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	<title>Stretching Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 Feb 2023 16:34:14 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Stretching Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Der perfekte Reitersitz &#8211; und warum Du Dich nicht immer darauf konzentrieren solltest!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2015 16:59:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Reitersitz]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Dressur]]></category>
		<category><![CDATA[Sitz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Sitz ist unsere wichtigste Hilfe beim Reiten. Wir wirken damit immer aufs Pferd ein und beeinflussen direkt seinen Bewegungsablauf. Mit unserem Sitz können wir es blockieren oder aus dem Gleichgewicht bringen, wir können ihm aber auch mit minimalem Körpereinsatz den richtigen Weg zeigen und es unterstützen. Der „perfekte Sitz“ nach FN Richtlinien Laut FN [&#8230;]</p>
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<p><strong>Der Sitz ist unsere wichtigste Hilfe beim Reiten.</strong> Wir wirken damit immer aufs Pferd ein und beeinflussen direkt seinen Bewegungsablauf. Mit unserem Sitz können wir es blockieren oder aus dem Gleichgewicht bringen, wir können ihm aber auch mit minimalem Körpereinsatz den richtigen Weg zeigen und es unterstützen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der „perfekte Sitz“ nach FN Richtlinien</strong></h2>



<p>Laut FN sieht der perfekte Sitz so aus, dass Schulter, Hüfte und Ferse des Reiters eine Linie senkrecht zum Boden bilden. Die Ellenbogen liegen leicht am Körper und sind so angewinkelt, dass Zügel, Handgelenk und Unterarm eine gerade Linie bilden. Die Fersen sind tief und der Blick geradeaus.</p>



<p>Ich möchte nicht bestreiten, dass man auf diese Art gut auf dem Pferd sitzt. Und ich beglückwünsche jeden, der diesem Idealbild entspricht und sein Pferd damit gut reiten kann.</p>



<p><strong>In der Realität sieht es aber so aus, dass viele Reiter diesem Bild gar nicht entsprechen können.</strong> Sie haben Skoliose (Krümmung der Wirbelsäule), Blockaden und vielleicht sogar minimal unterschiedlich lange Beine. Bei den Pferden ist es nicht anders, jedes hat seine ganz eigenen körperlichen Eigenheiten und Bedürfnisse.</p>



<p><strong>Sich in eine perfekte Form pressen zu wollen führt beim Reiter (und beim Pferd) meist nur zur Verkrampfung.</strong> Je mehr man es versucht, desto schlechter sitzt man – es kennen sicher alle das Phänomen, dass wenn der Reitlehrer „Hände ruhig“ ruft die Hände umso mehr wackeln!</p>



<p><strong>Ich möchte hiermit niemandem einen „Freifahrtschein“ ausstellen und eine Ausrede liefern um nicht mehr auf seinen Sitz zu achten.</strong> Es versteht sich von selbst, dass man als Reiter an seiner körperlichen Fitness und Beweglichkeit arbeiten muss und ab und an mal vom Osteopathen (oder Physiotherapeuten) nachschauen lässt ob Blockaden oder Schiefstellungen da sind. <strong>Ich möchte aber von diesem verkrampften Perfektionismusgedanken weg, denn der schadet beim Sitz mehr als er nützt. Wie willst Du locker bleiben, wenn Du Deinen Körper mit Muskelkraft in eine bestimmte Position zwingst?</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Alternative zum perfekten Sitz</strong></h2>



<p>Wenn man also einen perfekten Sitz (noch) nicht erreichen kann, was ist dann die Alternative? Denn schließlich möchte man sein Pferd ja gesund reiten.</p>



<p><strong>Hier kommt der funktionale Sitz ins Spiel.</strong></p>



<p>Beim Design gibt es den Grundsatz „Form follows Function“, also die Form folgt der Funktion. <strong>Was hilft Dir der Bilderbuchsitz, wenn Du damit Dich und Dein Pferd blockierst?</strong> Warum an der Schulter-Hüfte-Ferse-Linie festhalten, wenn bei dieser Beinstellung Deine Hüfte blockiert und Du nicht mehr locker mitschwingen kannst?</p>



<p>An dieser Stelle möchte ich auch gerne meine isländische Reitlehrerin Hlín Mainka Jóhannesdóttir von <a href="https://www.yogihorse.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Yogihorse</a> zitieren: „Oft wird bei Reitunterricht eher auf Form von Reiter und Pferd und weniger auf deren Funktion geachtet. Ein schöner Sitz hilft nichts, wenn er nicht funktional ist. Das Gleiche gilt für die Haltung des Pferdes. Eine schöne Haltung des Pferdes soll als Folge von richtigem Training und richtigem Reiten kommen jedoch in keiner Weise erzwungen werden.“ </p>



<p><strong>Zuallererst muss der Sitz dazu da sein, Deinem Pferd zu helfen und es nicht zu stören.</strong></p>



<p>Und wieder: das entlässt Dich nicht aus Deiner Verantwortung, an Deinem Sitz zu arbeiten und Dich zu verbessern.</p>



<p><strong>Aber man sollte das eigentliche Ziel nicht vergessen: die feine Kommunikation mit dem Pferd und nicht das oberflächlich schöne Bild!</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>So sitzt Du „funktional“</strong></h2>



<p>Wahrscheinlich hat der Text bis hierher mehr Fragen aufgeworfen als er beantwortet hat. Mit dem FN Sitz weiß man wenigstens „woran man ist“ und hat ein Bild vor Augen. Der funktionale Sitz – was soll das sein?</p>



<p>Und tatsächlich ist das nicht allgemeingültig zu beantworten. <strong>Es kommt immer auf die individuellen Voraussetzungen von Reiter und Pferd und auf die konkrete Situation an.</strong></p>



<p><strong>Der wichtigste Schritt</strong> hin zu einem funktionalen – und damit auch der erste Schritt auf dem Weg zu einem funktionalen und schönen – Sitz ist es,<strong> fühlen zu lernen.</strong> Und dazu brauchst Du Hilfe. Ich kann nicht oft genug betonen, wie wichtig ich eine regelmäßige Sitzschule finde. Nicht um Dich in eine Form zu pressen, sondern um zu fühlen und Dich ganz auf Dich und die Bewegungen Deines Pferdes zu konzentrieren. Um Neues auszuprobieren und zu spüren, wie sich die Bewegung Deines Pferdes verändert. Jemanden an Deiner Seite zu haben, der Dir Tipps und Anregungen geben kann ist unheimlich wichtig.</p>



<p>Ein kleines Beispiel: bei meiner <a href="https://herzenspferd.de/reiturlaub-island-sitzuebungen/" target="_blank" rel="noopener">Sitzschule in Island</a> klappte das <a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener">Aussitzen</a> prima und das Pony trabte taktklar. Beim <a href="https://herzenspferd.de/leichttraben/" target="_blank" rel="noopener">Leichttraben</a> hatte ich Probleme und sofort kam das Pony aus dem Takt. Alleine zu Hause wäre mir das auch aufgefallen, aber ob ich von selbst erkannt hätte wo der Fehler in meinem Leichttraben liegt weiß ich nicht – zumindest hätte es länger gedauert. So hatte ich Hlín an meiner Seite, die mir sofort sagen konnte, dass ich mich nicht mit dem Schwung „hochwerfen“ lasse, wie es richtig wäre, sondern mit Kraft aufstehe und leicht hinter die Bewegung komme.</p>



<p>Wir können uns nun mal nicht selbst beim Reiten zuschauen (außer wir filmen uns) und brauchen jemanden, der für uns draufschaut. <strong>Oft ist unsere Selbstwahrnehmung nämlich ganz anders als die Realität.</strong> Deshalb ist es auch so wichtig, das Fühlen zu lernen.</p>



<p><strong>Ein weiterer wichtiger Punkt ist, sich Wissen über die Anatomie und Bewegungsabläufe des Pferdes anzueignen.</strong> Wenn Du weißt, wie sich Dein Pferd bewegt wird es Dir deutlich einfacher fallen, Dich dazu passend zu bewegen, bzw. die Bewegung erst mal ohne Pferd am Boden zu üben. <strong>Einen ruhigen Sitz erreicht man nämlich paradoxerweise nur durch Bewegung.</strong> Das ist wie auf einem Schiff: um den Wellengang auszugleichen und optisch ruhig stehen zu bleiben musst Du Deine Beine und Hüfte bewegen. Beim Pferd ist es ähnlich und je fester und unbeweglicher Du bist, desto schlechter der Sitz.</p>



<p><strong>Zusammengefasst solltest Du also folgendes für einen funktionalen Sitz tun:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Gehe zum Osteopathen oder Physiotherapeuten</strong> und lasse Dich auf Blockaden oder ein körperliches Ungleichgewicht untersuchen. Lass Dir <strong>für Dich passende Übungen</strong> zusammenstellen um ein mögliches Ungleichgewicht zu beseitigen.</li>



<li><strong>Informiere Dich über Anatomie und Bewegungsablauf des Pferdes</strong> und stelle Dir vor, wie Du Dich dazu passend bewegen musst. Gerne auch mal am Boden ohne Pferd üben.</li>



<li><strong>Nimm regelmäßige Sitzschulungen</strong> bei einem/einer Trainer/-in der/die Wert auf das Fühlen und die Funktion und weniger auf die perfekte Optik legt. <strong>Lerne zu fühlen.</strong></li>



<li><strong>Arbeite an Deiner Beweglichkeit, Koordination und Gleichgewicht.</strong> Zum Beispiel mit Yoga oder Tanzen.</li>



<li><strong>Trau Dich während dem Reiten auch mal etwas auszuprobieren</strong> und bleibe nicht fest in einer Position, die für Dich und Dein Pferd nicht funktioniert. Keine Angst vor Fehlern haben, aus denen lernt man oft am Meisten!</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Trockenübungen für einen lockeren Sitz</strong></h2>



<p>Zum Schluss stelle ich Dir noch meine Lieblingsübungen für einen lockeren Sitz vor. Ich mache sie, bevor ich an den Stall fahre. Über Übungen, die Du auf dem Pferd machen kannst um Deinen Sitz zu verbessern habe ich <a href="https://herzenspferd.de/reiturlaub-island-sitzuebungen/" target="_blank" rel="noopener">hier</a> schon einmal geschrieben.</p>



<p>Führe diese Übungen bitte nur durch, wenn Du gesund bist (im Zweifelsfall mit einem Arzt abklären!). Ich bin kein Fitnesstrainer und kann Übungen, die ich durchführe, nur nach bestem Wissen und Gewissen beschreiben &#8211; nachmachen auf eigene Gefahr.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Hüfte öffnen</strong></h3>



<p>Bei vielen Reitern liegen die Probleme mit dem Sitz in einer festen Hüfte. Hier gibt es eine ganze Reihe von Übungen die helfen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Lege Dich auf den Rücken. Nun winkelst Du Deine Beine zur Seite an: Deine Fußsohlen sollen aneinanderliegen, Deine Knie fallen nach außen. Federe nun sanft Deine Knie nach unten, Du solltest die Dehnung auf der Innenseite Deiner Oberschenkel spüren. Halte diese Position mindestens 30 Sekunden.</li>



<li>Setze Dich hin und strecke Deine Beine leicht angewinkelt vor Dir aus, Deine Fußsohlen berühren sich. Nun lehnst Du Dich mit möglichst geradem Rücken nach vorne und legst Deine Unterarme zwischen den Beinen auf dem Boden. Vielleicht merkst Du jetzt schon eine Dehnung in der Hüfte. Falls Du es kannst: lehne Dich etwas weiter nach vorne und strecke Deine Arme unter den Knien hindurch und fasse mit den Händen Deine Füße. Position mindestens 30 Sekunden halten und das Atmen nicht vergessen.</li>



<li>Für die Fortgeschritteneren: Gehe in eine breitbeinige Hocke, Deine Füße sollten schräg nach außen-vorne zeigen. Setze Deine Ellenbogen an Deine Knie und lege Deine Handflächen vor Deinem Brustkorb zusammen, als wolltest Du beten. Mit Deinen Ellenbogen drückst Du Deine Knie auseinander. Versuche den Oberkörper möglichst gerade zu halten und Dich nicht nach vorne zu lehnen. Wieder mindestens 30 Sekunden halten.</li>



<li>Hüftbeuger dehnen: Hierzu brauchst Du ein Sofa oder eine Wand. Knie Dich mit einem Bein so an das Sofa, dass Dein Knie auf dem Boden ist und Dein Schienbein am Sofa entlang nach oben zeigt. Mit dem anderen Bein stützt Du Dich nach vorne ab. Den Oberkörper richtest Du so weit auf wie Du kannst, die Hüfte lässt Du nach unten-vorne sinken. Die Dehnung solltest Du vorne am Übergang vom Oberschenkel in die Hüfte spüren. Mindestens 30 Sekunden halten. Falls die Dehnung zu stark ist kannst Du auch das Sofa weglassen und das Bein einfach lang nach hinten strecken &#8211; dann ist die Dehnung etwas sanfter. Natürlich machst Du das auf beiden Seiten.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Brustkorb öffnen</strong></h3>



<p>Meistens sitzen wir den ganzen Tag mit rundem Rücken und eingefallenem Brustkorb im Büro oder in der Schule. Damit Du locker sitzen kannst musst Du Deinen Oberkörper aufrichten, sonst kann die Bewegung nicht durch Deinen Körper hindurchschwingen. Dazu gibt es ein paar einfache Übungen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Verschränke Deine Hände hinter dem Rücken. Nun ziehst Du Deine Hände, Arme und Schulten so weit nach hinten wie Du kannst. Wenn Du gleichzeitig Dein Kinn leicht anhebst und auf die Zehenspitzen gehst ist die Wirkung noch etwas stärker.</li>



<li>Lege Dich auf den Bauch und winkele Dein linkes Bein zur Seite an. Versuche möglichst mit der Hüfte am Boden zu bleiben &#8211; so wie Du eben kannst. Strecke Deine Arme zu beiden Seiten aus, die Handflächen nach unten. Drehe Deinen Kopf so, dass Du nach links schaust. Hebe nun Deinen linken Arm 10 Mal so weit Du kannst nach oben &#8211; achte darauf, dass Dein Arm auf Schulterhöhe bleibt und nicht nach vorne Richtung Kopf oder nach hinten Richtung Bein geht. Außerdem solltest Du unbedingt mit Deinem Brustkorb auf dem Boden bleiben! Danach bleibst Du genau so liegen und hebst 10 Mal Deinen rechten Arm. Drehe nun Deinen Kopf nach rechts und hebe wieder 10 Mal den linken Arm. Danach hebst Du 10 Mal den rechten Arm. Wenn Du damit fertig bist machst Du das Ganze noch einmal, diesmal winkelst Du jedoch Dein rechtes Bein an. Wenn Du das Ganze danach noch einmal kurz ausprobierst wirst Du merken, dass Du mit Deinem Arm nun höher kommst als vorher!</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Waden dehnen</strong></h3>



<p>Auch die Waden sind bei vielen Reitern eine Problemzone. Besonders wenn man oft hohe Schuhe an hat sind die Muskeln und Sehen meist verkürzt. Bei einem lockeren Sitz müssen Deine Fersen nach unten Federn können. Wenn das durch feste Waden blockiert wird kann sich diese Steifheit durch den ganzen Sitz ziehen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Mache einen Ausfallschritt nach vorne und lasse das hintere Bein gerade. Die Ferse bleibt auf dem Boden. Schiebe Deine Hüfte nach vorne bis Du eine Dehnung in der Wade spürst. Mit beiden Beinen machen und mindestens 30 Sekunden halten.</li>



<li>Stelle Dich vor eine Wand. Setze die Fußspitze an die Wand und die Ferse auf den Boden. Schiebe nun Deine Hüfte so weit es geht zur Wand &#8211; Du solltest die Dehnung in der Wade spüren. Mit beiden Beinen machen und mindestens 30 Sekunden halten.</li>
</ul>





<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was machst Du für Deinen Sitz? Wo hast Du Probleme oder was hat Dir geholfen?</strong></h3>



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		<title>Zirkuslektionen: So bringst Du Deinem Pferd die Verbeugung bei!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2015 16:37:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Stretching]]></category>
		<category><![CDATA[Verbeugung]]></category>
		<category><![CDATA[Zirkuslektion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Verbeugung ist ein beliebter Zirkustrick für’s Pferd. Das Lernen der Verbeugung kann nicht nur Spaß machen, sondern macht das Pferd beweglicher und bringt Abwechslung ins Training. Ich habe schon mehr als einmal erlebt, dass unmotivierte Pferde plötzlich freudig mitarbeiten. Lesetipp: Bei den Pferdefreunden kannst Du nachlesen, warum Zirkustricks toll sind. Die Verbeugung kommt übrigens [&#8230;]</p>
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<p>Die Verbeugung ist ein beliebter Zirkustrick für’s Pferd. Das Lernen der Verbeugung kann nicht nur Spaß machen, sondern macht das Pferd beweglicher und bringt Abwechslung ins Training. Ich habe schon mehr als einmal erlebt, dass unmotivierte Pferde plötzlich freudig mitarbeiten.</p>



<p><span style="color: #808080;"><strong>Lesetipp:</strong> Bei den Pferdefreunden kannst Du nachlesen,</span> <a href="http://360gradpferd.de/zirkustricks-mit-dem-pferd/" target="_blank" rel="noopener">warum Zirkustricks toll sind. </a></p>



<figure class="wp-block-image alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="204" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/09/Strecken-1.jpg" alt="Ein Pferd streckt sich auf der Koppel." class="wp-image-2803"/></figure>



<p>Die Verbeugung kommt übrigens auch in der Natur vor, wenn das Pferd sich streckt und dehnt. Vor allem bei jüngeren Pferden sieht man das oft, wie zum Beispiel hier auf dem Bild.</p>



<p>Es ist gar nicht schwer, seinem Pferd das Verbeugen beizubringen. <strong>Du solltest aber sichergehen, dass Dein Pferd auch gesundheitlich dazu in der Lage ist!</strong> Bei Rückenproblemen oder Verletzungen an den Beinen solltest Du die Verbeugung lieber weglassen. Außerdem solltet ihr euch gegenseitig vertrauen, wenn es noch Gehorsamkeitsprobleme gibt solltet ihr erst mal die klären.</p>



<p>Um solche Lektionen zu erarbeiten übe ich mit einem Clicker. Immer wenn das Pferd etwas richtig gemacht hat gibt es einen „Klick“ und ein Leckerchen (meistens klein geschnittene Karotten – super sind auch Hagebutten, wenn Dein Pferd die mag). Du brauchst nicht unbedingt einen Clicker, sondern kannst auch mit der Stimme loben – man nimmt den Clicker nur, weil man damit <strong>schneller und mehr auf dem Punkt</strong> loben kann und er immer gleich klingt. Der Klick ersetzt übrigens nicht das Leckerli, es muss immer sofort danach kommen!</p>



<p><a href="http://ponyliebe.com/2014/07/26/was-ist-eigentlich-clickertraining/" target="_blank" rel="noopener">Mehr über die Grundlagen des Clickerns gibt es hier.</a></p>



<p>Auf den Bildern im Artikel bin ich mit meiner Reitbeteiligung Elli. Wir haben mit der Übung gerade erst angefangen, deshalb sieht es noch nicht perfekt aus. Uns geht es um den Spaß und ums gemeinsame Lernen, den Perfektionismus lassen wir da mal zu Hause.</p>



<p>Wie immer gibt es nicht den einen richtigen Weg oder ein &#8222;Rezept&#8220; welches für alle passt. Traue Dich also den &#8222;Plan&#8220; zu ändern wenn Du das Gefühl hast, Dein Pferd versteht es anders besser. Viele Wege führen zum Ziel!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schritt für Schritt zur Verbeugung</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="222" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/09/Verbeugung-Schritt-2-1.jpg" alt="Eine Isländer-Stute steht mit gesenktem Kopf vor Christina, die in der Hocke kauert und ihr ein Leckerli hinhhält." class="wp-image-2801"/></figure>



<p>1. Stelle Dein Pferd so hin, dass seine Vorder- und Hinterbeine möglichst weit voneinander entfernt sind. Achte auch darauf, dass seine Vorderbeine nicht zu nahe zusammen stehen, es muss ja später seinen Kopf dazwischen bekommen. Außerdem kann es dann besser sein Gleichgewicht halten.</p>



<p>2. Überlege Dir ein <strong>Kommando für das Verbeugen,</strong> am besten ein Wort, dass Du sonst nicht benutzt, zum Beispiel „beug“. Du kannst aber auch anstatt des Worts Dein Pferd mit einer Gerte oder Deiner Hand an immer derselben Stelle antippen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full wp-image-2802"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="218" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/09/Verbeugung-Schritt-1-1.jpg" alt="Eine Isländer-Stute steht mit gesenktem Kopf vor Christina, die in der Hocke kauert und ihr ein Leckerli hinhhält." class="wp-image-2802"/><figcaption class="wp-element-caption">Vorder- und Hinterbeine stehen hier eigentlich zu nahe beieinander.</figcaption></figure>



<p>3. Sag das Wort (oder tippe Dein Pferd an) und halte sofort danach Deinem Pferd ein Leckerli knapp über dem Boden hin. Es muss seinen Kopf einfach nur runter strecken, aber noch <strong>nicht zwischen seinen Beinen hindurch.</strong> Sobald es mit dem Kopf nach unten geht clickst oder lobst Du – zusätzlich zum Leckerchen.</p>



<p>4. <strong>Übe das mehrmals, dann mache eine kurze Pause.</strong> Dazu kannst Du Dein Pferd kraulen oder auch eine Runde mit ihm über den Platz laufen. Wenn Dein Pferd den Eindruck macht als wäre es genug für heute und es könne sich nicht mehr konzentrieren höre auf und übe am nächsten Tag weiter – Du musst ja nichts überstürzen und oft ist ein Tag Denkpause genau das, was einen weiterbringt!</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full wp-image-2800"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="228" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/09/Verbeugung-Schritt-3-1.jpg" alt="Die Stute hat ihren Kopf zwischen den Vorderbeinen und wölbt den Rücken auf. Christina sitzt in der Hocke daneben und hält das Leckerli." class="wp-image-2800"/><figcaption class="wp-element-caption">Auch hier stehen Elli&#8217;s Beine etwas zu eng zusammen. Da wir aber noch ganz am Anfang des Trainings stehen ist mir das noch nicht so wichtig, sie soll erst mal verstehen worum es geht. Nächstes Mal werde ich mehr darauf achten.</figcaption></figure>



<p>5. Als nächstes reichst Du das Leckerli <strong>von hinten zwischen den Vorderbeinen hindurch.</strong> Dein Pferd sollte nun seine Nase in Richtung der Vorderbeine strecken – wenn es das kann und soweit ist, vielleicht sogar schon ein wenig zwischen die Beine. Auch hier beginnst Du wieder mit Deinem Kommandowort und clickst oder lobst wenn die Pferdenase bei oder zwischen den Vorderbeinen ist.</p>



<p>6. Nach und nach kannst Du das Leckerchen nun immer weiter nach hinten halten, damit Dein Pferd sich mehr nach hinten unten strecken muss. <strong>Gehe hier unbedingt langsam vor!</strong> Die Dehnung kann anstrengend für Dein Pferd sein und Du solltest nicht zu viel auf einmal verlangen – Du machst ja auch nicht ohne Vorbereitung Spagat. <strong>Also bitte immer sanft, vorsichtig und ohne etwas erzwingen zu wollen!</strong> Du möchtest auf keinen Fall, dass Dein Pferd sich bei der Übung verletzt. Auch hier wieder das Kommandowort und clicken oder loben nicht vergessen.</p>



<p>7. Wenn das gut sitzt kannst Du dazu übergehen das Leckerchen erst zu geben, wenn Dein Pferd seinen Kopf wieder nach oben nimmt. Halte das Leckerchen dazu nicht zu hoch, so dass Dein Pferd in seiner Verbeugung bleibt und nur den Kopf hebt.</p>



<p>Mit der Zeit wird Dein Pferd immer beweglicher werden und sich tiefer verbeugen können.</p>



<p><strong>Ganz wichtig: egal an welchem Punkt Du bist, achte immer darauf, Dein Pferd nicht zu überfordern.</strong> Wenn es ausgiebig gähnt oder seine Lippen leckt und kaut kann das bedeuten, dass es ihm gerade zu viel ist. Dann mach eine Pause oder höre auf. Ich mache solche Lektionen um gemeinsam Spaß zu haben und nicht um Druck aufzubauen. <strong>Eine Pause an der richtigen Stelle ist oft mehr wert als stundenlanges Üben!</strong></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full wp-image-2804"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="404" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/09/Pferd-loben-1.jpg" alt="Christina krault Elli lächelnd am Widerrist und sie dreht ihren Kopf zu ihr hin." class="wp-image-2804" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/09/Pferd-loben-1.jpg 600w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/09/Pferd-loben-1-300x202.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/09/Pferd-loben-1-400x269.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Loben und die Freude nicht vergessen!</figcaption></figure>





<p><strong>Wenn Du auch mit Deinem Pferd übst schreib mir unbedingt einen Kommentar wie es klappt – oder gerne auch eine Mail mit Bildern oder poste Deine Bilder auf der Herzenspferd Facebook Seite. Ich freue mich drüber!</strong></p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/zirkuslektionen-pferd-verbeugung/">Zirkuslektionen: So bringst Du Deinem Pferd die Verbeugung bei!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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		<title>7 Fehler die Du machst, noch bevor Du im Sattel sitzt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2015 11:45:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In meiner Zeit mit Pferden habe ich fast alle diese Fehler schon gemacht und mache sie ab und an immer noch. Es wird oft unterschätzt, wie wichtig die Zeit vor dem Reiten (oder der Bodenarbeit, etc.) ist. Du bringst Deinem Pferd immer etwas bei, zu jeder Zeit in der Du mit ihm zusammen bist, ob [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>In meiner Zeit mit Pferden habe ich fast alle diese Fehler schon gemacht und mache sie ab und an immer noch.</strong></p>



<p>Es wird oft unterschätzt, wie wichtig die Zeit vor dem Reiten (oder der Bodenarbeit, etc.) ist. <strong>Du bringst Deinem Pferd immer etwas bei, zu jeder Zeit in der Du mit ihm zusammen bist, ob Du Dir dessen bewusst bist oder nicht.</strong> Es unterscheidet nicht zwischen &#8222;jetzt sind wir auf dem Platz, nun wird trainiert&#8220; und &#8222;jetzt sind wir am Putzplatz, da trainieren wir nicht&#8220;, wie wir Menschen das oft tun.</p>



<p>Vom ersten Blickkontakt auf der Koppel bis zum letzten Abschiedsstreicheln lernt Dein Pferd von Dir. Ob es etwas Gutes oder etwas Schlechtes lernt hängt ganz von Dir ab. Und wenn Du Dir dessen nicht bewusst bist wird es leider oft etwas Schlechtes.</p>



<p>Wenn ich mich am Stall umschaue sehe ich oft die selben Fehler, deshalb dachte ich, ich schreibe mal darüber.</p>



<p><strong>Übrigens: ich finde Fehler nicht schlimm! Sie bedeuten für mich eine Chance zu lernen und mich weiterzuentwickeln. <a href="http://www.pferdefluesterei.de/buck-brannaman-pferde/" target="_blank" rel="noopener">Fehler sind nötig um zum Ziel zu kommen, ich habe hier schon einmal darüber geschrieben warum.</a></strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Du führst nicht bewusst</strong></h2>



<p>Gerade beim Führen kann man viele Probleme schon im Vorraus lösen &#8211; oder sie verursachen!</p>



<p>Über die &#8222;richtige&#8220; Führposition gibt es viele Diskussionen: das Pferd soll hinter dem Menschen laufen, der Kopf des Pferdes muss auf Schulterhöhe des Menschen sein oder der Mensch läuft auf einer Position zwischen Kopf und Schulter des Pferdes sind die Häufigsten.</p>



<p><strong>Ich bin der Meinung, dass es &#8222;die&#8220; richtige Führposition nicht gibt.</strong> Wie immer muss man individuell entscheiden. Warum sollte ich ein Pferd, das lieber hinter mir läuft, dazu zwingen neben mir zu laufen? Die Führposition muss sich auch ändern können, z.B. wenn ein Weg zu eng wird um nebeneinander zu laufen.</p>



<p>Viel wichtiger finde ich, dass man auf folgendes achtet:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Das Pferd darf nicht drängeln</strong> &#8211; es sollte also so viel Abstand zu Dir halten, dass Du Dich nicht unwohl fühlst. Tritt es Dir beim Laufen in die Hacken oder drängelt sich mit seiner Schulter an Dich solltest Du es geduldig und konsequent von Dir weg schicken.</li>



<li><strong>Lass Dich nicht von Deinem Pferd</strong> <strong>abdrängen oder durch die Gegend ziehen</strong>. Du bestimmst den Weg. Es ist wichtig, dass Deinem Pferd bewusst ist wo Du bist und dass es auch in Schrecksituationen nicht auf Dich springt.</li>



<li><strong>Halte den Strick nicht zu nahe am Pferdekopf,</strong> sondern etwa 1,5 Meter entfernt und lasse ihn durchhängen. Ich sehe viele Leute, die den Strick direkt unterm Kinn des Pferdes greifen und hoffen es somit mehr unter Kontrolle zu haben.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span><strong>Das solltest Du nicht tun.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></strong>Dadurch stehst Du nämlich automatisch sehr nahe am Pferd und lädst es quasi dazu ein zu drängeln. Druck erzeugt Gegendruck &#8211; Pferde neigen instinktiv dazu, sich in den Druck hineinzulehnen. <strong>Du musst nicht jeden Regung Deines Pferdes mit einem kurzen Strick kontrollieren, das macht die Sache nicht besser!</strong> Ich habe schon oft gesehen, dass drängelnde und zappelige Pferde viel ruhiger wurden, sobald die Besitzer den Strick länger ließen und etwas Abstand hielten.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Du bist unaufmerksam</strong></h2>



<p>Ein Fehler, der sich sehr schnell einschleicht und mit dem ich auch ab und an zu kämpfen habe.</p>



<p><strong>Besonders wenn man sich mit Freunden zum Ausreiten trifft ist man sehr schnell unaufmerksam.</strong> Man quatscht und holt &#8222;nebenbei&#8220; das Pferd von der Koppel, führt es nebenbei zum Putzplatz und putzt es nebenbei. Die Konzentration ist nicht beim Pferd, sondern bei den Freunden.</p>



<p><strong>Wenn Du unaufmerksam bist schleichen sich schnell Fehler ein: Du lässt Dich beim Führen von Deinem Pferd drängeln, es schiebt Dich auf dem Putzplatz zur Seite um in die andere Richtung zu schauen, oder ähnliches.</strong> Das passiert oft ganz unbewusst, Dein Pferd macht eine Bewegung und Du weichst automatisch aus, weil Du ins Gespräch mit Deiner Freundin vertieft bist. Im Natural Horsemanship gibt es die Frage &#8222;Wer bewegt Wen?&#8220;: der Ranghöhere bewegt den Rangniederen und wenn Du Dich von Deinem Pferd bewegen lässt, gibst Du die Führung an es ab. Ob man nun an die (etwas überholte) Rangordnungstheorie glaubt oder nicht, ich finde es ist nie eine gute Idee sich von seinem Pferd herumschubsen zu lassen. Spätestens wenn Du 500kg auf dem Fuß stehen hast macht das keinen Spaß mehr. Dein Pferd sollte unbedingt Rücksicht auf Dich nehmen, Du nimmst ja auch Rücksicht auf es. Dazu gehört natürlich auch, <a href="http://fuehlend-reiten.blogspot.de/2015/02/hoflichkeit-teil-2.html" target="_blank" rel="noopener">höflich zum Pferd zu sein</a>.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Du bist inkonsequent</strong></h2>



<p>Konsequenz ist ein eher negativ besetztes Wort. Für mich bedeutet es aber einfach nur, <strong>in der gleichen Situation immer das Gleiche zu tun.</strong> Deine Reaktion ist also für Dein Pferd vorhersehbar, <strong>Du bist verlässlich!</strong></p>



<p>Du kannst Deinem Pferd nicht an einem Tag etwas durchgehen lassen und es am nächsten Tag dafür bestrafen. Das führt schnell dazu, dass Dein Pferd Dir nicht mehr vertraut und Dich ignoriert. Kein Wunder, auf das was Du tust, kann es sich nicht verlassen.</p>



<p>Ein häufiges Beispiel: das Pferd schubbert seinen Kopf am Reiter. Am einen Tag ist es süß und es wird erlaubt oder sogar belohnt, am nächsten Tag ist der Reiter gestresst und das Pferd wird dafür bestraft.</p>



<p><strong><a href="http://fuehrpferd.de/darf-mein-pferd-das-warum-du-unbedingt-herr-deiner-eigenen-regeln-sein-solltest/" target="_blank" rel="noopener">Du musst also für Dich festlegen, was Deine Regeln für den Umgang mit dem Pferd sind</a> und Dich dann immer daran halten! </strong>Auch wenn Du gerade genervt, gestresst oder müde nach einem langen Tag bist und eigentlich gar keine Lust auf &#8222;Diskussion&#8220; hast.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Du hast keine Geduld</strong></h2>



<p>Ein Mangel an Geduld schlägt leider oft in Gewalt um: das Pferd will nicht durchs Tor? Dann wird es eben mit der Gerte verhauen bis es durch geht. Oder es wird grob am Strick geruckt. Meistens führt das dann dazu, dass Pferd und Reiter immer gestresster werden und das Pferd das nächste Mal noch weniger durchs Tor will.</p>



<p><strong>Dabei lässt sich fast alles mit etwas Geduld, einem Plan und innerer Ruhe lösen</strong> &#8211; oft geht es am Ende sogar schneller und nachhaltiger als mit Gewalt.</p>



<p>Um bei dem Beispiel mit dem Tor zu bleiben: solche Sachen löse ich, indem ich einfach mit leichtem Zug am Strick stehen bleibe. Kommt das Pferd ein Stück nach vorne gebe ich nach und Lobe überschwänglich. Bleibt es stehen, bleibe ich eben auch stehen, so lange, bis es etwas tut. Geht es zurück, gehe ich mit zurück, damit sich der Zug am Strick nicht verstärkt (bleibt man stehen und verstärkt somit den Druck, könnte es passieren, dass das Pferd steigt). Geht es dann irgendwann wieder einen Schritt nach vorne wird wieder gelobt &#8211; auch wenn wir nun eigentlich weiter vom Tor weg sind als zuvor. <strong>Wichtig ist, dass es einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat!</strong></p>



<p>Ein Pferd braucht Zeit um nachzudenken und auch mal seine Optionen durchzuprobieren. Diese Zeit solltest Du ihm unbedingt geben, denn wenn es nachdenken und die Entscheidung selbst treffen konnte wirst Du beim nächsten Mal deutlich weniger Probleme haben als wenn Du es gezwungen hättest.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Du stehst unter Zeitdruck</strong></h2>



<p>Du fährst zum Stall und weißt schon, dass Du in einer halben Stunde wieder weg musst, trotzdem willst Du noch reiten?</p>



<p><strong>Lass es einfach sein, das kann nichts werden!</strong></p>



<p>Zeitdruck führt zu Stress, zu Unkonzentriertheit, zu mangelnder Geldud und Gereiztheit. Setz Dich einfach zu Deinem Pferd auf die Koppel, schmuse ein bisschen oder gehe vielleicht eine Mini-Runde spazieren. Das wird Dich entspannen und Du arbeitest an einer guten Beziehung zu Deinem Pferd.</p>



<p>Wenn Du mit aller Gewalt versuchst trotz Stress und Zeitdruck zu trainieren geht meistens alles schief und Du schadest der Beziehung zu Deinem Pferd!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Du wärmst Dich nicht auf</strong></h2>



<p>Wenn Du es richtig machst, dann verbringst Du viel Zeit damit Dein Pferd im Schritt aufzuwärmen und zu gymnastizieren. Ich fand es schon immer paradox, dass uns das bei unserem Pferd so wichtig ist, wir uns selbst aber meistens völlig unaufgewärmt auf&#8217;s Pferd setzen.</p>



<p><strong>Wie willst Du feine Hilfen geben und ein lockeres, losgelassenes Pferd haben, wenn Du selbst völlig verspannt bist?</strong></p>



<p>Als ich vor ein paar Wochen zum <a href="https://herzenspferd.de/reiturlaub-island-sitzuebungen/" target="_blank" rel="noopener">Reiturlaub in Island</a> war, hatte ich morgens Reitunterricht ohne mich aufzuwärmen und mittags Reitunterricht nach einer halben Stunde Gymnastik für Reiter. Der Unterschied war unglaublich, alleine mein Sitz war um Welten besser!</p>



<p><strong>Und jetzt mal ehrlich: wir verbringen sowieso schon Stunden am Stall, da haben wir auch noch 15 Minuten zum Aufwärmen übrig, oder?</strong></p>



<p><a href="https://herzenspferd.de/stretching-reiter/" target="_blank" rel="noopener">Hier findest Du ein paar schöne Übungsvideos.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>7. Du benutzt keine Aufsteigehilfe</strong></h2>



<p><strong>Mittlerweile weiß man, dass beim Aufsteigen riesige Zugkräfte auf dem Pferd lasten und besonders die empfindliche Wirbelsäule belasten.</strong> Vor allem wenn Du immer von der gleichen Seite aufsteigst führt das schnell zu Verspannungen beim Pferd. Deshalb sollte jeder verantwortungsbewusste Reiter mit Aufsteigehilfe aufsteigen. Das kann ein Hocker sein, aber auch ein Felsbrocken, ein Baumstamm, oder ein stabiler Zaun.</p>



<p><strong>Ich weiß, wenn man so aufsteigt wird man öfter mal belächelt &#8211; mir ist aber die Gesundheit meines Pferdes wichtiger als die Meinung anderer Leute!</strong></p>



<p><a href="https://herzenspferd.de/pferdefreundlich-aufsteigen-pferd" target="_blank" rel="noopener">Hier kannst Du nachlesen, wie Du sanft und pferdefreundlich aufsteigst!</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Welche Fehler machst Du?</strong></h2>



<p>Ich persönlich bin ab und an zu unaufmerksam und schenke meinem Reitbeteiligungspony nicht die Aufmerksamkeit, die ihr zusteht. Meistens kommt dann auch ganz schnell das schlechte Gewissen, denn wer ist schon gerne mit jemandem zusammen, der einen mehr oder weniger ignoriert? Klar, man kann sich nicht immer zu 100% nur auf&#8217;s Pferd konzentrieren, aber auch wenn Freunde dabei sind versuche ich immer wieder meinem Pony meine volle Aufmerksamkeit zu schenken, auch wenn es nur für kurze Zeit ist: ich rede kurz mit ihr oder kraule sie an ihrer Lieblingsstelle. Das ist für mich ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und ich glaube sie spürt das auch.</p>





<p><strong>Wie sieht&#8217;s bei Dir aus? Hast Du auch schonmal einen oder mehrere dieser Fehler gemacht? (Ich finde Fehler übrigens nicht schlimm, wir alle machen sie und sie sind immer eine Chance zu lernen!)</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/d93501be5e73448eb56a73cde3d56529" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></p>



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