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	<title>Fallen Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2023 16:52:12 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Fallen Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Pannen beim Reiten: Die 6 dümmsten Dinge, die ich je auf oder neben dem Pferd gemacht habe!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2015 12:51:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
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		<category><![CDATA[Desensibilisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Fallen]]></category>
		<category><![CDATA[Pannen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn man so einen Blog betreibt erweckt man schnell &#8211; und ganz unbeabsichtigt &#8211; den Eindruck, dass man alles weiß, alles kann und immer nur perfekt ist. Schließlich schreibt man ja, wie man es richtig macht und nicht, wie man selbst ziemlich oft gescheitert ist, bis man es hinbekommen hat. Wir Blogger sind &#8211; wie [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wenn man so einen Blog betreibt erweckt man schnell &#8211; und ganz unbeabsichtigt &#8211; den Eindruck, dass man alles weiß, alles kann und immer nur perfekt ist. Schließlich schreibt man ja, wie man es <strong>richtig</strong> macht und nicht, wie man selbst ziemlich oft gescheitert ist, bis man es hinbekommen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir Blogger sind &#8211; wie alle Menschen &#8211; natürlich nicht perfekt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Bloggerkollegin Sarah, die mit ihrem Shetty Egon durch Deutschland wandert (nachzlesen auf <a href="http://www.verwandert.de" target="_blank" rel="noopener">www.verwandert.de</a>), hat vor kurzem einen Artikel über <a href="http://verwandert.de/pannen/" target="_blank" rel="noopener">ihre Pannen beim Wandern</a> geschrieben. <strong>Inspiriert davon lasse ich Dich heute an meinen dümmsten Pannen beim Reiten teilhaben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Absolut nicht zum Nachmachen geeignet! 😉</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Das eine Mal, als ich zu faul war</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">An meinem alten Stall gab es jemanden &#8211; ich weiß bis heute nicht wer &#8211; der mithilfe einer kleinen blauen Tonne als Aufstieghilfe aufgestiegen ist. Diese Person hatte die Angewohnheit diese Tonne auch dann noch in der Halle stehen zu lassen, wenn sie schon längst wieder draußen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meistens stand die Tonne nicht im Weg. Eines Tages aber stand sie mitten auf einer Zirkellinie und hat mich dort ziemlich gestört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich saß aber schon auf dem Pony und war schlicht zu faul zum Absteigen. Also dachte ich mir &#8222;ich beuge mich einfach vom Pony runter, packe die Tonne am Griff (sie hatte oben einen kleinen Griff) und reite zur Bande um sie dort abzustellen&#8220;. Ich kannte das Pony gut und wusste, dass sie keine Angst vor der Tonne hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also hingeritten &#8211; Pony fand die Tonne nur mäßig spannend &#8211; mich runtergebeugt und die Tonne in die Hand genommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und hier fing es an schief zu laufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Pony hatte kein Problem mit der Tonne am Boden, aber sehr wohl mit der Tonne neben ihm &#8222;schwebend&#8220;. Um dieses gruselige Ding also möglichst schnell loszuwerden sind wir in einer Art Schenkelweichen-Weghüpf-Galopp in einem Affenzahn durch die ganze Halle. Nur hing die Tonne ja leider in meiner Hand und &#8222;folgte&#8220; uns.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun saß ich also auf dem Pony und musste mir überlegen ob ich die Tonne fallen lasse und das Pony lernt, dass man vor gruseligen Dingen wegrennen muss, um sie loszuwerden. Oder ich halte die Tonne fest und versuche das ganze mit gestörtem Gleichgewicht auszusitzen. Ziemlich blöde Situation &#8211; und nur weil ich so faul war!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Endeffekt habe ich die Tonne fallenlassen &#8211; die Alternative war mir zu gefährlich. Als das Pony sich dann beruhigt hatte bin ich abgestiegen und habe mit der Tonne <a href="https://herzenspferd.de/klebendes-pferd-schrecktraining/" target="_blank" rel="noopener">Desensibilisierungsübungen</a> gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Draus gelernt:</strong> Wenn ein Pferd bestimmte Dinge am Boden ok findet, heißt das nicht, dass es immer noch so ist, wenn sie auf Rückenhöhe oder nur aus dem Augenwinkel zu erkennen sind. Deshalb sollte man beim Desensibilisieren darauf achten, dass man auch solche Positionen übt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Das eine Mal, als ich mich nicht entscheiden konnte, wo es lang gehen soll</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war alleine im Wald unterwegs und bin relativ flott einen Weg entlang galoppiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Kurve kam eine Weggabelung. Ich kannte mich gut aus und wusste, welcher Weg wohin führt &#8211; aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden. In meinem Kopf ging es also hin und her. Rechts oder links?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Pony kannte mich gut und hat natürlich gemerkt, dass ich nicht weiß wo ich lang will. In der letzten Sekunde habe ich mich für links entschieden und meinen Körper auch entsprechend ausgerichtet. Das kam aber leider für mein Pony zu spät. Weil ich so unentschlossen war hatte sie sich für rechts entschieden &#8211; da ging es nämlich nach Hause.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann hat die Physik zugeschlagen. Wenn sich von zwei Körpern, die gemeinsam schnell in einer Richtung unterwegs sind, einer entscheidet nach rechts auszuweichen und einer nach links, müssen sie sich unweigerlich trennen. Mich hat&#8217;s also vom Pony gehauen. Mein Glück war, dass wir durch unsere Unentschlossenheit schon nicht mehr so schnell unterwegs waren und ich in einen Laubhaufen <a href="https://herzenspferd.de/richtig-fallen/" target="_blank" rel="noopener">gefallen</a> bin. Also nichts passiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Draus gelernt:</strong> Entscheide dich rechtzeitig und strahle Sicherheit aus, sonst entscheidet Dein Pferd für Dich!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Das andere Mal, als ich schon wieder zu faul war</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube jeder von uns kennt das: man hetzt von der Arbeit oder der Schule an den Stall und hat schon den nächsten Termin im Kopf. In solchen Situationen gehe ich erst gar nicht reiten, sondern mache entweder etwas Bodenarbeit oder putze und füttere nur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In genau so einer Situation wollte ich das Pony von der Koppel holen. Das &#8222;Tor&#8220; bestand aus zwei Bändern Stromzaun mit den üblichen Hakengriffen. Weil ich faul war, habe ich hinter mir nicht beide Stombänder wieder geschlossen, sondern nur das Obere und habe das Untere in den Griff oben eingehängt. Schließlich war ich ja auf der Koppel und wollte Minuten später wieder durch den Zaun raus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kaum war ich beim Pony angekommen, hörte ich hinter mir Hufgetrappel und unser Ausbrecherkönig ist auf den Zaun zugaloppiert, hat kurz gebremst, den Kopf unter das eine Stromband geschoben, es angehoben und war drunter durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gott sei Dank ist er nur bis zum nächsten Heuhaufen gelaufen und ich hatte ihn in Minutenschnelle wieder eingefangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Draus gelernt:</strong> sei nie, wirklich niemals faul, was Zäune angeht!</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Das eine Mal, als ich zu große Gummistiefel anhatte</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube auch das kennt jeder von uns (oder zumindest jeder Offenstaller): Matsch im Paddock &#8211; bzw. zumindest im Ein- und Ausgangsbereich, wenn der nicht befestigt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An einem meiner alten Ställe war das besonders schlimm, denn der Boden dort war sehr lehmhaltig. Übersetzt: der klebt wie die Hölle und lässt auch nicht wieder los.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich könnte die Geschichte auch wieder unter &#8222;zu faul&#8220; fallen, denn ich war zu faul zum Auto zu laufen und meine eigenen Gummistiefel anzuziehen. Also habe ich mir welche von einer Freundin geliehen, die mir aber deutlich zu groß waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du weißt sicher schon, worauf das hinausläuft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Weg zum Pony kam ich noch unbeschadet durch den Matsch. Auf dem Weg zurück, mit dem Pony im Schlepptau, blieb ich stecken. Aber wie das so ist, mitten in der Bewegung kann man dann schlecht anhalten. Ich habe also nicht nur beide Gummistiefel verloren, ich habe auch noch einen unfreiwilligen Kopfsprung in den Matsch gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da fing der Spaß dann erst an. Ich kam nämlich nicht mehr raus. Wenn ich mich mit den Armen vom Boden abdrücken wollte bin ich nur weiter eingesunken. Währenddessen stand das Pony in aller Seelenruhe neben mir und hat mich leicht resigniert beobachtet &#8211; es mus geglaubt haben, das ich nun völlig übergeschnappt bin. Am Ende war es aber auch meine Rettung: ich konnte mich nämlich an seinen Beinen abstützen und mich aus dem Dreck ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Stall angekommen war ich natürlich die Attraktion des Tages: ich sah aus wie ein Sumpfmonster. Der Schlamm war einfach überall. Bis in die Haare. Noch Monate später hab ich die getrockneten Brösel in meinem Auto gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Draus gelernt: </strong>Wer Lehmboden hat braucht dringend passende Gummistiefel.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Das eine Mal, als ich total gedankenlos war</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe eine zeitlang Kinderreitferien betreut. Dazu gehörten auch tägliche Ausritte mit den Kindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Anfang an haben wir mit den Kindern geübt, dass sie auf den Ruf &#8222;zu einem nach rechts!&#8220; eine Linie hintereinander am rechten Wegesrand bilden &#8211; mit dem Betreuer als ersten. Das ist nötig, sobald Spaziergänger, Radfahrer oder andere &#8222;Hindernisse&#8220; auftauchen, an denen man vorbei muss oder die an einem vorbei möchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe in den Kinderferien oft mehrere Stunden am Tag übernommen, es ist dann schnell völlige Routine den Spruch &#8222;zu einem!&#8220; zu rufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur, dass ich auf dieser einen Runde auf einem unerfahrenen Jungpferd saß und es kurzzeitig völlig vergessen hatte. Das arme Pony, für das sowieso vieles neu war, musste also miterleben, wie ich mich aus heiterem Himmel auf ihm herumdrehe und laut etwas rufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war dann doch zu viel des Guten für das Pony und es sprang &#8211; ich immer noch mit nach hinten verdrehtem Oberkörper &#8211; über den Graben am Wegesrand und im gestreckten Galopp die angrenzende Wiese hinauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit mehr Glück als Verstand blieb ich beim Sprung oben, konnte das Pony schnell beruhigen und zurück zu meinen armen Reiterferienschülern: die waren nämlich sehr verwirrt und rätselten, ob sie denn nun auch springen und galoppieren sollen. Den Rest des Weges wurde dann jedes Kommando per Flüsterpost von mir durch die Reihe der Kinder durchgegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Draus gelernt:</strong> Sei niemals gedankenlos oder unkonzentriert wenn Du auf einem Jungpferd sitzt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Das eine Mal, als ich besser eine richtige Aufstieghilfe benutzt hätte</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch diese Geschichte ist mir in den Kinderreitferien passiert. Wir haben in jeder Woche mindestens einmal mit den Kindern Pferdefußball gespielt. Dazu sind immer Teams von je zwei Kindern auf Ponys gegeneinander angetreten. Entweder mit Sattel, oder ohne. Der &#8222;Fußball&#8220; war ein großer Gymnastikball und wurde von den Ponys vor sich her geschoben. Wir hatten vier brave, ältere Ponys die unheimlich gerne Fußball gespielt haben. Es war also ein riesen Spaß für alle Beteiligten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwann mussten (und wollten) dann natürlich auch die Betreuer gegeneinander spielen. Ohne Sattel, versteht sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wir die Ponys beim <a href="https://herzenspferd.de/pferdefreundlich-aufsteigen-pferd/" target="_blank" rel="noopener">Aufsteigen</a> schonen, haben wir oft leere Getränkekisten als Aufstieghilfe benutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und eines Tages hätte ich besser eine richtige Aufstieghilfe genutzt: ich bin nämlich beim Drauftreten durch die Kiste durchgebrochen und mit ihr fest um meine Beine gewickelt rückwärts umgefallen. Das Pony hat sich dafür Gott sei Dank nicht sehr interessiert &#8211; die Kinder hatten aber ihren Spaß und ich den Rest der Woche den Ruf als Tollpatsch weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Draus gelernt: </strong>Nutze nur stabile Dinge als Aufsteigehilfe. Wenn Du, so wie ich, damit umfällst, kannst Du Dich nicht nur verletzen, sondern auch Dein Pferd erschrecken.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pannen beim Reiten und auch im Umgang mit Pferden sind ganz normal. Sie passieren wirklich jedem und sind kein Grund sich zu schämen oder zu denken man wäre ein schlechter Reiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So lange nichts Schlimmes passiert sind sie lustige Geschichten, die man erzählen kann und aus denen man fast immer etwas Wichtiges lernt!</p>





<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was ist Dir schon blödes beim Reiten oder beim Umgang mit Pferden passiert? Erzähls mir in den Kommentaren, damit ich mich nicht so alleine tollpatschig finde 😉</strong><img decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/661bf24d0c5742a89c22737ed0852a92" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></h4>



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		<title>Wenn schon runter, dann richtig! So fällst Du am besten vom Pferd</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Dec 2014 15:19:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lektionen & Training]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Jetzt bist du ein richtiger Reiter!“ Das war die Aussage meines Reitlehrers nach meinem ersten Sturz. Danach habe ich mich zwar nicht mehr so vor den anderen Kindern geschämt, aber runterfallen fand ich trotzdem noch ziemlich blöd.Seitdem sind viele Jahre vergangen und ich würde gerne sagen, dass das mein einziger Sturz war &#8211; aber wir [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Jetzt bist du ein richtiger Reiter!“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war die Aussage meines Reitlehrers nach meinem ersten Sturz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach habe ich mich zwar nicht mehr so vor den anderen Kindern geschämt, aber runterfallen fand ich trotzdem noch ziemlich blöd.<br>Seitdem sind viele Jahre vergangen und ich würde gerne sagen, dass das mein einziger Sturz war &#8211; aber wir sind ja alle ehrlich hier. Im Laufe meines Reiterlebens bin ich öfter gefallen als mir lieb ist, das bleibt – bei meiner Vorliebe für schwierige Pferde – nicht aus. Glücklicherweise hat es mir nichts Schlimmeres als blaue Flecken, Prellungen und einmal auch ein Schleudertrauma eingebracht.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Vom Pferd fallen – für die meisten Reiter ein Alptraum der unbedingt vermieden werden muss.</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Aber was ist, wenn Du es nicht vermeiden kannst? Oder sogar bewusst abspringen musst, weil Du mit Deinem Pferd in einer brenzligen Situation bist?</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Hier sind die nützlichsten Tipps, wenn Du es nicht vermeiden kannst Dich von Deinem Pferd zu trennen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">1. <strong>Trage einen Helm.</strong> Immer. Ich meins ernst – Immer! Und wenn Du nur 5 Minuten draufsitzt. Pfeif auf die Frisur. Ich schwöre seit Jahren auf Helme von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00GFUYG54/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B00GFUYG54&amp;linkCode=as2&amp;tag=twoheartsones-21&amp;linkId=PBNEJNHCWKXRDACC">Casco</a>*. Wenn Du mit Deinem Helm einmal gefallen bist, solltest Du ihn danach auf jeden Fall austauschen. Auch wenn er noch gut aussieht können Teile kaputt sein, die Du nicht siehst. Ansonsten Helme alle 6 oder 7 Jahre wechseln, da dann das Material nicht mehr sicher genug schützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2. <strong>Mach ein Falltraining.</strong> Das hilft Dir dabei die Angst vorm Fallen zu verringern und einen kühlen Kopf zu bewahren wenn es soweit ist. Dein Körper lernt die passenden Bewegungsmuster und macht sie automatisch wenn Du fällst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">3. <strong>Lass die Zügel los.</strong> Wenn Du die Zügel in der Hand behältst, ziehst Du Dein Pferd zu Dir herum und es kann sein, dass es auf Dich tritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">4. Versuche nicht mit dem Kopf zuerst aufzukommen. <strong>Schütze Deinen Kopf</strong> indem Du Dich beim Fallen einrollst und rund machst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">5. <strong>Versuche nach dem Aufprall weiter zu rollen.</strong> Wenn Du versuchst Dich mit deinen Händen oder Armen abzufangen kannst Du sie Dir brechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">6. <strong>Spanne Deinen Körper an.</strong> Wenn Du Deine Muskeln anspannst, schützt Du damit Deine Knochen und Sehnen und schlägst nicht wie ein Kartoffelsack auf dem Boden auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">7. <strong>Mache einen Sport wie Yoga, Pilates oder Kampfsport.</strong> Dadurch wirst Du beweglicher und verletzt Dich weniger als unsportliche Menschen. Beim Kampfsport lernst Du sogar richtig fallen und abrollen, das hat mir bei dem ein oder anderen Sturz viel geholfen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wenn Du abspringen musst:</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">1. <strong>Bewahre Ruhe und suche Dir eine geeignete Stelle zum Abspringen aus</strong> (keine Steine, Asphalt, Bäume oder andere Dinge an denen Du Dich verletzen kannst). Am besten fällst Du in Matsch – kein Scherz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2. <strong>Lass die Zügel los und nimm Deine Füße aus den Steigbügeln. Kontrolliere, dass Du nirgends festhängst.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">3. <strong>Springe so ab, wie Du absteigen würdest</strong> und versuche <strong>vom Pferd weg zu fallen</strong> und nicht unter seine Hufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">4. <strong>Vertraue auf Dich selbst und zögere nicht.</strong> Dein Körper weiß eigentlich instinktiv wie er sich schützen und abrollen muss, vertraue Deinen Instinkten.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Es gibt keine sichere Art zu fallen.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch abspringen solltest Du wirklich nur im äußersten Notfall (z.B. Dein Pferd rast auf eine befahrene Straße zu und lässt sich nicht bremsen).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Du Dich mit einem Helm schützt, beweglich und sportlich bist und auch mal ein Falltraining gemacht hast, hast Du aber gute Chancen nur mit leichten Blessuren davonzukommen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn es Dich dann tatsächlich runtergehauen hat kann ich Dir zur Nachbehandlung Deiner Blessuren <strong>Arnika</strong> empfehlen. Die gibt’s als Homöopathische Kügelchen in der Apotheke. Am besten nimmst Du sie so schnell wie möglich nach dem Sturz, zur genauen Dosierung kannst Du den Apotheker fragen. Ich schwöre darauf und habe immer ein Gläschen davon in meinem Auto, alle Verletzungen werden mit Arnika nur halb so schlimm.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bist Du schon mal vom Pferd gefallen oder hast weitere Tipps? Erzähl mir Deine Geschichte in den Kommentaren!</strong></p>



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		<title>Hilfe mein Pferd geht durch! Was tun?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Dec 2014 17:47:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
		<category><![CDATA[Reitersitz]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps rund ums Pferd]]></category>
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		<category><![CDATA[durchgehen]]></category>
		<category><![CDATA[Fallen]]></category>
		<category><![CDATA[Pferd]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über die Jahre habe ich oft mit schwierigen Pferden gearbeitet. Dabei saß ich häufiger auf durchgehenden Pferden als mir lieb ist und kenne dieses miese Gefühl der Hilflosigkeit nur zu gut. Auch wenn Du ein braves, ruhiges Pferd hast, kann es Dir passieren, dass es erschrickt und durchgeht. Gerade die berühmten „Lebensversicherungs-Pferde“ finde ich hier [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Über die Jahre habe ich oft mit schwierigen Pferden gearbeitet. Dabei saß ich häufiger auf durchgehenden Pferden als mir lieb ist und kenne dieses miese Gefühl der Hilflosigkeit nur zu gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn Du ein braves, ruhiges Pferd hast, kann es Dir passieren, dass es erschrickt und durchgeht. Gerade die berühmten „Lebensversicherungs-Pferde“ finde ich hier am gefährlichsten – von ihnen erwartet man es am wenigsten und ist dann völlig unvorbereitet.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Im Idealfall merkst Du schon vorher, dass Dein Pferd gleich durchgehen könnte.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es verkrampft sich, der Kopf geht nach oben, die Ohren nach vorne, es schnaubt und fixiert einen bestimmten Punkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das ist der Zeitpunkt, an dem Du ruhig bleiben und Deinem Pferd Sicherheit vermitteln solltest – verkrampfe Dich keinesfalls, Atme normal und ruhig weiter.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe schon öfter die Erfahrung gemacht, dass meine Yoga-Atemübungen mein Pferd im Null-Komma-Nichts beruhigen. Falls das nicht hilft steige ab, es ist keine Schande sein Pferd an brenzligen Situationen vorbeizuführen. Oft gibt es ihm mehr Sicherheit, wenn es sich Seite an Seite mit Dir den echten oder eingebildeten Monstern stellen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ideale Lösung ist also, schon vorher zu merken, dass etwas nicht stimmt und das Verhalten Deines Pferdes zu unterbrechen.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was aber, wenn es dazu schon zu spät ist?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du hast gepennt und den richtigen Zeitpunkt verpasst, Dein Pferd schießt los und reagiert nicht mehr auf Dich. Oder Du reitest ein Pferd, was aus unerfindlichen Gründen durchgeht (siehe <a href="https://herzenspferd.de/schmerzen-erkennen">Schmerzen erkennen</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die wichtigste „Erste-Hilfe-Maßnahme“ ist in jedem Fall Ruhe bewahren und überlegen, was Du machen kannst.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn es schwerfällt. Danach kannst Du Folgendes ausprobieren:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ziehe auf keinen Fall an beiden Zügeln gleichzeitig,</strong> das bringt in den meisten Fällen absolut nichts und behindert Dein Pferd zusätzlich. Es reißt den Kopf hoch oder runter und achtet nicht mehr genug auf den Weg – Du willst doch nicht gemeinsam mit ihm stürzen?! Versuche es stattdessen mit <a href="https://herzenspferd.de/ganze-parade-reiten/" target="_blank" rel="noopener"><strong>halben Paraden</strong></a> und kurzem Annehmen eines Zügels, gleichzeitig schwer in den Sattel setzen.</li>



<li>Viele Reiter (mich eingeschlossen) haben erstmal den Reflex sich etwas nach vorne zu neigen wenn das Pferd durchgeht – dadurch hat man das Gefühl man könnte besser das Gleichgewicht halten. Du solltest aber genau das Gegenteil machen: <strong>setze Dich schwer in den Sattel.</strong> Dadurch bremst Du Dein Pferd aus und gibst ihm ein vertrautes Signal zum Durchparieren.</li>



<li><strong>Wenn ein Hang in der Nähe ist (oder Du einen Weg kennst, der bergauf geht) lenke Dein Pferd dort hinauf.</strong> Die Anstrengung wird es einerseits verlangsamen, andererseits wird es wahrscheinlich wieder mehr auf Dich hören.</li>



<li>Wenn du am Strand bist lenke Dein Pferd ins <strong>tiefere Wasser oder in die Dünen.</strong> Wasser und tiefer Sand machen das Vorankommen sehr anstrengend, Dein Pferd wird von selbst langsamer werden.</li>



<li>Wenn Platz genug ist, lenke Dein Pferd auf eine <strong>große Volte</strong> – viele durchgehende Pferde reagieren immer noch auf seitwärtsgerichtete Zügelhilfen, auch wenn alles andere ignoriert wird. Mache die Volte mit der Zeit kleiner, Deinem Pferd bleibt dann nichts anderes übrig als langsamer zu werden. Wichtig hierbei ist, dass Du Dein Gewicht auf die Seite verlagerst, auf der Du die Volte reiten willst – und zwar schon <strong>bevor</strong> Du Dein Pferd herumlenkst. Einerseits warnst Du Dein Pferd damit vor, andererseits verhindert es, dass Du geradeaus weiterfliegst.</li>



<li>Du kannst einen <strong>Biegestopp</strong> versuchen. Das solltest Du aber nur tun, wenn Du auf <strong>festem, nicht rutschigem Boden</strong> unterwegs bist und Dein Pferd noch <strong>nicht</strong> im Renntempo ist. Dazu greifst Du einen Zügel nahe am Gebiss und ziehst den Kopf Deines Pferdes herum. Auch hier gilt: verlagere Dein Gewicht schon vorher auf die Seite, auf die Du den Kopf Deines Pferdes ziehst. Hier musst Du Dich wirklich stark in die Kurve legen, damit Du nicht über die entgegengesetzte Schulter herunterfällst. Damit Du einen Biegestopp machen kannst, solltest Du das vorher mit Deinem Pferd üben. Dein Pferd soll sich daran gewöhnen, dass Du ab und an mal so bremst. Meine Pferde haben das nach kurzer Zeit so gut drauf, dass ich zum Durchparieren oft nur kurz an einem Zügel zupfen muss. Den Biegestopp solltest Du frühzeitig einsetzen, am Besten noch bevor es richtig im Galopp ist. <strong>Wenn Dein Pferd schon richtig Tempo aufgenommen hat wird er zu gefährlich, ihr könntet beide stürzen.</strong></li>



<li>Wenn zwei Pferde zusammen durchgehen, sollte natürlich jeder Reiter für sich versuchen durchzuparieren. Oft reicht es, wenn eines der Pferde langsamer wird, dass sich das Zweite dann auch beruhigt. Ihr könnt auch versuchen euch <strong>an einer Kreuzung zu trennen,</strong> das beendet das „Wettrennen“ zwischen den Pferden.</li>



<li>Wenn keine Hindernisse, Straßen, Menschen oder Tiere im Weg sind lass Dein Pferd einfach laufen. <strong>Bleibe ruhig, rede mit ihm, setze Dich schwer in den Sattel und versuche ab und an mit halben Paraden zu ihm durchzudringen.</strong> Es wird sich früher oder später beruhigen und Dir wieder zuhören.</li>



<li>Dein Pferd rast unbremsbar auf eine Straße oder Zaun zu? Du hast alles versucht und nichts klappt? <strong>Springe an einer möglichst ungefährlichen Stelle ab</strong> (keine Steine, Beton, Bäume oder ähnliches an dem Du Dich schwer verletzen könntest – siehe auch mein Artikel zum <a href="https://herzenspferd.de/wenn-schon-runter-dann-richtig-so-faellst-du-am-besten-vom-pferd/">richtigen Fallen</a>). Dein Leben ist das allerwichtigste! Und die meisten Pferde bleiben stehen, wenn der Reiter unten ist. (Ja, dieser Punkt wird kontrovers diskutiert. Aber ich persönlich springe lieber ab, als im vollen Galopp auf eine Straße zu reiten)</li>
</ul>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Checkliste beim durchgehenden Pferd:</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ruhe bewahren</strong></li>



<li><strong>Nicht verkrampfen und ruhig Atmen</strong></li>



<li><strong>Schwer in den Sattel setzen</strong></li>



<li><strong>Mit den Zügeln sanfte Verbindung zum Pferdemaul halten und mit halben Paraden die Aufmerksamkeit des Pferdes zurückgewinnen</strong></li>



<li><strong>Große Volte reiten oder Biegestopp versuchen</strong></li>



<li><strong>Pferd bergauf oder in tiefen Sand lenken</strong></li>



<li><strong>Wenn nichts mehr geht: <a href="https://herzenspferd.de/richtig-fallen">Abspringen</a></strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Nun weißt Du, was Du machen kannst, wenn Dein Pferd durchgeht. Besser ist es, das passiert erst gar nicht. <a href="https://herzenspferd.de/warum-geht-mein-pferd-durch">Im nächsten Artikel</a> erzähle ich Dir, warum Dein Pferd durchgeht und was Du schon vorher tun kannst um das zu verhindern.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was sind Deine Erfahrungen mit durchgehenden Pferden? Hast Du eine andere Methode um ein durchgehendes Pferd zu stoppen? Ab in die Kommentare damit!</strong></p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/pferd-geht-durch-was-tun/">Hilfe mein Pferd geht durch! Was tun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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