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	<title>Zügelhilfen Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Zügelhilfen Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Zügelführung &#8211; 11 Do&#8217;s und Dont&#8217;s</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2022 17:01:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine gute Zügelführung ist essentiell, wenn man feine Zügelhilfen geben und bei seinem Pferd eine vertrauensvolle Anlehnung erarbeiten will. Und dabei ist es gar nicht so schwer, sich eine gute, ruhige Hand zu erarbeiten, wenn man auf ein paar einfache Dinge achtet. Im Video habe ich Dir 11 Tipps zusammengefasst und erkläre, was man bei [&#8230;]</p>
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<p>Eine gute <a href="https://herzenspferd.de/zuegelfuehrung-zuegelhilfen-reiten/">Zügelführung</a> ist essentiell, wenn man feine Zügelhilfen geben und bei seinem Pferd eine vertrauensvolle Anlehnung erarbeiten will. Und dabei ist es gar nicht so schwer, sich eine gute, ruhige Hand zu erarbeiten, wenn man auf ein paar einfache Dinge achtet. Im Video habe ich Dir 11 Tipps zusammengefasst und erkläre, was man bei der Zügelführung tun und was man besser vermeiden sollte.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Do’s: Tipps für eine gute Zügelführung</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die richtige Handhaltung</strong></h3>



<p>Die Zügel verlaufen zwischen deinem Ringfinger und kleinen Finger in die Hand hinein und zwischen Zeigefinger und Daumen aus der Hand heraus. Dein Daumen bildet ein kleines Dach über dem Zügel. Die Hand sollte weder zu fest geschlossen noch zu weit offen sein, sondern locker und entspannt, als würdest du ein kleines Vögelchen halten. Es soll nicht wegfliegen, aber auch nicht zerquetscht werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die richtige Armhaltung</h3>



<p>Halte deine Hände aufrecht. Deine kleinen Finger sind dabei etwas näher zusammen als die Daumen &#8211; so dass du gerade so alle Fingernägel sehen könntest. Bei dieser Haltung fallen deine Fäuste automatisch locker zu und die Knochen deines Unterarms sind parallel und nicht verdreht.<br><br>Achte darauf, dass deine Ellenbogen leicht gebeugt sind. Gerade durchgedrückte Arme machen dich sehr unflexibel und führen zu groben Zügelhilfen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ruhige Hände</h3>



<p>Eine ruhige Hand ist wichtig, aber sie muss auch beweglich bleiben. Deine Hand sollte mit der Bewegung des Pferdekopfes mitgehen und nicht starr festgehalten werden, denn sie soll ruhig hin zum Pferdemaul sein &#8211; und nicht für einen externen Betrachter. Stell dir vor, du trägst ein Tablet voller Gläser, das ruhig bleibt, während du mit deinem Becken die Bewegungen des Pferdes ausbalancierst.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Feine Zügelhilfen</strong> </h3>



<p>Gib deine Zügelhilfen durch ein leichtes Schließen der Faust bzw. der Ringfinger in den Maulwinkel des Pferdes. Das unterstützt den natürlichen Abkaureflex.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Halte die Linie Unterarm &#8211; Hand &#8211; Zügel &#8211; Pferdemaul</strong></h3>



<p>Achte darauf, dass die Linie von der Hand über den Zügel zum Pferdemaul gerade bleibt. Deine Hand sollte die Linie weder nach oben, unten, außen oder innen durchbrechen, also weder hochgezogen, noch heruntergedrückt, zu breit oder zu eng gehalten werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Sitze ausbalanciert</strong></h3>



<p>Ein ausbalancierter Sitz ist entscheidend für die Zügelführung. Dein Becken muss die Bewegungen des Pferdes ausgleichen, wenn deine Hände ruhig bleiben sollen. Eine ausbalancierter Sitz und gute Körperkoordination ermöglichen dir, die Zügelhilfen feiner und gezielter zu geben.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Bleib entspannt</strong></h3>



<p>Viel zu oft hören wir „Hände ruhig!“, aber wenn du versuchst, deine Hände starr und unflexibel zu halten, führt das nur zu Verspannungen. Die Ruhe in den Händen kommt nicht durch das Festhalten, sondern durch das Mitgehen mit den Bewegungen des Pferdes. Dein Becken und der Oberkörper müssen die Bewegungen ausgleichen, damit deine Hände ruhig bleiben können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die innere Hand in den Biegungen</h3>



<p>Beim Abwenden oder Reiten von Biegungen ist es wichtig, dass deine innere Hand nicht über den Widerrist wandert, denn das führt nur dazu, dass sich das Pferd im Genick verwirft. Deine innere Hand darf sogar ein Stück nach innen und vom Hals weg kommen um dem Kopf in der Biegung zu folgen (und die Zügellinie nicht zu durchbrechen). </p>



<h3 class="wp-block-heading">Fokussiere dich auf deinen Sitz</h3>



<p>Wenn du deine Sitz- und Schenkelhilfen richtig einsetzt, kannst du bis zu 60 &#8211; 70 % der Zügelhilfen einsparen. Wir Menschen sind sehr handfokussiert und neigen deshalb dazu, alles erst mal mit den Händen regeln zu wollen. Beim Reiten ist der Sitz aber deutlich wichtiger und effektiver!</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Don’ts: Fehler, die du bei der Zügelführung vermeiden solltest</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Hände aktiv ruhig halten</strong> </h3>



<p>Ein sehr häufiger Fehler ist, die Hände aktiv still halten zu wollen, das führt meist nur dazu, dass du dich verkrampfst. Ruhige Hände kommen aus dem beweglichen Becken, das die Bewegung des Pferdes ausbalanciert. Deine Hände sollten entspannt bleiben und nicht starr festgehalten werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Arme </strong>durchstrecken</h3>



<p>Wenn du deine Arme durchstreckst oder sie vom Körper weg hältst, verhinderst du eine gute Zügelführung. Das Durchstrecken macht die Arme steif und unruhig. Dadurch werden deine Hilfen grob und ungenau, was die feine Kommunikation mit deinem Pferd erschwert.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wechselseitiges Ziehen am Zügel</strong> (Riegeln)</h3>



<p>Wechselseitiges Ziehen am Zügel, mit dem Ziel, dass das Pferd im Genick nachgibt, funktioniert nicht. In der Regel entsteht dann nämlich nur ein falscher Knick und kein reelles Nachgeben. Mal davon abgesehen, dass es für das Pferd sehr unangenehm ist und keine faire und feine Kommunikation. </p>



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		<title>Einhändig reiten &#8211; So klappt&#8217;s! [Video]</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Feb 2022 15:46:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das einhändige Reiten hat eine lange Tradition: Es stammt von den frühen Arbeitsreitweisen ab, als die Reiter eine freie Hand brauchten. Aber auch heute macht es Sinn regelmäßig einhändig zu reiten &#8211; und zwar nicht nur für Westernreiter und Dressurcracks der hohen Schule, sondern für jeden Reiter, der seine Einwirkung verbessern oder auch nur entspannt [&#8230;]</p>
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<p>Das einhändige Reiten hat eine lange Tradition: Es stammt von den frühen Arbeitsreitweisen ab, als die Reiter eine freie Hand brauchten. Aber auch heute macht es Sinn regelmäßig einhändig zu reiten &#8211; und zwar nicht nur für Westernreiter und Dressurcracks der hohen Schule, sondern für jeden Reiter, der seine Einwirkung verbessern oder auch nur entspannt durch den Wald reiten möchte. Wie die einhändige Zügelführung funktioniert, erfährst Du im Video!</p>



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		<title>7 häufige Fehler der Handhaltung beim Reiten [Video]</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Dec 2021 16:13:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die richtige Handhaltung ist essentiell, wenn der Reiter feine Zügelhilfen geben und mit ruhiger Hand reiten will. Welche Fehler Du vermeiden solltest, welche Auswirkungen diese auf Pferd und Reiter haben und wie die richtige Handhaltung aussehen soll, erkläre ich im Video.</p>
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<p>Die richtige Handhaltung ist essentiell, wenn der Reiter feine Zügelhilfen geben und mit ruhiger Hand reiten will. Welche Fehler Du vermeiden solltest, welche Auswirkungen diese auf Pferd und Reiter haben und wie die richtige Handhaltung aussehen soll, erkläre ich im Video.</p>



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		<title>Mit dem inneren Schenkel an den äußeren Zügel reiten &#8211; So geht&#8217;s!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Apr 2021 15:01:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Mit dem inneren Schenkel an den äußeren Zügel reiten&#8220; ist eine Aussage, die ich in meinem Leben als Reitschülerin öfter gehört hab als ich zählen kann. Dabei hat das als Reitanfängerin für mich wenig Sinn gemacht: Wie soll das klappen, mein Pferd mit dem äußeren Zügel zu lenken, wenn ich nach innen abbiegen will? Was [&#8230;]</p>
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<p>&#8222;Mit dem inneren Schenkel an den äußeren Zügel reiten&#8220; ist eine Aussage, die ich in meinem Leben als Reitschülerin öfter gehört hab als ich zählen kann. Dabei hat das als Reitanfängerin für mich wenig Sinn gemacht: Wie soll das klappen, mein Pferd mit dem äußeren Zügel zu lenken, wenn ich nach innen abbiegen will?</p>



<p>Was genau es bedeutet, das Pferd am äußeren Zügel zu reiten, warum es Sinn macht und mit welchen Übungen Du das lernen kannst, erfährst Du im Video (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst):</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Innerer vs. äußerer Zügel</strong></h2>



<p>Beginnt man damit das Reiten zu lernen, lenkt man in der Regel das Pferd, indem man am inneren Zügel zieht. Das ist ein völlig normaler Schritt in der Entwicklung der ReiterIn und kommt unseren intuitiven Bewegungsmustern entgegen.</p>



<p>Sobald die ReiterIn jedoch in der Lage ist zügelunabhängig zu sitzen, sollte daran gearbeitet werden, das Pferd über den <strong>äußeren Zügel</strong> zu lenken (natürlich im Kombination mit Sitz- und Schenkelhilfen).</p>



<p>Das Ziehen am inneren Zügel führt nämlich meist dazu, dass das Pferd sich im Genick verwirft und über die äußere Schulter ausbricht. Vermutlich jede ReiterIn kennt das Problem, dass das Pferd auf dem <a href="https://herzenspferd.de/biegungen-reiten-zirkel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zirkel</a> seinen Hals zwar nach innen biegt, aber trotzdem nach außen ausweicht und den Zirkel immer größer macht. Hier wird zu viel am inneren Zügel gezogen und der äußere Zügel vernachlässigt.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der <strong>innere Zügel</strong> ist nur dazu da das Pferd zu stellen (die Biegung erfolgt durch Sitz- und Schenkelhilfen). Ist das Pferd gestellt, hat der innere Zügel Sendepause und kann sogar leicht durchhängen. Wird er übermäßig eingesetzt, bringt der innere Zügel das Pferd eher nach außen.</li>



<li>Der <strong>äußere Zügel</strong> bestimmt die Bahn, auf der sich die Vorhand des Pferdes bewegt und begrenzt das Pferd nach außen. Er kann dazu eingesetzt werden um die Schultern des Pferdes nach innen zu verschieben.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Innerer Schenkel und äußerer Zügel</strong></h2>



<p>Um das Pferd nun an den äußeren Zügel zu reiten, bringt es nichts, einfach nur den Zügel kürzer zu nehmen. Stattdessen wird das Pferd durch den Einsatz des inneren Schenkels dazu animiert, sich außen an den Zügel heranzudehnen. Damit dieses Zusammenspiel der Hilfen funktioniert, muss die ReiterIn ausbalanciert sitzen und gezielt einwirken können. Außerdem muss das Pferd durchlässig sein und den inneren Schenkel akzeptieren.</p>



<p>Besonders bei sehr <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schiefen Pferden</a>, bzw. auf der steifen Seite des Pferdes, kann es gar nicht so einfach sein das Pferd an den äußeren Zügel herantreten zu lassen. Regelmäßige <a href="https://herzenspferd.de/trainingsaufbau-pferd-dressur/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gymnastizierung</a> passend zu den körperlichen Voraussetzungen des Pferdes ist hier besonders wichtig.</p>



<p>Um das Zusammenspiel von innerem Schenkel und äußerem Zügel zu erlernen, eignen sich folgende Übungen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Zirkel verkleinern und vergrößern:</strong> Markiere einen Zirkel mit zwei Reihen von Pylonen &#8211; einen großen Zirkel und einen etwas kleineren Zirkel 1-2 Meter weiter innen. Nun reitest Du Dein Pferd von der großen Zirkelbahn auf die kleine Zirkelbahn und zwar so, dass Vor- und Hinterhand auf einer Linie bleiben. Wenn Du hier zu viel inneren Zügel einsetzt, wird die Vorhand zuerst innen ankommen. Setzt Du zu viel äußeren Zügel ein, wird das Pferd sich nach außen stellen und mit der Hinterhand in den Zirkel ausweichen. Nur wenn Deine Hilfen richtig zusammenspielen, bleiben Vor- und Hinterhand auf einer Höhe.<br></li>



<li><strong>Reiten auf dem zweiten Hufschlag:</strong> Viele Pferde (und ReiterInnen) nutzen die Bande als Begrenzung und vergessen die äußeren Hilfen. Durch das Reiten auf dem zweiten Hufschlag musst Du diese Hilfen ganz bewusst einsetzen, damit Dein Pferd gerade bleibt. Hier lässt sich auch gut hineinfühlen, ob Vor- und Hinterhand des Pferdes in einer Spur laufen oder ob vielleicht die Schultern leicht verschoben sind oder ein Hinterbein nach innen oder außen ausschert. Läuft Dein Pferd nicht in einer Spur, kannst Du versuchen die Vorhand mithilfe der Zügelhilfen in die Spur der Hinterhand zu verschieben. Es ist sehr hilfreich, wenn jemand am Boden zuschaut und Rückmeldung gibt, ob Dein Gefühl und Deine Korrektur richtig sind.<br></li>



<li><strong>Schulterherein:</strong> Das Schulterherein ist der Allrounder der gymnastizierenden Übungen. Es ist nicht nur super für&#8217;s Pferd, sondern eignet sich auch sehr gut dazu das Zusammenspiel von innerem Schenkel und äußerem Zügel zu erlernen und zu überprüfen. Beim Schulterherein wird die Schulter des Pferdes über den äußeren Zügel in&#8217;s Bahninnere verschoben &#8211; innerer Zügel, Sitz und innerer Schenkel biegen das Pferd. <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-reiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mehr zum Schulterherein und den korrekten Hilfen gibt es hier.</a><br></li>



<li><strong>Koordinationsübungen:</strong> Als ReiterIn muss man in der Lage sein Hilfen &#8222;über Kreuz&#8220; zu geben (innerer Schenkel, äußerer Zügel). Weil man das im Alltag oft vernachlässigt und dann schnell etwas unkoordiniert ist, bietet es sich an regelmäßig Koordinationsübungen am Boden und auf dem Pferd zu machen. Dazu gehören z.B.: im Stand Ellenbogen und Knie zusammenbringen (rechtes Knie &#8211; linker Ellenbogen und umgekehrt); auf dem Pferd im Wechsel zwei Mal Knie über Kreuz anfassen und zwei Mal auf der gleichen Seite anfassen (linke Hand &#8211; rechtes Knie, rechte Hand &#8211; linkes Knie; linke Hand &#8211; linkes Knie, rechte Hand &#8211; rechtes Knie). Auch Sportarten wie <a href="https://herzenspferd.de/yoga-fuer-reiter-reitersitz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Yoga</a>, Pilates und Tanzen verbessern die Koordination enorm.</li>
</ul>









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<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/innerer-schenkel-aeusserer-zuegel/">Mit dem inneren Schenkel an den äußeren Zügel reiten &#8211; So geht&#8217;s!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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		<title>Die Zügelführung und Zügelhilfen beim Reiten: Grundlagen, Tipps und Übungen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Apr 2017 13:00:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine einfühlsame Hand: sanfte Kommunikation mit dem Pferdemaul, mal folgend, mal führend &#8211; das ist das, wonach alle Reiter streben sollten und ein Aspekt, der den guten vom schlechten Reiter unterscheidet. Natürlich lässt sich die Hand nicht losgelöst vom restlichen Körper des Reiters betrachten. Gerade der Sitz beeinflusst die Hand stark: ist dieser nicht ausbalanciert, [&#8230;]</p>
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<p><strong>Eine einfühlsame Hand: sanfte Kommunikation mit dem Pferdemaul, mal folgend, mal führend &#8211; das ist das, wonach alle Reiter streben sollten und ein Aspekt, der den guten vom schlechten Reiter unterscheidet.</strong></p>



<p>Natürlich lässt sich die Hand nicht losgelöst vom restlichen Körper des Reiters betrachten. Gerade der <strong>Sitz</strong> beeinflusst die Hand stark: ist dieser nicht ausbalanciert, so kann auch die Hand nicht ideal einwirken. Es müssen also &#8211; wie immer beim Reiten &#8211; viele Faktoren zusammenspielen und wer seine Zügelführung und Zügelhilfen nachhaltig verbessern will, kommt um <strong>Unterricht und Sitzschulung</strong> nicht herum.</p>



<p>Weil mich aber so viele Leser nach einem Beitrag zur Zügelführung und den Zügelhilfen gefragt haben, versuche ich hier trotzdem einen Überblick, eine Einführung und Tipps zu geben. Wie immer gilt: am besten lernt man so etwas mit einem Reitlehrer oder einer Reitlehrerin, die individuelle Hilfestellung geben kann.</p>



<p>Noch eine letzte Anmerkung: ich komme aus der englischen Reiterei und beschreibe auch die Zügelführung und -hilfen dafür. Vom Westernreiten und seiner Zügelführung habe ich wenig Ahnung, deshalb gehe ich in diesem Beitrag nicht darauf ein. Außerdem geht es hierbei um die Zügelführung auf Trense. Die Führung mit Kandare sieht noch einmal etwas anders aus.</p>



<p><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Haltung der Zügel</strong></h2>



<p>Die Grundhaltung der Zügel ist mit eines der ersten Dinge, die man als Reiter lernt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Zügel verläuft zwischen kleinem und Ringfinger durch die Faust nach oben und zwischen Zeigefinger und Daumen hinaus. Der Daumen bildet dabei ein spitzes &#8222;Dach&#8220; auf dem Zügel und liegt locker auf.</li>



<li>Die Hände sind locker zu Fäusten geschlossen und etwa körperbreit auseinander.</li>



<li>Die Daumen sind leicht weiter auseinander als die kleinen Finger, so dass du gerade so alle deine Fingernägel sehen kannst. Dadurch sind Elle und Speiche nicht verdreht und es fällt dir leichter, deine Schultern nach hinten-unten fallen zu lassen und aufrecht im Oberkörper zu bleiben.</li>



<li>Die Ellenbogen werden so weit gebeugt, dass die Unterame mit den Zügeln eine gerade Linie zum Pferdemaul bilden.</li>



<li>Die Oberarme hängen locker herab, die Ellenbogen sind am Körper und werden weder angepresst, noch weggestreckt.</li>



<li>Mir hilft das Bild: &#8222;Der Reiter trägt seine Hand vor sich her&#8220;</li>
</ul>



<p>Und schon hier fangen bei vielen Reitern die ersten Probleme an: die Hände sind verdreht, die Handgelenke oder Ellebogen steif oder die Arme werden vom Körper weggestreckt. Die auftretenden Haltungsprobleme sind vielfältig und weit verbreitet (auch bei mir: ich schließe meine Fäuste nicht richtig).</p>



<p>Ich bin kein Freund von starren Haltungsvorgaben, jeder Mensch (und jedes Pferd) ist etwas anders gebaut und braucht vielleicht eine leicht andere Haltung um funktional zu sein. Aber gerade bei der Arm- und Handhaltung ist es wichtig, dass die Gelenke passend ausgerichtet sind. Hakt es irgendwo in dieser &#8222;Kette&#8220;, wird man steif und unnachgiebig und es ist keine weiche Verbindung zum Pferdemaul mehr möglich. Ein Anzeichen dafür ist zum Beispiel ein <strong>&#8222;springender Zügel&#8220;</strong>: der Zügel hängt kurzzeitig durch und gerät dann wieder ruckartig unter Spannung, er &#8222;springt&#8220;.</p>



<p>Die Hand soll das Pferd nicht in eine Haltung zwingen, sondern es begleiten und &#8211; wenn nötig &#8211; einrahmen und Führung bieten. Das ist beim Reiten eine sehr dynamische Sache, für mich persönlich ist es also in Ordnung, wenn die Hand sich situationsbezogen auch einmal aus ihrer &#8222;Lehrbuchform&#8220; löst. Sie sollte allerdings dann auch wieder dorthin zurückfinden. Ich merke bei mir selbst, dass ich mit einer korrekt getragenen Hand automatisch besser im Gleichgewicht sitze und koordiniertere Hilfen geben kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Tipps und Lösungsvorschläge bei Haltungsproblemen</strong></h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Handhaltung: &#8222;hängende Hasenpfötchen&#8220;, &#8222;Einkaufswagen schiebe Hände&#8220; (verdeckte Hand), nach außen gedrehte Hände, u.ä.</strong></h4>



<p>An allen diesen Haltungsfehlern lässt sich mit dem gleichen Trick arbeiten: halte zusammen mit den Zügeln in jeder Hand eine Kaffeetasse mit ein bisschen Wasser drin (Liebe Männer: Bierkrüge gehen auch). Sobald Deine Hände nicht mehr gerade sind, schüttest Du Dir Wasser über die Hose. Das ist ziemlich ätzend, deshalb wirkt es auch so gut.</p>



<p>Klar, die Tassen in den Händen nerven und so wirklich angenehm reitet es sich damit nicht. Aber glaube mir: mach das ein paar Tage hintereinander und Du wirst schon einen Unterschied merken. Dann reicht es auch keine Tassen mehr dabei zu haben und einfach zwischendurch mal dran zu denken.</p>



<p>Wenn Dir die Tassenvariante nicht gefällt, kannst Du auch einfach mal versuchen zeitweise die Zügel anders zu halten &#8211; auch das kann helfen. Alternativen zur üblichen Zügelhaltung beschreibe ich am Ende des Artikels.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Durch- oder weggestreckte Ellenbogen</strong></h4>



<p>Steck dir einen Tennisball (oder einen der orangenen Franklinbälle) jeweils unter den Oberarm. Das verhindert automatisch, dass Du den Ellenbogen durchstreckst. Wenn Du es doch tust, fallen die Bälle herunter und machen Dich sofort darauf aufmerksam.</p>



<p><strong>Ein toller Tipp von Sitzexpertin Sibylle Wiemer:</strong> steck die Bälle in eine Strumpfhose &#8211; jeweils einen Ball in einen Fuß &#8211; und hänge sie dir um. So fallen die Bälle nicht bis auf den Boden und Du musst nicht jedes Mal absteigen um sie wieder aufzunehmen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Offene Fäuste</strong></h4>



<p>Auch dieser Haltungsfehler lässt sich mit einem einfachen Trick verbessern: steck Dir je einen etwa golfballgroßen Schwamm zu den Zügeln in die Hand. Öffnest Du die Faust zu weit, fällt der Schwamm herunter. Aufgrund seiner Flexibilität stört er Dich aber nicht bei der sonstigen Hilfengebung &#8211; er kann Dir sogar helfen (siehe Abschnitt Zügelhilfen).</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Zügellänge</strong></h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Hingegebener Zügel</strong></h4>



<p>Am hingegebenen Zügel besteht keine Verbindung zwischen Hand und Pferdemaul, die Zügel hängen durch. Ich reite vor allem beim Aufwärmen und zum Trockenreiten am hingegebenen Zügel, außerdem zur Entspannung nach einer schweren Lektion oder beim Ausreiten.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Langer Zügel</strong></h4>



<p>Beim langen Zügel besteht eine leichte Verbindung zwischen Reiterhand und Pferdemaul, der Zügel hängt nicht durch. Man nimmt den hingegebenen Zügel quasi so weit auf bis man das Maul spürt, aber nicht mehr. Auch den langen Zügel setze ich zum Aufwärmen ein und besonders in den Entspannungsphasen zwischen Lektionen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Kurzer Zügel</strong></h4>



<p>Beim kurzen Zügel besteht weiterhin eine weiche Verbindung zwischen Pferdemaul und Hand. Der kurze Zügel ergibt sich dadurch, dass ich das Pferd vermehrt <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">versammelt</a> habe und es sich in Folge dessen aufrichtet und im Hals verkürzt. Ich passe also die Zügellänge im Laufe der Arbeit nach und nach dem Pferd an &#8211; und versuche nicht, das Pferd mit dem kurzen Zügel in eine Position zu ziehen!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Hand in den einzelnen Gangarten</strong></h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zügelführung im Schritt</strong></h4>



<p>Im Schritt bewegt sich der Pferdekopf besonders deutlich nickend. Dementsprechend deutlich muss auch die Hand in der Bewegung mitgehen. Mir hat da eine Aussage von Reitmeister Egon<span class="postbody"> von Neindorff sehr weitergeholfen: <strong>&#8222;Die Hand steht still und sie bewegt sich doch: still zum Maul hin und bewegt für das Auge!&#8220;</strong>.</span> Bewegt sich das Maul, muss sich also auch die Hand bewegen um zu ihm still zu stehen.</p>



<p>Das ist beim &#8222;einfachen&#8220; Geradeausreiten mit ein bisschen Übung kein Problem. Die Hand muss sich aber auch in allen Lektionen mit dem Kopf mitbewegen WÄHREND sie die Hilfen dazu gibt. Reitest Du also einen Zirkel (mehr zu den Hilfen im Abschnitt Biegungen), musst Du auch mit Deiner verwahrenden äußeren Hand weiter der Bewegung folgen. Verwahren heißt nicht fest werden!</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: hier gibt es</span> <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2009/10/27/eine-spannende-ubung-zur-zugelfuhrung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine wunderbare Übung zur weichen Zügelführung</a> <span style="color: #999999;">&#8211; unbedingt machen!</span></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zügelführung im Trab</strong></h4>



<p>Im Trab bewegt sich der Pferdekopf weniger stark als im Schritt. Hier kommt jedoch für viele Reiter ein Sitzproblem hinzu: das Aussitzen funktioniert nicht (<a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tipps, wie Du das verbessern kannst gibt es hier</a>) und auch das <a href="https://herzenspferd.de/leichttraben/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leichttraben</a> hat so seine Tücken. Dann noch eine weiche Verbindung zum Pferdemaul aufrecht zu erhalten ist schwierig. Hier hilft wirklich nur Sitzschulung &#8211; und zwar so lange, bis man sich über sein Gleichgewicht im Sattel keine Gedanken mehr machen muss.</p>



<p>Beim Aussitzen gilt die oben beschriebene Grundhaltung der Hände. Beim Leichttraben musst Du zusätzlich darauf achten, dass Deine Hände auf der gleichen Höhe bleiben, egal ob Du gerade aufstehst oder einsitzt. Du musst also Deine Ellenbogen im Rhythmus Deines Aufstehens beugen und strecken. Tust Du das nicht, &#8222;stehen&#8220; Deine Hände mit Dir auf und gehen nach oben, was die Verbindung zum Pferdemaul unruhig werden lässt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zügelführung im Galopp</strong></h4>



<p>Auch im <a href="https://herzenspferd.de/galopp-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Galopp</a> gilt es zunächst sicherzustellen, dass Du ausbalanciert sitzt. Ist das der Fall, müssen die Hände wieder der nickenden Kopfbewegung des Pferdes folgen. Hier spielt auch die schaukelnde Bewegung des Pferdekörpers eine Rolle, der Deinen Körper mitbewegt. Wie beim Leichttraben musst Du Deine Arme im Rhythmus beugen und strecken.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zügel aus der Hand kauen lassen</strong></h4>



<p>Das Zügel aus der Hand kauen lassen ist eine wichtige Übung zur Entspannung zwischen den Lektionen oder zum Abschluss der Einheit. Viele Reiter werfen einfach nur den Zügel weg, das ist aber nicht Sinn der Sache und verfehlt die gewünschte Wirkung. Beim Zügel aus der Hand kauen lassen geht es darum, dass das Pferd sich an das Gebiss herandehnt und die Reiterhand daraufhin leicht nachgibt. Das Pferd kann &#8211; wenn nötig über mehrere Runden &#8211; so nach und nach den Zügel aus der Reiterhand ziehen und sich immer weiter strecken. Tut das Pferd das nicht, kann es ein Zeichen für mangelnde Losgelassenheit und Fehler im Training sein.</p>



<p>Um die Zügel aus der Hand kauen zu lassen öffnest Du deine Faust leicht, so dass die Zügel durchrutschen können, wenn sich das Pferd an das Gebiss herandehnt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Zügelhilfen </strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Grundlagen</strong></h3>



<p>Grundsätzlich werden die Zügelhilfen vorwiegend aus den <strong>Ringfingern</strong> heraus gegeben. Das heißt, zum Annehmen wird die Hand leicht geschlossen, zum Nachgeben wird sie wieder leicht geöffnet. Du kannst Dir vorstellen Du hättest einen Schwamm in der Hand: zum Aufnehmen drückst Du den Schwamm mit der Faust leicht zusammen, zum Nachgeben lässt Du ihn sich wieder ausbreiten.</p>



<p>Mit der Bewegung aus dem Ringfinger sind sehr feine Impulse zum Pferdemaul möglich. Oft sieht man Reiter mit dem ganzen Arm nach vorne nachgeben &#8211; das kann in einzelnen Situationen, in denen man dem Pferd z.B. zu Lehrzwecken sehr deutlich nachgeben will, Sinn machen, ist aber für feine Reiterei zu grob. Bewegungen aus dem Ellenbogen oder dem ganzen Arm heraus sind zu grobmotorisch und sollten (bis auf Ausnahmefälle) vermieden werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die ruhige Hand</strong></h4>



<p>Den Ausruf &#8222;Hand ruhig&#8220; kennt wohl jeder Reitschüler. Leider führt er meist genau zum Gegenteil: man verkrampft sich und die Hand wird noch unruhiger oder völlig fest. Stattdessen sollte man immer an die Aussage von Egon<span class="postbody"> von Neindorff denken: &#8222;Die Hand steht still und sie bewegt sich doch: still zum Maul hin und bewegt für das Auge!&#8220;. Die Hand soll also still <strong>zum Pferdemaul</strong> sein, nicht still zum Reiterkörper. Da sich das Pferdemaul mit dem Kopfnicken des Pferdes rhythmisch bewegt, muss sich auch die Hand mitbewegen!</span></p>



<p>Man muss als Reiter lernen, die Hand mit den Bewegungen des Pferdekopfes mitgehen zu lassen um eine stetige, feine und leichte Verbindung aufrechterhalten zu können.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Handposition: Vorwärts &#8211; Rückwärts &#8211; Seitwärts &#8211; Oben &#8211; Unten</strong></h4>



<p>Wie bei der Beschreibung der Grundposition erwähnt, trägt der Reiter die Hände so vor sich, dass Unterame und Zügel eine gerade Linie zum Pferdemaul bilden. Zu Korrekturzwecken kann es Sinn machen, beide Hände oder eine Hand <strong>kurz anzuheben</strong> und auf den Maulwinkel des Pferdes einzuwirken (besonders Reitmeister <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-philippe-karl-irrwege-der-modernen-dressur/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Philippe Karl*</a> setzt Korrekturen nach oben, sog. &#8222;<span class="st">demi arrêt</span>&#8222;, ein). <a href="http://amzn.to/2drSmuc" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Claus Penquitt*</a> rät dazu, bei sich auf dem Zirkel im Genick verwerfenden Pferden die innere Hand gerade nach oben anzuheben. <strong>Das Anheben der Hand muss jedoch immer situationsbezogen und individuell passend geschehen. Eine dauerhaft zu hohe Hand sollte vermieden werden.</strong></p>



<p>Bei manchen Reitern sieht man eine <strong>nach unten</strong> zum Oberschenkel hin durchgedrückte Hand. Damit versuchen sie den Kopf des Pferdes nach unten zu korrigieren. Diese Handhaltung führt nicht nur zu einer festen, unnachgiebigen Hand und Verspannungen beim Reiter, sondern in der Regel auch zu Verspannungen und Gegenhalten beim Pferd und sollte deshalb nicht eingesetzt werden.</p>



<p>Genauso sieht man leider noch häufig das <strong>&#8222;Riegeln&#8220;</strong>, bei dem der Reiter die Hände abwechselnd nach hinten zieht um so den Pferdekopf nach unten zu riegeln. Im extremen Fall entwickelt sich das dann zur Rollkur weiter. Liegt einem etwas an seinem Pferd, sollte man das niemals tun.</p>



<p>Ganz allgemein sollte man die Hand nicht nach hinten ziehen. Solch eine <strong>rückwärts wirkende</strong> Hand ist für das Pferd sehr unangenehm und führt bei Dauereinsatz schnell zu einem abgestumpften, harten Maul.</p>



<p>Im Gegensatz dazu gehen manche Reiter zum Nachgeben ruckartig mit der Hand nach <strong>vorne</strong>. Auch das ist nicht ideal, da das Pferd so plötzlich die Verbindung zur Hand völlig verliert und der Reiter in der Regel mit steifen, durchgestreckten Ellenbogen dasitzt. Das darauf folgende Wiederaufnehmen des Zügels kann oft nicht schnell genung passieren und ist entsprechend hart. Wer eine feine annehmende Zügelhilfe gegeben hat, kann auch genauso fein aus dem Handgelenk oder den Fingern wieder nachgeben. Ist ein deutlicheres Nachgeben erwünscht, kann man die Zügel aus der Hand kauen lassen. Die Hand bleibt jedoch wo sie ist und geht nicht nach vorne, nur die Zügel werden durchrutschen gelassen.</p>



<p>Eine <strong>seitwärts weisende Hand</strong> wird vor allem bei jungen Pferden eingesetzt, die noch mehr Führung brauchen und denen man damit die Richtung weist. In einer Biegung nach rechts würde sich die rechte Hand nach rechts bewegen und so dem Pferd in diese Richtung &#8222;das Tor öffnen&#8220;. Bei weiter ausgebildeten Pferden ist dies immer seltener nötig.<span class="postbody"></span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Anlehnung</strong></h3>



<p>Zum <a href="https://herzenspferd.de/anlehnung-pferd-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thema Anlehnung habe ich hier</a> schon einmal etwas geschrieben. Zusätzlich kann ich den <a href="http://kultreiter.de/anlehnung-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kultreiter-Artikel mit Expertentipps zum Thema</a> sehr empfehlen!</p>



<p>Ich möchte hier nur noch einmal betonen, dass die Anlehnung nichts ist, das man mit Krafteinwirkung über die Hand erhält. Vielmehr ist sie das Ergebnis guter Gymnastizierung und einer weichen, zum rechten Zeitpunkt nachgebenden Hand. Zu diesem Thema allgemeingültige Tipps zu geben ist schwierig, muss man doch sekundengenau auf die Bewegungen des Pferdes reagieren. Ich kann jedem nur empfehlen regelmäßig Unterricht bei einem/einer kompetenten Reitlehrer/in zu nehmen.</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: eine tolle</span> <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2008/04/08/eine-ubung-fur-die-anlehnung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Übung zur weichen Anlehnung</a><span style="color: #999999;"> gibt es bei Wege zum Pferd</span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Paraden</strong></h3>



<p>Auch zum <a href="https://herzenspferd.de/ganze-parade-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reiten von ganzen und halben Paraden</a> gibt es bereits einen Beitrag auf Herzenspferd, in dem das Zusammenspiel der Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen erklärt wird. Beim Reiten einer Parade setze ich zum Annehmen und Nachgeben der Zügel gerne die im Abschnitt &#8222;Grundlagen&#8220; erklärte &#8222;Schwammtechnik&#8220; ein: mit den Fäusten abwechselnd (passend zu den Bewegungen des Pferdes) den Schwamm leicht ausdrücken und wieder ausdehnen lassen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Stellung und Biegung</strong></h3>



<p>Reitest Du mit Deinem Pferd nicht nur geradeaus, kommst Du nicht drumherum es zu stellen und zu biegen. Jede durchrittene Kurve verlangt Stellung und Biegung, reitest Du Schenkelweichen musst Du Dein Pferd stellen und Seitengänge wie <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schulterherein</a>, <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Travers</a> und <a href="https://herzenspferd.de/renvers-bodenarbeit-anleitung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Renvers</a> funktionieren nur in Stellung und Biegung. Es ist also Grundlage aller gymnastizierenden Übungen.</p>



<p>Um Dein Pferd zu stellen und in der Folge zu biegen, kannst Du so vorgehen (Beispiel Stellung und Biegung nach links, nur Zügelhilfen &#8211; natürlich gehören auch Gewichts- und Schenkelhilfen dazu!):</p>



<p><strong>Stellung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die rechte Hand ist verwahrend, und hat eine stetige Verbindung zum Pferdemaul.</li>



<li>Die linke Hand stellt das Pferd, indem Du leicht im Rhythmus annimst und nachgibst (&#8222;Schwammtechnik&#8220;). <strong>Eine korrekte Stellung sieht so aus:</strong> Wenn Du gerade so den Rand des inneren (linken) Auges des Pferdes siehst, reicht das schon. Wichtig ist, dass Dein Pferd sich nicht verwirft – das erkennst Du z.B. daran, dass es seinen Kopf schräg hält (und vielleicht nur das Maul nach innen bewegt) oder seinen Hals nicht biegt.</li>



<li>Stellt sich das Pferd auch nur ansatzweise setzt Du die annehmende Hilfe aus und hälst nur noch eine ruhige Verbindung aufrecht. Bleibt das Pferd nicht in der Stellung, setzt Du die Hilfe wie oben wieder ein.</li>
</ul>



<p><strong>Biegung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Stelle Dein Pferd wie oben beschrieben (ohne Stellung keine Biegung).</li>



<li>Dein Becken dreht sich leicht in die Richtung, in die Du Dein Pferd biegen möchtest. Dein Oberkörper folgt dem Becken und dreht sich auch leicht nach links, so dass er zu den Schultern des Pferdes parallel bleibt &#8211; diese sollten sich nämlich auch leicht drehen, wenn das Pferd sich durch seinen Körper biegt.</li>



<li>Die verwahrende rechte Hand geht durch die Drehung des Oberkörpers leicht nach vorne, behält aber weiter die Verbindung zum Maul.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zirkel &#8211; Volten &#8211; einfache Biegungen</strong></h3>



<p>Wie im Absatz &#8222;Stellung und Biegung&#8220; erklärt, brauchst Du diese schon um einfache gebogene Linien zu reiten. Beim Reiten eines Zirkels auf der linken Hand stellst und biegst Du Dein Pferd also nach links. Der äußere Zügel liegt verwahrend am Pferdehals. Er verhindert, dass das Pferd über die äußere Schulter nach außen driftet. Der innere Zügel gibt die Stellung des Pferdekopfes nach innen vor. Achte darauf, dass Du beide Hände auf gleicher Höhe hälst, ansonsten kann es passieren, dass sich Dein Pferd im Genick verwirft. Genauso solltest Du aufpassen, dass Deine Hände jeweils auf ihrer Seite des Widerrists bleiben &#8211; vielen Reitern passiert es schnell, dass sie zu enthusiastisch &#8222;lenken&#8220; wollen und dabei eine Hand über den Widerrist nach außen oder innen ziehen.</p>



<p><strong>Wichtig:</strong> der innere Zügel ist nicht dazu da, das Pferd auf der Kreisbahn zu halten, er gibt nur die Stellung vor. Das Pferd wird über Sitz- und Schenkelhilfen und den äußeren Zügel auf der Kreisbahn gehalten. Ziehst Du es über den inneren Zügel auf den Zirkel, wird es auf die innere Schulter fallen und sich nicht korrekt biegen.</p>



<p><a href="https://herzenspferd.de/biegungen-reiten-zirkel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr zu den Hilfen für das Reiten von Biegungen findest Du hier.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Alternativen</strong></h2>



<p>Wie bereits geschrieben bin ich kein Freund von starren Vorgaben und Formen, in die man gepresst werden soll &#8211; weder für das Pferd, noch für den Reiter. Ich finde nichts schlimmer, als beim Reiten in Untätigkeit und Starre zu verharren, nur damit man einem Bild gerecht wird und nichts falsch macht. Deshalb stelle ich hier noch zwei andere Arten der Zügelführung vor, die &#8211; passend eingesetzt &#8211; Reiter und Pferd weiterhelfen können.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zügel von oben nach unten durch die Hand</strong></h3>



<p>Genau umgekehrt wie bei der &#8222;normalen&#8220; Zügelführung, verläuft der Zügel hier von oben zwischen Daumen und Zeigefinger durch die Faust nach unten zwischen Ringfinger und kleinem Finger aus der Hand heraus. Diese Zügelführung hilft vor allem dann wenn Du dazu neigst die Hände nicht aufrecht zu tragen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Einhändige Zügelführung</strong></h3>



<p>Die einhändige Zügelführung kennt man vor allem aus der Westernreiterei. Doch auch beim klassischen englischen Reiten war sie ursprünglich Endziel der Ausbildung: ein einhändig auf Kandare gerittenes Pferd. Doch die einhändige Zügelführung kann auch schon vor dieser hohen Stufe der Ausbildung Sinn machen, zum Beispiel wenn man mit Handpferd reitet oder sich selbst darauf schulen will, weniger mit der Hand zu tun. Diese Art der Zügelführung zwingt einen dazu, sich seinem Sitz bewusster zu werden und ihn mehr einzusetzen. Sie kann also besonders Reitern weiterhelfen, die sich diverse &#8222;Unarten&#8220; bei der beidhändigen Zügelführung angewöhnt haben, wie Ziehen am inneren Zügel, unterschiedlich hohe Hände, einen Zügel mehr einsetzen als den anderen und Ähnliches.</p>



<p><a href="https://pferdekosmos.de/alles-in-einer-hand-so-gehts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier werden verschiedene Varianten der einhändigen Zügelführung erklärt.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>An der Länge des Artikels ist zu erkennen, was für ein komplexes Thema die Zügelführung und Zügelhilfen sind. Vor allem weil sie so dynamisch und individuell an Situation und Pferd angepasst werden müssen, können in einem allgemeinen Beitrag immer nur Grundlagen beschrieben werden. <strong>Für alles weitere kommt man um Unterricht vor Ort nicht herum &#8211; aber dafür sollte sich sowieso jeder Reiter regelmäßig Zeit nehmen!</strong></p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie klappt es bei Dir mit der Zügelführung? Hast Du vielleicht noch tolle Tipps oder Tricks für das eine oder andere Problem? Einfach einen Kommentar schreiben!</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/4eb9ea7accad48b6919e5616f0af14d2" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></h4>



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