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	<title>Kodex Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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		<title>Reitbeteiligungskodex – so wirst Du zur perfekten Reitbeteiligung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2015 09:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe mittlerweile meine vierte Reitbeteiligung auf einem wunderbaren Lipizzaner-Hengst. Mit allen Besitzern meiner ehemaligen Reitbeteiligungen bin ich weiterhin seit Jahren gut befreundet und sie waren immer zufrieden mit mir. Leider läuft es nicht immer so toll. Ich höre gerade über die sozialen Netzwerke unheimlich viele Horrorgeschichten über schlechte Erfahrungen mit Reitbeteiligungen. Grund genug mal [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich habe mittlerweile meine vierte Reitbeteiligung auf einem wunderbaren Lipizzaner-Hengst. Mit allen Besitzern meiner ehemaligen Reitbeteiligungen bin ich weiterhin seit Jahren gut befreundet und sie waren immer zufrieden mit mir.</p>



<p><strong>Leider läuft es nicht immer so toll.</strong> Ich höre gerade über die sozialen Netzwerke unheimlich viele Horrorgeschichten über schlechte Erfahrungen mit Reitbeteiligungen.</p>



<p>Grund genug mal meinen <strong>persönlichen Kodex</strong> aufzuschreiben. Natürlich ist das meine Meinung und es kann sein, dass jemand anderes das anders sieht – wenn das so ist, ab in die Kommentare damit!</p>



<p>Eine kürzere Variante des Kodex als Datei kannst Du Dir <a href="https://herzenspferd.de/wp-content/uploads/2015/02/Kodex-Reitbeteiligung-Herzenspferd-1.png" target="_blank" rel="noopener">hier herunterladen</a>.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Sei verantwortungsbewusst.</strong></h2>



<p>Die Besitzerin vertraut Dir ihr Pferd an!</p>



<p>Das bedeutet, Du trägst zum Beispiel dafür Verantwortung, dass es ihm gutgeht wenn Du mit ihm arbeitest und dass es sich nicht verletzt.</p>



<p><strong>Es ist Deine Aufgabe, mit bestem Wissen und Gewissen im Interesse des Pferdes zu handeln.</strong></p>



<p>Das bedeutet auch, dass Du die Verantwortung übernimmst, wenn Du etwas falsch gemacht hast und nicht versuchst die Schuld auf jemand anderen zu schieben.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Sei zuverlässig und halte Dich an Absprachen.</strong></h2>



<p>Halte Dich an Termine oder sag sie rechtzeitig ab. Wenn Du mit der Besitzerin etwas abgesprochen hast dann musst Du Dich daran halten. Gehe zum Beispiel nicht einfach reiten ohne, dass Du der Besitzerin Bescheid sagst (ich empfehle einen festen Zeitplan wer wann reitet, Änderungen kann man dann immer noch flexibel abmachen).</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Frage nach, wenn etwas unklar ist.</strong></h2>



<p>Gute Kommunikation ist das A und O einer jeden Beziehung. <strong>Wenn Dir etwas nicht klar ist frag nach. </strong>Die Besitzerin wird sich freuen, dass Du Interesse zeigst und nicht einfach ungefragt etwas machst von dem Du Dir nicht sicher bist ob es ok ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Behaupte nicht, es wäre Dein Pferd.</strong></h2>



<p>Ich weiß, spätestens wenn Dich ein kleines Mädchen am Stall oder beim Ausritt mit Bewunderung in den Augen ansieht und Dich fragt ob das Dein Pferd ist, wird es Dir in den Fingern jucken „Ja“ zu sagen.</p>



<p>Tu es nicht. <strong>Wie würdest Du Dich fühlen, wenn irgendjemand behaupten würde Dein Pferd wäre seins? </strong>Nicht so toll, oder?</p>



<p>Außerdem wird es ziemlich peinlich für Dich wenn die Besitzerin des Pferdes davon erfährt&#8230;</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Es ist etwas passiert? Sag der Besitzerin Bescheid. </strong></h2>



<p>Das Pferd hat eine Verletzung, es ist etwas am Zubehör kaputt gegangen, ein Eisen ist ab oder beim Reiten ist etwas schief gelaufen? Sag der Besitzerin Bescheid, <strong>bei Verletzungen so schnell wie möglich!</strong></p>



<p>Es möchte auch keiner an den Stall kommen und feststellen, dass das Halfter kaputt ist, oder von der Stalltratschtante hören, dass die Reitbeteiligung vom Pferd gefallen ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Du hast etwas kaputt gemacht? Biete an es zu bezahlen.</strong></h2>



<p>Wenn es <strong>eindeutig Deine Schuld</strong> ist, dass etwas kaputt gegangen ist, dann solltest Du anbieten den Gegenstand zu ersetzen. Wenn etwas aufgrund von Verschleiß kaputt geht, ist es eher Aufgabe der Besitzerin den Gegenstand auszutauschen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>7. Unterstütze die Besitzerin wenn das Pferd krank ist.</strong></h2>



<p>Für mich eine Selbstverständlichkeit und sehr wichtig. Wenn das Pferd krank ist solltest Du die Besitzerin unterstützen wo Du nur kannst. <strong>Ich bin schon wochenlang zum Pferd gefahren nur um Medikamente zu geben.</strong> Manche Medikamente müssen mehrmals am Tag gegeben werden, wenn Du da eine Gabe übernehmen kannst hilfst Du der Besitzerin meistens schon unheimlich.</p>



<p><strong>Für mich gehört es absolut dazu, dass man auch in schlechten Zeiten für das Pferd da ist! Schließlich hat man es dann nicht weniger lieb.</strong></p>



<p>Ein schwieriges Thema ist in so einem Fall die Bezahlung. Meine ganz persönliche Einstellung ist es weiter zu bezahlen, auch wenn ich nicht reiten kann. Ich habe aber auch immer eine sehr gute Beziehung zu den Besitzerinnen meiner Reitbeteiligungen und möchte sie unterstützen. Ein krankes Pferd kostet viel Geld… Wie ihr das regelt musst Du ganz individuell mit der Besitzerin Deiner Reitbeteiligung ausmachen.</p>



<p>(Wenn das Pferd dauerhaft unreitbar ist müsst ihr euch natürlich etwas überlegen &#8211; ich kann mir aber kaum vorstellen, dass Dir in so einem Fall jemand ernsthaft böse ist wenn Du Dir eine andere Reitbeteiligung suchst.)</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>8. Lass nicht einfach Deine Freunde aufs Pferd.</strong></h2>



<p>Ein absolutes No-Go!</p>



<p>Wie schon erwähnt, <strong>es ist nicht Dein Pferd!</strong> Also darfst Du auch nicht entscheiden wer es reitet. Wie würdest Du Dich fühlen wenn Deine Reitbeteiligung einfach irgendwen auf Dein Pferd lässt? Mal ganz davon abgesehen, dass es Probleme mit der Versicherung geben kann wenn etwas passiert.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>9. Geh pfleglich mit dem Zubehör um.</strong></h2>



<p><strong>Ein guter Sattel kostet oft mehrere tausend Euro.</strong> Es versteht sich von selbst, dass Du schonend mit ihm umgehst und ihn nicht in irgendeine Ecke wirfst oder verknickt in den Spind stopfst. Wenn er matschig ist machst Du ihn sauber bevor Du ihn wegpackst, wenn er nass ist trocknest Du ihn ab.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>10. Das Pferd ist kein Mittel zum Zweck.</strong></h2>



<p>Nur draufsetzen und reiten, oder nur Turniere reiten wollen ist nicht. Ein Pferd ist ein <strong>Lebewesen</strong> und zum guten und fairen Umgang mit ihm gehört, dass Du es <strong>auch pflegst, es gern hast und es Dir wichtig ist, dass es ihm gut geht.</strong> Wenn das bedeutet, dass Du mal ein paar Tage nicht reitest, <strong>dann ist das eben so. </strong>Es gibt so viele tolle Dinge, die man mit einem Pferd machen kann: Knuddeln, Spazieren gehen, <a href="https://herzenspferd.de/alternativen-zum-reiten-bodenarbeit/" target="_blank" rel="noopener">Bodenarbeit</a>, einfach nur mit ihm auf der Koppel stehen und Zeit verbringen, …</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>11. Mische Dich nicht in grundlegende Entscheidungen ein / Respektiere Entscheidungen der Besitzerin.</strong></h2>



<p>Die Besitzerin Deiner Reitbeteiligung sagt Du sollst das Pferd gebisslos reiten? Oder es soll keine Leckerli bekommen? Dann hast Du das zu akzeptieren!</p>



<p><strong>Es ist ihr Pferd und sie trifft die Entscheidungen.</strong> Wenn ihr eine gute Beziehung habt könnt ihr darüber reden, aber im Endeffekt musst Du Dich an ihre Wünsche halten.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>12. Sei kein Besserwisser.</strong></h2>



<p>Niemand mag Besserwisser. Und auch die Besitzerin Deiner Reitbeteiligung wird es sicher nicht toll finden, <strong>wenn Du ihr ständig erzählst, was sie alles falsch macht.</strong></p>



<p>Anders sieht es aus, wenn sie Dich wirklich um Rat fragt. Bei mir ist es so, dass ich bis jetzt mit allen Besitzerinnen meiner Reitbeteiligungen immer toll über die Pferde und die Arbeit mit ihnen fachsimpeln konnte. Manchmal ist es ja sehr hilfreich, wenn man sich noch eine zweite Meinung anhören kann.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>13. Packe im Stall mit an.</strong></h2>



<p>Ich finde es selbstverständlich, dass man nicht nur zum Reiten kommt sondern auch im Stall mit anpackt (das hängt natürlich auch vom Stall ab, bei einem Selbstversorger wirst Du eher mithelfen als bei einer Vollpension). Es fehlt zum Beispiel gerade Wasser in der Tränke? Ist doch klar, dass Du die dann schnell auffüllst.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>14. Nimm Unterricht mit dem Pferd.</strong></h2>



<p>Man lernt nie aus. Und selbst wenn Du schon ewig reitest und viel weißt, ist es immer von Vorteil <strong>ein paar Reitstunden mit dem neuen Pferd</strong> zu nehmen. Schließlich ist jedes Pferd anders und es ist immer gut, wenn mal jemand draufschaut und Dir Tipps gibt wie Du noch besser mit dem Pferd umgehst.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>15. Sei konsequent mit dem Pferd.</strong></h2>



<p>Nicht nur wichtig für Reitbeteiligungen, sondern alle Reiter. Keine Besitzerin hat Lust darauf, dass die Reitbeteiligung <strong>das Pferd verzieht und verreitet.</strong> Deshalb: immer konsequent sein und wenn die Besitzerin zum Beispiel keine Leckerli füttert, solltest Du das auch nicht (und erst recht nicht heimlich) tun.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>16. Sei ehrlich.</strong></h2>



<p>Es klappt etwas nicht oder Du hast etwas falsch gemacht? Sei immer ehrlich, irgendwann kommt es doch raus. Wenn man von Anfang an ehrlich ist lassen sich viele Dinge ohne große Probleme und Drama lösen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>17. Zahle pünktlich.</strong></h2>



<p>Wenn Du einen monatlichen Betrag für die Reitbeteiligung bezahlst, dann solltest Du das pünktlich tun. Am besten ist es, Du richtest bei der Bank einen <strong>Dauerauftrag</strong> ein oder bittest Deine Eltern das zu tun.</p>



<p>Für die Besitzerin ist es ärgerlich und unangenehm Dich nach dem Geld fragen zu müssen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>18. Frage was Du mit dem Pferd machen darfst/kannst.</strong></h2>



<p>Viele Pferde haben eine Vorgeschichte und <strong>vielleicht alte Verletzungen oder Krankheiten.</strong> Frage deshalb unbedingt nach ob es etwas gibt, was Du mit dem Pferd nicht machen sollst oder was es nicht kann. Die meisten Besitzer sagen Dir das von sich aus, aber gerade wenn Du etwas Neues ausprobieren möchtest ist nachfragen immer gut.</p>





<h3 class="wp-block-heading"><strong>Da es aber nicht nur Horror-Reitbeteiligungen, sondern auch Horror-Besitzer gibt solltest Du auch folgende Dinge beachten:</strong></h3>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Lass Dich nicht ausnutzen.</strong></h2>



<p>Du sollst viel Stallarbeit leisten, am besten gar nicht &#8211; oder nur wenig &#8211; reiten und dafür einen Haufen Geld im Monat bezahlen? Sorry, aber das ist in meinen Augen etwas übertrieben. Ich verstehe es absolut, dass jemand eine angemessene Bezahlung dafür haben will, dass er sein Pferd zur Verfügung stellt. Aber ausnutzen lassen musst Du Dich nicht.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Lass Dich nicht schlecht behandeln. </strong></h2>



<p>Alles was Du machst ist in den Augen der Besitzerin falsch und sie macht Dir ständig wegen etwas anderem die Hölle heiß? Du fühlst Dich wie der Idiot von Dienst?</p>



<p>Das musst Du Dir nicht gefallen lassen und auch nicht aushalten, schließlich soll Dir Dein Hobby Spaß machen. Such Dir eine andere Reitbeteiligung.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Kläre ab, dass Du versichert bist.</strong></h2>



<p>Bei den meisten Versicherungen ist eine Reitbeteiligung mit eingeschlossen. Aber eben nicht in allen. Kläre unbedingt ab, dass Du versichert bist bevor Du Dich auf’s Pferd setzt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Unterstütze niemanden der sein Pferd schlecht behandelt.</strong></h2>



<p>Du findest, dass die Besitzerin das Pferd schlecht behandelt? Such Dir eine andere Reitbeteiligung. Die Auffassungen was gut und richtig für ein Pferd ist gehen ja durchaus auseinander. Wenn Du aber ständig gegen Deine Überzeugung handelst oder Dich mit der Besitzerin darüber streitest, macht Dich das nur unglücklich.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Falls es einen Vertrag gibt, lese ihn gut durch.</strong></h2>



<p>Ein Reitbeteiligungs-Vertrag ist eigentlich eine gute Sache. Dann weiß jeder woran er ist und wichtige Dinge sind verbindlich geregelt. Wie bei allen Verträgen solltest Du ihn Dir gut durchlesen und überprüfen ob das, was darin steht, für Dich ok ist.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Niemand ist perfekt!</strong></h2>



<p>Wenn Du Dich in etwa an diese Verhaltensvorschläge hältst bist Du vielen anderen Reitbeteiligungen schon einen Schritt voraus. Es legt natürlich jeder auf andere Dinge wert, von daher sind vielleicht manche Punkte vernachlässigbar.</p>



<p><strong>Es ist niemand perfekt,</strong> <strong>aber ich finde es sehr wichtig, dass man sich dem Vertrauen und der Verantwortung bewusst ist, welche man als Reitbeteiligung hat.</strong></p>



<p>Wenn man gut miteinander umgeht kann eine Reitbeteiligung eine wunderbare Sache sein und es können – wie in meinem Fall – Freundschaften fürs Leben entstehen. Ich finde es sehr schade, dass viele Pferdebesitzer Probleme mit ihren Reitbeteiligungen haben und hoffe, dass dieser ganz persönliche Kodex mit dazu beiträgt, dass sich die Situation etwas ändert.</p>





<p><strong>Wie sind Deine Erfahrungen mit Reitbeteiligungen? Bist Du Pferdebesitzer und hattest schon mal eine Horror-Reitbeteiligung? Oder bist Du Reitbeteiligung und warst schon bei Horror-Besitzern? Erzähl mir Deine Geschichte in den Kommentaren!</strong></p>



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