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	<title>Zirkel Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Zirkel Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Biegungen richtig reiten: Grundlagen und häufigste Fehler!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jun 2016 15:41:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Um Dein Pferd zu gymnastizieren und locker zu machen spielt das Reiten auf gebogenen Linien eine große Rolle. Nicht umsonst gibt es eine Vielzahl an Hufschlagfiguren und Übungen, die sich Zirkel, Volten und Schlangenlinien zu Nutze machen. Gebogene Linien zu reiten erscheint den meisten Reitern nicht sehr schwer. Irgendwie kommt man immer herum. Damit die [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Um Dein Pferd zu gymnastizieren und locker zu machen spielt das Reiten auf gebogenen Linien eine große Rolle. Nicht umsonst gibt es eine Vielzahl an Hufschlagfiguren und Übungen, die sich Zirkel, Volten und Schlangenlinien zu Nutze machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gebogene Linien zu reiten erscheint den meisten Reitern nicht sehr schwer. Irgendwie kommt man immer herum. Damit die Übungen ihre gewünschte Wirkung erzielen, müssen sie aber richtig geritten werden.</strong> Das ist dann gar nicht immer so einfach &#8211; das Pferd drängt vielleicht über die Schulter nach außen, kürzt nach innen ab oder driftet mit der Hinterhand weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit Dir das nicht passiert, beziehungsweise Du solche Fehler korrigieren kannst, geht es im heutigen Artikel um Tipps zum Reiten von Biegungen und zur Korrektur der 4 häufigsten Fehler.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



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<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Biegungen richtig reiten &#8211; die Grundlagen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vereinfacht kann man sagen, dass die Hände und Zügel die Vorhand kontrollieren und die Beine die Hinterhand (natürlich ist die Sache etwas komplexer und die Hilfen spielen zusammen). Mit Deinen Hilfen rahmst Du also das Pferd ein und hast Einfluss darauf, wo es seine Beine hinsetzt. Alle Hilfen müssen sich passend ergänzen, damit Dein Pferd wie gewünscht reagiert. Ist eine Hilfe zu stark, wird die Biegung nicht schön.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Sitz</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die wichtigste Hilfe ist wie immer der Sitz, er kommt zuerst!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dein Becken dreht sich beim korrekten Drehsitz/Biegesitz leicht in die Bewegungsrichtung, das innere Knie kommt leicht weg vom Pferd. Du hast quasi die gleiche Ausrichtung, die Du auch hättest, wenn Du zu Fuß eine Biegung/Volte läufst. Diese Ausrichtung hat auch das Becken deines Pferdes. Oft wird fälschlicherweise gedacht, dass das Becken des Pferdes auf der Biegung innen vor geht. Das ist so aber nicht ganz korrekt, denn das ist nur ein kleiner Moment der vollständigen Bewegung (wenn das innere Hinterbein nach vorne tritt). Grundsätzlich ist auch beim Pferd das Becken leicht in die Richtung gedreht, in die es die Biegung läuft. Geht das innere Hinterbein nach vorne, geht das Becken auf der Seite etwas nach vorne. Geht das äußere Bein nach vorne, geht das Becken auf der Seite weiter vor. Das Becken macht außen eine größere vor-zurück Bewegung, weil das äußere Hinterbein einen weiteren Weg zurücklegen muss. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist also richtig, dass Dein Becken sich parallel zum Becken des Pferdes bewegt. Ein Trugschluss ist aber, daraus zu schließen, dass die innere Hüfte vor muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dein Oberkörper folgt der Drehung Deines Beckens. Stell Du Dir am Besten vor Du hättest <strong>zwei Augen in Deinem Brustkorb</strong> (dieses großartige Bild ist aus meinem Lieblingsbuch zum Sitz: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3275017969/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3275017969&amp;linkCode=as2&amp;tag=twoheartsones-21" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Reiten aus der Körpermitte</a>*). Diese Augen sollen dahin schauen, wo das Pferd hinlaufen soll. Dadurch drehst Du Deinen Oberkörper automatisch richtig und nicht zu viel oder zu wenig. Beide Augen bleiben auf gleicher Höhe &#8211; Dein Oberkörper bleibt gerade und Du knickst nicht in der Taille ab. Wenn Du Probleme damit hast, nicht mit dem Oberkörper nach innen zu knicken, atme verstärkt in Deine innere Flanke. Das veranlasst Dich dazu Dich auf dieser Seite mehr zu strecken und wieder gerade zu sitzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Hände</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Durch das Drehen des Oberkörpers drehst Du automatisch Deine Hände mit. Der äußere Zügel steht dadurch etwas mehr an und liegt verwahrend am Pferdehals. Er verhindert, dass das Pferd über die äußere Schulter nach außen driftet. Der innere Zügel gibt die Stellung des Pferdekopfes nach innen vor. Du solltest innen gerade so den Rand des Pferdeauges sehen, dann ist es richtig gestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Achte darauf, dass Du beide Hände auf gleicher Höhe hältst, ansonsten kann es passieren, dass sich Dein Pferd im Genick verwirft.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Beine</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Während Du Deinen Oberkörper drehst (und die Hände nicht vergisst), nimmst Du Dein äußeres Bein verwahrend etwa eine handbreit hinter den Sattelgurt. Wichtig dabei ist, dass die Bewegung vom <strong>Oberschenkel</strong> aus der Hüfte heraus ausgeht. Du machst also absolut gar nichts mit dem Unterschenkel &#8211; er geht automatisch mit zurück, wenn Du den Oberschenkel nach hinten nimmst. Das äußere Bein begrenzt das Pferd nach außen und verhindert, dass die Hinterhand wegdriftet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dein inneres Bein liegt locker am Gurt und animiert Dein Pferd dazu sich zu biegen. Du setzt es immer nur impulsartig ein, wenn Dein Pferd es braucht. <strong>Läuft es auf der Linie, die Du möchtest, braucht es keine Hilfe von Dir und Du solltest es in Ruhe lassen.&nbsp;</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Häufige Probleme und ihre Lösungen</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Dein Pferd drängt über die Schulter nach außen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Problem liegt meist daran, dass Du den inneren Zügel zu viel benutzt (und den Äußeren zu wenig). Schau zum Kopf Deines Pferdes: siehst Du mehr als seinen Augenwinkel ist Dein Pferd überstellt. Gib den inneren Zügel etwas nach und nehme den Äußeren mehr auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Achte auch auf Deinen Sitz: schauen die Augen in Deinem Oberkörper in die richtige Richtung? Bist Du im Oberkörper gerade und nicht in der Taille abgeknickt?</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Dein Pferd lässt sich gar nicht erst stellen und biegen und kürzt nach innen ab</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es läuft in Außenstellung und fällt auf die innere Schulter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier solltest Du wieder kontrollieren ob Du richtig sitzt, Deinen Oberkörper korrekt gedreht hast und die restlichen Hilfen wie oben beschrieben einsetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oft liegt das Problem aber in der natürlichen Schiefe Deines Pferdes. <a href="https://herzenspferd.de/natuerliche-schiefe-geraderichten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier habe ich genauer beschrieben was das ist und was Du dagegen tun kannst</a>. Dieses Problem lässt sich &#8211; je nach Pferd &#8211; anfangs oft besser am Boden lösen. <a href="https://herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier findest Du einige grundlegende Übungen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Reiten kannst Du Dein Pferd vor der Biegung ein paar Tritte dem inneren Schenkel weichen lassen oder im Schulterherein reiten. Dann ist es schon in die richtige Richtung gestellt und der Übergang wird erleichtert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wehrt sich Dein Pferd gegen die Stellung und Biegung solltest Du das unbedingt auch von einem Physiotherapeuten oder Osteopathen abklären lassen. Möglicherweise hat Dein Pferd Blockaden oder Verspannungen und Schmerzen.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Dein Pferd driftet mit der Hinterhand nach außen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hier solltest Du kontrollieren, ob Dein äußerer Zügel konstanten Kontakt zum Pferd hat und dass es nicht zu stark nach innen gestellt ist. Zusätzlich kannst Du Deinen äußeren, verwahrenden Schenkel einsetzen um die Hinterhand &#8222;einzufangen&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kontrolliere, dass Du gerade sitzt und nicht nach innen einknickst.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Deine Zirkel werden nicht rund</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Stelle Dir zur Orientierung entweder ein Hütchen in die Mitte des Zirkels oder &#8211; wenn Du mehr Unterstützung brauchst &#8211; markiere die Zirkellinie mit mehreren Hütchen (das kann auch eine Hilfe für Dein Pferd sein).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konzentriere Dich beim Reiten darauf einen gleichmäßigen Abstand zum Hütchen zu halten. Gibt es Stellen, an denen Dein Pferd von der &#8222;richtigen&#8220; Kreislinie abweicht, musst Du entsprechende Hilfen geben um es zu korrigieren. Manche Pferde drängen zum Beispiel immer an der selben Stelle über die äußere Schulter, weil dort der Ausgang ist. Diese Stellen solltest Du Dir merken, damit Du entsprechend schnell reagieren und korrigieren kannst.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Reiten von Biegungen ist eine der Grundlagen und kommt vielen Reitern einfach vor. Aber auch hier schleichen sich schnell Fehler ein, die die positive Wirkung der Biegungen beeinträchtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin der Meinung, dass man auch und besonders bei den Grundlagen auf eine saubere Ausführung achten sollte &#8211; <strong>wer die Grundlagen nicht richtig reitet hat kein solides Fundament auf dem er fortgeschrittenere Übungen aufbauen kann.</strong></p>





<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wie siehst Du das? Biegungen: macht man mit links oder gar nicht immer so einfach?</strong></h3>



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		<title>Natürliche Schiefe &#8211; So richtest Du Dein Pferd gerade!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2015 09:58:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir Menschen haben sie. Unsere Hunde. Und auch unsere Pferde. Die natürliche Schiefe. Eine Seite unseres Körpers ist stärker, die andere schwächer. Deshalb bist Du Rechts- oder Linkshänder. Bei vielen von uns ist eine Körperseite minimal kürzer als die andere. Manche haben sogar an jedem Fuß eine unterschiedliche Schuhgröße. Das ist ganz normal und hängt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wir Menschen haben sie. Unsere Hunde. Und auch unsere Pferde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die natürliche Schiefe.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Seite unseres Körpers ist <strong>stärker</strong>, die andere <strong>schwächer</strong>. Deshalb bist Du Rechts- oder Linkshänder. Bei vielen von uns ist eine Körperseite minimal kürzer als die andere. Manche haben sogar an jedem Fuß eine unterschiedliche Schuhgröße. Das ist ganz normal und hängt damit zusammen, dass man schon schief im Mutterleib heranwächst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Hunden sieht man diese Schiefe meist sehr deutlich: schaust Du Dir einen trabenden Hund von hinten an ist es meistens so, dass Du drei, oder sogar alle vier Beine sehen kannst, weil Vorder- und Hinterteil versetzt laufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Pferden ist es ganz genauso.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



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<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das bedeutet die natürliche Schiefe für Dein Pferd</strong></h2>



<figure class="wp-block-image alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="199" height="350" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Natuerliche-Schiefe.jpg" alt="Natürliche Schiefe Pferd " class="wp-image-1959" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Natuerliche-Schiefe.jpg 199w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/06/Natuerliche-Schiefe-171x300.jpg 171w" sizes="(max-width: 199px) 100vw, 199px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dein Pferd ist also schief. Sagen wir mal es ist nach rechts gebogen, dann nennt man seine kürzere, rechte Seite die <strong>hohle Seite.</strong> Sein Hals ist leicht nach rechts gebogen und das rechte Hinterbein tritt weiter vor als das Linke. Um seine Schiefe auszugleichen belastet Dein Pferd vermehrt sein linkes Vorderbein. Das linke Hinterbein ist dann für den Schub nach vorne zuständig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Dein Pferd sein Leben ohne Reiter verbringen würde wäre das kein großes Problem. Die meisten Pferde werden aber nun mal geritten und das zusätzliche Reitergewicht führt dazu, dass die Fehlbelastung verstärkt wird und Knochen, Sehnen und Gelenke schneller verschleißen. Dazu kommt, dass das Pferd sich durch die einseitige Belastung verkrampft und <a href="https://herzenspferd.de/schmerzen-erkennen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schmerzen</a> entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dein Ziel als Reiter muss also sein, Dein Pferd <strong>gerade zu richten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>So erkennst Du die natürliche Schiefe</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Um passend zu trainieren musst Du erst mal wissen, auf welcher Seite Dein Pferd hohl, also kürzer ist. Ist Dein Pferd rechts hohl&#8230;</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8230; nimmt es den rechten Zügel nicht gut an und legt sich auf den linken Zügel</li>



<li>&#8230; klappen Übungen auf der rechten Hand besser als auf der Linken</li>



<li>&#8230; setzt es Dich beim Leichttraben immer wieder auf den linken Fuß</li>



<li>&#8230; liegt Dein rechtes Bein gut am Pferd an und Dein linkes Bein steht eher ab</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ich merke immer sehr gut welche Seite beim Pony hohl ist, wenn ich einen <strong>Zirkel</strong> reite:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Reite ich einen Zirkel auf der steifen, nicht hohlen Seite des Pferdes &#8211; es muss also seine hohle Seite dehnen &#8211; ist der Hals steif und der Kopf zeigt eher nach außen. Das Pferd &#8222;fällt&#8220; auf die innere Schulter in den Zirkel hinein und verkleinert diesen.</li>



<li>Reite ich einen Zirkel auf der hohlen Seite des Pferdes ist das für es bequemer und es wird den Zirkel bereitwilliger gehen. Zusätzlich kann es sein, dass es hier über die äußere Schulter &#8222;ausbricht&#8220; und den Zirkel von sich aus vergrößert.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Also nochmal am Beispiel von einem rechts hohlen Pferd:</strong> einen Zirkel auf der rechten Hand wird Dein Pferd gut laufen und eventuell vergrößern wollen. Einen Zirkel auf der linken Hand ist ihm unbequem und es hält den Kopf nach Außen und wird in den Zirkel hinein drängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dein Pferd kann natürlich auch links hohl sein, dann ist es in den Beispielen oben einfach umgekehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;">Lesetipp: Bei Nordfalben gibt es einen <a href="http://nordfalben.de/das-auge-schulen-die-schiefe/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel zur natürlichen Schiefe</a> mit vielen Beispielbildern</span></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>So richtest Du Dein Pferd gerade</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Als erstes ist es wichtig sich bewusst zu sein, dass man sein Pferd nicht einfach &#8222;geradeziehen&#8220; kann. Das führt nur zu Verspannungen und Schmerzen und Dein Pferd wird steif.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei uns Menschen ist das ja auch nicht anders. Sind wir schief, bringt es gar nichts sich in eine bestimmte Positon zu zwingen um das auszugleichen &#8211; ich spreche da aus Erfahrung, ich ziehe immer die rechte Schulter hoch. Stattdessen machen wir <strong>gymnastische Übungen</strong> oder Yoga und mit der Zeit wird unsere Haltung besser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So müssen wir auch beim Pferd vorgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der zweite wichtige Punkt ist nicht zu viel zu verlangen und genügend Pausen einzubauen. </strong>Wir wollen, dass das Pferd locker bleibt und auf keinen Fall verspannt. Dazu muss es sich zwischendurch wieder entspannen und seine Muskeln lockern können. Es reicht eine Übung ein paar Tritte richtig zu reiten und das Pferd dann wieder entspannt vorwärts laufen zu lassen. Das hilft auch Dir als Reiter, denn oft verspannen wir uns bei aller Konzentration gleich selbst. Die Pause ist also nicht nur für Dein Pferd, sondern auch für Dich. Lass ruhig mal die Schultern kreisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alle Übungen solltest Du immer erst im Schritt durchführen.</strong> Erst wenn im Schritt alles gut und locker klappt kannst Du es im Trab versuchen. Und erst wenn es im Trab gut ist kommt der Galopp. Das kann durchaus einige Zeit dauern!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Übungen zum Geraderichten</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Als erstes solltest Du Deinem Pferd beibringen, auf Zügel an den Hals anlegen abzuwenden. Wenn Du also den linken Zügel an den Hals des Pferdes legst sollte es nach rechts abbiegen und umgekehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kannst Du Deinem Pferd relativ einfach beibringen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wenn Du nach rechts abbiegen willst lege Deinen linken Zügel an den Hals Deines Pferdes. <strong>Wichtig ist, dass der Zügel locker durchhängt und kein Zug auf dem Gebiss ist! </strong>Danach gibst Du Deine üblichen Hilfen zum Abbiegen, also Gewicht, Schenkel und rechter Zügel.</li>



<li>Wenn Du das eine Zeit lang so machst wird Dein Pferd erkennen, dass nach dem Zügelanlegen immer das Abbiegen kommt und Du kannst die rechte Zügelhilfe bald ganz weglassen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Durch das Lenken per Zügelanlegen hast Du Deinem Pferd beigebracht, seine Schulter zu verschieben beziehungsweise sein Gewicht zu verlagern wenn Du den Zügel anlegst. Damit kannst Du die Vorhand in die Spur der Hinterhand verschieben und den ersten Schritt in Richtung Geraderichten machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn das funktioniert solltest Du folgende gymnastizierende Übungen ins Training einbauen um an der Hinterhand zu arbeiten (wieder am Beispiel eines rechts hohlen Pferdes, ist es links hohl muss umgekehrt vorgegangen werden):</p>



<h4 class="wp-block-heading"><a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Schulterherein</strong></a></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hilfen und Problemlösungen sind in <a href="http://360gradpferd.de/pferdefreunde-schulterherein/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesem Artikel</a> super erklärt. Hier gibt es eine Anleitung, wie man das <a href="https://herzenspferd.de/schulterherein-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schulterherein am Boden</a> erarbeiten kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem rechts hohlen Pferd solltest Du Schulterherein auf der rechten Seite mit wenig Biegung und großer Abstellung reiten und auf der linken Seite mit viel Biegung und geringer Abstellung.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Travers / Kruppeherein</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier gibt es einen <a href="http://360gradpferd.de/vom-schulterherein-zum-kruppeherein/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tollen Artikel</a> zu den passenden Hilfen im Sattel und einen <a href="https://herzenspferd.de/kruppeherein-travers-boden-anleitung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel zum Travers am Boden</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem rechts hohlen Pferd solltest Du Schulterherein auf der rechten Seite mit wenig Biegung und geringer Abstellung reiten und auf der linken Seite mit viel Biegung und großer Abstellung.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Renvers</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Einen sehr lesenswerten <a href="http://annaeichinger.com/spieglein-spieglein-kruppeherein-oder-renvers/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel über das Renvers, die dazugehörige Hilfengebung und wie Du es mit Schulterherein und Travers verbinden kannst</a> findest Du bei Anna Eichinger. Hier gibt es einen <a href="https://herzenspferd.de/renvers-bodenarbeit-anleitung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel über das Renvers am Boden</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem rechts hohlen Pferd solltest Du Renvers auf der rechten Seite auf einem Zirkel mit viel Biegung und Abstellung reiten und auf der linken Seite mit wenig Biegung und Abstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tipps zu den Übungen stammen nicht von mir, sondern von Philippe Karl. Sein Buch <a href="https://herzenspferd.de/empfiehlt/amazon-philippe-karl-irrwege-der-modernen-dressur/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">&#8222;Irrwege der modernen Dressur &#8211; Die Suche nach einer klassischen Alternative&#8220;</a> kann ich jedem nur wärmstens empfehlen!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Pferd muss übrigens nicht sein Leben lang auf einer bestimmten Seite hohl bleiben, deshalb solltest Du immer wieder neu überprüfen wo die Probleme liegen und nicht ohne nachzudenken einfach irgendwelche Übungen &#8222;abspulen&#8220;.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Geraderichten ist eine Kernaufgabe der Dressur und jeder Reiter sollte sich damit beschäftigen. <strong>Wenn Du Dein Pferd lange gesund erhalten und reiten möchtest kommst Du darum nicht herum.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Such Dir einen guten Reitlehrer oder eine gute Reitlehrerin die Dir bei der korrekten Ausführung der Übungen hilft und Dich kontrolliert. Es ist immer einfacher, wenn jemand am Boden dabei ist und Hilfestellung geben kann. Alle Übungen lassen sich selbstverständlich auch vom Boden aus trainieren, ich würde das zur Vorbereitung immer empfehlen. Es ist auch eine gute Option, wenn Du Dir im Sattel unsicher bist ob Du die Hilfen passend geben kannst.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was tust Du um Dein Pferd geradezurichten? Hast Du vielleicht noch ein paar Tipps für uns? Oder hast Du noch Fragen?</strong><img loading="lazy" decoding="async" alt="" width="1" height="1" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/137fd3c9fe28480d802d9bb228ee28ee" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></p>



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