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	<title>Aufsteigen Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Aufsteigen Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Pannen beim Reiten: Die 6 dümmsten Dinge, die ich je auf oder neben dem Pferd gemacht habe!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2015 12:51:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
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		<category><![CDATA[Desensibilisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn man so einen Blog betreibt erweckt man schnell &#8211; und ganz unbeabsichtigt &#8211; den Eindruck, dass man alles weiß, alles kann und immer nur perfekt ist. Schließlich schreibt man ja, wie man es richtig macht und nicht, wie man selbst ziemlich oft gescheitert ist, bis man es hinbekommen hat. Wir Blogger sind &#8211; wie [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wenn man so einen Blog betreibt erweckt man schnell &#8211; und ganz unbeabsichtigt &#8211; den Eindruck, dass man alles weiß, alles kann und immer nur perfekt ist. Schließlich schreibt man ja, wie man es <strong>richtig</strong> macht und nicht, wie man selbst ziemlich oft gescheitert ist, bis man es hinbekommen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir Blogger sind &#8211; wie alle Menschen &#8211; natürlich nicht perfekt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Bloggerkollegin Sarah, die mit ihrem Shetty Egon durch Deutschland wandert (nachzlesen auf <a href="http://www.verwandert.de" target="_blank" rel="noopener">www.verwandert.de</a>), hat vor kurzem einen Artikel über <a href="http://verwandert.de/pannen/" target="_blank" rel="noopener">ihre Pannen beim Wandern</a> geschrieben. <strong>Inspiriert davon lasse ich Dich heute an meinen dümmsten Pannen beim Reiten teilhaben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Absolut nicht zum Nachmachen geeignet! 😉</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Das eine Mal, als ich zu faul war</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">An meinem alten Stall gab es jemanden &#8211; ich weiß bis heute nicht wer &#8211; der mithilfe einer kleinen blauen Tonne als Aufstieghilfe aufgestiegen ist. Diese Person hatte die Angewohnheit diese Tonne auch dann noch in der Halle stehen zu lassen, wenn sie schon längst wieder draußen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meistens stand die Tonne nicht im Weg. Eines Tages aber stand sie mitten auf einer Zirkellinie und hat mich dort ziemlich gestört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich saß aber schon auf dem Pony und war schlicht zu faul zum Absteigen. Also dachte ich mir &#8222;ich beuge mich einfach vom Pony runter, packe die Tonne am Griff (sie hatte oben einen kleinen Griff) und reite zur Bande um sie dort abzustellen&#8220;. Ich kannte das Pony gut und wusste, dass sie keine Angst vor der Tonne hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also hingeritten &#8211; Pony fand die Tonne nur mäßig spannend &#8211; mich runtergebeugt und die Tonne in die Hand genommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und hier fing es an schief zu laufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Pony hatte kein Problem mit der Tonne am Boden, aber sehr wohl mit der Tonne neben ihm &#8222;schwebend&#8220;. Um dieses gruselige Ding also möglichst schnell loszuwerden sind wir in einer Art Schenkelweichen-Weghüpf-Galopp in einem Affenzahn durch die ganze Halle. Nur hing die Tonne ja leider in meiner Hand und &#8222;folgte&#8220; uns.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun saß ich also auf dem Pony und musste mir überlegen ob ich die Tonne fallen lasse und das Pony lernt, dass man vor gruseligen Dingen wegrennen muss, um sie loszuwerden. Oder ich halte die Tonne fest und versuche das ganze mit gestörtem Gleichgewicht auszusitzen. Ziemlich blöde Situation &#8211; und nur weil ich so faul war!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Endeffekt habe ich die Tonne fallenlassen &#8211; die Alternative war mir zu gefährlich. Als das Pony sich dann beruhigt hatte bin ich abgestiegen und habe mit der Tonne <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/" target="_blank" rel="noopener">Desensibilisierungsübungen</a> gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Draus gelernt:</strong> Wenn ein Pferd bestimmte Dinge am Boden ok findet, heißt das nicht, dass es immer noch so ist, wenn sie auf Rückenhöhe oder nur aus dem Augenwinkel zu erkennen sind. Deshalb sollte man beim Desensibilisieren darauf achten, dass man auch solche Positionen übt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Das eine Mal, als ich mich nicht entscheiden konnte, wo es lang gehen soll</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war alleine im Wald unterwegs und bin relativ flott einen Weg entlang galoppiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Kurve kam eine Weggabelung. Ich kannte mich gut aus und wusste, welcher Weg wohin führt &#8211; aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden. In meinem Kopf ging es also hin und her. Rechts oder links?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Pony kannte mich gut und hat natürlich gemerkt, dass ich nicht weiß wo ich lang will. In der letzten Sekunde habe ich mich für links entschieden und meinen Körper auch entsprechend ausgerichtet. Das kam aber leider für mein Pony zu spät. Weil ich so unentschlossen war hatte sie sich für rechts entschieden &#8211; da ging es nämlich nach Hause.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann hat die Physik zugeschlagen. Wenn sich von zwei Körpern, die gemeinsam schnell in einer Richtung unterwegs sind, einer entscheidet nach rechts auszuweichen und einer nach links, müssen sie sich unweigerlich trennen. Mich hat&#8217;s also vom Pony gehauen. Mein Glück war, dass wir durch unsere Unentschlossenheit schon nicht mehr so schnell unterwegs waren und ich in einen Laubhaufen <a href="https://herzenspferd.de/richtig-fallen/" target="_blank" rel="noopener">gefallen</a> bin. Also nichts passiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Draus gelernt:</strong> Entscheide dich rechtzeitig und strahle Sicherheit aus, sonst entscheidet Dein Pferd für Dich!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Das andere Mal, als ich schon wieder zu faul war</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube jeder von uns kennt das: man hetzt von der Arbeit oder der Schule an den Stall und hat schon den nächsten Termin im Kopf. In solchen Situationen gehe ich erst gar nicht reiten, sondern mache entweder etwas Bodenarbeit oder putze und füttere nur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In genau so einer Situation wollte ich das Pony von der Koppel holen. Das &#8222;Tor&#8220; bestand aus zwei Bändern Stromzaun mit den üblichen Hakengriffen. Weil ich faul war, habe ich hinter mir nicht beide Stombänder wieder geschlossen, sondern nur das Obere und habe das Untere in den Griff oben eingehängt. Schließlich war ich ja auf der Koppel und wollte Minuten später wieder durch den Zaun raus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kaum war ich beim Pony angekommen, hörte ich hinter mir Hufgetrappel und unser Ausbrecherkönig ist auf den Zaun zugaloppiert, hat kurz gebremst, den Kopf unter das eine Stromband geschoben, es angehoben und war drunter durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gott sei Dank ist er nur bis zum nächsten Heuhaufen gelaufen und ich hatte ihn in Minutenschnelle wieder eingefangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Draus gelernt:</strong> sei nie, wirklich niemals faul, was Zäune angeht!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Das eine Mal, als ich zu große Gummistiefel anhatte</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube auch das kennt jeder von uns (oder zumindest jeder Offenstaller): Matsch im Paddock &#8211; bzw. zumindest im Ein- und Ausgangsbereich, wenn der nicht befestigt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An einem meiner alten Ställe war das besonders schlimm, denn der Boden dort war sehr lehmhaltig. Übersetzt: der klebt wie die Hölle und lässt auch nicht wieder los.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich könnte die Geschichte auch wieder unter &#8222;zu faul&#8220; fallen, denn ich war zu faul zum Auto zu laufen und meine eigenen Gummistiefel anzuziehen. Also habe ich mir welche von einer Freundin geliehen, die mir aber deutlich zu groß waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du weißt sicher schon, worauf das hinausläuft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Weg zum Pony kam ich noch unbeschadet durch den Matsch. Auf dem Weg zurück, mit dem Pony im Schlepptau, blieb ich stecken. Aber wie das so ist, mitten in der Bewegung kann man dann schlecht anhalten. Ich habe also nicht nur beide Gummistiefel verloren, ich habe auch noch einen unfreiwilligen Kopfsprung in den Matsch gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da fing der Spaß dann erst an. Ich kam nämlich nicht mehr raus. Wenn ich mich mit den Armen vom Boden abdrücken wollte bin ich nur weiter eingesunken. Währenddessen stand das Pony in aller Seelenruhe neben mir und hat mich leicht resigniert beobachtet &#8211; es mus geglaubt haben, das ich nun völlig übergeschnappt bin. Am Ende war es aber auch meine Rettung: ich konnte mich nämlich an seinen Beinen abstützen und mich aus dem Dreck ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Stall angekommen war ich natürlich die Attraktion des Tages: ich sah aus wie ein Sumpfmonster. Der Schlamm war einfach überall. Bis in die Haare. Noch Monate später hab ich die getrockneten Brösel in meinem Auto gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Draus gelernt: </strong>Wer Lehmboden hat braucht dringend passende Gummistiefel.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Das eine Mal, als ich total gedankenlos war</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe eine zeitlang Kinderreitferien betreut. Dazu gehörten auch tägliche Ausritte mit den Kindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Anfang an haben wir mit den Kindern geübt, dass sie auf den Ruf &#8222;zu einem nach rechts!&#8220; eine Linie hintereinander am rechten Wegesrand bilden &#8211; mit dem Betreuer als ersten. Das ist nötig, sobald Spaziergänger, Radfahrer oder andere &#8222;Hindernisse&#8220; auftauchen, an denen man vorbei muss oder die an einem vorbei möchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe in den Kinderferien oft mehrere Stunden am Tag übernommen, es ist dann schnell völlige Routine den Spruch &#8222;zu einem!&#8220; zu rufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur, dass ich auf dieser einen Runde auf einem unerfahrenen Jungpferd saß und es kurzzeitig völlig vergessen hatte. Das arme Pony, für das sowieso vieles neu war, musste also miterleben, wie ich mich aus heiterem Himmel auf ihm herumdrehe und laut etwas rufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war dann doch zu viel des Guten für das Pony und es sprang &#8211; ich immer noch mit nach hinten verdrehtem Oberkörper &#8211; über den Graben am Wegesrand und im gestreckten Galopp die angrenzende Wiese hinauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit mehr Glück als Verstand blieb ich beim Sprung oben, konnte das Pony schnell beruhigen und zurück zu meinen armen Reiterferienschülern: die waren nämlich sehr verwirrt und rätselten, ob sie denn nun auch springen und galoppieren sollen. Den Rest des Weges wurde dann jedes Kommando per Flüsterpost von mir durch die Reihe der Kinder durchgegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Draus gelernt:</strong> Sei niemals gedankenlos oder unkonzentriert wenn Du auf einem Jungpferd sitzt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Das eine Mal, als ich besser eine richtige Aufstieghilfe benutzt hätte</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch diese Geschichte ist mir in den Kinderreitferien passiert. Wir haben in jeder Woche mindestens einmal mit den Kindern Pferdefußball gespielt. Dazu sind immer Teams von je zwei Kindern auf Ponys gegeneinander angetreten. Entweder mit Sattel, oder ohne. Der &#8222;Fußball&#8220; war ein großer Gymnastikball und wurde von den Ponys vor sich her geschoben. Wir hatten vier brave, ältere Ponys die unheimlich gerne Fußball gespielt haben. Es war also ein riesen Spaß für alle Beteiligten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwann mussten (und wollten) dann natürlich auch die Betreuer gegeneinander spielen. Ohne Sattel, versteht sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wir die Ponys beim <a href="https://herzenspferd.de/pferdefreundlich-aufsteigen-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Aufsteigen</a> schonen, haben wir oft leere Getränkekisten als Aufstieghilfe benutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und eines Tages hätte ich besser eine richtige Aufstieghilfe genutzt: ich bin nämlich beim Drauftreten durch die Kiste durchgebrochen und mit ihr fest um meine Beine gewickelt rückwärts umgefallen. Das Pony hat sich dafür Gott sei Dank nicht sehr interessiert &#8211; die Kinder hatten aber ihren Spaß und ich den Rest der Woche den Ruf als Tollpatsch weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Draus gelernt: </strong>Nutze nur stabile Dinge als Aufsteigehilfe. Wenn Du, so wie ich, damit umfällst, kannst Du Dich nicht nur verletzen, sondern auch Dein Pferd erschrecken.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pannen beim Reiten und auch im Umgang mit Pferden sind ganz normal. Sie passieren wirklich jedem und sind kein Grund sich zu schämen oder zu denken man wäre ein schlechter Reiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So lange nichts Schlimmes passiert sind sie lustige Geschichten, die man erzählen kann und aus denen man fast immer etwas Wichtiges lernt!</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was ist Dir schon blödes beim Reiten oder beim Umgang mit Pferden passiert? Erzähls mir in den Kommentaren, damit ich mich nicht so alleine tollpatschig finde 😉</strong><img decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/661bf24d0c5742a89c22737ed0852a92" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></h4>



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		<title>7 Fehler die Du machst, noch bevor Du im Sattel sitzt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2015 11:45:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In meiner Zeit mit Pferden habe ich fast alle diese Fehler schon gemacht und mache sie ab und an immer noch. Es wird oft unterschätzt, wie wichtig die Zeit vor dem Reiten (oder der Bodenarbeit, etc.) ist. Du bringst Deinem Pferd immer etwas bei, zu jeder Zeit in der Du mit ihm zusammen bist, ob [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>In meiner Zeit mit Pferden habe ich fast alle diese Fehler schon gemacht und mache sie ab und an immer noch.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird oft unterschätzt, wie wichtig die Zeit vor dem Reiten (oder der Bodenarbeit, etc.) ist. <strong>Du bringst Deinem Pferd immer etwas bei, zu jeder Zeit in der Du mit ihm zusammen bist, ob Du Dir dessen bewusst bist oder nicht.</strong> Es unterscheidet nicht zwischen &#8222;jetzt sind wir auf dem Platz, nun wird trainiert&#8220; und &#8222;jetzt sind wir am Putzplatz, da trainieren wir nicht&#8220;, wie wir Menschen das oft tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom ersten Blickkontakt auf der Koppel bis zum letzten Abschiedsstreicheln lernt Dein Pferd von Dir. Ob es etwas Gutes oder etwas Schlechtes lernt hängt ganz von Dir ab. Und wenn Du Dir dessen nicht bewusst bist wird es leider oft etwas Schlechtes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich mich am Stall umschaue sehe ich oft die selben Fehler, deshalb dachte ich, ich schreibe mal darüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Übrigens: ich finde Fehler nicht schlimm! Sie bedeuten für mich eine Chance zu lernen und mich weiterzuentwickeln. <a href="http://www.pferdefluesterei.de/buck-brannaman-pferde/" target="_blank" rel="noopener">Fehler sind nötig um zum Ziel zu kommen, ich habe hier schon einmal darüber geschrieben warum.</a></strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Du führst nicht bewusst</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade beim Führen kann man viele Probleme schon im Vorraus lösen &#8211; oder sie verursachen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über die &#8222;richtige&#8220; Führposition gibt es viele Diskussionen: das Pferd soll hinter dem Menschen laufen, der Kopf des Pferdes muss auf Schulterhöhe des Menschen sein oder der Mensch läuft auf einer Position zwischen Kopf und Schulter des Pferdes sind die Häufigsten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich bin der Meinung, dass es &#8222;die&#8220; richtige Führposition nicht gibt.</strong> Wie immer muss man individuell entscheiden. Warum sollte ich ein Pferd, das lieber hinter mir läuft, dazu zwingen neben mir zu laufen? Die Führposition muss sich auch ändern können, z.B. wenn ein Weg zu eng wird um nebeneinander zu laufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viel wichtiger finde ich, dass man auf folgendes achtet:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Das Pferd darf nicht drängeln</strong> &#8211; es sollte also so viel Abstand zu Dir halten, dass Du Dich nicht unwohl fühlst. Tritt es Dir beim Laufen in die Hacken oder drängelt sich mit seiner Schulter an Dich solltest Du es geduldig und konsequent von Dir weg schicken.</li>



<li><strong>Lass Dich nicht von Deinem Pferd</strong> <strong>abdrängen oder durch die Gegend ziehen</strong>. Du bestimmst den Weg. Es ist wichtig, dass Deinem Pferd bewusst ist wo Du bist und dass es auch in Schrecksituationen nicht auf Dich springt.</li>



<li><strong>Halte den Strick nicht zu nahe am Pferdekopf,</strong> sondern etwa 1,5 Meter entfernt und lasse ihn durchhängen. Ich sehe viele Leute, die den Strick direkt unterm Kinn des Pferdes greifen und hoffen es somit mehr unter Kontrolle zu haben.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span><strong>Das solltest Du nicht tun.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></strong>Dadurch stehst Du nämlich automatisch sehr nahe am Pferd und lädst es quasi dazu ein zu drängeln. Druck erzeugt Gegendruck &#8211; Pferde neigen instinktiv dazu, sich in den Druck hineinzulehnen. <strong>Du musst nicht jeden Regung Deines Pferdes mit einem kurzen Strick kontrollieren, das macht die Sache nicht besser!</strong> Ich habe schon oft gesehen, dass drängelnde und zappelige Pferde viel ruhiger wurden, sobald die Besitzer den Strick länger ließen und etwas Abstand hielten.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Du bist unaufmerksam</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Fehler, der sich sehr schnell einschleicht und mit dem ich auch ab und an zu kämpfen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Besonders wenn man sich mit Freunden zum Ausreiten trifft ist man sehr schnell unaufmerksam.</strong> Man quatscht und holt &#8222;nebenbei&#8220; das Pferd von der Koppel, führt es nebenbei zum Putzplatz und putzt es nebenbei. Die Konzentration ist nicht beim Pferd, sondern bei den Freunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Du unaufmerksam bist schleichen sich schnell Fehler ein: Du lässt Dich beim Führen von Deinem Pferd drängeln, es schiebt Dich auf dem Putzplatz zur Seite um in die andere Richtung zu schauen, oder ähnliches.</strong> Das passiert oft ganz unbewusst, Dein Pferd macht eine Bewegung und Du weichst automatisch aus, weil Du ins Gespräch mit Deiner Freundin vertieft bist. Im Natural Horsemanship gibt es die Frage &#8222;Wer bewegt Wen?&#8220;: der Ranghöhere bewegt den Rangniederen und wenn Du Dich von Deinem Pferd bewegen lässt, gibst Du die Führung an es ab. Ob man nun an die (etwas überholte) Rangordnungstheorie glaubt oder nicht, ich finde es ist nie eine gute Idee sich von seinem Pferd herumschubsen zu lassen. Spätestens wenn Du 500kg auf dem Fuß stehen hast macht das keinen Spaß mehr. Dein Pferd sollte unbedingt Rücksicht auf Dich nehmen, Du nimmst ja auch Rücksicht auf es. Dazu gehört natürlich auch, <a href="http://fuehlend-reiten.blogspot.de/2015/02/hoflichkeit-teil-2.html" target="_blank" rel="noopener">höflich zum Pferd zu sein</a>.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Du bist inkonsequent</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Konsequenz ist ein eher negativ besetztes Wort. Für mich bedeutet es aber einfach nur, <strong>in der gleichen Situation immer das Gleiche zu tun.</strong> Deine Reaktion ist also für Dein Pferd vorhersehbar, <strong>Du bist verlässlich!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst Deinem Pferd nicht an einem Tag etwas durchgehen lassen und es am nächsten Tag dafür bestrafen. Das führt schnell dazu, dass Dein Pferd Dir nicht mehr vertraut und Dich ignoriert. Kein Wunder, auf das was Du tust, kann es sich nicht verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein häufiges Beispiel: das Pferd schubbert seinen Kopf am Reiter. Am einen Tag ist es süß und es wird erlaubt oder sogar belohnt, am nächsten Tag ist der Reiter gestresst und das Pferd wird dafür bestraft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="http://fuehrpferd.de/darf-mein-pferd-das-warum-du-unbedingt-herr-deiner-eigenen-regeln-sein-solltest/" target="_blank" rel="noopener">Du musst also für Dich festlegen, was Deine Regeln für den Umgang mit dem Pferd sind</a> und Dich dann immer daran halten! </strong>Auch wenn Du gerade genervt, gestresst oder müde nach einem langen Tag bist und eigentlich gar keine Lust auf &#8222;Diskussion&#8220; hast.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Du hast keine Geduld</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Mangel an Geduld schlägt leider oft in Gewalt um: das Pferd will nicht durchs Tor? Dann wird es eben mit der Gerte verhauen bis es durch geht. Oder es wird grob am Strick geruckt. Meistens führt das dann dazu, dass Pferd und Reiter immer gestresster werden und das Pferd das nächste Mal noch weniger durchs Tor will.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dabei lässt sich fast alles mit etwas Geduld, einem Plan und innerer Ruhe lösen</strong> &#8211; oft geht es am Ende sogar schneller und nachhaltiger als mit Gewalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um bei dem Beispiel mit dem Tor zu bleiben: solche Sachen löse ich, indem ich einfach mit leichtem Zug am Strick stehen bleibe. Kommt das Pferd ein Stück nach vorne gebe ich nach und Lobe überschwänglich. Bleibt es stehen, bleibe ich eben auch stehen, so lange, bis es etwas tut. Geht es zurück, gehe ich mit zurück, damit sich der Zug am Strick nicht verstärkt (bleibt man stehen und verstärkt somit den Druck, könnte es passieren, dass das Pferd steigt). Geht es dann irgendwann wieder einen Schritt nach vorne wird wieder gelobt &#8211; auch wenn wir nun eigentlich weiter vom Tor weg sind als zuvor. <strong>Wichtig ist, dass es einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Pferd braucht Zeit um nachzudenken und auch mal seine Optionen durchzuprobieren. Diese Zeit solltest Du ihm unbedingt geben, denn wenn es nachdenken und die Entscheidung selbst treffen konnte wirst Du beim nächsten Mal deutlich weniger Probleme haben als wenn Du es gezwungen hättest.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Du stehst unter Zeitdruck</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du fährst zum Stall und weißt schon, dass Du in einer halben Stunde wieder weg musst, trotzdem willst Du noch reiten?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lass es einfach sein, das kann nichts werden!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitdruck führt zu Stress, zu Unkonzentriertheit, zu mangelnder Geldud und Gereiztheit. Setz Dich einfach zu Deinem Pferd auf die Koppel, schmuse ein bisschen oder gehe vielleicht eine Mini-Runde spazieren. Das wird Dich entspannen und Du arbeitest an einer guten Beziehung zu Deinem Pferd.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du mit aller Gewalt versuchst trotz Stress und Zeitdruck zu trainieren geht meistens alles schief und Du schadest der Beziehung zu Deinem Pferd!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Du wärmst Dich nicht auf</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du es richtig machst, dann verbringst Du viel Zeit damit Dein Pferd im Schritt aufzuwärmen und zu gymnastizieren. Ich fand es schon immer paradox, dass uns das bei unserem Pferd so wichtig ist, wir uns selbst aber meistens völlig unaufgewärmt auf&#8217;s Pferd setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie willst Du feine Hilfen geben und ein lockeres, losgelassenes Pferd haben, wenn Du selbst völlig verspannt bist?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich vor ein paar Wochen zum <a href="https://herzenspferd.de/reiturlaub-island-sitzuebungen/" target="_blank" rel="noopener">Reiturlaub in Island</a> war, hatte ich morgens Reitunterricht ohne mich aufzuwärmen und mittags Reitunterricht nach einer halben Stunde Gymnastik für Reiter. Der Unterschied war unglaublich, alleine mein Sitz war um Welten besser!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und jetzt mal ehrlich: wir verbringen sowieso schon Stunden am Stall, da haben wir auch noch 15 Minuten zum Aufwärmen übrig, oder?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/stretching-reiter/" target="_blank" rel="noopener">Hier findest Du ein paar schöne Übungsvideos.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>7. Du benutzt keine Aufsteigehilfe</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mittlerweile weiß man, dass beim Aufsteigen riesige Zugkräfte auf dem Pferd lasten und besonders die empfindliche Wirbelsäule belasten.</strong> Vor allem wenn Du immer von der gleichen Seite aufsteigst führt das schnell zu Verspannungen beim Pferd. Deshalb sollte jeder verantwortungsbewusste Reiter mit Aufsteigehilfe aufsteigen. Das kann ein Hocker sein, aber auch ein Felsbrocken, ein Baumstamm, oder ein stabiler Zaun.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich weiß, wenn man so aufsteigt wird man öfter mal belächelt &#8211; mir ist aber die Gesundheit meines Pferdes wichtiger als die Meinung anderer Leute!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/pferdefreundlich-aufsteigen-pferd" target="_blank" rel="noopener">Hier kannst Du nachlesen, wie Du sanft und pferdefreundlich aufsteigst!</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Welche Fehler machst Du?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich bin ab und an zu unaufmerksam und schenke meinem Reitbeteiligungspony nicht die Aufmerksamkeit, die ihr zusteht. Meistens kommt dann auch ganz schnell das schlechte Gewissen, denn wer ist schon gerne mit jemandem zusammen, der einen mehr oder weniger ignoriert? Klar, man kann sich nicht immer zu 100% nur auf&#8217;s Pferd konzentrieren, aber auch wenn Freunde dabei sind versuche ich immer wieder meinem Pony meine volle Aufmerksamkeit zu schenken, auch wenn es nur für kurze Zeit ist: ich rede kurz mit ihr oder kraule sie an ihrer Lieblingsstelle. Das ist für mich ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und ich glaube sie spürt das auch.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie sieht&#8217;s bei Dir aus? Hast Du auch schonmal einen oder mehrere dieser Fehler gemacht? (Ich finde Fehler übrigens nicht schlimm, wir alle machen sie und sie sind immer eine Chance zu lernen!)</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/d93501be5e73448eb56a73cde3d56529" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></p>



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		<title>Pferdefreundlich Aufsteigen &#8211; so kommst Du gut auf&#8217;s Pferd!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2015 08:42:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Reitersitz]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Aufsteigen]]></category>
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		<category><![CDATA[Stehenbleiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Reiter klagen darüber, dass ihr Pferd beim Aufsteigen nicht stehen bleibt. Ein möglicher Grund dafür kann für das Pferd unangenehmes Aufsteigen sein. Deshalb möchte ich heute ein paar Tipps für pferdefreundliches Aufsitzen geben &#8211; das ist nicht nur für Dein Pferd angenehmer, sondern hilft auch dabei seinen Rücken lange gesund zu erhalten. Nutze eine [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Viele Reiter klagen darüber, dass ihr Pferd beim Aufsteigen nicht stehen bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein möglicher Grund dafür kann für das Pferd unangenehmes Aufsteigen sein. Deshalb möchte ich heute ein paar Tipps für pferdefreundliches Aufsitzen geben &#8211; das ist nicht nur für Dein Pferd angenehmer, sondern hilft auch dabei seinen Rücken lange gesund zu erhalten.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Nutze eine Aufsteigehilfe!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, ich weiß, man wird oft von Anderen belächelt, wenn man mit einem Höckerchen aufsteigt &#8211; vor allem, wenn man wie ich ein Pony reitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem sollte jeder Reiter, dem das Wohl seines Pferdes am Herzen liegt, mit Aufsteigehilfe aufsteigen. Das muss ja nicht mal ein Hocker sein, es geht auch ein Baumstamm, ein Felsbrocken oder der Hang neben dem Weg. Hauptsache Du hängst Dich nicht mit Deinem ganzen Gewicht seitlich ans Pferd!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beim &#8222;normalen&#8220; Aufsteigen vom Boden aus wirken massive Zugkräfte auf die Wirbelsäule Deines Pferdes &#8211; sie wird richtig verbogen.</strong> Das führt dazu, dass Dein Pferd sich verspannt und auf Dauer Schmerzen bekommt. Dazu kommt noch, dass erschreckend viele Reiter nicht besonders gut aufsteigen können. Da hängen dann unter Umständen 50 &#8211; 80kg mehrere Sekunden einseitig am Pferd, gesund ist das nicht. (Anmerkung von meiner netten Leserin Sabine: laut einem Cavallo-Test wirken bei einem 90kg Reiter beim Aufsteigen ohne Aufsteigehilfe <strong>479kg</strong> seitlich auf den Pferderücken &#8211; das ist bei manchen Pferden genauso viel wie sie selbst wiegen!)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn keine Aufteigehilfe zu finden ist: lass Dir von jemandem gegenhalten. Das ist zwar auch nicht ideal, aber hält den Sattel gerader, als wenn Du einfach so aufsteigst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="http://pferdeverstehen.blogspot.de/2015/02/problemebeimaufsteigen.html" target="_blank" rel="noopener">Dein Pferd bleibt nicht an der Aufsteigehilfe stehen? Hier gibt es Tipps!</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wechsele immer ab, von welcher Seite Du aufsteigst!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe als Kind beigebracht bekommen, beim Pferd alles von links zu machen &#8211; also auch immer von links aufzusteigen. Das kommt daher, dass vor etwa 200 Jahren die Herren vom berittenen Militär auf ihrer linken Seite ihren Säbel trugen. Sie konnten also nur von links aufsteigen, rechts wäre der Säbel im Weg gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute müssen wir darauf natürlich nicht mehr achten und können von beiden Seiten aufsteigen. <strong>Für das Pferd und seine Wirbelsäule ist die Abwechslung sehr viel besser, da es nicht immer einseitig belastet wird.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Anfang wirst Du Dich daran gewöhnen müssen von rechts aufzusteigen, aber mit ein bisschen Übung wird es schnell kein Problem mehr sein.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zieh Dich nicht am Sattel hoch!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte eine Reitlehrerin, bei der wir an einem lebensgroßen Holzpferd üben mussten mit offenem Sattelgurt aufzusteigen. Da lernt man sehr schnell sich nicht am Sattel festzuhalten und ihn nicht zum Hochziehen zu benutzen!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Du Dich am Sattel festhälst ziehst Du ihn Dir beim Aufsteigen entgegen &#8211; und mit ihm die Wirbelsäule Deines Pferdes. Das solltest Du unbedingt vermeiden.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stütze Dich stattdessen mit Deiner Hand auf der gegenüberliegenden Seite des Widerrists ab, bleibe mit dem Oberkörper dicht am Pferd und versuche Dich etwas über den Pferderücken zu lehnen.</strong> So ist Dein Gewicht mehr in der Mitte des Pferdes und Du ziehst seine Wirbelsäule nicht so sehr zur Seite. <strong>Die Kräfte, die dabei wirken, kannst Du übrigens gut im Selbstversuch testen:</strong> nimm Doch mal ein Kind Huckepack. Zuerst soll es sich dicht an Deinen Rücken lehnen. Das wird noch ganz angenehm sein. Dann soll es sich nur noch mit seinen Händen an Deinen Schultern festhalten und den Oberkörper soweit es geht nach hinten von Dir weg lehnen. Du wirst merken, dass das viel anstrengender ist und Du Probleme haben wirst, Dein Gleichgewicht zu halten. Genau so geht es Deinem Pferd auch.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Hüpfe nicht mit dem Fuß im Steigbügel!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das sehe ich sehr häufig: vor dem Aufsteigen wird der Fuß in den Bügel gestellt und hüpfend Schwung geholt. Jeder dieser Hüpfer bedeutet Gewicht im Steigbügel und somit ruckartigen Zug auf die Wirbelsäule.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nimm Dir doch einfach eine Aufsteigehilfe, dann musst Du keinen Schwung nehmen um auf&#8217;s Pferd zu kommen und schonst seine Wirbelsäule!</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Setze Dich sanft in den Sattel!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Leider sehe ich immer noch viele Reiter, die mit viel Schwung aufsteigen (prinzipiell ok) und sich dann auch mit eben diesem Schwung in den Sattel und ihrem Pferd in den Rücken fallen lassen. Dass das für das Pferd nicht angenehm ist sollte eigentlich jedem klar sein. Oft entwickeln sich dann mit der Zeit Probleme: das Pferd bleibt beim Aufsteigen nicht stehen oder läuft sofort los wenn man oben ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Viele Pferde reagieren auf unsanftes Einsitzen mit Loslaufen</strong>, um dem Schmerz zu entgehen. Und leider reagieren viele Reiter dann wütend und ziehen an den Zügeln &#8211; das Pferd soll schließlich beim Aufsteigen brav stehen bleiben. Das macht dem Pferd den ganzen Prozess des Aufsteigens noch unangenehmer und es wird jedesmal zappeliger werden und nicht mehr still stehen bleiben wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Also in Zukunft: mit Schwung aufsteigen und in Zeitlupe ganz sanft in den Sattel einsitzen. </strong>Dafür brauchst Du ein bisschen Kraft in den Oberschenkeln &#8211; noch ein Grund mal wieder etwas für die eigene Fitness zu tun!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Reite nicht sofort los!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pferde sind Gewohnheitstiere. Wenn Du möchtest, dass Dein Pferd beim Aufsteigen brav stehen bleibt, solltest Du nach dem Aufsteigen ein paar Sekunden warten bevor Du losreitest. Ansonsten denkt sich Dein Pferd &#8222;Ach, ich weiß, nach dem Aufsteigen kommt direkt immer das Loslaufen, ich fang schonmal damit an&#8220; und läuft schon los während Du noch nicht ganz oben bist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hast Du noch weitere Tipps zum pferdefreundlichen Aufsteigen? Ab in die Kommentare damit, ich freue mich!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Artikel ersetzt natürlich keinen Unterricht mit einem ausgebildeten Trainer vor Ort. Am Besten suchst Du Dir einen guten Reitlehrer, der Dich unterstützt!</p>



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