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	<title>klebendes Pferd Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>klebendes Pferd Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Pferd einfangen &#8211; So holst Du Dein Pferd sicher von der Koppel!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2020 17:01:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die meisten Reiter/innen und Pferdebesitzer/innen erleben es zumindest einmal im Leben: Das Pferd lässt sich nicht einfangen und man steht auf der Koppel und fühlt sich wie der letzte Depp. Was Du tun kannst, wenn Dein Pferd lieber wegläuft als sich einfangen zu lassen und welche Fehler Du vermeiden solltest, erzähle ich heute im Video [&#8230;]</p>
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<p>Die meisten Reiter/innen und Pferdebesitzer/innen erleben es zumindest einmal im Leben: Das Pferd lässt sich nicht einfangen und man steht auf der Koppel und fühlt sich wie der letzte Depp.</p>



<p>Was Du tun kannst, wenn Dein Pferd lieber wegläuft als sich einfangen zu lassen und welche Fehler Du vermeiden solltest, erzähle ich heute im Video (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst):</p>



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<div>
<h2><strong>Warum lässt sich Dein Pferd nicht einfangen?<br></strong></h2>
<p>Der wichtige erste Schritt, wenn Dein Pferd sich nicht einfangen lässt, ist die Ursachenforschung: Warum lässt es sich nicht einfangen?</p>
<p>Wenn Dein Pferd nicht mit Dir von der Koppel kommen möchte, kann das verschiedene Gründe haben, z.B.:</p>
<ul>
<li>Die gemeinsame Zeit mit Dir ist mit etwas Unangenehmen verbunden (Schmerzen beim Reiten, Überforderung im Training, etc.)</li>
<li>Du hast Dein Pferd neu und es kennt Dich noch nicht gut genug, als dass es mit dir mitgehen möchte (Pferde sind Herdentiere und fühlen sich in der Herde sicherer &#8211; gerade wenn sie den Menschen nicht gut kennen, mit dem sie die Herde verlassen sollen)</li>
<li>Schlechte Erfahrungen mit Menschen</li>
<li>Dein Pferd klebt allgemein an seiner Herde</li>
<li>Das Gras ist verlockender als die Aussicht auf &#8222;Arbeit&#8220; mit Dir</li>
<li>uvm</li>
</ul>
<p>Je nachdem wo die Ursache liegt, musst Du dann entsprechend vorgehen:</p>
<ul>
<li>Stelle sicher, dass Dein Pferd im Training keine Schmerzen hat und nicht überfordert ist.</li>
<li>Stelle sicher, dass die gemeinsame Zeit, die Du mit Deinem Pferd verbringst, positiv ist. Nimm es nicht nur zum Arbeiten von der Koppel, sondern auch mal nur zum Putzen und Füttern &#8211; es soll wissen, dass Deine Ankunft nicht immer mit Anstrengung verbunden ist.</li>
<li>Wenn Du Dein Pferd neu hast: Arbeite daran eine Verbindung und Vertrauen aufzubauen.</li>
<li>Wenn Dein Pferd an der Herde klebt: Treibe die gesamte Herde an&#8217;s Koppeltor und nimm Dein Pferd dann dort von der Koppel, das klappt meistens ganz gut und wird von Mal zu Mal besser. <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr Tipps zu klebenden Pferden gibt&#8217;s hier.</a></li>
<li>Seit konsequent und geduldig.</li>
</ul>
</div>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>So fängst Du Dein Pferd richtig ein</strong></h2>



<p>Das wichtigste, wenn Du das Einfangen trainieren willst, ist, dass Du Dir <strong>ausreichend Zeit</strong> nimmst. Versuch nicht Dein Pferd einzufangen, wenn Du unter Zeitdruck stehst (weil z.B. der Schmied in 10 Minuten da ist). Leg das Training stattdessen auf einen Tag, an dem Du sonst nicht viel vor hast &#8211; das kann schonmal ein Stündchen (oder länger) dauern.</p>



<p>Wir Menschen neigen dazu, geradlinig und zielstrebig von einem Ort zum Anderen zu laufen. Wenn Du also Dein Pferd einfangen willst, gehst Du vermutlich direkt auf es zu. Das ist ein typisches &#8222;Raubtierverhalten&#8220;, das Dein Pferd als Beutetier sofort registriert und das ihm möglichwerweise Sorgen macht. Die meisten Pferde haben damit kein Problem und haben gelernt, dass der Mensch sich nunmal so annähert. Aber wenn Du ein Pferd hast, das sich sowieso schon nicht gerne einfangen lässt, dann solltest Du eine solche Annäherung vermeiden.</p>



<p>Stattdessen solltest Du in einem <strong>weiten Bogen oder leichten, großen Schlangenlinien</strong> auf das Pferd zugehen. Du näherst dich ihm also nicht in einer geraden Linie, sondern mehr von der Seite. Dabei lässt Du Dir Zeit und fixierst es nicht (Du kannst schon immer wieder hinschauen, aber starre es nicht die ganze Zeit an). Tu so, als wärst Du gar nicht so dringend an Deinem Pferd interessiert.</p>



<p>Früher oder später wird Dein Pferd Dich anschauen. Dann bleibst Du stehen, am besten mit dem Oberkörper etwas von ihm weggedreht, Du kannst auch von ihm wegschauen. Schaut Dein Pferd wieder weg oder macht es einen entspannten Eindruck, näherst Du Dich weiter langsam an. Macht Dein Pferd einen sehr nervösen Eindruck, kannst Du auch einen Schritt zurückgehen &#8211; das nimmt etwas den Druck aus der Situation.</p>



<p>Sollte Dein Pferd weglaufen, läufst Du mit. Achte dabei darauf, dass Du nicht hinter ihm in einer treibenden Position läufst, sondern eher parallel bleibst. Bleibt Dein Pferd stehen, bleibst auch Du stehen. Macht es einen entspannten Eindruck, näherst Du Dich wieder an.</p>



<p>Galoppiert Dein Pferd ans andere Ende der Koppel, läufst Du ihm ruhig und entspannt hinterher und näherst Dich dann wieder langsam an, wenn Du in seiner Nähe bist.</p>



<p><strong>Es ist absolut wichtig, dass Du selbst die ganze Zeit ruhig und gelassen bleibst</strong> &#8211; regst Du Dich auf, spürt das Dein Pferd und lässt sich vermutlich noch schlechter einfangen.</p>



<p>Wenn Du irgendwann bei Deinem Pferd angekommen bist, solltest Du Dich nicht dazu verleiten lassen dann schnell und hektisch das Halfter anzuziehen. Du trainierst ja, dass Dein Pferd sich entspannt von der Koppel holen lässt &#8211; <strong>ein hektisches Überfallen mit dem Hafter ist da eher kontraproduktiv.</strong> Stattdessen solltest Du Dir hier genauso viel Zeit lassen wie in der Annäherung: Zeig Deinem Pferd das Halfter, nähere Dich vielleicht sogar schon etwas mit dem Halfter an und wenn Dein Pferd zum Halfter schaut, nimmst Du es wieder weg. Das machst du so lange, bis Dein Pferd entspannt ist. Du kannst Deinem Pferd auch Leckerli geben, das würde ich in dem Fall aber nur bei eher zurückhaltenden Pferden tun, die etwas Ermutigung gebrauchen können.</p>



<p>Sollte Dein Pferd wieder weglaufen, wenn Du das Halfter auspackst, dann läufst Du entspannt mit und näherst Dich wieder wie oben beschrieben an. Lass Dir Zeit!</p>



<p>Wenn Du Deinem Pferd das Halfter entspannt anziehen konntest, gibt ihm ein Leckerli, zieh ihm das Halfter wieder aus und beende damit das Training. Dein Pferd muss nicht mal mitkommen, sondern es soll lernen, dass es nichts Dramatisches ist, wenn Du mit Halfter auf die Koppel kommst und es ihm anziehst.</p>



<p>In der nächsten Trainingseinheit kannst Du Dein Pferd dann ein Stück führen. Wieder in der nächsten bringst Du es an den Putzplatz, putzt und fütterst und bringst es dann wieder zurück. So kannst Du Dich von Mal zu Mal steigern &#8211; je nach Pferd kann man das schnell oder langsam tun, das musst Du dann einschätzen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Wenn Du bis hierhin gelesen hast wird Dir klar sein: Um das Einfangen zu trainieren, brauchst Du vor allem Zeit und viel Geduld. Wenn Du diese Zeit am Anfang investierst, wird das aber von Mal zu Mal besser werden und Dein Pferd wird sich immer schneller und entspannter einfangen lassen.</p>



<p>Du kannst Dich auch einfach mal mit einem Buch auf die Koppel setzen &#8211; die meisten Pferde sind super neugierig und werden eher früher als später bei Dir vorbeischauen. Dann kannst Du auch Dein Pferd begrüßen, es streicheln und ihm vielleicht ein Leckerli geben und es dann wieder ignorieren. Ziel ist immer, Deine Anwesenheit als etwas ganz normales zu etablieren. Wenn Du das schaffst, dann ist es nur noch ein kleiner Schritt zum entspannten einfangen! (Ich bin z.B. im Sommer immer in meiner Mittagspause auf die Koppel und hab dort mein Mittagsbrot gegessen. Innerhalb von kürzester Zeit konnte ich zu jedem Pferd der Herde &#8211; auch denen, die eigentlich scheu waren.)</p>



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<p><br> </p>



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		<title>&#8222;Hilfe mein Pferd klebt&#8220; &#8211; Tipps meiner Reitlehrerin! [Video]</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Oct 2019 06:30:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Reiter klagen über ein klebendes Pferd &#8211; also ein Pferd mit Trennungsangst, das sich nicht von der Koppel holen lässt, nicht alleine ruhig am Putzplatz stehen bleibt oder den Hof nicht verlassen will. Woher dieses Verhalten kommt, was die Leitpferdetheorie damit zu tun hat, worauf Du beim Training achten musst und wie Du dieses [&#8230;]</p>
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<p>Viele Reiter klagen über ein klebendes Pferd &#8211; also ein Pferd mit Trennungsangst, das sich nicht von der Koppel holen lässt, nicht alleine ruhig am Putzplatz stehen bleibt oder den Hof nicht verlassen will.</p>



<p>Woher dieses Verhalten kommt, was die Leitpferdetheorie damit zu tun hat, worauf Du beim Training achten musst und wie Du dieses Verhalten korrigieren kannst, erklärt Hlín von <a href="https://www.yogihorse.com/" target="_blank" rel="noopener">Yogihorse</a> im Interview!</p>



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		<title>Klebendes Pferd &#8211; Teil 4: Training im Sattel</title>
		<link>https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-reiten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2015 12:57:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im letzten Artikel bin ich auf das Training im Roundpen eingegangen. Im heutigen und letzten Artikel der Serie geht es um das Training im Sattel. Hier werde ich erklären was ich tue, wenn mein Pferd in der Halle oder auf dem Platz immer zu den anderen Pferden hinzieht oder zu nahe an ihnen kleben bleibt. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-reiten/">Klebendes Pferd &#8211; Teil 4: Training im Sattel</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-roundpen/" target="_blank" rel="noopener">letzten Artikel</a> bin ich auf das Training im Roundpen eingegangen.</p>



<p>Im heutigen und letzten Artikel der Serie geht es um das Training im Sattel. Hier werde ich erklären was ich tue, wenn mein Pferd in der Halle oder auf dem Platz immer zu den anderen Pferden hinzieht oder zu nahe an ihnen kleben bleibt. Dieses Vorgehen lässt sich auch auf einen Ausritt übertragen, bei dem man einen anderen Weg reiten möchte als der Mitreiter und die Pferde sich trennen müssen.</p>



<p><strong>*Auch hier möchte ich wieder darauf hinweisen, dass ich kein professioneller Trainer bin und jeder meine Empfehlungen auf eigene Gefahr durchführt. Wenn Du noch nicht viel Erfahrung mit Pferden und ihrem Verhalten hast solltest Du Dir überlegen einen professionellen Trainer zur Unterstützung zu suchen!*</strong></p>



<p>Die Vorgehensweise habe ich von <a href="http://www.warwickschiller.com/videos/" target="_blank" rel="noopener">Warwick Schiller</a> gelernt. Wenn Du Englisch verstehst kann ich Dir seine Videos empfehlen! Ich finde nicht alles gut was er macht, aber das geht mir bei jedem Trainer so und er hat ein paar tolle Ansätze.</p>



<p><strong>Wie immer gilt: <a href="https://herzenspferd.de/positive-negative-verstaerkung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Du musst Dein Vorgehen ganz individuell Deinem Pferd anpassen!</a> Wenn das, was ich hier vorschlage nicht hilft oder das Problem sogar schlimmer macht, hör auf und versuche etwas anderes! Es gibt nicht nur einen Weg zum Ziel und was für den einen passt ist für den anderen nicht gut.</strong></p>



<p>Wenn Du Vorschläge für ein anderes Vorgehen hast freue ich mich über Deinen Kommentar! Ich weiß bei weitem nicht alles und lerne sehr gerne dazu.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Trainingsplan für klebende Pferde</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Richtig Führen</strong></h3>



<p><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">Wie das geht kannst Du hier nachlesen.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Schrecktraining</strong></h3>



<p><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/" target="_blank" rel="noopener">Das kannst Du hier nachlesen.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Training im Roundpen</strong></h3>



<p><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-roundpen/" target="_blank" rel="noopener">Den Artikel findest Du hier.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Training im Sattel</strong></h3>



<p>Wenn Du ein klebendes Pferd hast werden Dir folgende Situationen wohl bekannt vorkommen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sind andere Pferde auf dem Reitplatz, driftet Dein Pferd immer näher zu ihnen und Du hast Mühe es von ihnen wegzulenken.</li>



<li>Wenn Du andere Pferde auf dem Platz überholen möchtest, wird Dein Pferd bei ihnen langsamer oder will sogar nicht weitergehen.</li>



<li>Dein Pferd drängt sich so dicht an andere Pferde, dass Du mit Deinem Steigbügel an den des anderen Reiters stößt.</li>



<li>Im Gelände kannst Du Dich nicht von der Gruppe oder Deinem Ausreitpartner trennen, ohne dass Dein Pferd in Panik verfällt.</li>
</ul>



<p>Solltest Du die Ratschläge aus den vorherigen Artikeln befolgt haben merkst Du bestimmt schon einen Unterschied bei Deinem Pferd. Vielleicht haben sich dadurch die Probleme im Sattel schon ganz von selbst gelöst, bei manchen Pferden reicht die Bodenarbeit schon aus.</p>



<p>Wenn nicht, ist das aber auch nicht schlimm, es gibt ein paar Dinge, die Du im Sattel tun kannst.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>In der Halle oder auf dem Platz</strong></h4>



<p>Am besten schnappst Du Dir einen Stallfreund oder eine Stallfreundin mit einem <strong>ruhigen, gelassenen Pferd.</strong> Mit ihr gehst Du dann gemeinsam in die Halle oder auf den Platz. Achte darauf, dass sonst keine Pferde auf dem Platz sind.</p>



<p>Deine Freundin soll sich auf ihr Pferd setzen und einfach an einem Ende des Platzes stehen bleiben und nichts tun. Sie sollte in etwa 2 bis 3 Meter von der Bande entfernt stehen, so dass Du noch daran vorbei kommst.</p>



<p>Nach dem Warmreiten lässt Du Deinem Pferd die Zügel lang und trabst an. Lenke nicht, sondern lass es laufen wohin es möchte. Vermutlich wird es ziemlich schnell zu dem anderen Pferd driften. <strong>Lass es das tun!</strong></p>



<p>Wenn es bei dem anderen Pferd angekommen ist lässt Du es um es herum Volten traben &#8211; es muss sich also anstrengen. Sobald es Anzeichen macht wieder von dem anderen Pferd wegzudriften hörst Du damit auf und lässt es entspannt &#8211; vom stehenden Pferd weg &#8211; weitertraben. Geht es wieder zurück zum Pferd muss es sich wieder anstrengen und Volten laufen.</p>



<p><strong>Der Gedanke hinter dieser Vorgehensweise ist, es Deinem Pferd ungemütlich zu machen wenn es sich an das andere Pferd &#8222;kleben&#8220; möchte.</strong> Immer wenn es dort ist, muss es sich anstrengen. Wenn es nicht zum anderen Pferd läuft wird es in Ruhe gelassen und kann entspannen. Wichtig ist, dass Du Dein Pferd nicht daran hinderst zum anderen Pferd zu laufen. Es muss den &#8222;Fehler&#8220; machen, damit Du ihm zeigen kannst, dass Du das nicht möchtest.</p>



<p>Du kannst das auch mit Clickertraining verbinden und immer Clicken wenn Dein Pferd den Ansatz zeigt vom anderen Pferd wegzulaufen.</p>



<p>Je nach Pferd wird es das sehr schnell verstanden haben und nicht mehr so nahe an das andere Pferd herangehen.</p>



<p><strong>Mit dieser Methode kann man übrigens auch Pferden abgewöhnen am Hallentor kleben zu bleiben.</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Im Gelände</strong></h4>



<p>Das ist die Königsdiziplin. Im Gelände solltest Du erst üben, wenn es auf dem Platz gut klappt.</p>



<p>Auch hier solltest Du Dir jemanden mit einem <strong>ruhigen, verlässlichen Pferd</strong> mitnehmen. Wenn Dein Pferd ganz schlimm klebt könnt ihr alles was ich erkläre auch erst mal <strong>vom Boden aus</strong> machen. Vielleicht clickerst Du ja sogar mit Deinem Pferd, das lässt sich hier auch gut einbauen.</p>



<p><strong>Wir gehen immer in ganz kleinen Schritten vor.</strong> Zuerst reitet (oder lauft) ihr nebeneinander. Dann soll Deine Freundin auf Dein Kommando hin ihr Pferd hinter Deinem laufen lassen. Wenn Dein Pferd weiter entspannt läuft lobe es und Deine Freundin kann wieder neben Dir reiten. Wenn es nicht entspannt läuft warte so lange bis es sich beruhigt &#8211; auch wenn es nur minimal ist &#8211; und lass dann sofort Deine Freundin wieder nach vorne kommen. <strong>Und natürlich das Loben nicht vergessen!</strong> Je nachdem wie Du lobst auch mit Click und Leckerli.</p>



<p>Wenn das gut klappt und Dein Pferd auch vorne entspannt läuft könnt ihr den nächsten Schritt versuchen: Deine Freundin reitet zuerst hinter Dir, dann bleibt sie mit ihrem Pferd stehen. <strong>Dein Ziel ist es nun, dass Dein Pferd ein paar Schritte alleine weiter geht.</strong> Wichtig ist, dass Du es stoppst bevor es von selbst anhält. Dazu musst Du sehr aufmerksam in Dein Pferd hineinspühren und merken, wenn es kurz davor ist anzuhalten. Wenn es ein paar Schritte alleine gegangen ist lobe es und lass Deine Freundin wieder nach vorne kommen. Ihr könnt dann auch mit etwas Abstand zwischen euch &#8211; Du vorne, Deine Freundin hinten &#8211; weiterreiten bevor ihr es erneut versucht.</p>



<p>Nach und nach wird Dein Pferd immer mehr Schritte von dem stehenden Pferd weglaufen können, bis die Trennung kein Problem mehr ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Die &#8222;Hauptarbeit&#8220; mit klebenden Pferden wird am Boden ausgeführt. Im Sattel sind dann &#8211; wenn überhaupt &#8211; nur noch kleinere Korrekturen nötig.</p>



<p>Deshalb ist es wichtig, dass die Bodenarbeit gut funktioniert und mit Geduld ausgeführt wurde. Es lohnt sich nicht hier Sachen zu überspringen oder sich Zeitdruck zu machen. Wenn das Fundament nicht steht kannst Du nicht erwarten, dass es im Sattel keine Probleme gibt.</p>



<p><strong>Und wie immer: mach Dir und Deinem Pferd keinen Stress. Es dauert so lange wie es eben dauert.</strong></p>





<p><strong>Wie ist das bei Deinem Pferd? Kannst Du Dich im Gelände von der Gruppe trennen?</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-reiten/">Klebendes Pferd &#8211; Teil 4: Training im Sattel</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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		<title>Klebendes Pferd &#8211; Teil 3: Training im Roundpen</title>
		<link>https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-roundpen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2015 10:07:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Hooking On]]></category>
		<category><![CDATA[klebendes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Natural Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Roundpen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im letzten Artikel bin ich auf mein Vorgehen beim Schrecktraining eingegangen. Heute möchte ich ein wenig über das Training im Roundpen erzählen. Das Pferd lernt im hier und jetzt zu sein und sich auf Dich zu konzentrieren. Klebenden Pferden fehlt meist der Fokus, sie sind sehr schnell abgelenkt und schaffen es nicht sich zu konzentrieren. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-roundpen/">Klebendes Pferd &#8211; Teil 3: Training im Roundpen</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/" target="_blank" rel="noopener">letzten Artikel</a> bin ich auf mein Vorgehen beim Schrecktraining eingegangen.</p>



<p>Heute möchte ich ein wenig über das Training im Roundpen erzählen. Das Pferd lernt im hier und jetzt zu sein und sich auf Dich zu konzentrieren. Klebenden Pferden fehlt meist der Fokus, sie sind sehr schnell abgelenkt und schaffen es nicht sich zu konzentrieren.</p>



<p><strong>*Auch hier möchte ich wieder darauf hinweisen, dass ich kein professioneller Trainer bin und jeder meine Empfehlungen auf eigene Gefahr durchführt. Wenn Du noch nicht viel Erfahrung mit Pferden, ihrem Verhalten, Bodenarbeit und Schrecktraining hast solltest Du Dir überlegen einen professionellen Trainer zur Unterstützung zu suchen!*</strong></p>



<p>Die Vorgehensweise habe ich von <a href="http://www.warwickschiller.com/videos/" target="_blank" rel="noopener">Warwick Schiller</a> gelernt. Wenn Du Englisch verstehst kann ich Dir seine Videos empfehlen! Ich finde nicht alles gut was er macht, aber das geht mir bei jedem Trainer so und er hat ein paar tolle Ansätze.</p>



<p><strong>Wie immer gilt: <a href="https://herzenspferd.de/positive-negative-verstaerkung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Du musst Dein Vorgehen ganz individuell Deinem Pferd anpassen!</a> Wenn das, was ich hier vorschlage nicht hilft oder das Problem sogar schlimmer macht, hör auf und versuche etwas anderes! Es gibt nicht nur einen Weg zum Ziel und was für den einen passt ist für den anderen nicht gut.</strong></p>



<p>Wenn Du Vorschläge für ein anderes Vorgehen hast freue ich mich über Deinen Kommentar! Ich weiß bei weitem nicht alles und lerne sehr gerne dazu.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Trainingsplan für klebende Pferde</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Richtig Führen</strong></h3>



<p><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">Wie das geht kannst Du hier nachlesen.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Schrecktraining</strong></h3>



<p><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/" target="_blank" rel="noopener">Das kannst Du hier nachlesen.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Training im Roundpen</strong></h3>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Grundsätzliches</strong></h4>



<p>Mein Ziel beim Training im Roundpen ist es, dass sich mein Pferd mehr auf mich konzentriert und darauf achtet was ich tue. <strong>Es geht nicht darum das Pferd wie wild im Kreis zu scheuchen bis es müde ist.</strong> Und es geht auch nicht darum, das Pferd dazu zu kriegen ohne Halfter hinter mir her zu laufen (das sogenannte &#8222;Hooking On&#8220;) &#8211; das ist nur eine Begleiterscheinung, wenn mein Pferd auf mich konzentriert ist und nichts, an dem ich bewusst arbeite.</p>



<p><strong>Es geht also darum, das Pferd zu Dir und ins Hier und Jetzt zu holen, eine Verbindung aufzubauen.</strong></p>



<p><strong>Sollte Dein Pferd einen panischen Eindruck machen &#8211; hör sofort auf! Für manche Pferde passt dieses Vorgehen nicht, dann sollte man unverzüglich abbrechen. Du willst Dein Pferd nicht in Panik versetzen, oder es in eine erlernte Hilflosigkeit treiben damit zerstörst Du mehr als Du Gutes tust.</strong></p>



<p>Wenn ich im Roundpen ankomme, ziehe ich dem Pferd das Halfter aus und lasse es frei. Außer einem <a href="http://www.procavallo.de/bodenarbeit.html?acc=8f14e45fceea167a5a36dedd4bea2543&amp;bannerid=4" target="_blank" rel="nofollow noopener">Horseman-Stick</a>* mit Bändchen habe ich nichts dabei.</p>



<p><strong>Die ersten Minuten lasse ich mir Zeit das Pferd zu beobachten</strong> und halte mich sehr neutral, bzw. tue nichts. Hier hast Du schonmal die Chance, den Gemütszustand Deines Pferdes einzuschätzen: läuft es direkt von Dir weg oder bleibt es bei Dir? Rennt es aufgeregt im Kreis oder schlendert es durch den Roundpen und erkundet ihn erst mal? Hat es seine Aufmerksamkeit bei Dir oder ignoriert es Dich?</p>



<p>Die einzige Situation in der ich in den ersten Minuten überhaupt etwas tue ist, wenn das Pferd mir zu Nahe kommt und mich bedrängt. Dann schicke ich es von mir weg, zum Beispiel indem ich die Hände oder den Horseman-Stick hoch hebe. Bei vielen Pferden reicht es auch sich groß zu machen und bewusst an &#8222;halte Abstand&#8220; zu denken. Das klingt zwar sehr esoterisch, wirkt aber tatsächlich sehr gut.</p>



<p><strong>Hier ist es wichtig, dass Du unterscheiden kannst ob Dein Pferd freundlich und höflich zum Hallo Sagen oder Kraulen kommt, oder eben ob es Dich gerade bedrängt. Wenn Dein Pferd nämlich höflich auf Dich zu kommt hast Du keinen Grund es wegzuschicken.</strong></p>



<p>Grundsätzlich ist es beim Training im Roundpen und auch ansonsten beim Umgang mit Pferden wichtig, dass Du <strong>ruhig und gelassen</strong> bleibst, egal was das Pferd tut. Das ist oft einfacher gesagt als getan, aber Du solltest es immer im Kopf behalten und so gut umsetzen wie Du kannst.</p>



<p><strong>Und ganz wichtig: jeden noch so kleinen Schritt in die richtige Richtung loben! Natural Horsemanship und Lob schließen sich in meinen Augen nicht aus.</strong></p>



<p>Bei den meisten klebenden Pferden wird es so sein, dass Dein Pferd aufgeregt durch den Roundpen rennt und versucht mit dem Kopf nach außen über die Bande zu schauen. Auf Dich wird es vermutlich eher nicht achten.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Das Training</strong></h4>



<p>Dein Pferd rennt also durch den Roundpen und beachtet Dich nicht weiter. Damit es Dich beachtet wirst Du nun verlangen, dass es die Richtung wechselt. Dazu trittst Du ein paar Schritte seitlich in Richtung Kopf des Pferdes und hebst den Stick als optische Begrenzung.</p>



<p><strong>Dein Pferd hat nun drei Möglichkeiten:</strong></p>



<p><strong>1. Es wechselt nicht die Richtung und rennt an Dir vorbei.</strong></p>



<p>Dann schwingst Du den Horseman-Stick oder die Longiergerte in Richtung seines Hinterteils, wenn es auf Deiner Höhe ist und übst somit leichten Druck aus, lässt es aber weiter in der „falschen“ Richtung laufen. Danach versuchst Du so lange an dieser Stelle Dein Pferd die Richtung wechseln zu lassen bis es das tut.</p>



<p><strong>2. Es wechselt die Richtung und dreht sich dabei nach außen um – das heißt sein Hinterteil zeigt zu Dir.</strong></p>



<p>Das ist etwas, was Du nicht möchtest, einfach weil es gefährlich werden kann falls Dein Pferd zum Treten neigt. Dein Pferd sollte lernen, sich nicht mit dem Hinterteil zu Dir zu drehen. Als Reaktion darauf lässt Du Dein Pferd sofort wieder die Richtung wechseln.</p>



<p><strong>In der Praxis:</strong> Dein Pferd läuft links herum. Du lässt es die Richtung wechseln und es dreht sich mit seinem Hinterteil zu Dir. Dann musst Du schnell nach rechts laufen und den Stick auf einen Punkt vor Deinem Pferd schwingen. Du versuchst also nicht, Dein Pferd zu treffen – aber wenn es in diesen Punkt hinein läuft dann hörst Du auch nicht auf den Stick zu schwingen. Wenn Dein Pferd getroffen wird ist das sein Problem – es hat genug Ausweichmöglichkeiten.</p>



<p>Das mag nun herzlos und gemein klingen, aber gerade Pferde, die dazu neigen Dich über den Haufen zu rennen müssen lernen, dass Du Dich nicht herumschubsen lässt.</p>



<p><strong>Wie immer versteht sich von selbst, dass Du, auch wenn Du das Pferd mit dem Bändchen des Sticks oder der Gerte triffst, niemals fest zuschlägst.</strong> Die meisten Pferde werden allerdings nicht in diesen Punkt hineinlaufen, in dem sie getroffen werden können.</p>



<p><strong>3. Dein Pferd wechselt die Richtung indem es nach innen umdreht, das heißt es dreht mit dem Hinterteil von Dir weg.</strong></p>



<p>Das ist perfekt und Du musst nichts tun, genau das wollen wir.</p>



<p>Du lässt also Dein Pferd ein paar Mal die Richtung wechseln. Dazwischen lässt Du es im Trab vorwärts laufen. Wenn es von sich aus galoppiert ist das auch ok, nur Schritt sollte es nicht gehen. <strong>Früher oder später wird es sein inneres Ohr zu Dir drehen – das erste kleine Zeichen, dass es mit seiner Aufmerksamkeit bei Dir ist.</strong> Wenn seine Aufmerksamkeit wieder von Dir weggeht und es zum Beispiel über die Bande guckt lässt Du es wieder die Richtung wechseln.</p>



<p>In der Pferdewelt bewegt der Ranghöhere den Rangniederen. Das heißt, Dein Pferd sollte sich mehr bewegen als Du. Aber Du willst auf keinen Fall ein tyrannischer „Chef“ sein, sondern ein <strong>fairer, für den Dein Pferd gerne etwas tut.</strong> <strong>Achte deshalb immer auch auf Dich und Deine Ausstrahlung: bleibe freundlich und entspannt. Wenn Du wütend wirst solltest Du Dich wieder zusammenreißen oder das Training beenden.</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Lass Dein Pferd bei Dir zur Ruhe kommen</strong></h4>



<p>Wenn Dein Pferd mit seiner Aufmerksamkeit bei Dir ist kannst Du anfangen, ihm einen <strong>Platz der Ruhe</strong> bei Dir anzubieten. Dazu fängst Du an schräg rückwärts zu laufen, so dass Du auf Kopfhöhe Deines Pferdes kommst. Damit „ziehst“ Du Dein Pferd zu Dir ins Innere des Roundpens. Stell Dir vor von Deinem Bauchnabel bis zum Pferdekopf wäre ein Gummiband gespannt.</p>



<p><strong>Auch hier hat Dein Pferd wieder mehrere Möglichkeiten:</strong></p>



<p><strong>1. Es kommt nicht zu Dir in die Mitte, sondern läuft in gleicher Richtung weiter an Dir vorbei.</strong></p>



<p>Wenn es auf Deiner Höhe ist schwingst Du den Stick in Richtung seines Hinterteils und treibst es damit an. In der nächsten Runde versuchst Du es an der gleichen Stelle wieder zu Dir zu „ziehen“ wie oben beschrieben.</p>



<p><strong>2. Es wechselt die Richtung, indem es ein paar Schritte zu Dir nach innen kommt, sich dann aber abwendet und weiter läuft.</strong></p>



<p>Das ist ok, Dein Pferd ist noch nicht bereit den Ruheplatz bei Dir anzunehmen, bzw. versteht noch nicht, dass es bei Dir seine Ruhe hat. Lass es eine Runde laufen und versuche es erneut.</p>



<p><strong>3. Es läuft zu Dir nach innen und kommt sehr nahe an Dich heran.</strong></p>



<p>Wenn Du das Gefühl hast, Dein Pferd bedrängt Dich schicke es wieder nach außen und lasse es ein paar Runden laufen. Versuche es dann erneut.</p>



<p><strong>4. Es kommt zu Dir in die Mitte und bleibt in respektvollem Abstand stehen.</strong></p>



<p>Atme tief aus und wende Dich ein bisschen ab, so dass Deine Körperseite zum Pferd zeigt. Bleibe ruhig und entspannt stehen so lange Dein Pferd stehen bleiben mag. Wenn es irgendwann wegläuft ist das ok, lass es eine Runde laufen und versuche es wieder zu Dir hineinzuziehen und es bei Dir ruhen zu lassen.</p>



<p><strong>Besonders für unsichere, klebende Pferde ist es wichtig, dass sie bei Dir einen Ruhepol haben. Deshalb ist das Ziel im Roundpen, sie möglichst viel bei Dir stehen zu lassen und nichts zu tun.</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Trainiere nur in kurzen Einheiten</strong></h4>



<p>Du musst nicht alle oben beschriebenen Schritte in einer Trainingseinheit machen, das wäre je nach Zustand des Pferdes <strong>viel zu viel auf einmal.</strong> Wenn Du das Gefühl hast, dass es gerade gut läuft, höre auf. <strong>Es ist wichtig, dass Du jedes Training positiv abschließt.</strong> Für das eine Pferd kann es schon ein großer Fortschritt sein, wenn es sein Ohr zu Dir dreht. Ein Anderes lernt vielleicht schon, dass es sich mit dem Hinterteil von Dir weg drehen soll. Und wieder ein Anderes kommt bei Dir zur Ruhe.</p>



<p><strong>Aber das ist eine ganz individuelle Sache und Du solltest lieber wenig machen und viele (Denk-)Pausen einbauen. Lass Dir Zeit!</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zusammengefasst</strong></h4>



<p>Durch das Training im Roundpen lernt Dein Pferd Dir seine Aufmerksamkeit zu schenken, es lernt, dass Du in eurer Zweierbeziehung ein fairer „Chef“ bist und es lernt, dass es bei Dir wann immer es möchte einen Ruheplatz hat.</p>



<p><strong>In diesem Video kannst Du sehen was ich beschrieben habe:</strong><br><iframe loading="lazy" allowfullscreen="allowfullscreen" width="560" height="315" frameborder="0" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/Eezd-2uq4OM" consent-required="259520" consent-by="services" consent-id="259521" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/Eezd-2uq4OM?autoplay=1" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;7360659051404a0e2f4199b200653905&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;4b2f837bd00a6480014f7d9fd5cf618c&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/herzenspferd.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/7360659051404a0e2f4199b200653905-4b2f837bd00a6480014f7d9fd5cf618c.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Starting a Warmblood Stallion Part 1&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.25}"></iframe></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Training im Sattel</strong></h3>



<p><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-reiten/" target="_blank" rel="noopener">Im vierten Artikel der Serie geht es um das Training im Sattel.</a> Hier erkläre ich was ich tue, wenn mein Pferd in der Halle oder auf dem Platz immer zu den anderen Pferden hinzieht oder zu nahe an ihnen kleben bleibt. Dieses Vorgehen lässt sich auch auf einen Ausritt übertragen, bei dem man einen anderen Weg reiten möchte als der Mitreiter und die Pferde sich trennen müssen.</p>





<p><strong>Hast Du schonmal mit Deinem Pferd im Roundpen trainert? Wie bist Du dabei vorgegangen?</strong></p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/be4a1a7977644d7c85a755b1c06f0493" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"/></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-roundpen/">Klebendes Pferd &#8211; Teil 3: Training im Roundpen</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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		<title>Klebendes Pferd &#8211; Teil 2: Schrecktraining</title>
		<link>https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2015 08:58:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Ängstliches Pferd]]></category>
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		<category><![CDATA[klebendes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Natural Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Scheuendes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Schreckhaftes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Schrecktraining]]></category>
		<category><![CDATA[Trennungsangst]]></category>
		<category><![CDATA[Unsicheres Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im letzten Artikel bin ich näher auf die Ursachen und Auswirkungen von &#8222;Trennungsangst&#8220; bei klebenden Pferden eingegangen. Außerdem habe ich Schritt 1 des Trainingsprogramms, das richtige Führen, vorgestellt und ein Beispiel für Probleme in der Praxis gegeben. Der zweite Schritt in meiner Arbeit mit klebenden Pferden ist das Schrecktraining (eigentlich müsste es Anti-Schrecktrainig heißen, aber [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/">Klebendes Pferd &#8211; Teil 2: Schrecktraining</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">letzten Artikel</a> bin ich näher auf die Ursachen und Auswirkungen von &#8222;Trennungsangst&#8220; bei klebenden Pferden eingegangen. Außerdem habe ich Schritt 1 des Trainingsprogramms, das richtige Führen, vorgestellt und ein Beispiel für Probleme in der Praxis gegeben.</p>



<p>Der zweite Schritt in meiner Arbeit mit klebenden Pferden ist das Schrecktraining (eigentlich müsste es Anti-Schrecktrainig heißen, aber das tippt sich so blöd).</p>



<p><strong>*Auch hier möchte ich wieder darauf hinweisen, dass ich kein professioneller Trainer bin und jeder meine Empfehlungen auf eigene Gefahr durchführt. Wenn Du noch nicht viel Erfahrung mit Pferden, ihrem Verhalten, Bodenarbeit und Schrecktraining hast solltest Du Dir überlegen einen professionellen Trainer zur Unterstützung zu suchen!*</strong></p>



<p>Die Vorgehensweise habe ich von <a href="http://www.warwickschiller.com/videos/" target="_blank" rel="noopener">Warwick Schiller</a> gelernt. Wenn Du Englisch verstehst kann ich Dir seine Videos nur empfehlen! Ich finde nicht alles gut was er macht, aber das geht mir bei jedem Trainer so und er hat ein paar tolle Ansätze.</p>



<p><strong>Wie immer gilt: Du musst Dein Vorgehen ganz individuell Deinem Pferd anpassen! Wenn das, was ich hier vorschlage nicht hilft oder das Problem sogar schlimmer macht, hör auf und versuche etwas anderes! Es gibt nicht nur einen Weg zum Ziel und was für den einen passt ist für den anderen nicht gut.</strong></p>



<p>Wenn Du Vorschläge für ein anderes Vorgehen hast freue ich mich über Deinen Kommentar! Ich weiß bei weitem nicht alles und lerne sehr gerne dazu.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Trainingsplan für klebende Pferde</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Richtig Führen</strong></h3>



<p><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">Wie das geht kannst Du hier nachlesen.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Schrecktraining</strong></h3>



<p>Ein ausgiebiges Schrecktraining ist bei klebenden Pferden besonders wichtig. In der Regel sind diese Pferde unsicher und tragen einen Haufen Angst und Anspannung mit sich herum. Deshalb müssen sie lernen mit &#8222;gruseligen&#8220; Dingen umzugehen und sich durch solche Situationen durchzudenken und nicht kopflos zu reagieren.</p>



<p><strong>Wenn Dein Pferd extrem abgelenkt ist und nur wenig auf Dich achtet oder sogar versucht Dich über den Haufen zu rennen solltest Du die Arbeit im Roundpen dem Schrecktraining vorziehen.</strong> Der Artikel zu diesem Thema kommt als nächstes.</p>



<p>Das Schrecktraining baue ich schrittweise auf: vom Einfachen zum Anspruchsvollen. Es ist unheimlich wichtig, dass man erst zum nächsten Schritt geht, wenn der davor perfekt sitzt. Wenn immer ein kleiner Rest Angst übrig bleibt summiert sich das so lange, bis das Pferd explodiert und scheut, bockt oder <a href="https://herzenspferd.de/pferd-geht-durch-was-tun/">durchgeht</a>.</p>



<p><strong>Das brauchst Du zum Schrecktraining:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen umzäunten Platz (Roundpen, Reiplatz, Reithalle, umzäuntes Wiesenstück, etc.)</li>



<li>Einen langen Strick</li>



<li>Eine Gerte mit langem Schlag (das ist das Bändchen), z.B. Horsemanship Stick mit Bändchen, Longiergerte, Fahrpeitsche, etc.</li>



<li>Eine Gerte mit Flagge oder festgebundener Plastiktüte</li>
</ul>



<p>Dieses Schrecktraining mache ich in den ersten Wochen jedesmal wenn ich mit dem Pferd trainiere. Und jedesmal beginne ich mit dem ersten, einfachsten Schritt: das Pferd mit dem Strick in der Hand abstreichen. Erst wenn ich sehe, dass das perfekt funktioniert gehe ich zum nächsten Schritt. Irgendwann wirst Du alle Schritte in 5 Minuten durch haben ohne, dass Dein Pferd mit der Wimper zuckt. Dann musst Du nicht mehr vor jedem Training das Schrecktraining machen. Ab und an solltest Du es aber wieder tun um nachzuprüfen ob alles noch gut ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Grundprinzip</strong></h2>



<p>Das Prinzip ist immer das Gleiche, egal mit welchem Hilfsmittel Du das Training durchführst und auf welcher Schwierigkeitsstufe Du bist.</p>



<p>Du hast Dein Pferd am Halfter und hälst in einer Hand den Strick (mit genügend Abstand zum Kinn des Pferdes, wie im <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">Artikel zum richtigen Führen</a> erklärt). Wenn Dein Pferd ausweicht darf es das tun und Du gehst mit. Auch wenn es rückwärts läuft gehst Du mit, versuche nicht Dein Pferd daran zu hindern, es könnte dann steigen.</p>



<p>So lange Dein Pferd vor dem was Du tust wegläuft (Seil schwingen, Tüte rascheln) läufst Du ruhig mit und machst weiter. <strong>Sobald es stehen bleibt hörst Du auf &#8211; und zwar noch in der gleichen Sekunde! Dann gibst Du Deinem Pferd eine kleine Pause in der es nachdenken kann.<br></strong>Dass es nachdenkt erkennst Du zum Beispiel daran, dass es sich die Lippen leckt oder kaut.</p>



<p>Wir wollen, dass das Pferd lernt, dass sein Handeln Einfluss auf das gruselige Ding (Seil, Gerte, Tüte) hat vor dem es gerade weggelaufen ist. Es soll erkennen, dass das Ding weggeht, wenn es stehen bleibt. <strong>Das Pferd hat also &#8222;Macht&#8220; über das gruselige Ding</strong> (ich nenne das jetzt einfach Gruselding &#8211; Du weißt was ich meine) und kann es mit seinem Verhalten beeinflussen.</p>



<p><strong>Pferde lernen nicht durch Druck</strong> &#8211; sie lernen (unter anderem!) durch das <strong>Wegnehmen</strong> von Druck. Dein Pferd wird sich also fragen, warum das Gruselding verschwunden ist und was es getan hat um das zu verursachen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass man nicht aufhört während das Pferd noch wegläuft. Da würde es sich nämlich denken &#8222;Aha! Ich muss nur möglichst schnell oder lange genug wegrennen und das Gruselding verschwindet&#8220;. Wenn Du alles richtig machst wird es stattdessen irgendwann denken &#8222;Aha! Ich muss nur stehen bleiben und das Gruseding verschwindet!&#8220;.</p>



<p><strong>Entscheidend ist also, dass Du zum richtigen Zeitpunkt das Gruselding wegnimmst (wenn Dein Pferd steht), damit Dein Pferd das Richtige lernt.</strong></p>



<p>Wenn Dein Pferd brav stehen bleibt, kannst Du mit ihm auf die nächste &#8222;Stufe&#8220; gehen: Du schwingst weiter das Gruselding und wartest diesmal darauf, dass Dein Pferd entspannt. <strong>Wenn es zum Beispiel mit den Augen blinzelt oder sogar den Kopf senkt ist das ein Zeichen der Entpannung.</strong> Dann nimmst Du das Gruselding wieder sofort weg. Dein Pferd lernt: &#8222;Aha! Wenn ich entspanne werde ich in Ruhe gelassen!&#8220;.</p>



<p>Wenn Du auf beiden Seiten des Pferdes das Gruselding schwingen kannst, ohne dass es mit einer Wimper zuckt, kannst Du zum nächst gruseligeren Gruselding wechseln und von vorne anfangen. Oder Du beendest das Training und Dein Pferd hat bis zum nächsten Mal Denkpause.</p>



<p><strong>Überfordere Dein Pferd nicht! Mache lieber kurze Einheiten mit vielen Denkpausen, Du musst nicht tausend Gruseldinger in einer Sitzung durchnehmen. </strong>Es reicht, wenn Dein Pferd <strong>eins</strong> gut macht, darauf kannst Du dann in der nächsten Einheit aufbauen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Noch ein paar Worte zu Deiner Position</strong></h4>



<p>Du solltest beim Schrecktraining in der Regel in etwa auf <strong>Schulterhöhe</strong> Deines Pferdes stehen, ca. 50 bis 100cm von ihm entfernt. Dein Körper ist leicht zu ihm gedreht, mit Blickrichtung zur Kruppe. So hast Du Dein Pferd im Auge ohne ihm Deinen ganzen Oberkörper zuzudrehen. In dieser Position sollte Dein Pferd Dich im Ernstfall nicht ohne Vorwarnung treten können. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Pferd mal nach dem Strick tritt wenn er dem Hinterteil zu nahe kommt &#8211; da willst Du nicht zu nahe dran stehen.</p>



<p><strong>Deine Sicherheit geht immer vor, sei Dir jederzeit bewusst was Dein Pferd macht und wo Du stehst!</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Eine Alternative</strong></h4>



<p>Du kannst all das auch mit Clickertraining und Belohnung machen. Ich habe aber die Erfahung gemacht, dass die meisten klebenden Pferde so gestresst sind, dass sie nicht mehr auf Leckerchen reagieren. Dass sie so gestresst sind ist nicht Schuld der Pferde &#8211; meistens sind es die Versäumnisse und Fehler von uns Menschen die es so weit gebracht haben.</p>



<p>Wenn Du mit einem Pferd, das nicht klebt und gestresst ist, Bodenarbeit machst, ist es aber durchaus einen Versuch wert und klappt in vielen Fällen sehr gut!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>So setzt Du Strick, Gerte und Co richtig ein</strong></h2>



<p>Nachdem Du nun das Grundprinzip verstanden hast geht es nur noch darum, wie Du die Gruseldinger richtig einsetzt.</p>



<p><strong>Das Wichtigste vorweg: Du schlägst Dein Pferd mit keinem dieser Hilfsmittel! Alles was am oder auf dem Pferd landet soll dort sanft und leicht ankommen!</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 1: Abreiben mit dem Strick</strong></h4>



<p>Als ersten Schritt nimmst Du das Ende des Stricks in die Hand und reibst Dein Pferd damit an Hals, Schulter und Rücken auf beiden Seiten ab. Je nachdem wie Dein Pferd reagiert kannst Du es auch an der Kruppe abreiben. Wenn es aber sehr nervös ist bleib lieber außer Reichweite der Hinterhand.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 2: Den Strick sanft über den Rücken schwingen und dort landen lassen</strong></h4>



<p>Halte den Strick locker in Deiner Hand. Mach keine Faust, da verliert man zu viel Gefühl in der Hand und kann den Strick nicht so locker und sanft wie nötig schwingen.</p>



<p>Schwinge den Strick nicht von unten nach oben, sondern eher parallel zum Boden über den Pferderücken. Wenn Du ihn von unten nach oben schwingst kommt er mit zu viel Schwung über den Rücken und schlägt an den Bauch. Das wollen wir möglichst vermeiden. Der Strick darf an den Bauch kommen, aber eben locker und zart.</p>



<p>Danach ziehst Du den Strick in einer fließenden Bewegung wieder vom Rücken herunter. Achte darauf, dass er kein lautes Geräusch macht, wenn er auf dem Boden aufkommt.</p>



<p>Es ist wichtig, dass Du das &#8222;über den Rücken Schwingen&#8220; und wieder runterziehen in einer fließenden Bewegung ohne große Zwischenpausen machst. Jede Pause ist eine Bestätigung für das Pferd und die soll ja erst kommen, wenn es stehen bleibt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 3: Den Strick sanft über den Rücken schwingen und beim Runterziehen ein Geräusch machen lassen</strong></h4>



<p>Du gehst genauso vor wie in Schritt 2. Nun soll der Strick aber beim Aufschlagen auf den Boden ein Geräusch machen. Das ist eine zusätzliche Schwierigkeit für Dein Pferd, da viele Pferde sich vor Bewegung und Geräuschen fürchten.</p>



<p>Für diesen Schritt kannst Du auch die Gerte mit langem Bändchen benutzen. Das Bädchen schwingst Du genauso sanft wie den Strick vorher.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 4: Den Strick um das Pferd herum kreisen lassen</strong></h4>



<p>Stell Dich so vor Dein Pferd, dass Du ihm nur eine Körperseite zugedreht hast. Mit der von ihm wegzeigenden Hand nimmst Du den Strick und lässt ihn parallel zu Dir von oben nach unten kreisen. Wenn das ohne Probleme klappt kannst Du anfangen, zur Seite Deines Pferdes zu gehen und den Strick weiter kreisen zu lassen. Halte dabei mindestens einen Meter Abstand zum Pferd.</p>



<p>Ab einem gewissen Punkt wird Dein Pferd ausweichen. Dann bleibst Du genau an diesem Punkt und gehst nicht weiter nach hinten oder näher an es ran. Gehe mit dem Pferd mit, aber bleibe im Verhältnis zu seinem Körper in der gleichen Position. Wie oben im Grundprinzip erklärt, hörst Du erst auf, wenn es steht. Fange dann wieder vor dem Kopf des Pferdes an und arbeite Dich erneut an den Punkt heran.</p>



<p>Wenn Du mit dem Strick auf Höhe der Hinterhand angekommen bist höre auf, Du musst nicht hinten um das Pferd herumgehen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 5: Die Rascheltüte zeigen</strong></h4>



<p>Die Rascheltüte ist für die meisten Pferde unheimlich gruselig. Deshalb fangen wir hier ganz vorsichtig an.</p>



<p>Stell Dich vor Dein Pferd und halte die Tüte schräg neben Dir auf Nasenhöhe des Pferdes hoch. Halte sie nicht vor Deinem Körper, sollte Dein Pferd danach ausschlagen darf es Dich nicht treffen. <strong>Strecke sie ihm nicht hin und berühre es auch nicht damit!</strong></p>



<p>Wenn es ausweicht lässt Du sie weiter oben bis es stehen bleibt, dann halte sie sofort hinter Deinen Rücken. Wenn es nicht ausweicht wartest Du darauf, dass es mit seiner Nase in Richtung Tüte geht. Auch dann hälst Du sie sofort hinter Deinen Rücken.</p>



<p>Der letzte Schritt ist dann, dass Dein Pferd die Tüte mit seiner Nase berührt. Das kannst Du übrigens auch super mit Clickertraining machen!</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 6: Die Rascheltüte schwingen I<br></strong></h4>



<p>Stell Dich vor Dein Pferd, mit dem Rücken zu ihm. Fang an nach vorne zu laufen, Dein Pferd folgt Dir. Nun schwingst Du die Rascheltüte vor Dir in einem Bogen von unten nach oben und einer Seite zur anderen. Das sieht quasi so aus, als würdest Du eine runde Tür in die Luft vor Dir malen.</p>



<p>Pferde haben weniger Angst vor Dingen, die sich von ihnen weg bewegen. Deshalb schwingst Du die Tüte während Du dich von ihm weg bewegst.</p>



<p>Wenn das gut klappt und Dein Pferd entspannt hinter Dir herläuft während Du die Tüte schwingst kannst Du Dich zu ihm umdrehen und die Tüte somit näher an ihm schwingen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 6: Die Rascheltüte schwingen II</strong></h4>



<p>Nun kannst Du alles was Du in den Schritten 1 bis 4 mit Strick und Gerte gemacht hast auch mit der Rascheltüte machen.</p>



<p><strong>Das waren die Grundlagen. Natürlich gibt es viel mehr was man tun kann (Planen, Bälle, Flatterbänder, Fahnen, &#8230;), da sind dann Deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt!</strong></p>



<p><strong>In diesem Video kannst Du von Minute 3 bis 4:30 sehen wie das mit dem Seilschwingen in etwa aussehen sollte:</strong><br><iframe loading="lazy" allowfullscreen="allowfullscreen" width="560" height="315" frameborder="0" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/qincEZod6mQ" consent-required="259520" consent-by="services" consent-id="259521" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/qincEZod6mQ?autoplay=1" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;672e9761c4dfab849287e938935c0397&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;e91e66bb09443ad79bb1036aa85b2b3e&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/herzenspferd.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/672e9761c4dfab849287e938935c0397-e91e66bb09443ad79bb1036aa85b2b3e.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Groundwork basics with a 3 year old warmblood stallion&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.25}"></iframe></p>



<p><strong>Und hier siehst Du das Vorgehen mit der Plastiktüte:<strong><br><iframe loading="lazy" allowfullscreen="allowfullscreen" width="560" height="315" frameborder="0" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/6CDwc4s1LAQ" consent-required="259520" consent-by="services" consent-id="259521" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/6CDwc4s1LAQ?autoplay=1" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;009970111c5abdc366d5ffe6d93bc6d6&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;16d6cbda3bed027545a1f74771aa7f70&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/herzenspferd.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/009970111c5abdc366d5ffe6d93bc6d6-16d6cbda3bed027545a1f74771aa7f70.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Teaching a Horse to Not Be Afraid of Plastic Bags&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.25}"></iframe></strong></strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Arbeit im Roundpen &#8211; Hooking On</strong></h3>



<p>Im <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-roundpen/" target="_blank" rel="noopener">dritten Artikel der Serie</a> geht es um die Arbeit im Roundpen. Das Pferd lernt im hier und jetzt zu sein und sich auf Dich zu konzentrieren. Klebenden Pferden fehlt meist der Fokus, sie sind sehr schnell abgelenkt und schaffen es nicht sich zu konzentrieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Arbeit im Sattel</strong></h3>



<p><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-reiten/" target="_blank" rel="noopener">Im vierten Artikel der Serie geht es um die Arbeit im Sattel.</a> Hier erkläre ich was ich tue, wenn mein Pferd in der Halle oder auf dem Platz immer zu den anderen Pferden hinzieht oder zu nahe an ihnen kleben bleibt. Dieses Vorgehen lässt sich auch auf einen Ausritt übertragen, bei dem man einen anderen Weg reiten möchte als der Mitreiter und die Pferde sich trennen müssen.</p>





<p><strong>Hast Du schonmal Schrecktraining mit Deinem Pferd gemacht? Wie bist Du dabei vorgegangen? Und hat es etwas geholfen?</strong></p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/">Klebendes Pferd &#8211; Teil 2: Schrecktraining</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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		<title>Klebendes Pferd: Trainingsplan für Pferde mit &#8222;Trennungsangst&#8220; &#8211; Teil 1: Richtig Führen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2015 11:04:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[Ängstliches Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Desensibilisierung]]></category>
		<category><![CDATA[klebendes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Natural Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Scheuen]]></category>
		<category><![CDATA[Scheuendes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Schreckhaftes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Schrecktraining]]></category>
		<category><![CDATA[Trennungsangst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In letzter Zeit habe ich viele Emails mit Fragen zu &#8222;klebenden&#8220; Pferden bekommen. Pferde, die man nur schwer von der Koppel holen kann, weil sie nicht mitgehen wollen oder einen über den Haufen rennen. Pferde, die durch Zäune brechen, um nicht alleine zurückgelassen zu werden. Pferde, die kaum reitbar sind, weil sie nur zum Koppelkollegen [&#8230;]</p>
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<p>In letzter Zeit habe ich viele Emails mit Fragen zu &#8222;klebenden&#8220; Pferden bekommen. Pferde, die man nur schwer von der Koppel holen kann, weil sie nicht mitgehen wollen oder einen über den Haufen rennen. Pferde, die durch Zäune brechen, um nicht alleine zurückgelassen zu werden. Pferde, die kaum reitbar sind, weil sie nur zum Koppelkollegen zurückwollen.</p>



<p><strong>Eure Fragen sind mir wichtig, deshalb werde ich das Thema in einer Artikelserie etwas näher beleuchten.</strong> In diesem ersten Artikel erkläre ich, woher die Trennungsangst kommt und wo man dieses Verhalten in einer Pferdeherde sieht. Außerdem gehe ich auf den ersten Schritt in meinem Trainingsplan ein, <strong>das richtige Führen.</strong> In den folgenden Artikeln geht es dann um <strong>Schrecktraining, Arbeit im Roundpen </strong>und<strong> Arbeit im Sattel. </strong>Zu jedem Punkt werde ich ein Beispiel zu Problemen aus der Praxis geben.</p>



<p>Wie immer möchte ich betonen, dass das meine Art ist mit dem Problem umzugehen. Das bedeutet nicht, dass es nicht auch anders geht, oder dass ich alles perfekt mache!</p>



<p>Und weil beim Umgang mit Pferden so gut wie nichts neu erfunden wird, sondern alle die alten und neuen Meister studieren, möchte ich auch gerne sagen, von wem ich die Vorgehensweise gelernt habe: <a href="http://www.warwickschiller.com/videos/" target="_blank" rel="noopener">Warwick Schiller</a>. Wenn Du Englisch verstehst kann ich Dir seine Videos nur empfehlen! Ich finde nicht alles gut was er macht, aber das geht mir bei so gut wie jedem Trainer so.</p>



<p><strong>*Das Nachmachen dieser Tipps geschieht auf eigene Gefahr! Ich rate jedem, der sich nicht schon ausführlicher mit den Themen Bodenarbeit und Schrecktraining befasst hat einen Profi zur Unterstützung zu Rate zu ziehen. Diese Dinge falsch zu machen kann sehr schnell gefährlich werden. Und wie immer gilt: Wenn Du mit Deinem Vorgehen das Problem schlimmer machst oder die Situation auch nur ansatzweise gefährlich wird <em>hör auf!</em>*</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Woher kommt Trennungsangst beim Pferd?</strong></h2>



<p><strong>Die meisten Pferde mit Trennungsangst verhalten sich wie Fohlen.</strong> Wenn Du bei ihnen bist, bzw. sie mit einem anderen Pferd zusammenstehen, ignorieren sie Dich und sind abgelenkt. Sobald sie aber alleine gelassen werden verfallen sie in Panik.</p>



<p>Genau so interagiert ein Fohlen mit seiner Mutter: ist sie bei ihm, lehnt es sich gegen sie und schaut sich eingebildete oder echte Gefahren an. Seine Mutter ignoriert es dabei völlig. Ist die Mutter dann aber plötzlich ein Stück entfernt bekommt es Panik und rennt wieder zurück zu ihr um sich erneut an sie zu &#8222;kleben&#8220;.</p>



<p>Nun bist Du aber ein Mensch und kein Pferd. Wenn sich Dein 500kg Pferd gegen Dich lehnt oder nicht auf Dich achtet kann das sehr schnell sehr unangenehm werden. Wenn Du schonmal ein klebendes Pferd von seinen Kollegen weggeführt hast weißt Du sicher was ich meine.</p>



<p>Übrigens: Kein anderes Pferd würde es zulassen, dass Dein Pferd sich auf diese Art an es lehnt!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Behandelt Dich Dein Pferd wie seine Mutter?</strong></h3>



<p>Wenn Du Dein Pferd führst&#8230;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8230; schaut es in der Gegend herum und achtet wenig auf Dich</li>



<li>&#8230; läuft es manchmal schneller als Du und lässt sich schlecht bremsen</li>



<li>&#8230; läuft es in eine andere Richtung als Du und versucht Dich mitzuziehen</li>



<li>&#8230; rempelt es Dich ab und zu an</li>



<li>&#8230; erschrickt es öfter mal</li>



<li>&#8230; rückt es Dir auf die Pelle (wenn Du stehen bleibst läuft es Dir in die Hacken oder einfach weiter)</li>
</ul>



<p>Wenn Du die meisten dieser Fragen mit &#8222;Ja&#8220; beantworten kannst behandelt Dich Dein Pferd wie ein Fohlen seine Mutter und nicht wie einen gleichgestellter Partner.</p>



<p><strong>Möglicherweise ist die Trennungsangst auch nicht euer einziges Problem. Häufige weitere Probleme bei Pferden mit Trennungsangst sind:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Dein Pferd kann nicht angebunden werden, bzw. steht angebunden nie still</li>



<li>Dein Pferd schiebt Dich beim Putzen mit dem Hinterteil aus dem Weg wenn es sich etwas ansehen will</li>



<li>Dein Pferd erschrickt oft</li>



<li>Dein Pferd geht durch oder buckelt</li>



<li>Dein Pferd lässt sich nicht gut führen</li>



<li>Dein Pferd lässt sich nicht gut verladen</li>



<li>&#8230;</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was tue ich also gegen die Trennungsangst?</strong></h2>



<p>Die einfache Antwort: nichts!</p>



<p>Oder, um es besser auszudrücken: ich versuche nicht explizit die Trennungsangst wegzubekommen.</p>



<p><strong>Diese Angst ist nämlich nur ein Symptom. Die Summe von vielen kleinen Dingen die schief laufen.</strong></p>



<p>Wenn ich zunehme, hat das nicht nur eine Ursache. Ich esse zu viel, bewege mich zu wenig, habe zu viel Stress und schlafe zu wenig. Alle diese Dinge bewirken in der Summe, dass ich zunehme.</p>



<p>Genauso ist es mit der Trennungsangst. Dein Pferd hat mit vielen kleinen Dingen Probleme oder Sorgen. Diese verusachen in ihrer Summe die Angst. Um die Trennungsangst wegzubekommen, musst Du Dich also um die vielen kleinen Dinge kümmern, die Deinem Pferd Sorgen machen.</p>



<p><span style="color: #000000;"><strong>Trennungsangst besteht nur aus ein bisschen &#8222;Trennung&#8220; und viel &#8222;Angst&#8220;.</strong></span></p>



<p>Um diese Ängste abzubauen beginne ich mit Bodenarbeit. Wenn die Bodenarbeit wirklich sitzt sollte die Trennungsangst kein großes Thema mehr sein.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wozu Bodenarbeit?</strong></h2>



<p>Mit jedem Pferd, welches ich über einen längeren Zeitraum reite, starte ich mit der Bodenarbeit. Das bedeutet für mich:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das Pferd lernt zu lernen und sich durch Probleme durchzudenken. Ich lasse es Fehler machen und selbst die Lösung eines Problems finden.</li>



<li>Das Pferd lernt, seinen Fokus auf mich und das hier und jetzt zu richten. Besonders klebende Pferde haben große Probleme damit, sich zu konzentrieren. Sie schauen von A nach B nach C und reagieren auf jede noch so kleine Ablenkung. Deshalb rempeln diese Pferde auch oft den Menschen an, der sie führt: Sie sind so beschäftigt damit, in der Gegend herumzugucken, dass sie den Menschen komplett vergessen.</li>



<li>Das Pferd lernt mit &#8222;gruseligen&#8220; Dingen umzugehen und ruhig zu reagieren, anstatt in Panik zu verfallen.</li>



<li>Das Pferd lernt, dass ich konsequent und in meinem Handeln konstant und verlässlich bin.</li>
</ul>



<p>Vom Boden aus zu starten ist erst mal ungefährlicher als sich auf ein besorgtes Pferd zu setzen. Und: was am Boden nicht klappt wird im Sattel erst recht nicht funktionieren!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mein Trainingsplan für klebende Pferde sieht so aus:</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Richtig Führen</strong></h3>



<p>Über die korrekte Führposition gibt es viele Meinungen und Diskussionen. Mir ist die Position des Pferdes egal &#8211; solange es nicht zu Nahe bei mir oder vor mir läuft. Meistens laufen meine Pferde von selbst schräg hinter mir.</p>



<p>Den Strick halte ich etwa 1,5 Meter vom Pferdekopf entfernt und lasse ihn durchhängen. Ich sehe viele Leute, die den Strick direkt unterm Kinn des Pferdes greifen und hoffen es somit mehr unter Kontrolle zu haben. <strong>Das solltest Du nicht tun. </strong>Dadurch stehst Du nämlich automatisch sehr nahe am Pferd und genau das wollen wir vermeiden. Nahe am Pferd zu führen bedeutet, dass Du schnell wieder in diese Fohlen-Mama-Situation kommst: Dein Pferd sieht irgendwo ein Gespenst und lehnt sich gegen Dich oder springt sogar gegen Dich wenn es scheut.</p>



<p>Du hälst nun also den Strick ausreichend vom Pferdekopf entfernt. <strong>Der nächste Schritt ist, Deinem Pferd verständlich zu machen, dass es sich mehr auf Dich konzentrieren und Dich nicht umrennen soll.</strong> Sobald Du den Eindruck hast, dass Dein Pferd Dir zu nahe kommt, schwingst Du das Ende des Stricks (etwa einen Meter) energisch um Dich herum. Am besten drehst Du Dich dabei nicht einmal um. Dabei geht es nicht explizit darum Dein Pferd zu treffen. Wenn es getroffen wird war es zu nahe, wenn nicht ist das noch besser, denn dann hat es genug Abstand gehalten.</p>



<p><strong>Ich höre in Gedanken schon die ersten rufen &#8222;die haut das arme Pferd&#8220;.</strong> Darum geht es wie gesagt nicht! Du schwingst den Strick nur in dem kleinen Umkreis um Dich herum. Dein Pferd kann diesen Umkreis jederzeit verlassen. Wenn es raus ist, wird es nicht mehr getroffen und <strong>Du verfolgst es auch nicht mit dem Strick! </strong>Du bleibst dabei ruhig und wirst nicht wütend. Es ist gut und in Ordnung wenn Dein Pferd Fehler macht, nur so kann es lernen.</p>



<p>Es geht hier nicht darum Dein Pferd zu bestrafen &#8211; es tut was es tut nicht aus bösem Willen &#8211; sondern um <strong>klare Kommunikation</strong>. Du &#8222;sagst&#8220; Deinem Pferd, dass es Dir zu Nahe gekommen ist und mehr auf Dich achten muss.</p>



<p>Übrigens gehen die Pferde auf der Koppel auch nicht anders miteinander um: kommt das eine dem anderen zu Nahe &#8211; also in seinen engeren Umkreis &#8211; und es will das nicht, wird es treten.</p>



<p><strong>Vorsicht vor falsch verstandener Pferdeliebe! Du tust Deinem Pferd keinen Gefallen wenn es Dich ständig über den Haufen rennen darf. Es wird damit für sein ängstliches Verhalten noch belohnt und seine Unsicherheit wird weiter steigen. Das ist kein angenehmer Zustand für Dein Pferd und für Dich und Andere potenziell gefährlich.</strong></p>



<p>Als nächstes solltest Du sicherstellen, dass Dein Pferd seine Aufmerksamkeit bei Dir hat. Das erkennst Du zum Beispiel daran, dass sich ein Ohr immer wieder in Deine Richtung dreht.</p>



<p>Schaut Dein Pferd wild in der Gegend herum und irgnoriert Dich, drehe Dich herum und laufe zügig und bestimmt in die entgegengesetzte Richtung. Dein Pferd muss folgen und somit seine Aufmerksamkeit auf Dich richten. Es kann sein, dass Du das am Anfang ziemlich oft machen musst. Dein Pferd wird aber früher oder später mehr auf Dich achten, da es nun erwartet jederzeit die Richtung wechseln zu müssen.</p>



<p>Steht Dein Pferd und hat seine Aufmerksamkeit bei Dir, vergiss nicht es ein bisschen als Belohnung zu kraulen.</p>



<p>Wenn Dein Pferd einfach stehen bleibt und nicht weiter gehen will, kannst Du zuerst versuchen einfach in eine andere Richtung zu gehen, bei manchen Pferden reicht das schon.</p>



<p>Hilft das nicht, stelle Dich schräg neben den Kopf Deines Pferdes, auf keinen Fall vor es. Greife den Strick ca. einen halben Meter vom Pferdekopf entfernt und halte ihn straff gespannt. Dein Pferd soll den Druck spüren, aber ziehe nicht übermäßig fest – Du musst den Zug wahrscheinlich eine ganze Weile aufrechterhalten und willst nicht, dass Dir mittendrin der Arm abfällt. Mit der anderen Hand lässt Du nun das Ende des Stricks kreisen und zwar so, dass es Dein Pferd bei jeder Drehung an der Schulter touchiert (nicht wahnsinnig fest, aber spürbar, wie ein Antippen). Das machst Du jetzt so lange weiter, bis Dein Pferd nachgibt, oder sogar einen Schritt nach vorne geht. Dann gibst auch Du <strong>sofort </strong>nach und hörst auf den Strick zu kreisen. Meistens bleiben die Pferde dann wieder stehen. Also das ganze Spielchen von vorne. Das machst Du so lange, bis Dein Pferd mit Dir mitgeht (hab Geduld, das kann unter Umständen dauern!). Und dann natürlich das Loben nicht vergessen!</p>



<p><strong>Unterschätze nicht die kleinen Dinge wie das Führen! Sobald Du mit Deinem Pferd zusammen bist lernt es etwas. Ob das etwas Gutes, oder etwas Schlechtes ist liegt ganz bei Dir.</strong></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Problem aus der Praxis:</strong></h5>



<p>&#8222;Sobald ich mein Pferd von der Koppel führe rennt es nur noch um mich herum und zieht zurück zur Koppel&#8220;</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die Lösung:</strong></h5>



<p>Führe Dein Pferd an einem ausreichend langen Strick und nimm eine Gerte mit. Wenn es beim Wegführen von der Koppel wie oben beschrieben reagiert, geh mit ihm zurück zur Koppel. Vor dem Eingang lässt Du es nun am Strick um Dich herum laufen, ähnlich als wolltest Du es longieren. Bei Bedarf kannst Du mit der Gerte treiben. Es ist dabei nicht wichtig, dass ihr an der selben Stelle bleibt, lass Dein Pferd hindriften wo es mag, aber es muss weiter arbeiten.</p>



<p>Du wirst früher oder später merken, dass Dein Pferd weg vom Koppeleingang driftet. Dann hörst Du <strong>sofort</strong> auf es zu treiben und gehst mit ihm weg von der Koppel, in die Richtung, in die es von sich aus läuft.</p>



<p>Wenn es ein paar Meter entfernt wieder anfängt zur Koppel zu ziehen macht ihr das Spielchen von vorne. Dann auch gerne an dieser Stelle &#8211; Du musst nicht den Weg zum Koppeltor zurück gehen.</p>



<p>Der Sinn dieser Sache ist es, Deinem Pferd den Platz am Koppeltor ungemütlich zu machen. Wenn es an diesem Platz ist muss es arbeiten. Wenn es von diesem Platz weggeht wird es in Ruhe gelassen und hat Pause. Die meisten Pferde lernen das sehr schnell.</p>



<p>Wichtig ist, dass Du nicht versuchst zu verhindern, dass Dein Pferd zur Koppel zurückzieht. Dein Pferd muss erst den &#8222;Fehler&#8220; machen, bevor Du etwas dagegen tun kannst. Ansonsten lernt es nichts. Genauso wichtig ist es auch, dass Du Dein Pferd komplett in Ruhe lässt, wenn es in die richtige Richtung geht. Kein Zupfen am Strick, kein Schnalzen, kein Treiben mit der Gerte.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Ein paar Worte zu Druck</strong></h4>



<p>Ja, mit diesem Vorgehen setzt Du Dein Pferd unter Druck. Auch ich möchte meinen Pferden so wenig Druck wie möglich machen, bin aber der Meinung, dass es in manchen Situationen nicht ohne geht. Ein nervöses, ängstliches Pferd wird sich nur in den seltensten Fällen durch Leckerlis und Belohnung beruhigen lassen. (Wenn jemand andere Erfahrungen und Tipps hat: immer her damit!)</p>



<p><strong>Die Probleme von klebenden Pferden sind in der Regel menschengemacht. Das Pferd kann nichts dafür. Deshalb ist es wichtig, dass Du immer fair, ruhig und freundlich bleibst. Nichts was Du tust darf Bestrafung sein und niemals solltest Du aus einem Gefühl der Wut heraus reagieren.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Schrecktraining</strong></h3>



<p><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/" target="_blank" rel="noopener">Im zweiten Artikel der Serie geht es um das Schrecktraining.</a> Das ist einer der wichtigsten Punkte bei einem klebenden Pferd, den das Hauptproblem solcher Pferde ist Angst und Unsicherheit.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Arbeit im Roundpen &#8211; Hooking On</strong></h3>



<p><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-roundpen/" target="_blank" rel="noopener">Im dritten Artikel der Serie geht es um die Arbeit im Roundpen.</a> Das Pferd lernt im hier und jetzt zu sein und sich auf Dich zu konzentrieren. Klebenden Pferden fehlt meist der Fokus, sie sind sehr schnell abgelenkt und schaffen es nicht sich zu konzentrieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Arbeit im Sattel</strong></h3>



<p><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-reiten/" target="_blank" rel="noopener">Im vierten Artikel der Serie geht es um die Arbeit im Sattel.</a> Hier erkläre ich was ich tue, wenn mein Pferd in der Halle oder auf dem Platz immer zu den anderen Pferden hinzieht oder zu nahe an ihnen kleben bleibt. Dieses Vorgehen lässt sich auch auf einen Ausritt übertragen, bei dem man einen anderen Weg reiten möchte als der Mitreiter und die Pferde sich trennen müssen.</p>





<p><strong>Der Artikel ist nun doch länger geworden als geplant. Wenn irgendetwas unklar ist und Du Fragen oder Anmerkungen hast schreib mir einfach in den Kommentaren! Ich lese und beantworte selbstverständlich alle!</strong><img loading="lazy" decoding="async" alt="" width="1" height="1" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/73c72a554eec4f5dbcd42f00d57e100c" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">Klebendes Pferd: Trainingsplan für Pferde mit &#8222;Trennungsangst&#8220; &#8211; Teil 1: Richtig Führen</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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