Pannen beim Reiten

Wenn man so einen Blog betreibt erweckt man schnell – und ganz unbeabsichtigt – den Eindruck, dass man alles weiß, alles kann und immer nur perfekt ist. Schließlich schreibt man ja, wie man es richtig macht und nicht, wie man selbst ziemlich oft gescheitert ist, bis man es hinbekommen hat.

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Wir Blogger sind – wie alle Menschen – natürlich nicht perfekt.

Meine Bloggerkollegin Sarah, die mit ihrem Shetty Egon durch Deutschland wandert (nachzlesen auf www.verwandert.de), hat vor kurzem einen Artikel über ihre Pannen beim Wandern geschrieben. Inspiriert davon lasse ich Dich heute an meinen dümmsten Pannen beim Reiten teilhaben.

Absolut nicht zum Nachmachen geeignet! ;-)

 

1. Das eine Mal, als ich zu faul war

An meinem alten Stall gab es jemanden – ich weiß bis heute nicht wer – der mithilfe einer kleinen blauen Tonne als Aufstieghilfe aufgestiegen ist. Diese Person hatte die Angewohnheit diese Tonne auch dann noch in der Halle stehen zu lassen, wenn sie schon längst wieder draußen war.

Meistens stand die Tonne nicht im Weg. Eines Tages aber stand sie mitten auf einer Zirkellinie und hat mich dort ziemlich gestört.

Ich saß aber schon auf dem Pony und war schlicht zu faul zum Absteigen. Also dachte ich mir “ich beuge mich einfach vom Pony runter, packe die Tonne am Griff (sie hatte oben einen kleinen Griff) und reite zur Bande um sie dort abzustellen”. Ich kannte das Pony gut und wusste, dass sie keine Angst vor der Tonne hat.

Also hingeritten – Pony fand die Tonne nur mäßig spannend – mich runtergebeugt und die Tonne in die Hand genommen.

Und hier fing es an schief zu laufen.

Das Pony hatte kein Problem mit der Tonne am Boden, aber sehr wohl mit der Tonne neben ihm “schwebend”. Um dieses gruselige Ding also möglichst schnell loszuwerden sind wir in einer Art Schenkelweichen-Weghüpf-Galopp in einem Affenzahn durch die ganze Halle. Nur hing die Tonne ja leider in meiner Hand und “folgte” uns.

Nun saß ich also auf dem Pony und musste mir überlegen ob ich die Tonne fallen lasse und das Pony lernt, dass man vor gruseligen Dingen wegrennen muss, um sie loszuwerden. Oder ich halte die Tonne fest und versuche das ganze mit gestörtem Gleichgewicht auszusitzen. Ziemlich blöde Situation – und nur weil ich so faul war!

Im Endeffekt habe ich die Tonne fallenlassen – die Alternative war mir zu gefährlich. Als das Pony sich dann beruhigt hatte bin ich abgestiegen und habe mit der Tonne Desensibilisierungsübungen gemacht.

Draus gelernt: Wenn ein Pferd bestimmte Dinge am Boden ok findet, heißt das nicht, dass es immer noch so ist, wenn sie auf Rückenhöhe oder nur aus dem Augenwinkel zu erkennen sind. Deshalb sollte man beim Desensibilisieren darauf achten, dass man auch solche Positionen übt.

 

2. Das eine Mal, als ich mich nicht entscheiden konnte, wo es lang gehen soll

Ich war alleine im Wald unterwegs und bin relativ flott einen Weg entlang galoppiert.

Nach einer Kurve kam eine Weggabelung. Ich kannte mich gut aus und wusste, welcher Weg wohin führt – aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden. In meinem Kopf ging es also hin und her. Rechts oder links?

Mein Pony kannte mich gut und hat natürlich gemerkt, dass ich nicht weiß wo ich lang will. In der letzten Sekunde habe ich mich für links entschieden und meinen Körper auch entsprechend ausgerichtet. Das kam aber leider für mein Pony zu spät. Weil ich so unentschlossen war hatte sie sich für rechts entschieden – da ging es nämlich nach Hause.

Und dann hat die Physik zugeschlagen. Wenn sich von zwei Körpern, die gemeinsam schnell in einer Richtung unterwegs sind, einer entscheidet nach rechts auszuweichen und einer nach links, müssen sie sich unweigerlich trennen. Mich hat’s also vom Pony gehauen. Mein Glück war, dass wir durch unsere Unentschlossenheit schon nicht mehr so schnell unterwegs waren und ich in einen Laubhaufen gefallen bin. Also nichts passiert.

Draus gelernt: Entscheide dich rechtzeitig und strahle Sicherheit aus, sonst entscheidet Dein Pferd für Dich!

 

3. Das andere Mal, als ich schon wieder zu faul war

Ich glaube jeder von uns kennt das: man hetzt von der Arbeit oder der Schule an den Stall und hat schon den nächsten Termin im Kopf. In solchen Situationen gehe ich erst gar nicht reiten, sondern mache entweder etwas Bodenarbeit oder putze und füttere nur.

In genau so einer Situation wollte ich das Pony von der Koppel holen. Das “Tor” bestand aus zwei Bändern Stromzaun mit den üblichen Hakengriffen. Weil ich faul war, habe ich hinter mir nicht beide Stombänder wieder geschlossen, sondern nur das Obere und habe das Untere in den Griff oben eingehängt. Schließlich war ich ja auf der Koppel und wollte Minuten später wieder durch den Zaun raus.

Kaum war ich beim Pony angekommen, hörte ich hinter mir Hufgetrappel und unser Ausbrecherkönig ist auf den Zaun zugaloppiert, hat kurz gebremst, den Kopf unter das eine Stromband geschoben, es angehoben und war drunter durch.

Gott sei Dank ist er nur bis zum nächsten Heuhaufen gelaufen und ich hatte ihn in Minutenschnelle wieder eingefangen.

Draus gelernt: sei nie, wirklich niemals faul, was Zäune angeht!

 

4. Das eine Mal, als ich zu große Gummistiefel anhatte

Ich glaube auch das kennt jeder von uns (oder zumindest jeder Offenstaller): Matsch im Paddock – bzw. zumindest im Ein- und Ausgangsbereich, wenn der nicht befestigt ist.

An einem meiner alten Ställe war das besonders schlimm, denn der Boden dort war sehr lehmhaltig. Übersetzt: der klebt wie die Hölle und lässt auch nicht wieder los.

Eigentlich könnte die Geschichte auch wieder unter “zu faul” fallen, denn ich war zu faul zum Auto zu laufen und meine eigenen Gummistiefel anzuziehen. Also habe ich mir welche von einer Freundin geliehen, die mir aber deutlich zu groß waren.

Du weißt sicher schon, worauf das hinausläuft.

Auf dem Weg zum Pony kam ich noch unbeschadet durch den Matsch. Auf dem Weg zurück, mit dem Pony im Schlepptau, blieb ich stecken. Aber wie das so ist, mitten in der Bewegung kann man dann schlecht anhalten. Ich habe also nicht nur beide Gummistiefel verloren, ich habe auch noch einen unfreiwilligen Kopfsprung in den Matsch gemacht.

Da fing der Spaß dann erst an. Ich kam nämlich nicht mehr raus. Wenn ich mich mit den Armen vom Boden abdrücken wollte bin ich nur weiter eingesunken. Währenddessen stand das Pony in aller Seelenruhe neben mir und hat mich leicht resigniert beobachtet – es mus geglaubt haben, das ich nun völlig übergeschnappt bin. Am Ende war es aber auch meine Rettung: ich konnte mich nämlich an seinen Beinen abstützen und mich aus dem Dreck ziehen.

Am Stall angekommen war ich natürlich die Attraktion des Tages: ich sah aus wie ein Sumpfmonster. Der Schlamm war einfach überall. Bis in die Haare. Noch Monate später hab ich die getrockneten Brösel in meinem Auto gefunden.

Draus gelernt: Wer Lehmboden hat braucht dringend passende Gummistiefel.

 

5. Das eine Mal, als ich total gedankenlos war

Ich habe eine zeitlang Kinderreitferien betreut. Dazu gehörten auch tägliche Ausritte mit den Kindern.

Von Anfang an haben wir mit den Kindern geübt, dass sie auf den Ruf “zu einem nach rechts!” eine Linie hintereinander am rechten Wegesrand bilden – mit dem Betreuer als ersten. Das ist nötig, sobald Spaziergänger, Radfahrer oder andere “Hindernisse” auftauchen, an denen man vorbei muss oder die an einem vorbei möchten.

Ich habe in den Kinderferien oft mehrere Stunden am Tag übernommen, es ist dann schnell völlige Routine den Spruch “zu einem!” zu rufen.

Nur, dass ich auf dieser einen Runde auf einem unerfahrenen Jungpferd saß und es kurzzeitig völlig vergessen hatte. Das arme Pony, für das sowieso vieles neu war, musste also miterleben, wie ich mich aus heiterem Himmel auf ihm herumdrehe und laut etwas rufe.

Das war dann doch zu viel des Guten für das Pony und es sprang – ich immer noch mit nach hinten verdrehtem Oberkörper – über den Graben am Wegesrand und im gestreckten Galopp die angrenzende Wiese hinauf.

Mit mehr Glück als Verstand blieb ich beim Sprung oben, konnte das Pony schnell beruhigen und zurück zu meinen armen Reiterferienschülern: die waren nämlich sehr verwirrt und rätselten, ob sie denn nun auch springen und galoppieren sollen. Den Rest des Weges wurde dann jedes Kommando per Flüsterpost von mir durch die Reihe der Kinder durchgegeben.

Draus gelernt: Sei niemals gedankenlos oder unkonzentriert wenn Du auf einem Jungpferd sitzt.

 

6. Das eine Mal, als ich besser eine richtige Aufstieghilfe benutzt hätte

Auch diese Geschichte ist mir in den Kinderreitferien passiert. Wir haben in jeder Woche mindestens einmal mit den Kindern Pferdefußball gespielt. Dazu sind immer Teams von je zwei Kindern auf Ponys gegeneinander angetreten. Entweder mit Sattel, oder ohne. Der “Fußball” war ein großer Gymnastikball und wurde von den Ponys vor sich her geschoben. Wir hatten vier brave, ältere Ponys die unheimlich gerne Fußball gespielt haben. Es war also ein riesen Spaß für alle Beteiligten.

Irgendwann mussten (und wollten) dann natürlich auch die Betreuer gegeneinander spielen. Ohne Sattel, versteht sich.

Damit wir die Ponys beim Aufsteigen schonen, haben wir oft leere Getränkekisten als Aufstieghilfe benutzt.

Und eines Tages hätte ich besser eine richtige Aufstieghilfe genutzt: ich bin nämlich beim Drauftreten durch die Kiste durchgebrochen und mit ihr fest um meine Beine gewickelt rückwärts umgefallen. Das Pony hat sich dafür Gott sei Dank nicht sehr interessiert – die Kinder hatten aber ihren Spaß und ich den Rest der Woche den Ruf als Tollpatsch weg.

Draus gelernt: Nutze nur stabile Dinge als Aufsteigehilfe. Wenn Du, so wie ich, damit umfällst, kannst Du Dich nicht nur verletzen, sondern auch Dein Pferd erschrecken.

 

Fazit

Pannen beim Reiten und auch im Umgang mit Pferden sind ganz normal. Sie passieren wirklich jedem und sind kein Grund sich zu schämen oder zu denken man wäre ein schlechter Reiter.

So lange nichts Schlimmes passiert sind sie lustige Geschichten, die man erzählen kann und aus denen man fast immer etwas Wichtiges lernt!

 

Was ist Dir schon blödes beim Reiten oder beim Umgang mit Pferden passiert? Erzähls mir in den Kommentaren, damit ich mich nicht so alleine tollpatschig finde ;-)

 

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61 KOMMENTARE

  1. Die Haffistute, die ich geritten bin hat sich einmal beim Nachgurten erschreckt. Natürlich genau das Mal, wo ich die Zügel nicht in der Hand hielt, und dann hing ich auch schon Sekunden später UNTER dem Pony :) So ein Pferd von unten sieht auch lustig aus :D

    • Ui, das klingt aber auch nicht so spaßig, gut, dass dir nichts passiert ist ;-)

      Liebe Grüße,
      Christina

  2. Hey! Ich find deine Seite echt toll!!! Wollte mal fragen wie er Reiterhof heißt bei dem du betreust such noch nach einem guten der nicht so weit weg ist:)

    • Huhu =)

      Das war der Grenzlandhof im Saarland, da bin ich aber schon lange nicht mehr…

  3. Sehr amüsant deine Geschichten :D und auch ich kann sie gut nachvollziehen :)
    Ich habe etwas zum Thema gedankenlos^^

    Ich bin oft mit einer weiteren RB zusammen in der Halle geritten, ein wenig Dressur, kurz vor Schluss wollte ich schon mal absteigen (das Pferd und ich sind beide 1,56m) war ich in den Gedanken schon auf dem Boden aber leider nicht in der realität… ende vom Lied ich habe vergessen mich festzuhalten und bin dann auf dem Steiß gelandet :D das tat noch Tage danach weh :D

    • Hihi, ohje :’D
      Dass kenne ich aber auch noch von Zeiten, in denen ich täglich mehrere Pferde in unterschiedlichen Größen geritten bin: entweder man fällt beim Absteigen rückwärts um, weil der Boden erst später kommt als erwartet, oder man prellt sich Fußgelenke und Knie, weil der Boden früher kommt als erwartet :-D

  4. Haha Danke für deine Geschichten musste bei einigen lachen weil ich mir nur zu gut Vorstellen kann wie es für dich war oder aber wie es sich anfühlt.
    Habe gerade am Sonntag (gestern) für mich entschieden mal wieder gruselige Sachen in der Halle aufzustellen, u.a Dual Gassen um drüber zu treten.

    Bei X zwei Blaue hintereinander damit es im Galopp nen kleinen Sprung gibt (mini mini Sprung ^^)

    Ich habe ein ehemaliges Rennpferd, in der Umschulung, gemessen an der normalen Ausbildung wäre er eine 4 Jährige Remonte.

    Alles angeschaut und durch geritten, beide Seiten, gut. Alles im Trab, auch gut. Hätte ich mal die Doppelgassen bei X auch im Trab gemacht…

    Dann also Galopp, über die Plastik Plane, die Grusel schleuse mit Gassen zum drüber springen, dann Richtung X und ich denk noch: ” wow das macht er aber easy heute”
    20cm vor den Gassen bei X wird der Hals rund wie bei einem Seepferd, der Blick geht runter und es gibt schon nen sliding Stop. Ohoh denk ich, und schon springt er links weg und macht ne halbe Pirouette. Na… ich sitz schon mehr als neben dem Sattel in der Luft. Hab mir schon den Boden angeschaut und gedacht:” Ich will nicht, echt jetzt ?” dann hab ich aber noch reagiert und mich mit dem rechten Fuss aus dem Bügel gedrückt, links war eh schon überm Pferd, nen stuntmässigen Abgang geleistet und stehend nebem Pferd gelandet. Dann musst ich lachen und war froh dass die Abgänge vom Springunterricht noch irgendwo im Hinterkopf existieren.

    Dann noch mal zu Fuss mit Pferdchen drüber und danach gings dann.

    Fazit: Nur weil es in einer Gangart geht, heisst das nicht es geht in jeder.
    Pferdchen meint: Und dann frecherweise ungezeigt und nicht aufbauend *schnaub* ;)

    Lg

    • Huhu Tina,

      haha, schade, dass den Abgang niemand gefilmt hat – klingt absolut filmreif ;-P
      Aber gut, dass dir nichts passiert ist! Manchmal wird man einfach zu übermütig, vor allem wenn man eigentlich Erfahrung hat ;-)

      Liebe Grüße,
      Christina

    • Ja Christina, da hast du recht. Man wird manchmal leichtsinnig durch Routine und das rächt sich dann.
      Immer wieder gut wenn solche Sachen gut ausgehen, holt einen wieder auf den Boden.
      Liebe Grüsse

  5. Das mit dem Jungpferd kenn ich irgendwoher…. Blöd, wenn man vergisst, dass man auf einem Jungspund sitzt. Beim Reiten auf dem Platz lief mir die Nase, hatte aber keine Tempos dabei, also einmal in die Runde gebrüllt, ob jemand was für mich hat. Soweit noch kein Problem.
    Als ich mich dann aber nach hinten über den Ponypopo gebeugt hab, um ein Tempo von der hinter mir reitenden Freundin zu nehmen wars dann vorbei.
    Der arme kleine hat anscheinend nen riesen Schreck bekommen und raste bockend los. Ich war natürlich immer noch nach hinten gedreht. Das Ende vom Lied war: Ich saß bei X aufm Boden, das Tempo noch in der Hand und Pony buckelte fröhlich weiter rund um den Platz mit meinem linken Schuh, der immernoch im Steigbügel steckte (neue Schuhe, nur zum reinschlüpfen und 2 Nummern zu groß)
    Der Stunt wird heute, nach 8 Jahren, immernoch erzählt :)

    • Wow, das ist aber auch eine erzählenswerte Geschichte! :-D
      Gut, dass dir nichts passiert ist!
      Wir erzählen immer noch von damals, als eine beim Reitabzeichenkurs eine Rolle rückwärts über den Pferdpopo gemacht hat und auf den Füßen ankam ;-)

  6. Ja, diese Leute mit der kleinen blauen Tonne gibt es glaube ich fast überall und in jedem Stall, wenn es nicht die Tonne ist dann ist es der Hocker der mitten in der Halle stehen gelassen wird.
    Meine blöde Angewohnheit ist mein Pferd beim Putzen nicht anzubinden. Ich schmeiße den Strick immer über den Hals. Meistens ;-), also sehr oft bleibt er brav vor der Box stehen und wartet bis er brav gesattelt wird aber manchmal, also wirklich nur manchmal, macht er sich selbstständig und wandert Richtung Heuballen der Mitten in der Stallgasse steht. Vor 2 Wochen habe ich meinen Wallach dann erwischt, als ich den Sattel holen gegangen bin, wie er von außen versucht hat bei seinem Nachbarn aus dem Trog zu fressen. Der brave Nachbar hat dann doof geguckt wie mein Wallach im über die Box versucht hat sein Futter weg zu fressen… Ja ich weiß, eine doofe Angewohnheit die Intus ist. Gottseidank läuft er nie weg und verlässt nie die Stallgasse, er ärgert höchstens mal seine Nachbarn!

    • Hihi, das ist aber eine süße Geschichte :-D
      Und so lange er nicht vom Hof rennt…

      Liebe Grüße,
      Christina

    • Heißt dein Wallach zufällig Moritz? Der Kommentar könnte 100% von mir sein…aber meiner schafft das auch beidseitig angrbunden :’D

  7. ‘Ach herrlich das ganze durchzulesen. ;)

    Und ich gebe dir recht, als Blogger scheint man manchmal auf manche so zu wirken als würde man ein übermäßiges Wissen besitzen und alles perfekt können. Man schreibt ja schließlich darüber.

    Dankö für den schönen Beitrag

    Liebe Grüße
    Silli von pferdigunterweg.com

  8. Auch ich habe da schon so manches erlebt…

    Als ich ca 15J alt war, bin ich mit meiner besten Freundin (damals 13) und unseren zwei Freibergermädels ausreiten gegangen. Nach etwa der Hälfte des Rittes beschlossen wir, die Pferde zu tauschen.
    Doch wir waren zu faul, um ab und wieder aufzusteigen, also wollten wir einen fliegenden Wechsel machen. Wir ritten also ganz nahe nebeneinander, ich schwang mich bei Ihr hinten auf die Kruppe. So weit so gut.
    Doch dann beschloss das nun Reiterlose Stütchen einen Snack am Wegrand zu nehmen. Also einen schritt nach rechts und Kopf runter. Ich hielt natürlich noch die Zügel in der einen Hand, mit der anderen hielt ich mich an meiner Freundin fest.
    Und schon purzelten wir beide vom Pferd. Die zwei natürlich erschrocken, machten einen Satz nach vorne. Ich und meine Freundin sassen lachend auf dem Boden, unsere zwei Reittiere kamen zum Glück verwundert zu uns zurück (wäre ein einstündiger Fussmarsch nach Hause gewesen).

    • Hihihi, das ist auch genial! Und irgendwie musste es ja so kommen ;-)
      Eure Stuten haben sich bestimmt insgeheim ins Fäustchen gelacht :-D

      Liebe Grüße,
      Christina

  9. Das eine (von vielen) Mal, als ich gedankenlos war…
    habe ich versucht meinem recht neuen (Korrektur-)Pferd (viel grober Umgang in der Vergangenheit und wirklich Panik vor Besen und anderen Dingen, mit denen man so geschlagen werden kann) seine Winterdecke anzuziehen. Diese lag zu weit hinten und ich bekam sie vorne nicht zu, egal wie viel ich zog und zuppelte. Also, nach hinten; direkt hinters Pferd gestellt, Decke angehoben und *trommelwirbel* ein Stück nach vorne geworfen, als würde ich eine Bettdecke ausschütteln (das ist 4 Jahre her und dennoch bekomme ich grade beim Gedanken an so viel Dummheit eine Gänsehaut). Mein Pferd, das in der Ecke seines Stallzeltes am Heunetz stand konnte nicht weg und hüpfte mit beiden Hinterbeinen nen halben Meter weiter unter seinen Körper und starrte mich mit weit aufgerissenen Augen und Nüstern an, als wäre ich der Leibhaftige.
    Das er mich damals nicht totgetreten hat, verdanke ich ausschließlich meinem Schutzengel und dem wundervollenCharakter jenes Wesens, dass ich meinen Reitsport-Partner nennen darf!

    • Waaaah, da musste ich doch gerade beim Lesen auch etwas zusammenzucken – da hast du echt wahnsinnig Glück gehabt!
      Und ein tolles Pferd hast du – er wusste anscheinend, dass du ihm nur Gutes willst :-)

      Liebe Grüße,
      Christina

    • Aaah, alleine beim Lesen bekomme ich Gänsehaut und bekomme die Bilder nicht mehr aus meinem Kopf was hätte passieren können. Man ist manchmal so leichtsinnig, das kann ich selber machen überleg nicht und handelt einfach erst danach denkt man; um Gottes willen was hast du da gerade getan ????

  10. Da hab ich auch noch was eher lustiges beizutragen umzwar ist das zwar schon länger her im frühling 2014 .. ich war da 13 und sollte mit einer freundin zwei ponnies vom matchpaddok holen.. das erste problem war das eine ponnie war schreckhaft bis zum geht nicht mehr und das anderes beisst.. sie wollte nicht mit… ich auf den paddok erst das bissige pony eingefangen dann den anderen gehe zum gatter beide ponnies in der hand einer links der andere rechts die beiden waren natürlich si schlau am rand wo es nicht matschig war zu gehen und haben mich volle kanne durch die fette matschfütze gezogen.. ich sah danach auf jedenfall sehr amüsant aus.. aber damit natürlich noch nicht genug.. auf einmal bemerkte ich wie sie das halfter von dem ziemlich schreckhaften ponnie auflöst und so spazierte es alleine in seine box und uch stand da verdutzt mit dem halfter in der hand xD

    • Hihi, genial die Ponys :-D
      War bestimmt ein sehr lustiger Anblick, wie sie dich da durch die Pfütze ziehen ;-)

      Liebe Grüße,
      Christina

  11. Ach da kann ich auch so einige Korken erzählen,

    Pinocchio shetty junghengs, Thema an Longieren eines dickopfes ohne roundpen (war nicht vorhanden, Reitplatz auch nicht) erst führt man ihn denkt sich Personen. 2 bleibt etwas hinten er hätte es begriffen, denkste stürmt der Vogel los ich an der longe, losgelassen 2. Versuch wieder das selbe Spiel diesmal schon 4 runden ohne ausbruch dann guckt er kurz und in grader Linie hechtet er vorwärts ich dran und die 2. Person auch noch wir hingen mit knapp 200kg gesammt Gewicht an der longe und versuchten ihn zum stoppen zu bringen hustekuchen der 3. Versuch dann mit um den Baum wickeln brachte auch nichts wir haben dann alles eingestellt und sind gleich zum Punkt wie erträgt man nen Kind auf den rücken, wir waren baff der war brav!!! Brav!!! Kein Bocken ausbrechen buckeln nichts!! Das absolute alles könnende Reitpferd, hab die dann allein gelassen mit dem Spruch jetzt brauch ich erst mal nen Bier (war schon 16)

    Da die großen schlanken sich immer für was besseres hielten und uns 3 dicken hassten manipulierten und schikanieren wo es nur ging sind wir 3 ebend abends aufgetaucht die hatten ja alle keine Lust mehr im dunklen wir dann hin, und haben alles andere gemacht und sind dann geritten wie wir konnten, die hofarbeiter wussten das und haben es akzeptiert die anderen beiden hatten sich dann nur an dem Tag für putzen und knuddeln entschieden ich mit Lisa erst mal Würfel reiten gemacht und den Hufschlag quer ab geritten bin dann plötzlich müde geworden hab sie von oben noch abgetrenst und die neben meine putzbox geworfen, mich auf ihren rücken umgedreht und den Kopf aufm hintern gelegt, bin wohl rasch ein gepennt Lieschen hatte sich währenddessen zum fressen ins Heu gelegt mit mir immer noch oben drauf, bin dann gegen 6 von dem Arbeiter geweckt worden der chef klingelte sich im Hintergrund mit der Polaroid im Hintergrund, einglück existierten da noch keine Foto Handys wie Sand am Meer

    Lektion 3 (nicht bei mir aber bei ner anderen) vertraue nie einen intelligenten Pferd wenn der Reiter nicht damit rechnet und das Pferd zu wenig kennt, wir dicken wieder und ja wir bösen Stadtkinder mit 18 ist jetzt 10 Jahre her irgend einer hatte nen Beutel gras auf dem Hof verloren ob es einer von unseren oder den punks von neben an war keine Ahnung wir neugierig haben es geraucht und und gegenseitig lachend ein geprahlt das dicke ding nr. 3 war selten da wegen abi sie meinte sie könne Sultan reiten, ich grinste mir innerlich schon was er gleich anstellt, holte ihn von der Weide brauchte ja nur rufen und den Zaun auf machen er war sehr brav, auf getrenst wir beide teilten ihn uns oft da Person Nr 2 nur n shetty zur Pflege hatte, wir 3 schon recht angeheitert von dem ding nr 2 stieg auf ritt sulti sicher ne runde im schritt, Trab und Galopp, nix passiert, sie stieg ab jetzt kam Nr. 3 stieg auf 1. runde schritt ging, 2. runde Trab fand sulti total bescheuert ging im Galopp über erweiterte den kreis, ich rief dann sulti ist gut komm her, was macht er wechselt in den Trab kam in meine Richtung kurz vor der Tanne ging er schritt blieb unter unsere Tanne stehn die mit den tief hängenden ast da stand er dann nun zielgerichtet ihren Kopf unter dem ast geparkt sulti grinste mich innerlich an und fing an zu buckeln sie bekommt eins aufm Deckel von dem ast er buckelte noch 2 mal bis sie dann unten lang wir saßen schon im Heu vor lachen das war ein Bild für die Götter wir brauchten ganze 10 min um aus dem lachen zu kommen, ich nahm Sultan dann die trense ab schwang mich rauf und ritt ihn im schritt, Trab, Galopp nur mit verbaler Anweisung sult rechts sult langsam und ein einfaches halt zum stehnbleiben stieg ab er knuddelte noch n bissel mit uns bis ich ihn dann wieder rein brachte

    Dass wars eigendlich mit meinen Pannen :-D

  12. Ich hatte auch einmal mehr Glück als Verstand. Wir haben bei uns in der Nähe einen See und ich wollte mit meinem 1 1/2 jährigen Jungspund spazieren gehen. War am Tag zuvor noch mit dem Hund am See. alles toll. Nun hatten Sie den schmalen Zuweg am See mit einem großen Haufen Sand aufgeschüttet so dass man (ich) nicht drüber schauen konnte.. Ich war zwar etwas verwirrt aber dachte das packen wir. Haben wir auch nur dies war der erste Herbst seit 3 Jahren an dem auf einmal (zwischen See und Acker ist nur ein sehr schmaler Weg) so ein Wildtierschutz aus Draht auf den Boden gelegt worden ist. Wir nun schon drüber, am Anfang ist ein Abhang zum See also konnten wir nicht wenden. Ca. 10 Meter weiter war eine etwas breitere Stelle wo ich ihn wenden wollte. Dummerweise gibt es am See Enten. Er sich beim Wenden erschrocken und tritt mit dem rechten Hinterbein in den Wildtierschutz und bleibt hängen. Ich schon die schlimmsten Bilder im Kopf gehabt da merkt er dass er so nicht frei kommt, legt sich hin, tritt mit dem linken Bein den Draht runter steht auf und bleibt total gelassen stehen und stubst mich an. Ich war so erleichter und stolz auf hin. Das waren schlimmsten Sekunden meines Lebens. Beim Rückweg wollte er den Hügel allerdings etwas zu schnell runter und war wieder in Fluchtlaune, so dass ich kurz den Boden geknutscht habe. Kurz geschaut ob jemand was gesehen hat und wieder stolz wie Oskar zurück zum Stall.

    • Wow, das ist wirklich eine tolle Reaktion!
      Die Situation hätte ja echt übel ausgehen können… Die Horsemanshipler üben ja mit ihren Pferden, dass sie ruhig stehenbleiben wenn sie sich irgendwo verfangen. Das finde ich unheimlich wichtig. Dein Pferd hat wohl schon instinktiv gewusst was es machen muss =)

      Liebe Grüße,
      Christina

  13. ich hab – mit meiner jungen Stute – son´ Aufstieg-Abstieg hingelegt …..großartig !
    normalerweise ist sie ein ruhiger Vertreter ihrer Art ( Tinker) , nur : ist sie auch typisch “ideenreich”
    wie diese Wollknäuel nunmal sind !
    Pferd an die Aufstiegshilfe geführt, Zügel drappiert, ein Bein rübergeschwungen……….
    sie macht n gekonnten “rechts-seitlich-ausweich-step” , ich n unfreiwilligen Spagat ( wo ich den doch noch nie konnte ) und : ZACK lag ich platt wie ne Flunder zwischen Pferd und Bock auf dem Rücken …kurze Atemnot , ….. Krone zurechtgerückt , aufgestanden , ( endlich freie Schultern bemerkt ;-) )
    und gute 20-30 min “stehenbleiben-an-Aufstieghilfen” geübt . . .

    was nicht heißt, daß sie es nicht ab und an wieder versucht ;-)
    muß auch für sie echt lustig ausgesehen haben …

    • Autsch :’D
      Gut, dass du nicht auf der Aufstieghilfe gelandet bist!
      Ich glaub ja auch, dass unsere Pferde sich heimlich über uns amüsieren :-D

      Liebe Grüße,
      Christina

  14. Da kann ich auch noch was beitragen. Wir führten die Pferde unter anderem auch die Jungpferde auf die Sommerweide (Fußmarsch ungefähr 1/2 Stunde). Wir mussten 2 Bäche überqueren ich dachte mir nichts dabei da mein Jungpferd Wasser kennt, man muss ihn zwar überreden aber dann gehts. Also stand ich schon im Wasser um ihn hineinzulocken, leider war ein zweites Pferd bereits auch beim Wasser angekommen aber es ist ein sehr schmaler Waldweg der aus dem Bach wieder raus führt, also nur Platz für eine Person mit Pferd. Die zweite Person dachte sich nichts dabei und wollte uns mit seinem Pferd überholen tja und schon geschah es das zweite Jungpferd nahm schwung und sprang über den Bach, LEIDER auf mich zu und so lag ich unter ihm und hab vor lauter Schreck mein Pferd ausgelassen. Zum Glück ist nichts passiert…ich krabbelte total geschockt unter dem Pferd raus und schnappte mir mein Jungpferd wieder. Das gute an der Sache die Jungpferdbesitzerin hat mir ein Monat mit Ihrem tollen Reitpferd geschenkt und so wurde ihr Reitpferd mein Mietpferd für Ganze 7 Monate. ENDE GUT ALLES GUT.

    • Ach krass, das ist aber schon heftig, was da alles hätte passieren können… Nochmal Glück gehabt =)

      Liebe Grüße,
      Christina

  15. Höre niemals auf deine große Schwester wenn du eigentlich denkst es klappt nicht… Ich war damals noch ziemlich klein (so 10 oder so) und bin mit meiner großen Schwester regelmäßig in den Reitstall, da stand ein kleines freches Shetty das wir immer trainiert haben. Wir also an der Longe galopp geübt, alles gut geklappt. Am Ende meinte meine Schwester ich solle doch zum trockenreiten ohne Sattel und nur mit Halfter auf das Pony. Pony fands ziemlich witzig, vorallem weil der Zaun die perfekte Höhe hatte, also eine Runde brav im Schritt, dann angaloppiert und unterm Zaun durch, ich hab die Stabilität des Zauns getestet, er hat mich gut gehalten :D Ich dann laut losgeheult, meine Schwester dachte es sei wunder was passiert und ich nur die ganze Zeit gerufen “der Tommy haut ab, der Tommy haut ab” aber am nächsten Heuhaufen haben wir ihn wieder einsammeln können :)

    • Hahaaa, das ist ja genial :’D Wie im Film!
      Wobei es sicher auch ziemlich weh getan hat vom Zaun gebremst zu werden, gut dass nichts Schlimmeres passiert ist ;-)

      Liebe Grüße,
      Christina

  16. Da fällt mir auch einiges ein. Aber aus dieser Feschichte hab ich wirklich eine konsequente Lehre für mich – und alle bei uns am Stall – gezogen. Irgendwann letzten Sommer wollte ich mich nach dem Misten noch von meiner Stite verabschieden, mit nem Karöttchen. Zu der Zeit hatten wir einen 3 jährigem seit zwei Wochen, einen 5 jährigem und meine. Ich auf die Koppel, Karotte gezückt, beinahe von den Jungs überrannt worden. Naja. Ok. Grade am rausgehen kommt einer angestürmt. Ich also geschaut ob ich noch Karotte hab. Hab keine Karotte, sonder ne Plastiktüte – diese ganz fiesen Matten- in der Tasche gehabt. Ich also Hand schnell wieder aus der Jackentasche. Dumm. Tüte kommt mit, der Wind tut seinen Rest. Fazit davon war ne Prellung, weil der eine mich angerempelt hat und ein blaues Bein. Hätte ich nicht so viele äh Muskeln ;)) wäre der Oberschenkel wohl durch gewesen. Seither: nie wieder (!!!) mit raschelnden oder anderen komischen Dingen auf die Koppel!

    • Uiui, das klingt als hätte es wirklich böse ausgehen können… Ich muss sagen, dass ich in der Beziehung “Leckerli auf Koppel” auch oft etwas unvorsichtiger bin. Wobei auch wirklich nur bei Pferden, die ich gut kenne.

      Liebe Grüße,
      Christina

  17. Da ich spät von der Schule komme ist es dunkel draussen. Mein Pferd steht aber Tag und Nacht auf der Waldkoppel… Das heisst ich muss im dunkeln mit Taschenlampe zum Wald. Als ich angekommen bin, habe ich den Zaun aufgemacht, also diese Seile mit Haken dran die es überall gibt. Halfter ab und ich dachte mein Pferd geht los.. Falsch Gedacht… Nein sie bleibt stehen. Ich ha natürlich versucht das Halfter wieder drauf zumachen – was schwer ist wenn man in der anderen Hand die Zaunöffnung hält… Tja.. Zaun ist ans Pferd gekommen bevor ich das Halfter ansatzweise dran hatte. Pferd hat Stromschlag bekommen und ist weggerannt. Im dunkeln. Im Wald. Zum Glück nicht weit.. Aber ich hab fast 20 minuten gebraucht sie einzufangen… Sie hätte nur links und rechts in Wald ausbrechen können. Ich hätte sie nicht eingefangen bekommen.
    Schock weg. Draus gelernt..
    Zaun aufmachen. Pferd rein führen. Tor zu. Halfter ab. Dann tor auf und durchschlüpfen tor zu und gehen..

    Ich hab gelernt

    • Hui, da hattest du aber auch Glück, dass du dein Pferd relativ schnell wieder eingefangen hattest ;-)
      Diese Art das Pferd auf die Koppel zu bringen kenne ich von mir selbst aber auch, Litzen auf und erwarten, dass das Pferd durch geht – die pure Fauhleit :’D

      Liebe Grüße,
      Christina

  18. Man sollte nicht losreiten, wenn das Bauchgefühl ganz deutlich sagt: Reite so nicht los! Weil ich nicht sicher war, ob mein Pferd mit dem Sattel ein Problem hat, benutzte ich den Fellsattel einer Kollegin. Der war weich, drückte nicht und…. war meinem Pferd zu gross. ‘Geht schon’, dachte ich…. bescheuert…. Mit der Aufstiegshilfe klappte es tip top, ich merkte beim Aufsteigen jedoch, dass der Sattel etwas rutschte, weil… zu gross… Ich hatte die Hunde dabei und auf einem schmalen Trampelpfad, wo wir bisher noch nie ein Individuum getroffen haben, kamen uns Leute mit Hund entgegen. Meine Hunde haben gelernt, sich an den Steigbügel zu stellen, damit ich sie anleinen kann. Klappte ganz gut, doch als ich mein Gewicht nach links verschob, rutschte der Satte etwas. Mein Pferd und ich sind es ja gewohnt, mit einem Gegenruck den Sattel wieder gerade zu richten… Den Westernsattel….. Ja, lacht nur…. Also habe ich geruckt und weil ja der Sattel nicht richtig festgemacht war, rutschte ich mit viel Schwung nach rechts auf die Seite von meinem Pferd. Jungpferd…. wollte ich noch anfügen. Ich hatte Sporen an und als ich mich natürlich mit dem linken Bein festhalten wollte, drücke ich dem armen Kerl die Sporen in die Rippen… Das quittierte Kailani mit einem Hecht nach vorne, klar, Sporen= beeil Dich etwas….. Ich hing noch immer rechts runter, hielt mich an der haarigen Mähnenpracht fest und es gelang mir, das Pferd anzuhalten. Uff… da es links und rechts von dem schmalen Pfad Bäume hatte, konnte ich nicht absteigen, also versuchte ich, wieder nach oben zu rutschen, aber diese Rutscherei war zuviel für mein Pferd und es stürmte wieder los. Gut, Plan B… fallen lassen… doch würde ich mich fallen lassen, würde ich wohl unter das galoppierende Pferd fallen, also Plan C…. ich harrte au, bis ein etwas dünner Baum vorbeikam, packte den Stamm und zog mich so akrobatisch vom Pferd. Im Augenwinkel sah ich noch, wie die Spaziergänger samt Hund zur Seite hechteten um sich vor dem davon stürmenden Pferd in Sicherheit zu bringen. Ich indes fiel wie eine Flunder platt auf den Bauch…. ich versuchte noch, mich mit den Händen abzufangen, doch das hätte ich lieber bleiben lassen. Ein Schmerz durchzuckte beide Handgelenke und mir schossen die Tränen in die Augen. Meine beiden Hunde sassen ganz artig an der Böschung und sahen mich mit grossen Augen an… Ich rappelte mich auf, rief die Hunde zu mir, stammelte ein ‘nichts passiert’, als ich an den Spaziergänger vorbei hastete und die Verfolgung von Kailani aufnahm. Dieser war mittlerweilen stehen geblieben und wartete netterweise auf mich. Der Sattel hing immer noch rechts runter und ich wusste, ich musste das Ding richtig draufmachen, bevor wir weiter gehen konnten. Aber ich hatte keine Kraft, meine Handgelenke hielten das nicht aus. Keine Ahnung wie, irgendwie schaffte ich es doch, die Gurtschnallen zu lösen und gleichzeitig den Sattel zu blockieren, damit der nicht noch rechts vom Pferd herunterfiel. Resultat: zwei massiv verstauchte Handgelenke, 2 Wochen Handschienen. Daraus gelernt: reite nie mit fremden Sattel los, reite überhaupt nicht los, wenn nicht alles 200 % sitzt…..

    • Ohjeee, was für eine Geschichte! Manchmal hat man in einer Situation einfach keine gute Alternative…
      Ein Glück, dass du dir die Handgelenke nicht gebrochen hast!

      Liebe Grüße,
      Christina

  19. Ich glaube ich gewinne in der Kategorie “bescheuerte Ideen”.
    Eine Freundin schlug vor, mit ihren 2 Pflegepferden spazieren zu gehen. Nur anstatt zu laufen, sollten wir Inlineskates nehmen, die Pferde würden das kennen. Leider hatte ich vergessen, dass ich das skaten verlernt hatte. Keine 100 Meter vom Stall, beim ersten Bremsversuch bin ich gestürzt. Meine Hand landete unter einem Huf. Das Ergebnis: Sonntägliche Notfall-OP beim Handchirurgen, eine Fingerspitze war kompett abgerissen. Zum Glück nur ein kosmetischer Schaden, ich kann die Hand voll nutzen.
    Was lernt man daraus: Keine bescheuerten Experimente!

    • Oh neiiin! o.O
      Das ist ja super übel!

      Wobei man schon sagen muss, dass die Idee ziemlich schusselig ist, selbst wenn man super Inlineskaten kann ;-)
      Muss ja nur mal eins der Pferde irgendwohin ziehen, mit den Inlinern kann man die ja nicht halten… Aber hinterher ist man immer schlauer…

      Liebe Grüße,
      Christina

  20. Ich bin mal beim aufsteigen ohne Sattel mit etwas zu viel Schwung auf der anderen Seite wieder runter gesegelt. Die Hafidame hat mich etwas verwundert angesehen, aber zum Glück hat es sonst niemand gesehen. ????

  21. Ich bin mal beim aufsteigen ohne Sattel mit etwas zu viel Schwung auf der anderen Seite wieder runter gesegelt. Die Hafidame hat mich etwas verwundert angesehen, aber zum Glück hat es sonst niemand gesehen. ????

    • Das ist mir auch schonmal passiert :’D
      Vor allem wenn ich längere Zeit Großpferde geritten bin und dann auf Ponys umsteige – da ist der Schwung dann meist zu groß ;-)

      Liebe Grüße,
      Christina

  22. Ich hatte so mit 14 Jahren eine Reitbeteiligung auf einem 6-jährigen Reitpony-Wallach und er war super super lieb und ich bin nach der Reitstunde oft ohne Sattel trockengeritten. So auch an einem Tag im Winter. Ich auf Pony mit Abschwitzdecke zwischen uns. Blöderweise ist die Decke unter mir etwas nach hinten gewandert (war vorne nicht zu) und damit ich sie nicht verliere, wollte ich sie nach vorne ziehen. Ja, ohne Steigbügel kann man natürlich schlecht einfach aufstehen und so hab ich ins Gespräch vertieft einfach mal die Füße voll zusammengepresst um mich so hochdrücken zu können. Pony hat sich natürlich zu Tode erschreckt und macht einen Satz nach vorne, ich sitz völlig verdattert auf der Kruppe und Pony denkt sich, dass ich irgendwie zu weit hinten sitze und schmeißt den Hintern hoch. Ich segel in großem Bogen über den Hals in den Sand, wo mich das Pony liebevoll anstubst :D :D :D

    • Hihi, das klingt auch genial – so lange dir nichts passiert ist ;-)
      Manchmal macht man echt unheimlich blöde Sachen wenn man abgelenkt ist…

      Liebe Grüße,
      Christina

  23. Vor ein paar Jahren habe ich die beiden Wallache auf die Winterkoppel gebracht. Die Koppel hatte seinerzeit noch zwei Eingänge. Ich dachte, ich bin clever und nutze den hinteren – der war nicht so vermatscht wie der vorne. Jungs auf die Koppel, Litze zu, gut war.
    Naja. Dummerweise hatte ich nicht bedacht, dass der vordere Eingang, der normalerweise benutzt wird, noch offen war :D Der Reinstelldienst hat dann erzählt, dass die beiden Wallache am vorderen, offenen Eingang standen und sich dort haben abholen lassen. Sie hätten raus gekonnt, sind sie aber nicht :D
    Hirn hilft!
    VG und frohe Weihnachten
    Nadja

    • Hihi, das ist genial – wie im Film :-D
      Könnte mir so aber auch passieren :’D

      Liebe Grüße,
      Christina

  24. Mir ist etwas ähnliches wie beim dritten Fall passiert … Ich habe das Tor blöderweise überhaupt nicht zu gemacht. Ich sollte den (Zucht-)Hengst meiner Reitlehrerin von der Wiese holen und zum Stall bringen. Da der Hengst ein Zaumzeug hat, dass man zuknoten muss (mir fällt der Name gerade nicht ein) und ich das noch nicht oft gemacht habe brauchte ich etwas länger … Doch zum anlegen kam ich gar nicht … Er lief nämlich geradewegs zum Tor hinaus und durchs ganze Dorf zum Stall … Und ich hinterher … Es ist zum Glück nichts passiert aber ich werde nie wieder das Tor offen lassen … :D

    Frohe Weihnachten
    Victoria

    • Hui, da bleibt einem aber auch das Herz stehen, oder? Gerade beim teuren Zuchthengst :’D

      Liebe Grüße,
      Christina

  25. Als ich glaubtr “Ich kann das..”
    Ich habe mir auf der letzten Messe einen wunderbaren Bodenarbeitsstick gekauft, sogar passend zu unserem Knotenhalfter in türkis.
    Nun dann war sie da die Bodenarbeitsstunde und ich hab das Pferdchen ein bisschen longiert.
    Dann wollte ich schön antreiben mit dem Stick und klatschte mir das Ende mit der Lederklatsche so richtig schön ins Gesicht.
    Also….weniger Schwung ist oft besser. ;)

    • Autsch :’D
      Aber aus solchen Sachen lernt man dann wenigstens sehr schnell ;-)

      Liebe Grüße,
      Christina

  26. Das eine Mal, als ich ziemlich gedankenlos war…da habe ich die Außenbox meines Ponys ausgemistet (Pony lief direkt davor in der Weide herum und wollte wieder rein) und die Tür nur halb zu gemacht, während ich um die Ecke den Mist mit der Schüppe rausgebracht habe. Pony ist dann durch die halboffene Tür reingestürmt, steckengeblieben und hat Panik bekommen. Am Ende war er dann doch drin und hat sich auch nicht verletzt, aber da hätte auch leicht was passieren können. Fazit: Stalltür entweder ganz auf oder ganz zu machen.
    Liebe Grüße
    Karin

    • Ui, das klingt echt so, als hätte es böse schief gehen können – manchmal machen eben auch die Ponys dumme Sachen. Gut, dass nichts passiert ist!

      Liebe Grüße,
      Christina

  27. Das eine Mal, als ich faul, gedankenlos UND schusslig war…

    Das war letzte Woche.
    Eine noch so braves Jungpferd longieren- und dabei die Handschuhe in der Jackentasche haben.
    Resultat: Finger alle noch dran- ungepllt.
    Die vier Blasen heilen langsam ab.

    Gelernt habe ich: für derartiges IMMER!!!!! Handschuhe tragen.
    Warum ich dieses Mal Keine anhatte?
    Ich kanns echt nicht sagen.

    Passt gut auf Euch auf!

    Silke

    • Autsch! Das ist übel, ich wünsche dir gute Besserung für die Finger – Arnikasalbe hilft.
      Ich glaube manchmal wird man auch leichtsinnig, wenn man schon jahrelange Erfahrung hat und lange nichts passiert ist. So habe ich mir vor ein paar Jahren ganz blöd einen – gar nicht gegen mich gerichteten – Tritt eingefangen weil ich unaufmerksam zwischen zwei Pferde gelaufen bin…

      Liebe Grüße,
      Christina

    • Jo…
      auch sehr schön!
      Was ich auch immer wieder sehe in den Ställen mit den Schiebetüren an den Boxen.
      An diesen Schiebetüren bindet man bitte never ever ever ein Pferd an.
      Wenn sie zurückhopsen, ziehen sie die Türe aus der Schiene- es ist arg verletzungsträchtig.
      Wie oft ich das am alten Stall gesehen habe- auch von Leuten, die das wussten!

      So grässlich…

      Und. ein glückliches Weihnachtsfest für alle!

    • Puh, das klingt wirklich übel… Da bin ich froh, dass ich schon mein ganzes Leben in Offenställen ohne Schiebetüren bin ;-)

      Liebe Grüße,
      Christina

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