie sehr viel langsamer, bewusster und &#8222;kleiner&#8220; durchgeführt, als ich sie kenne und somit eine &#8211; wie ich finde &#8211; bessere Wirkung erziehlt.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Arme rotieren:</strong> Du stellst Dich hüftbreit hin und streckst beide Arme horizontal zum Boden zu den Seiten aus, die Daumen zeigen nach vorne. Nun rotierst Du die Arme so, dass die Daumen nach unten zeigen. Danach die Daumen nach vorne, nach oben und nach hinten. Das machst Du mehrmals hintereinander. Danach führst Du die gleiche Rotation nochmal aus, nur dass die Bewegung diesmal nicht nur aus den Armen, sondern auch aus der Schulter kommt.</li>



<li><strong>Kopf kreisen: </strong>Stelle Dich hüftbreit hin und schaue einmal über Deine rechte Schulter und einmal über die Linke. Merke Dir einen Punkt auf beiden Seiten, der Dir anzeigt, wie weit Du Deinen Kopf drehen konntest. Danach schaust Du wieder geradeaus. Drehe dann Deinen Kopf minimal zur rechten Seite. Stelle Dir vor Du schaust auf eine Uhr vor Dir. Dein Kopf dreht sich nur von 12:00 Uhr auf 12:02 Uhr &#8211; also eine wirklich kleine Bewegung. Mach das ein paar Mal, danach schaust Du genauso nach links.<br>Schaue wieder gerade nach vorne. Nun kippst Du Deinen Kopf ein paar Mal nach rechts, dann ein paar Mal nach links &#8211; auch wieder nur kleine Bewegungen. Anschließend drehst Du den Kopf wieder gerade und kippst ihn mehrfach minimal nach vorne (Kinn in Richtung Hals).<br>Wenn Du alle diese Bewegungen durch hast, ist es an der Zeit, sie zu kombinieren. Drehe Deinen Kopf minimal nach rechts, kippe ihn dann ein bisschen zur Seite und dann nach vorne. Es ist quasi die Bewegung des normalen Kopfkreisens, nur sehr viel langsamer, bewusster und kleiner. Bringe Deinen Kopf wieder in die Ausgangsposition und starte von vorne. Mache die Übung ein paar Mal auf beiden Seiten.<br>Wenn Du jetzt wieder Deinen Kopf drehst so weit Du kannst, wirst Du merken, dass sich der Bewegungsradius erhöht hat. Und wenn Du dann mal ans Pferd denkst, wirst Du merken, dass wir so eine Übung mit ihm machen, wenn wir an Stellung, Biegung und Nachgiebigkeit arbeiten.</li>



<li><strong>Hüfte kreisen: </strong>Stell Dich hüftbreit hin und stütze Deine Händen an die Hüfte. Nun lässt Du sie (in beide Richtungen) so weit kreisen wie Du kannst. Lehne Dich mit Deinem Oberkörper richtig nach vorne und hinten um die Bewegung größer zu machen. Lasse den Kreis, den Du mit der Hüfte beschreibst &#8211; und somit die Bewegung &#8211; mit der Zeit immer kleiner werden, bis Du nur noch die Hüfte und nicht mehr den Oberkörper bewegst. Stell Dir vor Du hast in deinem Becken vier Punkte: die beiden Sitzhöcker hinten und die rechte und linke Seite des Schambeins vorne. Von diesen Punkten ist beim Hüftkreisen immer einer am tiefsten &#8211; Du sprichst sie also nacheinander an. Auch diese Bewegung ist beim Reiten wichtig.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich gibt es noch viel mehr Lockerungsübungen und jeder sollte sich die für ihn passenden Übungen heraussuchen. Wichtig ist, dass man sie langsam und bewusst durchführt und in seinen Körper hinenfühlt. Je mehr man das tut, desto mehr wird man spüren wo es hakt und woran man arbeiten muss.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Stabilität</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">In den Übungen ist es schon öfter mal aufgetaucht: hüftbreit stehen. Wenn Du hüftbreit stehst, stehst Du ohne Muskelanstrengung stabil. Du kannst das mit einem Partner wunderbar testen: stelle Dich mit den Füßen nahe zusammen (oder weiter als hüftbreit) hin und lasse Dich anrempeln. Du wirst ziemlich viel Mühe haben stehen zu bleiben und vermutlich einen Ausfallschritt machen müssen. Dann stelle dich genau hüftbreit hin. Wenn Du nun angerempelt wirst, wirst Du problemlos und ohne Anstrengung stehen bleiben können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau diese Stabilität wollen wir im Umgang mit Pferden. Sie ist nicht nur bei der Bodenarbeit wichtig, sondern sendet auch ein körpersprachliches Signal zum Pferd: dieser Mensch ist stabil und geerdet, er kommt nicht leicht aus dem Gleichgewicht und lässt sich nicht herumschubsen. Kennst Du das: ein sonst so zappeliges Pferd steht neben einem bestimmten Menschen plötzlich still, ganz ohne, dass der etwas tun muss? Schau Dir seine Körperhaltung und Ausstrahlung an. Mit ziemlicher Sicherheit wird er eine gute, stabile Haltung haben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der erste Schritt: Zentrieren</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über das Thema Stabilität ging es zurück zum Microriding. Der erste Schritt ist hier nämlich, sich zu zentrieren. Ist man zentriert, kann man den Bewegungen des Pferdes besser folgen, man ist im Gleichgewicht, die Knochen und Gelenke sind perfekt aufeinander ausgerichtet und man wirkt besser ein. Die Grundlage für einen guten Sitz und gutes Reiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zentrierungsübung des Microridings bietet aber noch viel mehr. Wir haben sie in Dreiergruppen durchgeführt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Reiter: er zentriert sich mit Hilfe des Fühlenden.</li>



<li>Der Fühlende: er legt eine entspannte Hand auf das Schulterblatt des Reiters und versucht die minimalen Bewegungen, die dieser macht, zu erfühlen. Spürt er etwas wird geclickt und der Reiter lernt, dass die Bewegung richtig war. Dieses Fühlen lernen brauchen wir als Reiter unbedingt: wir müssen spüren, was der Körper des Pferdes macht, wo Balanceprobleme sind, wo wir es unterstützen müssen.</li>



<li>Der Beobachter: er kontrolliert, ob der Fühlende die richtigen Bewegungen klickt und achtet darauf, dass die Übung korrekt ausgeführt wird. Er versucht die minimalen Bewegungen des Reiters zu sehen und schult somit sein Auge für die wichtigen, kleinen Details. Auch das ist beim Pferdetraining wichtig, zum Beispiel bei der Bodenarbeit.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Man lernt also nicht nur sich zu zentrieren, sondern man lernt auch zu fühlen und zu sehen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Reiter und Fühlender gehen den Körper des Reitenden auf jeweils einer Körperseite von oben nach unten mental durch: die Schulter, der Brustkorb, das Hüftgelenk, der Oberschenkelknochen, der Unterschenkelknochen und der Balancepunkt im Fuß (kurz hinter den Fußballen). <strong>Dabei soll der Reiter diese Körperteile nicht bewusst bewegen, sondern nur an sie denken! </strong>Weil man nicht an ein Körperteil denken kann, ohne es doch minimal zu bewegen, entsteht so genau die kleine, fast unsichtbare Bewegung, die wir auch mit unseren unsichtbaren Hilfen erreichen wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war für mich ein wirklich großes Aha-Erlebnis zu erkennen, wie viel man nur mit einer Hand an der Schulter eines Anderen erfühlen kann (meine Partnerin war übrigens die liebe Tanja von <a href="http://www.tash-horseexperience.click/wordpress/" target="_blank" rel="noopener">Tash-Horseexperience</a> und wir wurden angeleitet von der super netten <a href="http://irishclickercentre.com/clinics/2016-workshop-schedule/" target="_blank" rel="noopener">Mary Concannon</a>, die dieses Jahr noch ein paar Kurse in Deutschland und Österreich gibt). Bewegungen, die ein Außenstehender fast nicht (oder gar nicht) sehen kann, kann ich fühlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Genauso erstaunlich ist dieses Erlebnis in der Rolle des Reiters:</strong> ich denke an meinen Oberschenkelknochen und Tanja kann das fühlen! Und beim Reiten kann mein Pferd das fühlen (ob es darauf reagiert oder es ignoriert, weil es abgestumpft ist, ist eine andere Frage). Es ist toll zu erleben und ein direktes Feedback zu bekommen, wie fein man Hilfen geben kann, die immer noch ankommen. Die Unterstützung mit dem Clicker war hier besonders hilfreich, denn der exakte Zeitpunkt wird so zuverlässig angezeigt. Und obwohl wir keinen Keks bekommen haben, habe ich mich nach kürzester Zeit über den Click gefreut und mich belohnt gefühlt. Wirklich witzig und erkenntnisreich das an sich selbst zu spüren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den zweiten Tag des Workshops musste ich leider (und mit viel Wehmut) wegen überschneidender Termine ausfallen lassen. Ich habe von den drei Stufen des Microridings also nur die Erste gelernt. Ich werde mir aber so schnell wie möglich Alexandras <a href="http://shop.clickertraining.com/products/the-click-that-teaches-xv-micro-riding-creating-thinking-riders-for-our-thinking-horses" target="_blank" rel="nofollow noopener">DVD zum Thema</a> beschaffen (gibt&#8217;s nur auf Englisch) und weiter üben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie kann man Microriding lernen?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">(Leider nicht mit einem Blogartikel&#8230;)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Besten wäre natürlich einen Kurs oder Workshop zu belegen. Alexandra ist Amerikanerin und nicht oft in Deutschland, einen Kurs direkt bei ihr zu bekommen ist also nicht so einfach. In meinem Workshop waren noch drei ihrer Trainerinnen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="http://www.clickertrainingpferde.com/" target="_blank" rel="noopener">Michaela Hempen</a> (Deutschland/Italien)</li>



<li><a href="http://irishclickercentre.com/" target="_blank" rel="noopener">Mary Concannon</a> (Irland &#8211; Kurs in Englisch)</li>



<li><a href="http://sutton.cavalia.net/training/" target="_blank" rel="noopener">Marla Foreman</a> (Kanada &#8211; Kurs in Englisch)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Alle drei geben Kurse und sind unter Umständen einfacher zu erreichen als Alexandra.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Leute, für die Kurse keine Option sind, gibt es eine DVD von Alexandra zum Thema Microriding: <a href="http://shop.clickertraining.com/products/the-click-that-teaches-xv-micro-riding-creating-thinking-riders-for-our-thinking-horses" target="_blank" rel="nofollow noopener">MICRO-RIDING: CREATING THINKING RIDERS FOR OUR THINKING HORSES</a>. Die Sprache ist Englisch, aber wenn ich vom Workshop ausgehe (der auch auf Englisch war), ist es gut verständlich und nicht zu schwer! Ich werde mir die DVD auf jeden Fall kaufen und dann noch einmal eine kurze Rezension dazu schreiben, da gehe ich auch auf die Sprache ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alternativ wird auch in Yoga, Tai Chi und in verschiedenen Kampfsportarten viel mit Zentrierung und Körperbewusstsein gearbeitet. Das hat dann zwar nicht den direkten Bezug zum Reiten, ist aber trotzdem hilfreich. Besonders Yoga und Tai Chi finde ich hervorragende Ergänzungssportarten zum Reiten, die viele Vorteile bieten.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin insgesamt 800km für den einen Workshoptag gefahren &#8211; und es hat sich absolut gelohnt. Microriding schult nicht nur das eigene Körperbewusstsein, sondern hilft dabei besser zu fühlen, besser zu sitzen und bessere Hilfen zu geben. Und es hat den großen Vorteil, dass man es üben kann ohne sein Pferd zu belasten. Man kann sich schon vor dem Reiten einen kleinen inneren Film &#8222;aufnehmen&#8220;, in dem man die Bewegungen durchgeht und sich einprägt, wie sich das anfühlen soll (passend dazu lese ich gerade <a href="http://amzn.to/29WPjxe" target="_blank" rel="nofollow noopener">&#8222;Reiten mit inneren Bildern&#8220;*</a> von Tuuli Tieze, dort wird dieses Thema auch besprochen).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbstverständlich kann man nur ein fein reagierendes Pferd mit unsichtbaren Hilfen reiten. Aber irgendwo muss man ja mal anfangen: wenn der Reiter niemals fein anfragt, hat das Pferd auch nie die Chance selber fein zu werden. Es ist ein langer Weg zu den unsichtbaren Hilfen, aber mit Microriding hat man ein Werkzeug an der Hand, mit dem man sich sofort auf diesen Weg machen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du jemals die Chance hast einen Workshop zu diesem Thema bei Alexandra Kurland oder einer ihrer Trainerinnen zu belegen, solltest Du Dir das nicht entgehen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Und nein, ich werde nicht bezahlt das zu schreiben, ich bin wirklich so begeistert ;-))</p>



<img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="http://vg08.met.vgwort.de/na/ec755f9d4a6545db8444b4fb22c9836c" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527">
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/microriding-alexandra-kurland/">Mit Microriding und Schulung des Gefühls zum besseren Reiter &#8211; ein Kurs mit Alexandra Kurland!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://herzenspferd.de/microriding-alexandra-kurland/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>12</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Anlehnung – so fühlt sie sich an, so wird sie erarbeitet!</title>
		<link>https://herzenspferd.de/anlehnung-pferd-reiten/</link>
					<comments>https://herzenspferd.de/anlehnung-pferd-reiten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2016 16:05:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Anlehnung]]></category>
		<category><![CDATA[Dressur]]></category>
		<category><![CDATA[feine Hilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Gebiss]]></category>
		<category><![CDATA[Geraderichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnastizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Versammlung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://herzenspferd.de/?p=3000</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Mein Pferd läuft so schön in Anlehnung!“ Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört. Meistens gefolgt von „mit den Schlaufzügeln ist das jetzt auch nicht mehr so anstrengend“. Oder der Reiter sitzt schnaufend und mit rotem Kopf auf dem Pferd, weil das ganze Gewicht von Pferdekopf und –hals in den Zügeln hängt. Aber die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/anlehnung-pferd-reiten/">Die Anlehnung – so fühlt sie sich an, so wird sie erarbeitet!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">„Mein Pferd läuft so schön in Anlehnung!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört. Meistens gefolgt von „mit den Schlaufzügeln ist das jetzt auch nicht mehr so anstrengend“. Oder der Reiter sitzt schnaufend und mit rotem Kopf auf dem Pferd, weil das ganze Gewicht von Pferdekopf und –hals in den Zügeln hängt. Aber die reine Optik ist so, wie man das für richtig empfindet: der Hals ist gebogen und der Kopf an der Senkrechten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Problem wie so oft: durch das Erzwingen einer bestimmten Kopf-/Hals-Haltung erhält man kein korrekt gerittenes Pferd!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie schon in meinem <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Artikel zur Versammlung</a> erklärt, entsteht die Kopfhaltung durch ein locker durch den Rücken gehendes Pferd, das vermehrt mit der Hinterhand Gewicht aufnimmt und den Brustkorb hebt. Der Kopf ist der letzte Schritt in der „Kette“ und sollte nicht mit den Hand bzw. den Zügeln manipuliert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor es richtig losgeht möchte ich noch einmal betonen, dass meine Artikel immer meine ganz persönlichen Erfahrungen und auch meinen aktuellen Wissensstand wiederspiegeln &#8211; ich erhebe keinen Anspruch auf Allwissenheit und völlige Richtigkeit. Wir lernen alle nie aus, deshalb freue ich mich auf Deine Meinung und Erfahrungen in den Kommentaren!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Anlehnung: so fühlt sie sich an</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die korrekte Anlehnung geht immer <strong>vom Pferd</strong> aus. Der Reiter erreicht sie <strong>nicht</strong>, indem er den Kopf mit den Zügeln „herunterhebelt“, sondern indem er seinem Pferd erlaubt von sich aus den Kontakt zum Gebiss (oder zur gebisslosen Zäumung – ich bin der Meinung, dass man auch damit in Anlehnung reiten kann, je nach Zäumung) zu suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auch ein psychischer Aspekt gehört für mich dazu:</strong> das Pferd ist aufmerksam, konzentriert und hört dem Reiter zu. Genauso sollte auch der Reiter dem Pferd zuhören und seine kleinen Signale und Veränderungen erspüren. Die Anlehnung ist ein feines Kommunikationsmittel, das immer in beide Richtungen funktionieren sollte!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Pferd in korrekter Anlehnung fühlt sich in der Hand an, als könne man mit dünnen Bindfäden anstatt Lederzügeln reiten. Als würde man die Fingerspitzen sanft auflegen und könne das ganze Pferd damit bewegen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine kleine Übung zur Verdeutlichung:</strong> Such dir jemanden, mit dem Du üben kannst (Du kannst es auch alleine machen, aber dann ist die Übung nicht ganz so effektiv).</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Lege die Fingerspitzen Deiner Hand in die Handfläche Deines Übungspartners. Die Verbindung soll ganz leicht sein, so minimal wie möglich.</li>



<li>Deine Aufgabe ist nun, die Hand Deines Partners zu bewegen: eine Drucksteigerung von Dir heißt für ihn, dass er die Hand nach unten bewegt, ein Nachlassen von Druck heißt, dass er mit seiner Hand Deinen Fingerspitzen folgt um eure Verbindung weiter aufrecht zu erhalten. Das Ziel ist, dass ihr die Verbindung zwischen euren Händen nie verliert.</li>



<li>Versuche das Ganze mit so wenig Druck wie möglich zu machen. Du wirst erstaunt sein, wie wenig ausreicht um zu kommunizieren!</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ähnlich ist es mit der Anlehnung Deines Pferdes ans Gebiss. Es soll den Kontakt so suchen, wie Dein Partner in der Übung den Kontakt zu Deinen Fingerspitzen gesucht hat.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anlehnung ist also eine ganz feine, sanfte Verbindung. Dazu braucht man natürlich auch ein Pferd, welches fein auf Hilfen reagiert und im Maul nicht abgestumpft ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>So bringst Du Dein Pferd in Anlehnung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich möchte noch einmal betonen: man kann die Anlehnung nicht über Kraft am Zügel erreichen! Dann ist es keine Anlehnung, sondern ein Tauziehen und schadet dem Pferd mehr, als wenn Du es gar nicht erst versuchen würdest.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auch mit Hilfszügeln ist keine reelle Anlehnung zu erreichen. Sie sind feste Werkzeuge (ja, auch die mit Gummieinsatz) und können eine fühlende, nachgebende Hand nicht ersetzen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sanfte oder oft so genannte „vertrauensvolle“ Anlehnung erreichst Du nur durch eine sanfte und nachgiebige Hand. Ich finde „vertrauensvolle Anlehnung“ eigentlich ein schöner Begriff – denn man vertraut nur dem, was einem keine Schmerzen zufügt. Eine grobe, harte Hand, die mit viel Kraft einwirkt, wird kaum eine korrekte Anlehnung erreichen. Im Gegenteil: das Pferd wird abstumpfen und die Hand zunehmend ignorieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Voraussetzung für eine sanfte Hand ist ein zügelunabhängiger Sitz.</strong> Wenn Du Dich beim <a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener">Trab Aussitzen</a> am Zügel festhalten musst, wirst Du es kaum schaffen die nötige feine Verbindung zum Pferdemaul zu halten. Regelmäßige Sitzstunden an der Longe und Gymnastikübungen am Boden ohne Pferd sind für jeden Reiter Pflicht.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-dressursitz-anja-beranhttp://" rel="attachment wp-att-3005"><img loading="lazy" decoding="async" width="246" height="277" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/01/Der-Dressursitz-Anja-Beran-1.jpg" alt="Buch &quot;Der Dressursitz&quot; von Anja Beran" class="wp-image-3005"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Herzenspferd-Empfehlung: <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-dressursitz-anja-beran"> Der Dressursitz: Richtig Sitzen &#8211; Feiner Reiten &#8211; Gesunder Pferderücken*</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ansonsten solltest Du die Länge Deiner Zügel Deinem Pferd anpassen.</strong> Die Haltung Deines Pferdes verändert sich je nach Gangart und Lektion, die Du reitest. <strong>Nimm die Zügel immer nur so weit auf, dass Du eine ganz leichte Verbindung zum Pferd spürst (denke an die Übung oben!) und versuche nicht, den Kopf in eine bestimmte Position zu ziehen.</strong> Gib Deinem Pferd die Chance den Kontakt zu Deiner Hand zu suchen. Reitest Du z.B. warm und Dein Pferd ist nicht oder wenig versammelt und es dehnt sich vorwärts-abwärts, dann sollten auch Deine Zügel lang genug sein um das zuzulassen. Versammelst Du Dein Pferd (von hinten nach vorne!), dann wird sich sein Hals aufrichten und verkürzen – dann solltest Du auch Deine Zügel kürzer nehmen um die Verbindung nicht zu verlieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Anlehnung hat also ganz viel mit Deiner Fähigkeit zu tun, sanfte Zügelhilfen zu geben. Dehsalb musst Du auch hauptsächlich an Dir selbst arbeiten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich solltest Du &#8211; wie immer &#8211; an der Losgelassenheit, Geraderichtung und <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Versammlung</a> Deines Pferdes arbeiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="http://kultreiter.de/uebergaenge-reiten/" target="_blank" rel="noopener">Übergänge</a> und Tempounterschiede reiten</li>



<li>Seitengänge wie <a href="http://360gradpferd.de/pferdefreunde-schulterherein/" target="_blank" rel="noopener">Schulterherein</a> und <a href="http://360gradpferd.de/vom-schulterherein-zum-kruppeherein/" target="_blank" rel="noopener">Kruppeherein</a> reiten</li>



<li>Die Übungen vom Boden aus an der Hand durchführen. Besonders wenn Dein Pferd noch Muskulatur aufbauen muss oder wenn Du niemanden hast der Deine Ausführung der Übung im Sattel kontrolliert ist das eine gute Alternative</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-klassische-reitkunst-anja-beran/"><img loading="lazy" decoding="async" width="246" height="276" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/anja-beran-e1435772516153-1.jpg" alt="Klassische Reitkunst Anja Beran" class="wp-image-2170"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Herzenspferd-Empfehlung: <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-klassische-reitkunst-anja-beran/"> Klassische Reitkunst mit Anja Beran*</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was tun, wenn das Pferd schon (mehr oder weniger) stumpf im Maul ist?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ist das der Fall, hat man einen langen Weg vor sich. Das Pferd hat sein Vertrauen in die Hand verloren und man muss ihm Schritt für Schritt dieses Vertrauen zurückgeben. Und genau hier haben viele Reiter Schwierigkeiten. Zu tief sitzen die erlernten Gewohnheiten, zu schnell zieht man doch wieder am Zügel, wenn etwas nicht (sofort) klappt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchen Pferden (und Reitern) hilft es in solchen Fällen erst mal auf eine gebisslose Zäumung umzusteigen. Diese Art der Kommunikation ist neu und dementsprechend noch nicht negativ besetzt. So können beide lernen wieder auf die kleinen, feinen Signale des Anderen zu hören.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine Alternative zum permanenten Zügelkontakt</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist nicht zu leugnen, dass viele Reiter nicht in korrekter Anlehnung reiten (können). Es wird viel von der Anlehnung gesprochen, aber kaum jemand erklärt, was sie ist und wie man sie erreicht. Geschweige denn, dass den Reitschülern ein zügelunabhängiger Sitz beigebracht wird. Stattdessen sind diverse Hilfszügel in vielen Reitschulen weit verbreitet und Sitzschulung eine Seltenheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sehe einen dauerhaften Zügelkontakt und somit dauerhaften Druck im Pferdemaul (eben weil es in der Realität kaum ein Reiter schafft nur wenige Gramm Druck auszuüben, meist sind es mehrere Kilogramm, die im Pferdemaul ankommen) durchaus kritisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die meisten Pferde ist das Nachlassen von Druck eine Belohnung und ein Zeichen dafür, dass sie etwas richtig gemacht haben. Bei dauerhaftem Druck entfällt diese Belohnung und Kommunikationsmöglichkeit. Genauso wenig, wie ich weiter <a href="https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/" target="_blank" rel="noopener">treibe</a>, wenn mein Pferd das gewünschte Tempo erreicht hat, möchte ich an den Zügeln ziehen, wenn mein Pferd langsamer wird oder einen Seitengang in korrekter Stellung läuft. Wozu weiter fragen, wenn das Pferd schon die richtige Antwort gegeben hat?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich persönlich</strong> setze die Zügelhilfen zur Zeit eher impulsartig ein. Wenn mein Pferd auch nur ansatzweise richtig reagiert gebe ich sofort nach. Möglicherweise muss ich dann gleich wieder die Zügel aufnehmen und korrigieren, aber ich bin immer „auf dem Sprung“ gleich wieder nachzugeben, wenn die richtige Reaktion kommt. Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass Pferde mit dieser Methode – je nach ihrer persönlichen Veranlagung &#8211; schnell lernen, was man von ihnen will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Impulsartig – und nicht dauerhaft – einzuwirken heißt <strong>nicht</strong>, das Pferd ohne jeglichen Kontakt alleine zu lassen.<strong> Es bedeutet nicht, das Pferd größtenteils sich selbst zu überlassen und auf der Vorhand „latschen“ zu lassen. Auch hier muss man weiter an Losgelassenheit, <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener">Geraderichtung</a> und Versammlung arbeiten!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Alternative ist für den Reiter nicht unbedingt einfacher. Man braucht ein sehr gutes Timing, einen Plan was man tut und ein gutes Gefühl für die Bewegung des Pferdes. Aber das braucht man für’s Reiten sowieso – wer hier Probleme hat (und die haben wir an der einen oder anderen Stelle alle!) sollte sich unbedingt nach einem guten Trainer oder einer guten Trainerin umschauen. Mit kompetenter Anleitung ist Vieles deutlich einfacher.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Anlehnung – Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte schon mehrmals das Glück, Pferde reiten zu dürfen, die sehr fein auf die Hilfen reagieren und mit denen ich problemlos in vertrauensvoller Anlehnung reiten konnte. Es war ein sehr schönes Gefühl, eine ganz intime Verbindung, als würde man dem Pferd leise ins Ohr flüstern oder als könne das Pferd Gedanken lesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Man unterschätzt, welch feine und minimale Verbindung beim Pferd noch klar und deutlich ankommt! </strong>Und wenn man das einmal realisiert hat, erschrickt man, wie stark und grob sich so manche Zügelhilfe für das Pferd anfühlen muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Thema Anlehnung ist übrigens oft ein Streitpunkt zwischen Western- und Englischreitern: manche Westernreiter finden die dauerhafte Anlehnung (im Sinne von dauerhaftem Zügelkontakt) unlogisch und manche Englischreiter werfen den Westernreitern vor, keine Ahnung von Dressur und Anlehnung zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich finde die dauerhafte Anlehnung (im Sinne von dauerhaftem Zügelkontakt) nicht schlecht – wenn man zu denen gehört, deren Hand tatsächlich fein genug ist.</strong> Dann hat man eine Verbindung, die der Gedankenübertragung gleicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vielen Reiter, bei denen das nicht so ist, sollten meiner Meinung nach aber doch lieber auf Hilfszügel und dicke Oberarme verzichten und über Impulse reiten – und in der Zwischenzeit daran arbeiten feiner und zügelunabhängiger zu werden und die Anlehnung korrekt von hinten nach vorne zu erarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;">Du willst noch mehr zur Anlehnung lesen? Hier findest Du weitere Artikel zum Thema:<br>&#8211; Kultreiter.de: <a href="http://kultreiter.de/anlehnung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">So reitest Du Dein Pferd in Anlehnung – samt Tipps von den Profis!</a><br>&#8211; Fühlen-Reiten: <a href="http://fuehlend-reiten.blogspot.de/2013/05/gedanken-zur-anlehnung.html" target="_blank" rel="noopener">Gedanken zur Anlehnung</a><br>&#8211; Pfridolin Pferd: <a href="http://www.pfridolinpferd.com/angst-vor-der-anlehnung/" target="_blank" rel="noopener">Angst vor der Anlehnung</a></span></p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was hältst Du von der Anlehnung? Ohne dauerhaften Zügelkontakt keine korrekte Dressur oder lieber Impulsreitweise?</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/df3c3778509347e5a2eb883f86312a62" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></h4>



<img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="http://vg08.met.vgwort.de/na/df3c3778509347e5a2eb883f86312a62" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527">
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/anlehnung-pferd-reiten/">Die Anlehnung – so fühlt sie sich an, so wird sie erarbeitet!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://herzenspferd.de/anlehnung-pferd-reiten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>37</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Richtig treiben in Schritt, Trab und Galopp!</title>
		<link>https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/</link>
					<comments>https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2015 17:05:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Aussitzen]]></category>
		<category><![CDATA[Dressur]]></category>
		<category><![CDATA[feine Hilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Galopp]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Reitersitz]]></category>
		<category><![CDATA[Schritt]]></category>
		<category><![CDATA[Sitz]]></category>
		<category><![CDATA[Trab]]></category>
		<category><![CDATA[treiben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://herzenspferd.de/?p=2892</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eigentlich ist es ganz einfach, richtig zu treiben. Trotzdem ist es eines der Dinge, die viel falsch gemacht und gar nicht &#8211; oder falsch &#8211; erklärt werden. Ein paar häufige Fehler sind: Wie es besser und einfacher geht, erfährst Du in diesem Artikel! Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/">Richtig treiben in Schritt, Trab und Galopp!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eigentlich ist es ganz einfach, richtig zu treiben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem ist es eines der Dinge, die viel falsch gemacht und gar nicht &#8211; oder falsch &#8211; erklärt werden. <strong>Ein paar häufige Fehler sind:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Mit den Fersen treiben (und dabei die Fersen hochziehen)</li>



<li>Dauertreiben</li>



<li>mit beiden Beinen gleichzeitig treiben</li>



<li>zum falschen Zeitpunkt treiben</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wie es besser und einfacher geht, erfährst Du in diesem Artikel!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;b639c4168a2186684002bb464ccaff2a&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;d25d4c787954ba3ce8c79f97287399de&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/herzenspferd.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/b639c4168a2186684002bb464ccaff2a-d25d4c787954ba3ce8c79f97287399de.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Richtig Treiben in Schritt, Trab und Galopp - so geht&#39;s!&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.29629629629629761211617733351886272430419921875}" title="Richtig Treiben in Schritt, Trab und Galopp - so geht&#39;s!" width="1080" height="608" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/1Uzx5bSIJhE?start=1&amp;feature=oembed" consent-required="259520" consent-by="services" consent-id="259521" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/1Uzx5bSIJhE?start=1&amp;feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe>
</div></figure>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Richtig treiben</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Grundsätzliches</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es sollte niemals permanent getrieben werden.</strong> Das ist der sicherste Weg um Dein Pferd völlig abzustumpfen. Sobald das Pferd auf die treibenden Hilfen reagiert müssen diese ausgesetzt werden! Wenn Dich jemand permanent antippt, egal ob Du reagierst oder nicht, wirst Du ihn früher oder später einfach ignorieren. Genauso geht es Deinem Pferd auch. Reagiert es nicht auf Deine Schenkelhilfen, dann tippe es lieber zur Verstärkung mit der Gerte an. Bei vielen Pferden wirkt es auch gut, wenn man die Gerte anlegt und mit der Hand &#8222;vibrieren&#8220; lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem solltest Du <strong>nicht mit beiden Beinen gleichzeitig treiben sondern immer abwechselnd.</strong> Mit dem Treiben möchtest Du Dein Pferd dazu animieren, größere Schritte zu machen und mit der Hinterhand weiter unterzutreten. Weil immer nur ein Hinterbein nach vorne schwingt, kannst Du auch nur diesem Hinterbein &#8222;sagen&#8220;, dass es weiter nach vorne greifen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit dem Treiben aktiviert man den seitlichen Bauchmuskel. Dieser &#8222;zieht&#8220; das entsprechende Hinterbein weiter nach vorne.</strong> Damit der Bauchmuskel das tun kann, muss das Hinterbein in der Luft sein. Wenn Du aber mit beiden Beinen gleichzeitig treibst ist immer ein Hinterbein auf dem Boden. Deinem Pferd bleibt also nichts anderes übrig, als immer eine Deiner Hilfen zu ignorieren, wenn Du auf beiden Seiten gleichzeitig treibst. Damit stumpfst Du Dein Pferd mit der Zeit immer mehr ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zusammengefasst:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nicht dauerhaft treiben, sondern nur wenn wirklich nötig. Reagiert das Pferd &#8211; auch wenn es nur minimal ist &#8211; sofort aufhören</li>



<li>Nie mit beiden Beinen gleichzeitig treiben sondern immer abwechselnd, abgestimmt auf das Abfußen der Hinterbeine des Pferdes</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">&nbsp;</h3>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Körperhaltung</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Getrieben wird immer mit dem oberen Teil der Wade.</strong> Federt die Ferse korrekt beim Reiten nach unten, so ist dieser Teil der Wade automatisch leicht gespannt. Zum Treiben drückt man aber nicht &#8211; wie man oft denkt &#8211; die Wade ans Pferd, sondern man <strong>spannt die hintere Oberschenkelmuskulatur an.</strong> Dadurch kommt die Wade automatisch ans Pferd. Wenn Du das nicht schaffst wird es Zeit für ein bisschen Muskelaufbautraining &#8211; nicht nur Dein Pferd muss fit sein 😉</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die <strong>Knie nicht klammern</strong> &#8211; also <a href="http://360gradpferd.de/pferdefreunde-darum-ist-knieschluss-quatsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kein Knieschluss</a> (Knieschluss braucht man nur, wenn das Pferd einen Satz macht, zum korrekten Reiten ist er dagegen nur hinderlich). Sind die Knie fest kann die Wade nicht locker ans Pferd schwingen, sondern die Unterschenkel sind meist vom Pferd abgespreizt. Außerdem führt das zu einem steifen, festgehaltenen Reitersitz, mit dem das Pferd nicht locker laufen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Fußspitzen</strong> zeigen nach außen vorne. Auf einer Uhr wären das in etwa 11 und 13 Uhr. Versuche nicht verkrampft Deine Fußspitzen gerade nach vorne zu bringen, wichtiger ist, dass Du <a href="https://herzenspferd.de/der-perfekte-reitersitz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">locker sitzt</a>. Die Fersen sollten locker mit der Bewegung nach unten federn. Dazu braucht man lockere Fußgelenke, <a href="https://www.wege-zum-pferd.de/2008/03/17/das-blockierte-fusgelenk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier gibt es eine tolle Übung dazu</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Treiben gehören aber nicht nur die Beine. Auch mit der <strong>Hüfte</strong> kann man treiben. Dazu kippt man das Becken mit der Bewegung des Pferdes rhythmisch nach hinten ab. Über diese sogenannten Kreuzhilfen habe ich <a href="https://herzenspferd.de/reiten-kreuzhilfen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> schonmal geschrieben. Aber diese Bewegung sollte niemals übertrieben und mit Kraft eingesetzt werden, einfach von der Bewegung des Pferdes mitnehmen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Insgesamt sollte man sich beim Treiben nicht anstrengen &#8211; muss man sich anstrengen macht man in der Regel etwas falsch und verkrampft sich. </strong>Die Bewegung des Pferdes gibt den Zeipunkt des Treibens und die Bewegung des Beins vor &#8211; wenn man denn locker genug sitzt um das zuzulassen. Darauf gehe ich in den Teilen zu Schritt, Trab und Galopp noch genauer ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zusammengefasst:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Treiben mit dem oberen Teil der Wade, ausgelöst durch ein Anspannen der hinteren Oberschenkelmuskulatur</li>



<li>Knie offen und locker</li>



<li>Fußgelenke locker, Fersen schwingen mit der Bewegung nach unten</li>



<li>Die Bewegung des Pferdes bestimmt den Zeitpunkt des Treibens</li>



<li>Nicht anstrengen und zu viel tun</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Treiben im Schritt</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bereits erwähnt ist es sehr wichtig, zum richtigen Zeitpunkt zu treiben &#8211; nur dann kann der aktivierte Bauchmuskel das Hinterbein weiter nach vorne schwingen lassen. Um diesen richtigen Zeitpunkt zu finden, sollte man wissen wie sich das Pferd bewegt und wie es sich anfühlt, wenn das Hinterbein abfußt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Schritt ist das so: Die Seite des Rückens, auf der das Hinterbein nach vorne schwingt senkt sich gefühlt etwas ab, der Pferdebauch beginnt seinen Schwung nach innen und das Bein des Reiters auf dieser Seite schwingt leicht nach innen an den Pferdebauch. <strong>Um richtig zu treiben musst Du genau dann ansetzen, wenn der Bauch anfängt nach innen zu schwingen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sagen wir du willst das linke Hinterbein weiter vor treiben: wenn sich das Pferd gerade mit diesem Bein abdrückt ist der Rücken links etwas höher und der Bauch schwingt nach links. Wenn das linke Hinterbein abfußt und anfängt nach vorne zu schwingen fängt der Bauch an nach rechts zu schwingen. Dann treibst Du &#8211; natürlich so früh wie möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Dein Bein locker anliegt, schwingt es ja sowieso schon an den Pferdebauch. Diesen Impuls musst Du dann nur noch verstärken um zu treiben. Mehr ist es nicht!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Übe zu erspühren wann die Hinterbeine abfußen. Dazu nimmst Du Dir am besten jemanden mit auf den Platz – Du sagst welches Hinterbein nach vorne schwingt und er oder sie schaut ob Du recht hast.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Treiben im Trab</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier bestimmt die Bewegung des Pferdes den richtigen Zeitpunkt zum Treiben:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Trab schwingt immer abwechselnd eine Seite des Pferderückens höher als die andere. Stößt sich das Pferd gerade mit dem linken Hinterbein ab ist auch die linke Seite des Rückens höher. <strong>Das rechte Hinterbein schwingt währenddessen nach vorne, die rechte Seite des Rückens ist etwas tiefer, Dein Bein schwingt leicht nach innen an den Pferdebauch.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie im Schritt musst Du nur noch den Impuls des Beins verstärken, das sowieso schon an den Pferdebauch schwingt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war die Erklärung für das Treiben beim <a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aussitzen im Trab</a>. Beim <a href="https://herzenspferd.de/leichttraben/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Leichttraben</strong></a> treibe ich so: wenn ich möchte, dass das innere Hinterbein weiter nach vorne greift, treibe ich immer beim Aufstehen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Treiben im Galopp</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Galopp springt immer ein Vorderbein des Pferdes weiter nach vorne. Das ist die „Art“ das Galopps (Rechtes Bein -&gt; Rechtsgalopp). Auf dieser Seite schwingt der Rücken etwas weiter vor als auf der anderen Seite – das heißt hier muss auch Deine Hüfte minimal weiter vor schwingen. So kannst Du erfühlen, auf welcher Hand Dein Pferd galoppiert, ganz ohne hinzusehen. Galoppiert es auf der linken Hand fühlt es sich an, als würde Dein linker Hüftknochen weiter nach vorne geschoben als der Rechte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Pferderücken an sich schwingt erst vorne mit der Vorhand nach oben, dann hinten mit der Hinterhand, ganz ähnlich wie bei einer Wippe. Du musst also die Bewegung: „vorne hoch und nach vorne -&gt; vorne runter -&gt; hinten hoch und nach vorne“ mitmachen. Du kannst Dir das auch wie eine Art Wellenbewegung vorstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Treibe immer dann, wenn Dein Pferd in der Phase &#8222;hinten hoch und nach vorne&#8220; ist und nur auf der Seite, auf der das Hinterbein weiter nach vorne schwingt (Rechtsgalopp -&gt; rechts).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/galopp-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier kannst du übrigens nachlesen, wie man den Galopp am besten aussitzt.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um korrekt und zum richtigen Zeitpunkt zu treiben kommt es wie so oft beim Reiten auf das <strong>Fühlen</strong> an. <strong>Du musst erspühren können, wann die Hinterbeine abfußen um ihre Bewegung beeinflussen zu können.</strong> Dazu muss Dein Sitz locker und unverkrampft sein und Deine Beine mit der Bewegung des Pferdes mitschwingen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele (wenn nicht fast alle) Reiter haben gerade mit diesem lockeren Sitz Probleme &#8211; mir geht es da ab und an auch nicht anders. Um richtig zu treiben und auch zu reiten empfehle ich Dir <strong>regelmäßige Sitzschulen</strong> und ein auf Dich abgestimmtes <strong>Aufbausport- und Gymnastikprogramm.</strong> Es wirkt außerdem Wunder wenn man sich <strong>vor dem Reiten aufwärmt</strong> und ein kurzes Stretchingprogramm durchführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Weiterlesen gibt es bei Fühlend Reiten noch weitere Artikel zum Thema &#8222;<a href="http://fuehlend-reiten.blogspot.de/2014/03/schritt-reiten-schritt-fuhlen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schritt reiten und fühlen</a>&#8220; und &#8222;<a href="http://fuehlend-reiten.blogspot.de/2014/05/trab-reiten-trab-fuhlen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Trab reiten und fühlen</a>&#8222;.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie klappt es bei Dir mit dem Treiben? Kannst Du spüren, wann Dein Pferd abfußt?</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/d542d802ee7f4cf1822fc1dbb9bfb946" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></h4>



<img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="http://vg08.met.vgwort.de/na/d542d802ee7f4cf1822fc1dbb9bfb946" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527">
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/">Richtig treiben in Schritt, Trab und Galopp!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>49</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ganze Parade, Halbe Parade &#8211; Null Problem! So sehen die richtigen Hilfen aus.</title>
		<link>https://herzenspferd.de/ganze-parade-reiten/</link>
					<comments>https://herzenspferd.de/ganze-parade-reiten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2015 16:06:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Aussitzen]]></category>
		<category><![CDATA[Dressur]]></category>
		<category><![CDATA[Durchparieren]]></category>
		<category><![CDATA[feine Hilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Ganze Parade]]></category>
		<category><![CDATA[Gewichtshilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Halbe Parade]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuzhilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Schenkelhilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Übergänge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://herzenspferd.de/?p=2150</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ganz ähnlich wie der Befehl &#8222;Kreuz ran!&#8220; ist auch &#8222;und jetzt ganze Parade!&#8220; für viele Reiter erst mal ein Grund zur Verwirrung. Am Zügel ziehen? Dazu treiben? Und wie war das nochmal mit dem Kreuz? Für mich klangen die Erklärungen der Reitlehrer zu meiner Anfangszeit total unlogisch: gleichzeitig am Zügel ziehen und treiben &#8211; das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/ganze-parade-reiten/">Ganze Parade, Halbe Parade &#8211; Null Problem! So sehen die richtigen Hilfen aus.</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ganz ähnlich wie der Befehl <a href="https://herzenspferd.de/reiten-kreuzhilfen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Kreuz ran!&#8220;</a> ist auch &#8222;und jetzt ganze Parade!&#8220; für viele Reiter erst mal ein Grund zur Verwirrung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am Zügel ziehen? Dazu treiben? Und wie war das nochmal mit dem Kreuz?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich klangen die Erklärungen der Reitlehrer zu meiner Anfangszeit total unlogisch: gleichzeitig am Zügel ziehen und treiben &#8211; das widerspricht sich doch! Jeder der schonmal beim Auto gleichzeitig auf Gas und Bremse getreten ist weiß, dass das nicht gut ausgehen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und tatsächlich ist es auch gar nicht so gemeint!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;0e08f08d7774398ef7610ea661add968&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;ce8a2febc689561969be1357d5e14c48&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/herzenspferd.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/0e08f08d7774398ef7610ea661add968-ce8a2febc689561969be1357d5e14c48.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Ganze Parade, halbe Parade - Null Problem!&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.29629629629629761211617733351886272430419921875}" title="Ganze Parade, halbe Parade - Null Problem!" width="1080" height="608" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/R02G-hehwLw?start=6&amp;feature=oembed" consent-required="259520" consent-by="services" consent-id="259521" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/R02G-hehwLw?start=6&amp;feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe>
</div></figure>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Verwirre Dein Pferd nicht mit widersprüchlichen Hilfen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_Baucher" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Francois Baucher</a> sagte schon 1864 „<strong>Hand ohne Beine, Beine ohne Hand</strong>“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Üblicherweise wird die Parade so erklärt: mit den Schenkeln die Hinterhand unter den Schwerpunkt treiben und mit dem Zügel das Vorwärts abfangen. Gleichzeitig das Kreuz anspannen und gegensitzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prinzipiell ist das schon richtig, Zügel und Schenkel müssen jedoch <strong>zum richtigen Zeitpunkt</strong> <strong>und nicht exakt gleichzeitig</strong> eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und hier wird es nun etwas schwierig, denn den richtigen Zeitpunkt muss man fühlen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dein Ziel ist es, dass Dein Pferd beim Durchparieren mit der Hinterhand unter seinen Schwerpunkt tritt. Wenn Du zum Bremsen nur an den Zügeln ziehst wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Vorhand fallen. Das merkst Du zum Beispiel daran, dass Du mit dem Oberkörper leicht nach vorne fällst. Wenn Dein Pferd mit der Hinterhand untertritt und so bremst, wirst Du nicht nach vorne fallen und es fühlt sich so an, als ob Dein Pferd vorne höher wird. Das liegt daran, dass es die Hinterhand beugt und untertritt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die richtigen Hilfen zum richtigen Zeitpunkt</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In meinem <a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel zum Aussitzen</a> habe ich schon einmal erklärt, dass man spüren kann welches Hinterbein gerade vorschwingt: die Seite des Rückens, auf der das Hinterbein nach vorne schwingt senkt sich gefühlt etwas ab, das Bein des Reiters auf dieser Seite schwingt leicht nach innen an den Pferdebauch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du also Deine Beine entspannt am Pferd anliegen hast (wie es sein sollte) dann kannst Du spüren welches Bein nach vorne schwingt. Am Besten übst Du das gemeinsam mit jemandem, Du sagst welches Hinterbein nach vorne schwingt und er oder sie schaut ob Du recht hast.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das ist wichtig, denn um korrekte Paraden geben zu können musst Du das spüren können.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um eine Parade zu reiten musst Du Dein Pferd also zuerst veranlassen mit seiner Hinterhand mehr unterzutreten &#8211; es soll ja nicht auf die Vorhand fallen. Dazu gibst Du abwechselnde Schenkelhilfen wenn Du spürst, dass ein Hinterbein nach vorne schwingt. Also:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Linkes Hinterbein schwingt nach vorne (Dein Bein schwingt schon automatisch leicht an den Pferdebauch) -&gt; Du gibst links eine Schenkelhilfe</li>



<li>Rechtes Hinterbein schwingt nach vorne -&gt; Du gibst rechts eine Schenkelhilfe</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Nun soll Dein Pferd natürlich nicht schneller werden, deshalb schließt Du <strong>kurz nach</strong> den Schenkelhilfen, wenn das jeweilige Hinterbein auf dem Boden ist, Deine Hand und nimmst somit den Zügel leicht an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig kippst Du Dein Becken ab (<a href="https://herzenspferd.de/reiten-kreuzhilfen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wie hier erklärt</a>) und schwingst somit mit dem Becken nicht mehr mit der Bewegung Deines Pferdes mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je nachdem wie fein Dein Pferd ist reicht das aus um es durchzuparieren. Reagiert Dein Pferd nicht solltest Du daran arbeiten es zu <a href="https://herzenspferd.de/abgestumpftes-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sensibilisieren</a> und darauf achten, dass Du selbst es nicht durch zu kräftige oder dauerhafte Hilfen abstumpfst.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mindestens genauso wichtig: das Aussetzen der Hilfen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der meiner Meinung nach wichtigste Teil des Durchparierens ist das Aussetzen der Hilfen. Sobald Dein Pferd reagiert &#8211; und sei es noch so minimal &#8211; höre auf! Wenn es schon steht ist es zu spät!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stell Dir vor Du spielst mit Deinem Pferd Topfschlagen</strong> (ein Spiel, bei dem ein Kind mit verbundenen Augen versucht mit einem Löffel einen Topf irgendwo im Raum zu treffen. Ein zweites Kind sagt &#8222;heiß&#8220; oder &#8222;kalt&#8220; &#8211; &#8222;heiß&#8220;, wenn das erste Kind sich dem Topf nähert, &#8222;kalt&#8220;, wenn es davon weggeht).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du zu Deinem Pferd niemals &#8222;heiß&#8220; sagst und ihm zeigst, dass seine Reaktion <strong>in die richtige Richtung</strong> geht, dann wird es nicht verstehen was Du von ihm willst und schnell frustriert sein. Genauso wie es das Kind mit verbundenen Augen wäre, wenn seine Freundin immer nur &#8222;kalt&#8220; sagt und erst dann &#8222;heiß&#8220;, wenn es nach langer Suche zufällig den Topf trifft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dein Pferd fragt Dich also erst mal mit einer kleinen Reaktion an um zu testen, ob es das ist was Du wolltest. Wenn Du darauf nicht mit einer Belohnung &#8211; dem Aussetzen der Hilfen &#8211; reagierst, wird es davon ausgehen, dass seine Reaktion falsch war.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Unterschied ganze Parade &#8211; halbe Parade</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich dachte als Reitanfänger die halbe Parade wird eben nur halb so stark wie die ganze Parade durchgeführt. Von anderen Reitern weiß ich, dass sie dachten die halbe Parade macht man nur mit einem Zügel anstatt mit beiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tatsächlich ist der Unterschied nur eine Definitionssache: eine ganze Parade führt immer zum Stand, egal aus welcher Gangart. Eine halbe Parade nutzt man für das Durchparieren zur nächstlangsameren Gangart, einen Tempowechsel innerhalb einer Gangart oder um das Pferd vor einer Lektion aufmerksam zu machen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die ganze Parade besteht aus mehreren halben Paraden, so lange bis das Pferd steht.</strong> Je nach Pferd geht das schnell, andere brauchen länger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hilfen, die ich oben erklärt habe, sind also für eine halbe Parade. Und wenn Du die Hilfen für die halbe Parade kennst, kennst Du auch automatisch die Hilfen für die ganze Parade. Eine ganze Parade aus einem flotten Trab oder Galopp ist natürlich deutlich schwerer zu reiten und sollte erst versucht werden, wenn Du weißt was Du tust und die halben Paraden fein und leicht klappen!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wichtig ist, dass eine Parade aufrechterhalten wird, bis das Pferd langsamer wird und nachgibt. Reagiert dein Pferd nicht oder wird zwar langsamer, legt sich aber auf den Zügel, kannst du die Technik der Zügelhilfen verändern, indem du mit den Ringfingern leicht zitterst (das vibriert den Zügel, ohne die Stärke der Hilfen zu verändern). Auf keinen Fall solltest Du die Zügelhilfen verstärken! </strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine korrekte Parade zu reiten ist gar nicht so einfach. Sie erfordert vom Reiter einen guten Sitz, Koordination und viel Gefühl. Vom Pferd verlangt sie ein grundlegendes Gleichgewicht, eine feine Reaktion auf die Reiterhilfen und die Bereitschaft sich zu versammeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder Reiter und jedes Pferd ist anders und es ist schwer hier allgemeingültige Ratschläge zu geben. Deshalb ist ein kompetenter Reitlehrer oder eine kompetente Reitlehrerin unerlässlich, wenn man die passende, feine Parade lernen möchte.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie hat Dein Reitlehrer Dir die Paraden erklärt? Wie reitest Du sie und hast Du vielleicht noch Tipps für uns?</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/b3f9b7b74633426da12745a034c59a7b" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></p>



<img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="http://vg08.met.vgwort.de/na/b3f9b7b74633426da12745a034c59a7b" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527">
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/ganze-parade-reiten/">Ganze Parade, Halbe Parade &#8211; Null Problem! So sehen die richtigen Hilfen aus.</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://herzenspferd.de/ganze-parade-reiten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>27</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hast Du noch Spaß mit Deinem Pferd? Oder: Warum reitest Du eigentlich?</title>
		<link>https://herzenspferd.de/spass-pferd-reiten/</link>
					<comments>https://herzenspferd.de/spass-pferd-reiten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2015 05:03:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[feine Hilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Leichtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Spaß]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://herzenspferd.de/?p=1625</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auf den Reitplätzen bietet sich mir oft ein trauriges Bild: Reiter mit verkniffenen Gesichtern die angestrengt ihre Pferde durch die Übungen treiben. Wirklich viel Spaß scheint ihnen das nicht zu machen. Ihren Pferden erst recht nicht. Viele dieser Reiter sind keine Turnierreiter, oder wenn, dann nur spaßeshalber. Da ist es wieder, dieses Wort: Spaß. Wenn [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/spass-pferd-reiten/">Hast Du noch Spaß mit Deinem Pferd? Oder: Warum reitest Du eigentlich?</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auf den Reitplätzen bietet sich mir oft ein trauriges Bild: Reiter mit verkniffenen Gesichtern die angestrengt ihre Pferde durch die Übungen treiben. Wirklich viel Spaß scheint ihnen das nicht zu machen. Ihren Pferden erst recht nicht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele dieser Reiter sind keine Turnierreiter, oder wenn, dann nur spaßeshalber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da ist es wieder, dieses Wort: Spaß.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn sie zum Spaß reiten, warum dann mit so viel Anstrengung und Verbissenheit?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Oft führt genau diese Verbissenheit dazu, dass es erst recht nicht funktioniert. Dann sieht man entnervte Reiter, die härter zupacken als nötig und ihre Pferde dafür bestrafen, dass sie etwas nicht verstanden haben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Hast Du noch Spaß am Reiten?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie sieht es bei Dir aus? Hast Du noch Spaß am Reiten oder quälst Du Dich durch Lektionen, weil es alle tun oder Du es einfach gewöhnt bist?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oft verfallen wir so in einen Trott, dass wir gar nicht mehr merken, dass wir darin unglücklich sind und es auch anders geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich finde, jeder Reiter sollte sich ab und an folgende Fragen stellen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Fahre ich gern zum Stall, oder ist es (lästige) Arbeit für mich?</li>



<li>Sehe ich einen Sinn darin was ich mit meinem Pferd tue?</li>



<li>Habe ich ein Ziel, welches ich erreichen möchte?</li>



<li>Ärgere ich mich regelmäßig, wenn etwas nicht klappt?</li>



<li>Bin ich gut gelaunt, wenn ich vom Stall nach Hause fahre?</li>



<li>Kommt mein Pferd gerne zu mir?</li>



<li>Macht mein Pferd einen zufriedenen Eindruck vor, während und nach dem Reiten?</li>



<li>Fühle ich mich gestresst und unter Druck, wenn ich am Stall bin?</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Sei ehrlich zu Dir selbst, wenn Du diese Fragen beantwortest. Am Besten schreibst Du die Antworten sogar auf, dadurch wirst Du gezwungen, Dir Deine Gedanken und Gefühle bewusst zu machen sie und genau zu benennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je nachdem wie Deine Antworten ausfallen, solltest Du Dir überlegen, ob Du den Umgang mit Deinem Pferd und Dein &#8222;Warum reite ich?&#8220; nicht überdenken möchtest.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wir alle machen uns oft zu viel Druck</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch ich musste mich vor einiger Zeit fragen, wo die Leichtigkeit und Freude hin ist, die ich noch als Kind im Umgang mit Pferden hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je älter wir werden, desto mehr müssen wir &#8222;funktionieren&#8220;. Ob das in der Schule, der Uni oder im Job ist, wir sollen immer unser Bestes geben und natürlich auf keinen Fall scheitern. Man erzählt es uns lange genug und irgendwann glauben wir, dass uns keiner mehr will wenn wir scheitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau das nehmen wir mit zu unserem Pferd.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles muss funktionieren. Dabei sind wir nicht nur hart zu unserem Pferd, sondern auch oft hart und gnadenlos zu uns selbst. Unser Leben wird durchgeplant und optimiert, wir streben ständig danach uns zu verbessern, wollen schöner, fitter, schlauer und erfolgreicher werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dagegen habe ich nichts. Ich finde Ziele sind wichtig im Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber sie dürfen uns nicht den Spaß und die Leichtigkeit rauben! Sonst verliert das Erreichen des Ziels seine Magie und wird zum inhaltsleeren Abhaken einer inneren ToDo-Liste.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Werde wieder zum Kind, wenn Du bei Deinem Pferd bist</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es Dir so geht, dass Du eigentlich keine Freude mehr an der &#8222;Arbeit&#8220; (allein dieses Wort ist schon schrecklich, die meisten Leute gehen überhaupt nicht gerne zur Arbeit, warum also dieses Wort nutzen um die gemeinsame Zeit mit dem Pferd zu beschreiben?) mit Deinem Pferd hast, dann ist es nun an der Zeit einen Strich zu ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fang von vorne an. Versuche Dich daran zu erinnern, warum Du als Kind angefangen hast zu Reiten. Erinnere Dich daran, wie Du Dich gefühlt hast, wenn Du mit Pferden zusammen warst. Lerne die Zeit mit Deinem Pferd wieder wertzuschätzen und wirf Deine Erwartungshaltung über Bord. Dein Pferd schuldet Dir nichts.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei mir war es so, dass ich als Kind gar nicht zwingend reiten musste, ich war einfach nur glücklich, wenn ich in der Nähe von Pferden sein konnte. Stundenlang habe ich mich am Stall und auf den Koppeln herumgetrieben. Und ich bin niemals davon ausgegangen, dass das Pferd mir etwas schuldig ist. Ich habe die Pferde als meine Freunde gesehen und war dankbar, wenn sie Zeit mit mir verbringen wollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwo auf meinem Weg des Erwachsenwerdens ist dann etwas schief gelaufen. Ich weiß gar nicht genau woran es lag. Vielleicht an den unausweichlichen Sprüchen von &#8222;Setz dich mal durch, der muss jetzt&#8220;. Oder an meinem eigenen Ehrgeiz. Jedenfalls war es mir irgendwann eine Last an den Stall zu fahren. Und ich wusste, dass ich etwas ändern muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist nun schon einige Jahre her. Mittlerweile fahre ich ohne Erwartungen zum Stall und freue mich, wenn ich und das Pony etwas gut machen. Wenn etwas nicht klappt kann ich darüber lachen &#8211; ich bin zum Spaß dort und bin &#8211; außer dem Pony &#8211; niemandem etwas schuldig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie ich zu dieser Einstellung gekommen bin?</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ich möchte Dir eine Geschichte erzählen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du triffst Dich mit einer guten Freundin um zusammen zu trainieren &#8211; sie will das Sportabzeichen machen und Du hast angeboten mit ihr zu üben, weil Du es schonmal gemacht hast. Die ersten paar Wochen habt ihr unheimlich viel Spaß, ihr verbringt gerne Zeit miteinander und lacht über ihre gescheiterten Versuche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Zeit wird sie besser, aber um das Sportabzeichen tatsächlich zu schaffen müsste sie noch etwas mehr trainieren. Und das mit dem Kugelstoßen bekommt sie einfach nicht hin, dabei hast Du es ihr schon so oft erklärt!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als sie es schon wieder nicht schafft die Kugel mit der richtigen Technik zu werfen platzt Dir der Kragen. Du sagst &#8222;du kriegst aber auch gar nichts hin, bist du blöd?&#8220;, nimmst grob ihren Arm und führst ihn in der Bewegung, die sie machen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ihr euch zur nächsten Trainingseinheit trefft ist Deine Freundin still und hat keine große Lust zu trainieren. Das Kugelstoßen würde sie lieber ganz weglassen, aber Du sagst &#8222;Nein, das musst Du jetzt machen, wir gehen nicht bevor das geklappt hat! Versuch ja nicht dich davor zu drücken&#8220;. Dabei schaust Du sie streng an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spaß habt ihr beide keinen mehr. Und wenn ihr das lange so weiter macht leidet die Freundschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Würdest Du so mit einer Freundin oder einem Freund umgehen? Eher nicht, oder?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dann tu es auch nicht mit Deinem Pferd.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>So hast Du wieder mehr Spaß mit Deinem Pferd</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wir haben so viele Verpflichtungen und immer mehr Stress. Mach Dir nicht auch noch in der Zeit mit Deinem Pferd Stress, sondern <strong>schaffe Dir einen</strong> <strong>Freiraum.</strong> Sieh die Zeit mit Deinem Pferd als eine Auszeit. Eine Zeit, nur für euch beide, in der Dich die Sorgen des Alltags nicht berühren.</li>



<li><strong>Schalte Dein Handy auf lautlos</strong> und schaue am Stall nicht mehr darauf. Die meisten &#8222;Dramen&#8220; können ein paar Stunden warten. Manche lösen sich in dieser Zeit sogar ganz von selbst. Und Dein Pferd verdient Deine ungeteilte Aufmerksamkeit.</li>



<li>Lege einen imaginären Schalter in Deinem Kopf um und betrachte Dein Pferd einmal mit &#8222;frischem&#8220; Blick. Setz Dich auf die Koppel zu ihm und sieh Dir einfach nur an, was es so treibt. Lass Dir Zeit. Nimm Dir etwas zu schreiben mit und mache eine <strong>Liste mit Deinen neuen Zielen.</strong> Das können auch Ziele sein wie &#8222;Ich fühle mich nicht mehr so gestresst und bin geduldiger&#8220; oder &#8222;Ich motiviere mein Pferd mehr und es lernt gerne mit mir zusammen&#8220;. Diese Ziele kannst Du Dir auch als PostIt&#8217;s an den Spind hängen, so hast Du sie immer vor Augen. Wichtig ist, dass Du sie so formuierst, als hättest Du sie bereits erreicht. Keine Worte wie &#8222;irgendwann&#8220;, &#8222;vielleicht&#8220;, &#8222;bald&#8220;, &#8222;ich möchte&#8220; oder ähnliches.</li>



<li><strong>Wirf Deine Erwartungen und den Anspruch an Perfektion über Bord.</strong> Natürlich solltest Du Dir Mühe geben, kein Reiter hat jemals ausgelernt. Perfektionismus macht Dich aber in der Regel nur unglücklich und frustriert. (Ich muss es wissen, ich halte meinen eigenen Perfektionismus mal mehr und mal weniger erfolgreich in Schach 😉 )</li>



<li><strong>Probiere neue Dinge aus:</strong> Equikinetic, Clickern, Freiheitsdressur, Distanzreiten, Working Equitation, Geocaching mit Pferd, &#8230; Die Liste ist endlos.</li>



<li>Und zu guter Letzt: <strong>mach Dein Ding!</strong> Nur Du weißt, was Dich und Dein Pferd glücklich macht. Wenn das jemand anderes nicht versteht ist das nicht Dein Problem.</li>
</ul>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hast Du noch Spaß mit Deinem Pferd? Oder hast Du eine solche Phase hinter Dir und möchtest uns erzählen, wie Du sie überwunden hast?</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/eed8bb8e66924a10af32eceb9118acba" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></p>



<img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="http://vg08.met.vgwort.de/na/eed8bb8e66924a10af32eceb9118acba" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527">
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/spass-pferd-reiten/">Hast Du noch Spaß mit Deinem Pferd? Oder: Warum reitest Du eigentlich?</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://herzenspferd.de/spass-pferd-reiten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>44</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Abgestumpftes Pferd? So gewöhnst Du es wieder an feine Hilfen!</title>
		<link>https://herzenspferd.de/abgestumpftes-pferd/</link>
					<comments>https://herzenspferd.de/abgestumpftes-pferd/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 09:57:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[abgestumpft]]></category>
		<category><![CDATA[feine Hilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Maul]]></category>
		<category><![CDATA[Schenkel]]></category>
		<category><![CDATA[sensibilisieren]]></category>
		<category><![CDATA[treiben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://herzenspferd.de/?p=1536</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ich glaube jeder Reiter kennt sie: Pferde, die sich auf den Zügel legen oder nur schwer anzutreiben sind. &#8222;Der ist eben hart im Maul&#8220; oder &#8222;Der ist eben faul&#8220;, sind dann Sätze die man hört. Meistens &#8211; aber nicht immer &#8211; sind es Schulpferde die mit der Zeit immer unsensibler auf die Reiterhilfen reagieren. Sie [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/abgestumpftes-pferd/">Abgestumpftes Pferd? So gewöhnst Du es wieder an feine Hilfen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube jeder Reiter kennt sie: Pferde, die sich auf den Zügel legen oder nur schwer anzutreiben sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>&#8222;Der ist eben hart im Maul&#8220; oder &#8222;Der ist eben faul&#8220;, sind dann Sätze die man hört.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Meistens &#8211; aber nicht immer &#8211; sind es Schulpferde die mit der Zeit immer unsensibler auf die Reiterhilfen reagieren. Sie haben systematisch und unbewusst von vielen inkonsequenten Reitern beigebracht bekommen, dass sie auf die Hilfen nicht reagieren müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;e3f801bfd27545b69f3f272c823875b2&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;265c289ce2437a08de3fd01116b49ca5&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/herzenspferd.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/e3f801bfd27545b69f3f272c823875b2-265c289ce2437a08de3fd01116b49ca5.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Abgestumpftes Pferd: So gew\u00f6hnst Du es wieder an feine Hilfen!&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.29629629629629761211617733351886272430419921875}" title="Abgestumpftes Pferd: So gewöhnst Du es wieder an feine Hilfen!" width="1080" height="608" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/OzVnhsr86XQ?feature=oembed" consent-required="259520" consent-by="services" consent-id="259521" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/OzVnhsr86XQ?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe>
</div></figure>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum wird ein Pferd stumpf?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stell Dir vor, Du gehst mit einem Freund spazieren. Ihr habt verabredet, dass ihr nicht miteinander redet, sondern dass Dein Freund Dich antippt, wenn ihr schneller gehen wollt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Dein Freund Dich also antippt, wirst Du schneller. Am Anfang hört Dein Freund dann auch sofort auf zu tippen &#8211; Du hast ja schließlich reagiert. Alles ist gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim nächsten Mal Antippen wirst Du brav wieder schneller. Dein Freund tippt aber weiter. Also wirst Du noch schneller. Er tippt immer noch weiter und hört einfach nicht mehr auf. Irgendwann kannst Du nicht mehr und wirst langsamer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und weiter geht die Tipperei. Du bist immer genervter und denkst Dir &#8222;ich bin doch nicht blöd, wenn er auch nicht mit dem Tippen aufhört wenn ich schneller werde kann ich mir die Anstrengung ja sparen&#8220;. Entweder wird Dein Freund irgendwann müde und hört auf zu tippen &#8211; was für Dich nochmal bestätigt, dass Du ihn einfach nur lange genug ignorieren musst &#8211; oder er wird Dich härter antippen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das härtere Tippen bringt Dich vielleicht nochmal dazu schneller zu werden &#8211; schließlich ist das unangenehm. Aber Dein Freund hört immer noch nicht damit auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am Ende lernst Du: egal was Du tust, das nervige Tippen geht nicht weg. Dann kannst Du auch genauso gut nicht darauf reagieren, das spart Dir Anstrengung.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ganz genau so werden Pferde stumpf. Sei es nun der permanent klopfende Schenkel oder die ständig ziehende Hand am Zügel. Wenn Du die richtige Reaktion Deines Pferdes nicht durch nachgeben oder aussetzen der Hilfen belohnst, wird es lernen Deine Hilfen zu ignorieren!</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Gesundheitliche Probleme?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur dauerhafte Hilfengebung kann ein Pferd abstumpfen. In manchen Fällen können auch körperliche Probleme wie Blockaden oder Verspannungen ein Grund sein, wieso das Pferd nicht mehr vorwärts geht oder auf Hilfen nicht reagiert. Du solltest also als erstes immer überprüfen lassen, ob Dein Pferd gesund ist (Blockaden, Verspannungen, Zahnprobleme, Hufprobleme, etc.) und die Ausrüstung (Sattel, Zaumzeug) passt. Erst wenn das in Ordnung ist, kannst Du ans Training denken.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was also tun um das Pferd wieder zu sensibilisieren?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Besten ist es natürlich, Du lässt es erst gar nicht soweit kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet: wenn Dein Pferd macht was Du willst &#8211; auch wenn es nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung ist &#8211; mit den Hilfen aufhören. <strong>Und zwar sofort! </strong>Das zeigt Deinem Pferd, dass es richtig reagiert hat. Oder würdest Du einen Freund &#8211; wie im Beispiel &#8211; ständig weiter antippen auch wenn er richtig reagiert? Vermutlicht nicht!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es aber schon zu spät und Dein Pferd unsensibel ist, solltest Du Zeit und Geduld mitbringen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Beispiel Pferd reagiert nicht auf Schenkelhilfen:</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Als erstes solltest Du Dich einmal ehrlich selbst begutachten:</strong> hast Du Dir angewöhnt permanent mit den Schenkeln zu klopfen? Oder klammerst Du mit den Beinen? Wenn man ein unsensibles Pferd hat schleichen sich solche Verhaltensmuster sehr schnell ein!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist gar nicht so einfach sich so etwas wieder abzugewöhnen. Versuche Dich ständig selbst daran zu erinnern. Und/oder nimm Dir jemanden zum Reiten mit, der Dich immer wieder daran erinnert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst wenn Du Dir Deiner eigenen Probleme bewusst bist solltest Du mit Deinem Pferd arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fange immer mit einer feinen Hilfe an. </strong>Die meisten Reiter starten schon mit viel zu starken Hilfen. Ein Pferd spürt eine Fliege auf seinem Fell, es wird auch sehr feinen Schenkeldruck spüren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es versteht sich von selbst, dass Du nicht gleichzeitig am Zügel ziehst und treibst! Zügel- und Schenkelhilfen sollten immer getrennt voneinander gegeben werden.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Reagiert Dein Pferd nicht, gebe die feine Schenkelhilfe erneut und unterstütze sie, indem Du das Pferd mit der Gerte antippst. Du kannst auch versuchen, die Gerte ans Pferd zu legen und mit der Hand vibrieren zu lassen. Das ist für die meisten Pferde ein ungewohntes Gefühl und sie reagieren eher darauf als auf das Antippen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Dein Pferd reagiert &#8211; auch wenn es nur minimal ist &#8211; musst Du es sofort durch aussetzen der Hilfen belohnen. Je schneller Du reagierst desto besser!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist unheimlich wichtig, dass Du sehr aufmerksam bist und erkennst wenn Dein Pferd reagiert. Überspitzt gesagt: Du musst schon belohnen, wenn Dein Pferd nur vorwärts denkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gleichzeitig darfst Du aber nicht aufhören, bevor Dein Pferd nicht eine Reaktion gezeigt hat. Ansonsten bringst Du ihm wieder bei, dass es Dich nur lange genug ignorieren muss um seine Ruhe zu haben. Denke an das Beispiel mit dem Spaziergang und dem tippenden Freund!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diese Art musst Du nun weiterüben. Wenn Du geduldig, diszipliniert und konsequent bist wird Dein Pferd mit der Zeit wieder sensibler werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich will Dir nichts vormachen, es wird dauern und anstrengend sein, denn Du musst Dich auch konzentrieren und konsequent sein wenn Du vielleicht gerade nur gemütlich durch den Wald reiten willst. Aber ein sensibles, fein reagierendes Pferd ist jede Mühe wert!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und bei manchen Pferden geht es dann auch ganz schnell &#8211; wenn man klar und konsequent mit ihnen umgeht.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Beispiel Pferd ist &#8222;hart&#8220; im Maul:</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;"><strong>Lesetipp: </strong></span><a href="http://www.toeltknoten.de/pdf/Littauer1_SH_0315.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier</a> und <a href="http://www.toeltknoten.de/pdf/Littauer2_SH_0315.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier</a><span style="color: #999999;"> gibt es Teil 1 und 2 eines wunderbaren und ausführlichen Artikels zum Thema &#8222;wie bekomme ich eine weiche Hand&#8220; &#8211; absolut lesenswert!</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Prinzip ist hier das gleiche wie bei den Schenkelhilfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fange mit feinen Hilfen an und belohne jede noch so kleine Reaktion in die richtige Richtung durch deutliches Nachgeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nehmen wir mal das Beispiel Dein Pferd legt sich beim Durchparieren auf den Zügel. Ich gehe davon aus, dass Du nicht nur am Zügel ziehst, sondern auch ein Stimmkommando gibst und das <a href="https://herzenspferd.de/reiten-kreuzhilfen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Becken abkippst.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gebe das Stimmkommando unbedingt <strong>bevor </strong>Du die Zügel annimmst. Wenn Du das oft genug tust wird Dein Pferd lernen, dass es nach dem Kommando immer langsamer werden soll und Du kannst die Zügel irgendwann vielleicht ganz weglassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du hast also das Stimmkommando gegeben, Dein Becken abgekippt und die Zügel <strong>sanft</strong> aufgenommen. Wenn Dein Pferd nicht reagiert darfst Du die Zügel stärker aufnehmen. <strong>Sobald eine Reaktion kommt musst Du aber unbedingt schnell und deutlich nachgeben und das Pferd damit belohnen!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier ist wieder wichtig, dass Du erst nachgibst, wenn auch wirklich eine Reaktion kommt. Gibst Du vorher nach lernt Dein Pferd wieder, dass es nur lange genug gegenziehen muss. Du würdest es also durch zu frühes Nachgeben nur noch unsensibler machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Durchparieren zu üben kannst Du viele Übergänge zwischen den Gangarten oder zwischen Schritt und Halt ins Training einbauen. Je nachdem wie schnell Dein Pferd lernt wirst Du vielleicht schon nach den ersten Tagen große Unterschiede bemerken.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein abgestumpftes Pferd wurde immer vom Menschen so gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob Du es nun selbst warst oder ob Du Dein Pferd schon so gekauft hast: es kann nichts dafür! Deshalb hat Wut auf das Pferd hier &#8211; wie immer &#8211; nichts verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen solltest Du mit Geduld, Konsequenz und Einfühlungsvermögen daran arbeiten, Dein Pferd wieder zu sensibilisieren. Denn dann werdet ihr beide deutlich mehr Spaß miteinander haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für Reiter, deren Pferde sensibel sind, ist es wichtig, dass sie immer darauf achten das Pferd für richtiges Verhalten zu belohnen und nicht abzustumpfen. Stattdessen sollte man danach streben, die Hilfen noch feiner zu geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Denke immer an das Beispiel: Würdest Du einen Freund, mit dem Du nicht reden kannst, weiter antippen obwohl er das Richtige macht?</strong> <strong>Nein? Dann solltest Du das mit Deinem Pferd auch nicht tun.</strong></p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie sieht es bei Deinem Pferd aus? Sensibel oder eher stumpf? Oder hast Du vielleicht Dein Pferd von einem stumpfen zu einem sensiblen gemacht? Erzähl&#8217;s mir!</strong></p>



<img loading="lazy" decoding="async" alt="" width="1" height="1" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/051adca2dcbb47a48d740d44a857d3ce" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527">
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/abgestumpftes-pferd/">Abgestumpftes Pferd? So gewöhnst Du es wieder an feine Hilfen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://herzenspferd.de/abgestumpftes-pferd/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>34</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
