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	<title>Übergänge Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Übergänge Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Ganze Parade, Halbe Parade &#8211; Null Problem! So sehen die richtigen Hilfen aus.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2015 16:06:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hilfengebung]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
		<category><![CDATA[REITER | WISSEN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ganz ähnlich wie der Befehl &#8222;Kreuz ran!&#8220; ist auch &#8222;und jetzt ganze Parade!&#8220; für viele Reiter erst mal ein Grund zur Verwirrung. Am Zügel ziehen? Dazu treiben? Und wie war das nochmal mit dem Kreuz? Für mich klangen die Erklärungen der Reitlehrer zu meiner Anfangszeit total unlogisch: gleichzeitig am Zügel ziehen und treiben &#8211; das [&#8230;]</p>
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<p>Ganz ähnlich wie der Befehl <a href="https://herzenspferd.de/reiten-kreuzhilfen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Kreuz ran!&#8220;</a> ist auch &#8222;und jetzt ganze Parade!&#8220; für viele Reiter erst mal ein Grund zur Verwirrung.</p>



<p><strong>Am Zügel ziehen? Dazu treiben? Und wie war das nochmal mit dem Kreuz?</strong></p>



<p>Für mich klangen die Erklärungen der Reitlehrer zu meiner Anfangszeit total unlogisch: gleichzeitig am Zügel ziehen und treiben &#8211; das widerspricht sich doch! Jeder der schonmal beim Auto gleichzeitig auf Gas und Bremse getreten ist weiß, dass das nicht gut ausgehen kann.</p>



<p>Und tatsächlich ist es auch gar nicht so gemeint!</p>



<p><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Verwirre Dein Pferd nicht mit widersprüchlichen Hilfen</strong></h2>



<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_Baucher" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Francois Baucher</a> sagte schon 1864 „<strong>Hand ohne Beine, Beine ohne Hand</strong>“.</p>



<p>Üblicherweise wird die Parade so erklärt: mit den Schenkeln die Hinterhand unter den Schwerpunkt treiben und mit dem Zügel das Vorwärts abfangen. Gleichzeitig das Kreuz anspannen und gegensitzen.</p>



<p>Prinzipiell ist das schon richtig, Zügel und Schenkel müssen jedoch <strong>zum richtigen Zeitpunkt</strong> <strong>und nicht exakt gleichzeitig</strong> eingesetzt werden.</p>



<p>Und hier wird es nun etwas schwierig, denn den richtigen Zeitpunkt muss man fühlen können.</p>



<p>Dein Ziel ist es, dass Dein Pferd beim Durchparieren mit der Hinterhand unter seinen Schwerpunkt tritt. Wenn Du zum Bremsen nur an den Zügeln ziehst wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Vorhand fallen. Das merkst Du zum Beispiel daran, dass Du mit dem Oberkörper leicht nach vorne fällst. Wenn Dein Pferd mit der Hinterhand untertritt und so bremst, wirst Du nicht nach vorne fallen und es fühlt sich so an, als ob Dein Pferd vorne höher wird. Das liegt daran, dass es die Hinterhand beugt und untertritt.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die richtigen Hilfen zum richtigen Zeitpunkt</strong></h2>



<p>In meinem <a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel zum Aussitzen</a> habe ich schon einmal erklärt, dass man spüren kann welches Hinterbein gerade vorschwingt: die Seite des Rückens, auf der das Hinterbein nach vorne schwingt senkt sich gefühlt etwas ab, das Bein des Reiters auf dieser Seite schwingt leicht nach innen an den Pferdebauch.</p>



<p>Wenn Du also Deine Beine entspannt am Pferd anliegen hast (wie es sein sollte) dann kannst Du spüren welches Bein nach vorne schwingt. Am Besten übst Du das gemeinsam mit jemandem, Du sagst welches Hinterbein nach vorne schwingt und er oder sie schaut ob Du recht hast.</p>



<p><strong>Das ist wichtig, denn um korrekte Paraden geben zu können musst Du das spüren können.</strong></p>



<p>Um eine Parade zu reiten musst Du Dein Pferd also zuerst veranlassen mit seiner Hinterhand mehr unterzutreten &#8211; es soll ja nicht auf die Vorhand fallen. Dazu gibst Du abwechselnde Schenkelhilfen wenn Du spürst, dass ein Hinterbein nach vorne schwingt. Also:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Linkes Hinterbein schwingt nach vorne (Dein Bein schwingt schon automatisch leicht an den Pferdebauch) -&gt; Du gibst links eine Schenkelhilfe</li>



<li>Rechtes Hinterbein schwingt nach vorne -&gt; Du gibst rechts eine Schenkelhilfe</li>
</ul>



<p>Nun soll Dein Pferd natürlich nicht schneller werden, deshalb schließt Du <strong>kurz nach</strong> den Schenkelhilfen, wenn das jeweilige Hinterbein auf dem Boden ist, Deine Hand und nimmst somit den Zügel leicht an.</p>



<p>Gleichzeitig kippst Du Dein Becken ab (<a href="https://herzenspferd.de/reiten-kreuzhilfen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wie hier erklärt</a>) und schwingst somit mit dem Becken nicht mehr mit der Bewegung Deines Pferdes mit.</p>



<p>Je nachdem wie fein Dein Pferd ist reicht das aus um es durchzuparieren. Reagiert Dein Pferd nicht solltest Du daran arbeiten es zu <a href="https://herzenspferd.de/abgestumpftes-pferd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sensibilisieren</a> und darauf achten, dass Du selbst es nicht durch zu kräftige oder dauerhafte Hilfen abstumpfst.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mindestens genauso wichtig: das Aussetzen der Hilfen</strong></h2>



<p><strong>Der meiner Meinung nach wichtigste Teil des Durchparierens ist das Aussetzen der Hilfen. Sobald Dein Pferd reagiert &#8211; und sei es noch so minimal &#8211; höre auf! Wenn es schon steht ist es zu spät!</strong></p>



<p><strong>Stell Dir vor Du spielst mit Deinem Pferd Topfschlagen</strong> (ein Spiel, bei dem ein Kind mit verbundenen Augen versucht mit einem Löffel einen Topf irgendwo im Raum zu treffen. Ein zweites Kind sagt &#8222;heiß&#8220; oder &#8222;kalt&#8220; &#8211; &#8222;heiß&#8220;, wenn das erste Kind sich dem Topf nähert, &#8222;kalt&#8220;, wenn es davon weggeht).</p>



<p>Wenn Du zu Deinem Pferd niemals &#8222;heiß&#8220; sagst und ihm zeigst, dass seine Reaktion <strong>in die richtige Richtung</strong> geht, dann wird es nicht verstehen was Du von ihm willst und schnell frustriert sein. Genauso wie es das Kind mit verbundenen Augen wäre, wenn seine Freundin immer nur &#8222;kalt&#8220; sagt und erst dann &#8222;heiß&#8220;, wenn es nach langer Suche zufällig den Topf trifft.</p>



<p>Dein Pferd fragt Dich also erst mal mit einer kleinen Reaktion an um zu testen, ob es das ist was Du wolltest. Wenn Du darauf nicht mit einer Belohnung &#8211; dem Aussetzen der Hilfen &#8211; reagierst, wird es davon ausgehen, dass seine Reaktion falsch war.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Unterschied ganze Parade &#8211; halbe Parade</strong></h2>



<p>Ich dachte als Reitanfänger die halbe Parade wird eben nur halb so stark wie die ganze Parade durchgeführt. Von anderen Reitern weiß ich, dass sie dachten die halbe Parade macht man nur mit einem Zügel anstatt mit beiden.</p>



<p><strong>Tatsächlich ist der Unterschied nur eine Definitionssache: eine ganze Parade führt immer zum Stand, egal aus welcher Gangart. Eine halbe Parade nutzt man für das Durchparieren zur nächstlangsameren Gangart, einen Tempowechsel innerhalb einer Gangart oder um das Pferd vor einer Lektion aufmerksam zu machen.</strong></p>



<p><strong>Die ganze Parade besteht aus mehreren halben Paraden, so lange bis das Pferd steht.</strong> Je nach Pferd geht das schnell, andere brauchen länger.</p>



<p>Die Hilfen, die ich oben erklärt habe, sind also für eine halbe Parade. Und wenn Du die Hilfen für die halbe Parade kennst, kennst Du auch automatisch die Hilfen für die ganze Parade. Eine ganze Parade aus einem flotten Trab oder Galopp ist natürlich deutlich schwerer zu reiten und sollte erst versucht werden, wenn Du weißt was Du tust und die halben Paraden fein und leicht klappen!</p>



<p><strong>Wichtig ist, dass eine Parade aufrechterhalten wird, bis das Pferd langsamer wird und nachgibt. Reagiert dein Pferd nicht oder wird zwar langsamer, legt sich aber auf den Zügel, kannst du die Technik der Zügelhilfen verändern, indem du mit den Ringfingern leicht zitterst (das vibriert den Zügel, ohne die Stärke der Hilfen zu verändern). Auf keinen Fall solltest Du die Zügelhilfen verstärken! </strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Eine korrekte Parade zu reiten ist gar nicht so einfach. Sie erfordert vom Reiter einen guten Sitz, Koordination und viel Gefühl. Vom Pferd verlangt sie ein grundlegendes Gleichgewicht, eine feine Reaktion auf die Reiterhilfen und die Bereitschaft sich zu versammeln.</p>



<p>Jeder Reiter und jedes Pferd ist anders und es ist schwer hier allgemeingültige Ratschläge zu geben. Deshalb ist ein kompetenter Reitlehrer oder eine kompetente Reitlehrerin unerlässlich, wenn man die passende, feine Parade lernen möchte.</p>





<p><strong>Wie hat Dein Reitlehrer Dir die Paraden erklärt? Wie reitest Du sie und hast Du vielleicht noch Tipps für uns?</strong><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" alt="" consent-original-src-_="https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/b3f9b7b74633426da12745a034c59a7b" consent-required="259514" consent-by="services" consent-id="259527"></p>



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