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	<title>Reitbeteiligung Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Reitbeteiligung Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Das Reiter-Bullshit-Bingo &#8211; 25 Aussagen, die ich einfach nicht mehr hören kann!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Dec 2017 17:27:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin für den Blog viel in den sozialen Netzwerken unterwegs und lese tagtäglich sehr, sehr viele Aussagen von Reitern und Pferdebesitzern in diversen Foren und Gruppen. Und es gibt Aussagen, die mir regelmäßig den Puls in die Höhe treiben, oder Diskussionen, die immer und immer wieder mit den gleichen Argumenten geführt werden und irgendwann [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/reiter-bullshit-bingo/">Das Reiter-Bullshit-Bingo &#8211; 25 Aussagen, die ich einfach nicht mehr hören kann!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich bin für den Blog viel in den sozialen Netzwerken unterwegs und lese tagtäglich sehr, sehr viele Aussagen von Reitern und Pferdebesitzern in diversen Foren und Gruppen. Und es gibt Aussagen, die mir regelmäßig den Puls in die Höhe treiben, oder Diskussionen, die immer und immer wieder mit den gleichen Argumenten geführt werden und irgendwann einfach nur noch ermüdend sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man findet mich in solchen Diskussionen übrigens so gut wie nie &#8211; aber ich bin sehr häufig stille Mitleserin und denke mir meinen Teil. Damit ich auch in Zukunft nicht mitdiskutieren muss, sondern vielleicht einfach hierher verlinken kann &#8211; und für alle Anderen, denen es auch so geht &#8211; gibt es hier also meine persönliche &#8222;Hitliste&#8220; an Aussagen, die ich einfach nicht mehr hören kann und meine Meinung dazu. Und damit es lustiger ist, habe ich sie in Bingo-Form zusammengestellt: bei der nächsten Diskussion können wir dann alle das Reiter-Bullshit-Bingo spielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Achtung: das ist ein Meinungsbeitrag und der Ein oder Andere könnte sich auf die Füße getreten fühlen. Es ist nicht meine Absicht jemanden generell zu verteufeln &#8211; auch wenn man mal eine oder mehrere dieser Aussagen trifft, ist man nicht gleich ein schlechter Mensch oder quält seine Pferde!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Der Hilfszügel zeigt dem Pferd den Weg in die Tiefe!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube das ist der Satz, der mich von allen Aussagen am meisten die Wände hochtreibt. Es mag ja sein, dass es unter hundert Pferden eines gibt, bei dem das zutrifft &#8211; wenn am anderen Ende ein Mensch steht, der ganz genau weiß was er tut, seinem Pferd ein guter Pädagoge ist und ihm zeigt, wie es seinen Körper einsetzen kann. Aber die 99 anderen Pferdebesitzer, die ihren Hilfszügeleinsatz mit dieser Aussage begründen, machen es sich einfach nur leicht bzw. in vielen Fällen machen sie sich etwas vor. Ja, das Pferd nimmt den Kopf runter, wenn man ihn runter schnürt. Aber lernt es etwas dabei?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Lernt es den Rücken aufzuwölben, oder ist der immer noch weggedrückt und fest?</li>



<li>Lernt es mit der Hinterhand unterzutreten, oder schiebt die eher nach hinten raus?</li>



<li>Lernt es seinen Kopf einzusetzen und zu erkennen, wie es sich und den Menschen gesund trägt, oder läuft es nach Entfernen der Hilfszügel wieder genauso wie vorher?</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">In 99 der Fälle lernt das Pferd rein gar nichts. Noch schlimmer: es kann sogar passieren, dass es falsche Ausgleichsmuskulatur aufbaut (hier habe ich schonmal über die <a href="https://herzenspferd.de/hilfszuegel-wirkung/" target="_blank" rel="noopener">Wirkung der gängigsten Hilfszügel</a> geschrieben). Diese ewige Fixierung auf die Kopfposition des Pferdes führt nicht dazu, dass es gesünder oder besser trainiert wird. Die Kopfposition entwickelt sich aus einer aktiven Hinterhand und einem lockeren Rücken: beides entsteht nicht dadurch, dass der Kopf mit Hilfszügeln nach unten geschnallt wird!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt so viele Möglichkeiten sein Pferd ohne Hilfszügel, anatomisch korrekt und pferdegerecht zu gymnastizieren und zu reiten. Leute wie <a href="http://amzn.to/2kGvuvq" target="_blank" rel="nofollow noopener">Anja Beran</a>*, <a href="http://amzn.to/2BGAeeV" target="_blank" rel="nofollow noopener">Bent Branderup</a>*, <a href="http://amzn.to/2kHBt32" target="_blank" rel="nofollow noopener">Philippe Karl</a>*, <a href="http://amzn.to/2kHnCd7" target="_blank" rel="nofollow noopener">Claus Penquitt</a>* und Babette Teschen machen es vor (um nur ein paar Namen zu nennen)! Babette hat sogar ein <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/produkte/longenkurs/" target="_blank" rel="nofollow noopener">wirklich gutes Buch mit vielen Anleitungen zum Longieren</a> geschrieben. Das setzt allerdings voraus, dass man dazu bereit ist zu lernen und nicht den vermeintlich bequemeren Weg wählt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Der Kopf muss runter!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eng verwandt mit Aussage Nr. 1, hört man auch immer noch &#8222;der Kopf muss runter&#8220; (oder etwas weniger nett: &#8222;die Rübe muss runter&#8220;). Wenn man dann nachfragt, warum eigentlich, kommt im besten Falle etwas in die Richtung &#8222;damit sich der Rücken aufwölbt&#8220;, im schlechtesten Falle &#8222;weil das so aussehen muss&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich ja, das Pferd soll den Rücken aufwölben. Das fängt aber nicht beim Kopf an, sondern am ganz anderen Ende: bei der Hinterhand! Nur wenn die vermehrt nach vorne unter den Schwerpunkt des Pferdes tritt und Gewicht aufnimmt, kann sich der Rücken aufwölben, die Schulter und die Vorhand frei werden, das Pferd den Hals wölben, im Genick locker werden und den Kopf fallen lassen. Die Aktionskette geht also von hinten nach vorne und nicht umgekehrt! Oder würdest Du das Dach bauen, bevor die Wände des Hauses stehen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Hier geht es ausführlicher um Versammlung und Kopfhaltung</a>.&nbsp;Und <a href="https://kultreiter.de/hinterhand-pferd/" target="_blank" rel="noopener">hier kannst Du nachlesen, wie Du die Hinterhand Deines Pferdes aktivierst.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Der verarscht Dich nur!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau. Weil Pferde komplexe Pläne schmieden und bekanntermaßen darauf aus sind, ihren Menschen böswillig hinters Licht zu führen. In der Regel steckt hinter dem Verhalten, bei dem man besonders oft &#8222;der verarscht Dich nur&#8220; hört, eines (oder mehrere) von drei Dingen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Angst: das Pferd hat vielleicht wirklich Angst vor dem Ding, an dem es schon oft vorbei gelaufen ist. Vielleicht sieht es heute anders aus, es macht ein neues Geräusch, das Pferd hat es nur aus der anderen Richtung gesehen, oder was auch immer. Pferde nehmen ihre Umwelt teils bedeutend anders wahr als wir. Nur weil wir nichts wahrnehmen, heißt es nicht, dass für das Pferd auch nichts da ist. Als Fluchttier hat es weitaus schärfere Sinne als wir und ist schneller in Alarmbereitschaft.</li>



<li>Unverständnis: Du verlangst eine bestimmte Lektion und Dein Pferd entzieht sich permanent? Vielleicht hat es Dich einfach nicht verstanden. Versuch es doch mal auf eine andere Art zu erklären oder gehe einen Schritt zurück und mach es Deinem Pferd leichter zu verstehen, was Du willst.</li>



<li>Bequemlichkeit: Pferde sind Energiesparer. Es könnte ja theoretisch jeden Moment ein Raubtier ums Eck kommen, vor dem es wegrennen muss. Also werden die meisten Pferde versuchen, den Weg zu gehen, der sie am wenigsten Energie und Arbeit kostet. Da kann es schonmal passieren, dass das Pferd etwas nicht tut, was Du von ihm verlangst, weil es eine bequemere Alternative sucht. Das passiert aber nicht um Dir eins auszuwischen oder Dich zu verarschen.</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Mein Pferd vertraut mir, da geht das!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oder &#8222;unsere Bindung ist so stark&#8220;. Immer eine sehr beliebte Begründung, wenn das Pferd frei irgendwo laufen gelassen wird, man nur mit Halsring im Gelände unterwegs ist oder sich ohne Helm in den Straßenverkehr stürzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertrauen ist schön und gut &#8211; und vielleicht vertraut Dir Dein Pferd auch so sehr es nur kann &#8211; aber auch Vertrauen hat eine Grenze. Ein wirklich in Panik geratenes Pferd lässt sich nicht durch Vertrauen bremsen. Punkt. Schon ausreichend gesehen. Versuch mal einen Menschen mit Höhenangst auf eine dieser Glasboden-Brücken zu bringen: da können so viele Personen, denen dieser Mensch völlig vertraut, dabei sein wie sie wollen, es wird nicht klappen (und ein Mensch ist im Gegensatz zu einem Pferd sogar intellektuell in der Lage seine Angst als unbegründet zu erkennen). Wirkliche Angst schlägt leider Vertrauen, gerade bei einem Fluchttier, das über Jahrtausende evolutionär darauf konditioniert wurde, bei Gefahr erst mal zu rennen und erst dann nachzudenken.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Mach mal den Sperrriemen drauf, dann wird er ruhiger im Maul!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Super Idee, jeder weiß ja, dass die Ursache weggeht, wenn man nur lange genug Symptome bekämpft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, im Ernst: wenn ein Pferd unruhig und unzufrieden im Maul ist, dann sollte das dazu führen, dass man die Zähne kontrollieren lässt, das Gebiss kontrolliert, seine eigene Reiterei und Hilfengebung hinterfragt(!), mal einen Osteopathen/Physiotherapeuten draufschauen lässt, den Sattel kontrollieren lässt, und so weiter. Zusammengefasst sucht man also nach der Ursache, anstatt Symptome zu bekämpfen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Mach’s doch erst mal besser / Du kannst es ja selbst nicht besser / Was fällt dir ein eine Grand-Prix-Reiterin zu kritisieren?!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aussagen in dieser Richtung kommen wirklich bei jeder einzelnen Diskussion und Kritik eines Reiters in der Öffentlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hab dazu nur ein Argument: auch wenn ich kein Sternekoch bin, kann ich sehr wohl beurteilen, ob mir die Suppe schmeckt oder nicht! Ich muss kein Maler sein, um zu sagen ob mir ein Bild gefällt. Ich muss es nicht besser können um Kritik üben zu dürfen. Es reicht, wenn ich ein gutes Auge und etwas Ahnung von der Materie habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses &#8222;mach es erst mal besser, erst dann kannst Du kritisieren&#8220;-Denken führt dann dazu, dass sich keiner mehr traut die &#8222;Großen&#8220; zu hinterfragen. Und am Ende bricht sich dann ein Pferd auf einem Kurs das Genick, weil niemand der Anwesenden sich traut den Trainer zu hinterfragen (ja, ist so passiert).</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>7. Das ist nur eine Momentaufnahme!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Keine Frage: das ständige Fotografieren und Filmen überall und anschließende Zerreißen in den sozialen Medien ist schon grenzwertig. Und ja, es passiert schnell, dass ein ungünstiges Bild gewählt wird, das tatsächlich nur einen schlechten Moment zeigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn aber von einer Reitsequenz aberdutzende Fotos existieren, die das Pferd permanent in schlechter Haltung oder den Reiter mit unfairem Hilfeneinsatz zeigen, dann ist das keine Momentaufnahme mehr und es ist eine Beleidigung der Intelligenz aller Zuschauer, das so hartnäckig zu behaupten.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>8. Freizeitreiter sind auch nicht besser | Ein dünner Reiter, der dem Pferd in den Rücken fällt, ist auch nicht besser | Einem fetten Freizeitpferd auf der Koppel geht es auch nicht besser als einem gut versorgten Sportpferd in der Box | Äpfel sind auch nicht gesünder als zuckrige Leckerlis!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vergleiche als Argument gehen mir einfach nur auf die Nerven. Sie sagen nämlich im Grunde genommen nichts aus: ein Unheil macht das Andere nicht besser, beides ist Mist!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sage ja auch nicht zu dem Kind, das zu Hause geschlagen wird: &#8222;Mensch, stell dich nicht so an, wenigstens bekommst du Aufmerksamkeit. Kindern, die zu Hause vernachlässigt werden, geht&#8217;s auch nicht besser.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und diese ewige Diskussion zu Freizeitreitern vs. Sportreitern, Freizeitpferden vs. Sportpferden, dicken (guten) Reitern vs. dünnen (schlechten) Reitern ist einfach müßig: man kann sie nicht pauschal und über einen Kamm geschert lösen! Es gibt in allen Lagern gute und schlechte Pferdemenschen und Pferde, denen es gut oder schlecht geht. Wie immer muss man den individuellen Fall betrachten und Schubladendenken hilft uns nicht weiter.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>9. Schlaufis</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich ausgedacht hat, den Schlaufzügeln einen niedlichen Namen zu geben, den soll doch der Blitz beim&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Einsatz von <a href="https://herzenspferd.de/hilfszuegel-wirkung/" target="_blank" rel="noopener">Schlaufzügeln</a> können massive Kräfte auf Genick und Maul des Pferdes wirken und ihm beträchtliche Schmerzen und Schaden zufügen. Ein niedliches, verharmlosendes Wort ist in meinen Augen absolut nicht angebracht und ich bekomme das kalte Grausen, wenn ich von jungen Mädels lese, dass sie dem Pony die &#8222;Schlaufis&#8220; draufgemacht haben und es jetzt ja viel einfacher zu reiten ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>10. Zeig dem mal, wer der Chef ist!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussage ist meistens eine verschleierte Anweisung mal &#8222;draufzuhauen&#8220;. Schließlich verarscht einen das Pferd gerade (siehe Nr. 3) und muss mal gezeigt bekommen wo der Hammer hängt. Das kann man natürlich machen, aber seien wir mal ehrlich: welchem Chef folgst Du lieber: dem, der Dich terrorisiert und anschreit oder dem, der konsequent aber fair ist und den Du respektierst?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Respekt kann man sich auf zwei Arten erarbeiten: mit Gewalt &#8211; wobei es dann kein wahrer Respekt ist, sondern Angst &#8211; oder mit Konsequenz, Fairness, Konstanz und Souveränität (<a href="https://herzenspferd.de/pferd-respekt-gewinnen/" target="_blank" rel="noopener">siehe hier</a>). Ich weiß, was für ein Chef ich lieber sein möchte&#8230;</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>11. Dressurreiter/Sportreiter sind alle Tierquäler!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau &#8211; und alle Freizeitreiter ömmeln auf verfetteten Ponys im Wald rum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schubladendenken ist Schwachsinn!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>12. Freizeitreiter lassen alle ihre Pferde auf der Vorhand latschen und im Offenstall vergammeln!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Siehe Nr. 11.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>13. Clickerer sind doch nur Leckerlispender und Tüddeltanten!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Klar, solche Leute gibt es unter den Clickerern, keine Frage. Der Großteil von ihnen ist aber weit davon entfernt: wer richtig clickert bzw. mit positiver Verstärkung arbeitet, muss sich in eine hochkomplexe Trainingsmethode einarbeiten und ein mindestens genauso gutes Gefühl und Auge für&#8217;s richtige Timing haben wie jemand, der nach Natural Horsemanship oder einer anderen Methode trainiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Satz kommt in der Regel von Menschen, die sich noch nie mit der Methode befasst haben und schlicht und einfach Vorurteile aussprechen &#8211; ein Blick über den Tellerrand schadet nie! Man muss die Methode ja nicht anwenden, aber etwas darüber zu wissen kann nie schaden. <a href="https://360gradpferd.de/wie-funktioniert-clickertraining-pferdefreunde/" target="_blank" rel="noopener">Mehr zum Training mit positiver Verstärkung gibt&#8217;s z.B. hier.</a></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>14. Natural Horsemanshipler sind alle Tierquäler und machen viel zu viel Druck!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das fält auch mal wieder in die Kategorie &#8222;unnötiges Schubladendenken&#8220;. Ich kenne viele Horsemanshipler, die ihre Pferde fair und sanft trainieren (empfehlenswert sind z.B. <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3440128423/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3440128423&amp;linkCode=as2&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=VURFQT665R7VPSGL" target="_blank" rel="nofollow noopener">Mark Rashid</a>* und <a href="http://amzn.to/2BlQe2C" target="_blank" rel="nofollow noopener">Ross Jacobs</a>*). Nur weil es ein paar schwarze Schafe gibt darf man nicht Alle verurteilen!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>15. Den habe ich vom Schlachter/aus Polen/sonstwoher gerettet!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In letzter Zeit ist es sehr beliebt geworden Pferde zu retten. Grundsätzlich ist das ja sehr löblich, oft genug aber leider der Start einer langen Problemkette: das Pferd ist krank, nicht reitbar, unerzogen bis hin zu gefährlich. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft &#8222;Hilfe, mein gerettetes Pferd aus Polen beißt und buckelt und attackiert mich, was soll ich tun?!&#8220; Emails in mein Postfach flattern. So gern ich auch würde, helfen kann ich da nicht. Mit etwas Glück und einem guten Trainer vor Ort ist so ein Pferd vielleicht hinzubekommen &#8211; vielleicht aber auch nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer ein Pferd &#8222;rettet&#8220; muss sich darüber im klaren sein, dass es nicht aus purer Dankbarkeit automatisch zum Traumpferd mutiert und möglicherweise eine Vielzahl an gesundheitlichen Problemen oder Verhaltensauffälligkeiten mitbringt. Man mag es kaum glauben, aber manche Pferde gehen aus gutem Grund zum Schlachter &#8211; auch wenn das jetzt vielleicht grausam klingt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Finde ich es also per se schlecht, Pferde vom Schlachter oder aus dem Ausland zu retten? Nein!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber man sollte Ahnung von Pferden haben und sich bewusst sein, was man sich ins Haus holt, dass man unter Umständen hohe Tierarztrechnungen hat und dass es sein kann, dass man sein neues Pferd vielleicht nie wird reiten können. Ein Schlachtpferd ist nur selten eine Möglichkeit günstig an ein gutes Reitpferd zu kommen (Geiz steckt nämlich gar nicht mal so selten hinter den vermeintlich großherzigen Rettungsaktionen &#8211; genauso wie übersteigertes Geltungsbedürfnis, es macht sich ja unheimlich gut sich als Pferderetter feiern zu lassen. Das trifft natürlich nicht auf Alle zu(!), kommt aber oft genug vor).</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>16. Du Wendyreiter / Ostwindreiter!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn in einer Diskussion die Argumente ausgehen, geht&#8217;s auf die &#8222;du bist doch nur ein Wendyreiter&#8220;-Ebene: da wird dann mit einem Rundumschlag die Fachkompetenz, Intelligenz und Glaubwürdigkeit einer Person abgewertet. Das Totschlagargument für alles, gleichbedeutend mit &#8222;du lebst in deiner Phantasiewelt und alles was du sagst ist eh rosaroter Quatsch&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich sagt diese Aussage mehr über den aus, der sie ausspricht, als über den, der sie um die Ohren gehauen bekommt. Sie zeigt nämlich, dass stichhaltige Argumente fehlen und man auf der persönlichen Ebene angreifen muss.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>17. Meine Reitbeteiligung kommt dreimal pro Woche, also muss sie 3/7 aller anfallenden Kosten meines Pferdes bezahlen!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin schon seit vielen Jahren <a href="https://herzenspferd.de/reitbeteiligung-kodex/" target="_blank" rel="noopener">Reitbeteiligung</a>, diese Art und Höhe der Bezahlung sehe ich aber erst seit ein paar Jahren &#8211; und finde sie recht unverschämt. Ja, eine Reitbeteiligung hat etwas davon, dass sie das Pferd reiten kann. Aber auch der Besitzer hat etwas davon, dass sein Pferd bewegt wird (wir gehen jetzt mal von einer Reitbeteiligung aus, die nicht nur Mist mit dem Pferd macht &#8211; die sortiert man als Pferdebesitzer ja sowieso aus). Und Fakt ist, dass das Pferd weiter im Besitz des Pferdebesitzers bleibt und dieser das volle &#8222;Bestimmungsmacht&#8220; hat. Warum also sollte die Reitbeteiligung so bezahlen, als ob das Pferd ihr gehören würde? Wenn sie 6 mal pro Woche kommt, soll sie dann 6/7 &#8211; also fast alle Kosten &#8211; des Pferdes übernehmen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird in der Diskussion gerne damit argumentiert, dass man der Reitbeteiligung ja einen Gefallen tut, indem man sie das Pferd reiten lässt und man selbst gar nichts davon hat, wenn man nicht entsprechend bezahlt wird (fast wie eine Art Schmerzensgeld). Wenn die Bezahlung (oder das Stopfen einer Lücke im Geldbeutel) der einzige Grund ist sich eine Reitbeteiligung zu suchen, dann sollte man vielleicht mal überdenken wie realistisch es ist ein Pferd zu besitzen. Ein Pferd kauft man sich meiner Meinung nach nur, wenn man es auch mit allen Konsequenzen selbst bezahlen kann (oder die Bezahlung gesichert ist). Brauche ich eine oder mehrere Reitbeteiligungen, damit ich mein Pferd finanzieren kann, ist das weder den Reitbeteiligungen noch dem Pferd gegenüber fair. So eine Reitbeteiligung kann nämlich auch schnell wieder weg sein und auch dann muss die Finanzierung des Pferdes gesichert sein!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es absolut angemessen, als Reitbeteiligung etwas zu bezahlen. Die Finanzierung des Pferdes für den Pferdebesitzer zu sichern, geht aber eindeutig zu weit.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>18. Pferde eindecken ist Tierquälerei / Pferde nicht eindecken ist Tierquälerei!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schubladendenken ist Quatsch! Wie immer muss man das individuell entscheiden!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin grundsätzlich dafür es mit den Eingriffen in die Natur nicht zu übertreiben und nicht unnötig oder zu schnell einzudecken. Aber ein altes, krankes, gerade aus Spanien importiertes oder sonstwas Pferd muss doch nicht zitternd im Regen stehen, wenn es sich mit einer Decke wohler fühlt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>19. Das ist mir zu teuer!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gerne im Zusammenhang mit Unterricht oder Beritt. Lieber wird dann mal geguckt, ob man nicht kostenlos im Internet Rat findet &#8211; und wenn der lautet &#8222;such dir nen kompetenten Trainer&#8220; kommt dann eben &#8222;das ist mir zu teuer&#8220;. Auch da könnte ich die Wände hochgehen. Wer sich ein Pferd kauft, muss sich auch über alle Folgekosten (Sattel, Tierarzt, Unterricht/Beritt, Unterhalt, Hufschmied, &#8230;) im klaren sein und diese einkalkulieren! Wenn man dafür nicht genug Geld hat, dann kauft man sich eben kein Pferd (ich hab übrigens genau aus diesem Grund keins!).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klar, eine finanzielle Situation kann sich schnell ändern und ich finde es völlig legitim, dass einem mancher Unterricht zu teuer ist. Aber es gibt auch genügend bezahlbare Alternativen. Und es sind in der Regel nicht die Leute, die gerade in finanziellen Nöten stecken, die solche Aussagen treffen, sondern eher die, die von Anfang an eine &#8222;Geiz ist geil&#8220;-Mentalität an den Tag legen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>20. Du bist ja nur neidisch!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der Top-Aussagen, wenn jemand kritisiert wird. Es ist auch völlig egal, ob mit einem Sportreiter oder einem Freizeitreiter diskutiert wird, beide Fraktionen kennen und nutzen das Argument, wenn alle anderen Argumente ausgehen. &#8222;Du bist ja nur neidisch&#8220; killt jede sachliche Diskussion und hat nur zur Absicht, das Gegenüber mundtot zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es mag sein, dass manche Menschen aus Neid kritisieren. In den meisten Diskussionen, die ich so mitbekomme, ist das aber nicht der Fall. Ein bisschen Selbstreflexion und Kritikfähigkeit schaden uns allen nicht. Und selbst wenn wir die Kritik nicht nachvollziehen können, würde auch ein einfaches &#8222;sehe ich anders&#8220; (vielleicht mit guter Begründung warum) reichen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>21. Das ist Rollkur!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Rollkurbilder und -vorwürfe so viel durchs Netz gehen, wird gerne mal bei jedem Bild mit gebogenem Pferdehals &#8222;Rollkur&#8220; geschrien. Versteh mich nicht falsch, ich finde es unheimlich wichtig an diesem Punkt hinzuschauen und auch zu kritisieren. Man sollte dann aber schon wissen wovon man redet und wie Rollkur aussieht, bevor man wild mit dem Begriff um sich wirft und Reiter beschuldigt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>22. Der ist Gewichtsträger!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt einige Rassen, die allgemein gerne als &#8222;Gewichtsträger&#8220; bezeichnet werden, z.B. Isländer und diverse Kaltblutrassen. Grundsätzlich mag es sein, dass mehr Pferde dieser Rassen einen passenden Körperbau mitbringen um mehr Gewicht zu tragen, aber pauschal kann man das nicht sagen! Gerade Kaltblutrassen, die für&#8217;s Fahren gezüchtet wurden, haben oft einen schwachen Rücken und die neuen, sportlicheren Zuchtlinien der Isländer bringen auch kein &#8222;Gewichtsträger&#8220;-Gebäude mehr mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer einen Gewichtsträger sucht, sollte also nicht nur auf die Rasse (oder auf ein massiges, schwer aussehendes Pferd achten), sondern auf den passenden Körperbau: breite Brust, kräftige Knochen und Gelenke, kein zu langer Rücken, gute Muskulatur (nicht zu verwechseln mit Fett!), nicht zu lange, dünne Beine, stabile Fesseln (nicht durchtrittig), gute Hufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und auch wenn das ein ziemlich kritischer Punkt ist und ich weiß, dass sich da wohl viele angegriffen fühlen werden: einen Gewichtsträger zu kaufen ist gut und schön und man kann auch mit ein paar Kilos zu viel noch ein guter Reiter sein. Trotzdem sollte man ab einem gewissen Bereich seinem Pferd zu liebe nicht mehr reiten oder eben abnehmen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>23. Wer Hirn hat schützt es!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin selbst eine absolute Verfechterin dieser Aussage und reite nur mit Helm!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem nervt mich dieses penetrante Kommentieren jedes Bildes ohne Helm &#8211; ob es was mit dem Thema zu tun hat oder nicht. Die meisten Menschen auf den Bildern sind alt genug um selbst entscheiden zu können, ob sie einen Helm tragen oder nicht. Klar kann es sein, dass sie ein schlechtes Vorbild für junge Reiter abgeben, aber ganz ehrlich, wenn ich Kinder habe, erziehe ich sie dazu (oder versuche es zumindest) nicht jeden Mist nachzumachen, den sie im Internet sehen. Ich kann sowieso nicht ändern, was die Leute dort veröffentlichen (auch nicht mit penetranten Kommentaren), sondern habe nur in der Hand, meinen Kindern etwas gesunden Menschenverstand zu vermitteln.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>24. Reiten mit Gebiss ist Quälerei / Gebisslos kann man ein Pferd nicht ordentlich reiten!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier wieder: bitte differenziert betrachten! Es gibt Pferde, die sind mit Gebiss glücklicher und welche, die lieben es ohne. Zu welcher Gruppe das eigene Pferd gehört, muss man dann eben ausprobieren. Und auch ohne Gebiss kann man sein Pferd gesund reiten und gymnastizieren &#8211; <a href="https://www.bitless-art-of-riding.com/" target="_blank" rel="noopener">Jossy Reynvoet</a> macht es z.B. vor.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>25. Guck doch mal die Augen!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Egal welches Pferd und was für ein Foto, es gibt Leute, die scheinbar an einem einzigen Blick, am Augenausdruck des Pferdes erkennen ob es ihm gut geht oder nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, auch Pferde können einen gequälten Gesichtausdruck haben, ganz klar. Aber aus einem einzigen Foto zu schließen (und den dazugehörigen Besitzer zu verurteilen), dass das Pferd eine arme, gequälte Kreatur ist, ist einfach zu weit hergeholt &#8211; vor allem wenn man das Pferd nicht kennt.</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Na, was sind die Sprüche oder Aussagen, die Dir tierisch auf die Nerven gehen? Ab in die Kommentare damit!</strong></h4>



<img decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="http://vg08.met.vgwort.de/na/83c5e1b8698246d48f9f546c70a44a59" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527">



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="http://vg08.met.vgwort.de/na/83c5e1b8698246d48f9f546c70a44a59" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"/></figure>
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		<title>Reitbeteiligungskodex – so wirst Du zur perfekten Reitbeteiligung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2015 09:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Meinung]]></category>
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		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe mittlerweile meine vierte Reitbeteiligung auf einem wunderbaren Lipizzaner-Hengst. Mit allen Besitzern meiner ehemaligen Reitbeteiligungen bin ich weiterhin seit Jahren gut befreundet und sie waren immer zufrieden mit mir. Leider läuft es nicht immer so toll. Ich höre gerade über die sozialen Netzwerke unheimlich viele Horrorgeschichten über schlechte Erfahrungen mit Reitbeteiligungen. Grund genug mal [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mittlerweile meine vierte Reitbeteiligung auf einem wunderbaren Lipizzaner-Hengst. Mit allen Besitzern meiner ehemaligen Reitbeteiligungen bin ich weiterhin seit Jahren gut befreundet und sie waren immer zufrieden mit mir.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Leider läuft es nicht immer so toll.</strong> Ich höre gerade über die sozialen Netzwerke unheimlich viele Horrorgeschichten über schlechte Erfahrungen mit Reitbeteiligungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grund genug mal meinen <strong>persönlichen Kodex</strong> aufzuschreiben. Natürlich ist das meine Meinung und es kann sein, dass jemand anderes das anders sieht – wenn das so ist, ab in die Kommentare damit!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine kürzere Variante des Kodex als Datei kannst Du Dir <a href="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/02/Kodex-Reitbeteiligung-Herzenspferd-1.png" target="_blank" rel="noopener">hier herunterladen</a>.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Sei verantwortungsbewusst.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besitzerin vertraut Dir ihr Pferd an!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet, Du trägst zum Beispiel dafür Verantwortung, dass es ihm gutgeht wenn Du mit ihm arbeitest und dass es sich nicht verletzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es ist Deine Aufgabe, mit bestem Wissen und Gewissen im Interesse des Pferdes zu handeln.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet auch, dass Du die Verantwortung übernimmst, wenn Du etwas falsch gemacht hast und nicht versuchst die Schuld auf jemand anderen zu schieben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Sei zuverlässig und halte Dich an Absprachen.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Halte Dich an Termine oder sag sie rechtzeitig ab. Wenn Du mit der Besitzerin etwas abgesprochen hast dann musst Du Dich daran halten. Gehe zum Beispiel nicht einfach reiten ohne, dass Du der Besitzerin Bescheid sagst (ich empfehle einen festen Zeitplan wer wann reitet, Änderungen kann man dann immer noch flexibel abmachen).</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Frage nach, wenn etwas unklar ist.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gute Kommunikation ist das A und O einer jeden Beziehung. <strong>Wenn Dir etwas nicht klar ist frag nach. </strong>Die Besitzerin wird sich freuen, dass Du Interesse zeigst und nicht einfach ungefragt etwas machst von dem Du Dir nicht sicher bist ob es ok ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Behaupte nicht, es wäre Dein Pferd.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß, spätestens wenn Dich ein kleines Mädchen am Stall oder beim Ausritt mit Bewunderung in den Augen ansieht und Dich fragt ob das Dein Pferd ist, wird es Dir in den Fingern jucken „Ja“ zu sagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tu es nicht. <strong>Wie würdest Du Dich fühlen, wenn irgendjemand behaupten würde Dein Pferd wäre seins? </strong>Nicht so toll, oder?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem wird es ziemlich peinlich für Dich wenn die Besitzerin des Pferdes davon erfährt&#8230;</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Es ist etwas passiert? Sag der Besitzerin Bescheid. </strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Pferd hat eine Verletzung, es ist etwas am Zubehör kaputt gegangen, ein Eisen ist ab oder beim Reiten ist etwas schief gelaufen? Sag der Besitzerin Bescheid, <strong>bei Verletzungen so schnell wie möglich!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es möchte auch keiner an den Stall kommen und feststellen, dass das Halfter kaputt ist, oder von der Stalltratschtante hören, dass die Reitbeteiligung vom Pferd gefallen ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Du hast etwas kaputt gemacht? Biete an es zu bezahlen.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es <strong>eindeutig Deine Schuld</strong> ist, dass etwas kaputt gegangen ist, dann solltest Du anbieten den Gegenstand zu ersetzen. Wenn etwas aufgrund von Verschleiß kaputt geht, ist es eher Aufgabe der Besitzerin den Gegenstand auszutauschen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>7. Unterstütze die Besitzerin wenn das Pferd krank ist.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich eine Selbstverständlichkeit und sehr wichtig. Wenn das Pferd krank ist solltest Du die Besitzerin unterstützen wo Du nur kannst. <strong>Ich bin schon wochenlang zum Pferd gefahren nur um Medikamente zu geben.</strong> Manche Medikamente müssen mehrmals am Tag gegeben werden, wenn Du da eine Gabe übernehmen kannst hilfst Du der Besitzerin meistens schon unheimlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für mich gehört es absolut dazu, dass man auch in schlechten Zeiten für das Pferd da ist! Schließlich hat man es dann nicht weniger lieb.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein schwieriges Thema ist in so einem Fall die Bezahlung. Meine ganz persönliche Einstellung ist es weiter zu bezahlen, auch wenn ich nicht reiten kann. Ich habe aber auch immer eine sehr gute Beziehung zu den Besitzerinnen meiner Reitbeteiligungen und möchte sie unterstützen. Ein krankes Pferd kostet viel Geld… Wie ihr das regelt musst Du ganz individuell mit der Besitzerin Deiner Reitbeteiligung ausmachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Wenn das Pferd dauerhaft unreitbar ist müsst ihr euch natürlich etwas überlegen &#8211; ich kann mir aber kaum vorstellen, dass Dir in so einem Fall jemand ernsthaft böse ist wenn Du Dir eine andere Reitbeteiligung suchst.)</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>8. Lass nicht einfach Deine Freunde aufs Pferd.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein absolutes No-Go!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie schon erwähnt, <strong>es ist nicht Dein Pferd!</strong> Also darfst Du auch nicht entscheiden wer es reitet. Wie würdest Du Dich fühlen wenn Deine Reitbeteiligung einfach irgendwen auf Dein Pferd lässt? Mal ganz davon abgesehen, dass es Probleme mit der Versicherung geben kann wenn etwas passiert.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>9. Geh pfleglich mit dem Zubehör um.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein guter Sattel kostet oft mehrere tausend Euro.</strong> Es versteht sich von selbst, dass Du schonend mit ihm umgehst und ihn nicht in irgendeine Ecke wirfst oder verknickt in den Spind stopfst. Wenn er matschig ist machst Du ihn sauber bevor Du ihn wegpackst, wenn er nass ist trocknest Du ihn ab.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>10. Das Pferd ist kein Mittel zum Zweck.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nur draufsetzen und reiten, oder nur Turniere reiten wollen ist nicht. Ein Pferd ist ein <strong>Lebewesen</strong> und zum guten und fairen Umgang mit ihm gehört, dass Du es <strong>auch pflegst, es gern hast und es Dir wichtig ist, dass es ihm gut geht.</strong> Wenn das bedeutet, dass Du mal ein paar Tage nicht reitest, <strong>dann ist das eben so. </strong>Es gibt so viele tolle Dinge, die man mit einem Pferd machen kann: Knuddeln, Spazieren gehen, <a href="https://herzenspferd.de/alternativen-zum-reiten-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener">Bodenarbeit</a>, einfach nur mit ihm auf der Koppel stehen und Zeit verbringen, …</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>11. Mische Dich nicht in grundlegende Entscheidungen ein / Respektiere Entscheidungen der Besitzerin.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besitzerin Deiner Reitbeteiligung sagt Du sollst das Pferd gebisslos reiten? Oder es soll keine Leckerli bekommen? Dann hast Du das zu akzeptieren!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es ist ihr Pferd und sie trifft die Entscheidungen.</strong> Wenn ihr eine gute Beziehung habt könnt ihr darüber reden, aber im Endeffekt musst Du Dich an ihre Wünsche halten.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>12. Sei kein Besserwisser.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Niemand mag Besserwisser. Und auch die Besitzerin Deiner Reitbeteiligung wird es sicher nicht toll finden, <strong>wenn Du ihr ständig erzählst, was sie alles falsch macht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders sieht es aus, wenn sie Dich wirklich um Rat fragt. Bei mir ist es so, dass ich bis jetzt mit allen Besitzerinnen meiner Reitbeteiligungen immer toll über die Pferde und die Arbeit mit ihnen fachsimpeln konnte. Manchmal ist es ja sehr hilfreich, wenn man sich noch eine zweite Meinung anhören kann.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>13. Packe im Stall mit an.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es selbstverständlich, dass man nicht nur zum Reiten kommt sondern auch im Stall mit anpackt (das hängt natürlich auch vom Stall ab, bei einem Selbstversorger wirst Du eher mithelfen als bei einer Vollpension). Es fehlt zum Beispiel gerade Wasser in der Tränke? Ist doch klar, dass Du die dann schnell auffüllst.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>14. Nimm Unterricht mit dem Pferd.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Man lernt nie aus. Und selbst wenn Du schon ewig reitest und viel weißt, ist es immer von Vorteil <strong>ein paar Reitstunden mit dem neuen Pferd</strong> zu nehmen. Schließlich ist jedes Pferd anders und es ist immer gut, wenn mal jemand draufschaut und Dir Tipps gibt wie Du noch besser mit dem Pferd umgehst.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>15. Sei konsequent mit dem Pferd.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur wichtig für Reitbeteiligungen, sondern alle Reiter. Keine Besitzerin hat Lust darauf, dass die Reitbeteiligung <strong>das Pferd verzieht und verreitet.</strong> Deshalb: immer konsequent sein und wenn die Besitzerin zum Beispiel keine Leckerli füttert, solltest Du das auch nicht (und erst recht nicht heimlich) tun.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>16. Sei ehrlich.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es klappt etwas nicht oder Du hast etwas falsch gemacht? Sei immer ehrlich, irgendwann kommt es doch raus. Wenn man von Anfang an ehrlich ist lassen sich viele Dinge ohne große Probleme und Drama lösen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>17. Zahle pünktlich.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du einen monatlichen Betrag für die Reitbeteiligung bezahlst, dann solltest Du das pünktlich tun. Am besten ist es, Du richtest bei der Bank einen <strong>Dauerauftrag</strong> ein oder bittest Deine Eltern das zu tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Besitzerin ist es ärgerlich und unangenehm Dich nach dem Geld fragen zu müssen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>18. Frage was Du mit dem Pferd machen darfst/kannst.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Pferde haben eine Vorgeschichte und <strong>vielleicht alte Verletzungen oder Krankheiten.</strong> Frage deshalb unbedingt nach ob es etwas gibt, was Du mit dem Pferd nicht machen sollst oder was es nicht kann. Die meisten Besitzer sagen Dir das von sich aus, aber gerade wenn Du etwas Neues ausprobieren möchtest ist nachfragen immer gut.</p>





<h3 class="wp-block-heading"><strong>Da es aber nicht nur Horror-Reitbeteiligungen, sondern auch Horror-Besitzer gibt solltest Du auch folgende Dinge beachten:</strong></h3>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Lass Dich nicht ausnutzen.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du sollst viel Stallarbeit leisten, am besten gar nicht &#8211; oder nur wenig &#8211; reiten und dafür einen Haufen Geld im Monat bezahlen? Sorry, aber das ist in meinen Augen etwas übertrieben. Ich verstehe es absolut, dass jemand eine angemessene Bezahlung dafür haben will, dass er sein Pferd zur Verfügung stellt. Aber ausnutzen lassen musst Du Dich nicht.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Lass Dich nicht schlecht behandeln. </strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alles was Du machst ist in den Augen der Besitzerin falsch und sie macht Dir ständig wegen etwas anderem die Hölle heiß? Du fühlst Dich wie der Idiot von Dienst?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das musst Du Dir nicht gefallen lassen und auch nicht aushalten, schließlich soll Dir Dein Hobby Spaß machen. Such Dir eine andere Reitbeteiligung.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Kläre ab, dass Du versichert bist.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den meisten Versicherungen ist eine Reitbeteiligung mit eingeschlossen. Aber eben nicht in allen. Kläre unbedingt ab, dass Du versichert bist bevor Du Dich auf’s Pferd setzt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Unterstütze niemanden der sein Pferd schlecht behandelt.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du findest, dass die Besitzerin das Pferd schlecht behandelt? Such Dir eine andere Reitbeteiligung. Die Auffassungen was gut und richtig für ein Pferd ist gehen ja durchaus auseinander. Wenn Du aber ständig gegen Deine Überzeugung handelst oder Dich mit der Besitzerin darüber streitest, macht Dich das nur unglücklich.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Falls es einen Vertrag gibt, lese ihn gut durch.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Reitbeteiligungs-Vertrag ist eigentlich eine gute Sache. Dann weiß jeder woran er ist und wichtige Dinge sind verbindlich geregelt. Wie bei allen Verträgen solltest Du ihn Dir gut durchlesen und überprüfen ob das, was darin steht, für Dich ok ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Niemand ist perfekt!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Dich in etwa an diese Verhaltensvorschläge hältst bist Du vielen anderen Reitbeteiligungen schon einen Schritt voraus. Es legt natürlich jeder auf andere Dinge wert, von daher sind vielleicht manche Punkte vernachlässigbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es ist niemand perfekt,</strong> <strong>aber ich finde es sehr wichtig, dass man sich dem Vertrauen und der Verantwortung bewusst ist, welche man als Reitbeteiligung hat.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man gut miteinander umgeht kann eine Reitbeteiligung eine wunderbare Sache sein und es können – wie in meinem Fall – Freundschaften fürs Leben entstehen. Ich finde es sehr schade, dass viele Pferdebesitzer Probleme mit ihren Reitbeteiligungen haben und hoffe, dass dieser ganz persönliche Kodex mit dazu beiträgt, dass sich die Situation etwas ändert.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie sind Deine Erfahrungen mit Reitbeteiligungen? Bist Du Pferdebesitzer und hattest schon mal eine Horror-Reitbeteiligung? Oder bist Du Reitbeteiligung und warst schon bei Horror-Besitzern? Erzähl mir Deine Geschichte in den Kommentaren!</strong></p>



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