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	<title>Beißen Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Beißen Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Mein Pferd buckelt &#124; Was kann ich tun wenn &#8230; ?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2020 15:01:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein buckelndes Pferd ist für jede/n Reiter/in unangenehm und kann sogar potenziell gefährlich werden! Was die Ursachen für das Buckeln sein können, was Du dagegen tun kannst und wie Du auf einem buckelnden Pferd oben bleibst, erfährst du im Video! (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ein buckelndes Pferd ist für jede/n Reiter/in unangenehm und kann sogar potenziell gefährlich werden! Was die Ursachen für das Buckeln sein können, was Du dagegen tun kannst und wie Du auf einem buckelnden Pferd oben bleibst, erfährst du im Video! (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst):</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<div>
<h2><strong>Ursachen warum das Pferd buckelt<br></strong></h2>
<p>Wenn Dein Pferd buckelt kann das viele verschiedene Ursachen haben:</p>
<ul>
<li><a href="https://herzenspferd.de/schmerzen-erkennen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Schmerzen:</strong></a> Unpassendes Equipment, Blockaden, Probleme mit den Zähnen &#8211; die Liste ist lang. Besonders wenn Dein Pferd plötzlich anfängt zu buckeln und es das vorher nicht getan hat, solltest Du gesundheitlich alles abchecken lassen!</li>
<li><strong>Überforderung:</strong> Dein Pferd versteht Deine Hilfen nicht und Du machst immer weiter Druck? Oder man hat Dir mal gesagt zur <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Versammlung</a> müsstest Du vorne festhalten und hinten energisch <a href="https://herzenspferd.de/richtig-treiben-schritt-trab-galopp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">treiben</a>? Manche Pferde wissen sich in ihrer Überforderung nicht anders zu helfen als zu buckeln. Gerade wenn das Pferd das Gefühl hat es kann in keine Richtung mehr ausweichen, weil Zügel und Schenkel es überall begrenzen, kann es schnell mit Buckeln (oder Steigen) reagieren.</li>
<li><strong>Bewegungsmangel:</strong> Dein Pferd steht &#8211; überspitzt gesagt &#8211; rund um die Uhr in der Box und kommt nur zur Reitstunde raus? Dann kann das Buckeln auch einfach eine Reaktion auf den dauerhaften Bewegungsmangel sein.</li>
<li><strong>Widersätzlichkeit / erlerntes Verhalten:</strong> Manche Pferde haben gelernt, dass sie den Reiter durch Buckeln loswerden können, wenn sie keine Lust mehr auf ihn haben. Vielleicht haben sie mal schlechte Erfahrungen gemacht, haben aus Überforderung oder Schmerz gebuckelt und haben dann gelernt, dass sie sich damit entziehen können. Auch wenn die eigentliche Ursache abgestellt ist, buckeln diese Pferde weiter.</li>
<li><strong>Freude beim Angaloppieren:</strong> Im Frühjahr geht&#8217;s endlich wieder auf die Galoppwiese und das Pferd macht ein paar Freudenbuckler? Definitiv keine böse Absicht! Und meistens auch nicht so schlimm, dass man die nicht sitzen kann, wenn man einigermaßen Sattelfest ist.</li>
<li>etc.</li>
</ul>
<p>Es ist wichtig, dass Du die Ursache für das Buckeln Deines Pferdes herausfindest und an ihr arbeitest &#8211; nur so wirst Du langfristig verhindern können, dass Dein Pferd buckelt.</p>

</div>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was tun, wenn das Pferd buckelt<br></strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das wichtigste beim buckenden Pferd ist natürlich an der Ursache zu arbeiten &#8211; das Zweitwichtigste ist, möglichst einzugreifen noch bevor das Pferd losbuckelt. Dazu musst Du lernen die Anzeichen zu erkennen, z.B. Dein Pferd nimmt seinen Kopf runter und wölbt den Rücken auf, spannt sich an, schlägt mit dem Kopf, etc.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn diese Anzeichen auftauchen, kannst Du folgendes tun:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Dein Pferd buckelt eher auf der Stelle:</strong> Gib eine <a href="https://herzenspferd.de/zuegelfuehrung-zuegelhilfen-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zügelhilfe</a> nach oben und nimm damit den Kopf Deines Pferdes hoch, es soll nicht nach unten &#8222;abtauchen&#8220;. Treibe Dein Pferd energisch und konsequent vorwärts (und gibt dabei auch wieder Zügel nach). Dazu kannst Du Dir auch eine/n Helfer/in am Boden dazuholen, der/die Dir beim Vorwärtstreiben hilft, wenn Du Dich mehr auf das Sitzenbleiben konzentrieren musst.</li>



<li><strong>Dein Pferd buckelt und rennt dabei:</strong> Gib eine <a href="https://herzenspferd.de/zuegelfuehrung-zuegelhilfen-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zügelhilfe</a> nach oben und nimm damit den Kopf Deines Pferdes hoch, es soll nicht nach unten &#8222;abtauchen&#8220;. Lenke Dein Pferd auf eine Volte (möglichst schon bevor es buckelt), das macht es ihm schwerer zu buckeln. Du kannst auch versuchen es anzuhalten.</li>



<li>In jedem Fall solltest Du energisch und konsequent reagieren und einen kühlen Kopf bewahren. Wenn Du das nicht kannst, weil die <a href="https://herzenspferd.de/angst-beim-reiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Angst</a> mitspielt (was völlig verständlich ist), wäre es vielleicht eine gute Idee jemanden zu suchen der keine Angst hat, sattelfest ist und das Pferd durch seine &#8222;Buckelattacken&#8220; hindurchreitet. Es ist unheimlich wichtig, dass das Pferd nicht lernt, dass es mit dem Buckeln durchkommt. Hat es einmal verstanden, dass es damit seinen Reiter loswerden kann, braucht es konsequente Arbeit um ihm das wieder abzugewöhnen.</li>



<li>Deshalb ist es auch wichtig, dass Du Dein Pferd nach dem Buckeln arbeiten lässt. Es soll nicht lernen, dass es danach eine Pause bekommt. Diese Arbeit kannst Du auch vom Boden aus machen, wenn Du Dir nach dem Buckeln zu unsicher bist. Sollte Dein Pferd Dich heruntergebuckelt haben, solltest Du natürlich erst mal sicherstellen, dass es Dir gut geht und Du keine Verletzungen hast (siehe <a href="https://herzenspferd.de/erste-hilfe-reiter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erste Hilfe für Reiter</a>), bevor Du weiter mit ihm arbeitest. Auch hier könntest Du Dein Pferd an jemand Anderen abgeben, der noch kurz was mit ihm macht.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>So bleibst Du auf einem buckelnden Pferd oben<br></strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du das Buckeln nicht schon im Ansatz verhindern konntest und Dein Pferd nun doch loslegt, solltest Du beim Sitz darauf achten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Knie dran ans Pferd.</li>



<li>Gehe in den Sicherheitssitz, das heißt Deine Fußspitzen sollten vor deinen Knien sein &#8211; also Unterschenkel leicht nach vorne.</li>



<li>Achte darauf, dass Deine Unterschenkel bei den Bucklern nicht nach hinten kommen. Fällt Dein Oberkörper nach vorne und Deine Unterschenkel gehen nach hinten bist Du beim nächsten Buckler sofort unten.</li>



<li>Gleiche die Bewegung Deines Pferdes mit Deinem Oberkörper aus.</li>



<li>Gehe evtl. in einen leichten Entlastungssitz (trotzdem dran denken die Unterschenkel etwas nach vorne zu nehmen) um die Sprünge besser ausbalancieren zu können.</li>



<li>Halte Dich bei Bedarf am Sattel, dem Maria-Hilfs-Riemchen, dem Vorderzeug oder der Mähne Deines Pferdes fest.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit<br></strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein buckelndes Pferd kann super unangenehm sein. Aber mit der Kombination aus Ursachenforschung und -bekämpfung und konsequentem Oben-bleiben wenn das Pferd buckelt, kann man da eigentlich ganz gut dran arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Härtefällen, in denen das Pferd gelernt hat das Buckeln gezielt einzusetzen um seinen Reiter loszuwerden, solltest Du in Betracht ziehen einen Profi oder eine/n mutige/n Stallkollegen/in zur Hilfe zu holen der/die sattelfest ist und das Pferd durch diese Phasen hindurchreiten kann. Hier ist es wirklich essentiell, dass das Pferd lernt, dass ihm das Buckeln nichts bringt!</p>



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		<title>Mein Pferd beißt &#124; Was kann ich tun wenn &#8230; ?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2020 15:01:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn das Pferd beißt, neigen die meisten ReiterInnen und PferdebsitzerInnen dazu, mit einem Klaps zu antworten &#8211; völlig verständlich, meistens erschrickt man sich und so ein Pferdebiss tut natürlich auch weh. Warum Strafe bei beißenden Pferden aber meistens nicht funktioniert, sondern das Problem eher verschlimmert und was Du stattdessen tun kannst, erkläre ich im Video [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wenn das Pferd beißt, neigen die meisten ReiterInnen und PferdebsitzerInnen dazu, mit einem Klaps zu antworten &#8211; völlig verständlich, meistens erschrickt man sich und so ein Pferdebiss tut natürlich auch weh.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum Strafe bei beißenden Pferden aber meistens nicht funktioniert, sondern das Problem eher verschlimmert und was Du stattdessen tun kannst, erkläre ich im Video (Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst):</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<div>
<h2><strong>Hilfe mein Pferd beißt<br></strong></h2>
<p>Wenn Dein Pferd beißt oder nach Dir schnappt, ist das meistens erst mal ein Schock. Meistens reagiert man reflexartig damit, dass man einen Klaps zurück gibt. Das kann im ersten Moment vielleicht sogar helfen, ist aber auf Dauer keine Lösung, denn:</p>
<p><strong>Bei beißenden Pferden muss man die Ursache des Beißens herausfinden und abstellen!</strong></p>
<p>Tust Du das nicht, entwickelt sich schnell ein Kreislauf aus Beißen und Strafe, der sich immer weiter hochschaukelt. Du behandelst mit der Strafe ja nicht die Ursache des Problems, sondern unterdrückst Symptome. Gleichzeitig verlagerst Du eure Kommunikation auf eine Ebene, auf der Du als Mensch schnell den Kürzeren ziehst, Du bist ja eindeutig schwächer als das Pferd.</p>
<h3>Beißen ist Kommunikation</h3>
<p>Das Beißen Deines Pferdes ist ein (zugegebenermaßen sehr unangenehmes) Kommunikationsmittel. Möglicherweise hat es Dir vorher schon auf andere Arten versucht mitzuteilen, dass ihm etwas unangenehm ist oder nicht passt und das Beißen ist &#8222;nur&#8220; eine weitere Eskalationsstufe.</p>
<p>Es ist also wichtig, dass Du Dein Pferd im Auge hast und seine Signale lesen lernst, um ihm das Beißen wieder abzutrainieren. Einserseits kannst Du so schon eingreifen, bevor Dein Pferd überhaupt beißt, andererseits hilft es Dir dabei die Ursache für das Beißen herauszufinden.</p>
</div>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Ursachen für Beißen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">So unterschiedlich wie unsere Pferde sind, so unterschiedlich können auch die Ursachen für&#8217;s Beißen sein. Zu den Häufigsten Ursachen gehören:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Spieltrieb (Besonders junge Hengste und Wallache sind meist sehr Mauldominiert und wollen erst mal alles anknabbern. Für sie kann das Schnappen nach dem Menschen ein lustiges Spiel sein, vor allem wenn der Mensch mit einem Klaps reagiert und somit mitspielt)</li>



<li>Angst</li>



<li>Schmerz</li>



<li>Stress</li>



<li>Überforderung</li>



<li>Unmut</li>



<li>Schlechte Erfahrungen mit Menschen</li>



<li>Nicht artgerechte Haltung</li>



<li>Sattelzwang</li>



<li>Rosse bei Stuten</li>



<li>Übereifer</li>



<li>Falscher Umgang mit Futterlob</li>



<li>etc.</li>
</ul>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Umgang mit beißenden Pferden</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du mit einem beißenden Pferd arbeitest, solltest Du immer erst sicherstellen, dass Du selbst ausreichend geschützt bist. Schon ein &#8222;harmloses&#8220; Schnappen kann ziemlich weh tun und wenn Dein Pferd richtig beißt, kann es schnell gefährlich werden. <strong>Wenn Du Dir da im Umgang nicht ganz sicher bist, würde ich Dir empfehlen Dir professionelle Hilfe zu suchen!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am wichtigsten ist wie gesagt die <strong>Ursache für das Beißen</strong> herauszufinden und daran zu arbeiten, also z.B.:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>herausfinden ob das Pferd schmerzen hat und diese beseitigen,</li>



<li>herausfinden was dem Pferd Angst macht und wie Du sie ihm nehmen kannst,</li>



<li>Überforderung vermeiden,</li>



<li>Stress abbauen und mit dem Pferd auf lange Sicht üben auch in stressigen Situationen gelassen zu bleiben,</li>



<li>an der Grunderziehung arbeiten,</li>



<li>auf ausreichend Freilauf und Kontakt zu anderen Pferden achten,</li>



<li>Futtererziehung,</li>



<li>etc.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei solltest Du selbst Ruhe bewahren und das Beißen oder Schnappen nicht persönlich nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Ursachenforschung solltest Du an der <strong>Grunderziehung</strong> des Pferdes arbeiten, hier vor allem auch daran, dass Dein Pferd Deinen persönlichen Raum akzeptiert und Du es auf Signal wegschicken kannst. Das kannst Du zum Beispiel auch mit einem Zaun oder einer Abgrenzung zwischen euch üben, wenn Dein Pferd Dir sonst zu sehr auf die Pelle rückt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht zu strafen bedeutet nämlich nicht, dass Du keine Grenzen setzen darfst. Klare Grenzen, Kommunikation und Konsequenz sind wichtig im Pferdetraining &#8211; wenn man sie ruhig, fair und unaufgeregt setzen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann ist es wichtig, die <strong>Signale des Pferdes lesen</strong> zu lernen. Wenn Dein Pferd z.B. beim Putzen nach Dir schnappt, solltest Du es während des Putzens aufmerksam beobachten. Meistens siehst Du Deinem Pferd an, wenn es kurz davor ist nach Dir zu schnappen: Das Gesicht spannt sich an, die Augen blitzen, die Nüstern kräuseln sich, die Ohren legen sich an &#8211; es gibt viele kleine Signale, die Dein Pferd Dir schon vorher gibt!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Siehst Du solche Signale, dann ist das für Dich ein Hinweis: Was tust Du gerade oder was passiert um euch herum, das ein Problem für Dein Pferd sein könnte?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Dein Pferd z.B. nicht gerne am Bauch geputzt wird und Dir die ersten Warnsignale gibt, dann höre erstmal auf es weiter am Bauch zu putzen. Du zeigst ihm damit, dass Du seine Signale verstanden hast und es nicht zum Beißen eskalieren muss. Natürlich solltest Du daran arbeiten, dass Dein Pferd sich auch am Bauch putzen lässt, aber das kannst Du dann langsam, einfühlsam und in mehreren Schritten tun.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gewohnheitsmäßige Beißer</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hat ein Pferd sich über einen längeren Zeitraum angewöhnt in bestimmten Situationen mit Beißen zu reagieren (z.B. aufgrund schlechter Erfahrungen, Sattelzwang , o.Ä.), dann ist es schwer ihm das wieder abzugewöhnen, selbst wenn die ursprüngliche Ursache gar nicht mehr vorhanden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst dann versuchen, das angewöhnte Verhalten mit einem neuen Verhalten zu &#8222;überschreiben&#8220;. Also anstatt dass Dein Pferd nach Dir schnappt, soll es den Anbindehaken oder die Wand berühren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kannst Du ihm z.B. mithilfe von Targettraining beibringen. Beim Tragettraining lernt das Pferd ein bestimmtes Objekt (das Target) zu berühren und bekommt dafür eine Belohnung. <a href="http://sabine-van-waasen.de/target-training-fuer-pferde/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr Infos dazu findest Du z.B. hier im Artikel.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">In manchen Fällen kann es auch helfen, in einem anderen Umfeld zu trainieren, also z.B. nicht am Putzplatz zu satteln, sondern am Reitplatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei gewohnheitsmäßgen Beißern ist es schwer eine Pauschallösung zu finden, die für alle passt. Hier muss man als BesitzerIn einen langen Atmen haben und kreative Lösungen passend zum eigenen Pferd suchen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Spielerische Beißer</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bereits erwähnt gibt es Pferde, für die das Beißen oder Schnappen ein Spiel ist. Hier ist es meistens am Hilfreichsten einerseits ein Kommando zu etablieren, dass das Pferd auf Abstand schickt und andererseits sich nicht auf das Spiel aus Beißen und Klaps einzulassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du kannst, ignoriere das Schnappen (natürlich nur, wenn es nicht zu hefitg ist), ohne eine Reaktion von Dir wird es Deinem Pferd vermutlich schnell langweilig. Ansonsten hilft auch oft das Pferd einfach stehen zu lassen und wegzugehen (damit bringst Du Dich auch in Sicherheit) &#8211; diese Pferde wollen ja spielen und Aufmerksamkeit, wenn Du sie stehen lässt ist das oft schon &#8222;Strafe&#8220; genug.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie so oft in der Pferdeerziehung gibt es auch bei beißenden Pferden keine einfache &#8222;one size fits all&#8220;-Lösung oder einen Knopf, den man drücken muss und das Pferd hört auf. Stattdessen muss man als BesitzerIn auf Ursachensuche gehen, an der Grunderziehung arbeiten, kreative Lösungen finden und einen langen Atem haben &#8211; gerade bei Pferden, die sich das Beißen dauerhaft angewöhnt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Härtefällen würde ich immer professionelle Hilfe suchen, mit ernsthaft beißenden Pferden ist nicht zu spaßen und oft ist das auch nicht das einzige Problem. Die eigene Sicherheit geht immer vor!</p>



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