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	<title>Erste Hilfe Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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		<title>Alternative Heilmethoden für Pferde &#8211; alles Quatsch oder tolle Alternative?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Aug 2016 04:13:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alternative Heilmethoden werden immer beliebter &#8211; Homöopathie, Bachblüten, Schüßler-Salze, Traditionelle Chinesische Medizin und Co. werden nicht mehr nur beim Menschen, sondern auch bei unseren Pferden eingesetzt. An den alternativen Heilmethoden scheiden sich jedoch die Geister: das Spektrum der Meinungen reicht von absolut dagegen bis völlig begeistert und es wird nicht selten hitzig diskutiert. Was meine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Alternative Heilmethoden werden immer beliebter &#8211; Homöopathie, Bachblüten, Schüßler-Salze, Traditionelle Chinesische Medizin und Co. werden nicht mehr nur beim Menschen, sondern auch bei unseren Pferden eingesetzt. An den alternativen Heilmethoden scheiden sich jedoch die Geister: das Spektrum der Meinungen reicht von absolut dagegen bis völlig begeistert und es wird nicht selten hitzig diskutiert.</p>



<p>Was meine Meinung zu alternativen Heilmethoden für Pferde ist, wie meine Erfahrungen damit aussehen, grundlegende Infos und die häufigsten Vorurteile und Fragen zum Thema findest Du in diesem Artikel. Weil das Thema ziemlich umfangreich ist, habe ich mich mit Petra von der Pferdeflüsterei zusammengetan. <a href="https://www.pferdefluesterei.de/schuessler-homoeopathie-pferde/" target="_blank" rel="noopener">Ihren ergänzenden Artikel findest Du hier.</a> Unterstützt wurde ich außerdem von Katharina Thöne von <a href="http://www.apopet.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener">apopet</a>, die meinen Fragen Rede und Antwort stand.</p>



<p>*** Ich bin weder Tierarzt noch Heilpraktiker, der Artikel spiegelt also nur meine ganz persönliche Meinung wieder und ersetzt auf keinen Fall eine Beratung beim Tierheilpraktiker oder Tierarzt! Ziehe bitte <span style="text-decoration: underline;">immer</span> einen Tierarzt zu Rate und probiere nicht einfach selbst aus! ***</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Alternative Heilmethoden für Pferde im Überblick</strong></h2>



<p>Alle hier genannten alternativen Ansätze haben gemeinsam, dass das Pferd als Ganzes betrachtet wird. Es sollen keine Symptome behandelt, sondern die Ursache beseitigt werden. Der Körper wird als komplexes System angesehen, welches ganzheitlich behandelt werden muss.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Homöopathie</strong></h3>



<p>Das grundlegende Prinzip der Homöopathie ist es, Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen. Gegen Verbrennungen könnte man also z.B. die homöopathische Form der Brennessel einsetzen und gegen Nervosität und Schlafprobleme die homöopathische Form von Kaffee. Die Theorie dahinter ist, dass damit die Selbstheilungskräfte und das Abwehrsystem des Körpers aktiviert werden. In der Schulmedizin ist das übrigens beim Impfen ganz ähnlich: der Krankheitserreger wird über den Impfstoff hinzugefügt, der Körper bildet Antikörper als Reaktion darauf und wird immun.</p>



<p>Ein weiteres Merkmal der Homöopathie &#8211; und Grund vieler Diskussionen &#8211; ist die sogenannte Potenzierung. Die homöopathischen Mittel werden dabei immer weiter verdünnt und im nächsten Schritt verschüttelt. Je höher die Potenz, desto stärker verdünnt (oder verschüttelt) ist das Mittel &#8211; bis hin zu so hohen Verdünnungen/Verschüttelungen, dass das Mittel in Untersuchungen nicht mehr nachgewiesen werden kann. Besonders hier setzen viele Kritiker an: wie soll etwas wirken, von dem nichts mehr übrig ist? Die Homöopathen entgegnen, dass sich die Energie, die Schwingung des Ursprungsmittels auf die Globuli (die Zuckerkügelchen) überträgt. Oft wird auch von Informationen gesprochen, die von dem Mittel auf die Globuli übertragen werden.</p>



<p>Ich bin ein relativ kritischer Mensch. Heilung durch Energie führt bei mir nicht gerade zu Begeisterungsstürmen und lässt mich reflexartig an weggetretene Hippies denken. Aber ich glaube auch, dass wir manches noch nicht wissen und noch nicht erforschen können. Und meine persönlichen Erfahrungen mit Homöopathie sprechen dafür, dass es wirkt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Bachblüten</strong></h3>



<p>Mit Bachblüten soll ein Ungleichgewicht zwischen Körper und Seele geheilt werden. Sie lösen Traumata und helfen schlechte Erfahrungen zu überwinden. Der seelische und geistige Zustand beeinflusst den körperlichen Zustand und umgekehrt, deshalb sollte man nicht nur einen Aspekt behandeln, sondern ganzheitlich vorgehen. Auch hier wird &#8211; wie in der Homöopathie &#8211; von energetischen Schwingungen gesprochen, die das innere Gleichgewicht wieder herstellen, energetische Blockaden lösen und Krankheiten vorbeugen.</p>



<p>Und wieder merke ich schon beim Tippen, wie ich mich innerlich ein bisschen sträube. Psychische Probleme und Traumata mit Bachblüten zu heilen kommt mir etwas weit hergeholt vor. <strong>Ich kann aber nicht bestreiten, dass die Notfalltropfen schon bei diversen Hunden und Pferden prima geholfen haben.</strong></p>



<p>Hier findest Du eine <a href="https://tiertelepathie.wordpress.com/bachbluten-fur-tiere/" target="_blank" rel="noopener">Übersicht über die einzelnen Bachblüten</a> und ihre Einsatzmöglichkeiten beim Pferd. Wie immer solltest Du nicht alleine mit der Behandlung loslegen, sondern einen Profi zu Rate ziehen!</p>



<p>Für Tiere eignen sich die Bachblüten in Globuli-Form. In der Flüssig-Variante ist oft etwas Alkohol enthalten, der gerade für Katzen schädlich sein kann.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Bachblüten für Pferde: die Dosierung</strong></h4>



<p>Pferde sollen in der Regel sechs mal am Tag 10 Globuli (oder Tropfen) Bachblüten bekommen (sprich das aber mit Deinem Tierarzt/Heilpraktiker ab). Wichtig ist, dass Du die Globuli über den Tag verteilt gibst. Du kannst sie Deinem Pferd ins Futter, ins Wasser, direkt auf die Zunge oder auf Leckerli geträufelt geben.</p>



<p>Die Behandlung dauert meist zwei bis drei Monate, erste Ergebnisse bemerkt man aber oft schon früher. Es ist wichtig, dass Du die Tropfen wirklich regelmäßig gibst und es nicht vergisst oder früher abbrichst &#8211; dann wirken die Bachblüten nicht so gut. Sechs mal am Tag an den Stall fahren ist natürlich schwierig. Eventuell kann das der Stallbesitzer übernehmen. Wenn Du eine nette Stallgemeinschaft hast, kannst Du vielleicht mit unterschiedlichen Leuten verabreden, dass sie Deinem Pferd die Bachblüten geben und das auf einer ausgehängten Liste eintragen. Falls das alles keine Option ist: die <a href="http://www.apopet.de/produkte/bl%C3%BCtenessenzen-nach-dr-bach/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Bachblüten-Globuli von apopet</a> können zwei- bis dreimal pro Tag gegeben werden, dann aber ohne Futter.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="402" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/08/Bachblueten-Pferd-1.jpg" alt="Bild von zwei Bachblüten Globuli-Verpackungen vor einem Blatt" class="wp-image-3502" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/08/Bachblueten-Pferd-1.jpg 600w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/08/Bachblueten-Pferd-1-300x201.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/08/Bachblueten-Pferd-1-400x268.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Schüßler-Salze</strong></h3>



<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><img decoding="async" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/08/Schuessler-Salze-Pferd-1.jpg" alt="Bild von zwei Schüßler-Salze-Verpackungen vor einem Blatt" class="wp-image-3501" width="455" height="305" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/08/Schuessler-Salze-Pferd-1.jpg 600w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/08/Schuessler-Salze-Pferd-1-300x201.jpg 300w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/08/Schuessler-Salze-Pferd-1-400x268.jpg 400w" sizes="(max-width: 455px) 100vw, 455px" /></figure>



<p>Schüßler-Salze haben wir erfolgreich bei unserer Kuvasz-Hündin mit gerissenen Kreuzbändern, Knorpelablösung und Knochenchips in den Gelenken eingesetzt &#8211; selbstverständlich zusätzlich zum schulmedizinischen operativen Eingriff. Sie hatte die OP als junger Hund und ich erinnere mich noch gut daran, dass der Spruch damals war &#8222;wenn sie noch ein paar gute Jahre hat, können wir zufrieden sein&#8220;. Sie wurde 12 (was für eine so große Rasse und einen Hund mit ihrem schlechten Gebäude grandios ist) und hat keine weiteren Eingriffe gebraucht. Wenn sie Probleme mit den Gelenken hatte, gab es eine Kur mit Schüßler-Salzen und das Problem war erledigt.</p>



<p><a href="https://www.pferdefluesterei.de/schuessler-homoeopathie-pferde/" target="_blank" rel="noopener">Mehr Infos zu Schüssler Salzen findest Du hier in Petras Artikel.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>TCM &#8211; Traditionelle Chinesische Medizin</strong></h3>



<p>Mit dem Einsatz der TCM bei Tieren habe ich noch keine Erfahrungen &#8211; ich wurde aber selbst schon mit Heiltees nach der Phytotherapie und Akupunktur behandelt und bin begeistert (außer vom Geschmack der Tees, der kann wirklich scheußlich sein).</p>



<p><a href="http://www.slaka-pferde.de/2016/07/10/die-f%C3%BCnf-pferde-typen-der-traditionellen-chinesischen-medizin/" target="_blank" rel="noopener">Mehr zum Thema TCM bei Pferden findest Du zum Beispiel hier.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Vorurteile und häufige Fragen</strong></h2>



<p><strong>Alternative Heilmethoden sind doch nur Placebos und wirken nur, weil man an sie glaubt!</strong></p>



<p>Ich glaube nicht, dass alternative Heilmethoden nur als Placebo wirken, denn ansonsten würden sie bei Tieren wohl keine Wirkung zeigen. Ein Pferd, dem ich Arnika-Globuli ins Maul schiebe, wird wohl kaum fest daran glauben, dass sie bei der Trittverletzung am Bein helfen. Trotzdem helfen sie.</p>



<p>In einer Studie von 2013 (<a href="http://www.froghom.net/sites/froghom.net/files/downloads/Harrer_(Hom_2013)_repetition_highland_bearb4.pdf" target="_blank" rel="noopener">Auszug auf Englisch</a>) konnte mit einem homöopathischen Mittel sogar wiederholt das Wachstum von Kaulquappen gehemmt werden &#8211; das liegt sicher nicht daran, dass die Kaulquappen fest daran glauben, dass das Mittel wirkt.</p>



<p><strong>Alternative Heilmethoden helfen nur bei leichten Erkrankungen!</strong></p>



<p>Ich hatte eine ganze Weile immer wieder Migräneanfälle &#8211; inklusive Flimmern im Gesichtsfeld und so starken Schmerzen, dass ich mich übergeben musste. Die Schulmedizin konnte mir nicht weiterhelfen und kam mit starken Medikamenten mit ellenlangen Nebenwirkungs-Listen. Was mir geholfen hat &#8211; und zwar bis heute &#8211; war ein auf mich abgestimmtes homöopathisches Mittel. Ich hatte seit Jahren keine Migräne mehr und habe auch allgemein viel seltener Kopfschmerzen.</p>



<p>Die Mittel helfen also nicht nur bei Kratzern, Beulen und Erkältung, sondern können durchaus auch bei anderen Erkrankungen eingesetzt werden. Besonders bei Erkrankungen, bei denen die Schulmedizin nicht mehr weiter weiß, können alternative Heilmethoden eine (ergänzende) Möglichkeit sein. Wichtig ist, dass Du einen guten Arzt an Deiner Seite hast, der weiß was er tut und auch weiß, wann die Grenzen der alternativen Methoden erreicht sind und man auf konventionelle Methoden umschwenken muss.</p>



<p><strong>Alternative Heilmethoden sind nicht wissenschaftlich erwiesen!</strong></p>



<p>Das ist richtig. Es gibt einige Studien zur Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln, viele davon kommen zum Ergebnis, dass sie nicht wirken, einige sagen sie wirken, andere sind neutral.</p>



<p>Das Problem mit solchen Studien liegt in meinen Augen an mehreren Stellen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wer hat sie in Auftrag gegeben und welche Interessen stecken dahinter? (Es gibt Auftraggeber, die kein Interesse daran haben, Studienergebnisse zu produzieren, die die Wirkung der alternativen Heilmethoden beweisen)</li>



<li>Wie methodisch hochwertig und belastbar sind die Studien?</li>



<li>Können wir schon alle Phänomene des Universums messen? Und existiert etwas nicht, nur weil wir es (noch) nicht messen können?</li>
</ul>



<p>Wer sich für solche Studien und die Wissenschaft hinter der Homöopathie interessiert, kann bei der <a href="http://www.carstens-stiftung.de/projekte/homoeopathie" target="_blank" rel="noopener">Carstens Stiftung</a> vorbeischauen. Dort gibt es zum Beispiel eine Auflistung von <a href="http://www.carstens-stiftung.de/artikel/grossangelegtes-projekt-zur-erstellung-systematischer-uebersichtsarbeiten-in-der-homoeopathie.html" target="_blank" rel="noopener">Übersichtsarbeiten in der Homöopathie</a>.</p>





<h3 class="wp-block-heading"><strong>Fragen an Katharina Thöne von <a href="http://www.apopet.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener">apopet</a></strong></h3>



<p><strong>Kann man sein Pferd selbst mit homöopathischen Mitteln behandeln oder muss man mit ihm zu einem entsprechend ausgebildeten Arzt?</strong></p>



<p>Meist erkennt man anhand von Art und Stärke der Beschwerden, ab wann der Fall in fachliche Hände gehört. Auch die Homöopathie hat Grenzen.<br>Es gibt aber an sich leichtere Fälle wie Insektenstiche oder kleinere Wunden, die man oft selbst wieder in den Griff bekommt. Je nachdem, wie viel Erfahrung man hat.<br>Sollten es aber tiefergreifende oder vor allem unklare Beschwerden sein, holt man den Rat eines Tierarztes oder Tierheilpraktikers ein.</p>



<p><strong>Sind homöopathische Mittel gefährlich, wenn sie falsch angewendet werden? Was passiert, wenn man die falschen oder zu viele Mittel gibt?</strong></p>



<p>Bei der Homöopathie muss man bei den Hochpotenzen (ab C30) achtgeben. Bei der Wahl eines „falschen“ Mittels kann es sein, dass der Patient die sogenannte „Arzneimittelprüfung“ durchlebt. Alle homöopathischen Mittel werden am Gesunden getestet und rufen dann die Beschwerden hervor, die beim Kranken geheilt werden sollen. Eben diese Beschwerden könnten dann in Erscheinung treten, dies ist aber nur selten der Fall, bzw. ist meist nur bei hochpotenzierten Einzelmitteln zu erwarten.<br>Homöopathische Komplexmittel sind aufeinander abgestimmt und enthalten meist niedrige Potenzen.</p>



<p><strong>Gibt es Nebenwirkungen bei homöopathischen Mitteln?</strong></p>



<p>Nein, homöopathische Mittel verursachen keine Nebenwirkungen.<br>Bei der Homöopathie kann es zu einer Erstreaktion kommen, das heißt, die Beschwerden werden nach Ansetzen eines Mittels zunächst etwas schlimmer. Dies klingt aber innerhalb kurzer Zeit wieder ab und die Linderung der Beschwerden überwiegt. Die Erstreaktion wird als Anzeichen dafür bewertet, dass der Körper auf das Mittel reagiert.</p>



<p>(Anmerkung Christina: das heißt aber nicht, dass man wie wild selbst irgendwelche Mittel ins Tier stopfen sollte! Das falsche homöopathische Mittel kann in entsprechender Dosis auch Vergiftungen bewirken.)</p>



<p><strong>Welche homöopathischen Mittel (oder auch Schüßler-Salze) gehören Ihrer Meinung nach in eine Stallapotheke?</strong></p>



<p>Bei den Schüßler-Salzen kann man die Nummern 3, 5 und 7 differenzieren. Nummer 3 gilt als Akutmittel bei Entzündungen und Atemwegserkrankungen. Die Nummer 5 wirkt ausgleichend bei psychischer, nervlicher Belastung, die Nummer 7 kann gut bei Muskelverspannungen und Nervosität eingesetzt werden.</p>



<p>Die homöopathische Stallapotheke kann individuell zusammengestellt werden. Meist sind dort sehr viele Einzelmittel enthalten. Hier kann man sich den Rat eines Tierarztes/ Tierheilpraktikers einholen. Akutmittel wie Arnica oder Aconitum sollten vorhanden sein.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Eine wichtige Anmerkung:</strong></h4>



<p>Das große Problem der Homöopathie ist, dass oft einfach das falsche Mittel ausgewählt wird. Nach kurzer Recherche im Internet wird eine Selbstdiagnose gestellt, das nachgelesene Mittel bestellt und dem Tier gegeben. Dann stellt man nach einer Woche fest, dass das Mittel nicht geholfen hat und die Homöopathie bzw. die Schüßler Salze alles Quatsch ist. Ein passendes Mittel auszuwählen ist meist nicht ganz einfach, sogar Heilpraktiker liegen manchmal beim ersten Versuch daneben, da der Patient evtl. nicht alles von sich preisgegeben hat.</p>



<p>Ein Gespräch mit dem Tierarzt (wenn er denn Befürworter der Homöopathie ist) oder einem Tierheilpraktiker ist immer sinnvoll, bzw. sollte man z.B. am Stall mit den Bekannten oder Trainern sprechen und Erfahrungen austauschen. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass die Homöopathie ihre Grenzen hat. <strong>Ernsthafte Erkrankungen lassen sich einfach nicht nur mit Homöopathie behandeln, es ist sogar ein grober Fehler und wir würden jedem davon abraten.</strong> Zur Unterstützung jederzeit, aber nicht ausschließlich. Leider gibt es auch hier schwarze Schafe, die solche Dinge in die Welt setzen und die Homöopathie damit schädigen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Alternative Heilmethoden: meine Erfahrungen und meine Meinung</strong></h2>



<p>Ich bin, wie bereits erwähnt, ein eher skeptischer Mensch und hinterfrage alles. Die Erklärungen, warum alternative Heilmethoden wirken, sind für mich also nicht immer einfach zu schlucken.</p>



<p>Warum glaube ich also an ihre Wirkung und setze sie seit Jahren sowohl bei mir, als auch bei meinen Haustieren ein?</p>



<p><strong>Ich hatte nur positive Erfahrungen. So einfach ist es.</strong></p>



<p>Am Ende muss ich nicht wissen, warum genau und wie es wirkt, so lange es wirkt. Und das tut es bisher. Ich hatte dank homöopathischer Kügelchen seit Jahren keine Migräne mehr (und davor Vieles erfolglos probiert), einer der Hunde konnte dank Bachblüten ohne zu erbrechen Auto fahren, der andere hatte mit Schüßler-Salzen kaum noch Probleme mit den Gelenken und die Blessuren der Pferde heilen dank Arnika in Rekordzeit.</p>



<p><strong>Selbstverständlich gibt es Krankheiten und Situationen, in denen man zur Schulmedizin greifen muss.</strong> <strong>Ich würde auch niemals auf eigene Faust mich oder meine Tiere behandeln, sondern immer einen Tierarzt und Heilpraktiker zu Rate ziehen.</strong></p>



<p>Trotzdem sind alternative Heilmethoden eine super Ergänzung für mich, die mir und meinen Tieren schon in Situationen geholfen haben, in denen ich mit der Schulmedizin nicht weiterkam. Zusammen mit einer guten Haltung und artgerechten Ernährung kann man damit einiges bewirken.</p>





<p><strong>Setzt Du alternative Heilmethoden ein? Welche Erfahrungen hast Du gemacht?</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Oder findest Du das ist alles Quatsch?</strong></h4>





<p>*Dieser Artikel wurde von der Orthim KG in Auftrag gegeben – herzlichen Dank dafür. Alle Meinungen und Empfehlungen sind aber wie immer ganz allein meine!*</p>



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		<title>Lahmheit erkennen beim Pferd &#8211; was jeder Reiter wissen sollte!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2016 17:35:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor ein paar Wochen habe ich in diesem Artikel von ProPferd gelesen, dass erschreckend wenige Reiter erkennen ob ihr Pferd lahmt. Wie genau man eine Lahmheit erkennen kann, wird aber nicht beschrieben. Am besten lernt man so etwas bei einem Erste-Hilfe-Kurs vom Tierarzt. Aber für alle, die (noch) keine Möglichkeit haben von jemandem vor Ort [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vor ein paar Wochen habe ich in <a href="https://www.propferd.at/main.asp?VID=1&amp;kat1=5&amp;kat2=32&amp;GenLiPage=&amp;NID=3930" target="_blank" rel="noopener">diesem Artikel</a> von ProPferd gelesen, dass erschreckend wenige Reiter erkennen ob ihr Pferd lahmt. Wie genau man eine Lahmheit erkennen kann, wird aber nicht beschrieben.</p>



<p>Am besten lernt man so etwas bei einem Erste-Hilfe-Kurs vom Tierarzt. Aber für alle, die (noch) keine Möglichkeit haben von jemandem vor Ort zu lernen, möchte ich hier die gängigsten Anzeichen von Lahmheit zusammenfassen.</p>



<p>Wie immer der Hinweis: ich bin kein Tierarzt und kann nur das weitergeben, was ich gelernt habe. Wenn Du auch nur den geringsten Zweifel daran hast, dass Dein Pferd sauber läuft und nicht weißt, woran das liegt, solltest Du einen Tierarzt rufen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Lahmheit erkennen im Stand</strong></h2>



<p>Manche Lahmheiten kannst Du bereits an der Art wie das Pferd steht erkennen. Steht es nicht gleichmäßig auf allen vier Beinen und entlastet immer das gleiche Bein, kann das ein Anzeichen von Schmerzen sein. Damit meine ich natürlich nicht das normale, entspannte Aufsetzen der Hinterhufspitze das viele Pferde tun. Wenn Du Dein Pferd ein paar Schritte bewegst und dann wieder stehen lässt wird es meist nicht gleich wieder den selben Huf aufsetzen. Tut es das aber sofort und immer wieder beim gleichen Bein solltest Du genauer hinschauen (vielleicht sind an seinem Gesichtsausdruck auch Schmerzen abzulesen. <a href="https://herzenspferd.de/schmerzen-erkennen/" target="_blank" rel="noopener">Wie das Schmerzgesicht des Pferdes aussieht habe ich hier beschrieben.</a>)</p>



<p>Eine Entlastungshaltung kann zum Beispiel so aussehen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das Pferd streckt ein Bein nach vorne oder nach hinten heraus &#8211; das kann Hinter- oder Vorderbein sein</li>



<li>Das Pferd setzt die Spitze des Vorderhufes auf und knickt im Vorderfußwurzelgelenk ab</li>



<li>Das Pferd setzt die Spitze des Hinterhufs auf und knickt im Sprunggelenk ab</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Lahmheit erkennen an der Hand</strong></h2>



<p>Am besten erkennst Du eine Lahmheit, wenn jemand anderes das Pferd an der Hand vorführt. Dazu sollte er einmal gerade von Dir weg laufen, mit einer engen Volte kehrt machen und wieder gerade auf Dich zu laufen. Zusätzlich solltest Du Dir das Ganze dann noch einmal von der Seite anschauen.</p>



<p>Wenn das Pferd auf Dich zukommt konzentrierst Du Dich auf Du die Vorderbeine, läuft es von Dir weg schaust Du Dir die Hinterbeine an. Achte darauf, dass Du nicht zu nahe am Pferd bist. Manche Lamheiten erkennt man besser, wenn man sich nicht zu sehr auf eine Stelle, sondern das Gesamtbild konzentriert. Ich mache das so, dass ich meine Augen etwas unfokussiert lasse und versuche Unregelmäßigkeiten im Bewegungsfluss zu sehen.</p>



<p>Beim Führen sollte darauf geachtet werden das Pferd nicht durch einen zu kurzen Strick oder Ziehen an seinem Kopf in seinem Gleichgewicht zu stören und ein gleichmäßiges Tempo beizubehalten. Der Führende sollte möglichst nicht das Pferd anschauen, sondern locker geradeaus laufen &#8211; schaut man beim Führen auf das Pferd beeinflusst man es mit seiner Körpersprache und kann es aus seinem Gleichgewicht bringen.</p>



<p>Stärkere Lahmheiten erkennt man bereits im Schritt, andere erst im Trab, da das Pferd hier nur noch auf je zwei Beinen steht und stärker beeinträchtigt ist wenn eines davon weh tut. Selbst wenn Dein Pferd sauber im Schritt läuft, solltest Du es zustäzlich noch im Trab begutachten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Lahmheit des Vorderbeins</h3>



<p>Ist Dein Pferd auf einem der Vorderbeine lahm, dann belastet es das gesunde Bein stärker. Auf diesem Bein lastet also bei jedem Schritt mehr Gewicht.</p>



<p>Das zeigt sich besonders deutlich an Kopf und Hals des Pferdes: tritt es mit dem verletzen Bein auf, hebt es Hals und Kopf nach oben um möglichst wenig Gewicht darauf zu bringen. Tritt es mit dem gesunden Bein auf, fällt es mit seinem Gewicht auf die Seite und Hals und Kopf fallen nach unten. Es macht also eine mehr oder weniger deutliche Nickbewegung, die auch von der Seite zu sehen ist.</p>



<p>Von der Seite kannst Du eine Lahmheit außerdem erkennen, wenn:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Dein Pferd ein Bein nicht so hoch hebt (bzw. nicht so sehr beugt) wie das Andere oder sogar den Huf über den Boden schleift,</li>



<li>es ein Bein nicht so weit nach vorne schwingt wie das Andere,</li>



<li>es den Huf entweder nur vorne auf der Spitze oder nur hinten am Ballen aufsetzt.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Lahmheit des Hinterbeins</h3>



<p>Ist Dein Pferd auf einem der Hinterbeine lahm, erkennst Du das auch hier daran, dass es das lahme Bein weniger belastet. Bei den Hinterbeinen ist das vor allem an der Kruppe sichtbar: die Kruppe auf der Seite des verletzten Beins wird verstärkt nach oben gezogen. Die schmerzende Seite ist also immer höher als die Gesunde.</p>



<p>Wie beim Vorderbein solltest Du bei der Beobachtung von der Seite darauf achten, ob ein Bein im Vergleich zum anderen weniger gebeugt wird, kürzer nach Vorne schwingt oder den Huf anders aufsetzt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Lahmheit erkennen unter dem Reiter</strong></h2>



<p>Es gibt Lahmheiten, die man nur unter dem Reiter sieht. Als Reiter kannst Du eine solche Lahmheit fühlen, wenn Dein Pferd nicht mehr gleichmäßig läuft. Meistens merkt man das daran, dass eine Seite mehr &#8222;wegkippt&#8220;. Beim <a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener">Trab aussitzen</a> fühlt es sich zum Beispiel so an, als würde eine Seite Deiner Hüfte immer etwas tiefer oder nicht so hoch schwingen wie die andere. In ganz extremen Fällen hast Du das Gefühl, Dein Pferd kippt auf einer Seite unter Dir weg.</p>



<p>Wenn Du den Verdacht hast, dass Dein Pferd lahm geht, solltest Du es immer auch unter dem Reiter beobachten (lassen), selbst wenn sich an der Hand keine Lahmheit gezeigt hat.</p>



<p>Der Reiter sollte beim Vorreiten möglichst wenig tun um das Pferd in seiner Bewegung zu stören. Also nur wenig bis keine Zügeleinwirkung, kein permanentes Treiben und möglichst in leichtem Sitz traben. Der Trab sollte weder zu schnell, noch zu langsam sein.</p>



<p>Auch hier sollte der Reiter gerade vom Beobachter wegreiten, eine Volte oder einen Zirkel reiten und wieder gerade auf den Beobachter zu.</p>



<p>Besonders im Trab auf dem Zirkel verstärken sich Lahmheiten und sind deutlicher zu erkennen, da das innere Beinpaar stärker belastet wird. Zum Vergleich sollte man immer auf beiden Händen einen Zirkel reiten.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Harter oder weicher Untergrund?</strong></h2>



<p>Alle Tests sollte man sowohl auf hartem, als auch auf weichem Boden machen. Manche Lahmheiten zeigen sich vermehrt auf hartem Boden, andere auf Weichem.</p>



<p>Der Vorteil von hartem Boden ist, dass man Lahmheiten auch hören kann, wenn man etwas geübt ist. Da das verletzte Bein entlastet und somit weniger starkt aufgesetzt wird, macht es ein leiseres Geräusch als die anderen drei Beine. Wenn das Bein mit verkürztem Tritt aufgesetzt wird hört man die Unregelmäßigkeit im Takt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was tun wenn das Pferd lahm ist?</strong></h2>



<p>Wenn Du herausgefunden hast, auf welchem Bein Dein Pferd lahmt, dann solltest Du dieses Bein vom Huf aus nach oben abtasten. Parallel dazu tastest Du auch immer das andere, gesunde Bein ab. Manche Unterschiede erspührt man nur im direkten Vergleich.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gibt es Verletzungen am Huf, sitzt das Eisen noch richtig, hat sich das Pferd etwas in den Huf getreten (zum Beispiel einen Nagel, Scherben, etc.)?</li>



<li>Ist der Huf heißer als der Andere?</li>



<li>Gibt es eine Wunde am Bein?</li>



<li>Ist das Bein irgendwo geschwollen?</li>



<li>Ist das Bein an einer bestimmten Stelle heiß?</li>



<li>Reagiert das Pferd schmerzempfindlich auf Druck?</li>
</ul>



<p>Wunden solltest Du enstprechend versorgen und bei Bedarf den Tierarzt rufen.</p>



<p><span style="color: #999999;">Lesetipp: Mehr Infos zu <a href="https://www.propferd.at/main.asp?VID=1&amp;kat1=96&amp;kat2=643&amp;DDate=06112015&amp;NID=2870" target="_blank" rel="noopener">erster Hilfe beim Pferd</a> findest Du hier bei ProPferd.</span></p>



<p>Wenn am Bein keine offenen Wunden sind, sondern nur eine geschwollene Stelle, hilft es diese Stelle zu kühlen. Verbessert sich der Zustand nach ein bis zwei Tagen nicht, sollte man &#8211; im Zweifelsfall lieber früher als später &#8211; den Tierarzt rufen.</p>



<p>Bei starken Lahmheiten, Verletzungen oder Schwellungen an Gelenken oder Sehnen sollte man sofort den Tierarzt rufen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Empfehlung</strong></h2>



<p>Besonders leichte Lahmheiten lassen sich oft nur vom Experten erkennen. Deshalb kann ich jedem nur empfehlen in regelmäßigen Abständen einen Routinecheck vom Osteopathen oder Physiotherapeuten machen zu lassen. Der kann dan auch gleich nach Blockaden schauen und vielen Problemen vorbeugen bevor sie entstehen.</p>



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		<title>Erste Hilfe nach dem Sturz vom Pferd &#8211; was jeder Reiter wissen sollte!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jan 2015 11:25:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Reitersitz]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[durchgehen]]></category>
		<category><![CDATA[Erste Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Sturz]]></category>
		<category><![CDATA[Unfall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Reiten ist kein ungefährlicher Sport. Immer wieder hört man Horrorgeschichten von schlimmen Reitunfällen. Ob der gestürzte Reiter sich wieder erholt, hängt oft auch vom Verhalten der Leute ab, die in der Nähe sind. Deshalb finde ich es wahnsinnig wichtig, dass man weiß wie man sich verhalten muss, wenn jemand vom Pferd gestürzt ist. Mit der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Reiten ist kein ungefährlicher Sport. Immer wieder hört man Horrorgeschichten von schlimmen Reitunfällen.</p>



<p><strong>Ob der gestürzte Reiter sich wieder erholt, hängt oft auch vom Verhalten der Leute ab, die in der Nähe sind.</strong></p>



<p>Deshalb finde ich es wahnsinnig wichtig, dass man weiß wie man sich verhalten muss, wenn jemand vom Pferd gestürzt ist. Mit der falschen „Hilfe“ kann man sehr viel Schaden anrichten.</p>



<p>Vor ein paar Tagen hatte ich das Pech eine längere Wartezeit im Krankenhaus überbrücken zu müssen. Also habe ich mir die nächste Sanitäterin geschnappt und sie gefragt wie man sich bei Reitunfällen am besten verhält.</p>



<p>Damit Du beim nächsten Sturz eines Mitreiters richtig reagierst, stelle ich Dir in diesem Artikel die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen vor.</p>



<p><strong><em>*** Disclaimer: Ich bin kein Arzt und somit kein Experte. Ich stelle hier die Methoden vor, die ich gelernt habe und hafte nicht für Schäden die entstehen wenn folgende Erklärungen falsch angewendet oder verstanden werden. Ich rate jedem Reiter regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen und diese Dinge dort zu lernen. ***</em></strong></p>



<p>(Du willst das Ganze lieber lesen? Dann lies einfach hier unter dem Video weiter, da habe ich alle Infos zusammengefasst)</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Grundsätzliche Tipps</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Als Reiter sollte man einen <strong>Erste-Hilfe-Kurs</strong> gemacht haben und diesen etwa <strong>alle zwei Jahre auffrischen.</strong> Das kann man zum Beispiel beim Roten Kreuz, den Johannitern, Maltesern oder dem Arbeiter Samariter Bund machen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich das oft vergesse, dieses Jahr ist er aber wieder eingeplant!</li>



<li>Trage immer einen Helm um Deinen Kopf zu schützen! Ich kann gar nicht genug betonen wie wichtig das ist!</li>



<li>Außerdem sollte man als Reiter immer ein <strong>Handy</strong> dabei haben mit dem man im Ernstfall den Notarzt rufen kann. Dieses Handy solltest Du in Deiner Jacke oder sonst wo an Dir tragen, ist es in der Satteltasche und Dein Pferd rennt weg, hilft es Dir nichts mehr!</li>



<li>Nimm eine Mini-Verbandstasche mit. Dort ist auch eine isolierende Silberdecke mit drin, gerade im Herbst oder Winter ist sie sehr nützlich um einen gestürzten Reiter warm zu halten bis Hilfe eintrifft.</li>



<li>Wenn Dein Mitreiter im Gelände stürzt: bevor Du euren Pferden hinterherrennst, um sie einzufangen, überprüfe, dass es ihm gut geht!</li>



<li>Ruf im Wald einmal laut nach Hilfe, oft sind Spaziergänger unterwegs und man kann zusätzliche Hilfe oft gut gebrauchen.</li>



<li>Zusätzlich zum Notarzt solltest Du am Stall anrufen und um Hilfe bitten. Immerhin stehst Du mit zwei Pferden und einem verletzten Mitreiter im Wald.</li>



<li>Trage gut sichtbare Kleidung. Wenn Dich ein Hubschrauber im Gelände finden muss, ist es wichtig, dass er auch eine Chance hat Dich zu sehen. Braune Kleidung ist da eher ungünstig.</li>



<li>Hab ein Band mit Deinen Notfalldaten an Dir</li>



<li>Sei Dir immer bewusst, wo Du gerade bist. Wenn Du den Notarzt rufen musst, solltest Du ihm sagen können wo er hinkommen muss.</li>



<li>In einem Stall in dem ich eine Zeit lang war, war es üblich, dass Allein-Reitende ihre <strong>geplante Route und Zeit</strong> ans schwarze Brett geschrieben haben. Wenn sie nicht zur angegebenen Zeit zurück waren, wurden sie angerufen oder nach ihnen gesucht. Das war eine prima Sache und ich denke die 5 Minuten Zeit kann man sich nehmen.</li>



<li>Alternativ zu einem Eintrag am schwarzen Brett kannst Du Deinen <strong>Live-Standort auch über WhatsApp teilen.</strong> Wenn ihr also z.B. eine Stallgruppe habt, einfach Deinen Standort dort freigeben, bis Du wieder sicher zurück bist (<a href="https://faq.whatsapp.com/de/android/26000049/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anleitung gibt es hier</a>).</li>



<li>Auch nach einem gefühlt nicht so schweren Sturz sollte man sich unbedingt <strong>beim Arzt bzw. im Krankenhaus durchchecken</strong> lassen. Haarrisse im Knochen erkennt man zum Beispiel meistens nicht von selbst!</li>



<li>Lass einen gestürzten Reiter nur dann wieder aufsteigen, wenn klar ist, dass er keine Verletzungen oder einen Schock hat. <strong>Erst wenn er nach 10 Minuten weiter ruhig und normal ist und keine Schmerzen hat oder ihm schlecht ist, darf er wieder aufs Pferd!</strong></li>



<li>Wenn jemand gestürzt ist und liegen bleibt: <strong>erst mal nicht bewegen!</strong> Wenn der gestürzte Reiter Wirbelsäulenverletzungen hat, machst Du es durch bewegen nur noch schlimmer. Wenn Du ihn wegbewegen musst, zum Beispiel weil er auf Schienen liegt und ein Zug kommt (blödes Beispiel, ein besseres fällt mir gerade nicht ein) dann ziehe ihn und versuche ihn möglichst in der Haltung zu lassen in der er schon liegt.</li>



<li>Rede mit dem gestürzten Reiter und versuche ihn zu beruhigen. Achte darauf, dass ihm nicht kalt wird.</li>



<li>Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du den Notarzt brauchst oder nicht, kannst Du auch unter <strong>116 117 den ärztlichen Bereitschaftsdienst</strong> anrufen und die Situation schildern.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Erste Hilfe bei Knochenbrüchen:</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Je nach Schwere des Bruchs und Situation:<strong> Notarzt anrufen. </strong>(Hat der Reiter nur einen &#8222;einfachen&#8220; Knochenbruch, kann sich von selbst bewegen und ist ansprechbar, kann man ihn auch &#8211; vorsichtig &#8211; selbst ins Krankenhaus transportieren. Wegen &#8222;Kleinigkeiten&#8220; sollte man den Notarzt nicht rufen, da der dann nicht mehr für Notfälle zur Verfügung steht.)<strong><br></strong></li>



<li>Das betroffene Körperteil möglichst ruhig stellen und nach Bedarf mit einer Jacke oder Decke polstern.</li>



<li>Beim gestürzten Reiter bleiben und aufpassen, dass ihm nicht zu kalt oder zu heiß wird.</li>



<li>Offene Brüche mit einem sterilen Material abdecken (aus dem <strong>Erste-Hilfe-Kasten.</strong> Du hast doch einen am Stall oder im Auto?!)</li>



<li><strong>Sonst nichts an der Wunde machen, das ist Aufgabe des Notarztes!</strong></li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Erste Hilfe bei blutenden Wunden:</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Je nachdem wie viel es blutet Notarzt anrufen.</strong></li>



<li>Die Wunde mit einem <strong>sterilen Material</strong> abdecken und dann mit einem Verband umwickeln.</li>



<li>Blutet die Wunde stark sollte ein <strong>Druckverband</strong> (<strong>im Erste-Hilfe-Kurs lernen!</strong>) angelegt werden. Dazu nimmst Du etwas, was kein Blut aufsaugt, drückst es über die Wunde und umwickelst es fest mit einem Verband. Dazu kannst Du zum Beispiel Taschentücher in der Packung, ein Handy oder Verbandspäckchen benutzen.</li>



<li>Wenn die Wunde an einer Stelle ist, an der Du keinen Verband festkriegst, lege ein steriles Tuch darüber und drücke mit Deiner Hand so lange fest darauf, bis der Notarzt da ist und Dir sagt was Du tun sollst.</li>



<li>Wenn die Wunde versorgt ist, beim gestürzten Reiter bleiben und aufpassen, dass ihm nicht zu kalt oder zu heiß wird.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Erste Hilfe bei einem Schock:</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Notarzt rufen.</strong></li>



<li>Einen Schock erkennst Du so: der gestürzte Reiter ist <strong>verwirrt, er erinnert sich nicht daran, dass er gestürzt ist, er spürt keine Schmerzen, er hat Schüttelfrost, er hat einen schnellen Puls, die Pupillen sind erweitert, er ist entweder teilnahmslos oder sehr emotional</strong> (ich hatte mal einen Schock und hab wegen allem und jedem grundlos geheult), <strong>er ist sehr blass. </strong>Jemand der unter Schock steht muss nicht alle diese Symptome auf einmal haben!</li>



<li>Steht der gestürzte Reiter unter Schock – <strong>und hat keine Verletzungen an Kopf, Brust oder Bauch!</strong> – solltest Du ihn mit leicht erhöhten Beinen hinlegen und unbedingt warm halten (Jacken, Decken, Satteldecken, …).</li>



<li>Rede mit ihm und beruhige ihn.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Erste Hilfe bei einer Gehirnerschütterung:</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Notarzt rufen. </strong>Den gestürzten Reiter<strong> nicht </strong>ins Krankenhaus fahren, ihr seid dann nicht versichert!</li>



<li>Eine Gehirnerschütterung erkennst Du so:<strong> der gestürzte Reiter erinnert sich nicht daran wie er gestürzt ist, ihm ist schwindelig, ihm ist schlecht oder er übergibt sich, er hat Kopfschmerzen.</strong></li>



<li>Bleib bei dem gestürzten Reiter, rede mit ihm, beruhige ihn und halte ihn warm.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der gestürzte Reiter ist bei Bewusstsein</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Versuche nicht ihn aufzurichten. </strong>Wenn er es selbst kann, darf er sich so setzen, dass er keine Schmerzen hat. Wenn nicht soll er liegen bleiben während Du den Notarzt rufst. Du solltest ihn dann <strong>mit einer Jacke oder Decke zudecken,</strong> damit er nicht auskühlt.</li>



<li>Wenn er sich aufrichten kann, versucht gemeinsam einzuschätzen wie schwer die Verletzung ist. <strong>Blutet er irgendwo oder hat offene Wunden?</strong> <strong>Liegen alle Körperteile richtig? Ist ein Körperteil plötzlich kürzer als vorher? Können bestimmte Körperteile nicht bewegt werden? Ist ein Körperteil taub oder kribbelt? Ist ihm schwindelig oder schlecht? Hat er Kopfschmerzen? Hat er sich in die Hose gemacht </strong>(ja, das ist peinlich, ich weiß, aber das kann ein Zeichen für eine Wirbelsäulenverletzung sein und sollte ernst genommen werden!)?<strong> Hat er einen Schock? Hat er offensichtlich etwas gebrochen oder sogar einen offenen Bruch?</strong></li>



<li>Je nachdem welche Verletzungen der gestürzte Reiter hat, den Notarzt rufen und die Verletzung wie oben beschrieben versorgen.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der gestürzte Reiter ist bewusstlos und atmet</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Notarzt rufen!</strong></li>



<li><strong>Rede trotzdem mit ihm und versuche ihn aufzuwecken</strong> indem Du mit ihm redest. <strong>Nicht schütteln!</strong></li>



<li>Überprüfe ob er atmet. (Puls musst Du nicht messen, wenn jemand nicht atmet hat er automatisch auch keinen Puls)</li>



<li>Wenn der gestürzte Reiter atmet bringe ihn in die <strong>stabile Seitenlage </strong>(<strong>lernt man im Erste-Hilfe-Kurs!</strong>).</li>



<li>Ich weiß, ich habe oben geschrieben, Du sollst einen gestürzten Reiter nicht bewegen so lange nicht eindeutig klar ist, dass seine Wirbelsäule nicht verletzt ist. Wenn er aber einfach so liegen bleibt kann es passieren, dass er <strong>an seiner Zunge oder seinem Erbrochenen erstickt.</strong> Das hilft ihm dann ja auch nicht.</li>



<li>Bleib bei dem gestürzten Reiter und kontrolliere weiter seine Atmung.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der gestürzte Reiter ist bewusstlos und atmet nicht</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Notarzt rufen! </strong></li>



<li>Bei Kindern unter 8 Jahren fängst Du zuerst mit den Wiederbelebungsmaßnahmen an und rufst dann erst den Notarzt.</li>



<li>Beginne mit <strong>Wiederbelebungsmaßnahmen</strong> (und wieder: Erste-Hilfe-Kurs!).</li>



<li>Ich schreibe hier mit Absicht nicht, wie man das macht. So etwas muss man <strong>von Profis lernen </strong>und nicht im Internet nachlesen.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Sei Dir Deiner Verantwortung bewusst</strong></h2>



<p>Ich hoffe mit diesem Artikel habe ich Dir noch einmal bewusst gemacht wie wichtig es ist zu wissen wie man bei Unfällen reagiert. Falls Du es noch nicht gemacht hast solltest Du unbedingt an einem Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen.</p>



<p>Meiner Meinung nach liegt es in unserer <strong>Verantwortung als Reiter</strong>, dass wir unseren Freunden und Mitreitern richtig helfen können wenn ihnen etwas passiert.</p>



<p><strong>Wenn jeder Reiter so denkt, wird unser Hobby für uns alle etwas sicherer.</strong></p>



<p>Jeder von uns kann einmal in die Situation kommen, dass wir nach einem Sturz auf die Hilfe Anderer angewiesen sind. Ich hoffe sehr, dass derjenige weiß was er tut, wenn es tatsächlich mal so kommen sollte!</p>





<p><strong>Hast Du schon mal einen schlimmen Reitunfall miterlebt? Wie hast Du reagiert?</strong></p>



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