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	<title>Versammlung Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Versammlung Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Pferd Rückwärtsrichten &#8211; So geht&#8217;s richtig!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Feb 2020 17:01:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rückwärtsrichten ist eine Lektion, die sich erstmal ziemlich einfach anhört &#8211; Du willst Dein Pferd ja nur rückwärts reiten, wie schwer kann das sein? Warum es aber gar nicht so einfach ist Dein Pferd auf die richtige Art rückwärtszurichten, welche Voraussetzungen Du und Dein Pferd dafür mitbringen müsst und wie die richtigen Hilfen aussehen, erfährst [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/pferd-rueckwaertsrichten/">Pferd Rückwärtsrichten &#8211; So geht&#8217;s richtig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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<p>Rückwärtsrichten ist eine Lektion, die sich erstmal ziemlich einfach anhört &#8211; Du willst Dein Pferd ja nur rückwärts reiten, wie schwer kann das sein?</p>



<p>Warum es aber gar nicht so einfach ist Dein Pferd auf die richtige Art rückwärtszurichten, welche Voraussetzungen Du und Dein Pferd dafür mitbringen müsst und wie die richtigen Hilfen aussehen, erfährst Du im Video! (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst)</p>



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<div>
<h2><strong>Dein Pferd richtig Rückwärtsrichten<br></strong></h2>
<figure><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-6379 alignright" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/02/Rueckwaertsrichten-Pferd.jpg" alt="" width="269" height="350" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/02/Rueckwaertsrichten-Pferd.jpg 696w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/02/Rueckwaertsrichten-Pferd-230x300.jpg 230w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/02/Rueckwaertsrichten-Pferd-400x521.jpg 400w" sizes="(max-width: 269px) 100vw, 269px" /></figure><p>Schaut man auf die Reitplätze, wird das Rückwärtsrichten oft deutlich zu hektisch und mit zu viel Zügeleinsatz geritten: Das Pferd rennt mit weggedrücktem Rücken und Kopf hinter der Senkrechten nach hinten und schiebt aus der Vorhand.</p>
<p>Ein gut gerittenes Rückwärtsrichten ist kontrolliert und koordiniert, das Pferd geht gerade und Tritt für Tritt zurück, nimmt dabei Gewicht mit der Hinterhand auf und wölbt den Rücken auf &#8211; nur dann ist die Lektion auch sinnvoll.</p>
<h3><strong>Die Vorteile des Rückwärtsrichtens</strong></h3>
<p>Wird es richtig geritten, hilft das Rückwärtsrichten dabei:</p>
<ul>
<li>die Hinterhand des Pferdes zu aktivieren,</li>
<li>den Rücken aufzuwölben und zu lockern,</li>
<li>an der Versammlung zu arbeiten und</li>
<li>die Durchlässigkeit (also die Reaktion auf die Hilfen) zu überprüfen.</li>
</ul>
<p>Und nicht zuletzt ist es natürlich auch praktisch: Es kann immer mal sein, dass du dein Pferd ein paar Tritte rückwärts reiten musst, z.B. wenn Du ein Tor vom Pferd aus öffnen möchtest.</p>
<h3><strong>Voraussetzungen zum Rückwärtsrichten</strong></h3>
<p>Damit Du Dein Pferd richtig rückwärtsrichten kannst, müsst ihr ein paar Voraussetzungen erfüllen.</p>
<figure><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-6385" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/02/Geschlossen-stehen-1.jpg" alt="" width="269" height="350" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/02/Geschlossen-stehen-1.jpg 696w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/02/Geschlossen-stehen-1-230x300.jpg 230w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/02/Geschlossen-stehen-1-400x521.jpg 400w" sizes="(max-width: 269px) 100vw, 269px" /></figure><p>Das Pferd muss:</p>
<ul>
<li>Gut an den Hilfen stehen: Dein Pferd sollte fein auf Deine <a href="https://herzenspferd.de/gewichtshilfen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sitz</a>-, <a href="https://herzenspferd.de/schenkelhilfen-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schenkel</a>&#8211; und <a href="https://herzenspferd.de/zuegelfuehrung-zuegelhilfen-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zügelhilfen</a> reagieren.</li>
<li>Eine feine <a href="https://herzenspferd.de/anlehnung-pferd-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anlehnung</a> akzeptieren: Es sollte kein Problem sein, eine konstante Verbindung zwischen Reiterhand und Pferdemaul aufrechtzuerhalten.</li>
<li>Geschlossen und ruhig stehen: Dein Pferd sollte sein Gewicht gleichmäßig auf alle vier Beine verteilt haben und ruhig stehen. Wenn es schon im Stand zappelt, wird es kaum möglich sein ruhig und konzentriert rückwärts zu reiten.</li>
</ul>
<p>Der Reiter muss:</p>
<ul>
<li>Feine und passende Hilfen geben können: Das Rückwärtsrichten entsteht aus einem Zusammenspiel der Hilfen und Du musst fühlen können, welche Hilfe Dein Pferd zur Unterstützung braucht.</li>
<li>Fühlen können ob das Pferd geschlossen steht: Wenn Dein Pferd z.B. ein Hinterbein weiter nach vorne stehen hat als das Andere, spürst Du das durch ein leichtes Abknicken Deiner Hüfte.</li>
<li>Ausbalanciert sitzen: Wenn Du nicht ausbalanciert sitzt, wird Dein Pferd vermutlich nicht gerade rückwärts laufen, sondern nach einer Seite ausweichen.</li>
</ul>
<p><strong>Pferde, die dazu neigen sich einzurollen, solltest Du nur selten und nur wenige Tritte rückwärtsrichten!</strong></p>

</div>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Hilfen zum Rückwärtsrichten</strong></h2>



<p>Die Hilfen zum Rückwärtsrichten sind im Grunde genommen fast die gleichen wie zum Anreiten: Du sitzt gleichmäßig auf beiden Sitzbeinhöckern und gibst eine treibende Hilfe mit beiden Schenkeln. Im Gegensatz zum Anreiten gibst Du beim Rückwärtsrichten aber nicht den Zügel etwas nach, sondern lässt die Hand anstehen (oder schließt sogar die Faust ein wenig, als würdest Du einen Schwamm ausdrücken).</p>



<p><strong>Ziehe nicht mit der Hand nach hinten!&nbsp;</strong>Das bringt Dein Pferd nur dazu sich einzurollen, den Rücken wegzudrücken und aus der Vorhand zu schieben.</p>



<p>Zusätzlich zu den Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen gibst Du noch eine <strong>Stimmhilfe</strong> um es Deinem Pferd einfacher zu machen das Rückwärtsrichten vom Anreiten zu unterscheiden. Meine Reitbeteiligung kennt z.B. das Kommando &#8222;back&#8220; für&#8217;s Rückwärtsrichten.</p>



<p>Fängt Dein Pferd an sein Gewicht nach hinten zu verlagern, bzw. sich nach hinten zu bewegen, kannst Du die Zügel etwas nachgeben (halte aber trotzdem weiter die Anlehnung aufrecht!) und Deinen Oberkörper leicht nach vorne lehnen, um es zu entlasten.</p>



<p>Du solltest jeden Tritt des Rückwärtsrichtens bewusst reiten und darauf achten, dass Dein Pferd nicht hektisch und zu schnell rückwärts läuft. Wenn es dazu neigt, kannst Du zwischen jedem Tritt eine kleine Pause machen und dann neu (rückwärts) anreiten.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Das Pferd weicht mit der Hinterhand aus</strong></h3>



<p>Läuft Dein Pferd nicht gerade rückwärts, sondern weicht mit der Hinterhand zu einer Seite aus, liegt das meistens daran, dass Du entweder nicht gerade sitzt (Du belastest einen Sitzbeinhöcker mehr) oder dass Du die Hilfen nicht gleich stark gibst (wir haben alle eine starke und eine schwache Seite und geben dadurch auch die Hilfen oft ungleichmäßig).</p>



<p>Hast Du ausgeschlossen, dass der Fehler bei Dir liegt, kann auch die <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Natürliche Schiefe</a> Deines Pferdes eine Ursache sein.</p>



<p>Um das Ausweichen der Hinterhand zu korrigieren, solltest Du also zuerst Deinen Sitz und Deine Hilfengebung überprüfen und danach entsprechend Deine verwahrenden Hilfen einsetzen. Weicht Dein Pferd also z.B. nach links aus, musst Du Deinen linken Schenkel (und bei Bedarf rechten Zügel) verwahrend einsetzen &#8211; aber nur so stark, dass Dein Pferd danach gerade läuft und nicht nach rechts ausweicht.</p>



<p><strong>Du siehst also, um richtig Rückwärtszurichten, musst Du ein gutes Gefühl für die Bewegungen Deines Pferdes haben und wissen, wie Du Deine Hilfen passend dosiert und aufeinander abgestimmt einsetzt.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Das Rückwärtsrichten beenden</strong></h3>



<p>Möchtest Du aufhören rückwärts zu reiten, verstärkst Du Deine Schenkelhilfen, gibst den Zügel nach und eine deutliche Stimmhilfe zum Anreiten (z.B. Schnalzen). Oder Du lässt Dein Pferd erst mal anhalten und reitest dann wie gehabt aus dem Stand an.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Das Rückwärtsrichten als Lektion wird oft unterschätzt &#8211; und gerade deshalb sieht man es nur selten richtig ausgeführt!</p>



<p>Dein Pferd sollte auf keinen Fall hektisch und mit weggedrücktem Rücken rückwärts rennen und Du solltest auf keinen Fall die Zügel nach hinten ziehen um Dein Pferd zum Rückwärtslaufen zu animieren. Stattdessen musst Du Deine Hilfen gut aufeinander abstimmen und mit Ruhe und Konzentration einsetzen. Das verlangt von Reiter und Pferd gleichermaßen eine Durchlässigkeit, die nicht immer einfach zu erreichen ist. Wenn es also mit dem Rückwärtsrichten nicht auf Anhieb klappt, ist das kein Grund zum Verzweifeln, sondern ein Ansporn weiter an der eigenen Hilfengebung und der Durchlässigkeit des Pferdes zu arbeiten.</p>



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		<title>Hauptsache Kopf runter? Die richtige Kopfhaltung des Pferdes &#124; Was tun bei Einrollen &#038; Herausheben? [Video]</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Dec 2019 07:30:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Reiter legen immer noch einen großen Fokus auf die Kopfhaltung des Pferdes: &#8222;Hauptsache die Rübe ist unten&#8220;, dann läuft das Pferd ja auch schön über den Rücken. Oder? So einfach ist es aber nicht! Warum eine gute Haltung mehr ist als nur die Kopfposition, wie du dein Pferd zu einer gesunden guten Haltung bringst [&#8230;]</p>
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<p>Viele Reiter legen immer noch einen großen Fokus auf die Kopfhaltung des Pferdes: &#8222;Hauptsache die Rübe ist unten&#8220;, dann läuft das Pferd ja auch schön über den Rücken. Oder?</p>



<p>So einfach ist es aber nicht! Warum eine gute Haltung mehr ist als nur die Kopfposition, wie du dein Pferd zu einer gesunden guten Haltung bringst und was du tun kannst, wenn es sich einrollt oder über den Zügel heraushebt, erfährst du im Video!</p>



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		<title>Kruppeherein / Travers am Boden – so geht’s!</title>
		<link>https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2016 17:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Dressur]]></category>
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		<category><![CDATA[Travers]]></category>
		<category><![CDATA[Versammlung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Kruppeherein oder Travers ist neben dem Schulterherein eine der grundlegenden Übungen wenn Du Dein Pferd gymnastizieren willst. Für viele Reiter ist das Kruppeherein aber gar nicht so einfach zu reiten: man muss die korrekten Hilfen im Kopf haben und auch umsetzen, seinen eigenen Körper und den des Pferdes koordinieren und schnell korrigierend einwirken können. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/">Kruppeherein / Travers am Boden – so geht’s!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Kruppeherein oder Travers ist neben dem <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/">Schulterherein</a> eine der <a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/">grundlegenden Übungen</a> wenn Du Dein Pferd gymnastizieren willst.</p>



<p>Für viele Reiter ist das Kruppeherein aber gar nicht so einfach zu reiten: man muss die korrekten Hilfen im Kopf haben und auch umsetzen, seinen eigenen Körper und den des Pferdes koordinieren und schnell korrigierend einwirken können. Und auf dem Pferd sieht man nicht, ob alles korrekt ausgeführt wird, man muss es fühlen. Hat man keinen Trainer oder eine Stallkollegin zur Hilfe wird die eigene Fehlerkorrektur sehr schwer.</p>



<p>Deshalb erkläre ich heute, wie man das Kruppeherein vom Boden aus üben kann.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kurz: Was ist Kruppeherein und was bewirkt es</strong></h2>



<p>Beim Kruppeherein ist das Pferd <strong>in die Bewegungsrichtung gebogen.</strong> Im Gegensatz zum Schulterherein bleibt die Vorhand auf dem Hufschlag, während die Hinterhand nach innen kommt (siehe Bild). Es läuft auf drei beziehungsweise auf vier Hufschlägen seitwärts-vorwärts.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="351" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Draufsicht1-1.jpg" alt="Kruppeherein auf 3 Hufschlägen" class="wp-image-3241" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Draufsicht1-1.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Draufsicht1-1-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="351" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-4-Hufschlaege-Draufsicht.jpg" alt="Kruppeherein auf 4 Hufschlägen" class="wp-image-3239" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-4-Hufschlaege-Draufsicht.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-4-Hufschlaege-Draufsicht-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure>



<p>Schaut man sich das Pferd von hinten an sieht man entweder drei oder alle vier Beine. Will man das Kruppeherein auf drei Hufschlägen üben, muss das Pferd mehr gebogen und weniger abgestellt werden.</p>



<p>Durch die Biegung des Pferdes überkreuzt es die Hinterbeine. Das bewirkt, dass das äußere Hinterbein mehr unter den Schwerpunkt tritt und das Pferd sich somit mehr <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/">versammelt</a>. <strong>Es wird mehr Gewicht von der Hinterhand aufgenommen, die äußere Seite wird gedehnt und die innere Schulter wird freier und lockert sich.</strong></p>



<p>Das Kruppeherein ist also versammelnd und lockernd. Je nach <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/">natürlicher Schiefe</a> des Pferdes kann man es gut zur Geraderichtung und Dehnung der Muskulatur einsetzen.</p>



<p><strong>Die Basis für das Kruppeherein ist, dass das Pferd bereits ein gutes <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/">Schulterherein</a> gehen kann.</strong></p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Die Pferdefreunde erklären sehr anschaulich, <a href="https://360gradpferd.de/vom-schulterherein-zum-kruppeherein/">was das Kruppeherein ist und wie Du es reitest.</a></span></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Vorteile des Kruppehereins vom Boden</strong></h2>



<p>Wie fast alle Übungen lässt sich das Kruppeherein hervorragend vom Boden aus vorbereiten und üben. Es hat dadurch eine genauso positive Wirkung, wie wenn man es vom Sattel aus reitet und zusätzlich gibt es noch ein paar Vorteile:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Man kann sich mehr auf das Pferd konzentrieren und ist nicht mit dem eigenen Sitz beschäftigt</li>



<li>Junge oder unerfahrene Pferde können am Boden lernen, was der Mensch von ihnen möchte ohne, dass sie zusätzlich sein Gewicht ausbalancieren müssen</li>



<li>Bei untrainierten Pferden kann so sanft <a href="https://herzenspferd.de/pferd-muskelaufbau/">Muskulatur aufgebaut</a> und gedehnt werden<br>Vor allem ungeübtere Reiter sehen Fehler besser und können schneller darauf reagieren als im Sattel</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Hilfen beim Kruppeherein vom Boden</strong></h2>



<p>Wenn Du mit Deinem Pferd das Kruppeherein üben möchtest, solltest Du das idealerweise mit einem gut passenden Kappzaum tun. Zur Not geht es auch mit Halfter. Auch mit Trense kann man es üben, dann sehen die Hilfen aber ein wenig anders aus als die, die ich hier erkläre.</p>



<p>Zusätzlich brauchst Du eine Gerte als Verlängerung deines Arms, um die Hinterhand gezielt ansprechen zu können.</p>



<p>Als erstes solltest Du entscheiden, ob Du das Kruppeherein auf drei oder vier Hufschlägen üben möchtest. Bei drei Hufschlägen muss sich das Pferd mehr biegen, gerade jüngeren oder sehr steifen Pferden fällt es oft leichter erst mal auf vier Hufschlägen zu laufen. Je nachdem wie Du Dich entscheidest musst Du Dein Pferd mehr oder weniger abstellen (siehe Bilder oben).</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Mehr zu Stellung und Biegung kannst Du <a href="https://360gradpferd.de/stellung-und-biegung/">hier</a> nachlesen.</span></p>



<p><strong>Man kann das Kruppeherein auf zwei verschiedene Arten angehen: entweder, man läuft auf der Innenseite des Pferdes oder auf der Außenseite (siehe Bilder). </strong>Wenn es auf die eine Art nicht gut klappt, kann man es auf die Andere versuchen &#8211; jedes Pferd-Mensch-Paar hat andere Vorlieben.<strong><br></strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zuerst die Anleitung für das Laufen auf der Innenseite:</strong></h3>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zur Vorbereitung</strong></h3>



<p>Beim Kruppeherein muss die Hinterhand Deines Pferdes nach innen kommen – Du musst sie also zu Dir bringen, wenn Du innen läufst. Das ist im ersten Moment etwas ungewohnt, weil wir mit den meisten unserer Hilfen das Pferd dazu bringen auszuweichen, also sich von uns weg zu bewegen.</p>



<p><strong>Um die Hinterhand nach innen zu bringen gibt es zwei Möglichkeiten:</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Du hebst Deine Gerte über die Kruppe des Pferdes und tippst seine äußere Hüfte an.</strong> Sobald es auch nur minimal mit der Hüfte nach innen kommt hörst Du auf und lobst. Das kann am Anfang schon nur eine Gewichtsverlagerung nach innen sein. Wenn Du das mehrmals machst sollte Dein Pferd nach ein paar Versuchen verstehen, dass es mit der Hinterhand nach innen weichen soll. Diese Variante ist ähnlich zu den Hilfen im Sattel, bereitet also gut auf das Reiten der Übung vor.</li>



<li><strong>Du konditionierst Dein Pferd auf ein Target.</strong> Das bedeutet, dass Du Deinem Pferd beibringst, einen bestimmten Gegenstand (zum Beispiel Deine Gerte) mit seiner Hüfte zu berühren. Hältst Du die Gerte dann neben die Hüfte Deines Pferdes, bewegt es sie nach innen bis es die Gerte berührt und ist somit in der richtigen Position. Wie man sein Pferd auf ein Target konditioniert kannst Du<a href="http://www.tash-horseexperience.click/wordpress/2016/01/clickertraining-das-huefttarget-bewegst-du-das-hinterteil-des-pferdes/"> hier</a> nachlesen. Der Vorteil dieser Herangehensweise ist, dass man einfacher kontrollieren kann, wie weit die Hüfte nach innen kommt.</li>
</ol>



<p>Welche Variante Du machst ist Dir überlassen. Du kannst beide ausprobieren und dann entscheiden, was für Dich und Dein Pferd besser passt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kruppeherein Schritt für Schritt &#8211; Variante 1 (Du läufst Innen)</strong></h3>



<p>Ich erkläre hier das Kruppeherein auf der rechten Hand. Auf der linken Hand geht es parallel, nur eben links.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="351" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Draufsicht1-1.jpg" alt="Kruppeherein auf 3 Hufschlägen" class="wp-image-3241" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Draufsicht1-1.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Draufsicht1-1-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure>



<p><strong>1.</strong> Fasse den Strick etwa 20cm unterhalb des Karabinerhakens in Deiner rechten Hand. Die Gerte hast Du in Deiner linken Hand. <strong>Gehe mit Deinem Pferd im Schulterherein auf die Bande zu.</strong> Wenn Du an der Bande angekommen bist wechselst Du in die Kruppeherein-Position (siehe Schritt 2).</p>



<p><strong>2.</strong> <strong>Laufe rückwärts vor Deinem Pferd her.</strong> Je nachdem auf welche Art Du die Hinterhand Deines Pferdes nach innen bringen willst zeigt Deine Gerte über die Kruppe oder Du hältst sie parallel zur Hüfte. Dein Pferd sollte durch das vorherige Schulterherein schon in der richtigen Position sein, vielleicht musst Du die Position der Hinterhand aber noch einmal korrigieren.</p>



<p><strong>Achte vor allem darauf, dass Dein Pferd mit der Hinterhand nicht zu sehr nach innen oder zu schnell nach vorne kommt.</strong> Viele Pferde versuchen so die Anstrengung zu umgehen.</p>



<p><strong>3. Auch die Stellung des Kopfes sollte schon stimmen.</strong> Ist das nicht der Fall, kannst Du sanft am Strick zupfen bis Dein Pferd reagiert. Du solltest auf keinen Fall an seinem Kopf ziehen, dadurch verwirft sich Dein Pferd schnell im Genick und reagiert auf Deinen Druck mit Gegendruck. Dein Pferd sollte seinen Kopf auch nicht zu sehr drehen, sondern ihn nur leicht nach innen nehmen.</p>



<p><strong>Kommt Dein Pferd mit seiner Schulter zu sehr nach innen,</strong> kannst Du Dir eine zweite Gerte zur Hilfe nehmen und sie als Begrenzung gegen Hals oder Schulter legen.</p>



<p><strong>4. Halte ein gleichmäßiges, nicht zu schnelles, nicht zu langsames Tempo</strong> – lieber wenige, gute und bewusste Tritte, als viele schnelle. Je nach Ausbildungsstand des Pferdes reichen schon ein paar Tritte im Kruppeherein oder Du kannst eine ganze lange Seite ablaufen. Krppeherein lässt sich auch auf der Diagonalen oder auf einem Zirkel üben.</p>



<p><strong>5. Zum Anhalten</strong> läufst Du einfach etwas schneller und tippst die Hinterhand mit der Gerte an, bis sie wieder gerade auf dem Hufschlag ist. Dann gibst Du das Kommando zum Anhalten. Du kannst auch in der Biegung anhalten, dann solltest Du aber schon etwas erfahrener sein und die Hilfen punktgenau geben können.</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Hier gibt es einen tollen <a href="http://annaeichinger.com/kruppeherein-der-zweite-streich-beim-geraderichten/">Artikel zum Kruppeherein</a> von Anna Eichinger.</span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kruppeherein Schritt für Schritt &#8211; Variante 2 (Du läufst Außen)</strong></h3>



<p>Ich erkläre hier das Kruppeherein auf der rechten Hand. Auf der linken Hand geht es parallel, nur eben links.</p>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="351" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Aussen.jpg" alt="Kruppeherein Führposition" class="wp-image-3240" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Aussen.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/04/Kruppeherein-Aussen-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure>



<p><strong>1.</strong> Du läufst auf der linken Seite Deines Pferdes. Lege den Strick von rechts nach links über seinen Hals und greife ihn mit der linken Hand. Wenn Du am Strick zupfst, kannst Du somit seinen Kopf in Bewegungsrichtung stellen. Alternativ kannst Du die Stellung auch mit der linken Hand am Kappzaum bzw. Kopf des Pferdes einleiten.</p>



<p><strong>2.</strong> In der rechten Hand hälst Du die Gerte. Mit ihr schickst Du durch sanftes Antippen die Hinterhand nach innen. Achte darauf, dass Dein Pferd nicht zu sehr mit der Hinterhand nach innen kommen, denn dann geht der positive Effekt der Übung verloren.</p>



<p>Kommt die Hinterhand zu sehr nach innen, kannst Du die Gerte über die Kruppe gleiten lassen und die innere Hüfte antippen um sie wieder mehr zu Dir zu holen.</p>



<p><strong>3.</strong> Laufe schräg vorwärts auf die Schulter Deines Pferdes zu &#8211; Dein Pferd sollte weichen und auch vorwärts-seitwärts laufen. Zur Unterstützung kannst Du schnalzen und bei Bedarf die Schulter antippen.</p>



<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=2eBaHhPQabY">Den Bewegungsablauf siehst Du in diesem Video.</a></p>



<p><strong>4. Wie in Variante 1: Halte ein gleichmäßiges, nicht zu schnelles, nicht zu langsames Tempo</strong> – lieber wenige, gute und bewusste Tritte, als viele schnelle. Je nach Ausbildungsstand des Pferdes reichen schon ein paar Tritte im Kruppeherein oder Du kannst eine ganze lange Seite ablaufen. Krppeherein lässt sich auch auf der Diagonalen oder auf einem Zirkel üben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Das Kruppeherein vom Boden aus ist etwas anspruchsvoller als das Schulterherein. Deshalb ist es wichtig, dass Dein Pferd das Schulterherein problemlos kann, bevor Du mit dem Kruppeherein beginnst. Trotzdem sollte es Dich nicht abschrecken das Krupperherein zu üben: abwechselnd mit dem Schulterherein ist es eine großartige Kombination um Dein Pferd zu gymnastizieren, es geschmeidiger und lockerer zu machen und an der Versammlung zu arbeiten.</p>



<p>Wie immer gehört natürlich auch hier etwas Übung dazu und man sollte sich die ersten paar Male von einem Trainer oder einer erfahrenen Stallkollegin korrigieren lassen. Dieser Artikel ersetzt keinen Unterricht mit einem ausgebildeten Trainer vor Ort. Am Besten suchst Du Dir einen guten Reitlehrer, der Dich unterstützt!</p>



<p>Es auszuprobieren lohnt sich aber definitiv!</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Hast Du schon einmal versucht Kruppeherein vom Boden aus zu üben? Vielleicht hast Du ja noch ein paar Tipps für uns?!</strong></h4>



<img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="http://vg08.met.vgwort.de/na/a09cb5988f044b49bc8d5eab0c32ad3e" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527">



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/a09cb5988f044b49bc8d5eab0c32ad3e" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"/></figure>
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		<title>Trainierst Du Dein Pferd richtig? Was die Bemuskelung Deines Pferdes über das Training aussagt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2016 10:39:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Bemuskelung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Indem wir unsere Pferde reiten oder sonstiges Training absolvieren, nehmen wir direkt Einfluss auf ihre Muskulatur. Dressur, Arbeit an der Hand oder an der Longe, Ausritte, Spaziergänge, Bodenarbeit, etc. &#8211; all das baut Muskeln beim Pferd auf. Aber Muskeln sind nicht gleich Muskeln. Um gesund zu bleiben und den Reiter ohne Schaden tragen zu können, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Indem wir unsere Pferde reiten oder sonstiges Training absolvieren, nehmen wir direkt Einfluss auf ihre Muskulatur.</strong> Dressur, Arbeit an der Hand oder an der Longe, Ausritte, Spaziergänge, Bodenarbeit, etc. &#8211; all das baut Muskeln beim Pferd auf.</p>



<p>Aber Muskeln sind nicht gleich Muskeln.</p>



<p>Um gesund zu bleiben und den Reiter ohne Schaden tragen zu können, braucht ein Pferd einen starken Rücken und Bauch, eine kräftige Hinterhand und so einiges mehr. Wird das Pferd korrekt geritten und gearbeitet sollte sich diese Muskulatur mit der Zeit von selbst bilden.</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Hier habe ich schon einmal über <a href="https://herzenspferd.de/pferd-muskelaufbau/" target="_blank" rel="noopener">die verschiedenen Möglichkeiten Muskulatur beim Pferd aufzubauen</a></span> <span style="color: #999999;">geschrieben.</span></p>



<p>Wird es jedoch nicht korrekt geritten, dann bildet sich eine &#8222;fehlerhafte&#8220; Muskulatur, mit der es versucht ungesunde Bewegungsabläufe zu kompensieren. Außerdem können sich Muskeln, die nicht durch gesundes Reiten genutzt werden, zurückbilden.</p>



<p><strong>An der Bemuskelung Deines Pferdes kannst Du also ablesen, wie gut Dein Training ist.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie immer gilt: die Bemuskelung muss individuell betrachtet werden!</strong></h2>



<p>Verschiedene Pferde und Rassen haben verschiedene Körpertypen. Ein Schwarzwälder wird größere Muskeln aufbauen als ein Araber. Bei den Isländern gibt es schlanke, sportliche Typen und stämmige, robuste. <strong>Es macht also nur begrenzt Sinn, solch unterschiedliche Typen zu vergleichen.</strong></p>



<p><strong>Am besten vergleicht man sein Pferd immer nur mit sich selbst.</strong> Also z.B. ein Foto beim Ausgangszustand machen und nach 3, 6 oder mehr Monaten Training ein weiteres Foto zum Vergleich.</p>



<p><strong>Zusätzlich zum Training spielen auch Haltung und Fütterung, Gesundheitszustand und Ausrüstung eine Rolle.</strong> Darauf möchte ich hier nicht näher eingehen, es sollte jedoch klar sein, dass bei folgenden Gegebenheiten ein gesunder Muskelaufbau schwierig sein kann und das Problem nicht nur im Training zu suchen ist:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zu wenig oder falsches Futter bzw. zu große Fresspausen</li>



<li>Krankheiten</li>



<li>Zahnprobleme</li>



<li>Schlechte Haltungsbedingungen, wie z.B. reine Boxenhaltung oder permanenter Stress in der Herde</li>



<li>Unpassende Ausrüstung (so kann z.B. ein unpassender, drückender Sattel dazu führen, dass sich Muskeln zurück bilden)</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gesunde und ungesunde Bemuskelung des Pferdes</strong></h2>



<p>Im Rest des Artikels zeige ich anhand von Zeichnungen, wie gute und schlechte Bemuskelung aussieht. Weil das Thema durchaus komplex ist beschränke ich mich hier auf die Muskelgruppen, die man auch als Nicht-Profi gut sehen und erfühlen kann.</p>



<p><strong>Die Zeichnungen sind zum besseren Verständnis sehr plakativ. Natürlich gibt es viele &#8222;Zwischenstufen&#8220; zwischen beiden Zuständen und bei jedem Pferd kann es ein bisschen anders aussehen. Die Grundsätz bleiben aber gleich. Wenn Dein Pferd eher in Richtung des Negativbeispiels tendiert (oder auch nur in Teilen, z.B. Hals oder Rücken), dann solltest Du Dein Training überdenken und entsprechend anpassen.</strong></p>



<p>Wie oben beschrieben solltest Du aber immer auch die individuellen körperlichen Voraussetzungen Deines Pferdes im Blick gehalten. Wie uns Menschen auch kann man Pferde nicht in ein Schema F pressen, auch nicht körperlich.</p>



<p><strong>Wenn Du nach dem Lesen dieses Artikels das Gefühl hast, dass Dein Pferd nicht gut oder falsch bemuskelt ist, solltest Du Dir Hilfe von einem Profi vor Ort holen. Das ist keine Schande! Niemand von uns ist perfekt und lieber einen Fehler korrigieren, sobald man ihn erkennt, als die Augen verschließen und so weitermachen. Dein Pferd wird es Dir danken.</strong></p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Auf Hippovital kannst Du noch mehr über <a href="http://www.hippovital.at/2015/01/15/anzeichen-von-funktionsst%C3%B6rungen-der-muskulatur-und-deren-auswirkungen/" target="_blank" rel="noopener">die Muskulatur und eventuelle Funktionsstörungen</a></span> <span style="color: #999999;">lesen.</span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Gesamteindruck</strong></h3>



<p>Wenn Du Dir das gesamte Pferd anschaust, sollte es einen harmonischen Eindruck abgeben. Es wirkt &#8222;rund&#8220; und nicht &#8222;eckig&#8220; und es gibt keine Körperregionen, die deutlich stärker bemuskelt sind als andere (man sieht das z.B. ab und an auf Islandpferdeturnieren: die Schulter und Vorhand ist extrem muskulös und die Hinterhand im Vergleich dazu schlank und schmächtig. Das ist keine ausgewogene Bemuskelung!).</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Vorsicht &#8211; Speck nicht mit Muskeln verwechseln</strong></h4>



<p>Ein &#8222;rundes&#8220; Pferd mit kräftigem Hals und Po bedeutet nicht automatisch, dass es eine gute Muskulatur hat. Es kann auch einfach nur zu dick sein. Dann fühlt sich das Gewebe nicht fest, sondern weich und schwammig an.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Rücken</strong></h3>



<p>Rechts und links neben der Wirbelsäule Deines Pferdes verläuft der lange Rückenmuskel. Dieser Muskel sollte immer locker und beweglich sein, denn die Bewegung des Pferdes fließt von der Hinterhand durch ihn hindurch nach vorne. Ist dieser Muskel verkrampft kann Dein Pferd nicht locker und losgelassen laufen &#8211; das wirst Du vielleicht auch merken, denn Dein Pferd lässt sich dann nur noch unbequem sitzen.</p>



<p>Steht bei Deinem Pferd am Rücken die Wirbelsäule heraus, ist der Rückenmuskel nicht genug trainiert (wenn es insgesamt sehr dünn ist kann auch ein Fütterungsproblem oder Ähnliches vorliegen). Das kann ein Zeichen dafür sein, dass es nicht entspannt über den Rücken läuft, sondern diesen beim Reiten wegdrückt.</p>



<p>Besonders markant und gut zu erkennen ist fehlende Muskualtur rechts und links am Übergang zwischen Widerrist und Rücken. Bei manchen Pferden bilden sich hier regelrechte &#8222;Kuhlen&#8220; (das kann übrigens auch von einem unpassenden Sattel ausgelöst werden).</p>



<p>Hat Dein Pferd eine gute Rückenmuskulatur, so ist die Wirbelsäule eingebettet zwischen den beiden Muskelsträngen und steht nicht heraus. Wenn sich Dein Pferd frei bewegt, kannst Du sehen wie sich diese Muskelstränge zum Beispiel im Trab wechselseitig bewegen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="293" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Ruecken-Bauch.jpg" alt="Zwei Zeichnungen von Rücken und Hals des Pferdes, einmal mit guter und einmal mit schlechter Muskulatur. Die im Text beschriebenen Merkmale werden visualisiert." class="wp-image-3102" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Ruecken-Bauch.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Ruecken-Bauch-300x220.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Bauch</strong></h3>



<p>Zu einem gesunden Rücken gehört auch immer ein starker Bauch. Die Bauchmuskulatur ist unter anderem dafür zuständig, den Rücken aufzuwölben. Eine mangelnde Bemuskelung in diesem Bereich zeigt sich also meist nicht nur in einem Hängebauch, sondern auch in einem Hängerücken.</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Bei Pferde-Freunde.com kannst Du mehr über den</span> <a href="http://360gradpferd.de/pferdefreunde-pferderucken-starken/" target="_blank" rel="noopener">Bauch und das passende Training dieser Muskulatur</a> <span style="color: #999999;">lesen.</span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Hals</strong></h3>



<p>Ein gut bemuskelter Hals hat eine runde, gewölbte Oberlinie (das ist die obere Seite des Halses, vom Widerrist bis zum Genick). Diese obere Hälfte des Halses ist gleichmäßig bemuskelt. Man sieht ab und an, dass Pferde übermäßig entwickelte Muskulatur im Genick haben. Das kann ein Zeichen dafür sein, dass mit zu harter Hand und zu viel Zügelzug geritten wird.</p>



<p>Bei einem schlecht bemuskelten Hals gibt es häufig eine &#8222;Kuhle&#8220; am Halsansatz direkt vorm Widerrist. Auch das kann ein Hinweis sein, dass das Pferd nicht gesund über den Rücken läuft und möglicherweise in eine bestimmte Kopf-Hals-Haltung gezogen wird.</p>



<p>Der Unterhals &#8211; die untere Hälfte des Halses &#8211; sollte nicht muskulös sein. Ein starker Unterhals bedeutet in der Regel, dass mit einer zu harten Hand oder mit übermäßigem <a href="https://herzenspferd.de/hilfszuegel-wirkung/" target="_blank" rel="noopener">Hilfszügeleinsatz</a> trainiert wird. Aber auch Pferde, die nicht gymnastiziert werden und die ihren Kopf dauerhaft hoch tragen, können einen kräftigen Unterhals entwickeln. Ein kräftiger Unterhals tritt oft in Verbindung mit schwacher Rücken- und Hinterhandmuskulatur auf. Das Pferd drückt den verspannten Rücken weg, tritt mit der Hinterhand nicht unter und hält mit dem Hals gegen.</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: </span><a href="http://www.hippovital.at/2014/12/17/der-kopf-muss-runter-vorw%C3%A4rts-abw%C3%A4rts-um-jeden-preis-die-dehnungshaltung-in-der-praxis/" target="_blank" rel="noopener">Mehr über den Zusammenhang zwischen Hals und Rücken</a> <span style="color: #999999;">gibt es bei Hipovital.</span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3099 aligncenter" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Hals-Schulter-1.jpg" alt="Zwei Zeichnungen vom Hals- und Schulterbereich des Pferdes, einmal mit guter und einmal mit schlechter Muskulatur. Die im Text beschriebenen Merkmale werden visualisiert." width="400" height="293" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Hals-Schulter-1.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Hals-Schulter-1-300x220.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></h3>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Schulter</strong></h3>



<p>Das Schulterblatt sollte von Muskeln bedeckt sein und auch der Übergang zu Hals und Rücken/Brustkorb ist bemuskelt. Bei einem schlecht bemuskelten Pferd ist das Schulterblatt deutlich zu sehen und im Übergang zu Hals und Rücken/Brustkorb sieht man eine deutliche &#8222;Kante&#8220;.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Hinterhand</strong></h3>



<p>Die Hinterhand sollte rund und fest aussehen. Ist sie flach und kantig fehlt Muskulatur. Ist sie rund und schwammig, kann das ein Zeichen dafür sein, dass das Pferd zu dick ist.</p>



<p>Schaut man von hinten auf das Pferd, so sollte die Spalte zwischen den Innenschenkeln eher klein sein. Die Schenkel- und Wadenmuskeln sind gut ausgebildet und nach außen gewölbt. Befindet sich zwischen dem Knie und dem Hüftknochen eine Kuhle, ist das auch ein Zeichen für mangelnde Bemuskelung.</p>



<p>Nur mit einer gut entwickelten Hinterhandmuskulatur kann Dein Pferd <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">versammelt</a> laufen. Fehlt die Kraft in der Hinterhand und man verlangt längere Zeit anstrengende Übungen, kann das zu Wiedersetzlichkeiten oder Verspannungen beim Pferd führen. In Kombination mit einer zu festen Hand und dem weit verbreiteten &#8222;herunterhebeln&#8220; oder &#8222;riegeln&#8220; des Kopfes führt das zu einem festgehaltenen Rücken, einer wenig aktiven Hinterhand und Verstärkung des Unterhalses.</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Mehr über die</span> <a href="http://www.hippovital.at/2014/11/01/%C3%BCber-die-anatomie-der-hinterhand-die-tragkraft-und-versammlung/" target="_blank" rel="noopener">Anatomie der Hinterhand, Tragkraft und Versammlung</a> <span style="color: #999999;">gibt es bei Hippovital.</span></p>



<h2 class="wp-block-heading"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="293" class="size-full wp-image-3100 aligncenter" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Hinterhand-1.jpg" alt="Zwei Zeichnungen von der Hinterhand des Pferdes, einmal mit guter und einmal mit schlechter Muskulatur. Die im Text beschriebenen Merkmale werden visualisiert." srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Hinterhand-1.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Hinterhand-1-300x220.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></h2>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zusammengefasst</strong></h2>



<p>Schlechte oder falsche Bemuskelung kommt &#8211; wenn es nicht an anderen Begleitumständen liegt &#8211; meist von einer ungesunden Reitweise. Wird das Pferd mit zu harter Hand geritten, sein Kopf in eine bestimmte Position gezogen, mit zu schweren Lektionen überfordert, nicht korrekt <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">von hinten nach vorne</a> über den Rücken geritten oder gar nicht erst gymnastiziert, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es keine gesunde Muskulatur aufbauen kann.</p>



<p><strong>Ein gut bemuskeltes Pferd&#8230;</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>wirkt rund und nicht eckig</li>



<li>hat einen gut ausgebildeten langen Rückenmuskel, ohne Kuhlen am Widerrist und ohne hervorstehende Wirbelsäule</li>



<li>hat einen straffen Bauch, der nicht hängt</li>



<li>hat eine gleichmäßig geschwungene Hals-Oberlinie und im Vergleich dazu wenig Unterhalsmuskulatur</li>



<li>hat eine runde, pralle Kruppe mit gut ausgebildeter Schenkel- und Wadenmuskulatur</li>



<li>hat eine von Muskeln bedeckte Schulter, bei der die Umrisse des Schulterblattes nicht deutlich sichtbar sind</li>



<li>hat keine deutliche Kuhle zwischen Widerrist und Halsansatz</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="652" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Pferd-1.jpg" alt="Zwei Zeichnungen eines Pferdes, einmal mit guter und einmal mit schlechter Muskulatur. Die im Text beschriebenen Merkmale werden visualisiert." class="wp-image-3101" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Pferd-1.jpg 500w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Pferd-1-230x300.jpg 230w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Pferd-1-400x522.jpg 400w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure>





<p><strong>Ich möchte noch einmal betonen, dass man immer die individuellen körperlichen Voraussetzungen seines Pferdes beachten sollte und so ein Artikel immer nur Denkansätze und Hinweise bieten kann.</strong></p>



<p><strong>Wenn Du den Eindruck hast, dass Dein Pferd schlecht oder falsch bemuskelt ist und Du nicht weißt, wie Du etwas daran ändern kannst, empfehle ich Dir einen Profi vor Ort zu Rate zu ziehen.</strong></p>



<p><strong>Du willst nun wissen, wie man die Muskulatur des Pferdes trainieren kann? <a href="https://herzenspferd.de/pferd-muskelaufbau/" target="_blank" rel="noopener">Dann lies hier weiter!</a></strong></p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/98791a2c447f474c894f9c3242b20b4e" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"/></figure>
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		<title>Die Anlehnung – so fühlt sie sich an, so wird sie erarbeitet!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2016 16:05:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Mein Pferd läuft so schön in Anlehnung!“ Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört. Meistens gefolgt von „mit den Schlaufzügeln ist das jetzt auch nicht mehr so anstrengend“. Oder der Reiter sitzt schnaufend und mit rotem Kopf auf dem Pferd, weil das ganze Gewicht von Pferdekopf und –hals in den Zügeln hängt. Aber die [&#8230;]</p>
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<p>„Mein Pferd läuft so schön in Anlehnung!“</p>



<p>Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört. Meistens gefolgt von „mit den Schlaufzügeln ist das jetzt auch nicht mehr so anstrengend“. Oder der Reiter sitzt schnaufend und mit rotem Kopf auf dem Pferd, weil das ganze Gewicht von Pferdekopf und –hals in den Zügeln hängt. Aber die reine Optik ist so, wie man das für richtig empfindet: der Hals ist gebogen und der Kopf an der Senkrechten.</p>



<p><strong>Das Problem wie so oft: durch das Erzwingen einer bestimmten Kopf-/Hals-Haltung erhält man kein korrekt gerittenes Pferd!</strong></p>



<p>Wie schon in meinem <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Artikel zur Versammlung</a> erklärt, entsteht die Kopfhaltung durch ein locker durch den Rücken gehendes Pferd, das vermehrt mit der Hinterhand Gewicht aufnimmt und den Brustkorb hebt. Der Kopf ist der letzte Schritt in der „Kette“ und sollte nicht mit den Hand bzw. den Zügeln manipuliert werden.</p>



<p>Bevor es richtig losgeht möchte ich noch einmal betonen, dass meine Artikel immer meine ganz persönlichen Erfahrungen und auch meinen aktuellen Wissensstand wiederspiegeln &#8211; ich erhebe keinen Anspruch auf Allwissenheit und völlige Richtigkeit. Wir lernen alle nie aus, deshalb freue ich mich auf Deine Meinung und Erfahrungen in den Kommentaren!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Anlehnung: so fühlt sie sich an</strong></h2>



<p>Die korrekte Anlehnung geht immer <strong>vom Pferd</strong> aus. Der Reiter erreicht sie <strong>nicht</strong>, indem er den Kopf mit den Zügeln „herunterhebelt“, sondern indem er seinem Pferd erlaubt von sich aus den Kontakt zum Gebiss (oder zur gebisslosen Zäumung – ich bin der Meinung, dass man auch damit in Anlehnung reiten kann, je nach Zäumung) zu suchen.</p>



<p><strong>Auch ein psychischer Aspekt gehört für mich dazu:</strong> das Pferd ist aufmerksam, konzentriert und hört dem Reiter zu. Genauso sollte auch der Reiter dem Pferd zuhören und seine kleinen Signale und Veränderungen erspüren. Die Anlehnung ist ein feines Kommunikationsmittel, das immer in beide Richtungen funktionieren sollte!</p>



<p><strong>Ein Pferd in korrekter Anlehnung fühlt sich in der Hand an, als könne man mit dünnen Bindfäden anstatt Lederzügeln reiten. Als würde man die Fingerspitzen sanft auflegen und könne das ganze Pferd damit bewegen.</strong></p>



<p><strong>Eine kleine Übung zur Verdeutlichung:</strong> Such dir jemanden, mit dem Du üben kannst (Du kannst es auch alleine machen, aber dann ist die Übung nicht ganz so effektiv).</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Lege die Fingerspitzen Deiner Hand in die Handfläche Deines Übungspartners. Die Verbindung soll ganz leicht sein, so minimal wie möglich.</li>



<li>Deine Aufgabe ist nun, die Hand Deines Partners zu bewegen: eine Drucksteigerung von Dir heißt für ihn, dass er die Hand nach unten bewegt, ein Nachlassen von Druck heißt, dass er mit seiner Hand Deinen Fingerspitzen folgt um eure Verbindung weiter aufrecht zu erhalten. Das Ziel ist, dass ihr die Verbindung zwischen euren Händen nie verliert.</li>



<li>Versuche das Ganze mit so wenig Druck wie möglich zu machen. Du wirst erstaunt sein, wie wenig ausreicht um zu kommunizieren!</li>
</ul>



<p><strong>Ähnlich ist es mit der Anlehnung Deines Pferdes ans Gebiss. Es soll den Kontakt so suchen, wie Dein Partner in der Übung den Kontakt zu Deinen Fingerspitzen gesucht hat.</strong></p>



<p>Die Anlehnung ist also eine ganz feine, sanfte Verbindung. Dazu braucht man natürlich auch ein Pferd, welches fein auf Hilfen reagiert und im Maul nicht abgestumpft ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>So bringst Du Dein Pferd in Anlehnung</strong></h2>



<p><strong>Ich möchte noch einmal betonen: man kann die Anlehnung nicht über Kraft am Zügel erreichen! Dann ist es keine Anlehnung, sondern ein Tauziehen und schadet dem Pferd mehr, als wenn Du es gar nicht erst versuchen würdest.</strong></p>



<p><strong>Auch mit Hilfszügeln ist keine reelle Anlehnung zu erreichen. Sie sind feste Werkzeuge (ja, auch die mit Gummieinsatz) und können eine fühlende, nachgebende Hand nicht ersetzen.</strong></p>



<p>Die sanfte oder oft so genannte „vertrauensvolle“ Anlehnung erreichst Du nur durch eine sanfte und nachgiebige Hand. Ich finde „vertrauensvolle Anlehnung“ eigentlich ein schöner Begriff – denn man vertraut nur dem, was einem keine Schmerzen zufügt. Eine grobe, harte Hand, die mit viel Kraft einwirkt, wird kaum eine korrekte Anlehnung erreichen. Im Gegenteil: das Pferd wird abstumpfen und die Hand zunehmend ignorieren.</p>



<p><strong>Voraussetzung für eine sanfte Hand ist ein zügelunabhängiger Sitz.</strong> Wenn Du Dich beim <a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener">Trab Aussitzen</a> am Zügel festhalten musst, wirst Du es kaum schaffen die nötige feine Verbindung zum Pferdemaul zu halten. Regelmäßige Sitzstunden an der Longe und Gymnastikübungen am Boden ohne Pferd sind für jeden Reiter Pflicht.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-dressursitz-anja-beranhttp://" rel="attachment wp-att-3005"><img loading="lazy" decoding="async" width="246" height="277" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/01/Der-Dressursitz-Anja-Beran-1.jpg" alt="Buch &quot;Der Dressursitz&quot; von Anja Beran" class="wp-image-3005"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Herzenspferd-Empfehlung: <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-dressursitz-anja-beran"> Der Dressursitz: Richtig Sitzen &#8211; Feiner Reiten &#8211; Gesunder Pferderücken*</a></figcaption></figure>



<p><strong>Ansonsten solltest Du die Länge Deiner Zügel Deinem Pferd anpassen.</strong> Die Haltung Deines Pferdes verändert sich je nach Gangart und Lektion, die Du reitest. <strong>Nimm die Zügel immer nur so weit auf, dass Du eine ganz leichte Verbindung zum Pferd spürst (denke an die Übung oben!) und versuche nicht, den Kopf in eine bestimmte Position zu ziehen.</strong> Gib Deinem Pferd die Chance den Kontakt zu Deiner Hand zu suchen. Reitest Du z.B. warm und Dein Pferd ist nicht oder wenig versammelt und es dehnt sich vorwärts-abwärts, dann sollten auch Deine Zügel lang genug sein um das zuzulassen. Versammelst Du Dein Pferd (von hinten nach vorne!), dann wird sich sein Hals aufrichten und verkürzen – dann solltest Du auch Deine Zügel kürzer nehmen um die Verbindung nicht zu verlieren.</p>



<p><strong>Die Anlehnung hat also ganz viel mit Deiner Fähigkeit zu tun, sanfte Zügelhilfen zu geben. Dehsalb musst Du auch hauptsächlich an Dir selbst arbeiten.</strong></p>



<p>Zusätzlich solltest Du &#8211; wie immer &#8211; an der Losgelassenheit, Geraderichtung und <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Versammlung</a> Deines Pferdes arbeiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="http://kultreiter.de/uebergaenge-reiten/" target="_blank" rel="noopener">Übergänge</a> und Tempounterschiede reiten</li>



<li>Seitengänge wie <a href="http://360gradpferd.de/pferdefreunde-schulterherein/" target="_blank" rel="noopener">Schulterherein</a> und <a href="http://360gradpferd.de/vom-schulterherein-zum-kruppeherein/" target="_blank" rel="noopener">Kruppeherein</a> reiten</li>



<li>Die Übungen vom Boden aus an der Hand durchführen. Besonders wenn Dein Pferd noch Muskulatur aufbauen muss oder wenn Du niemanden hast der Deine Ausführung der Übung im Sattel kontrolliert ist das eine gute Alternative</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-klassische-reitkunst-anja-beran/"><img loading="lazy" decoding="async" width="246" height="276" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/anja-beran-e1435772516153-1.jpg" alt="Klassische Reitkunst Anja Beran" class="wp-image-2170"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Herzenspferd-Empfehlung: <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-klassische-reitkunst-anja-beran/"> Klassische Reitkunst mit Anja Beran*</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was tun, wenn das Pferd schon (mehr oder weniger) stumpf im Maul ist?</strong></h3>



<p>Ist das der Fall, hat man einen langen Weg vor sich. Das Pferd hat sein Vertrauen in die Hand verloren und man muss ihm Schritt für Schritt dieses Vertrauen zurückgeben. Und genau hier haben viele Reiter Schwierigkeiten. Zu tief sitzen die erlernten Gewohnheiten, zu schnell zieht man doch wieder am Zügel, wenn etwas nicht (sofort) klappt.</p>



<p>Manchen Pferden (und Reitern) hilft es in solchen Fällen erst mal auf eine gebisslose Zäumung umzusteigen. Diese Art der Kommunikation ist neu und dementsprechend noch nicht negativ besetzt. So können beide lernen wieder auf die kleinen, feinen Signale des Anderen zu hören.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine Alternative zum permanenten Zügelkontakt</strong></h2>



<p>Es ist nicht zu leugnen, dass viele Reiter nicht in korrekter Anlehnung reiten (können). Es wird viel von der Anlehnung gesprochen, aber kaum jemand erklärt, was sie ist und wie man sie erreicht. Geschweige denn, dass den Reitschülern ein zügelunabhängiger Sitz beigebracht wird. Stattdessen sind diverse Hilfszügel in vielen Reitschulen weit verbreitet und Sitzschulung eine Seltenheit.</p>



<p>Ich sehe einen dauerhaften Zügelkontakt und somit dauerhaften Druck im Pferdemaul (eben weil es in der Realität kaum ein Reiter schafft nur wenige Gramm Druck auszuüben, meist sind es mehrere Kilogramm, die im Pferdemaul ankommen) durchaus kritisch.</p>



<p>Für die meisten Pferde ist das Nachlassen von Druck eine Belohnung und ein Zeichen dafür, dass sie etwas richtig gemacht haben. Bei dauerhaftem Druck entfällt diese Belohnung und Kommunikationsmöglichkeit. Genauso wenig, wie ich weiter <a href="https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/" target="_blank" rel="noopener">treibe</a>, wenn mein Pferd das gewünschte Tempo erreicht hat, möchte ich an den Zügeln ziehen, wenn mein Pferd langsamer wird oder einen Seitengang in korrekter Stellung läuft. Wozu weiter fragen, wenn das Pferd schon die richtige Antwort gegeben hat?</p>



<p><strong>Ich persönlich</strong> setze die Zügelhilfen zur Zeit eher impulsartig ein. Wenn mein Pferd auch nur ansatzweise richtig reagiert gebe ich sofort nach. Möglicherweise muss ich dann gleich wieder die Zügel aufnehmen und korrigieren, aber ich bin immer „auf dem Sprung“ gleich wieder nachzugeben, wenn die richtige Reaktion kommt. Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass Pferde mit dieser Methode – je nach ihrer persönlichen Veranlagung &#8211; schnell lernen, was man von ihnen will.</p>



<p>Impulsartig – und nicht dauerhaft – einzuwirken heißt <strong>nicht</strong>, das Pferd ohne jeglichen Kontakt alleine zu lassen.<strong> Es bedeutet nicht, das Pferd größtenteils sich selbst zu überlassen und auf der Vorhand „latschen“ zu lassen. Auch hier muss man weiter an Losgelassenheit, <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener">Geraderichtung</a> und Versammlung arbeiten!</strong></p>



<p>Diese Alternative ist für den Reiter nicht unbedingt einfacher. Man braucht ein sehr gutes Timing, einen Plan was man tut und ein gutes Gefühl für die Bewegung des Pferdes. Aber das braucht man für’s Reiten sowieso – wer hier Probleme hat (und die haben wir an der einen oder anderen Stelle alle!) sollte sich unbedingt nach einem guten Trainer oder einer guten Trainerin umschauen. Mit kompetenter Anleitung ist Vieles deutlich einfacher.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Anlehnung – Fazit</strong></h2>



<p>Ich hatte schon mehrmals das Glück, Pferde reiten zu dürfen, die sehr fein auf die Hilfen reagieren und mit denen ich problemlos in vertrauensvoller Anlehnung reiten konnte. Es war ein sehr schönes Gefühl, eine ganz intime Verbindung, als würde man dem Pferd leise ins Ohr flüstern oder als könne das Pferd Gedanken lesen.</p>



<p><strong>Man unterschätzt, welch feine und minimale Verbindung beim Pferd noch klar und deutlich ankommt! </strong>Und wenn man das einmal realisiert hat, erschrickt man, wie stark und grob sich so manche Zügelhilfe für das Pferd anfühlen muss.</p>



<p>Das Thema Anlehnung ist übrigens oft ein Streitpunkt zwischen Western- und Englischreitern: manche Westernreiter finden die dauerhafte Anlehnung (im Sinne von dauerhaftem Zügelkontakt) unlogisch und manche Englischreiter werfen den Westernreitern vor, keine Ahnung von Dressur und Anlehnung zu haben.</p>



<p><strong>Ich finde die dauerhafte Anlehnung (im Sinne von dauerhaftem Zügelkontakt) nicht schlecht – wenn man zu denen gehört, deren Hand tatsächlich fein genug ist.</strong> Dann hat man eine Verbindung, die der Gedankenübertragung gleicht.</p>



<p>Die vielen Reiter, bei denen das nicht so ist, sollten meiner Meinung nach aber doch lieber auf Hilfszügel und dicke Oberarme verzichten und über Impulse reiten – und in der Zwischenzeit daran arbeiten feiner und zügelunabhängiger zu werden und die Anlehnung korrekt von hinten nach vorne zu erarbeiten.</p>



<p><span style="color: #999999;">Du willst noch mehr zur Anlehnung lesen? Hier findest Du weitere Artikel zum Thema:<br>&#8211; Kultreiter.de: <a href="http://kultreiter.de/anlehnung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">So reitest Du Dein Pferd in Anlehnung – samt Tipps von den Profis!</a><br>&#8211; Fühlen-Reiten: <a href="http://fuehlend-reiten.blogspot.de/2013/05/gedanken-zur-anlehnung.html" target="_blank" rel="noopener">Gedanken zur Anlehnung</a><br>&#8211; Pfridolin Pferd: <a href="http://www.pfridolinpferd.com/angst-vor-der-anlehnung/" target="_blank" rel="noopener">Angst vor der Anlehnung</a></span></p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was hältst Du von der Anlehnung? Ohne dauerhaften Zügelkontakt keine korrekte Dressur oder lieber Impulsreitweise?</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/df3c3778509347e5a2eb883f86312a62" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></h4>



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		<title>Wie Du am Aussehen Deines Pferdes seine &#8222;Baustellen&#8220; erkennen kannst!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2015 12:30:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hier auf Herzenspferd schreibe ich ja sehr oft, dass man das Training auf die individuellen Voraussetzungen und Probleme des Pferdes abstimmen muss. Jedes Pferd ist anders, nicht zuletzt auch im Körperbau. Und genau dieser Körperbau kann ein gutes Anzeichen dafür sein, wo die Baustellen des Pferdes liegen an denen man arbeiten sollte. Nicht umsonst wird [&#8230;]</p>
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<p>Hier auf Herzenspferd schreibe ich ja sehr oft, dass man das Training auf die individuellen Voraussetzungen und Probleme des Pferdes abstimmen muss. <strong>Jedes Pferd ist anders, nicht zuletzt auch im Körperbau.</strong></p>



<p>Und genau dieser Körperbau kann ein gutes Anzeichen dafür sein, wo die Baustellen des Pferdes liegen an denen man arbeiten sollte. Nicht umsonst wird bei jeder Vorstellung von Zuchtpferden unter anderem das sogenannte Exterieur &#8211; das Aussehen und der Körperbau &#8211; des Pferdes benotet.</p>



<p>Auch wenn Du ein Pferd kaufen möchtest solltest Du Dir überlegen, was Du mit dem Pferd machen möchtest und darauf achten, dass der Körperbau dazu passt.</p>



<p><strong>Ich bin bei weitem kein Experte in der Exterieurbeurteilung,</strong> aber ein bisschen etwas weiß ich und das möchte ich gerne anhand einiger Beispiele mit Dir teilen. Falls Du ein Experte zum Thema bist freue ich mich auch über zusätzliche Tipps in den Kommentaren!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Grundsätzliches</strong></h2>



<p><strong>Die Beurteilung des Exterieurs ist keine exakte Wissenschaft!</strong></p>



<p>Ein Pferd kann vom Körperbau unharmonisch wirken aber trotzdem tolle Gänge haben. Besonders bei Isländern &#8211; mit denen ich mich nun schon eine ganze Weile beschäftige &#8211; kann die Überraschung manchmal groß sein.</p>



<p>Außerdem ist das Exterieur auch immer rassespezifisch zu beurteilen, es sollte klar sein, dass man einen Isländer kaum mit einem Araber vergleichen kann.</p>



<p>Zusätzlich ist der (muskuläre) Körperbau keine unveränderbare Sache. Durch gutes Training können muskuläre Probleme wie zum Beispiel ein ausgeprägter Unterhals abtrainiert werden &#8211; im Umkehrschluss werden Probleme aber auch oft durch schlechtes Training antrainiert!</p>



<p><strong>Das Exterieur ist also wie immer nur ein Puzzleteilchen im Gesamtbild und sollte niemals alleine betrachtet werden.</strong></p>



<p>Die Beurteilung des Exterieurs kann also <strong>Hinweise</strong> liefern, woran gearbeitet werden sollte oder ob ein Pferd körperlich für bestimmte Aufgaben geeignet ist.</p>



<p>Im Rest des Artikels gehe ich auf einige Hauptpunkte ein, die ich mir bei einem Pferd anschaue. Es handelt sich also um keine vollständige Liste, sondern nur um einen Ausschnitt. Natürlich gibt es noch einige Punkte mehr und sehr unterschiedliche Beurteilungsansätze. Dieses Thema füllt ganze Bücher!</p>



<p><strong>Und Schlussendlich: das perfekt gebaute Pferd gibt es nicht! Solange keine gravierenden körperlichen Fehlstellungen vorhanden sind, die die Gesundheit beeinträchtigen, kann mit jedem Pferd gut gearbeitet werden &#8211; wenn man denn seine körperlichen Voraussetzungen beim Training berücksichtigt!</strong></p>



<p>Ich möchte betonen, dass ich mit den folgenden Bildbeispielen absolut nicht an den dargestellten Pferden &#8222;herumkritteln&#8220; möchte &#8211; sie sollen einfach dazu dienen das Auge zu schulen. Jedes Pferd hat seine guten Seiten und Bilder sind immer Momentaufnahmen die irreführend sein können. Es kann also gut sein, dass ich mit meiner Einschätzung anhand eines Bildes falsch liegen kann! Deshalb sollte man wenn möglich immer das Pferd in Natura und auch in Bewegung begutachten.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Harmonisches Pferd?</strong></h2>



<p><strong>Als erstes schaue ich mir immer das Gesamtbild an.</strong> Wirkt der Körperbau harmonisch oder hat man das Gefühl die Körperteile passen nicht so richtig zueinander?</p>



<p>Sind Vorder- und Hinterhand gleichmäßig bemuskelt?</p>



<p>Wirkt der Hals zu kurz oder zu lang? Ist der Kopf zu groß oder zu klein?</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Quadrat oder Rechteck?</strong></h2>



<p>Als nächstes zeichne ich &#8211; auf einem Foto oder in meinem Kopf wenn ich ein Pferd vor mir habe &#8211; ein Viereck. Dieses Viereck wird begrenz von Buggelenk und Sitzbeinhöcker, Widerrist und Hufsohlen (siehe Bilder).</p>



<p>Entweder ist dieses Viereck ein Quadrat oder ein Rechteck. Bei quadratischen Pferden hat man in der Regel einen stabileren Rücken und sie können mehr Gewicht tragen &#8211; immer vorausgesetzt der Rücken selbst ist in Ordnung und nicht zum Beispiel ein Senkrücken. Dafür hat ein rechteckiges Pferd oft mehr Raumgriff und beeindruckendere Bewegungen.</p>



<p>Bei rechteckigen Pferden mit langem Rücken sollte ein Leben lang an der <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Versammlung</a> gearbeitet werden. Damit der Rücken das Reitergewicht gesund tragen kann ist es bei diesen Pferden besonders wichtig, dass sie mit der Hinterhand vermehrt Gewicht aufnehmen und die Schulter frei wird.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Vesuvio_Bien_Vee_-_Paso_Fino_Bellas_Formas_National_Champion_3_Year_Old_Gelding_in_2001;_photo_taken_in_May_of_2006.JPG"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="338" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Quadrat-e1434629882460-1.jpg" alt="Quadrat Exterieur" class="wp-image-2111" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Quadrat-e1434629882460-1.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Quadrat-e1434629882460-1-300x254.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Wikimedia</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Horses#/media/File:Gracie-rhs2005.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="299" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Rechteck-e1434629892788-1.jpg" alt="Rechteck Exterieur" class="wp-image-2112" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Rechteck-e1434629892788-1.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Rechteck-e1434629892788-1-300x224.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Wikimedia</figcaption></figure>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Winkelung der Hinterhand</strong></h2>



<p>Anhand der Winkelung der Hinterhand und der Kruppe kann man erahnen, ob das Pferd sich gut versammeln und untertreten kann. Ist die Hinterhand flach gewinkelt und wirkt gerade und die Kruppe eher flach, so hat das Pferd mehr Schubkraft als Tragkraft, es fällt ihm also voraussichtlich schwer unterzutreten. Solche Pferde sieht man oft im Distanzsport, in dem die Anforderung unter anderem ein ausdauerndes und schnelles Vorwärts ist.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dancingcolors.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="302" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Flache-Kruppe-1.jpg" alt="Flache Kruppe" class="wp-image-2107" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Flache-Kruppe-1.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Flache-Kruppe-1-300x227.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Wikimedia</figcaption></figure>



<p>Ist die Hinterhand zu wenig gewinkelt, also zu sehr gestreckt, kann es sein, dass das Pferd hinten überbaut ist. Das führt dazu, dass mehr Gewicht auf die Vorhand kommt. Beim Reiten hat man ein &#8222;abwärts&#8220;-Gefühl, der Sattel neigt dazu nach vorne zu rutschen.</p>



<p>Ein Pferd mit einer steileren Kruppe wird es einfacher haben die Hinterhand zu beugen und unterzutreten.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Horses#/media/File:Vesuvio_Bien_Vee_-_Paso_Fino_Bellas_Formas_National_Champion_3_Year_Old_Gelding_in_2001;_photo_taken_in_May_of_2006.JPG"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="312" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Steile-Kruppe-1.jpg" alt="Steile Kruppe Hinterhand" class="wp-image-2113" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Steile-Kruppe-1.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Steile-Kruppe-1-300x234.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Wikimedia</figcaption></figure>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Winkelung der Schulter</strong></h2>



<p>Schulter und Hinterhand sollte man immer im Zusammenhang sehen. Beide sollten in etwa gleich gewinkelt sein.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Horses#/media/File:Vesuvio_Bien_Vee_-_Paso_Fino_Bellas_Formas_National_Champion_3_Year_Old_Gelding_in_2001;_photo_taken_in_May_of_2006.JPG"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="312" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Ausgewogen-1.jpg" alt="Ausgewogenes Exterieur" class="wp-image-2106" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Ausgewogen-1.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Ausgewogen-1-300x234.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Wikimedia</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Horses#/media/File:COLLECTIE_TROPENMUSEUM_Hengst_uit_de_Bataklanden_TMnr_10013315_cropped.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="340" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Unausgewogen-1.jpg" alt="Unausgewogenes Exterieur" class="wp-image-2115" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Unausgewogen-1.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Unausgewogen-1-300x255.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Wikimedia</figcaption></figure>



<p>Ist die Schulter steil, so wird das Pferd eher vorhandlastig sein und wenig Raumgriff entwickeln können. Eine steile Schulter bedeutet, dass der Winkel zwischen Schulterblatt und Oberarm größer als 100° ist &#8211; bei einer &#8222;guten&#8220; Schulter ist der Winkel zwischen 90° und 100°. Wird das kombiniert mit einer flachen Kruppe wird das Pferd immer dazu neigen auf die Vorhand zu fallen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Vesuvio_Bien_Vee_-_Paso_Fino_Bellas_Formas_National_Champion_3_Year_Old_Gelding_in_2001;_photo_taken_in_May_of_2006.JPG"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="303" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Schulter-1.jpg" alt="Gute Schulter" class="wp-image-2138" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Schulter-1.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Schulter-1-300x227.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Wikimedia</figcaption></figure>



<p>Von Vorne betrachtet kann man sagen, dass Pferde mit einem schmalen Brustkorb eher zu Gleichgewichtsproblemen neigen können als Pferde mit breitem Brustkorb, einfach weil es sich mit den weiter auseinanderliegenden Beinen besser ausbalancieren kann. Ein Pferd mit einem breiten Brustkorb hat außerdem mehr Platz für Lungen und Herz und hat somit das Potenzial leistungsfähiger zu sein.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Hals</strong></h2>



<p>Es gibt die Faustregel, dass der Hals in etwa 1,5 mal so lang sein soll wie der Kopf des Pferdes. Ist der Hals zu kurz oder zu lang bekommt das Pferd vermutlich Balanceprobleme.</p>



<p>Idealerweise hat der Hals eine schön geschwungene Oberlinie mit dem Genick als höchsten Punkt. Es sollte kein stark ausgeprägter Unterhals vorhanden sein &#8211; der kann oft durch falsches Training mit zu viel starkem Zügeleinsatz entstehen.</p>



<p>Der Hals sollte in etwa in der Mitte der Schulter ansetzen, dann hat er eine gute natürliche Aufrichtung. Er sollte idealerweise in etwa in einem Winkel von 90° zur Schulter stehen. Ist der Hals tief angesetzt kann das zu einem Unterhals führen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dancingcolors.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="302" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Guter-Hals-1.jpg" alt="Guter Hals" class="wp-image-2108" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Guter-Hals-1.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Guter-Hals-1-300x227.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Wikimedia</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Horses#/media/File:Cavall_a_la_reserva_Nez_Perce.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="300" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Hals-tief-angesetzt-1.jpg" alt="Hals tief angesetzt" class="wp-image-2118" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Hals-tief-angesetzt-1.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Hals-tief-angesetzt-1-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Wikimedia</figcaption></figure>



<p>Manche Pferderassen, wie zum Beispiel der Araber, können dort wo der Hals auf den Widerrist trifft eine Kuhle haben, den sogenannten Axthieb. In der Literatur ist man sich größtenteils einig, dass das weder positive noch negative Auswirkungen hat. Der Axthieb kann jedoch auch ein Zeichen dafür sein, dass das Pferd in schlechtem Zustand, unterernährt und zu wenig bemuskelt ist &#8211; Du solltest also wie immer den Gesamteindruck im Auge haben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Beine</strong></h2>



<p>Wenn Du eine Linie vom Widerrist bis zum Ellbogen ziehst und eine zweite Linie vom Ellbogen bis zum Boden, dann sollten diese idealerweise gleich lang sein.</p>



<p>Die Vor- und Hinterhand sollten senkrecht unter dem Pferd stehen. Steht die Vorhand zum Beispiel etwas nach vorne heraus hängt meist der Rücken durch und ist weniger stabil. Steht die Hinterhand nach hinten heraus kann das ein Zeichen für mangelnde Tragkraft sein. Ist die Vorhand permanent rückständig bedeutet das mehr Belastung für Knochen, Sehnen und Gelenke.</p>



<p>Kurze Fesseln bedeuten weniger Stoßdämpfung, sie gelten aber stabiler als lange Fesseln.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:AraberBerber.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="312" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Vorhand-rueckstaendig-1.jpg" alt="Vorhand rückständig" class="wp-image-2116" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Vorhand-rueckstaendig-1.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Vorhand-rueckstaendig-1-300x234.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Wikimedia</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zwei Pferde komplett betrachtet</strong></h2>



<p><strong>Das erste Pferd ist ein Paso Fino Wallach.</strong></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Vesuvio_Bien_Vee_-_Paso_Fino_Bellas_Formas_National_Champion_3_Year_Old_Gelding_in_2001;_photo_taken_in_May_of_2006.JPG"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="312" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Gute-Versammlung-1.jpg" alt="Gute Versammlung" class="wp-image-2124" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Gute-Versammlung-1.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Gute-Versammlung-1-300x234.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Wikimedia</figcaption></figure>



<p>Auf den ersten Blick wirkt er sehr harmonisch und hat einen wachen, freundlichen Ausdruck. Die <strong>Maulspalte</strong> wirkt kurz, es könnte also problematisch werden ihn mit Kandare und Unterlegtrense zu reiten &#8211; wenn man das denn möchte.</p>



<p>Er ist ein quadratischer Typ, <strong>Vor- und Hinterhand</strong> sind ausgewogen und ähnlich gewinkelt. Die <strong>Schulter</strong> ist lang und schräg und deutet somit auf einen guten Raumgriff hin. Die <strong>Hinterhand</strong> ist gut gewinkelt und der Wallach wird sich vermutlich leicht versammeln lassen.</p>



<p>Der <strong>Hals</strong> ist im Bild etwas schwer zu beurteilen, da er sehr aufmerksam nach vorne schaut und sich stark aufrichtet. Es zeigt sich ein leichter Unterhals, die Ganaschenfreiheit scheint nicht sehr hoch zu sein. Das kann es dem Pferd erschweren durchs Genick zu gehen.</p>



<p>Alles in allem ein sympathisch und harmonisch wirkendes Pferd, das sich vermutlich gut versammeln lässt und eine hohe Tragkraft entwickeln kann.</p>



<p><strong>Das zweite Pferd ist ein Brumby Wallach, der wild gefangen und gezähmt wurde.</strong></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Brumby-Malee.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="331" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Vorhandlastig-1.jpg" alt="Vorhandlastig" class="wp-image-2125" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Vorhandlastig-1.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Vorhandlastig-1-300x248.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Wikimedia</figcaption></figure>



<p>Beim ersten Blick fällt auf, dass der Wallach <strong>deutlich überbaut</strong> ist, das heißt die Hinterhand ist höher als die Vorhand. Zusätzlich steht die <strong>Hinterhand</strong> nach hinten heraus und nicht unter dem Schwerpunkt. Beides bedeutet, dass das Pferd vermutlich deutlich auf die <strong>Vorhand</strong> fällt und nur schwer mit der Hinterhand untertreten und Gewicht aufnehmen kann.</p>



<p>Eine weitere Auswirkung der überbauten Hinterhand ist, dass der tiefste Punkt des <strong>Rückens</strong> weit vorne liegt. Der Sattel wird vermutlich nach vorne rutschen (der Widerrist ist wenig ausgeprägt) und somit auch das Reitergewicht auf die Vorhand verlagern.</p>



<p>Der <strong>Hals</strong> ist tief angesetzt und zeigt einen deutlichen Unterhals. Der Oberhals ist weitaus weniger bemuskelt.</p>



<p>Mit diesem Pferd muss man sein Leben lang daran arbeiten, dass es <strong>mehr Gewicht mit der Hinterhand aufnimmt</strong> um die potenziell überlastete Vorhand zu entlasten und vor frühzeitigem Verschleiß zu schützen. Ich vermute (und hoffe) dieses Bild wurde aufgenommen als der Wallach noch nicht geritten war. Mit korrekter Gymnastizierung und Muskelaufbau kann man sein Exterieur sicher deutlich verbessern.</p>



<p>Im Text zum Wallach auf Wikimedia steht, dass er ein sicheres und verlässliches (Freizeit-)Reitpferd war &#8211; man sollte also wie immer nicht nur auf Äußerlichkeiten achten!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Wie schon erwähnt ist die Exterieurbeurteilung ein sehr komplexes Thema und ich bin bei weitem kein Experte. Deshalb möchte ich auch nicht behaupten, dass meine Einschätzungen völlig korrekt sind. Die Beurteilung ist zu einem Stückweit immer eine subjektive Sache und selbst Experten können sich darüber streiten. Trotzdem denke ich man sollte sich zumindest grundlegend damit beschäftigen &#8211; besonders wenn man ein Pferd kaufen möchte hat man so ein paar erste Anhaltspunkte nach denen man schauen kann.</p>



<p>Man sollte dem jedoch auch nicht übermäßig viel Bedeutung zumessen! Mit einem auf das Pferd abgestimmten Trainingsplan und guter <a href="https://herzenspferd.de/dressur/" target="_blank" rel="noopener">Gymnastizierung</a> kann vielen ungünstigen Voraussetzungen gut begegnet werden.</p>



<p>Wir selbst sind ja nun auch nicht perfekt, also sollten wir das auch nicht von unseren Pferden verlangen.</p>





<p><strong>Was für einen Körperbau hat Dein Pferd? Und hast Du es schon einmal analysiert? Passen seine Reiteigenschaften zu seinem Aussehen?</strong></p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/pferd-exterieur/">Wie Du am Aussehen Deines Pferdes seine &#8222;Baustellen&#8220; erkennen kannst!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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		<title>Versammlung: Was sie ist, wie sie aussehen soll und wie Du sie erreichst!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2015 14:17:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jeder redet von Versammlung. Dabei merke ich oft, dass viele Reiter nur eine vage Vorstellung davon haben was das überhaupt ist. Für die Meisten beschränkt sich Versammlung auf &#8222;das Pferd hat den Kopf senkrecht&#8220;. Von manchen kommt dann noch die Aussage &#8222;die Hinterhand tritt unter&#8220;. Aber das dann auch zu erkennen scheint vielen schwer zu [&#8230;]</p>
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<p><strong>Jeder redet von Versammlung.</strong></p>



<p>Dabei merke ich oft, dass viele Reiter nur eine vage Vorstellung davon haben was das überhaupt ist. Für die Meisten beschränkt sich Versammlung auf &#8222;das Pferd hat den Kopf senkrecht&#8220;.</p>



<p>Von manchen kommt dann noch die Aussage &#8222;die Hinterhand tritt unter&#8220;. Aber das dann auch zu erkennen scheint vielen schwer zu fallen. Warum sonst werden Dressurvorführungen gelobt, bei denen das Pferd mit der Vorhand spektakulär strampelt und die Hinterhand &#8222;hinten heraus fällt&#8220; &#8211; ganz nach dem Motto &#8222;Vorne Hui, Hinten Pfui&#8220;? Oder aber &#8222;Piaffen&#8220; in denen das Pferd auf der Vorhand stampft und mit der Hinterhand hüpft, anstatt hinten Last aufzunehmen und vorne in der Schulter frei zu werden?</p>



<p>Um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen möchte ich hier also erklären, was ich unter Versammlung verstehe, über sie gelernt habe und wie ich versuche sie im Training zu erreichen.</p>



<p><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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</div></figure>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wozu überhaupt Versammlung?</strong></h2>



<p>Ich bin mir sicher Du hast es schon gehört, in den letzten Jahren ist es in aller Munde: das Pferd ist nicht dazu gemacht, einen Menschen zu tragen.</p>



<p>Weil wir aber nicht dazu bereit sind, alle das Reiten aufzugeben, müssen wir einen Weg finden, unseren Pferden möglichst nicht zu schaden, wenn wir sie reiten.</p>



<p>Und hier kommt die Versammlung ins Spiel. Sie hilft dem Pferd, das Reitergewicht so zu tragen, dass es seinen Rücken und die empfindliche Vorhand entlastet.</p>



<p><strong>Mit jedem Pferd, welches geritten wird, sollte man also an der Versammlung arbeiten &#8211; egal ob Sport- oder Freizeitpferd!</strong></p>



<p><strong>Ein versammeltes Pferd beugt seine Hanken</strong> (Hüft-, Knie- und Sprunggelenke) und tritt so mit der Hinterhand vermehrt unter seinen Schwerpunkt. In Folge dessen wölbt es den Rücken auf und hebt den Widerrist an. Dadurch richtet sich auch der Hals etwas weiter auf, das Genick wölbt sich und der Kopf kommt näher an die Senkrechte.</p>



<p>Du siehst, in meiner Beschreibung ist <strong>die</strong> <strong>Kopfhaltung das letzte Glied in der Kette! </strong>Dem Pferd durch Zug an den Zügeln oder mit Hilfszügeln den Kopf in eine bestimmte Position zu ziehen wird es nicht versammeln, sondern verkrampfen.</p>



<p><strong>Das ist, als wolltest Du bei einem Haus das Dach bauen, bevor die Wände stehen.</strong></p>



<p>Versammlung ist aber nicht nur ein körperlicher Zustand. Auch <strong>geistig</strong> muss Dein Pferd dazu bereit sein entspannt und konzentriert mit Dir zu arbeiten. Wenn es den ganzen Tag in einer Box steht und nicht genügend Auslauf und Kontakt zu Artgenossen hat, wird es deutlich schwerer zu versammeln sein als ein Pferd, welches artgerecht gehalten wird und ausgeglichen ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Woran erkennst Du Versammlung?</strong></h2>



<p>Wenn ein Pferd versammelt ist beugt es wie oben beschrieben seine Hanken. Es geht also quasi mit seinen Hinterbeinen ein bisschen in die Hocke, als würde es Kniebeugen machen wollen. Optisch macht sich das so bemerkbar, dass von der Kruppe bis zum Widerrist eine leicht steigende Linie entsteht &#8211; das Pferd ist vorne ein bisschen höher als hinten. Und weil ein Bild mehr als tausend Worte sagt habe ich Dir das mal in ein paar Bildern eingezeichnet (Es geht mir hier absolut nicht darum jemanden Bloßzustellen! Die Bilder sind dazu da, dass Du Dein Auge schulst).</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter wp-image-1636 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="434" height="355" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Versammlung-Piaffe-e1429718970686-1.jpg" alt="Versammlung Piaffe" class="wp-image-1636" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Versammlung-Piaffe-e1429718970686-1.jpg 434w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Versammlung-Piaffe-e1429718970686-1-300x245.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Versammlung-Piaffe-e1429718970686-1-400x327.jpg 400w" sizes="(max-width: 434px) 100vw, 434px" /><figcaption class="wp-element-caption">So soll es sein: die Hanken sind gebeugt, der Rücken wölbt sich auf und die Schulter wird frei.</figcaption></figure>



<p>Schau dir mal Videos von Dressurturnieren an und achte nur auf die Hinterhand. Bei vielen Pferden wirst Du sehen, dass die Hinterbeine mehr &#8222;nach hinten raus schieben&#8220; als unterzutreten. Diese Pferde beugen ihre Hanken nicht und schaffen es nicht, die Hinterhand von Schubkraft auf Tragkraft umzustellen. In extremen Fällen hängt dann auch richtig der Rücken durch.</p>



<p>Die Versammlung im Trab lässt sich als Zuschauer anhand mehrerer Anzeichen ganz gut erkennen:</p>



<p>Die Beine des Pferdes sollten ein &#8222;M&#8220; bilden. Dabei sollte der Teil des M&#8217;s zwischen den Hinterbeinen genauso groß sein wie der Teil zwischen den Vorderbeinen. Außerdem sollte der Unterarm der Vorhand und das Röhrbein der Hinterhand möglichst parallel sein.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="248" height="212" data-id="1637" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Versammlung-Trab3-1.jpg" alt="Versammlung Trab" class="wp-image-1637"/><figcaption class="wp-element-caption">Die beiden Teile des &#8222;M&#8220; sind in etwa gleich groß. Die Hinterhand fußt zuerst auf.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="286" height="212" data-id="1638" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Versammlung-Trab4-1.jpg" alt="Versammlung Trab" class="wp-image-1638"/><figcaption class="wp-element-caption">Auch ohne Reiter kann das Pferd versammelt laufen.</figcaption></figure>
</figure>



<p></p>



<p><strong>So soll es nicht aussehen:</strong></p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="267" height="180" data-id="1640" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Versammlung-Trab2-e1429719296399-1.jpg" alt="Versammlung Trab" class="wp-image-1640"/><figcaption class="wp-element-caption">So soll es nicht sein: die Hanken sind nicht gebeugt und das Pferd fällt auf die Vorhand.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="266" height="180" data-id="1639" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/04/Versammlung-Trab-e1429719283640-1.jpg" alt="Versammlung Trab" class="wp-image-1639"/><figcaption class="wp-element-caption">Der Rücken hängt durch und die Hinterhand schiebt nach hinten heraus. Der Teil des &#8222;M&#8220; der Hinterhand ist deutlich kleiner. Oberarm und Röhrbein sind nicht parallel.</figcaption></figure>
</figure>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie erreichst Du Versammlung?</strong></h2>



<p>Am Anfang des Artikels habe ich geschrieben, dass es durch Ziehen oder &#8222;Riegeln&#8220; des Pferdekopfes in die richtige Position <strong>nicht</strong> geht (oder würdest Du das Dach deines Hauses vor den Wänden bauen? Das ist doch unlogisch!). Das ist aber leider das, was die meisten Reiter im Unterricht beigebracht bekommen.</p>



<p>Damit sich Dein Pferd versammelt, musst Du an der richtigen Stelle beginnen: der Hinterhand. Um es dazu zu veranlassen, mehr mit der Hinterhand unterzutreten und seine Hanken zu beugen hast Du verschiedene Möglichkeiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Übergänge und Tempounterschiede reiten.</li>



<li>Seitengänge wie <a href="https://360gradpferd.de/pferdefreunde-schulterherein/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schulterherein</a> und <a href="https://360gradpferd.de/kruppeherein/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kruppeherein</a> reiten.</li>



<li>Die Übungen vom Boden aus an der Hand durchführen. Besonders ganz am Anfang, wenn Dein Pferd noch Muskulatur aufbauen muss oder wenn Du niemanden hast der Deine Ausführung der Übung im Sattel kontrolliert ist das eine gute Alternative.</li>



<li>Bei allen gerittenen Übungen: Das Pferd spiegelt den Reiter. Wenn Du also möchtest, dass Dein Pferd die Hanken beugt und sein Becken abkippt, musst auch Du Dein Becken abkippen (<a href="https://herzenspferd.de/reiten-kreuzhilfen/">die Kreuzhilfen</a>).</li>



<li>Für die Versammlung möchtest Du, dass Dein Pferd seinen Rahmen verkürzt und seine Energie auf kleinerer Fläche bündelt. Die Bewegung geht also mehr nach oben als nach vorne. Das erzielst du über das perfekte Zusammenspiel von Sitz (bringt das Pferd in die richtige Körperhaltung), Schenkelhilfen (halten die Energie aufrecht) und Zügelhilfen (fangen die Energie nach vorne ab).</li>
</ul>



<p><strong>Dabei ist es sehr wichtig, dass Du nicht zu viel verlangst. Diese Übungen können anfangs sehr anstrengend für Dein Pferd sein, deshalb solltest Du viele Pausen zur Entspannung einbauen und oft die Hand wechseln, damit nicht ein Bein zu lange zu stark belastet wird.</strong></p>



<p>Wenn Du wissen möchtest, wie anstrengend die Hankenbeugung für Dein Pferd sein kann, gehe einfach mal ein bisschen in die Knie (als wolltest Du Kniebeugen machen) und bleibe in der Position. Je nachdem wie gut Du trainiert bist werden Deine Oberschenkel ziemlich schnell zu brennen anfangen. Dich dann wieder aufzurichten und die Beine auszuschütteln tut unheimlich gut. Wenn Du das aber nicht darfst wirst Du ziemlich bald Schmerzen haben und am nächsten Tag höllischen Muskelkater.</p>



<p>Genau so geht es Deinem Pferd auch. <strong>Deshalb: denk an die Pausen, Dein Pferd muss seine Muskeln &#8222;ausschütteln&#8220; und entspannen dürfen.</strong></p>



<p>Und genau so, wie Du selbst trainieren würdest, solltest Du Dein Pferd trainieren: fange mit kurzen Trainingseinheiten an und steigere die Zeit langsam. Am Anfang reichen schon ein paar korrekte Schritte in einer Übung wie z.B. dem Schulterherein. Oder würdest Du Dich zu einem Marathon anmelden wenn Du gerade erst mit dem Joggen anfängst?</p>



<p>Bei allen genannten Übungen solltest Du mit so wenig Zügeleinsatz reiten wie möglich. Wenn Du Muskelkater in den Armen hast machst Du etwas falsch. Wenn Du die Zügel länger lässt sollte sich Dein Pferd vorwärts-abwärts dehnen. Reißt es den Kopf hoch, ist auch das ein Zeichen, dass es nicht in Versammlung ist und Du möglicherweise zu viel über den Zügel reitest.</p>



<p><strong>Versteife Dich nicht darauf, dass Dein Pferd eine bestimmte Kopf- oder Halsposition einnehmen muss. Wenn Du alles richtig machst wird die korrekte Position ganz von selbst kommen &#8211; ohne, dass Du am Zügel ziehen musst.</strong></p>



<p>Und wenn Dein Pferd sich dann versammelt, fühlt es sich an, als würde es vorne ein bisschen größer werden.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Die Versammlung ist kein Hexenwerk &#8211; man muss nur von dem Gedanken wegkommen, man könne sie durch eine erzwungene Kopfposition erreichen. Zuerst die Wände bauen, dann kommt das Dach!</p>



<p>Wie immer im Umgang mit Pferden braucht es etwas Zeit und Geduld. Die solltest Du Dir dringend nehmen, wenn Du ein gesundes und zufriedenes Pferd an Deiner Seite möchtest.</p>





<p><strong>Wie erarbeitest Du mit Deinem Pferd Versammlung? Hast Du noch Anmerkungen oder Tipps?</strong></p>



<p><span style="color: #999999;"><em>* Bilder von <a style="color: #999999;" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Main_Page" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikimedia Commons</a> *</em></span></p>



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