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	<title>Lernen Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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		<title>Warum Du mehr sein musst, als nur ein Pferdefreund</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Feb 2015 08:37:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor ein paar Tagen bin ich beim Zappen durchs Fernsehprogramm kurz bei Hundetrainer Cesar Millan gelandet (ich habe von Hundetraining keine Ahnung, kann also nicht beurteilen ob der Mann ein guter Trainer ist oder nicht). Er hat da eine ganz interessante Sache gesagt: „Es reicht nicht aus, einfach nur Hundefreund zu sein! Wir müssen wissende [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Vor ein paar Tagen bin ich beim Zappen durchs Fernsehprogramm kurz bei Hundetrainer Cesar Millan gelandet (ich habe von Hundetraining keine Ahnung, kann also nicht beurteilen ob der Mann ein guter Trainer ist oder nicht). Er hat da eine ganz interessante Sache gesagt: „Es reicht nicht aus, einfach nur Hundefreund zu sein! Wir müssen <strong>wissende </strong>Hundefreunde werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein guter Satz, finde ich, und nicht nur auf Hunde anwendbar. Auch beim Pferd reicht es nicht, nur Pferdefreund zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt den Spruch „der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert“. So sehe ich das auch beim Umgang mit Tieren. Du kannst so viele gute Absichten haben wie Du möchtest, wenn Du nicht weißt was Dein Tier braucht, wirst Du ihm nur wenig Gutes tun.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Du musst ein wissender Pferdefreund werden</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Reiter sein heißt für mich lebenslang dazuzulernen. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin mit Pferden groß geworden und habe mich mein Leben lang mit ihnen befasst. Ich lese Fachbücher, nehme Unterricht, schaue mir Trainingsvideos an und interessiere mich für die unterschiedlichsten Reitweisen. <strong>Und je mehr ich lerne, desto stärker merke ich, wie viel mehr es noch zu lernen gibt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Du nimmst doch schon so lange Reitunterricht, so langsam müsstest du doch mal fertig damit sein und es können!“. Diesen oder ähnliche Sätze hört man von Nicht-Reitern ziemlich oft. Meine Standard-Antwort:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong> „Als Reiter bist Du niemals fertig.“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sagen wir mal – ganz hypothetisch – Du wüsstest alles was es über das Reiten und Pferde zu wissen gibt. Selbst dann bräuchtest Du noch jemanden der mal draufguckt ob Du alles richtig machst!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir können uns beim Reiten nun mal nicht selbst zuschauen und viele Sachen erkennt man erst mit etwas (geistigem) Abstand. Schlechte Angewohnheiten schleichen sich schnell ein und oft muss einen erst jemand anderes darauf aufmerksam machen, bevor man es merkt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Falsch verstandene Pferdeliebe</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein gar nicht seltener Fall: Spaziergänger halten auf ihrem täglichen Rundgang immer kurz an einem Paddock und geben dem dortigen Pferd trockenes Brot. Das Pferd tut ihnen leid, weil es nicht mit den anderen Pferden Gras fressen kann, das „Bitte nicht füttern“-Schild ignorieren sie – schließlich wollen sie ja nur das Beste und so ein bisschen Brot kann ja nicht schaden. Die Besitzer des Pferdes hingegen verzweifeln – seine Hufrehe wird immer schlimmer und sie wissen nicht wieso.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Spaziergänger meinen es gut, aber aufgrund ihres <strong>Mangels an Wissen</strong> schaden sie dem Pferd.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einem Reiter wird dieser spezielle Fehler sicher nicht passieren. Aber stattdessen weiß er vielleicht nicht, dass es dem Pferd sehr schaden kann, wenn es über einen&nbsp; zu langen Zeitraum Bandagen an den Beinen hat. Er meint es nur gut und will sein Pferd schützen, aber durch das mangelnde Wissen schadet er ihm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau deshalb ist es unsere <strong>Pflicht</strong> als Reiter und Pferdefreunde unseren Wissensschatz kontinuierlich zu erweitern.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Pferd nicht vermenschlichen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genauso wichtig wie das Wissen über artgerechte Trainingsmethoden, Reitweisen und Pferdehaltung finde ich das <strong>Wissen über die Natur und das Verhalten des Pferdes.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sehe viel zu viele Pferdebesitzer die ihre Pferde völlig vermenschlichen und mit den daraus resultierenden Problemen zu kämpfen haben ohne zu realisieren, dass sie von ihnen selbst verursacht werden. Das ist in meinen Augen nicht artgerecht und fair dem Pferd gegenüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es ist unsere Aufgabe zu lernen wie wir mit dem Pferd so kommunizieren, dass es uns versteht – nicht umgekehrt.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Chance und Gefahr Internet</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Noch nie war es so leicht an alle möglichen Informationen zu kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann mir Fachbücher direkt als eBook herunterladen, ganze Trainingseinheiten auf Youtube ansehen, neue Ideen auf Blogs suchen und parallel auf Facebook mit völlig Fremden darüber diskutieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In meinen Augen eine tolle Sache und eine riesige Chance. Allein dadurch, dass ich mir für diesen Blog viele Gedanken mache, meine Reiterei reflektiere, alle möglichen Themen recherchiere und mit Gleichgesinnten diskutiere habe ich so unglaublich viel gelernt. Das alles wäre ohne Internet in diesem Ausmaß nicht möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits wird übers Internet – eben weil jeder seine Meinung kundtun kann – unheimlich viel fehlerhaftes Wissen verbreitet. Gerade wenn dann per Ferndiagnose Trainingstipps gegeben werden ohne Pferd, Reiter und individuelle Situation zu kennen wird das Internet in meinen Augen zur Gefahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kein Blog, kein Video, kein Kommentar auf Facebook ersetzt einen kompetenten Trainer vor Ort.</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wichtig, als Reiter ein Pferdefreund zu sein und nur das Beste für das Tier zu wollen. Das ist der Grundstein. Damit Du ihm aber auch tatsäch Gutes tun kannst musst Du auch das nötige Wissen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehört nicht nur Wissen über&#8217;s Reiten, sondern auch über artgerechte Haltung, Fütterung, Pflege, Pferdeverhalten und einiges mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lebenslanges Lernen klingt für die meisten Leute furchtbar anstrengend. Aber wenn Dir Dein Pferd wichtig ist und Du Dein Hobby mit Leidenschaft betreibst wird Dir das Lernen &#8211; genau wie mir &#8211; unheimlich viel Spaß machen.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie siehst Du das? Wie beschaffst Du Dir Informationen? Wie gehst Du mit den Informationen im internet um?</strong></p>



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		<title>7 schlechte Angewohnheiten die fast jeder Reiter schon mal hatte &#8211; und was Du dagegen tun kannst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2015 15:32:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Kopf hoch! Sofort!“ Wie oft habe ich diesen Satz von den unterschiedlichsten Reitlehrern gehört. Es müssen hunderte Male gewesen sein. Gebracht hat es auf Dauer leider wenig. Auch heute habe ich noch ab und an die blöde Angewohnheit beim Reiten lieber auf meine eigenen Hände oder den Mähnenkamm meines Pferdes zu gucken anstatt geradeaus. Außerdem [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">„Kopf hoch! Sofort!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie oft habe ich diesen Satz von den unterschiedlichsten Reitlehrern gehört. Es müssen hunderte Male gewesen sein. Gebracht hat es auf Dauer leider wenig. Auch heute habe ich noch ab und an die blöde Angewohnheit beim Reiten lieber auf meine eigenen Hände oder den Mähnenkamm meines Pferdes zu gucken anstatt geradeaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem lasse ich auch gerne mal die Schultern hängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber damit bin ich in guter Gesellschaft: die meisten Reiter haben im Laufe ihres Reiterlebens eine oder mehrere schlechte Angewohnheiten die sie dringend loswerden möchten. Und dabei haben wir alle eines gemeinsam: wir haben meistens die gleichen Probleme. Welche das sind und wie Du sie loswerden kannst, erkläre ich in diesem Artikel.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Du schaust beim Reiten auf Deine Hände oder den Mähnenkamm Deines Pferdes</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube ich kenne keinen Reiter der das nicht schon einmal gemacht hat. Man guckt, ob das Pferd in der richtigen Biegung oder Stellung läuft oder ob es einen gerade aus dem Augenwinkel missmutig anfunkelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kann man ja mal machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Problematisch wird es dann, wenn man – wie mir das so oft passiert – einfach vergisst wieder hochzuschauen. Bevor man sich‘s versieht hat man in der Halle eine Massenkarambolage verursacht (tatsächlich schon erlebt!).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber nicht nur das: <strong>Dein Kopf wiegt circa 3 Kilogramm.</strong> Wenn diese drei Kilogramm permanent mehr nach vorne hängen als sie sollen, dann gibst Du Deinem Pferd nicht die Gewichtshilfen, die Du eigentlich geben willst. Wenn Du ständig nach unten schaust, wird Deine gesamte <strong>Haltung und somit Dein Sitz</strong> schlechter. Du lehnst Dich mehr nach vorne und Deine Schultern hängen. Das alles macht Dich unflexibler und es fällt Dir schwerer gute, klare Hilfen zu geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unzählige Reitlehrer haben sicherlich Jahre ihres Lebens damit verbracht Reitern zu sagen, dass sie nach vorne schauen sollen. Wenn Du wie ich bist, hilft das leider nur vorübergehend. Man hat ja nicht immer einen Reitlehrer dabei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Lösung für dieses Problem: ich klebe mir <strong>kleine, gelbe Post-It‘s mit Panzerband an die Hände, </strong>auf denen groß „Kopf“ steht. Wenn Du eher auf den Mähnenkamm Deines Pferdes schaust, kannst Du den Zettel auch an die Mähne binden (nicht kleben!). Es reicht schon, wenn Du das gelbe Ding beim Runtergucken siehst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Anfang wirst Du wohl aussehen wie ein Wackeldackel – runter, hoch, runter, hoch – aber schon bald wirst Du Dich daran gewöhnen seltener runter zu schauen und kannst Die Zettelchen weglassen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Du hältst Deine Hände nicht gerade</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du machst hängende Hasenpfötchen? Oder hältst die Hände als würdest Du einen Einkaufswagen schieben? Oder vielleicht drehst Du Deine Hände lieber nach außen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles nicht so wirklich gut. Deine Hände stellen die <strong>Verbindung zum Pferdmaul</strong> dar. Mit ihnen musst Du besonders <strong>sensibel und fein reagieren</strong> können. Deshalb ist es wichtig, sie in einer Position zu halten, in der Du sie einfach und problemlos bewegen kannst. Wenn Du das nicht tust, werden Deine Zügelhilfen oft verkrampft sein und vielleicht zu grob kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mir diese Angewohnheit damit abgewöhnt, dass ich zusammen mit den Zügeln in jeder Hand eine große Kaffeetasse mit ein bisschen Wasser drin hatte (Liebe Männer: Bierkrüge gehen auch!). Sobald meine Hände nicht mehr gerade waren habe ich mir Wasser über die Hose geschüttet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziemlich ätzend. Deshalb wirkt es auch so gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klar, die Tassen in den Händen nerven und so wirklich toll reitet man damit nicht. Außerdem nervt es auch daran zu denken und das Wasser nachzufüllen. Aber glaube mir: mach das ein paar Tage hintereinander und Du wirst schon einen Unterschied merken. Dann reicht es auch keine Tassen mehr dabei zu haben und einfach zwischendurch mal dran zu denken.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Du lehnst Dich permanent leicht nach vorne</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wieder ein Problem das ich kenne. Wenn man sich leicht nach vorne lehnt, hat man das Gefühl, dass man sein <strong>Gleichgewicht</strong> besser halten kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders wenn das Pferd einen Satz macht oder <a href="https://herzenspferd.de/pferd-geht-durch-was-tun/" target="_blank" rel="noopener">durchgeht</a>, lehnen sich viele Reiter instinktiv nach vorne. Und das ist genau die falsche Reaktion. Wenn Du Dich nach vorne lehnst, verlagert sich auch Dein Gewicht nach vorne. Dein Pferd macht einen Schritt nach vorne um Dein Gewicht abzufangen. Wenn es schon am Rennen ist, wirst Du es damit nur weiter antreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abgesehen davon wirst Du mit permanent nach vorne verlagertem Gewicht nie so gute <strong>Gewichtshilfen</strong> geben können, wie es Dir eigentlich möglich wäre. Tief und schwer in den Sattel setzen geht nur, wenn Du auch gerade sitzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir haben verschiedene Sitzschulungen sehr bei diesem Problem geholfen. <strong>Ich kann jedem nur empfehlen ein paar Sitzstunden an der Longe zu nehmen.</strong> Wenn ihr das nötige Wissen habt, kannst Du Dich auch mit einer Freundin zusammentun und ihr longiert und korrigiert euch gegenseitig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine tolle Übung ist es, sich auf dem stehenden Pferd so weit mit dem Oberkörper nach hinten zu lehnen, bis man auf dem Hinterteil des Pferdes liegt. Das Gleiche macht man dann nach vorne. Wenn Du das ein paar Mal hintereinander gemacht hast, wirst Du Dich mit Deinem Oberkörper eher in der Mitte einpendeln als vorher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es hilft auch, wenn jemand dabei ist, der Dir sagt wann Du gerade sitzt. Meistens fühlt sich das dann nämlich so an als wärst Du viel zu sehr nach hinten gelehnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der richtigen Position bleibst Du dann eine Zeitlang und konzentrierst Dich darauf wie sich das anfühlt. Dann lehnst Du Dich kurz nach vorne und nach hinten und versuchst (wenn Du es brauchst mit Hilfe) wieder in die richtige Position zu kommen. Das wiederholst Du so lange, bis Du ohne Probleme mehrmals hintereinander in die richtige Position kommst und diese sich für Dich gut anfühlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun kannst Du es im Stehen. In Schritt, Trab und Galopp musst Du es natürlich auch üben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Du vergisst zu atmen und verkrampfst Dich wenn Du Dich konzentrierst</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke das kennt jeder von uns: Du bist so konzentriert, dass Du total das Atmen vergisst. Besonders bei anspruchsvollem Reitunterricht sieht man viele rote Köpfe und hört „Atme mal tief durch!“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du die Luft anhältst ist es unvermeidbar, dass Du Dich gleichzeitig <strong>verkrampfst.</strong> Du wirst somit <strong>steif und unbeweglich</strong> und kannst die Hilfen nicht mehr so gut ausführen wie vorher. Deine Steifheit wird sich auch auf Dein Pferd übertragen. Es wird merken, dass da bei Dir gerade etwas nicht stimmt und könnte Angst bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Atem Anhalten ist ein schwer zu behandelndes Problem. Eigentlich kann Dir da nur jemand helfen, der Dir immer wieder mal „Luft holen“ sagt. Versuche Dir selbst zusätzlich immer wieder bewusst zu machen, dass Du durchatmen musst. Wenn Dir das Problem bewusst ist, denkst Du zwischendurch eher mal „ach ja, ich muss ja atmen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ansonsten kann ich <a href="https://herzenspferd.de/yoga-fuer-reiter/" target="_blank" rel="noopener">Yoga</a>, Meditation oder andere Sportarten mit Atemübungen sehr empfehlen. Dort lernst Du auch unter voller Konzentration ruhig und gleichmäßig weiter zu atmen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Du hältst Dein Gleichgewicht mithilfe der Zügel (Du hast keinen zügelunabhängigen Sitz)</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Anfänger, aber auch leider ein paar fortgeschrittene Reiter, haben dieses Problem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zügel werden – vor allem beim <a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener">Trab Aussitzen</a> – dazu benutzt sich festzuhalten und sich tiefer in den Sattel zu ziehen. <strong>Für das Pferd ist das natürlich äußerst unangenehm und eine feine, klare Hilfengebung ist damit unmöglich.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um einen zügelunabhängigen Sitz zu erlernen ist es wichtig, dass Du in allen Gangarten ohne Zügel reitest und Dein Gleichgewicht findest. Wenn keine Zügel zum Festhalten da sind, wirst Du zwangsläufig lernen ohne sie Dein Gleichgewicht zu halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun will ich Dir damit natürlich nicht sagen, dass Du die Zügel wegwerfen und munter drauflosreiten sollst. Am besten lernst Du den zügelunabhängigen Sitz in <strong>Longestunden</strong>. Dort musst Du nicht darauf achten wo Dein Pferd hinläuft, sondern kannst Dich ganz auf Deinen Sitz konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du keine Möglichkeit hast Longestunden zu nehmen, lass Dich entweder von einer (auch reitenden) Freundin longieren oder reite zwischendurch immer mal mit langem Zügel. Wenn Du ein braves Pferd hast, kannst Du ihm die Zügel auch einfach auf den Hals legen, dann bist Du nicht in der Versuchung doch mal wieder zuzugreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am zügelunabhängigen Sitz sollte man immer wieder arbeiten – egal ob man Anfänger oder fortgeschrittener Reiter ist.</strong> Schlechte Angewohnheiten schleichen sich oft schneller ein als man denkt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Du lässt Deine Schultern hängen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch dieses Problem haben unheimlich viele Reiter. Unser heutiger Lebensstil ist für unsere Körperhaltung nicht besonders gut. Die meisten kauern den ganzen Tag vorm PC oder am Schreibtisch, abends lässt man sich dann nur noch aufs Sofa fallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hängende Schultern und ein runder Rücken machen Dich als Reiter unflexibler.</strong> Um korrekte Gewichtshilfen geben zu können ist es wichtig gerade zu sitzen und bewegliche Schultern zu haben. Das fängt schon damit an wenn Du nur um eine Kurve reiten willst: Deine Schultern sollen sich parallel zu den Schultern Deines Pferdes mit in die Biegung drehen. Mit hängenden, eingerollten Schultern ist das gar nicht so einfach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lösung für dieses Problem wird Vielen nicht gefallen: <strong>Training für die Rückenmuskulatur!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine schlechte Haltung kommt oft von zu schwachen, untrainierten Muskeln. Ja, reiten trainiert die Rückenmuskeln. Aber für manche eben nicht genug. Ich spreche da aus Erfahrung, seit ich regelmäßig rückenkräftigendes Yoga mache habe ich weniger Probleme mit hängenden Schultern und schlechter Haltung (und natürlich auch weniger Rückenschmerzen).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du nicht gleich Sport machen willst, solltest Du wenigstens den Tag über <strong>immer wieder darauf achten wie Deine Haltung ist.</strong> Achte darauf, dass Du am Schreibtisch gerade sitzt und beim Gehen nicht auf Deine Füße schaust. Am Anfang wird sich das sicher seltsam anfühlen. Vielleicht hast Du sogar Schmerzen wenn Du versuchst Dich gerade zu machen – dann solltest Du mal zu einem Orthopäden oder Ostheopaten gehen und Dich durchchecken lassen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>7. Du drückst Deine Arme gerade durch</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du hast sicher schon (mehr als) einmal gehört, dass Deine Ellbogen, Unterarme und Handgelenke zusammen mit dem Zügel <strong>eine gerade Linie zum Pferdemaul</strong> bilden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Reiter neigen aber dazu die Ellbogen gerade zu strecken und nicht anzuwinkeln. Das hängt oft damit zusammen, dass sie die Zügel zu kurz haben, diese aber aus Angst („schließlich muss ich ja bremsen können“) nicht länger lassen wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit durchgedrückten Armen bist Du aber viel <strong>grobmotorischer und wirst keine feinen Zügelhilfen geben können.</strong> Das kannst Du auch ganz einfach zu Hause testen: versuch mal mit durchgestreckten Armen einen Faden in eine Nadel einzufädeln. Oder ein Glas Wasser einzuschenken. Mit gebeugten Armen bist Du deutlich geschickter!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Maßnahme bei durchgestreckten Armen: Zügel länger lassen. Im Endeffekt werden die Zügel, dadurch, dass Du die Arme anwinkelst, genau die gleiche Verbindung zum Pferdemaul haben wie vorher. Nur wird die Verbindung für Dein Pferd angenehmer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ansonsten kannst Du Dir zum Abgewöhnen unter jeden Arm eine leere <strong>Klopapierrolle</strong> klemmen. Wenn Du die Arme nach vorne durchstreckst werden die Rollen runterfallen. Wichtig ist, dass Du nicht völlig verkrampft versuchst die Rollen festzuhalten. Du willst ja nicht dieses Problem loswerden und dafür ein anderes Problem bekommen (verkrampfte Haltung).</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Lass Dich von Deinen schlechten Angewohnheiten nicht entmutigen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wirklich jeder Reiter hat sie irgendwann in seinem Leben. Und mit manchen kämpft man länger als mit anderen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn Du Deine schlechten Gewohnheiten los bist, solltest Du immer wieder selbstkritisch darauf achten, ob sich nicht wieder alte oder neue Gewohnheiten eingeschlichen haben. Das geht leider schneller als man denkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und je früher Du es merkst, desto schneller bist Du sie auch wieder los.</strong></p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich kämpfe ja immer noch damit, dass ich oft auf meine Hände schaue. Was sind Deine schlechten Angewohnheiten und was tust Du dagegen? Vielleicht hast Du ja noch ein paar Tipps für mich…</strong><br><!-- Begin MailChimp Signup Form --></p>



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