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	<title>Desensibilisierung Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Desensibilisierung Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Pannen beim Reiten: Die 6 dümmsten Dinge, die ich je auf oder neben dem Pferd gemacht habe!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2015 12:51:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Aufsteigen]]></category>
		<category><![CDATA[Desensibilisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Fallen]]></category>
		<category><![CDATA[Pannen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn man so einen Blog betreibt erweckt man schnell &#8211; und ganz unbeabsichtigt &#8211; den Eindruck, dass man alles weiß, alles kann und immer nur perfekt ist. Schließlich schreibt man ja, wie man es richtig macht und nicht, wie man selbst ziemlich oft gescheitert ist, bis man es hinbekommen hat. Wir Blogger sind &#8211; wie [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/pannen-beim-reiten/">Pannen beim Reiten: Die 6 dümmsten Dinge, die ich je auf oder neben dem Pferd gemacht habe!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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<p>Wenn man so einen Blog betreibt erweckt man schnell &#8211; und ganz unbeabsichtigt &#8211; den Eindruck, dass man alles weiß, alles kann und immer nur perfekt ist. Schließlich schreibt man ja, wie man es <strong>richtig</strong> macht und nicht, wie man selbst ziemlich oft gescheitert ist, bis man es hinbekommen hat.</p>



<p>Wir Blogger sind &#8211; wie alle Menschen &#8211; natürlich nicht perfekt.</p>



<p>Meine Bloggerkollegin Sarah, die mit ihrem Shetty Egon durch Deutschland wandert (nachzlesen auf <a href="http://www.verwandert.de" target="_blank" rel="noopener">www.verwandert.de</a>), hat vor kurzem einen Artikel über <a href="http://verwandert.de/pannen/" target="_blank" rel="noopener">ihre Pannen beim Wandern</a> geschrieben. <strong>Inspiriert davon lasse ich Dich heute an meinen dümmsten Pannen beim Reiten teilhaben.</strong></p>



<p><strong>Absolut nicht zum Nachmachen geeignet! 😉</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Das eine Mal, als ich zu faul war</strong></h2>



<p>An meinem alten Stall gab es jemanden &#8211; ich weiß bis heute nicht wer &#8211; der mithilfe einer kleinen blauen Tonne als Aufstieghilfe aufgestiegen ist. Diese Person hatte die Angewohnheit diese Tonne auch dann noch in der Halle stehen zu lassen, wenn sie schon längst wieder draußen war.</p>



<p>Meistens stand die Tonne nicht im Weg. Eines Tages aber stand sie mitten auf einer Zirkellinie und hat mich dort ziemlich gestört.</p>



<p>Ich saß aber schon auf dem Pony und war schlicht zu faul zum Absteigen. Also dachte ich mir &#8222;ich beuge mich einfach vom Pony runter, packe die Tonne am Griff (sie hatte oben einen kleinen Griff) und reite zur Bande um sie dort abzustellen&#8220;. Ich kannte das Pony gut und wusste, dass sie keine Angst vor der Tonne hat.</p>



<p>Also hingeritten &#8211; Pony fand die Tonne nur mäßig spannend &#8211; mich runtergebeugt und die Tonne in die Hand genommen.</p>



<p>Und hier fing es an schief zu laufen.</p>



<p>Das Pony hatte kein Problem mit der Tonne am Boden, aber sehr wohl mit der Tonne neben ihm &#8222;schwebend&#8220;. Um dieses gruselige Ding also möglichst schnell loszuwerden sind wir in einer Art Schenkelweichen-Weghüpf-Galopp in einem Affenzahn durch die ganze Halle. Nur hing die Tonne ja leider in meiner Hand und &#8222;folgte&#8220; uns.</p>



<p>Nun saß ich also auf dem Pony und musste mir überlegen ob ich die Tonne fallen lasse und das Pony lernt, dass man vor gruseligen Dingen wegrennen muss, um sie loszuwerden. Oder ich halte die Tonne fest und versuche das ganze mit gestörtem Gleichgewicht auszusitzen. Ziemlich blöde Situation &#8211; und nur weil ich so faul war!</p>



<p>Im Endeffekt habe ich die Tonne fallenlassen &#8211; die Alternative war mir zu gefährlich. Als das Pony sich dann beruhigt hatte bin ich abgestiegen und habe mit der Tonne <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/" target="_blank" rel="noopener">Desensibilisierungsübungen</a> gemacht.</p>



<p><strong>Draus gelernt:</strong> Wenn ein Pferd bestimmte Dinge am Boden ok findet, heißt das nicht, dass es immer noch so ist, wenn sie auf Rückenhöhe oder nur aus dem Augenwinkel zu erkennen sind. Deshalb sollte man beim Desensibilisieren darauf achten, dass man auch solche Positionen übt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Das eine Mal, als ich mich nicht entscheiden konnte, wo es lang gehen soll</strong></h2>



<p>Ich war alleine im Wald unterwegs und bin relativ flott einen Weg entlang galoppiert.</p>



<p>Nach einer Kurve kam eine Weggabelung. Ich kannte mich gut aus und wusste, welcher Weg wohin führt &#8211; aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden. In meinem Kopf ging es also hin und her. Rechts oder links?</p>



<p>Mein Pony kannte mich gut und hat natürlich gemerkt, dass ich nicht weiß wo ich lang will. In der letzten Sekunde habe ich mich für links entschieden und meinen Körper auch entsprechend ausgerichtet. Das kam aber leider für mein Pony zu spät. Weil ich so unentschlossen war hatte sie sich für rechts entschieden &#8211; da ging es nämlich nach Hause.</p>



<p>Und dann hat die Physik zugeschlagen. Wenn sich von zwei Körpern, die gemeinsam schnell in einer Richtung unterwegs sind, einer entscheidet nach rechts auszuweichen und einer nach links, müssen sie sich unweigerlich trennen. Mich hat&#8217;s also vom Pony gehauen. Mein Glück war, dass wir durch unsere Unentschlossenheit schon nicht mehr so schnell unterwegs waren und ich in einen Laubhaufen <a href="https://herzenspferd.de/richtig-fallen/" target="_blank" rel="noopener">gefallen</a> bin. Also nichts passiert.</p>



<p><strong>Draus gelernt:</strong> Entscheide dich rechtzeitig und strahle Sicherheit aus, sonst entscheidet Dein Pferd für Dich!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Das andere Mal, als ich schon wieder zu faul war</strong></h2>



<p>Ich glaube jeder von uns kennt das: man hetzt von der Arbeit oder der Schule an den Stall und hat schon den nächsten Termin im Kopf. In solchen Situationen gehe ich erst gar nicht reiten, sondern mache entweder etwas Bodenarbeit oder putze und füttere nur.</p>



<p>In genau so einer Situation wollte ich das Pony von der Koppel holen. Das &#8222;Tor&#8220; bestand aus zwei Bändern Stromzaun mit den üblichen Hakengriffen. Weil ich faul war, habe ich hinter mir nicht beide Stombänder wieder geschlossen, sondern nur das Obere und habe das Untere in den Griff oben eingehängt. Schließlich war ich ja auf der Koppel und wollte Minuten später wieder durch den Zaun raus.</p>



<p>Kaum war ich beim Pony angekommen, hörte ich hinter mir Hufgetrappel und unser Ausbrecherkönig ist auf den Zaun zugaloppiert, hat kurz gebremst, den Kopf unter das eine Stromband geschoben, es angehoben und war drunter durch.</p>



<p>Gott sei Dank ist er nur bis zum nächsten Heuhaufen gelaufen und ich hatte ihn in Minutenschnelle wieder eingefangen.</p>



<p><strong>Draus gelernt:</strong> sei nie, wirklich niemals faul, was Zäune angeht!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Das eine Mal, als ich zu große Gummistiefel anhatte</strong></h2>



<p>Ich glaube auch das kennt jeder von uns (oder zumindest jeder Offenstaller): Matsch im Paddock &#8211; bzw. zumindest im Ein- und Ausgangsbereich, wenn der nicht befestigt ist.</p>



<p>An einem meiner alten Ställe war das besonders schlimm, denn der Boden dort war sehr lehmhaltig. Übersetzt: der klebt wie die Hölle und lässt auch nicht wieder los.</p>



<p>Eigentlich könnte die Geschichte auch wieder unter &#8222;zu faul&#8220; fallen, denn ich war zu faul zum Auto zu laufen und meine eigenen Gummistiefel anzuziehen. Also habe ich mir welche von einer Freundin geliehen, die mir aber deutlich zu groß waren.</p>



<p>Du weißt sicher schon, worauf das hinausläuft.</p>



<p>Auf dem Weg zum Pony kam ich noch unbeschadet durch den Matsch. Auf dem Weg zurück, mit dem Pony im Schlepptau, blieb ich stecken. Aber wie das so ist, mitten in der Bewegung kann man dann schlecht anhalten. Ich habe also nicht nur beide Gummistiefel verloren, ich habe auch noch einen unfreiwilligen Kopfsprung in den Matsch gemacht.</p>



<p>Da fing der Spaß dann erst an. Ich kam nämlich nicht mehr raus. Wenn ich mich mit den Armen vom Boden abdrücken wollte bin ich nur weiter eingesunken. Währenddessen stand das Pony in aller Seelenruhe neben mir und hat mich leicht resigniert beobachtet &#8211; es mus geglaubt haben, das ich nun völlig übergeschnappt bin. Am Ende war es aber auch meine Rettung: ich konnte mich nämlich an seinen Beinen abstützen und mich aus dem Dreck ziehen.</p>



<p>Am Stall angekommen war ich natürlich die Attraktion des Tages: ich sah aus wie ein Sumpfmonster. Der Schlamm war einfach überall. Bis in die Haare. Noch Monate später hab ich die getrockneten Brösel in meinem Auto gefunden.</p>



<p><strong>Draus gelernt: </strong>Wer Lehmboden hat braucht dringend passende Gummistiefel.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Das eine Mal, als ich total gedankenlos war</strong></h2>



<p>Ich habe eine zeitlang Kinderreitferien betreut. Dazu gehörten auch tägliche Ausritte mit den Kindern.</p>



<p>Von Anfang an haben wir mit den Kindern geübt, dass sie auf den Ruf &#8222;zu einem nach rechts!&#8220; eine Linie hintereinander am rechten Wegesrand bilden &#8211; mit dem Betreuer als ersten. Das ist nötig, sobald Spaziergänger, Radfahrer oder andere &#8222;Hindernisse&#8220; auftauchen, an denen man vorbei muss oder die an einem vorbei möchten.</p>



<p>Ich habe in den Kinderferien oft mehrere Stunden am Tag übernommen, es ist dann schnell völlige Routine den Spruch &#8222;zu einem!&#8220; zu rufen.</p>



<p>Nur, dass ich auf dieser einen Runde auf einem unerfahrenen Jungpferd saß und es kurzzeitig völlig vergessen hatte. Das arme Pony, für das sowieso vieles neu war, musste also miterleben, wie ich mich aus heiterem Himmel auf ihm herumdrehe und laut etwas rufe.</p>



<p>Das war dann doch zu viel des Guten für das Pony und es sprang &#8211; ich immer noch mit nach hinten verdrehtem Oberkörper &#8211; über den Graben am Wegesrand und im gestreckten Galopp die angrenzende Wiese hinauf.</p>



<p>Mit mehr Glück als Verstand blieb ich beim Sprung oben, konnte das Pony schnell beruhigen und zurück zu meinen armen Reiterferienschülern: die waren nämlich sehr verwirrt und rätselten, ob sie denn nun auch springen und galoppieren sollen. Den Rest des Weges wurde dann jedes Kommando per Flüsterpost von mir durch die Reihe der Kinder durchgegeben.</p>



<p><strong>Draus gelernt:</strong> Sei niemals gedankenlos oder unkonzentriert wenn Du auf einem Jungpferd sitzt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Das eine Mal, als ich besser eine richtige Aufstieghilfe benutzt hätte</strong></h2>



<p>Auch diese Geschichte ist mir in den Kinderreitferien passiert. Wir haben in jeder Woche mindestens einmal mit den Kindern Pferdefußball gespielt. Dazu sind immer Teams von je zwei Kindern auf Ponys gegeneinander angetreten. Entweder mit Sattel, oder ohne. Der &#8222;Fußball&#8220; war ein großer Gymnastikball und wurde von den Ponys vor sich her geschoben. Wir hatten vier brave, ältere Ponys die unheimlich gerne Fußball gespielt haben. Es war also ein riesen Spaß für alle Beteiligten.</p>



<p>Irgendwann mussten (und wollten) dann natürlich auch die Betreuer gegeneinander spielen. Ohne Sattel, versteht sich.</p>



<p>Damit wir die Ponys beim <a href="https://herzenspferd.de/pferdefreundlich-aufsteigen-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Aufsteigen</a> schonen, haben wir oft leere Getränkekisten als Aufstieghilfe benutzt.</p>



<p>Und eines Tages hätte ich besser eine richtige Aufstieghilfe genutzt: ich bin nämlich beim Drauftreten durch die Kiste durchgebrochen und mit ihr fest um meine Beine gewickelt rückwärts umgefallen. Das Pony hat sich dafür Gott sei Dank nicht sehr interessiert &#8211; die Kinder hatten aber ihren Spaß und ich den Rest der Woche den Ruf als Tollpatsch weg.</p>



<p><strong>Draus gelernt: </strong>Nutze nur stabile Dinge als Aufsteigehilfe. Wenn Du, so wie ich, damit umfällst, kannst Du Dich nicht nur verletzen, sondern auch Dein Pferd erschrecken.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Pannen beim Reiten und auch im Umgang mit Pferden sind ganz normal. Sie passieren wirklich jedem und sind kein Grund sich zu schämen oder zu denken man wäre ein schlechter Reiter.</p>



<p>So lange nichts Schlimmes passiert sind sie lustige Geschichten, die man erzählen kann und aus denen man fast immer etwas Wichtiges lernt!</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was ist Dir schon blödes beim Reiten oder beim Umgang mit Pferden passiert? Erzähls mir in den Kommentaren, damit ich mich nicht so alleine tollpatschig finde 😉</strong><img decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/661bf24d0c5742a89c22737ed0852a92" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></h4>



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		<title>Klebendes Pferd &#8211; Teil 2: Schrecktraining</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2015 08:58:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
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		<category><![CDATA[Ängstliches Pferd]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im letzten Artikel bin ich näher auf die Ursachen und Auswirkungen von &#8222;Trennungsangst&#8220; bei klebenden Pferden eingegangen. Außerdem habe ich Schritt 1 des Trainingsprogramms, das richtige Führen, vorgestellt und ein Beispiel für Probleme in der Praxis gegeben. Der zweite Schritt in meiner Arbeit mit klebenden Pferden ist das Schrecktraining (eigentlich müsste es Anti-Schrecktrainig heißen, aber [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">letzten Artikel</a> bin ich näher auf die Ursachen und Auswirkungen von &#8222;Trennungsangst&#8220; bei klebenden Pferden eingegangen. Außerdem habe ich Schritt 1 des Trainingsprogramms, das richtige Führen, vorgestellt und ein Beispiel für Probleme in der Praxis gegeben.</p>



<p>Der zweite Schritt in meiner Arbeit mit klebenden Pferden ist das Schrecktraining (eigentlich müsste es Anti-Schrecktrainig heißen, aber das tippt sich so blöd).</p>



<p><strong>*Auch hier möchte ich wieder darauf hinweisen, dass ich kein professioneller Trainer bin und jeder meine Empfehlungen auf eigene Gefahr durchführt. Wenn Du noch nicht viel Erfahrung mit Pferden, ihrem Verhalten, Bodenarbeit und Schrecktraining hast solltest Du Dir überlegen einen professionellen Trainer zur Unterstützung zu suchen!*</strong></p>



<p>Die Vorgehensweise habe ich von <a href="http://www.warwickschiller.com/videos/" target="_blank" rel="noopener">Warwick Schiller</a> gelernt. Wenn Du Englisch verstehst kann ich Dir seine Videos nur empfehlen! Ich finde nicht alles gut was er macht, aber das geht mir bei jedem Trainer so und er hat ein paar tolle Ansätze.</p>



<p><strong>Wie immer gilt: Du musst Dein Vorgehen ganz individuell Deinem Pferd anpassen! Wenn das, was ich hier vorschlage nicht hilft oder das Problem sogar schlimmer macht, hör auf und versuche etwas anderes! Es gibt nicht nur einen Weg zum Ziel und was für den einen passt ist für den anderen nicht gut.</strong></p>



<p>Wenn Du Vorschläge für ein anderes Vorgehen hast freue ich mich über Deinen Kommentar! Ich weiß bei weitem nicht alles und lerne sehr gerne dazu.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Trainingsplan für klebende Pferde</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Richtig Führen</strong></h3>



<p><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">Wie das geht kannst Du hier nachlesen.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Schrecktraining</strong></h3>



<p>Ein ausgiebiges Schrecktraining ist bei klebenden Pferden besonders wichtig. In der Regel sind diese Pferde unsicher und tragen einen Haufen Angst und Anspannung mit sich herum. Deshalb müssen sie lernen mit &#8222;gruseligen&#8220; Dingen umzugehen und sich durch solche Situationen durchzudenken und nicht kopflos zu reagieren.</p>



<p><strong>Wenn Dein Pferd extrem abgelenkt ist und nur wenig auf Dich achtet oder sogar versucht Dich über den Haufen zu rennen solltest Du die Arbeit im Roundpen dem Schrecktraining vorziehen.</strong> Der Artikel zu diesem Thema kommt als nächstes.</p>



<p>Das Schrecktraining baue ich schrittweise auf: vom Einfachen zum Anspruchsvollen. Es ist unheimlich wichtig, dass man erst zum nächsten Schritt geht, wenn der davor perfekt sitzt. Wenn immer ein kleiner Rest Angst übrig bleibt summiert sich das so lange, bis das Pferd explodiert und scheut, bockt oder <a href="https://herzenspferd.de/pferd-geht-durch-was-tun/">durchgeht</a>.</p>



<p><strong>Das brauchst Du zum Schrecktraining:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einen umzäunten Platz (Roundpen, Reiplatz, Reithalle, umzäuntes Wiesenstück, etc.)</li>



<li>Einen langen Strick</li>



<li>Eine Gerte mit langem Schlag (das ist das Bändchen), z.B. Horsemanship Stick mit Bändchen, Longiergerte, Fahrpeitsche, etc.</li>



<li>Eine Gerte mit Flagge oder festgebundener Plastiktüte</li>
</ul>



<p>Dieses Schrecktraining mache ich in den ersten Wochen jedesmal wenn ich mit dem Pferd trainiere. Und jedesmal beginne ich mit dem ersten, einfachsten Schritt: das Pferd mit dem Strick in der Hand abstreichen. Erst wenn ich sehe, dass das perfekt funktioniert gehe ich zum nächsten Schritt. Irgendwann wirst Du alle Schritte in 5 Minuten durch haben ohne, dass Dein Pferd mit der Wimper zuckt. Dann musst Du nicht mehr vor jedem Training das Schrecktraining machen. Ab und an solltest Du es aber wieder tun um nachzuprüfen ob alles noch gut ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Grundprinzip</strong></h2>



<p>Das Prinzip ist immer das Gleiche, egal mit welchem Hilfsmittel Du das Training durchführst und auf welcher Schwierigkeitsstufe Du bist.</p>



<p>Du hast Dein Pferd am Halfter und hälst in einer Hand den Strick (mit genügend Abstand zum Kinn des Pferdes, wie im <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">Artikel zum richtigen Führen</a> erklärt). Wenn Dein Pferd ausweicht darf es das tun und Du gehst mit. Auch wenn es rückwärts läuft gehst Du mit, versuche nicht Dein Pferd daran zu hindern, es könnte dann steigen.</p>



<p>So lange Dein Pferd vor dem was Du tust wegläuft (Seil schwingen, Tüte rascheln) läufst Du ruhig mit und machst weiter. <strong>Sobald es stehen bleibt hörst Du auf &#8211; und zwar noch in der gleichen Sekunde! Dann gibst Du Deinem Pferd eine kleine Pause in der es nachdenken kann.<br></strong>Dass es nachdenkt erkennst Du zum Beispiel daran, dass es sich die Lippen leckt oder kaut.</p>



<p>Wir wollen, dass das Pferd lernt, dass sein Handeln Einfluss auf das gruselige Ding (Seil, Gerte, Tüte) hat vor dem es gerade weggelaufen ist. Es soll erkennen, dass das Ding weggeht, wenn es stehen bleibt. <strong>Das Pferd hat also &#8222;Macht&#8220; über das gruselige Ding</strong> (ich nenne das jetzt einfach Gruselding &#8211; Du weißt was ich meine) und kann es mit seinem Verhalten beeinflussen.</p>



<p><strong>Pferde lernen nicht durch Druck</strong> &#8211; sie lernen (unter anderem!) durch das <strong>Wegnehmen</strong> von Druck. Dein Pferd wird sich also fragen, warum das Gruselding verschwunden ist und was es getan hat um das zu verursachen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass man nicht aufhört während das Pferd noch wegläuft. Da würde es sich nämlich denken &#8222;Aha! Ich muss nur möglichst schnell oder lange genug wegrennen und das Gruselding verschwindet&#8220;. Wenn Du alles richtig machst wird es stattdessen irgendwann denken &#8222;Aha! Ich muss nur stehen bleiben und das Gruseding verschwindet!&#8220;.</p>



<p><strong>Entscheidend ist also, dass Du zum richtigen Zeitpunkt das Gruselding wegnimmst (wenn Dein Pferd steht), damit Dein Pferd das Richtige lernt.</strong></p>



<p>Wenn Dein Pferd brav stehen bleibt, kannst Du mit ihm auf die nächste &#8222;Stufe&#8220; gehen: Du schwingst weiter das Gruselding und wartest diesmal darauf, dass Dein Pferd entspannt. <strong>Wenn es zum Beispiel mit den Augen blinzelt oder sogar den Kopf senkt ist das ein Zeichen der Entpannung.</strong> Dann nimmst Du das Gruselding wieder sofort weg. Dein Pferd lernt: &#8222;Aha! Wenn ich entspanne werde ich in Ruhe gelassen!&#8220;.</p>



<p>Wenn Du auf beiden Seiten des Pferdes das Gruselding schwingen kannst, ohne dass es mit einer Wimper zuckt, kannst Du zum nächst gruseligeren Gruselding wechseln und von vorne anfangen. Oder Du beendest das Training und Dein Pferd hat bis zum nächsten Mal Denkpause.</p>



<p><strong>Überfordere Dein Pferd nicht! Mache lieber kurze Einheiten mit vielen Denkpausen, Du musst nicht tausend Gruseldinger in einer Sitzung durchnehmen. </strong>Es reicht, wenn Dein Pferd <strong>eins</strong> gut macht, darauf kannst Du dann in der nächsten Einheit aufbauen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Noch ein paar Worte zu Deiner Position</strong></h4>



<p>Du solltest beim Schrecktraining in der Regel in etwa auf <strong>Schulterhöhe</strong> Deines Pferdes stehen, ca. 50 bis 100cm von ihm entfernt. Dein Körper ist leicht zu ihm gedreht, mit Blickrichtung zur Kruppe. So hast Du Dein Pferd im Auge ohne ihm Deinen ganzen Oberkörper zuzudrehen. In dieser Position sollte Dein Pferd Dich im Ernstfall nicht ohne Vorwarnung treten können. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Pferd mal nach dem Strick tritt wenn er dem Hinterteil zu nahe kommt &#8211; da willst Du nicht zu nahe dran stehen.</p>



<p><strong>Deine Sicherheit geht immer vor, sei Dir jederzeit bewusst was Dein Pferd macht und wo Du stehst!</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Eine Alternative</strong></h4>



<p>Du kannst all das auch mit Clickertraining und Belohnung machen. Ich habe aber die Erfahung gemacht, dass die meisten klebenden Pferde so gestresst sind, dass sie nicht mehr auf Leckerchen reagieren. Dass sie so gestresst sind ist nicht Schuld der Pferde &#8211; meistens sind es die Versäumnisse und Fehler von uns Menschen die es so weit gebracht haben.</p>



<p>Wenn Du mit einem Pferd, das nicht klebt und gestresst ist, Bodenarbeit machst, ist es aber durchaus einen Versuch wert und klappt in vielen Fällen sehr gut!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>So setzt Du Strick, Gerte und Co richtig ein</strong></h2>



<p>Nachdem Du nun das Grundprinzip verstanden hast geht es nur noch darum, wie Du die Gruseldinger richtig einsetzt.</p>



<p><strong>Das Wichtigste vorweg: Du schlägst Dein Pferd mit keinem dieser Hilfsmittel! Alles was am oder auf dem Pferd landet soll dort sanft und leicht ankommen!</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 1: Abreiben mit dem Strick</strong></h4>



<p>Als ersten Schritt nimmst Du das Ende des Stricks in die Hand und reibst Dein Pferd damit an Hals, Schulter und Rücken auf beiden Seiten ab. Je nachdem wie Dein Pferd reagiert kannst Du es auch an der Kruppe abreiben. Wenn es aber sehr nervös ist bleib lieber außer Reichweite der Hinterhand.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 2: Den Strick sanft über den Rücken schwingen und dort landen lassen</strong></h4>



<p>Halte den Strick locker in Deiner Hand. Mach keine Faust, da verliert man zu viel Gefühl in der Hand und kann den Strick nicht so locker und sanft wie nötig schwingen.</p>



<p>Schwinge den Strick nicht von unten nach oben, sondern eher parallel zum Boden über den Pferderücken. Wenn Du ihn von unten nach oben schwingst kommt er mit zu viel Schwung über den Rücken und schlägt an den Bauch. Das wollen wir möglichst vermeiden. Der Strick darf an den Bauch kommen, aber eben locker und zart.</p>



<p>Danach ziehst Du den Strick in einer fließenden Bewegung wieder vom Rücken herunter. Achte darauf, dass er kein lautes Geräusch macht, wenn er auf dem Boden aufkommt.</p>



<p>Es ist wichtig, dass Du das &#8222;über den Rücken Schwingen&#8220; und wieder runterziehen in einer fließenden Bewegung ohne große Zwischenpausen machst. Jede Pause ist eine Bestätigung für das Pferd und die soll ja erst kommen, wenn es stehen bleibt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 3: Den Strick sanft über den Rücken schwingen und beim Runterziehen ein Geräusch machen lassen</strong></h4>



<p>Du gehst genauso vor wie in Schritt 2. Nun soll der Strick aber beim Aufschlagen auf den Boden ein Geräusch machen. Das ist eine zusätzliche Schwierigkeit für Dein Pferd, da viele Pferde sich vor Bewegung und Geräuschen fürchten.</p>



<p>Für diesen Schritt kannst Du auch die Gerte mit langem Bändchen benutzen. Das Bädchen schwingst Du genauso sanft wie den Strick vorher.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 4: Den Strick um das Pferd herum kreisen lassen</strong></h4>



<p>Stell Dich so vor Dein Pferd, dass Du ihm nur eine Körperseite zugedreht hast. Mit der von ihm wegzeigenden Hand nimmst Du den Strick und lässt ihn parallel zu Dir von oben nach unten kreisen. Wenn das ohne Probleme klappt kannst Du anfangen, zur Seite Deines Pferdes zu gehen und den Strick weiter kreisen zu lassen. Halte dabei mindestens einen Meter Abstand zum Pferd.</p>



<p>Ab einem gewissen Punkt wird Dein Pferd ausweichen. Dann bleibst Du genau an diesem Punkt und gehst nicht weiter nach hinten oder näher an es ran. Gehe mit dem Pferd mit, aber bleibe im Verhältnis zu seinem Körper in der gleichen Position. Wie oben im Grundprinzip erklärt, hörst Du erst auf, wenn es steht. Fange dann wieder vor dem Kopf des Pferdes an und arbeite Dich erneut an den Punkt heran.</p>



<p>Wenn Du mit dem Strick auf Höhe der Hinterhand angekommen bist höre auf, Du musst nicht hinten um das Pferd herumgehen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 5: Die Rascheltüte zeigen</strong></h4>



<p>Die Rascheltüte ist für die meisten Pferde unheimlich gruselig. Deshalb fangen wir hier ganz vorsichtig an.</p>



<p>Stell Dich vor Dein Pferd und halte die Tüte schräg neben Dir auf Nasenhöhe des Pferdes hoch. Halte sie nicht vor Deinem Körper, sollte Dein Pferd danach ausschlagen darf es Dich nicht treffen. <strong>Strecke sie ihm nicht hin und berühre es auch nicht damit!</strong></p>



<p>Wenn es ausweicht lässt Du sie weiter oben bis es stehen bleibt, dann halte sie sofort hinter Deinen Rücken. Wenn es nicht ausweicht wartest Du darauf, dass es mit seiner Nase in Richtung Tüte geht. Auch dann hälst Du sie sofort hinter Deinen Rücken.</p>



<p>Der letzte Schritt ist dann, dass Dein Pferd die Tüte mit seiner Nase berührt. Das kannst Du übrigens auch super mit Clickertraining machen!</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 6: Die Rascheltüte schwingen I<br></strong></h4>



<p>Stell Dich vor Dein Pferd, mit dem Rücken zu ihm. Fang an nach vorne zu laufen, Dein Pferd folgt Dir. Nun schwingst Du die Rascheltüte vor Dir in einem Bogen von unten nach oben und einer Seite zur anderen. Das sieht quasi so aus, als würdest Du eine runde Tür in die Luft vor Dir malen.</p>



<p>Pferde haben weniger Angst vor Dingen, die sich von ihnen weg bewegen. Deshalb schwingst Du die Tüte während Du dich von ihm weg bewegst.</p>



<p>Wenn das gut klappt und Dein Pferd entspannt hinter Dir herläuft während Du die Tüte schwingst kannst Du Dich zu ihm umdrehen und die Tüte somit näher an ihm schwingen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schritt 6: Die Rascheltüte schwingen II</strong></h4>



<p>Nun kannst Du alles was Du in den Schritten 1 bis 4 mit Strick und Gerte gemacht hast auch mit der Rascheltüte machen.</p>



<p><strong>Das waren die Grundlagen. Natürlich gibt es viel mehr was man tun kann (Planen, Bälle, Flatterbänder, Fahnen, &#8230;), da sind dann Deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt!</strong></p>



<p><strong>In diesem Video kannst Du von Minute 3 bis 4:30 sehen wie das mit dem Seilschwingen in etwa aussehen sollte:</strong><br><iframe loading="lazy" allowfullscreen="allowfullscreen" width="560" height="315" frameborder="0" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/qincEZod6mQ" consent-required="259520" consent-by="services" consent-id="259521" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/qincEZod6mQ?autoplay=1" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;672e9761c4dfab849287e938935c0397&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;e91e66bb09443ad79bb1036aa85b2b3e&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/herzenspferd.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/672e9761c4dfab849287e938935c0397-e91e66bb09443ad79bb1036aa85b2b3e.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Groundwork basics with a 3 year old warmblood stallion&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.25}"></iframe></p>



<p><strong>Und hier siehst Du das Vorgehen mit der Plastiktüte:<strong><br><iframe loading="lazy" allowfullscreen="allowfullscreen" width="560" height="315" frameborder="0" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/6CDwc4s1LAQ" consent-required="259520" consent-by="services" consent-id="259521" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/6CDwc4s1LAQ?autoplay=1" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;009970111c5abdc366d5ffe6d93bc6d6&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;16d6cbda3bed027545a1f74771aa7f70&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/herzenspferd.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/009970111c5abdc366d5ffe6d93bc6d6-16d6cbda3bed027545a1f74771aa7f70.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Teaching a Horse to Not Be Afraid of Plastic Bags&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.25}"></iframe></strong></strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Arbeit im Roundpen &#8211; Hooking On</strong></h3>



<p>Im <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-roundpen/" target="_blank" rel="noopener">dritten Artikel der Serie</a> geht es um die Arbeit im Roundpen. Das Pferd lernt im hier und jetzt zu sein und sich auf Dich zu konzentrieren. Klebenden Pferden fehlt meist der Fokus, sie sind sehr schnell abgelenkt und schaffen es nicht sich zu konzentrieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Arbeit im Sattel</strong></h3>



<p><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-reiten/" target="_blank" rel="noopener">Im vierten Artikel der Serie geht es um die Arbeit im Sattel.</a> Hier erkläre ich was ich tue, wenn mein Pferd in der Halle oder auf dem Platz immer zu den anderen Pferden hinzieht oder zu nahe an ihnen kleben bleibt. Dieses Vorgehen lässt sich auch auf einen Ausritt übertragen, bei dem man einen anderen Weg reiten möchte als der Mitreiter und die Pferde sich trennen müssen.</p>





<p><strong>Hast Du schonmal Schrecktraining mit Deinem Pferd gemacht? Wie bist Du dabei vorgegangen? Und hat es etwas geholfen?</strong></p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/">Klebendes Pferd &#8211; Teil 2: Schrecktraining</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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		<title>Klebendes Pferd: Trainingsplan für Pferde mit &#8222;Trennungsangst&#8220; &#8211; Teil 1: Richtig Führen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2015 11:04:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[Ängstliches Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Desensibilisierung]]></category>
		<category><![CDATA[klebendes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Natural Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Scheuen]]></category>
		<category><![CDATA[Scheuendes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Schreckhaftes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Schrecktraining]]></category>
		<category><![CDATA[Trennungsangst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In letzter Zeit habe ich viele Emails mit Fragen zu &#8222;klebenden&#8220; Pferden bekommen. Pferde, die man nur schwer von der Koppel holen kann, weil sie nicht mitgehen wollen oder einen über den Haufen rennen. Pferde, die durch Zäune brechen, um nicht alleine zurückgelassen zu werden. Pferde, die kaum reitbar sind, weil sie nur zum Koppelkollegen [&#8230;]</p>
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<p>In letzter Zeit habe ich viele Emails mit Fragen zu &#8222;klebenden&#8220; Pferden bekommen. Pferde, die man nur schwer von der Koppel holen kann, weil sie nicht mitgehen wollen oder einen über den Haufen rennen. Pferde, die durch Zäune brechen, um nicht alleine zurückgelassen zu werden. Pferde, die kaum reitbar sind, weil sie nur zum Koppelkollegen zurückwollen.</p>



<p><strong>Eure Fragen sind mir wichtig, deshalb werde ich das Thema in einer Artikelserie etwas näher beleuchten.</strong> In diesem ersten Artikel erkläre ich, woher die Trennungsangst kommt und wo man dieses Verhalten in einer Pferdeherde sieht. Außerdem gehe ich auf den ersten Schritt in meinem Trainingsplan ein, <strong>das richtige Führen.</strong> In den folgenden Artikeln geht es dann um <strong>Schrecktraining, Arbeit im Roundpen </strong>und<strong> Arbeit im Sattel. </strong>Zu jedem Punkt werde ich ein Beispiel zu Problemen aus der Praxis geben.</p>



<p>Wie immer möchte ich betonen, dass das meine Art ist mit dem Problem umzugehen. Das bedeutet nicht, dass es nicht auch anders geht, oder dass ich alles perfekt mache!</p>



<p>Und weil beim Umgang mit Pferden so gut wie nichts neu erfunden wird, sondern alle die alten und neuen Meister studieren, möchte ich auch gerne sagen, von wem ich die Vorgehensweise gelernt habe: <a href="http://www.warwickschiller.com/videos/" target="_blank" rel="noopener">Warwick Schiller</a>. Wenn Du Englisch verstehst kann ich Dir seine Videos nur empfehlen! Ich finde nicht alles gut was er macht, aber das geht mir bei so gut wie jedem Trainer so.</p>



<p><strong>*Das Nachmachen dieser Tipps geschieht auf eigene Gefahr! Ich rate jedem, der sich nicht schon ausführlicher mit den Themen Bodenarbeit und Schrecktraining befasst hat einen Profi zur Unterstützung zu Rate zu ziehen. Diese Dinge falsch zu machen kann sehr schnell gefährlich werden. Und wie immer gilt: Wenn Du mit Deinem Vorgehen das Problem schlimmer machst oder die Situation auch nur ansatzweise gefährlich wird <em>hör auf!</em>*</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Woher kommt Trennungsangst beim Pferd?</strong></h2>



<p><strong>Die meisten Pferde mit Trennungsangst verhalten sich wie Fohlen.</strong> Wenn Du bei ihnen bist, bzw. sie mit einem anderen Pferd zusammenstehen, ignorieren sie Dich und sind abgelenkt. Sobald sie aber alleine gelassen werden verfallen sie in Panik.</p>



<p>Genau so interagiert ein Fohlen mit seiner Mutter: ist sie bei ihm, lehnt es sich gegen sie und schaut sich eingebildete oder echte Gefahren an. Seine Mutter ignoriert es dabei völlig. Ist die Mutter dann aber plötzlich ein Stück entfernt bekommt es Panik und rennt wieder zurück zu ihr um sich erneut an sie zu &#8222;kleben&#8220;.</p>



<p>Nun bist Du aber ein Mensch und kein Pferd. Wenn sich Dein 500kg Pferd gegen Dich lehnt oder nicht auf Dich achtet kann das sehr schnell sehr unangenehm werden. Wenn Du schonmal ein klebendes Pferd von seinen Kollegen weggeführt hast weißt Du sicher was ich meine.</p>



<p>Übrigens: Kein anderes Pferd würde es zulassen, dass Dein Pferd sich auf diese Art an es lehnt!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Behandelt Dich Dein Pferd wie seine Mutter?</strong></h3>



<p>Wenn Du Dein Pferd führst&#8230;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8230; schaut es in der Gegend herum und achtet wenig auf Dich</li>



<li>&#8230; läuft es manchmal schneller als Du und lässt sich schlecht bremsen</li>



<li>&#8230; läuft es in eine andere Richtung als Du und versucht Dich mitzuziehen</li>



<li>&#8230; rempelt es Dich ab und zu an</li>



<li>&#8230; erschrickt es öfter mal</li>



<li>&#8230; rückt es Dir auf die Pelle (wenn Du stehen bleibst läuft es Dir in die Hacken oder einfach weiter)</li>
</ul>



<p>Wenn Du die meisten dieser Fragen mit &#8222;Ja&#8220; beantworten kannst behandelt Dich Dein Pferd wie ein Fohlen seine Mutter und nicht wie einen gleichgestellter Partner.</p>



<p><strong>Möglicherweise ist die Trennungsangst auch nicht euer einziges Problem. Häufige weitere Probleme bei Pferden mit Trennungsangst sind:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Dein Pferd kann nicht angebunden werden, bzw. steht angebunden nie still</li>



<li>Dein Pferd schiebt Dich beim Putzen mit dem Hinterteil aus dem Weg wenn es sich etwas ansehen will</li>



<li>Dein Pferd erschrickt oft</li>



<li>Dein Pferd geht durch oder buckelt</li>



<li>Dein Pferd lässt sich nicht gut führen</li>



<li>Dein Pferd lässt sich nicht gut verladen</li>



<li>&#8230;</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was tue ich also gegen die Trennungsangst?</strong></h2>



<p>Die einfache Antwort: nichts!</p>



<p>Oder, um es besser auszudrücken: ich versuche nicht explizit die Trennungsangst wegzubekommen.</p>



<p><strong>Diese Angst ist nämlich nur ein Symptom. Die Summe von vielen kleinen Dingen die schief laufen.</strong></p>



<p>Wenn ich zunehme, hat das nicht nur eine Ursache. Ich esse zu viel, bewege mich zu wenig, habe zu viel Stress und schlafe zu wenig. Alle diese Dinge bewirken in der Summe, dass ich zunehme.</p>



<p>Genauso ist es mit der Trennungsangst. Dein Pferd hat mit vielen kleinen Dingen Probleme oder Sorgen. Diese verusachen in ihrer Summe die Angst. Um die Trennungsangst wegzubekommen, musst Du Dich also um die vielen kleinen Dinge kümmern, die Deinem Pferd Sorgen machen.</p>



<p><span style="color: #000000;"><strong>Trennungsangst besteht nur aus ein bisschen &#8222;Trennung&#8220; und viel &#8222;Angst&#8220;.</strong></span></p>



<p>Um diese Ängste abzubauen beginne ich mit Bodenarbeit. Wenn die Bodenarbeit wirklich sitzt sollte die Trennungsangst kein großes Thema mehr sein.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wozu Bodenarbeit?</strong></h2>



<p>Mit jedem Pferd, welches ich über einen längeren Zeitraum reite, starte ich mit der Bodenarbeit. Das bedeutet für mich:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das Pferd lernt zu lernen und sich durch Probleme durchzudenken. Ich lasse es Fehler machen und selbst die Lösung eines Problems finden.</li>



<li>Das Pferd lernt, seinen Fokus auf mich und das hier und jetzt zu richten. Besonders klebende Pferde haben große Probleme damit, sich zu konzentrieren. Sie schauen von A nach B nach C und reagieren auf jede noch so kleine Ablenkung. Deshalb rempeln diese Pferde auch oft den Menschen an, der sie führt: Sie sind so beschäftigt damit, in der Gegend herumzugucken, dass sie den Menschen komplett vergessen.</li>



<li>Das Pferd lernt mit &#8222;gruseligen&#8220; Dingen umzugehen und ruhig zu reagieren, anstatt in Panik zu verfallen.</li>



<li>Das Pferd lernt, dass ich konsequent und in meinem Handeln konstant und verlässlich bin.</li>
</ul>



<p>Vom Boden aus zu starten ist erst mal ungefährlicher als sich auf ein besorgtes Pferd zu setzen. Und: was am Boden nicht klappt wird im Sattel erst recht nicht funktionieren!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mein Trainingsplan für klebende Pferde sieht so aus:</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Richtig Führen</strong></h3>



<p>Über die korrekte Führposition gibt es viele Meinungen und Diskussionen. Mir ist die Position des Pferdes egal &#8211; solange es nicht zu Nahe bei mir oder vor mir läuft. Meistens laufen meine Pferde von selbst schräg hinter mir.</p>



<p>Den Strick halte ich etwa 1,5 Meter vom Pferdekopf entfernt und lasse ihn durchhängen. Ich sehe viele Leute, die den Strick direkt unterm Kinn des Pferdes greifen und hoffen es somit mehr unter Kontrolle zu haben. <strong>Das solltest Du nicht tun. </strong>Dadurch stehst Du nämlich automatisch sehr nahe am Pferd und genau das wollen wir vermeiden. Nahe am Pferd zu führen bedeutet, dass Du schnell wieder in diese Fohlen-Mama-Situation kommst: Dein Pferd sieht irgendwo ein Gespenst und lehnt sich gegen Dich oder springt sogar gegen Dich wenn es scheut.</p>



<p>Du hälst nun also den Strick ausreichend vom Pferdekopf entfernt. <strong>Der nächste Schritt ist, Deinem Pferd verständlich zu machen, dass es sich mehr auf Dich konzentrieren und Dich nicht umrennen soll.</strong> Sobald Du den Eindruck hast, dass Dein Pferd Dir zu nahe kommt, schwingst Du das Ende des Stricks (etwa einen Meter) energisch um Dich herum. Am besten drehst Du Dich dabei nicht einmal um. Dabei geht es nicht explizit darum Dein Pferd zu treffen. Wenn es getroffen wird war es zu nahe, wenn nicht ist das noch besser, denn dann hat es genug Abstand gehalten.</p>



<p><strong>Ich höre in Gedanken schon die ersten rufen &#8222;die haut das arme Pferd&#8220;.</strong> Darum geht es wie gesagt nicht! Du schwingst den Strick nur in dem kleinen Umkreis um Dich herum. Dein Pferd kann diesen Umkreis jederzeit verlassen. Wenn es raus ist, wird es nicht mehr getroffen und <strong>Du verfolgst es auch nicht mit dem Strick! </strong>Du bleibst dabei ruhig und wirst nicht wütend. Es ist gut und in Ordnung wenn Dein Pferd Fehler macht, nur so kann es lernen.</p>



<p>Es geht hier nicht darum Dein Pferd zu bestrafen &#8211; es tut was es tut nicht aus bösem Willen &#8211; sondern um <strong>klare Kommunikation</strong>. Du &#8222;sagst&#8220; Deinem Pferd, dass es Dir zu Nahe gekommen ist und mehr auf Dich achten muss.</p>



<p>Übrigens gehen die Pferde auf der Koppel auch nicht anders miteinander um: kommt das eine dem anderen zu Nahe &#8211; also in seinen engeren Umkreis &#8211; und es will das nicht, wird es treten.</p>



<p><strong>Vorsicht vor falsch verstandener Pferdeliebe! Du tust Deinem Pferd keinen Gefallen wenn es Dich ständig über den Haufen rennen darf. Es wird damit für sein ängstliches Verhalten noch belohnt und seine Unsicherheit wird weiter steigen. Das ist kein angenehmer Zustand für Dein Pferd und für Dich und Andere potenziell gefährlich.</strong></p>



<p>Als nächstes solltest Du sicherstellen, dass Dein Pferd seine Aufmerksamkeit bei Dir hat. Das erkennst Du zum Beispiel daran, dass sich ein Ohr immer wieder in Deine Richtung dreht.</p>



<p>Schaut Dein Pferd wild in der Gegend herum und irgnoriert Dich, drehe Dich herum und laufe zügig und bestimmt in die entgegengesetzte Richtung. Dein Pferd muss folgen und somit seine Aufmerksamkeit auf Dich richten. Es kann sein, dass Du das am Anfang ziemlich oft machen musst. Dein Pferd wird aber früher oder später mehr auf Dich achten, da es nun erwartet jederzeit die Richtung wechseln zu müssen.</p>



<p>Steht Dein Pferd und hat seine Aufmerksamkeit bei Dir, vergiss nicht es ein bisschen als Belohnung zu kraulen.</p>



<p>Wenn Dein Pferd einfach stehen bleibt und nicht weiter gehen will, kannst Du zuerst versuchen einfach in eine andere Richtung zu gehen, bei manchen Pferden reicht das schon.</p>



<p>Hilft das nicht, stelle Dich schräg neben den Kopf Deines Pferdes, auf keinen Fall vor es. Greife den Strick ca. einen halben Meter vom Pferdekopf entfernt und halte ihn straff gespannt. Dein Pferd soll den Druck spüren, aber ziehe nicht übermäßig fest – Du musst den Zug wahrscheinlich eine ganze Weile aufrechterhalten und willst nicht, dass Dir mittendrin der Arm abfällt. Mit der anderen Hand lässt Du nun das Ende des Stricks kreisen und zwar so, dass es Dein Pferd bei jeder Drehung an der Schulter touchiert (nicht wahnsinnig fest, aber spürbar, wie ein Antippen). Das machst Du jetzt so lange weiter, bis Dein Pferd nachgibt, oder sogar einen Schritt nach vorne geht. Dann gibst auch Du <strong>sofort </strong>nach und hörst auf den Strick zu kreisen. Meistens bleiben die Pferde dann wieder stehen. Also das ganze Spielchen von vorne. Das machst Du so lange, bis Dein Pferd mit Dir mitgeht (hab Geduld, das kann unter Umständen dauern!). Und dann natürlich das Loben nicht vergessen!</p>



<p><strong>Unterschätze nicht die kleinen Dinge wie das Führen! Sobald Du mit Deinem Pferd zusammen bist lernt es etwas. Ob das etwas Gutes, oder etwas Schlechtes ist liegt ganz bei Dir.</strong></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Problem aus der Praxis:</strong></h5>



<p>&#8222;Sobald ich mein Pferd von der Koppel führe rennt es nur noch um mich herum und zieht zurück zur Koppel&#8220;</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die Lösung:</strong></h5>



<p>Führe Dein Pferd an einem ausreichend langen Strick und nimm eine Gerte mit. Wenn es beim Wegführen von der Koppel wie oben beschrieben reagiert, geh mit ihm zurück zur Koppel. Vor dem Eingang lässt Du es nun am Strick um Dich herum laufen, ähnlich als wolltest Du es longieren. Bei Bedarf kannst Du mit der Gerte treiben. Es ist dabei nicht wichtig, dass ihr an der selben Stelle bleibt, lass Dein Pferd hindriften wo es mag, aber es muss weiter arbeiten.</p>



<p>Du wirst früher oder später merken, dass Dein Pferd weg vom Koppeleingang driftet. Dann hörst Du <strong>sofort</strong> auf es zu treiben und gehst mit ihm weg von der Koppel, in die Richtung, in die es von sich aus läuft.</p>



<p>Wenn es ein paar Meter entfernt wieder anfängt zur Koppel zu ziehen macht ihr das Spielchen von vorne. Dann auch gerne an dieser Stelle &#8211; Du musst nicht den Weg zum Koppeltor zurück gehen.</p>



<p>Der Sinn dieser Sache ist es, Deinem Pferd den Platz am Koppeltor ungemütlich zu machen. Wenn es an diesem Platz ist muss es arbeiten. Wenn es von diesem Platz weggeht wird es in Ruhe gelassen und hat Pause. Die meisten Pferde lernen das sehr schnell.</p>



<p>Wichtig ist, dass Du nicht versuchst zu verhindern, dass Dein Pferd zur Koppel zurückzieht. Dein Pferd muss erst den &#8222;Fehler&#8220; machen, bevor Du etwas dagegen tun kannst. Ansonsten lernt es nichts. Genauso wichtig ist es auch, dass Du Dein Pferd komplett in Ruhe lässt, wenn es in die richtige Richtung geht. Kein Zupfen am Strick, kein Schnalzen, kein Treiben mit der Gerte.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Ein paar Worte zu Druck</strong></h4>



<p>Ja, mit diesem Vorgehen setzt Du Dein Pferd unter Druck. Auch ich möchte meinen Pferden so wenig Druck wie möglich machen, bin aber der Meinung, dass es in manchen Situationen nicht ohne geht. Ein nervöses, ängstliches Pferd wird sich nur in den seltensten Fällen durch Leckerlis und Belohnung beruhigen lassen. (Wenn jemand andere Erfahrungen und Tipps hat: immer her damit!)</p>



<p><strong>Die Probleme von klebenden Pferden sind in der Regel menschengemacht. Das Pferd kann nichts dafür. Deshalb ist es wichtig, dass Du immer fair, ruhig und freundlich bleibst. Nichts was Du tust darf Bestrafung sein und niemals solltest Du aus einem Gefühl der Wut heraus reagieren.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Schrecktraining</strong></h3>



<p><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/" target="_blank" rel="noopener">Im zweiten Artikel der Serie geht es um das Schrecktraining.</a> Das ist einer der wichtigsten Punkte bei einem klebenden Pferd, den das Hauptproblem solcher Pferde ist Angst und Unsicherheit.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Arbeit im Roundpen &#8211; Hooking On</strong></h3>



<p><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-roundpen/" target="_blank" rel="noopener">Im dritten Artikel der Serie geht es um die Arbeit im Roundpen.</a> Das Pferd lernt im hier und jetzt zu sein und sich auf Dich zu konzentrieren. Klebenden Pferden fehlt meist der Fokus, sie sind sehr schnell abgelenkt und schaffen es nicht sich zu konzentrieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Arbeit im Sattel</strong></h3>



<p><a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-reiten/" target="_blank" rel="noopener">Im vierten Artikel der Serie geht es um die Arbeit im Sattel.</a> Hier erkläre ich was ich tue, wenn mein Pferd in der Halle oder auf dem Platz immer zu den anderen Pferden hinzieht oder zu nahe an ihnen kleben bleibt. Dieses Vorgehen lässt sich auch auf einen Ausritt übertragen, bei dem man einen anderen Weg reiten möchte als der Mitreiter und die Pferde sich trennen müssen.</p>





<p><strong>Der Artikel ist nun doch länger geworden als geplant. Wenn irgendetwas unklar ist und Du Fragen oder Anmerkungen hast schreib mir einfach in den Kommentaren! Ich lese und beantworte selbstverständlich alle!</strong><img loading="lazy" decoding="async" alt="" width="1" height="1" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/73c72a554eec4f5dbcd42f00d57e100c" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-fuehren/">Klebendes Pferd: Trainingsplan für Pferde mit &#8222;Trennungsangst&#8220; &#8211; Teil 1: Richtig Führen</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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