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	<title>Beweglichkeit Archive - Herzenspferd</title>
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	<description>Wissen &#38; Tipps für Reiter mit Herz</description>
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	<title>Beweglichkeit Archive - Herzenspferd</title>
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		<title>Clevere Reiter bleiben sitzen &#8211; 4 Tipps zum entspannten Aussitzen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2015 10:21:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Lange Zeit hat es mir gegraut vor diesem einen Moment. Dieser Moment, in dem der Reitlehrer sagt: &#8222;und jetzt aussitzen&#8220;. Und los ging das Rumgehüpfe. Und die Schuldgefühle, weil ich meinem Pferd in den Rücken gefallen bin. Ich habe alles Mögliche probiert: Oberkörper nach vorne, Oberkörper nach hinten, Knie zu, alles lockerlassen, steif machen&#8230; Nichts [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herzenspferd.de/trab-aussitzen/">Clevere Reiter bleiben sitzen &#8211; 4 Tipps zum entspannten Aussitzen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://herzenspferd.de">Herzenspferd</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Lange Zeit hat es mir gegraut vor diesem einen Moment.</p>



<p>Dieser Moment, in dem der Reitlehrer sagt: <strong>&#8222;und jetzt aussitzen&#8220;.</strong></p>



<p>Und los ging das Rumgehüpfe. Und die Schuldgefühle, weil ich meinem Pferd in den Rücken gefallen bin.</p>



<p>Ich habe alles Mögliche probiert: Oberkörper nach vorne, Oberkörper nach hinten, Knie zu, alles lockerlassen, steif machen&#8230; Nichts hat wirklich gut geholfen. Und ordentliche Hilfen geben war mit der <strong>körperlichen und geistigen Verkrampfung</strong> <strong>beim Aussitzen</strong> sowieso nicht möglich.</p>



<p>Also habe ich es wo ich nur konnte vermieden und bin nur noch <a href="https://herzenspferd.de/leichttraben/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">leichtgetrabt</a>.</p>



<p>Tatsächlich musste ich bis ans andere Ende der Welt nach Neuseeland reisen um ordentlich aussitzen zu lernen. Das hätte ich sicher auch hier haben können &#8211; <strong>aber ich hatte mich schon so an das ständige Leichttraben gewöhnt, dass ich gar nicht mehr darüber nachgedacht habe!</strong></p>



<p><span style="color: #808080;">Keine Lust zu lesen? Dann schau Dir hier mein Video zum Thema an:</span></p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong> Warum überhaupt Aussitzen&#8230;</strong></h2>



<p>&#8230; wenn Leichttraben doch so viel einfacher ist?</p>



<p>In meinem <a href="https://herzenspferd.de/leichttraben/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel über das korrekte Leichttraben</a> habe ich schon geschrieben, dass das Leichttraben nur für den Reiter leicht ist &#8211; nicht für das Pferd! <strong>Das ständig schwankende Reitergewicht kann das Gleichgewicht des Pferdes stören.</strong></p>



<p>Die meisten Reiter lehnen sich beim Leichttraben nach vorne. Das bringt vermehrt Gewicht auf die Vorhand und arbeitet so unserem Ziel &#8211; das Pferd mehr Last mit der Hinterhand aufnehmen zu lassen &#8211; entgegen.</p>



<p>Um das Pferd unter dem Sattel zu <strong>gymnastizieren und seine (Rücken-)Muskulatur zu stärken</strong> sind die Seitengänge auch im Trab unerlässlich. <strong>Die korrekten Hilfen dazu kannst Du aber nur geben, wenn Du aussitzt.</strong></p>



<p>Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, dass nervöse Pferde, die dazu neigen im Trab davonzulaufen, deutlich <strong>ruhiger und entspannter</strong> gehen wenn ich aussitze.</p>



<p>Und wenn Du das Aussitzen einmal beherrschst ist es weniger anstrengend als Leichttraben, zumindest für mich.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie sitzt Du also richtig aus?</strong></h2>



<p>Um das zu erklären ist es wichtig, dass Dir bewusst ist, <strong>wie sich der Körper des Pferdes im Trab bewegt.</strong> Vielleicht ist das schon ein alter Hut für Dich &#8211; ich möchte trotzdem, dass Du Dir noch einmal Gedanken darüber und Dir wirklich bewusst machst, wie die Bewegung aussieht. Denn genau dieser Bewegung musst Du Deinen Körper anpassen.</p>



<p><strong>Im Trab schwingt immer abwechselnd eine Seite des Pferderückens höher als die andere (siehe Artikelbild).</strong> Stößt sich das Pferd gerade mit dem linken Hinterbein ab ist auch die linke Seite des Rückens höher. Das rechte Hinterbein schwingt währenddessen nach vorne, die rechte Seite des Rückens ist etwas tiefer.</p>



<p>So ähnlich ist es auch im Schritt. Die Seite des Rückens, auf der das Hinterbein nach vorne schwingt senkt sich gefühlt etwas ab, das Bein des Reiters auf dieser Seite schwingt leicht nach innen an den Pferdebauch.</p>



<p><strong>Meine Empfehlung:</strong> bevor Du versuchst im Trab auszusitzen, solltest Du im Schritt sicher fühlen können, welches Hinterbein gerade nach vorne schwingt. Natürlich ohne hinzuschauen. Dazu kannst Du Dir jemanden zum Üben mit auf den Platz nehmen &#8211; Du sagst welches Hinterbein nach vorne schwingt und er oder sie schaut ob Du recht hast. <strong>So kannst Du schonmal ohne Stress und Herumgehüpfe lernen zu fühlen wie sich Dein Pferd bewegt. Im Trab ist es dann ganz ähnlich, nur schneller.</strong></p>



<p><span style="color: #999999;"><strong>Lesetipps: </strong>Bei Wege-zum-Pferd.de gibt es einen tollen Arti</span>kel mit einer <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2008/04/15/das-mitschwingende-becken/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Übung für ein mitschwingendes Becken</a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/2008/04/15/das-mitschwingende-becken/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">.</a></p>



<p><span style="color: #999999;">Bei den Pferdefreunden findest Du weitere Tipps zu einem <a href="http://360gradpferd.de/reitersitz-verbessern/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">guten Sitz.</a></span></p>



<p>Im Trab wird also immer abwechselnd Deine linke oder Deine rechte Pohälfte hochgeworfen. Das Rumgehüpfe kommt nun daher, dass Du, wenn vom Du vom Schwung hochgeworfen wirst, immer etwas zu spät wieder herunterkommst. Dir kommt dann der Pferderücken schon wieder entgegen und Du bist hinter der Bewegung des Pferdes.</p>



<p><strong>Nun kommt das Fühlen ins Spiel:</strong> Wenn Du fühlst, dass das Pferd sich mit dem rechten Hinterbein abstößt und das linke Bein nach vorne schwingt, ziehst Du die <strong>rechte</strong> Seite Deiner Hüfte hoch. Somit geht Deine Hüfte nämlich schon nach oben <strong>bevor</strong> sie vom Schwung hochgeworfen wird. Und weil die Hüfte ein starres Gebilde ist geht automatisch Deine linke Seite nach unten &#8211; Du passt Dich also dem Rücken und der Hüfte Deines Pferdes an und bleibst im Sattel.</p>



<p>Um die Bewegung Deiner Hüfte zu unterstützen kannst Du Dich anfangs etwas im Steigbügel abstützen &#8211; immer mit dem Bein, auf dessen Seite die Hüfte hochgehen muss.</p>



<p><strong>Das klingt nun vielleicht alles furchtbar anstrengend und kompliziert. Tatsächlich ist es aber gar nicht so schwer, wenn man einmal den Dreh raus und den Rhythmus drin hat.</strong></p>



<p><strong>Du kannst auch Deine Beine so bewegen, als würdest Du rückwärts Rad fahren &#8211; dann bewegt sich Deine Hüfte automatisch richtig.</strong> Diese Bewegung lässt Du mit der Zeit immer minimaler werden bis Du schiließlich nur noch die Hüfte bewegst.</p>



<p>Übe das Aussitzen am Anfang an der Longe, dann musst Du Dir keine Gedanken um die anderen Hilfen machen. Oder Du legst Deinem Pferd die Zügel auf den Hals, viele Pferde traben auch ohne Zügelhilfen brav auf dem ersten Hufschlag weiter. Natürlich wird das Aussitzen schwieriger, je schneller der Pferd trabt. Übe also lieber zuerst im langsamen Trab.</p>



<p><strong>Versuche beim Üben locker zu bleiben und nicht zu verkrampfen.</strong> Ich weiß, das ist einfacher gesagt als getan. Wenn ich merke, dass ich mich verkrampfe tue ich so, als würde ich im Takt des Trabs mit zwei Bällen jonglieren. Das hilft mir den Takt zu halten und mich nicht zu sehr auf&#8217;s Sitzen zu konzentrieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Noch einmal kurz zusammengefasst:</strong></h3>



<p><strong>1. Hebe abwechselnd leicht Deine Hüfte an.</strong> Die Seite, auf der der Pferderücken hoch schwingt muss auch bei Dir hoch. Du musst also <strong>aktiv</strong> sitzen und Dich nicht einfach hochwerfen lassen &#8211; sonst kommst Du hinter die Bewegung des Pferdes und das Herumgehüpfe startet.</p>



<p><strong>2. Lass Deine Knie locker.</strong> Vergiss das Kommando &#8222;Knie zu&#8220;, dadurch machst Du Dich nur steif und kannst der Bewegung des Pferdes nicht mehr weich folgen. (Natürlich solltest Du Deine Beine und Knie nicht vom Pferd wegstrecken, lass sie einfach locker am Pferdekörper anliegen.)</p>



<p><strong>3. Lass Deine Fersen sanft nach unten federn.</strong> Wenn Du anfangs noch Probleme mit dem Anheben der Hüfte hast kannst Du es Dir etwas einfacher machen indem Du Dich mit dem entsprechenden Bein<strong> leicht im Steigbügel abstützt.</strong></p>



<p><strong>4. Bleibe entspannt und lass die Bewegung des Pferdes durch Deine Hüfte fließen.</strong> Mir hilft es, mich gar nicht so sehr auf das Sitzen, sondern auf den Takt zu konzentrieren. Dazu kann man z.B. so tun als würde man im Takt jonglieren, zählen, oder etwas Ähnliches.</p>



<p><span style="color: #999999;"><strong>Lesetipp: </strong>Petra von der Pferdflüsterei schrei</span>bt über <a href="http://www.pferdefluesterei.de/unabhaengigkeitserklaerung-an-den-sitz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">den unabhängigen Sitz.</a> Den brauchst Du um Dein Pferd möglichst fein und zügelunabhängig reiten zu können. Außerdem gibt es dort ein paar <a href="http://www.pferdefluesterei.de/10-bilder-reitersitz-kostenlos/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wunderbare Bilder um den korrekten Sitz besser zu visualisieren</a> &#8211; unbedingt reinschauen!</p>



<p><a href="http://kultreiter.de/reitersitz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">12 weitere tolle Tipps, wie Du Deinen Sitz verbessern kannst</a><span style="color: #999999;">, gibt es bei Kultreiter!</span></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Häufige Fehler beim Aussitzen</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Du lehnst Dich zu weit nach hinten oder nach vorne und machst einen Buckel</strong></h3>



<p>Wenn Dein Oberkörper nicht gerade ist kannst Du Deine Hüfte nur mit Anstrengung anheben. Die Bewegung des Pferde kann nicht durch Deinen Körper hindurch fließen. Außerdem bist Du dann nicht im Gleichgewicht und spannst Dich möglicherweise zu sehr an.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Du klammerst Dich mit den Knien (oder gleich dem ganzen Bein) fest</strong></h3>



<p>Das sieht man wohl bei den meisten Reitern. Durch fest angepresste Knie kann man sich auch im Sattel halten. Es ist jedoch für den Reiter anstrengend und das Pferd unangenehm. Außerdem verkrampfst Du Dich und die Bewegung des Pferdes kann nicht mehr von Deinem Körper ausgeglichen werden. Das äußert sich dann z.B. in <strong>unruhiger Hand, wackelnden Beinen oder einem nickenden Kopf</strong> &#8211; irgendwo muss die Schaukelbewegung des Pferdes ja aus dem Körper rausschwingen!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Du versuchst krampfhaft Deine Hände ruhig zu halten &#8211; was zu noch mehr Verspannungen führt</strong></h3>



<p>&#8222;Hand ruhig&#8220; &#8211; auch noch so ein Reitlehrerbefehl den ich wohl nie wieder aus dem Kopf bekommen werde. Und je mehr man sich darauf konzentriert die Hand ruhig zu halten desto verspannter wird man und desto schlimmer wackelt die Hand. Wenn Du richtig aussitzt wird die Hand automatisch sanft mit der Bewegung des Pferdes mitgehen &#8211; so wie es sein soll.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Du lässt einfach alles locker hängen und hast nicht genug Körperspannung</strong></h3>



<p>Manche Reiter suchen ihr Heil darin, einfach alles locker zu lassen und so schwerer zu sitzen. Leider kommst Du damit schnell hinter die Bewegung des Pferdes. Und eine korrekte Hilfengebung ist ohne Körperspannung auch nur noch eingeschränkt möglich.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>5. Du ziehst Dich mit den Zügeln in den Sattel</strong></h3>



<p>Das ist natürlich ganz schlecht, da Dein Pferd Dein Ungleichgewicht direkt im Maul abfangen muss. Deshalb empfehle ich das Aussitzen am durchhängenden oder ohne Zügel an der Longe zu üben, dann kommst Du erst gar nicht in Versuchung Dich an den Zügeln festzuhalten.</p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Du hast Probleme in der Hüfte locker mitzuschwingen?</strong></h2>



<p>Für viele von uns ist es gar nicht so einfach in der Hüfte locker zu sein.</p>



<p>Jahrelanges sitzen in Bürostühlen, schlechte Haltung, verkürzte Muskeln, aber auch Krankheiten oder Bandscheibenvorfälle können die Beweglichkeit der Hüfte einschränken.</p>



<p><strong>Auch wenn Du keine Probleme mit der Hüfte oder der Wirbelsäule hast solltest Du Dich vor dem Reiten aufwärmen und ab und an Übungen machen um die Beweglichkeit der Hüfte zu erhalten oder zu verbessern.</strong></p>



<p>Ich kann dafür wirklich jedem Yoga empfehlen. Völlig egal wie alt Du bist, wie viel Du wiegst oder wie beweglich Du bist, Yoga kann jeder machen. Es geht nicht darum der oder die Tollste und Beweglichste zu sein, sondern seinem Körper innerhalb seiner Möglichkeiten etwas Gutes zu tun.</p>



<p>Auch &#8222;normales&#8220; Stretching oder Tanzen kann Dir weiterhelfen und die Hüfte beweglicher machen. Hauptsache Du tust etwas.</p>



<p><strong>Dein Pferd kann nur locker laufen wenn Du auch locker bist!</strong></p>





<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p><strong>Der Sitz ist eine der (wenn nicht die) wichtigsten Hilfen. Damit Du ihn einsetzen kannst musst Du aussitzen können!</strong></p>



<p>Wenn Du reiterlich weiterkommen und Dein Pferd fein reiten möchtest, wirst Du nicht ums Aussitzen herumkommen. Es ist also an der Zeit zu üben und sich nicht mehr vor dem Aussitzen zu drücken.</p>



<p>Und wenn ich es geschafft habe, dann kannst Du es auch schaffen.</p>



<p>Dein Pferd wird es Dir danken!</p>



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<p><strong>Wie klappt das Aussitzen bei Dir? Hast Du vielleicht noch ein paar tolle Tipps für uns? Immer in die Kommentare damit!</strong></p>



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