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	<title>Seitengänge Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Seitengänge Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Die Zügelführung und Zügelhilfen beim Reiten: Grundlagen, Tipps und Übungen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Apr 2017 13:00:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine einfühlsame Hand: sanfte Kommunikation mit dem Pferdemaul, mal folgend, mal führend &#8211; das ist das, wonach alle Reiter streben sollten und ein Aspekt, der den guten vom schlechten Reiter unterscheidet. Natürlich lässt sich die Hand nicht losgelöst vom restlichen Körper des Reiters betrachten. Gerade der Sitz beeinflusst die Hand stark: ist dieser nicht ausbalanciert, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/zuegelfuehrung-zuegelhilfen-reiten/">Die Zügelführung und Zügelhilfen beim Reiten: Grundlagen, Tipps und Übungen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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<p><strong>Eine einfühlsame Hand: sanfte Kommunikation mit dem Pferdemaul, mal folgend, mal führend &#8211; das ist das, wonach alle Reiter streben sollten und ein Aspekt, der den guten vom schlechten Reiter unterscheidet.</strong></p>



<p>Natürlich lässt sich die Hand nicht losgelöst vom restlichen Körper des Reiters betrachten. Gerade der <strong>Sitz</strong> beeinflusst die Hand stark: ist dieser nicht ausbalanciert, so kann auch die Hand nicht ideal einwirken. Es müssen also &#8211; wie immer beim Reiten &#8211; viele Faktoren zusammenspielen und wer seine Zügelführung und Zügelhilfen nachhaltig verbessern will, kommt um <strong>Unterricht und Sitzschulung</strong> nicht herum.</p>



<p>Weil mich aber so viele Leser nach einem Beitrag zur Zügelführung und den Zügelhilfen gefragt haben, versuche ich hier trotzdem einen Überblick, eine Einführung und Tipps zu geben. Wie immer gilt: am besten lernt man so etwas mit einem Reitlehrer oder einer Reitlehrerin, die individuelle Hilfestellung geben kann.</p>



<p>Noch eine letzte Anmerkung: ich komme aus der englischen Reiterei und beschreibe auch die Zügelführung und -hilfen dafür. Vom Westernreiten und seiner Zügelführung habe ich wenig Ahnung, deshalb gehe ich in diesem Beitrag nicht darauf ein. Außerdem geht es hierbei um die Zügelführung auf Trense. Die Führung mit Kandare sieht noch einmal etwas anders aus.</p>



<p><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Haltung der Zügel</strong></h2>



<p>Die Grundhaltung der Zügel ist mit eines der ersten Dinge, die man als Reiter lernt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Zügel verläuft zwischen kleinem und Ringfinger durch die Faust nach oben und zwischen Zeigefinger und Daumen hinaus. Der Daumen bildet dabei ein spitzes &#8222;Dach&#8220; auf dem Zügel und liegt locker auf.</li>



<li>Die Hände sind locker zu Fäusten geschlossen und etwa körperbreit auseinander.</li>



<li>Die Daumen sind leicht weiter auseinander als die kleinen Finger, so dass du gerade so alle deine Fingernägel sehen kannst. Dadurch sind Elle und Speiche nicht verdreht und es fällt dir leichter, deine Schultern nach hinten-unten fallen zu lassen und aufrecht im Oberkörper zu bleiben.</li>



<li>Die Ellenbogen werden so weit gebeugt, dass die Unterame mit den Zügeln eine gerade Linie zum Pferdemaul bilden.</li>



<li>Die Oberarme hängen locker herab, die Ellenbogen sind am Körper und werden weder angepresst, noch weggestreckt.</li>



<li>Mir hilft das Bild: &#8222;Der Reiter trägt seine Hand vor sich her&#8220;</li>
</ul>



<p>Und schon hier fangen bei vielen Reitern die ersten Probleme an: die Hände sind verdreht, die Handgelenke oder Ellebogen steif oder die Arme werden vom Körper weggestreckt. Die auftretenden Haltungsprobleme sind vielfältig und weit verbreitet (auch bei mir: ich schließe meine Fäuste nicht richtig).</p>



<p>Ich bin kein Freund von starren Haltungsvorgaben, jeder Mensch (und jedes Pferd) ist etwas anders gebaut und braucht vielleicht eine leicht andere Haltung um funktional zu sein. Aber gerade bei der Arm- und Handhaltung ist es wichtig, dass die Gelenke passend ausgerichtet sind. Hakt es irgendwo in dieser &#8222;Kette&#8220;, wird man steif und unnachgiebig und es ist keine weiche Verbindung zum Pferdemaul mehr möglich. Ein Anzeichen dafür ist zum Beispiel ein <strong>&#8222;springender Zügel&#8220;</strong>: der Zügel hängt kurzzeitig durch und gerät dann wieder ruckartig unter Spannung, er &#8222;springt&#8220;.</p>



<p>Die Hand soll das Pferd nicht in eine Haltung zwingen, sondern es begleiten und &#8211; wenn nötig &#8211; einrahmen und Führung bieten. Das ist beim Reiten eine sehr dynamische Sache, für mich persönlich ist es also in Ordnung, wenn die Hand sich situationsbezogen auch einmal aus ihrer &#8222;Lehrbuchform&#8220; löst. Sie sollte allerdings dann auch wieder dorthin zurückfinden. Ich merke bei mir selbst, dass ich mit einer korrekt getragenen Hand automatisch besser im Gleichgewicht sitze und koordiniertere Hilfen geben kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Tipps und Lösungsvorschläge bei Haltungsproblemen</strong></h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Handhaltung: &#8222;hängende Hasenpfötchen&#8220;, &#8222;Einkaufswagen schiebe Hände&#8220; (verdeckte Hand), nach außen gedrehte Hände, u.ä.</strong></h4>



<p>An allen diesen Haltungsfehlern lässt sich mit dem gleichen Trick arbeiten: halte zusammen mit den Zügeln in jeder Hand eine Kaffeetasse mit ein bisschen Wasser drin (Liebe Männer: Bierkrüge gehen auch). Sobald Deine Hände nicht mehr gerade sind, schüttest Du Dir Wasser über die Hose. Das ist ziemlich ätzend, deshalb wirkt es auch so gut.</p>



<p>Klar, die Tassen in den Händen nerven und so wirklich angenehm reitet es sich damit nicht. Aber glaube mir: mach das ein paar Tage hintereinander und Du wirst schon einen Unterschied merken. Dann reicht es auch keine Tassen mehr dabei zu haben und einfach zwischendurch mal dran zu denken.</p>



<p>Wenn Dir die Tassenvariante nicht gefällt, kannst Du auch einfach mal versuchen zeitweise die Zügel anders zu halten &#8211; auch das kann helfen. Alternativen zur üblichen Zügelhaltung beschreibe ich am Ende des Artikels.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Durch- oder weggestreckte Ellenbogen</strong></h4>



<p>Steck dir einen Tennisball (oder einen der orangenen Franklinbälle) jeweils unter den Oberarm. Das verhindert automatisch, dass Du den Ellenbogen durchstreckst. Wenn Du es doch tust, fallen die Bälle herunter und machen Dich sofort darauf aufmerksam.</p>



<p><strong>Ein toller Tipp von Sitzexpertin Sibylle Wiemer:</strong> steck die Bälle in eine Strumpfhose &#8211; jeweils einen Ball in einen Fuß &#8211; und hänge sie dir um. So fallen die Bälle nicht bis auf den Boden und Du musst nicht jedes Mal absteigen um sie wieder aufzunehmen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Offene Fäuste</strong></h4>



<p>Auch dieser Haltungsfehler lässt sich mit einem einfachen Trick verbessern: steck Dir je einen etwa golfballgroßen Schwamm zu den Zügeln in die Hand. Öffnest Du die Faust zu weit, fällt der Schwamm herunter. Aufgrund seiner Flexibilität stört er Dich aber nicht bei der sonstigen Hilfengebung &#8211; er kann Dir sogar helfen (siehe Abschnitt Zügelhilfen).</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Zügellänge</strong></h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Hingegebener Zügel</strong></h4>



<p>Am hingegebenen Zügel besteht keine Verbindung zwischen Hand und Pferdemaul, die Zügel hängen durch. Ich reite vor allem beim Aufwärmen und zum Trockenreiten am hingegebenen Zügel, außerdem zur Entspannung nach einer schweren Lektion oder beim Ausreiten.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Langer Zügel</strong></h4>



<p>Beim langen Zügel besteht eine leichte Verbindung zwischen Reiterhand und Pferdemaul, der Zügel hängt nicht durch. Man nimmt den hingegebenen Zügel quasi so weit auf bis man das Maul spürt, aber nicht mehr. Auch den langen Zügel setze ich zum Aufwärmen ein und besonders in den Entspannungsphasen zwischen Lektionen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Kurzer Zügel</strong></h4>



<p>Beim kurzen Zügel besteht weiterhin eine weiche Verbindung zwischen Pferdemaul und Hand. Der kurze Zügel ergibt sich dadurch, dass ich das Pferd vermehrt <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">versammelt</a> habe und es sich in Folge dessen aufrichtet und im Hals verkürzt. Ich passe also die Zügellänge im Laufe der Arbeit nach und nach dem Pferd an &#8211; und versuche nicht, das Pferd mit dem kurzen Zügel in eine Position zu ziehen!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Hand in den einzelnen Gangarten</strong></h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zügelführung im Schritt</strong></h4>



<p>Im Schritt bewegt sich der Pferdekopf besonders deutlich nickend. Dementsprechend deutlich muss auch die Hand in der Bewegung mitgehen. Mir hat da eine Aussage von Reitmeister Egon<span class="postbody"> von Neindorff sehr weitergeholfen: <strong>&#8222;Die Hand steht still und sie bewegt sich doch: still zum Maul hin und bewegt für das Auge!&#8220;</strong>.</span> Bewegt sich das Maul, muss sich also auch die Hand bewegen um zu ihm still zu stehen.</p>



<p>Das ist beim &#8222;einfachen&#8220; Geradeausreiten mit ein bisschen Übung kein Problem. Die Hand muss sich aber auch in allen Lektionen mit dem Kopf mitbewegen WÄHREND sie die Hilfen dazu gibt. Reitest Du also einen Zirkel (mehr zu den Hilfen im Abschnitt Biegungen), musst Du auch mit Deiner verwahrenden äußeren Hand weiter der Bewegung folgen. Verwahren heißt nicht fest werden!</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: hier gibt es</span> <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2009/10/27/eine-spannende-ubung-zur-zugelfuhrung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine wunderbare Übung zur weichen Zügelführung</a> <span style="color: #999999;">&#8211; unbedingt machen!</span></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zügelführung im Trab</strong></h4>



<p>Im Trab bewegt sich der Pferdekopf weniger stark als im Schritt. Hier kommt jedoch für viele Reiter ein Sitzproblem hinzu: das Aussitzen funktioniert nicht (<a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tipps, wie Du das verbessern kannst gibt es hier</a>) und auch das <a href="https://herzenspferd.de/leichttraben/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leichttraben</a> hat so seine Tücken. Dann noch eine weiche Verbindung zum Pferdemaul aufrecht zu erhalten ist schwierig. Hier hilft wirklich nur Sitzschulung &#8211; und zwar so lange, bis man sich über sein Gleichgewicht im Sattel keine Gedanken mehr machen muss.</p>



<p>Beim Aussitzen gilt die oben beschriebene Grundhaltung der Hände. Beim Leichttraben musst Du zusätzlich darauf achten, dass Deine Hände auf der gleichen Höhe bleiben, egal ob Du gerade aufstehst oder einsitzt. Du musst also Deine Ellenbogen im Rhythmus Deines Aufstehens beugen und strecken. Tust Du das nicht, &#8222;stehen&#8220; Deine Hände mit Dir auf und gehen nach oben, was die Verbindung zum Pferdemaul unruhig werden lässt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zügelführung im Galopp</strong></h4>



<p>Auch im <a href="https://herzenspferd.de/galopp-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Galopp</a> gilt es zunächst sicherzustellen, dass Du ausbalanciert sitzt. Ist das der Fall, müssen die Hände wieder der nickenden Kopfbewegung des Pferdes folgen. Hier spielt auch die schaukelnde Bewegung des Pferdekörpers eine Rolle, der Deinen Körper mitbewegt. Wie beim Leichttraben musst Du Deine Arme im Rhythmus beugen und strecken.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zügel aus der Hand kauen lassen</strong></h4>



<p>Das Zügel aus der Hand kauen lassen ist eine wichtige Übung zur Entspannung zwischen den Lektionen oder zum Abschluss der Einheit. Viele Reiter werfen einfach nur den Zügel weg, das ist aber nicht Sinn der Sache und verfehlt die gewünschte Wirkung. Beim Zügel aus der Hand kauen lassen geht es darum, dass das Pferd sich an das Gebiss herandehnt und die Reiterhand daraufhin leicht nachgibt. Das Pferd kann &#8211; wenn nötig über mehrere Runden &#8211; so nach und nach den Zügel aus der Reiterhand ziehen und sich immer weiter strecken. Tut das Pferd das nicht, kann es ein Zeichen für mangelnde Losgelassenheit und Fehler im Training sein.</p>



<p>Um die Zügel aus der Hand kauen zu lassen öffnest Du deine Faust leicht, so dass die Zügel durchrutschen können, wenn sich das Pferd an das Gebiss herandehnt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Zügelhilfen </strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Grundlagen</strong></h3>



<p>Grundsätzlich werden die Zügelhilfen vorwiegend aus den <strong>Ringfingern</strong> heraus gegeben. Das heißt, zum Annehmen wird die Hand leicht geschlossen, zum Nachgeben wird sie wieder leicht geöffnet. Du kannst Dir vorstellen Du hättest einen Schwamm in der Hand: zum Aufnehmen drückst Du den Schwamm mit der Faust leicht zusammen, zum Nachgeben lässt Du ihn sich wieder ausbreiten.</p>



<p>Mit der Bewegung aus dem Ringfinger sind sehr feine Impulse zum Pferdemaul möglich. Oft sieht man Reiter mit dem ganzen Arm nach vorne nachgeben &#8211; das kann in einzelnen Situationen, in denen man dem Pferd z.B. zu Lehrzwecken sehr deutlich nachgeben will, Sinn machen, ist aber für feine Reiterei zu grob. Bewegungen aus dem Ellenbogen oder dem ganzen Arm heraus sind zu grobmotorisch und sollten (bis auf Ausnahmefälle) vermieden werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die ruhige Hand</strong></h4>



<p>Den Ausruf &#8222;Hand ruhig&#8220; kennt wohl jeder Reitschüler. Leider führt er meist genau zum Gegenteil: man verkrampft sich und die Hand wird noch unruhiger oder völlig fest. Stattdessen sollte man immer an die Aussage von Egon<span class="postbody"> von Neindorff denken: &#8222;Die Hand steht still und sie bewegt sich doch: still zum Maul hin und bewegt für das Auge!&#8220;. Die Hand soll also still <strong>zum Pferdemaul</strong> sein, nicht still zum Reiterkörper. Da sich das Pferdemaul mit dem Kopfnicken des Pferdes rhythmisch bewegt, muss sich auch die Hand mitbewegen!</span></p>



<p>Man muss als Reiter lernen, die Hand mit den Bewegungen des Pferdekopfes mitgehen zu lassen um eine stetige, feine und leichte Verbindung aufrechterhalten zu können.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Handposition: Vorwärts &#8211; Rückwärts &#8211; Seitwärts &#8211; Oben &#8211; Unten</strong></h4>



<p>Wie bei der Beschreibung der Grundposition erwähnt, trägt der Reiter die Hände so vor sich, dass Unterame und Zügel eine gerade Linie zum Pferdemaul bilden. Zu Korrekturzwecken kann es Sinn machen, beide Hände oder eine Hand <strong>kurz anzuheben</strong> und auf den Maulwinkel des Pferdes einzuwirken (besonders Reitmeister <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-philippe-karl-irrwege-der-modernen-dressur/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Philippe Karl*</a> setzt Korrekturen nach oben, sog. &#8222;<span class="st">demi arrêt</span>&#8222;, ein). <a href="http://amzn.to/2drSmuc" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Claus Penquitt*</a> rät dazu, bei sich auf dem Zirkel im Genick verwerfenden Pferden die innere Hand gerade nach oben anzuheben. <strong>Das Anheben der Hand muss jedoch immer situationsbezogen und individuell passend geschehen. Eine dauerhaft zu hohe Hand sollte vermieden werden.</strong></p>



<p>Bei manchen Reitern sieht man eine <strong>nach unten</strong> zum Oberschenkel hin durchgedrückte Hand. Damit versuchen sie den Kopf des Pferdes nach unten zu korrigieren. Diese Handhaltung führt nicht nur zu einer festen, unnachgiebigen Hand und Verspannungen beim Reiter, sondern in der Regel auch zu Verspannungen und Gegenhalten beim Pferd und sollte deshalb nicht eingesetzt werden.</p>



<p>Genauso sieht man leider noch häufig das <strong>&#8222;Riegeln&#8220;</strong>, bei dem der Reiter die Hände abwechselnd nach hinten zieht um so den Pferdekopf nach unten zu riegeln. Im extremen Fall entwickelt sich das dann zur Rollkur weiter. Liegt einem etwas an seinem Pferd, sollte man das niemals tun.</p>



<p>Ganz allgemein sollte man die Hand nicht nach hinten ziehen. Solch eine <strong>rückwärts wirkende</strong> Hand ist für das Pferd sehr unangenehm und führt bei Dauereinsatz schnell zu einem abgestumpften, harten Maul.</p>



<p>Im Gegensatz dazu gehen manche Reiter zum Nachgeben ruckartig mit der Hand nach <strong>vorne</strong>. Auch das ist nicht ideal, da das Pferd so plötzlich die Verbindung zur Hand völlig verliert und der Reiter in der Regel mit steifen, durchgestreckten Ellenbogen dasitzt. Das darauf folgende Wiederaufnehmen des Zügels kann oft nicht schnell genung passieren und ist entsprechend hart. Wer eine feine annehmende Zügelhilfe gegeben hat, kann auch genauso fein aus dem Handgelenk oder den Fingern wieder nachgeben. Ist ein deutlicheres Nachgeben erwünscht, kann man die Zügel aus der Hand kauen lassen. Die Hand bleibt jedoch wo sie ist und geht nicht nach vorne, nur die Zügel werden durchrutschen gelassen.</p>



<p>Eine <strong>seitwärts weisende Hand</strong> wird vor allem bei jungen Pferden eingesetzt, die noch mehr Führung brauchen und denen man damit die Richtung weist. In einer Biegung nach rechts würde sich die rechte Hand nach rechts bewegen und so dem Pferd in diese Richtung &#8222;das Tor öffnen&#8220;. Bei weiter ausgebildeten Pferden ist dies immer seltener nötig.<span class="postbody"></span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Anlehnung</strong></h3>



<p>Zum <a href="https://herzenspferd.de/anlehnung-pferd-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thema Anlehnung habe ich hier</a> schon einmal etwas geschrieben. Zusätzlich kann ich den <a href="http://kultreiter.de/anlehnung-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kultreiter-Artikel mit Expertentipps zum Thema</a> sehr empfehlen!</p>



<p>Ich möchte hier nur noch einmal betonen, dass die Anlehnung nichts ist, das man mit Krafteinwirkung über die Hand erhält. Vielmehr ist sie das Ergebnis guter Gymnastizierung und einer weichen, zum rechten Zeitpunkt nachgebenden Hand. Zu diesem Thema allgemeingültige Tipps zu geben ist schwierig, muss man doch sekundengenau auf die Bewegungen des Pferdes reagieren. Ich kann jedem nur empfehlen regelmäßig Unterricht bei einem/einer kompetenten Reitlehrer/in zu nehmen.</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: eine tolle</span> <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2008/04/08/eine-ubung-fur-die-anlehnung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Übung zur weichen Anlehnung</a><span style="color: #999999;"> gibt es bei Wege zum Pferd</span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Paraden</strong></h3>



<p>Auch zum <a href="https://herzenspferd.de/ganze-parade-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reiten von ganzen und halben Paraden</a> gibt es bereits einen Beitrag auf Herzenspferd, in dem das Zusammenspiel der Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen erklärt wird. Beim Reiten einer Parade setze ich zum Annehmen und Nachgeben der Zügel gerne die im Abschnitt &#8222;Grundlagen&#8220; erklärte &#8222;Schwammtechnik&#8220; ein: mit den Fäusten abwechselnd (passend zu den Bewegungen des Pferdes) den Schwamm leicht ausdrücken und wieder ausdehnen lassen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Stellung und Biegung</strong></h3>



<p>Reitest Du mit Deinem Pferd nicht nur geradeaus, kommst Du nicht drumherum es zu stellen und zu biegen. Jede durchrittene Kurve verlangt Stellung und Biegung, reitest Du Schenkelweichen musst Du Dein Pferd stellen und Seitengänge wie <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schulterherein</a>, <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Travers</a> und <a href="https://herzenspferd.de/renvers-bodenarbeit-anleitung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Renvers</a> funktionieren nur in Stellung und Biegung. Es ist also Grundlage aller gymnastizierenden Übungen.</p>



<p>Um Dein Pferd zu stellen und in der Folge zu biegen, kannst Du so vorgehen (Beispiel Stellung und Biegung nach links, nur Zügelhilfen &#8211; natürlich gehören auch Gewichts- und Schenkelhilfen dazu!):</p>



<p><strong>Stellung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die rechte Hand ist verwahrend, und hat eine stetige Verbindung zum Pferdemaul.</li>



<li>Die linke Hand stellt das Pferd, indem Du leicht im Rhythmus annimst und nachgibst (&#8222;Schwammtechnik&#8220;). <strong>Eine korrekte Stellung sieht so aus:</strong> Wenn Du gerade so den Rand des inneren (linken) Auges des Pferdes siehst, reicht das schon. Wichtig ist, dass Dein Pferd sich nicht verwirft – das erkennst Du z.B. daran, dass es seinen Kopf schräg hält (und vielleicht nur das Maul nach innen bewegt) oder seinen Hals nicht biegt.</li>



<li>Stellt sich das Pferd auch nur ansatzweise setzt Du die annehmende Hilfe aus und hälst nur noch eine ruhige Verbindung aufrecht. Bleibt das Pferd nicht in der Stellung, setzt Du die Hilfe wie oben wieder ein.</li>
</ul>



<p><strong>Biegung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Stelle Dein Pferd wie oben beschrieben (ohne Stellung keine Biegung).</li>



<li>Dein Becken dreht sich leicht in die Richtung, in die Du Dein Pferd biegen möchtest. Dein Oberkörper folgt dem Becken und dreht sich auch leicht nach links, so dass er zu den Schultern des Pferdes parallel bleibt &#8211; diese sollten sich nämlich auch leicht drehen, wenn das Pferd sich durch seinen Körper biegt.</li>



<li>Die verwahrende rechte Hand geht durch die Drehung des Oberkörpers leicht nach vorne, behält aber weiter die Verbindung zum Maul.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zirkel &#8211; Volten &#8211; einfache Biegungen</strong></h3>



<p>Wie im Absatz &#8222;Stellung und Biegung&#8220; erklärt, brauchst Du diese schon um einfache gebogene Linien zu reiten. Beim Reiten eines Zirkels auf der linken Hand stellst und biegst Du Dein Pferd also nach links. Der äußere Zügel liegt verwahrend am Pferdehals. Er verhindert, dass das Pferd über die äußere Schulter nach außen driftet. Der innere Zügel gibt die Stellung des Pferdekopfes nach innen vor. Achte darauf, dass Du beide Hände auf gleicher Höhe hälst, ansonsten kann es passieren, dass sich Dein Pferd im Genick verwirft. Genauso solltest Du aufpassen, dass Deine Hände jeweils auf ihrer Seite des Widerrists bleiben &#8211; vielen Reitern passiert es schnell, dass sie zu enthusiastisch &#8222;lenken&#8220; wollen und dabei eine Hand über den Widerrist nach außen oder innen ziehen.</p>



<p><strong>Wichtig:</strong> der innere Zügel ist nicht dazu da, das Pferd auf der Kreisbahn zu halten, er gibt nur die Stellung vor. Das Pferd wird über Sitz- und Schenkelhilfen und den äußeren Zügel auf der Kreisbahn gehalten. Ziehst Du es über den inneren Zügel auf den Zirkel, wird es auf die innere Schulter fallen und sich nicht korrekt biegen.</p>



<p><a href="https://herzenspferd.de/biegungen-reiten-zirkel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr zu den Hilfen für das Reiten von Biegungen findest Du hier.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Alternativen</strong></h2>



<p>Wie bereits geschrieben bin ich kein Freund von starren Vorgaben und Formen, in die man gepresst werden soll &#8211; weder für das Pferd, noch für den Reiter. Ich finde nichts schlimmer, als beim Reiten in Untätigkeit und Starre zu verharren, nur damit man einem Bild gerecht wird und nichts falsch macht. Deshalb stelle ich hier noch zwei andere Arten der Zügelführung vor, die &#8211; passend eingesetzt &#8211; Reiter und Pferd weiterhelfen können.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zügel von oben nach unten durch die Hand</strong></h3>



<p>Genau umgekehrt wie bei der &#8222;normalen&#8220; Zügelführung, verläuft der Zügel hier von oben zwischen Daumen und Zeigefinger durch die Faust nach unten zwischen Ringfinger und kleinem Finger aus der Hand heraus. Diese Zügelführung hilft vor allem dann wenn Du dazu neigst die Hände nicht aufrecht zu tragen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Einhändige Zügelführung</strong></h3>



<p>Die einhändige Zügelführung kennt man vor allem aus der Westernreiterei. Doch auch beim klassischen englischen Reiten war sie ursprünglich Endziel der Ausbildung: ein einhändig auf Kandare gerittenes Pferd. Doch die einhändige Zügelführung kann auch schon vor dieser hohen Stufe der Ausbildung Sinn machen, zum Beispiel wenn man mit Handpferd reitet oder sich selbst darauf schulen will, weniger mit der Hand zu tun. Diese Art der Zügelführung zwingt einen dazu, sich seinem Sitz bewusster zu werden und ihn mehr einzusetzen. Sie kann also besonders Reitern weiterhelfen, die sich diverse &#8222;Unarten&#8220; bei der beidhändigen Zügelführung angewöhnt haben, wie Ziehen am inneren Zügel, unterschiedlich hohe Hände, einen Zügel mehr einsetzen als den anderen und Ähnliches.</p>



<p><a href="https://pferdekosmos.de/alles-in-einer-hand-so-gehts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier werden verschiedene Varianten der einhändigen Zügelführung erklärt.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>An der Länge des Artikels ist zu erkennen, was für ein komplexes Thema die Zügelführung und Zügelhilfen sind. Vor allem weil sie so dynamisch und individuell an Situation und Pferd angepasst werden müssen, können in einem allgemeinen Beitrag immer nur Grundlagen beschrieben werden. <strong>Für alles weitere kommt man um Unterricht vor Ort nicht herum &#8211; aber dafür sollte sich sowieso jeder Reiter regelmäßig Zeit nehmen!</strong></p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie klappt es bei Dir mit der Zügelführung? Hast Du vielleicht noch tolle Tipps oder Tricks für das eine oder andere Problem? Einfach einen Kommentar schreiben!</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/4eb9ea7accad48b6919e5616f0af14d2" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></h4>



<img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="http://vg08.met.vgwort.de/na/4eb9ea7accad48b6919e5616f0af14d2" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527">
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		<title>Renvers am Boden &#8211; so geht&#8217;s!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2017 17:11:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Dressur]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnastizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Renvers]]></category>
		<category><![CDATA[Schulterherein]]></category>
		<category><![CDATA[Seitengänge]]></category>
		<category><![CDATA[Travers]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Renvers ist neben dem Travers und dem Schulterherein eine der grundlegenden Übungen wenn Du Dein Pferd gymnastizieren willst. Weil das Erarbeiten dieser Übung im Sattel für viele Reiter eine Herausforderung ist, bietet es sich an, das Renvers erst mal vom Boden aus zu üben. Du siehst am Boden genau, was Dein Pferd tut und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Renvers ist neben dem <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/" target="_blank" rel="noopener">Travers</a> und dem <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/">Schulterherein</a> eine der <a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/">grundlegenden Übungen</a> wenn Du Dein Pferd gymnastizieren willst.</p>



<p>Weil das Erarbeiten dieser Übung im Sattel für viele Reiter eine Herausforderung ist, bietet es sich an, das Renvers erst mal vom Boden aus zu üben. Du siehst am Boden genau, was Dein Pferd tut und kannst es besser korrigieren und Dein Pferd muss nicht noch zusätzlich zur neuen Bewegung Dich auf seinem Rücken ausbalancieren. Auch für die Gymnastizierung von Pferden, die nicht geritten werden (können), ist die Bodenarbeit eine wichtige Möglichkeit der Gesunderhaltung.</p>



<p>Deshalb dreht sich in diesem Artikel alles um das Renvers vom Boden.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kurz: Was ist Renvers und was bewirkt es</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="278" height="400" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/Renvers-1.jpg" alt="Zeichnung eines Pferdes im Renvers" class="wp-image-3790" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/Renvers-1.jpg 278w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/Renvers-1-209x300.jpg 209w" sizes="(max-width: 278px) 100vw, 278px" /></figure>



<p>Beim Renvers läuft das Pferd auf zwei Hufschlägen: die Vorhand auf dem dritten oder vierten Hufschlag, die Hinterhand auf dem Ersten. Dabei ist es in Bewegungsrichtung gestellt und gebogen. Es ist also die spiegelverkehrte (Konter-)Übung zum <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/" target="_blank" rel="noopener">Travers</a>.</p>



<p>Das äußere Hinterbein (das ist das Bein auf der Seite des Pferdes, von der es weggebogen ist. Auf der rechten Hand also das linke Bein) soll vermehrt in Richtung des Schwerpunkts des Pferdes treten und somit mehr Gewicht aufnehmen. Dies trainiert die Tragkraft und somit die <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Versammlungsfähigkeit</a> des Pferdes. Zusätzlich wird seine äußere Körperseite gedehnt.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Renvers &#8211; Schritt für Schritt Anleitung</strong></h2>



<p>Wenn Du mit Deinem Pferd das Renvers üben möchtest, kannst Du das mit einem gut passenden <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/products/shape-it-cavesson-von-barefoot?ref=5" target="_blank" rel="nofollow noopener">Kappzaum</a>* oder einer Trense tun. Zusätzlich brauchst Du eine Gerte als Verlängerung deines Arms, um die Hinterhand gezielt ansprechen zu können.</p>



<p>Es gibt zwei Möglichkeiten das Renvers zu erarbeiten: aus dem <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener">Schulterherein</a> oder aus einer Vorhandwendung heraus. Welche der beiden Möglichkeiten besser funktioniert, ist von Pferd zu Pferd verschieden und muss ausprobiert werden.</p>



<p><strong>Wichtig bei beiden Möglichkeiten:</strong> hab Geduld mit Deinem Pferd und Dir selbst! Ihr macht etwas für euch beide Neues und müsst erst einmal lernen, euch zu koordinieren. Die Übung ist also nicht nur körperlich anstrengend, sondern erfordert auch viel Konzentration. Baue deshalb genug Pausen ein und mache die Trainingseinheiten nicht zu lange. Wenn es nicht klappt und ihr euch festfahrt, breche die Übung ab, gehe eine entspannte Runde geradeaus und versuche es noch einmal.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Deine Position</strong></h3>



<p>Bei der Handarbeit gibt es verschiedene Möglichkeiten der Positionierung zum Pferd befindet. Ich beschreibe hier die, die ich auch benutze, aus dem einfachen Grund, dass ich mich mit der Hilfengebung in dieser Position besser auskenne. Nehmen wir an, Du bewegst Dich linker Hand mit Deinem Pferd:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Je nachdem wie lang Dein Arm und der Hals Deines Pferdes ist, kannst Du mit Deiner linken Hand entweder in den Gebissring/an den Kappzaum fassen oder den Zügel auf dieser Seite möglichst nah am Pferdemaul greifen. Den äußeren Zügel legst Du über den Widerrist Deines Pferdes und hältst ihn in der rechten Hand. Dort hältst Du auch die Gerte.</li>



<li>Laufe auf Schulterhöhe Deines Pferdes. Dein Oberkörper ist leicht zum Pferd gedreht und die Gerte zeigt waagerecht nach hinten zur Hinterhand oder schräg nach unten, wenn Du sie gerade nicht brauchst. Du rahmst also Dein Pferd zwischen Deiner linken Hand und der rechten Hand mit der Gerte ein. Achte darauf, dass Du weiter <strong>geradeaus</strong> läufst und Deine Beine nicht seitwärts überkreuzt.</li>



<li>Es ist wichtig, dass Du auf Schulterhöhe bleibst und nicht zu weit vor das Pferd kommst, da Deine Körpersprache sonst bremsend auf es wirkt.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Renvers aus dem Schulterherein</strong></h3>



<p>Dazu kannst Du das Pferd zum Beispiel im Schulterhein anhalten (und es in der Haltung stehen lassen) oder es aus einem sehr langsamen Schulterherein heraus versuchen. Um zum Renvers zu kommen musst Du dann &#8222;nur&#8220; behutsam die Stellung und Biegung des Pferdes ändern.</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Halte Dein Pferd im Schulterherein an oder verlangsame es so weit wie möglich. Stelle es nun mit vorsichtigen <a href="https://herzenspferd.de/ganze-parade-reiten/" target="_blank" rel="noopener">halben Paraden</a> am äußeren Zügel (er wird dann zum neuen inneren Zügel) so um, dass es von Dir weg schaut. Du solltest auf keinen Fall an seinem Kopf ziehen, dadurch verwirft sich Dein Pferd schnell im Genick und reagiert auf Deinen Druck mit Gegendruck. Der im Schulterherein äußere Zügel wird nun zum inneren Zügel, der das Pferd stellt. Der neue äußere Zügel wirkt verwahrend.</li>



<li>Achte darauf, dass Dein Pferd sich gleichmäßig duch seinen Körper biegt und nicht nur den Hals herumnimmt &#8211; seine innere Hüfte muss nach vorne kommen.</li>



<li>Treibe nun Dein Pferd an. Mit der Gerte solltest Du das äußere Hinterbein in dem Moment touchieren, in dem es abfußt. Dies signalisiert Deinem Pferd, dass es mit dem Hinterbein weiter untertreten soll.</li>



<li>Achte darauf, dass die Kruppe des Pferdes nicht zu weit nach vorne kommt. Um das Ausfallen über die äußere Schulter zu verhindern setzt Du den äußeren Zügel verwahrend ein.</li>



<li>Halte ein gleichmäßiges, nicht zu schnelles, nicht zu langsames Tempo – lieber wenige, gute und bewusste Tritte, als viele schnelle. Je nach Ausbildungsstand des Pferdes reichen schon ein paar Tritte im Renvers oder Du kannst eine ganze lange Seite ablaufen. Renvers lässt sich auch auf der Diagonalen oder auf einem Zirkel üben.</li>
</ol>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Renvers aus der Vorhandwendung</strong></h3>



<ol class="wp-block-list">
<li>Stelle und biege Dein Pferd nach innen und lasse seine Hinterhand um die Vorhand weichen. Dazu tippst Du es mit der Gerte leicht an der Stelle an, an der Dein Schenkel liegen würde, wenn Du im Sattel säßest &#8211; also eine Handbreit hinter dem Sattelgurt. Der äußere Zügel sollte eine weiche Verbindung zum Pferdemaul haben und sorgt dafür, dass es mit den Vorderbeinen stehen bleibt.</li>



<li>Wenn das gut klappt, versuchst Du das Gleiche noch einmal &#8211; nur dass Du nun das Pferd nicht stellst, sondern es weiter geradeaus schauen soll. Um zu verhindern, dass es sich nach innen stellt, setzt Du den äußeren Zügel (sanft!) ein. Du kannst auch Deine Hand am Kopf des Pferdes einsetzen, um sicherzustellen, dass es gerade bleibt.</li>



<li>Funktioniert auch das problemlos, führst Du Dein Pferd auf einer Volte und stellst es mit Hilfe des äußeren Zügels (der dann zum inneren Zügel wird &#8211; innen ist in dem Fall immer da, wohin sich das Pferd biegt) von Dir weg. Gleichzeitig gibst Du, wie in den Schritten vorher, die Gertenhilfe zum Weichen der Hinterhand. Im Gegensatz zu den Schritten vorher, bewegt sich die Vorhand nun auch auf einem Kreis, während die Hinterhand einen etwas größeren Kreis beschreibt. Dein Pferd geht Renvers auf einer Volte.</li>



<li>Ist das Renvers auf der Volte kein Problem mehr, kannst Du Dein Pferd über eine solche &#8222;Renvers-Volte&#8220; zur Bande führen. Dort kommt es dann mit der Hinterhand auf dem ersten Hufschlag und mit der Vorhand auf dem dritten oder vierten Hufschlag an. Laufe nun geradeaus und achte darauf, dass Dein Pferd Dich nicht mit seiner Schulter wegschiebt (immerhin hat es vielleicht noch im Kopf, dass es eine Volte gehen soll). Mit der Gerte sorgst Du dafür, dass die Hinterhand weiter mitkommt.</li>
</ol>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="445" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/Renvers-aus-Volte-1.jpg" alt="Zeichnung des Übergangs aus der Renvers-Volte zum Renvers geradeaus" class="wp-image-3791" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/Renvers-aus-Volte-1.jpg 500w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/Renvers-aus-Volte-1-300x267.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2017/01/Renvers-aus-Volte-1-400x356.jpg 400w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Das Renvers vom Boden aus ist etwas anspruchsvoller als das Schulterherein. Deshalb ist es wichtig, dass Dein Pferd das Schulterherein problemlos kann, bevor Du mit dem Renvers beginnst. Trotzdem sollte es Dich nicht abschrecken das Renvers zu üben: abwechselnd mit <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener">Schulterherein</a> und <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/" target="_blank" rel="noopener">Travers</a> ist es eine großartige Kombination um Dein Pferd zu gymnastizieren, es geschmeidiger und lockerer zu machen und an der Versammlung zu arbeiten.</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Bei den Pferdefreunden gibt es Ideen für den</span> <a href="https://360gradpferd.de/seitengaenge-reiten/" target="_blank" rel="noopener">Trainingsaufbau mit Seitengängen</a>.</p>



<p>Wie immer gehört natürlich auch hier etwas Übung dazu und man sollte sich die ersten paar Male von einem Trainer oder einer erfahrenen Stallkollegin korrigieren lassen. Dieser Artikel ersetzt keinen Unterricht mit einem ausgebildeten Trainer vor Ort. Am Besten suchst Du Dir einen guten Reitlehrer, der Dich unterstützt!</p>



<p>Du willst noch mehr über Boden- und Handarbeit lernen? Dann kann ich Dir <a href="https://www.amazon.de/Gymnastizierende-Arbeit-Hand-Losgelassenheit-Selbstvertrauen/dp/3861274493/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;qid=1471463093&amp;sr=8-1&amp;keywords=handarbeit+pferd&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=365f2b43e435961faa8777c8eae0073d" target="_blank" rel="nofollow noopener">dieses Buch</a>* empfehlen:<br><a href="https://www.amazon.de/Gymnastizierende-Arbeit-Hand-Losgelassenheit-Selbstvertrauen/dp/3861274493/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;qid=1471463093&amp;sr=8-1&amp;keywords=handarbeit+pferd&amp;linkCode=li3&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=365f2b43e435961faa8777c8eae0073d" target="_blank" rel="nofollow noopener"><img decoding="async" data-jpibfi-post-excerpt="" data-jpibfi-post-url="https://herzenspferd.de/alternativen-zum-reiten-bodenarbeit/" data-jpibfi-post-title="Alternativen zum Reiten: 12 Dinge, die Du mit Deinem Pferd vom Boden aus machen kannst!" border="0" class="td-animation-stack-type0-2" src="http://ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3861274493&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=twoheartsones-21"></a></p>



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		<title>Gymnastikstunde für Freizeitpferde – Ideen für den Trainingsaufbau</title>
		<link>https://herzenspferd.de/trainingsaufbau-pferd-dressur/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2016 13:12:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Aufwärmen]]></category>
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		<category><![CDATA[Training]]></category>
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		<category><![CDATA[Übungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Du möchtest, dass Dein Pferd Dich bis ins hohe Alter gesund und schmerzfrei tragen kann, kommst Du nicht daran vorbei es zu trainieren und gymnastizieren. Dressur ist hier das entscheidende Stichwort. Leider gibt es immer noch viele Freizeitreiter, die unter Dressur das verstehen, was man auf den nationalen und internationalen Turnierplätzen so häufig sieht. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/trainingsaufbau-pferd-dressur/">Gymnastikstunde für Freizeitpferde – Ideen für den Trainingsaufbau</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wenn Du möchtest, dass Dein Pferd Dich bis ins hohe Alter gesund und schmerzfrei tragen kann, kommst Du nicht daran vorbei es zu trainieren und gymnastizieren.</p>



<p>Dressur ist hier das entscheidende Stichwort.</p>



<p>Leider gibt es immer noch viele Freizeitreiter, die unter Dressur das verstehen, was man auf den nationalen und internationalen Turnierplätzen so häufig sieht. Der Dressursport hat sich in den letzten Jahren fleißig einen schlechten Ruf erarbeitet: Rollkur, blutende Mäuler, Taktfehler, weggedrückte Rücken – die Liste ließe sich fortführen. Das soll keineswegs heißen, dass alle Sportreiter schlecht reiten, aber viel Positives hört und sieht man aktuell nicht.</p>



<p><strong>Dabei ist die Dressur in ihrem eigentlichen Sinne – und so wie sie geritten werden sollte – nur ein Mittel zum Zweck: die Gesunderhaltung des Pferdes. Die Dressur ist für das Pferd da. Richtig geritten baut das Pferd gesunde, tragfähige Muskulatur auf, wird geschmeidig und beweglich und lernt den Reiter entspannt zu tragen.</strong></p>



<p>Die Dressur ist also nicht nur etwas für Sportpferde, sondern auch für alle Freizeitpferde. Besonders im Gelände profitieren Freizeitpferde von der Dressur: sie haben gelernt sich unter dem Reiter auszubalancieren und sind damit trittsicherer, sie haben eine kräftigere Muskulatur und mehr Ausdauer.</p>



<p><span style="color: #808080;">Lesetipp: Auf Pferde-Freunde.com gibt es einen ganzen Artikel darüber, <a href="https://360gradpferd.de/der-freizeitreiter-und-die-dressur/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">warum auch Freizeitpferde die Dressur brauchen.</a></span></p>



<p><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Grundsätzliches</strong></h2>



<p>Jedes Training (und der Trainingsaufbau) sollte immer individuell auf das jeweilige Pferd und seine Bedürfnisse abgestimmt werden. Deshalb ist es unmöglich einen Trainingsplan zu erstellen, der für alle passt. <strong>Die folgenden Beispiele sind also nicht dazu da um sie genau so nachzureiten, sondern um sich grundsätzliche Anregungen und Ideen für den eigenen Trainingsaufbau mitzunehmen.</strong> Vielleicht lässt man dazu bestimmte Elemente weg oder fügt andere hinzu – ganz wie es zum eigenen Pferd passt. Wenn Du nicht einschätzen kannst, wie Du Dein Pferd trainieren musst, solltest Du Dir einen Trainer vor Ort suchen. Viele bieten an gemeinsam einen mehrmonatigen Trainingsplan zu erstellen.</p>



<p>Wenn ich Minutenangaben mache, sind das ungefähre Schätzwerte und bei mir in jedem Training anders. Auch hier muss man wieder darauf achten, was das Pferd braucht und sein Vorgehen entsprechend anpassen.</p>



<p>In allen Phasen gilt: einer anstrengenden Übung sollte immer ein Lob und eine Pause folgen! Die Muskeln müssen sich zwischendurch immer entspannen dürfen, damit sie nicht verkrampfen. Also gerne immer wieder die Zügel aus den Hand kauen lassen, eine Runde entspannt laufen lassen (oder sogar anhalten) und dann die Zügel langsam wieder mit Lektionen auf gebogenen Linien (Volten, Zirkel, Schlangenlinien, Schulterherein) aufnehmen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gymnastikstunde für Freizeitpferde</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Wärme Dich auf</strong></h3>



<p>Die meisten von uns kommen nach einem Tag auf der Arbeit oder in der Schule zum Pferd. Im Laufe dieses Tages wird unsere Haltung in der Regel immer schlechter: die Schultern sacken nach vorne, der Rücken wird rund und wir haben womöglich viel gesessen und sind nicht mehr so geschmeidig wie am Morgen. Genauso wie unser Pferd, sollten wir uns deshalb vor dem Reiten aufwärmen. <strong>Aufgewärmt wird es gleich viel leichter gut zu sitzen.</strong></p>



<p><strong>Meine Lieblingsübungen sind:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Arme rotieren:</strong> Du stellst Dich hüftbreit hin und streckst beide Arme horizontal zum Boden zu den Seiten aus, die Daumen zeigen nach vorne. Nun rotierst Du die Arme so, dass die Daumen nach unten zeigen. Danach die Daumen nach vorne, nach oben und nach hinten. Das machst Du mehrmals hintereinander. Danach führst Du die gleiche Rotation nochmal aus, nur dass die Bewegung diesmal nicht nur aus den Armen, sondern auch aus der Schulter kommt.</li>



<li><strong>Kopf kreisen: </strong>Stelle Dich hüftbreit hin und schaue einmal über Deine rechte Schulter und einmal über die Linke. Merke Dir einen Punkt auf beiden Seiten, der Dir anzeigt, wie weit Du Deinen Kopf drehen konntest. Danach schaust Du wieder geradeaus. Drehe dann Deinen Kopf minimal zur rechten Seite. Stelle Dir vor Du schaust auf eine Uhr vor Dir. Dein Kopf dreht sich nur von 12:00 Uhr auf 12:02 Uhr – also eine wirklich kleine Bewegung. Mach das ein paar Mal, danach schaust Du genauso nach links.<br>Schaue wieder gerade nach vorne. Nun kippst Du Deinen Kopf ein paar Mal nach rechts, dann ein paar Mal nach links – auch wieder nur kleine Bewegungen. Anschließend drehst Du den Kopf wieder gerade und kippst ihn mehrfach minimal nach vorne (Kinn in Richtung Hals).<br>Wenn Du alle diese Bewegungen durch hast, ist es an der Zeit, sie zu kombinieren. Drehe Deinen Kopf minimal nach rechts, kippe ihn dann ein bisschen zur Seite und dann nach vorne. Es ist quasi die Bewegung des normalen Kopfkreisens, nur sehr viel langsamer, bewusster und kleiner. Bringe Deinen Kopf wieder in die Ausgangsposition und starte von vorne. Mache die Übung ein paar Mal auf beiden Seiten.<br>Wenn Du jetzt wieder Deinen Kopf drehst so weit Du kannst, wirst Du merken, dass sich der Bewegungsradius erhöht hat. Und wenn Du dann mal ans Pferd denkst, wirst Du merken, dass wir so eine Übung mit ihm machen, wenn wir an Stellung, Biegung und Nachgiebigkeit arbeiten.</li>



<li><strong>Hüfte kreisen: </strong>Stell Dich hüftbreit hin und stütze Deine Händen an die Hüfte. Nun lässt Du sie (in beide Richtungen) so weit kreisen wie Du kannst. Lehne Dich mit Deinem Oberkörper richtig nach vorne und hinten um die Bewegung größer zu machen. Lasse den Kreis, den Du mit der Hüfte beschreibst – und somit die Bewegung – mit der Zeit immer kleiner werden, bis Du nur noch die Hüfte und nicht mehr den Oberkörper bewegst. Stell Dir vor Du hast in deinem Becken vier Punkte: die beiden Sitzhöcker hinten und die rechte und linke Seite des Schambeins vorne. Von diesen Punkten ist beim Hüftkreisen immer einer am tiefsten – Du sprichst sie also nacheinander an. Auch diese Bewegung ist beim Reiten wichtig.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Arbeit an der Hand: 10 Minuten</strong></h3>



<p>Eine Trainingseinheit erst mal vom Boden aus anzufangen hat vor allem zwei Vorteile: Du wärmst Dein Pferd sanft ohne Reitergewicht auf und Du selbst wärmst Dich auf und setzt Dich nicht steif und kalt in den Sattel. Fast alle Lektionen, die man im Sattel übt, können auch vom Boden aus gemacht werden. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass man Fehler schneller erkennen und Übungen, die einem im Sattel schwerfallen, leichter umsetzen kann.</p>



<p>Schöne Übungen an der Hand sind zum Beispiel:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Übertreten lassen</li>



<li><a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Führen in Stellung und Biegung</a></li>



<li><a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schulterherein</a></li>



<li><a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kruppeherein</a></li>



<li><a href="https://www.pferdefluesterei.de/kopf-tief-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kopf tief</a> bei nervösen Pferden</li>
</ul>



<p>Die Übungen locker und entspannt und nicht zu lange durchführen. Ein paar gute Tritte und darauf folgendes Lob sind besser als sich so lange daran aufzuhalten, bis das Pferd nicht mehr kann. Einige der Übungen sind durchaus anstrengend für’s Pferd, das sollte man nicht unterschätzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Schrittarbeit: 10 Minuten</strong></h3>



<p>Im Schritt reite ich die ersten Minuten am langen Zügel ganze Bahn und auf Zirkeln warm. Eventuell mache ich währenddessen noch ein paar Lockerungsübungen auf dem Pferd.</p>



<p>Im Schritt übe ich vor allem die Seitengänge und reite viele <a href="https://herzenspferd.de/biegungen-reiten-zirkel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gebogene Linien</a>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Schulterherein</li>



<li>Konterschulterherein</li>



<li>Kruppeherein</li>



<li>Renvers</li>



<li>Zirkel, Volten, Schlangenlinien und Achten</li>
</ul>



<p>Dabei achte ich darauf, nicht zu viel zu machen. Das Pferd soll nicht bis zu seiner Erschöpfungsgrenze gehen müssen, denn dann verkrampfen die Muskeln und Losgelassenheit ist nicht mehr möglich. Lieber nur wenige, gute Tritte, als viele überstürzte, weil das Pferd keine Kraft mehr hat. Generell sollte jede Übung langsam und konzentriert durchgeführt werden, überstürzt man sie, schleichen sich Fehler ein und die positive Wirkung geht in vielen Fällen verloren.</p>



<p>Das oberste Ziel ist immer, das Pferd locker und in klarem Takt laufen zu lassen. Wird der Schritt zu spannig, sollte man seine Zügelführung überprüfen, die Zügel eventuell etwas nachgeben und locker vorwärts reiten bis das Pferd sich wieder entspannt hat.</p>



<p><span style="color: #808080;">Lesetipp: Viele</span> <a href="http://kultreiter.de/schritt-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tipps zum richtigen Schritt reiten</a><span style="color: #808080;"> und warum der Schritt so wichtig ist kannst Du bei Kultreiter nachlesen</span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Trab- und/oder Galopparbeit: 20 Minuten</strong></h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Trab</strong></h4>



<p>Ist das Pferd locker und durchlässig im Schritt beginne ich mit dem Trab. Alle Seitengänge, die man im Schritt reiten kann, sind natürlich auch im Trab möglich. Dazu sollten sie im Schritt aber bei Dir und Deinem Pferd schon gut funktionieren – im Trab müssen die Hilfen schneller kommen und Du musst Dich zusätzlich noch mehr ausbalancieren.</p>



<p>Sind die Seitengänge noch nicht so sicher, kannst Du alternativ oder zusätzlich viele gebogene Linien reiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zirkel und Volten</li>



<li>Durch den Zirkel wechseln und aus dem Zirkel wechseln (je nach <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schiefe</a> des Pferdes vielleicht auch mal in Außenstellung wechseln)</li>



<li>Zirkel vergrößern und verkleinern</li>



<li>Schlangenlinien</li>



<li>Achten</li>
</ul>



<p>Außerdem kannst Du Tempounterschiede reiten, zum Beispiel an den kurzen Seiten langsam, an den langen Seiten verstärken (oder umgekehrt).</p>



<p>Auch Trab &#8211; Schritt &#8211; Trab und Trab &#8211; Halt &#8211; Trab Übergänge sind tolle Übungen um die Durchlässigkeit Deines Pferdes zu überprüfen, es aufmerksamer zu machen und die Hinterhand zu aktivieren. Bei solchen Übergängen ist besonders darauf zu achten, dass Dir Dein Pferd beim Durchparieren nicht auf die Vorhand fällt (<a href="https://herzenspferd.de/durchparieren-trick/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier gibt es einen nützlichen kleinen Tipp zum Durchparieren</a>).</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Galopp</strong></h4>



<p>Manche Pferde lösen sich besser im Galopp als im Trab, deshalb kann man den Galopp auch problemlos vorziehen. Im Galopp kannst Du zum Beispiel:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Seitengänge wie Schulterherein und Travers reiten,</li>



<li>Zirkel (und evtl. mit einem einfachen Galoppwechsel über den Schritt aus dem Zirkel wechseln)</li>



<li>Schlangenlinien mit Galoppwechseln</li>



<li>Übergänge Galopp &#8211; Trab &#8211; Galopp und Galopp &#8211; Schritt &#8211; Galopp, das fördert vor allem die Hinterhand. Jedes neue Anspringen in den Galopp fördert den Muskelaufbau. Bei den Übergängen solltest Du besonders auf ein sauberes Anspringen auf den Punkt und ein fleißiges Antreten nach dem Durchparieren achten.</li>



<li>Tempounterschiede</li>



<li>Außengalopp &#8211; auch der kräftigt die Hinterhand und sollte vor allem am Anfang nicht zu lange am Stück geritten werden</li>
</ul>



<p><a href="http://kultreiter.de/galopp-uebungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weitere schöne Tipps und Ideen zur Gymnastizierung im Galopp findest Du hier.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>5. Zügel aus der Hand kauen lassen und entspannt abreiten</strong></h3>



<p>Ich steige dazu gerne ab und führe mein Pferd noch eine Weile, statt darauf sitzen zu bleiben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Training ohne Halle oder Reitplatz</strong></h2>



<p>Du hast keinen Platz? Kein Problem &#8211; die meisten Elemente dieses Trainings lassen sich auch im Gelände durchführen. Seitengänge kannst Du zum Beispiel Prima auf Waldwegen üben. Der Rand des Weges ist dann die „Bande“ an der Du und Dein Pferd euch optisch ausrichten könnt. Du kannst von einem Wegesrand zum anderen Schenkelweichen reiten, Volten können auf größeren Kreuzungen geritten werden. An Kreuzungen, an denen Du abbiegen willst, kannst Du entweder korrekt gebogen um die Kurve reiten, oder Du reitest in die Kreuzung hinein und machst eine halbe Vorhand- oder Hinterhandwendung in Richtung des geplanten Weges.</p>



<p>Du siehst, mit ein wenig Phantasie gibt es auch im Gelände unendlich viele Möglichkeiten Dressur zu reiten. Für Pferde, die auf dem Platz oder in der Halle faul sind, kann das eine tolle Alternative sein.</p>



<p><span style="color: #808080;">Lesetipp: Mehr Ideen zum Training im Gelände findest Du <a href="http://kultreiter.de/training-im-gelaende/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier bei Kultreiter</a> und <a href="http://nordfalben.de/dressur-im-gelaende/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier bei Nordfalben</a>.</span></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine Beispielstunde</strong></h2>



<p>Wie bereits geschrieben muss man das Training dem Pferd anpassen &#8211; deshalb kann man keine allgemeinen Trainingspläne erstellen!<strong> Die folgende Auflistung ist also nur ein Beispiel und sollte auch nur als Denkansatz genutzt werden.</strong></p>



<p><strong>Aufwärmen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Schritt am langen Zügel. Große gebogene Linien (Zirkel, einfache Schlangenlinie) mit vielen Handwechseln.</li>



<li>Aus dem Zirkel wechseln in Außenstellung &#8211; von der hohlen Seite auf die Zwangsseite &#8211; durch Verschieben der Schulter (bringt das Gewicht weg von der überlasteten inneren Schulter, auf die das hohle Pferd bevorzugt fällt)</li>



<li>Nach 5-10 Minuten: Schulterherein auf dem Zirkel, an der langen Seite oder durch die Bahn. Lieber wenige gute Tritte und dann gleich eine Pause. Viele Handwechsel.</li>



<li>Übergänge Schritt &#8211; Halt – Schritt, Rückwärtsrichten – Schritt (nicht zu häufig und darauf achten, dass das Pferd im Rückwärtsrichten nicht den Kopf hochreißt und den Rücken wegdrückt, dann geht der positive Effekt verloren)</li>
</ul>



<p><strong>Trabarbeit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gleiches Programm wie im Schritt (viele gebogene Linien, Seitengänge – falls sie im Schritt schon problemlos klappen)</li>



<li>Tempounterschiede (Z.B. kurze Seite zurücknehmen, lange Seite zulegen)</li>



<li>Übergänge Trab &#8211; Schritt &#8211; Trab mit Fokus auf flüssiges Durchparieren mit aktiver Hinterhand und fleißiges Antreten in den Trab.</li>



<li>Viele Handwechsel, immer wieder Zügel aus der Hand kauen lassen und Pause.</li>
</ul>



<p><strong>Galopparbeit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zirkel und große gebogene Linien auf beiden Händen (evtl. Seitengänge)</li>



<li>Viele Übergänge Trab – Galopp und Schritt – Galopp um die Hinterhand zu aktivieren. Besonders das Angaloppieren ist anstrengend und ein gutes Hinterhandtraining. Dabei aber unbedingt auf ein sauberes Angaloppieren „auf den Punkt“ achten, das Pferd nicht in den Galopp reinrennen lassen oder reintreiben.</li>



<li>Viele Handwechsel, evtl. mit einfachem Galoppwechsel.</li>



<li>Immer wieder Zügel aus der Hand kauen lassen und Pause.</li>
</ul>



<p><strong>Abreiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Am langen Zügel entspannen lassen und „nichts mehr vom Pferd wollen“ – evtl. direkt absteigen und führen statt zu reiten.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Auch Freizeitpferde brauchen ein Sportprogramm &#8211; oder würdest Du Dir untrainiert einen 10kg Rucksack auf den Rücken schnallen und wandern gehen? (Hab ich schon gemacht, ist nicht zu empfehlen)</p>



<p>Du musst gar kein riesen Dressur-Profi sein, es gibt viele effektive Übungen, die gar nicht so schwer umzusetzen sind und Deinem Pferd sehr zu Gute kommen. Wenn Du nicht genau weißt, was Dein Pferd braucht und wie Du das Training am Besten aufbaust damit es ihm hilft, kannst Du Dir von einem Trainer oder Reitlehrer einen Trainingsplan erstellen und die richtige Ausführung der Übungen zeigen lassen. Auch einen Platz oder eine Halle braucht es nicht unbedingt, mit etwas Kreativität lässt sich auch prima im Gelände üben.</p>



<p>Und es muss auch nicht jeden Tag sein, aber ein bisschen was machen solltest Du auf jeden Fall &#8211; Deinem Pferd zu liebe!</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Woran arbeitest Du gerade mit Deinem Pferd? Wie sieht euer Training aus?</strong></h4>



<img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="http://vg08.met.vgwort.de/na/f57ac2cf70d84b2d8c0de931d0ea4272" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527">



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/f57ac2cf70d84b2d8c0de931d0ea4272" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"/></figure>
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		<title>Schulterherein am Boden &#8211; so geht&#8217;s!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2015 12:24:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Dressur]]></category>
		<category><![CDATA[gymnastizieren]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnastizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Handarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[klassische Dressur]]></category>
		<category><![CDATA[Schulterherein]]></category>
		<category><![CDATA[Seitengänge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Schulterherein ist eine der grundlegenden Übungen wenn Du Dein Pferd gymnastizieren willst (der nächste Schritt und eine perfekte Ergänzung ist das Kruppeherein). Möchtest Du ein lockeres, dauerhaft gesundes Pferd kommst Du kaum darum herum Schulterherein zu reiten. Für viele Reiter ist das Schulterherein aber gar nicht so einfach zu reiten: man muss die korrekten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Schulterherein ist eine der grundlegenden Übungen wenn Du Dein Pferd gymnastizieren willst (der nächste Schritt und eine perfekte Ergänzung ist das <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/">Kruppeherein</a>). Möchtest Du ein lockeres, dauerhaft gesundes Pferd kommst Du kaum darum herum Schulterherein zu reiten.</p>



<p>Für viele Reiter ist das Schulterherein aber gar nicht so einfach zu reiten: man muss die korrekten Hilfen im Kopf haben und auch umsetzen, seinen eigenen Körper und den des Pferdes koordinieren und schnell korrigierend einwirken können. Und auf dem Pferd sieht man nicht einmal, ob alles korrekt ausgeführt wird, man muss es fühlen. Hat man keinen Trainer oder eine Stallkollegin zur Hilfe wird die eigene Fehlerkorrektur sehr schwer.</p>



<p>Deshalb erkläre ich heute, wie man das Schulterherein vom Boden aus üben kann.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kurz: Was ist Schulterherein und was bewirkt es</strong></h2>



<p>Beim Schulterherein ist das Pferd gegen die Bewegungsrichtung gebogen. Es läuft auf drei, beziehungsweise in der klassischen Reitweise auf vier, Hufschlägen seitwärts-vorwärts. Schaut man sich das Pferd von hinten an sieht man entweder drei oder alle vier Beine. Will man das Schulterherein auf drei Hufschlägen üben, muss das Pferd mehr gebogen und weniger abgestellt werden &#8211; ich erkläre das bei der Hilfengebung noch einmal genauer.</p>



<p>Durch die Biegung des Pferdes überkreuzt es die Hinterbeine. Das bewirkt, dass das innere Hinterbein mehr unter den Schwerpunkt tritt und das Pferd sich somit mehr versammelt. Es wird mehr Gewicht von der Hinterhand aufgenommen und die äußere Schulter wird freier und lockert sich.</p>



<p>Das Schulterherein ist also versammelnd und lockernd. Je nach natürlicher Schiefe des Pferdes kann man es prima zur <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener">Geraderichtung</a> und Dehnung der Muskulatur einsetzen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Vorteile des Schulterhereins vom Boden</strong></h2>



<p>Wie fast alle Übungen lässt sich das Schulterherein hervorragend vom Boden aus vorbereiten und üben. Es hat dadurch genauso eine positive Wirkung wie wenn man es vom Sattel aus reitet und zusätzlich gibt es noch ein paar Vorteile:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Man kann sich mehr <strong>auf das Pferd konzentrieren</strong> und ist nicht mit dem eigenen Sitz beschäftigt</li>



<li>Junge oder unerfahrene Pferde können am Boden lernen, was der Mensch von ihnen möchte ohne, dass sie zusätzlich sein Gewicht ausbalancieren müssen</li>



<li>Bei untrainierten Pferden kann so sanft <a href="https://herzenspferd.de/pferd-muskelaufbau/" target="_blank" rel="noopener">Muskulatur aufgebaut</a> und gedehnt werden</li>



<li>Vor allem ungeübtere Reiter sehen Fehler besser und können schneller darauf reagieren als im Sattel</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Hilfen beim Schulterherein vom Boden</strong></h2>



<p>Wenn Du mit Deinem Pferd das Schulterherein üben möchtest solltest Du das idealerweise mit einem gut passenden Kappzaum tun. Zur Not geht es aber auch mit Halfter. Auch mit Trense kann man es üben, dann sehen die Hilfen aber ein wenig anders aus als die, die ich hier erkläre.</p>



<p>Zusätzlich brauchst Du eine Gerte als Verlängerung deines Arms, um die Hinterhand gezielt ansprechen zu können.</p>



<p>Als erstes solltest Du entscheiden, ob Du das Schulterherein auf drei oder vier Hufschlägen üben möchtest. Bei drei Hufschlägen muss sich das Pferd mehr biegen, gerade jüngeren oder sehr steifen Pferden fällt es oft leichter erst mal auf vier Hufschlägen zu laufen. Je nachdem wie Du Dich entscheidest musst Du Dein Pferd mehr oder weniger abstellen (siehe Bilder).</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Mehr zu <a href="http://360gradpferd.de/stellung-und-biegung/" target="_blank" rel="noopener">Stellung und Biegung</a> kannst Du bei den Pferdefreunden lesen.</span></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="351" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-Draufsicht-e1437573142956-1.jpg" alt="Schulterherein Draufsicht" class="wp-image-2223" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-Draufsicht-e1437573142956-1.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-Draufsicht-e1437573142956-1-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="351" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-4-Hufschlaege-Draufsicht-e1437573201825-1.jpg" alt="Schulterherein 4 Hufschläge" class="wp-image-2224" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-4-Hufschlaege-Draufsicht-e1437573201825-1.jpg 200w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Schulterherein-4-Hufschlaege-Draufsicht-e1437573201825-1-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></figure>





<h3 class="wp-block-heading"><strong>Schulterherein Schritt für Schritt</strong></h3>



<p>Ich erkläre hier das Schulterherein auf der linken Hand. Auf der rechten Hand geht es parallel, nur eben rechts.</p>



<p><strong>1.</strong> Fasse den Strick etwa 20cm unterhalb des Karabinerhakens in Deiner linken Hand. Der Strick sollte lange genug sein, dass Du mit geschlossener Hand noch an die Ganasche Deines Pferdes kommst. Das ist nötig, wenn es seinen Kopf zu sehr zu Dir dreht. Die Gerte hast Du in Deiner rechten Hand</p>



<p><strong>2.</strong> <strong>Laufe auf Schulterhöhe Deines Pferdes.</strong> Dein Oberkörper ist leicht zum Pferd gedreht und die Gerte zeigt waagerecht nach hinten zur Hinterhand. Du rahmst also Dein Pferd zwischen Deiner linken Hand mit dem Strick und der rechten Hand mit der Gerte ein. Achte darauf, dass Du weiter <strong>geradeaus</strong> läufst und Deine Beine nicht seitwärts überkreuzt.</p>



<p><strong>3.</strong> <strong>Veranlasse Dein Pferd dazu seinen Kopf leicht zu Dir nach links zu stellen.</strong> Dazu kannst Du sanft am Strick zupfen bis Dein Pferd reagiert. Du solltest auf keinen Fall seinen Kopf zu Dir ziehen, dadurch verwirft sich Dein Pferd schnell im Genick und reagiert auf Deinen Druck mit Gegendruck. Dein Pferd sollte seinen Kopf auch nicht zu sehr zu Dir drehen, sondern ihn nur leicht nach innen nehmen (siehe Bilder).</p>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="394" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Genickstellung-e1437573345242-1.jpg" alt="Genickstellung Schulterherein" class="wp-image-2225" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Genickstellung-e1437573345242-1.jpg 150w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/07/Genickstellung-e1437573345242-1-114x300.jpg 114w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure>



<p><strong>Läuft Dein Pferd an Dir vorbei nach innen</strong> musst Du etwas weiter vorne gehen. Dreht es den Kopf zu weit zu Dir hebst Du die linke Hand mit dem Strick auf Höhe seiner Ganaschen. Meist reicht das als Korrektur. Drückt Dein Pferd weiter nach innen kannst Du leicht gegen die Ganasche drücken oder sogar den Knauf der Gerte an die Schulter legen um es auch dort zu begrenzen.</p>



<p><strong>Läuft Dein Pferd zu schnell nach vorne</strong> versuche es durch Stimmkommando und Zupfen am Strick zu bremsen. Achte hier darauf, dass Du nicht zur Seite zu Dir hin zupfst, sondern <strong>mit der Hand in Richtung Brust</strong> gehst. Damit ziehst Du beim Bremsen den Pferdekopf nicht ungewollt zu Dir.</p>



<p><strong>4.</strong> Hat Dein Pferd seinen Kopf etwas zu Dir gebogen hebst Du die Gerte waagerecht zur Hinterhand. Bei den meisten Pferden reicht das aus um die Schulter etwas nach innen kommen und die Hinterhand weichen zu lassen. Ist das nicht der Fall kannst Du die Gerte sanft antippend einsetzen bis die Hinterhand seitwärts-vorwärts weicht und überkreuzt.</p>



<p><strong>5.</strong> Ganz wichtig: laufe weiter geradeaus &#8211; nur Dein Oberkörper ist dem Pferd leicht zugewandt, Deine Beine laufen aber geradeaus. <strong>Mache Dich groß, halte Dich gerade und schaue nach vorne.</strong> Besonders wenn man sich konzentriert macht man schnell die seltsamsten Verrenkungen. Für Dein Pferd ist aber unheimlich wichtig, dass Deine Körpersprache klar bleibt. Viele Leute schauen auch ständig auf die Hinterhand ihres Pferdes. Versuche das zu vermeiden, denn dann drehst Du deinen Oberkörper zu stark und Dein Pferd wird vermutlich zu sehr mit der Hinterhand herumdrehen und zu dir nach innen laufen.</p>



<p><strong>6.</strong> <strong>Halte ein gleichmäßiges, nicht zu schnelles, nicht zu langsames Tempo.</strong> Je nach Ausbildungsstand des Pferdes reichen schon ein paar Tritte im Schulterherein oder Du kannst eine ganze lange Seite ablaufen. Schulterherein lässt sich auch auf der Diagonalen oder auf einem Zirkel üben.</p>



<p><strong>7.</strong> Zum <strong>Anhalten</strong> läufst Du einfach etwas schneller und richtest den Kopf Deines Pferdes wieder gerade, bis es wieder gerade auf dem Hufschlag ist. Dann gibst Du das Kommando zum Anhalten. Du kannst auch in der Biegung anhalten, dann solltest Du aber schon etwas erfahrener sein und die Hilfen punktgenau geben könnn.</p>



<p><span style="color: #999999;"><strong>Lesetipp: </strong>Für die Fortgeschritteneren gibt es </span><a href="http://annaeichinger.com/schulterherein-das-aspirin-der-reitkunst/" target="_blank" rel="noopener">hier</a> <span style="color: #999999;">und </span><span style="color: #e73aa0;"><a href="http://annaeichinger.com/schulterherein-probleme/" target="_blank" rel="noopener">hier</a><span style="color: #999999;"> zwei tolle Artikel zum Schulterherein von Anna Eichinger.</span></span></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Das Schulterherein vom Boden aus ist kein Hexenwerk. Gerade für Reiter, die Probleme mit dem Schulterherein im Sattel haben und junge, unerfahrene Pferde ist es von großem Vorteil erst vom Boden aus zu üben.</p>



<p>Wie immer gehört natürlich auch hier etwas Übung dazu und man sollte sich die ersten paar Male von einem Trainer oder einer erfahrenen Stallkollegin korrigieren lassen. Dieser Artikel ersetzt natürlich keinen Unterricht mit einem ausgebildeten Trainer vor Ort. Am Besten suchst Du Dir einen guten Reitlehrer, der Dich unterstützt!</p>



<p>Es auszuprobieren lohnt sich aber definitiv!</p>





<p><strong>Hast Du schon einmal versucht Schulterherein vom Boden aus zu üben? Vielleicht hast Du ja noch ein paar Tipps für uns?!</strong></p>



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		<title>Das wahre Ziel der Dressur &#8211; und warum es in Vergessenheit geraten ist!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2015 14:22:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Anja Beran]]></category>
		<category><![CDATA[Dressur]]></category>
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		<category><![CDATA[Philippe Karl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am letzten Wochenende war ich eingeladen zum Morgentraining von Anja Beran im Allgäu. Frau Beran ist Ausbilderin der klassischen Dressur und hat unter anderem von Manuel Jorge de Oliveira gelernt. Auf Gut Rosenhof bildet sie Pferde aus dem In- und Ausland aus, zum Beispiel für den Zirkus Krone. Warum ich Dir das erzähle? Weil ich [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am letzten Wochenende war ich eingeladen zum Morgentraining von <a href="http://www.anjaberan.de/" target="_blank" rel="noopener">Anja Beran</a> im Allgäu. Frau Beran ist Ausbilderin der klassischen Dressur und hat unter anderem von Manuel Jorge de Oliveira gelernt. Auf Gut Rosenhof bildet sie Pferde aus dem In- und Ausland aus, zum Beispiel für den Zirkus Krone.</p>



<p>Warum ich Dir das erzähle?</p>



<p><strong>Weil ich in den zwei Stunden Morgentraining mehr harmonische, schöne und feine Reiterei gesehen habe als auf jedem Turnier der letzten Jahre &#8211; und auch auf den heimischen Reitplätzen.</strong></p>



<p>Entspannte, zufriedene Pferde in ruhiger, gelassener Stimmung, die die Lektionen der Hohen Schule mit Leichtigkeit zeigen. Und es sind keine &#8222;perfekten&#8220; Pferde: sie haben körperliche Defizite oder schwierige Vorgeschichten. Durch eine korrekte Gymnastizierung und ganz individuell abgestimmtes Training wurden diese Defizite verringert und die Pferde können gesund geritten werden.</p>



<p>Die <a href="http://www.anjaberan.de/termine/morgenarbeit.html" target="_blank" rel="noopener">Morgenarbeit</a> ist für Besucher geöffnet und kostet 20€ Eintritt. Der nächste Termin ist am 5. Juli. Ich kann jedem nur empfehlen mal vorbeizuschauen! Frau Beran kommentiert die Arbeit und gibt viele praktische Tipps und Denkansätze.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Ziel der Dressur &#8211; so sollte es sein!</strong></h2>



<p><strong>Die Dressur ist ausschließlich für das Pferd da. Sie soll auf natürlichen Bewegungen des Pferdes basieren. Sie soll das Pferd gesund erhalten. Sie soll ihm helfen den Reiter zu tragen. Und sie soll es mit stolzer Ausstrahlung erfüllen. Der Reiter ist der Physiotherpeut des Pferdes.</strong></p>



<p>Keine Lektion der Dressur sollte zum Selbstzweck durchgeführt werden. Jede der Lektionen hat einen Sinn, sei es Muskelaufbau oder Gymnastizierung.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full wp-image-2058"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="234" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Spanischer-Schritt-1.jpg" alt="Spanischer Schritt Pony" class="wp-image-2058" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Spanischer-Schritt-1.jpg 350w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Spanischer-Schritt-1-300x201.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nadine Kloser auf Ponywallach Chuck</figcaption></figure>



<p><strong>Deshalb geht die Dressur jeden Reiter an, ganz egal, was er mit seinem Pferd macht, ob er Turnier- oder Freizeitreiter ist, Western reitet oder springt! Egal ob er ein Warmblut, einen Spanier, einen Isländer oder einen Noriker hat!<br></strong></p>



<p>Leider muss man oft lange suchen, bis man einen Reitlehrer findet, der die Lektionen richtig einsetzt und diese dann auch noch verständlich erklärt. Stattdessen werden nur zu oft Befehle gebrüllt und auf Nachfrage warum man etwas tun soll kommt keine oder eine unbefriedigende Antwort.</p>



<p>Und mit den &#8222;Vorbildern&#8220; im Spitzensport sieht es auch nicht besser aus. Eingerollte Pferde mit stumpfem Blick, Piaffen auf der Vorhand gestampft und kaum vorhandener Losgelassenheit. Pferde mit körperlichen Defiziten sieht man im Spitzensport nicht, nur die von Natur aus perfekt Gebauten schaffen es auf den Turnierplatz &#8211; alle anderen können mit der Standard &#8222;Hau-Ruck&#8220;-Methode nicht zu solchen Leistungen gebracht werden.</p>



<p>Und genau das widerspricht doch dem Ziel der Dressur! Soll nicht <strong>jedes</strong> Pferd gesund geritten werden?</p>



<p><strong>Was sagt es über eine Ausbildungsmethode aus, wenn es nur die Besten 5% schaffen und der Rest aussortiert wird?</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die heutige Dressur stammt vom Militär &#8211; und das ist ein Problem</strong></h2>



<p>Als die Pferde noch vom Militär genutzt wurden, war eines besonders wichtig: sie mussten <strong>gelenkt, gebremst und schnell vorwärts geritten</strong> werden können. Mehr nicht, denn mehr hat man im Kampf nicht gebraucht.</p>



<p>Mehr wurde auch den Soldaten in der Regel nicht beigebracht. Diese Grundausbildung nannte man die <strong>Kampagneschule.</strong></p>



<p>Die Ausnahme waren besonders talentierte Soldaten: diese wurden auf gut augebildeten Pferden weiter unterrichtet und erlernten die <strong>Hohe Schule der Reiterei.</strong> Dazu gehörte nicht nur das Reiten, sondern auch das <strong>Erlernen von Fremdsprachen, Anatomie und das Entwickeln von gutem Charakter und Moral.</strong> Diese Reiter lernten dann auch Piaffe, Pirouetten, Levade und ähnliches.</p>



<p>Mit dem Ende des Pferdeeinsatzes im Militär geriet jedoch das Wissen der Hohen Schule etwas in Vergessenheit. Übrig blieb die Reiterei der Kampagneschule &#8211; denn es gab für sie deutlich mehr Lehrer als für die anspruchsvolle Hohe Schule.</p>



<p><strong>Die heutigen Turniere entstanden aus Prüfungen der Kampagneschule.</strong> In diesen Prüfungen wurde getestet, wie gut sich das Pferd &#8222;händeln&#8220; lässt. Sie bestanden aus einfachen Lektionen die den Gehorsam des Pferdes abfragten und hatten mit den heutigen Turnieren wenig zu tun. Mit der Zeit entwickelten sie sich jedoch weiter: die Soldaten der Kampagneschule sahen die Lektionen der Hohen Schule und integrierten diese in ihre Turniere. Sie hatten jedoch nicht das Wissen, ihre Pferde nach den Grundlagen der Hohen Schule auszubilden.</p>



<p><strong>Und genau das ist heute unser Problem: es werden Lektionen geritten und gezeigt, ohne den Sinn dahinter zu beachten und das Wohl des Pferdes zum Ziel zu haben. Die Dressur ist zum Selbstzweck verkommen, zu einem Mittel um Geld zu verdienen &#8211; ungeachtet der Auswirkungen für das Pferd.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was bedeutet das also für Dich und Dein Pferd?</strong></h2>



<p>Ganz einfach: befasse Dich mit der <strong>klassischen</strong> Dressur, der Hohen Schule.</p>



<p>Wenn Du Dein Pferd gesund erhalten willst und Dir sein Wohl am Herzen liegt kommst Du nicht darum herum.</p>



<p><strong>Du hast die Verantwortung für die Gesundheit Deines Pferdes! Es hat nur dieses eine Leben bei Dir, also ist es Deine Pflicht ihm dieses so angenehm wie möglich zu machen.</strong> Wenn Du nicht dazu bereit bist Zeit und Geld in Deine und seine Ausbildung zu investieren solltest Du Dich fragen warum Du überhaupt ein Pferd hast bzw. reitest. Das mag nun hart klingen, aber manchmal müssen auch unangenehme Wahrheiten ausgesprochen werden.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full wp-image-2059"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="234" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Traversale-1.jpg" alt="Traversale" class="wp-image-2059" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Traversale-1.jpg 350w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Traversale-1-300x201.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vera Munderloh auf Lippizanerhengst Favory Toskana</figcaption></figure>



<p>Ich selbst zähle mich zu den <strong>Freizeitreitern</strong> und ich weiß, dass unter uns viele denken &#8222;Dressur ist nichts für mich und mein Pferd, das ist doch nur Quälerei!&#8220;. Ich kann das verstehen, denn das, was man im Fersehen oder auf den Turnierplätzen sieht ist meist kein schöner Anblick.</p>



<p><strong>Es ist aber genauso falsch, sein Pferd einfach nur vor sich hin laufen zu lassen und nichts zu tun.</strong> Auch diese, gut gemeinte aber falsch umgesetzte, Pferdeliebe schadet dem Pferd, denn es wird nicht darauf vorbereitet und dazu befähigt den Reiter zu tragen.</p>



<p>Reitest Du zum Beispiel ein Pferd, welches nie <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener">geradegerichtet</a> wurde, über einen langen Zeitraum, so wird es deutlich früher Beschwerden und Versschleiß an Knochen, Sehnen und Gelenken haben als ein passend geradegerichtetes Pferd.</p>



<p><strong>Ich weiß, das klingt nun &#8211; je nach Deinem Wissensstand &#8211; nach einer großen Aufgabe.</strong> Ich möchte auch nicht lügen und behaupten es wäre ganz einfach, denn das ist es nicht. Es ist ein langer Weg. Aber es lohnt sich ihn zu gehen und Du weißt ja, nichts was es wert ist zu besitzen bekommt man einfach so. Und eigentlich musst Du nur einen kleinen Schritt nach dem anderen machen!</p>



<p><strong>Diesen Weg musst Du auch nicht alleine gehen, such Dir einen Trainer.</strong> Und auch das kann eine Weile dauern. Ich habe aktuell auch niemanden, der mir wöchentlichen Unterricht geben könnte. Dafür besuche ich Wochenendkurse. Die sind zwar teurer, aber oft lerne ich dort mehr in drei Tagen als bei einem mittelmäßigen Trainer in drei Jahren.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full wp-image-2060"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="234" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Starker-Trab-1.jpg" alt="Starker Trab" class="wp-image-2060" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Starker-Trab-1.jpg 350w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Starker-Trab-1-300x201.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vera Munderloh auf Lippizanerhengst Favory Toskana</figcaption></figure>



<p>Um erkennen zu können, ob ein Trainer gut ist, ist es wichtig, dass Du Dich ein bisschen mit den <strong>Grundsätzen der klassischen Reitweise</strong> auskennst. Zu diesem Thema gibt es ein paar Bücher, die ich Dir empfehlen möchte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-klassische-reitkunst-anja-beran/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Klassische Reitkunst mit Anja Beran: Eine Anleitung für verantwortungsvolles Reiten*</a></li>



<li><a href="https://herzenspferd.de/produkt/irrwege-der-modernen-dressur-philippe-karl/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Irrwege der modernen Dressur: Die Suche nach der klassischen Alternative &#8211; Philippe Karl*</a></li>



<li><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-gymnasium-des-pferdes-steinbrecht/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Das Gymnasium des Pferdes &#8211; Gustav Steinbrecht*</a> (Achtung! Das Buch ist von 1887 und dementsprechend keine leichte Lektüre)</li>



<li><a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-finger-der-wunde-gerd-heuschmann/https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-finger-der-wunde-gerd-heuschmann/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Finger in der Wunde. Was Reiter wissen müssen, damit ihr Pferd gesund bleibt &#8211; Gerd Heuschmann*</a></li>
</ul>



<p>Und dann solltest Du unbedingt darauf achten, dass Dein Trainer erst mal Dein Pferd und seine (körperlichen) Probleme analysiert und danach einen individuellen Trainingsplan erstellt um an diesen Problemen zu arbeiten. Genauso sollte er übrigens auch Deine Probleme analysieren und mit einbeziehen!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Ich kann es gar nicht oft genug betonen: wenn Du reitest brauchst Du die Dressur!</p>



<p>Und zwar nicht ohne Sinn und Verstand und möglichst schnell und ohne Arbeit, sondern abgestimmt auf Dein Pferd! Du würdest ja auch in einer Gymnastikstunde genau das trainieren, was Dir schwerfällt und nicht das, was alle machen oder auf jemand anderen abgestimmt ist. Das wäre verrückt &#8211; beim Pferd ist es nicht anders.</p>



<p>Ich weiß, das ist Arbeit. Und ich weiß, es ist einfacher davor die Augen zu verschließen und so weiter zu machen wie bisher. Deshalb appelliere ich an Deine Liebe zum Pferd: wenn Dir das Wohl Deines Pferdes am Herzen liegt dann befasse Dich mit dem Thema und mache heute schon den ersten Schritt! Zum Beispiel in dem Du ein Buch liest oder Dich nach Kursen oder Ausbildern umsiehst.</p>



<p>* Wie immer geht es mir hier nicht darum, eine bestimmte Sparte der Reiterei an den Pranger zu stellen oder alle über einen Kamm zu scheren! Trotzdem müssen auch mal solche Sachen ausgesprochen werden dürfen, wir alle wollen doch das Leben unserer Pferde und die Entwicklung der Reitkunst zum positiven wenden. Da muss ein bisschen Reflektionsfähigkeit auch drin sein. *</p>





<p><strong>Was hälst Du von der modernen Dressur? Oder reitest Du sogar schon nach der klassischen Reitweise? Hast Du vielleicht Empfehlungen für gute Ausbilder? Wie immer freue ich mich sehr über alle Fragen und zusätzlichen Infos in den Kommentaren!</strong></p>



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		<title>So setzt Du die Gewichtshilfen richtig ein!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2015 09:53:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um die Gewichtshilfen zu erklären muss ich einen kleinen Ausflug in die Physik machen &#8211; keine Angst, es wird nicht kompliziert. Stell Dir vor Du trägst einen schweren Koffer in der linken Hand (Du kannst es auch zu Hause einfach mal machen, das ist ein richtiger Augenöffner!). Nun gehst Du ein paar Schritte seitwärts nach [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Um die Gewichtshilfen zu erklären muss ich einen kleinen Ausflug in die Physik machen &#8211; keine Angst, es wird nicht kompliziert.</p>



<p><strong>Stell Dir vor Du trägst einen schweren Koffer in der linken Hand</strong> (Du kannst es auch zu Hause einfach mal machen, das ist ein richtiger Augenöffner!). Nun gehst Du ein paar Schritte seitwärts nach links, so dass Deine Beine kreuzen &#8211; das wird relativ einfach sein. Als nächstes gehst Du ein paar Schritte seitwärts nach rechts. Auch das geht, aber Du wirst Dich dabei unwohl fühlen. Irgendwas passt nicht. Und wenn Dein Koffer richtig schwer ist wird dieses Gefühl nur noch stärker.</p>



<p><strong>Warum fühlst Du Dich also beim nach rechts Gehen unwohl?</strong></p>



<p>Ganz einfach: Auf Deiner linken Seite ist durch den Koffer mehr Gewicht. Du stehst fest mit dem linken Bein auf dem Boden. Es ist kein Problem, das rechte Bein anzuheben und in Richtung des Gewichts des Koffers zu bewegen, eben weil das Gewicht mit dem linken Bein getragen wird. Umgekehrt ist es aber dann so, dass Du &#8211; wenn Du das linke Bein bewegen willst &#8211; das Gewicht durch Anstrengung und Muskelkraft mit dem rechten Bein tragen musst. Das ist schwer, weil Du mit dem rechten Bein nicht unter dem Gewicht des Koffers bist.</p>



<p><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



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<p>Ein weiteres Beispiel, welches man oft hört: <strong>Stell Dir vor Du trägst ein Tablett mit Gläsern in der linken Hand.</strong> Wenn Du das Tablett nicht ganz gerade hälst rutschen die Gläser nach links. Damit Dir die Gläser nicht herunterfallen musst Du Dich nach links bewegen um das Gleichgewicht wieder herzustellen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Pferde versuchen instinktiv im Gleichgewicht zu bleiben</strong></h2>



<p><strong>Deinem Pferd geht es ganz genauso wie Dir: Es versucht immer sein Gleichgewicht zu behalten.</strong> Wenn Du als Reiter Dein Gewicht nach links verlagerst wird es sich einfacher nach links bewegen können.</p>



<p>Ein ganz logisches Prinzip, welches aber leider oft ignoriert bzw. nicht gelehrt wird.</p>



<p>Wie oft habe ich in der <strong>Volte</strong>, mit dem Gewicht nach innen, versucht das Pferd mit dem Schenkel nach außen zu drücken um die Volte zu vergrößern. Gut funktioniert hat das nicht und es war furchtbar anstrengend. <strong>Versteht man die Physik hinter den Gewichtshilfen ist klar, dass man sein Gewicht zum Volte vergrößern nach außen verlagern muss.</strong></p>



<p>Ähnlich sieht es beim <strong>Schulterherein</strong> aus. Ich habe ursprünglich gelernt, dass man beim Schulterherein gegen die Bewegungsrichtung sitzen soll und das Pferd in die richtige Richtung &#8222;schiebt&#8220;. Das ist aber genau entgegengesetzt zu dem, was man &#8211; physikalisch gesehen &#8211; machen sollte. Mein Pferd hat es zwar gemacht, aber es war immer irgendwie anstengend. Seit ich beim Schulterherein mein Gewicht in Bewegungsrichtung verlagere fällt es uns beiden sehr viel leichter.</p>



<p><span style="color: #999999;"><strong>Lesetipp: </strong>Bei 360gradpferd.de gibt es einen tollen Artikel über d</span>as <a href="https://360gradpferd.de/pferdefreunde-schulterherein/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schulterherein.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>So setzt Du die Gewichtshilfen richtig ein</strong></h2>



<p><strong>Das Pferd möchte instinktiv immer im Gleichgewicht sein.</strong> Wenn Du das und das physikalische Prinzip hinter den Gewichtshilfen verstanden hast, muss Dir eigentlich niemand mehr die Gewichtshilfen für die unterschiedlichen Übungen sagen. Du wirst sie ganz logisch so einsetzen, dass Du es Deinem Pferd leicht machst in die richtige Richtung zu gehen. <strong>Willst Du, dass Dein Pferd nach rechts geht wirst Du auch rechts vermehrt sitzen.</strong></p>



<p><strong>Viele Reiter beugen sich vor, damit das Pferd schneller wird &#8211; zum Beispiel beim Angaloppieren.</strong> Wenn wir das wieder mit dem Physik-Gedanken betrachten reagiert das Pferd logisch: das Reitergewicht verlagert sich nach vorne und das Pferd muss ihm &#8222;hinterherrennen&#8220; um im Gleichgewicht zu bleiben. <strong>Der große Nachteil dabei ist, dass das Pferd damit verstärkt auf die Vorhand kommt und nicht mehr mit der Hinterhand untertritt. Wenn Du möchtest, dass Dein Pferd langfristig gesund bleibt, solltest Du Dich zum Beschleunigen nicht nach vorne lehnen.</strong></p>



<p><strong>Um das Gewicht auf eine Seite zu verlagern solltest Du Dich auf keinen Fall zur Seite lehnen</strong> &#8211; Du sitzt auf einem Pferd, nicht auf einem Fahrrad. Das Gewicht nach rechts zu verlagern bedeutet, dass Du den rechten Sitzhöcker mehr belastest. <strong>Das ist nur eine kleine, kaum sichtbare Bewegung mit der Hüfte.</strong> Üben kannst Du das, indem Du Dich so auf Deine Hände setzt, dass Du die Sitzhöcker spürst. Nun versuchst Du einen Sitzhöcker stärker in Deine Hand zu drücken als den anderen und dabei im Oberkörper gerade zu bleiben. Genau diese Bewegung musst Du dann auch auf dem Pferd machen. Wenn dir das schwer fällt, kannst Du auch den Bügeltritt einsetzen. Das heißt Du trittst einfach den Bügel auf der Seite mehr aus, auf die Du Dein Gewicht verlagern möchtest.</p>



<p><strong>Achte unbedingt darauf, dass Du dabei im Oberkörper gerade bleibst und nicht in der Taill abknickst!</strong></p>



<p>Das alles ist übrigens nicht auf meinem Mist gewachsen: schon vor hunderten von Jahren haben die Lehrmeister der klassischen Dressur diesen Einsatz der Gewichtshilfen empfohlen. Auch heute noch gibt es einige Verfechter dieses Einsatzes, einer davon Philippe Karl (nachzulesen z.B. in seinem Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3861274132/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3861274132&amp;linkCode=as2&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=2GKSSNO5Z4KNZOVI" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Irrwege der modernen Dressur: Die Suche nach einer klassischen Alternative*</a>).</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zusammengefasst</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das Pferd wird sich instinktiv in die Richtung bewegen, in die Du Dein Gewicht verlagerst.</li>



<li>Du solltest also in der Regel in die Richtung sitzen, in die Dein Pferd sich bewegen soll.</li>



<li>Es ist wichtig, dass Du Deinen Oberkörper gerade hälst und nicht in der Taille abknickst.</li>



<li>Um Dein Gewicht zu verlagern ist nur eine kleine Bewegung der Hüfte nötig &#8211; belaste einen Sitzhöcker mehr als den anderen.</li>



<li>Lehne Dich nicht nach vorne um zu beschleuningen, das bringt Dein Pferd auf die Vorhand und ist auf Dauer schädlich.</li>
</ul>





<p><strong>Wie sieht&#8217;s bei Dir aus, hat Dein Reitlehrer Dir die Gewichtshilfen gut erklärt? Bei mir war es so, dass wir sie ohne Erklärung einfach auswendig lernen mussten&#8230;</strong></p>



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