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	<title>Muskulatur Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Muskulatur Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Lahmheit erkennen beim Pferd &#8211; was jeder Reiter wissen sollte!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2016 17:35:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[PFERDE | WISSEN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor ein paar Wochen habe ich in diesem Artikel von ProPferd gelesen, dass erschreckend wenige Reiter erkennen ob ihr Pferd lahmt. Wie genau man eine Lahmheit erkennen kann, wird aber nicht beschrieben. Am besten lernt man so etwas bei einem Erste-Hilfe-Kurs vom Tierarzt. Aber für alle, die (noch) keine Möglichkeit haben von jemandem vor Ort [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Vor ein paar Wochen habe ich in <a href="https://www.propferd.at/main.asp?VID=1&amp;kat1=5&amp;kat2=32&amp;GenLiPage=&amp;NID=3930" target="_blank" rel="noopener">diesem Artikel</a> von ProPferd gelesen, dass erschreckend wenige Reiter erkennen ob ihr Pferd lahmt. Wie genau man eine Lahmheit erkennen kann, wird aber nicht beschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am besten lernt man so etwas bei einem Erste-Hilfe-Kurs vom Tierarzt. Aber für alle, die (noch) keine Möglichkeit haben von jemandem vor Ort zu lernen, möchte ich hier die gängigsten Anzeichen von Lahmheit zusammenfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie immer der Hinweis: ich bin kein Tierarzt und kann nur das weitergeben, was ich gelernt habe. Wenn Du auch nur den geringsten Zweifel daran hast, dass Dein Pferd sauber läuft und nicht weißt, woran das liegt, solltest Du einen Tierarzt rufen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Lahmheit erkennen im Stand</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Lahmheiten kannst Du bereits an der Art wie das Pferd steht erkennen. Steht es nicht gleichmäßig auf allen vier Beinen und entlastet immer das gleiche Bein, kann das ein Anzeichen von Schmerzen sein. Damit meine ich natürlich nicht das normale, entspannte Aufsetzen der Hinterhufspitze das viele Pferde tun. Wenn Du Dein Pferd ein paar Schritte bewegst und dann wieder stehen lässt wird es meist nicht gleich wieder den selben Huf aufsetzen. Tut es das aber sofort und immer wieder beim gleichen Bein solltest Du genauer hinschauen (vielleicht sind an seinem Gesichtsausdruck auch Schmerzen abzulesen. <a href="https://herzenspferd.de/schmerzen-erkennen/" target="_blank" rel="noopener">Wie das Schmerzgesicht des Pferdes aussieht habe ich hier beschrieben.</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Entlastungshaltung kann zum Beispiel so aussehen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das Pferd streckt ein Bein nach vorne oder nach hinten heraus &#8211; das kann Hinter- oder Vorderbein sein</li>



<li>Das Pferd setzt die Spitze des Vorderhufes auf und knickt im Vorderfußwurzelgelenk ab</li>



<li>Das Pferd setzt die Spitze des Hinterhufs auf und knickt im Sprunggelenk ab</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Lahmheit erkennen an der Hand</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am besten erkennst Du eine Lahmheit, wenn jemand anderes das Pferd an der Hand vorführt. Dazu sollte er einmal gerade von Dir weg laufen, mit einer engen Volte kehrt machen und wieder gerade auf Dich zu laufen. Zusätzlich solltest Du Dir das Ganze dann noch einmal von der Seite anschauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn das Pferd auf Dich zukommt konzentrierst Du Dich auf Du die Vorderbeine, läuft es von Dir weg schaust Du Dir die Hinterbeine an. Achte darauf, dass Du nicht zu nahe am Pferd bist. Manche Lamheiten erkennt man besser, wenn man sich nicht zu sehr auf eine Stelle, sondern das Gesamtbild konzentriert. Ich mache das so, dass ich meine Augen etwas unfokussiert lasse und versuche Unregelmäßigkeiten im Bewegungsfluss zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Führen sollte darauf geachtet werden das Pferd nicht durch einen zu kurzen Strick oder Ziehen an seinem Kopf in seinem Gleichgewicht zu stören und ein gleichmäßiges Tempo beizubehalten. Der Führende sollte möglichst nicht das Pferd anschauen, sondern locker geradeaus laufen &#8211; schaut man beim Führen auf das Pferd beeinflusst man es mit seiner Körpersprache und kann es aus seinem Gleichgewicht bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stärkere Lahmheiten erkennt man bereits im Schritt, andere erst im Trab, da das Pferd hier nur noch auf je zwei Beinen steht und stärker beeinträchtigt ist wenn eines davon weh tut. Selbst wenn Dein Pferd sauber im Schritt läuft, solltest Du es zustäzlich noch im Trab begutachten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Lahmheit des Vorderbeins</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ist Dein Pferd auf einem der Vorderbeine lahm, dann belastet es das gesunde Bein stärker. Auf diesem Bein lastet also bei jedem Schritt mehr Gewicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zeigt sich besonders deutlich an Kopf und Hals des Pferdes: tritt es mit dem verletzen Bein auf, hebt es Hals und Kopf nach oben um möglichst wenig Gewicht darauf zu bringen. Tritt es mit dem gesunden Bein auf, fällt es mit seinem Gewicht auf die Seite und Hals und Kopf fallen nach unten. Es macht also eine mehr oder weniger deutliche Nickbewegung, die auch von der Seite zu sehen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Seite kannst Du eine Lahmheit außerdem erkennen, wenn:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Dein Pferd ein Bein nicht so hoch hebt (bzw. nicht so sehr beugt) wie das Andere oder sogar den Huf über den Boden schleift,</li>



<li>es ein Bein nicht so weit nach vorne schwingt wie das Andere,</li>



<li>es den Huf entweder nur vorne auf der Spitze oder nur hinten am Ballen aufsetzt.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Lahmheit des Hinterbeins</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ist Dein Pferd auf einem der Hinterbeine lahm, erkennst Du das auch hier daran, dass es das lahme Bein weniger belastet. Bei den Hinterbeinen ist das vor allem an der Kruppe sichtbar: die Kruppe auf der Seite des verletzten Beins wird verstärkt nach oben gezogen. Die schmerzende Seite ist also immer höher als die Gesunde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie beim Vorderbein solltest Du bei der Beobachtung von der Seite darauf achten, ob ein Bein im Vergleich zum anderen weniger gebeugt wird, kürzer nach Vorne schwingt oder den Huf anders aufsetzt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Lahmheit erkennen unter dem Reiter</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Lahmheiten, die man nur unter dem Reiter sieht. Als Reiter kannst Du eine solche Lahmheit fühlen, wenn Dein Pferd nicht mehr gleichmäßig läuft. Meistens merkt man das daran, dass eine Seite mehr &#8222;wegkippt&#8220;. Beim <a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener">Trab aussitzen</a> fühlt es sich zum Beispiel so an, als würde eine Seite Deiner Hüfte immer etwas tiefer oder nicht so hoch schwingen wie die andere. In ganz extremen Fällen hast Du das Gefühl, Dein Pferd kippt auf einer Seite unter Dir weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du den Verdacht hast, dass Dein Pferd lahm geht, solltest Du es immer auch unter dem Reiter beobachten (lassen), selbst wenn sich an der Hand keine Lahmheit gezeigt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Reiter sollte beim Vorreiten möglichst wenig tun um das Pferd in seiner Bewegung zu stören. Also nur wenig bis keine Zügeleinwirkung, kein permanentes Treiben und möglichst in leichtem Sitz traben. Der Trab sollte weder zu schnell, noch zu langsam sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier sollte der Reiter gerade vom Beobachter wegreiten, eine Volte oder einen Zirkel reiten und wieder gerade auf den Beobachter zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders im Trab auf dem Zirkel verstärken sich Lahmheiten und sind deutlicher zu erkennen, da das innere Beinpaar stärker belastet wird. Zum Vergleich sollte man immer auf beiden Händen einen Zirkel reiten.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Harter oder weicher Untergrund?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Tests sollte man sowohl auf hartem, als auch auf weichem Boden machen. Manche Lahmheiten zeigen sich vermehrt auf hartem Boden, andere auf Weichem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorteil von hartem Boden ist, dass man Lahmheiten auch hören kann, wenn man etwas geübt ist. Da das verletzte Bein entlastet und somit weniger starkt aufgesetzt wird, macht es ein leiseres Geräusch als die anderen drei Beine. Wenn das Bein mit verkürztem Tritt aufgesetzt wird hört man die Unregelmäßigkeit im Takt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was tun wenn das Pferd lahm ist?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du herausgefunden hast, auf welchem Bein Dein Pferd lahmt, dann solltest Du dieses Bein vom Huf aus nach oben abtasten. Parallel dazu tastest Du auch immer das andere, gesunde Bein ab. Manche Unterschiede erspührt man nur im direkten Vergleich.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gibt es Verletzungen am Huf, sitzt das Eisen noch richtig, hat sich das Pferd etwas in den Huf getreten (zum Beispiel einen Nagel, Scherben, etc.)?</li>



<li>Ist der Huf heißer als der Andere?</li>



<li>Gibt es eine Wunde am Bein?</li>



<li>Ist das Bein irgendwo geschwollen?</li>



<li>Ist das Bein an einer bestimmten Stelle heiß?</li>



<li>Reagiert das Pferd schmerzempfindlich auf Druck?</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wunden solltest Du enstprechend versorgen und bei Bedarf den Tierarzt rufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;">Lesetipp: Mehr Infos zu <a href="https://www.propferd.at/main.asp?VID=1&amp;kat1=96&amp;kat2=643&amp;DDate=06112015&amp;NID=2870" target="_blank" rel="noopener">erster Hilfe beim Pferd</a> findest Du hier bei ProPferd.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn am Bein keine offenen Wunden sind, sondern nur eine geschwollene Stelle, hilft es diese Stelle zu kühlen. Verbessert sich der Zustand nach ein bis zwei Tagen nicht, sollte man &#8211; im Zweifelsfall lieber früher als später &#8211; den Tierarzt rufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei starken Lahmheiten, Verletzungen oder Schwellungen an Gelenken oder Sehnen sollte man sofort den Tierarzt rufen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Empfehlung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders leichte Lahmheiten lassen sich oft nur vom Experten erkennen. Deshalb kann ich jedem nur empfehlen in regelmäßigen Abständen einen Routinecheck vom Osteopathen oder Physiotherapeuten machen zu lassen. Der kann dan auch gleich nach Blockaden schauen und vielen Problemen vorbeugen bevor sie entstehen.</p>



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		<title>Trainierst Du Dein Pferd richtig? Was die Bemuskelung Deines Pferdes über das Training aussagt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2016 10:39:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Haltung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Indem wir unsere Pferde reiten oder sonstiges Training absolvieren, nehmen wir direkt Einfluss auf ihre Muskulatur. Dressur, Arbeit an der Hand oder an der Longe, Ausritte, Spaziergänge, Bodenarbeit, etc. &#8211; all das baut Muskeln beim Pferd auf. Aber Muskeln sind nicht gleich Muskeln. Um gesund zu bleiben und den Reiter ohne Schaden tragen zu können, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Indem wir unsere Pferde reiten oder sonstiges Training absolvieren, nehmen wir direkt Einfluss auf ihre Muskulatur.</strong> Dressur, Arbeit an der Hand oder an der Longe, Ausritte, Spaziergänge, Bodenarbeit, etc. &#8211; all das baut Muskeln beim Pferd auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber Muskeln sind nicht gleich Muskeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um gesund zu bleiben und den Reiter ohne Schaden tragen zu können, braucht ein Pferd einen starken Rücken und Bauch, eine kräftige Hinterhand und so einiges mehr. Wird das Pferd korrekt geritten und gearbeitet sollte sich diese Muskulatur mit der Zeit von selbst bilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;">Lesetipp: Hier habe ich schon einmal über <a href="https://herzenspferd.de/pferd-muskelaufbau/" target="_blank" rel="noopener">die verschiedenen Möglichkeiten Muskulatur beim Pferd aufzubauen</a></span> <span style="color: #999999;">geschrieben.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wird es jedoch nicht korrekt geritten, dann bildet sich eine &#8222;fehlerhafte&#8220; Muskulatur, mit der es versucht ungesunde Bewegungsabläufe zu kompensieren. Außerdem können sich Muskeln, die nicht durch gesundes Reiten genutzt werden, zurückbilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>An der Bemuskelung Deines Pferdes kannst Du also ablesen, wie gut Dein Training ist.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie immer gilt: die Bemuskelung muss individuell betrachtet werden!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Verschiedene Pferde und Rassen haben verschiedene Körpertypen. Ein Schwarzwälder wird größere Muskeln aufbauen als ein Araber. Bei den Isländern gibt es schlanke, sportliche Typen und stämmige, robuste. <strong>Es macht also nur begrenzt Sinn, solch unterschiedliche Typen zu vergleichen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am besten vergleicht man sein Pferd immer nur mit sich selbst.</strong> Also z.B. ein Foto beim Ausgangszustand machen und nach 3, 6 oder mehr Monaten Training ein weiteres Foto zum Vergleich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zusätzlich zum Training spielen auch Haltung und Fütterung, Gesundheitszustand und Ausrüstung eine Rolle.</strong> Darauf möchte ich hier nicht näher eingehen, es sollte jedoch klar sein, dass bei folgenden Gegebenheiten ein gesunder Muskelaufbau schwierig sein kann und das Problem nicht nur im Training zu suchen ist:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zu wenig oder falsches Futter bzw. zu große Fresspausen</li>



<li>Krankheiten</li>



<li>Zahnprobleme</li>



<li>Schlechte Haltungsbedingungen, wie z.B. reine Boxenhaltung oder permanenter Stress in der Herde</li>



<li>Unpassende Ausrüstung (so kann z.B. ein unpassender, drückender Sattel dazu führen, dass sich Muskeln zurück bilden)</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gesunde und ungesunde Bemuskelung des Pferdes</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rest des Artikels zeige ich anhand von Zeichnungen, wie gute und schlechte Bemuskelung aussieht. Weil das Thema durchaus komplex ist beschränke ich mich hier auf die Muskelgruppen, die man auch als Nicht-Profi gut sehen und erfühlen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Zeichnungen sind zum besseren Verständnis sehr plakativ. Natürlich gibt es viele &#8222;Zwischenstufen&#8220; zwischen beiden Zuständen und bei jedem Pferd kann es ein bisschen anders aussehen. Die Grundsätz bleiben aber gleich. Wenn Dein Pferd eher in Richtung des Negativbeispiels tendiert (oder auch nur in Teilen, z.B. Hals oder Rücken), dann solltest Du Dein Training überdenken und entsprechend anpassen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie oben beschrieben solltest Du aber immer auch die individuellen körperlichen Voraussetzungen Deines Pferdes im Blick gehalten. Wie uns Menschen auch kann man Pferde nicht in ein Schema F pressen, auch nicht körperlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Du nach dem Lesen dieses Artikels das Gefühl hast, dass Dein Pferd nicht gut oder falsch bemuskelt ist, solltest Du Dir Hilfe von einem Profi vor Ort holen. Das ist keine Schande! Niemand von uns ist perfekt und lieber einen Fehler korrigieren, sobald man ihn erkennt, als die Augen verschließen und so weitermachen. Dein Pferd wird es Dir danken.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;">Lesetipp: Auf Hippovital kannst Du noch mehr über <a href="http://www.hippovital.at/2015/01/15/anzeichen-von-funktionsst%C3%B6rungen-der-muskulatur-und-deren-auswirkungen/" target="_blank" rel="noopener">die Muskulatur und eventuelle Funktionsstörungen</a></span> <span style="color: #999999;">lesen.</span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Gesamteindruck</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Dir das gesamte Pferd anschaust, sollte es einen harmonischen Eindruck abgeben. Es wirkt &#8222;rund&#8220; und nicht &#8222;eckig&#8220; und es gibt keine Körperregionen, die deutlich stärker bemuskelt sind als andere (man sieht das z.B. ab und an auf Islandpferdeturnieren: die Schulter und Vorhand ist extrem muskulös und die Hinterhand im Vergleich dazu schlank und schmächtig. Das ist keine ausgewogene Bemuskelung!).</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Vorsicht &#8211; Speck nicht mit Muskeln verwechseln</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein &#8222;rundes&#8220; Pferd mit kräftigem Hals und Po bedeutet nicht automatisch, dass es eine gute Muskulatur hat. Es kann auch einfach nur zu dick sein. Dann fühlt sich das Gewebe nicht fest, sondern weich und schwammig an.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Rücken</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Rechts und links neben der Wirbelsäule Deines Pferdes verläuft der lange Rückenmuskel. Dieser Muskel sollte immer locker und beweglich sein, denn die Bewegung des Pferdes fließt von der Hinterhand durch ihn hindurch nach vorne. Ist dieser Muskel verkrampft kann Dein Pferd nicht locker und losgelassen laufen &#8211; das wirst Du vielleicht auch merken, denn Dein Pferd lässt sich dann nur noch unbequem sitzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Steht bei Deinem Pferd am Rücken die Wirbelsäule heraus, ist der Rückenmuskel nicht genug trainiert (wenn es insgesamt sehr dünn ist kann auch ein Fütterungsproblem oder Ähnliches vorliegen). Das kann ein Zeichen dafür sein, dass es nicht entspannt über den Rücken läuft, sondern diesen beim Reiten wegdrückt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders markant und gut zu erkennen ist fehlende Muskualtur rechts und links am Übergang zwischen Widerrist und Rücken. Bei manchen Pferden bilden sich hier regelrechte &#8222;Kuhlen&#8220; (das kann übrigens auch von einem unpassenden Sattel ausgelöst werden).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hat Dein Pferd eine gute Rückenmuskulatur, so ist die Wirbelsäule eingebettet zwischen den beiden Muskelsträngen und steht nicht heraus. Wenn sich Dein Pferd frei bewegt, kannst Du sehen wie sich diese Muskelstränge zum Beispiel im Trab wechselseitig bewegen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="293" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Ruecken-Bauch.jpg" alt="Zwei Zeichnungen von Rücken und Hals des Pferdes, einmal mit guter und einmal mit schlechter Muskulatur. Die im Text beschriebenen Merkmale werden visualisiert." class="wp-image-3102" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Ruecken-Bauch.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Ruecken-Bauch-300x220.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Bauch</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zu einem gesunden Rücken gehört auch immer ein starker Bauch. Die Bauchmuskulatur ist unter anderem dafür zuständig, den Rücken aufzuwölben. Eine mangelnde Bemuskelung in diesem Bereich zeigt sich also meist nicht nur in einem Hängebauch, sondern auch in einem Hängerücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;">Lesetipp: Bei Pferde-Freunde.com kannst Du mehr über den</span> <a href="http://360gradpferd.de/pferdefreunde-pferderucken-starken/" target="_blank" rel="noopener">Bauch und das passende Training dieser Muskulatur</a> <span style="color: #999999;">lesen.</span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Hals</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein gut bemuskelter Hals hat eine runde, gewölbte Oberlinie (das ist die obere Seite des Halses, vom Widerrist bis zum Genick). Diese obere Hälfte des Halses ist gleichmäßig bemuskelt. Man sieht ab und an, dass Pferde übermäßig entwickelte Muskulatur im Genick haben. Das kann ein Zeichen dafür sein, dass mit zu harter Hand und zu viel Zügelzug geritten wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem schlecht bemuskelten Hals gibt es häufig eine &#8222;Kuhle&#8220; am Halsansatz direkt vorm Widerrist. Auch das kann ein Hinweis sein, dass das Pferd nicht gesund über den Rücken läuft und möglicherweise in eine bestimmte Kopf-Hals-Haltung gezogen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unterhals &#8211; die untere Hälfte des Halses &#8211; sollte nicht muskulös sein. Ein starker Unterhals bedeutet in der Regel, dass mit einer zu harten Hand oder mit übermäßigem <a href="https://herzenspferd.de/hilfszuegel-wirkung/" target="_blank" rel="noopener">Hilfszügeleinsatz</a> trainiert wird. Aber auch Pferde, die nicht gymnastiziert werden und die ihren Kopf dauerhaft hoch tragen, können einen kräftigen Unterhals entwickeln. Ein kräftiger Unterhals tritt oft in Verbindung mit schwacher Rücken- und Hinterhandmuskulatur auf. Das Pferd drückt den verspannten Rücken weg, tritt mit der Hinterhand nicht unter und hält mit dem Hals gegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;">Lesetipp: </span><a href="http://www.hippovital.at/2014/12/17/der-kopf-muss-runter-vorw%C3%A4rts-abw%C3%A4rts-um-jeden-preis-die-dehnungshaltung-in-der-praxis/" target="_blank" rel="noopener">Mehr über den Zusammenhang zwischen Hals und Rücken</a> <span style="color: #999999;">gibt es bei Hipovital.</span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3099 aligncenter" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Hals-Schulter-1.jpg" alt="Zwei Zeichnungen vom Hals- und Schulterbereich des Pferdes, einmal mit guter und einmal mit schlechter Muskulatur. Die im Text beschriebenen Merkmale werden visualisiert." width="400" height="293" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Hals-Schulter-1.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Hals-Schulter-1-300x220.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></h3>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Schulter</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schulterblatt sollte von Muskeln bedeckt sein und auch der Übergang zu Hals und Rücken/Brustkorb ist bemuskelt. Bei einem schlecht bemuskelten Pferd ist das Schulterblatt deutlich zu sehen und im Übergang zu Hals und Rücken/Brustkorb sieht man eine deutliche &#8222;Kante&#8220;.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Hinterhand</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hinterhand sollte rund und fest aussehen. Ist sie flach und kantig fehlt Muskulatur. Ist sie rund und schwammig, kann das ein Zeichen dafür sein, dass das Pferd zu dick ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schaut man von hinten auf das Pferd, so sollte die Spalte zwischen den Innenschenkeln eher klein sein. Die Schenkel- und Wadenmuskeln sind gut ausgebildet und nach außen gewölbt. Befindet sich zwischen dem Knie und dem Hüftknochen eine Kuhle, ist das auch ein Zeichen für mangelnde Bemuskelung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur mit einer gut entwickelten Hinterhandmuskulatur kann Dein Pferd <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">versammelt</a> laufen. Fehlt die Kraft in der Hinterhand und man verlangt längere Zeit anstrengende Übungen, kann das zu Wiedersetzlichkeiten oder Verspannungen beim Pferd führen. In Kombination mit einer zu festen Hand und dem weit verbreiteten &#8222;herunterhebeln&#8220; oder &#8222;riegeln&#8220; des Kopfes führt das zu einem festgehaltenen Rücken, einer wenig aktiven Hinterhand und Verstärkung des Unterhalses.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #999999;">Lesetipp: Mehr über die</span> <a href="http://www.hippovital.at/2014/11/01/%C3%BCber-die-anatomie-der-hinterhand-die-tragkraft-und-versammlung/" target="_blank" rel="noopener">Anatomie der Hinterhand, Tragkraft und Versammlung</a> <span style="color: #999999;">gibt es bei Hippovital.</span></p>



<h2 class="wp-block-heading"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="293" class="size-full wp-image-3100 aligncenter" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Hinterhand-1.jpg" alt="Zwei Zeichnungen von der Hinterhand des Pferdes, einmal mit guter und einmal mit schlechter Muskulatur. Die im Text beschriebenen Merkmale werden visualisiert." srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Hinterhand-1.jpg 400w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Hinterhand-1-300x220.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></h2>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zusammengefasst</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schlechte oder falsche Bemuskelung kommt &#8211; wenn es nicht an anderen Begleitumständen liegt &#8211; meist von einer ungesunden Reitweise. Wird das Pferd mit zu harter Hand geritten, sein Kopf in eine bestimmte Position gezogen, mit zu schweren Lektionen überfordert, nicht korrekt <a href="https://herzenspferd.de/versammlung-pferd/" target="_blank" rel="noopener">von hinten nach vorne</a> über den Rücken geritten oder gar nicht erst gymnastiziert, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es keine gesunde Muskulatur aufbauen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein gut bemuskeltes Pferd&#8230;</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>wirkt rund und nicht eckig</li>



<li>hat einen gut ausgebildeten langen Rückenmuskel, ohne Kuhlen am Widerrist und ohne hervorstehende Wirbelsäule</li>



<li>hat einen straffen Bauch, der nicht hängt</li>



<li>hat eine gleichmäßig geschwungene Hals-Oberlinie und im Vergleich dazu wenig Unterhalsmuskulatur</li>



<li>hat eine runde, pralle Kruppe mit gut ausgebildeter Schenkel- und Wadenmuskulatur</li>



<li>hat eine von Muskeln bedeckte Schulter, bei der die Umrisse des Schulterblattes nicht deutlich sichtbar sind</li>



<li>hat keine deutliche Kuhle zwischen Widerrist und Halsansatz</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="652" src="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Pferd-1.jpg" alt="Zwei Zeichnungen eines Pferdes, einmal mit guter und einmal mit schlechter Muskulatur. Die im Text beschriebenen Merkmale werden visualisiert." class="wp-image-3101" srcset="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Pferd-1.jpg 500w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Pferd-1-230x300.jpg 230w, https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2016/02/Bemuskelung-Pferd-1-400x522.jpg 400w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich möchte noch einmal betonen, dass man immer die individuellen körperlichen Voraussetzungen seines Pferdes beachten sollte und so ein Artikel immer nur Denkansätze und Hinweise bieten kann.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Du den Eindruck hast, dass Dein Pferd schlecht oder falsch bemuskelt ist und Du nicht weißt, wie Du etwas daran ändern kannst, empfehle ich Dir einen Profi vor Ort zu Rate zu ziehen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du willst nun wissen, wie man die Muskulatur des Pferdes trainieren kann? <a href="https://herzenspferd.de/pferd-muskelaufbau/" target="_blank" rel="noopener">Dann lies hier weiter!</a></strong></p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/bemuskelung-pferd-training/">Trainierst Du Dein Pferd richtig? Was die Bemuskelung Deines Pferdes über das Training aussagt!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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