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	<title>Haltung Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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		<title>Artgerechte Haltung von Pferden &#8211; Worauf muss man achten? [Video]</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Dec 2021 16:17:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Pferd wirklich artgerecht zu halten ist gar nicht so einfach. Es ist nicht damit getan, dass das Pferd einfach nicht rund um die Uhr in der Box stehen muss &#8211; auch Offenställe sind nicht immer das Nonplusultra für jedes Pferd und können ihre Schwächen haben. Welche Punkte für mich essentiell sind, wenn man sein [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/artgerechte-haltung-pferd/">Artgerechte Haltung von Pferden &#8211; Worauf muss man achten? [Video]</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ein Pferd wirklich artgerecht zu halten ist gar nicht so einfach. Es ist nicht damit getan, dass das Pferd einfach nicht rund um die Uhr in der Box stehen muss &#8211; auch Offenställe sind nicht immer das Nonplusultra für jedes Pferd und können ihre Schwächen haben. Welche Punkte für mich essentiell sind, wenn man sein Pferd artgerecht halten will und worüber man bei der Auswahl eines Stalls nachdenken sollte, erkläre ich im Video.</p>



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		<title>Pferde im Winter: Thermoregulation, Eindecken &#038; Scheren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Nov 2021 16:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Jedes Jahr kommt mit den ersten Zeichen des Herbstes eine Welle an Fragen in den Reiterforen auf: Soll ich mein Pferd eindecken? Hat es warm genug im Winter? Oder muss ich es vielleicht scheren, weil es sonst so viel schwitzt? Und was ist eigentlich diese Thermoregulation, von der die Leute sprechen? Schonmal ein kleiner Hinweis [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Jedes Jahr kommt mit den ersten Zeichen des Herbstes eine Welle an Fragen in den Reiterforen auf: Soll ich mein Pferd eindecken? Hat es warm genug im Winter? Oder muss ich es vielleicht scheren, weil es sonst so viel schwitzt? Und was ist eigentlich diese Thermoregulation, von der die Leute sprechen?</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2021/11/sndra_loeckener_hompage_krankes_pferd-Kopie-609x595-1-e1637081791451-1.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="309" height="302" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2021/11/sndra_loeckener_hompage_krankes_pferd-Kopie-609x595-1-e1637081791451-1.png" alt="" class="wp-image-6842" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2021/11/sndra_loeckener_hompage_krankes_pferd-Kopie-609x595-1-e1637081791451-1.png 309w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2021/11/sndra_loeckener_hompage_krankes_pferd-Kopie-609x595-1-e1637081791451-1-300x293.png 300w" sizes="(max-width: 309px) 100vw, 309px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Schonmal ein kleiner Hinweis vorweg: Eine Pauschalantwort und ein &#8222;Richtig&#8220; oder &#8222;Falsch&#8220; gibt es hier nicht. Für alle weiteren Details habe ich <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dr. Sandra Löckener</a> interviewt, die seit über 20 Jahren mit Pferden in den Bereichen Tiermedizin und Veterinärbiologie arbeitet und ihren eigenen Reha-Stall betreibt, in dem sie Pferde mit diversen gesundheitlichen Problemen (wie z.B. Atemwegs- und Stoffwechselerkrankungen, Lahmheiten, etc.) unterstützt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier gibt es das komplette Interview als Video (wer lieber schnell lesen will, findet die Zusammenfassung als Text darunter):</p>



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<h4 class="wp-block-heading"><em>Hallo liebe Sandra, vielen Dank, dass Du Dich bereit erklärt hast mir hier meine Fragen und die Fragen meiner Leser/innen zu beantworten! Steigen wir doch einfach direkt in&#8217;s Thema ein: Wie können wir unsere Pferde unterstützen, damit sie bestmöglich durch den Winter kommen? Müssen wir sie eindecken? Oder scheren? Oder ist das alles Quatsch?</em></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sandra: </strong>So individuell das Thema ist, gibt es doch einige grundsätzliche Dinge, die man sagen kann. Unsere Pferde haben &#8211; im Gegensatz zum Menschen &#8211; eine Wohlfühltemperatur zwischen 5 und 10 Grad. Das heißt in diesem Temperaturbereich funktioniert ihr Stoffwechsel am besten und sie müssen weder thermoregulieren um sich aufzuwärmen noch um sich abzukühlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus sind die Bedürfnisse von Pferden sehr individuell abhängig von Alter, Rasse, Haltungsform und Gesundheitszustand und man muss schauen, was das eigene Pferd braucht.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p class="has-text-align-right" style="max-width:635px"><em>Thermoregulation beschreibt alle Maßnahmen, die der Pferdekörper durchführen kann, um seine Körpertemperatur in einem gesunden Bereich zu halten. Im Winter ist dies z.B. die Bildung eines dichten Winterfells und einer schützenden Fettschicht. Das Fell stellt sich bei Kälte auf, so dass sich eine isolierende Luftschicht bilden kann. Außerdem gibt es einen Fettfilm auf Fell und Haut von dem Feuchtigkeit abperlt. Der Herzschlag verlangsamt sich und die Gefäße ziehen sich zusammen, damit weniger Wärme verloren geht.</em></p></p>





<h4 class="wp-block-heading"><em>Wie ist das mit Pferden aus südlichen Ländern, brauchen die eher Unterstützung?</em></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sandra: </strong>Für gewöhnlich haben Pferde aus aus dem Süden &#8211; also aus Spanien, Portugal, Italien, Argentinien &#8211; keine großen Probleme sich an unseren Winter anzupassen. Sie bilden eine gute Fettschicht und Winterfell und kommen auch bei minus 25 Grad klar.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><em>Wie erkenne ich denn nun, ob mein Pferd kalt hat und Hilfe braucht?</em></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sandra: </strong>Das sieht man glücklicherweise recht gut: Wenn das Pferd zittert, ein bisschen gekrümmt oder zusammengezogen steht oder sich steif bewegt, dann ist ihm in der Regel kalt. Das Zittern ist ein ganz natürlicher Mechanismus um Wärme zu erzeugen, das kennen wir auch von uns selbst. Sehe ich diese Anzeichen bei meinem Pferd, muss ich überlegen wie ich es unterstützen kann. </p>





<h4 class="wp-block-heading"><em>Welche Möglichkeiten außer Eindecken gibt es, wenn ich merke meinem Pferd ist kalt?</em></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sandra: </strong>Man kann schon viel am Haltungsmanagement machen: Ganz wichtig ist natürlich, dass das Pferd die Möglichkeit hat sich unterzustellen und Schutz vor Regen, Schnee und vor allem Wind zu haben. Außerdem ist es immer gut, wenn das Pferd ausreichend Möglichkeit zur Bewegung hat, denn Bewegung erzeugt Wärme. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere wichtige Stellschraube ist das Bereitstellen von qualitativ hochwertigem Raufutter. Die Pferde funktionieren im Prinzip wie ein Ofen: Das Pferd nimmt Raufutter auf und dieses wird dann umgewandelt in Körperwärme. Je niedriger die Temperaturen, desto höheren Raufutterbedarf haben die Pferde. Wenn möglich sollte also Raufutter zur freien Verfügung stehen und die Pferde können so selbst ihre Temperatur regulieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Idealerweise leben die Pferde in einem Stall, der der Außentemperatur folgt. Dann gewöhnen sie sich an die Temperaturen und bilden frühzeitig und ausreichend Winterfell und sind bestmöglich auf den Winter vorbereitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sind alle diese Vorkehrungen getroffen, muss man aber trotzdem noch individuell schauen wie jedes Pferd aufgestellt ist.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><em>Welche Faktoren beeinflussen, ob ich mein Pferd eindecken muss? Gibt es Pferde, die generell weniger gut durch den Winter kommen? </em></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sandra:</strong> Es gibt verschiedene Pferdetypen &#8211; dadurch kann man schon mal ableiten ob das Pferd eher eine Decke braucht oder nicht. Isländer und andere nordische Rassen z.B. brauchen in der Regel keine Decken, die freuen sich wenn Herbst und Winter ist. Pferde, die nicht besonders groß und eher gedrungene Typen sind, können ihre Körperwärme besser speichern als ein Vollblut mit langen Extremitäten. Da geht viel Körperwärme über die größere Oberfläche verloren und blütige Pferde haben für gewöhnlich auch ein nicht zu dichtes Winterfell. Eine weitere Rolle spielt die individuelle Fettschicht: Ein hoch im Blut stehendes Sportpferd oder ältere Pferde haben oft weniger Fettdepots zur Verfügung. Diese Pferde stoßen von Natur aus eher mal an ihre Grenze im Winter &#8211; das muss nicht sein, kann aber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je älter ein Pferd ist, desto schwerer fällt es ihm Fettpölsterchen zu speichern und desto mehr Energie geht bei der Thermoregulation verloren. Es kann schon sein, dass so ein Pferd grundsätzlich gut durch den Winter kommt und gut thermoregulieren kann, dass es das aber so viel Energie kostet und so an die Substanz geht, dass man das Pferd mit einer Decke einfach schonen kann und ihm diese Anstrengung erspart.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><em>Wenn ich mein Pferd eindecke: Muss das dann rund um die Uhr sein oder nur zu bestimmten Zeiten? Worauf muss ich beim Eindecken generell achten?</em></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sandra: </strong>Wenn das Pferd die ganze Zeit in den gleichen Haltungsbedingungen steht, sollte man auch gleichbleibend eindecken. Eine Variation der Temperatur über die Decke ist nicht möglich. Eine Situation, in der man abwechseln könnte, wäre z.B. wenn das Pferd nachts in der Box steht (in der es keine Möglichkeit hat sich über Bewegung aufzuwärmen) und tagsüber mit anderen Pferden draußen ist und sich viel bewegt. Dann kann es Sinn machen das Pferd nachts mit einer Decke zu unterstützen und diese tagsüber wegzulassen. In diesem Fall könnte es vielleicht auch sein, dass das Pferd sich mit einer Decke lieber hinlegt, wenn der Boden kalt ist. Währenddessen sind es tagsüber ein paar Grad mehr und es hat wärmer, weil es in Bewegung ist. Solche Fälle sind aber eher die Ausnahme. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn das Pferd z.B. dauerhaft im Offenstall steht, wo Haltung und Temperatur immer gleich sind, sollte man gleichbleibend eindecken damit man den Organismus des Pferdes nicht aus der Balance bringt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bildung des Winterfells richtet sich auch nach diesen Umgebungsbedingungen, das heißt wenn ich mein Pferd schere, muss ich meistens ab dem Zeitpunkt das fehlende Fell durch eine Decke ersetzen. Und wenn ich mein Pferd frühzeitig eindecke, dann muss mir klar sein, dass das Pferd nicht so viel Winterfell entwickelt und ich es durch den Einsatz der Decke ersetzen muss. Problematisch kann das dann bei sonnigen Wintertagen werden &#8211; an denen kann es dem Pferd unter der Decke viel zu warm werden. Viele Pferdebesitzer/innen berichten, dass sie mittags auf der Arbeit sitzen, die Sonne kommt raus und dann müssten sie eigentlich schnell zum Stall um das Pferd wieder abzudecken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Eindecken bringt somit Probleme mit sich, die man nicht hätte, wenn das Pferd mit seinem natürlichen Fell klarkommt. Solche Temperaturschwankungen können von einem Pferd mit natürlichem Fell nämlich viel leichter kompensiert werden. Deshalb muss man gut prüfen, ob man sein Pferd wirklich eindecken muss und das dann auch sinnvoll planen. Dazu gehört sich schon im September mit dem Fellwechsel Gedanken zu machen wie man diesen Winter angehen möchte und ob das Pferd noch die gleichen Voraussetzungen hat wie im letzten Winter (Haltungsform, Gesundheit, Alterserscheinungen). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Markt gibt es eine große Bandbreite an Decken in unterschiedlichen Grammstärken, Luftdurchlässigkeiten, Regenschutz, UV-Schutz, etc., da muss gut überlegt und getestet sein, was das eigene Pferd wirklich braucht. Man kann leicht anfangen und erstmal eine wenig gefütterte Decke benutzen und schauen wie das Pferd klar kommt. Dabei muss aber beachtet werden, dass eine Decke die Thermoregulation aussetzt. Das heißt auch wenn das Pferd ein gutes Winterfell hat und eigentlich gannz ok mit den Temperaturen klarkommt, kann es trotzdem eine etwas dickere Decke brauchen, weil das Fell sich nicht aufstellen und das Pferd sich nicht mehr damit wärmen kann. Das kann z.B. auch bei ungefütterten Regendecken passieren.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><em>Wenn ich mein Pferd im September eindecke und es nicht so viel Winterfell bildet, muss ich es dann die ganze Zeit über eingedeckt lassen oder kann ich die Decke an wärmeren Tagen auch mal weglassen? Und, wenn mein Pferd normalerweise nicht eingedeckt ist und plötzlich ein paar kalte Tage kommen, kann ich es dann für diese Tage eindecken und die Decke später wieder weglassen? </em></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sandra: </strong>Wichtig ist, dass man nicht von einem Extrem ins andere geht. Wenn ich das Pferd die ganze Zeit eingedeckt hatte und es dann ein paar sonnige, warme Tage im Winter gibt, ist es schon auch möglich die Decke mal abzunehmen. Dann kann es sein, dass das Pferd ein bisschen Winterfell schiebt weil es den Kältereiz bekommt, aber ich kann es natürlich trotzdem nicht uneingedeckt in die Box stellen, in der es sich nicht bewegen kann und keine Sonneneinstrahlung bekommt. Da muss man schon permanent prüfen unter welchen Bedingungen man die Decke weglassen kann und wann das Pferd die Decke immer noch braucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn das Pferd normalerweise ohne Decke läuft und es ein paar besonders kalte Tage gibt, dann kann man es eindecken. Wird es wieder wärmer, kann man die Decke langsam wieder ausschleichen. Hat das Pferd sein ordentliches Winterfell, geht die Thermoregulation durch ab und zu eindecken nicht kaputt. Es braucht vielleicht ein bisschen, um den Fettfilm auf der Haut neu zu bilden, aber das sollte eigentlich problemlos funktionieren.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><em>Wie ist das mit Pferden die im Winter viel trainiert werden sollen, die viel schwitzen und bei denen es dann ein Problem ist, sie trocken zu bekommen?</em></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sandra: </strong>Wenn man das Pferd regelmäßig so belastet, dass es stark schwitzt, dann geht es einerseits um die Frage, ob es genug Winterfell bildet und eine ausreichende Fettschicht hat, um mit kalten Temperaturen klarzukommen. Andererseits muss man die Möglichkeit haben, sein Pferd nach dem Reiten gut trocknen zu können. Wenn das Pferd geschwitzt hat und nicht trocknen kann, besteht die Gefahr, dass es sich verkühlt und erkältet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trocken bekommt man das Pferd z.B., indem es sich im Sand wälzen darf, man ausreichend lange abreitet oder indem man es vielleicht sogar in ein Solarium stellt. Wenn man diese Möglichkeiten hat und das Pferd ausreichend Winterfell und Fettschicht zur Verfügung hat, dann kann auch ein Sportpferd ohne Decke gut durch den Winter kommen. Wenn das nicht gegeben ist, dann macht es Sinn das Pferd einzudecken.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><em>Wie ist das mit dem Scheren, macht es überhaupt Sinn das Pferd zu scheren oder kann man das auch einfach sein lassen?</em></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sandra: </strong>Wenn man voll im Training bleiben möchte, das Pferd leistungsfähig bleiben soll und man ihm eine schnelle Regenerationszeit ermöglichen möchte, kann Scheren eine sinnvolle Maßnahme sein. Wenn das Pferd geschoren werden muss (wie z.B. bei einem Isländer, der sehr stark schwitzt), bietet es sich an, erst mal nicht das komplette Pferd zu scheren, sondern nur einzelne Stellen an denen das Pferd besonders stark schwitzt. Diese Teilbereiche sind dann wie Fenster, durch die das Pferd Wärme abgeben kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Robustpferden, wie einem Isländer, würde ich immer versuchen so klein wie möglich anzufangen: Ein kleines Fenster an der Brust oder am Hals, nur so viel wie nötig. Sollte das nicht ausreichen, kann man ein bisschen an der Flanke abnehmen. Das hat auch einen psychischen Aspekt: Wenn ein Islandpferd komplett geschoren wird, dann kann sich das auf sein Körpergefühl und auch auf die Reaktionen der anderen Pferde in der Herde auf es auswirken.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><em>Ist das Scheren überhaupt nötig für eine/n &#8222;normale/n&#8220; Freizeitreiter/in, der/die ein bisschen auf den Platz und ein bisschen Ausreiten geht?</em></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sandra: </strong>Das ist pauschal schwer zu sagen und hängt einfach davon ab, ob das Pferd nach dem Reiten gut getrocknet werden kann. Die beste Maßnahme, wenn das Pferd im Training stark geschwitzt hat, ist immer noch es sich wälzen zu lassen. Das bringt Luft zwischen die Haare und hilft dem Pferd am schnellsten trocken zu werden. Wälzen ist hilfreicher als eine Abschwitzdecke oder ein Solarium. Das Problem bei Solarien &amp; Co. kann sein, dass man das Pferd damit überhitzt und es danach auf der Koppel oder in der Box noch mal ordentlich nachschwitzt. Das Schwitzen ist ja eigentlich dazu da, dass das Pferd die Körperwärme los wird &#8211; wenn dann noch zusätzlich Wärme hinzugefügt wird, kann das einen gegenteiligen Effekt haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kann man sein Pferd nicht gut trocknen und möchte es trotzdem nicht scheren oder eindecken, kann man das Training entsprechend anpassen, damit das Pferd über Winter gar nicht so sehr ins schwitzen kommt. Man muss immer prüfen, was für die Gesundheit des Pferdes im Einzelfall besser ist.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><em> </em></p>



<h4 class="has-text-align-center wp-block-heading"><em><strong>Vielen herzlichen Dank für das Interview Sandra!</strong></em></h4>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2021/11/sandra_loeckener_krankes_pferd_gesudnes_pferd-e1637081811227-1.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="316" height="241" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2021/11/sandra_loeckener_krankes_pferd_gesudnes_pferd-e1637081811227-1.jpeg" alt="" class="wp-image-6844" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2021/11/sandra_loeckener_krankes_pferd_gesudnes_pferd-e1637081811227-1.jpeg 316w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2021/11/sandra_loeckener_krankes_pferd_gesudnes_pferd-e1637081811227-1-300x229.jpeg 300w" sizes="(max-width: 316px) 100vw, 316px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sandra ist mobil jeden Monat in Deutschland auf Tour. Sie schließt nicht aus, auch mit gesunden Pferden zu arbeiten, aber generell hilft sie Pferden mit Atemwegserkrankungen, Stoffwechselproblemen, Lahmheiten, Bewegungstherapie, etc. Dafür arbeitet sie ergänzend zu und zusammen mit Tierärzten und berät unter anderem zu den Themen Haltung, Fütterung und Training. Seit neustem hat sie ihren Reha-Betrieb in die Toscana verlegt und wird dort im kommenden Jahr auch Reiturlaube anbieten. Mehr Infos zu Sandra und ihrem Angebot findest Du auf <a href="https://vomkrankenzumgesundenpferd.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ihrer Website</a>, auf <a href="https://www.facebook.com/powerpferd" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Facebook</a> oder <a href="https://www.instagram.com/vomkrankenzumgesundenpferd/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Instagram</a>.</p>









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		<title>9 Dinge, die Du über Pferdefütterung wissen solltest!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2018 08:17:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Haltung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe mich lange Zeit gescheut über Pferdefütterung zu schreiben. Das ist ein Thema, über das sehr viel diskutiert und gestritten wird und bei dem die Gemüter gerne mal hochkochen. Ich bin der Meinung, das die Fütterung eines Pferdes immer individuell betrachtet und angepasst werden muss. Wie so oft im Umgang mit Pferden, gibt es [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mich lange Zeit gescheut über Pferdefütterung zu schreiben. Das ist ein Thema, über das sehr viel diskutiert und gestritten wird und bei dem die Gemüter gerne mal hochkochen. Ich bin der Meinung, das die Fütterung eines Pferdes immer individuell betrachtet und angepasst werden muss. Wie so oft im Umgang mit Pferden, gibt es hier keine Lösung die immer und für alle passt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem gibt es ein paar grundlegende Infos zum Thema Pferdefütterung, die jeder Pferdebesitzer kennen sollte. Die habe ich hier für Dich aufgelistet!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Vermeide zu lange Fresspausen!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pferde sind ursprünglich Steppentiere. Ihr Verdauungssystem ist darauf ausgerichtet, den ganzen Tag nährstoffarme Gräser zu fressen. Unter natürlichen Bedingungen ist ein Pferd also den größten Teil seines Tages damit beschäftigt Futter zu suchen, zu fressen und zu verdauen. Um dieses Futter verdauen zu können, produziert der Magen durchgehend Magensäure (anders als z.B. beim Menschen).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.pferdefluesterei.de/verdauung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Mehr zum Thema Verdauung gibt es hier!</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Problematisch wird das, wenn Dein Pferd (wie an vielen Ställen leider immer noch üblich) lange Pausen zwischen den Fütterungen hat: also zum Beispiel nur morgens und abends gefüttert wird. Dann ist nämlich in der Zwischenzeit kein Futter im Pferdemagen, das von der Magensäure zersetzt werden kann und die überschüssige Magensäure reizt den Magen. So können auf Dauer zum Beispiel Magengeschwüre entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dein Pferd sollte nicht länger als 4 Stunden nichts zu Fressen haben!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ideal ist es, wenn Pferde rund um die Uhr (ad libitum = zur freien Verfügung) etwas zu knabbern haben. Dazu kann auch Stroh mit Heu vermischt werden, aber nicht mehr als ein Drittel der Gesamtmenge sollte Stroh sein. Für leichtfuttrige Pferde, die schnell dick werden, ist das aber nicht immer möglich. In dem Fall können Heunetze dabei helfen die Futtermenge, die aufgenommen wird, zu reduzieren. Aber auch hier gibt es einiges zu beachten, wie z.B. die Größe der Maschen des Netzes (zu groß und es wird zu viel gefressen, zu klein und das Pferd wird frustriert und gestresst) und die Fressposition des Pferdes (sollte möglichst naturnah am Boden sein).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere gute Möglichkeit ist die zeitgesteuerte Futterausgabe. <a href="https://360gradpferd.de/zeitgesteuerte-heuraufe-selber-bauen/" target="_blank" rel="noopener">Hier gibt es eine Anleitung zum Selberbauen.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Gutes Heu (und Gras) ist das Grundnahrungsmittel!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pferde brauchen vor allen rohfaserhaltiges Futter, damit ihr Verdauungssystem gut funktionieren kann. Wie in Punkt 1 beschrieben, sind sie darauf ausgerichtet, viel energiearmes, rohfaserhaltiges Futter zu fressen. Bekommen sie zu wenig Rohfaser und zu viel energiereiches, konzentriertes Kraftfutter &#8211; häufig noch in Kombination mit Bewegungsmangel &#8211; können sie auf Dauer krank werden. Rohfaserhaltiges Futter ist vor allem Gras, Heu und Stroh.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig bei der Auswahl des Heus (und Weidegrases) ist, dass es von Weiden mit Gräsern stammt, die für Pferde geeignet sind und nicht für Kühe! Die auf Kuhweiden gezüchteten Hochleistungsgräser sind zu energiereich für Pferde. Außerdem sollte es nach der Blüte geerntet und gut abgelagert sein. Schimmlige Stellen sollte das Heu &#8211; wie jedes Futter &#8211; nicht enthalten! Ein Pferd braucht &#8211; je nach Rasse, Belastung und Jahreszeit (im Winter z.B. mehr) &#8211; durchschnittlich zwischen 1,5 und 2,5 Kilo Heu/Raufutter pro 100kg&nbsp;Gewicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Ställe füttern Heulage oder Silage. Die ist im Vergleich zu Heu jedoch weniger geeignet für die meisten Pferde, weil sie zu viel Energie enthält. Gleichzeitig enthält sie Milchsäurebakterien, die den PH-Wert im Verdauungssystem des Pferdes negativ beeinflussen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Weniger ist mehr!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In vielen Futtermischungen und besonders bei Leckerlies findet man eine lange Liste an Zusatzstoffen. Bunt und süß ist zwar für den Pferdebesitzer hübsch und schmeckt dem Pferd vielleicht auch gut, aber all die Zusatzstoffe und vor allem Melasse, Zuckerzusätze, Farbstoffe, Konservierungsstoffe, etc. sind nicht unbedingt gut für&#8217;s Pferd.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was Zusatzstoffe und Süßungsmittel im Futter angeht ist weniger definitiv mehr!</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="250" height="232" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2018/03/mypferdefutter-pferdefuetterung.jpg" alt="mypferdefutter pferdefütterung" class="wp-image-4433"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Futter ohne Zusatzstoffe bekommst Du zum Beispiel bei <a href="https://www.mypferdefutter.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener">mypferdefutter.de</a>. Dort kannst Du Dir auch ganz individuelle Futter- und Kräutermischungen zusammenstellen &#8211; mit genau den Zutaten in den Mengen, die Dein Pferd braucht (siehe Punkt 4). Ich habe vor kurzem eine Kräutermischung für&#8217;s Immunsystem und einen individuellen Futtermix bestellt und finde das Selbst-zusammenstellen-System super. Zu jeder Zutat gibt es einen kleinen Erklärungstext mit empfohlenen Mengenangaben und es steht auch dabei, wenn etwas bestimmten Pferden (z.B. trächtigen Stuten) nicht gefüttert werden sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber Vorsicht:</strong> wenn Du Dir Futter selbst zusammenstellst, achte darauf, dass Du die empfohlenen Mengen nicht überschreitest und gerade bei den Kräutern nicht aus versehen doppelt (z.B. über eine Kräuter- und eine Futtermischung) fütterst. Außerdem solltest Du wissen, was Dein Pferd braucht und was gut für es ist &#8211; wenn Du Dir nicht sicher bist, lass Dich beraten!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Füttere das, was Dein Pferd braucht!</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="250" height="299" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2018/03/Kraeuter-Pferdefuetterung.jpg" alt="Kräuter Pferdefütterung" class="wp-image-4434"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das richtige Futter für Dein Pferd ist &#8211; bis auf ein paar allgemeingültige Grundsätze &#8211; oft auch eine ganz individuelle Sache. Die meisten Ponys brauchen weniger energiereiches Futter als schwerfuttrige Vollblüter, Pferde mit Hufrehe sollten kein eiweiß- und energiereiches Futter bekommen, Pferde, die sehr viel leisten müssen, brauchen mehr Energie als Pferde, die nur wenig bewegt werden &#8211; und so weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich kann man Pferde je nach ihren Bedürfnissen mit Kräuterkuren unterstützen, z.B. im Fellwechsel, zur Stärkung des Immunsystems, im Alter, etc.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.pferdefluesterei.de/kraeuter-pferdefuetterung-heilkraeuter/" target="_blank" rel="noopener">Mehr zum Thema Kräuterfütterung findest Du hier!</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Futter sollte also immer individuell auf die aktuellen Bedürfnisse Deines Pferdes abgestimmt sein! </strong><a href="https://www.mypferdefutter.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Im besten Fall stellst Du das Futter so zusammen, wie Dein Pferd es braucht.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Füttere nicht zu viel zuckerreiches Obst und Gemüse!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Äpfel, Bananen und Co sind zwar sehr beliebt bei Pferden, sollten aber aufgrund des enthaltenen Fruchtzuckers nicht in zu großen Mengen gefüttert werden. Besonders Birnen sollte man nur in kleinen Mengen verfüttern, da sie im Magen und Darm nachgären können und damit Koliken begünstigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab und an als Leckerlie schadet Obst sicher nicht (außer das Pferd hat z.B. Hufrehe), sie sollten aber kein großer Bestandteil der täglichen Fütterung sein.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Sei sparsam mit Kraftfutter!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe es schon erwähnt: das Verdauungssystem von Pferden ist darauf ausgerichtet, rohfaserreiches, schwer verdauliches und energiearmes Futter den ganzen Tag über zu verarbeiten. Kraftfutter ist so ziemlich das Gegenteil: es enthält wenig Rohfaser, ist schnell verdaulich und energiereich. Zu viel Kraftfutter kann das ganze Verdauungssystem aus der Bahn werfen und dem Pferd auf lange Sicht schaden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jeder Pferdebesitzer sollte sich fragen, ob sein Pferd wirklich Kraftfutter braucht</strong>, oder ob er einfach nur füttert, um dem Pferd &#8222;etwas Gutes zu tun&#8220; und es nach der Reiteinheit zu belohnen. Die wenigsten Freizeitpferde müssen so viel leisten, dass sie zusätzliche Energie brauchen. Ein Wildpferd ist den ganzen Tag bei Wind und Wetter unterwegs auf Futtersuche und lebt sein ganzes Leben (inklusive Sozialleben, Fortpflanzung, Flucht vor Gefahren, etc.) ohne Kraftfutter. Freizeitpferde, die nicht täglich in hartem Training stehen, werden wohl kaum mehr Leistung bringen müssen als ein Wildpferd und brauchen somit kein Kraftfutter (es sei denn Du hast ein besonders schwerfuttriges Pferd und musst zufüttern, damit es nicht zu dünn wird). Wer seinem Pferd etwas Gutes tun will, gibt ihm lieber eine Karotte nach der Reiteinheit.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>7. Sei sparsam bei der Ölfütterung!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über die Pros und Kontras der Ölfütterung wird viel diskutiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein bisschen hochwertiges Pflanzenöl (wie z.B. kaltgepresstes Leinöl zum Fellwechsel oder <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/products/schwarzkuemmeloel-krauterie?ref=5" target="_blank" rel="nofollow noopener">Schwarzkümmelöl*</a> für Ekzemer) durchaus positiv wirken kann. Man sollte es aber auch hier nicht übertreiben und nicht mehr als 20 ml zum Futter dazugeben und auch nur kurweise, nicht dauerhaft.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>8. Vertraue Deinem Pferd &#8211; und vertraue ihm nicht!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nur weil ein Pferd etwas gerne frisst, heißt es noch lange nicht, dass es auch gesund für es ist</strong> (wie bei uns Menschen übrigens auch)! Manche unserer domestizierten Pferde haben sogar verlernt, Giftpflanzen auszusortieren (ich habe mal von einem Tierarzt gehört, je mehr &#8222;exotische&#8220; Früchte und Co ein Pferd bekommt, desto mehr gewöhnt es sich an ungewöhnliche Geschmäcker und erkennt Giftpflanzen nicht mehr zuverlässig. Ob das wirklich so korrekt ist, kann ich nicht beurteilen, es klingt aber recht plausibel). Du kannst also nicht darauf vertrauen, dass etwas gut für Dein Pferd ist, wenn es es gerne frisst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig solltest Du ihm aber vertrauen, wenn es etwas nicht fressen will (abgesehen von Medizin natürlich). <strong>Bietest Du Deinem Pferd etwas an und es möchte es partout nicht fressen, dann ist die Chance hoch, dass es nicht gut für es ist &#8211; zwing es ihm also nicht auf.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>9. Füttere niemals diese Dinge!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt ein paar Sachen, die Du Deinem Pferd nicht füttern solltest:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kartoffeln, Tomaten, Auberginen, Paprika &#8211; und vor allem ihre Blätter und Stängel (Nachtschattengewächse &#8211; giftig für Pferde)</li>



<li>Milchprodukte (Pferde können die Laktose nicht verarbeiten &#8211; Durchfallgefahr)</li>



<li>Schokolade, Chips, Eis und Ähnliches (Zucker, Laktose, Theobromin &#8211; alles nicht gut für&#8217;s Pferd)</li>



<li>Kohlgemüse (blähend)</li>



<li>Geschnittenes Gras (Giftpflanzen können nicht erkannt werden, Schimmelgefahr, kann zu Schlundverstopfung führen, hoher Protein- und Fructangehalt)</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine gesunde, artgerechte Pferdefütterung ist gleichzeitig einfach und ziemlich schwer. Einfach, weil es im Grunde genommen nur gutes Raufutter (Heu, Gras, Stroh), bei Bedarf ein paar Kräuter und optional zur Belohnung ein bisschen Obst braucht (und eventuell Kraftfutter, bei entsprechend hoher Belastung). Und schwer, weil es gar nicht so leicht ist Raufutter für Pferde in guter Qualität zu finden &#8211; und es ihnen dann auch noch ohne größere Fresspausen zur Verfügung zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Pferdebesitzer solltest Du Dich zumindest ein bisschen über das <a href="https://www.pferdefluesterei.de/verdauung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Verdauungssystem des Pferdes</a> und seine Futterbedürfnisse informieren. Um herauszufinden was Dein eigenes Pferd konkret braucht, kannst Du Dich beim Tierarzt und/oder einem Futterberater oder Heilpraktiker (bitte nur mit seriöser Ausbildung) Deines Vertrauens beraten lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du dann noch bei gekauftem Futter darauf achtest, dass es möglichst keinen Zucker, Konservierungsstoffe und Co enthält (wie z.B. bei <a href="https://www.mypferdefutter.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener">mypferdefutter.de</a>), dann bist Du auf einem guten Weg!</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Welche Besonderheiten hat Dein Pferd bei der Fütterung? Oder bekommt es einfach ganz &#8222;normales&#8220; Futter?<br></strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">*Dieser Artikel wurde von der uniKorn GmbH in Auftrag gegeben – herzlichen Dank dafür. <a href="https://herzenspferd.de/werbende-inhalte/" target="_blank" rel="noopener">Alle Meinungen und Empfehlungen sind aber wie immer ganz allein meine!</a>*</p>



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		<title>7 schlechte Angewohnheiten die fast jeder Reiter schon mal hatte &#8211; und was Du dagegen tun kannst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2015 15:32:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Reitersitz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Kopf hoch! Sofort!“ Wie oft habe ich diesen Satz von den unterschiedlichsten Reitlehrern gehört. Es müssen hunderte Male gewesen sein. Gebracht hat es auf Dauer leider wenig. Auch heute habe ich noch ab und an die blöde Angewohnheit beim Reiten lieber auf meine eigenen Hände oder den Mähnenkamm meines Pferdes zu gucken anstatt geradeaus. Außerdem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">„Kopf hoch! Sofort!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie oft habe ich diesen Satz von den unterschiedlichsten Reitlehrern gehört. Es müssen hunderte Male gewesen sein. Gebracht hat es auf Dauer leider wenig. Auch heute habe ich noch ab und an die blöde Angewohnheit beim Reiten lieber auf meine eigenen Hände oder den Mähnenkamm meines Pferdes zu gucken anstatt geradeaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem lasse ich auch gerne mal die Schultern hängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber damit bin ich in guter Gesellschaft: die meisten Reiter haben im Laufe ihres Reiterlebens eine oder mehrere schlechte Angewohnheiten die sie dringend loswerden möchten. Und dabei haben wir alle eines gemeinsam: wir haben meistens die gleichen Probleme. Welche das sind und wie Du sie loswerden kannst, erkläre ich in diesem Artikel.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Du schaust beim Reiten auf Deine Hände oder den Mähnenkamm Deines Pferdes</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube ich kenne keinen Reiter der das nicht schon einmal gemacht hat. Man guckt, ob das Pferd in der richtigen Biegung oder Stellung läuft oder ob es einen gerade aus dem Augenwinkel missmutig anfunkelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kann man ja mal machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Problematisch wird es dann, wenn man – wie mir das so oft passiert – einfach vergisst wieder hochzuschauen. Bevor man sich‘s versieht hat man in der Halle eine Massenkarambolage verursacht (tatsächlich schon erlebt!).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber nicht nur das: <strong>Dein Kopf wiegt circa 3 Kilogramm.</strong> Wenn diese drei Kilogramm permanent mehr nach vorne hängen als sie sollen, dann gibst Du Deinem Pferd nicht die Gewichtshilfen, die Du eigentlich geben willst. Wenn Du ständig nach unten schaust, wird Deine gesamte <strong>Haltung und somit Dein Sitz</strong> schlechter. Du lehnst Dich mehr nach vorne und Deine Schultern hängen. Das alles macht Dich unflexibler und es fällt Dir schwerer gute, klare Hilfen zu geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unzählige Reitlehrer haben sicherlich Jahre ihres Lebens damit verbracht Reitern zu sagen, dass sie nach vorne schauen sollen. Wenn Du wie ich bist, hilft das leider nur vorübergehend. Man hat ja nicht immer einen Reitlehrer dabei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Lösung für dieses Problem: ich klebe mir <strong>kleine, gelbe Post-It‘s mit Panzerband an die Hände, </strong>auf denen groß „Kopf“ steht. Wenn Du eher auf den Mähnenkamm Deines Pferdes schaust, kannst Du den Zettel auch an die Mähne binden (nicht kleben!). Es reicht schon, wenn Du das gelbe Ding beim Runtergucken siehst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Anfang wirst Du wohl aussehen wie ein Wackeldackel – runter, hoch, runter, hoch – aber schon bald wirst Du Dich daran gewöhnen seltener runter zu schauen und kannst Die Zettelchen weglassen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Du hältst Deine Hände nicht gerade</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du machst hängende Hasenpfötchen? Oder hältst die Hände als würdest Du einen Einkaufswagen schieben? Oder vielleicht drehst Du Deine Hände lieber nach außen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles nicht so wirklich gut. Deine Hände stellen die <strong>Verbindung zum Pferdmaul</strong> dar. Mit ihnen musst Du besonders <strong>sensibel und fein reagieren</strong> können. Deshalb ist es wichtig, sie in einer Position zu halten, in der Du sie einfach und problemlos bewegen kannst. Wenn Du das nicht tust, werden Deine Zügelhilfen oft verkrampft sein und vielleicht zu grob kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mir diese Angewohnheit damit abgewöhnt, dass ich zusammen mit den Zügeln in jeder Hand eine große Kaffeetasse mit ein bisschen Wasser drin hatte (Liebe Männer: Bierkrüge gehen auch!). Sobald meine Hände nicht mehr gerade waren habe ich mir Wasser über die Hose geschüttet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziemlich ätzend. Deshalb wirkt es auch so gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klar, die Tassen in den Händen nerven und so wirklich toll reitet man damit nicht. Außerdem nervt es auch daran zu denken und das Wasser nachzufüllen. Aber glaube mir: mach das ein paar Tage hintereinander und Du wirst schon einen Unterschied merken. Dann reicht es auch keine Tassen mehr dabei zu haben und einfach zwischendurch mal dran zu denken.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Du lehnst Dich permanent leicht nach vorne</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wieder ein Problem das ich kenne. Wenn man sich leicht nach vorne lehnt, hat man das Gefühl, dass man sein <strong>Gleichgewicht</strong> besser halten kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders wenn das Pferd einen Satz macht oder <a href="https://herzenspferd.de/pferd-geht-durch-was-tun/" target="_blank" rel="noopener">durchgeht</a>, lehnen sich viele Reiter instinktiv nach vorne. Und das ist genau die falsche Reaktion. Wenn Du Dich nach vorne lehnst, verlagert sich auch Dein Gewicht nach vorne. Dein Pferd macht einen Schritt nach vorne um Dein Gewicht abzufangen. Wenn es schon am Rennen ist, wirst Du es damit nur weiter antreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abgesehen davon wirst Du mit permanent nach vorne verlagertem Gewicht nie so gute <strong>Gewichtshilfen</strong> geben können, wie es Dir eigentlich möglich wäre. Tief und schwer in den Sattel setzen geht nur, wenn Du auch gerade sitzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir haben verschiedene Sitzschulungen sehr bei diesem Problem geholfen. <strong>Ich kann jedem nur empfehlen ein paar Sitzstunden an der Longe zu nehmen.</strong> Wenn ihr das nötige Wissen habt, kannst Du Dich auch mit einer Freundin zusammentun und ihr longiert und korrigiert euch gegenseitig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine tolle Übung ist es, sich auf dem stehenden Pferd so weit mit dem Oberkörper nach hinten zu lehnen, bis man auf dem Hinterteil des Pferdes liegt. Das Gleiche macht man dann nach vorne. Wenn Du das ein paar Mal hintereinander gemacht hast, wirst Du Dich mit Deinem Oberkörper eher in der Mitte einpendeln als vorher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es hilft auch, wenn jemand dabei ist, der Dir sagt wann Du gerade sitzt. Meistens fühlt sich das dann nämlich so an als wärst Du viel zu sehr nach hinten gelehnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der richtigen Position bleibst Du dann eine Zeitlang und konzentrierst Dich darauf wie sich das anfühlt. Dann lehnst Du Dich kurz nach vorne und nach hinten und versuchst (wenn Du es brauchst mit Hilfe) wieder in die richtige Position zu kommen. Das wiederholst Du so lange, bis Du ohne Probleme mehrmals hintereinander in die richtige Position kommst und diese sich für Dich gut anfühlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun kannst Du es im Stehen. In Schritt, Trab und Galopp musst Du es natürlich auch üben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Du vergisst zu atmen und verkrampfst Dich wenn Du Dich konzentrierst</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke das kennt jeder von uns: Du bist so konzentriert, dass Du total das Atmen vergisst. Besonders bei anspruchsvollem Reitunterricht sieht man viele rote Köpfe und hört „Atme mal tief durch!“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du die Luft anhältst ist es unvermeidbar, dass Du Dich gleichzeitig <strong>verkrampfst.</strong> Du wirst somit <strong>steif und unbeweglich</strong> und kannst die Hilfen nicht mehr so gut ausführen wie vorher. Deine Steifheit wird sich auch auf Dein Pferd übertragen. Es wird merken, dass da bei Dir gerade etwas nicht stimmt und könnte Angst bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Atem Anhalten ist ein schwer zu behandelndes Problem. Eigentlich kann Dir da nur jemand helfen, der Dir immer wieder mal „Luft holen“ sagt. Versuche Dir selbst zusätzlich immer wieder bewusst zu machen, dass Du durchatmen musst. Wenn Dir das Problem bewusst ist, denkst Du zwischendurch eher mal „ach ja, ich muss ja atmen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ansonsten kann ich <a href="https://herzenspferd.de/yoga-fuer-reiter/" target="_blank" rel="noopener">Yoga</a>, Meditation oder andere Sportarten mit Atemübungen sehr empfehlen. Dort lernst Du auch unter voller Konzentration ruhig und gleichmäßig weiter zu atmen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Du hältst Dein Gleichgewicht mithilfe der Zügel (Du hast keinen zügelunabhängigen Sitz)</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Anfänger, aber auch leider ein paar fortgeschrittene Reiter, haben dieses Problem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zügel werden – vor allem beim <a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener">Trab Aussitzen</a> – dazu benutzt sich festzuhalten und sich tiefer in den Sattel zu ziehen. <strong>Für das Pferd ist das natürlich äußerst unangenehm und eine feine, klare Hilfengebung ist damit unmöglich.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um einen zügelunabhängigen Sitz zu erlernen ist es wichtig, dass Du in allen Gangarten ohne Zügel reitest und Dein Gleichgewicht findest. Wenn keine Zügel zum Festhalten da sind, wirst Du zwangsläufig lernen ohne sie Dein Gleichgewicht zu halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun will ich Dir damit natürlich nicht sagen, dass Du die Zügel wegwerfen und munter drauflosreiten sollst. Am besten lernst Du den zügelunabhängigen Sitz in <strong>Longestunden</strong>. Dort musst Du nicht darauf achten wo Dein Pferd hinläuft, sondern kannst Dich ganz auf Deinen Sitz konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du keine Möglichkeit hast Longestunden zu nehmen, lass Dich entweder von einer (auch reitenden) Freundin longieren oder reite zwischendurch immer mal mit langem Zügel. Wenn Du ein braves Pferd hast, kannst Du ihm die Zügel auch einfach auf den Hals legen, dann bist Du nicht in der Versuchung doch mal wieder zuzugreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am zügelunabhängigen Sitz sollte man immer wieder arbeiten – egal ob man Anfänger oder fortgeschrittener Reiter ist.</strong> Schlechte Angewohnheiten schleichen sich oft schneller ein als man denkt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Du lässt Deine Schultern hängen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch dieses Problem haben unheimlich viele Reiter. Unser heutiger Lebensstil ist für unsere Körperhaltung nicht besonders gut. Die meisten kauern den ganzen Tag vorm PC oder am Schreibtisch, abends lässt man sich dann nur noch aufs Sofa fallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hängende Schultern und ein runder Rücken machen Dich als Reiter unflexibler.</strong> Um korrekte Gewichtshilfen geben zu können ist es wichtig gerade zu sitzen und bewegliche Schultern zu haben. Das fängt schon damit an wenn Du nur um eine Kurve reiten willst: Deine Schultern sollen sich parallel zu den Schultern Deines Pferdes mit in die Biegung drehen. Mit hängenden, eingerollten Schultern ist das gar nicht so einfach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lösung für dieses Problem wird Vielen nicht gefallen: <strong>Training für die Rückenmuskulatur!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine schlechte Haltung kommt oft von zu schwachen, untrainierten Muskeln. Ja, reiten trainiert die Rückenmuskeln. Aber für manche eben nicht genug. Ich spreche da aus Erfahrung, seit ich regelmäßig rückenkräftigendes Yoga mache habe ich weniger Probleme mit hängenden Schultern und schlechter Haltung (und natürlich auch weniger Rückenschmerzen).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du nicht gleich Sport machen willst, solltest Du wenigstens den Tag über <strong>immer wieder darauf achten wie Deine Haltung ist.</strong> Achte darauf, dass Du am Schreibtisch gerade sitzt und beim Gehen nicht auf Deine Füße schaust. Am Anfang wird sich das sicher seltsam anfühlen. Vielleicht hast Du sogar Schmerzen wenn Du versuchst Dich gerade zu machen – dann solltest Du mal zu einem Orthopäden oder Ostheopaten gehen und Dich durchchecken lassen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>7. Du drückst Deine Arme gerade durch</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du hast sicher schon (mehr als) einmal gehört, dass Deine Ellbogen, Unterarme und Handgelenke zusammen mit dem Zügel <strong>eine gerade Linie zum Pferdemaul</strong> bilden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Reiter neigen aber dazu die Ellbogen gerade zu strecken und nicht anzuwinkeln. Das hängt oft damit zusammen, dass sie die Zügel zu kurz haben, diese aber aus Angst („schließlich muss ich ja bremsen können“) nicht länger lassen wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit durchgedrückten Armen bist Du aber viel <strong>grobmotorischer und wirst keine feinen Zügelhilfen geben können.</strong> Das kannst Du auch ganz einfach zu Hause testen: versuch mal mit durchgestreckten Armen einen Faden in eine Nadel einzufädeln. Oder ein Glas Wasser einzuschenken. Mit gebeugten Armen bist Du deutlich geschickter!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Maßnahme bei durchgestreckten Armen: Zügel länger lassen. Im Endeffekt werden die Zügel, dadurch, dass Du die Arme anwinkelst, genau die gleiche Verbindung zum Pferdemaul haben wie vorher. Nur wird die Verbindung für Dein Pferd angenehmer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ansonsten kannst Du Dir zum Abgewöhnen unter jeden Arm eine leere <strong>Klopapierrolle</strong> klemmen. Wenn Du die Arme nach vorne durchstreckst werden die Rollen runterfallen. Wichtig ist, dass Du nicht völlig verkrampft versuchst die Rollen festzuhalten. Du willst ja nicht dieses Problem loswerden und dafür ein anderes Problem bekommen (verkrampfte Haltung).</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Lass Dich von Deinen schlechten Angewohnheiten nicht entmutigen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wirklich jeder Reiter hat sie irgendwann in seinem Leben. Und mit manchen kämpft man länger als mit anderen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn Du Deine schlechten Gewohnheiten los bist, solltest Du immer wieder selbstkritisch darauf achten, ob sich nicht wieder alte oder neue Gewohnheiten eingeschlichen haben. Das geht leider schneller als man denkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und je früher Du es merkst, desto schneller bist Du sie auch wieder los.</strong></p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich kämpfe ja immer noch damit, dass ich oft auf meine Hände schaue. Was sind Deine schlechten Angewohnheiten und was tust Du dagegen? Vielleicht hast Du ja noch ein paar Tipps für mich…</strong><br><!-- Begin MailChimp Signup Form --></p>



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