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	<title>Schenkelhilfen Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Schenkelhilfen Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Treibende Hilfen &#8211; 8 Do&#8217;s und Dont&#8217;s [Video]</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Apr 2022 17:01:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Pferd anzutreiben kommt einem auf den ersten Blick ziemlich einfach vor: Schenkel ran und los. Ganz so einfach ist es allerdings nicht, wenn man ein Pferd möchte, das dauerhaft fein und schnell auf die treibenden Hilfen reagiert. Im Video habe ich deshalb 8 Tipps zusammengefasst und erkläre, was man beim Treiben tun und was [&#8230;]</p>
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<p>Das Pferd anzutreiben kommt einem auf den ersten Blick ziemlich einfach vor: Schenkel ran und los. Ganz so einfach ist es allerdings nicht, wenn man ein Pferd möchte, das dauerhaft fein und schnell auf die treibenden Hilfen reagiert. Im Video habe ich deshalb 8 Tipps zusammengefasst und erkläre, was man beim Treiben tun und was man besser vermeiden sollte.</p>



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		<title>Faules, triebiges Pferd motivieren &#8211; Meine Tipps und Tricks!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2020 14:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein faules oder triebiges Pferd zu motivieren und wieder auf feine Schenkelhilfen zu trainieren, ist gar nicht so einfach und braucht vor allem Konsequenz und Geduld. Wie Du ein faules Pferd flotter bekommst, den Schenkelgehorsam trainierst und woran Du an Dir selbst arbeiten musst, erkläre ich im Video (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann [&#8230;]</p>
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<p>Ein faules oder triebiges Pferd zu motivieren und wieder auf feine Schenkelhilfen zu trainieren, ist gar nicht so einfach und braucht vor allem Konsequenz und Geduld.</p>



<p>Wie Du ein faules Pferd flotter bekommst, den Schenkelgehorsam trainierst und woran Du an Dir selbst arbeiten musst, erkläre ich im Video (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst):</p>



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<div>
<h2><strong>Die Vorbereitung<br></strong></h2>
<p>Ist Dein Pferd (plötzlich) faul und triebig, solltest Du als erstes seine <strong>Gesundheit, Fütterung und Haltung überprüfen.</strong> Schmerzen (Rücken, Hufe, Zähne, etc.), unpassendes Equipment, Mangelernährung oder &#8222;Einzelhaft&#8220; in der Box können dazu führen, dass Dein Pferd sich nicht fleißig bewegen kann oder will.</p>
<p>Sind alle gesundheitlichen Aspekte abgeklärt, solltest Du außerdem <strong>Deine eigene Einstellung</strong> in den Blick nehmen. Gehst Du mit der Erwartung an Dein Pferd heran, dass es &#8222;ja sowieso keine Lust hat&#8220; und &#8222;wie immer faul ist&#8220;, dann wird das zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Pferde sind sehr sensibel was Stimmungen angeht und wenn Du selbst keine Freude und Energie ausstrahlst, dann wird sich das auch auf Dein Pferd übertragen &#8211; oder möchtest Du mit jemandem Zeit verbringen, der ganz offensichtlich keine Lust dazu hat?</p>
<p>Versuche also selbst so viel Positivität und Energie auszustrahlen wie du kannst, das hilft nicht nur Deinem Pferd, sondern auch Dir selbst. Ein Punkt, der Dir das Leben in dieser Richtung erleichtern kann, ist, Deine eigenen <strong>Erwatungen etwas herabzuschrauben:</strong> Du kannst von einem triebigen, unmotivierten Pferd nicht erwarten, dass es von heute auf morgen zum hypermotivierten Kracher wird. Es braucht einfach etwas Zeit und Konsequenz und das ist auch völlig ok so. Lerne, die kleinen Verbesserungen zu sehen, wertzuschätzen und zu belohnen!</p>
</div>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Faule, unmotivierte Pferde reiten</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Hilfengebung</strong></h3>



<p>Als erstes solltest Du Deine <strong>Hilfengebung überprüfen:</strong> Sitzt Du falsch oder gibst Die Hilfen zum falschen Zeitpunkt, bremst Du Dein Pferd aus oder machst es ihm unangenehm locker vorwärts zu gehen. Ein ausbalancierter, lockerer und zügelunabhängiger Sitz ist essentiell um Dein Pferd nicht zu stören!</p>



<p>Widersprüchliche oder missverständliche Hilfen können bei manchen Pferden dazu führen, dass sie einfach gar nichts mehr tun um nichts falsch zu machen. Lasse Deine Hilfengebung deshalb unbedingt von jemandem am Boden überprüfen, oft merkt man selbst gar nicht, dass man etwas falsch macht, weil man es sich über eine längere Zeit angewöhnt hat.</p>



<p><strong>Hier findest Du tiefergehende Beiträge zur Hilfengebung und Sitz:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Richtig treiben in Schritt, Trab und Galopp</a></li>



<li><a href="https://herzenspferd.de/schenkelhilfen-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schenkelhilfen richtig geben</a></li>



<li><a href="https://herzenspferd.de/abgestumpftes-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Abgestumpfte Pferde feiner trainieren</a></li>



<li><a href="https://herzenspferd.de/leichttraben/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leichttraben</a></li>



<li><a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aussitzen im Trab</a></li>



<li><a href="https://herzenspferd.de/galopp-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aussitzen im Galopp</a></li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Intensität der Hilfen</strong></h3>



<p>Gibst Du die richtigen Hilfen <a href="https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zum richtigen Zeitpunkt</a>, solltest Du auf die Stärke der Hilfen achten: <strong>Fange immer mit den feinstmöglichen Hilfen an!</strong></p>



<p>Dein Pferd wird vermutlich anfangs nicht auf feine Schenkelhilfen reagieren. Trotzdem ist es wichtig, dass Du mit feinen Hilfen startest (auch wenn Du weißt, dass erst mal keine Reaktion kommt), damit Dein Pferd nach und nach lernt schon auf diese Hilfen zu reagieren.</p>



<p>Du gibst zum Treiben also erst mal feine Schenkelhilfen und wenn keine Reaktion kommt, steigerst Du diese Hilfen. Und zwar schrittweise so lange, bis Dein Pferd eine Reaktion zeigt, seit sie auch noch so klein. <strong>Sobald eine Reaktion kommt, setzt Du die Hilfen sofort kurz aus und lobst Dein Pferd.</strong> Wenn Dein Pferd wieder langsamer wird, startest Du von vorne, mit den feinen Hilfen.</p>



<p>Zur Steigerung der treibenden Hilfen kannst Du auch Deine Gerte einsetzen. Es geht hier nicht darum Dein Pferd zu prügeln (das solltest Du definitiv nicht tun!), aber Du sollst Deinem Pferd schon klar machen, dass Du es ernst meinst. Es bringt nichts, wenn Du permanent halbherzig Dauertreibst und Dein Pferd reagiert nicht drauf &#8211; das stumpft es tatsächlich nur noch weiter ab.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Trainingsaufbau</strong></h3>



<p>Bei einem faulen, unmotivierten Pferd solltest Du darauf achten, dass Du das Training <strong>abwechslungsreich</strong> gestaltest. Es sollte für&#8217;s Pferd interessant sein, ohne es dabei zu überfodern. Ich nutze zum Beispiel gerne Übungen aus der Working Equitation (Tore öffnen, Slalom reiten, über Stangen reiten, Dinge von A nach B bringen), weil die klassische Dressurübungen mit &#8222;sinnvollen&#8220; Aufgaben verknüpfen.</p>



<p>Achte auch darauf, dass Du viele <strong>Pausen</strong> ins Training einbaust. Pferde sind per se Energiesparer, weil sie evolutionär gesehen darauf angewiesen sind, schnell wegrennen zu können, wenn ein Raubtier kommt &#8211; deshalb versuchen sie immer möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Wenn Dein Pferd merkt, dass es immer wieder Pausen im Training hat, wird es eher gewillt sein sich zwischen diesen Pausen anzustrengen.</p>



<p>Ich habe vor einigen Jahren mit einem Pferd gearbeitet, dass Anfangs nicht mehr als drei bis vier Galoppsprünge gelaufen ist, bevor es wieder durchpariert hat. Bei ihm habe ich besonders darauf geachtet, dass ich entschieden habe, wann wir durchparieren (das war am Anfang dann nach zwei Galoppsprüngen) und danach direkt eine Pause gemacht habe in der er einfach stehen durfte. Wenn er sich richtig Mühe gegeben hat und wir einen Zirkel im Galopp geschafft haben, hab ich auch mal als Belohnung das ganze Training frühzeitig beendet. Mit parallelem Training des Schenkelgehorsams und entsprechender Kosequenz konnte ich ihn nach einer Woche schon mehrere Runden ganze Bahn galoppieren.</p>



<p>Wichtig bei faulen, triebigen Pferden ist, dass Du nicht alles auf einmal willst. Viele Übungen bauen darauf auf, dass das Pferd gut auf den Schenkel reagiert &#8211; arbeite also zuerst am Schenkelgehorsam und am frischen Vorwärts, dann erst kommen <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Versammlung</a> und Dressurlektionen.</p>



<p><strong>Finde heraus, was Deinem Pferd Spaß macht und baue das ins Training ein:</strong> Alles was es dazu bringt, von sich aus etwas fleißiger vorwärts zu gehen, ist hilfreich. Viele Pferde sind zum Beispiel im Gelände motivierter, dann solltest Du regelmäßige Ausritte einplanen. Auch im Gelände kannst Du Lektionen wie Schenkelweichen, Schulterherein, Tempounterschiede, Übergänge und Co. reiten!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Es braucht Zeit, Geduld, Konsequenz und gutes Timing um ein faules, triebiges Pferd zu motivieren und auf feine Schenkelhilfen zu trainieren. Es lohnt sich aber absolut und macht das Zusammensein auf lange Sicht für Pferd und Reiter deutlich angenehmer!</p>



<p>Gleichzeitig solltest Du als Reiter auch Deine Erwartungen und den Charakter Deines Pferdes im Blick behalten: Du wirst aus einem Kaltblut keinen feurigen Araber machen (das muss es ja auch gar nicht sein). Suche beim Pferdekauf nicht nur mit Deinem Herzen, sondern überlege Dir auch genau, was Du mit Deinem Pferd machen möchtest und welche Charaktereigenschaften dafür wichtig sind. Wenn Du einen energiegeladenen Sportpartner suchst, ist vielleicht ein tiefenentspanntes, gemütliches Pferd nicht die richtige Wahl (das jemand anderen hingegen total glücklich machen würde).</p>



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		<title>Die Schenkelhilfen &#8211; So gibst Du sie richtig!</title>
		<link>https://herzenspferd.de/schenkelhilfen-reiten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2020 17:01:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Schenkelhilfen beim Reiten sind mehr als einfach nur an den Pferdebauch zu klopfen! Wie Du sie genau gibst, welche Muskeln Deiner Beine dabei beteiligt sind und warum Du auf keinen Fall mit den Fersen treiben solltest, erkläre ich im Video! (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, [&#8230;]</p>
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<p>Die Schenkelhilfen beim Reiten sind mehr als einfach nur an den Pferdebauch zu klopfen! Wie Du sie genau gibst, welche Muskeln Deiner Beine dabei beteiligt sind und warum Du auf keinen Fall mit den Fersen treiben solltest, erkläre ich im Video! (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst)</p>



<p>Hier gibt es übrigens <a href="https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ausführliche Infos zum richtigen Treiben!</a></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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</div></figure>



<div>
<h2><strong>Die richtige Beinhaltung<br></strong></h2>
<p>Um die Schenkelhilfen richtig geben zu können, musst Du ein paar Dinge beachten:</p>
<ul>
<li>Deine Beine müssen locker am Pferdebauch herabhängen und das Pferd quasi &#8222;umarmen&#8220;</li>
<li>Du darfst nicht mit den Knien klemmen: Dich mit den Knien festzuklammern macht Dein Bein und Dein Becken steif und hebt Dich aus dem Sattel heraus &#8211; aktiven Knieschluss hat man nur, wenn das Pferd einen Satz macht oder man springt!</li>
<li>Deine Fußgelenke müssen locker sein: Also die Fersen nicht aktiv herunterdrücken &#8211; wenn <a href="https://herzenspferd.de/fersen-hochziehen-reiten-steigbuegel-richtig-einstellen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deine Steigbügel richtig eingestellt</a> und Deine Fußgelenke locker sind, dann federn Deine Fersen automatisch mit der Bewegung des Pferdes nach unten!</li>
</ul>
<p>Insgesamt muss also Dein gesamtes Bein locker sein!</p>

<h2><strong>Die Schenkelhilfen</strong></h2>
<figure><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-6365" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/02/waden-treiben-1-152x300.jpg" alt="Bein eines Reiters auf dem Pferd mit einem Pfeil auf den Teil der Wade, mit dem getrieben wird" width="152" height="300" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/02/waden-treiben-1-152x300.jpg 152w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/02/waden-treiben-1-518x1024.jpg 518w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/02/waden-treiben-1-400x790.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2020/02/waden-treiben-1.jpg 648w" sizes="(max-width: 152px) 100vw, 152px" /></figure><p>Die Schenkelhilfen gibst Du dann aus Deinem lockeren Bein heraus &#8211; und zwar mit dem oberen Teil der Wade und <strong>nicht</strong> mit den Fersen. Federn Deine Fersen im Steigbügel korrekt nach unten, ist der obere Teil der Wade automatisch etwas angespannt und am Pferd. Möchtest Du eine Schenkelhilfe einsetzen, brauchst Du dann nur noch die natürliche Bewegung, die Dein Bein sowieso mit der Bewegung des Pferdes macht, zu verstärken (siehe auch hier den <a href="https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel zum Thema Treiben</a>).</p>
</div>



<div>
<p>Wichtig ist, dass Du die Schenkelhilfen impulsartig gibst und nicht mit den Unterschenkeln klemmst. Du &#8222;klopfst&#8220; also quasi ans Pferd, anstatt dauerhaft Druck ausfrechtzuerhalten (das würde Dich nur wieder verkrampfen lassen und steif machen). Mit &#8222;Klopfen&#8220; ist hier übrigens nicht gemeint, dass Du Dein Bein vom Pferd wegstreckst und dann dagegen fallen lässt. Du behältst schon konstant Kontakt zum Pferdebauch, gibst aber eben einen verstärkten Impuls aus der natürlichen Bewegung heraus. Idealerweise kommt dieser Impuls aus einem Anspannen der hinteren Oberschenkelmuskulatur, das dazu führt, dass der obere Teil der Wade verstärkt ans Pferd fällt.</p>
<p>Wie immer solltest Du mit der feinsten Hilfe anfangen, die Dir möglich ist. Erst wenn das Pferd nicht reagiert, solltest Du die Hilfe steigern &#8211; nur so bekommst Du mit der Zeit ein fein zu reitendes Pferd (oder hälst ein sensibles Pferd sensibel).</p>
<h2>&nbsp;</h2>
</div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Position der Schenkel</strong></h2>



<p>Es gibt grundsätzlich zwei Schenkelpositionen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der treibende Schenkel am Gurt und</li>



<li>der verwahrende Schenkel eine Handbreit hinter dem Gurt.</li>
</ul>



<p>Häufig wird der verwahrende Schenkel deutlich zu weit nach hinten genommen. Eine Handbreit ist nicht viel, wenn Du Dir mal Deine Hand betrachtest!</p>



<p>Rutscht Dein Schenkel zu weit nach hinten, treibst Du nicht mehr an der richtigen Stelle und irritierst häufig auch noch Dein Pferd. Grundsätzlich zieht das Pferd dort seine Muskeln zusammen (und hebt seinen Rücken) wo man treibt. Wir möchten ja, dass das Pferd mit seiner Hinterhand mehr unter den Schwerpunkt tritt &#8211; treibst Du zu weit hinten mit einem verwahrenden Schenkel, führt das eher dazu, dass der hintere Teil des Rückens hochkommt und die Hinterhand nicht mehr so weit vorgreift.</p>



<p>Oft sieht man in dem Zusammenhand auch Reiter, die zum Verwahren nur ihren Unterschenkel nach hinten nehmen. Das Bein klappt also aus dem Knie heraus nach hinten und kommt nicht nur zu weit zurück, sondern auch noch zu hoch (zum Beispiel <a href="https://herzenspferd.de/pferd-angaloppieren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beim Angaloppieren</a>).</p>



<p><strong>Möchtest Du eine verwahrende Schenkelhilfe geben, musst Du Dein ganzes Bein aus dem Becken heraus zurücknehmen und nicht aus dem Knie heraus.</strong> Du musst aus dem Becken heraus gar keine große Bewegung machen: Nimmst Du Deinen Oberschenkel minimal zurück, kommt Dein Unterschenkel automatisch in die richtige Position &#8211; wenn Dein Bein locker ist und Du nicht mit den Knien klemmst!</p>



<div>&nbsp;</div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Es ist gar nicht so schwer die richtigen Schenkelhilfen zu geben. Du musst nur darauf achten, dass Deine Beine locker sind, Du nicht klemmst und Du den verwahrenden Schenkel aus dem Becken heraus nach hinten nimmst und nicht aus dem Knie!</p>



<p>Les Dir auch unbedingt meinen <a href="https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/">Artikel zum richtigen Treiben</a> durch, da geht es ein stückweit auch um die Schenkelhilfen und ihren richtigen Einsatz.</p>



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		<title>Biegungen richtig reiten: Grundlagen und häufigste Fehler!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jun 2016 15:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
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		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um Dein Pferd zu gymnastizieren und locker zu machen spielt das Reiten auf gebogenen Linien eine große Rolle. Nicht umsonst gibt es eine Vielzahl an Hufschlagfiguren und Übungen, die sich Zirkel, Volten und Schlangenlinien zu Nutze machen. Gebogene Linien zu reiten erscheint den meisten Reitern nicht sehr schwer. Irgendwie kommt man immer herum. Damit die [&#8230;]</p>
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<p>Um Dein Pferd zu gymnastizieren und locker zu machen spielt das Reiten auf gebogenen Linien eine große Rolle. Nicht umsonst gibt es eine Vielzahl an Hufschlagfiguren und Übungen, die sich Zirkel, Volten und Schlangenlinien zu Nutze machen.</p>



<p><strong>Gebogene Linien zu reiten erscheint den meisten Reitern nicht sehr schwer. Irgendwie kommt man immer herum. Damit die Übungen ihre gewünschte Wirkung erzielen, müssen sie aber richtig geritten werden.</strong> Das ist dann gar nicht immer so einfach &#8211; das Pferd drängt vielleicht über die Schulter nach außen, kürzt nach innen ab oder driftet mit der Hinterhand weg.</p>



<p>Damit Dir das nicht passiert, beziehungsweise Du solche Fehler korrigieren kannst, geht es im heutigen Artikel um Tipps zum Reiten von Biegungen und zur Korrektur der 4 häufigsten Fehler.</p>



<p><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Biegungen richtig reiten &#8211; die Grundlagen</strong></h2>



<p>Vereinfacht kann man sagen, dass die Hände und Zügel die Vorhand kontrollieren und die Beine die Hinterhand (natürlich ist die Sache etwas komplexer und die Hilfen spielen zusammen). Mit Deinen Hilfen rahmst Du also das Pferd ein und hast Einfluss darauf, wo es seine Beine hinsetzt. Alle Hilfen müssen sich passend ergänzen, damit Dein Pferd wie gewünscht reagiert. Ist eine Hilfe zu stark, wird die Biegung nicht schön.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Sitz</strong></h3>



<p>Die wichtigste Hilfe ist wie immer der Sitz, er kommt zuerst!</p>



<p>Dein Becken dreht sich beim korrekten Drehsitz/Biegesitz leicht in die Bewegungsrichtung, das innere Knie kommt leicht weg vom Pferd. Du hast quasi die gleiche Ausrichtung, die Du auch hättest, wenn Du zu Fuß eine Biegung/Volte läufst. Diese Ausrichtung hat auch das Becken deines Pferdes. Oft wird fälschlicherweise gedacht, dass das Becken des Pferdes auf der Biegung innen vor geht. Das ist so aber nicht ganz korrekt, denn das ist nur ein kleiner Moment der vollständigen Bewegung (wenn das innere Hinterbein nach vorne tritt). Grundsätzlich ist auch beim Pferd das Becken leicht in die Richtung gedreht, in die es die Biegung läuft. Geht das innere Hinterbein nach vorne, geht das Becken auf der Seite etwas nach vorne. Geht das äußere Bein nach vorne, geht das Becken auf der Seite weiter vor. Das Becken macht außen eine größere vor-zurück Bewegung, weil das äußere Hinterbein einen weiteren Weg zurücklegen muss. </p>



<p>Es ist also richtig, dass Dein Becken sich parallel zum Becken des Pferdes bewegt. Ein Trugschluss ist aber, daraus zu schließen, dass die innere Hüfte vor muss.</p>



<p>Dein Oberkörper folgt der Drehung Deines Beckens. Stell Du Dir am Besten vor Du hättest <strong>zwei Augen in Deinem Brustkorb</strong> (dieses großartige Bild ist aus meinem Lieblingsbuch zum Sitz: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3275017969/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3275017969&amp;linkCode=as2&amp;tag=twoheartsones-21" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Reiten aus der Körpermitte</a>*). Diese Augen sollen dahin schauen, wo das Pferd hinlaufen soll. Dadurch drehst Du Deinen Oberkörper automatisch richtig und nicht zu viel oder zu wenig. Beide Augen bleiben auf gleicher Höhe &#8211; Dein Oberkörper bleibt gerade und Du knickst nicht in der Taille ab. Wenn Du Probleme damit hast, nicht mit dem Oberkörper nach innen zu knicken, atme verstärkt in Deine innere Flanke. Das veranlasst Dich dazu Dich auf dieser Seite mehr zu strecken und wieder gerade zu sitzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Hände</strong></h3>



<p>Durch das Drehen des Oberkörpers drehst Du automatisch Deine Hände mit. Der äußere Zügel steht dadurch etwas mehr an und liegt verwahrend am Pferdehals. Er verhindert, dass das Pferd über die äußere Schulter nach außen driftet. Der innere Zügel gibt die Stellung des Pferdekopfes nach innen vor. Du solltest innen gerade so den Rand des Pferdeauges sehen, dann ist es richtig gestellt.</p>



<p>Achte darauf, dass Du beide Hände auf gleicher Höhe hältst, ansonsten kann es passieren, dass sich Dein Pferd im Genick verwirft.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Beine</strong></h3>



<p>Während Du Deinen Oberkörper drehst (und die Hände nicht vergisst), nimmst Du Dein äußeres Bein verwahrend etwa eine handbreit hinter den Sattelgurt. Wichtig dabei ist, dass die Bewegung vom <strong>Oberschenkel</strong> aus der Hüfte heraus ausgeht. Du machst also absolut gar nichts mit dem Unterschenkel &#8211; er geht automatisch mit zurück, wenn Du den Oberschenkel nach hinten nimmst. Das äußere Bein begrenzt das Pferd nach außen und verhindert, dass die Hinterhand wegdriftet.</p>



<p>Dein inneres Bein liegt locker am Gurt und animiert Dein Pferd dazu sich zu biegen. Du setzt es immer nur impulsartig ein, wenn Dein Pferd es braucht. <strong>Läuft es auf der Linie, die Du möchtest, braucht es keine Hilfe von Dir und Du solltest es in Ruhe lassen.&nbsp;</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Häufige Probleme und ihre Lösungen</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Dein Pferd drängt über die Schulter nach außen</strong></h3>



<p>Dieses Problem liegt meist daran, dass Du den inneren Zügel zu viel benutzt (und den Äußeren zu wenig). Schau zum Kopf Deines Pferdes: siehst Du mehr als seinen Augenwinkel ist Dein Pferd überstellt. Gib den inneren Zügel etwas nach und nehme den Äußeren mehr auf.</p>



<p>Achte auch auf Deinen Sitz: schauen die Augen in Deinem Oberkörper in die richtige Richtung? Bist Du im Oberkörper gerade und nicht in der Taille abgeknickt?</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Dein Pferd lässt sich gar nicht erst stellen und biegen und kürzt nach innen ab</strong></h3>



<p>Es läuft in Außenstellung und fällt auf die innere Schulter.</p>



<p>Auch hier solltest Du wieder kontrollieren ob Du richtig sitzt, Deinen Oberkörper korrekt gedreht hast und die restlichen Hilfen wie oben beschrieben einsetzt.</p>



<p>Oft liegt das Problem aber in der natürlichen Schiefe Deines Pferdes. <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier habe ich genauer beschrieben was das ist und was Du dagegen tun kannst</a>. Dieses Problem lässt sich &#8211; je nach Pferd &#8211; anfangs oft besser am Boden lösen. <a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier findest Du einige grundlegende Übungen</a>.</p>



<p>Beim Reiten kannst Du Dein Pferd vor der Biegung ein paar Tritte dem inneren Schenkel weichen lassen oder im Schulterherein reiten. Dann ist es schon in die richtige Richtung gestellt und der Übergang wird erleichtert.</p>



<p><strong>Wehrt sich Dein Pferd gegen die Stellung und Biegung solltest Du das unbedingt auch von einem Physiotherapeuten oder Osteopathen abklären lassen. Möglicherweise hat Dein Pferd Blockaden oder Verspannungen und Schmerzen.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Dein Pferd driftet mit der Hinterhand nach außen</strong></h3>



<p>Hier solltest Du kontrollieren, ob Dein äußerer Zügel konstanten Kontakt zum Pferd hat und dass es nicht zu stark nach innen gestellt ist. Zusätzlich kannst Du Deinen äußeren, verwahrenden Schenkel einsetzen um die Hinterhand &#8222;einzufangen&#8220;.</p>



<p>Kontrolliere, dass Du gerade sitzt und nicht nach innen einknickst.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Deine Zirkel werden nicht rund</strong></h3>



<p>Stelle Dir zur Orientierung entweder ein Hütchen in die Mitte des Zirkels oder &#8211; wenn Du mehr Unterstützung brauchst &#8211; markiere die Zirkellinie mit mehreren Hütchen (das kann auch eine Hilfe für Dein Pferd sein).</p>



<p>Konzentriere Dich beim Reiten darauf einen gleichmäßigen Abstand zum Hütchen zu halten. Gibt es Stellen, an denen Dein Pferd von der &#8222;richtigen&#8220; Kreislinie abweicht, musst Du entsprechende Hilfen geben um es zu korrigieren. Manche Pferde drängen zum Beispiel immer an der selben Stelle über die äußere Schulter, weil dort der Ausgang ist. Diese Stellen solltest Du Dir merken, damit Du entsprechend schnell reagieren und korrigieren kannst.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Das Reiten von Biegungen ist eine der Grundlagen und kommt vielen Reitern einfach vor. Aber auch hier schleichen sich schnell Fehler ein, die die positive Wirkung der Biegungen beeinträchtigen.</p>



<p>Ich bin der Meinung, dass man auch und besonders bei den Grundlagen auf eine saubere Ausführung achten sollte &#8211; <strong>wer die Grundlagen nicht richtig reitet hat kein solides Fundament auf dem er fortgeschrittenere Übungen aufbauen kann.</strong></p>





<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wie siehst Du das? Biegungen: macht man mit links oder gar nicht immer so einfach?</strong></h3>



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		<title>Ganze Parade, Halbe Parade &#8211; Null Problem! So sehen die richtigen Hilfen aus.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2015 16:06:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
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		<category><![CDATA[feine Hilfen]]></category>
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		<category><![CDATA[Gewichtshilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Halbe Parade]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuzhilfen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ganz ähnlich wie der Befehl &#8222;Kreuz ran!&#8220; ist auch &#8222;und jetzt ganze Parade!&#8220; für viele Reiter erst mal ein Grund zur Verwirrung. Am Zügel ziehen? Dazu treiben? Und wie war das nochmal mit dem Kreuz? Für mich klangen die Erklärungen der Reitlehrer zu meiner Anfangszeit total unlogisch: gleichzeitig am Zügel ziehen und treiben &#8211; das [&#8230;]</p>
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<p>Ganz ähnlich wie der Befehl <a href="https://herzenspferd.de/reiten-kreuzhilfen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Kreuz ran!&#8220;</a> ist auch &#8222;und jetzt ganze Parade!&#8220; für viele Reiter erst mal ein Grund zur Verwirrung.</p>



<p><strong>Am Zügel ziehen? Dazu treiben? Und wie war das nochmal mit dem Kreuz?</strong></p>



<p>Für mich klangen die Erklärungen der Reitlehrer zu meiner Anfangszeit total unlogisch: gleichzeitig am Zügel ziehen und treiben &#8211; das widerspricht sich doch! Jeder der schonmal beim Auto gleichzeitig auf Gas und Bremse getreten ist weiß, dass das nicht gut ausgehen kann.</p>



<p>Und tatsächlich ist es auch gar nicht so gemeint!</p>



<p><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;0e08f08d7774398ef7610ea661add968&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;a740edf8e4024e214ce8d707bd504c32&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/herzenspferd.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/0e08f08d7774398ef7610ea661add968-a740edf8e4024e214ce8d707bd504c32.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Ganze Parade, halbe Parade - Null Problem!&quot;,&quot;width&quot;:480,&quot;height&quot;:360,&quot;forceRatio&quot;:56.29629629629629761211617733351886272430419921875}" title="Ganze Parade, halbe Parade - Null Problem!" width="1080" height="608" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/R02G-hehwLw?start=6&amp;feature=oembed" consent-required="259520" consent-by="services" consent-id="259521" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/R02G-hehwLw?start=6&amp;feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Verwirre Dein Pferd nicht mit widersprüchlichen Hilfen</strong></h2>



<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_Baucher" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Francois Baucher</a> sagte schon 1864 „<strong>Hand ohne Beine, Beine ohne Hand</strong>“.</p>



<p>Üblicherweise wird die Parade so erklärt: mit den Schenkeln die Hinterhand unter den Schwerpunkt treiben und mit dem Zügel das Vorwärts abfangen. Gleichzeitig das Kreuz anspannen und gegensitzen.</p>



<p>Prinzipiell ist das schon richtig, Zügel und Schenkel müssen jedoch <strong>zum richtigen Zeitpunkt</strong> <strong>und nicht exakt gleichzeitig</strong> eingesetzt werden.</p>



<p>Und hier wird es nun etwas schwierig, denn den richtigen Zeitpunkt muss man fühlen können.</p>



<p>Dein Ziel ist es, dass Dein Pferd beim Durchparieren mit der Hinterhand unter seinen Schwerpunkt tritt. Wenn Du zum Bremsen nur an den Zügeln ziehst wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Vorhand fallen. Das merkst Du zum Beispiel daran, dass Du mit dem Oberkörper leicht nach vorne fällst. Wenn Dein Pferd mit der Hinterhand untertritt und so bremst, wirst Du nicht nach vorne fallen und es fühlt sich so an, als ob Dein Pferd vorne höher wird. Das liegt daran, dass es die Hinterhand beugt und untertritt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die richtigen Hilfen zum richtigen Zeitpunkt</strong></h2>



<p>In meinem <a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel zum Aussitzen</a> habe ich schon einmal erklärt, dass man spüren kann welches Hinterbein gerade vorschwingt: die Seite des Rückens, auf der das Hinterbein nach vorne schwingt senkt sich gefühlt etwas ab, das Bein des Reiters auf dieser Seite schwingt leicht nach innen an den Pferdebauch.</p>



<p>Wenn Du also Deine Beine entspannt am Pferd anliegen hast (wie es sein sollte) dann kannst Du spüren welches Bein nach vorne schwingt. Am Besten übst Du das gemeinsam mit jemandem, Du sagst welches Hinterbein nach vorne schwingt und er oder sie schaut ob Du recht hast.</p>



<p><strong>Das ist wichtig, denn um korrekte Paraden geben zu können musst Du das spüren können.</strong></p>



<p>Um eine Parade zu reiten musst Du Dein Pferd also zuerst veranlassen mit seiner Hinterhand mehr unterzutreten &#8211; es soll ja nicht auf die Vorhand fallen. Dazu gibst Du abwechselnde Schenkelhilfen wenn Du spürst, dass ein Hinterbein nach vorne schwingt. Also:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Linkes Hinterbein schwingt nach vorne (Dein Bein schwingt schon automatisch leicht an den Pferdebauch) -&gt; Du gibst links eine Schenkelhilfe</li>



<li>Rechtes Hinterbein schwingt nach vorne -&gt; Du gibst rechts eine Schenkelhilfe</li>
</ul>



<p>Nun soll Dein Pferd natürlich nicht schneller werden, deshalb schließt Du <strong>kurz nach</strong> den Schenkelhilfen, wenn das jeweilige Hinterbein auf dem Boden ist, Deine Hand und nimmst somit den Zügel leicht an.</p>



<p>Gleichzeitig kippst Du Dein Becken ab (<a href="https://herzenspferd.de/reiten-kreuzhilfen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wie hier erklärt</a>) und schwingst somit mit dem Becken nicht mehr mit der Bewegung Deines Pferdes mit.</p>



<p>Je nachdem wie fein Dein Pferd ist reicht das aus um es durchzuparieren. Reagiert Dein Pferd nicht solltest Du daran arbeiten es zu <a href="https://herzenspferd.de/abgestumpftes-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sensibilisieren</a> und darauf achten, dass Du selbst es nicht durch zu kräftige oder dauerhafte Hilfen abstumpfst.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mindestens genauso wichtig: das Aussetzen der Hilfen</strong></h2>



<p><strong>Der meiner Meinung nach wichtigste Teil des Durchparierens ist das Aussetzen der Hilfen. Sobald Dein Pferd reagiert &#8211; und sei es noch so minimal &#8211; höre auf! Wenn es schon steht ist es zu spät!</strong></p>



<p><strong>Stell Dir vor Du spielst mit Deinem Pferd Topfschlagen</strong> (ein Spiel, bei dem ein Kind mit verbundenen Augen versucht mit einem Löffel einen Topf irgendwo im Raum zu treffen. Ein zweites Kind sagt &#8222;heiß&#8220; oder &#8222;kalt&#8220; &#8211; &#8222;heiß&#8220;, wenn das erste Kind sich dem Topf nähert, &#8222;kalt&#8220;, wenn es davon weggeht).</p>



<p>Wenn Du zu Deinem Pferd niemals &#8222;heiß&#8220; sagst und ihm zeigst, dass seine Reaktion <strong>in die richtige Richtung</strong> geht, dann wird es nicht verstehen was Du von ihm willst und schnell frustriert sein. Genauso wie es das Kind mit verbundenen Augen wäre, wenn seine Freundin immer nur &#8222;kalt&#8220; sagt und erst dann &#8222;heiß&#8220;, wenn es nach langer Suche zufällig den Topf trifft.</p>



<p>Dein Pferd fragt Dich also erst mal mit einer kleinen Reaktion an um zu testen, ob es das ist was Du wolltest. Wenn Du darauf nicht mit einer Belohnung &#8211; dem Aussetzen der Hilfen &#8211; reagierst, wird es davon ausgehen, dass seine Reaktion falsch war.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Unterschied ganze Parade &#8211; halbe Parade</strong></h2>



<p>Ich dachte als Reitanfänger die halbe Parade wird eben nur halb so stark wie die ganze Parade durchgeführt. Von anderen Reitern weiß ich, dass sie dachten die halbe Parade macht man nur mit einem Zügel anstatt mit beiden.</p>



<p><strong>Tatsächlich ist der Unterschied nur eine Definitionssache: eine ganze Parade führt immer zum Stand, egal aus welcher Gangart. Eine halbe Parade nutzt man für das Durchparieren zur nächstlangsameren Gangart, einen Tempowechsel innerhalb einer Gangart oder um das Pferd vor einer Lektion aufmerksam zu machen.</strong></p>



<p><strong>Die ganze Parade besteht aus mehreren halben Paraden, so lange bis das Pferd steht.</strong> Je nach Pferd geht das schnell, andere brauchen länger.</p>



<p>Die Hilfen, die ich oben erklärt habe, sind also für eine halbe Parade. Und wenn Du die Hilfen für die halbe Parade kennst, kennst Du auch automatisch die Hilfen für die ganze Parade. Eine ganze Parade aus einem flotten Trab oder Galopp ist natürlich deutlich schwerer zu reiten und sollte erst versucht werden, wenn Du weißt was Du tust und die halben Paraden fein und leicht klappen!</p>



<p><strong>Wichtig ist, dass eine Parade aufrechterhalten wird, bis das Pferd langsamer wird und nachgibt. Reagiert dein Pferd nicht oder wird zwar langsamer, legt sich aber auf den Zügel, kannst du die Technik der Zügelhilfen verändern, indem du mit den Ringfingern leicht zitterst (das vibriert den Zügel, ohne die Stärke der Hilfen zu verändern). Auf keinen Fall solltest Du die Zügelhilfen verstärken! </strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Eine korrekte Parade zu reiten ist gar nicht so einfach. Sie erfordert vom Reiter einen guten Sitz, Koordination und viel Gefühl. Vom Pferd verlangt sie ein grundlegendes Gleichgewicht, eine feine Reaktion auf die Reiterhilfen und die Bereitschaft sich zu versammeln.</p>



<p>Jeder Reiter und jedes Pferd ist anders und es ist schwer hier allgemeingültige Ratschläge zu geben. Deshalb ist ein kompetenter Reitlehrer oder eine kompetente Reitlehrerin unerlässlich, wenn man die passende, feine Parade lernen möchte.</p>





<p><strong>Wie hat Dein Reitlehrer Dir die Paraden erklärt? Wie reitest Du sie und hast Du vielleicht noch Tipps für uns?</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/b3f9b7b74633426da12745a034c59a7b" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></p>



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